ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Dr. Reiter seit 12.4.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PLASSER & THEURER BETEILIGUNGS- UND FINANZIERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ROBEL Holding GmbHFreilassingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG ROBEL Holding GmbH Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
KONZERNANHANG 2022I. Bilanzierungsgrundsätze Die ROBEL Holding GmbH mit Sitz in Freilassing ist unter der Nr. HRB 12578 im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein registriert. Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz zu verbessern, wurden Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz oder im Konzernanhang gemacht werden können, grundsätzlich im Konzernanhang gemacht. Von der gesetzlichen Postenbezeichnung Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte wurde insofern abgewichen, als der Bilanzposten entsprechend dem tatsächlichen Inhalt in Software, Lizenzen und Patente umbenannt wurde. Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um die Posten Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter erweitert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. II. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst gemäß §§ 294 bis 296 HGB folgende Gesellschaften:
Zum 01.01.2021 hat die ROBEL Holding GmbH 25,1% der Anteile an der Schweerbau International GmbH & Co. KG erworben. Da im Jahr des Erwerbes nach eingehender Prüfung tatsächlich kein maßgeblicher Einfluss nach § 311 HGB ausgeübt wurde, wurde von der Anwendung der Equity Methode für das Jahr 2021 abgesehen und der Ansatz als Beteiligung gewählt. Der Umfang der maßgeblichen Einflussnahme und der Ansatz der Beteiligung wurde im Berichtsjahr 2022 erneut geprüft. Aufgrund dieser Prüfung und der zunehmenden Bedeutung der Schienenbearbeitungstechnologie für die ROBEL-Gruppe wurde die Schweerbau International GmbH & Co. KG erstmalig als assoziiertes Unternehmen eingestuft und die Beteiligung at Equity bewertet. Des Weiteren wurde per 21.03.2022 die ROBEL Rail Automation GmbH neu gegründet. Die wesentlichen Vermögensgegenstände des Entwicklungsbereichs Robot & Automatisierung der Schwestergesellschaft ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH wurden im Rahmen eines Asset Deals übertragen. Die wesentlichen Vermögensgegenstände der Business Unit Service & Kundendienst der ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH wurden ebenfalls im Rahmen eines Asset Deals per 01.01.2022 an die Schwestergesellschaft Plasser Robel Services GmbH übertragen. Die Niederlassung der Plasser Robel Services GmbH in Polen wurde in eine neu gegründete Kapitalgesellschaft eingebracht. Die Anteile an dieser Gesellschaft wurden per 01.07.2022 an die oberste Konzern-Muttergesellschaft, die Plasser & Theurer Beteiligungs- und Finanzierungs AG mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein veräußert. Die ROBEL Gruppe ist ein Teilkonzern der Unternehmensgruppe Plasser & Theurer, die auf dem Gebiet der Bahnbaumaschinen weltweit tätig ist. Oberste Muttergesellschaft ist die Plasser & Theurer Beteiligungs- und Finanzierungs AG mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein. III. Konsolidierungsgrundsätze Die erstmalige Verpflichtung zur Erstellung eines Teilkonzernabschlusses entstand durch die Restrukturierung der deutschen Unternehmensgruppe Anfang 2000. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war der 31.12.2000. Die Kapitalkonsolidierung der beiden bereits im Jahr 2000 vorhandenen deutschen Tochtergesellschaften Plasser Robel Services GmbH und ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH erfolgt nach der im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung und für Altfälle weiterhin zulässigen Buchwertmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem buchmäßigen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Bei der ersten Tochtergesellschaft ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über vier Jahre linear abgeschrieben wurde. Bei der zweiten Tochtergesellschaft ergab sich bei der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ein passiver Unterschiedsbetrag, der thesaurierte Gewinne der Tochtergesellschaft widerspiegelt, die vor dem Erstkonsolidierungszeitpunkt entstanden sind und der deshalb in die Gewinnrücklagen eingestellt worden ist. Die Erstkonsolidierung der im Jahr 2019 neu gegründeten Gesellschaften ROBEL France SAS und ROBEL North America Corp., der per 01.07.2019 erworbenen Vogel & Plötscher Verwaltungsgesellschaft mbH, sowie der zum 18.05.2020 neu gegründeten ROBEL Railway Engineering Technology (Shanghai) Co. Ltd. erfolgte nach der entsprechend BilMoG im Erstkonsolidierungszeitpunkt nur mehr zulässigen Neubewertungsmethode. Bei den neu gegründeten Gesellschaften entstand durch die Gründungskosten jeweils ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung. Die relativ geringen Beträge wurden bereits im Jahr der Erstkonsolidierung in voller Höhe abgeschrieben. Die Erstkonsolidierung nach einer Erhöhung zum 01.01.2021 der Beteiligung an der Vogel & Plötscher GmbH und Co. KG erfolgte ebenfalls nach der Neubewertungsmethode. Nach Aufdeckung der stillen Reserven im Umlaufvermögen ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde und über 15 Jahre linear abgeschrieben wird. Für die per 01.01.2021 erworbenen Anteile an der Schweerbau International GmbH & Co. KG i.H.v. 25,1% wurde im Jahr der Anschaffung aufgrund geringer Einflussnahme der Ansatz als Beteiligung gewählt. Durch die laufende Überprüfung und eine Neubeurteilung des tatsächlich maßgeblichen Einflusses wurde die Gesellschaft im Berichtsjahr erstmalig als assoziiertes Unternehmen eingestuft und nach der Equity-Methode gem. § 312 HGB bilanziert. Der daraus resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und mit einer Restnutzungsdauer von 14 Jahren abgeschrieben. Der Beteiligungsbuchwert wurde um das anteilige Ergebnis der Schweerbau International GmbH & Co. KG korrigiert. Des Weiteren wurde per 21.03.2022 die ROBEL Rail Automation GmbH neu gegründet. Die Erstkonsolidierung dieser Gesellschaft erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Der durch die Gründungskosten entstandene aktive Unterschiedsbetrag wurde aufgrund des geringen Betrages bereits im Jahr der Erstkonsolidierung in voller Höhe abgeschrieben. Bei Anwendung der Neubewertungsmethode wurden bei der Ermittlung des neubewerteten Eigenkapitals der Tochtergesellschaften die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach HGB; so wie unten unter Abschnitt IV. erläutert; angewandt. Darlehen, Forderungen und Schulden zwischen den Gesellschaften werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 Abs. 1 HGB vollständig gegeneinander aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge zwischen den vollständig in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden durch eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 Abs. 1 HGB eliminiert. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr der inländischen Gesellschaften in das Umlaufvermögen resultierende Zwischengewinne wurden nicht eliminiert, da sie von untergeordneter Bedeutung sind (§ 304 Abs. 2 HGB). Zwischengewinne, die aus Lieferungen an ausländische Gesellschaften in das Umlaufvermögen entstanden sind, wurden unter Berücksichtigung der Konzern-Herstellungskosten eliminiert, soweit sie nicht ebenfalls von untergeordneter Bedeutung sind. Auf die Eliminierung der aus den beiden Asset Deals resultierenden Zwischengewinne wurde verzichtet, da sie ebenfalls von untergeordneter Bedeutung sind. Da die Gesellschaft im Einzelabschluss wegen § 274 a Nr. 4 HGB keine latenten Steuern bilanzieren muss, werden diese im Rahmen der Konzernjahresabschlusserstellung zusätzlich gebildet. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Konzernabschlusses entsprechen grundsätzlich den Bilanzierungsmethoden in den Einzelabschlüssen. Lediglich die im Einzelabschluss einer Tochtergesellschaft nach § 6b EStG gebildeten stillen Reserven wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung wieder aufgelöst und die Buchwerte der relevanten Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens entsprechend erhöht. Auf diese im Konzernabschluss aktivierten, aber noch nicht versteuerten, stillen Reserven wurde ein entsprechender Passivposten für latente Steuern gebildet. Diese Korrekturen werden korrespondierend dem Abschreibungsverlauf des relevanten Anlagevermögens in den Folgejahren fortgeführt. 1. Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen, bewertet. Neben Software-Lizenzen und entgeltlich erworbenen Patenten werden auch selbstgeschaffene, gewerbliche Schutzrechte ausgewiesen. Die Abschreibung der Software erfolgt linear über ein bis fünf Jahre. Patente werden über die Laufzeit des Patentschutzes abgeschrieben. Zusätzlich zu dem bereits abgeschriebenen Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Plasser Robel Services GmbH werden auch die Firmenwerte der neuen Beteiligungen bzw. der Beteiligungserhöhungen ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Vogel & Plötscher GmbH & Co. KG im Jahr 2019 sowie der zusätzliche Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Jahr 2021 werden jeweils über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Bei Geräten der Messtechnik handelt es sich um eine Produktgruppe mit typischen Lebenszyklen von mehr als fünf Jahren. Des Weiteren wurde die Nutzungsdauer anhand der durchschnittlichen Kundenbindung ermittelt, die eine Dauer von fünf Jahren weit übersteigt. Sowohl die Analysen von Kundenbeziehungen als auch von Produktlebenszyklen validieren die angenommene Nutzungsdauer von 15 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert der ROBEL France SAS wird im lokalen Jahresabschluss der Gesellschaft nicht abgeschrieben, dementsprechend erfolgt eine Anpassung an HGB. Analog zu den anderen Gesellschaften wird der Firmenwert über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Durch Aufrechnung des Buchwertes mit dem anteiligen Eigenkapital der Schweerbau International GmbH & Co. KG ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, welcher als Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Folgebilanzierung des Beteiligungsansatzes abgeschrieben wird. Nachdem die Anteile bereits in 2021 angeschafft wurden, ergibt sich für den Geschäfts- oder Firmenwert eine verkürzte Restnutzungsdauer von 14 Jahren. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare oder degressive und außerplanmäßige Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt bei:
Bei Zugängen ab 2010 erfolgt die Abschreibung einheitlich linear. Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800 werden entsprechend den jeweils gültigen steuerlichen Vereinfachungsregeln abgeschrieben. Für Software und EDV-Ausstattung hat die Finanzverwaltung ab 2021 ebenfalls eine Vereinfachungsregelung eingeführt und nimmt für diese Anlagegegenstände eine Nutzungsdauer von 1 Jahr an. Die Gesellschaft macht insoweit von dieser Vorgabe Gebrauch, als diese vereinfacht auf Software und EDV-Ausstattung mit Anschaffungskosten bis 10.000 € angewandt wird. Liegen die Anschaffungskosten darüber, wird wie bisher eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren angenommen. Auf eine gesonderte Abschreibungsmethode in der Handelsbilanz wird unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit verzichtet. Nach erfolgter Vollabschreibung wird für diese "geringwertigen Wirtschaftsgüter" im Anlagespiegel ein Abgang unterstellt. 2. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einkaufspreisen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Individuelle Wertminderungen, vor allem bei Altbeständen, sind durch Abschläge berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades und nach den Grundsätzen einer verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie anteilige Fertigungsgemeinkosten entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Angemessene Abschläge für Altbestände und für drohende Verluste aus Fertigungsaufträgen sind berücksichtigt. Soweit einzelne Fertigungsaufträge gem. § 253 Abs. 3 HGB mit ihrem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert anzusetzen waren (retrograde Ermittlung), wurden neben den vereinbarten Nettoverkaufspreisen auch die nach dem Bilanzstichtag entstehenden Produktionskosten berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden für erkennbare Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen gebildet. Zusätzlich wurde dem allgemeinen Kreditrisiko unverändert zum Vorjahr durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Geldbestände sind zu Nennwerten ausgewiesen. Sofern Fremdwährungskonten bestehen, wurden diese zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 3. Rückstellungen Pensionsrückstellungen wurden in versicherungsmathematischen Gutachten nach der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected Unit Credit Methode") zum Bilanzstichtag 31.12.2022 unter Verwendung der neuen "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Die Abzinsung erfolgte zum einen für die Pensionsverpflichtungen bei der ROBEL Holding GmbH entsprechend der erwarteten Restlaufzeit der Verpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von 0,85 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009. Der erwartete Rententrend wurde mit 2,92 % p. a. berücksichtigt. Zum anderen wurde bei den Pensionsverpflichtungen der ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,78 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 gerechnet. Aufgrund der Zusage von festen Rentenbeträgen war hier keine Dynamisierung erforderlich. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Bei Rückstellungsbildung wird der Barwert der Verpflichtung gegen den Primäraufwand verbucht (Nettomethode). In den Folgejahren werden Barwertveränderungen, soweit sie auf Zinseffekte, Laufzeit- und Zinssatzänderungen zurückzuführen sind, gem. § 277 Abs. 5 HGB als sonstige Zinserträge oder sonstige Zinsaufwendungen ausgewiesen. Bei Ermittlung der langfristigen Jubiläumsrückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 1,69% bzw. 2,1% und Fluktuationsabschläge zwischen 5% und 30% zu Grunde gelegt. Auch bei Ermittlung des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages bei den übrigen Personalrückstellungen (Urlaub, Überstunden) wurde ein Gehaltstrend von 1,69% bzw. 2,1% unterstellt, welcher der durchschnittlichen Gehaltssteigerung der letzten 7 Jahre entspricht. Der jeweils laufzeitadäquate Zinsfuß wurde entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 der Veröffentlichung der Dt. Bundesbank entnommen. Die Gewährleistungsrückstellungen wurden je nach Risikoart einzeln, beziehungsweise pauschal bewertet. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 5. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden getrennt ermittelt und unsaldiert ausgewiesen. 6. Fremdwährungsumrechnung Umrechnung von in Fremdwährung lautenden Posten der Jahresabschlüsse Soweit die Einzelabschlüsse Posten enthalten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgte die Umrechnung in EURO auf Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt. Posten der Bilanz werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung Einzelabschlüsse in Fremdwährung werden grundsätzlich nach der "modifizierten Stichtagsmethode" umgerechnet, wobei die Bilanzposten mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet werden. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird als solcher gesondert im Eigenkapital ausgewiesen Bei der Umrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel nach der Bruttomethode dargestellt. Der Anlagenspiegel ist Bestandteil des Anhangs. 2. Anteilsbesitz
Die Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften Plasser Robel Services GmbH, ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH sowie das der neu gegründeten ROBEL Rail Automation GmbH werden auf Grund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge von der Muttergesellschaft vollständig übernommen, so dass für diese Gesellschaften kein eigenes Ergebnis anfällt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind in der Regel innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i.H.v. TEUR 3.449 (i.Vj. TEUR 1.368) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Sinne von sonstigen Vermögensgegenstände sind keine vorhanden. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen i.H.v. TEUR 674 (i.Vj. TEUR 10.000) sonstige Vermögensgegenstände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter sind keine vorhanden. 4. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Eigenkapitalspiegel. 5. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Berechnung unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn und sieben Geschäftsjahren gem. § 253 Abs. 6 HGB ein Unterschied für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 7 und würde unter Berücksichtigung latenter Steuern in analoger Anwendung des § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegen. Aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes resultiert ein Aufwand von TEUR 2, für den der Ausweis im Personalaufwand gewählt wurde. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Garantie- und Kulanzverpflichtungen, Gewährleistungsrisiken, Aufwendungen im Personalbereich, Provisionen, Jahresabschluss- und Beratungskosten, ausstehende Rechnungen sowie drohende Verluste aus Aufträgen der Gesellschaften ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH und Plasser Robel Services GmbH. 6. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 1.168 TEUR durch Grundschulden gesichert. 7. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beruhen auf einer Höherbewertung von Aktiva oder auf einer niedrigeren Bewertung von Passiva in der Steuerbilanz gegenüber der Handelsbilanz bei den folgenden Bilanzposten:
Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf eliminierte Zwischengewinne angesetzt. Passive latente Steuern beruhen auf einer niedrigeren Bewertung des Anlagevermögens in der Steuerbilanz durch die Bildung von stillen Reserven im Rahmen einer Rücklagenübertragung nach § 6b EStG bzw. der Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrages nebst Sonderabschreibung nach § 7g EStG. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz für 2022. Für die deutschen ROBEL Gesellschaften wird bei der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag mit einem Steuersatz von 15,825% und bei der Gewerbesteuer mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 12,0214% gerechnet. Latente Steuern bei den Tochtergesellschaften wurden mit folgenden Steuersätzen berechnet:
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung a) Aufgliederung der Umsatzerlöse: Nach Produktgruppen gliedert sich der Umsatz wie folgt auf:
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
VII. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 314 I Nr. 2 und 2a HGB a) Am Bilanzstichtag betrug das Bestellobligo für das Vorratsvermögen TEUR 47.327. b) Die Tochtergesellschaften haben mehrere Mietverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten abgeschlossen. Der längste Mietvertrag reicht bis 2030. Der jährliche Mietaufwand beträgt voraussichtlich TEUR 1.136. c) An Leasingzahlungen werden fällig:
2. Definition Finanzmittelfonds Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die in der Konzernbilanz unter dem Posten B. III. ausgewiesen sind. 3. Anzahl der Mitarbeiter Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres beschäftigt:
4. Muttergesellschaft Mutterunternehmen der ROBEL Holding GmbH ist die Plasser & Theurer Beteiligungs- und Finanzierungs AG in Vaduz, Liechtenstein. Sie erstellt einen Konzernabschluss, in den die ROBEL Holding GmbH mit ihren Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften einbezogen werden. 5. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Für folgende Tochtergesellschaften der ROBEL Holding GmbH werden für das Geschäftsjahr 2022 die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB in der Form beansprucht, dass auf die Erstellung und Prüfung eines Lageberichts sowie auf die Veröffentlichung der Einzelabschlüsse verzichtet wird:
6. Angaben zu den Geschäftsführungsorganen Als Geschäftsführer sind bestellt:
Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird gemäß §314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7. Geschäfte mit nahestehenden Personen Der Teilkonzern unterhält umfangreiche wirtschaftliche Beziehungen zur österreichischen Unternehmensgruppe Plasser & Theurer. Diese österreichischen Gesellschaften sind in einer gesonderten Unternehmensgruppe zusammengefasst. Die Gesellschaften dieser Gruppe sind im Verhältnis zur eigenen Gruppe keine verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB, da die zwei Gruppen nicht über eine Kapitalgesellschaft als gemeinsames Mutterunternehmen verbunden sind. Nach Kategorien betrug der Wert der Geschäfte mit nahestehenden Personen in 2022:
8. Honorar des Abschussprüfers Im Geschäftsjahr 2022 werden vom Konzernabschlussprüfer folgende Honorare berechnet:
In den Honoraren des Abschlussprüfers sind periodenfremden Erträge in Höhe von 0,0 TEUR enthalten. 9. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung Im Bereich der Vorräte waren zusätzliche Teilwertabschreibungen in Höhe von TEUR 609 erforderlich. Für noch nicht begonnene Aufträge wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von TEUR 601 gebildet. 10. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. 11. ErgebnisverwendungsvorschlagVorbehaltlich der Zustimmung der Gesellschafterversammlung schlägt die Geschäftsführung vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 83.256.798,09, bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 82.167.433,93 und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.089.364,16, auf neue Rechnung vorzutragen.
