Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 13440
Vorher
PHAST Gesellschaft für Pharmazeutische Qualitätsstandards mbH
Eingetragen
29.10.2003
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfErbringung von Dienstleistungen von medizinischen Laboratorien
Gegenstand
Die Durchführung chemisch-, biologischund pharmazeutisch-wissenschaftlicher Tätigkeiten, auch als Tätigkeit im Auftrag Dritter, insbesondere im Umfeld der Entwicklung und Qualitätskontrolle von Arzneimitteln, Medizinprodukten und Produkten im Lebensmittel- und Bedarfsgegenständebereich sowie die Entwicklung und Umsetzung von qualitätssichernden - auch computergestützten - Maßnahmen in der pharmazeutischen Industrie und angrenzenden Gebieten, wie auch damit im Zusammenhang stehende Geschäfte, die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern sowie der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Handelsgesellschaften und der Erwerb, die Erschließung, die Bewirtschaftung, die Entwicklung, die Vermarktung, die Verwaltung und die Vermietung von Immobilien aller Art sowie die Vermietung von Mobilien aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Guy Dewil
seit 27.10.2025
Geschäftsführer
Christian Eib
seit 5.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Eurofins BioPharma Product Testing LUX Holding S.à.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eurofins PHAST GmbH

Homburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A.1. Geschäftsmodell

Die Eurofins PHAST GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen mit der Kernkompetenz Qualitätsprüfung von Darreichungsformen. Unter internationalen cGMP-Standards prüft PHAST Arzneimittel, Arzneistoffe und Packmittel. Unter cGMP (current Good Manufacturing Practice, "gegenwärtige Gute Herstellungspraxis") versteht man die global gesetzlich verankerten Richtlinien zur Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln, Wirkstoffen, Hilfsstoffen und Packmitteln. Der CGMP-konforme Bereich kann thematisch in die chemisch-synthetischen Verbindungen, die sogenannten Small Molecules, und die Biologics (biotechnologisch hergestellte Produkte) unterteilt werden. Die Qualitätskontrolle von Fertigarzneimitteln, das sind bereits zugelassene Produkte, umfasst die Chargenfreigabeanalytik und Untersuchungen zum Beleg der Produktstabilität gemäß weltweit gültiger ICH-Richtlinien (International Council on Harmonisation) sowie begleitende Analytik zu Produktänderungen. Im Bereich der Entwicklungsprodukte gelten grundsätzlich dieselben Anforderungen. Hinzu kommen die Entwicklung und Validierung von analytischen Methoden, die einhergehen mit der Qualifizierung der analytischen Instrumente und der Schulung der Analytiker. Der Qualitätsstandard von PHAST wurde 2006, 2009, 2013 und zuletzt im Juli 2018 durch die amerikanische FDA bestätigt. Die Food and Drug Administration (FDA) ist als Behörde für die Zulassung und Überwachung der Qualität von Arzneimitteln der Vereinigten Staaten verantwortlich und ist dem Gesundheitsministerium unterstellt. Sämtliche in den USA zugelassenen Medikamente müssen bei Pharmaherstellern gefertigt und kontrolliert worden sein, welche von der FDA inspiziert wurden, und deren Herstellungsbedingungen diesen FDA-Regularien entsprechen.

Die Gesellschaft verfügt über mehrere Laboratorien an ihrem Sitz in Homburg. Die Gesellschaft ist in den Konzern der Eurofins-Gruppe eingebunden, mit der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg als Mutterunternehmen.

Die Eurofins-Konzerngruppe ist ein Life-Science Unternehmen, das Kunden der Industrie in den Bereichen Pharma, Nahrungsmittel, Bedarfsgegenstände und Umwelt umfangreiche Analysedienstleistungen anbietet. Mit über 61.000 Mitarbeitern und mehr als 900 Laboratorien in über 61 Ländern steht Eurofins weltweit in der Spitzengruppe der Branche. Das Dienstleistungsangebot der Gruppe umfasst über 200.000 verlässliche Analysemethoden zur Bestimmung der Sicherheit, Identität, Zusammensetzung, Authentizität, Herkunft und Reinheit von einer Vielzahl von Produkten.

