Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 220364
Eingetragen
24.8.2015
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von ArbeitskräftenVermittlungstätigkeiten für überwiegend persönliche Dienstleistungen
Gegenstand
Einbringung von Dienstleistungen im Personalbereich, Personalmanagement, Personalberatung und verwandte Dienstleistungen, sowie deren Vermarktung, Vertrieb, Vertriebsförderung, sowie Erbringung zugehöriger oder verwandter Dienstleistungen in diesen Bereichen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Agnieszka Kuziola
seit 5.7.2024
Prokura
Simone Blinde
seit 5.7.2024
Prokura
Katarzyna Pigulak
seit 5.7.2024
Prokura
Valentina Pedrosa
seit 5.7.2024
Prokura
Steffi Zschammer
seit 9.8.2023
Prokura
Simone Nardi
seit 27.4.2023
Geschäftsführer
Nicole Forbes
seit 10.5.2022
Prokura
Xiao Liu
seit 10.5.2022
Prokura
Jakub Pietrusiak
seit 10.5.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Globalization Partners International Holdings LLCUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Globalization Partners International Holdings LLC
United States
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Globalization Partners GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Globalization Partners GmbH

München

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.007.802,18 5.532.298,58
2. sonstige Vermögensgegenstände 226.894,92 40.197,95
7.234.697,10 5.572.496,53
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 115.794,79 355.553,96
Summe Umlaufvermögen 7.350.491,89 5.928.050,49
7.350.491,89 5.928.050,49

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.735.551,58 1.520.592,58
III. Jahresüberschuss 90.298,27 1.214.959,00
Summe Eigenkapital 2.850.849,85 2.760.551,58
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 358.771,00
2. sonstige Rückstellungen 1.422.007,55 970.930,38
1.422.007,55 1.329.701,38
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 91.203,34 36.170,54
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 91.203,34 (EUR 36.170,54)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.301.248,71 603.203,12
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.301.248,71 (EUR 603.203,12)
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.685.182,44 1.198.423,87
- davon aus Steuern EUR 1.553.379,20 (EUR 1.083.158,60)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 131.803,24 (EUR 107.099,79)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.685.182,44 (EUR 1.198.423,87)
3.077.634,49 1.837.797,53
7.350.491,89 5.928.050,49

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Globalization Partners GmbH

München

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 54.941.084,64 38.365.330,75
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 47.404.529,01 31.707.209,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.160.915,47 3.338.557,19
- davon für Altersversorgung EUR 43.707,18 (EUR 10.238,59)
52.565.444,48 35.045.766,89
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.229.806,09 1.498.570,38
4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,50 6,00
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 55.532,30 606.028,48
6. Ergebnis nach Steuern 90.298,27 1.214.959,00
7. Jahresüberschuss 90.298,27 1.214.959,00

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der unter der Registernummer HRB 220364 beim Amtsgericht München eingetragenen Gesellschaft Globalization Partners GmbH mit Sitz in München, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB wurden in Anspruch genommen.

Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den §§ 265, 266 und 275 HGB.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 - 256a HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Die flüssigen Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt.

Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Verbindlichkeiten wurden zu den jeweiligen Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Forderungen

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegenüber dem Gesellschafter aus dem Leistungsverkehr in Höhe von € 6.356.871,40 (Vj. € 4.886.368,16).

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt Euro 25.000,00.

Steuerrückstellungen

Am Bilanzstichtag bestehen keine Rückstellungen für Steuern für den Veranlagungszeitraum 2023 (Vj. TEUR 359).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.422 (Vj. TEUR 971) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiterboni TEUR 84 (Vj. TEUR 77), Provisionen TEUR 2 (Vj. TEUR 10), für noch nicht genommenen Urlaub TEUR 1.134 (Vj. TEUR 786), ausstehende Reisekostenabrechnungen TEUR 127 (Vj. TEUR 54), Abfindungszahlungen TEUR 51 (Vj. TEUR 0) sowie für Abschluss und Prüfung TEUR 24 (Vj. TEUR 44).

