Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
HatiCon Germany GmbH
Mittenwalder Straße 9A, 15834 Rangsdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Merten seit 7.12.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
HatiCon GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HatiCon Germany GmbHRangsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015HatiCon Germany GmbH, RangsdorfI. UNTERNEHMENSDARSTELLUNGDie HatiCon Germany GmbH (nachfolgend "Gesellschaft" genannt) war einer der weltweit führenden Hersteller von Befestigungssystemen für Photovoltaikanlagen. Mit Vertrag vom 23. Dezember 2014 wurden die Anteile der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2015 an die Mounting Systems GmbH, Rangsdorf, (nachfolgend "Gesellschafterin") veräußert. Die Gesellschafterin ist einer der weltweit führenden Hersteller von Befestigungssystemen im Bereich der Solarenergie und von Komponenten für Solarthermie. Gleich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres hat die neue Gesellschafterin mit zahlreichen Umstrukturierungsmaßnahmen begonnen. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde die bisherige Tätigkeit der Gesellschaft (Produktion von Befestigungssystemen für Photovoltaikanlagen) zum 31. März 2015 eingestellt. Zwischen der Gesellschaft und der neuen Gesellschafterin wurde für das verbliebene Anlagevermögen und einen Teil der Kundenbeziehungen ein Pachtvertrag geschlossen. Dieser stellt die neue vermögensverwaltende Tätigkeit der Gesellschaft dar. II. ENTWICKLUNG VON KONJUNKTUR UND BRANCHEDa die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sehr stark von der gesellschaftlichen Lage und Entwicklung der Gesellschafterin abhängt, werden nachfolgend die Entwicklung von Konjunktur und Branche bezogen auf die Gesellschafterin dargestellt. 1. Gesamtwirtschaft Trotz der Verunsicherung auf den Finanzmärkten ist bisher keine wesentliche Verlangsamung der Konjunktur wahrzunehmen. Der moderate Aufschwung in den großen Industrieländern bleibt intakt und ein länderübergreifender Abwärtstrend ist nicht zu erkennen. Es wird erwartet, dass die Weltproduktion nach einem Zuwachs von 2,6 % im Jahr 2015 in den Jahren 2016 und 2017 um 2,5 % beziehungsweise 2,8 % steigen wird. Im Einklang mit dieser Prognose wird ein Zuwachs des Welthandels um 2,9 % im Jahr 2016 und 3,3 % im Jahr 2017 erwartet; nach 2,5 % im Jahr 2015. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor dürften die, auch für die Zukunft zu erwartenden, Schwankungen des Ölpreises sein. Seit Oktober 2015 sank der Ölpreis um weitere 30 % auf zwischenzeitlich nur noch rund 30 US-Dollar. Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur verlief während des Geschäftsjahres 2015 ähnlich wie im Jahr zuvor regional sehr unterschiedlich. Während in Deutschland die Wirtschaft im weltweiten Vergleich moderat gewachsen ist, haben sich die übrigen großen EU-Volkswirtschaften deutlich schwächer entwickelt als erwartet. Positiv war wiederum das Wirtschaftswachstum in der weltweit größten Volkswirtschaft, den USA. Grund für den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in den USA und in Deutschland war insbesondere der nationale Konsum, während sich Unternehmen mit Investitionen eher zurückhaltend zeigten. 2. Branche Es wird geschätzt, dass bis zum Jahr 2019 weltweit Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von fast 500 Gigawatt installiert sein werden, mit einem dann auf 75 Gigawatt gesteigerten jährlichen Zubau. Hierbei wird allgemein erwartet, dass die Schwankungen des Weltmarktes geringer sein werden, da das Verhalten der Anbieter nicht mehr in so starkem Maß von den politischen Rahmenbedingungen in China und Japan geprägt sein sollte. Zudem wird erwartet, dass sich die Nachfrage auf viele kleinere Märkte mit mindestens einem Gigawatt jährlicher Installation stützen wird. Getrieben durch die