Die Eurofins-Gruppe ist eine der globalen Marktführer auf diesem Gebiet. Durch Forschung und Entwicklung, Lizensierungen und Firmenzukäufe ist Eurofins stets in der Lage auf innovative Entwicklungen auf den Gebieten der Biotechnologie und analytischer Wissenschaft zurückzugreifen und den Kunden hochqualitative Lösungen für ihre individuellen Fragestellungen anzubieten.

A.1.1. Ziele und Strategien

Ziel der Gesellschaft ist es, ein strategischer Partner für die weltweit forschenden Pharma-Unternehmen zu sein, dabei übernimmt PHAST die Verantwortung für die Arzneimittelqualität sowohl in der Entwicklung als auch für die Marktversorgung sowohl für Small Molecules als auch für Biologics.

Um dieses Ziel zu erreichen, und den Qualitätsanspruch dieser internationalen Kunden gerecht zu werden, ist ein kontinuierlicher Ausbau und eine Weiterentwicklung der Labor- und IT-Infrastruktur notwendig sowie ein Key International Account Management. Aus diesem Grund ist die Gesellschaft seit Juni 2018 in den Konzern der Eurofins-Gruppe, Division BioPharma Product Testing, eingebunden.

Innerhalb der DACH-Region und Division, soll die Gesellschaft eine führende Rolle bei der Qualitätskontrolle von Arzneimittel und Arzneistoffen sowohl für Small Molecules als auch für Biologics und Impfstoffe übernehmen. Um die Leistungsfähigkeit sowie die Ressourcen für die Gesellschaft und die Eurofins-Gruppe weiterhin sicherzustellen bzw. kontinuierlich auszubauen, wurden Investitionen zum Ausbau der Laborinfrastruktur getätigt. Vor allem der Ausbau weiterer Laborflächen wird fortgeführt und soll voraussichtlich Ende des zweiten Quartals 2024 abgeschlossen sein.

A.1.2. Steuerungssystem

Zur Erreichung der zuvor genannten Ziele sowie zur kontinuierlichen Überwachung des Geschäftsverlaufs erfolgt eine regelmäßige Auswertung unterschiedlicher Kennzahlen und Steuerungsgrößen wie z.B. Rohergebnis, Personalkosten und Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT).

Darüber hinaus erfolgt auf Unternehmensebene monatlich sowie auf Konzernebene quartalsweise eine strenge Budgetkontrolle im Rahmen einer Abweichungsanalyse mit strikten Vorgaben für die Zielerreichung von Standortverantwortlichen und Vertriebsmitarbeitern.

A.1.3. Forschung und Entwicklung

Die PHAST erarbeitet neue Methoden auf breiter wissenschaftlicher Basis, die dann in der Entwicklungsabteilung an Prototypen von neuen Produkten während der präklinischen Entwicklungsphase von Arzneimitteln weiter verfeinert werden. Diese Methoden und Verfahren erreichen dann GMP-Tauglichkeit, wenn sie bei PHAST im Bereich der Qualitätskontrolle nach AMG (Arzneimittelgesetz) umfassend und produktspezifisch validiert werden. Sie können in diesem Stadium zum Qualitätsbeleg von Arzneimitteln zur Anwendung am Menschen und Tieren eingesetzt werden. Die Freigabe für diesen Zweck erfolgt durch die sogenannte Sachkundige Person bei EU Reimport und durch Leiter Qualitätskontrolle bei Chargenfreigaben. Weitere Voraussetzung hierfür ist die Herstellungserlaubnis nach AMG.

A.2. Wirtschaftsbericht

A.2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den Angaben des Internationalen Währungsfonds 1 entwickelte sich das Weltwirtschaftswachstum in 2023 mit 3,2% positiv, blieb allerdings hinter dem Vorjahr (3,5%) zurück. Die Ursachen liegen im Wesentlichen in den andauernden Auswirkungen des Ukrainekonfliktes unter Berücksichtigung der Entwicklungen in China. Bezogen auf die Euro-Zone wurde ein Wachstum von 0,4%, in Deutschland jedoch ein Rückgang von -0,3% erzielt.