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.078 (Vj. TEUR 1.838) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Mit der Muttergesellschaft wurde eine Cost-Plus-Vereinbarung getroffen. Die Cost-Plus-Vereinbarung wurde zu Beginn des Geschäftsjahres angepasst. Bisher wurden alle anfallenden Kosten mit einem Aufschlagssatz von 5% weiterbelastet. Seit Beginn des Jahres 2023 erfolgt die Weiterbelastung der Kosten für die eingestellten Fachkräfte („Professionals“) ohne weiteren Aufschlagssatz, während die Betriebs-, Finanz- und Verwaltungskosten mit einem Aufschlagssatz von 10% weiterverrechnet werden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.229 (Vj. TEUR 1.499) umfassen im Wesentlichen Versicherungen und Beiträge TEUR 4 (Vj. TEUR 2), Werbe- und Reisekosten TEUR 1.536 (Vj. TEUR 861) und verschiedene betriebliche Kosten TEUR 689 (Vj. TEUR 636).

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr außerordentliche Erträge.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der ausgewiesene Betrag in Höhe von TEUR 56 (Vj. TEUR 606) entfällt auf den Veranlagungszeitraum 2023.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen bei gleichbleibender Geschäftstätigkeit keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen.

Geschäftsführer

Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr und bis zum Erstellungszeitpunkt an

Todd Christopher Goffman, geb. 02.03.1970, geschäftsansässig in 175 Federal Street, 17th Floor, Boston, Massachusetts, 02110, USA ausgeübter Beruf: General Counsel

Robert Joseph Cahill, geb. 02.01.1966, geschäftsansässig in 175 Federal Street, 17th Floor, Boston, Massachusetts, 02110, USA ausgeübter Beruf: Chief Financial Officer ausgeschieden 27.04.2023

Simone Nardi, geb. 28.09.1974 geschäftsansässig in 175 Federal Street, 17th Floor, Boston, Massachusetts, 02110, USA ausgeübter Beruf: Geschäftsführer bestellt am 27.04.2023

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und haben im Geschäftsjahr 2023 keine Vergütung bezogen.

Konzernzugehörigkeit

Die Pangeo Holdings LLC, Boston, USA, stellt einen Konzernabschluss nach US-GAAP für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in dem der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht.

Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 350. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Es ergaben sich keine wesentlichen Vorgänge nach dem Abschlussstichtag.

 

München, den 30. Juni 2025

gez. Todd Christopher Goffmann, Geschäftsführer

gez. Frau Simone Nardi, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftliche und allgemeine Grundlagen

Globalization Partners GmbH (Gesellschaft oder G-P) bietet Employer of Record (EoR) Services im Auftrag ihrer Konzernobergesellschaft Pangeo Holdings LLC, Boston, USA, an (Muttergesellschaft). Die direkte Muttergesellschaft der Gesellschaft ist Globalization Partners International Holdings Inc, Boston, USA.

Ein EoR dient als Backoffice für Unternehmen mit international tätigen Mitarbeitern. Damit die Kunden der Muttergesellschaft keine Tochtergesellschaften oder Zweigniederlassungen errichten müssen, stellt die Gesellschaft Personal („Fachkräfte“ genannt) in Deutschland ein, kommt den lokalen Steuerpflichten nach oder erfüllt die komplexen Anforderungen der Aufsichtsbehörden direkt für diese Fachkräfte. Den Schwerpunkt der EoR-Produkte und EoR-Dienstleistungen der Gesellschaft für die Kunden bilden die notwendigen Verwaltungsdienstleistungen, die von einem Arbeitgeber der angestellten Fachkräfte erwartet werden.

Die Dienstleistungen für die jeweiligen Kunden beinhalten die Berechnung und Verwaltung der Gehälter und Arbeitgeberleistungen und andere HR-Outsourcing-Dienstleistungen für die Fachkräfte in den Ländern, in denen sich die Tochtergesellschaften befinden.

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsätze mit verschiedenen Angeboten für ihre Kunden, einschließlich Dienstleistungen für angestellte Fachkräfte, die mit dem Kunden durch die intern entwickelte eigene Softwareanwendung der Globalization Partners (G- P) „G-P-Plattform“ genannt, verwaltet werden.