Freilassing, 18. April 2023 Thorsten Bode Wolfgang Rupert Fally KONZERNLAGEBERICHT 20221 Darstellung von Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftsmodell Die Ursprünge des ROBEL-Konzerns reichen zurück bis ins Jahr 1875, in welchem die "Feilenfabrik Georg Robel" im München gegründet wurde. Über die Jahrzehnte wurde "robeln" zum Synonym für die sichere, geschraubte Verbindung von Schwelle und Gleis. Mit dem Wirtschaftswachstum der 1950er Jahre änderte sich die Größenordnung: Angetrieben von der Idee, das Arbeiten auf der Schiene zu optimieren, baute ROBEL Gleiskraftwagen und wenig später auch Schienenladezüge. Im Jahr 2019 hat der Konzern die ersten Schritte über die Landesgrenzen gesetzt und somit weitere wichtige Vertriebspartner an seiner Seite. Mittlerweile hat sich das Portfolio der ROBEL-Gruppe für den Bau und die Instandhaltung von Bahninfrastrukturanlagen in allen Bereichen ausgeweitet: Entwicklung und Erzeugung von handgeführten Kleinmaschinen, Werkzeugen und Großmaschinen, Messsysteme, Schienenbearbeitung, Kundendienst und Serviceleistungen, Ersatzteillieferungen, ein internationales Netzwerk an Servicepartnern sowie erste Schritte in Richtung Automatisierung stehen heute auf dem Fahrplan. 1.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Steuerungsgrößen und -kennzahlen Zur optimalen Weichenstellung verwendet der ROBEL-Konzern Kennzahlen, welche die Unternehmensentwicklung im Hinblick auf Wachstum, Ergebnis und Liquidität bestmöglich lenken sollen. Die wichtigsten Kennzahlen, die zur Steuerung herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse, der Cashflow sowie die Umsatzrendite. Um eine ausgewogene Steuerung des Unternehmens zu ermöglichen, spielen neben den wichtigen Indikatoren zur Beurteilung der finanziellen Geschäftsentwicklung auch nicht finanzielle Kennzahlen eine Rolle für den unternehmerischen Erfolg. Aus Konzernsicht ist die Zufriedenheit der Kunden von großer Bedeutung. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Der Anstieg der Zentralbankzinsen zur Inflationsbekämpfung und der Ukraine-Konflikt belasteten die globale Wirtschaft im Berichtsjahr 2022. Die schnelle Ausbreitung von COVID-19 in China dämpfte das Wachstum im Jahr 2022, die weitgehende Aufhebung der Beschränkungen im vierten Quartal ebnete jedoch den Weg für eine schneller als erwartete Erholung der Wirtschaft. Das globale Wachstum betrug laut dem im Januar 2023 veröffentlichten WEO-Updates (World Economic Outlook) des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Berichtsjahr 3,4%. Die globale Inflation betrug im Jahr 2022 8,8%. Die weltweite Inflation scheint ihren Höhepunkt im dritten Quartal 2022 erreicht zu haben. Die Preise für Treibstoff- und Nichttreibstoff-Rohstoffe sind wieder gesunken. Dies senkt die Gesamtinflation, vor allem in den Vereinigten Staaten, dem Euroraum und in Lateinamerika. Die zugrunde liegende (Kern-)Inflation hat jedoch in den meisten Volkswirtschaften noch nicht ihren Höhepunkt erreicht und bleibt deutlich über dem Niveau vor der Pandemie. Diese Entwicklungen haben die Zentralbanken dazu veranlasst, die Zinssätze, vor allem in den Vereinigten Staaten und im Euroraum, schneller als erwartet anzuheben. Es soll signalisiert werden, dass die Zinssätze über einen längeren Zeitraum auf diesem hohen Niveau bleiben werden. Obwohl die Zentralbanken ihre Entschlossenheit zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik bekundet haben, steigen die Aktienmärkte nach der jüngsten Veröffentlichung niedrigerer Inflationsdaten in Erwartung von Zinssenkungen. Mit dem Höchststand der US-Gesamtinflation und einer Beschleunigung der Zinserhöhung mehrerer Nicht-US-Zentralbanken hat sich der Dollar seit September abgeschwächt, bleibt aber deutlich stärker als vor einem Jahr. Das europäische Wirtschaftswachstum war im Jahr 2022 widerstandsfähiger als erwartet angesichts des Ukraine-Konfliktes und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Diese Widerstandsfähigkeit, die sich in den Konsum- und Investitionsdaten für das dritte Quartal zeigt, spiegelt die staatliche Unterstützung in Höhe von etwa 1,2% des BIP der Europäischen Union für Haushalte und Unternehmen wider. 2.2 Der Markt der Bahnindustrie Obwohl die Bahnbranche im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung deutlich geringeren zyklischen Schwankungen unterliegt, sind die Auswirkungen der Folgen des Ukraine-Konfliktes, die Lieferkettensituation, Energiepreise sowie Inflationstendenzen genau zu beobachten. Trotz alledem richten sich Investitionen in die Bahninfrastruktur weltweit nach langfristigen Entscheidungsprozessen. Global betrachtet zeigt die Bahnindustrie eine seit Jahren anhaltend wachsende Tendenz. Die Modernisierung und der Ausbau des Transport- und Logistikverkehrs in den Bereichen Straße, Schiene und Schiff stellen nach wie vor ein zentrales Thema der auf Internationalisierung und Globalisierung aufbauenden Weltwirtschaft dar. Dem Verband der Bahnindustrie (VDB) zufolge sollen bis 2030 rund 30% der Güter in Europa auf der Schiene transportiert werden. Der Trend ist auch in den Umsatzzahlen zu sehen: Für das erste Halbjahr 2022 liegt der Umsatz des VDB bei 6,8 Milliarden Euro, was 1,5% über dem Vorhalbjahreswert liegt. Das Inlandsgeschäft stieg um 24% und der Auftragseingang für das erste Halbjahr 2022 verzeichnet mit 9 Milliarden Euro einen Zuwachs von 29%, was hauptsächlich auf die Auftragsvergabe im Inland zurückzuführen ist. Dem starke Umsatzzuwachs und Auftragseingang stehen dem sinkendem Exportgeschäft gegenüber. Der Auslandsumsatz zeichnete im ersten Halbjahr 2022 einen Einbruch von 35% und auch der Auftragseingang reduzierte sich um 7%. Grund hierfür ist allen voran die Lieferkettensituation und zusätzlich verschobene öffentliche Aufträge. Obwohl die Bahnindustrie volle Auftragsbücher verzeichnet, muss angesichts der aktuellen Lage damit gerechnet werden, dass Ende des Jahres eine betriebswirtschaftlich ernste Situation droht, lautet die Aussage des VDB zum Halbjahresbericht. Die Auswirkungen der Inflation und die steigenden Energiepreise seien, auch für die Schienenindustrie, nicht zu unterschätzen. Mit der Empfehlung zu Preisgleitklauseln und der Forderung, die Preisbasis von Bestandsverträgen auszusetzen, versucht der VDB den obenstehenden Problemen entgegenzuwirken. Bereits im Jahr 2020 wurde die dritte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und der Deutschen Bahn AG beschlossen. Darin vorgesehen sind Investitionen bis in das Jahr 2029 von 86,2 Milliarden Euro, welche für den Erhalt und die Modernisierung des Schienennetzes eingesetzt werden. 