1 IWF, World Economic Outlook Update April 2024.

A.2.2. Pharmabranche in 2023

Die statistischen Daten zu den Ausgaben im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen 2023 in Deutschland weisen alleine für dieses Marktsegment 50,3 Mrd. Euro aus. In 2023 wurden die Ausgaben um rund 2,8 % gegenüber 2022 gesteigert. Deutschland gehört damit zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. 2

Die Entwicklung der weltweiten Pharmaindustrie ist durch starke langfristige Trends getragen. Die wesentlichen Wachstumssäulen bilden dabei die stetig zunehmende und alternde Weltbevölkerung und der beständig wachsende Zugang zu Gesundheitsversorgung gerade in den Schwellen- und Entwicklungsländern.

Auch die Entwicklung neuer Arzneimittel, insbesondere für bislang nicht oder schwer zu behandelnden Krankheiten, treibt die Entwicklung des Pharmamarktes voran. Demgegenüber wirken sich auslaufende Patente und Sparmaßnahmen zur Begrenzung der nationalen Gesundheitsausgaben dämpfend aus.

A.2.3. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 22,9% gesunken, was im Wesentlichen auf die Beendigung der Forschung im Rahmen des COVID-Projektes sowie auf die Folgen eines verhinderten Cyber-Angriffes zurückzuführen ist, welcher die Tätigkeiten der Gesellschaft im Berichtsjahr eingeschränkt hat. Des Weiteren wurde eine Beteiligung an einer Tochtergesellschaft abgewertet. Dies hat im Wesentlichen zu dem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.968 geführt, der aufgrund des neu abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Eurofins BioPharma Services Holding Germany GmbH, Planegg, in voller Höhe von ihr übernommen wird.

A.2.3.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde der Umsatz mit einer diversifizierten, internationalen Kundenstruktur, aber auch mit multinationalen Großunternehmen erzielt.

A.2.3.1.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse der Gesellschaft auf TEUR 25.882 (Vorjahr: TEUR 33.567) gesunken (-22,9 %). Der Rückgang des Covid Geschäftes sowie der Cyber Angriff in 2023 hatten wie oben erwähnt entsprechende Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 406 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 797 erhöht. Hauptursächlich waren hierfür die Auflösungen von nicht mehr benötigten Rückstellungen. Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um TEUR 880 auf TEUR 8.744 gestiegen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um gesteigerte Kosten für konzernintern bezogene Laborfremdleistungen. Im Gegenzug ist der Personalaufwand aufgrund der deutlich rückläufigen Mitarbeiterzahl um TEUR 2.803 auf TEUR 10.307 zurückgegangen. Insbesondere der signifikante Umsatzrückgang hat dazu geführt, dass im Geschäftsjahr ein Rohergebnis von TEUR 18.008 erzielt wurde, welches um 31,0 % unter dem Vorjahr liegt.

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Rohergebnis) ist mit 57,2 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (Vorjahr: 50,2 %).

Die regulären Abschreibungen erhöhten sich investitionsbedingt um TEUR 278 auf TEUR 1.327.

2 GKV-Spitzenverband; Statistik KJ 1 und KV 45

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 701 auf TEUR 9.788 gesunken. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang sind die verringerten Kosten für konzernintern bezogene Dienstleistungen.

Wegen der Zinsentwicklung im Geschäftsjahr ist unterhalb des EBIT einerseits der Zinsaufwand durch gestiegene Kosten für ein Darlehen um TEUR 403 auf TEUR 635 gestiegen. Andererseits ist auch der Zinsertrag um TEUR 45 gestiegen. Des Weiteren wurde eine Abwertung auf die Finanzanlage der Eurofins PHAST Development GmbH & Co. KG, Konstanz in Höhe von TEUR 1.225 aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Tochtergesellschaft vorgenommen.

Der Jahresfehlbetrag wird zusätzlich durch Aufwendungen für Steuern aus Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 737 belastet. TEUR 657 entfallen davon auf Aufwendungen für latente Steuern, die nun bei der Organträgerin bilanziert werden.

