Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 9111
Eingetragen
23.10.2003
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion von und der Handel mit chemischen Produkten aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ronald Franke
seit 23.7.2021
Geschäftsführer
Vera Kawka
seit 2.7.2008
Prokura
Frank Zimmermann
seit 2.7.2008
Prokura
Klaus Kawka
seit 23.10.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wall Chemie Holding GmbH
Germany
430.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wall Chemie GmbH

Kempen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Firma Wall Chemie GmbH ist eine Unternehmensgruppe der chemischen Industrie mit dem Schwerpunkt auf der Herstellung von Tensiden und Emulgatoren. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Kempen und vertreibt weltweit seine Produkte in verschiedenen Industrien. Hier sind insbesondere die Bereiche Tierfutter, Nahrungsmittel, Schmierstoffe, Reinigungsmittel und chemische Industrie zu nennen.

Über den eigenen Vertrieb sowie Joint Venture Firmen in den Niederlanden, aber auch über Distributoren erreichen wir unsere Kunden in Europa, Südamerika und Asien.

Das seit 1984 bestehende Unternehmen erscheint mit einem Marktanteil von ca.1% in Europa recht unbedeutend, stellt aber für viele Kunden eine wichtige Ergänzung zu den anders agierenden Großkonzernen dar.

2. Forschung und Entwicklung

Die Wall Chemie GmbH betreibt neben einem analytischen Labor auch eine Abteilung, die anwendungstechnische Entwicklungen betreibt. Es werden in enger Zusammenarbeit mit Kunden die bestehenden Verfahren und Produkte weiterentwickelt um spezifische Produkte für spezielle Anforderungen von Kunden produzieren zu können.

Diese Labortätigkeit ermöglicht es dem Unternehmen immer mehr Produkte im Nischenbereich zu platzieren und macht uns unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen. Zudem sieht die Geschäftsführung in diesem Service eine Möglichkeit zur Steigerung der Kundenzufriedenheit.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2023 war wie die Jahre zuvor ein Jahr mit großen Herausforderungen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wurden weiterhin durch multiple Krisen erschüttert, der fortwährende russische Angriffskrieg in der Ukraine, einschließlich seiner Effekte auf das globale Wirtschaftswachstum, die weiterhin vorhandenen Unsicherheit der internationalen Energieversorgung, aber auch die in 2023 weiterhin hohe Inflation haben das Jahr 2023 geprägt..

Die EZB führt in ihrem Jahresbericht 2023 aus, dass das reale BIP des Euroraums in 2023 um 0,4 % stieg, nachdem es sich im Vorjahr um 3,4 % erhöht hatte. Die Binnennachfrage und der Außenhandel leisteten diesbezüglich positive Wachstumsbeiträge. Zum Ende des Jahres 2023 lag laut EZB die Wirtschaftsleistung im Euroraum 3,0 % über dem Stand vor der Pandemie (also dem Schlussquartal 2019) bzw. 1,4 % über dem Stand des ersten Quartals 2022, als Russland die Ukraine überfiel. Die Wachstumsverlangsamung 2023 war zum Großteil auf die wirtschaftlichen Folgen des Krieges zurückzuführen, wobei die Auswirkungen auf die einzelnen Länder unterschiedlich waren. Die Industrie wurde insbesondere von den geldpolitischen Straffungen, hohen Energiepreisen und einer sich abschwächenden weltweiten Nachfrage beeinflusst.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Hohe Preise haben die Konjunktur gedämpft.