Über die G-P-Plattform können die Kunden die Gehälter, Boni und andere gehaltsbezogene Informationen direkt verwalten und aktualisieren sowie über integrierte Funktionen mit G-P-Experten Kontakt aufnehmen, um fachliche, landes- oder kundenspezifische Fragen zu klären. Auf der G-P-Plattform werden alle Interaktionen und die Aktualisierung der Personalakten der Fachkräfte gespeichert. Es werden automatisch regelmäßig wiederkehrende Rechnungen auf der Grundlage der vereinbarten Gesamtpersonalkosten erzeugt, die dem Kunden zur Information über die Gesamtkosten für die Fachkraft und der monatlichen Gebühren für die G-P-Plattform dienen.

Weiterhin erbringt die Gesellschaft zusätzliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Weiterbelastung der Gehaltskosten der betreffenden Fachkräfte und Ad-hoc-Anfragen, wie sie in den Vereinbarungen der Gesellschaft mit ihren Kunden festgelegt sind.

Die Gehalts- und Betriebskosten für die angestellten deutschen Fachkräfte werden in der Buchhaltung der Globalization Partners GmbH erfasst und mit einem Aufschlag entsprechend der Verrechnungspreisvereinbarung an die verbundenen Unternehmen weiterbelastet.

Die Verrechnungspreisvereinbarung wurde im Jahr 2023 dahingehend geändert, dass der Umsatz für das Jahr 2023 nach einem Wechsel zur Berry-Ratio-Verrechnungspreismethode auf der Grundlage eines Kostenaufschlags von 0 % auf die Personalkosten für angestellte Fachkräfte und 10 % auf die Betriebs-, Finanz- und Verwaltungskosten berechnet wurde (2022: 5 % Kostenaufschlag sowohl für Personalkosten für angestellte Fachkräfte als auch für Betriebs-, Finanz- und Verwaltungskosten).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 stand die Wirtschaft in Deutschland weiterhin vor großen Herausforderungen, darunter die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und hohe Energiepreise, weshalb die Inflationsrate mit 5,9 % (2022: 6,9 %) weiterhin hoch war. Im Jahr 2023 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem blieb der Arbeitsmarkt relativ stabil und bot Möglichkeiten, qualifizierte Arbeitskräfte einzustellen, um auf die anhaltende wirtschaftliche Nachfrage zu reagieren.

Im Jahr 2024 erhöhte sich das deutsche BIP nominal auf rund 4,31 Billionen Euro. Dieses Wachstum ist jedoch inflationsbedingt, da sich die deutsche Wirtschaft nach Preisbereinigungen weiterhin in einer Rezession befindet. Tatsächlich sank das deutsche BIP um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Inflationsrate betrug 2,2 % und war damit deutlich niedriger als in den Vorjahren, was zum Teil auf staatliche Interventionen und Anpassungen auf den globalen Energiemärkten zurückzuführen ist. Das letzte Mal, dass die deutsche Wirtschaft in zwei aufeinander folgenden Jahren schrumpfte, ist über 20 Jahre her. Aber Schlüsselsektoren wie die verarbeitende Industrie und der Technologiesektor erwiesen sich als widerstandsfähig und stützten das allgemeine Beschäftigungsniveau. Die Arbeitslosenquote in Deutschland ist jedoch im Vergleich zu 2023 um 0,3 % gestiegen und beträgt im Jahr 2024 durchschnittlich 6 %.

Obwohl die Wachstumsrate im Bereich Professional Employer Organization (PEO) und EoR insgesamt stabil blieb, wurde weiterhin ein erheblicher Teil des Umsatzes durch den Technologiesektor generiert. Der Technologiesektor in Deutschland ist in der vergangenen Dekade erheblich gewachsen, wobei die Umsätze 2024 nochmals gestiegen sind und voraussichtlich im Jahr 2025 weiter steigen werden.

In Europa und insbesondere in Deutschland sind die Datenqualität und der Schutz der Anonymität der Teilnehmer von großer Bedeutung, was grundsätzlich eine Stärke des deutschen Kundenstammes ist. Durch die Zusammenarbeit mit renommierten Firmen war die Gesellschaft in der Lage, die Sicherheit ihrer Plattform und ihrer Prozesse anzupassen und zu stärken.

