R-Pharm Germany GmbHLiquidiert
89257 Illertissen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vasiliy Ignatyev seit 1.8.2019 | Geschäftsführer |
Joachim Luley seit 26.1.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ООО R-Pharm Interneschnl | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
R-Pharm Germany GmbHIllertissenJahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und LageberichtLagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Inhaltsverzeichnis A. Grundlagen des Unternehmens 1. Organisatorische und rechtliche Struktur 2. Unternehmensinternes Steuerungssystem/Unternehmensziele 3. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems 3.1. Internes Kontrollsystem der Finanzberichterstattung 3.2. Compliance und Verhaltenskodex B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Bericht zur Branchenentwicklung 3. Geschäftsverlauf der R-Pharm Germany GmbH 4. Wirtschaftliche Lage der R-Pharm Germany GmbH 4.1. Ertragslage 4.2. Finanzlage 4.2.1. Cash Flow 4.2.2. Investitionen 4.3. Vermögenslage 4.4. Gesamtaussage 5. Mitarbeiter C. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikomanagement bei der R-Pharm 2. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen 3. Markt- und Produktchancen sowie Markt- und Produktrisiken 3.1. Konjunkturelle Chancen und Risiken 3.2. Chancen und Risiken im Produktportfolio 3.3. Chancen und Risiken in der Marktstrategie 3.4. Regulatorische Risiken 3.5. Steuerrisiken 3.6. Forschungs- und Entwicklungspotential 4. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage D. Prognosebericht A. Grundlagen des Unternehmens 1. Organisatorische und rechtliche Struktur Die R-Pharm Germany GmbH (im Folgenden auch: R-Pharm Germany oder R-Pharm) erbringt als produzierendes Pharmaunternehmen nicht nur Dienstleistungen im Rahmen der Herstellung und Verarbeitung von Pharmaprodukten, sondern vertreibt chemische Erzeugnisse jeder Art, insbesondere pharmazeutische und kosmetische Erzeugnisse aus eigener und fremder Herstellung. Das Werk in Illertissen verfügt über einen mehr als 160-jährigen, traditionsreichen Werdegang als innovativer und erfolgreicher Pharmastandort. Die R-Pharm Germany GmbH ist eine unmittelbare und 100%ige Tochtergesellschaft der R-Pharm International LLC, Moskau. Die R-Pharm Germany GmbH erwarb im Jahr 2014 von der Pfizer-Gruppe das Werk in Illertissen. Die oberste Konzerngesellschaft war hierbei die Pfizer Inc. mit Sitz in den USA. Strategisches Ziel war es, die Geschäftstätigkeit sowohl in Deutschland als auch in Europa auszubauen. Inzwischen sind die globalen Geschäfte von R-Pharm in der R-Pharm International Gruppe verortet. Dazu gehören auch Tochtergesellschaften in den USA und in Japan. Im Rahmen des Erwerbs des Werkes in Illertissen wurde zwischen der R-Pharm Germany und der Pfizer-Gruppe ein Manufacturing Service/Supply Agreement (MSA) geschlossen, wonach die R-Pharm Germany Verpackungs- und Produktionsleistungen für Pfizer übernimmt. Das MSA hatte zunächst eine Laufzeit bis zum 31.12.2018. Es wurde im Jahr 2019 um weitere 3 Jahre bis zum 30.11.2021 verlängert. Demnach wird R-Pharm Germany weiterhin als Lohnhersteller für Pfizer tätig sein. 2. Unternehmensinternes Steuerungssystem/Unternehmensziele Die Steuerung des Unternehmens erfolgt anhand von strategischen und operativen Vorgaben sowie finanziellen Kenngrößen. Die finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das operative EBITDA. Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe zur Sicherung des Unternehmenserfolgs. Angesichts dessen bilden Programme zur Steigerung des Umsatzes bei R-Pharm eine wichtige Grundlage für die künftige Entwicklung. Das operative EBITDA entspricht bei R-Pharm dem, sofern notwendig, um Sondereffekte bereinigten EBITDA. Mit der Entwicklung des operativen EBITDA misst R-Pharm die operative Leistungskraft und den Erfolg bereinigt um im Jahresvergleich verzerrende Einflüsse aus Sondereffekten. Das Management definiert Ziele für die oben genannten Kennzahlen und überwacht diese monatlich neben dem Finanzreporting auch im Rahmen eines Balanced Scorecard Ansatzes. Etwaige Abweichungen werden analysiert und notwendige Maßnahmen eingeleitet, um die Zielerreichung sicher zu stellen. 3. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems 3.1. Internes Kontrollsystem der Finanzberichterstattung Das Unternehmen unterhält ein internes Kontrollsystem, welches die Richtigkeit der Finanzberichterstattung sicherstellt. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems sind Vorgaben zur Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips, eine strikte Funktionstrennung von unvereinbaren Tätigkeiten u.a. durch die entsprechende Vergabe von IT-Berechtigungen sowie interne Richtlinien. Die Sicherstellung des internen Kontrollsystems wird insbesondere durch IT- und Zahlungsprozesse gewährleistet, welche regelmäßig überprüft werden. 3.2. Compliance und Verhaltenskodex Das interne Schulungssystem der Gesellschaft stellt eine dokumentierte und stets aktuelle Schulung sämtlicher Mitarbeiter sicher. Darüber hinaus unterzeichnen sämtliche neu in das Unternehmen eingetretenen Mitarbeiter eine Erklärung zum Antikorruptionsgesetz nach §299 StGB sowie zum Datenschutzgesetz nach §5 BDSG. Weiter konkretisiert und zusammengefasst werden diese Verhaltensregeln im Compliance Handbuch, welches im Jahr 2015 erstellt und jedem Mitarbeiter zugänglich gemacht wurde. Generell bestimmen die mit TOPAS bezeichneten Grundsätze den unternehmensinternen Umgang der Mitarbeiter. Da die Mitarbeiter mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten der Garant für den unternehmerischen Erfolg sind, verfolgt die Geschäftsleitung einen systematischen Ansatz zur individuellen wie auch teamorientierten Weiterentwicklung. Unter die TOPAS Prinzipien fallen daher wiederkehrende Themen wie Prozessorientierung, Lernende Organisation, Kontinuierliche Verbesserungsprozesse, Mitarbeiterpotential und Verhaltensstruktur. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich merklich verlangsamt gegenüber dem Vorjahr (2,9%). Dies ist zurückzuführen auf die Schwäche der Industrie sowie ein gleichzeitiger Rückgang des Welthandelsvolumens. Die konjunkturelle Dynamik dürfte weiter verhalten bleiben. Die erneute Eskalation der Handelskonflikte zählen zu den Risiken für die weitere Entwicklung. Eine Chance auf höheres Wachstum könnten gute politische Einigungen bieten 1 . Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euro-Raum hat sich ebenfalls verlangsamt. Schwächer entwickelten sich insbesondere die Investitionen sowie Exporte. Eine heterogene Entwicklung zeigte sich bei den Mitgliedsstaaten. Das BIP Wachstum beträgt daher im Euro-Raum nur noch 1,2% (VJ: 2,0%). Die Zuwachsrate für 2020 wird mit 1,1% erwartet. Die Inflationsrate des harmonisierten Verbraucherpreisindex ist mit den gesunkenen Energiepreisen ebenfalls zurückgegangen. 