Auto Markötter GmbH
Barkhauser Straße 8, 33106 Paderborn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kim Johannes Speckmann seit 26.2.2026 | Prokura |
Kevin Grimm seit 13.2.2025 | Prokura |
Philipp Christoph Kielhorn seit 11.2.2022 | Geschäftsführer |
Ralf Dipl.-Kfm. Markötter seit 3.8.2020 | Geschäftsführer |
Susann Markötter seit 3.8.2020 | Geschäftsführer |
Petra Meihöfer seit 3.8.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Auto Markötter GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften (§ 288 HGB) wurde teilweise Gebrauch gemacht. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung und erfolgte unter der Annahme der Fortführung des Geschäftsbetriebs. (1) Anlagevermögen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden auf Grundlage der fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Bei abnutzbaren Vermögensgegenständen wird der Wertverzehr durch planmäßige Abschreibungen berücksichtigt, die auf Grundlage steuerlich anerkannter Nutzungsdauern und Höchstsätze bemessen werden. Ihnen liegt grundsätzlich die lineare Methode zugrunde. Die Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten EUR 250 bis EUR 800) werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. (2) Umlaufvermögen Die Vorräte (Kraftfahrzeuge und Ersatzteile) werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet worden. (3) Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. (4) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und wird zum Nennwert bilanziert. (5) Rückstellungen/ Verbindlichkeiten Die Werte der Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 II 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. (6) Aufwendungen und Erträge Umsatzerlöse werden nach Lieferung bzw. nach erfolgtem Gefahrenübergang erfasst.Zinserträge- und Zinsaufwendungen werden soweit erforderlich zeitanteilig abgegrenzt. (7) Währungsumrechnung Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. (8) Latente Steuern Die Gesellschaft hat das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB ausgeübt, wonach aktive latente Steuern nicht in der Bilanz angesetzt werden. Es wurden keine aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatz von Vermögensgegenständen und Schulden berücksichtigt. III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage dargestellt, die Bestandteil dieses Anhangs ist (Anlage 4). Das gesetzliche Schema des §266 Abs. 2 A II HGB, wurde hierbei um den Punkt "Geschäfts- und Vorführwagen" erweitert. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.136.462,28 (Vorjahr EUR 810.238,03). Davon betreffen EUR 771.021,21 die Gesellschafterin. (3) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen eine Rückstellung für Rückkaufverpflichtungen bei Leasinggeschäften (TEUR 1.020), eine Rückstellung für Gewährleistungen (TEUR 79), eine Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 52), eine Personalkostenrückstellung (TEUR 57) sowie eine Rückstellung für Jahresabschlusskosten (TEUR 38). (4) Verbindlichkeiten Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 22.317,56 (Vorjahr EUR 28.503,28) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 5.322,82 (Vorjahr EUR 647,57). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind EUR 1.389.639,46 (Vorjahr EUR 428.314,82 ) gegenüber der Gesellschafterin enthalten. Restlaufzeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich ausschließlich um die Einkaufsfinanzierung für Neu- und Gebrauchtfahrzeuge. Diese sind gesichert durch Sicherungsübereignungsverträge über die zugrundeliegenden Fahrzeuge, gesamtschuldnerische Haftung innerhalb der Gruppe, vgl. auch Angaben zu den Haftungsverhältnissen weiter unten, sowie eine Garantieerklärung (zugunsten der S-Kredit) in Höhe von EUR 8.000.000,00 von Herrn Ralf Markötter. Der VerbundVolksbank OWL eG, Paderborn hat der Gesellschaft Auto Markötter GmbH, Paderborn eine Kreditlinie für Kontokorrentkredit in Höhe von insgesamt TEUR 500 zur Verfügung gestellt. Die Gesellschaft haftet selbstschuldnerisch durch die Sicherheitsübereignung der Waren und Warenlager. Darüber hinaus hat die Consors Finanz GmbH der Gesellschaft eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 6.050 gegen eine Sicherungsübereignung, der bei der Consors Finanz GmbH finanzierten Fahrzeuge, zur Verfügung gestellt. IV. Sonstige Angaben (1) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Einzelnen Unternehmen der Firmengruppe Markötter, namentlich Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh, Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld, Markötter Holding GmbH & Co. KG, Markötter Automobile GmbH, Gütersloh, Auto Markötter GmbH, Paderborn, Markötter Reisemobile GmbH & Co. KG, Gütersloh und Mamoparts GmbH & Co. KG, Gütersloh, wurde von der Volksbank Bielefeld-Gütersloh e.G. im Rahmen eines Kredit- und Haftungsverbundes eine Betriebsmittelkreditlinie für Kontokorrentkredite und/oder Avalkredite in Höhe von insgesamt TEUR 1.000 zur Verfügung gestellt. Die Besicherung erfolgt - neben der gesamtschuldnerischen Haftung - durch Sicherungsübereignung des Warenlagers mit wechselndem Bestand und Forderungsabtretung. Darüber hinaus haften die Gesellschaften Markötter Automobile GmbH, Gütersloh, Auto Markötter GmbH, Paderborn, Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld, Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh, Autohaus Markötter GmbH, Herford, sowie die Markötter Holding GmbH & Co. KG im Rahmen eines Haftungsverbundes für eine Einkaufskreditlinie (TEUR 2.800) der Markötter Holding GmbH & Co. KG bei der Volksbank Bielefeld-Gütersloh. Die Besicherung erfolgt durch Sicherungsübereignung des Warenlagers mit wechselndem Bestand und Forderungsabtretung Die Volksbank Herford-Mindener Land eG hat der Autohaus Markötter GmbH, Herford und der Auto Markötter GmbH, Paderborn, einen engagementübergreifenden Rahmenkredit in Höhe von maximal TEUR 550 zur Verfügung gestellt, der als Kontokorrentkredit