Stammdaten

Register
Amtsgericht Landau HRB 31653
Eingetragen
23.3.2015
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA sowie die Übernahme der Haftung und der Führung der Geschäfte der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA. Die Gesellschaft ist nicht befugt, darüber hinaus für eigene oder fremde Rechnungen Geschäfte zu tätigen oder sonstige unternehmerische Aktivitäten zu entfalten. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen oder geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern, insbesondere im Inund Ausland Zweigniederlassungen und Betriebsstätten sowie andere Gesellschaften zu errichten, zu erwerben oder sich an ihnen zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Joanna Dr. Kowalska
seit 26.8.2025
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Philipp Achim Teufel
seit 17.1.2023
Prokura
Philipp Martin Bauer
seit 16.3.2022
Prokura
Antje Kelbert
seit 16.3.2022
Prokura
Christian Dr. Seidel
seit 18.11.2015
Prokura
Manfred Georg Kummer
seit 18.11.2015
Prokura
Hubertus Kunz
seit 18.11.2015
Prokura
Mirko Sawary
seit 18.11.2015
Prokura
Albrecht Hornbach
seit 23.3.2015
Vorsitzender des Vorstands

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HORNBACH Management AG

Annweiler am Trifels

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

Grundlagen des Konzerns

1. Der Konzern im Überblick

1.1 Die HORNBACH Management AG

Die HORNBACH Management AG mit Sitz in Annweiler am Trifels ist die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und zugleich Muttergesellschaft des HORNBACH Management AG Konzerns. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ist am geregelten Markt der Frankfurter Börse notiert. Das Grundkapital ist in 16 Mio. stimmberechtigte Inhaber-Stückstammaktien eingeteilt. Die KGaA-Stammaktien (ISIN DE0006083405) werden im Prime Standard sowie im Auswahlindex SDAX der Deutschen Börse geführt.

Die HORNBACH Management AG wird vertreten durch ihren Vorstand, der derzeit aus drei Mitgliedern besteht. Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin führt die Geschäfte der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und vertritt diese gegenüber Dritten. Die Geschäftsführungsbefugnis der persönlich haftenden Gesellschafterin umfasst satzungsgemäß auch außergewöhnliche Geschäftsführungsmaßnahmen, die nicht der Zustimmung der Kommanditaktionäre in der Hauptversammlung bedürfen. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist weder am Gewinn und Verlust noch am Vermögen der KGaA beteiligt. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat dem Aufsichtsrat der KGaA regelmäßig zu berichten.

Die Hornbach Familien-Treuhandgesellschaft mbH hält sämtliche Aktien an der HORNBACH Management AG.

1.2 Der HORNBACH Management AG Konzern

Der HORNBACH Management AG Konzern ist im Wesentlichen deckungsgleich mit dem Gesamtkonzern HORNBACH Holding AG & Co. KGaA (HORNBACH Gruppe).

Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft der HORNBACH Gruppe. Sie ist selbst nicht operativ tätig, sondern verfügt über Beteiligungsgesellschaften. Der größte operative Teilkonzern ist die HORNBACH Baumarkt AG, in dem der europaweite Do-it-yourself (DIY)-Einzelhandel mit Bau- und Gartenmärkten sowie der DIY-Onlinehandel gebündelt sind. Darüber hinaus umfasst die HORNBACH Gruppe die Teilkonzerne HORNBACH Baustoff Union GmbH (regionaler Baustoffhandel) und HORNBACH Immobilien AG (Immobilien- und Standortentwicklung). Zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 arbeiteten 24.783 Beschäftigte in der Gruppe, davon 13.440 in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2023/24 (1. März 2023 bis 29. Februar 2024) erzielte die HORNBACH Gruppe einen Nettoumsatz von rund 6,2 Mrd. €. Die HORNBACH Gruppe wurde im Jahr 1877 gegründet und ist in der fünften Generation familiengeführt.

1.2.1 Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG

Zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 betreibt der Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG 169 großflächige Bau- und Gartenmärkte sowie HORNBACH Onlineshops in neun europäischen Ländern. Darüber hinaus betreibt HORNBACH in Deutschland unter dem Dach der BODENHAUS GmbH zwei Fachmärkte für Hartbodenbeläge sowie einen BODENHAUS Onlineshop. 98 Standorte befinden sich in Deutschland. 73 weitere Standorte liegen im übrigen Europa und verteilen sich auf die Länder Österreich (14), Niederlande (18), Luxemburg (1), Tschechien (10), Schweiz (8), Schweden (8), Slowakei (5) und Rumänien (9). Der Teilkonzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 5.780 Mio. € (rund 94 % des Konzernumsatzes).

1.2.2 Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH

Die HORNBACH Baustoff Union GmbH ist mit ihren operativen Tochtergesellschaften Union Bauzentrum Hornbach GmbH, Ruhland-Kallenborn & Co. GmbH, Robert Röhlinger GmbH und Ets. Camillie Holtz et Cie. SA (HBU-Gruppe) regional im Baustoffhandel tätig. Sie betrieb zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 insgesamt 38 Standorte, davon 36 Niederlassungen im Südwesten Deutschlands sowie zwei grenznahe Standorte in Frankreich. Der Umsatz des Teilkonzerns belief sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf 381 Mio. € (rund 6 % des Konzernumsatzes).

1.2.3 Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG

Der Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG entwickelt im Wesentlichen Einzelhandelsimmobilien für die operativen Gesellschaften im HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern. Der überwiegende Teil wird konzernintern zu marktüblichen Bedingungen vermietet. Von den Mieterträgen im Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von 89,1 Mio. € entfielen 98 % auf die Vermietung von Objekten innerhalb des Gesamtkonzerns.

2. Geschäftsmodell des Konzerns

2.1 Handelsaktivitäten

Das Geschäftsmodell wird hauptsächlich geprägt durch die Einzelhandelsaktivitäten des Teilkonzerns HORNBACH Baumarkt AG (im Folgenden: "HORNBACH"). HORNBACH betreibt großflächige Bau- und Gartenmärkte - überwiegend mit Verkaufsflächen von mehr als 10.000 qm - in großen regionalen Einzugsgebieten. Durch das organisch gewachsene homogene Standortportfolio im In- und Ausland profitiert HORNBACH von Größenvorteilen (Economies of Scale) im Betrieb und der konzeptionellen Weiterentwicklung der Märkte sowie in der Konzernlogistik. Bei einer gewichteten Gesamtverkaufsfläche (Definition des Handelsverbands BHB) von 2.051 Tsd. qm zum 29. Februar 2024 beträgt die Durchschnittsgröße eines HORNBACH Bau- und Gartenmarktes rund 12.000 qm. HORNBACH verbindet sein stationäres Einzelhandelsgeschäft in allen Ländern des Geschäftsgebiets mit Onlineshops (E-Commerce) zum DIY-Mehrkanalhandel. Das umfangreiche virtuelle Angebot ermöglicht allen Kunden rund um die Uhr Auswahl, Kauf und Beratung. Durch die Verzahnung des Onlineangebots mit dem stationären Handel (Interconnected Retail) können Kunden reibungslos zwischen den Kanälen wechseln.

Das Sortiment der HORNBACH Filialen umfasst im Durchschnitt rund 50.000 stationär vorrätige Artikel sowie bis zu 286.000 online verfügbare Artikel aus den fünf Warenbereichen

Eisenwaren / Elektro,

Farben / Tapeten / Bodenbeläge,

Baustoffe / Holz / Baufertigteile,

Sanitär / Fliesen sowie

Garten-Hardware und Pflanzen.

Seit Oktober 2023 betreibt HORNBACH in Deutschland einen Online-Marktplatz, der im Onlineshop bzw. der HORNBACH App integriert ist. Der Marktplatz ergänzt das Produktangebot von HORNBACH um weitere DIY-Produkte von ausgewählten Drittanbietern.

Bei HORNBACH stehen die Projektkunden im Mittelpunkt. Dies sind einerseits Heimwerkerinnen, die in Eigenregie umfangreiche Renovierungs- und Bauvorhaben im Haus, in der Wohnung oder im Garten verwirklichen (DIY, Do-it-yourself). Zum anderen sind es gewerbliche Kunden und Handwerkerinnen, welche die komplette Abwicklung eines Projekts einschließlich aller Dienstleistungen für ihre Kunden umsetzen (Do-it-for-me). Auf diese Zielgruppen sind alle stationären und Online-Aktivitäten des Unternehmens ausgerichtet. So bietet HORNBACH seinen Kunden insbesondere ein breites und tiefes Sortiment, das in ausreichend großen Mengen vorrätig ist, transparente Dauertiefpreise sowie Beratung und projektbezogene Services. Dazu zählt insbesondere auch der HORNBACH Handwerkerservice. Dieser bietet Kunden die Möglichkeit, eine große Zahl von Gewerken durch professionelle Handwerksbetriebe aus der Region mit HORNBACH als Vertragspartner umsetzen zu lassen. Der Handwerkerservice wird ergänzt durch das Angebot des auf barrierefreie Badumbauten spezialisierten Startups Seniovo GmbH, das seit dem 1. Dezember 2023 Teil des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns ist.

Das Fachhandelskonzept BODENHAUS richtet sich mit einer sehr breiten Auswahl an Fliesen, Parkett, Laminat, Vinyl und Terrassendielen vor allem an die Zielgruppe der Profi-Handwerker:innen, aber auch an den privaten Endverbraucher, der den Boden selbst verlegt oder verlegen lässt. Anders als im klassischen Fachhandel sind fast alle Produkte im BODENHAUS in großen Mengen direkt verfügbar oder können über den Onlineshop reserviert bzw. bestellt werden. Verschiedene Services wie die Zufuhr des Materials auf die Baustelle, ein eigenes Designcenter und Bauschuttentsorgung runden das Konzept ab.

Ergänzt werden die Handelsaktivitäten des Konzerns durch den regional aufgestellten Baustoffhandel unter dem Dach des Teilkonzerns HORNBACH Baustoff Union GmbH, mit dem die HORNBACH Gruppe an den Wachstumspotenzialen der Bauwirtschaft partizipiert. Hauptzielgruppe sind gewerbliche Kunden des Bauhaupt- und Baunebengewerbes. Diesen Kunden bietet die HORNBACH Baustoff Union Baumaterialien, Werkzeuge und Serviceleistungen in Bevorratung und Zufuhr sowie professionelle Beratung für alle wesentlichen Sortimente und Gewerke. Das Leistungsspektrum reicht dabei vom Rohbau bis zum Dach, vom Innenausbau bis zur Fassade, vom Tiefbau bis zum Garten- und Landschaftsbau, sowohl bei Neubau als auch bei Umbau oder Sanierung. Darüber hinaus richtet sich das Baumaterial-, Service- und Beratungsangebot der HORNBACH Baustoff Union auch an private Kunden.

2.2 Immobilienaktivitäten

Die HORNBACH Gruppe verfügt über einen erheblichen Immobilienbesitz. Hierbei handelt es sich überwiegend um Einzelhandelsimmobilien der HORNBACH Baumarkt AG, die als Bau- und Gartenmärkte genutzt werden. Die Eigentumsverhältnisse stellen sich gemessen an den Verkaufsflächen zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 wie folgt dar:

Anzahl der Märkte Verkaufsfläche in qm Anteil
in %
Eigentum
Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG 60 727.320 35,5
Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG 44 534.997 26,1
Zwischensumme Eigentum 104 1.262.317 61,6
Grundstück gemietet, Gebäude im Eigentum 3 29.906 1,4
Leasing (Miete) 64 758.957 37,0
Gesamtsumme 171 2.051.180 100,0

(Differenzen durch Rundung)

Entsprechend der übergeordneten Immobilienstrategie hält die HORNBACH Gruppe - auch unter Berücksichtigung möglicher Sale & Leaseback-Transaktionen - mindestens die Hälfte der für betriebliche Zwecke genutzten Immobilien, gemessen an der Verkaufsfläche, im Eigentum. Zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 belief sich dieser Anteil auf 61,6 % (Vj. 61,0 %). Die restlichen ca. 38,4 % (Vj. 39,0 %) der Verkaufsflächen sind von Dritten gemietet. In Einzelfällen (1,4 %; Vj. 2,0%) wurde nur das Grundstück gemietet. Weiterhin verfügen die HORNBACH Immobilien AG und die HORNBACH Baumarkt AG über eine Anzahl von Optionen zum Erwerb von weiteren Grundstücksflächen an erstklassigen Standorten im In- und Ausland. Überdies befinden sich Grundstücke im In- und Ausland, die ebenfalls zur Nutzung als Einzelhandelsstandorte vorgesehen sind, bereits im Eigentum von Konzernunternehmen.

Die Spezialisten für die Standortentwicklung sowie die mit der Bauplanung, Baudurchführung und der Einrichtung neuer Märkte betrauten Mitarbeiterinnen sind im Teilkonzern der HORNBACH Baumarkt AG beschäftigt und arbeiten auch im Auftrag der Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG.

2.3 Berichtssegmente

Die Einteilung der Segmente entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das vom Management der HORNBACH Gruppe zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird (Management Approach). Danach ergeben sich folgende Segmente: "Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG", "Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG" und "Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH". In den Überleitungsspalten der Segmentberichterstattung "Zentralbereiche" und "Konsolidierung" sind die nicht den Segmenten zugeordneten Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen ausgewiesen.

3. Steuerungssystem

Die finanzielle Berichterstattung von HORNBACH wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Neben den finanziellen Kennzahlen nach IFRS verwenden wir zur Steuerung sowie in der externen Kommunikation und Berichterstattung alternative Leistungskennzahlen, die nicht nach IFRS definiert sind. Seit dem Geschäftsjahr 2023/24 ist die mehrjährige variable Vergütung des Vorstands der HORNBACH Management AG zu 25% an ESG (Environment, Social, Governance)-Kennzahlen ausgerichtet. Diese Kennzahlen dienen der mittelfristigen Unternehmenssteuerung und sind nicht Teil der Prognose.

1.1 Prognoserelevante Steuerungskennzahlen

Umsatz Der Umsatz ist die zentrale Steuerungsgröße des operativen Geschäfts und der wesentliche Indikator für den Erfolg beim Kunden. Die Umsatzentwicklung wird als Nettoumsatz (ohne Umsatzsteuer) in Euro berichtet. Der im Berichtszeitraum in den Ländern des Geschäftsgebiets außerhalb des Euroraums erzielte Umsatz wird mit dem entsprechenden durchschnittlichen Wechselkurs umgerechnet. Der Umsatz ist eine wesentliche Kennzahl für die Berechnung der einjährigen variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder.
Bereinigtes EBIT Das bereinigte EBIT oder adjusted EBIT (Earnings before Interest and Taxes) ist die zentrale Ertragskennzahl des Konzerns. Es ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), bereinigt um nicht-operative Ergebniseffekte. Bei der Bereinigung werden nicht-operative Aufwendungen dem EBIT hinzugerechnet (Beispiele: außerplanmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte, Immobilien oder werbenahe Assets). Nicht-operative Erträge werden vom EBIT abgezogen (Beispiele: Erträge aus der Veräußerung von Immobilien, Erträge aus Zuschreibungen auf in Vorjahren wertberichtigte Vermögenswerte). Dadurch eignet sich das bereinigte EBIT besonders für Steuerungszwecke und den Vergleich der operativen Ertragsentwicklung im Zeitablauf sowie für Prognosen.

1.2 Weitere Leistungskennzahlen

1.2.1 Kennzahlen Ertragslage

Flächen- und währungskursbereinigte Umsätze (Veränderung in %) Die Veränderungsrate der flächen- und währungskursbereinigten Umsätze dient als Indikator für das organische Wachstum der Einzelhandelsaktivitäten (stationäre Filialen und Onlineshops) von HORNBACH. Bei der Berechnung der flächenbereinigten Umsätze werden alle Bau- und Gartenmärkte zugrunde gelegt, die mindestens zwölf Monate in Betrieb sind, sowie die Umsätze aus dem Online-Geschäft. Neueröffnungen, Schließungen und Märkte mit wesentlichen Umbaumaßnahmen in den zurückliegenden zwölf Monaten werden dagegen nicht berücksichtigt. Die flächenbereinigten Umsätze werden ohne Umsatzsteuer (netto) und auf Basis lokaler Währung für den zu vergleichenden Berichtszeitraum ermittelt (währungskursbereinigt). Auf Euro-Basis werden zusätzlich die flächenbereinigten Umsätze einschließlich der Währungskurseffekte in den Nicht-Euro-Ländern des europaweiten Geschäftsgebiets ermittelt.
Handelsspanne Auskunft über den warenwirtschaftlichen Erfolg gibt die Entwicklung der Handelsspanne (Rohertragsmarge). Sie ist definiert als der warenwirtschaftliche Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen und Kosten der umgesetzten Handelsware) in Prozent vom Nettoumsatz. Die Handelsspanne wird maßgeblich beeinflusst von der Entwicklung der Einkaufs- und Verkaufspreise, von Veränderungen im Sortimentsmix sowie Währungskurseffekten im Zuge des internationalen Einkaufs.
Kostenquoten Die Filialkostenquote ist der Quotient aus Filialkosten und Nettoumsatz. Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der stationären Bau- und Gartenmärkte sowie der Onlineshops stehen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum- und Werbekosten sowie Abschreibungen und allgemeine Betriebskosten wie beispielsweise Transportkosten, Wartung und Instandhaltung. Die Voreröffnungsquote ist der Quotient aus Voreröffnungskosten und Nettoumsatz. Als Voreröffnungskosten werden Kosten ausgewiesen, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen stationären Bau- und Gartenmarktes bis zur Neueröffnung stehen. Die Voreröffnungskosten umfassen im Wesentlichen Personal- und Raumkosten sowie Verwaltungsaufwand. Die Verwaltungskostenquote ist der Quotient aus Verwaltungskosten und Nettoumsatz. In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung ausgewiesen, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von stationären Bau- und Gärtenmärkten sowie dem Ausbau und Betrieb des Onlinehandels (E-Commerce) stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können. Sie beinhalten im Wesentlichen Personal- und IT-Kosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie Reise- und Kraftfahrzeugkosten. Neben den rein administrativen Verwaltungskosten sind darin auch projektbezogene Aufwendungen sowie insbesondere Kosten für Digitalisierung bzw. Interconnected Retail enthalten.
EBITDA Das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) ist das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen bzw. Wertaufholungen. Das EBITDA errechnet sich aus dem EBIT zuzüglich erfolgswirksamer Abschreibungen und abzüglich erfolgswirksamer Wertaufholungen bei Sachanlagen, Nutzungsrechten und immateriellen Vermögenswerten. Dadurch werden ggf. verzerrende Effekte aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Bewertungsspielräumen neutralisiert.
EBIT Das EBIT (Earnings before Interest and Taxes) ist das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern und berechnet sich aus dem Rohertrag in Euro abzüglich der Kosten (Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten) zuzüglich sonstiges Ergebnis. Aufgrund der Unabhängigkeit von unterschiedlichen Finanzierungsformen sowie Steuersystemen wird das EBIT für den Vergleich mit anderen Unternehmen herangezogen.
EBT Das EBT (Earnings before taxes) ist das Periodenergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Es ist unabhängig von unterschiedlichen Steuerungssystemen, schließt aber Zinseffekte ein. Das EBT ist eine wesentliche Kennzahl für die Berechnung der einjährigen variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder.
Renditeprämie HORNBACH strebt an, eine Renditeprämie (Spread) - ausgedrückt durch den Return on Capital Employed (ROCE) abzüglich der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) - zu erzielen. Der ROCE errechnet sich aus dem Quotienten von Betriebsergebnis abzüglich dem darauf entfallenden Steueranteil (Nopat = Net operating profit after tax) und dem eingesetzten Kapital, auch Capital Employed genannt. Das Capital Employed ist in diesem Falle als Eigenkapital zuzüglich der Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel definiert. Der WACC (Weighted Average Cost of Capital) drückt die Höhe einer geforderten Verzinsung des eingesetzten Kapitals unter Berücksichtigung der Relation von Eigen- und Fremdkapital in Prozent aus. Dieser Kapitalkostensatz wird üblicherweise aus am Markt beobachtbaren Daten für vergleichbare Unternehmen (Peer Group) und deren Eigenkapital- und Fremdkapitalstruktur ermittelt. Darüber hinaus werden länderspezifische Risikozuschläge berücksichtigt. Zur Messung der Zielerreichung wird ein durchschnittlicher WACC, der sich aus der Gewichtung des landesspezifischen WACCs und seinem jeweiligen Segmentanteil am Gesamtvermögen des Konzerns ableitet, ermittelt. Es wird angestrebt, eine möglichst marktgerechte Verzinsung zu erzielen. Die Renditeprämie ist eine wesentliche Kennzahl für die Berechnung der mehrjährigen variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder.

1.2.2 Kennzahlen Finanz- und Vermögenslage

Eigenkapitalquote Die Eigenkapitalquote ist der Quotient aus bilanziellem Eigenkapital und Gesamtkapital (Bilanzsumme). HORNBACH strebt zur Absicherung der finanziellen Stabilität und Unabhängigkeit grundsätzlich eine dauerhaft stabile, im Branchenvergleich hohe bilanzielle Eigenkapitalquote an. Gegenüber einigen Fremdkapitalgebern bestehen Verpflichtungsvereinbarungen (Covenants), die unter anderem eine Eigenkapitalquote von mindestens 25 % fordern.
Nettofinanzschulden und Verschuldungsgrad Die Nettofinanzschulden errechnen sich aus der Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden (inklusive Leasingschulden) abzüglich der flüssigen Mittel und - soweit vorhanden - abzüglich kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte (Finanzanlagen). Der Verschuldungsgrad errechnet sich aus den Nettofinanzschulden im Verhältnis zum EBITDA.
Investitionen und Free Cash Flow (FCF) Die Steuerung der Finanz- und Vermögenslage des HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzerns verfolgt das Ziel, die Liquidität des Konzerns jederzeit sicherzustellen sowie den Finanzierungsbedarf für das nachhaltige Wachstum des Konzerns möglichst kostengünstig zu decken. Zu den weiteren Steuerungsgrößen gehören vor diesem Hintergrund die zahlungswirksamen Investitionen in Grundstücke, Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung für neue und bestehende Bau- und Gartenmärkte sowie in immaterielle Vermögenswerte (CAPEX). Dabei streben wir an, die Investitionen möglichst aus dem operativen Cashflow zu finanzieren, so dass ein Free Cash Flow (FCF) generiert werden kann. Der FCF errechnet sich aus dem operativen Cashflow zuzüglich Einzahlungen aus Anlagenabgang und abzüglich Investitionen sowie gezahlter Dividenden.
Lagerumschlagshäufigkeit Für Handelsunternehmen ist die Lagerumschlagshäufigkeit ein wichtiger Indikator für die Effizienz der Warenwirtschaft. Wir definieren den Lagerumschlag als Verhältnis von Kosten der umgesetzten Handelsware zu den durchschnittlichen Vorräten. Dabei entspricht der Durchschnittsbestand der Vorräte dem arithmetischen Mittel aus Periodenanfangs- und Periodenendbestand. Je höher der Lagerumschlag liegt, umso niedriger sind die Vorratsbestände und dadurch die Liquiditätsbindung.

1.2.3 ESG-Kennzahlen

Nachhaltigkeitskennzeichnung HORNBACH entwickelt ein Kennzeichen, das jene Artikel im gelisteten Lagersortiment auszeichnet, die im Vergleich zu Alternativen in Herstellung, Logistik und/ oder Anwendung deutliche Nachhaltigkeitsvorteile aufweisen. Als Kennzahl dient der Anteil der Artikel am gelisteten Lagersortiment in Prozent, der auf Nachhaltigkeitsvorteile untersucht und gegebenenfalls mit dem im Konzern hierfür entwickelten Kennzeichen gekennzeichnet ist.
CO 2 e-Emissionen HORNBACH hat Ziele zur Reduktion von klimaschädlichen Emissionen (CO 2 e) der GHG (Greenhouse Gas)-Kategorien Scope 1 und Scope 2 im Einklang mit dem 1,5 Grad-Ziel definiert. Die Emissionen im eigenen Geschäftsbetrieb (Scope 1) sowie aus dem Zukauf von Energie (Scope 2) errechnen wir gemäß Greenhouse Gas Protocol als CO 2-Äquivalent (CO 2 e).
Mitarbeiter:innen-zufriedenheit Als Indikation für die Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen errechnen wir die arbeitnehmerseitige Fluktuation, definiert als Kündigungen (Arbeitgeber und Angestellte) bezogen auf die durchschnittliche Angestelltenzahl im Geschäftsjahr (exklusive nicht unbefristeter Arbeitsverhältnisse).
Diversität Unter Berücksichtigung und Respektierung bestehender Arbeitsverträge strebt HORNBACH eine deutliche Verbreiterung der Diversität in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands an. Die Diversität wird gemessen als Anteil von weiblichen Führungskräften in den ersten beiden Ebenen unterhalb des Vorstands.
Kundenzufriedenheit Ziel von HORNBACH ist es, die Bedürfnisse seiner Kunden bestmöglich zu erfüllen. Zur Bewertung der Kundenzufriedenheit greift HORNBACH u.a. auf unabhängige externe Studien renommierter Institute zurück. Als Kennzahl dient das nach Umsatz gewichteten Ergebnismittel der letzten vier Jahre aus der Studie "Kundenmonitor" in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Studien liefern ein Gesamtergebnis, das sich auf einer Skala von 1 (äußerst/vollkommen zufrieden) bis 5 (unzufrieden) bewegt.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Rahmenbedingungen in Europa

Die europäische Wirtschaft hat im Jahr 2023 vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten, schwacher Auslandsnachfrage und der Straffung der Geldpolitik an Dynamik verloren. Zudem sorgte der anhaltende Krieg in der Ukraine und die Eskalation der Konflikte im Nahen Osten für erhöhte Unsicherheit. Die Angriffe auf Handelsschiffe im Suez-Kanal beeinträchtigten den globalen Handel und haben seit Beginn des Jahres 2024 steigende Transportkosten für Importe aus Asien zur Folge.

Die Zentralbanken in Europa und den USA reagierten auf die anhaltend hohe Inflation wie auch bereits in 2022 mit weiteren Leitzinserhöhungen. Die Europäische Zentralbank hob den Hauptrefinanzierungssatz von 3,0% zu Beginn des Geschäftsjahres auf zuletzt 4,5% (20.9.2023) an. Angesichts der in der zweiten Jahreshälfte rückläufigen Inflationsraten und der Erwartung wieder sinkender Zinsen haben sich die Umlaufrenditen an den Kapitalmärkten jedoch im Jahresverlauf stabilisiert.

Insgesamt ist die europäische Wirtschaft (EU 27) im Kalenderjahr 2023 nach Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) nur geringfügig um 0,4% gewachsen (Vj. +3,4%). In allen neun europäischen Ländern des HORNBACH Geschäftsgebiets reduzierte sich das Wirtschaftswachstum signifikant gegenüber dem Vorjahr und war zum Teil negativ. Der private Konsum wuchs um 0,3% (Vj. +4,0 %). Positive Entwicklungen gab es hingegen bei der Inflation. Die durchschnittliche Inflationsrate (HVPI) belief sich in der EU27 im Kalenderjahr 2023 auf 6,4% (Vj. 9,2%). In den Ländern des HORNBACH Geschäftsgebiets ergab sich dabei eine weite Spreizung zwischen 2,3% (Vj. 2,7%) in der Schweiz und 12,0% (Vj. 14,8%) in Tschechien.

Die Produktion im Baugewerbe in der EU27 entwickelte sich im Jahr 2023 unterdurchschnittlich mit +0,1% (Vj. +2,6%) - ebenfalls mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen in den Ländern des HORNBACH Geschäftsgebiets. In Deutschland, Luxemburg, Österreich, Schweden, der Schweiz und Tschechien war die Produktion im Baugewerbe rückläufig; das Baugewerbe in den Niederlanden, Rumänien und der Slowakei verzeichnete dagegen Zuwächse.

Das Einzelhandelsvolumen im Nicht-Nahrungsmittelsektor (ohne Motorkraftstoffe) ging im Jahr 2023 in der EU27 um 0,9% zurück (Vj. +3,2%). Bezogen auf das HORNBACH Geschäftsgebiet war der Nicht-Nahrungsmittel-Einzelhandel in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Schweden rückläufig, während in Rumänien und Luxemburg Zuwächse erzielt wurden. Der nominale Bruttoumsatz im Do-it-yourself-Einzelhandel (DIY) sank nach Angaben des Marktforschungsinstituts GfK im Kalenderjahr 2023 in Deutschland um 3,1% (Vj. +7,8%), in Österreich um 3,2% (Vj. +4,2%), in Tschechien um 5,9% (Vj. +10,4%) und in der Schweiz um 4,9 % (Vj. -5,2%). In den Niederlanden stieg der nominale DIY-Bruttoumsatz um 4,4% (Vj. +13,6%). Für die übrigen Länder des HORNBACH Geschäftsgebiets lagen keine GfK-Daten vor.

Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und Inflation im HORNBACH Geschäftsgebiet

Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal bzw. Vorjahr Inflation (HVPI) 1)
Quelle: Eurostat (Angaben bezogen auf Kalenderjahr) 1. Quartal 2023 2. Quartal 2023 3. Quartal 2023 4. Quartal 2023 Kalenderjahr 2023 Kalenderjahr 2023
Deutschland -0,1 0,1 -0,3 -0,2 -0,3 6,0
Luxemburg -1,3 -0,5 -2,1 -0,6 -1,1 2,9
Niederlande 2,0 -0,1 -0,5 -0,7 0,1 4,1
Österreich 1,8 -1,5 -1,7 -1,4 -0,8 7,7
Rumänien 1,0 2,9 3,5 1,1 2,1 9,7
Slowakei 0,9 1,3 1,2 1,3 1,1 11,0
Schweden 1,4 -0,2 -1,0 -0,1 -0,2 5,9
Schweiz 1,5 0,4 0,4 0,6 0,7 2,3
Tschechien -0,2 -0,1 -0,6 0,2 -0,3 12,0
EU27 1,2 0,6 0,1 0,2 0,4 6,4

1) Harmonisierter Verbraucherpreisindex

1.2 Rahmenbedingungen in Deutschland

1.2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge im Kalenderjahr 2023 einen Rückgang des BIP um 0,3% (Vj. +1,8%). Der private Konsum ging im gleichen Zeitraum preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr (+3,9%) zurück. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2%). Nominal stiegen die Konsumausgaben inflationsbedingt um 5,5% (Vj. -10,9%). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich im Jahr 2023 aufgrund von Gehaltssteigerungen mit 5,9% etwas stärker als die Konsumausgaben.

1.2.2 Bautätigkeit und Baugewerbe

Hohe Baupreise und gestiegene Zinsen belasteten die Bauwirtschaft in Deutschland - insbesondere den Wohnungsbau. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) stieg das Wohnungsbauvolumen im Jahr 2023 zwar inflationsbedingt um 5,5% (Vj. +11,8%). Real ergab sich jedoch im zweiten Jahr in Folge mit -2,3% ein Rückgang (Vj. -2,6%). Die für die Baumarktbranche relevanten Modernisierungen im Gebäudebestand wuchsen nominal um 7,0% (Vj. +13,0%), gingen jedoch real ebenfalls zurück (2023: -0,7%, Vj. -1,4%).