2 Deutschland ist von der globalen Wachstumsverlangsamung besonders betroffen. Dabei spielt die starke Ausrichtung auf Investitionsgüter eine große Rolle. Für das Jahr 2019 erwartet der Sachverständigenrat eine Zuwachsrate des BIP von 0,5% (VJ: 1,4%). Grund dafür ist die besonders schwache wirtschaftliche Entwicklung im Sommerhalbjahr 2019. Für das kommende Jahr ist eine langsame Belebung der Konjunktur zu erwarten. Dabei erwartet der Sachverständigenrat eine Rate von 0,9%. 3 1 Vgl. o.V. (Prognosen für das Jahr 2020-Jahresgutachten 2019/20, https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg201920/JG201920_01_Konjunktur.pdf, 2019), S.2 2 Vgl. o.V. (Prognosen für das Jahr 2020-Jahresgutachten 2019/20, https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg201920/JG201920_01_Konjunktur.pdf, 2019), S.2 3 Vgl. o.V. (Prognosen für das Jahr 2020-Jahresgutachten 2019/20, https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg201920/JG201920_01_Konjunktur.pdf, 2019), S.2 2. Bericht zur Branchenentwicklung Die R-Pharm Germany GmbH richtet das Hauptaugenmerk ihrer Geschäftstätigkeit auf den Gesundheitsmarkt, bei dem es sich um einen Wachstumsmarkt mit erheblichem Beschäftigungspotential handelt. Der demographische Wandel ist allgegenwärtig, die Lebenserwartung der Menschen steigt und das veränderte Konsumverhalten sowie die Suche nach mehr Lebensqualität erhöhen die Nachfrage nach medikamentösen Leistungen und Produkten. Der Weltpharmamarkt erzielte 2019 einen Umsatz in Höhe von 948,69 Mrd. Euro (VJ: 970.90 Mrd. Euro). Amerika (Nord- und Lateinamerika) repräsentiert rund 48% des weltweiten Pharmamarktumsatzes, Europa knapp 23%. In Lateinamerika konnte ein Umsatz von 50,75 Mrd. Euro erzielt werden (VJ: 60,5 Mrd. Euro) 4. In Deutschland gab es im Berichtsjahr 521 pharmazeutische Unternehmen und damit 59 weniger als im Vorjahr. Parallel ist die Pharmaproduktion mit 36,07 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr (60,6 Mrd. Euro) stark gesunken. Die Exporte erhöhten sich allerdings auf 83,19 Mrd. Euro (VJ: 75,4 Mrd. Euro) 5 . R-Pharm fokussiert sich nicht mehr nur allein auf den pharmazeutischen Markt, sondern erweiterte im Berichtsjahr 2018 ihr Portfolio um den Geschäftsbereich der Nahrungsergänzungsmittel und baute dieses im Berichtsjahr weiter aus. Dieser stark wachsende Markt nimmt auch im Berichtsjahr einen steigenden Stellenwert bei der R-Pharm ein. So wurde der weltweite Markt für Nahrungsergänzungsmittel im Jahr 2019 auf 123,28 Mrd. USD geschätzt und dürfte von 2019 bis 2025 um 8,2% wachsen. Dieser Markt der Nahrungsergänzungsmittel wächst aufgrund der zunehmenden Akzeptanz sowie des wachsenden Gesundheitsbewusstseins in allen Altersgruppen weltweit. 6 4 Vgl. Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) (Pharma-Daten 2019 Kompakt, https://www.bpi.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Publikationen/Pharma-Daten/Pharma-Daten_2019_kompakt_DE.pdf, November 2019). 5 Vgl. Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) (Pharma-Daten 2019 Kompakt, https://www.bpi.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Publikationen/Pharma-Daten/Pharma-Daten_2019_kompakt_DE.pdf, November 2019). 6 Vgl. o.V. Dietary Supplements Market Size, Share & Trends Analysis Report by Ingredient, https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/dietary-supplements-market, Februar 2020). 3. Geschäftsverlauf der R-Pharm Germany GmbH Der Umsatz beträgt für den Berichtszeitraum 58.532 TEUR (VJ: 46.526 TEUR). Die Vorjahresprognose des Umsatzes von Mio. EUR 46 konnte deutlich überschritten werden. Der Geschäftsverlauf der R-Pharm Germany war weiterhin durch die Lohnfertigung für den Pfizer-Konzern geprägt. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt bei 62 % (VJ: 70 %). Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, wurde im Rahmen des Erwerbs des Werkes in Illertissen im Jahr 2014 zwischen der R-Pharm Germany und der Pfizer-Gruppe das MSA in 2019 fortgesetzt, wonach die R-Pharm Germany GmbH für weitere 3 Jahre Verpackungs- und Produktionsleistungen für Pfizer übernimmt. Der bestehende Vertrag wurde in 2019 verlängert und die Umsatzentwicklung in diesem Bereich fiel deutlich positiver aus als erwartet. Des Weiteren wurden pharmazeutische Produkte und Qualitätsdienstleistungen an eine amerikanische Schwestergesellschaft verkauft. Mit Dritten wurden sowohl Produktions- als auch Verpackungsleistungen für Nahrungsergänzungsmittel umgesetzt und das Geschäftsfeld weiter ausgebaut. Im Zusammenhang mit einem Lohnfertigungsauftrag wurden auch zwei Verpackungsanlagen an einen Kunden für 2.648 TEUR veräußert. Darüber hinaus hat R-Pharm im Berichtsjahr eigene Nahrungsergänzungsmittel produziert und verpackt, um diese nicht nur deutschlandweit, sondern auch international zu vertreiben. Der Vertrieb erfolgt über einen Onlineshop als auch über weitere Absatzkanäle wie z.B. Apotheken, Spätverkaufsstellen, Tankstellen und Parfümerien. Die Aufschaltung weiterer Vertriebskanäle, unter anderem große Handelsketten, sollen im Laufe des kommenden Jahres folgen. Eine Expansion der eigenen Nahrungsergänzungsmittel mithilfe von Distributionspartnern nach Russland sowie in die USA ist geplant. Umsatzseitig trugen die eigenen Nahrungsergänzungsmittel im Geschäftsjahr jedoch nur zu einer leichten Steigerung des Umsatzes bei. Im Distributionsgeschäft werden Medikamente forschender Pharmaunternehmen in CIS Ländern veräußert. R-Pharm konnte sein Distributionsgeschäft weiter ausbauen und lieferte in diesem Berichtsjahr erstmalig auch pharmazeutische Medikamente in die Ukraine. Damit lag der Gesamtumsatz des Geschäftsfeldes sehr stark über dem Vorjahr. 4. Wirtschaftliche Lage der R-Pharm Germany GmbH 4.1. Ertragslage Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und aktivierter Eigenleistungen) betrug 57.437 TEUR (VJ: 46.774 TEUR). Der Materialaufwand lag mit 23.733 TEUR über dem Vorjahr (19.551 TEUR). Der Anstieg ist hauptsächlich auf den im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsenen Umsatz im Lohnherstellungs- sowie Distributionsgeschäft zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote im Berichtsjahr liegt leicht unter dem Wert des Vorjahres bei 40,5 % (VJ: 42,0 %). Der Rohertrag beläuft sich auf 33.705 TEUR (VJ: 27.223 TEUR). Der Personalaufwand liegt bei 21.890 TEUR (VJ: 23.885 TEUR) und beinhaltet sämtliche Aufwendungen, die dem Berichtsjahr zuzurechnen sind. Aufgrund der Abkündigung der Pensionen zum 31.12.2019 entfällt die Personalaufwandskomponente der Regelzuführung und führt somit zu einer deutlichen Reduzierung des Personalaufwands im Berichtsjahr (VJ: 959 TEUR). Ebenso wurden im Berichtsjahr nur geringe Abfindungen in Höhe von 101 TEUR (VJ: 296 TEUR) gezahlt. Die Personalaufwandsquote betrug 37,4% (VJ: 51,3%) und reduzierte sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des gestiegenen Umsatzes im Berichtsjahr sowie der Reduzierung des Personalaufwandes. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Berichtsjahr auf 6.543 TEUR (VJ: 3.334 TEUR) und beinhalten den Ertrag aus der Auflösung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.715 TEUR (VJ: 1.715 TEUR), sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 411 TEUR (VJ: 449 TEUR). Des Weiteren sind Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen im Zusammenhang mit der Kündigung sämtlicher Betriebsvereinbarungen zur betrieblichen Altersversorgung in Höhe von 4.000 TEUR enthalten. Die Versorgungsanwartschaften werden auf den Stand zum 31.12.2019 festgeschrieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 8.682 TEUR (VJ: 9.404 TEUR) und enthalten sonstige Personalaufwendungen in Höhe von 1.503 TEUR (VJ: 1.484 TEUR), inklusive Aufwendungen für Reinigung, Werkschutz und Abfallbeseitigung. Ebenso Dienstleistungen in Höhe von 2.574 TEUR (VJ: 1.960 TEUR), geprägt durch Aufwendungen für Artworks/externe Analysen, Zeitarbeitskosten und Unternehmensberatung. Des Weiteren beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Instandhaltungs- und Wartungskosten in Höhe von 1.447 TEUR (VJ: 2.405 TEUR) sowie Werbungskosten inklusive Trade Marketing und Promotion in Höhe von 1.247 TEUR (VJ: 980 TEUR). Die Abschreibungen stiegen, bedingt durch höhere Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen, mit 4.708 TEUR leicht zum Vorjahreswert (VJ: 4.450 TEUR). Der Zinsaufwand von 5.263 TEUR (VJ: 4.898 TEUR) und die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr sind geprägt durch die Zuführung des Zinsaufwandsanteils in die Pensionsrückstellung von 5.048 TEUR (VJ: 4.713 TEUR). Das EBITDA zum 31.12.2019 beläuft sich auf 9.676 TEUR (VJ: -2.732 TEUR) und ist deutlich positiver im Vergleich zum Vorjahr. Das operative EBITDA, d.h. das EBITDA bereinigt um Sondereffekte, beträgt 4.040 TEUR (VJ: -3.686 TEUR). Die Sondereffekten in Höhe von -5.636 TEUR (VJ: 953 TEUR) sind auf den Ertrag aus der ratierlichen Auflösung des in Bezug auf die Pensionsrückstellungen gebildeten passiven Rechnungsabgrenzungspostens (1.715 TEUR) sowie die Sondereffekte aus der Kündigung aller Betriebsvereinbarungen zur Altersversorgung i. H. v 4.000 TEUR und sonstige Steuern i. H. v. 79 TEUR (VJ: 78 TEUR) zurückzuführen. Ursächlich für das deutlich positive EBITDA sind die stark über den Erwartungen liegenden Umsatzerlöse. Für das Berichtsjahr war ein leicht positives operatives EBITDA erwartet worden. Unter Berücksichtigung der Zinsen und Steuern ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von -314 TEUR (VJ: Jahresfehlbetrag -8.887 TEUR). 4.2. Finanzlage 4.2.1. Cash Flow
Der nur leichte Jahresfehlbetrag und damit ein deutlich besseres Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr sowie die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen führten dazu, dass der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit 4.654 TEUR deutlich über dem Vorjahr (VJ: -1.504 TEUR) liegt. Die Investitionstätigkeit im Berichtsjahr (3.951 TEUR) liegt unter dem Niveau zum Vorjahr (5.918 TEUR) so dass sich deutliche Veränderungen im Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ergeben. Durch den positiv ausgefallenen Cash Flow (905 TEUR) erhöhte sich der Zahlungsmittelbestand auf 3.839 TEUR. Im Folgejahr rechnet die R-Pharm mit einem Abschmelzen des Finanzmittelfonds, allerdings ist kein Finanzierungsbedarf durch die Gesellschafterin notwendig. Basierend auf der Refinanzierungsmöglichkeit über die Gesellschafterin und liquiditätsorientiert steuerbaren Investitionen und Anlaufkosten wird zudem davon ausgegangen, dass die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet ist. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten ergeben sich aus einer harten Patronatserklärung der R-Pharm AO. 4.2.2. Investitionen Im Wirtschaftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagevermögen (3.898 TEUR) und immaterielles Anlagevermögen (54 TEUR) getätigt. Die größte Investition war mit 2.712 TEUR der Ausbau eines segregierten Bereichs für die Verpackung von hochpotenten Arzneimitteln sowie die Anschaffung eines Gefriertrockners, gefolgt von Investitionen über 77 TEUR für ein Kundenprojekt, welches eine kleine Flaschenverpackungsanlage beinhaltet, sowie 56 TEUR für eine flexibel einsetzbare Tablettenpresse. 4.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 74.603 TEUR (VJ: 72.444 TEUR), wobei das Anlagevermögen einen Anteil in Höhe von 56,2% (VJ: 60,4%) am Gesamtvermögen aufweist. Zum Stichtag beträgt das Anlagevermögen 41.928 TEUR (VJ: 43.751 TEUR). Das Vorratsvermögen beträgt zum Stichtag 5.821 TEUR (VJ: 6.764 TEUR). Die Verringerung der Vorräte von 6.764 TEUR auf 5.821 TEUR ist durch einen Abbau der RHB-Stoffe zu erklären, der auf den Rückgang von großvolumigen Verpackungsaufmachungen zurück zu führen ist. Der deutlich über Vorjahr liegende Umsatz war maßgeblich für den Zuwachs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inklusive Forderungen an verbundene Unternehmen). Wie bereits an anderer Stelle erwähnt hat der Verkauf der zwei Anlagen an einen Kunden ebenfalls zur Erhöhung der Forderungen (zum Stichtag: 1.398 TEUR) beigetragen. Die Forderungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 15.131 TEUR (VJ: 11.334 TEUR). Auf der Passivseite werden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 36.087 TEUR (VJ: 35.399 TEUR) ausgewiesen. Die Nettoverschuldung beträgt 15.025 TEUR (VJ: 15.728 TEUR) und ermittelt sich wie folgt:
Die Finanzverbindlichkeiten beziehen sich auf einen revolvierenden, durch den Gesellschafter bar hinterlegten Kredit in Höhe von 17.030 TEUR und ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1.834 TEUR. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 5,4% (VJ: 6,0%). Der 2014 eingestellte passive Rechnungsabgrenzungsposten valutiert mit 3.000 TEUR (VJ: 4.715 TEUR) und erklärt sich wie folgt: Im Rahmen des Asset Deals mit Pfizer wurde eine Altersversorgungsverpflichtung gegenüber den übernommenen aktiven Mitarbeitern erworben. Diese Verpflichtung wurde im Rahmen der Verteilung des Gesamtkaufpreises zum Zeitpunkt der Übernahme zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Differenzbetrag (12.001.760,00 EUR) zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem Zeitwert der Rückstellung, der sich ausschließlich aus der Abweichung zwischen dem für die Ermittlung des Zeitwerts verwendeten Zinssatz und dem (höheren) Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB ergibt, wurde 2014 zulässigerweise in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Eine vom Gutachter geschätzte Auflösungsdauer von 7 Jahren wurde gewählt. Im Berichtsjahr erfolgte eine entsprechend anteilige Auflösung für die abgelaufenen 12 Monate, sodass der Posten zum Bilanzstichtag 3.000 TEUR beträgt (VJ: 4.715 TEUR). 4.4. Gesamtaussage Zusammenfassend ist die Geschäftsleitung mit der geschäftlichen und finanziellen Entwicklung im Berichtsjahr zufrieden. Nachteilige Entwicklungen konnten durch Vorteile in anderen Geschäftsbereichen ausgeglichen werden. 5. Mitarbeiter Die Entwicklung der Mitarbeiterzahl der R-Pharm Germany GmbH im Geschäftsjahr 2019 stellt sich wie folgt dar:
Die Gesellschaft verwendet zur Förderung und Entwicklung ihrer Mitarbeiter ein Entwicklungs- und Leistungsbeurteilungssystem. Durch das Bewertungs-, Zielvereinbarungs- und Entwicklungsgespräch wird der intensive Austausch zwischen den Vorgesetzten und Mitarbeitern unterstützt. Dabei bespricht jeder Mitarbeiter mit seinem Vorgesetzten neben der Zielerreichung und -vereinbarung seine Stärken, Entwicklungsfelder sowie berufliche Entwicklungswünsche und vereinbart individuelle Entwicklungsmaßnahmen. Unterstützt wird dies durch ein umfassendes Weiterbildungsangebot. Die R-Pharm Germany GmbH ist Mitglied im Arbeitgeberverband Chemie. Die Tarifverträge der chemischen Industrie für den Tarifbereich Bayern finden Anwendung. Die R-Pharm Germany GmbH kündigte zum 31.12.2019 sämtliche Betriebsvereinbarungen zur betrieblichen Altersversorgung zwecks Festschreibung der Versorgungsanwartschaften. Durch die Kündigung werden die Versorgungsanwartschaften der aktiven Mitarbeiter auf den Stand am 31.12.2019 eingefroren. Für Dienstzeiten ab dem 01.01.2020 erwerben die betroffenen Mitarbeiter damit keine weiteren Zuwächse der bestehenden Versorgungsanwartschaften mehr. C. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikomanagement bei der R-Pharm Die Geschäftsentwicklung der R-Pharm Germany GmbH wird insbesondere von rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sowie auch von den Veränderungen von Marktpreisen und Wettbewerbsumfeld beeinflusst. Dazu hat die Gesellschaft ein umfassendes Risikomanagementsystem eingeführt, um Unternehmensrisiken zu erkennen, zu bewerten und zu steuern. Es zielt darauf ab, betriebliche Verluste zu limitieren und Risiken zu vermeiden, die die Existenz des Unternehmens gefährden können. Nachfolgend sind die Risiken der Bedeutung nach abnehmend aufgeführt. Die Darstellung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnamen (Nettodarstellung). 2. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Um die R-Pharm Germany GmbH in die Lage zu versetzen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und eine mögliche Insolvenz durch Überschuldung und (drohende) Zahlungsunfähigkeit von vornherein zu vermeiden, hat die R-Pharm AO der R-Pharm Germany GmbH eine harte Patronatserklärung gegeben. Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden frühzeitig im Rahmen der kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung erkannt. Dabei werden die jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Auswirkungen berücksichtigt. Währungsrisiken spielen aufgrund der Tatsache, dass das MSA mit Pfizer sowie wesentliche Verträge mit weiteren Kunden in Euro abgeschlossen wurde, für das wichtigste Geschäft der Gesellschaft im Berichtsjahr keine Rolle. Dies gilt nicht für das im Jahr 2016 in USD kontrahierte Distributionsgeschäft und die gelegentliche Belieferung an Non-Profit Organisationen im Rahmen von Tendern für das ukrainische Gesundheitsministerium. Das Währungsrisiko ist jedoch durch die Abwicklung der Einkäufe wie auch der Verkäufe in USD überschaubar. Daher und gestärkt durch eine zusätzliche Ausgleichsregelung für Kursverluste auf der Einkaufsseite beim Distributionsgeschäft wird auch für das Jahr 2019 ein allenfalls limitiertes Wechselkursrisiko antizipiert. Das anhaltend niedrige Zinsniveau sowie die solide Kapital- und Finanzierungsstruktur der Gesellschaft führen zu einem geringen Zinsrisiko für die R-Pharm Germany GmbH. Neben dem mittelfristigen Aufbau neuer Geschäftsfelder ist der finanzwirtschaftliche Erfolg der R-Pharm von der kurzfristigen Marktperformance des Kundenportfolios abhängig. Der wichtigste Kunde ist Pfizer und verfügt über höchste Bonität. Das in Illertissen für Pfizer gefertigte Portfolio unterliegt keiner Saisonalität, die gefertigten Produkte sind seit Jahren am Markt etabliert. Das Performancerisiko des Portfolios wird als mittel eingestuft. Gleichzeitig wird die R-Pharm vom Hauptkunden Pfizer mit Vorstufen beliefert. Der Erfolg der R-Pharm hängt unter den heutigen Modalitäten damit auch von der Supply-Performance der Pfizer Inc. ab, diese Vorstufen rechtzeitig und in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Diese mögliche negative Auswirkung auf die Ertragslage wird als mittleres Risiko eingeschätzt. Ein Ausfall von Forderungen wird aufgrund der Top-Bonität von Pfizer als Hauptkunde als geringes Risiko bewertet. Ein theoretischer Ausfall des Hauptkunden würde deutlich negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Gleiches gilt für den Ausfall von Forderungen gegen neue Kunden im Lohnfertigungsgeschäft und Kunden aus CIS-Staaten. Da diese einen Großteil der Geschäfte mit staatlichen Behörden abwickeln, ist hier nicht mit Zahlungsausfällen, sondern allenfalls mit Zahlungsverzögerungen zu rechnen. Daher wird dieses Risiko vom Management als mittel eingeschätzt. Im Folgejahr rechnet die R-Pharm mit einem Abschmelzen des Finanzmittelfonds. Basierend auf der Refinanzierungsmöglichkeit über die Gesellschafterin und liquiditätsorientiert steuerbaren Investitionen und Anlaufkosten wird zudem davon ausgegangen, dass die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet ist. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten ergeben sich aus einer harten Patronatserklärung der R-Pharm AO. Ein Finanzierungsbedarf durch die Gesellschafterin wird jedoch nicht erwartet. 