Auch der Verband der Chemischen Industrie e. V. (VCI) beurteilt das Jahr 2023 insbesondere in Deutschland als ein schwieriges Geschäftsjahr für die Branche. Laut VCI waren die Erzeugerpreise im Jahresverlauf rückläufig und der Umsatz der Chemiebranche sank um fast 14 Prozent auf 225 Milliarden Euro. Der Absatz ging sowohl im Inland als auch im Ausland zurück. International nicht wettbewerbsfähige Energie- und Rohstoffpreise, steigende Bürokratiekosten sowie hohe Steuern und Abgaben drückten auf die Gewinnmargen der Branche. Über 50 Prozent der im VCI organisierten Mitgliedsunternehmen verzeichneten nach dem Krisenjahr 2022 erneut einen Gewinnrückgang. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet der VCI weiterhin nicht mit wesentlichen Verbesserungen für die Branche und geht von einer stagnierenden deutschen Wirtschaft aus. Ebenfalls wird die Lage auf den Rohstoff- und Energiemärkten auch für 2024 als angespannt erwartet.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im Geschäftsjahr 2023 bestand für die Gesellschaft entgegen der allgemeinen Entwicklung in der chemischen Industrie ein kontinuierlich hoher Kundenbedarf welcher zu einer durchgehenden Auslastung der Produktionskapazitäten führte. Eine Schwierigkeit bestand allerdings weiterhin in der Rohstoffbeschaffung. Die für die Produktion benötigten Rohstoffe waren teilweise wieder besser als im Vorjahr verfügbar, unterlagen aber weiterhin hohen Preisen. Die daraus entstehenden Herausforderungen, die vom Kunden gewünschten Mengen und Liefertermine einzuhalten, bestimmten den Geschäftsverlauf über das ganze Jahr. In diesem Zusammenhang haben wir die im Geschäftsjahr 2022 gestartete Analyse der Kunden und Produkte weiter fortgeführt. Im Ergebnis haben wir Kleinstkunden an Händler abgegeben und uns von verschiedenen unprofitablen Produkten getrennt. Dieser bereits in 2022 begonnene Prozess wirkte sich im Geschäftsjahr 2023 nun aus. Die daraus resultierenden Effekte haben sich positiv auf die Entwicklung des Rohergebnis trotz leicht rückläufiger Umsatzerlöse ausgewirkt.

a) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Rohergebnis von TEUR 8.798 erzielt, was einer leichten Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 1,7% entspricht. Die Erwartung des Vorjahres ein leicht rückläufiges Rohergebnis zu erwirtschaften wurde demnach übertroffen.

Ursächlich hierfür waren bei leicht sinkenden Umsatzerlösen die im Geschäftsjahr 2022 begonnenen Maßnahmen in Bezug auf Kundenstruktur und Produktmix. Die sich daraus ergebene Verbesserung der Rohertragsmarge viel leicht stärker aus als erwartet und führten somit zu der leichten Steigerung des Rohergebnisses.

Die Personalaufwendungen sind trotz Gehaltssteigerungen bei nahezu unveränderter Mitarbeiterzahl leicht um TEUR 201 gesunken. Ursächlich hierfür ist im wesentlichen der geringere Aufwand für Altersversorgung.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 363 ist im Wesentlichen bedingt durch Aufwendungen aus Anlagenabgängen in den Anlagen im Bau (TEUR 331). Ursprünglich geplante Produktions- und Betriebserweiterungen werden zum Teil nicht mehr weiterverfolgt und die in diesem Zusammenhang aktivierten Kosten mussten somit ausgebucht werden.

In der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag waren im Vorjahr Erträge aus der Erfassung latenter Steuern i.H.v. TEUR 399 enthalten welche das Jahresergebnis im Vorjahr positiv beeinflusst haben. In diesem Jahr sind neben den laufenden Steuern Aufwendungen aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 29 enthalten.

Insgesamt erzielte die Gesellschaft ein deutlich geringeres Jahresergebnis von TEUR 1.316 nach TEUR 1.699 im Vorjahr.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist von 78,9% im Vorjahr auf 74,1% im abgelaufenen Geschäftsjahr nur leicht gesunken. Die getätigten Ausschüttungen wurden teilweise durch das erneut positive Jahresergebnis und der gesunkenen Bilanzsumme kompensiert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine und auch die bestehenden Kreditlinien sind nicht in Anspruch genommen worden.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen der Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in das Anlagevermögen investiert.

Insgesamt ist der Bestand an liquiden Mitteln um TEUR 684 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen beeinflusst durch die Abnahme des Vorratsbestandes sowie der Abnahme der offenen Forderungen zum Stichtag.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 10.159 auf TEUR 8.816 um 13,2% verringert. Die an die Gesellschafterin getätigten Ausschüttungen wurden nur teilweise durch das positive Jahresergebnis kompensiert, was zu einer Verringerung des Eigenkapitals führte. Auf der Aktivseite haben sich insbesondere das Vorratsvermögens um TEUR 660 sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 620 verringert. Darüber hinaus reduzierte sich das Anlagevermögen um TEUR 306.

Der Rückgang des Anlagevermögens ist auf die durchgeführten Abgänge in den Anlagen im Bau am Standort Kempen zurückzuführen. Die Abgänge in den Anlagen im Bau i.H.v. TEUR 331 sowie die laufende Abschreibung i.H.v. TEUR 283 konnten nur teilweise durch die getätigten Investitionen i.H.v. TEUR 309 kompensiert werden.