Die Kosten für Baumaterialien erhöhten sich nach Angaben des Statistischen Bundesamts vor allem bei mineralischen Baustoffen wie Zement oder Bausand. Deutliche Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr ergaben sich dagegen bei Materialien aus Holz und aus Stahl.

1.2.3 Einzelhandel und DIY

Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wuchs der Netto-Gesamtumsatz im deutschen Einzelhandel im Kalenderjahr 2023 um nominal 2,9 % auf 649,1 Mrd. € (Vj. 631,9 Mrd. €). Real ergab sich ein Minus von 3,4% (Vj. -0,8%). Der Onlinehandel (E-Commerce) ging um 0,4% auf 84,2 Mrd. € zurück (Vj. 84,5 Mrd. €) bzw. real um 3,9 % (Vj. -6,9 %). Damit hatten die Onlineumsätze im Jahr 2023 einen Anteil von 13,0% (Vj. 13,5 %) am gesamten Einzelhandelsvolumen.

Der DIY-Branchenverband BHB und die GfK meldeten einen Rückgang der Bruttoumsätze der großflächigen Baumärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 1.000 qm im Kalenderjahr 2023 um nominal 3,1% auf 21,2 Mrd. € (Vj. 21,9 Mrd. €). Flächenbereinigt - das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen - verzeichnete die Branche ein Minus von 3,4%. Die Bruttoumsätze der kleinflächigen Baumärkte (bis 1.000 qm Verkaufsfläche) gingen nach vorläufigen Zahlen auf rund 4,3 Mrd. € zurück. Damit sank das Marktvolumen aller Bau- und Heimwerkermärkte im Kalenderjahr 2023 um 4,2 % auf 25,5 Mrd. €.

Die E-Commerce-Umsätze mit Heimwerker-, Baustoff- und Gartensortimenten über die Onlineshops der stationären Händler, den Versandhandel und die reinen Onlinehändler in Deutschland gingen im Kalenderjahr 2023 nach vorläufigen Zahlen (IFH Retail Consultants/Klaus Peter Teipel) um 4,9% auf brutto 5,3 Mrd. € zurück (Vj. 5,6 Mrd. €). Die darin enthaltenen stationär tätigen Baumarktunternehmen verbuchten einen Rückgang ihrer Onlineumsätze um 2,3% auf 1,2 Mrd. €.

1.2.4 Regionaler Baustoffhandel

Die Konjunktur in der Baustoffhandelsbranche wird stark beeinflusst von Branchentendenzen im Bauhauptgewerbe. Für den Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH ist dabei die Entwicklung des Bauhauptgewerbes im Vertriebsgebiet relevant, das sich größtenteils auf die Bundesländer Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie Baden-Württemberg erstreckt. Die nominalen Umsätze des Bauhauptgewerbes (Wohnungsbau, Betriebe ab 20 Beschäftigte) sanken nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Kalenderjahr 2023 in Rheinland-Pfalz um 12,0 % (Vj. +20,9%) und im Saarland um 22,4% (Vj. +10,8%). In Baden-Württemberg stiegen die Umätze leicht um 1,6% (Vj. +9,3%). Deutschlandweit ergab sich insgesamt ein Minus von 4,9% (Vj. +11,0 %). Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe gingen in Rheinland-Pfalz um 25,9% und in Baden-Württemberg um 20,3% zurück. Das Saarland verzeichnete hingegen einen leichten Anstieg von 1,5%. Deutschlandweit lagen die Auftragseingänge um 13,5% (Vj. -3,9 %) unter dem Vorjahresniveau.

2. Überblick über den Geschäftsverlauf 2023/24

2.1 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage des Konzerns

2.1.1 Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen

Angesichts der weiterhin hohen Inflation, gestiegener Kreditzinsen und der gedämpften wirtschaftlichen Dynamik waren die DIY-Kundinnen und Kunden im Geschäftsjahr 2023/24 insbesondere bei größeren Investitionen und Anschaffungen zurückhaltend. Hausbaupläne und umfangreiche DIY-Projekte wurden teilweise verschoben; gleichzeitig hatte die Erhaltung des bestehenden Wohnraums weiterhin eine hohe Priorität und kleinere Renovierungsprojekte standen im Fokus. Die schwache Baukonjunktur betraf vor allem den Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union. Der Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG ist dagegen vorwiegend auf das Endkundengeschäft sowie Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsprojekte in bestehenden Gebäuden fokussiert.

Die Normalisierung der Preisniveaus bei einigen Rohstoffen wie Holz und Metallen trug in der zweiten Geschäftsjahreshälfte zur Erholung der Handelsspanne bei, nachdem die sehr hohen Preissteigerungen in den Vorjahren nicht vollständig über Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben wurden.

Die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen hatten keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf. HORNBACH war und ist nicht mit Standorten in Russland, Belarus oder der Ukraine vertreten und hat auch keine Direktlieferanten in diesen drei Ländern. Gleiches gilt für den Gazastreifen. Wesentliche Lieferverzögerungen durch die Umleitung von Containerschiffen ergaben sich nicht - die Kosten für Importe aus Asien sind seit Januar 2024 jedoch gestiegen.

2.1.2 Saison- und kalenderbedingte Einflüsse sowie sonstige Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr haben sich kalendarisch durchschnittlich 1,1 Verkaufstage weniger als im Vorjahr ergeben. Der rechnerische Kalendereffekt verteilte sich wie folgt auf die vier Quartale:

1. Quartal (Q1): -1,5 Verkaufstage,

2. Quartal (Q2): +0,8 Verkaufstage,

3. Quartal (Q3): +/-0 Verkaufstage,

4. Quartal (Q4): -0,5 Verkaufstage.

Die Monate März und April des Geschäftsjahres 2023/24 waren in den Ländern des HORNBACH Geschäftsgebiets geprägt von einem ungewöhnlich kalten und regnerischen Start in die Frühjahrssaison. In dieser Zeit war insbesondere die Nachfrage im Gartensortiment dadurch erheblich beeinträchtigt. Ab Mai wirkte sich das sonnige Wetter wiederum positiv aus. Die Sommer-, Herbst- und Wintermonate im Geschäftsgebiet waren im Geschäftsjahr 2023/24 überdurchschnittlich warm. Der außergewöhnlich regenreiche Spätherbst dämpfte erneut die Nachfrage im Gartensortiment. Die darauffolgenden Rekord-Niederschläge im Dezember sorgten in einigen Regionen Deutschlands für Überschwemmungen. HORNBACH Märkte waren davon jedoch nicht betroffen.

2.1.3 Entwicklung des stationären HORNBACH Filialnetzes und des Interconnected Retail (ICR)

Im Geschäftsjahr 2023/24 eröffnete der Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG einen neuen Bau- und Gartenmarkt in Nijmegen (Niederlande). Darüber hinaus investierte der Teilkonzern in bestehende Märkte im Rahmen üblicher Modernisierungsprogramme, beispielsweise durch die Erweiterung um Drive-ins oder Baustoffabhollager. Das Logistiknetzwerk wurde im April 2023 um ein neues Logistikzentrum in Essingen (Deutschland) ergänzt, das als Cross-Docking-Center für Lang- und Sperrgut sowie als Regionallager dient.

Der Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG arbeitet kontinuierlich am Ausbau der ICR-Architektur, um das Einkaufserlebnis für die Kunden weiter zu verbessern sowie eine hohe Performanz, Skalierbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten. Auch das Produktsortiment und Serviceangebot im Onlineshop wird stetig erweitert. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde unter anderem ein Marktplatz für externe Anbieter in den deutschen HORNBACH Onlineshop integriert. Durch die Einbindung von ausgewählten Herstellern und Händlern bietet HORNBACH eine noch größere Produktbreite und -tiefe. Gleichzeitig stellt der Teilkonzern hohe Ansprüche an die Produktqualität und Zuverlässigkeit der Partner. Um Technologie-Projekte rund um den Onlineshop sowie weitere ICR-Themen voranzutreiben und einen zusätzlichen Pool von IT-Fachkräften zu erschließen, hat der Teilkonzern im Berichtsjahr einen IT-Hub in Rumänien aufgebaut. Ferner trieb HORNBACH die Umstellung des SAP ERP-Systems auf S/4 HANA weiter voran.

Das Serviceangebot hat der Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG im Berichtsjahr durch die Akquisition der Seniovo GmbH gestärkt. Das Berliner Start-up ist spezialisiert auf serielle barrierefreie Badumbauten. Die Zusammenarbeit mit Seniovo ergänzt den bereits bestehenden HORNBACH Handwerker-Service in Deutschland. Sie bietet Chancen durch die gezielte Ansprache relevanter Kundengruppen sowie eine schnelle Projektrealisierung durch hochgradig standardisierte und digitalisierte Prozesse. Das Unternehmen wurde ab dem 1. Dezember 2023 konsolidiert.

Der Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH teilte den im Vorjahr übernommenen Standort Saarbrücken Gersweiler (Deutschland) zum 1. März 2023 in zwei eigenständige Niederlassungen auf. Zwei Baustoffhandels-Standorte wurden im Geschäftsjahr geschlossen: Eislingen (Deutschland) zum 30. November 2023 und Kaiserslautern-Flickerstal (Deutschland) zum 31. Januar 2024. Zum 1. März 2024 hat die HBU-Gruppe einen zusätzlichen Standort in Kirn (Deutschland) übernommen. Damit steigt die Zahl der Standorte von 38 (Vj. 39) zum Bilanzstichtag auf 39 ab dem 1. März 2024.

2.1.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Nettoumsatz der HORNBACH Gruppe ging leicht um 1,6 % auf 6.160,9 Mio. € (Vj. 6.263,1 Mio. €) zurück. Davon entfielen mit 5.780,0 Mio. € (Vj. 5.843,1 Mio. €) rund 94 % (Vj. 93 %) auf den Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG. Die allgemeine Konsumzurückhaltung schlug sich in leicht gesunkenen Durchschnittsbons nieder, während die Kundenfrequenz gegenüber dem Vorjahreszeitraum zunahm (+2,0%). Die HORNBACH Baumarkt Onlineshops verzeichneten im Einklang mit der allgemeinen Entwicklung des Onlinehandels eine rückläufige Entwicklung. Der Online-Anteil am Gesamtumsatz des Teilkonzerns belief sich im Berichtszeitraum auf 12,7% (Vj. 14,1%), lag damit aber weiterhin auf deutlich höherem Niveau als vor der Pandemie (2019/20: 9,6%).

Der HORNBACH Baumarkt-Marktanteil (GfK) in Deutschland blieb im Kalenderjahr 2023 auf einem hohen Niveau stabil bei 14,9% (Vj. 14,9%). In den Niederlanden wuchs der Marktanteil von 26,1 % auf 27,1%, in der Schweiz von 13,5% auf 13,9% und in der Tschechien von 34,4 % auf 36,2%. In Österreich ging der Marktanteil von 17,8% auf 17,3% zurück.

Eine Reihe internationaler Verbraucherstudien, wie beispielsweise der Kundenmonitor (Deutschland, Österreich, Schweiz), die Wahl zum Retailer of the Year (Niederlande) oder der Swedish Brand Award, zeigen das hohe Maß an Kundenzufriedenheit mit der Marke HORNBACH. Im Geschäftsjahr 2023/24 belegte der Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG bei der Gesamtzufriedenheit der Kunden mit Bau- und Heimwerkermärkten in Deutschland den zweiten Platz und in den Niederlanden und Schweden jeweils den ersten Platz. Zudem waren die HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in den meisten Regionen, für die Studien zur Kundenzufriedenheit vorlagen, bei den Kriterien Preis-Leistungs-Verhältnis, Sortiment/Produktangebot und Weiterempfehlungsabsicht führend oder zweitplatziert.

Die Produktivität der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte lag im Geschäftsjahr 2023/24 weiterhin auf einem hohen Niveau. Der durchschnittliche Jahresumsatz eines HORNBACH Bau- und Gartenmarkts im Berichtsjahr belief sich auf 33,9 Mio. € (Vj. 34,8 Mio. €). Die Flächenproduktivität, das heißt der gewichtete Nettoumsatz je Quadratmeter Verkaufsfläche, ging leicht zurück von 2.925 € auf 2.823 € je qm (-3,5 %).

Der Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023/24 einen Nettoumsatz von 380,7 Mio. € (Vj. 421,1 Mio. €).

Das bereinigte EBIT (operatives Ergebnis bereinigt um nicht-operative Ergebniseffekte) des HORNBACH Management AG Konzerns lag für das Geschäftsjahr 2023/24 mit 254,2 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres (290,1 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf 4,1 % (Vj. 4,6%).

Die zahlungswirksamen Investitionen in der HORNBACH Gruppe, einschließlich dem Erwerb von Beteiligungen (i. W. Seniovo GmbH), gingen im Berichtsjahr 2023/24 auf 192,6 Mio. € leicht zurück (Vj. 203,5 Mio. €). 41% entfielen auf Grundstücke und Gebäude. Die übrigen Investitionen betrafen die Betriebs- und Geschäftsausstattung neuer und bestehender Märkte sowie Investitionen in Software.

Der operative Cashflow erhöhte sich auf 454,8 Mio. € (Vj. 425,4 Mio. €). Dem Rückgang des Mittelzuflusses aus dem operativen Geschäft (Funds from Operations) von 404,1 Mio. € auf 360,7 Mio. € stand ein gegenläufiger Effekt von +94,1 Mio. € (Vj. +21,3 Mio. €) aus der Veränderung des Working Capital gegenüber. Dieser resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau von Vorräten bei gleichzeitiger Reduzierung des Reverse-Factoring-Programms. Der Free Cashflow (nach Dividende) stieg auf 231,9 Mio. € (Vj. 186,4 Mio. €).

Die Bilanzsumme des HORNBACH Management AG Konzerns hat sich zum 29. Februar 2024 im Wesentlichen durch den Abbau von Vorräten um 5,3 % auf 4.477,4 Mio. € reduziert (28. Februar 2023: 4.726,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 43,5 % (28. Februar 2023: 40,1 %) und liegt damit weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Die Nettofinanzschulden reduzierten sich von 1.343,0 Mio. € auf 1.202,3 Mio. €. Der Nettoverschuldungsgrad (Net Debt / EBITDA) verbesserte sich von 2,7 auf 2,5.

Das langfristige Emittentenrating und das Rating der vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten der HORNBACH Baumarkt AG wurden von S&P Global Ratings im November 2023 mit "BB+" bestätigt. Der Ausblick wurde insbesondere vor dem Hintergrund des eingetrübten wirtschaftlichen Umfelds und damit einhergehenden schwierigen Konsumklimas von "stabil" auf "negativ" geändert.

2.2 Zielerreichung im Geschäftsjahr 2023/24

Der Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Der Rückgang des Nettoumsatzes (-1,6 %) sowie der Rückgang des bereinigten EBIT (-12,4 %) lagen innerhalb der prognostizierten Spanne für den HORNBACH Management AG Konzern, der im Wesentlichen deckungsgleich mit dem Gesamtkonzern HORNBACH Holding AG & Co. KGaA (HORNBACH Gruppe) ist.

1.1.1 Ziele und Ergebnisse des HORNBACH Management AG Konzerns im Geschäftsjahr 2023/24

Steuerungskennzahlen Prognose für das Geschäftsjahr 2023/24 Ergebnisse 2023/24
Nettoumsatz ■ Prognose vom 16.5.2023: in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (6.263 Mio. €) -1,6 % auf 6.161 Mio. €
■ Prognoseanpassung HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern am 15.9.2023: auf oder leicht unter dem Niveau des Vorjahres
Bereinigtes EBIT ■ Prognose vom 16.5.2023: auf dem Niveau des Vorjahres (290,1 Mio. €); Rückgang um etwa 5 bis 15 % nicht auszuschließen -12,4 % auf 254,2 Mio. €
■ Prognoseanpassung HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern am 15.9.2023: 10 % bis 25 % unter Vorjahr

Hinweis: Beim Umsatz bezeichnet "auf Vorjahresniveau" eine Veränderung von -1 % bis +1 %, während wir als "leicht" Veränderungen von 2-5 % betrachten. Zur besseren Differenzierung innerhalb der Kategorie "leicht" verwenden wir zudem "im unteren einstelligen Prozentbereich" bei Veränderungen von 2-3 % sowie "im mittleren einstelligen Prozentbereich" bei Veränderungen von 4-6 %. "Deutlich" entspricht Veränderungen von mehr als 6 %. Bei Ergebnisgrößen bezeichnet "auf Vorjahresniveau" eine Veränderung von -1 % bis +1 %. "Leicht" entspricht Veränderungen von 2-10 %, während "deutlich" gleichbedeutend für Veränderungsraten von mehr als 10 % ist. Ab dem Geschäftsjahr 2024/25 sind die Spannen für Ergebnisgrößen neu definiert: "Auf Vorjahresniveau" umfasst nach der neuen Definition eine Veränderung von -5% bis +5%. "Leicht" entspricht Veränderungen von +/-5 bis +/-12% und "deutlich" bezeichnet Veränderungen von >+/-12%.

Weitere Kennzahlen Sonstige Ziele für das Geschäftsjahr 2023/24 Ergebnisse 2023/24
Expansion Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG Bau- und Gartenmärkte (1 Neueröffnung): Nijmegen (Niederlande) Nijmegen eröffnet am 12.7.2023
Investitionen ■ Ziel vom 16.5.2023: auf Vorjahresniveau (203,5 Mio. €) 192,6 Mio. €
■ Unterjährige Anpassung: leicht unter Vorjahresniveau (203,5 Mio. €)

3. Ertragslage

3.1 Umsatzentwicklung

3.1.1 Nettoumsätze des HORNBACH Management AG Konzerns

Der Konzern HORNBACH Management AG umfasste zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 die Teilkonzerne HORNBACH Baumarkt AG, HORNBACH Baustoff Union GmbH (HBU) und HORNBACH Immobilien AG. Im Geschäftsjahr 2023/24 (1. März 2023 bis 29. Februar 2024) lag der Konzernumsatz der HORNBACH Gruppe (ohne Umsatzsteuer) mit 6.160,9 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj. 6.263,1 Mio. €).

3.1.2 Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG

Der Nettoumsatz des Teilkonzerns HORNBACH Baumarkt AG lag im Geschäftsjahr 2023/24 mit 5.780,0 Mio. € nur leicht unter dem Vorjahresniveau (-1,1 %; Vj. 5.843,1 Mio. €). Der Nettoumsatz in der Region Deutschland ging im Berichtszeitraum um 2,6 % auf 2.787,9 Mio. € zurück (Vj. 2.860,9 Mio. €). Im übrigen Europa verzeichnete der Teilkonzern einschließlich der Neueröffnung von einem großflächigen Bau- und Gartenmarkt einen Umsatzzuwachs von 0,3% auf 2.992,1 Mio. € (Vj. 2.982,1 Mio. €). Der Anteil der Auslandsgesellschaften am Konzernumsatz stieg von 51,0 % auf 51,8 %. Die Umsätze der HORNBACH Onlineshops (Online-Direktversand, Click & Collect sowie weitere Online-Transaktionen mit Marktkontakt) gingen im Geschäftsjahr 2023/24 um 11,1 % auf 732,4 Mio. € zurück (Vj. 822,9 Mio. €). Der Onlinehandel hatte damit einen Anteil am Nettoumsatz des Teilkonzerns von 12,7 % (Vj. 14,1 %).

Der flächen- und währungskursbereinigte Umsatz des Teilkonzerns, d. h. der Umsatz aller Standorte, die mindestens zwölf Monate im Betrieb sind, sowie der Onlineumsatz auf Basis der lokalen Währung, ging im Geschäftsjahr 2023/24 um 2,0 % zurück (Vj. +3,6 %). Die Entwicklung in den vier Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Flächen- und währungsbereinigte Umsatzentwicklung des Teilkonzerns HORNBACH Baumarkt AG (in %)

Geschäftsjahr 2023/24 Geschäftsjahr 2022/23 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Gesamt
Konzern -3,2 1,0 -4,3 -1,3 -2,0
5,3 -1,7 7,2 4,1 3,6
Deutschland -5,7 0,3 -5,0 -1,6 -3,1
4,4 -2,9 7,8 0,7 2,4
Übriges Europa -0,8 1,6 -3,6 -1,1 -0,9
6,2 -0,6 6,7 7,5 4,7

Einschließlich der Währungskurseffekte, d. h. auf Basis der Umsätze in Euro, verzeichnete der Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG im Berichtsjahr 2023/24 ein flächenbereinigtes Umsatzminus um 1,9 % (Vj. +4,2 %).

Deutschland

Im Geschäftsjahr 2023/24 ging der flächenbereinigte Umsatz der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in der Region Deutschland um 3,1 % zurück (Vj. +2,4 %). Bezogen auf das Kalenderjahr 2023 verzeichnete HORNBACH einen flächenbereinigten Umsatzrückgang von 3,2 % und entwickelte sich damit leicht besser als der Durchschnitt der DIY-Branche in Deutschland, deren Umsätze im Zeitraum Januar bis Dezember 2023 nach Angaben der GfK flächenbereinigt um 3,4 % sanken. Langfristig verzeichnet HORNBACH ein Wachstum deutlich über dem Branchendurchschnitt. Seit 2008 ist HORNBACH in Deutschland flächenbereinigt um rund 70 % gewachsen, während die deutsche DIY-Branche im gleichen Zeitraum lediglich ein Plus von 23 % erzielte.

Flächenbereinigte Umsatzperformance in Deutschland
(Index: 2008 = 100%, Kalenderjahr)

Übriges Europa

Im übrigen Europa ergab sich im Geschäftsjahr 2023/24 insgesamt ein leichtes flächen- und währungskursbereinigte Umsatzminus von 0,9 % (Vj. +4,7 %). Einschließlich der Währungskurseffekte gingen die flächenbereinigten Umsätze um 0,8 % zurück (Vj. +6,0 %). Ein flächenbereinigtes Wachstum erreichten die Niederlande mit 4,2 % (+13,2 %) sowie Luxemburg mit 0,8 % (Vj. -0,4 %). Österreich (-6,0 %; Vj. +2,8 %), Rumänien (-1,4 %; Vj. +8,6 %), Schweden (-2,2 %; Vj. -4,3 %), die Schweiz (-1,8%; Vj. -5,0%), die Slowakei (-1,3 %; Vj. +8,7 %) und Tschechien (-3,3 %; Vj. +5,4 %) verzeichneten flächenbereinigt jeweils Umsatzrückgänge.

3.1.3 Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH

Der Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2023/24 aufgrund der schwachen Baukonjunktur in Deutschland einen deutlichen Umsatzrückgang. Der Nettoumsatz lag mit 380,7 Mio. € um 9,6 % unter dem Vorjahresniveau (Vj. 421,1 Mio. €).

3.1.4 Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG

Die Mieterträge des Teilkonzerns HORNBACH Immobilien AG lagen im Geschäftsjahr 2023/24 mit 89,1 Mio. € um 8,0 % über dem Vorjahreswert von 82,5 Mio. €. Davon entfielen, unverändert zum Vorjahr, gut 98 % auf Mieterträge aus der Vermietung von Objekten innerhalb des Gesamtkonzerns.

3.2 Ertragsentwicklung im HORNBACH Management AG Konzern

Kennzahl (Mio. €, sofern nicht anders angegeben) 2023/2024 2022/23 Veränderung
Nettoumsatz 6.161 6.263 -1,6 %
davon in Deutschland 3.158 3.270 -3,4 %
davon im europäischen Ausland 3.003 2.994 0,3 %
Umsatzwachstum vergleichbare Fläche -2,0 % 3,6 %
EBITDA 473,9 505,4 -6,2 %
EBIT 225,8 258,5 -12,7 %
Bereinigtes EBIT 254,2 290,1 -12,4 %
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 179,4 218,3 -17,8 %
Konzernjahresüberschuss 131,7 167,8 -21,5 %
EBITDA-Marge 7,7 % 8,1 %
EBIT-Marge 3,7 % 4,1 %
Bereinigte EBIT-Marge 4,1 % 4,6 %
Handelsspanne 33,8 % 33,4 %
Filialkosten in % vom Nettoumsatz 25,6 % 24,9 %
Voreröffnungskosten in % vom Nettoumsatz 0,1 % 0,1 %
Verwaltungskosten in % vom Nettoumsatz 4,8 % 4,5 %
Steuerquote 26,6 % 23,1 %

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

3.2.1 Rohertrag und Rohertragsmarge

Der warenwirtschaftliche Rohertrag lag im Geschäftsjahr 2023/24 mit 2.084,6 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (Vj. 2.090,5 Mio. €). Die Rohertragsmarge (Handelsspanne) erhöhte sich im Wesentlichen gesunkener Rohstoff- und Einkaufspreise sowie eines günstigeren Produktmixes von 33,4 % auf 33,8 %.

3.2.2 Filial-, Voreröffnungs- und Verwaltungskosten

Die Filialkosten der HORNBACH Gruppe stiegen leicht um 1,0 % auf 1.576,3 Mio. € (Vj. 1.561,2 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte aus den folgenden Kostenveränderungen: Die Betriebskosten sanken um 9,0%, u. a. aufgrund geringerer Energiekosten sowie der hier enthaltenen Zuschreibungen (Wertaufholung gemäß IAS 36). Die Personalkosten in den Filialen (inklusive Prämien) erhöhten sich aufgrund von höheren Lohn- und Gehaltszahlungen um 4,1%. Die Kosten für Werbung lagen in etwa auf Vorjahreshöhe. Aufgrund der Expansion der letzten Jahre sowie Wertminderungen gemäß IAS 36 verzeichnete die HORNBACH Gruppe einen entsprechenden Anstieg der Belastungen aus Abschreibungen (+7,7%). In Summe belaufen sich die in den Filialkosten erfassten nicht-operativen Ergebnisbelastungen auf 30,3 Mio. € (Vj. 31,8 Mio. €). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Summe aus außerplanmäßigen Abschreibungen und Zuschreibungen auf Baumarktimmobilien, werbenahe Assets und Mietereinbauten sowie um außerplanmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte (Wertminderung/-aufholung gemäß IAS 36). Insgesamt erhöhte sich die Filialkostenquote (Filialkosten im Verhältnis zum Umsatz) leicht von 24,9 % auf 25,6 %.

Die Voreröffnungskosten aufgrund von Markt-Neueröffnungen gingen im Geschäftsjahr 2023/24 auf 6,1 Mio. € zurück (Vj. 6,8 Mio. €). Die Voreröffnungskostenquote betrug damit wie im Vorjahr 0,1 %.

Die Verwaltungskosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % auf 297,4 Mio. € (Vj. 280,9 Mio. €), womit sich eine Verwaltungskostenquote von 4,8 % (Vj. 4,5 %) ergab. Der Anstieg ist insbesondere auf die Umsetzung von Projekten und Personalaufbau im Technologiebereich sowie Gehaltsanpassungen zurückzuführen.

3.2.3 Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis belief sich im Berichtsjahr auf 21,0 Mio. € (Vj. 16,9 Mio. €). Darin enthalten sind u. a. Erträge und Verluste aus Schadensfällen sowie Erträge aus der Veräußerung von nicht mehr betriebsnotwendigen Immobilien, Grundstücken und Gegenständen des Anlagevermögens.

3.2.4 EBITDA, bereinigtes EBIT und EBIT

Im Geschäftsjahr 2023/24 lagen die Ergebniskennzahlen in der HORNBACH Gruppe aufgrund des leichten Umsatzrückgangs bei steigenden Kosten unter den Vergleichswerten des Vorjahres. Das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) ging um 12,4 % auf 254,2 Mio. € zurück (Vj. 290,1 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf 4,1 % (Vj. 4,6 %). Das EBIT inklusive der nicht-operativen Ergebniseffekte ging um 12,7 % auf 225,8 Mio. € zurück (Vj. 258,5 Mio. €), woraus sich eine EBIT-Marge von 3,7 % ergibt (Vj. 4,1 %). Das Ergebnis vor Abschreibungen bzw. Zuschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sank im Konzern um 6,2 % auf 473,9 Mio. € (Vj. 505,4 Mio. €), was einer EBITDA-Marge von 7,7 % (Vj. 8,1 %) entspricht.

Die nicht-operativen Ergebniseffekte, die überwiegend auf Wertminderungen bzw. -aufholungen nach IAS 36 (Impairments) zurückzuführen und größtenteils in den Filialkosten ausgewiesen sind, haben sich im Berichtsjahr 2023/24 in Summe von -31,6 Mio. € auf -28,4 Mio. € verringert. Die Höhe der Wertminderungen bzw. -aufholungen ist abhängig von der Unternehmensplanung sowie den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC). Diese werden von Veränderungen des risikofreien Zinses, dem durchschnittlichen Beta-Faktor der Vergleichsgruppe (Peer Group) sowie dem Credit Spread beeinflusst.

Die Überleitung vom Konzernbetriebsergebnis (EBIT) auf das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte EBIT stellt sich wie folgt dar:

Überleitung vom Konzernbetriebsergebnis (EBIT) auf das bereinigte EBIT nach Segmenten

2023/24 in Mio. € 2022/23
in Mio. €
Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG Zentralbereiche Konsolidierung HORNBACH Managment AG Konzern
Betriebsergebnis (EBIT) 160,0 3,7 63,3 -6,4 5,2 225,8
188,6 7,6 56,0 -6,3 12,6 258,5
Nicht-operative Ergebniseffekte 52,4 1,0 0,0 0,0 -25,0 28,4
52,4 6,3 -0,2 0,0 -26,9 31,6
Bereinigtes EBIT 212,4 4,7 63,3 -6,4 -19,8 254,2
241,0 13,8 55,8 -6,3 -14,2 290,1

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

3.2.5 Finanzergebnis, EBT und Konzernjahresüberschuss

Das Finanzergebnis lag im Geschäftsjahr 2023/24 bei -46,4 Mio. € (Vj. -40,2 Mio. €). Das darin enthaltene Zinsergebnis belief sich auf -46,0 Mio. € (Vj. -44,7 Mio. €). Darüber hinaus ergaben sich negative Währungseffekte, inklusive Erträge aus Devisentermingeschäften, in Höhe von 0,5 Mio. € (Vj. positive Effekte in Höhe von 4,5 Mio. €). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) ging um 17,8% auf 179,4 Mio. € zurück (Vj. 218,3 Mio. €).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf 47,7 Mio. € (Vj. 50,5 Mio. €). Der effektive Steuersatz auf Konzernebene erhöhte sich von 23,1 % auf 26,6 %. Der Konzernjahresüberschuss einschließlich Gewinnanteilen anderer Gesellschafter sank um 21,5 % auf 131,7 Mio. € (Vj. 167,8 Mio. €). Die Umsatzrendite nach Steuern lag damit konzernweit bei 2,1 % (Vj. 2,7 %).