Zusammenfassend führte diese Entwicklung zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.968, der wie bereits erwähnt in diesem Jahr erstmalig von der Gesellschafterin übernommen wird. Im Vorjahr wurde noch ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.080 erzielt.

Im Vergleich zur Prognose für das Geschäftsjahr 2023 im Lagebericht 2022 wurde das geplante Rohergebnis von TEUR 23.422 spürbar um TEUR 5.414 verfehlt. Die Personalkosten belaufen sich in 2023 auf TEUR 10.307 und sind somit TEUR 447 niedriger als im Prognosebericht für 2023 vorhergesehen. Das EBIT vor den Intercompany Verrechnungen und den Abschreibungen auf Finanzanlagen beträgt in 2023 TEUR -3.622 und liegt damit weit unter der Prognose des Vorjahres (TEUR 3.848).

A.2.3.1.2. Finanz- und Vermögenslage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital beträgt im Geschäftsjahr TEUR 6.217. Im Geschäftsjahr sind TEUR 2.096 an die Gesellschafterin ausgeschüttet worden. Jedoch sind auch TEUR 850 in die Kapitalrücklage eingestellt worden. Daraus ergibt sich insgesamt eine Verringerung um TEUR 1.246 im Vergleich zum Vorjahr. Da das Jahresergebnis von nun an an die Gesellschafterin abgeführt bzw. von dieser ausgeglichen wird, findet hierdurch keine Veränderung der Eigenkapitalsituation mehr statt. Die Eigenkapitalquote beträgt 29,5 % (Vorjahr: 41,0 %).

Auf der Passivseite verringern sich durch die Abnahme der Rückstellungen für die Gewerbe- sowie für die Körperschaftssteuer die Steuerrückstellungen um TEUR 517 auf TEUR 16 und die sonstigen Rückstellungen um TEUR 962 auf TEUR 1.334, insbesondere durch die gesunkene Rückstellung für ausstehende Rechnungen um TEUR 316. Die personalbezogenen Rückstellungen sind ebenfalls um TEUR 179 gesunken. Des Weiteren wurde die Rückstellung für eine potenzielle Rückzahlung von Fördermitteln in Höhe von TEUR 347 aufgelöst, da nach eingängiger Prüfung keine mögliche rechtliche Verpflichtung seitens der Gesellschaft mehr besteht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich im Geschäftsjahr von TEUR 6.238 auf TEUR 12.290. Hauptursächlich hierfür war die Erhöhung eines kurzfristigen Darlehens gegenüber einer Konzerngesellschaft um TEUR 5.171.

Zusammenfassend hat sich die Bilanzsumme der Eurofins PHAST GmbH im Berichtsjahr von TEUR 18.225 auf TEUR 21.071 erhöht.

Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 3.061 betrafen im Wesentlichen Anschaffungen für die Erweiterung der Laborräumlichkeiten.

Liquidität

Die Liquidität der Eurofins PHAST GmbH war im Berichtsjahr trotz des oben genannten Geschäftsverlauf stets gewährleistet. Es wird in Zukunft wieder eine verbesserte Vermögens- und Finanzlage als im Berichtsjahr erwartet. Die Liquidität der Gesellschaft wird mittel- und langfristig durch die Möglichkeit zur Nutzung der Finanzierungsinstrumente der Eurofins-Gruppe gewährleistet.

Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen erhöhten sich aufgrund der getätigten Investitionen um TEUR 885 auf TEUR 6.667.

Die Finanzanlagen verringerten sich im Geschäftsjahr insgesamt um TEUR 375 auf TEUR 2.547.Hauptursächlich war hierfür die Abwertung der Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.225. Gegenläufig wurden im Jahr die Rücklagen bei der Eurofins PHAST Development GmbH & Co. KG um TEUR 850 erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt von TEUR 4.291 auf TEUR 4.134 gesunken.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 3.291 auf TEUR 6.791 gestiegen. Ursächlich für den Anstieg ist im Wesentlichen die Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind insbesondere wegen verringerter Steuererstattungsansprüche insgesamt um TEUR 320 auf TEUR 636 gesunken.

