SHK eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Tschaut seit 31.8.2023 | Prokura |
Matthias Johannes Hagerott seit 6.11.2020 | Prokura |
Sven Mischel seit 16.12.2019 | Vorstandsmitglied |
Thorsten Renk seit 16.12.2019 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SHK eGBruchsalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Kooperation SHK eG ist eine Genossenschaft für unabhängige Fachhandwerksunternehmen der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche in Deutschland, Österreich und Luxemburg.
Anteilsinhaber der SHK eG sind ausschließlich mittelständische Fachhandwerksunternehmen der SHK-Branche. Sachfremde Interessen auf die operative Geschäftspolitik der Kooperation sind damit ausgeschlossen. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes laut eG-Satzung auf Nichtmitglieder ist zulässig. Die Tochtergesellschaften der SHK eG mit ihren Unternehmensgegenständen Vertrieb und Immobilienverwaltung sind entsprechend den operativen Anforderungen der Gruppe zweckmäßig eingerichtet. Kerngeschäft der SHK eG ist der zentrale Rechnungs- und Zahlungsverkehr mit Delkredere-Haftung ("Zentralregulierung") zwischen Fachhandwerksunternehmen ("Mitgliedsunternehmen") und den Vertragslieferanten. Die Mitgliedsunternehmen als Abnehmer der Vertragslieferanten sind bundesweit ansässig sowie in Österreich und in Luxemburg. Die Vertragslieferanten sind überwiegend in Deutschland und darüber hinaus im europäischen Ausland ansässig. Das Kerngeschäft der SHK eG wird durch zahlreiche Dienstleistungen an die Mitgliedsunternehmen und Vertragslieferanten unterstützt, insbesondere über Konditionsverhandlungen, finanz-, betriebswirtschaftliche und endkundenorientierte Marketingleistungen. Darüber hinaus kooperiert die SHK eG mit der Garant Marketing GmbH in der ZEV Zentrale Einkaufsgesellschaft der Verbundgruppen des SHK-Handwerks & Handels GmbH als eine Einkaufsgesellschaft. Mit der Einkaufsgesellschaft ZEV tragen wir den sich verändernden Marktstrukturen Rechnung. Wir geben damit dem mittelständisch geprägten Handwerk eine klar vernehmliche Stimme im Chor der Konzerne in Großhandel und Industrie. Die Kooperation will dazu beitragen, die Position der so wichtigen dritten Vertriebsstufe in Zeiten von MultiChannel-Strategien zu sichern. Die ZEV GmbH hat ihren Sitz in Bruchsal. GARANT und SHK halten jeweils 50 % der Anteile und agieren in der Gesellschaft daher gleichberechtigt und auf Augenhöhe. Über diese Einkaufsaktivitäten hinaus bleiben die beiden beteiligten Verbundgruppen rechtlich und operativ völlig selbstständig, insbesondere in Richtung ihrer jeweiligen Mitgliedsunternehmen sowie in allen Vertriebs- und Vermarktungsaktivitäten. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 Volkswirtschaft Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und der Corona-Pandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen diesen Belastungen sank das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Der Arbeitsmarkt blieb insgesamt robust, obwohl es zu einer leichten Zunahme der Arbeitslosenquote von 5,3 % auf 5,7 % kam. Gleichzeitig verzeichnete Deutschland weiterhin einen Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen, insbesondere im Bereich der digitalen Technologien und Ingenieurwissenschaften. Nach einem durch die Erholung von der Corona-Krise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,7 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,8 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Corona-Krise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 1,8 % beziehungsweise 3,0 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen, insbesondere in den energieintensiven Produktionsbereichen wie der chemischen Industrie. Dämpfend auf die Importe wirkte wiederum die schwache inländische Produktions- und Konsumentwicklung. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 Prozentpunkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen. Branche In der Sanitär- und Heizungsbranche gibt es wirtschaftlich große Unterschiede. Auffallend ist, dass sich die konjunkturelle Lage in den drei Produktbereichen Heizung, Sanitär und Lüftung/Klima im 2. Quartal 2023 mitunter sehr gegensätzlich entwickelt hat. Heizung und Lüftung/Klima befinden sich, trotz zeitweiliger Lieferengpässe, weiterhin im positiven Bereich. Nachdem für die Heizungssparte in den letzten beiden Quartalen ein Anstieg verzeichnet wurde, hat sich das Geschäftsklima seit dem letzten Quartal verschlechtert und liegt nun unter dem Wert der Sparte Lüftung/Klima. Im 2. Quartal 2023 erreicht das Geschäftsklima im Sanitärbereich mit -28 % einen neuen Tiefpunkt. Ursächlich hierfür ist vor allem das verschlechterte Konsumklima der privaten Haushalte. Insbesondere Badsanierungen werden von den privaten Haushalten zunehmend als "Kann-Maßnahme" angesehen, auf die in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zugunsten zwingend notwendiger Maßnahmen, wie z. B. einer Heizungserneuerung, verzichtet wird. Dagegen ist die Nachfrage nach energetischen Sanierungen ungebrochen hoch. Treiber sind insbesondere der Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die Senkung der Heizkosten und die Nutzung der angebotenen Fördermittel. Ferner führen auch die Klimaschutzziele und die Sanierungsziele des europäischen Green Deals zu einem Anstieg der energetischen Sanierungen. Von diesen Entwicklungen profitiert insbesondere die Nachfrage im Segment Heizung. Regulatorische Veränderungen, insbesondere im Bereich Energieeffizienz und Umweltschutz, beeinflussen die Branche weiterhin. Neue Vorschriften und Standards erfordern Anpassungen in Bezug auf Produktauswahl, Installationstechniken und Zertifizierungsanforderungen, was zu zusätzlichen Kosten und Compliance-Herausforderungen führt. Für die Zukunft wird erwartet, dass der Wirtschaftszweig Gas-, Wasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimainstallation weiterhin von technologischen Innovationen, dem Bedarf an Energieeffizienz und Umweltbewusstsein sowie von regulatorischen Veränderungen geprägt sein wird. Unternehmen, die flexibel sind und sich an diese Entwicklungen anpassen können, werden voraussichtlich erfolgreich sein und Chancen für Wachstum und Expansion nutzen. Veränderungen der Marktbedingungen, Einordnung der SHK eG in die sich verändernden Rahmenbedingungen Neben den verpflichtenden Organisationsstrukturen (Innungs- und Kammerzugehörigkeiten) des SHK-Fachhandwerks gibt es eine Reihe freiwilliger Zusammenschlüsse, zu denen auch die SHK eG gehört. Dabei nimmt die SHK eG als Kooperation für sich in Anspruch, dass es keinen weiteren SHK-Einkaufsverbund mit einer vergleichbaren Anzahl von ausschließlich dem SHK-Handwerk zugehörenden Mitgliedsunternehmen gibt. Gleiches gilt für ihr Dienstleistungsangebot, welches die SHK eG für ihre Partner zu einem Full-Service-Unternehmen macht. 2. Geschäftsverlauf der SHK eG im Geschäftsjahr 2023 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein zentralregulierter Außenumsatz von rund 212,9 Mio. EUR erreicht. Dies stellt einen Rückgang um rund 9,7 % (Vorjahr -18,4 %) im Vergleich zum Vorjahr dar. Während der Rückgang im Vorjahr zum überwiegenden Teil auf den Wegfall von Umsätzen über den ehemaligen Lieferantenpartner bzw. Großhändler Richter & Frenzel zurückzuführen war, machte sich in 2023 die rückläufige Konjunktur im Sanitärbereich bemerkbar. Somit konnte der Planwert für den zentralregulierten Außenumsatz in Höhe von 240 Mio. EUR nicht erreicht werden. Rund 71 % des Gesamtumsatzes entfielen dabei auf den Großhandelsumsatz (3-stufige Abrechnung). Der zweistufige Außenumsatz belief sich auf rund 29 %. Komplettiert wurde der Umsatz durch den Bereich Dienstleistungen. Im Einzelnen wurden folgende Außenumsätze realisiert:
Der Umsatz der SHK eG im abgelaufenen Geschäftsjahr beläuft sich auf TEUR 13.649 und entfällt auf folgende Bereiche (Werte in TEUR):
Die Bruttoerlöse (Summe vor Erlösschmälerungen) lagen um TEUR 1.956 bzw. 9,1 % und die Erlösschmälerungen um TEUR 1.630 bzw. 22 % unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit TEUR 888 auf Vorjahresniveau. Hierin enthalten sind Erträge aus der Forderungsbewertung in Höhe von TEUR 582 (Vorjahr TEUR 450). Das Rohergebnis betrug 7,2 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,8 % erhöht. Die Personalkosten lagen aufgrund des um 4 Mitarbeitende geringeren durchschnittlichen Personalbestands mit 3,2 Mio. EUR um 7,1 % unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 11,6 % gestiegen auf rund 3,6 Mio. EUR. Wesentliche Kostenpunkte waren der Jahreskongress in Salzburg, Nachlaufkosten für den Kongress in Hamburg sowie laufende Kosten der SHK Austria. Ferner enthält der Posten Aufwendungen aus der Forderungsbewertung in Höhe von TEUR 494 (Vorjahr TEUR 684) und Aufwendungen aus der Bildung einer Rückstellung für Insolvenzanfechtung mit TEUR 160. Das Finanzergebnis ist mit TEUR 278 positiv. Die Gewinnübernahme der MDE-Verbund GmbH mit TEUR 20 (Vorjahr TEUR 87) und zeigt die positive Ausrichtung der neuen Gesellschaft. Ferner konnten aufgrund der Zinsentwicklung am Kapitalmarkt erstmals seit Jahren Zinserträge aus Geldanlagen bei Banken generiert werden. Das Jahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 248 (Vorjahr TEUR 342). Das abgelaufene Geschäftsjahr der SHK eG verlief insgesamt erfolgreich. In Summe werden 5,8 Mio. EUR an Boni an die Gesellschafter bzw. Kunden ausgeschüttet. Im Vorjahr lag der Wert bei 7,4 Mio. EUR. Der Rückgang liegt hauptsächlich begründet im Rückgang des Umsatzvolumens im ZR-Geschäft. Der Vorstand beurteilt die Ertragslage der Genossenschaft insgesamt als zufriedenstellend. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Genossenschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Mio. EUR auf 40,6 Mio. EUR gesunken. Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen im Berichtszeitraum um TEUR 485 auf 6,2 Mio. EUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Investitionen im Bereich Software (Service-Einkaufs-Portal, CRM, Buchhaltungsprogramm) zurückzuführen. Die Vorräte betreffen Büro- bzw. Werbematerial. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Vorjahresvergleich um 4,6 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen der Entwicklung des Zentralregulierungsvolumens im Geschäftsfeld Bad/Sanitär. Die flüssigen Mittel haben sich um rund 29 % auf TEUR 10.200 vermindert. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital stabil zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote liegt aufgrund der geringeren Bilanzsumme bei 41,4 % (Vorjahr 35,0 %) der Bilanzsumme. Die Rückstellungen sind um insgesamt TEUR 543 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf niedrigere Rückstellungen für Ertragsteuern (TEUR 433) sowie für den SHK- Kongress (TEUR 54) zurückzuführen. Von den Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 7.065 entfallen TEUR 5.758 auf Bonusverbindlichkeiten gegenüber Kunden. Das Anlagevermögen ist in vollem Umfang durch Eigenkapital finanziert. Die Liquiditätslage war im Berichtsjahr gut. Die SHK eG konnte Ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Mit dem Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 und mit der Ertragslage ist die Geschäftsleitung vor dem Hintergrund der rückläufigen Volumina im Bereich Bad/Sanitär zufrieden. Vermögens- und Finanzlage beurteilen wir unverändert als gut. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zahl der Mitglieder Die Zahl der Mitglieder beläuft sich auf 605. Dies ist ein Rückgang um 17 Mitgliedsbetriebe zum Vorjahr. Die Entwicklung ist zum einen Ausdruck einer zunehmend schwierigen Suche nach Unternehmensnachfolgern, zum zweiten herrscht unter den SHK-Verbundgruppen ein großer Konkurrenzkampf um Mitgliedsbetriebe und zum dritten hatten einige Mitglieder aus dem Kerngeschäftsgebiet eines im Vorjahr ausgeschiedenen Großhandelspartners ihre Mitgliedschaft bei der SHK beendet. Aus dem Kreise der stillen Gesellschafter konnten 2 neue Genossenschaftsmitglieder gewonnen werden. Volumen des zentralregulierten Umsatzes Im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr der SHK eG hat sich der zentralregulierte Außenumsatz um 9,7 % bzw. 22,8 Mio. EUR auf 212,9 Mio. EUR verringert. Dies hat hauptsächlich mit dem Umsatzrückgang im Allgemeinen und insbesondere im Geschäftsbereich Bad/Sanitär zu tun. Leistungen an die Mitglieder Für das Geschäftsjahr 2023 erhalten die Mitglieder der SHK eG Bonusvergütungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR. Mitarbeiter Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 2023 einschließlich hauptamtlicher Vorstandsmitglieder und Auszubildender rund 44 (Vorjahr 46) Mitarbeitende beschäftigt. Die Personalaufwandsquote liegt nun bei 23,2 % (Vorjahr 24,4 %). 4. Risiko- und Chancenbericht Voraussichtliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 (Prognosebericht) Entwicklung der Volkswirtschaft Die Konjunktur-Prognosen für Deutschland sehen mau aus - und werden in jüngster Zeit noch pessimistischer. Zuletzt senkten Bundesregierung und EU-Kommission ihre Konjunktur-Prognose auf nur noch 0,2 % bzw. 0,3 % Wirtschaftswachstum. Um den Jahreswechsel hatten zuvor bereits die meisten Institute und Banken ihre Erwartungen an die Konjunktur für 2024 gesenkt. In diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) kaum spürbar wachsen, wenn überhaupt. Vor dem Hintergrund tendenziell sinkender Inflation rechnen führende Bankhäuser mit leicht sinkenden Leitzinsen für 2024. Im Vergleich zum Zinsniveau bis Mitte 2022 entfaltet das aktuell hohe Zinsniveau unverändert negative Wirkungen für die Baukonjunktur. Die Prognosen zu Konjunktur, Inflation und Leitzinsniveau ändern sich immer noch schnell. Das spiegelt die Unsicherheit in Folge der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und in Israel, aber auch zur weiteren Entwicklung der chinesischen Wirtschaft wider. Zudem hinterlassen das Schuldenurteil des Verfassungsgerichts und die Haushaltsbeschlüsse der Bundesregierung Spuren. Entwicklung der Branche und der SHK eG Für das bevorstehende Jahr 2024 deuten die Prognosen auf eine weitere Verschlechterung der Baukonjunktur hin. Es wird erwartet, dass der Umsatz um zusätzliche 3 % sinken wird, wobei der Wohnungsbau einen erheblichen Rückgang von 13 % verzeichnen könnte. Diese Aussichten könnten zu einem weiteren Rückgang der Beschäftigung um etwa 30.000 Mitarbeiter führen, während sich die Lage in anderen Segmenten wie dem Ausbau und dem Ingenieur- und Tiefbau möglicherweise anders gestalten könnte. (Quelle: Die