von beiden Kreditnehmern in Anspruch genommen werden kann. Die Rahmenkredite sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von jeweils TEUR 275 durch die Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld und die Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh besichert. Darüber hinaus haften beide Kreditnehmer sowohl gegenseitig als auch für sich selbst durch Sicherungsübereignung der Waren und Warenlager. Die Autohaus Markötter GmbH, Herford haftet zusätzlich für sich selbst durch die Sicherungsübereignung der Maschinen und Gegenstände. Des weiteren hat die Volksbank Herford-Mindener Land eG der Markötter Holding GmbH & Co. KG eine Kreditlinie für Kontokorrentkredite in Höhe von insgesamt TEUR 2.000 zur Verfügung gestellt. Hierfür haften die Gesellschaften Markötter Automobile GmbH, Gütersloh, Auto Markötter GmbH, Paderborn, Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld, Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh, Autohaus Markötter GmbH, Herford, durch die Abgabe der selbstschuldnerischen Bürgschaft von jeweils TEUR 2.000. Zusätzlich haften die oben genannten Gesellschaften und die Markötter Holding GmbH & Co. KG für sich selbst durch Sicherheitsübereignung der Waren und Warenlager. Ebenfalls wurde einzelnen Unternehmen der Markötter-Gruppe, namentlich Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh, Markötter Automobile GmbH, Gütersloh, Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld, Autohaus Markötter GmbH, Herford und Auto Markötter GmbH, Paderborn von der S-Kreditpartner im Rahmen eines Kredit- und Haftungsverbundes eine Kreditlinie in Höhe von insgesamt TEUR 8.000 zur Verfügung gestellt. Die Besicherung erfolgt - neben der gesamtschuldnerischen Haftung - durch Sicherungsübereignung von Kraftfahrzeugen mit wechselndem Bestand und Garantieerklärungen i. H. v. TEUR 8.000 von Ralf Markötter vom 26.01.2023. Zuletzt haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch für Einzelkreditlinien anderer Markötter-Gesellschaften bei der Santander Bank, und zwar innerhalb des folgenden Haftungsverbundes: Auto Markötter GmbH, Paderborn (TEUR 3.570), der Autohaus Markötter GmbH, Bielefeld (TEUR 9.200), der Autohaus Markötter GmbH, Gütersloh (TEUR 5.470) sowie der Autohaus Markötter GmbH, Herford (TEUR 4.500). Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen beträgt Euro 200.750,00. Auf verbundenen Unternehmen entfallen davon 0,00. (2) Arbeitnehmeranzahl Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer des Unternehmens betrug während des Geschäftsjahres 52. Diese Arbeitnhehmer teilen sich in nachfolgende Gruppen auf:
Bezüglich der Gesamtbezüge der Organmitglieder machen wir von der Ausnahmevorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB gebrauch, da nicht alle Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben. (3) Mutterunternehmen Die Gesellschaft gehört zum Konsolidierungskreis der Markötter Holding GmbH & Co.KG, Gütersloh, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. (4) Geschäftsführung Herr Ralf Markötter, Diplom-Kaufmann, Bielefeld Frau Susan Markötter, übte ihre Tätigkeit hauptberuflich aus, Hiddenhausen Herr Kim Speckmann, Kraftfahrzeug-Mechaniker, Brande-Hörnerkirchen Herr Philipp Kielhorn, Master of Arts Business Administration, Bielefeld (5) Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Paderborn, den 31. März 2025 Auto Markötter GmbH, Paderborn Geschäftsführung Ralf Markötter Susan Markötter Philipp Kielhorn Kim Johannes Speckmann ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022/23
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Auto Markötter GmbH, Paderborn Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Auto Markötter GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto Markötter GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Düsseldorf, 31.03.2025 HBP
Treuhandgesellschaft mbH
Dr. Walter Husemann, Wirtschaftsprüfer Klaus Bellgardt, Wirtschaftsprüfer BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/231. Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Neu und Gebrauchtwagen, die Durchführung von Werkstattdienstleistungen, sowie der Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör. Zudem vermitteln wir kundenindividuell Finanz und Versicherungsdienstleistungen und vermieten Fahrzeuge. Gleichzeitig arbeitet die Unternehmung als Agentur für direkt vom Hersteller vertriebenen Kfz. Die Auto Markötter GmbH (AMP) hält Händlerverträge mit den Marken VOLVO, Peugeot, Land Rover und demnächst auch Opel. Unser Fokus liegt auf der Bedienung unserer Kunden und der Gewinnung neuer Kunden mit dem Ziel, sie zu Wiederkäufern zu machen, die vertrauensvoll ihre Fahrzeuge in unsere Hände für Dienstleistungen und Vermarktung geben. Dazu sind Zufriedenheit und Begeisterung unserer Kunden wichtige Instrumente. Die Autohaus Markötter GmbH arbeitet mit einem Geschäftsjahr vom 01.10. bis 30.09. des Folgejahres. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung - Automobilmarkt Der Zeitraum vom 01.10.2022 bis 30.09.2023 war für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland durch mehrere zentralen Faktoren geprägt: 1. Abschwächung des Wachstums und wirtschaftliche Stagnation
2. Inflationsbekämpfung und restriktive Geldpolitik
3. Arbeitsmarkt bleibt stabil, aber mit ersten Anzeichen der Abkühlung
4. Exportschwäche und strukturelle Herausforderungen
5. Staatliche Entlastungsmaßnahmen und politische Herausforderungen
Fazit Der Zeitraum von Oktober 2022 bis September 2023 war von einer wirtschaftlichen Stagnation mit anhaltendem Inflationsdruck, hohen Zinsen und strukturellen Herausforderungen geprägt. Während der Arbeitsmarkt sich noch relativ stabil hielt, verschlechterten sich die Konjunkturaussichten zunehmend, insbesondere durch eine schwächelnde Industrie und nachlassende Exporte. Deutschland stand vor der Herausforderung, eine Balance zwischen Inflationsbekämpfung, wirtschaftlicher Stabilität und langfristigen Investitionen in die Transformation zu finden. Branchenentwicklung Entwicklung des Neuwagengeschäfts