Innerhalb der Vorräte sind die Bestände an Rohstoffen um TEUR 337 und die Bestände an fertig Erzeugnissen um TEUR 323 gesunken. Hier wurden insbesondere die im Vorjahr gebildeten Bestände zur Sicherung der Lieferfähigkeit auf Grund der geänderten Situation wieder reduziert.

Das Eigenkapital verringerte sich um TEUR 1.484. Die Entwicklung war bedingt durch Gewinnausschüttungen i.H.v. TEUR 2.800 welchen ein Jahresergebnis von TEUR 1.316 gegenüber steht.

Der Anstieg der Rückstellungen ist im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen Steuerrückstellungen. Die zurückgestellten Steuern für das Geschäftsjahr 2022 wurden erst Anfang 2024 gezahlt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen stichtagsbedingt um TEUR 175 über dem Vorjahr.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator, der zur Steuerung der Gesellschaft herangezogen wird, ist das Rohergebnis.

Das Rohergebnis liegt mit TEUR 8.798 um TEUR 144 über dem Rohergebnis des Vorjahres und übertrifft somit die Erwartungen eines leicht rückläufigen Rohergebnisses aus dem Vorjahr.

Ursächlich für die Entwicklung waren die weiterhin sehr hohe Auslastung sowie die bereits oben aufgeführten Maßnahmen in Bezug auf Kunden und Produkte.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist erfreulich.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt.

III. Prognosebericht

Die aktuelle Rezession wird auch unser Ergebnis in 2024 beeinflussen. Eine Planung für das laufende Jahr ist wegen der weltwirtschaftlichen Lage nur sehr schwierig zu erstellen.

Ein verstärktes Augenmerk werden wir weiterhin auf das Kostenmanagement legen.

Die Zahl der Mitarbeiter soll auch in 2024 konstant gehalten werden.

Auf Basis vorläufiger Zahlen zum Ende des 1. Halbjahr 2024 entwickelte sich das Geschäft weiterhin ganz gut. Unter der Annahme einer auf dem derzeitigen Niveau gleichbleibenden konjunkturellen Entwicklung erwarten wir auch für die 2. Jahreshälfte 2024 eine weiterhin hohe Nachfrage nach unseren Produkten.

Weiterhin sieht sich die Gesellschaft hohen Kosten im Bereich der Rohstoffbeschaffung, Logistik, Personalaufwendungen, Bürokratie und der Energie ausgesetzt.

Unter diesen Annahmen planen wir verhalten optimistisch, und erwarten für das Geschäftsjahr 2024 ein Rohergebnis leicht über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres erzielen zu können.

IV. Chancen und Risikobericht

Chancen für die Entwicklung der Gesellschaft sehen wir vor allem auf Grund der im Vergleich zum Wettbewerb geringen Größe der Gesellschaft welche es ermöglicht schneller und flexibler auf Kundenwünsche einzugehen.

In diesem Zusammenhang sehen wir auch, aufbauend auf unseren Möglichkeiten der Entwicklung von Produkten nach kundenspezifischen Anforderungen, weiterhin die Chance dadurch unsere Marktposition zu stärken.

Forderungsausfallrisiken begegnen wir im Rahmen unseres Debitorenmanagements durch laufende Überwachung und Analyse der Forderungssalden unterstützt durch geregelte Mahnprozesse sowie Warenkreditversicherungen.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden durch flexible Finanzierungsvereinbarungen mit Kreditinstituten gemindert.

Preisänderungsrisiken ergeben sich insbesondere aus der generell angespannten Rohstoffpreissituation. Den Risiken wirken wir unter anderem mit dem Abschluss längerfristiger Lieferverträge bei den Hauptrohstoffen entgegen. Regelmäßiger Austausch mit Lieferanten hält uns darüber hinaus bezüglich der Versorgung mit Rohstoffen und der Preisentwicklung auf dem Laufenden.

Um frühzeitig auf Änderungen am Absatzmarkt reagieren zu können befinden wir uns in regelmäßigem Austausch mit unseren Kunden. Die Notwendigkeit die Verkaufspreise den Marktgegebenheiten anzupassen, wird transparent kommuniziert und umgesetzt.

Aufgrund des Volumens an Fremdwährungstransaktionen besteht ein Fremdwährungsrisiko, dieses Risiko sichern wir weitgehend über Devisentermingeschäfte ab.

Im Hinblick auf Fristigkeit und Ausgestaltung unserer Finanzierungsvereinbarungen sehen wir das Zinsänderungsrisiko als gering an.

Produkthaftungsrisiken begegnen wir durch laufende Kontrolle und Dokumentation im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems, darüber hinaus bestehen Produkthaftpflichtversicherungen.