3.3 Ertragsentwicklung nach Segmenten

3.3.1 Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG

Die Gewinnentwicklung der HORNBACH Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 war maßgeblich beeinflusst durch die Ertragslage im größten Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG. Das bereinigte EBIT, das heißt das Betriebsergebnis vor nicht-operativen Sondereinflüssen, ging im Teilkonzern um 11,9% auf 212,4 Mio. € zurück (Vj. 241,0 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge auf Teilkonzernebene belief sich damit auf 3,7% (Vj. 4,1%).

Die nicht-operativen Ergebniseffekte, die überwiegend auf Wertminderungen bzw. -aufholungen nach IAS 36 (Impairments) zurückzuführen sind, lagen im Berichtsjahr 2023/24 in Summe mit -52,4 Mio. € auf Vorjahreshöhe (Vj. -52,4 Mio. €). Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) einschließlich der außerplanmäßigen, nicht-operativen Ergebniseffekte ging damit um 15,2% auf 160,0 Mio. € zurück (Vj. 188,6 Mio. €). Die EBIT-Marge belief sich auf 2,8% (Vj. 3,2%).

Das Konzernergebnis vor Steuern verringerte sich um 27,7 % auf 100,7 Mio. € (Vj. 139,3 Mio. €). Der Konzernjahresüberschuss ging um 31,1 % auf 74,5 Mio. € zurück (Vj. 108,2 Mio. €). Das Ergebnis je Baumarkt Aktie wird mit 2,34 € (Vj. 3,40 €) ausgewiesen.

Die Berichtssegmente innerhalb des Teilkonzerns HORNBACH Baumarkt AG entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023/24 wie folgt:

Die operativen Ergebniskennzahlen des Segments Handel waren entsprechend der Entwicklung im Teilkonzern rückläufig. Das bereinigte EBIT im Segment ging um 23,4 % auf 103,8 Mio. € zurück (Vj. 135,5 Mio. €). Daraus resultierte eine bereinigte EBIT-Marge in Höhe von 1,8% (Vj. 2,3%). Im Segment ergaben sich nicht-operativen Ergebnisbelastungen in Höhe von 3,6 Mio. € (Vj. 2,4 Mio. €). Das Betriebsergebnis (EBIT) ging damit um 24,7% auf 100,3 Mio. € zurück (Vj. 133,1 Mio. €). Das EBITDA lag im Geschäftsjahr 2023/24 mit 164,9 Mio. € um 16,2% unter dem Vorjahresniveau (Vj. 196,7 Mio. €). Das entsprach einer EBITDA-Marge von 2,9% (Vj. 3,4%).

Das um nicht-operative Sondereffekte bereinigte EBIT im Segment Immobilien stieg um 4,3% auf 126,2 Mio. € (Vj. 121,0 Mio. €). Nicht-operative Ergebnisbelastungen ergaben sich in Höhe von 48,8 Mio. € (Vj. 50,0 Mio. €). Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen sowie Veräußerungsgewinne. Das EBIT im Segment stieg um 8,9% auf 77,4 Mio. € (Vj. 71,0 Mio. €). Das Finanzergebnis verringerte sich leicht aufgrund gestiegener Zinsaufwendungen von -45,1 Mio. € auf -51,3 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 26,0 Mio. € auf Vorjahreshöhe (Vj. 26,0 Mio. €). Das Ergebnis unbeeinflusst von Abschreibungen bzw. Zuschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erhöhte sich im Berichtsjahr um 2,1 % auf 306,6 Mio. € (Vj. 300,3 Mio. €).

3.3.2 Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH

Das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte EBIT des Teilkonzerns HORNBACH Baustoff Union GmbH ging im Geschäftsjahr 2023/24 auf 4,7 Mio. € zurück (Vj. 13,8 Mio. €). Dies resultierte im Wesentlichen aus dem deutlichen Umsatzrückgang bei gleichbleibender Handelsspanne. Der rückläufige Rohertrag konnte nur teilweise durch die Reduzierung der Filialkosten kompensiert werden. Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf 1,2% (Vj. 3,3 %). Im Teilkonzern ergaben sich nicht-operative Ergebniseffekte aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf Immobilien und Nutzungsrechte in Höhe von 1,0 Mio. € (Vj. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 6,2 Mio. €). Das EBIT einschließlich der nicht-operativen Ergebniseffekte ging auf 3,7 Mio. € zurück (Vj. 7,6 Mio. €). Das EBITDA im Teilkonzern sank von 23,9 Mio. € auf 14,7 Mio. €.

3.3.3 Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG

Das bereinigte EBIT des Teilkonzerns HORNBACH Immobilien AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf Basis gestiegener Mieterlöse und niedrigerer Betriebskosten auf 63,3 Mio. € (Vj. 55,8 Mio. €). Im Berichtsjahr gab es keine nicht-operativen Ergebniseffekte (Vj. nicht-operative Erträge von 0,2 Mio. €). Das bereinigte EBIT des Teilkonzerns entspricht damit dem EBIT (63,3 Mio. €; Vj. 56,0 Mio. €). Das EBITDA stieg von 73,2 Mio. € auf 80,6 Mio. €.

3.4 Ertragsentwicklung nach geografischen Regionen

Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte EBIT der Region Deutschland ging im Geschäftsjahr 2023/24 um 25,5% auf 60,6 Mio. € zurück (Vj. 81,3 Mio. €). Der Inlandsanteil auf Ebene des bereinigten Betriebsergebnisses lag bei 24 % (Vj. 28 %). Die bereinigte EBIT-Marge in Deutschland sank damit von 2,5 % auf 1,9 %. Die nicht-operativen Ergebnisbelastungen gingen im Geschäftsjahr 2023/24 von 30,0 Mio. € auf 11,7 Mio. € zurück. Das EBIT der Region Deutschland verringerte sich somit nur leicht von 51,3 Mio. € auf 48,9 Mio. €. Das EBITDA lag mit 181,4 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (200,7 Mio. €) und hatte einen Anteil von 38 % (Vj. 40 %) am Konzern-EBITDA.

In der Region Übriges Europa ging das bereinigte EBIT um 7,2 % auf 193,6 Mio. € zurück (Vj. 208,7 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf 6,5 % (Vj. 7,0 %). Der Anteil der Region Übriges Europa am bereinigten Konzernbetriebsergebnis stieg von 72 % auf 76 %. Die nicht-operativen Ergebnisbelastungen erhöhten sich von 1,5 Mio. € auf 16,7 Mio. €. Das EBIT außerhalb Deutschlands lag damit bei 176,9 Mio. € (Vj. 207,2 Mio. €). Das EBITDA lag mit 292,5 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau (304,7 Mio. €) und hatte einen Anteil von 62 % (Vj. 60 %) am Konzern-EBITDA.

3.5 Dividendenvorschlag der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA

Die persönlich haftende Gesellschafterin und der Aufsichtsrat der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA werden der Hauptversammlung, die für den 5. Juli 2024 geplant ist, eine Dividende in Höhe von 2,40 € (Vj. 2,40 €) je gewinnberechtigter Stück-Stammaktie der KGaA vorschlagen.

3.6 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns der HORNBACH Management AG

Die HORNBACH Management AG schließt das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.192,54 € ab (Vj. Jahresfehlbetrag in Höhe von € 593,00 €).

4. Finanzlage

4.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Sämtliche Finanzierungsmaßnahmen der HORNBACH Gruppe werden vom Konzerntreasury, in enger Abstimmung mit der jeweils finanzierenden Konzerngesellschaft, verantwortet. Durch die zentrale Organisation des Finanzmanagements sind ein einheitlicher Auftritt der HORNBACH Gruppe an den Finanzmärkten und ein konzerneinheitliches Liquiditätsmanagement gewährleistet.

Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften berücksichtigende, monatlich aktualisierte, rollierende Konzernfinanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie einer täglich aktualisierten kurzfristigen Finanzvorschau überwacht und sichergestellt. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen wird zunächst der Finanzierungsbedarf einzelner Konzerneinheiten durch Liquiditätsüberschüsse anderer Konzerngesellschaften in Form eines Cash Poolings ausgeglichen und auf Basis konzerninterner Verrechnungsvereinbarungen marktgerecht verzinst. Soweit langfristiger Finanzierungsbedarf intern gedeckt wird, erfolgt dies auf Basis langfristiger interner Darlehensverträge.

Wesentliche strategische Finanzierungen erfolgen über die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA in Form von nicht besicherten Kreditaufnahmen bei Banken und am Kapitalmarkt. In den Teilkonzernen HORNBACH Baumarkt AG, HORNBACH Immobilien AG und HORNBACH Baustoff Union GmbH erfolgen externe Finanzierungen gegebenenfalls in Form von besicherten Hypothekendarlehen sowie durch Immobilienverkäufe (Sale & Leaseback). Aufgrund der vorausschauenden Finanzpolitik von HORNBACH werden fällige Finanzverbindlichkeiten bei Bedarf rechtzeitig refinanziert.

Gemäß den internen Risikogrundsätzen werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten.

Zur Optimierung des Working Capitals, nutzte die HORNBACH Baumarkt AG im Geschäftsjahr 2023/24 ein Reverse-Factoring-Programm im Umfang von 149,1 Mio. € (Vj. 250,0 Mio. €).

4.2 Finanzschulden

Zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 bestehen im HORNBACH Management AG Konzern Finanzschulden in Höhe von 1.572,8 Mio. € (Vj. 1.780,3 Mio. €). Die Nettofinanzschulden sind von 1.343,0 Mio. € auf 1.202,3 Mio. € gesunken. Dabei reduzierten sich die flüssigen Mittel von 437,3 Mio. € im Vorjahr auf 370,5 Mio. € im Berichtsjahr.

Die kurzfristigen Finanzschulden (bis 1 Jahr) in Höhe von 190,9 Mio. € (Vj. 401,5 Mio. €) setzen sich aus dem kurzfristig fälligen Anteil aus Darlehen in Höhe von 26,9 Mio. € (Vj. 198,9 Mio. €), kurzfristigen Leasingschulden in Höhe von 100,5 Mio. € (Vj. 100,8 Mio. €), Kontokorrentverbindlichkeiten und kurzfristigen Terminkrediten in Höhe von 57,5 Mio. € (Vj. 95,4 Mio. €), Zinsabgrenzungen in Höhe von 5,8 Mio. € (Vj. 6,3 Mio. €) sowie der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 0,3 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €) zusammen.

Die detaillierte Zusammensetzung der Finanzschulden zeigt die nachfolgende Tabelle.

Finanzschulden HORNBACH Management AG Konzern

Art der Finanzierung Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
in Mio. € bis 1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre über 5 Jahre
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 1) 63,3
Hypothekendarlehen 26,9 17,1 17,1 16,3 15,8 63,5
Sonstige Darlehen 2) 3) 116,9 49,9 49,9
Anleihen 3) 248,7
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0,3
Leasingschulden 100,5 99,4 100,6 102,6 105,5 378,6
Summe Finanzschulden 190,9 233,5 366,3 168,8 121,3 492,0
Flüssige Mittel
Nettofinanzschulden
Art der Finanzierung
in Mio. €
29.02.2024 Gesamt 28.02.2023 Gesamt
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 1) 63,3 101,8
Hypothekendarlehen 156,7 108,3
Sonstige Darlehen 2) 3) 216,7 394,6
Anleihen 3) 248,7 248,2
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0,3 0,1
Leasingschulden 887,2 927,4
Summe Finanzschulden 1.572,8 1.780,3
Flüssige Mittel 370,5 437,3
Nettofinanzschulden 1.202,3 1.343,0

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

1) Kontokorrentverbindlichkeiten, Terminkredite sowie Zinsabgrenzungen
2) Nicht durch Hypotheken besicherte Darlehen
3) Die Kosten im Zusammenhang mit der Aufnahme werden anteilig auf die jeweilige Laufzeit verteilt.

Bei Finanzierungen genießt HORNBACH große Flexibilität und nutzt bei Bedarf ein breites Spektrum von unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten. Zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 bestehen folgende wesentliche Finanzierungen:

eine Unternehmensanleihe der HORNBACH Baumarkt AG über 250,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 26. Oktober 2026 und einem Zinssatz von 3,25 %,

zwei Schuldscheindarlehen der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA über jeweils 50,0 Mio. € mit Laufzeiten bis zum 1. Juni 2027 und 1. Juni 2029,

ein Schuldscheindarlehen der HORNBACH Baumarkt AG über 74,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 23. Februar 2026,

ein Schuldscheindarlehen der HORNBACH Holding B.V. über 43,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 15. September 2025,

4.2.1 Kreditlinien

Zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 bestehen im HORNBACH Management AG Konzern insgesamt Kreditlinien über 590,7 Mio. € (Vj. 603,6 Mio. €) zu marktüblichen Konditionen. Diese beinhalten eine syndizierte Kreditlinie der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA über 500,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 2. September 2028. Die ungenutzten Kreditlinien belaufen sich auf 520,5 Mio. € (Vj. 494,3 Mio. €).

Zur Gewährleistung einer möglichst umfangreichen Flexibilität kann die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA die syndizierte Kreditlinie ziehen und Gelder ohne Einschränkungen entweder direkt oder indirekt an alle Tochtergesellschaften des HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzerns weiterleiten.

4.2.2 Verpflichtungsvereinbarungen

Bei den Kreditlinien, den Schuldscheindarlehen sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "Pari Passu"- und "Negative Pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "Change of Control"- sowie "Cross Default"- oder "Cross Acceleration"-Vereinbarungen.

Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Teilkonzerns ermittelt und erfordern einen Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25 und eine Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25 %. Außerdem wurden Höchstgrenzen für grundbuchlich besicherte Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen vereinbart.

Auch bei den Schuldscheindarlehen wurden für grundbuchlich besicherte Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen mit dem Konsortialkredit vergleichbare Obergrenzen vereinbart. Bei der Anleihe der HORNBACH Baumarkt AG besteht ebenfalls eine vergleichbare Beschränkung bezüglich grundbuchlich besicherter Finanzierungen.

Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Covenants wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Weitere Informationen zu den Finanzschulden finden sich im Konzernanhang.

Finanzkennzahlen Management AG Konzern

Kennzahl Definition 29.02.2024 28.02.2023
Nettofinanzschulden Kurzfristige und langfristige Finanzschulden abzüglich Flüssige Mittel Mio. € 1.202,3 1.343,0
Verschuldungsgrad Nettofinanzschulden / EBITDA 2,5 27
Zinsdeckungsgrad EBITDA 1 / Bruttozinsaufwand 8,6 10,1
Free Cash Flow Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit abzüglich gezahlte Dividenden Mio. € 231,8 186,4

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

1 Das EBITDA wurde gemäß der Kennzahlendefinition der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA um das übrige Finanzergebnis sowie sonstige Zinsaufwände bereinigt.

4.3 Liquiditätsmanagement

Die flüssigen Mittel betragen zum Bilanzstichtag 370,5 Mio. € (Vj. 437,3 Mio. €). Die Liquiditätsdisposition kann in folgenden Liquiditätsklassen erfolgen:

Operative Liquidität in Form von Tages-, Fest- und Kündigungsgeldern mit einem Anlagehorizont bzw. einer Kündigungsfrist von maximal drei Monaten sowie in kurzfristigen Geldmarktfonds,

mittelfristig zur Verfügung stehende Liquidität in Form von Fest- und Kündigungsgeldern mit einem Anlagehorizont zwischen vier und elf Monaten sowie kurzfristige Rentenfonds,

strategische Liquidität bei der neben der Anlage in mittelfristige Rentenfonds, eine Beimischung anderer Liquiditätsklassen, wie zum Beispiel Aktienanteile, möglich ist.

4.4 Kapitalflussrechnung und Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden im Konzern der HORNBACH Management AG insgesamt 192,6 Mio. € (Vj. 203,5 Mio. €) investiert, davon 22,1 Mio. € (Vj. 0) in den Erwerb von Beteiligungen. Die Mittel für die zahlungswirksamen Investitionen konnten vollständig aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 454,8 Mio. € (Vj. 425,4 Mio. €) gewonnen werden. Für neue Immobilien einschließlich im Bau befindlicher Objekte wurden rund 41% der Investitionssumme ausgegeben. Rund 47% der Investitionssumme wurden im Wesentlichen für Ersatz und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie immaterielle Vermögenswerte (z. B. Software) aufgebracht, 12% entfiel auf den Erwerb von Beteiligungen (i. W. Seniovo GmbH).

Die bedeutendsten Investitionsprojekte betrafen den Erwerb von Grundstücken für die weitere Expansion, Bauleistungen für Bau- und Gartenmärkte, die im abgelaufenen Geschäftsjahr eröffnet wurden oder in den folgenden Geschäftsjahren eröffnet werden, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte, Investitionen in den Bereich Baustoffhandel, in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie den Erwerb der Seniovo GmbH.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/24 gegenüber dem Vorjahr von 425,4 Mio. € auf 454,8 Mio. €. Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft ("Funds from Operations") reduzierte sich dabei auf 360,7 Mio. € (Vj. 404,1 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die leicht rückläufigen Umsätze bei höheren Filial- und Verwaltungskosten zurückzuführen. Aus der Veränderung des Working Capitals ergab sich ein Mittelzufluss von 94,1 Mio. € (Vj. 21,3 Mio. €). Dieser resultierte im Wesentlichen aus einem deutlichen Abbau der Vorräte bei gleichzeitiger Reduzierung des Reverse-Factoring-Programms um 100,9 Mio. EUR.

Kapitalflussrechnung (verkürzt)
in Mio. €
2023/24 2022/23
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 454,8 425,4
davon "Funds from Operations" 1) 360,7 404,1
davon Veränderung Working Capital 2) 94,1 21,3
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -182,3 -198,0
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -331,8 -135,1
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -59,3 92,3

1) Konzernergebnis nach Steuern plus Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens plus Veränderungen der Rückstellungen minus Gewinne/plus Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen plus/minus sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge
2) Differenz aus "Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva" und "Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva"

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich von 198,0 Mio. € auf 182,3 Mio. €. Die zahlungswirksamen Investitionen ins Anlagevermögen reduzierten sich dabei auf 192,6 Mio. € (Vj. 203,5 Mio. €). Die Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten erhöhten sich auf 10,3 Mio. € (Vj. 5,5 Mio. €). Zum Bilanzstichtag gab es wie im Vorjahr keine Bewegungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf 331,8 Mio. € nach einem Abfluss in Höhe von 135,1 Mio. € im Vorjahr. Dabei standen den planmäßigen Tilgungen von Krediten in Höhe von 238,6 Mio. € (Vj. 26,2 Mio. €) Neuaufnahmen von Krediten in Höhe von 77,3 Mio. € (Vj. 245,0 Mio. €) gegenüber. Aus der Tilgung von Leasingschulden resultierte eine Auszahlung in Höhe von 106,7 Mio. € (Vj. 103,1 Mio. €). Die gezahlten Dividenden an Gesellschafter reduzierte sich leicht auf 40,6 Mio. € (Vj. 41,0 Mio. €). Außerdem wurden Anteile in Höhe von 23,1 Mio. € (Vj. 209,6 Mio. €) an der HORNBACH Baumarkt AG erworben.

4.5 Rating

Die Bonität des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns wird von Standard & Poors, einer der international führenden Ratingagenturen, bewertet. In der zuletzt am 16. November 2023 aktualisierten Publikation wurde das BB+ Rating des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns von Standard & Poor's bestätigt. Der Ausblick wurde insbesondere vor dem Hintergrund des eingetrübten wirtschaftlichen Umfelds und damit einhergehenden schwierigen Konsumklimas von "stabil" auf "negativ" geändert.

5. Vermögenslage

Bilanz HORNBACH Management AG Konzern (Kurzfassung)

Mio. € 29.2.2024 28.2.2023 Veränderung
Langfristiges Vermögen 2.718,6 2.718,1 0,0 %
Kurzfristiges Vermögen 1.758,9 2.008,1 -12,4 %
Vermögenswerte 4.477,4 4.726,2 -5,3 %
Eigenkapital 1.948,5 1.897,4 2,7 %
Langfristige Schulden 1.469,1 1.462,4 0,5 %
Kurzfristige Schulden 1.059,9 1.366,4 -22,4 %
Eigen- und Fremdkapital 4.477,4 4.726,2 -5,3 %

(Differenzen durch Rundung in Mio. €)

Die Konzernbilanzsumme ging im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 % bzw. 248,8 Mio. € auf 4.477,4 Mio. € zurück (Vj. 4.726,2 Mio. €). Das bilanzielle Eigenkapital im Konzern lag zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 bei 1.948,5 Mio. € (Vj. 1.897,4 Mio. €). Die Eigenkapitalquote stieg auf 43,5 % (Vj. 40,1 %).

5.1 Langfristiges und kurzfristiges Vermögen

Das langfristige Vermögen, auf das rund 61 % (Vj. 58 %) der Bilanzsumme entfällt, betrug zum Bilanzstichtag 2.718,6 Mio. € (Vj. 2.718,1 Mio. €). Es umfasst im Wesentlichen Sachanlagen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke im Wert von 1.856,2 Mio. € (Vj. 1.832,1 Mio. €) sowie Nutzungsrechte an Leasingobjekten im Wert von 757,4 Mio. € (Vj. 819,6 Mio. €). Es ergaben sich Zugänge an Nutzungsrechten an Leasingobjekten (inklusive Umbuchungen) in Höhe von 72,8 Mio. € (Vj. 152,7 Mio. €), Sachanlagezugänge (inklusive Umbuchungen in zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte) in Höhe von 145,5 Mio. € (Vj. 188,1 Mio. €) und Zuschreibungen in Höhe von 24,6 Mio. € (Vj. 6,1 Mio. €). Demgegenüber standen Abschreibungen in Höhe von 266,3 Mio. € (Vj. 241,1 Mio. €) sowie Anlagenabgänge in Höhe von 13,8 Mio. € (Vj. 3,4 Mio. €). Durch Währungskursanpassungen gingen die Sachanlagen, Nutzungsrechte, fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke um 0,4 Mio. € zurück (Vj. +19,3 Mio. €).

Die übrigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte in Höhe von 8,0 Mio. € (Vj. 6,8 Mio. €) betreffen im Wesentlichen die Abgrenzung der Kosten der Kreditlinie und langfristige Leasingforderungen. Darüber hinaus bestehen latente Steueransprüche in Höhe von 40,8 Mio. € (Vj. 35,2 Mio. €). Die Erhöhung resultiert hauptsächlich aus der Anpassung temporärer Bewertungsunterschiede beim Finanzierungsleasing und bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie aus der Veränderung nutzbarer Verlustvorträge.

Das kurzfristige Vermögen belief sich auf 1.758,9 Mio. € (Vj. 2.008,1 Mio. €) bzw. rund 39 % (Vj. 42 %) der Bilanzsumme. Die Vorräte wurden von 1.382,3 Mio. €. auf 1.195,7 Mio. € reduziert. Der Lagerumschlag erhöhte sich auf 3,3 (Vj. 3,2). Die flüssigen Mittel gingen im Berichtsjahr um 66,8 Mio. € auf 370,5 Mio. € zurück (Vj. 437,3 Mio. €). Die kurzfristigen Forderungen, Vertragsvermögenswerte und sonstigen Vermögenswerte lagen mit 164,9 Mio. € auf Vorjahreshöhe (Vj. 164,6 Mio. €). Die kurzfristigen Steuerforderungen vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich von 21,0 Mio. € auf 27,6 Mio. € im Berichtsjahr.

5.2 Langfristige und kurzfristige Schulden

Die Verbindlichkeiten inklusive der Rückstellungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 2.529,0 Mio. € (Vj. 2.828,8 Mio. €). Die langfristigen Schulden lagen mit 1.469,1 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (1.462,4 Mio. €). Darin enthalten sind langfristige Finanzschulden gegenüber Kreditinstituten und aus Anleihen, die im Berichtsjahr von 552,1 Mio. € auf 595,2 Mio. € stiegen, sowie langfristige Leasingschulden gemäß IFRS 16 in Höhe von 786,7 Mio. € (Vj. 826,6 Mio. €). Die Rückstellungen für Pensionen lagen bei 5,3 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €). Die in den langfristigen Schulden enthaltenen passiven latenten Steuern beliefen sich auf 26,0 Mio. € (Vj. 33,6 Mio. €).

Die kurzfristigen Schulden gingen von 1.366,4 Mio. € auf 1.059,9 Mio. € zurück. Die kurzfristigen Finanzschulden sanken durch die Zurückführung von Darlehen im Berichtsjahr auf 90,4 Mio. € (Vj. 300,7 Mio. €). Die kurzfristigen Leasingschulden gemäß IFRS 16 betrugen 100,5 Mio. € (Vj. 100,8 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus dem Reverse-Factoring-Programm, Vertragsverbindlichkeiten und übrige Verbindlichkeiten gingen zum Bilanzstichtag auf 706,9 Mio. € zurück (Vj. 799,8 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden beliefen sich auf 132,5 Mio. € (Vj. 129,7 Mio. €).

Die Nettoverschuldung im Konzern der HORNBACH Management AG, das heißt die Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel, reduzierte sich aufgrund der Rückführung von Finanzschulden von 1.343,0 Mio. € auf 1.202,3 Mio. €. Exklusive Leasingschulden sank die Nettoverschuldung von 415,6 Mio. € auf 315,2 Mio. €.

Bilanzkennzahlen HORNBACH Management AG Konzern

Kennzahl Definition 29.02.2024 28.02.2023
Eigenkapitalquote Eigenkapital / Bilanzsumme % 43,5 40,1
Eigenkapitalrendite Jahresüberschuss vor Minderheitsanteilen / durchschnittliches Eigenkapital % 6,8 9,2
Gesamtkapitalrendite NOPAT 1) / durchschnittliches Gesamtkapital 2) % 8,2 9,9
Verschuldungskoeffizient (Gearing) Nettoverschuldung / Eigenkapital % 61,7 70,8
Zugänge Anlagevermögen inklusive Anzahlungen auf Grundstücke Zugänge Anlagevermögen inklusive Anzahlungen auf Grundstücke Mio. € 256,3 357,0
Net Working Capital kurzfristiges Vermögen 3) abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlicher Schulden 4) Mio. € 796,4 884,9
Lagerumschlagshäufigkeit Materialeinsatz / durchschnittliche Vorräte 3,3 3,2

1) "Net operating profit after tax", definiert als EBIT minus standardisierte Steuerquote in der HORNBACH Gruppe von 30 %
2) Durchschnittliches Gesamtkapital definiert als durchschnittliches Eigenkapital plus durchschnittliche Nettoverschuldung
3) exkl. flüssige Mittel und zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
4) Vertragsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus dem Reverse-Factoring-Programm

Risikobericht

1. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

1.1 Risikomanagement im Konzern

Jedes unternehmerische Handeln ist unmittelbar mit Chancen und Risiken verbunden. Daher ist ein wirksames Management der Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Der Vorstand der HORNBACH Management AG bekennt sich in diesem Zusammenhang zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestands des Gesamtunternehmens und seiner Beteiligungsgesellschaften immer höchste Priorität hat. Durch das vom Vorstand implementierte Risikomanagementsystem (RMS) soll die Risikofrüherkennung mit dem Ziel der proaktiven Risikosteuerung kontinuierlich verbessert sowie eine stetige Optimierung des Chancen-Risiko-Profils erreicht werden.

Davon abgeleitet hat der Vorstand Grundsätze verabschiedet.

Keine Handlung oder Entscheidung darf ein existenzielles Risiko, das heißt ein den Fortbestand des Unternehmens oder eines Teilbetriebs gefährdendes Risiko nach sich ziehen.

Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden vom Konzern grundsätzlich nicht eingegangen. Kernprozesse sind hierbei die Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Geschäftsmodelle, die Beschaffung der Waren und Dienstleistungen, Standortentscheidungen, die Sicherstellung der Liquidität sowie die Entwicklung von Fach- und Führungskräften.

Eingegangene Ertragsrisiken müssen durch die erwartete Rendite angemessen prämiert werden. Maßgebliche Kennziffern hierbei basieren auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals.

Nicht vermeidbare Risiken sind - soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - zu versichern. Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium des Risikomanagements gesteuert werden.

1.2 Organisation und Prozess

Das im HORNBACH Management AG Konzern bestehende RMS ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Es setzt sich dabei aus den zentralen Bestandteilen Risikofrüherkennung, Controlling- und Planungsprozesse, dem Berichtswesen sowie einem Internen Kontrollsystem (IKS) zusammen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Die Verantwortung für die Einrichtung, Ausgestaltung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und wirksamen Risikomanagementsystems und insbesondere des Internen Kontrollsystems liegt beim Vorstand. Bei der Ausgestaltung und Aufrechterhaltung des Systems wird er durch den Leiter Konzerncontrolling/Risikomanagement unterstützt. Neben RMS und IKS besteht auch ein Compliance-Management-System (CMS).

Der Vorstand hat in den in- und ausländischen Teilbereichen des Konzerns Risikoverantwortliche benannt, die die Aufgabe haben, Risiken ihres Verantwortungsbereiches zu identifizieren, zu quantifizieren, zu berichten und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Diese Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind im Konzern eindeutig geregelt und spiegeln die Unternehmensstruktur der HORNBACH Gruppe wider. Bei der Risikoidentifikation, Risikobewertung und auch der Festlegung geeigneter Maßnahmen zur Steuerung der Risiken werden die Risikoverantwortlichen von einem zentralen Risikocontroller unterstützt, dem die Koordination des Risikomanagementprozesses obliegt.

Im Berichtsjahr 2023/24 wurde ein bereichsübergreifendes Risikogremium zum Austausch zwischen den Risikoverantwortlichen etabliert, das halbjährlich tagt und vom Group Risk Management geleitet wird. Teilnehmer sind die Risikoverantwortlichen für die zu diesem Zeitpunkt gemeldeten wesentlichen Risiken. Das Gremium tauscht sich zur allgemeinen Risikolage, neuen Risiken und signifikanten Veränderungen sowie Interdependenzen zwischen den gemeldeten wesentlichen Risiken aus. Die Ergebnisse des Gremiums fließen in die Berichterstattung ein.

Bewertungskategorien der Unternehmensrisiken in aufsteigender Reihenfolge

Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
(in €)
Unwahrscheinlich ≤ 1 % gering ≤ 5,0 Mio.
Selten > 1 % - ≤ 5 % moderat > 5,0 Mio. - ≤ 10,0 Mio.
Gelegentlich > 5 % - ≤ 20 % spürbar > 10,0 Mio. - ≤ 50,0 Mio.
Möglich > 20 % - ≤ 50 % schwerwiegend > 50,0 Mio. - ≤ 100,0 Mio.
Häufig > 50 % kritisch > 100,0 Mio.

Die Ergebnisrisiken werden mit Hilfe einer Risikomatrix analysiert. Dabei werden zum einen die Eintrittswahrscheinlichkeit und zum anderen die potenzielle Schadenshöhe erfasst. Diese gewichtete Quantifizierung bildet dann die Basis für potenzielle weitere Maßnahmen der Risikoreduktion. Risiken werden für fünf Jahre in die Zukunft erfasst und bewertet. Entsprechende Grundsätze und Festlegungen zum Risikomanagementsystem sind im Konzern-Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Die notwendigen aufbau- und ablauforganisatorischen Grundlagen für die Risikofrüherkennung sind darin konzernweit festgelegt. Darüber hinaus wird zur Unterstützung des Risikomanagementprozesses eine konzernweit implementierte Standard-Softwarelösung genutzt, mit deren Hilfe Risiken und zugehörige Steuerungsmaßnahmen erfasst und dokumentiert werden.