Das Zulassungsjahr 2023 endete mit einem Paukenschlag, nachdem die Bundesregierung überraschend bekannt gab, dass die staatlichen Förderprogramme für Elektroautos mit Wirkung zum 18. Dezember 2023 vollständig eingestellt werden. Hintergrund für diese Entscheidung war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das die Umwidmung von Klimaschutzmitteln für den Bundeshaushalt untersagte. Diese Entscheidung bzw. die Haushaltslücke überraschten Industrie und Verbraucher gleichermaßen die beide mit der Förderung bis ins Jahr 2025 gerechnet hatten. Die Neuwagen Zulassungszahlen für 2023 enthalten also noch größtenteils die Werte von geförderten Verkäufen bzw. Zulassungen und weisen in Summe zwar eine Steigerung von insgesamt 7,29% gegenüber dem Vorjahr aus. Mit lediglich 2,84 Mio. Zulassungen wurde aber auch im Jahr 2023 das vierte Jahr in Folge die Grenze von über 3,00 Mio. zugelassenen Neuwagen abermals verfehlt. Während unsere Konzernmarken Peugeot und Volvo z.T. noch erhebliche Steigerungen vorweisen konnten, hat Opel weiter und erheblich an Substanz verloren. Bei den reinen Elektromarken Tesla und Polestar ist ebenfalls erkennbar, dass viele Fahrzeuge bis zum vorgezogenen Stichtag nicht mehr geliefert bzw. zugelassen werden konnten. An dieser Stelle soll aber auch erwähnt werden, dass die Zulassungszahlen zwar als anerkannte Branchenindikator regelmäßig herangezogen werden, ihre Aussagekraft jedoch begrenzt bleibt und wesentliche Faktoren nicht berücksichtigen kann. Konkret geht weder aus ihnen hervor, wie viele Einheiten von der Industrie tatsächlich produziert wurden und nicht den Weg zum Handel gefunden haben und in großen Mengen die Werkslager der Hersteller füllen, ebenso geht aus dieser Übersicht nicht hervor, welchen Anteil die rein taktischen Zulassungen ausmachen. Also Eigenzulassungen der Hersteller bzw. sog. Tageszulassungen, die in der Statistik aufgeführt werden, jedoch sich weiterhin als unverkaufte Ware im Handel befinden. Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes
Der Gebrauchtwagenmarkt konnte sich bezogen auf die vom KBA gemeldeten Besitzumschreibungen zwar leicht erholen, lag jedoch mit gerade knapp über 6,03 Mio. Besitzumschreibungen immer noch auf einem eher niedrigen Niveau. Auf der Angebotsseite konnten einige Lücken geschlossen werden. Das nach wie vor hohe Preisniveau insbesondere für junge Gebrauchte in Verbindung mit hohen Zinsen schreckten jedoch viele Käufer ab. Insbesondere der Handel mit gebrauchten Elektroautos tat sich sehr schwer, da die Kunden immer noch sehr skeptisch dieser neuen Antriebstechnologie gegenüberstehen bzw. Vorbehalte in Bezug auf die Langzeittauglichkeit von Antriebsbatterien und der Technik insgesamt gegenüber konventionellen Antrieben bestehen. Diese Zurückhaltung hatte deutlich gestiegene Standzeiten und damit einhergehend Margenverluste für den Handel zur Folge.
Mit einem nur unzureichenden Zufluss neuer Fahrzeuge in den Markt, kann verständlicherweise auch der Gebrauchtwagenhandel keine Fahrt aufnehmen, bzw. wachsen. Während die Halbleiterkrise in der Vorperiode noch zu einer Verlagerung in den Gebrauchtwagenmarkt- und dabei zu einem starken Preisanstieg geführt hatte, waren nun wie o.g., konjunkturelle Aspekte mit ausschlaggebend, dass trotz verfügbarer Ware, der Gebrauchtwagenmarkt keine eigene Dynamik entfalten wollte. Ob nun Corona, Halbleiterkrise, Krieg oder Inflation - alle konjunkturellen und außergewöhnlichen Faktoren im Automobilhandel, fließen schließlich irgendwann in den rollen PKW-Bestand mit ein und definieren dessen Zusammensetzung. Mit einem Fahrzeugbestand von rd. 49,1 Mio. Fahrzeugen in der Bundesrepublik, ist dieser Bestand zwar mengenmäßig annährend gleichgeblieben. Jedoch führt die Kaufzurückhaltung der Kunden zwangsläufig dazu, dass die Bestände nicht nur überaltern, sondern durch die längere Nutzung stärker beansprucht werden und verschleißen. Entsprechend melden die Kfz-Innungen und Verbände schon seit längeren bundesweit eine durchgehend starke Auslastung und deutlich längere Vorlaufzeiten in den Werkstätten. D.h., selbst wenn die konjunkturelle Erholung weiter auf sich warten lassen sollte, so steigt perspektivisch doch immer mehr der Ersatzbedarf. Hier ergeben sich also realistische Perspektiven für jene Hersteller und Händler, denen es am besten gelingen wird, die Bedürfnisse und Anforderungen der Konsumenten in einem stark veränderten Marktumfeld befriedigen zu können. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung
Die Gesamtwirtschaftliche Lage geprägt von einer hohen Inflation und damit einhergehend hohen Zinsen, hat auch die Markötter Gruppe und damit den Neuwagenhandel in der Region Ostwestfalen-Lippe erkennbar gezeichnet. Auch die zum Jahresende eingestellte Elektroautoförderung hatte zur Folge, dass gegenüber dem Vorjahreszeitraum die Bestellungen für Neufahrzeuge am Standort Paderborn um rd. 23% eingebrochen sind. Während die Marke Volvo in der Vorjahresperiode noch zum Wachstumstreiber innerhalb des Konzernes zählte, brachen hier die Verkäufe mit am deutlichsten ein. Neben den bereits beschriebenen äußeren Rahmenbedingungen waren hier der späte Marktstart des rein elektrischen Volvo EX30 maßgeblich für den Einbruch des Auftragsbestandes, ebenso wie das neue Oberklasse Elektro SUV Volvo EX90, der nicht wie geplant in der zweiten Jahreshälfte geordert werden konnte. Während auch Peugeot sich nicht mehr auf dem Vorjahresniveau behaupten konnte, war der durch den vom Stellantis Konzern verschleppten und gescheiterten Marktstart der neuen Marke Opel im Markötter Portfolio im Jahr 2023 noch nicht relevant für die Auftragsbücher. Jaguar und Land Rover mussten ebenfalls deutliche Rückgänge bei den Bestellungen verzeichnen, wobei sich die beiden Nischenmarken nicht wesentlich auf das Gesamtbild ausgewirkt haben.