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen im Jahr 2023 war ein Wachstum bei den meisten Endkunden von Globalization Partners zu verzeichnen, was sich auch im Anstieg des Gesamtumsatzes der PEO- und EoR-Branche weltweit widerspiegelt.

2.2 Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 ist insgesamt positiv. Der Gesamtumsatz der Gesellschaft stieg im Jahr 2023 um 43 % auf 54.646.904 EUR (2022: EUR 38.240.738). Im Jahr 2023 war in den meisten Regionen ein weiteres Wachstum zu verzeichnen. Dies ist auf das erhebliche Wachstum zurückzuführen, da Globalization Partners stark in EMEA (Europa Naher Osten Afrika) und APAC (Asien Pazifik) expandiert hat, und Kunden aus anderen Ländern stellen Fachkräfte in Deutschland ein, ohne dass sie persönlich anreisen müssen oder ein Unternehmen in Deutschland gründen müssen.

Die Liquiditätslage kann als positiv bewertet werden und das Management hat keine wesentlichen Risiken festgestellt. Das Management ist mit der Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr zufrieden. Die einzelnen Aspekte werden im Folgenden erörtert.

Die Konzernobergesellschaft hat drei wichtige Tochtergesellschaften, die als Abrechnungszentren („Hubs“) bezeichnet werden und mit den Kunden die Verträge abschließen. Diese Abrechnungszentren sind die einzigen Unternehmen in der Organisationsstruktur der Gesellschaft, die mit Kunden Verträge abschließen können. Die Umsätze werden in dem Abrechnungszentrum erfasst, das die Verträge mit den Kunden abschließt, was meist in dem Gebiet geschieht, in dem der Kunde ansässig ist: (1) Nordamerika, (2) Europa Naher Osten Afrika (EMEA) und (3) Asien-Pazifik (APAC).

Die deutsche Tochtergesellschaft G-P arbeitet nach der Cost-Plus-Methode (Zuschlagsmethode) und rekrutiert Fachkräfte in Deutschland für Kunden der drei Abrechnungszentren. Daher sind die Kosten der Gehaltsabrechnung von Fachkräften der größte Kostenfaktor und der größte Wachstumstreiber für den Umsatz. Die Kosten der Gehaltsabrechnung von Fachkräften und dazugehörige Kosten stiegen 2023 um 50 % auf 53.042.768 EUR (2022: EUR 35.274.748).

2023 stieg die Zahl der angestellten Fachkräfte um 4 % auf 372 Fachkräfte zum Berichtsdatum (Vj.: 358). Die angestellten deutschen Fachkräfte verteilen sich wie folgt:

Anzahl der Fachkräfte

GJ 2023 GJ 2022 GJ 2021
Nord-Amerika 278 75 % 290 81 % 138 86 %
EMEA 85 23 % 55 15 % 20 13 %
APAC 9 2 % 13 4 % 2 1 %
Gesamt 372 358 160

2.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Globalization Partners hat stark in EMEA und APAC expandiert, auch Kunden aus anderen Ländern stellen Fachkräfte in Deutschland ein, ohne dass sie persönlich anreisen oder ein Unternehmen in Deutschland gründen müssen.

Die Anzahl der Fachkräfte ist gestiegen und der Umfang der von Kunden angefragten Ad-hoc- Dienstleistungen sowie die durchschnittlichen Grundgehälter und die den Fachkräften gezahlten variablen Vergütungen sind 2023 gestiegen. Dadurch stieg der Jahresumsatz der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um 43 % auf 54.646.904 EUR (2022: 38.240.738).

Die derzeitige globale politische und wirtschaftliche Lage führt zu einer vermehrten Nutzung von EoR- Dienstleistungen; Globalization Partners GmbH ist hier grundsätzlich gut aufgestellt, jedoch bleibt abzuwarten, inwieweit sich die ständig ändernden Kundenanforderungen auf die langfristige Entwicklungsstrategie für Software im Hinblick auf die Anpassung an diese Anforderungen auswirkt.