technischen Entwicklungen und den Wettbewerbsdruck werden auch in den kommenden Jahren die Preise in KWp sowohl für Module als auch für Befestigungssysteme und Modulrahmen sowie für Komponenten weiter zurückgehen, wenn auch nicht so stark wie in den vergangenen Jahren. Es wird erwartet, dass der Trend zur Konsolidierung insbesondere in der Produktion auch in den nächsten Jahren anhält. Erst für 2019 wird wieder eine Auslastung der Anlagen in der Modulproduktion erwartet, die dem Wert von 2010 entspricht, dem bisher besten Jahr bezüglich der Auslastung der Produktionskapazitäten bei den Modulherstellern. Wie auch in der Vergangenheit, wird die Nachfrage auch weiterhin stark durch das jeweilige gesetzliche bzw. regulatorische Umfeld bestimmt werden. Aufgrund der teilweise kurzfristigen Änderungen führt dies zu einer signifikanten Unsicherheit bezüglich der Entwicklung der Nachfrage. Dies betrifft insbesondere die Märkte in Europa und den USA. Alle europäischen Hersteller von Montagesystemen befinden sich in einem sehr volatilen wirtschaftlichen Umfeld. Die errichteten, wenig flexiblen Produktionskapazitäten stehen einer durch die gesetzliche Förderung für Solarstrom getriebenen, stark schwankenden Nachfrage gegenüber. Auch bei einer weiteren internationalen Konsolidierung und Professionalisierung der Hersteller wäre eine Kürzung der gesetzlichen Förderung in weiteren Ländern nur sehr bedingt zu kompensieren. 3. Wettbewerb Der Wettbewerbsdruck in der PV-Industrie bzw. bei den Herstellern von Montagesystemen wird auch in absehbarer Zukunft zunehmen. Zum einen drängen neue, kleine, regionale Anbieter auf den Markt, die mit geringeren Gemeinkosten arbeiten. Zum anderen sind Stahlproduzenten in den Markt eingestiegen. Das wurde ermöglicht durch den vermehrten Einsatz von Stahl insbesondere bei der Errichtung von größeren Solarparks. Dies wird die Hersteller nicht nur zu einer weiteren Konsolidierung und Professionalisierung zwingen, sondern auch den Druck auf die Hersteller erhöhen, die Wertschöpfung zu erhöhen und sich hierdurch zu differenzieren. Beispiele hierfür sind die Übernahme von komplizierten Logistikleistungen oder Installationsleistungen. Es existieren nur wenige global agierende Wettbewerber; nach eigenem Bekunden hat der größte deutsche globale Anbieter die Sanierung in wesentlichen Teilen abschlossen. III. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT1. Umsatzentwicklung Aufgrund der Einstellung des bisherigen Geschäftsbetriebs zeichnete sich das Geschäftsjahr 2015 der Gesellschaft durch einen starken Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr aus (-6.794 TEUR; -59 %). Insgesamt erzielte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von TEUR 4.693, wovon TEUR 4.507 auf die bisherige Geschäftstätigkeit und TEUR 186 auf die neue Geschäftstätigkeit entfielen. 2. Produktion/Beschaffung Die Gesellschaft hat ihre Produktion am Standort Pinnow zum 30. April 2015 eingestellt. Aufgrund der Produktionseinstellung wurde ebenfalls die Beschaffung zu Beginn des Geschäftsjahres eingestellt. 3. Investitionen Im laufenden Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr TEUR 160) getätigt. Davon entfielen TEUR 8 (Vorjahr TEUR 71) auf immaterielle Vermögensgegenstände (Software) und TEUR 0 (Vorjahr TEUR 89) auf technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. 4. Finanzierung Die Finanzierung des Geschäftsbetriebs erfolgt ausschließlich über die Gesellschafterin (Mounting Systems GmbH, Rangsdorf). 5. Personal- und Sozialbereich Aufgrund der Einstellung des bisherigen Geschäftsbetriebs wurden sämtliche Mitarbeiter der Gesellschaft gekündigt. Ein Großteil der gekündigten Mitarbeiter wechselte zum 1. April 2015 für eine Dauer von mindestens 7 Monaten in eine Transfergesellschaft. Zum 31. Dezember 2015 waren noch 2 Mitarbeiterinnen beschäftigt; diese befanden sich noch in Elternzeit. 6. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die Betriebsstätten in Pinnow und Güterfelde wurden zum 30. April 2015 geschlossen. Seitdem übt die Gesellschaft ihre Tätigkeit in den Räumen der neuen Gesellschafterin in Rangsdorf aus. Im Juli 2015 wurde der Sitz der Gesellschaft nach Rangsdorf verlegt und der Gesellschaftsvertrag entsprechend angepasst. Zum 1. Juli 2015 wurde zwischen der Gesellschaft und der neuen Gesellschafterin ein Pachtvertrag geschlossen. Im Rahmen dieses Pachtvertrages werden ein Teil des verbliebenen Anlagevermögens sowie ein Teil der Kundenbeziehungen von der Gesellschaft an die Gesellschafterin verpachtet. Die Verpachtung dieser Vermögensgegenstände stellt die neue Tätigkeit der Gesellschaft dar. Für die Jahre 2010 und 2014 wurden Warenlieferungen nach Österreich umsatzsteuerlich unzutreffend deklariert. Im Jahr 2015 wurde diesbezüglich eine strafbefreiende Selbstanzeige bei den zuständigen Finanzbehörden in Österreich eingereicht. Die bilanziellen Auswirkungen wurden in dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 erfasst. IV. LAGE DER GESELLSCHAFT1. Vermögens- und Finanzlage Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 hat sich die Bilanzsumme um TEUR 1.637 verringert (Vorjahr: TEUR -858). Das Anlagevermögen ging um TEUR 198 zurück (Vorjahr TEUR -2.044). Das Anlagevermögen besteht zu 88 % (Vorjahr: 83 %) aus technischen Anlagen und Maschinen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 11 % (Vorjahr 11 %). Die Vorräte sind aufgrund der Einstellung der bisherigen Geschäftstätigkeit um TEUR 2.143, also vollständig abgebaut worden. (Vorjahr TEUR -3.286). Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 576 erhöht (Vorjahr TEUR +3.500 aufgrund einer Einzahlung in die Kapitalrücklage). Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 58 % (Vorjahr: 42 %). Die Rückstellungen sind um TEUR 3.884 zurückgegangen (Vorjahr: TEUR +2.097). Hier wurde hauptsächlich die zum 31. Dezember 2014 gebildete Rückstellung für Umstrukturierungsmaßnahmen von TEUR 3.568 größtenteils in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin haben sich um TEUR 2.432 erhöht (Vorjahr TEUR -6.341). Die Erhöhung resultierte aus der Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens von der neuen Gesellschafterin, welches zur Finanzierung der Umstrukturierung (Einstellung des Geschäftsbetriebs und Entlassung aller Mitarbeiter) diente. 2. Ertragslage Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 873 (-35 %) auf TEUR 1.635 gesunken (Vorjahr: TEUR -2.186; -42 %). Dabei stand einer Minderung der Umsatzerlöse von 59 % eine Minderung des Materialaufwands von 69 % gegenüber. Die höhere Minderung des Materialaufwandes gegenüber dem Umsatz ist dem allgemeinen Geschäftsverlauf sowie der Umstellung des Geschäftsbetriebs geschuldet. Der Personalaufwand hat sich aufgrund der Entlassung aller Mitarbeiter um TEUR 3.971 auf TEUR 351 verringert (Vorjahr: TEUR -3.638 auf TEUR 4.322). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist gegenüber dem Vorjahr um 91 auf 26 zurückgegangen. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Arbeitnehmer (ohne Abfindungen) beträgt TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 27). Die Personalaufwandsquote (ohne Abfindungen) bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 11 % (Vorjahr: 35 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sind per Saldo um TEUR 3.129 auf TEUR +242 gesunken. Die Änderung resultiert hauptsächlich aus dem Absinken der Raumkosten (TEUR 1.016), der Vertriebskosten (TEUR 379), der Versicherungsaufwendungen (TEUR 126), der Rechts- und Beratungskosten (TEUR 114) und der Geschäftsführungs- und Verwaltungsgebühren (TEUR 105) an die Sapa AB. Der Rückgang dieser und weiterer Aufwendungen resultiert aus der Einstellung des bisherigen Geschäftsbetriebs. Im laufenden Geschäftsjahr sind keine außerordentlichen Aufwendungen entstanden (Vorjahr: TEUR 3.568 für eine Rückstellung für die Umstrukturierung in 2015). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich von TEUR -10.559 im Vorjahr auf TEUR +698 um TEUR 11.257 verbessert. Grund hierfür ist die Einstellung des bisherigen verlustreichen Geschäftsbetriebs. Das Finanzergebnis ist von TEUR 0 im Vorjahr auf TEUR -122 gesunken. Grund hierfür sind die in 2015 angefallenen Zinsen für Gesellschafterdarlehen. Das negative Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich von TEUR -10.559 im Vorjahr auf TEUR +576 um TEUR 11.135 verbessert. V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRESEs ergaben sich keine solchen Vorgänge. VI. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFT UND RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG1. Voraussichtliche Entwicklung Für das Geschäftsjahr 2016 rechnen wir mit konstanten Einnahmen aus dem Pachtvertrag mit der Gesellschafterin, woraus sich ein niedriger positiver Mietüberschuss ergeben wird. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2016 ein niedriges positives Geschäftsergebnis. 2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Da die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sehr stark von der gesellschaftlichen Lage und Entwicklung der Gesellschafterin abhängt, werden nachfolgend die Entwicklung von Konjunktur und Branche bezogen auf die Gesellschafterin dargestellt. Chancen Die Gesellschafterin verfügt über eine nunmehr stabile Organisation und ein hohes Know-how bezüglich industrieller Fertigung und internationaler Beschaffung und Logistik. Die Gesellschafterin ist international aufgestellt und baut Kundenkontakte in allen wesentlichen Industrienationen weiter aus. Sie hat eine Vertriebsgesellschaft in Japan und eine Tochtergesellschaft mit einem weiteren Produktionsstandort in den USA. Durch den Marktzugang in diese Länder bzw. Regionen mit erheblichen Wachstumsaussichten kann die Gesellschafterin an einem Wachstum im globalen PV partizipieren bzw. kann die Gesellschafterin regional unterschiedliche Entwicklungen kompensieren. Eine wesentliche Chance zur Ausweitung des Umsatzes stellt zudem die nun abgeschlossene Entwicklung des Tracker dar. Hiermit können sehr kurzfristig neue Umsatzpotentiale adressiert und realisiert werden. Bereits im laufenden Geschäftsjahr werden Aufträge von ca. TEUR 9.200 abgearbeitet. Risiken Die hohe Dynamik im Photovoltaikbereich stellt ein grundsätzliches Risiko dar. Dies ergibt sich durch die hohe Abhängigkeit von dem schlecht prognostizierbaren und sich stark verändernden regulatorischen bzw. politischen Umfeld, insbesondere in Europa und den USA. Verschärft wird dies durch den stetig zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck aus Asien sowie durch den Eintritt neuer Wettbewerber aus dem Bereich der Stahlhersteller. Ein wesentliches, dauerhaftes Unterschreiten der Umsatzerwartungen kann aufgrund der gegebenen hohen Fix-Kostenstruktur zu Verlusten führen, die Zahlungsschwierigkeiten bis hin zu Bestandsgefährdungen zur Folge haben können. Die Gesellschafterin ist in diesem Bereich durch die Integration in die Nordwest Industrie Group gut und solvent aufgestellt. Die Abrechnung von Großprojekten in Fremdwährung kann zu erheblichen Währungsgewinnen und -verlusten führen. Soweit dies vertretbar ist, begrenzt die Gesellschafterin dieses Risiko durch zeitnahes Hedging. Insbesondere durch den Finanzierungsbedarf und mögliche Vertragsstrafen stellen Großprojekte aufgrund des Volumens grundsätzlich ein erhöhtes Risiko dar, dies umso mehr bei dem Erbringen neuer Leistungen oder dem Einsatz neuer Produkte. In der hart umkämpften Branche kann es zu Zahlungsausfällen von Kundenforderungen kommen. Die Gesellschafterin versucht, diesem Risiko durch systematische Anforderung von Abschlagszahlungen bei Großprojekten zu begegnen.