Die Risiken werden vierteljährlich aktualisiert und an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat sowie sein Prüfungsausschuss beraten im halbjährlichen Rhythmus über die aktuelle Risikolage. Neben dieser turnusmäßigen Berichterstattung ist auch ein Ad-hoc-Meldeverfahren für plötzlich auftretende Risiken oder eine spontane, wesentliche Änderung der Einschätzung eines bereits bekannten Risikos definiert und im Risikomanagementprozess verankert.

Das Interne Kontrollsystem (IKS) hat die Funktion die ordnungsgemäße Durchführung von Geschäftstätigkeiten, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung rechtlicher, regulatorischer und interner Anforderungen zu unterstützen. Dabei werden auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt, die auf Basis der regulatorischen Vorgaben fortlaufend weiterentwickelt werden. Das IKS basiert auf einer konzerneinheitlich strukturierten Dokumentation der Kontrollen bei Prozessen und der damit verbundenen Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit bzw. Finanzberichterstattung haben könnten. Als Basis für das Interne Kontrollsystem stehen entsprechende Arbeitsanweisungen und Handbücher zur Verfügung.

2. Übersicht der Gesamtrisiken

Grundsätzlich werden alle potenziellen Risiken unabhängig vom Ausmaß der möglichen finanziellen Auswirkungen identifiziert. Für die Berichterstattung einzelner Risikokategorien gilt ein Schwellenwert von 5 Mio. € ohne Berücksichtigung von Gegenmaßnahmen. Die aufgeführten Risiken gelten - soweit nicht anders angegeben - für die Segmente Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG, Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH und Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG.

Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
Finanzwirtschaftliche Risiken
Liquiditätsrisiken selten schwerwiegend
Währungsrisiken möglich gering
Externe Risiken
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken möglich spürbar
Elementarrisiken selten moderat
Krieg / Pandemie selten spürbar
Operative Risiken
Standort- und Absatzrisiken möglich spürbar
Beschaffungsrisiken möglich spürbar
Rechtliche Risiken
Gesetzliche und regulatorische Risiken gelegentlich spürbar
Führungs- und Organisationsrisiken
IT-Risiken unwahrscheinlich kritisch
Reputationsrisiken gelegentlich spürbar
Personalrisiken selten gering

2.1 Veränderungen der Gesamtrisiken zum Vorjahr

Gegenüber dem Vorjahr sind keine Risiken entfallen oder neu aufgenommen worden. Folgende Risiken wurden gegenüber dem Vorjahr neu bewertet:

Die Bewertung der möglichen Auswirkung von Elementarrisiken hat sich aufgrund der erstmaligen Bewertung des Einflusses von Klimaveränderungen auf das HORNBACH Geschäftsmodell von "gering" auf "moderat" geändert.

Die Bewertung der möglichen Auswirkung von Währungsrisiken hat sich aufgrund neuer interner Bewertungsgrundlagen von "moderat" auf "gering" geändert.

2.2 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken im Konzern bestehen im Wesentlichen aus Liquiditäts- und Währungsrisiken. Die Steuerung dieser Risiken obliegt der Abteilung Treasury.

2.2.1 Liquiditätsrisiken

HORNBACH benötigt für die laufende Expansion und die Akquisition von Grundstücken, Investitionen in Bau- und Gartenmärkte sowie den Einkauf großer Warenmengen die jederzeitige Bereithaltung einer hohen Liquiditätsreserve. Neben dem Cashzufluss aus dem operativen Geschäft und der Finanzierung durch das Working Capital dienen zur Abdeckung größerer Ausgaben insbesondere bilaterale Bankkredite und -kreditlinien, syndizierte Kreditlinien, Schuldscheindarlehen und eine börsennotierte Anleihe. Bezüglich der genauen Zusammensetzung der Finanzschulden wird auf die Darstellung in der Finanzlage verwiesen.

Risiken, längerfristige Finanzierungen von neuen Standorten über Banken oder Sale & Leaseback-Transaktionen aufgrund der Finanzierungsbedingungen an den Kapitalmärkten nicht mehr tätigen zu können, begegnet HORNBACH durch eine flexible Anpassung der Investitionen sowie die Bereithaltung eines hohen Liquiditätsspielraums in Form von flüssigen Mitteln und freien Kreditlinien. Im Zusammenhang mit der Anleihe, der syndizierten Kreditlinie und den Schuldscheindarlehen sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung bestimmter banküblicher Verpflichtungen (Covenants), andernfalls droht unter Umständen die Fälligstellung der aufgenommenen Mittel. Im Ergebnis wäre eine Anschlussfinanzierung erforderlich, die gegebenenfalls nicht oder lediglich unter erschwerten Refinanzierungsbedingungen durchgeführt werden könnte. Bezüglich der Details der Covenants wird auf die Darstellung in der Finanzlage verwiesen. Die Überprüfung der Covenants erfolgt kontinuierlich. Während des Geschäftsjahres 2023/24 wurden sämtliche Verpflichtungen stets eingehalten. Dies wird auch künftig erwartet.

Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, rollierende Konzern-Finanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Im Konzern bestehen zurzeit keine Risiken im Zusammenhang mit einer eventuell notwendigen Anschlussfinanzierung für fällig werdende Finanzverbindlichkeiten.

2.2.2 Währungsrisiken

Grundsätzlich unterliegt HORNBACH durch seine Tätigkeit in Ländern, in denen eine andere Währung als der Euro existiert, dem Risiko von Währungskursänderungen. Hierbei handelt es sich um die Währungen Schweizer Franken, Tschechische Kronen, Schwedische Kronen und Rumänische Lei sowie Hong Kong Dollar. Die Abwertung einer ausländischen Währung gegenüber dem Euro kann bei der Umrechnung einzelner Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro zu einem niedrigeren Konzernergebnis führen. Eine Absicherung dieser Risiken im Konzern erfolgt nicht, da aufgrund des laufenden operativen Geschäftsbetriebs in den einzelnen Ländern weitestgehend ein natürliches Hedging stattfindet.

Daneben führt die internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns zu einem steigenden Devisenbedarf insbesondere bei der Abwicklung des internationalen Wareneinkaufs, aber auch bei der Finanzierung von Investitionsobjekten in Fremdwährung. Aus einer Veränderung des Wechselkurses der jeweiligen Landeswährung gegenüber den Einkaufswährungen (primär gegenüber dem Euro und dem US-Dollar) können direkte negative Ergebniseffekte resultieren. Offene Fremdwährungspositionen in US-Dollar werden durch Hedginggeschäfte (USD-Fest- und Termingelder) zu großen Teilen abgesichert. Die externe langfristige Finanzierung von Investitionen erfolgt nach Möglichkeit in der funktionalen Währung der jeweiligen Landeswährung (Natural Hedging). Eine Absicherung der im Konzern entstehenden offenen EUR-Fremdwährungspositionen, die im Wesentlichen durch die in EUR abgewickelten konzerninternen Lieferungen und Leistungen und konzerninternen EUR-Darlehen entstehen, erfolgt nicht.

2.3 Externe Risiken

2.3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

Die Entwicklung der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte hängt in starkem Ausmaß von der makroökonomischen Situation in der EU und im Geschäftsgebiet der HORNBACH Gruppe ab. Dabei wird die Nachfrage der Kunden maßgeblich durch das allgemeine Konsumklima beeinflusst, welches wiederum durch die Nettolöhne, die Inflation und das Zinsumfeld sowie das verfügbare Haushaltseinkommen geprägt ist. Grundsätzlich positioniert sich HORNBACH mit der konsequenten Dauertiefpreisgarantie als verlässlicher Partner, auch für langlaufende Projekte. Zusätzlich bietet HORNBACH Profi- und Privatkunden verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten in allen Ländern des Geschäftsgebietes an, um so die Zahlungsfristen eines Einkaufes unkompliziert zu verlängern. Durch die fortlaufende Expansion, insbesondere in Länder außerhalb Deutschlands, steigert HORNBACH die geografische Risikodiversifizierung.

Daneben beeinflussen geopolitische Risiken und Veränderungen oder Störungen von Warenflüssen sowie die Preisentwicklung auf der Einkaufsseite die Bruttomarge und damit die Möglichkeit, Investitionen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb zu finanzieren. Dem begegnet HORNBACH mit einer globalen Einkaufsstrategie und der Streuung der Einkäufe über zahlreiche Lieferanten zur Reduktion von Abhängigkeiten und zur Stärkung der Verhandlungspositionen.

Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil der Umsätze mit saisonalen Artikeln erzielt, deren Absatz stark von externen Faktoren wie z. B. den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. So kann eine Frühjahrssaison durch einen lang anhaltenden Winter oder überdurchschnittlich viel Regen im Frühjahr zeitlich kurz ausfallen und sich in niedrigeren Umsätzen innerhalb des Gartenbereichs im wichtigen ersten Quartal des Geschäftsjahres niederschlagen.

Der Wandel des Konsumverhaltens und der stets steigenden Erwartungen an ein positives Einkaufserlebnis insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden digitalen Möglichkeiten birgt das Risiko, dass das Angebot an Waren und Services nicht zeitgemäß oder konkurrenzfähig ist. Um jederzeit attraktiv und zukunftsorientiert aufgestellt zu sein und diesem Risiko entgegenzuwirken, investiert HORNBACH fortlaufend in den Ausbau der Onlineshops und Services im Sinne einer integrierten Mehrkanalstrategie.

2.3.2 Elementarrisiken

Der Geschäftsbetrieb und/oder die Versorgung der HORNBACH Standorte kann durch mögliche Naturkatastrophen (z. B. Stürme, Hochwasser) oder Brände beeinträchtigt werden. Durch konzernweite Versicherungen sind die wesentlichen versicherbaren Elementarrisiken und eine damit möglicherweise verbundene Betriebsunterbrechung abgedeckt.

Darüber hinaus können die direkten und/oder indirekten Folgen von Klimaveränderungen das Geschäftsmodell von HORNBACH und/oder den Betrieb einzelner Standorte beeinflussen, beispielsweise durch erforderliche Veränderungen von Sortimenten oder notwendige Investitionen in Immobilien.

2.3.3 Krieg / Pandemie

Es besteht das Risiko, dass die Folgen von Kriegen und Pandemien nachhaltig Teile des öffentlichen Lebens und des Handels beeinflussen und damit die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätssituation belasten, beispielsweise in Form von Belastungen der Lieferketten und Warenverfügbarkeiten, dem Anstieg von Energie- und/oder Rohstoffpreisen oder Einschränkungen der Öffnungszeiten der Märkte.

Grundsätzlich stehen diesen Risiken auch potenzielle Chancen durch eine erhöhte Nachfrage nach Baumarktsortimenten gegenüber, die zu Vorzieh-, Nachhol- und Ausweicheffekten führen.

2.4 Operative Risiken

2.4.1 Standort- und Absatzrisiken

Investitionen in nicht geeignete Standorte können erheblichen negativen Einfluss auf die Ertragskraft des Konzerns haben. Zur Risikominimierung werden deshalb Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage von detaillierten Marktforschungsanalysen vorbereitet und Investitionsentscheidungen auf der Basis von dynamischen Investitionsrechnungen und Sensitivitätsanalysen getroffen. Dennoch kann das Risiko einer nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aufgrund zusätzlich existierender Einflussfaktoren wie dem Kundenverhalten und der lokalen Wettbewerbssituation nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Insbesondere in Ländern mit geringem Marktwachstum und starkem Wettbewerb müssen zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit daher kontinuierlich Investitionen in Standorte und den Ausbau des Kundenservice sowie neuer Konzepte getätigt werden.

2.4.2 Beschaffungsrisiken

HORNBACH ist als Handelsunternehmen auf externe Lieferanten und Hersteller angewiesen. Bei der Auswahl dieser Lieferanten wird mit größter Sorgfalt vorgegangen. Insbesondere bei der Selektion der Eigenmarkenlieferanten wird auf die Verlässlichkeit in Bezug auf hohe Produktqualität und die stete Einhaltung von Sicherheits- und Sozialstandards in den jeweiligen Unternehmen geachtet. Um den Ausfall von bedeutenden Lieferanten zu vermeiden, wurde ein effizientes Frühwarnsystem entwickelt, das die Lieferanten auf Basis von verschiedenen quantitativen und qualitativen Kriterien kontinuierlich bewertet. Durch eine frühzeitige Sondierung des Marktes hinsichtlich alternativer Bezugsquellen und einer Mehrlieferantenstrategie werden die Auswirkungen eines möglichen Lieferantenausfalls weiter reduziert. Bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation kann allerdings nicht immer ausgeschlossen werden, dass Lieferanten ausfallen, deren Produkte kurzfristig nicht anderweitig beschafft werden können.

Zur Senkung des Risikos einer Unterbrechung der Logistikkette und zur Optimierung der Warenversorgung stehen mehrere Verteilzentren für den Gesamtkonzern zur Verfügung. Bei der Beschaffung der Ware unterliegt HORNBACH unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise für Artikel mit einem hohen Anteil an Rohöl, Kupfer oder Stahl aufgrund volatiler Preise auf den internationalen Rohstoffmärkten. Daneben könnten Preissteigerungen für energieintensiv hergestellte Artikel zu höheren Beschaffungskosten führen, die unter Umständen nur teilweise oder zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können.

2.5 Rechtliche Risiken

2.5.1 Gesetzliche und regulatorische Risiken

Der HORNBACH Management AG Konzern unterliegt aufgrund seiner Geschäftstätigkeit in verschiedenen Ländern diversen nationalen Gesetzen und Bestimmungen. Änderungen von Gesetzen können deshalb zu höheren Kosten führen. Neben den hier beispielhaft genannten Risiken von Schadenersatzklagen aufgrund von Patent- und Schutzrechtsverletzungen oder Umwelt- und Produkthaftungsschäden könnte speziell auch eine Verschärfung der nationalen Baugesetze oder Vorschriften zum Erwerb von Grundstücken negative Auswirkungen auf die künftige Ertragslage des Konzerns haben. Zur Vermeidung etwaiger Vertragsverletzungen und unvorteilhafter Vereinbarungen wird fortlaufend die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen überwacht und bei Vertragsangelegenheiten werden interne und externe Rechtsexperten hinzugezogen.

2.6 Führungs- und Organisationsrisiken

2.6.1 IT-Risiken

Die Steuerung des Konzerns ist maßgeblich von einer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch hochqualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch, Datenverlust und externen Angriffen wird durch Einsatz entsprechender aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne.

2.6.2 Reputationsrisiken

Die Marke HORNBACH unterliegt Reputationsrisiken durch mögliche Imageschäden. Diese können durch negative Markensignale entstehen, die den guten Ruf und das Ansehen der Marke beschädigen. Die Reputation, die die Marke HORNBACH bei ihren Kunden, den Investoren und in der Öffentlichkeit besitzt, hat deshalb immer Auswirkungen auf das Vertrauen in die Marke und die damit verbundene Loyalität zu HORNBACH. Ursachen für Reputationsrisiken können unter anderem Management-, Kommunikations- und Marketingfehler gegenüber Kunden, Beratungs-, Service- und Produktmängel, Unfälle oder Umweltskandale sein. Reputationsrisiken können unterschiedliche Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Im Handelsgeschäft können sie zu einer vorübergehenden oder dauerhaft rückläufigen Nachfrage bis hin zum Kundenverlust führen.

2.6.3 Personalrisiken

Der Einsatz hochmotivierter und -qualifizierter Mitarbeiterinnen ist eine der Grundlagen für den Erfolg von HORNBACH. Dieser Pfeiler der Unternehmenskultur hat deshalb einen großen Stellenwert für den Gesamtkonzern. Die Qualifikation von Mitarbeiterinnen wird durch geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ständig verbessert. Prämienmodelle unterstützen die Erreichung der Unternehmensziele. Allerdings ist HORNBACH im Hinblick auf die Rekrutierung und Loyalität von hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal von vielfältigen externen Faktoren wie z. B. der allgemeinen Arbeitsmarkt- und Branchenentwicklung abhängig und unterliegt ebenfalls den jeweiligen länderspezifischen Effekten des demografischen Wandels. Im Geschäftsjahr 2023/24 hat darüber hinaus die hohe Inflation zu deutlich gestiegenen Gehältern und Löhnen geführt, die nicht durch einen entsprechenden Zuwachs der unternehmerischen Erträge gedeckt ist.

2.7 Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Im Geschäftsjahr 2023/24 bestanden für den HORNBACH Management AG Konzern keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die allein oder im Zusammenwirken mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nachhaltig über mehrere Jahre wesentlich beeinträchtigen könnten.

Chancenbericht

Der europäische Do-it-yourself (DIY)-Markt bietet HORNBACH auch in Zukunft Wachstumschancen, die im Zusammenhang mit den im Risikobericht geschilderten Risiken sowie den im Prognosebericht erläuterten Einschätzungen der künftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beurteilen sind.

1. Baukonjunktur: Hoher Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf

Das Bauen im Bestand (Sanierung, Modernisierung, Renovierung) ist für die Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte von herausgehobener Bedeutung. Insbesondere folgende Entwicklungen treiben diesen Markt:

Alter Gebäudebestand in Europa: Mittel- und langfristig signalisiert die Altersstruktur der Immobilien in Kontinentaleuropa grundsätzlich einen steigenden Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf. So sind in der Europäischen Union annähernd 80 % des Wohngebäudebestands vor 1991 erbaut worden.

Energetische Sanierung: Eine wesentliche Motivation für die Wohnungsmodernisierung ist insbesondere die energetische Sanierung. Mit den deutlich gestiegenen Energiekosten und der Aussicht auf langfristig höhere Energiepreise sind die Anreize, in energetische Sanierung zu investieren, nochmals gestiegen. Förderprogramme könnten angesichts der europäischen Klimaziele ausgeweitet werden.

Demografische Veränderungen: Angesichts der demografischen Entwicklungen in Europa steigt zudem der Bedarf an Lösungen für altersgerechtes Wohnen, wie etwa barrierefreie Gebäude- und Wohnungszugänge, Einbau von Aufzügen, Türverbreiterungen oder der Umbau von Sanitärräumen.

In Deutschland entfielen bereits im Jahr 2023 nach Hochrechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) 77 % des Wohnungsbauvolumens in Höhe von insgesamt 324 Mrd. € auf Bauleistungen an bestehenden Gebäuden. Für 2024 erwartet das DIW einen weiteren leichten Anstieg, da steigende Finanzierungskosten eine untergeordnete Rolle spielen und Bestandsmaßnahmen schneller und unkomplizierter an veränderte Budgetrestriktionen angepasst werden können. Zudem dürften durch die Rückgänge im Neubau wieder vermehrt Kapazitäten bei Handwerkerinnen für Bestandsmaßnahmen zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig bieten die für das Kalenderjahr 2024 erwarteten Zinssenkungen Potenzial für eine Zunahme der (Neu-)Bauaktivitäten, von denen HORNBACH aus der Erfahrung der Vergangenheit grundsätzlich ebenfalls profitiert, sowohl aufgrund des Eigenanteils der Bauherren als auch als Partner für Profikunden und Handwerksbetriebe.

2. Verbrauchertrends: Cocooning, Online-Shopping und Nachhaltigkeit

Das eigene Haus oder die eigene Wohnung hat an Bedeutung gewonnen. Die Menschen arbeiten auch nach dem Ende der Corona-Pandemie im Durchschnitt rund einen Tag pro Woche im Homeoffice und verbringen damit insgesamt mehr Zeit zu Hause (ifo 2023: Working from Home Around the Globe). Angesichts der anhaltend hohen Inflation sind Konsumentinnen sparsamer, und auch Freizeitaktivitäten verlagern sich teilweise in das eigene Zuhause (GfK Consumer Life Studie 2023).

Der Onlinehandel mit DIY-Sortimenten ist in den Pandemiejahren 2020 und 2021 besonders stark gestiegen. Mit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen war der DIY-Onlinehandel in den Jahren 2022 und 2023 rückläufig. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt in der HORNBACH Gruppe mit 12,7 % jedoch immer noch deutlich über dem Vor-Pandemie-Niveau (2019/20: 9,6 %). Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) erwartet, dass die Onlineumsätze mit Waren insgesamt im Kalenderjahr 2024 wieder wachsen. HORNBACH verfolgt bereits seit 2010 eine Interconnected-Retail-Strategie und konnte von dem Trend zum Online-Shopping stärker profitieren als stationäre Wettbewerber. Im Geschäftsjahr 2023/24 hat HORNBACH darüber hinaus als erste deutsche Baumarktkette einen Online-Marktplatz für DIY-Produkte in den deutschen Webshop integriert. Kunden können dadurch aus einem erweiterten Produktportfolio wählen und HORNBACH generiert zusätzliche Erträge in Form von Provisionen.

DIY-Kunden legen zudem immer mehr Wert auf ökologisch und ökonomisch nachhaltige Produkte, die zum Beispiel einen Beitrag zum Wasser- oder Energiesparen leisten, langlebig und wiederverwendbar sind und somit über den Produktlebenszyklus einen geringen ökologischen Fußabdruck und geringere laufende Kosten aufweisen. Angesichts steigender Energiepreise rücken die Themen Energieeffizienz und eigene Energieerzeugung stärker in den Fokus der Kunden. Eine entsprechende Sortimentsauswahl, die Zertifizierung von Produkten, transparente Produktinformationen und diesbezügliche Beratungskompetenz sowie umweltfreundliche Verpackungen sind wichtige Wettbewerbsfaktoren für HORNBACH.

3. Neue Kundengruppen: Gewerbliche Kunden und DIFM

Der europäische DIY-Markt ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher Vertriebsformen. In Deutschland beispielsweise decken Bau- und Heimwerkermärkte lediglich rund die Hälfte des DIY-Kernmarktes ab. Die andere Hälfte des Marktvolumens erzielen Fachmärkte (wie zum Beispiel Fliesen-, Raumausstattungs-, Leuchten- oder Sanitärfachmärkte), der Baustoff- oder Holzfachhandel. Durch entsprechende Kundenorientierung und Fachhandelskonzepte können Baumarktbetreiber zusätzliche Marktanteile zu Lasten der anderen Vertriebsformen gewinnen. Insbesondere in Ländern, in denen auf Baumärkte ein geringer Anteil am DIY-Gesamtmarkt entfällt, ergeben sich Wachstumschancen im Bereich der Profikunden.

HORNBACH ist dank seiner großflächigen Märkte, der Bevorratung großer Mengen, der schnellen Abwicklung in den Drive-in-Märkten bzw. Baustoffzentren sowie des auch für Profikunden umfangreichen und verzahnten Online-Angebots eine attraktive Alternative zu den traditionellen Bezugsquellen des Facheinzelhandels oder Großhandels. Da HORNBACH mit dem Handelsformat zunehmend Profikunden anzieht, können für den Warenbezug auch Hersteller gewonnen werden, die sonst nur den professionellen Fachhandel beliefern.

Vielversprechende Wachstumschancen sieht HORNBACH auch im Marktsegment des sogenannten Do-it-for-me (DIFM)-Kunden, auch im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung in Deutschland und anderen Teilen Europas. DIFM-Kunden kaufen Sortimente für ihre Heimwerkerprojekte selbst ein, überlassen die auszuführenden Arbeiten jedoch einem Handwerksbetrieb. HORNBACH kooperiert an allen Standorten mit regionalen Handwerksbetrieben, die Projekte für HORNBACH Kunden zum Festpreis umsetzen und übernimmt die Gewährleistung für diese Projekte. Darüber hinaus hat HORNBACH im Geschäftsjahr 2023/24 das auf barrierefreie Badumbauten spezialisierte Start-Up Seniovo erworben. Das Geschäftsmodell von Seniovo bietet zusätzliche Chancen durch die gezielte Ansprache relevanter Kundengruppen sowie eine hohe Effizienz durch serielle Sanierung und einen hohen Digitalisierungsgrad in der Projektabwicklung.

4. Digitalisierung: ICR und automatisierte Prozesse

Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern hat die Digitalisierung des Geschäftsmodells sowie die Transformation zum Interconnected Retail (ICR) konsequent vorangetrieben. Dank dieser Anstrengungen hat HORNBACH seine Wettbewerbsposition innerhalb der DIY-Branche nachhaltig gestärkt und das gesamte Unternehmen zukunftsfähig ausgerichtet.

Von der fortlaufenden Digitalisierung der Marktorganisation, im Verkauf sowie der Verzahnung mit dem Einkauf und der Logistik verspricht sich HORNBACH nachhaltig positive Effekte für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Konzern. Bei der Digitalisierung der Lieferketten steht die Reduktion bzw. Abschaffung manueller Arbeitsschritte durch die automatisierte Beschaffung, Bereitstellung und Verarbeitung von Daten im Fokus. Insbesondere wird der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) forciert, um Prozesse besser zu steuern und Umsatzchancen durch Analysen von Produkten und Services zu identifizieren.

In den HORNBACH Märkten sind alle Verkäuferinnen mit mobilen Multifunktionsgeräten ausgerüstet, um manuelle Arbeitsschritte und Laufwege zu reduzieren, so dass mehr Zeit für die Beratung der Kundinnen und Kunden zur Verfügung steht. Das gleiche Ziel verfolgt der Einsatz von Selbstbedienungskassen und Self-Scanning, mit dem Artikel bereits während des Einkaufs erfasst werden können und der Bezahlvorgang an der Kasse insbesondere bei großen Warenkörben beschleunigt wird. Der deutsche HORNBACH Onlineshop wurde im Geschäftsjahr 2023/24 darüber hinaus um einen kuratierten Marktplatz erweitert. Durch die Einbindung von ausgewählten externen Verkäufern wird somit das Sortiment gezielt erweitert und Kundinnen und Kunden eine noch attraktivere Sortimentsbreite und -tiefe angeboten. Zudem werden Online-Services wie beispielsweise Produktkonfiguratoren kontinuierlich ausgebaut.

Die Verwaltungsfunktionen profitieren ebenfalls von fortschreitender Prozessautomatisierung und dem Einsatz von KI. An allen Verwaltungsstandorten haben Mitarbeiterinnen zudem die Möglichkeit flexibel mobil zu arbeiten.

Im Berichtsjahr hat HORNBACH darüber hinaus mit dem Aufbau eines IT-Hubs in Bukarest (Rumänien) begonnen. Dieser soll die konzernweite Entwicklungskompetenz stärken und HORNBACH ermöglichen gut ausgebildete IT-Experten in Rumänien zu gewinnen.

5. Expansion in Europa

Die Expansion ins europäische Ausland bietet HORNBACH auch in Zukunft zusätzliche Wachstumsperspektiven durch ein höheres Umsatzpotenzial, eine höhere Rentabilität sowie eine bessere Streuung von regionalen Marktrisiken. Die Internationalisierung des Konzerneinkaufs sichert zudem einen breiten Zugang zu den globalen Beschaffungsmärkten sowie die strategische und langfristige Partnerschaft mit Lieferanten und der Industrie. Durch die Nähe der für HORNBACH tätigen Lieferanten zu den Einkaufsorganisationen in den jeweiligen Ländern kann die Produktauswahl bestmöglich auf die regionalen Bedürfnisse in den Ländern angepasst und über Größenvorteile Margenverbesserungen erzielt werden.

Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Von zentraler Bedeutung für die Geschäftsaussichten der HORNBACH Gruppe ist die künftige Entwicklung der Konsumnachfrage sowie der Bau- und Renovierungstätigkeit in den Ländern, in denen das Unternehmen operativ tätig ist. Überdies können sich außergewöhnliche Witterungsverhältnisse empfindlich auf das Konsumverhalten und des Saisongeschäfts auswirken, wenngleich diese Einflussgröße in der Vorausplanung nicht abgebildet werden kann. Ferner können wirtschaftliche und geopolitische Krisen die Geschäftsentwicklung des Unternehmens erheblich beeinflussen.

1.2 Rahmenbedingungen in Europa

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute (Gemeinschaftsdiagnose) erwarteten zum Zeitpunkt der Berichterstellung für die EU 27 einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung von 0,9% im Kalenderjahr 2024 sowie eine nachlassende Inflation 2,5%. Für den Euroraum zeichnet sich ab dem Frühsommer eine Zinswende ab. Die Institute gehen davon aus, dass die EZB die Leitzinsen ab Juni stufenweise bis zum Frühjahr 2025 auf 2,15 % (Hauptrefinanzierungssatz) senkt. Insgesamt sollten höhere Reallöhne den privaten Konsum stärken und die Konjunktur im Jahresverlauf beleben. Ein kräftiger Aufschwung wird jedoch in Europa und im Euroraum in 2024 nicht erwartet.

Für den europäischen Bausektor rechnet die ING Bank mit einem leichten Rückgang des Produktionsvolumens (-0,5 %) und der Neubauvolumina. Der Renovierungssektor (einschließlich Energieeffizienzmaßnahmen) sollte dagegen von einem strukturellen Anstieg der Nachfrage profitieren.

1.3 Rahmenbedingungen in Deutschland

Für Deutschland erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute im Kalenderjahr 2024 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,1% und eine rückläufige Inflation in Höhe von 2,3%. Die insgesamt robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt wirkt konjunkturstabilisierend, insbesondere mit Blick auf den privaten Konsum, der im laufenden Jahr um 0,9% expandieren dürfte. Für die Wohnbauinvestitionen werden zunächst noch weitere Rückgänge erwartet, auch aufgrund der weiterhin hohen Finanzierungskosten. Mit einer Stabilisierung wird erst am Jahresende gerechnet.

Der DIY-Branchenverband BHB geht davon aus, dass das Bauen im Bestand, d.h. Renovieren, Sanieren und Reparieren, auch im laufenden Jahr Wachstumspotenziale bietet. Insbesondere Einstiegssortimente sowie innovative Produkte, die das Heimwerken auch für Laien einfacher und kostengünstiger machen, dürften 2024 an Bedeutung gewinnen.

2. Prognose der Geschäftsentwicklung 2024/25

2.1 Expansion und Investitionen

Im einjährigen Prognosezeitraum setzt der Konzern weiterhin auf den Ausbau und die Modernisierung des Filialnetzes sowie die Weiterentwicklung der Onlineshops und des Serviceangebots für DIY- und Profikunden im bisherigen Geschäftsgebiet. Im Geschäftsjahr 2024/25 ist eine Markteröffnung zu Beginn des Kalenderjahres 2025 geplant. Der Bau- und Gartenmarkt in Nürnberg (Deutschland), der im November 2023 geschlossen wurde, wird derzeit am selben Standort neu gebaut und wird voraussichtlich im Februar 2025 wieder eröffnen.