deutsche Bauindustrie) Der Mangel an Aufträgen und die daraus resultierende Unsicherheit bleiben weiterhin die Hauptprobleme für die Baubranche. Die Unternehmen sind bestrebt, Mitarbeiter zu halten, stehen jedoch vor der Herausforderung, Fachkräfte zu finden, während gleichzeitig Entlassungen oder Kurzarbeit drohen. Angesichts dieser Situation appelliert die Bauindustrie an die Regierung, um Planungssicherheit zu schaffen und Investitionen in den Wohnungsbau sowie in Infrastrukturprojekte zu fördern. Es wird erwartet, dass die Entwicklungen im Wohnungsbausektor im Jahr 2024 eine entscheidende Rolle für die gesamte Bauwirtschaft spielen und möglicherweise auch darüber hinaus Auswirkungen haben könnten. Sanitär- und Heizungsgewerbe Die Montagekapazitäten von Sanitär, Heizung und anderen Gewerken haben sich stabilisiert. Für die SHK-Hersteller bedeute dies jedoch keine guten Aussichten für das laufende Geschäftsjahr, da erst einmal die Lagerbestände kontinuierlich abgebaut würden. Der Sanitärbereich sehe mit einem Minus von 3,9 % für das Geschäftsjahr 2024 nach einem blauen Auge aus. Die Rohinstallation - in den Vorjahren immer leicht besser als Sanitär - setze diesen Trend im Jahr 2024 nicht fort. Der Bereich Rohinstallation leidet vermutlich durch die schwache Entwicklung im Wohnungsneubau stärker und lande bei -11 % für das kommende Geschäftsjahr. Klima und Lüftung entwickeln sich positiv. Elektro und PV im SHK-Handwerk laufen erfolgreich. Wärmeerzeuger seien mit 2 bis 3 % Plus im Geschäftsjahr 2024 bescheiden positiv zu erwarten. In der Wärmeverteilung und -übertragung liege im nächsten Jahr eine große Chance in der Renovierung. Insgesamt solle das SHK-Handwerk im Jahr 2024 bei +1 % bis +2 % liegen. Die Regel der Vergangenheit "BIP plus 4 %" wird für 2024 nicht erreichbar sein. (Quelle: Querschiesser) SHK eG Das Kerngeschäft der SHK eG liegt in der verlässlichen Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen ihren Mitgliedsunternehmen und den Lieferantenpartnern. Ein zentral regulierter Umsatz von 210 Millionen Euro wird erwartet. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage unserer Lieferantenpartner ist für das Jahr 2024 kein signifikantes Wachstum zu erwarten. Das Joint Venture mit GARANT und die daraus entstandene ZEV bieten eine Möglichkeit, das Geschäftsfeld Einkauf zu stabilisieren. Das neue Service-Einkaufsportal der SHK eG, das zur Generalversammlung am 03.05.2024 präsentiert wird, bildet die Grundlage, um unseren Mitgliedern weiterhin optimale Konditionen zu bieten. Dieses Portal wird die Bindung der Mitglieder an die SHK eG weiter stärken und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, bei unseren Lieferantenpartnern einzukaufen. Neben dem Unternehmensbereich Einkauf wird der Bereich Gemeinschaftsmarketing weiter vorangetrieben. Die SHK eG ergreift die Chance in einem undifferenzierten Markt und spricht Käufer gezielt an. Dies erfolgt über eine eindeutige Positionierung der Marke DIE BAD- UND HEIZUNGSGESTALTER. Damit möchte die SHK eG alle Mitgliedsunternehmen jeglicher Ausrichtung stärker im Markt platzieren. Das Ziel von fünf neuen Markenmitgliedern wird für das Jahr 2024 angestrebt. Zusammenfassend begegnet die SHK eG dem Wandel am Markt: mit dem Nutzen ihrer Funktion als Verbundgruppe. Sie nutzt die Chancen, die sich ihr im Einkauf ergeben und forciert diesen. Sie verfolgt nicht nur Digitaltrends, sondern versucht, die Trends mitzugestalten. Sie positioniert sich im Namen ihrer Mitgliedsunternehmen mithilfe ihrer Marke DIE BAD- UND HEIZUNGSGESTALTER am Markt und prägt sich durch geeignete Marketing-Maßnahmen bei den Endkunden ein.