Im Bezug auf die fakturierten, d.h. ausgelieferten, Einheiten, weicht der Standort Paderborn z.T. deutlich von der Gesamtgruppe ab. Hier waren die Auftragsbücher nicht mehr so stark gefüllt wie an anderen Markötter Standorten. Zwar konnte der Volvo Absatz gehalten werden und die Premiummarken Jaguar und Land Rover sich weiterentwickeln, jedoch konnte dies den starken Rückgang bei Peugeot nicht kompensieren, sodass dieser Standort beim Absatz leicht ins Minus geraten ist.
Ebenfalls einen deutlichen Rückgang musste der Gebrauchtwagenhandel am Standort Paderborn erfahren. Hier brachen sowohl die Verkäufe (-30,23%) wie auch die fakturierten Gebrauchtwagen (-26,61%) ein. Einerseits weichen die Zahlen aufgrund des Booms im GW-Bereich im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Halbleiterkrise gegenüber der Vorperiode deutlich ab. Auf der anderen Seite war Paderborn stärker als die übrigen Standorte von den konjunkturellen Einflüssen, bzw. der Kaufzurückhaltung betroffen. Dies vor allem, da an diesem Standort das Sortiment einen deutlichen höheren Anteil im Premium und Luxussegment enthält, die sich gegenwärtig deutlich schlechter als Volumenfabrikate absetzen lassen. 4. Ertragslage In einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld können wir auf ein solides Geschäftsjahr zurückblicken. Die Umsätze sind gegenüber dem Vorjahr um 1.333.105,34 € bzw. 3,78 % auf 33.908.560,89 € (Vj.: 35.241.666,23 €) gesunken. Die Auswirkungen der weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie Veränderungen im Automobilsektor haben unser Geschäft beeinflusst, jedoch konnten wir uns insgesamt stabil behaupten. Die Rohertragsmarge lag bei 15,04 % (Vj.: 13,63 %) und konnte damit trotz des Umsatzrückgangs verbessert werden. Die ist insbesondere durch eine Steigerung der Marge in Bezug auf die Neuwagen um 2,32% und Gebrauchtwagen um 4,28% bei gleichzeitiger Verringerung der Marge bei den sonstige Erlösen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Steuern und Abschreibungen) beträgt 1.590.379,85 € (Vj.: 2.623.161,75 €) und zeigt eine Rückläufigkeit, die insbesondere durch gestiegene betriebliche Aufwendungen bedingt ist. Die Umsatzrendite vor Steuern und Abschreibungen beträgt 4,69 % (Vj.: 7,44 %). Unsere Ertragslage ist insbesondere unter Berücksichtigung der volatilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin als solide zu bewerten. Die Personalkostenquote ist auf 6,68 % (Vj.: 6,01 %) durch Gehaltserhöhungen sowie Neueinstellungen gestiegen (52 Mitarbeitende, Vorjahr 48 Mitarbeitende). Der Personalaufwand beträgt 2.263.431,02 € (Vj.: 2.117.676,42 €). Vor dem Hintergrund einer weiterhin unsicheren Markt- und Zinsentwicklung sowie anhaltender Herausforderungen in der Fahrzeugverfügbarkeit bewerten wir unser Jahresergebnis dennoch als insgesamt zufriedenstellend. 5. Finanzlage Die Finanzierung erfolgt weiterhin im Wesentlichen aus dem operativen Geschäft und bei Bedarf über eine Anpassung der Kreditlinien bezüglich der Einkaufsfinanzierung. Der vereinfacht ermittelte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Betriebsergebnis abzüglich Abschreibung) weist einen Mittelzufluss in Höhe von 1.590.299,00 € aus (Vj.: 2.623.161,75 €). Insgesamt verfügt die Auto Markötter GmbH weiterhin über die Fähigkeit, ihre Zahlungsverpflichtungen zuverlässig zu erfüllen. 6. Vermögenslage Die finanzielle Situation des Unternehmens bleibt weiterhin stabil. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds zeigt sich die Eigenkapitalbasis als solide. Die Eigenkapitalquote entwickelte sich rückläufig auf 44,20 % (Vj.: 59,13 %). Die Bilanzsumme des Unternehmens beträgt 16.781.412,28 € (Vj.: 11.091.215,54 €) und steigt um 51,30% ggü. dem Vorjahr. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 18,77 % (Vj.: 10,89 %). Die Steigerung ist insbesondere durch die Erhöhung des Bestandes an Vorführwagen auf TEUR 1.573 (+50%) sowie die Ausgabe eines Darlehens in Höhe von TEUR 1.406 an ein nahestehendes Unternehmen begründet. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme liegt bei 81,11 % (Vj.: 88,88 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (LL) steigen auf 1.231.093,50 € (Vj.: 938.341,01 €). Die Rückstellungen betragen 1.678.708,75 € (Vj.: 1.869.849,44 €) und machen damit 4,95 % des Umsatzes aus. 7. Investitionen Standen in der Vorperiode noch der Umbau und die Umstrukturierung der gruppenweiten Systemlandschaft im Zentrum der Investitionstätigkeiten, so wurden in der abgelaufenen Periode an insgesamt drei Standorten in die Einführung der Marke Opel investiert. Dies ist insofern von besonderer Bedeutung, da mit Opel die Markötter Gruppe zu den bisherigen reinen Importmarken nun erstmals ein inländisches Produkt anbieten kann, was nicht nur eine hohe Relevanz im Flottengeschäft bedeutet - gleichzeitig erhält die Gruppe mit dieser Marke einen weiteren Hersteller im Volumensegment. Entsprechend waren umfangreiche Investitionen aus dem laufenden Cashflow erforderlich, um zum Marktstart vor allem die Verkaufsräume umzubauen und zu modernisieren und ebenfalls ausreichend Handelsware und Demofahrzeuge bereitzustellen. 