Die Auszahlungen für Investitionen (CAPEX) in der HORNBACH Gruppe werden im Geschäftsjahr 2024/25 voraussichtlich in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/24 (192,6 Mio. €) liegen. Der überwiegende Teil der Mittel soll in den Bau neuer Märkte, die Geschäftsausstattung neuer und bestehender Filialen, den Umbau und die Erweiterung bestehender Märkte sowie in IT-Infrastruktur fließen.

2.2 Umsatzentwicklung

Der Umsatz für den Gesamtkonzern HORNBACH Management AG wird im Geschäftsjahr 2024/25 leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/24 erwartet (6.161 Mio. €). Der wetterbedingt und im Vergleich zum Berichtsjahr stärkere Start in die Frühjahrssaison wird sich nach unserer Erwartung insgesamt positiv auf die Umsatzentwicklung und den Rohertrag des ersten Quartals auswirken. Allerdings bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd und eine deutliche Erholung der Konsumstimmung ist derzeit nicht absehbar. Somit wird im weiteren Jahresverlauf insgesamt nicht mit einem wesentlichen Umsatzwachstum gegenüber dem Berichtsjahr gerechnet.

2.3 Ertragsentwicklung

Die HORNBACH Gruppe strebt ein bereinigtes EBIT in etwa auf oder leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/24 (254,2 Mio. €) an. Es wird erwartet, dass sich die Handelsspanne auf dem zum Geschäftsjahresende 2023/24 erreichten höheren Niveau stabilisiert und sich damit im Vergleich zum Berichtsjahr per Saldo verbessert.

Trotz fortgesetzter Kostendisziplin ergeben sich voraussichtlich weitere Kostensteigerungen, die zu einem wesentlichen Teil aus Gehaltsanpassungen im Nachlauf der hohen Inflationsraten im Vorjahr resultieren. Zudem werden Investitionen in Innovationen und IT-Infrastruktur sowie steigende regulatorische Anforderungen voraussichtlich zu einem weiteren leichten Anstieg der Zentralkosten beitragen.

Die unternehmenseigene Definition für qualifiziert-komparative Prognosen von Ergebnisgrößen wurde ab dem Geschäftsjahr 2024/25 angepasst: "Auf dem Niveau des Berichtsjahres" umfasst nach der neuen Definition eine Veränderung von -5% bis +5%. "Leicht" entspricht Veränderungen von +/-5 bis +/-12% und "deutlich" bezeichnet Veränderungen von >+/-12%. Die Definition in Bezug auf Umsatzveränderungen bleibt unverändert.

Sonstige Angaben

Abhängigkeitsbericht

Für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde nach § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Zu den berichtspflichtigen Vorgängen wird darin erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei allen hier berichtspflichtigen Rechtsgeschäften mit dem herrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

 

Annweiler am Trifels, den 16. Mai 2024

HORNBACH Management AG

Der Vorstand

Albrecht Hornbach

Karin Dohm

Erich Harsch

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat HORNBACH Management AG

(persönlich haftende Gesellschafterin der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA)

Dr. John Feldmann - Vorsitzender

Ehem. Mitglied des Vorstands BASF SE

Melanie Thomann-Bopp - Stellvertretende Vorsitzende

Mitglied des Vorstands der Apetito AG, Ressorts Finanzen/Controlling/IT

Albert Hornbach

Geschäftsführer der Tesoro Data-Analysis GmbH

Arnulf Hornbach

Geschäftsführer der Flowprime GmbH

Johann Hornbach

IT Projektleiter bei der Allianz Technology SE

Simone Krah

Präsidentin (geschäftsführend) des MMM-Club e.V.

Maria Olivier

Leiterin der Bush Barn Farm

Vanessa Stützle

Chief Executive Officer der LUQOM Group

Dr. Susanne Wulfsberg

Leiterin des Gestüts Floggensee, Tierärztin

Vorstand HORNBACH Management AG

(persönlich haftende Gesellschafterin der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA)

Albrecht Hornbach - Vorsitzender

verantwortlich für Baufachhandel (HORNBACH Baustoff Union GmbH), Immobilien (HORNBACH Immobilien AG)

Karin Dohm - CFO

verantwortlich für Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Konzerncontrolling, Risikomanagement, Revision, Recht, Compliance, Investor Relations

Erich Harsch - Mitglied des Vorstands

verantwortlich für Bau- und Gartenmärkte (HORNBACH Baumarkt AG), Public Relations

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Jahr 2023 sind viele der geopolitischen Machtbalancen, auf die wir lange gesetzt hatten, weiter aus dem Gleichgewicht geraten, ungelöste gesellschaftliche und soziale Konflikte wurden gewaltsam eskaliert, technologische und ökologische Herausforderungen werden zunehmend komplexer. Politische, wirtschaftliche und soziale Beziehungen werden hinterfragt, Wertschöpfungsketten müssen neu entwickelt und strukturiert werden. Insbesondere für die Bewältigung der Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung fehlt ein auf wissenschaftlicher Basis fundierter gesellschaftlicher Konsens.

Für die Menschen in den europäischen Ländern, in denen die HORNBACH Gruppe operativ tätig ist, waren die Konflikte noch präsenter als in der Vergangenheit und die Konsequenzen unmittelbarer erfahrbar. Neben den Ungewissheiten und Verunsicherungen durch die politischen und militärischen Konflikte führten zu Jahresbeginn vergleichsweise hohe Inflationsraten und steigende Zinsen zu einer ausgeprägten Kaufzurückhaltung, die das produzierende Gewerbe ebenso betrafen wie den Handel. Feuchtes und kaltes Wetter zum Jahresbeginn verstärkten diesen Trend insbesondere im Baumarkt- und Gartenhandel. Im Laufe des Jahres 2023 sank in den meisten Ländern der Inflationsdruck, eine Reduktion der Zinssätze kündigte sich an, die Kaufkraft vieler potenzieller Kundinnen und Kunden stieg. Auf das ganze Jahr berechnet nahm das Bruttoinlandsprodukt in fast allen Ländern jedoch ab. Insbesondere das Bauwesen hat unter den finanziellen Unsicherheiten, aber auch den begrenzten Verfügbarkeiten von qualifizierten Arbeitskräften und einigen Materialien gelitten. Darüber hinaus haben die steigende Zahl und wachsende Komplexität von Verordnungen und Regulierungen, insbesondere im Hinblick auf die gesellschaftlich durchaus akzeptierte und befürwortete Energiewende, zu einer weiteren Verunsicherung geführt. Klare Prioritäten und ein Konsens über Finanzierungskonzepte, Technologien, Zeitrahmen unter Berücksichtigung individueller Situationen und Gegebenheiten sowie kreative Ideen sind dringend erforderlich, wie auch die Einsicht, dass nicht alles Wünschenswerte gleichzeitig möglich ist und Kompromisse erforderlich sein werden.

Die DIY-Branche hatte 2023 mit einer deutlich reduzierten Nachfrage bei gleichzeitig steigenden Personal- und Infrastrukturkosten zu kämpfen.

Die HORNBACH Gruppe hat sich in 2023/24 im Wettbewerbsvergleich wieder hervorragend geschlagen. Die Zahl der Kunden und Kundinnen, die unsere Märkte besuchten, nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % zu, die allgemeine Kaufzurückhaltung führte jedoch zu einem leichten Mengenrückgang. HORNBACH hat die Marktposition verbessern können und in fast allen Ländern Marktanteile gewonnen, die Umsätze pro Flächeneinheit sind weiterhin führend. Der Anteil des Onlinehandels liegt unverändert deutlich über der Vor-Corona-Periode.

Eine stärkere Handelsmarge auf Basis geringerer Einkaufspreise und eine strenge Kostenkontrolle, die auf eine Verbesserung von Effizienz und Effektivität abzielt, aber keine Gefährdung der Attraktivität und Lieferfähigkeit für unsere Kunden riskiert, trugen dazu bei, dass sich das operative Geschäft unter den gegebenen Umständen zufriedenstellend entwickelte. In den letzten Monaten des Geschäftsjahres konnten die schwachen Ergebnisse des Jahresanfangs zu einem gewissen Teil kompensiert werden. Wichtige Technologieprojekte zur Steigerung der langfristigen Leistungsfähigkeit des Unternehmens wurden planmäßig fortgesetzt. Vor allem durch den gezielten Abbau von Vorräten konnte der Cashflow deutlich gesteigert werden. Im Geschäftsjahr hat die HORNBACH Baumarkt AG das auf barrierefreie Badumbauten spezialisierte Unternehmen Seniovo GmbH erworben und stärkt damit den HORNBACH Handwerker-Service.

Der Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH war von der Zurückhaltung im Bauwesen direkt betroffen und hat bei Verteidigung seiner regionalen Marktpositionen Einbußen in Umsatz und Ergebnis hinnehmen müssen.

Insgesamt hat die HORNBACH Gruppe in diesem herausfordernden Jahr unter Beweis gestellt, dass Inter-connected Retail ein angemessenes und nachhaltiges Ausschöpfen der Marktpotentiale ermöglicht und die Basis für einen weiteren erfolgreichen Ausbau von Marktposition und Ertragsfähigkeit bietet. Der Aufsichtsrat ist der Überzeugung und vertraut darauf, dass das Führungsteam der HORNBACH Gruppe mit ihren Beschäftigten dieses Konzept zielorientiert und erfolgreich in operatives Handeln umsetzen wird.

Der Aufsichtsrat der HORNBACH Management AG hat den Vorstand in mehreren Sitzungen intensiv beraten und kontrolliert. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende hat darüber hinaus in mehreren Gesprächen mit dem Vorstand die aktuelle Lage, Chancen, Risiken und Maßnahmen diskutiert. Auch die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats waren in einem regelmäßigen, mündlichen und schriftlichen Dialog mit den Vorständen engagiert.

Digitalisierung und der wachsende Beitrag künstlicher Intelligenz zur Neubestimmung und Gestaltung der Geschäftsprozesse auch im Handel sowie deren Auswirkungen auf die Qualifikationsanforderungen und Weiterentwicklung von Führungskräften und Beschäftigten werden weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Dialogs mit dem Vorstand sein. Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanungen sind davon wesentlich beeinflusst und sind zentrale Aufgaben des Vorstands.

Die Gesellschaft wird in der Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2024/25 in den Lagebericht Angaben zu den Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) mit qualitativen und quantitativen ESG-Pflichtangaben und Angaben zur EU-Taxonomie integrieren. Der Aufsichtsrat hat sich daher mit dem Stand der Entwicklung dieses neuen Reportingstandards im Unternehmen intensiv befasst. Frau Thomann-Bopp hat für den Aufsichtsrat eine Lenkungsfunktion für die Behandlung der ESG-Fragestellungen übernommen. Der Aufsichtsrat wird die Entwicklungen zu diesem Themenkomplex weiterhin eng begleiten. Ohne Zweifel wird die Berichterstattung eine besondere Herausforderung sein, da es hierfür weder einen als Standard akzeptierten, realistischen Kanon von zu berichtenden Fakten noch exemplarische Beispiele gibt. Eine Prioritätensetzung orientiert an den ökonomischen und ökologischen Herausforderungen. Eine realistische Einschätzung einer möglichen Datenerhebung mit angemessenem Aufwand ist hierzu unabdingbar erforderlich. Die Gesellschaft (in ihrer Funktion als persönliche haftende Gesellschafterin der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA) hat im letzten Jahr - wie erstmals 2022 - einen Bericht zur Vergütung u.a. der Vorstände der HORNBACH Management AG erstellt. Das dargestellte, ab dem 1. März 2023 um ESG-Kriterien erweiterte Vergütungssystem gilt, wie auch im aktuellen Vergütungsbericht ausgeführt, mit geringfügigen zukunftsgerichteten Anpassungen weiterhin und orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, Vergütungshöhen werden regelmäßig im Benchmark zu den Gesellschaften im SDAX überprüft. Die Berechnungskriterien für die mehrjährige, variable Vergütung schließen für das Geschäftsjahr 2024/25, wie bereits im Vorjahr, neben finanzwirtschaftlichen Kriterien (Prämie des Returns on Capital employed (ROCE) über Kosten des Kapitals (WACC) mit 50 %, Total Shareholder Return (TSR) im Vergleich zum Benchmark SDAX mit 25 %) ESG- Kriterien mit ebenfalls 25 % ein. Die Berechnungsgrundlagen für die Messung der ESG-Einzelziele CO 2 -Emmissionen, Mitarbeiterzufriedenheit und Diversität sind für das Geschäftsjahr 2024/25 aktualisiert worden. Sie umfassen Zielvereinbarungen zur Nachhaltigkeitskennzeichnung für Produkte, die sich im Vergleich zu Alternativen durch einen besonders geringen ökologischen Fußabdruck auszeichnen, zur Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit, Diversität in Führungsebenen unterhalb des Vorstands der HORNBACH Baumarkt AG sowie zur Reduktion von klimaschädlichen Emissionen im Rahmen von Scope 1 und Scope 2 beitragen. Weitere Informationen sind dem Vergütungsbericht der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA zu entnehmen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023/24 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen statt. Die durchschnittliche Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats lag bei 97,22 %. Interessenkonflikte traten im Berichtsjahr nicht auf.

In den Sitzungen im Geschäftsjahr 2023/24 hat sich der Aufsichtsrat anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands ausführlich mit dem Geschäftsverlauf und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens befasst sowie mit der strategischen Weiterentwicklung der Geschäfts-, Investitions- und Finanzpolitik sowie Corporate Governance beschäftigt. Über die Chancen- und Risikolage der Gesellschaft und des Konzerns sowie über die Umsetzung des Risikomanagements hat sich der Aufsichtsrat eingehend unterrichten lassen und mit dem Vorstand beraten. Der Vorstand berichtete darüber hinaus regelmäßig schriftlich und mündlich über die aktuelle Situation der Gesellschaft und des Konzerns, insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs und des Nahost-Konflikts auf die Handelsaktivitäten sowie über die Entwicklung der Umsatz-, Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung. Planabweichungen wurden erörtert und Maßnahmen diskutiert.

In der Bilanzaufsichtsratssitzung im Mai 2023 hat sich der Aufsichtsrat unter Teilnahme des Konzernabschlussprüfers intensiv mit den Jahres- und Konzernabschlüssen der Gesellschaft und der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA des jeweils abgelaufenen Geschäftsjahres befasst. Alle Fragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden von den Wirtschaftsprüfern erschöpfend beantwortet. In der jeweiligen Sitzung wurden außerdem der Bericht des Aufsichtsrats sowie die Erklärung zur Unternehmensführung der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA verabschiedet und über den Bericht zur Finanzlage, den Risikobericht und Compliance Bericht beraten. Zudem hat sich der Aufsichtsrat, auch vor dem Hintergrund des steigenden Fachkräftemangels, zur Personalstrategie und Nachfolgeplanung im Konzern berichten lassen und wird dieses Thema auch zukünftig weiterverfolgen. Des Weiteren wurde die Tagesordnung der Hauptversammlung der HORNBACH Management AG einschließlich der Vorschläge zur Beschlussfassung verabschiedet. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Juni 2023 die Änderung der Geschäftsverteilung des Vorstands der HORNBACH Management AG beschlossen, die die Erweiterung des Vorstands um ein neues Vorstandsressorts zum Gegenstand hatte. Für das neu geschaffene Ressort wurde ein neues Vorstandsmitglied bestellt. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt "Personalia des Vorstands".

In der Sitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung im Juli 2023 berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns, Im Dezember 2023 wurden die aktuelle Geschäftslage im Konzern sowie der Risikobericht, der Compliance Bericht und die Finanzlage erörtert und die Prüfungsschwerpunkte für die Konzernabschlussprüfung mit dem Abschlussprüfer festgelegt. Zudem wurde der aktuelle Stand zum S/4 HANA-Transformationsprojekt ausführlich erörtert. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat wie jedes Jahr in der Dezembersitzung gemäß Nr. 7.1 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dazu wurde den Aufsichtsratsmitgliedern mit den Sitzungsunterlagen vorab ein Fragebogen mit sechs Themenkomplexen mit jeweils zwei bis vier Fragen zur Verfügung gestellt, um einen effizienten Austausch in der Sitzung sicherzustellen. Die Themenkomplexe in dem Fragebogen wurden in diesem Jahr intern überarbeitet, strukturiert und detaillierter ausgearbeitet. Im Ergebnis hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass die Qualität seiner Arbeit auch vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl und Komplexität an Regularien nach wie vor sehr hoch ist.

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 im Februar 2024 wurde die aktuelle Geschäftslage beraten sowie die Konzernplanung für die Geschäftsjahre 2024/25 bis 2028/29 eingehend erörtert und verabschiedet. Weiterhin wurde der Jahresbericht der Revision sowie die Prüfungsplanung für das Geschäftsjahr 2024/25 erörtert. Darüber hinaus wurden in dieser Sitzung die Zielwerte für die variable Vorstandsvergütung für das kommende Geschäftsjahr festgelegt.

Austausch zur Strategie

Im Dezember 2023 haben sich die Aufsichtsräte der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und der HORNBACH Management AG in Anwesenheit der Vorstände der HORNBACH Baumarkt AG und der HORNBACH Management AG zur strategischen Ausrichtung des HORNBACH Konzerns ausgetauscht.

Personalia des Vorstands

Führungskräfteentwicklung ist in der HORNBACH Gruppe eine wesentliche, die Zukunft sichernde Aufgabe der Aufsichtsrats- und Vorstandsgremien. Wir setzen hierbei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Kontinuität und Wandel.

Vor diesem Hintergrund ernannte der Aufsichtsrat in der Mai-Sitzung mit Wirkung zum 1. Juni 2023 Herrn Erich Harsch als weiteres Mitglied des Vorstands der HORNBACH Management AG. Er verantwortet die Bereiche Bau- und Gartenmärkte (HORNBACH Baumarkt AG) und Public Relations. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat der HORNBACH Baumarkt AG Herrn Erich Harsch vorzeitig als Mitglied und Vorstandsvorsitzenden der HORNBACH Baumarkt AG wiederbestellt. Die Bestellungen in beiden Gesellschaften umfassen den Zeitraum 1. Juni 2023 bis 31. Mai 2028.

Personalia des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023/24 gab es keine Veränderungen im Aufsichtsrat der HORNBACH Management AG.

Für alle Aufsichtsratsmitglieder gab es ein umfangreiches Inhouse- Schulungsangebot, welches regelmäßig für den Aufsichtsrat (auch im Rahmen des Onboarding-Prozesses) angeboten wird. Gegenstand der Schulungen waren u. a. Struktur der HORNBACH Gruppe, gesetzliche Grundlagen der Aufsichtsratsarbeit, relevante Regelwerke, Haftung sowie aktuelle Rechtsprechung.

Jahresabschluss der HORNBACH Management AG

Der Abschluss wurde nach den Rechnungslegungsanforderungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Der Jahresabschluss und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratung in der Sitzung des Aufsichtsrats am 16. Mai 2024. Nach dem Ergebnis der Prüfung der vom Vorstand vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der HORNBACH Management AG zum 29. Februar 2024 gebilligt; der Jahresabschluss der HORNBACH Management AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands hat der Aufsichtsrat ebenfalls zugestimmt.

Konzernabschluss der HORNBACH Management AG

Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim (Deloitte), hat den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG zum 29. Februar 2024 sowie den Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2023/24 der HORNBACH Management AG geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Prüfungsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2023/24 waren die Bewertung der Vorräte, sowie die Werthaltigkeit von Standortimmobilien und der Nutzungsrechte an Standortimmobilien. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren Gegenstand intensiver Beratung in der Sitzung des Aufsichtsrats am 16. Mai 2024.

An den Erörterungen zu beiden Abschlüssen nahm der Abschlussprüfer teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand, wie auch der Vorstand der Management AG, für ergänzende Auskünfte sowie für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Über Erkenntnisse oder Hinweise, dass das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem nicht angemessen und wirksam ist, hat der Abschlussprüfer nicht berichtet. Die Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft informierte den Aufsichtsrat auch über die Leistungen, die zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbracht wurden. Umstände, die eine Befangenheit des Abschlussprüfers befürchten lassen, lagen nicht vor. Darüber hinaus berichtete Deloitte über die vorläufige Planung für die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2024/25. Nach dem Ergebnis unserer Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwände und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch Deloitte an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss der HORNBACH Management AG zum 29. Februar 2024 gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat außerdem den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zur Beanstandung gegeben. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss seines Berichts gemäß § 312 AktG.

Europa sowie die Welt stehen auch in den kommenden Jahren vor großen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen. Der Aufsichtsrat ist der Überzeugung, dass die HORNBACH Gruppe die derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen mit der gewohnten Resilienz und Innovationskraft meistern wird und dankt dem Vorstand, den Führungskräften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023/24.

 

Bornheim (Pfalz), im Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Dr. John Feldmann, Vorsitzender

KONZERNABSCHLUSS

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

HORNBACH Management AG Konzern

Anhang 2023/24
T€
2022/23
T€
Veränderung
%
Umsatzerlöse 1 6.160.886 6.263.133 -1,6
Kosten der umgesetzten Handelsware 2 4.076.255 4.172.643 -2,3
Rohertrag 2.084.631 2.090.490 -0,3
Filialkosten 3/10 1.576.274 1.561.170 1,0
Voreröffnungskosten 4/10 6.136 6.807 -9,9
Verwaltungskosten 5/10 297.410 280.917 5,9
Sonstiges Ergebnis 6/10 20.991 16.927 24,0
Betriebsergebnis (EBIT) 225.802 258.524 -12,7
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.198 5.600 82,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 56.168 50.267 11,7
Übriges Finanzergebnis -470 4.457 >-100
Finanzergebnis 7 -46.439 -40.210 15,5
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 179.363 218.314 -17,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8 47.668 50.481 -5,6
Konzernjahresüberschuss 131.694 167.833 -21,5
davon Verlustanteile / Gewinnanteile der Anteilseigner der HORNBACH Management AG 7 0 >100
davon Gewinnanteile anderer Gesellschafter 131.687 167.833 -21,5
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert in €) 9 0,00 0,00 --

Gesamtergebnisrechnung HORNBACH Management AG Konzern für die Zeit vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

Anhang 2023/24
T€
2022/23
T€
Konzernjahresüberschuss 131.694 167.833
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 24/25 -6.344 11.808
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 927 -1.835
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht reklassifiziert werden -5.416 9.973
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge)
direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente 1) 32/33 0 274
erfolgswirksame Realisierung von Wertänderungen derivativer Sicherungsinstrumente 0 92
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -10.735 18.483
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 8 0 -54
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die möglicherweise, zukünftig reklassifiziert werden -10.734 18.795
Gesamtergebnis 115.543 196.601
davon den Anteilseignern der HORNBACH Management AG zurechenbar -1 0
davon anderen Gesellschaftern zurechenbar 115.545 196.601

1) Stellt den Residualwert aus Marktwertänderungen und realisierten Wertänderungen korrespondierender Sicherungsinstrumente der Berichtsperiode dar.

Bilanz zum 29. Februar 2024

HORNBACH Management AG Konzern

Aktiva

Anhang 29.2.2024
T€
28.2.2023
T€
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 11 55.938 24.302
Sachanlagen 12 1.829.863 1.806.109
Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke 12 26.345 25.944
Nutzungsrechte an Leasingobjekten 13 757.436 819.626
Finanzanlagen 14 212 162
Übrige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 15 7.997 6.803
Latente Steueransprüche 16 40.791 35.153
2.718.582 2.718.099
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 17 1.195.655 1.382.348
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 47.607 57.176
Vertragsvermögenswerte 18 1.567 2.023
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 18 115.707 105.444
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 27.586 20.971
Flüssige Mittel 19 370.456 437.264
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 20 286 2.881
1.758.864 2.008.107
4.477.446 4.726.206

Passiva

Anhang 29.2.2024
T€
28.2.2023
T€
Eigenkapital 21
Gezeichnetes Kapital 250 250
Gewinnrücklagen 105 106
Eigenkapital der Anteilseigner der HORNBACH Management AG 355 356
Anteile anderer Gesellschafter 1.948.104 1.897.061
1.948.459 1.897.417
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzschulden 23 595.185 552.135
Langfristige Leasingschulden 23 786.672 826.588
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24 5.260 144
Latente Steuerschulden 16 25.976 33.627
Sonstige langfristige Schulden 25/28 56.044 49.890
1.469.137 1.462.384
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzschulden 23 90.429 300.734
Kurzfristige Leasingschulden 23 100.487 100.800
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 397.441 383.545
Verbindlichkeiten aus dem Reverse-Factoring-Programm 26 149.107 250.016
Vertragsverbindlichkeiten 26 45.131 49.477
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 26 115.217 116.798
Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 29.502 35.291
Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 28 132.536 129.743
1.059.850 1.366.404
4.477.446 4.726.206

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

HORNBACH Management AG Konzern

Geschäftsjahr 2022/23
in T€
Anhang Gezeichnetes Kapital Sonstige Gewinnrücklagen Eigenkapital der Anteilseigner Anteile anderer Gesellschafter Summe Konzerneigenkapital
Stand 1. März 2022 250 106 356 1.761.302 1.761.658
Konzernjahresüberschuss 0 0 167.833 167.833
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 24/25 9.973 9.973
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge), netto nach Steuern 32/33 312 312
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen 18.483 18.483
Gesamtergebnis 0 0 0 196.601 196.601
Dividendenausschüttung 21 -40.964 -40.964
Transaktionen eigene Anteile 21 -495 -495
Erwerb von Anteilen an einem Tochterunternehmen ohne Kontrollwechsel 21 -19.382 -19.382
Stand 28. Februar 2023 250 106 356 1.897.061 1.897.417
Geschäftsjahr 2023/24
in T€
Anhang Gezeichnetes Kapital Sonstige Gewinnrücklagen Eigenkapital der Anteilseigner Anteile anderer Gesellschafter Summe Konzerneigenkapital
Stand 1. März 2023 250 106 356 1.897.061 1.897.417
Konzernjahresüberschuss 7 7 131.687 131.694
Versicherungsmathematische Veränderung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, netto nach Steuern 24/25 -8 -8 -5.408 -5.416
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -10.735 -10.735
Gesamtergebnis 0 -1 -1 115.545 115.543
Dividendenausschüttung 21 -40.631 -40.631
Transaktionen eigene Anteile 21 -767 -767
Erwerb von Anteilen an einem Tochterunternehmen ohne Kontrollwechsel 21 -23.103 -23.103
Stand 29. Februar 2024 250 105 355 1.948.104 1.948.459

Kapitalflussrechnung

HORNBACH Management AG Konzern

Anhang 2023/24
T€
2022/23
T€
Konzernjahresüberschuss 131.694 167.833
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10 122.033 122.713
Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 13 152.971 130.280
Veränderung der Rückstellungen 2.675 -1.951
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten -4.213 -851
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 186.624 -176.017
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -92.533 197.308
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge -44.428 -13.934
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 454.824 425.382
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten 10.266 5.484
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -152.023 -188.144
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -18.490 -15.271
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -50 -50
Auszahlungen für den Erwerb von Beteiligungen und sonstigen Geschäftseinheiten -22.047 0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -182.344 -197.981
Gezahlte Dividenden 21 -40.631 -40.964
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 23 77.263 245.000
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 23 -238.645 -26.154
Auszahlungen für die Tilgung von kurz- und langfristigen Leasingschulden 23 -106.722 -103.111
Auszahlungen für Transaktionskosten 0 -300
Änderung Anteile an Tochterunternehmen ohne Änderung der Beherrschung -23.081 -209.607
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -331.816 -135.137
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -59.336 92.265
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands -2.551 2.453
Finanzmittelbestand 1. März 427.343 332.625
Finanzmittelbestand am Bilanzstichtag 365.456 427.343

Der Finanzmittelbestand beinhaltet neben Geldbeständen und Bankguthaben sowie anderen kurzfristigen Geldanlagen in Höhe von T€ 370.456 (Vj. T€ 437.264) auch Verbindlichkeiten aus Kontokorrentkrediten in Höhe von T€ 5.001 (Vj. T€ 9.921). Der Posten sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge enthält im Wesentlichen latente Steuern, die Fortschreibung der nach der Effektivzinsmethode abgegrenzten Finanzierungskosten, Aufwendungen aus Zinsabgrenzungen, Wertaufholungen auf nicht finanzielle langfristige Vermögenswerte, nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge aus Leasingsachverhalten sowie nicht realisierte Währungsdifferenzen.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde durch Ertragsteuerzahlungen um T€ 69.706 (Vj. T€ 80.406) und durch Zinszahlungen um T€ 56.723 (Vj. T€ 48.426) gemindert sowie durch erhaltene Zinsen um T€ 10.189 (Vj. T€ 5.598) erhöht. Die Zinszahlungen enthalten T€ 30.724 (Vj. T€ 27.289) gezahlte Zinsen aus Leasingverhältnissen. Außerdem sind im Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Auswirkungen der Ausnutzung des Reverse-Factoring-Programms enthalten. Die Verbindlichkeiten aus dem Reverse-Factoring-Programm in Höhe von T€ 149.107 (Vj. T€ 250.016) stellen einen Teil des regulären Geschäftszyklus dar, sodass deren Charakter weiterhin als betrieblich anzusehen ist.

ANHANG

HORNBACH MANAGEMENT AG KONZERN

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Angaben zum Unternehmen

Die HORNBACH Management AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Annweiler am Trifels, Burgenring 118, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Landau/Pfalz im Handelsregister unter der Nummer HRB 31653 eingetragen. Die Aktien der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA werden im Prime Standard an den Börsenplätzen Xetra und Frankfurt am Main unter ISIN DE0006083405 gehandelt.

Die HORNBACH Management AG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA. Ihre Tochtergesellschaften entwickeln und betreiben international großflächige Bau- und Gartenmärkte. Daneben sind Tochtergesellschaften regional im professionellen Baustoff- und Baufachhandel tätig.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die HORNBACH Management AG stellt einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 315e Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Neue IFRS werden grundsätzlich erst nach deren Anerkennung durch die Europäische Union angewandt. Alle für das Geschäftsjahr 2023/24 verbindlichen IFRS und Verlautbarungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) wurden angewandt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der HORNBACH Management AG werden im Unternehmensregister veröffentlicht.

Das Geschäftsjahr der HORNBACH Management AG und damit des Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. März eines jeden Jahres bis zum letzten Tag des Februars des Folgejahres.

Im Konzernabschluss werden die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Bilanz, die Kapitalflussrechnung sowie die Eigenkapitalveränderungsrechnung gesondert ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Nach IAS 1 "Presentation of Financial Statements" wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen lang- und kurzfristig unterschieden. Als kurzfristig werden Sachverhalte angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Dabei handelt es sich um die funktionale Währung der HORNBACH Management AG. Die Werte werden in Tausend bzw. Millionen Euro gerundet. Bei den verschiedenen Darstellungen können gegebenenfalls Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Vorstand der HORNBACH Management AG hat den Konzernabschluss am 16. Mai 2024 aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Rechnungslegungsvorschriften

Folgende Regelungen gelten ab dem Geschäftsjahr 2023/24 verbindlich:

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und Leitliniendokument 2 - Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Änderungen an IAS 8 "Rechnungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" - Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen

Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" - Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen

Änderung an IAS 12 "Internationale Steuerreform" - Pillar Two Regelungen

IFRS 17 "Versicherungsverträge" (einschließlich Änderungen am Standard)

Änderungen an IFRS 17 "Versicherungsverträge" - Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen

Bezüglich der Informationen zu den Auswirkungen aus den "Pillar Two Regelungen" verweisen wir auf die Erläuterungen in Anmerkung (8). Darüber hinaus wurde der Vorjahresausweis der latenten Steuern in der Anmerkung (16) wegen den Änderungen an IAS 12 geändert.