Bruchsal, 21. April 202 SHK eG Der Vorstand: Sven Mische Thorsten Renk BERICHT DES AUFSICHTSRATESWerte Mitglieder, Kolleginnen und Kollegen unserer SHK eG, im Namen des Aufsichtsrates möchten wir euch hiermit unseren Bericht für das vergangene Geschäftsjahr vorlegen. Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Jahr seine Aufgaben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und den Statuten der Genossenschaft wahrgenommen. Hier sind einige wichtige Punkte aus unserem Bericht: Durchführung rechtlicher Sitzungen: Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr regelmäßig Sitzungen abgehalten, um rechtliche Angelegenheiten zu besprechen, Geschäftsberichte zu prüfen und strategische Entscheidungen zu treffen. Diese Sitzungen wurden gemäß den gesetzlichen Anforderungen und den Bestimmungen der Genossenschaftssatzung durchgeführt. Erfüllung der Kontrollfunktion: Der Aufsichtsrat hat seine Kontrollfunktion im abgelaufenen Geschäftsjahr gewissenhaft wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführung überwacht, Risiken bewertet und sicherheitsrelevante Aspekte des Geschäftsbetriebs überprüft, um die langfristige Stabilität und den Erfolg der Genossenschaft sicherzustellen. Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr wie auch in voran gegangenen Jahren eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Vorstand Sven Mischel und Thorsten Renk gepflegt. Durch offene Kommunikation, konstruktiven Austausch und gegenseitiges Vertrauen konnten wir gemeinsam wichtige Entscheidungen treffen und die strategische Ausrichtung unserer SHK vorantreiben. Auf Grundlage unserer Überprüfungen und Analysen haben wir wieder empfohlen, unserem Vorstand die vollumfängliche Entlastung zu erteilen, was die Genossenschaftsmitglieder auf der Generalversammlung auch bestätigt haben. Auch in Zukunft, stehen die Gremien weiterhin für eine starke Gemeinschaft und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung im Sinne unserer Mitglieder. Wir werden weiterhin unser Bestes geben, um die Ziele und Interessen unserer SHK zu vertreten und zu fördern.
Bruchsal, 3. Mai 2024 Peter Ullrich, Aufsichtsratsvorsitzender Gerald Krenn Ina Säuberlich Jens Furchtmann BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Allgemeine Angaben Die SHK eG mit Sitz in Bruchsal ist registriert beim Amtsgericht in Mannheim unter der Registernummer GnR 700094. In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. Im Jahresabschluss wurden bei der Ermittlung von gerundeten Beträgen (volle EUR) die kaufmännischen Rechenregeln beachtet. Korrespondierende Summen wurden ungerundet berechnet und danach das jeweilige Ergebnis gerundet. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen linearen oder degressiven Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Geleistete Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis (vermindert um Vorsteuer) von 800 EUR sind voll abgeschrieben und als Abgang behandelt worden. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte wurden mit Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten aus dem Zentralregulierungs- und Delcrederegeschäft wurden unter einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesen. Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde bei der Bewertung von Forderungen gegen Mitglieder abgewichen: Für akute bzw. erkennbare Risiken wurden unterschiedliche Einzelwertberichtigungssätze in Abhängigkeit vom jeweiligen Risikogehalt festgelegt. Für das latente Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % des um die einzelwertberichtigten sowie die enthaltene Mehrwertsteuer gekürzten Forderungsbetrags gebildet. Hieraus ergaben sich insgesamt Auflösungen bei Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 271 TEUR sowie eine Zuführung zur Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von 156 TEUR. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt:
