Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 31558
Vorher
NKT Cables GmbHnkt cables group GmbH
Eingetragen
27.4.1999
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von sonstigen elektronischen und elektrischen Drähten und KabelnHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
Entwicklung, Produktion, der Vertrieb und das Marketing von Kabel und Drähten aller Art insbesondere zur Übertragung von elektrischer Engergie und Daten sowie das Halten und Verwalten eigenen Vermögens, insbesondere von Beteiligungen an Unternehmen aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Anders Steffen Jensen
seit 25.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
NKT Cables Group A/SDNK
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

NKT Cables Group A/S
Denmark
25.026.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

NKT Group GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

Index

1. Geschäftstätigkeit, strategische Weiterentwicklung und rechtliche Änderungen

1.1 Geschäftstätigkeit

1.2 Strategische Weiterentwicklung und rechtliche Änderungen

2. Standort

3. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

3.1 Markt

3.2 Umsatz

3.3 Darstellung der Ertragslage

3.4 Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

4. Finanzierung

5. Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung

6. Risikomanagementsystem und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1. Geschäftstätigkeit, strategische Weiterentwicklung und rechtliche Änderungen

1.1 Geschäftstätigkeit

Die NKT Group GmbH ("NKT") ist eine direkte Tochtergesellschaft der weltweit operierenden NKT Cables Group A/S, Brøndby/Dänemark (zusammen mit ihren direkten und indirekten Tochtergesellschaften auch "NKT Cables Group"). Die NKT Cables Group A/S ist 100%ige Tochter der NKT A/S, Brøndby/Dänemark, börsennotiert an der OMX Kopenhagen/Dänemark. Die NKT Cables Group versteht sich als innovativer und verlässlicher Lieferant von kundenorientierten Kabelsystemen in ausgewählten Märkten im Energie-, Installations- und Industriegeschäft. Die NKT Cables Group ist ein internationaler Kabelhersteller und hat Produktionsstandorte in Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, Tschechien und Polen.

Die NKT Cables Group ist in drei Geschäftsbereiche gegliedert:

Solutions

Applications

Service and Accessories

Die zentralen Gruppen-Funktionen Legal, Tax und Treasury werden über die Konzern-Muttergesellschaft NKT A/S für ihre direkten und indirekten Tochtergesellschaften (NKT Cables Group und NKT Photonics Group) divisionsübergreifend überwacht und gesteuert.

NKT Group GmbH ist die 100%ige Muttergesellschaft folgender wesentlicher Gesellschaften:

NKT Verwaltungs GmbH, Köln als persönlich haftende Gesellschafterin der operativ tätigen NKT GmbH & Co. KG, Köln ("NKT CGN")

NKT GmbH, Nordenham ("NKT NOR")

NKT Group GmbH erbringt neben ihrer Funktion als Holdinggesellschaft global für sämtliche Gesellschaften der NKT Cables Group die IT-Dienstleistungen. Sie ist darüber hinaus die Führungsgesellschaft für den Cash-Pool, in den alle europäischen Gesellschaften des NKT A/S- Konzerns eingebunden sind.

Darüber hinaus hat sie bis 2018 die zentrale Funktion für Strategie, Marketing, Recht und Steuern wahrgenommen. Diese Bereiche, mit Ausnahme der steuerlichen Betreuung des inländischen Organkreises, wurden an die NKT A/S, Brondby/Dänemark, übergeben. Die Kosten für IT-Dienstleistungen und verbleibende zentrale Funktionsdienstleistungen werden den Gesellschaften weiterbelastet, für die die NKT Group GmbH tätig sind.

Für die Steuerung des Unternehmens der NKT Group GmbH sind die Größen Umsatzerlöse, Beteiligungsergebnis und Jahresergebnis maßgeblich.

1.2 Strategische Weiterentwicklung und rechtliche Änderungen

Wesentlicher Vermögenswert der NKT Group GmbH ist die 100%ige Beteiligung an der NKT Verwaltungs GmbH, die wiederum persönlich haftende Gesellschafterin der NKT GmbH & Co. KG (NKT CGN) ist. Somit hat die Strategie dieser mittelbaren Beteiligung eine ausschlaggebende Bedeutung. Die Strategie dort hat einen kurz- bis mittelfristigen Fokus. Dies ist zum einen auf Verbesserungspotential im Produktionsprozess, zum anderen auf die sogenannten Korridorprojekte zurückzuführen - die Nord-Süd Stromtrassen im Rahmen der Energiewende. NKT CGN konnte hier gemeinsam mit der Schwestergesellschaft am Standort Karlskrona im ersten Halbjahr 2020 signifikante Aufträge gewinnen. Die Umsetzung dieser Aufträge erfordert technische Weiterentwicklungen am Standort Köln, insbesondere die Einführung der Kabelproduktion in der Gleichstrom-Hochspannungs-Technik. Teil der Motive zum Erwerb des Unternehmens ABB HV Cables im Jahr 2017 durch die NKT Cables Group war der Einkauf in die Gleichstrom-Hochspannungs-Technik.

Strategische Schwerpunkte der NKT CGN (Geschäftsbereich Solutions Köln) sind:

Ausbau der Produktion und Projektkapazitäten in Köln zur Produktion und Projektumsetzung der Korridorprojekte

Verbesserung der Produktionsprozesse zur Erhöhung von Effizienz und Vermeidung von Produktionsverzögerungen

Perspektivisch die Erhöhung der Flexibilität zwischen verschiedenen Produktklassen zur besseren Auslastung unserer Anlagen

Im Jahr 2018 gab die NKT Cables Group bekannt, ihr Eisenbahnkabelgeschäft an die schwedische Elcowire Group AB zu veräußern, um die fokussierte Marktstrategie weiter zu stärken. Hierzu wurden die Aktivitäten des Eisenbahnkabelgeschäftes aus der NKT CGN ausgegliedert und in die in 2018 neu gegründete NKT Catenary GmbH & Co. KG eingebracht. Diese Transaktion wurde im Februar 2019 durch den Verkauf der NKT Catenary GmbH & Co. KG abgeschlossen und markiert den Abschluss der Veräußerungen von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten.

Die Digitalisierung soll vorangetrieben werden, um eine Optimierung von internen Produktionsabläufen und der Kundendienstschnittstelle zu erreichen. Im Jahr 2017 wurde eine digitale Hub-Funktion in der NKT in Berlin aufgebaut, um neue Geschäfts- und Dienstleistungsmodelle zu entwickeln. Dieser Hub wurde 2018 in die neu gegründete THINKT digital GmbH, Berlin gegliedert, welche eine 100% Tochter der NKT Group GmbH ist. Ziel ist es, dass der NKT A/S-Konzern weiterhin an der Spitze der technologischen Entwicklung bleibt.