2.3 Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 konnte die ROBEL-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 158 MEUR verzeichnen, was einem Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr von +6,49% entspricht. Unter Einbeziehung der Bestandsveränderungen und aktivierter Eigenleistungen ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung der Gesamtleistung von +3,83%. Der Auftragseingang des Konzerns betrug im Geschäftsjahr 196.200 TEUR. 2.3.2 Produktion Neben dem Bau eigener Fahrzeuge konnte der Produktionsstandort Freilassing im Berichtsjahr mit der Komponentenfertigung und der Montage kompletter Maschinen für Plasser & Theurer eine zufriedenstellende Auslastung erzielen. Dennoch haben die Auswirkungen in der Beschaffung den Produktionsplan ungemein beeinflusst. Durch die COVID-Pandemie und deren Nachwehen aus gestörten Lieferketten sowie den Ukraine-Krieg und die damit einhergehende Rohstoffverknappung zur Stahl- und Aluminium-Erzeugung waren laufend Anpassungen notwendig. An den Standorten München und Leverkusen Opladen wurde der Ausbau des Dienstleistungsbereichs weiterhin vorangetrieben. In Breisach erfolgten die Entwicklung und Produktion von Gleismess-Systemen und Elektromotoren. Aufgrund der guten Auftragslage konnte die Gruppe das ganze Jahr über eine gute Auslastung erzielen. Auch im nächsten Jahr wird aufgrund der hohen Auftragseingänge konzernweit mit einer durchgängigen Auslastung gerechnet. 2.3.3 Beschaffung Die Energiepreise, die Sicherstellung der Versorgung (COVID-19, Suez Kanal, Ukraine-Konflikt) sowie eine erhöhte Nachfrage beeinflussen das Geschäft nach wie vor. In Zeiten wie diesen profitierte ROBEL von den hohen Lagerbeständen, um etwaige Engpässe bestmöglich puffern zu können. Um wieder mehr Kontrolle über die Lieferketten zu erlangen, wurde in Breisach die Rohstoffbeschaffung wieder zurück nach Europa verlagert. Die ausländischen Vertriebsgesellschaften wurden mit angemessenen Lagerbeständen ausgestattet, um ohne Verzögerungen durch lange Lieferzeiten auf Kundenanfragen reagieren zu können. Durch langfristige Verträge, Rahmenvereinbarungen, intensive Marktbeobachtung und enge Begleitung der Lieferanten ist es in vielen Bereichen bisher gelungen, die Auswirkungen von Preissteigerungen und längeren Lieferzeiten in Grenzen zu halten. 2.3.4 Investitionen In Summe beliefen sich die Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in 2022 auf ein Volumen von 8.468 TEUR, was im Wesentlichen Ersatzinvestitionen in den Bereichen technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie die Erweiterung der Heizungsanlage betraf. Den Investitionen bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen standen im vergangenen Berichtsjahr Abschreibungen in Höhe von 5.532 TEUR gegenüber. 2.3.5 Personal- und Sozialbereich Die Personalkapazität der ROBEL-Gruppe verzeichnete im Jahresdurchschnitt mit 848 MitarbeiterInnen (einschließlich Geschäftsführer und Auszubildende) einen moderaten Zuwachs. Einen wesentlichen Eckpfeiler der Personalpolitik stellen die Aktivitäten als Ausbildungsbetrieb an den Standorten Freilassing, München, Leverkusen-Opladen und Breisach dar. Im Jahr 2022 profitierten insgesamt 38 Jugendliche von einer Qualifikation in 7 unterschiedlichen Lehrberufen im kaufmännischen und gewerblichen Bereich. Das Thema Personalentwicklung wird durch fachspezifische Schulungen und individuelle Fortbildungen, wie einem mehrtätigen Führungskräfteentwicklungsprogramm, weiter vorangetrieben. Trotz dieser Maßnahmen ist der Fachkräftemangel in nahezu allen Bereichen deutlich zu spüren. Der Konzern legt aktuell starkes Augenmerk darauf, das Recruiting an das sich verändernde Bewerberverhalten anzupassen, da vor allem Soziale Medien eine immer größere Rolle spielen. Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr 55.847 TEUR (einschließlich Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 9.088 TEUR). 2.3.6 Umwelt Die ROBEL-Gruppe nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung für den Umweltschutz durch den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, durch energieeffiziente Prozesse sowie durch Produktinnovation unter Berücksichtigung moderner, umweltverträglicher Technologien in weiten Bereichen deutlich über den gesetzlichen und kommunalen Standards wahr. Die Unternehmen setzen vermehrt auf erneuerbare Energien. So wird beispielsweise der Standort Leverkusen mit Erdwärme versorgt. Zur konsequenten Nutzung der Sonnenenergie sind an mehreren Standorten Photovoltaikanlagen in Planung. In Breisach erfolgt die gesamte Heizung der Immobilie über Wärmepumpen. Für einen grünen Fußabdruck am Gleis läuft die ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH zu 100% auf zertifiziertem Ökostrom und verwendet Hackschnitzel zur Gebäudebeheizung. Die erhaltenen Zertifizierungen der ROBEL-Gruppe in 2022 sind in der nachfolgenden Tabelle zu finden:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es keinen umweltrelevanten Vorfall gegeben. 2.3.7 Forschung und Entwicklung Die im März 2022 neu gegründete ROBEL Rail Automation GmbH übernimmt die Forschung im Bereich Robotik und entwickelt diese weiter zu Standardlösungen zur Automatisierung manueller Gleisinstandhaltungsarbeiten. Im Bereich der Messtechnik schreitet die Digitalisierung voran und verlangt nach Lösungen für eine engere Vernetzung zwischen Lieferanten und Kunden, welche durch ständige Weiterentwicklung und Anpassung an aktuelle Kundenanforderungen vorangetrieben werden. Im Rahmen des Innovationsmanagements werden Rechte an geistigem Eigentum über das Patent-, Schutzrecht- und Lizenzwesen gesteuert. Der Schutz vor Abfluss von konzerneigenem Know-how besitzt oberste Priorität und wird über die Fortführung einer Null-Toleranzpolitik gestützt. 2.3.8 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Das Produktportfolio wächst ununterbrochen in allen Business Units und darüber hinaus auch in den Firmen der ROBEL-Gruppe. Diese Entwicklung wird sich mit den Themen Fräsen/Schienenbearbeitung und Robotik/Automatisierung und vielen anderen sehr zukunftsorientierten Ideen weiterhin verstärken. Seit 01.01.2022 bilden die Business Unit Service & Kundendienst der ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH und die Plasser Robel Services GmbH eine Einheit und stellen die größte Serviceorganisation der Plasser & Theurer Unternehmensgruppe dar. Seit 01.01.2022 ist die Niederlassung der Plasser Robel Services GmbH in Polen eine rechtlich eigenständige Einheit und wurde im Jahr 2022 an die Plasser & Theurer Unternehmensgruppe verkauft. Per 21.03.2023 wurde die ROBEL Rail Automation GmbH gegründet, welche sich auf die Entwicklung im Bereich Robotik spezialisiert hat. 3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2022 ist das Anlagevermögen um 3.034 TEUR gesunken. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des immateriellen sowie des Sachanlagevermögens betrugen 5.532 TEUR und auf das Umlaufvermögen 609 TEUR. Das Vorratsvermögen stieg im Berichtsjahr um 16.301 TEUR, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände blieben nahezu konstant. Die liquiden Mittel sanken im Vergleich zum Vorjahr um 3.751 TEUR auf 15.916 TEUR. Bei einem Konzernergebnis von 116 TEUR hat sich das Eigenkapital um 23 TEUR auf 120.747 TEUR erhöht. Bei einer Bilanzsumme von 197.671 TEUR beträgt die Eigenkapitalquote 61,08%. Die Rückstellungen sanken um 550 TEUR. Diese Veränderung resultiert insbesondere aus dem Rückgang der Steuerrückstellungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3.571 TEUR, die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich insbesondere aufgrund der Verminderung von noch nicht fälligen Steuerverpflichtungen. 