Aus den erstmalig im Geschäftsjahr 2023/24 anzuwendenden Regelungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG.

Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Das IASB und das IFRS IC haben neue Standards sowie Änderungen zu bestehenden Standards und Interpretationen herausgegeben, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind und die vom HORNBACH Management AG Konzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden.

Folgende Regelungen gelten ab dem Geschäftsjahr 2024/25 verbindlich:

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" - Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig sowie Verschiebung des Zeitpunkts des Inkrafttretens

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" - Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen

Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" - Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback-Transaktion

Wesentliche Auswirkungen aus diesen Regelungen auf den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG werden nicht erwartet.

Folgende Regelungen wurden bis zum Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board veröffentlicht und noch nicht von der Europäischen Union anerkannt:

Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 "Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen"

Änderungen an IAS 21 "Bestimmung des Wechselkurses bei fehlender Umtauschbarkeit"

IFRS 18 "Darstellung und Angaben des Abschlusses"

Die Auswirkungen des IFRS 18 werden derzeit geprüft. Aus den anderen neuen Regelungen werden aus derzeitiger Sicht im Falle einer Anerkennung keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet

Konsolidierungsgrundsätze

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Einbeziehung der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 10.

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Ein sich aus dem Erwerb ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dieser wird anlassbezogen, mindestens jedoch einmal jährlich, auf dessen Werthaltigkeit überprüft.

Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem vollkonsolidierten Unternehmen, welche keinen Statuswechsel zufolge hat, wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig eliminiert. Zwischenergebnisse werden -soweit wesentlich eliminiert. Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen.

Konsolidierungskreis

Zur Beurteilung, ob ein Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG voll einbezogen wird, werden die für die Beherrschung relevanten Faktoren beurteilt. Beherrschung über ein Tochterunternehmen liegt vor, wenn HORNBACH direkt bzw. indirekt auf die maßgeblichen Tätigkeiten des Tochterunternehmens Einfluss nehmen kann und schwankenden Renditen ausgesetzt ist oder ein Anrecht auf diese hat. Durch die Verfügungsgewalt kann ferner die Höhe der Renditen beeinflusst werden. Dieses Recht erlangt HORNBACH grundsätzlich, wenn es die Mehrheit der Stimmrechte hält. Liegt keine Mehrheit der Stimmrechte vor, können andere vertragliche Vereinbarungen dazu führen, dass Beherrschung erlangt wird. Die Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG erfolgt ab dem Tag, an dem Beherrschung erlangt wird. Weisen Umstände und Tatsachen auf eine Änderung des Beherrschungsverhältnisses hin, erfolgt eine Neubeurteilung. Anteile an Unternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden, werden zum beizulegenden Zeitwert oder, soweit dieser nicht verlässlich ermittelbar ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Anteile an Gesellschaften, die at-Equity zu bilanzieren wären, liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Die HORNBACH Management AG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und übt in dieser Funktion durch die Übernahme der Geschäftsführung Beherrschung aus. Sie besitzt keine Kapital- und Stimmrechtsanteile an der Gesellschaft.

In den Konzernabschluss sind neben der HORNBACH Management AG 20 inländische und 46 ausländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Tochtergesellschaften HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und HORNBACH Baumarkt AG erstellen mit ihren Tochterunternehmen jeweils einen eigenen Konzernabschluss. Die dort konsolidierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG einbezogen. Nähere Informationen zu den direkten und indirekten Stimmrechten sind in der Übersicht "Konsolidierte Beteiligungen" dargestellt.

Folgende Tochterunternehmen machten im Geschäftsjahr 2023/24 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

HORNBACH Baustoff Union GmbH, Neustadt/Weinstraße

Union Bauzentrum HORNBACH GmbH, Neustadt/Weinstraße

Ruhland-Kallenborn & Co. GmbH, Neustadt/Weinstraße

Robert Röhlinger GmbH, Neustadt/Weinstraße

Änderungen des Konsolidierungskreises

Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte eine Erhöhung des Anteils an der HORNBACH Baumarkt AG von 92,1 % auf 93,7 %.

Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden die HORNBACH IT Hub Romania SRL, Domnesti (Rumänien), sowie die HORNBACH Logistic Romania SRL, Domnesti (Rumänien), gegründet und erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.

Weiterhin wurden im 3. Quartal die CKKD 530 GmbH & Co. KG, Regensburg (Deutschland), zu einem Kaufpreis von T€ 2, sowie die CKKD 530 Verwaltung GmbH, Regensburg (Deutschland), zu einem Kaufpreis von T€ 25, erworben und erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Die erworbenen Gesellschaften gehen aktuell keiner aktuell wirtschaftlichen Aktivität nach und stellen somit keinen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3 dar.

Die zuvor genannten Konsolidierungskreisveränderungen des Geschäftsjahres 2023/24 haben keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Darüber hinaus erwarb im Geschäftsjahr 2023/24 die HORNBACH Baumarkt AG zur Stärkung des Serviceangebots mittelbar 100 % der Anteile -die Gesellschaft verfügt über 7,78 % eigene Anteile- des für barrierefreie Badumbauten spezialisierte Berliner Start-up Seniovo GmbH, Berlin, Deutschland, sowie dessen Tochterunternehmen Seniovo Bau GmbH. Es wurden der Geschäftsbetrieb inklusive der Vermögenswerte sowie einzelner Schulden übernommen. Insofern liegt eine Business Combination vor. Die Kontrolle wurde durch den Erwerb der Vermögenswerte und Schulden am 1. Dezember 2023 erlangt. Ab diesem Zeitpunkt werden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden in den Konzernabschluss der HORNBACH Holding AG &Co. KGaA einbezogen.

Die Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden (unter anderem Kundenbeziehungen, Marken und latente Steuern) der übernommenen Gesellschaften ist aus zeitlichen Gründen noch nicht abgeschlossen. Wesentliche Abweichungen zwischen Bruttowert und Buchwert der Forderungen bestehen nicht. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert insbesondere den übernommenen Mitarbeiterstamm sowie zukünftiges Wachstumspotential des übernommenen Geschäftsbetriebs nach Integration in den Hornbach Baumarkt Konzern.

Es wird davon ausgegangen, dass der steuerlich anzusetzende Geschäfts- oder Firmenwert vollständig für ertragssteuerliche Zwecke abzugsfähig ist. Die Beurteilung der steuerlichen Abbildung der Transaktion ist noch nicht final abgeschlossen, sodass sich auch hieraus noch Auswirkungen ergeben können.

Für die Transaktion fielen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von T€ 507 an. In der übertragenen Gegenleistung sind ausstehende Kaufpreiszahlungen in Höhe von T€ 825 enthalten, welche im Wesentlichen in 2026 fällig werden. Der Kaufpreis wurde mittels liquider Mittel beglichen.

Durch den Erwerb wurden folgende Vermögenswerte und Schulden übernommen:

Beizulegende Zeitwerte
(T€)
Zugänge 2023/24
Immaterielle Vermögenswerte 6
Sachanlagen 67
Vorräte 131
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 553
Sonstige Vermögenswerte 164
Aktive latente Steuern 3.206
Summe Vermögenswerte 4.127
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 450
Sonstige Verbindlichkeiten 290
Summe Schulden 740
Nettovermögen 3.387
Übertragene Gegenleistung 22.872
Geschäfts- oder Firmenwert 19.485

Der übernommene Geschäftsbetrieb trug im Geschäftsjahr 2023/24 ab dessen Vollkonsolidierung T€ 1.296 zu den Umsatzerlösen und T€ -547 zum Ergebnis nach Steuern bei. Bei einer Vollkonsolidierung ab Beginn des Geschäftsjahres hätten sich die Konzernumsatzerlöse um rund T€ 4.717 erhöht sowie das Ergebnis nach Steuern um rund T€ 2.479 verringert.

Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG

Im Berichtsjahr 2023/24 sind die folgenden Gesellschaften durch Liquidation aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden: HO Immobilien Omega GmbH, HR Immobilien Rho GmbH, HC Immobilien Chi GmbH. Der Sitz der dieser Gesellschaften war Wiener Neudorf, Österreich.

Die zuvor genannten Konsolidierungskreisveränderungen des Geschäftsjahres 2023/24 haben keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH

Im laufenden Geschäftsjahr 2023/24 ergaben sich im Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH keine Konsolidierungskreisänderungen.

Im Vorjahr wurde zur Erweiterung des Filialnetzes zum 1. Juli 2022 eine Gruppe von Baustoffhandelsgesellschaften bestehend aus der L&B Baustoffhandel GmbH & Co. KG, Saarbrücken, der BSG Baustoff-Service Gesellschaft mbH, Saarbrücken, der BS Baustoffe GmbH, Saarlouis und der BS-Spezialbaustoffe GmbH, Saarbrücken-Gersweiler und deren Tochtergesellschaften im Rahmen eines Asset Deals durch die Union Bauzentrum HORNBACH GmbH übernommen. Es wurden keine rechtlichen Einheiten, sondern ausschließlich der Geschäftsbetrieb inklusive der Vermögenswerte sowie einzelner Schulden übernommen. Insofern liegt eine Business Combination vor. Die Kontrolle wird durch den Erwerb der Vermögenswerte und Schulden erlangt. Ab diesem Zeitpunkt werden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden in den Konzernabschluss der HORNBACH Holding AG &Co. KGaA einbezogen.

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten übernommene Kundenstämme. Die einbezogenen Sachanlagen umfassen hauptsächlich die Standortimmobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zukünftige Auszahlungsbeträge aus einer Earn-Out-Vereinbarung in Höhe von T€ 900. Die Höhe etwaiger Zahlungen aus Earn-Out-Vereinbarungen richtet sich im Wesentlichen nach der wirtschaftlichen Entwicklung (EBIT) des übernommenen Geschäftsbetriebs in den drei Jahren nach Erwerb. Nach wie vor geht das Management davon aus, dass der übernommene Geschäftsbetrieb den vertraglich vereinbarten Zielwert (EBIT) erreicht und hat deshalb weiterhin den potenziellen Maximalbetrag bzgl. der Earn-Out-Verpflichtung berücksichtigt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert insbesondere den übernommenen Mitarbeiterstamm sowie zukünftiges Wachstumspotential des übernommenen Geschäftsbetriebs nach Integration in die Union Bauzentrum HORNBACH GmbH.

Die beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden sind aus den Verträgen und uns zum Erwerbszeitpunkt vorliegenden Eröffnungsbilanzen sowie auf Basis durchgeführter Bewertungen unabhängiger Dritter ermittelt worden. Die Purchase Price Allocation (PPA) wurde im Berichtsjahr 2023/24 abgeschlossen.

Durch den Erwerb wurden folgende Vermögenswerte und Schulden übernommen:

Beizulegende Zeitwerte
(T€)
Zugänge 2022/23
Immaterielle Vermögenswerte 3.937
Sachanlagen 6.265
Nutzungsrechte an Leasingobjekten 303
Vorräte 4.021
Summe Vermögenswerte 14.526
Leasingschulden 303
Sonstige Verbindlichkeiten 1.204
Summe Schulden 1.507
Nettovermögen 13.019
Übertragene Gegenleistung 16.442
Geschäfts- oder Firmenwert 3.423

Die Entwicklung des Konsolidierungskreises stellt sich wie folgt dar:

2023/24 2022/23
1. März 64 64
Erstkonsolidierte Unternehmen 6 0
Liquidierte Unternehmen 3 0
28. Februar 67 64

Konsolidierte Beteiligungen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital 1)
in Tsd. Landeswährung
Landeswährung
Deutschland
HORNBACH Holding AG & Co. KGaA, Neustadt/Weinstraße 0 405.496 EUR
HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim 0 858.438 EUR
HORNBACH Immobilien AG, Bornheim 0 138.661 EUR
HORNBACH International GmbH, Bornheim 0 106.019 EUR
HORNBACH Beteiligungen GmbH, Bornheim 0 7.809 EUR
AWV-Agentur für Werbung und Verkaufsförderung GmbH, Bornheim 0 26 EUR
HORNBACH Baustoff Union GmbH, Neustadt/Weinstraße 0 71.527 EUR
Union Bauzentrum HORNBACH GmbH, Neustadt/Weinstraße 0 26.556 EUR
Ruhland-Kallenborn & Co. GmbH, Neustadt/Weinstraße 0 13.631 EUR
Robert Röhlinger GmbH, Neustadt/Weinstraße 0 3.141 EUR
HB Reisedienst GmbH, Bornheim 0 7.474 EUR
Bodenhaus GmbH, Essingen 0 -788 EUR
HORNBACH Versicherungs-Service GmbH, Bornheim 0 756 EUR
Hornbach Forst GmbH, Bornheim 0 -547 EUR
HIAG Immobilien Jota GmbH, Bornheim 0 -278 EUR
HIAG Grundstücksentwicklungs GmbH, Bornheim 0 1.419 EUR
Seniovo GmbH, Berlin 0 4.542 EUR
Seniovo Bau GmbH, Berlin 0 -3.732 EUR
CKKD 530 GmbH & Co. KG, Regensburg 0 -4 EUR
CKKD 530 Verwaltungs GmbH, Regensburg 0 25 EUR
Ausland
HORNBACH Baumarkt GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 0 88.146 EUR
HL Immobilien Lambda GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 0 20.363 EUR
G.N.E. Global Grundstücksverwertung GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 0 3.687 EUR
HM Immobilien My GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 0 -178 EUR
HB Immobilien Bad Fischau GmbH, Wiener Neudorf, Österreich 0 -398 EUR
HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, Bertrange, Luxemburg 0 8.317 EUR
HORNBACH Holding B.V., Amsterdam, Niederlande 0 282.047 EUR
HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., Driebergen-Rijsenburg, Niederlande 0 33.385 EUR
HORNBACH Real Estate Apeldoorn B.V., Apeldoorn, Niederlande 0 22 EUR
HORNBACH Real Estate Enschede B.V., Enschede, Niederlande 0 134 EUR
HORNBACH Real Estate Tilburg B.V., Tilburg, Niederlande 0 1.079 EUR
HORNBACH Real Estate Groningen B.V., Groningen, Niederlande 0 973 EUR
HORNBACH Real Estate Wateringen B.V., Wateringen, Niederlande 0 1.294 EUR
HORNBACH Real Estate Alblasserdam B.V., Alblasserdam, Niederlande 0 1.106 EUR
HORNBACH Real Estate Nieuwegein B.V., Nieuwegein, Niederlande 0 1.415 EUR
HORNBACH Real Estate Nieuwerkerk B.V., Nieuwerkerk, Niederlande 0 1.413 EUR
HORNBACH Real Estate Geleen B.V., Geleen, Niederlande 0 617 EUR
HORNBACH Reclame Activiteiten B.V., Nieuwegein, Niederlande 0 -106 EUR
HORNBACH Real Estate Breda B.V., Breda, Niederlande 0 1.796 EUR
HORNBACH Real Estate Amsterdam-Sloterdijk B.V., Amsterdam, Niederlande 0 841 EUR
HORNBACH Real Estate Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 0 -293 EUR
HORNBACH Real Estate Best B.V., Nieuwegein, Niederlande 0 1.101 EUR
HORNBACH Real Estate Den Haag B.V., Den Haag, Niederlande 0 724 EUR
HORNBACH Real Estate Zwolle B.V., Zwolle, Niederlande 0 1.029 EUR
HORNBACH Real Estate Almelo B.V., Almelo, Niederlande 0 -132 EUR
HORNBACH Real Estate Duiven B.V., Duiven, Niederlande 0 473 EUR
HORNBACH Real Estate Rotterdam B.V., Rotterdam, Niederlande 0 -597 EUR
HORNBACH Real Estate Nijmegen B.V., Nijmegen, Niederlande 0 751 EUR
HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., Prag, Tschechien 0 3.889.413 CZK
HORNBACH Immobilien H.K. s.r.o., Prag, Tschechien 0 1.134.171 CZK
HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, Oberkirch, Schweiz 0 163.584 CHF
HORNBACH Byggmarknad AB, Göteborg, Schweden 0 66.488 SEK
HIAG Fastigheter i Göteborg AB, Göteborg, Schweden 0 128.469 SEK
HIAG Fastigheter i Helsingborg AB, Göteborg, Schweden 0 78.770 SEK
HIAG Fastigheter i Göteborg Syd AB, Göteborg, Schweden 0 689 SEK
HIAG Fastigheter i Stockholm AB, Göteborg, Schweden 0 259.257 SEK
HIAG Fastigheter i Botkyrka AB, Göteborg, Schweden 0 140.644 SEK
HORNBACH Immobilien SK-BW s.r.o., Bratislava, Slowakei 0 13.636 EUR
HORNBACH Baumarkt SK spol s.r.o., Bratislava, Slowakei 0 46.085 EUR
HORNBACH Centrala SRL, Domnesti, Rumänien 0 322.044 RON
HORNBACH Imobiliare SRL, Domnesti, Rumänien 0 237.293 RON
HORNBACH IT Hub Romania SRL, Domnesti, Rumänien 0 785 RON
HORNBACH Logstic Romania SRL, Domnesti, Rumänien 0 3.206 RON
Etablissement Camille Holtz et Cie S.A., Phalsbourg, Frankreich 0 1.476 EUR
Saar-Lor Immobilière S.C.L., Phalsbourg, Frankreich 0 148 EUR
HORNBACH Asia Ltd., Kowloon, Hongkong 0 21.255 HKD

1) Das Eigenkapital stellt das landesrechtliche Eigenkapital dar; bei der HORNBACH Centrala SRL und bei der HORNBACH Asia Ltd. handelt es sich um das Eigenkapital nach IFRS.

Zwischen der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und der HORNBACH Immobilien AG sowie zwischen der HORNBACH Baustoff Union GmbH und der Robert Röhlinger GmbH, der Union Bauzentrum HORNBACH GmbH sowie der Ruhland-Kallenborn & Co. GmbH bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

Weiterhin bestehen zwischen der HORNBACH Baumarkt AG und der HORNBACH International GmbH sowie der HORNBACH Baumarkt AG und der Hornbach Beteiligungen GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. Zwischen der HORNBACH Beteiligungen GmbH und der AWV-Agentur für Werbung und Verkaufsförderung GmbH, der BODENHAUS GmbH sowie der Hornbach Forst GmbH bestehen ebenfalls Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

Der Ergebnisabführungsvertrag zwischen der HORNBACH Beteiligungen GmbH und der HB Reisedienst GmbH wurde zum 28. Februar 2023 aufgehoben.

Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der HORNBACH Management AG und der einbezogenen Tochterunternehmen werden Transaktionen in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, mit dem Transaktionskurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Sämtliche Forderungen und Schulden in einer Währung, die nicht die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaft darstellt, werden - unabhängig von einer eventuellen Kurssicherung - mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste sind grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eingebettete Devisentermingeschäfte werden zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) angesetzt.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Das ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Dementsprechend werden das Anlagevermögen, die übrigen Vermögenswerte sowie die Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und unter den Gewinnrücklagen gesondert ausgewiesen.

Die wichtigsten Devisenkurse, die angewandt werden, sind:

Land Stichtagskurs Durchschnittskurs
29.2.2024 28.2.2023 2023/24 2022/23
RON Rumänien 4,9706 4,9200 4,95634 4,92669
SEK Schweden 11,2150 11,0780 11,49065 10,75024
CHF Schweiz 0,9534 0,9947 0,96315 0,99678
CZK Tschechien 25,3630 23,4970 24,19291 24,46572
USD USA 1,0826 1,0619 1,08305 1,04384
HKD Hongkong 8,4735 8,3351 8,47649 8,17966

Bilanzierung und Bewertung

Allgemeine Grundlagen

Die folgende Tabelle enthält die für den Konzern wichtigsten Bewertungsgrundsätze, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden.

Aktiva

Bilanzposten Bewertungsgrundsatz
Geschäfts- oder Firmenwerte Impairment-only-Approach
Immaterielle Vermögenswerte
Mit unbestimmter Nutzungsdauer Impairment-only-Approach
Mit bestimmter Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Nutzungsrechte an Leasingobjekten Fortgeführte Anschaffungskosten
Fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig)
Eigenkapitalinstrumente Beizulegender Zeitwert
Fremdkapitalinstrumente Fortgeführte Anschaffungskosten beziehungsweise beizulegender Zeitwert in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell
Vermögenswerte aus Derivaten Beizulegender Zeitwert
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten beziehungsweise beizulegender Zeitwert in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell
Vertragsvermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Übrige kurzfristige Vermögenswerte
Übrige Forderungen (Finanzinstrumente) Fortgeführte Anschaffungskosten
Vermögenswerte aus Derivaten Beizulegender Zeitwert
Nicht-finanzielle Posten Fortgeführte Anschaffungskosten
Flüssige Mittel Fortgeführte Anschaffungskosten
Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Niedrigerer Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten

Passiva

Bilanzposten Bewertungsgrundsatz
Finanzschulden (kurz- und langfristig)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Fortgeführte Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Derivaten Beizulegender Zeitwert
Leasingschulden Fortgeführte Anschaffungskosten
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen Barwert der zukünftigen Verpflichtung ("Projected-Unit-Credit"-Methode)
Sonstige Rückstellungen Erwarteter Erfüllungsbetrag
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Vertragsverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige Schulden und übrige Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Rückerstattungsverbindlichkeiten Erwarteter Rückzahlungsbetrag
Abgegrenzte Schulden Fortgeführte Anschaffungskosten

Von der Möglichkeit der Neubewertung immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzanlage gehaltener Immobilien (fremdvermieteter Immobilien) macht die Gesellschaft keinen Gebrauch. Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich im Rahmen eines Wertminderungstests ("Impairmenttest") auf Wertminderungen überprüft. Falls Ereignisse oder veränderte Umstände Hinweise auf eine mögliche Wertminderung geben, wird die Werthaltigkeitsprüfung häufiger durchgeführt. Der Impairmenttest für Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit") durchgeführt, die die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Managementzwecke überwacht werden, darstellen. Gemäß IAS 36 wird den Buchwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, inklusive der auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte, die höheren Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (sogenannter erzielbarer Betrag) gegenübergestellt.

Liegt ein Abwertungsbedarf vor, wird der Wertminderungsaufwand für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Ein verbleibender Wertminderungsaufwand wird im Anschluss buchwertproportional bei den übrigen Vermögenswerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfasst. Abschreibungen werden jedoch maximal bis zum erzielbaren Betrag des einzeln identifizierbaren Vermögenswertes vorgenommen. Zuschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwerte)

Immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmten Nutzungsdauer werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung nachfolgender wirtschaftlicher Nutzungsdauern ermittelt:

Jahre
Software und Lizenzen 3 bis 8
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3 bis 20

Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung vorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Weitere Details sind dem Abschnitt "Wertminderung langfristiger nicht-finanzieller Vermögenswerte" zu entnehmen.

Sachanlagen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke

Das Sachanlagevermögen sowie die fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen, die fremdvermieteten Immobilien oder die Vorratsgrundstücke wertgemindert. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Weitere Details sind dem Abschnitt "Wertminderung langfristiger nicht-finanzieller Vermögenswerte" zu entnehmen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Gebäude und Außenanlagen (einschließlich fremdvermieteter Objekte) 15 bis 33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Finanzierungskosten, die im Rahmen der Immobilienentwicklung aufgewendet werden ("Bauzeitzinsen") und direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von Grundstücken und Gebäuden ("qualifizierte Vermögenswerte") zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 "Borrowing Costs" als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Leasingverträge

Leasingverhältnisse werden gemäß der Vorgabe des IFRS 16 bilanziert. Infolgedessen werden grundsätzlich beim Leasingnehmer alle Leasingverhältnisse, für die keine Erleichterungsvorschrift oder Ausnahmeregelung Anwendung findet, innerhalb der Bilanz mit einem Nutzungsrecht am Leasingobjekt sowie einer Leasingschuld für die eingegangene Zahlungsverpflichtung (diskontiert) angegeben.

Durch die Anwendung von Erleichterungsvorschriften werden Aufwendungen für Leasingverhältnisse, die im Sinne des IFRS 16 als kurzfristig (short-term) identifiziert wurden, bzw. Leasingverhältnisse von geringem Wert (low-value) periodengerecht in den Funktionskosten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Hiervon ausgenommen ist die Vermögenswertklasse Werbeflächen, für welche die Erleichterungsvorschriften nicht angewandt wurden. Ferner wendet der Konzern den Standard nicht auf Leasingverhältnisse hinsichtlich immaterieller Vermögenswerte an. Bei Leasingverhältnissen, die Nicht-Leasingkomponenten enthalten, erfolgt mit Ausnahme der Vermögenswertklasse "Werbeflächen" eine Trennung dieser von Leasingkomponenten.

Zur Bestimmung der Leasingschulden werden die folgenden Leasingzahlungen berücksichtigt, welche mit dem Leasingverhältnis implizit zugrundeliegenden Zinssatz diskontiert werden, sofern dieser bestimmbar ist:

Feste Zahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu leistender Leasinganreize,

variable Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind,

erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien,

der Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde,

Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit die Inanspruchnahme der Kündigungsoption berücksichtigt ist.

Ist der dem Leasingverhältnis implizit zugrundeliegende Zinssatz nicht bestimmbar, findet der Grenzfremdkapitalzinssatz Anwendung.

Die Leasingschuld entwickelt sich annuitätisch entsprechend den vertraglichen fixierten Rahmenbedingungen. Der aus der Aufzinsung entstehende Zinsaufwand wird im Finanzergebnis erfasst.

Die Höhe des Nutzungsrechts am Leasingobjekt bestimmt sich aus den folgenden Bestandteilen:

Leasingschulden,

bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize,

anfänglich direkte Kosten,

Rückbauverpflichtungen, die nicht reguläre Instandhaltungen betreffen.

Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibung auf Nutzungsrechte wird linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses i. S. d. IFRS 16 vorgenommen. Die Abschreibungen werden innerhalb der Funktionsbereiche, auf die sich diese beziehen, erfasst. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungskosten, wird das Nutzungsrecht gemäß IAS 36 wertberichtigt.

Insbesondere Immobilienmietverhältnisse enthalten Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen, welche Einfluss auf die Bestimmung der Vertragslaufzeit und somit auf die Höhe des Nutzungsrechts sowie der Leasingschuld haben. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden nur dann berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. Eine Neubewertung der Einschätzung findet dann statt, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung der Umstände auftritt, welche innerhalb der Kontrolle des Konzerns liegt, oder eine Verlängerungs- oder Kündigungsoption tatsächlich ausgeübt oder nicht ausgeübt wurde. Die Neubewertung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen findet im Einklang mit der strategischen Unternehmensplanung statt. Insofern beinhalten die aktuellen Wertansätze ebenso Laufzeiten, bei denen die Möglichkeit zur Verlängerung/Kündigung besteht, diese aber rechtlich noch nicht ausgeübt wurde. Somit ist es aus rechtlicher Sicht weiterhin möglich, sich der Verpflichtung zu entziehen. Deshalb weisen die Wertansätze Opportunitäten auf.

Für Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern als Leasinggeber auftritt, findet zunächst im Sinne des IFRS 16 eine Überprüfung statt, ob ein Operating-Lease oder ein Finance-Lease vorliegt. Wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden, liegt ein Finance-Lease vor und der Konzern erfasst die Vermögenswerte aus diesem Leasingverhältnis in der Bilanz in Höhe des Nettoinvestitionswerts innerhalb der übrigen Vermögenswerte.

Vermögenswerte, betreffend Leasingverhältnisse, die als Operating-Lease klassifiziert werden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Die Leasingraten werden periodengerecht innerhalb des entsprechenden Funktionsbereichs erfasst.

Konzerninterne Leasingverhältnisse zwischen den Teilkonzernen bzw. Segmenten werden als Nutzungsrechte innerhalb des jeweiligen Segments dargestellt und in der Konsolidierung entsprechend eliminiert.

Wertminderung langfristiger nicht-finanzieller Vermögenswerte

Bei langfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerten (Sachanlagevermögen und Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen) wird an jedem Abschlussstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung ("Triggering Events") vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, dann erfolgt eine Überprüfung auf Wertminderung. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer sowie bei im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerten erfolgt eine jährliche Überprüfung auf Wertminderung unabhängig davon, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich aus der wertmäßigen Unterschreitung des erzielbaren Betrags ("Recoverable Amount") eines Vermögenswertes unter dessen Buchwert. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird dieser für die zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, welche den Vermögenswert beinhaltet. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit gilt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die eigenständig Mittelzuflüsse erzeugt. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit innerhalb des Konzerns ist grundsätzlich ein einzelner Standort.

Der Nutzungswert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ergibt sich aus den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Der Betrachtungszeitraum ist dabei auf die Mietdauer der gemieteten Immobilie bzw. auf die erwartete Restnutzungsdauer der eigenen Immobilie begrenzt.

Basis hierfür bildet die detaillierte Finanzplanung im Rahmen der strategischen Fünfjahresplanung; für darüber hinausgehende Betrachtungszeiträume wird die Planung unter Berücksichtigung einer langfristigen Wachstumsrate in Höhe von 1,5 % (Vj. 1,5 %) fortgeschrieben. Die strategische Fünfjahresplanung orientiert sich im Wesentlichen an den Konsumerwartungen, die aus Konjunkturgutachten von Wirtschaftsforschungsinstituten abgeleitet werden, sowie an den aktuellen und zukünftig erwarteten Einkaufskonditionen, die maßgeblich den erwarteten Rohertrag ("Key Assumption") bestimmen.

Die Diskontierung erfolgt auf Basis eines Durchschnitts von Eigen- und Fremdkapitalkosten (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten basiert auf den Renditeerwartungen einer langfristigen risikolosen Bundesanleihe zuzüglich einer unternehmensspezifischen Risikoprämie. Die Fremdkapitalkosten werden aus dem vorgenannten Basiszinssatz unter Berücksichtigung eines Risikoaufschlags abgeleitet. Der Risikoaufschlag berücksichtigt eine der Vergleichsgruppe (Peer Group) adäquate Risikoprämie. Die angewandten Diskontierungssätze für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten berücksichtigen die Eigenkapitalstrukturen einer Vergleichsgruppe und das Länderrisiko. Die zur Diskontierung verwendeten Zinssätze werden auf Basis von Marktdaten ermittelt. Diese liegen am Bilanzstichtag länder- und tätigkeitsabhängig zwischen 4,1 % und 11,6 % nach Steuer (Vj. 4,6 % bis 12,9 %) beziehungsweise 2,1 % und 12,8 % vor Steuer (Vj. 4,6 % bis 13,8 %). Wird die Wertminderung aus dem Nutzungswert abgeleitet, ist der sachverhaltsspezifische Zinssatz, der herangezogen wurde, dem jeweiligen Kapitel des Anhangs zu entnehmen.

Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Nettoveräußerungswert) eines einzelnen Vermögenswertes erfolgt anhand von externen Gutachten, falls vorhanden, sowie Einschätzungen auf Basis historischer Erfahrungen.

Bei im Eigentum befindlichen Standortimmobilien sowie bei fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücken wird der Marktwert/Verkehrswert durch externe, unabhängige Gutachter bestimmt. Diese ermitteln den beizulegenden Zeitwert (Marktwert/Verkehrswert) auf Basis von Stufe 3 Inputdaten durch anerkannte, internationale Wertermittlungsmethoden. Hierzu zählen das Vergleichs-, das Ertrags- und das Sachwertverfahren. Der Marktwert/Verkehrswert der Standortimmobilien und fremdvermieteten Immobilien wurde aus dem Ertragswertverfahren abgeleitet.

Ausgangspunkt des Ertragswertverfahrens ist jeweils die erzielbare Miete p.a., bereinigt um Kosten der Bewirtschaftung und sonstige Positionen (Verwaltung und Mietausfallrisiko, Bodenwertverzinsung). Der hieraus resultierende Reinertrag wird mit dem anzusetzenden Vervielfältiger kapitalisiert. Das Ergebnis aus dem kapitalisierten Reinertrag und der Addition des Bodenwerts ergibt den Marktwert/Verkehrswert. Neben den bereits genannten Inputdaten werden von den Gutachtern zusätzliche Zu- bzw. Abschläge berücksichtigt, um den individuellen objektspezifischen Gegebenheiten (z.B. Größe, Lage, noch anfallende Umbau- oder Abrisskosten) Rechnung zu tragen.

Im Vergleichswertverfahren wird der Bodenwert, der durch Preisvergleiche geeigneter Vergleichsgrundstücke ermittelt oder durch Gutachterausschüsse anhand von entsprechenden Grundstücksverkäufen festgestellt wurde, ermittelt. Dieser so ermittelte Bodenwert wird ebenfalls bei dem zuvor beschriebenen Ertragswertverfahren berücksichtigt.

Die Bestimmung des Nettoveräußerungswertes anderer Vermögenswerte, die in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit enthalten sind, erfolgt ebenso auf Basis von Stufe 3 Inputdaten. Hierbei werden auf Basis von Erfahrungen der Vergangenheit sowie aufgrund der Einschätzung aktueller Marktgegebenheiten Cashflows bestimmt, welche aus der Veräußerung der aktuell in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit befindlichen Vermögenswerte erzielt werden können.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Als Nettoveräußerungswerte werden dabei die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Warenbestände werden aufgrund von gewogenen Durchschnittspreisen ermittelt. Lieferantenvergütungen, die als Anschaffungskostenminderung zu bewerten sind, werden innerhalb der Vorräte entsprechend erfasst.

Steuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die von den jeweiligen Ländern auf das steuerpflichtige Einkommen erhobenen Steuern sowie die Veränderungen der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der zum Bilanzstichtag nach dem jeweiligen Landesrecht gültigen bzw. in Kürze gültigen Steuersätze.

Sonstige Steuern werden den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet und in den entsprechenden Funktionskosten ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern folgt gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Methode auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation voraussichtlich gültigen Steuersatzes, die Erleichterungsvorschriften gemäß IAS 12 (Pillar Two) wurden angewandt. Für die erwarteten steuerlichen Vorteile aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen werden aktive latente Steuern angesetzt. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Unterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Maße angesetzt, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in der Zukunft erzielen wird. Die Einschätzung hierfür basiert auf der strategischen Fünfjahresplanung. Angesetzte und nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag dahingehend überprüft, ob eine Anpassung der aktuellen Wertansätze erforderlich ist.

Latente Steueransprüche und -schulden, die sich auf Posten beziehen, die im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst.

Aktive und passive latente Steuern werden pro Gesellschaft bzw. pro Organschaft saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und ein einklagbarer Anspruch auf Aufrechnung besteht.

Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Grundstücke, Gebäude und andere langfristige Vermögenswerte sowie Veräußerungsgruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Geschäftsjahr veräußert werden, sind zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, falls dieser niedriger ist als der Buchwert.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei Konzerngesellschaften der HORNBACH Management AG bestehen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder sowie auf Basis von Einzelzusagen an Vorstandsmitglieder Verpflichtungen aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Vorsorgeplänen.

Für leistungsorientierte Pläne werden Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") in Übereinstimmung mit IAS 19 (revised 2011) "Employee Benefits" ermittelt. Dieses Verfahren berücksichtigt bei der Ermittlung der Versorgungsverpflichtung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen neben den zum Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Ansprüchen auch zukünftige zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten. Das Planvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert von den Verpflichtungen abgesetzt. Führt dies im Saldo zu einem Vermögenswert, wird dieser angesetzt, soweit er den Barwert zukünftiger Beitragsreduzierungen oder Rückzahlungen und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen nicht übersteigt.

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie ggf. nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Betriebsergebnis ausgewiesen. Das Nettozinsergebnis wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste betreffend die Pensionsverpflichtung bzw. das Planvermögen werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Auswirkungen werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt.

Für beitragsorientierte Leistungspläne werden die Beiträge bei Fälligkeit im Betriebsergebnis erfasst. Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber werden analog den beitragsorientierten Leistungsplänen bilanziert.

Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Rückstellungen werden für ungewisse Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn diese Verpflichtungen aus vergangenen Ereignissen resultieren und wahrscheinlich zu einer zukünftigen Vermögensbelastung führen werden. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Hierunter fallen auch Rückstellungen für Abfertigungsleistungen, für die versicherungsmathematische Gutachten eingeholt werden. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Effekt wesentlich ist, mit ihrem laufzeitadäquat abgezinsten Barwert angesetzt.

Rückstellungen für drohende Verluste und belastende Verträge werden berücksichtigt, wenn die vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen.

Sofern Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren vorliegen, werden diese bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IAS 37 unter den Rückstellungen berücksichtigt. Die Rückstellungshöhe bemisst sich auf Basis der Einschätzung der sachverhaltsrelevanten Umstände und stellt die wahrscheinliche Verpflichtung einschließlich der geschätzten Rechtskosten dar. Zur Bestimmung der Verpflichtung analysiert das Management regelmäßig aktuell vorliegende Informationen zu Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren. In die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte einbezogen. Bei der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen.

Rückstellungen für Instandhaltungsverpflichtungen an Dach und Fach werden dann erfasst, wenn das Unternehmen vertraglich hierzu verpflichtet wurde. Zur Bestimmung der Rückstellungshöhe wird auf historische Informationen von Vergleichsobjekten sowie auf die vorhandene Expertise von Immobilienspezialisten zurückgegriffen. Zuführungen zur Rückstellung erfolgen grundsätzlich linear über die Vertragslaufzeit, um somit dem Abnutzungsmuster des zugrundeliegenden Mietgegenstands Rechnung zu tragen.

Bei abgegrenzten Schulden sind der Zeitpunkt oder die Höhe der Verpflichtung nicht mehr ungewiss.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu gehören einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente wie Optionen, Devisentermingeschäfte sowie Zins- und Währungsswaps. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Originäre Finanzinstrumente werden grundsätzlich dann angesetzt, wenn das Unternehmen Vertragspartei wird. Diese werden beim erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser entspricht grundsätzlich dem Transaktionspreis. Liegen Hinweise vor, die darauf hindeuten, dass der beizulegende Zeitwert vom Transaktionspreis abweicht, wird der beizulegende Zeitwert entsprechend der unter "Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts" beschriebenen Logik ermittelt und für den erstmaligen Ansatz herangezogen.

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung erloschen sind. Weiterhin werden finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung und damit einhergehend alle wesentlichen Chancen und Risiken oder die Verfügungsmacht über diese Vermögenswerte übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn sie getilgt sind, d.h. die Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Zu den originären finanziellen Vermögenswerten zählen Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente und Fremdkapitalinstrumente.

Klassifizierung

Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten bestimmt sich gemäß IFRS 9 nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens und den Charakteristika der Zahlungsströme des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. HORNBACH klassifiziert finanzielle Vermögenswerte daher beim erstmaligen Ansatz entweder als "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet", als "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet".

Finanzielle Vermögenswerte werden zum Erfüllungstag bilanziert. Der Konzern klassifiziert Fremdkapitalinstrumente nur dann um, wenn sich das Geschäftsmodell zur Steuerung solcher Vermögenswerte ändert.

Bewertung

Bei der erstmaligen Erfassung bewertet HORNBACH einen finanziellen Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der - im Falle eines in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerts - direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswerts entfallenden Transaktionskosten. Ausgenommen hiervon sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente beinhalten und die mit dem Transaktionspreis bewertet werden. Transaktionskosten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unmittelbar als Aufwand erfasst.

Fremdkapitalinstrumente

Die Folgebewertung von Fremdkapitalinstrumenten stellt sich in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell und den Zahlungsstrommerkmalen des Vermögenswerts wie folgt dar:

Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten: Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in den Finanzerträgen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erfolgsneutrale Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert: Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme und zur Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte gehalten werden und bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Veränderungen des Buchwerts werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge oder -aufwendungen, Zinserträge und Fremdwährungsgewinne und -verluste, die im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Bei Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts wird der zuvor im sonstigen Ergebnis angesetzte Gewinn oder Verlust aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (Recycling). Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in den Finanzerträgen ausgewiesen. Diese Kategorie wird derzeit vom Konzern nicht angewendet.

Erfolgswirksame Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert: Vermögenswerte, welche die Kriterien der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" nicht erfüllen, werden in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" eingestuft. Gewinne oder Verluste aus dieser Kategorie werden im Gewinn oder Verlust saldiert in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen.

Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte werden nach dem Modell der erwarteten Kreditausfälle (Expected-Credit-Loss-Model) bestimmt. Grundprinzip des Modells ist die Abbildung des Verlaufs einer Verschlechterung oder Verbesserung der Kreditqualität von Finanzinstrumenten, wobei bereits erwartete Verluste berücksichtigt werden. Das Wertminderungsmodell des IFRS 9 findet außer für Fremdkapitalinstrumente mit erfolgswirksamer Folgebewertung für alle Fremdkapitalinstrumente Anwendung.

Der Ansatz des IFRS 9 nutzt ein dreistufiges Vorgehen zur Allokation von Wertberichtigungen:

Stufe 1: 12-Monats-Kreditverluste: anzuwenden auf alle Posten (seit dem erstmaligen Ansatz), sofern sich die Kreditqualität nicht signifikant verschlechtert hat. Der Anteil an den erwarteten Kreditverlusten über die Laufzeit des Instruments, welcher auf einen Ausfall innerhalb der nächsten zwölf Monate zurückzuführen ist, wird erfasst.

Stufe 2: Kreditverluste über die Gesamtlaufzeit - keine beeinträchtigte Bonität: anzuwenden, wenn ein Finanzinstrument oder eine Gruppe von Finanzinstrumenten eine wesentliche Steigerung des Kreditrisikos erfahren hat, allerdings nicht in seiner Bonität beeinträchtigt ist. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit des Finanzinstruments erfasst.

Stufe 3: Kreditverluste über die Gesamtlaufzeit - beeinträchtigte Bonität: bei Vorliegen objektiver Hinweise auf einen Wertminderungsbedarf (bei Einzelbetrachtung) von Vermögenswerten ist die Betrachtung der gesamten Laufzeit des Finanzinstruments erforderlich.

Bei Stufe 1 und Stufe 2 wird die Effektivverzinsung auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt, wohingegen bei Stufe 3 die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts, also abzüglich der Risikovorsorge, berechnet wird.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten wird der vereinfachte Ansatz (Simplified Approach) angewendet. Demnach müssen Änderungen des Kreditrisikos nicht nachverfolgt werden. Stattdessen hat HORNBACH sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag eine Risikovorsorge in Höhe der Gesamtlaufzeit, den sogenannten erwarteten Verlust (expected credit loss), zu erfassen. Zur Bewertung des erwarteten Kreditrisikos werden die Vermögenswerte auf Basis der bestehenden Kreditrisikomerkmale und der jeweiligen Fälligkeitsstruktur gruppiert.

Finanzinstrumente, die am Stichtag nur ein geringes Ausfallrisiko aufweisen (investment grade), nimmt der Konzern von der Anwendung des dreistufigen Wertminderungsmodells aus. Stattdessen werden diese Vermögenswerte immer der Stufe 1 des Wertminderungsmodells zugerechnet, und eine Wertberichtigung in Höhe der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste wird erfasst. Diesem Bereich werden insbesondere Bankguthaben zugeordnet, da diese Mittel ausschließlich kurzfristig bei Banken mit hoher Bonität gehalten werden.

Eigenkapitalinstrumente

Der Konzern bewertet alle gehaltenen Eigenkapitalinstrumente in der Folge zum beizulegenden Zeitwert.

Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, hat HORNBACH einheitlich das Wahlrecht ausgeübt, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis in der Konzerngesamtergebnisrechnung zu erfassen. Bei Abgang dieser Eigenkapitalinstrumente werden die bis zu diesem Zeitpunkt unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Instrumenten in die Gewinnrücklagen umgebucht und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt (kein Recycling). Dividenden aus solchen Instrumenten werden weiterhin im Gewinn oder Verlust unter den sonstigen Erträgen erfasst, wenn der Anspruch des Konzerns auf den Erhalt von Zahlungen begründet wird.

In wenigen Fällen können die Anschaffungskosten eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts sein. Beteiligungen und Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente werden dann zu Anschaffungskosten bilanziert, wenn nicht genügend neuere Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vorliegen oder wenn es eine große Bandbreite von möglichen Bemessungen des beizulegenden Zeitwerts gibt und die Anschaffungskosten der besten Schätzung des beizulegenden Zeitwerts innerhalb dieser Bandbreite entsprechen.

Ausbuchung

HORNBACH bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn keine begründete Erwartung mehr besteht, dass die andere Vertragspartei ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen wird oder ihr bereits vollständig nachgekommen ist. HORNBACH trifft dabei einzelfallbezogene Ermessensentscheidungen, bei denen beurteilt wird, inwieweit eine Vertragserfüllung zu erwarten ist.

Forderungen im Zusammenhang mit Factoring-Vereinbarungen werden gegebenenfalls in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IFRS 9 ausgebucht.

Originäre Finanzinstrumente

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zu designieren, hat der HORNBACH Management AG Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert oder - falls sie keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten - zum Transaktionspreis und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode, abzüglich Wertberichtigungen angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen. Die Wertminderungen werden auf Basis wahrscheinlichkeitsgewichteter Schätzungen der Kreditverluste sowie individueller Risikoeinschätzungen ermittelt. Die Berechnung erfolgt unter Berücksichtigung der besten verfügbaren Informationen und des Zeitwerts des Geldes. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der Forderung. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die vorgenommenen Wertminderungen entfallen sind.

Innerhalb der übrigen Vermögenswerte wurden Ansprüche aus der Rückerlangung von Vermögenswerten ausgewiesen (Retouren). Die Höhe des Vermögenswerts entspricht den Anschaffungskosten der gelieferten Waren, für die eine Rücklieferung erwartet wird, unter Berücksichtigung der für die Retourenabwicklung anfallenden Kosten und der sich bei der Verwertung dieser Waren ergebenden Verluste.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den übrigen Vermögenswerten ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte werden Wertminderungskonten geführt. Beträge aus Wertminderungskonten werden gegen den Buchwert wertgeminderter Vermögenswerte ausgebucht, wenn z.B. das Insolvenzverfahren des Schuldners abgeschlossen ist oder die Forderung endgültig als verloren anzusehen ist.

Vertragsvermögenswerte ergeben sich aus noch nicht gegenüber den Kunden abgeschlossenen Handwerkerserviceaufträgen. Aufgrund der teilweise noch nicht erbrachten Leistung hat sich für HORNBACH noch kein unbedingter Anspruch ergeben. Die Vertragsvermögenswerte weisen im Wesentlichen die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für die gleichen Vertragsarten auf. Der Konzern hat daher die Schlussfolgerung gezogen, dass die erwarteten Verlustraten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen angemessenen Näherungswert der Verlustraten für Vertragsvermögenswerte darstellen.

Flüssige Mittel beinhalten Barmittel und kurzfristige Anlagen mit Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Nennwert) bewertet.

Die in den flüssigen Mitteln enthaltenen Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Finanzschulden (ausgenommen Derivate) werden in Höhe des Darlehensbetrages abzüglich Transaktionskosten erfasst und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Differenz zum Rückzahlungsbetrag wird mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe bzw. der jeweiligen Finanzschuld als Aufwand erfasst. Alle anderen Schulden werden ebenfalls zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen im Wesentlichen dem Rückzahlungsbetrag.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Innerhalb der übrigen Verbindlichkeiten werden Rückerstattungsverbindlichkeiten ausgewiesen, welche sich aus den erwarteten Retouren und nachträglichen Preisnachlässen ergeben können. Sie sind in Höhe der Gegenleistung bewertet, die dem Konzern voraussichtlich nicht zusteht und somit nicht im Transaktionspreis berücksichtigt wird. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend als kurzfristig einzustufen. Gleiches gilt für die übrigen Verbindlichkeiten. Insofern entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten.

Vertragsverbindlichkeiten umfassen erhaltene Anzahlungen aus Kundenaufträgen sowie Verbindlichkeiten aus Kundengutscheinen und werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Kundengutscheine berücksichtigt ferner die in IFRS 15 enthaltenen Regelungen zu erwarteten Nichtinanspruchnahmen (Breakage).

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps eingesetzt. Gemäß den Risikogrundsätzen des Konzerns werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz mit Zugang zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Soweit Transaktionskosten entstehen, werden diese unmittelbar aufwandswirksam erfasst.

Derivate, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 bzw. IFRS 9 eingebunden sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften (einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte) werden auf Basis der Marktbedingungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zins- und Zinswährungsswaps wird von den Finanzinstituten ermittelt, bei denen diese abgeschlossen sind. Die Finanzinstitute verwenden hierzu marktübliche Bewertungsmodelle (z.B. Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Verwendung von am Markt verfügbaren Zins- und Währungsinformationen, die den Inputfaktoren der Stufe 2 der Fair Value Hierarchie entsprechen.

Im Rahmen der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 hat HORNBACH das Wahlrecht ausgeübt, weiterhin die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften des IAS 39 anstelle der Vorschriften des IFRS 9 anzuwenden.

Zum Zeitpunkt des Abschlusses eines Sicherungsgeschäftes klassifiziert der HORNBACH bestimmte Derivate als Sicherung künftiger Cashflows bzw. einer geplanten Transaktion ("Cashflow Hedge"). Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Cashflow-Hedge-Geschäften, die als effektiv anzusehen sind, werden bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem Grundgeschäft unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst; nicht effektive Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert stellt den Preis an einem Bewertungsstichtag dar, den ein Unternehmen für den Verkauf eines Vermögenswerts erhalten bzw. für die Übertragung einer Schuld zahlen würde (exit price). Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts richtet sich nach der Drei-Stufen-Bemessungshierarchie des IFRS 13. Entsprechend der Verfügbarkeit der Informationen wird der beizulegende Zeitwert gemäß der folgenden Hierarchie ermittelt.

Level 1 Informationen - aktuelle Marktpreise in einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente
Level 2 Informationen - aktuelle Marktpreise in einem aktiven Markt für vergleichbare Finanzinstrumente oder durch Bewertungsmodelle bestimmt, deren wesentliche Inputfakto- ren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind
Level 3 Informationen - Inputfaktoren, die auf nicht beobachtbaren Marktpreisen basieren

Eine Erläuterung zum Level der verwendeten Informationen bzw. zu den angewandten Bewertungstechniken bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und der Schulden wird im jeweiligen Kapitel des Anhangs vorgenommen.

Umsatzerlöse

Als Do-it-yourself (DIY) Einzelhandelsunternehmen realisiert der Konzern den weit überwiegenden Anteil der Umsatzerlöse durch einfach strukturierte Waren- und Dienstleistungsverträge im stationären und Onlinehandel. Diese Verträge weisen in der Regel keine langfristigen Erfüllungscharakteristika auf. Die Verfügungsmacht über die Waren und Dienstleistungen gehen grundsätzlich zeitpunktbezogen auf den Kunden über. Als Umsatzrealisierungszeitpunkt gilt regelmäßig die Übergabe bzw. Auslieferung der Ware an den Kunden oder die Erfüllung der Dienstleistung.

Der Umsatz wird netto, nach Abzug der Umsatzsteuer, auf Grundlage der im Vertrag festgelegten Gegenleistung, unter Berücksichtigung erwarteter Retouren und variabler Gegenleistungen bestimmt. Hierzu zählen u.a. Skonti, mengenbezogene und wettbewerbsbedingte Preisnachlässe.

Im Konzern wird der weit überwiegende Anteil der Umsätze durch Cash und Carry oder ähnliche, zeitraumunabhängige Zahlungsformen abgewickelt. Für Transaktionen, bei denen zwischen Übertragung der zugesagten Ware bzw. der Dienstleistung und der Zahlung durch den Kunden eine Zeitspanne besteht, beträgt diese zu Vertragsbeginn nicht mehr als 12 Monate. Insofern verzichtet der Konzern darauf, die zugesagte Gegenleistung, um den Zeitwert des Geldes anzupassen.

Neben dem Waren- und Dienstleistungsverkauf, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt werden, bietet der Konzern ebenso Dienstleistungen an, deren Erfüllung über einen bestimmten Zeitraum erfolgt. Bei diesen Dienstleistungen handelt es sich um Handwerkerdienstleistungen, die HORNBACH neben Waren ebenso zur Projektrealisierung an Endverbraucher veräußert. Die hierfür maßgeblichen Zeiträume, in denen die Dienstleistung erfüllt wird, betragen in der Regel nur wenige Tage. Es erfolgt keine kontinuierliche Überprüfung des Leistungsfortschritts. Bis zur Fertigstellung erfolgt eine Erlöserfassung in Höhe der entstandenen Aufwendungen ohne Berücksichtigung etwaiger Margen. Der Ausweis innerhalb der Bilanz erfolgt als Vertragsvermögenswert bzw. saldiert mit den Vertragsverbindlichkeiten, wenn eine Anzahlung geleistet wurde.

Noch zu erbringende Leistungsverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf zum Stichtag noch nicht abgeschlossene Kundenaufträge sowie offene Kundenguthaben in Form von Gutscheinen. Der Konzern erwartet die Erfüllung dieser Leistungsverpflichtungen grundsätzlich innerhalb der nächsten 12 Monate. Die Erfüllung der offenen Kundenguthaben liegt hingegen im Ermessen des Kunden und kann somit auch einen längeren Zeitraum umfassen.

Der Konzern verkauft seine Produkte mit einem Rückgaberecht von 30 Tagen für Endverbraucher bzw. 3 Monaten für Inhaber der Projekt Weltkarte. Es wird eine Rückerstattungsverbindlichkeit (übrige kurzfristige Verbindlichkeiten) und ein Recht auf Rückerlangung der Ware (übrige kurzfristige Vermögenswerte) für zu erwartende Rückgaben rohertragsmindernd erfasst. Die Schätzung möglicher Rückgaben erfolgt gemäß der Erwartungswertmethode landespezifisch. Hierfür werden je Land Erfahrungswerte in einem Portfolio zusammengefasst und, woraus wahrscheinliche Rückgabequoten abgeleitet werden. In die Bewertung werden Tagesumsätze einbezogen, für die eine Umkehr als hoch wahrscheinlich gilt. Diese werden mit den wahrscheinlichen Rückgabequoten multipliziert, um die Umsatzminderung zu bestimmen. Gleichwohl findet die aktuelle landesspezifische Rohertragsmarge Anwendung, um die Reduzierung des Wareneinsatzes zu bestimmen. Die getroffenen Annahmen werden fortlaufend validiert und bei Bedarf für künftige Bewertungen angepasst.

Im Rahmen der Dauertiefpreisgarantie bietet HORNBACH seinen Kunden die Möglichkeit, bis 30 Tage nach Erwerb der Ware oder Dienstleistung an Preisnachlässen zu partizipieren. Für erwartete Inanspruchnahmen wird eine Rückerstattungsverbindlichkeit (übrige kurzfristige Verbindlichkeiten) umsatzmindernd erfasst. Die Quantifizierung erfolgt auf Portfolio-Ebene je Land gemäß dem Erwartungswert. Die Kostenquoten für die Dauertiefpreisgarantie basieren auf historischen Informationen und werden mit den Tagesumsätzen multipliziert, die in den oben genannten Zeitraum fallen. Die getroffenen Annahmen werden fortlaufend validiert und bei Bedarf für künftige Bewertungen angepasst.

Für Kundenguthaben aus Gutscheinkarten (Vertragsverbindlichkeit) wird der Anteil ergebniswirksam vereinnahmt, für den eine Nichtinanspruchnahme für hoch wahrscheinlich eingeschätzt wird. Die Vereinnahmung erfolgt innerhalb des Umsatzes entsprechend des in Anspruch genommenen Anteils des Kundenguthabens. Die Quantifizierung erfolgt auf Portfolio-Ebene je Land gemäß dem Erwartungswert. Die Quoten betreffend die Nichtinanspruchnahme basieren auf historischen Informationen. Die getroffenen Annahmen werden in regelmäßigen Abständen validiert und bei Bedarf für künftige Bewertungen angepasst.

Mieterträge aus Operating-Leasingverträgen werden linear über die Mietdauer vereinnahmt und unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Sonstige Erträge

Die Erfassung von sonstigen Erträgen erfolgt, wenn die Verfügungsgewalt über einen zugesagten Vermögenswert oder eine zugesagte Dienstleistung auf einen Geschäftspartner übertragen wurde. Die Höhe bemisst sich nach dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung unter Berücksichtigung von variablen Gegenleistungen.

Aufwendungen

Die Kosten der umgesetzten Handelsware umfassen, neben direkten Anschaffungskosten für die Handelswaren, Anschaffungsnebenkosten wie Frachten, Zölle und sonstige bezogene Leistungen sowie Wertberichtigungen auf Warenbestände.

Ausgaben für Werbekampagnen und Maßnahmen für Verkaufsförderung werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Verfügungsmacht bzw. des Erhalts der Dienstleistung als Aufwand in den jeweiligen Funktionsbereichen erfasst.

Die Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden wird grundsätzlich aufwandsmindernd in den Funktionskosten erfasst, in denen der ursprüngliche Aufwand für die Bildung der entsprechenden Rückstellung bzw. der abgegrenzten Schuld gezeigt wurde.

Zinsaufwendungen und Zinserträge werden entsprechend dem Zeitablauf der Finanzschulden erfasst. Finanzierungskosten, die im Rahmen der Immobilienentwicklung aufgewendet werden ("Bauzeitzinsen") und direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von Grundstücken und Gebäuden ("qualifizierte Vermögenswerte") zugeordnet werden können, werden gemäß IAS 23 "Borrowing Costs" als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Der Steueraufwand beinhaltet laufende und latente Steuern, soweit diese nicht auf Sachverhalte entfallen, die im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Ermessensentscheidungen

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, welche einen wesentlichen Einfluss auf die im Konzernabschluss erfassten Beträge haben, beziehen sich hauptsächlich auf die Bestimmung der Laufzeit von Leasingverträgen und die Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes. Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden alle Fakten und Umstände beurteilt und berücksichtigt, die für HORNBACH einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung einer Verlängerungsoption bzw. zur Nicht-Ausübung einer Kündigungsoption darstellen. Bei der Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes sind sowohl die Ermittlung des risikolosen Zinssatzes als auch die Bestimmung des Risikozuschlags ermessensbehaftet. Weiterführende Informationen werden innerhalb der Anmerkungen (13) und (23) genannt.

Weitere Ermessensentscheidungen werden hinsichtlich der Darstellung der Beträge im Zusammenhang mit dem Reverse-Factoring-Programm, siehe Anmerkung (26), in der Bilanz sowie der Kapitalflussrechnung laufend überwacht und prospektiv erfasst.

Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen worden, die sich auf die Bilanzierung und/oder Bewertung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Annahmen und Schätzungen werden auf Basis der zum Stichtag verfügbaren Informationen getroffen. In der Zukunft realisierte Beträge können von den bilanziell berücksichtigten Beträgen abweichen, wenn sich die Rahmenbedingungen divergent zu den Annahmen und Schätzungen entwickeln.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern (Anmerkungen (10), (11), (12) und (13)), die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (Anmerkungen (24), (25) und (28)), die Ermittlung des erzielbaren Betrags zur Bestimmung der Höhe etwaiger Wertminderungen langfristiger nicht finanzieller Vermögenswerte (Anmerkungen (10), (11), (12) und (13)), die Bestimmung der Nettoveräußerungspreise des Vorratsvermögens (Anmerkung (16)) sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen (Anmerkungen (8), (15) und (27)). Weiterführende Informationen sind der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum jeweiligen Themenkomplex sowie den o.g. Anmerkungen zu entnehmen.

Die für die Erstellung des Konzernabschlusses relevanten Annahmen und Schätzungen werden fortlaufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode der Änderung und in zukünftigen Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung sowohl die Berichtsperiode als auch zukünftige Perioden betrifft.

Schätzungen und Ermessensentscheidungen im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten

Die Schätzungen und Ermessensentscheidungen basieren auf Erfahrungswerten, dem aktuellen Kenntnisstand und aktuell verfügbaren Informationen, die vom Management unter den jeweiligen Umständen für zutreffend gehalten werden. Aufgrund der derzeit weiterhin unvorhersehbaren globalen Folgen des Krieges in der Ukraine sowie dem Nah-Ost-Konflikt und der anderen makroökonomischen Risiken (z.B. aus der Inflation, Konjunktur, Zinspolitik, Lieferkettenprobleme) unterliegen diese Ermessensausübungen und Schätzungen des Managements jedoch einer erhöhten Unsicherheit. Die tatsächlichen Beträge können von den Beurteilungen und Schätzungen des Managements abweichen. Änderungen dieser Beträge können wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Diese Informationen wurden bei den folgenden wesentlichen Themenkomplexen berücksichtigt:

Wertminderungsprüfung nicht-finanzieller Vermögenswerte (inkl. Nutzungsrechte); Anmerkungen (10) und (12)

Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte; Anmerkungen (10), (18) und (33)

Segmentberichterstattung

Die freiwillig erstellte Segmentberichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bilanzansatz- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses (IFRS). Bei den Verkaufserlösen mit fremden Dritten handelt es sich um Nettoverkaufserlöse. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten entsprechen denen unter fremden Dritten.