Die NKT entwickelt in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und mit Mitarbeitern aus anderen Gesellschaften der NKT Cables Group eine neue Software Plattform (ICE). Das ICE-Projekt soll die operative und wirtschaftliche Effizienz steigern, indem es Geschäftsprozesse weltweit harmonisiert, Best Practices nutzt und die Technologielandschaft standardisiert. Darüber hinaus wird das ICE-Projekt die Skalierbarkeit ermöglichen, um das angestrebte Betriebsmodell für das Unternehmen zu unterstützen und die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten, indem es die geschäftlichen und IT-betrieblichen Risiken aufgrund ausgedienter Software (SAP 4.6c, Oracle) mindert. Der Go-Live erfolgt in zwei Schritten in 2019 und 2021.

2. Standort

Der Standort der NKT Group GmbH befindet sich in Köln.

3. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

3.1 Markt

Andauernde gesellschaftliche Entwicklungen begünstigen das Geschäft von NKT. Der Fokus auf Nachhaltigkeit gerade auch in der Energieversorgung führt zu einem erhöhten Bedarf an Konnektivität zwischen den Stromnetzen, um die inhärenten Schwankungen aus der Stromproduktion der erneuerbaren Energien auszugleichen und um den Strom von immer größeren Offshore-Windparks zu den Verbrauchern zu transportieren. Diese Entwicklung ist durch die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende noch weiter beschleunigt worden.

Der Zuzug in die Städte, das Aufkommen von E-Mobilität und die Digitalisierung erhöhen jeweils den Bedarf und die Stromversorgung.

Nicht nur der Ausbau des Stromnetzes stellt eine große Herausforderung für die nähere Zukunft dar, sondern auch die Modernisierung des bereits vorhandenen. Allerdings können zurzeit auch Risiken durch Verzögerungen entstehen in Bezug auf langwierige Genehmigungsverfahren neuer Stromtrassen sowie durch neue gesetzliche Regelungen.

Die Entwicklung neuer Technologien und Produktion sowie Verlegung von Kabeln für die Energieübertragung sind das Kerngeschäft der operativen Gesellschaften der NKT Cables Group.

3.2 Umsatz

In 2019 hat NKT Group GmbH einen Umsatz, wie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, in Höhe von 29,7 Mio. EUR (2018: 25,5 Mio. EUR) erzielt. Die Umsatzerlöse resultieren aus der Erbringung von Management- und IT-Leistungen an die im In- und Ausland tätigen operativen Gesellschaften der NKT-Cables Group. Der Anstieg ist bedingt durch ein höheres Volumen an umzulegenden Kosten.

3.3 Darstellung der Ertragslage

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 0,2 Mio. EUR haben sich im Vergleich zu 2018 (0,5 Mio. EUR) leicht vermindert.

Der Personalaufwand von 9,9 Mio. EUR (2018: 8,2 Mio. EUR) beinhaltet 8,8 Mio. EUR für Löhne und Gehälter und 1,1 Mio. EUR für soziale Abgaben und Aufwendungen. Die Erhöhung des Personalaufwandes im Vergleich zum Vorjahr ist auf eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

Der Anstieg der Abschreibungen beruht auf dem teilweisen go live der selbst entwickelten IT Plattform ICE, die anteilig planmäßig abgeschrieben wurde.

In 2019 waren im Durchschnitt 83 Mitarbeiter (2018: 74) beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 15,4 Mio. EUR in 2019 (2018: 17,7 Mio. EUR). Die Reduzierung um 2,3 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf gesunkene Aufwendungen für Consulting und Interim-Management zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten des Weiteren Umlagen der NKT Cables Group A/S, Dänemark, Kosten der IT-Serviceleistungen und Consulting sowie Kosten der Software-Lizenzen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen belaufen sich auf 0,6 Mio. EUR (2018: 0,4 Mio. EUR); der Betrag setzt sich im Wesentlichen aus der Verzinsung des Bankkontos im Rahmen des Cash-Pool-Deutschland zusammen, der bei der NKT Group GmbH geführt wird. Gegenläufig verändern sich die Zinserträge aus der Verzinsung der gruppeninternen Cash-Pooling Konten von 6,4 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR.

Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 17. Juli 2019 erwarb die NKT Group GmbH die NKT HVC GmbH, Mannheim von der NKT HV Cables AB, Schweden. Durch den Verschmelzungsvertrag vom gleichen Tag wurde die NKT HVC GmbH mit Wirkung vom 1. Januar 2019 auf deren Schwestergesellschaft VGK1 GmbH, Köln, verschmolzen. Das hierbei von der VGK1 GmbH übernommene Reinvermögen der NKT HVC GmbH i.H.v. TEUR 2.439 wurde in die Kapitalrücklage der VGK1 GmbH eingestellt. Der Beteiligungsbuchwert an der VGK1 GmbH wurde im Zuge der Verschmelzung um die Anschaffungskosten an der NKT HVC GmbH in Höhe von TEUR 4.423 erhöht. Zum 31. Dezember 2019 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Anteile an der VGK1 GmbH, da die NKT HVC GmbH inzwischen ihren aktiven Geschäftsbetrieb eingestellt hatte. Nach der Abschreibung von TEUR 1.984 entspricht der Beteiligungsbuchwert der Anteile an der VGK1 GmbH deren bilanziellem Eigenkapital.

Aus Ergebnisabführungsverträgen ergibt sich ein Aufwand von 0,5 Mio. EUR für die THINKT digital GmbH, Berlin, sowie ein Ertrag aus der NKT NOR von 1,2 Mio. EUR und der NKT Verwaltungs GmbH von 8,8 Mio. EUR. Das Ergebnis der NKT Verwaltungs GmbH enthält in 2019 als Sondereffekt den Gewinn in Höhe von 6,2 Mio. EUR aus der Veräußerung der Anteile an der NKT Catenary GmbH & Co. KG an einen konzernfremden Erwerber. Aus der VGK1 GmbH wurde ein Verlust von TEUR 10.991 übernommen, der durch die nach der Verschmelzung der NKT HVC GmbH auf die VGK1 GmbH vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf die übernommenen immateriellen Vermögensgegenstände verursacht ist.

Der Jahresfehlbetrag beträgt nach Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme der Organgesellschaften - 6,5 Mio. EUR (2018: Jahresüberschuss 2,2 Mio. EUR).

3.4 Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

Mio. EUR 2019 2018
Umsatz 29,7 25,5
Jahresfehlbetrag/-überschuss -6,5 2,2
Eigenkapital 382 388
Bilanzsumme 745 743
Investitionen in Anlagevermögen 14 14
Mitarbeiter (Durchschnitt) 83 74

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen von 96 Mio. EUR (2018: 95 Mio. EUR) setzt sich zusammen aus immateriellen Vermögensgegenständen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anteilen an verbundenen Unternehmen. Bei den Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen im Rahmen des IT-Projekts ICE.

Darüber hinaus ist das Anlagevermögen aufgrund der Funktion der NKT Group GmbH als Holdinggesellschaft insbesondere durch das Finanzanlagevermögen geprägt. Wesentliche Beteiligungen sind hier NKT Verwaltungs GmbH (Buchwert zum 31.12.2019: 44 Mio. EUR) sowie NKT GmbH, Nordenham (Buchwert zum 31.12.2019: 13,4 Mio. EUR).