3.2 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Vorjahr 36.989 TEUR, im Berichtszeitraum verringerte sich dieser auf -16.116 TEUR. Diese Reduzierung resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Vorräte sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr ergab sich durch einen starken Aufbau der erhaltenen Anzahlungen ein überdurchschnittlich hoher Mittelzufluss der sich im operativen Cash Flow 2021 niederschlug. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 6.195 TEUR. Hier wirkte sich die Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens aus, der die Nettoinvestitionen im Sachanlagevermögen deutlich übersteigt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist im Jahr 2022 einen in Vergleich zum Vorjahr erhöhten Wert in Höhe von 6.171 TEUR (2021: 880 TEUR) aus. Diese Veränderung resultiert zum einen aus dem Mittelzufluss aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie zum anderen aus der deutlich geringeren Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Finanzmanagement der ROBEL-Gruppe ist betreffend Strategiefestlegung, Richtlinienkompetenz und Zielvereinbarung zentral ausgerichtet. Eine adäquate Absicherung in punkto finanzwirtschaftlichem Risikomanagement wie Liquiditäts-, Bonitäts- sowie Zahlungsstromschwankungsrisiken wird an den Standorten umgesetzt. Belastbare Zahlungssicherungsmodelle und ein klar strukturiertes Forderungsmanagement minimieren die Ausfallrisiken der Forderungen. Die zunehmende Internationalisierung führt zu einer Ausweitung der Fremdwährungsumsätze. Im Rahmen der Finanzplanung werden mögliche Währungsrisiken bewertet und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen geprüft. 3.3 Ertragslage Im Geschäftsjahr erzielte die ROBEL-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 158.044 TEUR und lag damit 6,49% über dem Vorjahreswert (2021: 148.408 TEUR). Die Gesamtleistung stieg aufgrund der im Vorjahresvergleich geringeren Bestandserhöhung und aktivierten Eigenleistungen um 4,51% auf 165.369 TEUR (2021: 158.227 TEUR). Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich im Jahr 2022 auf 3.886 TEUR (2021: 5.815 TEUR), die EBIT-Rendite von 3,7% auf 2,4%. Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 941 TEUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen erhöhten sich geringfügig. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3.898 TEUR. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus dem gestiegenen Werbeaufwand (Teilnahme an Messen, Reise- und Bewirtungskosten) sowie der Zuführung zu Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3.237 TEUR (2021: 1.983 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung von Anlagegegenständen sowie der Auflösung von Rückstellungen. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis reduzierte sich vor allem aufgrund der At Equity Bewertung eines assoziierten Unternehmens auf -2.256 TEUR, welches dessen anteiligen Jahresfehlbetrag sowie die planmäßige Abschreibung des erworbenen Firmenwerts berücksichtigt. Das Konzernjahresergebnis liegt unter dem des Vorjahres. Dies resultiert überwiegend aus den oben genannten Veränderungen. Unter Berücksichtigung der Nachwehen der Corona-Pandemie, des Ukraine Konfliktes sowie der Preissteigerungen kann der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 116 TEUR (2021: Jahresüberschuss 4.008 TEUR) als annehmbares, aber nicht den Erwartungen entsprochenem Ergebnis gewertet werden. Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt dabei ein Jahresüberschuss von 114 TEUR (2021: 75 TEUR). Die ROBEL Gruppe verfügt zum Ende des Geschäftsjahres 2022 über einen soliden Auftragsbestand, der eine Grundauslastung der Produktionskapazitäten bis Ende des Jahres 2023 gewährleistet. Die Geschäftsleitung beurteilt die Lage und die Entwicklung der ROBEL Gruppe insgesamt als zufriedenstellend. Die im Vorjahr getroffene Prognose eines Umsatzrückganges und einer Reduzierung von Ergebnis und Umsatzrendite hat sich nur teilweise bestätigt. Trotz des Umsatzzuwachses konnte nur ein knapp positives Ergebnis erreicht werden. 4 Chancen- und Risikobericht 4.1 Chancen- und Risikomanagement Die Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements werden von der Geschäftsleitung vorgegeben und konzernweit umgesetzt. Durch einen internen, halbjährlich wiederkehrenden Prozess und der IRIS- Zertifizierung ist ein strategischer Planungsprozess implementiert, dessen Hauptzielrichtung es ist, die Chancen und Risiken der Geschäftsmodelle des ROBEL-Konzerns im Fokus zu haben, entsprechende Maßnahmen auch mittel- und langfristig zu planen und mit einer Wirkungskontrolle umzusetzen. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren Steuerung ist ein wesentliches Element der Unternehmensführung. 4.2 Umfeld- und Branchenrisiken Die Branche der Einzel- und Sondermaschinenbauern unterliegt naturgemäß höheren Risiken im Entwicklungsbereich, in welche sich der ROBEL-Konzern eingliedert. Durch den relativ hohen Anteil an Entwicklungsleistungen, welche im Voraus schwer abschätzbar sind, stellen Mehraufwendungen ein permanentes Risiko dar. Diesem Risiko wird mit Maßnahmen zur Standardisierung und Modularisierung begegnet. Der Geschäftsführung ist bewusst, dass durch Einzel- und Sonderfertigungen bei jedem Auftrag ein erneutes, nur bedingt kalkulierbares Entwicklungs- und Fertigungsrisiko besteht. Ein Großteil der Kunden des Konzerns sind Auftragnehmer der Deutschen Bahn und daher sehr stark von deren Investitionen und Bauvorhaben abhängig. Obwohl aktuell ein hoher Nachholbedarf in der Gleisinfrastruktur herrscht, dauert es sehr lange, bis diese Projekte bei unseren Kunden eingehen. Ein weiteres Hauptrisiko bleibt die sinkende Wettbewerbsfähigkeit Europas durch die Inflation. Zweifelsohne zeichnen sich deutliche Preissteigerungen bei Energie, Rohstoffen und Vorfertigungsprodukten ab. Mit ihrem hohen Export-Anteil ist vor allem die ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH auf stabile Handelsbeziehungen angewiesen. Der Ukraine-Konflikt betrifft alle Gesellschaften der ROBEL-Gruppe und hat zu weiteren Verwerfungen geopolitischer Natur geführt. In Anbetracht der seit 2021 zu verzeichnenden Lieferengpässe und Preissteigerungen seitens der Vorlieferanten, die sich mit dem Ukraine-Konflikt massiv verstärkt haben, rücken die Versorgungssicherheit und die Preisgestaltung immer mehr in den Vordergrund. 