Die aktiven latenten Steuern sanken im Geschäftsjahr um TEUR 657 auf TEUR 7, da aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge mehr angesetzt wurden.

A.2.3.1.3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zum 31. Dezember 2023 waren durchschnittlich 214 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter sind eine wesentliche Grundlage für den Erfolg der Eurofins-Gruppe.

Ziel der Personalpolitik ist es, die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, um von ihren Erfahrungen zu profitieren. Deswegen unterstützen wir im Rahmen unserer Personalpolitik aktiv die Personalentwicklung. Hierbei ist die individuelle persönliche und fachliche Entwicklung unsere Zielsetzung. In diesem Zusammenhang werden auch Entwicklungsfelder innerhalb der Eurofins-Gruppe berücksichtigt.

B. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

B.1. Prognosebericht

B.1.1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der internationale Währungsfonds 3 prognostiziert das Weltwirtschaftswachstum für 2024 und 2025 jeweils mit 3,2%. Das IWF erwartet somit trotz der durch den Ukraine-Krieg gestiegenen Inflation ein stabiles Wachstum auf dem Niveau des Jahres 2023 und nennt unter anderem die Wachstumserwartungen der USA als Grund.

3 IWF, World Economic Outlook Update April 2024.

Bezogen auf die Euro-Zone wird in 2024 mit einem abgeschwächten Wachstum von 0,8%, gerechnet, fortgesetzt mit 1,5% in 2025.

Das Wirtschaftswachstum für Deutschland wird für 2024 mit 0,2% prognostiziert, in 2025 wird eine leichte Verbesserung auf 1,3% erwartet. Als einen Hauptgrund nennt der Währungsfonds die weiter schwache Verbraucherstimmung in Deutschland.

B.1.2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Generell unterstützt die hohe Kundenzufriedenheit die Geschäftsentwicklung, so dass wir insgesamt für 2024 nach dem Umsatzrückgang im Jahr 2023 wieder von einem spürbaren Anstieg der Umsatzerlöse ausgehen. Positiv wird sich an dieser Stelle der Ausbau der Laborflächen auswirken.

B.1.3. Zusammenfassende Gesamtaussage der Zukunftsprognose

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein Rohergebnis von TEUR 21.254, Personalkosten von TEUR 10.253 (48 %) und ein EBIT vor Intercompany-Verrechnungen von TEUR 2.290 (11 %).

B.2. Risikobericht

Die Anforderungen an Know-How und Kompetenzen der Mitarbeiter nehmen stetig zu, weshalb die Gesellschaft fortlaufend in Ausbildung der Mitarbeiter investiert. Durch eine kooperative und partizipative Führung, offene Dialoge und marktgerechte Entgelte versucht die Gesellschaft, die Mitarbeitermotivation und -bindung auf dem erreichten Niveau zu halten bzw. wo möglich weiter zu steigern.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken (Auftragslage, Fachkräftemangel, Lieferengpässe, Regulierung und das Risiko der Überschuldung) des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu.

Insbesondere dem Risiko aus der Regulierung, der Einhaltung aller gesetzlichen Auflagen zur Qualitätskontrolle von Arzneimitteln wird mit einem hohen Qualitätsstandard entgegengewirkt, um die Ausübung der Geschäftstätigkeit zu sichern und um die regelmäßigen Prüfungen unserer Qualitätsstandards durch Neu- und Bestandkunden erfolgreich zu bestehen.

Zusätzlich werden der Auftragseingang und der Sales-Forecast untersucht sowie Umwelt oder sanitäre Risiken, um deren etwaige negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage der Gesellschaft frühzeitig erkennen zu können.

In dem Berichtswesen werden die relevanten finanzwirtschaftlichen Zielgrößen monatlich zeitnah den Geschäftsführern und den entsprechenden Managementebenen zur Verfügung gestellt, um umfassend über mögliche Risiken zu informieren.

Mit Hilfe dieser Plan- / Ist- Vergleiche auf Kostenstellenebene können frühzeitig Abweichungen erkannt und notwendige Maßnahmen zur Zielerreichung eingeleitet werden.