3. Markt- und Produktchancen sowie Markt- und Produktrisiken 3.1. Konjunkturelle Chancen und Risiken Die R-Pharm Germany GmbH unterhält im Berichtszeitraum kaum eigenes Produktportfolio. Das Geschäft mit selbst entwickelten und vermarkteten Nahrungsergänzungsmitteln befindet sich noch im Aufbau. Somit bestehen keine wesentlichen direkten Markt- und Produktrisiken für eigenes Geschäft. Ausführungen zum Lohnfertigungsgeschäft mit dem Hauptkunden inklusive Risikobewertung finden sich in Abschnitt 1 "Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen". Da das Geschäftsmodell der R-Pharm im Wesentlichen auf den Pharmamarkt ausgerichtet ist, der eine relativ konjunkturunabhängige Nachfrage aufweist, haben die internationalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Insgesamt werden das auf die Gesellschaft wirkende konjunkturelle Risiko sowie die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft. Dies gilt ebenso für die Risiken im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19), welches die Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2020 zunehmend negativ beeinflusst. Da die Pharmaindustrie und ihre Zulieferer als systemrelevant gelten, waren diese Unternehmen nicht vom Lock Down betroffen. Durch ein frühzeitiges Reagieren und eine schnelle Umsetzung von diversen Maßnahmen konnte die Versorgungssicherheit mit Produktionsmaterialien und Schutzausrüstung sichergestellt werden, so dass jederzeit ein voll funktionsfähiger Betrieb gewährleistet war. Einzig im Bereich Nahrungsergänzungsmittel verzögerte sich die Aufschaltung von größeren Kunden im Lebensmitteleinzelhandel wodurch eine leichte Umsatzverschiebung zu erwarten ist. 3.2. Chancen und Risiken im Produktportfolio Chancen und Risiken von geringer Bedeutung bestehen auch beim Ausbau des eigenen Produktportfolios mit Nahrungsergänzungsmitteln. Einerseits bringen die potenziellen Neueinführungen ein Wachstumspotential mit sich. Anderseits kann eine unter den Erwartungen liegende Nachfrage eine positive Ergebnisauswirkung erheblich verzögern. 3.3. Chancen und Risiken in der Marktstrategie Über das mit Pfizer abgeschlossene MSA verfügt die Gesellschaft über eine stabile und transparente Umsatzprognose in Märkten, die den Mitarbeitern von R-Pharm, aus der ehemaligen Zugehörigkeit zum Pfizer-Konzern, langjährig bekannt sind. Zum Aufbau neuer Geschäfte werden insgesamt drei Strategien verfolgt: Ausbau der Lohnfertigungsaktivitäten: Die Gesellschaft hat zusätzlich zur Lohnherstellung und Lohnverpackung weiter eigene Prozessentwicklungskapazitäten aufgebaut und bietet diese erfolgreich und am Markt an. Damit wird eine positive Differenzierung zu reinen Lohnherstellern angestrebt. Ergänzend konnte man Aufträge für Qualitätsdienstleistungen sowie Projektleistungen hinsichtlich klinischer Studien verbuchen. Ausbau des Distributionsgeschäftes für Produkte forschender, internationaler Pharmakonzerne in CIS-Ländern: Dies beinhaltet die Registrierung als MAH (Marketing Authorization Holder) in der Ukraine und damit die Belieferung eines Medikaments im Rahmen eines Lizensierungsgeschäfts mit einem japanischen Pharmaunternehmen. Eintritt in das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln: Hierzu wurden lohnende Märkte und Produkte identifiziert sowie Vermarktungsaktivitäten gestartet. Die Erschließung internationaler Märkte wird in Zusammenarbeit mit Distributoren vorangetrieben, die bereits bestehende Vertriebskanäle in den Absatzmärkten etabliert haben. Die Strategie der R-Pharm steht auf drei Säulen, verringert so die Abhängigkeit von nur einer Marktstrategie und reduziert damit das Risiko der Marktstrategie auf mittel. 3.4. Regulatorische Risiken Die zukünftige Geschäftstätigkeit der R-Pharm Germany GmbH wird in starkem Maße von externen Faktoren, vor allem der Ausgestaltung des öffentlichen Gesundheitswesens (Marktstruktur) in den Zielmärkten, beeinflusst. Es besteht somit für jeden Marktteilnehmer das Risiko, dass sich Änderungen von bestehenden oder neuen Vorschriften, insbesondere die Zulassung betreffend, nachteilig auf die Geschäftstätigkeit durch weitere einzuhaltende Vorschriften auswirken können. Nachteilige Auswirkungen auf die R-Pharm Germany GmbH können auch regulatorische Eingriffe haben, die einzelne Kunden oder Kundengruppen (wie z.B. Ärzte, Apotheker, Patienten, Krankenkassen, Großhändler) direkt oder indirekt mit stärkerer Nachfragemacht ausstatten oder zu einem veränderten Nachfrageverhalten führen. Eine Einschätzung der Risiken ist markt- und produktspezifisch vorzunehmen. Zusammenfassend wird das regulatorische Risiko für die R-Pharm Germany als gering gesehen und könnte perspektivisch mittlere negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. 3.5. Steuerrisiken Die Gesellschaft unterhält Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen anderer Länder mit den jeweils gültigen Rechtsvorschriften. Risiken können sich aus der Änderung der jeweiligen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung sowie aus der unterschiedlichen Auslegung vorhandener Vorschriften ergeben. Daraus folgend können sich diese Risiken auf die Steueraufwendungen bzw. -erträge sowie die entsprechenden Forderungen oder Verbindlichkeiten auswirken. Für die Risiken wurde eine angemessene Vorsorge gebildet. Die Bedeutung entsprechender Risiken wird als mittel eingestuft. 3.6. Forschungs- und Entwicklungspotential Die R-Pharm Germany GmbH unterhält keine eigene Forschungspipeline. Im Rahmen des erweiterten Lohnfertigungsgeschäftes bietet die Gesellschaft neben der kommerziellen Fertigung und Verpackung auch Prozessentwicklungskapazitäten an. Die Marktchancen für diese Erweiterung des Servicespektrums werden nach ersten positiven Erfahrungen weiterhin als sehr gut bewertet. Es konnten bereits erste Entwicklungsprojekte renommierter Pharmaunternehmen erfolgreich abgeschlossen werden. 4. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage Das um drei weitere Jahre verlängerte MSA mit Pfizer sowie die Geschäftsausweitung mit weiteren Lohnherstellungskunden lassen gesicherte Erträge erwarten. Auch die angelaufenen Neueinführungen und die angestrebte strategische Marktpositionierung auf dem Pharmamarkt, aber auch auf dem Markt für Nahrungsergänzungsmittel, ermöglichen der Geschäftsführung eine ziel- und chancenorientierte Steuerung der Gesellschaft mit der klaren Ausrichtung auf den wirtschaftlichen Erfolg und eine Ergebnissteigerung des Unternehmens. R-Pharm Germany ist als produzierendes Unternehmen Risiken durch mögliche Schäden an Menschen, Gütern und Reputation ausgesetzt. Audits, sachgerechte Beratung und Schulungen zu Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie angemessener Versicherungsschutz reduzieren diese Risiken für Mensch, Umwelt und R-Pharm Germany und werden zusammenfassend hinsichtlich ihrer Bedeutung als gering eingestuft. Für die R-Pharm Germany GmbH sind derzeit keine bestandgefährdenden Risiken ersichtlich. Die dargestellten Risiken werden als beherrschbar angesehen. Es sind keine Risiken festzustellen, welche die Unternehmensfortführung in absehbarer Zeit gefährden können. D. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2020 wird geprägt durch die weitere Substitution des bisherigen Geschäftes mit einem bestimmten Produktportfolio und nur einem Hauptkunden durch Umsätze aus neuen Geschäften mit anderen Produkten und neuen Kunden. Insgesamt wird mit einem Umsatz leicht über dem Niveau des Berichtsjahres gerechnet. Im Wesentlichen für den Aufbau neuer, aber auch für den Ausbau vorhandener Geschäftsfelder sind Investitionen in einstelliger Millionenhöhe vorgesehen. Diese wurden über dem Niveau des Berichtsjahres geplant. Bedingt durch verstärkte Aufwendungen zur Ausweitung des eigenen Produktportfolios wird das operative EBITDA gegenüber dem Berichtsjahr deutlich geringer ausfallen.