Diese Entwicklung wird durch eine monatliche Prüfung der Umsatzentwicklung nach neuen Dienstleistungsangeboten überwacht, sodass die Geschäftsleitung schnell auf Veränderungen reagieren kann.

2.4 Ertragslage

Aufgrund einer Änderung der Verrechnungspreisvereinbarung mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurde die Marge insgesamt deutlich reduziert, und die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 90.298 EUR (2022: 1.214.959 EUR) ab. Dies entspricht einem Gewinnrückgang von 92,6 % im Vergleich zum Vorjahr, was in erster Linie auf den Wegfall des 5%igen Kostenaufschlags auf die Kosten der Gehaltsabrechnung für angestellte Fachkräfte bei der Berechnung der Verrechnungspreise zurückzuführen ist.

Die Gesellschaft wendet die Cost-Plus-Methode bei den Verrechnungspreisgrundsätzen an, was sich in den konzerninternen Dienstleistungsverträgen mit den drei Abrechnungszentren widerspiegelt. Die Zunahme an Fachkräften und die gestiegenen durchschnittlichen Lohnkosten führten zu höheren Verrechnungspreiseinnahmen, die den drei Abrechnungszentren in Rechnung gestellt wurden. Aufgrund der Inflation in Deutschland in Höhe von 5,9 % im Jahr 2023 sind die durchschnittlichen Grundgehälter sowie die Honorare für Dienstleistungen im Bereich Buchhaltung und Rechtsberatung entsprechend gestiegen.

Der Zuschlag von 10 % auf Betriebskosten entspricht den Vergleichsmaßstäben und Verrechnungspreisuntersuchungen werden regelmäßig durchgeführt. Darüber hinaus hat G-P aufgrund der Umstellung der Verrechnungspreismethode auf die Berry-Ratio-Methode ab dem 1. Januar 2023 Ernst & Young LLP beauftragt, die Verrechnungspreisgrundsätze zwischen Globalization Partners GmbH und anderen verbundenen Unternehmen zu analysieren und zu dokumentieren, um festzustellen, ob die konzerninternen Transaktionen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, dem Fremdvergleichsgrundsatz entsprechen.

2.5 Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2023 beträgt 239.759 EUR (2022: 460.649 EUR). Der Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2023 beträgt 115.795 EUR (Vj.: 355.554 EUR).

2.6 Vermögenslage

Der wichtigste Aktivposten zum 31.12.2023 sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 95 % (2022: 93 %) der Bilanzsumme. Die Handelsumsätze mit den Konzernunternehmen sind die nach Verrechnungspreisgrundsätzen weiterberechneten EoR-Dienstleistungen, die von dem deutschen Unternehmen erbracht wurden, zuzüglich eines zehnprozentigen Zuschlags auf Betriebs-, Finanzierungs- und Verwaltungskosten und abzüglich eventuell erhaltener Finanzierungs- oder Ausgleichszahlungen.

Das gezeichnete Kapital des deutschen Unternehmens beträgt 25.000 EUR. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 39 % (2022: 47 %).

Es gibt keine Haftungsverbindlichkeiten oder Ereignisse nach dem Bilanzstichtag im Geschäftsjahr 2023 oder 2024.

Die Gesellschaft plant keine wesentlichen Investitionen oder eine Ausschüttung von Dividenden aus dem thesaurierten Gewinn im Jahr 2023 oder 2024.

3. Chancen und Risiken

3.1 Chancen

Da Globalization Partners GmbH Teil eines internationalen Konzerns ist, glauben wir, dass neue Trends und Entwicklungen im Bereich Professional Services und Employer of Record sehr schnell festgestellt werden und dass wir darauf entsprechend reagieren.

Dies betrifft auch Veränderungen bei den methodischen Anforderungen an Software. Der Tatsache, dass Technologie immer wichtiger wird, wird im Konzern dadurch Rechnung getragen, dass der Fokus auf der Entwicklung einer einzigartigen Plattform liegt, auf der unsere Kunden ihr Angebot auf ihre Bedürfnisse anpassen können und dabei immer die lokalen Arbeitsgesetze einhalten. Wie sich dies auf die Gesellschaft auswirkt, wird sich in der Zukunft zeigen. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft werden als positiv angesehen, da die Kompetenzen in diesem Bereich erweitert werden können.