Der Anstieg des Finanzanlagevermögens beruht auf dem Erwerb der Anteile an der NKT HVC GmbH und deren nachfolgender Verschmelzung auf die VGK1 GmbH.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen ist von 647 Mio. EUR in 2018 um 2 Mio. EUR auf 649 Mio. EUR in 2019 gestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich in 2019 auf 648 Mio. EUR (2018: 646 Mio. EUR), die hauptsächlich aus dem Cash-Pool bedingt sind. Davon bestehen 574 Mio. EUR (Vorjahr: 589 Mio. EUR) gegenüber dem Gesellschafter NKT Cables Group A/S. Die Position beinhaltet zudem Forderungen aus Gewinnabführung gegenüber den verbundenen Unternehmen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten verzeichnen einen Anstieg von 350 Mio. EUR in 2018 um 8 Mio. EUR auf 358 Mio. EUR in 2019. Davon entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 355 Mio. EUR (2018: 345 Mio. EUR). Die Position beinhaltet auch Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme gegenüber verbundenen Unternehmen.

Von den Rückstellungen in Höhe von 5,4 Mio. EUR (2018: 4,2 Mio. EUR) entfallen wie bereits im Vorjahr auch 2,9 Mio. EUR auf Rückstellungen für Pensionen sowie 2,5 Mio. EUR auf sonstige Rückstellungen. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus der Bildung der Rückstellungen für Abfindungen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 51,2 % (2018: 52,3 %).

Finanzlage

Die NKT Group GmbH ist die Inhaberin des EUR-Cash-Pools, in den europaweit alle Unternehmen des NKT A/S-Konzerns einbezogen sind. Die NKT A/S reguliert im Rahmen ihrer Funktion als Holding der NKT Group GmbH den Liquiditätsbedarf. In 2019 ergaben sich Forderungen aus dem Cash-Pool per Jahresende in Höhe von ca. 651 Mio. EUR (2018: 632 Mio. EUR), denen Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool von ca. 358 Mio. EUR (2018: 388 Mio. EUR) gegenüberstehen, die teilweise mit entgegenstehenden kurzfristigen Forderungen verrechnet wurden. Die aus dem Cash-Pool resultierenden Bankverbindlichkeiten der NKT Group GmbH beliefen sich auf 0,1 Mio. EUR (2018:1,1 Mio. EUR). Siehe auch unsere Ausführungen unter Abschnitt 4. Finanzierung.

4. Finanzierung

Die Finanzierung der NKT Group GmbH und ihrer Tochtergesellschaften sowie die Werthaltigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere aus dem Cash-Pooling, sind von der Aufrechterhaltung der Konzernfinanzierung abhängig.

Die NKT A/S reguliert in ihrer Funktion als Holding der NKT Group den Liquiditätsbedarf ihrer direkten und indirekten Tochtergesellschaften im Rahmen einer von einem Bankenkonsortium in Dänemark eingeräumten Kreditlinie (RCF) in Höhe von insgesamt 300,0 Mio. EUR. Auch die NKT Group GmbH selbst ist Teil dieses Cash-Pools und gleichzeitig Cash-Pool-Führer. Neben der Finanzierung über den Cash-Pool auf Ebene der NKT Group GmbH sind auch Finanzierungen in Form von direkter Darlehensgewährung durch die NKT A/S an ihre direkten und indirekten Tochtergesellschaften vorgesehen.

Des Weiteren hat die NKT A/S am 31. Mai 2021 eine bis zum 31. Dezember 2022 zeitlich begrenzte harte Patronatserklärung gegenüber der NKT Group GmbH, der NKT Verwaltungs GmbH und der NKT CGN abgegeben, wonach sie jederzeit die erforderlichen Mittel zur Aufrechterhaltung der Liquidität zur Verfügung stellen wird.

Gemäß dem veröffentlichten Quartalsabschluss zum 30. Juni 2021 der NKT A/S beliefen sich die gesamten verfügbaren Liquiditätsressourcen der NKT-Gruppe auf 322 Mio. EUR gegenüber 536 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020. Die Liquiditätsressourcen setzten sich zum Quartalsabschluss 30. Juni 2021 zusammen aus Barmitteln von 25 Mio. EUR und der verfügbaren Kreditlinie von 297 Mio. EUR (31. Dezember 2020: Barmittel von 239 Mio. EUR und verfügbare Kreditlinie von 297 Mio. EUR). Die Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. EUR wird im September 2022 endfällig. Außerdem sind Covenants sowie hinterlegte Sicherheiten (Anteile an der NKT Photonics A/S und das Schiff "NKT Victoria") vereinbart. Der Prozess der Refinanzierung dieser Kreditlinie wurde im November 2021 abgeschlossen. Aufgrund der verbesserten Liquidität der NKT A/S, konnte die neue Vereinbarung von ursprünglich 300 Mio. EUR auf 200 Mio. EUR reduziert und um weitere drei Jahre verlängert werden.

Auf der Grundlage der letzten Prognose vom November 2021 erwarten wir, dass die Financial Covenants auch in 2021 und 2022 ausreichenden Spielraum aufweisen und die Zahlungsfähigkeit der NKT A/S als auch der NKT Group GmbH sowohl in 2021 als auch 2022 aufrechterhalten wird.

Bis November 2021 haben wir nach unserem besten Wissen keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft, unsere finanzielle Leistung oder die Zahlungsfähigkeit unserer Kunden erfahren, doch die Unternehmensleitung der NKT A/S und der NKT Cables Group ist sich der erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft bewusst und hat Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Erhöhung der Liquiditätspuffer ergriffen.

So hat die Muttergesellschaft NKT A/S am 19. November 2020 den Prospekt für eine Barkapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien veröffentlicht. Die Kapitalmaßnahme konnte am 15. Dezember 2020 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Zufluss aus der Kapitalmaßnahme beläuft sich auf 170 Mio. EUR. Der Muttergesellschaft sind in 2020 aus zwei Kapitalerhöhungen insgesamt 259 Mio. EUR zugeflossen.

Wie bereits unter 1.1 Geschäftstätigkeit dargestellt, erfolgt die Finanzierung und Liquiditätssteuerung der NKT Group über die Zentralfunktion "Group Treasury" bei der NKT A/S in Dänemark. Zur Beurteilung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat Group Treasury eine Liquiditätsplanung bis Q4 2022 aufgestellt. Danach sind die zum 31. Dezember 2022 offenen Liquiditätsreserven der NKT Group ausreichend, um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der NKT A/S und ihrer direkten und indirekten Tochtergesellschaften zu gewährleisten.

Über die Vertretung eines Geschäftsführers der NKT Group GmbH, Köln, als Cash-Pool-Führer für alle direkten und indirekten Tochtergesellschaften der NKT Group, auch im Vorstand der NKT A/S, Brondby/Dänemark, ist sichergestellt, dass die Transparenz zu Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlagen im Zusammenhang mit der Liquiditäts- und Finanzplanung auf beiden Gesellschaftsebenen gegeben ist.

5. Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Der starke Fokus auf das Thema der regenerativen Energien und der dafür erforderliche Ausbau der Stromnetze haben sich mittlerweile in vielen Ländern bestätigt. Das prominenteste Beispiel hierfür sind die Korridorprojekte - die Nord-Süd-Stromtrassen mit Gleichstromkabeln - deren Projekte im Jahr 2020 vergeben wurden. Die daraus resultierende steigende Nachfrage in allen Kabelbereichen kann von NKT durch Erbringung von IT-Leistungen an verbundene Unternehmen wesentlich unterstützt werden.

Prognose der Ertragslage 2020 und 2021 und weiterer Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir eine Verbesserung des Beteiligungsergebnisses, da die Ergebnisabführung aus der VGK1 in 2019 von einem Sondereffekt im Zusammenhang mit der Verschmelzung der NKT HVC GmbH negativ beeinflusst war und auf der Grundlage des vorläufigen, ungeprüften Jahresabschlusses der NKT NOR dort ein deutlich höheres Ergebnis als im Vorjahr zu verzeichnen ist. Auch für die NKT Verwaltungs GmbH wird ein geringes positives Ergebnis erwartet.

Die Umsatzerlöse bei der NKT Group GmbH prognostizieren wir für 2020 und 2021 auf dem Niveau von 2019.

Bei der NKT GmbH, Nordenham erwarten wir ein sich deutlich verbesserndes Ergebnis. Es wird erwartet, dass die NKT Verwaltungs GmbH aufgrund eines Rechtsstreits mit einem deutlich schlechteren Ergebnis abschließen wird. Für die operativ tätige NKT CGN wird für das Geschäftsjahr 2021 ein signifikanter Jahresfehlbetrag erwartet. Durch die Übernahme der THINKT digital GmbH wird das Jahresergebnis der NKT Group GmbH in 2021 mit ca. 3 Mio. EUR belastet werden. Damit erwarten wir für die NKT Group GmbH ein leicht verschlechtertes Jahresergebnis in 2021.

Operative Geschäftstätigkeit der direkten und indirekten Tochtergesellschaften

Die wirtschaftliche Lage der NKT Group GmbH wird maßgeblich durch die Entwicklungen der NKT CGN und der NKT NOR beeinflusst.

Insgesamt hat NKT CGN für das Jahr 2019 im Vorjahresvergleich einen deutlich geringeren Umsatz nach HGB von 157,6 Mio. EUR (2018: 320,2 Mio. EUR) und ein deutlich schlechteres handelsrechtliches Ergebnis von 78,3 Mio. EUR (2018: 20,8 Mio. EUR) erzielt. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen davon getrieben, dass in 2019 Großprojekte handelsrechtlich abgeschlossen wurden, die in Summe hinter dem Großprojektumsatzvolumen des Vorjahres lagen. Die Erreichung des Umsatzes ist dabei maßgeblich von einer fristgerechten und planmäßigen Ausführung des Großprojektgeschäfts abhängig. 2019 war durch verschiedene Produktions- und Logistikprobleme belastet (Extruderstillstände, Qualitätsprobleme, Personalverfügbarkeit, Rheinniedrigwasser), aber auch durch weitere Effizienz- und Optimierungsmaßnahmen unterstützt. Diese werden vollumfänglich allerdings erst in 2020 Wirkung zeigen.

In 2020 war die Fabrik in Köln der NKT CGN weitestgehend ausgelastet, die operativen Probleme konnten jedoch noch nicht vollständig behoben werden, so dass auf Basis des vorläufigen, ungeprüften Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 eine Verschlechterung des handelsrechtlichen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr auf 94,2 Mio. EUR verzeichnet wurde.

Darüber hinaus hat die NKT Cables Group im Januar 2020 erfolgreich die Qualifikation ihres 525 kV HVDC Kabels bestanden und im Mai/Juni 2020 auch sehr große Erfolge bei der Auftragsvergabe von den großen deutschen Korridorprojekten (Projektsumme etwa 1,5 Mrd. EUR) im 525 kV HVDC Marktsegment erzielt. Die Gesellschaft am Standort Köln hat im Mai 2021 die Qualifikation für die Fertigung von 525 kV Hochspannungs-Gleichstromkabeln nach internationalen Standards erreicht. Nach dieser Zuteilung sind umfangreiche Neuinvestitionen am Standort Köln gestartet. In Folge dessen erwarten wir in 2020 und 2021 Anlaufkosten, die das Ergebnis der NKT CGN weiter belasten werden. Für die NKT CGN erwarten wir für das Jahr 2021 ein im Vergleich zu 2020 besseres, aber weiterhin negatives handelsrechtliches Ergebnis. Die entsprechenden Projekterlöse werden sich voraussichtlich erst in 2022 positiv auswirken, womit die Korridorprojekte wesentlich für die Entwicklung am Standort Köln sind.

Die Auslastung der Fabrik in 2021 ist zum größten Teil mit Landkabelprojekten durch vorhandenen Auftragsbestand gesichert. Angesichts der hohen Kostenstruktur am Standort in Köln hat sich das lokale Management entschieden, ein Programm zur Verbesserung der Gesamtqualität, der Reduktion der Kosten sowie der Sicherstellung der erfolgreichen Ausführung der Korridorprojekte aufzulegen. Im Rahmen dieses sogenannten Change Programms wurde im dritten Quartal 2020 eine Restrukturierungsrückstellung im niedrigen zweistelligen Millionenbereich gebildet. Ein Sozialplan wird erarbeitet. Einsparpotential wird vor allem ab 2022 erwartet. Für 2021 wird mit einem im Vergleich zu 2020 verbesserten, aber weiterhin negativen handelsrechtlichen Ergebnis gerechnet.

Ab dem Jahr 2022 erwarten wir mit der startenden Produktion der Korridorprojekte bessere Ergebnisse (nach IFRS). Die volle Ergebniswirkung der Korridorprojekte wird in den Folgejahren erreicht, wenn über das ganze Jahr produziert wird und parallel die Projektleistung der bereits produzierten Kabel (Installation) Erträge erwirtschaften wird.

Die NKT NOR hat in 2019 aufgrund einer deutlichen Umsatzsteigerung ein positives Ergebnis von TEUR 1.234 an die NKT abgeführt. Die positive Entwicklung setzte sich in 2020 auf Basis des vorläufigen, ungeprüften Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 fort, so dass ein Ergebnis von TEUR 4.659 abgeführt werden konnte. Auch für 2021 erwartet die Geschäftsführung eine positive Entwicklung.

Darstellung der Vermögens- und Finanzlage 2020 und 2021

Im Februar 2020 hat die NKT Group GmbH als alleiniger Gesellschafter der NKT Verwaltungs GmbH eine Einzahlung in die freie Kapitalrücklage in Höhe von 125 Mio. EUR geleistet, die an die NKT GmbH & Co. KG weitergeleitet wurde. Die Beteiligung wurde um diesen Betrag erhöht.

Um den Bestand der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu vermindern, hat der Alleingesellschafter NKT Cables Group A/S am 30. Januar 2020 beschlossen, aus der Kapitalrücklage der Gesellschaft einen Betrag von 250 Mio. EUR zu entnehmen und mit den bestehenden Forderungen der NKT Group GmbH zu verrechnen. Gleichzeitig wurde durch eine Darlehensgewährung der NKT A/S an die NKT Cables Group A/S die Forderung der NKT A/S gegen die NKT Group GmbH an die NKT Cables Group A/S in Höhe von 253 Mio. EUR übertragen und mit der Cash-Pool-Forderung der NKT Group GmbH aufgerechnet und so eine wesentliche Minderung der Salden erreicht.

Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 2. August 2021 wurde beschlossen, dass die NKT Group GmbH eine Einlage in die Kapitalrücklage der NKT Verwaltungs GmbH in Höhe von TEUR 75.000 leistet. Die NKT Verwaltungs GmbH hat wiederum eine Einlage in die Kapitalrücklage der NKT CGN von insgesamt TEUR 150.000 geleistet. Die Zahlung erfolgte am 23. August 2021.

Die mittelbare Beteiligung und operativ tätige Gesellschaft NKT CGN weist zum 31.12.2020 wie schon zum 31.12.2019 ein negatives Eigenkapital aus. Durch die in 2021 erfolgte Einzahlung in die freie Kapitalrücklage der NKT Verwaltungs GmbH in Höhe von 75 Mio. EUR konnte die NKT Verwaltungs GmbH wiederum eine Einzahlung in die freie Kapitalrücklage der NKT CGN in Höhe von 150 Mio. EUR leisten, um das negative Eigenkapital auszugleichen.

Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die bisherige Prognose

Die mit der Covid-19 Pandemie verbundenen Risiken können Auswirkungen auf die Risikosituation und damit auch wesentliche Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NKT Cables Group und damit auch der NKT Group GmbH und ihrer operativen Tochtergesellschaften zur Folge haben.

Bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung ist es auf Grund der Pandemie bisher zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der operativen Tochtergesellschaften gekommen. Die Produktion läuft bislang ohne wesentliche Einschränkungen weiter, lediglich im Bereich der Onshore-Installation der NKT CGN ist es zu vereinzelten und vorübergehenden Baustellenschließungen, vornehmlich im Ausland, gekommen. Wir rechnen daher nicht mit einer wesentlichen Beeinträchtigung unseres Geschäfts.

Für den zweiten Lockdown, der am 1. November 2020 in eigeschränkter und ab dem 16. Dezember 2020 in strikter Form begann, sieht sich NKT gut vorbereitet. NKT hat im ersten Lockdown umfangreiche Erfahrung gesammelt mit Maßnahmen zur Sicherheit der Mitarbeiter, Kunden, Zulieferer und weiteren mit NKT zusammenarbeitenden Menschen sowie zur Aufrechterhaltung der Produktion. Diese Maßnahmen wurden im Grundsatz seit dem ersten Lockdown aufrechterhalten und bereits Anfang November 2020 weiter optimiert. Trotz erhöhten Aufwands zur Umsetzung der Maßnahmen sind derzeit keine Einschränkungen der Produktion oder direkte Auswirkungen auf unseren Absatz erkennbar.

Sollte es wider Erwarten zu Unterbrechungen von Lieferketten und Produktionsunterbrechungen bzw. Baustellenschließungen kommen, können sich die bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren und die Lage der operativen Tochtergesellschaften und damit auch der NKT Group GmbH im Vergleich zur bisherigen Prognose deutlich verschlechtern.

Wie im Risikobericht dargestellt, werden die Entwicklungen durch die Geschäftsführung und den zentralen Krisenstab regelmäßig beobachtet und analysiert. Es ist so sichergestellt, dass notwendige Maßnahmen schnell und konsequent eingeleitet werden können.

6. Risikomanagementsystem und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das NKT Risikomanagementsystem hat das Ziel, Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, zu antizipieren, zu überwachen und zu minimieren.

Die Risiken, denen NKT und die NKT Cables Group ausgesetzt sind, sind vielfältig. Es handelt sich z.B. um Projektausführungsrisiken, Risiken finanzwirtschaftlicher Art bzw. Risiken aus der Marktentwicklung. Wichtige Komponenten des Risikomanagementsystems sind das Risikoregister im Projektbereich, die Finanz- bzw. Controlling-Systeme, die ISO Qualitätserfordernisse, die Umweltschutz-Systeme, Gesundheitsmanagement-Systeme, aber auch die Aufbereitung der markt- und produkttechnischen Informationen.

Risiken aus der Operativen Geschäftstätigkeit der direkten und indirekten Tochtergesellschaften

Eine nachhaltig ungünstige Entwicklung des operativen Geschäfts der direkten und indirekten Tochtergesellschaften kann sich auch negativ auf den Beteiligungsbuchwert der Tochtergesellschaften auf Ebene der NKT Group GmbH auswirken. Die Werthaltigkeit der Anteile an der NKT Verwaltungs GmbH wird maßgeblich bestimmt durch die Entwicklung der NKT CGN und ist entscheidend davon abhängig, dass es der NKT CGN gelingt, die in 2020 gewonnenen Aufträge für die 525 kV Hochspannungs-Gleichstromkabel im Rahmen der sog. "Korridorprojekte" erfolgreich und mit den geplanten Margen umzusetzen sowie größere Anschlussprojekte im Offshore-Bereich zu erhalten. NKT CGN wurde bei der Vergabe der sog. Korridorprojekte mit bedeutenden Anteilen berücksichtigt worden, die teilweise bei der NKT CGN und teilweise bei der Schwestergesellschaft in Karlskrona gefertigt werden. Nach Anlaufkosten in 2020 und 2021 wird erwartet, dass sich diese ab 2022 positiv für die NKT CGN und den Standort Köln auswirken. Jedoch besteht derzeit noch Unsicherheit über den Fortgang des Qualifizierungsverfahrens für die anzuwendende HVDC Technologie, die Aufteilung der Auftragslose auf die Fertigungsstätten in Köln und Karlskrona sowie den zeitlichen Ablauf und genauen Umfang der Projekte.

Finanzierung, Cashflow und Finanzrisiken

Die wesentlichen Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Die Ausgestaltung der finanzwirtschaftlichen Aktivitäten orientiert sich dabei am operativen Geschäft und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

Währungs- und Bonitätsrisiken werden systematisch analysiert und durch den Einsatz von modernen Finanzinstrumenten abgesichert. Dazu setzt NKT Cables Group auch in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Ausführliche Informationen hierzu finden sich nachfolgend.

Projektrisiken

Die Durchführung von Großprojekten der operativen Gesellschaften birgt besondere Risiken für das Unternehmen. Zu nennen sind hier rechtliche und steuerliche Risiken, Termin- und Kostenüberschreitungen, Produktionsstörungen und Risiken bei Kabellegearbeiten im Offshore-Bereich.

Bereits im Angebot werden diese Risiken systematisch identifiziert und bewertet. In den Verhandlungen wird vertraglich versucht, mögliche Risiken weitestgehend Richtung Kunde zu begrenzen und Richtung Subunternehmer "back to back" zu vereinbaren.