Illertissen, den 30.06.2020 Dr. Vasily Ignatiev Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Anhang zum 31. Dezember 2019R-Pharm
Germany GmbH
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| Gebäude | 5 - 28 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 - 20 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 - 13 Jahre |
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 1.000 Euro werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.
Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt.
Umlaufvermögen
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, der sich aus der Werthaltigkeit am Abschlussstichtag ableitet (Niederstwertprinzip). Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist, werden mit einer gleichbleibenden Menge und einem gleichbleibenden Wert angesetzt, da ihr Bestand in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegt. Alle drei Jahre wird eine körperliche Bestandsaufnahme durchgeführt.
Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile gemäß § 255 (2) HGB. In die Herstellungskosten werden Zinsen für Fremdkapital nicht einbezogen. Gemäß § 268 (5) HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die zum Nennwert bewerteten erhaltenen Anzahlungen offen von dem Posten Vorräte abzusetzen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt, sofern für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen erforderlich waren. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.
Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkursam Bilanzstichtag, ohne Beachtung des Realisations- sowie des Anschaffungskostenprinzips gemäß § 256a HGB umgerechnet.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe des Nennwertes angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag.
Aktive latente Steuern werden aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Im Geschäftsjahr wurden auch aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem kombinierten Steuersatz in Höhe von 26,675 %. Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden wurde Gebrauch gemacht.
PASSIVA
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen
Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind, mit Ausnahme von Pensionsverpflichtungen (zehn Jahre) mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Angemessene Preis- und Kostensteigerungen sind berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von einem Jahr und kürzer werden nicht abgezinst.
Rückstellungen für Pensionen und Jubiläen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Die Pensionsrückstellung wurde auf Basis des Gutachtens von Towers Watson vom 27.01.2020 zum Bilanzstichtag gebildet. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde als Bewertungsmethode die projizierte Einmalbeitragsmethode angewandt. Hierbei wurde das Wahlrecht nach Art 75 Abs. 6 HGBEG ausgeübt und auf die Bewertung der Pensionsrückstellungen die ab dem 17.03.2016 geltende Fassung des § 253 (2) HGB angewandt. Der Berechnung wurde aus Vereinfachungsgründen eine Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.
Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
| Rechnungszins zum Ende des Geschäftsjahres | ||
| - Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Rechnungszins für Altersversorgungsverpflichtungen) | 2,71 % | (Vj. 3,21 %) |
| - Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre (als Vergleichszahl) | 1,97 % | (Vj. 2,32 %) |
| Dynamik der anrechenbaren Bezüge | n.a. | (Vj. 2,00 %) |
| Biometrie | © Richttafeln Heubeck 2018 G | (Vj. © Richttafeln Heubeck 2018 G) |
| Fluktuation | n.a. | (Vj. TW Standardtafeln "Medium") |
Der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis ausgewiesen.
Die Steuerrückstellungen beinhalten das Berichtsjahr betreffende, noch nicht veranlagte Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkursam Bilanzstichtag, ohne Beachtung des Realisations- sowie des Anschaffungskostenprinzips gemäß § 256a HGB umgerechnet.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Differenzbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem Zeitwert einer übernommenen Altersversorgungsverpflichtung gegenüber Mitarbeitern im Rahmen des Asset-Deals im Jahr 2014, der sich ausschließlich aus der Abweichung zwischen dem für die Ermittlung des Zeitwerts verwendeten Zinssatz und dem (höheren) Zinssatz nach § 253 (2) HGB ergibt, wurde zulässigerweise in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Auflösung erfolgt über die vom Gutachter geschätzte Auflösungsdauer von sieben Jahren.
Angaben zu Posten der Bilanz
Angaben zur Aktivseite
Anlagevermögen
Bezüglich der Aufgliederung der Anlageposten und ihrer Entwicklung verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens, diese ist als Anlage 1 zum Anhang beigefügt.
Der Wert im Bereich der Umgliederungen resultiert aus einem Verkauf zweier Verpackungsanlagen an einen Kunden. Teile der Anlagen wurden zunächst aktiviert. Im Laufe des Projekts wurde jedoch entschieden, dass die Anlagen nicht von R-Pharm aktiviert werden sollen sondern an den Kunden veräußert werden.
Umlaufvermögen
Die Vorräte enthalten Handelswaren und zugehörige Anzahlungen in Höhe von 1.371.377 Euro (Vj. 1.371.377 Euro).
Es bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 818.977 Euro (Vj. 0 Euro), gegenüber einem Kunden.
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.901.066 Euro (Vj. 1.857.654 Euro) handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die kurzfristig sind. Davon entfallen 87.158 Euro (Vj. 109.898 Euro) auf Forderungen gegen den Gesellschafter. Die übrigen Forderungen bestehen gegen Schwestergesellschaften.
In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung gegen das Finanzamt in Höhe von 158.250 Euro (Vj. 850.497 Euro) enthalten. Diese betrifft gemäß § 10d EStG i.V.m. § 8 Abs. 1 S.1 KStG eine Steuerforderungen aus Körperschaftsteuer und zugehörigem Solidaritätszuschlag und bezieht sich auf das Wirtschaftsjahr 2017. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:
| Aktiva | Euro | Euro |
| Sachanlagevermögen - Grundstücke und Bauten | 872.553 | |
| Forderungen aus LuL | 11.514 | |
| Guthaben bei KI | -1.359 | 882.708 |
| Passiva | ||
| Rücklage i. S. v. § 5 (7) EStG | -2.915.747 | |
| Pensionsrückstellungen | 6.106.641 | |
| Sonstige Rückstellungen | 26.447 | |
| Verbindlichkeiten LuL | -12.662 | |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 800.367 | 4.005.046 |
| Steuerliche Verlustvorträge | ||
| Körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag | 674.983 | |
| Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag | 582.229 | 1.257.212 |
| Aktive latente Steuern | 6.144.966 |
Die Beträge der Steuerbelastungen und -entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz bewertet und nicht abgezinst. Der Berechnung der latenten Steuern liegt, unverändert zum Vorjahr, ein effektiver Steuersatz von 26,68% zugrunde (15,825% für die Körperschaftsteuer, einschließlich Solidaritätszuschlag und 10,85% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.