Die Gesellschaft ist zusammen mit ihren verbundenen Unternehmen global aufgestellt. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten in unseren weltweiten Absatzmärkten, u.a. im Regulierungsumfeld, und der fortbestehenden hohen gesamtwirtschaftlichen Volatilität bleibt jedoch ein grundsätzlich erhebliches Prognoserisiko bestehen.

Die Cyber-Attacke in diesem Jahr hat gezeigt, dass ein permanentes Risiko besteht, auf diesem Wege angegriffen zu werden. Die Gesellschaft überprüft daher regelmäßig die potenziellen Risiken in Bezug auf die IT Sicherheit und aktualisiert kontinuierlich die Sicherheitsmaßnahmen in diesem Bereich.

Auf den Beteiligungsbuchwert an der Tochtergesellschaft Eurofins PHAST Development GmbH & Co. KG wurden im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft hohe außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Daneben waren die Rücklagen der Gesellschaft jüngst mehrfach zu erhöhen, um das negative Eigenkapital auszugleichen. Sofern sich die Ertragslage der Tochtergesellschaft nicht verbessert, ist sie gegebenenfalls auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen.

Weiterhin ist die Gesellschaft aufgrund ihres Geschäftsbetriebes und auch im Zusammenhang mit der Ukrainekrise insbesondere seit dem Jahre 2022 durch Preisänderungsrisiken im Bereich Energieversorgung betroffen.

B.3. Chancenbericht

Die wesentlichen Chancen der künftigen Entwicklung liegen vor allem in der Qualitäts- und Entwicklungskompetenz der PHAST-Wissenschaftler. Die Kontinuität und das hohe Niveau in der Produkt- und Verfahrensentwicklung sowie die intensive Zusammenarbeit mit den Kunden sind Basis dafür, dass PHAST die erworbene Marktstellung zurückerobert und weiter ausbaut.

Es werden weiterhin große Anstrengungen unternommen, die Studienabläufe zu optimieren, um Kundenzufriedenheit und Ergebnis weiter zu steigern.

 

Homburg, den 28. August 2024

Walter Lauer

Christian Eib

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 96.959,77 179
2. Geleistete Anzahlungen 6.270,00 0
103.229,77 179
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 276.753,40 70
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.985.010,66 1.961
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.065.035,83 2.008
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.236.845,10 1.564
6.563.644,99 5.603
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.546.677,79 2.922
9.213.552,55 8.704
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 180.228,93 66
2. Unfertige Leistungen 73.348,26 0
253.577,19 66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.134.462,76 4.291
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.719.266,28 3.428
3. Sonstige Vermögensgegenstände 635.670,50 955
11.489.399,54 8.674
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.890,13 2
11.744.866,86 8.742
C. Rechnungsabgrenzungsposten 105.365,85 113
D. Aktive latente Steuern 7.369,39 665
21.071.154,65 18.224

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Kapitalrücklage 3.364.000,00 2.514
III. Andere Gewinnrücklagen 71.372,00 71
IV. Gewinnvortrag 1.781.895,81 2.798
V. Jahresüberschuss 0,00 1.080
6.217.267,81 7.463
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 15.851,12 533
2. Sonstige Rückstellungen 1.334.082,24 2.296
1.349.933,36 2.829
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.113.533,95 1.663
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.290.040,79 6.052
3. Sonstige Verbindlichkeiten 92.628,76 205
13.496.203,50 7.920
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.749,98 12
21.071.154,65 18.224