Weiterhin kann Globalization Partners GmbH naturgemäß aufgrund ihrer Konzernzugehörigkeit die in anderen Teilen der Gesellschaft bestehenden Kundenbeziehungen nutzen.

3.2 Risiken der erwarteten Entwicklung

Durch das Risikomanagement der Gesellschaft werden Risiken identifiziert, analysiert, bewertet und kontrolliert. Die Möglichkeit einer negativen Entwicklung der Wirtschaftslage der Gesellschaft wird als Risiko eingestuft.

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf die Komplexität der Geschäftstätigkeit zugeschnitten und beinhaltet die laufende Überwachung durch die Geschäftsleitung und die Gesellschafter.

Nach unseren Grundsätzen ist eine ungünstige zukünftige Entwicklung der Finanzlage dann gegeben, wenn die finanziellen Verpflichtungen nicht mehr fristgerecht beglichen werden können. Nach unserer Einschätzung gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass ein solches Risiko besteht.

Es bestehen keine erkennbaren Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Die Kennzahlen für das Jahr 2023 zeigen eine stabile Ertragslage. Aufgrund der großen Diversifikation der Muttergesellschaft hinsichtlich der Kunden und des Leistungsangebots gefährdet ein Rückgang in einem Untersegment nicht die Gesellschaft als Ganzes.

Das zeigte sich auch in der Corona-Pandemie, in der der Umsatzrückgang in der Tourismusbranche teilweise durch steigende Umsätze durch Kunden aus dem Software- und Technikbereich der Gesellschaft ausgeglichen wurde, bei denen die Fernarbeit zunahm.

3.3 Risiken bei Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente umfassen originäre und derivative Finanzinstrumente.

Zum 31.12.2023 gab es keine derivativen Finanzinstrumente.

Auf der Aktivseite umfassen die originären Finanzinstrumente vor allem Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Auf der Passivseite beziehen sich die originären Finanzinstrumente hauptsächlich auf Verbindlichkeiten.

Das Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente entspricht dem Umfang des Geschäfts und wird durch die Geschäftsleitung und die Gesellschafter durch laufende Überwachung vorgenommen.

Die Treasury-Abteilung der Gesellschaft ist für das Liquiditätsmanagement und das Management der die Gesellschaft betreffenden Zins- und Währungsrisiken zuständig.

3.4 Einzelne Risikokategorien

Die einzelnen Risikokategorien können wie folgt bewertet werden:

Preisänderungsrisiken:

Das Risiko, dass der Wert eines Finanzinstruments aufgrund von Marktpreisänderungen oder preisbeeinflussenden Parametern wie Wechselkursen, Volatilitäten oder Marktzinsen schwankt, ist bei der aktuellen Wirtschaftslage vorhanden.

Es bestehen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, die jedoch bereits bei der Projektplanung an den Euro gebunden, fixiert und regelmäßig an längere Laufzeiten angepasst werden.

Ausfallrisiken:

Das Risiko, dass ein Kunde der Gesellschaft seinen Verpflichtungen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommen kann und dadurch der Gesellschaft finanzielle Verluste entstehen, besteht grundsätzlich und besonders eher noch im Geschäftsjahr 2023 als in den Vorjahren.

Liquiditätsrisiko:

Derzeit besteht kein Risiko, dass die Gesellschaft nicht über ausreichend Finanzmittel verfügen könnte, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Gesellschaft hat bisher keine Darlehen aufgenommen und geht davon aus, dass es keine Probleme bei einer Darlehensaufnahme geben würde, wenn dies für die Sicherstellung der Liquidität notwendig wäre. Durch ein aktives Cashflow-Management, das ein Zahlungsmanagement von Forderungen und Verbindlichkeiten beinhaltet, ist immer sichergestellt, dass die notwendige Liquidität jederzeit vorhanden ist.