Angaben zur Passivseite
Stammkapital und Kapitalrücklage
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 9.219.204 Euro (Vj. 9.219.204 Euro), ist vollständig erbracht und wird zu 100% von der Muttergesellschaft R-Pharm International LLC, Moskau, Russland, gehalten.
Die Kapitalrücklage der Gesellschaft zum 31.12.2019 beträgt 4.115.796 Euro (Vj. 4.115.796 Euro).
Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen
Der sich zum Bilanzstichtag ergebende handelsrechtliche Ansatz für die Pensionsrückstellung wurde mit 36.086.999 Euro (Vj. 35.039.494 Euro) ermittelt und entsprechend in der Handelsbilanz zum Ansatz gebracht.
Am 26. Februar 2016 hat der Bundesrat das "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" gebilligt. Das Gesetz ist am 16. März 2016 verkündet worden und am 17. März 2016 in Kraft getreten. Im Zuge des Gesetzes wurde § 253 HGB hinsichtlich der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert und der Zeitraum, über den der Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Pensionsrückstellungen berechnet wird, von sieben auf zehn Jahre verlängert.
Gemäß Art. 75 (6) EGHGB n.F. ist die Neufassung des § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss der Gesellschaft zu 31.12.2016 anzuwenden. Daraus ergeben sich zum 31.12.2019 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 36.086.999 Euro. Diese liegen um 7.076.368 Euro (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31.12.2019 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.
Der Unterschiedsbetrag zum 31.12.2019 in Höhe von 7.076.368 Euro (Vj. 8.564.825 Euro) unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 (6) Satz 2 HGB n.F.
Die Ansprüche der am 31.12.2019 aktiven Mitarbeiter wurden auf die gesetzlich unverfallbare Versorgungsanwartschaft zum 31.12.2019 festgeschrieben.
Die Steuerrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Ertragsteuern für das Berichtsjahr 2019 und diese belaufen sich insgesamt auf 277.767 Euro (Vj. 0 Euro).
Für allgemeine ertragssteuerliche Risiken aus Konzernverrechnungen wurden zum 31.12.2016 226.792 Euro in die Rückstellungen eingestellt. Diese Rückstellung bleibt unverändert bestehen.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.262.993 Euro (Vj. 2.516.933 Euro) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 685.205 Euro (Vj. 536.913 Euro), Urlaubsrückstellungen in Höhe von 458.151 Euro (Vj. 458.839 Euro) und Rückstellungen für Gleitzeit in Höhe von 251.776 Euro (Vj. 243.373 Euro).
Verbindlichkeiten
| Art der Verbindlichkeit zum | davon mit einer Restlaufzeit | |||
| 31.12.2019 |
Gesamt
TEUR |
bis zu 1 Jahr
TEUR |
mehr als 1 Jahr
TEUR |
davon mehr als 5 Jahre
TEUR |
| gegenüber Kreditinstituten | 17.030 | 17.030 | 0 | 0 |
| (Vj. 16.864) | (Vj. 16.864) | (Vj. 0) | (Vj. 0) | |
| aus Lieferungen und Leistungen | 8.695 | 8.695 | 0 | 0 |
| (Vj. 5.604) | (Vj. 5.604) | (Vj. 0) | (Vj. 0) | |
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.623 | 2.623 | 0 | 0 |
| (Vj. 2.373) | (Vj. 575) | (Vj. 1.798) | (Vj. 0) | |
| sonstige Verbindlichkeiten | 384 | 384 | 0 | 0 |
| (Vj. 414) | (Vj. 414) | (Vj. 0) | (Vj. 0) | |
| Summe | 28.732 | 26.989 | 1.834 | 0 |
| (Vj. 25.255) | (Vj. 23.457) | (Vj. 1.798) | (Vj. 0) | |
Die Verbindlichkeiten sind - soweit im Folgenden nicht anders angegeben - nicht besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einer in Anspruch genommener revolvierenden Kreditlinie, welche ausreichend besichert ist.
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.622.795 Euro (Vj. 2.372.925 Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 789.170 Euro (Vj. 575.200 Euro), die kurzfristig sind und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 1.833.625 Euro (Vj. 1.797.725 Euro). Diese bestehen in voller Höhe gegenüber der Gesellschafterin.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 236.473 Euro (Vj. 252.758 Euro).
Im Rahmen des Asset-Deals mit Pfizer wurde eine Altersversorgungsverpflichtung gegenüber den übernommen aktiven Mitarbeitern erworben. Diese Verpflichtung wurde im Rahmen der Verteilung des Gesamtkaufpreises zum Zeitpunkt der Übernahme zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Differenzbetrag (12.001.760 Euro) zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem Zeitwert der Rückstellung, der sich ausschließlich aus der Abweichung zwischen dem für die Ermittlung des Zeitwerts verwendeten Zinssatz und dem (höheren) Zinssatz nach § 253 (2) HGB ergibt, wurde zulässigerweise in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Eine vom Gutachter geschätzte Auflösungsdauer von 7 Jahren wurde gewählt. Im Berichtsjahr erfolgte eine entsprechende Auflösung, sodass der Posten zum Bilanzstichtag 3.000.440 Euro (Vj. 4.714.977 Euro) beträgt.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
| Tätigkeitsbereich |
Umsatz
in Euro |
Umsatz in Euro VJ |
| Contract Manufacturing Operations | 45.600.454 | 39.529.014 |
| Quality Management | 1.238.339 | 1.230.621 |
| Distribution | 8.896.100 | 5.574.230 |
| Mieterträge | 25.878 | 25.878 |
| Nahrungsergänzungsmittel | 266.862 | 28.637 |
| Sonstige | 2.503.995 | 137.762 |
| Gesamtumsatz | 58.531.628 | 46.526.142 |
Im Tätigkeitsbereich Sonstige werden im Wesentlichen Umsätze aus dem Verkauf zweier Verpackungsanlagen an einen Kunden ausgewiesen.
Die Umsätze wurden zu ca. 96 % (Vj. 97 %) im Ausland erzielt.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Berichtsjahr auf 6.542.887 Euro (Vj. 3.333.534 Euro) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der versicherungsmathematischen Bewertung von Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von 4.000.499 Euro (Vj. 0 Euro), welche durch die Festschreibung der Ansprüche, der zum Bilanzstichtag aktiven Mitarbeiter auf die gesetzlich unverfallbare Versorgungsanwartschaft zum 31.12.2019 entstanden sind. Weiter ist der Ertrag aus der Auflösung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.714.537 Euro (Vj. 1.714.537 Euro) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten zudem Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 285.828 Euro (Vj. 971.662 Euro).