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 25.882.069,15 33.567
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 73.348,26 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 796.757,38 391
davon aus Währungsumrechnung EUR 28.478,88 (Vorjahr: TEUR 27)
davon aus der Auflösung von Sonderposten: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 24)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.271.460,45 3.768
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.472.292,00 4.095
8.743.752,45 7.863
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.491.698,32 10.836
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.815.533,15 2.275
davon für Altersversorgung: EUR 59.925,33 (Vorjahr: TEUR 78)
10.307.231,47 13.111
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.326.539,67 1.049
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.787.616,49 10.488
davon aus Währungsumrechnung EUR 44.386,94 (Vorjahr: TEUR 69)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.403,29 0
davon aus verbundene Unternehmen: EUR 43.042,88 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.225.000,00 0
davon außerplanmäßige Abschreibungen: EUR 1.225.000,00 (Vorjahr: TEUR 0)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 635.396,12 233
davon an verbundene Unternehmen: EUR 635.391,12 (Vorjahr: TEUR 232)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 736.922,69 126
davon latente Steuern: EUR 657.349,90 (Vorjahr: TEUR 36)
12. Ergebnis nach Steuern -5.964.880,81 1.088
13. Sonstige Steuern 3.335,00 8
14. Erträge aus Verlustübernahme 5.968.215,81 0
15. Jahresüberschuss 0,00 1.080

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Eurofins PHAST GmbH mit Sitz in Homburg und Eintragung im Handelsregister B beim Amtsgericht Saarbrücken (HRB 13440), (im Folgenden "PHAST" oder "Gesellschaft") ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft sich verpflichtet, ihren ganzen Gewinn an die Gesellschafterin Eurofins BioPharma Services Holding Germany GmbH, Planegg rückwirkend ab dem 1. Januar 2023 abzuführen. Im Gegenzug hat sich die Gesellschafterin dazu verpflichtet, die Verluste der Phast zu übernehmen. Dieser Ergebnisabführungsvertrag wurde zwischen den beiden Vertragspartnern am 2. November 2023 abgeschlossen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und die Abschreibungen des Berichtsjahres bewertet.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 20 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung Sammelposten gebildet. Dieser wird auf eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bei dauernder Wertminderung angesetzt.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen Einstandspreisen und die Handelswaren zu Anschaffungskosten angesetzt. Lag zum Stichtag ein niedrigerer beizulegender Wert aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. sonstiger Wertminderungen vor, wurde dieser angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Dabei wurde der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit dem Nominal- bzw. Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Sofern erkennbare Einzelrisiken vorliegen, wurde eine individuell bemessene Einzelwertberichtigung durchgeführt.

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Kosten enthalten, die das Folgejahr betreffen.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage wurde mit dem Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht. Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bilanziert wurden, sind diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

In dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Erträge enthalten, die das Folgejahr betreffen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

C.1. Anlagespiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage dem Anhang beigefügt.

C.2. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die unmittelbar sowie die mittelbar gehaltenen Anteile an anderen Unternehmen gemäß § 285 Nr. 11 HGB setzen sich am 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

Deutschland:

Name/Sitz Anteil Eigenkapital Ergebnis
unmittelbar mittelbar 2023 2023
% % EUR EUR
PHAST Development Verwaltungs GmbH, Konstanz 100 - 25.483,82 -9.399,78
PHAST Development GmbH & Co. KG, Konstanz 100 - -342.332,39 -863.972,26

Schweiz:

Name/Sitz Anteil Eigenkapital Ergebnis
unmittelbar mittelbar 2022 2022
% % CHF CHF
PHAST Pharma GmbH, Frick 100 - 727.908,40 105.509,71

Der Umrechnungskurs beträgt zum 31. Dezember 2023 1,08 EUR/CHF.

C.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 235 (im Vorjahr: TEUR 330) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 6.484 (Vorjahr: TEUR 3.098). Die sonstigen Forderungen haben in Höhe von TEUR 90 (im Vorjahr: TEUR 90) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Kautionen weisen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) eine Restlaufzeit von mehr als ein Jahr auf. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

C.4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 714 893
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 401 797
Rückstellung Aufbewahrungsverpflichtung 173 173
Rückstellung Rückzahlung Fördermittel 0 347
Sonstige 46 86
1.334 2.296

C.5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.355 (Vorjahr: TEUR 472) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 10.935 (Vorjahr: TEUR 5.580) sonstige Verbindlichkeiten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Eurofins BioPharma Services Holding Germany GmbH, Planegg, i.H.v. TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -22) enthalten. Diese Verbindlichkeiten enthielten im Vorjahr vollständig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 152) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR -1 (Vorjahr: TEUR 4).