Das Jahresergebnis der SHK Einkauf GmbH, ehemals MDE-Verbund GmbH, in Höhe von TEUR 19,5 wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die SHK eG abgeführt. Es ist unter GuV-Posten 11. Erträge aus Ergebnisabführung ausgewiesen. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr. Die Rücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind antizipative Beträge in Form von Ertragsteuererstattungsansprüchen in Höhe von 1.149 TEUR enthalten. In den Posten Bilanzgewinn wurde ein vorhandener Gewinnvortrag in Höhe von EUR 945.407,96 einbezogen. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Bonusverpflichtungen gegenüber den angeschlossenen Betrieben mit 5.758 TEUR. Es bestehen Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 200 p.a. aus einem Mietvertrag mit dem verbundenen Unternehmen SHK Immobilien-Fond GmbH & Co. KG. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind - soweit nicht vorstehend erläutert - folgende wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:
D. Sonstige Angaben Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 247.517,87 EUR unter Einbeziehung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 945.407,96 EUR wie folgt zu verwenden:
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne hauptamtliche Vorstandsmitglieder) betrug:
Außerdem wurde eine Auszubildende beschäftigt.
Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) wie folgt eingetreten: Als Vorgang von besonderer Bedeutung ist die Zinsentwicklung am Kapitalmarkt zu nennen. Nachdem der Leitzins im Hauptrefinanzierungsgeschäft seit 2012 dauerhaft unter 1,0 % gelegen hatte, leitete die Europäische Zentralbank im Juli 2022 eine Strategie der Leitzinserhöhung ein. In der Folge stieg der Hauptrefinanzierungszins seit Juli 2022 von 0,0 % über 3,5 % im Frühjahr 2023 bis auf 4,5 % im Herbst 2023 an. Seither verharrt der Leitzins in den wesentlichen Volkswirtschaften auf konstantem Niveau. Angesichts leicht rückläufiger Inflationszahlen Ende 2023 und entsprechender Prognosen für das laufende Geschäftsjahr wird für 2024 mit einem leicht sinkenden Zinsniveau gerechnet. Weitere Faktoren für die Entwicklung der SHK und ihrer Mitgliedsbetriebe sind die Preisentwicklung bei Wohnimmobilien und die Zahl der Baugenehmigungen. So wird, nach deutlichen Preisrückgängen in 2023, für 2024 mit einer Seitwärtsbewegung der Preise in Ballungsräumen und leichten bis stärkeren Rückgängen in ländlichen Regionen gerechnet. Im Berichtsjahr 2023 sank die Zahl der Baugenehmigungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern um 39 % bzw. 48 % und für 2024 wird mit einem weiteren Rückgang gerechnet. Welche Auswirkungen die hohen Zinsen, das hohe Preisniveau und die rückläufige Neubautätigkeit für unsere Mitglieder haben werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Wir rechnen sowohl mit positiven als auch mit negativen Effekten auf die wirtschaftlichen Verhältnisse einzelner Betriebe im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, insbesondere da sich die Situation im Hinblick auf Lieferfähigkeit von Geräten, Material und Ersatzteilen grundsätzlich verbessert hat. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands: Sven Mischel - Vorsitzender Thorsten Renk Mitglieder des Aufsichtsrats: Alfred Bock - Vorsitzender bis 20.11.2023 Gerald Krenn - stellv. Vorsitzender Peter Ullrich - Vorsitzender seit 20.11.2023 Ina Säuberlich Jens Furchtmann Forderungen gegen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestehen nicht.
Bruchsal, 27. März 2024 SHK eG Der Vorstand Sven Mischel Thorsten Renk Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 3. Mai 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Entwicklung des Anlagevermögens (in EUR)
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