Darüber hinaus sind keine periodenfremden Erträge angefallen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen gem. § 285 Nr. 31 und Nr. 32 HGB
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 8.681.986 Euro (Vj. 9.404.317 Euro) und beinhalten im Wesentlichen sonstige Personalaufwendungen in Höhe von 1.502.849 Euro (Vj. 1.483.588 Euro), inklusive Aufwendungen für Werkschutz, Reinigung und Sozialeinrichtungen. Ebenso Aufwendungen für Rechte und Dienstleistungen in Höhe von 2.574.462 Euro (Vj. 1.959.945 Euro), geprägt durch Aufwendungen für Unternehmensberatung, Artwork und Zeitarbeit. Des Weiteren beinhaltet sind Aufwendungen im Bereich Werbung in Höhe von 972.927 Euro (Vj. 722.411 Euro) und Instandhaltungs- und Wartungskosten von Gebäuden und Maschinen in Höhe von 1.446.990 Euro (Vj. 2.405.040 Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 128.237 Euro (Vj. 680.860 Euro).
Dem vorhergehenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind Abschreibungen auf Forderungen aufgrund Uneinbringlichkeit in Höhe von 324.967 Euro (Vj. 0 Euro) aus dem Distributionsgeschäft.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Der Ertrag für Ertragssteuern beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt 60.228 Euro (Vj. 3.270.962 Euro) und ergibt sich aus 193.281 Euro Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag, 130.139 Euro Gewerbesteuer und einem latenten Steuerertrag in Höhe von 383.648 Euro.
Sonstige Angaben
Abschlussprüferhonorare
Die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2019 erfolgte durch KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Folgende Honorare wurden berechnet:
| Abschlussprüfungsleistungen 2019 | 44.000 Euro |
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:
| Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB |
Betrag
EUR |
| aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften | 202.637 |
| (Vj. 175.280) |
Eine Inanspruchnahme aus der Bürgschaftsgewährung wird als äußerst unwahrscheinlich eingestuft und derzeit liegen keine Gründe vor, die eine Bürgschaftsinanspruchnahme rechtfertigen. Dem inkludierten Betrag in Höhe von 75.280 Euro steht eine gleichwertige Rückgriffs Forderung (Barhinterlegung) gegenüber.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
| Art der Verpflichtung zum 31.12.2019 |
für 2020
TEUR |
für 2021
TEUR |
Gesamt
TEUR |
| Mietverträge bewegliche Wirtschaftsgüter | 82 | 49 | 131 |
| Summe | 82 | 49 | 131 |
Ausschüttungsgesperrte Erträge im Sinne von § 285 Nr. 28 HGB und § 253 (6) HGB
Im Jahresabschluss zum 31.12.2019 sind ausschüttungsgesperrte Beträge aus der Bildung aktiver latenter Steuern in Höhe von 6.144.966 Euro (Vj. 5.761.316 Euro) enthalten. Ferner sind ausschüttungsgesperrte Beträge aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 7.076.368 Euro (Vj. 8.564.825 Euro) im Jahresabschluss enthalten.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
| Arbeitnehmergruppen | 2019 | 2018 |
| Arbeiter (tarifliche Mitarbeiter) | 309 | 312 |
| Angestellte (außertarifliche Mitarbeiter) | 45 | 46 |
| Leitende Angestellte | 6 | 7 |
| Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt | 351 | 376 |
| Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter | 305 | 310 |
| Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter | 55 | 55 |
Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Dr. Holger Weyhers, Pharmazeut (bis 23.04.2019)
Dr. Vasily Ignatiev, Arzt und MBA (ab 23.04.2019)
Vergütungen des Geschäftsführers
Die Angaben hierzu unterbleiben mit Bezug auf die Schutzklausel des § 286 (4) HGB.
Konzernzugehörigkeit
Die R-Pharm Germany GmbH ist eine unmittelbare und 100%ige Tochtergesellschaft der R-Pharm International LLC, Moskau. Ein Konzernabschluss auf Ebene der R-Pharm International LLC, Moskau wird nicht erstellt.
Vorschlag zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern folgende Ergebnisverwendung vor:
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresfehlbetrag beträgt 314.229 Euro und wird mit dem Verlustvortrag in Höhe von 9.004.651 Euro saldiert.
Der Bilanzverlust in Höhe von 9.318.880 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)
Seit Januar 2020 breitet sich das neuartige Coronavirus weltweit weiter aus (Coronavirus-Pandemie). Als wertbegründendes Ereignis nach dem Stichtag 31.12.2019 wurde die Pandemie mit ihren Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung im Jahresabschluss zum 31.12.2019 nicht berücksichtigt. Risiken im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19), welches die Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2020 zunehmend negativ beeinflusst, werden als gering eingestuft. Die Pharmaindustrie und ihre Zulieferer gelten als systemrelevant. Die Gesellschaft war nicht vom Lock Down betroffen und konnte durch frühzeitige Umsetzung von diversen Maßnahmen die Versorgungssicherheit mit Produktionsmaterialien und Schutzausrüstung gewährleisten, sodass der Betrieb jederzeit voll funktionsfähig war.
Illertissen, den 30. Juni 2020
Dr. Vasily Ignatiev
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|
1.1.2019
EUR |
Zugänge
EUR |
Umgliederungen
EUR |
Abgänge
EUR |
31.12.2019
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.522.903,75 | 54.311,51 | 36.957,84 | -68,00 | 5.614.105,10 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 27.773.306,71 | 27.588,22 | 1.444.980,16 | -68,35 | 29.245.806,74 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 23.084.792,57 | 477.399,50 | 2.178.142,78 | -215.688,28 | 25.524.646,57 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.533.429,18 | 100.741,92 | 4.917,54 | -8.144,95 | 2.630.943,69 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.087.259,52 | 3.292.507,06 | -4.731.885,87 | -973,83 | 4.646.906,88 |
| 59.478.787,98 | 3.898.236,70 | -1.103.845,39 | -224.875,41 | 62.048.303,88 | |
| 65.001.691,73 | 3.952.548,21 | -1.066.887,55 | -224.943,41 | 67.662.408,98 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|
1.1.2019
EUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR |
Abgänge
EUR |
31.12.2019
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.251.627,59 | 1.062.906,58 | 0,00 | 4.314.534,17 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.764.738,77 | 1.192.269,21 | 62,35 | 4.956.945,63 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 12.784.923,67 | 2.088.562,67 | 215.688,28 | 14.657.798,06 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.449.085,93 | 364.413,29 | 7.999,30 | 1.805.499,92 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 17.998.748,37 | 3.645.245,17 | 223.749,93 | 21.420.243,61 | |
| 21.250.375,96 | 4.708.151,75 | 223.749,93 | 25.734.777,78 | |
| Buchwerte | ||
|
31.12.2019
EUR |
31.12.2018
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.299.570,93 | 2.271.276,16 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 24.288.861,11 | 24.008.567,94 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 10.866.848,51 | 10.299.868,90 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 825.443,77 | 1.084.343,25 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.646.906,88 | 6.087.259,52 |
| 40.628.060,27 | 41.480.039,61 | |
| 41.927.631,20 | 43.751.315,77 | |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die R-Pharm Germany GmbH, Illertissen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der R-Pharm Germany GmbH, Illertissen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der R-Pharm Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von demUnternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neu-Ulm, den 30. Juni 2020
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer
Schaich, Wirtschaftsprüfer
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde am 1. Dezember 2020 festgestellt
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