4.3 Unternehmensspezifische Risiken Aufgrund der weltweiten Kundenstruktur unterliegt der Konzern von Land zu Land abweichenden gesetzlichen Bestimmungen. Die Ergebnisse einzelner Aufträge werden insbesondere durch die Menge an Dokumentationsaufwänden und schwer kalkulierbare in- und ausländische Zulassungsverfahren beeinflusst. Besonders im Segment der schienengebundenen Fahrzeuge stellen langwierige Vergabeverfahren, kostenintensive Zulassungs- und Zertifizierungsprozesse ein zunehmendes Hemmnis dar. Hohe Vergabevolumina und detaillierte kundenseitige Anforderungen steigern die Risiken des Projektgeschäfts. Dennoch sehen wir große Chancen darin, dass der Konzern mit den neuen Geschäftsfeldern Schienenbearbeitung und Automatisierung in Kombination mit etablierten Lösungen das Produktportfolio erweitern und neue Märkte erschließen kann. Das Geschäftsfeld der Business Unit Systeme & Fahrzeuge hat sich auch im Jahr 2022 wieder als sehr risikoreich, aber auch chancenträchtig gezeigt. Die Maßnahmen in der Projektauswahl, des Risikomanagements und des Projektcontrollings werden weiterhin verfolgt. Im Bereich Maschinen und Werkzeuge bestehen, aufgrund geringerer Markteintrittsbarrieren, die größten Herausforderungen in der zunehmenden Konkurrenz durch Nischenanbieter und Nachbauten. Mit Neu- und Weiterentwicklungen sowie der Durchsetzung von Marken- und Schutzrechten wird diesem Risiko gegengesteuert. Durch die Gründung eigener Vertriebsniederlassungen und die engere Kundenbindung im Ausland werden weitere Wachstumspotentiale, vor allem im internationalen Wettbewerb, erwartet. Die bestehende Planungsunsicherheit hinsichtlich des Standorts München durch Anordnung eines bis 2029 durchzuführenden Rückbaus im Bereich des Werkstattgebäudes erfordert Überlegungen hinsichtlich der künftigen räumlichen Ausrichtung des gesamten Bereichs Customer Service. Mit der Zusammenlegung der Service-Einheiten wurden die strategischen Weichen bereits gestellt. Potenzielle Produktions- und Gewährleistungsrisiken, vor allem aus Großprojekten, werden, soweit möglich, bereits in der Ausschreibungs- bzw. Angebotsphase identifiziert und in einem Anforderungsmanagement abgebildet. Bereits eingetretene Risiken der genannten Art wurden in dem erkannten Umfang im vorliegenden Konzernabschluss angemessen berücksichtigt. 4.4 Personalrisiken Der Arbeitsmarkt verfügt nicht mehr über ausreichend Mitarbeiter für bestimmte Qualifikationen. Hier ist vor allem die eigene Ausbildung, Um- und Weiterqualifizierung gefragt. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt darin, als Arbeitgeber noch attraktiver zu werden und sich andererseits im Recruiting an das sich verändernde Bewerberverhalten anzupassen. Parallel wird bei ROBEL auch die Zusammenarbeit mit Dienstleistern ausgebaut, um den Personalbedarf zur erfolgreichen Abwicklung von Projekten decken zu können. Die größte Chance ist es, sich als Unternehmen von der Masse abzuheben und als attraktiver Arbeitgeber eine der ersten Anlaufstellen für wechselbereite Kandidatinnen und BerufseinsteigerInnen zu sein. "Hygienefaktoren" wie Entgelt, Sozialleistungen etc. sind eine Grundvoraussetzung. Eine wirkliche Abgrenzung ist nur über andere Themen möglich. Hier trifft der ROBEL-Konzern mit einer nachhaltigen Branche den Zeitgeist. 4.5 IT-Risiken Der Erfolg des Konzerns ist maßgeblich von ihrer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Durch stetige Vernetzung der ROBEL-Gruppe entstehen sowohl monetäre als auch nicht-monetäre Synergieeffekte. Dies führt zu besseren Kollaborationsmöglichkeiten innerhalb der ROBEL-Gruppe, wodurch Intercompany Prozesse deutlich optimiert werden. Durch stetige Vernetzung der Unternehmen innerhalb des Konzerns besteht des Weiteren die Möglichkeit, ausgewählte ROBEL Gesellschaften auf ein einheitliches, zentralisiertes ERP-System zu migrieren, um hier einen deutlichen monetären Mehrwert in Bezug auf Lizenzen, Knowhow und Security zu schaffen. Einhergehend mit den Chancen der Vernetzung, birgt dies natürlich auch entsprechende Risiken. In einem gruppenweiten IT-Konzept wurden Vorgaben und Anforderungen an die zu vernetzenden Gruppenmitglieder festgehalten. Unter anderem werden laufend diverse Tests durchgeführt, um Sicherheitslücken aufzudecken und diese zu schließen. 4.6 Finanzwirtschaftliche Risiken In Anbetracht der seit 2021 zu verzeichnenden Lieferengpässe und Preissteigerungen seitens der Vorlieferanten, die sich mit dem Ukraine-Konflikt massiv verstärkt haben, rücken die Versorgungssicherheit und die Preisgestaltung immer mehr in den Vordergrund. Auch die finanziellen Belastungen, sei es in Form der Vorfinanzierung oder der Absicherung der Finanzierung durch Bürgschaften oder Garantien, nehmen zu. Eine fortlaufende Finanz- und Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von 12 Monaten sowie ein ausgebauter Informationsfluss innerhalb des Konzerns sind wesentliche Kriterien für ein erfolgreiches Cash Management der Gruppe. Mögliche Forderungsausfälle werden durch Bonitätsprüfungen sowie laufende Überwachung im Debitorenbereich abgefedert. Aval-Linien sind ausreichend vorhanden. Mögliche Währungskursrisiken können mit Devisentermingeschäften abgesichert werden. Zentrales Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist nach wie vor der Ausbau der finanziellen Unabhängigkeit. Dem Liquiditätsrisiko wird aufgrund der noch unklaren Preisentwicklungen und der Folgen des Ukraine-Konfliktes auch für die kommenden Jahre besondere Bedeutung zugemessen. 4.7 Sonstige Risiken Risiken für die ROBEL-Gruppe bestehen schließlich in der Erfüllung von neuen und zunehmend verschärften Umweltstandards nicht nur ihrer Produkte, sondern auch im Produktionsbereich. Es ist daher für die Gruppe eine finanzielle wie technische Herausforderung, aber auch ein Anliegen, diese Standards zu jeder Zeit mindestens zu erfüllen oder gar zu übertreffen. Im Beschaffungsprozess erweist sich die Übertragung von Verpflichtungen aus kundenseitigen Vertragsverhältnissen auf die wichtigsten Sublieferanten vor allem im Projektbereich als Herausforderung und ist je nach Marktmacht und Wettbewerbssituation des Verhandlungspartners nur eingeschränkt umsetzbar. Das Management der von Zulieferern verursachten zeitlichen und qualitativen Abweichungen, deren Auswirkungen auf die Termintreue und folglich der Ertragssituation der Lieferverträge der Gruppe werden auch zukünftig ein wichtiges Thema bleiben. Die Nachfrage nach Produkten, die keine Emissionen, Staub oder Funken auslösen und möglichst elektrisch betrieben werden können, wird in der Vollbahn genauso wie im urbanen Umfeld enorm steigen. Unter dem Schlagwort grüne Mobilität entwickelt sich eine zunehmende Sensibilisierung der Kunden für nachhaltige Lösungen. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen des Konzerns und der Einstieg in neue Geschäftsmodelle hat ROBEL bereits erste Produkte dieser Art auf die Schiene gebracht. 4.8 Gesamtbetrachtung der Risikolage Die oben dargestellten Risiken bestehen im Rahmen des üblichen Tätigkeitsumfanges des Konzerns. Der Chancen- und Risikobericht berücksichtigt die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bekannten Chancen und Risiken. Weder aus einzelnen noch aus der Kombination verschiedener Risiken ergibt sich derzeit eine Bestandsgefahr für den Konzern. Die erwähnten Chancen stellen für die ROBEL-Gruppe Potenziale und gleichzeitig Herausforderungen dar. Wir sind bestrebt, die jeweiligen Zielsetzungen und Planungen zu erreichen oder zu übertreffen. 