Besondere Risiken im Finanzierungs- und Absatzbereich sehen wir für das laufende Geschäftsjahr derzeit nicht, jedoch ist die oben beschriebene Situation des Umfeldes in Bezug auf die Bezugs- und Absatzmärkte nicht einzuschätzen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.471.461,03 1.777.918,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 454.840,00 476.167,50
II. Sachanlagen 906.621,03 1.191.750,87
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.585,00 145.413,50
2. technische Anlagen und Maschinen 177.475,00 189.560,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.264,51 95.032,01
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 499.296,52 761.744,86
III. Finanzanlagen 110.000,00 110.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110.000,00 110.000,00
B. Umlaufvermögen 6.962.962,75 7.962.904,44
I. Vorräte 2.377.121,88 3.037.055,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.056.162,67 4.080.543,44
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 597,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.835.008,08 2.454.714,76
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.221.154,59 1.625.231,47
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 45.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.529.678,20 845.305,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.974,64 19.725,41
D. Aktive latente Steuern 370.547,64 399.051,31
Summe Aktiva 8.815.946,06 10.159.599,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.536.258,05 8.020.488,19
I. Gezeichnetes Kapital 430.000,00 430.000,00
II. Gewinnvortrag 4.790.488,19 5.891.423,62
III. Jahresüberschuss 1.315.769,86 1.699.064,57
B. Rückstellungen 844.549,00 843.689,82
C. Verbindlichkeiten 1.435.139,01 1.295.421,52
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.435.139,01 1.295.421,52
Summe Passiva 8.815.946,06 10.159.599,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.797.528,32 8.653.553,34
2. Personalaufwand 4.556.728,12 4.757.702,65
a) Löhne und Gehälter 3.842.112,27 3.905.976,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 714.615,85 851.726,06
davon für Altersversorgung 14.481,01 173.375,60
3. Abschreibungen 283.377,47 322.035,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 283.377,47 322.035,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.149.853,93 2.786.998,04
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 52.448,35 126.855,12
5. Erträge aus Beteiligungen 796.856,43 727.614,50
6. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 24.971,13
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.634,19 6.162,24
8. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 26.132,72
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 125,00 60,16
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 254.648,79 -163.434,03
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 399.051,31
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 28.503,67
11. Ergebnis nach Steuern 1.326.152,91 1.708.938,97
12. sonstige Steuern 10.383,05 9.874,40
13. Jahresüberschuss 1.315.769,86 1.699.064,57

Anhang

Zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 der Wall Chemie GmbH, Kempen, geben wir folgende ergänzende Erläuterungen gem. §§ 284 ff. HGB. Die Gesellschaft ist 100%ige Tochtergesellschaft der Wall Chemie Holding GmbH, Kempen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Sie ist unter der Nummer HRB 9111 im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1.1. Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft hat bei der Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Vorschriften der §§ 264 ff. HGB beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

1.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen ausgewiesen. Hierbei beträgt die Nutzungsdauer für Markenrechte 15 Jahre, für Lizenzen und Software zwischen drei und acht Jahre.

Das Anlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Soweit es sich um abnutzbares Anlagevermögen handelt, wurden die Anschaffungs- und Herstellungskosten entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern sind wie folgt:

- Gebäude und Bauten 3 - 20 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen 3 - 10 Jahre
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 10 Jahre

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten (Beteiligungen) bzw. dem Nennwert bewertet.

Innerhalb der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet.

Der Wertansatz der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten und enthält neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten. Der Bilanzausweis erfolgt entsprechend zu Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen wurden grundsätzlich mit dem Nennwert, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusätzlich vermindert um Pauschalwertberichtigungen und, soweit erforderlich, um Einzelwertberichtigungen angesetzt.

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der erwarteten Steuerzahlungen eingestellt.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken gebildet.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen angesetzt. Es wurde ein Steuersatz von 31,2 % zu Grunde gelegt.

1.4. Grundlage der Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung am Bilanzstichtag wurden, soweit keine Devisentermingeschäfte zur Abdeckung des Kursrisikos vorlagen, mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

2. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

2.1. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft Finanzanlagen in Höhe von TEUR 110 von folgenden Unternehmen:

Gesellschaft Eigenkapital Ergebnis Anteil
%
Carpetex Lederhilfsmittel GmbH 160 TEUR 0 TEUR 100,00%
Prosupply BV 119 TEUR 1.001 TEUR 50,00%
Wall Chemie BV 119 TEUR 593 TEUR 50,00%

Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.589 (Vorjahr: TEUR 1.803) Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 652) sonstige Forderungen.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Durch Pfandrechte oder in ähnlicher Form besicherte Verbindlichkeiten bestanden nicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 53) gegenüber der Gesellschafterin.