Rangsdorf, 28. Februar 2017 HatiCon Germany GmbH Geschäftsführung gez. Michael Sehner Bilanz zum 31. Dezember 2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurden die Anteile an der Gesellschaft an die Mounting Systems GmbH, Rangsdorf, veräußert. Im Rahmen zahlreicher Umstrukturierungsmaßnahmen wurde die bisherige Tätigkeit der Gesellschaft (Produktion von Befestigungssystemen für Photovoltaikanlagen) zum 31. März 2015 eingestellt. Zwischen der Gesellschaft und der neuen Gesellschafterin wurde für das verbliebene Anlagevermögen und einen Teil der Kundenbeziehungen ein Pachtvertrag geschlossen. Dieser stellt die neue vermögensverwaltende Tätigkeit der Gesellschaft dar. Für diese neue Tätigkeit wurde der Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenNachstehend geben wir eine Übersicht über die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Soweit die Bilanzierung gegenüber dem Vorjahr geändert wurde, wird dies gesondert beschrieben. Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 21 Jahren) angesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Ab dem Geschäftsjahr 2013 werden geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 bis EUR 410 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. In den vorhergehenden Geschäftsjahren wurde für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 bis EUR 1.000 der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen auch in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Jahr, für dessen Zugänge sie gebildet wurden und den 4 darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird dadurch Rechnung getragen, dass eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die Nettoforderungen (ohne die einzelwertberichtigten Forderungen) gebildet wird. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse im Anlagevermögen betrifft Investitionszulagen nach § 2 InvZulG 2007 und § 2 InvZulG 2010. Der Sonderposten wird linear entsprechend der Nutzungsdauer der zugrunde liegenden Anlagegüter aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 24) sowie aus Darlehen (TEUR 339). Die sonstigen Rückstellungen sind alle kurzfristig und bestehen im Wesentlichen für Restrukturierungskosten, Kundenboni sowie ausstehende Rechnungen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind analog zum Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 28 (Vj. TEUR 222) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0, Vj. TEUR 107). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2016 und 2017. Angaben zu Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 124), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 18, Vj. TEUR 189), aus der Herabsetzung von Pauschalwertberichtigungen (TEUR 5; Vj. TEUR 1), aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (TEUR 64; Vj. TEUR 24) und weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 31 (Vj. TEUR 62) enthalten. Aus der Währungsumrechnung ergab sich ein Aufwand in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 2). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 22 (Vj. TEUR 57). Sonstige AngabenGeschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4. HGB hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9 HGB wird in Anspruch genommen, da nur ein Mitglied der Geschäftsführung Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat. Anzahl der Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt): Im Geschäftsjahr 2015 waren durchschnittlich 17 gewerbliche Arbeitnehmer und 9 Angestellte beschäftigt (Vj. 78 gewerbliche Arbeitnehmer und 39 Angestellte). Honorare des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 8. Es betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Konzernverhältnisse Das Mutterunternehmen der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 ist die Mounting Systems GmbH, Rangsdorf, welche im vollständigen Besitz der Anteile ist. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Nordwest Industrie Group GmbH, Frankfurt am Main, einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Rangsdorf, 24. Februar 2017 HatiCon Germany GmbH Geschäftsführung gez. Michael Sehner Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 27. März 2017 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HatiCon Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, den 24. März 2017 RSM
Verhülsdonk GmbH
Beering, Wirtschaftsprüfer Calvi, Wirtschaftsprüfer Beschluss der Gesellschafterversammlungder HatiCon Germany GmbH(Amtsgericht Potsdam, HRB 28065)Im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam ist unter HRB 28065 die Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Firma HatiCon Germany GmbH mit Sitz in Rangsdorf ("Gesellschaft") eingetragen. Gesellschafter der Gesellschaft ist die im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter HRB 27464 P eingetragene Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Firma Mounting Systems GmbH mit Sitz in Rangsdorf ("Gesellschafter"). Der Gesellschafter der Gesellschaft vertritt das gesamte Stammkapital der Gesellschaft und ist somit ordnungsgemäß vertreten. Unter Verzicht auf alle verzichtbaren gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Form- und Fristerfordernisse über die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung halten die Gesellschafter hiermit eine GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNGder Gesellschaft ab und beschließen einstimmig wie folgt: (1) Feststellung des Jahresabschlusses Der von der RSM Verhülsdonk GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, geprüfte und am 23. März 2017 testierte Jahresabschluss per 31. Dezember 2015 mit einem Jahresergebnis von 575.627,01 EUR und einer Bilanzsumme von 7.223.059,94 EUR wird festgestellt. (2) Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe 575.627,01 EUR sowie der Bilanzgewinn zum 31.12.2015 in Höhe von 0,00 EUR (insgesamt 575.627,01 EUR) werden vorgetragen. (3) Entlastung der Geschäftsführung Der Geschäftsführung der HatiCon Germany GmbH wird für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 Entlastung erteilt. Die Gesellschafterversammlung ist hiermit beendet.
Rangsdorf, den 27. März 2017 Mounting Systems GmbH Michael Sehner, Geschäftsführer |
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