8. Personalentwicklung Nach wie vor stellt der Mangel an Fachkräften viele Bereiche in der Wirtschaft vor große Herausforderungen und wird auch im Hinblick auf das baldige Ausscheiden großer Teile der sog. "Geburtenstarker Jahrgänge" für viele Unternehmen der entscheidende Wettbewerbsfaktor sein. Die Markötter Gruppe hat sich dieser Herausforderung schon sehr frühzeitig gestellt und investiert viel in die fachliche und persönliche Entwicklung seiner Mitarbeiter, der Mitarbeiterbindung und vor allem in die Gewinnung von Nachwuchskräften und der Förderung junger Talente. Eine sehr flache Hierarchie und die Möglichkeit schon sehr frühzeitig Verantwortung zu übernehmen und in spannenden Projekten mitwirken zu können, machen das Familienunternehmen als Arbeitgeber sehr attraktiv. Neben weiteren vielfältigen Angeboten verfolgt die Markötter Gruppe auch ihr Anliegen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Mit der umfassenden Erprobung und stufenweisen Einführung der 4-Tage Woche hat die Markötter Gruppe zudem mutig neue Wege beschritten und damit nicht nur innerbetrieblich, sondern weit über die Branche hinaus sehr viel Aufmerksamkeit erhalten. Mittlerweile ist das Konzept erfolgreich in der gesamten Unternehmensgruppe implementiert und hat wesentlich dazu beigetragen, benötigte Fachkräfte und Talente zu gewinnen. Die viele Arbeit, die Investitionen und das Engagement all unserer Akteure im Personal- und Ausbildungsmanagement haben sich ausgezahlt. Heute ist die Marke Markötter nicht nur ein Begriff für erstklassigen Service für unsere Kunden, sondern auch mehr denn je, ein gefragter und begehrte Arbeitgeber. 9. Prognosebericht Wie schon erwähnt, ist die Krise noch nicht durchschritten, sondern wird erst in der Folgeperiode mit allen ihren Auswirkungen erkennbar. Ebenso ist auf Sicht auch keine nennenswerte Verbesserung der geopolitischen Lage erkennbar, bzw. muss mit weiteren tiefgreifenden Veränderungen gerechnet werden. Gleichzeitig jedoch ergeben sich in Krisensituationen immer auch Chancen. Diese bestehen für die Markötter Gruppe nicht allein nur durch die künftige und zielgerichtete Steuerung des Sortimentes, sondern vor allem auch durch Veränderungen im Wettbewerb. Auf der Produktionsseite stellen neue Marken interessante Perspektiven dar, gleichzeitig ergeben sich aktuell auch wesentliche Veränderungen im direkten Marktumfeld. Die Anzahl der Wettbewerber verkleinert sich - einige Kollegen geben auf, andere scheiden aus, da es keine Nachfolger gibt. Die Markötter Gruppe wird diese Entwicklung dazu nutzen, um in der Region Ostwestfalen-Lippe präsenter zu werden und weitere Vertriebsstandorte zu eröffnen, um damit mit dem nächsten Aufschwung wesentliche Wachstumsimpulse zu setzen. Gleichzeitig gilt es die eigene Effizienz weiterzuentwickeln und die eigenen, wertvollen Ressourcen besser einzusetzen. Dazu gehört eine stärke Ausrichtung weg von der Flotte, mit hohen Preis- und Wettbewerbsdruck, hin zu dem Geschäft mit Endverbrauchern mit einer ganzheitlichen und vollständigen Wertschöpfungskette. Starke regionale Präsens gepaart mit einer starken und qualifizierten Personalstruktur sind dabei die wesentlichen Faktoren, die zu einem nachhaltig erfolgreichen Wiederanlauf führen werden. Bezogen auf die Folgeperiode 23/24 steht fest, dass der Paderborner Betrieb mit einem Fahrzeugabsatz von insgesamt 896 fakturierten Einheiten den Absatz im Vergleich zur Vorperiode mit 21,9% zwar deutlich gesteigert hat, was sich auch deutlich in dem Umsatzerlösen wiederspiegelt, die im Bereich von ca. MioEUR 40,5 liegen werden, der Bruttoertrag dabei jedoch um über -30% gegenüber der Vorperiode einbricht und dabei den Cashflow negativ belastet. Diese kritische Entwicklung wird fast ausschließlich durch die beiden Luxusmarken Jaguar und Land Rover verursacht, die in Folge der kritischen konjunkturellen Lage nur noch schwer und dann auch nur mit hohen Preisabschlägen abzusetzen waren. Ebenso ist diese Entwicklung die Folge notwendiger und sehr schmerzhafter Bestandskorrekturen. Insgesamt leidet der Paderborner Standort überproportional unter der Hochzinsphase, da dieser Standort zwar mengenmäßig nicht das größte, im Hinblick auf die im Portfolio enthaltenen Luxusmarken, jedoch das wertmäßig teuerste Fahrzeuglager unterhält. Die insgesamt hohen Zinsbelastungen führen schließlich dazu, dass wir für den Paderborner Standort davon ausgehen müssen, dass der EBITDA in dieser Periode deutlich geringer ausfallen wird. Für das WJ 24/25 gehen wir jedoch gleich aus mehreren Gründen davon aus, wieder deutlicher in die Gewinnzone zurückzukehren. Dabei zeigen zunächst unsere progressiven und restriktiven Maßnahmen für ein effektiveres Bestandsmanagement bereits Wirkung, was sich in einer deutlichen Reduktion der Lagerdauer und damit einhergehend in einem höheren Warenumschlag und damit besseren Kapitaleffizienz zeigt und damit den Effekt, der durch die EZB bereits eingeleiteten Zinswende, zusätzlich verstärkt. Zudem werden wir im Jahr 2025 uns am Standort Paderborn, als letzten verbliebenen Standort, aus dem reinem Luxussegment zurückziehen und auch dort die Marken Jaguar und Land Rover aussteuern. Künftig werden wir auch in Paderborn mit den Marken Peugeot und Opel einen stärken Akzent auf das Volumensegment richten, um Risiken zu reduzieren, Wachstums zu generieren und insgesamt eine besser Kapitaleffizienz zu erreichen. Freiwerdende personelle und infrastrukturelle Ressourcen der britischen Marken werden für Peugeot und die neue Marke Opel eingesetzt, ebenso werden die Werkstattkapazitäten der wachsenden Zielgruppen angepasst und vergrößert. 