Das gezeichnete Kapital beträgt 430.000,00 €.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen.

2.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Als Folge der Inanspruchnahme gesetzlich zulässiger Erleichterungen sowie zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden die Umsatzerlöse, die Bestandsveränderung, die sonstigen betrieblichen Erträge sowie der Materialaufwand zum Rohergebnis zusammengefasst.

Die Zinsen und sonstigen betrieblichen Erträge beziehen sich mit TEUR 0(Vorjahr: TEUR 1) auf verbundene Unternehmen.

2.4. Haftungsverhältnisse

Von Eventualverbindlichkeiten aus

- Begebung und Übertragung von Wechseln,

- Bürgschaften,

- Wechsel- und Scheckbürgschaften,

- Gewährleistungsverträgen,

- Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

bestand im Vorjahr eine Bürgschaftserklärung in Höhe von TEUR 763 gegenüber der Gladbacher Bank AG. Im Juli 2023 wurde die Gesellschaft aus dieser Bürgschaft entlassen.

3. Sonstige Ausführungen

3.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen

- mehrjährige Verpflichtungen aus Miet- oder Leasingverträgen,

- Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben, Verpflichtungen aus künftigen Großreparaturen,

- Verpflichtungen aus notwendigen Umweltschutzmaßnahmen,

- Verpflichtungen aus langfristigen Abnahmeverträgen,

- Verpflichtungen zur Abführung von Liquiditätsüberschüssen,

- Verpflichtungen zur Verlustabdeckung bei Beteiligungsgesellschaften

hat die Gesellschaft lediglich das Bestehen von Mietverträgen und Leasingverträgen anzugeben.

Die hieraus bestehenden Verpflichtungen betragen 438 T€ aus Leasing- und 280 T€ aus Mietverträgen.

3.2. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Carpetex Lederhilfsmittel GmbH, Kempen und jeweils 50 % der Anteile an Prosupply BV, Emmen (NL) und der Wall Chemie BV, Enschede (NL).

3.3. Angaben zu Organen der Gesellschaft

Herr Klaus Kawka, Kempen,

Herr Ronald Franke, Grefrath,

Alle Geschäftsführer sind bzw. waren hauptberuflich bei der Gesellschaft angestellt.

Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB (analoge Anwendung) nicht gemacht.

3.4. Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt zum Stichtag TEUR 371.

3.5. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

3.6. Angaben zu Arbeitnehmern

Die Mitarbeiterzahl i.S.d. § 267 HGB betrug 71 (Vorjahr: 69).

31.12.2023 31.12.2022
Personalstand (Jahresdurchschnitt)
- kfm. Angestellte 36 35
- gewerbl. Angestellte 35 34
Gesamt 71 69

3.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Verschmelzungsvertrag vom 31.07.2024 wurde die Carpetex Lederhilfsmittel GmbH auf die Wall Chemie GmbH verschmolzen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 6.08.2024. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben sich hieraus nicht.

 

Kempen, den 23. August 2024

Wall Chemie GmbH

Geschäftsführung

Gez. Herr Klaus Kawka

Gez. Herr Ronald Franke

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 924.015,75 152.985,29 622.161,04 174.312,79 454.840,00 476.167,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 924.015,75 152.985,29 622.161,04 174.312,79 454.840,00 476.167,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.161.517,86 1.041.932,86 25.828,50 119.585,00 145.413,50
2. technische Anlagen und Maschinen 891.623,35 18.710,82 723.565,58 30.794,82 177.475,00 189.560,50
-9.293,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.101,34 66.294,86 438.960,87 50.456,36 110.264,51 95.032,01
-26.170,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 805.321,00 70.852,56 45.561,14 1.985,00 499.296,52 761.744,86
-331.315,90
Summe Sachanlagen 3.367.563,55 155.858,24 2.250.020,45 109.064,68 906.621,03 1.191.750,87
-366.780,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110.000,00 0,00 110.000,00 110.000,00
Summe Finanzanlagen 110.000,00 0,00 110.000,00 110.000,00
Summe Anlagevermögen 4.401.579,30 308.843,53 2.872.181,49 283.377,47 1.471.461,03 1.777.918,37
-366.780,31

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Wall Chemie GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wall Chemie GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wall Chemie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, 23.08.2024

Reuter & Pasch GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Markus Reuter, Wirtschaftsprüfer

gez. Klaus Pasch, Wirtschaftsprüfer

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