In der Ausführungsphase gewährleistet ein umfassendes Termin-Controlling die Früherkennung von möglichen Verzögerungen und ermöglicht kurzfristige Korrekturmaßnahmen. Die aus dem Angebot identifizierten und bewerteten Risiken werden während der Ausführung eng verfolgt und in einem "Risk Register" mit hinzukommenden oder wegfallenden Risiken neu bewertet. Gegebenenfalls werden entsprechende Risiko-Rückstellungen gebildet. Steuerliche und rechtliche Risiken werden besonders sorgfältig durch die jeweiligen Fachabteilungen zentral und gegebenenfalls mit Unterstützung von spezialisierten externen Beratern behandelt.

Konjunkturrisiko

Die Corona-Krise prägt die angespannte Gesamtsituation der Weltwirtschaft. Durch die faktische Schließung ganzer Branchen ist es zu deutlichen Einbrüchen der gesamtwirtschaftlichen Leistung gekommen. NKT profitiert bislang davon nicht zu diesen Branchen zu gehören. Aufgrund der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit für das Thema Energie und Energieübertragung gehen wir von einer kontinuierlich hohen Nachfrage nach vielen unserer Produkte in diesem Bereich aus. Änderungen der Marktbedingungen und Wettbewerbsverhältnisse sehen wir zurzeit nicht, sie sind aber wegen der Gesamtsituation der Weltwirtschaft insbesondere vor dem Hintergrund der Unsicherheit in der Entwicklung der Pandemie nicht auszuschließen. Nach wie vor ist jedes Projekt hart umkämpft, wodurch die erzielbaren Margen anhaltend unter Druck stehen.

Steuerliche Risiken

Die NKT Group GmbH ist Organträgerin der mit der NKT Verwaltungs GmbH, Köln, und der NKT NOR bestehenden steuerlichen Organschaften. Damit wirken sich die steuerlichen Risiken der genannten Gesellschaften neben den steuerlichen Risiken aus der eigenen Geschäftstätigkeit auf Ebene der NKT Group GmbH aus. Hier sind in erster Linie Risiken aus einer möglichen Nichtanerkennung der steuerlichen Verrechnungspreise sowie Risiken aus der Einkunftsabgrenzung ausländischer Betriebsstätten zu nennen.

Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die bisherige Risikoeinschätzung

Die Covid-19 Pandemie kann Auswirkungen auf die Risikosituation der NKT Group und damit der NKT Group GmbH zur Folge haben.

Die NKT Group hat einen zentralen Krisenstab unter Einbeziehung von Kommunikationsteams der lokalen Standorte eingerichtet, der fortlaufend die weitere Entwicklung überwacht und Maßnahmen zur Gegensteuerung und deren Umsetzung auch auf Basis von Szenarioanalysen und Stresstests vornimmt. Dazu gehören:

Umsetzung des "Social Distancing" Präventionskonzeptes

Intensivierung von Hygienemaßnahmen sowie Aufstellen und Kontrolle von speziellen Hygieneregeln

Zugangsbeschränkungen zum Werk und temporäre Temperaturmessungen beim Einlass

Schließung der Kantine

Zutritt von Externen zum Werksgelände nur bei absolut notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Fabrikbetriebes

Deutlich ausgeweitete Nutzung von Home-Office Möglichkeiten

Konsequente Umstellung von Besprechungen auf Skype- und Telefonkonferenzen

Unterlassung von grenzüberschreitenden Dienstreisen sowie zwischen NKT Standorten

Sperrung von Konferenzräumen ohne Fenster

Konsequente Dokumentation zwecks Nachverfolgung von externen Kontakten

Erlass und Durchführung von strikten Quarantäneregeln, z.B. bei Einreise aus Risikogebieten oder Auftreten von "Corona" Symptomen

Prüfung und Vorbereitung der Nutzung von staatlichen Förderungsmaßnahmen zur Krisenbewältigung, falls nötig z.B. Kurzarbeitergeld oder Finanzierungshilfen

Simulation von Notfallszenarien zur Aufrechterhaltung des Fabrikbetriebes

Strikte Limitierung und Begrenzung der Teilnehmer an Besprechungen und anderen intern sowie externen Terminen

Zurverfügungstellung von entsprechenden Hygieneprodukten für alle Mitarbeiter

Interne anlassbezogene COVID-19-Schnelltests zur Unterbrechung von Infektionsketten

 

Köln, den 13. Dezember 2021

NKT Group GmbH

Line A. Fandrup

Anders S. Jensen

Mark S.O. Nielsen

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbsterstellte Software 14.247.125,59 0,00
2. Geleistete Anzahlungen auf selbsterstellte Software 11.345.159,00 20.526.875,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.696.075,92 5.540.761,00
4. Geleistete Anzahlungen 3.640.704,32 9.531.002,45
34.929.064,83 35.598.638,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.027.315,36 1.290.379,36
1.027.315,36 1.290.379,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 60.094.142,61 57.655.018,97
60.094.142,61 57.655.018,97
96.050.522,80 94.544.036,78
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 113.216,22 612.364,74
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 648.238.945,00 645.765.959,31
3. Sonstige Vermögensgegenstände 255.353,21 958.792,01
648.607.514,43 647.337.116,06
648.607.514,43 647.337.116,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 342.011,44 901.760,07
745.000.048,67 742.782.912,91

Passiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.026.000,00 25.026.000,00
II. Kapitalrücklage 494.573.999,99 494.573.999,99
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 108.573,00 108.573,00
IV. Verlustvortrag -131.479.006,85 -133.712.900,57
V. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss -6.542.490,68 2.233.893,72
381.687.075,46 388.229.566,14
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.939.493,00 2.843.509,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.456.301,96 1.383.881,40
5.395.794,96 4.227.390,40
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.689,55 1.148.533,78
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.477.782,53 3.716.460,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 354.564.584,59 344.698.180,31
4. Sonstige Verbindlichkeiten 811.121,58 530.510,88
davon aus Steuern: 443.018,72 166.421,56
EUR 443.018,72 (Vorjahr: TEUR 166)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 329.006,20 (Vorjahr: TEUR 330) 329.006,20 330.054,10
357.917.178,25 350.093.685,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 232.271,01
745.000.048,67 742.782.912,91

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019 2018
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 29.652.603,98 25.511.211,45
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 500.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 210.101,41 499.358,90
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.837,78 869,84
5. Personalaufwand
a) Gehälter 8.838.094,46 7.280.201,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.084.897,69 884.629,94
davon für Altersversorgung: EUR 156.190,07 (Vorjahr: TEUR 366)
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.076.610,94 3.046.800,89
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.442.388,92 17.689.190,15
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 9.990.852,96 1.115.358,20
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.080.912,69 6.374.115,21
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.080.912,69 (Vorjahr: TEUR 6.374)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.984.314,36 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 571.885,78 427.709,75
davon an verbundene Unternehmen: EUR 4.400,24 (Vorjahr: TEUR 158)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 11.475.908,79 2.440.160,58
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -8.447,64
14. Ergebnis nach Steuern -6.541.467,68 2.238.928,56
15. Sonstige Steuern 1.023,00 5.034,84
16. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss -6.542.490,68 2.233.893,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

A. Allgemeines

Die NKT Group GmbH hat ihren Sitz in Köln. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 31558 in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss der NKT Group GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Die Gesellschaft gilt gemäß § 267 Abs. 2 in Verbindung mit § 267 Abs. 4 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den An- schaffungs- bzw. Herstellungskosten als Einzelkosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach handelsrechtlichen Grundsätzen. Software wird über fünf Jahre abgeschrieben, Betriebs- und Geschäftsausstattung über drei bis zehn Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150 (bei Zugängen ab dem 1. Januar 2008), werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagenzugänge, die seit dem 1. Januar 2008 erfolgten, wird jährlich ein "Sammelposten" gebildet, wenn die Anschaffungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 250 (bei Zugängen bis 31. Dezember 2018 Wertgrenze EUR 150), aber nicht mehr als EUR 1.000 betragen. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst.

Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der Anlagegüter über dem wirtschaftlichen Wert liegt, der ihnen am Abschluss-Stichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der ihnen am Abschlussstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt und es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt, wird dieser niedrigere Wert angesetzt. Stellt sich zu einem späteren Zeitpunkt heraus, dass die Gründe für den Ansatz des niedrigen Wertes nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und flüssige Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Bewertung der Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Der Bemessung der Rückstellung für Pensionen liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung einer Rentendynamik von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) sowie einer Anwartschaftsdynamik von 3,0 % (i. Vj. 3,0 %) zu Grunde. Die Abzinsung der Pensionsverpflichtung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wird der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz von 2,72 % (i. Vj. 3,21 %) verwendet.

Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Der Rückstellungsbetrag ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der bis zum Bilanzstichtag zeitanteilig verdienten Jubiläumsleistungen. Der Rückstellungsbetrag berücksichtigt Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung, Fluktuationswahrscheinlichkeiten und wurde unter Anwendung eines Zinssatzes von 2,32 % berechnet.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Latente Steuern auf die aktivierten selbsterstellten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht passiviert, da die Gesellschaft über latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen verfügt, welche die latenten Steuern aus temporären passiven Differenzen insgesamt übersteigen und der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wird.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Der Anstieg der entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten resultiert aus dem laufendem IT-Projekt ICE. Die Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem Anlagenspiegel ersichtlich (Anlage zu diesem Anhang).

Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB umfasst sowohl unmittelbare als auch mittelbare Beteiligungen der NKT Group GmbH:

Beteiligungsanteil Eigenkapital 31.12.2019 Jahresergebnis 2019
% TEUR TEUR
unmittelbar
NKT Verwaltungs GmbH, Köln 100 60.121 8.757 *)
NKT GmbH, Nordenham 100 3.697 1.234 *)
000 nkt cables, Moskau 1 1 **) 28 **)
VGK1 GmbH, Köln 100 2.462 -10.991 *)
THINKT Digital GmbH, Berlin 100 25 -485 *)
mittelbar
NKT GmbH & Co. KG, Köln 100 -76.283 -78.313
OOO nkt cables, Moskau 99 1 **) 28 **)
NKT MIDDLE EAST DMCC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100 189 **) 43 **)
NKT (Netherlands) B.V., Benschop/Niederlande 100 195 **) 33 **)

*) vor Ergebnisabführung
**) Werte nach IFRS

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 648.239 (Vorjahr: TEUR 645.766) betreffen mit TEUR 644.204 (Vorjahr: TEUR 634.886) sonstige Forderungen aus dem Cash Pooling und mit TEUR 4.035 (Vorjahr: TEUR 10.880) Lieferungen und Leistungen. Sie betreffen mit TEUR 574.137 (Vorjahr: TEUR 588.937) den Gesellschafter. Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen (TEUR 205) und Forderungen aus Gehalts- und Bonuszahlungen (TEUR 39). Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr bestehen nicht (Vorjahr: TEUR 257).

Pensionsrückstellungen

Aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ist im Rahmen der BilMoG-Umstellung zum 1. Januar 2010 eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 267 erforderlich. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB erlaubt, diese Zuführung entweder sofort in vollem Umfang oder aber in Teilbeträgen von mindestens einem Fünfzehntel des Unterschiedsbetrages bis zum 31. Dezember 2024 anzusammeln. Darüber hinaus ist auch eine schnellere Ansammlung möglich. Die Zuführung wird entsprechend Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. Im Geschäftsjahr 2019 wird ein Betrag in Höhe von TEUR 18 zugeführt.

Die gemäß Wahlrecht der Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB nicht in der Bilanz erfassten Pensionsverpflichtungen betragen per 31. Dezember 2019 TEUR 89.

Insgesamt ergeben sich zum 31. Dezember 2019 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.939. Diese liegen um TEUR 282 (Unterschiedsbetrag Vorjahr: TEUR 329) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2019 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittssatzes bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergeben hätte.

Ausschüttungssperre

Gemäß § 268 Abs. 8 i.V.m. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ergibt sich zum Bilanzstichtag aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den Pensionsverpflichtungen auf Basis von zehn- und siebenjährigem Durchschnittszinssatz nach § 253 Abs. 6 HGB ein ausschüttungsgesperrter Betrag von TEUR 282. Im Rahmen des ICE-Projekts werden Herstellungskosten aktiviert und als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Bilanz ausgewiesen. Für den gesamten Betrag ergibt sich eine Ausschüttungssperre i.H.v. TEUR 25.592. Diesem stehen jedoch höhere frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen (TEUR 1.230), Rückstellungen für Restrukturierungskosten (TEUR 599) und Urlaubsrückstellungen (TEUR 395).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe sonstige Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen:

Restlaufzeiten
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
TEUR TEUR
Mietverpflichtungen 64 52
Leasingverpflichtungen 117 99
181 151

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 332.

Daneben besteht für die Geschäftsräume im Chempark, Köln, eine Mietverpflichtung von jährlich TEUR 211 gegenüber der NKT Verwaltungs GmbH. Der Mietvertrag ist unbefristet und kann von beiden Seiten jederzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden.

Ansonsten bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse oder durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 29.653 betreffen im Wesentlichen Konzernumlagen an in- und ausländische Konzerngesellschaften.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 70 (i. Vj. TEUR 91) enthalten, die aus der Verrechnung von konzerninternen Bonuszahlungen resultieren.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen TEUR 10.077 in 2019 (2018: TEUR 3.047). Der Anstieg resultiert aus dem Beginn der Abschreibung aufgrund der Fertigstellung von Teilen des IT-Projektes ICE in 2019. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betragen TEUR 1.984 in 2019 (2018: TEUR 0) und betreffen in vollem Umfang außerplanmäßige Abschreibungen.