10. Chancen und Risikobericht Die Herausforderungen und Veränderungen mit der nicht nur unser Unternehmen, sondern die Wirtschaft insgesamt innerhalb nur weniger Jahre konfrontiert waren- und sind, können nicht mehr nur als wesentlich, sondern müssen bereits als historisch bezeichnet werden. Die Situation für uns lässt sich dabei am besten in drei Bereichen betrachten. Rahmenbedingungen extern Diese sind hinlänglich bekannt und wurden Eingangs bereits im Wesentlichen zusammengefasst. Vor dem Hintergrund, dass der Automobilhandel sich nicht nur durch seine Komplexität, seine Personal- und vor allem seine Kapitalintensität auszeichnet, kommt man in der ganzheitlichen Betrachtung und im Rückblick nicht an dem verzögerten Handeln der EZB, bei der durch den Krieg bedingten Inflationsbekämpfung, vorbei, dass durchaus als Versagen gewertet werden kann. Noch nie sind die Zinsen in so kurzer Zeit und so stark gestiegen. Neben den bereits politischen Rahmenbedingungen (Stichwort Wegfall der E-Auto Prämie) haben vor allem die hohen Zinsen unser Unternehmen und die Branche insgesamt schwer getroffen. Hohe Warenbestände bei rückläufiger Nachfrage hinterlassen tiefe Spuren in den Ergebnissen, die sich wahrscheinlich erst in der Folgeperiode in ihrem ganzen Ausmaß darstellen werden. Bereits jetzt aber lässt sich schon absehen, dass die Folgen der Zinswende viel gravierender sein werden als die von Corona und Halbleiterkrise zusammen. Die Tatsache das die Ampel Koalition mit keinen überzeugenden Maßnahmen, Wirtschaft und Verbraucher beruhigen konnte, schließlich zerbrach, und das Land damit zusätzlich in eine tiefe Krise stürzte, kam zusätzlich zur Unzeit. Hersteller & Banken Während die Hersteller und Banken sich während der Corona Krise noch mit Hilfe und Maßnahmen für den Handel überschlugen, ließen sie ihre Händler in der wirklich schwierigsten Zeit nicht nur allein, sondern verschlimmerten die Situation oft auch noch zusätzlich. Dazu muss zunächst verstanden werden, dass im Zuge der Transformation hin zur Elektromobilität, sich die Einheitspreise der Handelsware stark (bis zu 30%) erhöht haben. Dies vor allem aufgrund neuer und komplexerer Technologien, die nun in den Fahrzeugen verbaut wird, wie auch die teuren Antriebsbatterien, die eine Einheit Fahrzeug einfach teuer machen, ohne dass dabei die Margen steigen würden. D.h., dass ein Fahrzeuglager bei gleicher Größe wertmäßig nun deutlich teuer wird, was den Handel vor enormen Herausforderungen stellt. Während die Banken in diesem Zusammenhang zunächst doppelt profitieren dürften, sowohl in der Einkaufsfinanzierung wie auch in der Absatzfinanzierung, haben die Hersteller eigene Probleme gezielt auf den Handel verschoben und diesen zusätzlich geschwächt. Dies geschah einerseits dadurch, dass die zinsfreie für Lagerware zum Teil dramatisch reduziert- und gleichzeitig die Lieferdruck massiv erhöht wurde, was dazu führte, dass Ware teilweise viele Monate vor dem avisierten Liefertermin dem Händler auf den Hof- und werthaltig gestellt wurde. Also eine ohnehin schwierige Gemengelage, die durch die Handelspartner noch zusätzlich verschärft wurde und damit großen Schaden angerichtet hat. In diesem Zusammenhang war es zwar nicht erstaunlich, aber gleichermaßen folgenreich, dass fast alle Hersteller, von dem viele Jahre lang propagierten Agenturmodell kurz vor dessen Einführung schließlich doch wieder Abstand genommen haben. Mit diesem Agenturmodell war nicht nur bei vielen Herstellern die Erwartung verbunden, durch den direkten Vertrieb Vertriebskosten zu sparen, indem dem Handel die Margen deutlich reduziert werden, sondern gleichzeitig auch das Versprechen, den Handel von den Refinanzierungskosten zu entbinden. Ersteres ist eingetreten - Letzteres nicht. Eigene Versäumnisse - eigene Chancen Egal wie schwierig und herausfordernd die Umwelt- und Rahmenbedingungen sich auch darstellen. Sie liefern zwar die Gründe für die Probleme, diese lassen sich mit der Kenntnis allein jedoch nicht lösen. Umso mehr lohnt sich in Krisen der Blick auf eigene Fehler und Versäumnisse. Denn nur hier findet man Lösungen und Verbesserungspotential. Besonders im Hinblick auf die Vertriebspolitik der Hersteller wurde sehr schnell deutlich, dass viele bisherige Geschäftsmodelle und Praktiken nicht länger funktionieren, aber auch, dass schnell ändernde Rahmenbedingungen es erfordern, ein Unternehmen ebenso schnell anpassen zu müssen. In diesem Zusammenhang richten wir unser Augenmerk nun viel deutlicher auf Kapitaleffizienz und Kapitaleffektivität. Unsere Analysen ergaben dabei, den Fokus in diesen Zusammenhang nun deutlich stärker auf die Bereiche Bestandskontrolle, Bestandmanagement und eine deutliche größere