5 Prognosebericht 5.1 Weltwirtschaft Für das Jahr 2023 geht der Internationale Währungsfonds von einem globalen Wachstum von 2,9% aus, das 0,2 Prozentpunkte über dem im Oktober 2022 prognostizierten Wachstum liegt. Im Jahr 2024 wird es sich voraussichtlich bei 3,1% einpendeln. Ein negatives Wachstum des globalen BIP oder des globalen Pro-Kopf-BIP wird, wie es bei einer globalen Rezession häufig vorkommt, nicht erwartet. Auf der einen Seite ist ein stärkerer Impuls durch die aufgestaute Nachfrage in zahlreichen Volkswirtschaften plausibel. Auf der anderen Seite könnte die Wiedereinführung strikter COVID-Maßnahmen in China die Erholung bremsen. Der andauernde Krieg in der Ukraine sowie die Anhebung der Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation untermauern diese schwache Wachstumsprognose. Die globale Inflation wird voraussichtlich von 8,8% im Jahr 2022 auf 6,6% in 2023 und auf 4,3% im Jahr 2024 zurückgeben. Trotz des Rückgangs liegt dieses Niveau noch über dem vor der Pandemie von etwa 3,5%. Diese Prognosen beruhen auf einer Reihe von Annahmen, unter anderem zu den Preisen für Brennstoffe und andere Rohstoffe, die seit Oktober generell nach unten korrigiert wurden. Für das Jahr 2023 wird ein Rückgang der Ölpreise um etwa 16% prognostiziert, während die Preise für Nicht-Brennstoffe im Durchschnitt um 6,3% sinken dürften. Die Annahmen für die globalen Zinssätze wurden nach oben korrigiert, was die verstärkte tatsächliche und signalisierte Straffung der Politik durch die wichtigsten Zentralbanken widergibt. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass die strengeren globalen Finanzierungsbedingungen die Verschuldungsproblematik verschärfen könnten. Die Finanzmärkte könnten als Reaktion auf ungünstige Inflationsnachrichten einen plötzlichen Kurswechsel vornehmen, während eine weitere geopolitische Fragmentierung den wirtschaftlichen Fortschritt behindern könnte. In den meisten Volkswirtschaften hat angesichts der Lebenshaltungskostenkrise die nachhaltige Desinflation weiterhin Priorität. Strengere monetäre Bedingungen und geringeres Wachstum könnten die Finanz- und Schuldenstabilität beeinträchtigen. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird ein drastischer Rückgang des Wachstums von 2,7% im Jahr 2022 auf 1,2% im Jahr 2023 erwartet, bevor es im Jahr 2024 auf 1,4% ansteigt. Für etwa 90% der fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird für 2023 ein Wachstumsrückgang prognostiziert. 5.2 Prognostizierte Entwicklung der Branche Der Konzern ist nur bedingt der konjunkturellen Entwicklung ausgesetzt. Ausschlaggebender als die oben genannten Parameter ist die weltweite Investitionstätigkeit im Eisenbahnsektor sowie die Akquisition von Großaufträgen. Weltweit gibt es eine politisch gewollte Fokussierung auf die Erweiterung der Bahninfrastrukturen. Gleichzeitig wird der Bestand modernisiert bzw. saniert. Diese großen weltweit angekündigten Investitionen in das System Bahn weisen auf die positiv prognostizierte Entwicklung der Branche hin, was sich in den Angebotsprojekt-Potentialen widerspiegelt. 5.3 Geschäftsverlauf und Lage ROBEL Bahnbaumaschinen ist durch die Aufstellung nach selbständig agierenden Business Units auf einem sehr guten kundenorientierten Weg entlang der jeweiligen Wertschöpfungsketten. Die internationale Aufstellung der gesamten Unternehmensgruppe birgt hier einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Die Plasser Robel Services GmbH sieht ein hohes Potential in der Sparte Retrofit. Zudem hat die Gesellschaft von einem reaktiven auf einen aktiven Vertrieb umgestellt und sieht in allen sechs Geschäftsfeldern noch ausreichend Potential zu wachsen. Vogel & Plötscher wird sich weiterhin auf handgeführte Messegeräte und -Systeme mit Geschwindigkeiten bis 20 km/h konzentrieren. Die Positionierung der ROBEL Gruppe erfolgt innerhalb ihrer abgestimmten Aktionsfelder im Plasser & Theurer Konzern und ihre bestehenden Business Units werden konsequent weiterentwickelt. Die Herausforderung besteht weiterhin in der pünktlichen Entwicklung und Lieferung bei Großmaschinen sowie der Gewährleistung der gewohnt hohen Qualität bei den ausgeführten Aufträgen. Für die Prognose der ROBEL Gruppe orientieren wir uns an den oben genannten Erwartungen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie an der skizzierten Branchenentwicklung für das nächste Geschäftsjahr. Auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes rechnen wir mit einem leicht sinkenden Umsatz einhergehend mit einer weiteren Reduzierung des Ergebnisses und der Umsatzrendite. 5.4 Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung Ungeachtet der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten befindet sich die ROBEL-Gruppe in einer zukunftsträchtigen, weitgehend krisensicheren Branche, die als Rückgrat der Mobilität eine system-kritische Industrie darstellt. Das gilt im Speziellen für Wartung, Logistik und die Betriebsfähigkeit der Bahninfrastruktur. Allerdings ist davon auszugehen, dass die ROBEL-Gruppe auch im Jahr 2023 die verringerten bzw. zeitlich verzögerten globalen Investitionsvolumina deutlich verspüren wird. 6 Sonstige Angaben 6.1 Unternehmensgegenstand und -struktur Unternehmensgegenstand des deutschen Teilkonzerns bilden auf dem Gebiet der Bahnbautechnik:
Zwischen der ROBEL Holding GmbH als Muttergesellschaft sowie der Plasser Robel Services GmbH, der ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH und der ROBEL Rail Automation GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge sowie steuerliche Organschaftsverhältnisse. Die operativ nicht tätige Holding ist, neben der einheitlichen Leitung und der Koordinierung der Geschäftsführungsaktivitäten aller Tochtergesellschaften im Interesse der Gruppe, für die Finanzierung der operativen Firmen und Verwaltungsaufgaben, sowie für die Abwicklung der steuerlichen Belange aufgrund der Organschaftsverhältnisse verantwortlich. Zur Liquiditätssteuerung seitens der Holding besteht partiell ein Cash-Pooling-System zwischen den Gesellschaften des Teilkonzerns. Zentraler Bestandteil des professionellen Handelns der ROBEL Gruppe sind individuell implementierte Qualitätsmanagementsysteme. Die Basis des Qualitätsmanagementsystems bildet an den deutschen Standorten die Zertifizierung gemäß ISO 9001. Neben regelmäßigen internen Audits erfolgt gleichlautend die Qualifizierung durch Behörden, Dienstleistungsunternehmen und unabhängigen Zertifizierungsstellen. Hierunter fällt unter anderem die Akkreditierung und Qualifizierung als Lieferant gemäß nationaler und internationaler Standards. 6.2 Standorte und bestehende Zweigniederlassungen Die ROBEL-Gruppe unterhält im Berichtsjahr Niederlassungen an folgenden Standorten:
Freilassing, 18. April 2023 Thorsten Bode Wolfgang Rupert Fally BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ROBEL Holding GmbH, Freilassing Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ROBEL Holding GmbH, Freilassing, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ROBEL Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungs-mäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, 18. April 2022 RSM
GmbH
Zegler, Wirtschaftsptüfer Schön, Wirtschaftsprüfer Sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Teilkonzernabschluss wurde am 03. Mai 2023 festgestellt. Ergebnisverwendungsbeschluss: Der zum 31.12.2022 ausgewiesene Konzernjahresüberschuss von 116.376,92 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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