Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 208595
Eingetragen
28.7.2014
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenSammlung gefährlicher AbfälleErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Die Erfassung, die Sammlung und der Transport, die Verwertung und die Beseitigung von Abfällen und Wertstoffen aller Art im Wesentlichen im Gebiet des Landkreises Osnabrück

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Kliesch
seit 1.9.2022
Prokura
Ralf Zöller
seit 20.2.2019
Geschäftsführer
Christian Niehaves
seit 28.7.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AWIGO Logistik GmbH

Georgsmarienhütte

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AWIGO LOGISTIK GMBH, GEORGSMARIENHÜTTE

I. Grundlagen des Unternehmens

Die AWIGO Logistik GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 2. Juli 2014 gegründet. Die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit begann am 1. Januar 2015.

Gesellschafter sind mit 51 Prozent der Anteile die AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH, Georgsmarienhütte (AWIGO) und mit 49 Prozent die REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord, Melsdorf (REMONDIS).

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens sind die Erfassung, die Sammlung und der Transport, die Verwertung und die Beseitigung von Abfällen und Wertstoffen aller Art, im Wesentlichen im Gebiet des Landkreises Osnabrück. Konkret fungiert die AWIGO Logistik GmbH seit Jahresbeginn 2015 als wichtigster Abfuhrunternehmer der AWIGO und führt die Sammlung von Rest-, Bio- und Sperrmüll sowie Altpapier durch. Mit dem Hauptauftraggeber AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH besteht ein langfristiger Dienstleistungsvertrag. Insoweit kann die Auslastung als langfristig gesichert angesehen werden.

2. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die AWIGO Logistik GmbH nicht tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Lage im Sammlungs-/Transportgewerbe kann insgesamt als befriedigend eingeschätzt werden. Wie auch in vielen anderen Wirtschaftsbereichen ist hier ein zunehmender Mangel an Fachkräften zu beobachten.

Ein Dauerthema in der Branche ist nach wie vor das Rückwärtsfahren: Am 24.10.2016 wurde eine sogenannte Branchenregel von der DGVU (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) für das Rückwärtsfahren während der Abfallsammlung verabschiedet. Diese Regel lässt nur noch in besonders nachgewiesenen und begründeten Ausnahmefällen ein Rückwärtsfahren bei der Abfallsammlung zu. Aus diesem Grund arbeitet die Gesellschaft daran, bei betroffenen Straßenzügen alternative Lösungen gegenüber der bisherigen Abwicklung zu suchen, wie etwa Sackabfuhr, Tourenumstellung, Schaffung von Sammelpunkten an fahrtechnisch unkritischeren Stellen. Diese Optimierung wird die Gesellschaft auch zukünftig beschäftigen.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war das neunte vollständige operative Geschäftsjahr der Gesellschaft.

Die Abläufe haben sich weiter gefestigt. Der Abfuhrbetrieb läuft weiterhin gut und stabil.

3. Finanzlage

Die Finanzlage war von Anfang an so ausgelegt, dass die Gesellschaft stets in der Lage ist, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und ggf. mögliche Skonti auszunutzen. Dazu hatten die Gesellschafter Eigenkapital eingelegt und Gesellschafterdarlehen gewährt. Durch die komfortable Finanzlage konnten diese Darlehen vertragsgemäß in 2018 komplett zurückgezahlt werden.

Der Vorjahresüberschuss in Höhe von 310 T€ wurde vollständig an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Die liquiden Mittel der Gesellschaft sind im Berichtsjahr auf 871 T€ gesunken (Vorjahr 1.499 T€). Dies lässt sich auf die Anschaffung von 19 Seiten- und zehn Heckladern zum Ende des Jahres 2022 zurückführen. Der Großteil dieser Investition wurde durch zwei im Berichtsjahr aufgenommene Darlehen (2.000 T€ und 3.706 T€) finanziert.

4. Vermögenslage

Die zum Ende des Jahres 2022 als Anlagen im Bau ausgewiesenen sieben Seiten- und zehn Hecklader konnten im Berichtsjahr fertig gestellt werden.

Im Berichtsjahr hat die AWIGO Logistik GmbH die Anschaffung von weiteren Heckladern geplant. Bis zum Ende des Berichtsjahres konnten jedoch nur vier dazugehörige Aufbauten fertig gestellt werden. Die Hecklader werden somit als Anlagen im Bau ausgewiesen.

Räumlichkeiten und Flächen werden vom Gesellschafter AWIGO angemietet. Genauso werden Zentraldisposition und Umschlagplätze von der AWIGO gestellt.

Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen den Hauptauftraggeber und Gesellschafter AWIGO (1.101 T€) und gegen verbundene Unternehmen (96 T€).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.392 T€ und resultieren zum größten Teil aus der Lieferung der zuvor genannten vier Aufbauten (1.319 T€). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 164 T€ sowie gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von 36 T€. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 3.648 T€ und resultieren aus Darlehenszinsen, Steuern, Verpflichtungen aus Schadensfällen, Unfallversicherungsbeiträgen sowie aus einem im Berichtsjahr neu aufgenommenen Darlehen bei der Deutschen Leasing Finance GmbH.

Die Eigenkapitalquote beträgt 23,4 %.

5. Ertragslage

Im Berichtsjahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 837 T€ erzielt werden (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von 310 T€).

Geplant war ein Ergebnis von +552 T€. Die Planabweichung lässt sich im Wesentlichen auf den deutlichen Rückgang der Dieselpreise zurückführen, welche zum Zeitpunkt der Wirtschaftsplanung noch nicht vorhersehbar waren.

6. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Investitionen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 2.133 T€ getätigt. Die Gesellschaft erzielte einen Jahresüberschuss in Höhe von 837 T€. Es wurden durchschnittlich 73 Mitarbeiter*innen beschäftigt.

7. Gesamtaussage (Wirtschaftsbericht)

Die Gesellschaft sieht sich weiterhin in einer soliden Lage, um die aktuellen Aufgaben zu bewältigen. Das Jahresergebnis konnte gegenüber den Planungen erheblich verbessert werden. Hier wird auf II. 5. verwiesen.

Aufgrund eines entsprechenden Dienstleistungsvertrages mit dem Hauptauftraggeber besteht langfristig Auslastungssicherheit. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Gesellschaft für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen gut gerüstet. Das Optimieren der täglichen Betriebsabläufe bei einem relativ konstanten Umsatzvolumen wird weiterhin angestrebt.

III. Prognosebericht

Die Gesellschaft ist weiterhin bestrebt, den gesamten Produktionsablauf, hier Abfuhrbetrieb, zu festigen und zu stabilisieren (wachsende Routine bei Fahrern, Beherrschung der technischen Ausstattung, Optimierung der Tourenplanung, etc.). Das Unternehmen hat langfristig den Auftrag, die Sammlung von Rest, Bio- und Sperrmüll sowie Altpapier in dem Gebiet des Landkreises Osnabrück durchzuführen.Insofern ist die Auslastung langfristig gesichert. Aufgrund der geregelten vertraglichen Situation und den Erfahrungen des Berichtsjahres wird auch im Jahr 2024 mit einem guten positiven Ergebnis (Plan +681 T€) bei einem leicht ansteigenden Mitarbeiterbestand gerechnet.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Angaben zu Risiken und Chancen

Die Risiken können als gering angesehen werden. Seit einigen Jahren ist jedoch zu beobachten, dass die Anzahl geeigneter Fachkräfte (hier: LKW-Fahrer) auf dem Arbeitsmarkt stark rückläufig ist. Daher wird die Gesellschaft zunehmend darauf bedacht sein, sich als attraktiver Arbeitgeber darzustellen.

Des Weiteren sei hier das eingangs erwähnte Thema Rückwärtsfahren und die daraus resultierenden Umstellungen erwähnt. Bezüglich des Themas Rückwärtsfahren verweisen wir auf II. 1.

Die Gesellschaft hat einen festen, langfristigen Auftrag von einem solventen Kunden, der sie nahezu vollständig auslastet. Ein Umsatzrückgang ist daher nicht zu erwarten. Ziel der Gesellschaft ist es, mit den relativ konstant zu erwartenden Umsatzerlösen weiterhin auskömmlich und profitabel zu wirtschaften, d. h., stetig an der besten Gestaltung von Abläufen zu arbeiten, um die Kostensituation zu optimieren.

Chancen für die Gesellschaft liegen im Bereich neuer Geschäftsfelder, die jedoch mit dem Gesellschaftsvertrag in Einklang stehen müssen.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

2. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft agiert nicht mit besonderen Finanzinstrumenten und damit nicht mit solchen, die als riskant einzuschätzen sind. Sie finanziert sich derzeit sowohl aus Eigenkapital, aus kurzfristigen Verbindlichkeiten als auch aus zwei im Berichtsjahr aufgenommenen Darlehen zur Finanzierung der neuen Fahrzeugflotte.

Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen zum Ukraine Krieg im Nachtragsbericht des Anhangs.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Georgsmarienhütte, 18. März 2024

gez. Christian Niehaves, Geschäftsführer

gez. Ralf Zöller, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AWIGO LOGISTIK GMBH, GEORGSMARIENHÜTTE

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 7.260.218,93 6.169.505,35
Sachanlagen 7.260.218,93 6.169.505,35
1. technische Anlagen und Maschinen 4.020,00 4.774,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.145.091,00 2.976.057,00
3. Anlagen im Bau 1.111.107,93 3.188.674,35
B. UMLAUFVERMÖGEN 2.320.272,07 3.058.658,09
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.449.329,86 1.560.048,94
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 95.718,37 80.134,94
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.100.944,47 295.778,30
3. sonstige Vermögensgegenstände 252.667,02 1.184.135,70
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 870.942,21 1.498.609,15
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 386,11
9.580.491,00 9.228.549,55

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 2.243.342,67 1.716.028,41
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 150.000,00 150.000,00
III. Gewinnrücklagen 119.505,22 119.505,22
IV. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.086.596,86 1.086.596,86
V. Jahresüberschuss 837.240,59 309.926,33
B. RÜCKSTELLUNGEN 288.823,02 223.181,59
1. Steuerrückstellungen 117.321,73 0,00
2. sonstige Rückstellungen 171.501,29 223.181,59
C. VERBINDLICHKEITEN 7.048.325,31 7.289.339,55
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.808.345,14 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.391.874,50 6.911.576,04
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 163.791,85 117.087,10
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 36.121,65 208.632,97
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gebietskörperschaften 0,00 160,00
6. sonstige Verbindlichkeiten 3.648.192,17 51.883,44
- davon aus Steuern: EUR 19.135,03 (Vorjahr: EUR 17.521,16)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 11.436,72 (Vorjahr: EUR 13.283,26)
9.580.491,00 9.228.549,55

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 6.307.459,23 4.053.217,10
2. Personalaufwand -2.959.105,19 -2.785.786,22
a) Löhne und Gehälter -2.404.093,87 -2.297.721,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -555.011,32 -488.065,17
- davon für Altersversorgung: EUR 6.610,43 (Vorjahr: EUR 6.666,79)
3. Abschreibungen auf Sachanlagen -1.041.894,46 -158.257,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -935.492,87 -638.784,79
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 669,72 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -160.439,86 -303,21
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -347.926,28 -149.940,27
8. Ergebnis nach Steuern 863.270,29 320.145,26
9. sonstige Steuern -26.029,70 -10.218,93
10. Jahresüberschuss 837.240,59 309.926,33

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AWIGO LOGISTIK GMBH, GEORGSMARIENHÜTTE

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die AWIGO Logistik GmbH mit Sitz in Georgsmarienhütte ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts Osnabrück unter der Nummer HR B 208595 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Für den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist das Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB für Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung des § 42 Abs. 3 GmbHG zugrunde gelegt worden.

Zusammenfassungen von Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 265 Abs. 7 HGB sind nicht vorgenommen worden. Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung sind im Anhang gemacht, soweit dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses erforderlich ist.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen in steuerlich zulässiger Höhe bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt für das Anlagevermögen bis zu acht Jahre. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Bei bilanzierten Anlagegütern erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250,00 € werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter von über 250,00 € bis 800,00 € werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert ausgewiesen. Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zu Nennwerten bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie ertragsteuerliche Verpflichtungen und wurden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Angaben zu Positionen der Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der AWIGO Logistik GmbH (Anlage 3a) dargestellt.

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft die Anschaffung von weiteren Heckladern geplant. Bis zum Ende des Berichtsjahres konnten jedoch nur vier dazugehörige Aufbauten fertig gestellt werden. Diese wurden als Anlagen im Bau ausgewiesen.

b) Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Steuerguthaben.

c) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen den Personalbereich, noch ausstehende Rechnungen, unterlassene Instandhaltungen, Kosten für die Jahresabschlussprüfung, Steuererklärungen und Bekanntmachungen sowie die Subsidiärhaftung eines Zeitarbeitsunternehmens.

d) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultierten aus einem im Berichtsjahr neu aufgenommenen Darlehen (1.808 T€). Dies ist durch anteilige Bürgschaften der AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH und der REMONDIS SE & Co. KG, Lünen, besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (164 T€) sowie gegenüber Gesellschaftern (36 T€) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten (3.648 T€) bestehen aus ausstehenden Unfallversicherungsbeiträgen (11 T€), Steuern (19 T€), Darlehenszinsen (40 T€), Verpflichtungen aus Schadensfällen (14 T€) sowie einem im Berichtsjahr neu aufgenommenen Darlehen bei der Deutschen Leasing Finance GmbH (3.564 T€), welches ebenfalls durch anteilige Bürgschaften der AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH und der REMONDIS SE & Co. KG, Lünen, besichert ist. Als weitere Kreditsicherung wurde Sicherungsübereignung vereinbart.