Beweglichkeit unserer Assets zu richten. D.h., sämtliche Bestrebungen laufen nun auf eine bessere Kontrolle der Standzeiten mit dem Ziel eines schnelleren Warenumschlages hin. Ebenso werden wir künftig den Handel mit sofort Verfügbarer Ware (Jahres- u. Jungwagen) forcieren, die mit deutlich geringeren Kapitaleinsatz bei auskömmlichen Margen, ein deutlich lineareres Geschäft- und damit Wachstum ermöglichen, als dies mit den nur schwer zu bestimmenden Lieferzeiten im Neuwagen Segment möglich wäre. Das Absatzrisiko im Neufahrzeuggeschäft wird somit unseres Erachtens durch die Chancen im geschilderten Gebrauchtwagensegment kompensiert und von uns daher kummuliert als gering eingeschätzt. a. Elektromobilität Die Folgen des Wegfalls der E-Auto Förderung für die Branche wurden hier bereits hinlänglich erörtert. Dennoch lohnt hier ein genauer Blick auf den Elektromarkt und damit auf die Förderungen, da diese nicht ausschließlich positiv gewertet dürfen. Grundsätzlich lehnen wir als Unternehmen Subventionen ab. Einerseits führen diese nicht nur zu zyklischen Verwerfungen und verschleiern die tatsächliche Marktentwicklung - auf der anderen Seite verwischen gerade beim Elektroauto die Grenzen zwischen Konsum-, Investitions- und schließlich auch Spekulationsgütern. Die bisherige Förderpolitik der Bunderegierung, die Vorgaben der EU und schließlich die Produktpolitik der Hersteller führten gerade in der der noch jungen Entwicklungsphase von Elektromobilität zu einer Überprivilegierung einkommensstarker Haushalte und großer BEVs. Die hohen Zuschüsse in Verbindung mit den Steuervorteilen hatten ebenso zur Folge, dass die Preise stark anstiegen und das zu einem Zeitpunkt, zu dem es noch gar keine massentauglichen und preiswerteren Elektroautos gab. Beim potenziellen Konsumenten verfing damit das Bild, dass E-Autos grundsätzlich teuer, riskant und nicht alltagstauglich sind. Im Zuge der Krise, aber auch als Folge der hohen Zinsen, entschieden sich die Käufer dann oft dazu entweder zu warten oder ein Fahrzeug mit konventionellem Antrieb zu erwerben. Tatsächlich hat sich aber bei der Elektromobilität in der Zwischenzeit viel getan. Das Angebot im Mittelklasse- und Kleinwagensegment ist mittlerweile gut und die Fahrzeuge verfügen über ausreichende Reichweite, um auch als Alltagsauto eine interessante Alternative darzustellen. Ebenso hat sich die Haltbarkeit der Antriebsbatterien als deutlich besser erwiesen als zunächst angenommen. Besonders interessant sind mittlerweile auch die PHEVs geworden. Bisher eher als schlechter Kompromiss zum konventionellen Antrieb, oder als bessere Alternative zum BEV angesehen, sind die Fahrzeuge der zweiten Generation nun dank verbesserter Reichweite und ausgeklügelter Technik eine deutlich bessere Alternative zum Benziner geworden und auch unsere Konzernmarken warten mittlerweile mit sehr interessanten Angeboten auf. In Bezug auf gebrauchte BEVs können wir beobachten, dass die Akzeptanz grundsätzlich vorhanden ist, bzw. steigt, wenn der richtige Preispunkt einmal erreicht ist. Dies geschieht zumindest im Remarketing Sektor zwangsläufig und entsprechend engagieren wir uns bereits in diesem Bereich und berücksichtigen diese Entwicklung auch bei der Beschaffung von Handelsware. War es ein Fehler von den politischen Akteuren, die Energiewende über die Köpfe der Verbraucher hinweg zu erzwingen, so sehen wir mittel- und langfristig durchaus relevantes Potential in der nachhaltigen Vermarktung neuer- und gebrauchter Elektrofahrzeuge in unserer Gruppe. Etablierte Marken und ein vollständiges Werkstattnetz in der Region, lassen uns die Herausforderungen neuer Marken aus Fernost selbstbewusst annehmen. b. Digitalisierung Der Bereich Digitalisierung nimmt in der Markötter Gruppe einen immer größeren Stellenwert ein. Neben eines mittlerweile etablierten Onlinehandel waren die jüngsten Investitionen und Projekte im Wesentlichen darauf ausgerichtet, die Geschäftsprozesse, die Systemlandschaft, Buchhaltung und vor allen das Dokumentmanagement zu digitalisieren bzw. auf zeitgemäße und Cloudbasierte Standardstrukturen umzustellen. In der abgelaufenen Periode wurde zudem der Bereich digitale Bezahlsysteme weiterentwickelt und wesentliche Verbesserungen wurden auch durch Digitalisierung im Bereich der internen- bzw. der Mitarbeiterkommunikation erreicht. Gerade dieser Bereich gewinnt an entscheidender Bedeutung um neue Arbeitszeitmodelle wie die 4-Tage Woche, aber auch ortunabhängiges Arbeiten zu verbessern, bzw. unsere Mitarbeiter bedarfsgerechter in unseren verschiedenen Standorten einsetzen zu können. In der gegenwärtigen Phase und im Zusammenhang mit der Krisenbewältigung setzen wir den Fokus auf Business Intelligence. Wir haben gelernt, dass wir bessere und effektiver Frühwarnsysteme brauchen und entwickeln diese Systeme nun mit zwei Entwicklungsteams selbst. Dies ist erforderlich, um auch bei künftigen Marktveränderungen schneller und zielgerichteter unsere Einkaufs- und Bestandspolitik auf die Markterfordernisse einstellen zu können. Dabei verfolgen wir das Prinzip der maximalen Transparenz nach innen. Was bedeutet, dass bei uns jeder handelnde Akteur, der