Sie resultieren aus der Wertberichtigung an der inaktiven VGK1 GmbH. Auf diese Gesellschaft wurde rückwirkend zum 1. Januar 2019 die durch Kaufvertrag vom 17. Juli 2019 erworbene NKT HVC GmbH, Mannheim, verschmolzen, deren Anschaffungskosten TEUR 4.423 betragen hatten. Die Abschreibung beruht auf der Wertminderung der Anteile aufgrund der Einstellung des aktiven Geschäftsbetriebs der NKT HVC GmbH.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Konzernumlagen von anderen Gesellschaften des NKT-Konzerns sowie Beratungskosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 9) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 95) auf die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

E. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Roland M. Andersen, Kaufmann, Kopenhagen/Dänemark (bis 10. August 2020), CFO nkt cables group A/S, Broend by/Dänemark

Michael Lyng, Kaufmann, Charlottenlund/Dänemark (bis 7. Februar 2019), CEO der nkt cables group A/S, Broendby/Dänemark

Dietmar Müller, Kaufmann, Wiesbaden (bis 9. Dezember 2019), hauptberuflicher Geschäftsführer der Gesellschaft

Anders Steffen Jensen, Bergisch Gladbach (ab 28. Juni 2019), hauptberuflicher Geschäftsführer der Gesellschaft

Mark Skriver Ostersen Nielsen, Haslev/Dänemark (ab 9. Dezember 2019), Senior Vice President Corporate Affairs nkt cables group A/S, Broendby/Dänemark

Line Andrea Fandrup, Kauffrau, Virum/Dänemark (ab 10. August 2020), CFO NKT A/S, Broendy/Dänemark

Von den Geschäftsführern erhalten die in Dänemark ansässigen Gesellschaften hauptberuflich tätigen Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr. 9a HGB wurde in Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 83 (i. Vj. 74) Angestellte; gewerbliche Mitarbeiter waren während des Geschäftsjahrs nicht beschäftigt.

Ergebnisabführungsverträge

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Gewinn des Geschäftsjahres der NKT Verwaltungs GmbH, Köln, in Höhe von TEUR 8.757 (i. Vj. Gewinn TEUR 1.115) übernommen.

Auch der Gewinn des Geschäftsjahres der NKT GmbH, Nordenham, in Höhe von TEUR 1.234 (i. Vj. Verlust TEUR 2.164) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages übernommen.

Die NKT Group GmbH übernimmt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages das Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2019 der THINKT digital GmbH, Berlin, als Verlust in Höhe von TEUR 485.

Die NKT Group GmbH übernimmt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages das Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2019 der VGK1 GmbH, Köln, als Verlust in Höhe von TEUR 10.991.

Sämtliche Aufwendungen und Erträge aus der Ergebnisabführung betreffen wie im Vorjahr verbundene Unternehmen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 berechnete Gesamthonorar inkl. Auslagen beträgt TEUR 49 und entfällt vollständig auf die Abschlussprüfung.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Durch Gesellschafterbeschluss vom 30. Januar 2020 wurde der Kapitalrücklage der Gesellschaft ein Betrag von TEUR 250.000 entnommen und mit Forderungen der NKT Group GmbH gegen ihren Alleingesellschaft NKT Cables Group A/S verrechnet.

Die NKT Group GmbH hat als alleiniger Gesellschafter der NKT Verwaltungs GmbH am 30. Januar 2020 beschlossen, dass ein Betrag in Höhe von TEUR 125.000 in die freie Kapitalrücklage der NKT Verwaltungs GmbH eingezahlt wird.

Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 2. August 2021 wurde beschlossen, dass die NKT Group GmbH eine Einlage in die Kapitalrücklage der NKT Verwaltungs GmbH in Höhe von TEUR 75.000 leistet.

Durch den Verschmelzungsvertrag vom 13. Oktober 2021 mit Wirkung vom 1. Januar 2021 wurden die Tochtergesellschaften VGKl GmbH, Köln, und THINKT digital GmbH, Berlin, auf die Muttergesellschaft NKT Group GmbH, Köln, verschmolzen. Durch die Übernahme der THINKT digital GmbH wird das Jahresergebnis der NKT Group GmbH in 2021 mit ca. 3 Mio. EUR belastet werden.

Seit dem ersten Quartal 2020 ist weltweit das Virus Covid-19 ausgebrochen. Auch die operativen Tochtergesellschaften der NKT Group GmbH sind in ihrer Geschäftstätigkeit hiervon betroffen. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt Auswirkungen der Covid-19-Pandemie.

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin der NKT Group GmbH ist die NKT Cables Group A/S, Broendby/Dänemark, eine 100 %-ige Tochter der NKT A/S, Broendby/Dänemark.

Die NKT A/S, Broendby/Dänemark, erstellt einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen, der gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung hat. In diesen Abschluss ist die Gesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim dänischen Register datacvr.virk.dk unter der Registernummer 6275214 offengelegt. Die NKT Group GmbH legt den Konzernabschluss darüber hinaus im Bundesanzeiger offen.

 

Köln, den 13. Dezember 2021

NKT Group GmbH

Geschäftsführung

Line A. Fandrup

Anders S. Jensen

Mark S.O. Nielsen

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2019 Zugänge Umgliederungen Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbsterstellte Software 0,00 0,00 17.096.560,00 0,00 17.096.560,00
2. Geleistete Anzahlungen auf selbsterstellte Software 20.526.875,00 7.914.845,00 -17.096.561,00 0,00 11.345.159,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.207.407,38 0,00 6.707.912,08 1.541.972,92 20.373.346,54
4. Geleistete Anzahlungen 9.531.002,45 817.612,95 -6.707.911,08 0,00 3.640.704,32
45.265.284,83 8.732.457,95 0,00 1.541.972,92 52.455.769,86
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.656.257,74 467.076,64 0,00 3.123.334,38
2.656.257,74 467.076,64 0,00 0,00 3.123.334,38
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 57.655.018,97 4.423.438,00 0,00 0,00 62.078.456,97
57.655.018,97 4.423.438,00 0,00 0,00 62.078.456,97
105.576.561,54 13.622.972,59 0,00 1.541.972,92 117.657.561,21
Abschreibungen
01.01.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbsterstellte Software 0,00 2.849.434,41 0,00 2.849.434,41
2. Geleistete Anzahlungen auf selbsterstellte Software 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.666.646,38 6.497.035,89 1.486.411,65 14.677.270,62
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.666.646,38 9.346.470,30 1.486.411,65 17.526.705,03
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.365.878,38 730.140,64 2.096.019,02
1.365.878,38 730.140,64 0,00 2.096.019,02
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.984.314,36 0,00 1.984.314,36
0,00 1.984.314,36 0,00 1.984.314,36
11.032.524,76 12.060.925,30 1.486.411,65 21.607.038,41
Restbuchwerte
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbsterstellte Software 14.247.125,59 0,00
2. Geleistete Anzahlungen auf selbsterstellte Software 11.345.159,00 20.526.875,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.696.075,92 5.540.761,00
4. Geleistete Anzahlungen 3.640.704,32 9.531.002,45
34.929.064,83 35.598.638,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.027.315,36 1.290.379,36
1.027.315,36 1.290.379,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 60.094.142,61 57.655.018,97
60.094.142,61 57.655.018,97
96.050.522,80 94.544.036,78

Unter der Bedingung, dass der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 in der Fassung festgestellt wird, wie er diesem Jahresabschluss zugrunde gelegt worden ist, erteilen wir den nachfolgenden Bestätigungsvermerk:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die NKT Group GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NKT Group GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NKT Group GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. Dezember 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marion Lammers, Wirtschaftsprüferin

Holger Grünewald, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde am 17.12.2021 festgestellt.

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