Eine Aufgliederung nach Restlaufzeiten zeigt die folgende Übersicht (die Vorjahreszahlen sind in Klammern dargestellt):

Restlaufzeit
Übersicht Verbindlichkeiten per 31.12.2023 Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
über 1 bis zu 5 Jahren
T€
mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten:
gegenüber Kreditinstituten 1.808 265 1.543 0
(0) (0) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 1.392 1.392 0 0
(6.911) (6.911) (0) (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 164 164 0 0
(117) (117) (0) (0)
gegenüber Gesellschaftern 36 36 0 0
(209) (209) (0) (0)
gegenüber Gebietskörperschaften 0 0 0 0
(0) (0) (0) (0)
sonstige 3.648 797 2.281 570
(52) (52) (0) (0)
Gesamt 7.048 2.654 3.824 570
Vorjahr gesamt (7.289) (7.289) (0) (0)

4. Nachtragsbericht

Sorge bereitet der Gesellschaft weiterhin der Ukraine-Krieg. Abgesehen von der humanitären Katastrophe macht dieser die Versorgungssicherheit und die Preisentwicklung, insb. beim Kraftstoff, weiterhin unsicher. Auch, wenn sich die Preise im Berichtsjahr als relativ konstant erwiesen, so besteht doch nach wie vor eine grundsätzliche Unsicherheit angesichts des derzeit völlig unkalkulierbaren weiteren Kriegsverlaufes.

5. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Für das Jahr 2023 waren Herr Dipl.-Kfm. Christian Niehaves (im Hauptberuf: Geschäftsführer der AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH), Glandorf, und Herr Dipl.-Ing. (FH) Ralf Zöller (im Hauptberuf: Niederlassungsleiter REMONDIS GmbH & Co. KG, Niederlassung Hildesheim), Hohenhameln, als Geschäftsführer tätig. Sie waren gemeinschaftlich vertretungsberechtigt. Die Geschäftsführer erhalten für ihre Tätigkeit keine Vergütung.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr beschäftigte die AWIGO Logistik GmbH im Durchschnitt 73 Mitarbeiter*innen (Vorjahr 67).

Sonstige Verpflichtungen

Aus Miet-, Pacht-, Darlehens- und sonstigen Dienstleistungsverträgen ergeben sich in den nächsten Jahren Gesamtverpflichtungen in Höhe von 1.808 T€.

Konzernzugehörigkeit

Die Anteile der AWIGO Logistik GmbH werden gehalten von:

51 % AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH, 49124 Georgsmarienhütte

49 % REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord, 24109 Melsdorf

Die Gesellschafterin AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH ist 100%ige Tochter der BEVOS Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Landkreis Osnabrück, Bohmte, und wird im Wege der Vollkonsolidierung in deren Konzernabschluss einbezogen. In diesen Konzernabschluss wird die AWIGO Logistik GmbH ebenfalls im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.bundesanzeiger.de zugänglich.

 

Georgsmarienhütte, 18. März 2024

AWIGO Logistik GmbH, Georgsmarienhütte

gez. Christian Niehaves

gez. Ralf Zöller

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 22. Mai 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

AWIGO Logistik GmbH, Georgsmarienhütte

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 5.277,96 0,00 0,00 0,00 5.277,96
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.318.764,20 986.600,14 0,00 3.223.574,32 7.528.938,66
3. Anlagen im Bau 3.188.674,35 1.146.007,90 0,00 -3.223.574,32 1.111.107,93
6.512.716,51 2.132.608,04 0,00 0,00 8.645.324,55
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 503,96 754,00 0,00 1.257,96
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 342.707,20 1.041.140,46 0,00 1.383.847,66
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
343.211,16 1.041.894,46 0,00 1.385.105,62
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 4.020,00 4.774,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.145.091,00 2.976.057,00
3. Anlagen im Bau 1.111.107,93 3.188.674,35
7.260.218,93 6.169.505,35

Ergebnisverwendungsbeschluss:

Der Jahresüberschuss 2023 beläuft sich auf 837.240,59 €. Die vollständige Ausschüttung des Jahresüberschusses zum 01.08.2024 wird beschlossen.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AWIGO Logistik GmbH, Georgsmarienhütte

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AWIGO Logistik GmbH, Georgsmarienhütte, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AWIGO Logistik GmbH, Georgsmarienhütte, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Osnabrück, den 12. April 2024

Dr. Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
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