Einfluss auf die Bestandsentwicklung nimmt, immer und in Echtzeit auf alle relevanten Informationen zugreifen kann. Und schließlich haben wir uns sehr intensiv mit dem Thema der Marktpreisindikation auseinandergesetzt. Hier haben wir ebenfalls erkannt, dass wir unseren Mitarbeitern schnellere und bessere Informationen für das Preis- und Angebotsmanagement zur Verfügung stellen müssen, um auch in stark volatilen Märkten bestehen zu können. Dabei haben wir nicht nur in neue Software investiert, sondern vor allem in eine sehr intensive Ausbildung, Begleitung und Nachbetreuung unsere Mitarbeiter, damit die neue Technologie auch erfolgreiche und nachhaltige Anwendung finden kann. Aus den geschilderten Gründen beurteilen wir die IT-Risiken als gering. Auch durch die bereits an anderer Stelle geschilderte Atraktivität für die Mitarbeiter aufgrund der 4-Tagewoche und dem hier dargestellten Digitalisierungsgrad sehen wir auch das Personalrisiko als gering an. c. Leasingfahrzeuge Die vorherige Periode war durch die Halbleiterkrise und damit durch ein zu knappes Warenangebot bestimmt. Dies führte u.a. dazu, dass die Marktwerte die kalkulierten Restwerte der Leasingrückläufer bei weitem überschritten. Diese temporären Sondereffekte hatten zwar äußerst gute Ergebnisse zur Folge, lassen den krisenbedingten Rückgang der Erträge jedoch umso dramatischer erscheinen, wenn man nicht berücksichtigt, dass die Ergebnissituation des Vorjahres keine normalen Erträge darstellen, sondern diese durch die Verknappung stark erhöht waren. Nach wie vor stellt der Bestand der Rückkaufsverpflichtungen zwar eine wesentliche Risko Komponente dar - jedoch stellen wir auch fest, dass dieser Bereich auch als organische Beschaffungsquelle nicht mehr ausreicht, um planbar und auskömmlich unseren Bedarf an Handelsware für den Gebrauchtwagensektor zu decken. Dies ist einerseits den von den Herstellern mit Abo Modellen bereits teilweise erprobten Direktvertrieb geschuldet, zum anderen führen stark volatile Prämien und Vertriebsprogramme und Lieferverzögerungen immer wieder zu starken Schwankungen bei der ohnehin stark Zeitversetzen Fahrzeugrücklauf. Vor diesem Hintergrund rückt die Überwachung der Bestände immer weiter in unseren Fokus bzw. Verbesserung unserer BI, um nicht nur rechtzeitig und ausreichend benötigte Handelsware über andere Kanäle zu beschaffen, sondern vor allem auch, um den ebenfalls stark schwankenden Liquiditätsbedarf besser steuern zu können. Die Kalkulation der Restwerte bleibt ebenso sehr herausfordernd, wobei wir unsere bisherige und eher restriktive Restwertpolitik weiter fortsetzen werden, um ggf. durch entsprechendes Floating die Risiken zu reduzieren. Liquiditätsrisiko Ein Liquiditätsrisiko besteht allgemein darin, nicht allen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen oder nur zu überhöhten Kosten. Minimiert wird das Risiko durch eine offene und kooperative Zusammenarbeit mit unseren Geschäfts- und Einkaufsfinazierungsbanken mit denen die Gesellschaft und auch die Markötter-Gruppe auf angemessene liquide Mittel, in Form von vertraglich gesicherten Kreditlinien zurückgreifen kann. Daher ist das Liquiditätsrisiko gering. Gesamtbeurteilung der Risikosituation Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die einzelnen Risikofaktoren haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert, so dass die Gesamtrisikosituation im Wesentlichen gleichgeblieben ist. Die weitere Entwicklung Herstellervorgaben können unser künftiges Geschäft dabei allerdings beeinflussen. Gesamtaussage In der derzeitigen Krise gibt es nur sehr wenige Branchen und Bereiche, die nicht davon betroffen sind, oder nicht mit deren Folgen kämpfen müssen. Die Automobilbranche gehört auf jeden Fall nicht dazu und hat mit voller Wucht praktisch alles abbekommen. Während sich dieser Bericht vornehmlich auf die Perspektive des Handels bezieht, darf hier nicht unerwähnt bleiben, dass die Industrie gleichermaßen, wahrscheinlich sogar noch schwerer getroffen ist. Längst ist von Werksschließungen und Job Abbau nicht nur bei den Herstellern, sondern vor allem auch bei den Zulieferern die Rede. Auch bei Markötter werden wir aller Voraussicht nach erst im nächsten Jahr den Tiefpunkt erreicht haben. Trotzdem bleiben wir mehr als zuversichtlich. Zwar sind wir ebenfalls betroffen von den gravierenden wirtschaftlichen Verwerfungen, jedoch sind wir wahrscheinlich deutlich besser vorbereitet, als manch ein Wettbewerber, in den Abschwung getreten, bzw. konnten die Auswirkungen überwiegend begrenzen und kontrollieren. Des Weiteren haben wir zu keinem Zeitpunkt, trotz aller operativen Herausforderungen, unsere Investitions- und Entwicklungsaktivitäten reduziert, sondern verfolgen nach wie vor eine klare Wachstumsstrategie. Unsere Anpassungsfähigkeiten haben wir deutlich erhöht und wir sind überzeugt davon, auch in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld bestehen- und uns spürbar weiterentwickeln zu können.
Paderborn, den 31. März 2025 Auto Markötter GmbH, Paderborn Geschäftsführung Ralf Markötter Susan Markötter Kim Speckmann Philipp Kielhorn |
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