Sämtliche Verbindlichkeiten verfügen wie auch im Vorjahr über eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

D. Sonstige Angaben

D.1. Mindeststeuergesetze

Es werden keine Auswirkungen aus dem Mindestbesteuerungsgesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen nach § 274 Abs. 3 Nr. 2 HGB auf die Gesellschaft erwartet.

D.2. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

D.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Sonstige wesentliche Verpflichtungen finanzieller Art, die nicht aus der Bilanz hervorgehen und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen für Mietverpflichtungen und Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 7.914, davon TEUR 5.575 mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr, TEUR 1.305 zwischen einem und fünf Jahren und TEUR 1.034 mehr als fünf Jahre. Diese Verpflichtungen bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen.

In den Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind aus unbefristeten Verträgen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.249 pro Jahr enthalten.

D.4. Mitarbeiterzahl

Der Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 214 Mitarbeiter, davon 170 in Vollzeit und 44 in Teilzeit.

D.5. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren im Geschäftsjahr:

Herr Dr. Tomasz Bednarczyk (abberufen zum 1. März 2024),

Herr Walter Lauer,

Herr Christian Eib (bestellt zum 1. März 2024)

Alle Mitglieder des Geschäftsführungsorgans übten im Geschäftsjahr ihre Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus.

Geschäftsführerbezüge

Die Gesellschaft hat von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

D.6. Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Muttergesellschaft der PHAST ist die Eurofins BioP harma Services Holding Germany GmbH mit Sitz in Planegg. Diese macht von ihrem Wahlrecht zur Befreiung von der Erstellung eines Teilkonzernabschlusses im Sinne des § 291 HGB Gebrauch.

Sowohl die PHAST als auch die Muttergesellschaft werden in den Konzernabschluss der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Handelsregister in Luxemburg und der Nummer RCS Luxembourg B 167775 veröffentlicht.

D.7. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 5.968 wird aufgrund des in 2023 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit der Eurofins BioP harma Services Holding Germany GmbH, Planegg, von dieser übernommen.

E. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Berichtszeitraums sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Homburg, den 28. August 2024

Walter Lauer

Christian Eib

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.727.648,94 19.878,50 0,00 0,00 2.747.527,44
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 6.270,00 0,00 0,00 6.270,00
2.727.648,94 26.148,50 0,00 0,00 2.753.797,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.552,95 137.406,01 0,00 77.169,64 289.128,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.803.522,91 267.716,82 0,00 410.921,69 13.482.161,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.686.177,65 509.998,57 98.080,99 108.935,19 7.207.030,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.563.840,93 1.270.030,69 0,00 -597.026,52 2.236.845,10
21.128.094,44 2.185.152,09 98.080,99 0,00 23.215.165,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.921.677,79 850.000,00 0,00 0,00 3.771.677,79
2.921.677,79 850.000,00 0,00 0,00 3.771.677,79
26.777.421,17 3.061.300,59 98.080,99 0,00 29.740.640,77
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.548.548,98 102.018,69 0,00 2.650.567,67
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.548.548,98 102.018,69 0,00 2.650.567,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.172,20 8.203,00 0,00 12.375,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.842.336,78 654.813,98 0,00 11.497.150,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.678.567,58 561.504,00 98.076,99 5.141.994,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
15.525.076,56 1.224.520,98 98.076,99 16.651.520,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.225.000,00 0,00 1.225.000,00
0,00 1.225.000,00 0,00 1.225.000,00
18.073.625,54 2.551.539,67 98.076,99 20.527.088,22
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 96.959,77 179.099,96
2. Geleistete Anzahlungen 6.270,00 0,00
103.229,77 179.099,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 276.753,40 70.380,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.985.010,66 1.961.186,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.065.035,83 2.007.610,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.236.845,10 1.563.840,93
6.563.644,99 5.603.017,88
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.546.677,79 2.921.677,79
2.546.677,79 2.921.677,79
9.213.552,55 8.703.795,63

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Eurofins PHAST GmbH, Homburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eurofins PHAST GmbH, Homburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eurofins PHAST GmbH, Homburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 30. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Arno Probst, Wirtschaftsprüfer

Christian Schnepel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 09. September 2024 festgestellt.

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