Risiko bei Fachkräften und Ressourcen:

Zur Minderung des Risikos eines Mangels an Fachkräften mit wichtigen Qualifikationen, sowohl für den internen Bedarf der Gesellschaft als auch für ihre Kunden, hat Globalization Partners GmbH (G-P) Pläne für neue Geschäftsströme für die Rekrutierung von Fachkräften und auch für den Ausbau seines eigenen Rekrutierungsteams mit Spezialisten im Bereich Technik und Maschinenbau entwickelt.

Es ist der G-P ein Anliegen, immer auf dem neuesten Stand in Bezug auf rechtliche Anforderungen und Compliance in den Bereichen zu sein, in denen unsere Kunden tätig sind.

G-P bietet viele Schulungs- und Entwicklungsmöglichkeiten durch Partnerschaften mit renommierten Plattformen und spezialisierten Schulungsanbietern.

Zusammenfassung der Risikobewertung:

Trotz der bestehenden Risiken ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass die Chancen für einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf die beschriebenen Risiken überwiegen.

4. Prognose

Die zukunftsgerichteten Aussagen zu den Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft beziehen sich auf erwartete Ereignisse und Entwicklungen und nicht auf vergangene Ereignisse. Diese Aussagen beruhen auf aktuellen Erwartungen und spezifischen Annahmen, die naturgemäß eine Reihe von Risiken und Unsicherheiten beinhalten - insbesondere vor dem Hintergrund des derzeitigen volatilen Umfelds.

Eine Vielzahl von Faktoren, von denen viele außerhalb der Kontrolle der Globalization Partners GmbH liegen, können die Ursache dafür sein, dass Ergebnisse und Leistungen oder Erfolge tatsächlich wesentlich anders ausfallen, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht, als in der Prognose direkt oder indirekt dargestellt.

Diese Unsicherheiten können insbesondere u. a. aus den folgenden Faktoren resultieren: Veränderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Einführung von Konkurrenzprodukten durch andere Unternehmen, mangelnde Annahme neuer Produkte und unerwartete Zahlungsausfälle von Großkunden.

Vor diesem Hintergrund lassen sich das voraussichtliche Wachstum und die Entwicklung der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 wie folgt zusammenfassen:

1.

Im Jahr 2023 war die Ertragslage der Gesellschaft sehr gut. Trotz globaler Unsicherheiten konnte die Gesellschaft aufgrund eines Anstiegs von Umsatz und Nachfrage ihren Nettoumsatz von 38,2 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 54,6 Mio. EUR im Jahr 2023 steigern und kam damit ihrem Finanzziel von 55 Mio. EUR Nettoumsatz sehr nahe.

2.

Trotz der negativen Entwicklung der Wirtschaftslage im Allgemeinen hat sich der Kundenstamm der G-P im Jahr 2024 stetig vergrößert und die Anzahl der Fachkräfte stieg um rund 4 % an, sodass die Gesellschaft keinen wesentlichen Wachstumsrückgang verzeichnen musste. Der Umsatz für 2024 stieg um weitere 18 % gegenüber dem Vorjahr und beläuft sich auf ca. 64,4 Mio. Euro, was leicht unter dem prognostizierten Betrag von 65,6 Mio. Euro liegt.

3.

Für das Geschäftsjahr 2025 beläuft sich das Finanzziel der Gesellschaft auf einen Nettoumsatz von etwa 74,8 Mio. EUR. Obwohl G-P davon ausgeht, das prognostizierte Ziel leicht zu verfehlen, wird dennoch erwartet, dass der Nettoumsatz das Niveau des Nettoumsatzes im Jahr 2024 deutlich übertreffen wird.

 

München, den 30. Juni 2025

Globalization Partners GmbH

gez. Todd Christopher Goffmann, Geschäftsführer

gez. Frau Simone Nardi, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Es wird darauf hingewiesen, dass sich der nachfolgende Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss vor Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen bezieht.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Globalization Partners GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Globalization Partners GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Globalization Partners GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. Juni 2025

AktivAllianz Treuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Horst Meessen, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Breuer, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 28. Juli 2025 festgestellt.

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