Segmentabgrenzung

Die Einteilung der Segmente entspricht dem innerbetrieblichen Berichtswesen, das vom Management des HORNBACH Management AG Konzerns zur Steuerung des Unternehmens genutzt wird (Management Approach). Nach dem "Management Approach" ergeben sich folgende Segmente: "Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG", "Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG" und "Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH". Das Hauptstandbein des HORNBACH Management AG Konzerns ist der Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG. Dieser betreibt großflächige Bau- und Gartenmärkte im In- und Ausland sowie Onlineshops in neun Ländern unseres europaweiten Verbreitungsgebiets. Die Handelsaktivitäten des HORNBACH Management AG Konzerns werden durch den Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH abgerundet. Dieser ist im Baustoff- und Baufachhandel mit überwiegend gewerblichen Kunden tätig. Der Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG entwickelt Einzelhandelsimmobilien und vermietet diese überwiegend an die operativen Gesellschaften des HORNBACH Management AG Konzerns. Die nicht den vorgenannten Segmenten zuordenbaren Posten der Verwaltungen sowie Konsolidierungspositionen werden weiter in die Posten "Zentralbereiche" sowie "Konsolidierung" aufgegliedert.

Segmentergebnis

Segmentergebnis ist das adjusted EBIT als zentrale Ertragskennzahl des Konzerns.

Segmentvermögen und -schulden

Die Vermögens- und Schuldposten der Konzernbilanz - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - werden den einzelnen Segmenten, soweit möglich, direkt zugeordnet. Verbleibende Vermögens- und Schuldposten werden sachgerecht zugeordnet. Dabei werden in den Einzelsegmenten die Schulden der Konzernbilanz um die aufgenommenen Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen erhöht und verursachungsgerecht auf die einzelnen Segmente verteilt. Die auf die zentrale Verwaltung entfallenden Posten werden in der Spalte "Zentralbereiche" gezeigt. Die Eliminierung zwischen den Segmenten erfolgt in der Spalte "Konsolidierung". Die Investitionen betreffen das dem Segment zugeordnete Anlagevermögen.

Mio € Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG
2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23
Segmenterlöse 5.780,0 5.843,1 380,7 421,1 89,1 82,5
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 5.778,4 5.841,4 378,8 418,1 0,0 0,0
Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 1,7 2,8 0,0 0,0
Mieterlöse mit fremden Dritten 1,6 1,7 0,2 0,1 2,0 1,8
Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 87,1 80,7
EBIT 160,0 188,6 3,7 7,6 63,3 56,0
darin enthaltene Abschreibungen/Zuschreib ungen 307,5 303,5 11,0 16,3 17,2 17,2
Segmentergebnis (adjusted EBIT) 212,4 241,0 4,7 13,8 63,3 55,8
Segmentvermögen 4.190,8 4.419,0 226,8 241,1 449,6 461,9
darin enthaltene Guthaben bei Kreditinstituten 309,6 363,8 0,9 0,8 14,4 25,7
Investitionen 1) 326,3 394,0 14,8 24,6 22,4 27,0
Segmentschulden 2.649,6 2.886,3 134,9 146,9 154,2 168,6
darin enthaltene Finanz- und Leasingschulden 1.808,1 1.967,3 40,6 44,7 124,5 121,3
Mio € Zentralbereiche Konsolidierung HORNBACH Management AG Konzern
2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23
Segmenterlöse 0,0 0,0 -88,8 -83,5 6.160,9 6.263,2
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 0,0 0,0 0,0 0,0 6.157,2 6.259,5
Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 -1,7 -2,8 0,0 0,0
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,0 0,0 0,0 0,0 3,7 3,6
Mieterlöse mit verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 -87,1 -80,7 0,0 0,0
EBIT -6,4 -6,3 5,2 12,6 225,8 258,5
darin enthaltene Abschreibungen/Zuschreib ungen 0,0 0,0 -87,7 -90,2 248,1 246,9
Segmentergebnis (adjusted EBIT) -6,4 -6,3 -19,8 -14,2 254,2 290,1
Segmentvermögen 12,7 19,5 -470,8 -471,5 4.409,1 4.670,1
darin enthaltene Guthaben bei Kreditinstituten 16,0 17,5 0,0 0,0 340,8 407,8
Investitionen 1) 0,1 19,5 -107,2 -108,1 256,3 357,0
Segmentschulden 181,1 197,3 -646,2 -639,2 2.473,5 2.759,9
darin enthaltene Finanz- und Leasingschulden 151,9 172,2 -552,3 -525,2 1.572,8 1.780,3
Überleitungsrechnung des EBIT zum adjusted EBIT
in Mio. €
2023/24 2022/23
Wertminderungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 1) 57,2 37,9
Wertaufholungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 1) -26,9 -6,1
Ergebnis aus Immobilienverkäufen/-bewertung nicht betriebsnotwendiger Objekte -2,4 -0,2
Sonstiges 0,5 0,0
Segmentergebnis (adjusted EBIT) 254,2 290,1

1) Hierin sind ausschließlich Wertminderungen bzw. Wertaufholungen auf operative Standorte (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) enthalten.

Geografische Informationen

Die geografischen Pflichtangaben zu den Umsatzerlösen mit fremden Dritten und den langfristigen Vermögenswerten werden zum besseren Verständnis des Abschlusses freiwillig um weitere Informationen ergänzt.

Die geografischen Informationen sind nach den Regionen "Deutschland" und "Übriges Europa" unterteilt. Die Region "Übriges Europa" umfasst die Länder Tschechien, Österreich, Niederlande, Luxemburg, Schweiz, Schweden, Slowakei und Rumänien sowie Frankreich (ausschließlich Baustoffhandel).

Die Umsätze werden der geografischen Region zugewiesen, in der die Umsätze realisiert werden. Die Vermögenswerte - mit Ausnahme der Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latenter Steuern - werden der Region zugewiesen, in der sie gelegen sind. Investitionen betreffen das der Region zugeordnete Anlagevermögen. Bei der Überleitungsspalte handelt es sich um Konsolidierungspositionen.

Deutschland Übriges Europa
Mio € 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23
Umsatzerlöse 3.585,0 3.710,4 3.002,8 2.993,5
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 3.156,6 3.268,4 3.000,5 2.991,1
Mieterlöse mit fremden Dritten 2,0 1,9 1,7 1,7
Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen 426,3 440,1 0,6 0,7
EBIT 48,9 51,3 176,9 207,2
Abschreibungen/Zuschreibungen 132,5 149,3 115,6 97,6
Vermögenswerte 2.811,4 3.092,7 2.051,4 2.111,9
davon langfristige Vermögenswerte 1) 1.479,5 1.479,6 1.423,8 1.369,3
Investitionen 2) 130,0 220,1 126,8 137,0
Überleitung HORNBACH Management AG Konzern
Mio € 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23
Umsatzerlöse -426,9 -440,8 6.160,9 6.263,1
Verkaufserlöse mit fremden Dritten 0,0 0,0 6.157,2 6.259,5
Mieterlöse mit fremden Dritten 0,0 0,0 3,7 3,6
Verkaufserlöse mit verbundenen Unternehmen -426,9 -440,8 0,0 0,0
EBIT 0,0 0,0 225,8 258,5
Abschreibungen/Zuschreibungen 0,0 0,0 248,1 246,9
Vermögenswerte -453,7 -534,5 4.409,1 4.670,1
davon langfristige Vermögenswerte 1) -227,8 -166,6 2.675,5 2.682,3
Investitionen 2) -0,4 -0,1 256,3 357,0

1) Dabei handelt es sich um Sachanlagevermögen, fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke, Nutzungsrechte, immaterielle Vermögenswerte, langfristige Rechnungsabgrenzungsposten sowie langfristige Leasingforderungen.
2) Investitionen enthalten auch zahlungsunwirksame Zugänge der Nutzungsrechte

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen die Erlöse aus Verträgen mit Kunden der Segmente Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG und Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH. Weiterhin sind in den Umsatzerlösen Erträge aus der Vermietung von Immobilien in Höhe von T€ 3.712 (Vj. T€ 3.644) ausgewiesen.

In den Umsatzerlösen sind Erlöse in Höhe von T€ 41.464 (Vj. T€ 45.245) enthalten, die zu Beginn der Periode als Vertragsverbindlichkeit ausgewiesen wurden. Darüber hinaus sind hierin nachträgliche Umsätze aus in Vorperioden erfüllten Leistungsverpflichtungen im Sinne des IFRS 15 in Höhe von T€ 2.198 (Vj. T€ 2.520) enthalten.

Die folgende Tabelle enthält die Aufgliederung der Umsätze nach Segmenten:

Außenumsätze GJ 23/24
in Mio €
Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern
davon Deutschland 2.788,0 368,9 1,8 3.158,7
davon übriges Europa 2.992,0 10,0 0,2 3.002,2
5.780,0 379,0 1,9 6.160,9
Außenumsätze GJ 22/23
in Mio €
Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern
davon Deutschland 2.860,9 407,0 1,7 3.269,6
davon übriges Europa 2.982,1 11,3 0,1 2.993,5
5.843,0 418,3 1,8 6.263,1

(2) Kosten der umgesetzten Handelsware

Die Kosten der umgesetzten Handelswaren stellen den zur Erzielung des Umsatzes erforderlichen Aufwand dar und setzen sich wie folgt zusammen:

2023/24
T€
2022/23
T€
Aufwendungen für Hilfsstoffe und bezogene Waren 3.934.379 4.021.864
Aufwendungen für bezogene Leistungen 141.876 150.779
4.076.255 4.172.643

(3) Filialkosten

Die Filialkosten beinhalten Kosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der Bau- und Gartenmärkte sowie der Baustoffzentren stehen. Sie enthalten im Wesentlichen Personal-, Raum- und Werbekosten sowie Abschreibungen. Weiterhin sind in diesem Posten allgemeine Betriebskosten wie Transportkosten, Verwaltungsaufwendungen, Wartung und Instandhaltung ausgewiesen.

(4) Voreröffnungskosten

Als Voreröffnungskosten werden Kosten, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung und bis zur Eröffnung eines neuen Bau- und Gartenmarktes stehen, ausgewiesen. Die Voreröffnungskosten bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten, Raumkosten und Verwaltungsaufwand.

(5) Verwaltungskosten

In den Verwaltungskosten werden sämtliche Kosten der Verwaltung, die im Zusammenhang mit dem Betrieb oder der Einrichtung von Bau- und Gartenmärkten sowie von Baustoffzentren stehen und diesen nicht direkt zugeordnet werden können, ausgewiesen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten, Abschreibungen, Raumkosten sowie IT-, Reise- und Kraftfahrzeugkosten.

(6) Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2023/24
T€
2022/23
T€
Sonstige betriebliche Erträge aus operativer Tätigkeit
Erträge aus Schadensfällen 5.205 3.044
Erträge aus Werbekostenzuschüssen und sonstigen Lieferantengutschriften 966 1.108
Erträge aus Zahlungsdifferenzen 1.875 1.460
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 3.056 1.771
Übrige Erträge 22.328 23.775
33.430 31.158
Sonstige betriebliche Erträge aus nicht operativer Tätigkeit
Erträge aus der Veräußerung von Immobilien 2.393 219
2.393 219
Sonstige Erträge 35.823 31.377

Die übrigen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Nebenerlösen der Bau- und Gartenmärkte, Erträge aus Entsorgung, Erträge aus Verbindlichkeitsausbuchungen, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Erträge aus Personalzuschüssen.

2023/24
T€
2022/23
T€
Sonstiger betrieblicher Aufwand aus operativer Tätigkeit
Verluste aus Schadensfällen 4.558 3.880
Wertberichtigungen und Forderungsausfälle 5.707 6.197
Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens 1.236 1.140
Aufwand aus Zahlungsdifferenzen 43 67
Übrige Aufwendungen 3.289 3.166
Sonstiger Aufwand 14.833 14.450
Ertragssaldo aus sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen 20.991 16.927

(7) Finanzergebnis

2023/24
T€
2022/23
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinserträge aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 10.204 2.978
Zinserträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen -8 2.620
Sonstige 2 2
10.198 5.600
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 23.262 19.269
Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 30.724 29.265
Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrument eingesetzt werden 0 92
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 653 270
Sonstige 1.528 1.371
56.168 50.267
Zinsergebnis -45.970 -44.667
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -2.349 6.639
Währungsergebnis 1.880 -2.181
-470 4.457
Finanzergebnis -46.439 -40.210

Aufgrund von IFRS 16 "Leases" werden Finance-Lease-Verträge unter den Sachanlagen und der in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil in Höhe von T€ 30.724 (Vj. T€ 29.265) unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Nicht im Zinsergebnis ausgewiesen sind Zinsen, die im Rahmen der Immobilienentwicklung zur Finanzierung der Bauphase aufgewendet werden. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 835 (Vj. T€ 1.887) und sind als Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Sachanlagen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde der durchschnittliche Finanzierungskostensatz von 3,2 % (Vj. 2,4 %) verwendet.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten beinhaltet Gewinne und Verluste aus derivativen Währungsinstrumenten in Höhe von T€ -2.349 (Vj. T€ 6.639).

Das Währungsergebnis des Geschäftsjahres 2023/24 resultiert im Wesentlichen aus der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Hierbei handelt es sich um einen Ertragssaldo in Höhe von T€ 4.765 (Vj. Aufwandssaldo T€ 4.015). Weiterhin beinhaltet das Währungsergebnis realisierte Kursgewinne in Höhe von T€ 6.158 (Vj. T€ 14.174) und realisierte Kursverluste in Höhe von T€ 9.043 (Vj. T€ 12.340). Im Vorjahr wurde im Währungsergebnis ein Aufwand in Höhe von T€ 1.837 aus der Reklassifizierung von Währungseffekten eines in einer Sicherungsbeziehung (Cashflow-Hedge) eingebundenen Zins-Währungs-Swaps ausgewiesen. Diese Reklassifizierung kompensiert die Währungseffekte aus dem abgesicherten Darlehen. Diese Sicherungsbeziehung ist im Vorjahr ausgelaufen.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Die deutschen Gesellschaften des HORNBACH Management AG Konzerns unterliegen einer durchschnittlichen Gewerbesteuer von ca. 13,8 % (Vj. ca. 13,6 %) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz für Gewinne beträgt unverändert 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag.

Alle inländischen latenten Steuerpositionen werden unverändert mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 30 % bewertet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren wie im Vorjahr von 8,5 % bis 27,2 % (Vj. 8,5 % bis 27,2 %).

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von T€ 47.668 (Vj. T€ 50.481) ist um T€ 6.141 geringer (Vj. T€ 15.013) als der erwartete Steueraufwand von T€ 53.809 (Vj. T€ 65.494), der sich bei Anwendung des durchschnittlichen Steuersatzes des HORNBACH Management AG Konzerns in Höhe von 30 % (Vj. 30 %) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns in Höhe von T€ 179.363 (Vj. T€ 218.314) ergeben würde.

Auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 51.124 (Vj. T€ 35.571) werden aktive latente Steuern angesetzt. Der HORNBACH Management AG Konzern geht davon aus, dass die in dem jeweils betroffenen Land entstandenen steuerlichen Verlustvorträge vollständig durch zukünftige Gewinne genutzt werden können.

Auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 30.848 (Vj. T€ 14.408) sind keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da von einer zukünftigen Realisierung nicht ausgegangen wird. Alle Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. Im Berichtsjahr wurden keine Verlustvorträge (Vj. T€ 70) genutzt, für die keine latente Steuer gebildet wurde.

Zukünftig anfallende Ertragsteuern für geplante Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen werden als passive latente Steuern erfasst. Hierbei wird ein Planungshorizont von einem Jahr unterstellt. Die Ausschüttungen, für die im HORNBACH Management AG Konzern passive latente Steuern erfasst werden, unterliegen mit 5% der deutschen Besteuerung. Für einbehaltene Gewinne von Tochterunternehmen in Höhe von T€ 1.865.321 (Vj. T€ 1.844.456) wurden keine passiven latenten Steuern erfasst, weil diese entweder keiner Besteuerung unterliegen oder aus heutiger Sicht auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Der HORNBACH Management AG -Konzern fällt in den Anwendungsbereich des am 28. Dezember 2023 in Kraft getretenen Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG). Es ist erstmals auf die Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, anzuwenden. In diesem Zusammenhang wendet der Konzern die vom IASB im Mai 2023 veröffentlichte vorübergehende Ausnahmeregelung im IAS 12 an und bilanziert keine latenten Steuern.

Nach dem Mindeststeuergesetz muss die Muttergesellschaft in Deutschland eine zusätzliche Steuer auf die Gewinne ihrer Tochtergesellschaften zahlen, die mit einem effektiven Steuersatz von weniger als 15 % besteuert werden. Für einen Übergangszeitraum können temporäre Ausnahme-Regeln (Safe-Harbour) angewendet werden. Die Auswirkungen der Säule-2-Gesetzgebung werden derzeit intern untersucht. Der HORNBACH Management AG-Konzern beabsichtigt, die temporären Safe-Harbour-Regelungen in Anspruch zu nehmen. Hierzu wurden bereits erste Untersuchungen auf Grundlage der vorläufigen Daten des qualifizierten länderbezogenen Berichts (CbCR) des Geschäftsjahres 2023/2024 sowie der beiden vorherigen Geschäftsjahre angestellt. Auf Basis dieser Prüfung ist für das Steuerhoheitsgebiet Hongkong Ausnahme 1 bzgl. Umsatzerlöse (unter EUR 10 Mio.) und Gewinn oder Verlust vor Steuern (weniger als EUR 1 Mio.) anwendbar. Alle anderen Steuerhoheitsgebiete unterliegen voraussichtlich einem vereinfacht berechneten effektiven Steuersatz von mehr als 15% und würden somit im ersten Jahr der Anwendung Ausnahme 2 der Safe-Harbour-Regelungen erfüllen. Ob die französische Jurisdiktion die Voraussetzungen der Safe-Harbour-Regelungen erfüllt, ist nach derzeitigem Stand nicht abschätzbar. Die daraus resultierenden möglichen Effekte im Zusammenhang mit der Säule-2-Gesetzgebung wären aber gegenwärtig als nicht wesentlich einzustufen. Für die Steuerhoheitsgebiete Schweiz und Rumänien besteht das Risiko, dass die Safe-Harbour-Regelungen in den kommenden Geschäftsjahren unter Beachtung des vereinfacht berechneten effektiven Steuersatzes nicht angewendet werden können. Es wird damit gerechnet, dass die derzeit geplanten nationalen Ergänzungssteuern entsprechend eingeführt werden.

Derzeit geht der HORNBACH Management AG-Konzern davon aus, dass sich auf Basis der aktuell gültigen Rechtslage keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Steuerquote bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Die quantitativen Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes sind aufgrund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung derzeit noch nicht zuverlässig abschätzbar. Der Konzern prüft weiterhin die Auswirkungen der Gesetzgebung zu den Säule-2-Regelungen auf die zukünftige Ertragskraft des Konzerns.

Zusammensetzung des Steueraufwands:

2023/24
T€
2022/23
T€
Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Deutschland 18.876 23.298
Übrige Länder 38.425 40.341
57.301 63.639
Latenter Steueraufwand/-ertrag
aus der Veränderung temporärer Differenzen -7.108 -10.445
aus der Veränderung von Steuersätzen -479 0
aus Verlustvorträgen -2.046 -2.714
-9.633 -13.159
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 47.668 50.481

Vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand ist wie folgt überzuleiten:

2023/24 2022/23
T€ % T€ %
Erwarteter Ertragsteueraufwand 53.809 100,0 65.494 100,0
Differenz zwischen lokalem Steuersatz und Konzernsteuersatz -12.110 -22,5 -16.646 -25,4
Steuerfreie Erträge -3.834 -7,1 -1.648 -2,5
Steuerminderung/-erhöhung aufgrund von Steuersatzänderungen -479 -0,9 0 0,0
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 7.752 14,4 5.428 8,3
Steuereffekte auf Verlustvorträge 293 0,6 273 0,4
Periodenfremde laufende und latente Steuern 2.237 4,2 -2.420 -3,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 47.668 88,6 50.481 77,1
Effektiver Steuersatz in % 26,6 23,1

Der periodenfremde laufende Steueraufwand in Höhe von T€ 1.194 (Vj. T€ 294 Steueraufwand) resultiert im Geschäftsjahr 2023/24 wie auch im Vorjahr im Wesentlichen aus der Neubewertung von Ertragsteuerrückstellungen.

Der periodenfremde latente Steueraufwand in Höhe von T€ 1.043 (Vj. T€ 2.714 Steuerertrag) resultiert im Wesentlichen aus der Ausbuchung von aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge, bei denen nicht mehr von einer zukünftigen zeitnahen Realisierung ausgegangen wird.

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Steuern des Geschäftsjahres ergeben sich wie folgt:

2023/24
T€
2022/23
T€
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen
Versicherungsmathematische Veränderung aus Pensionszusagen vor Steuern -6.344 11.808
Veränderung latente Steuern 927 -1.835
-5.416 9.973
Bewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow-Hedge)
Wertänderungen derivativer Finanzinstrumente vor Steuern 0 366
Veränderung latente Steuern 0 -54
0 312
Währungsanpassungen aus der Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen -10.735 18.483
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, netto nach Steuern -16.151 28.768
davon direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen vor Steuern -17.078 30.657
davon Veränderung latente Steuern 927 -1.889

(9) Ergebnis je Aktie

Das freiwillig angegebene unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 (Earnings per Share) als Quotient, aus dem den Aktionären der HORNBACH Management AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Verwässernde Effekte ergeben sich - wie im Vorjahr - nicht.

2023/24 2022/23
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 250.000 250.000
Den Aktionären der HORNBACH Management AG zustehendes Konzernjahresergebnis in T€ 7 0
Ergebnis je Aktie in € 0,03 0,00

(10) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Nicht operative Effekte

In den einzelnen Funktionskosten sind folgende nicht operative Effekte enthalten:

Geschäftsjahr 2023/24
in T€
Wertminderungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 1) Wertaufholungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 1) Ergebnis aus Immobilien- verkäufen/-bewertung nicht betriebsnotwendiger Objekte Sonstiges Gesamt
Filialkosten -57.224 26.932 0 0 -30.291
Sonstiges Ergebnis 0 0 2.393 -507 1.886
-57.224 26.932 2.393 -507 -28.406
Geschäftsjahr 2022/23
in T€
Wertminderungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 1) Wertaufholungen aufgrund Werthaltigkeitstest nach IAS 36 1) Ergebnis aus Immobilienverkäufen/-bewertung nicht betriebsnotwendiger Objekte Gesamt
Filialkosten -37.892 6.102 0 -31.790
Sonstiges Ergebnis 0 0 219 219
-37.892 6.102 219 -31.571

1) Hierin sind ausschließlich Wertminderungen bzw. Wertaufholungen auf operative Standorte (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) enthalten.

Personalaufwand

In den einzelnen Funktionskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

2023/24
T€
2022/23
T€
Löhne und Gehälter 855.222 820.737
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 193.663 180.948
1.048.885 1.001.685

Effekte (u.a. bedingt durch das schwierige Wirtschafts- und Marktumfeld)

Wertminderungsprüfung nicht-finanzieller Vermögenswerte (inkl. Nutzungsrechte)

Durch das eingetrübte Makroumfeld erfolgte im 2. Quartal des Geschäftsjahres eine Prognoseanpassung, welche via adhoc Meldung kommuniziert wurde. Diese stellt i.S.d. IAS 36 ein Triggering Event dar und führte dazu, dass im ersten Halbjahr ein anlassabhängiger Werthaltigkeitstest durchgeführt wurde. Infolgedessen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 22.684 vorgenommen. Ferner führte der Werthaltigkeitstest zu Zuschreibungen in Höhe von T€ 2.900 betreffend in Vorjahren vorgenommen außerplanmäßigen Abschreibungen.

Im 4. Quartal erfolgte die routinemäßige Aktualisierung der strategischen Unternehmensplanung. Es wurden alle verfügbaren Informationen zu den erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem schwierigen Wirtschafts- und Marktumfeld einbezogen. Infolge dieser Planungsaktualisierung erfolgte ebenso ein anlassabhängiger Werthaltigkeitstest. In diesem Zusammenhang wurden im zweiten Halbjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 34.540 sowie Zuschreibungen in Höhe von T€ 24.032 vorgenommen.

Im 2. Quartal des Vorjahres wurde aufgrund eines vorhandenen Triggering Events ein anlassabhängiger Werthaltigkeitstest durchgeführt. Als Triggering Event i.S.d. IAS 36 wurde, dabei die Erhöhung der Kapitalkosten (WACC's) im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt eingestuft. Im 4. Quartal wurde der jährliche anlassunabhängige Werthaltigkeitstest durchgeführt. Neue in die Wertminderungsprüfung einbezogene veränderte Parameter führten dazu, dass im Vorjahr ein außerplanmäßiger Abwertungsbedarf in Höhe von T€ 37.892 ermittelt wurde.

Weitere Informationen zur Wertminderungsprüfung sind den Anmerkungen (11) und (12) zu entnehmen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige Vermögenswerte

Aufgrund des Cash & Carry-Prinzips begrenzt sich die Risikoposition hauptsächlich auf Debitkarten- sowie Kreditkartengesellschaften mit entsprechender Bonität. Des Weiteren wird bei einem wesentlichen Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das Ausfallrisiko im Rahmen von Factoringvereinbarungen ausgelagert.

Klassische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen Kunden mit entsprechender Bonität. Im Berichtszeitraum ist kein wesentlicher Anstieg des erwarteten Ausfallrisikos erkennbar, der auf die gestiegenen makroökonomischen Herausforderungen zurückzuführen wäre. Bei den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten sind keine, über das normale Maß hinausgehende Werthaltigkeitsrisiken erkennbar.

Umsätze

Die Umsätze des Konzerns sind saisonal beeinflusst sowie witterungsbedingt. Für weitere Ausführungen wird auf den Konzernlagebericht verwiesen.

Abschreibungen

2023/24
T€
2022/23
T€
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen, fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke sowie Nutzungsrechte an Leasingobjekten 217.780 215.101
Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen, fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke sowie Nutzungsrechte an Leasingobjekten 57.224 37.892
275.004 252.993

Die Wertminderungen des Geschäftsjahres 2023/24 entfallen wie im Vorjahr auf immaterielle Vermögenswerte, Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Nutzungsrechte an Leasingobjekten. Zudem wird auf die Ausführungen zu den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagevermögen sowie Nutzungsrechten in den Anmerkungen (11), (12) und (13) verwiesen.

Die Abschreibungen sind in folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

Geschäftsjahr 2023/24 Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen Gesamt
Filialkosten 3.008 104.345 150.656 258.010
Voreröffnungskosten 0 447 13 459
Verwaltungskosten 5.683 8.549 2.303 16.535
8.691 113.341 152.972 275.004
Geschäftsjahr 2022/23 Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen Gesamt
Filialkosten 6.706 102.329 128.036 237.071
Voreröffnungskosten 0 29 12 40
Verwaltungskosten 5.197 8.452 2.232 15.881
11.903 110.810 130.280 252.993

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(11) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2022/23 und 2023/24 wie folgt:

in T€ Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwerte Entgeltlich erworbene Kundenstämme Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1. März 2022 103.941 5.231 0 1.403 110.575
Zugänge 7.443 3.423 3.937 1.368 16.171
Abgänge 38 0 0 0 38
Umbuchungen 1.048 0 0 -1.036 13
Währungsumrechnung 11 0 0 0 11
Stand 28. Februar/1. März 2023 112.405 8.654 3.937 1.735 126.733
Zugänge 12.059 19.485 0 6.439 37.983
Abgänge 485 0 0 0 485
Umbuchungen 1.463 0 0 -1.455 8
Währungsumrechnung -15 0 0 0 -15
Stand 29. Februar 2024 125.427 28.139 3.937 6.719 164.224
Abschreibungen
Stand 1. März 2022 88.591 1.959 0 0 90.550
Zugänge 5.324 3.160 3.419 0 11.903
Abgänge 37 0 0 0 37
Währungsumrechnung 15 0 0 0 15
Stand 28. Februar/1. März 2023 93.893 5.119 3.419 0 102.431
Zugänge 8.572 0 119 0 8.691
Zuschreibungen -2.352 0 0 0 -2.352
Abgänge 472 0 0 0 472
Währungsumrechnung -12 0 0 0 -12
Stand 29. Februar 2024 99.629 5.119 3.538 0 108.286
Buchwert 29. Februar 2024 25.798 23.020 399 6.719 55.938
Buchwert 28. Februar 2023 18.512 3.535 518 1.735 24.302

Die Zugänge bei den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und den Anlagen im Bau betreffen überwiegend den Erwerb von Software-Lizenzen sowie die Aufwendungen, um die Software in den beabsichtigten nutzungsfähigen Zustand zu versetzen. Wesentliche Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen - wie im Vorjahr - nicht vor.

Die Zugänge bei Geschäfts- oder Firmenwerten resultieren aus dem Erwerb der Anteile an Seniovo GmbH im Geschäftsjahr 2023/24. Die Purchase Price Allocation (PPA) war zum Stichtag noch nicht abgeschlossen. Hierzu wird auf die Ausführungen in den Änderungen des Konsolidierungskreises verwiesen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte zu Geschäftsjahresbeginn in Höhe von T€ 3.271 betreffen zwei Gartenmärkte in den Niederlanden und sind zu jeweils ca. 50 % diesen zuzuordnen. Die verpflichtende jährliche Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes führte im Geschäftsjahr 2023/24 - wie im Vorjahr - zu keinem Wertminderungsbedarf. Die erzielbaren Beträge beider zahlungsmittelgenerierender Einheiten basieren jeweils auf deren Nutzungswert. Die zur Ermittlung des Nutzungswerts verwendeten jeweilige Diskontierungszinssätze liegen bei 8,9 % und 9,2 % (Vj. 6,9 % bis 9,5 %) vor Steuer. Für möglich gehaltene Änderungen wesentlicher Annahmen (Anstieg Diskontierungszinssatz [0,5 %] bzw. Rückgang [5,0 %] des Rohertrags) würden bei beiden Standorten - wie im Vorjahr - zu keinen Wertberichtigungen führen. Zudem wird auf die Ausführungen zum Sachanlagevermögen in Anmerkung (12) verwiesen

Im Vorjahr wurde im Segment "Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH" im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung außerplanmäßiger Abwertungsbedarf bei immateriellen Vermögenswerten identifiziert. Es erfolgte eine Wertminderung in Höhe von T€ 6.252, wovon T€ 3.160 auf die Geschäfts- oder Firmenwerte und T€ 3.092 auf die Kundenstämme entfallen. Der erzielbare Betrag der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten basiert auf dem Nutzungswert. Zudem wird auf die Ausführungen zum Sachanlagevermögen in Anmerkung (12) verwiesen.

(12) Sachanlagevermögen, Nutzungsrechte sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke

Die Sachanlagen haben sich in den Geschäftsjahren 2022/23 und 2023/24 wie folgt entwickelt:

in T€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Nutzungsrecht e Fremdvermiete te Immobilien und Vorratsgrundstücke gemäß IAS 40 "Investment Property" Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1. März 2022 2.139.095 1.121.812 43.050 822.319 68.457 4.194.732
Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte -1.416 0 0 0 0 -1.416
Zugänge 76.751 152.682 143 60.922 50.325 340.823
Abgänge 4.212 12.939 0 27.516 311 44.978
Umbuchungen IAS 40 382 0 -382 0 0 0
Umbuchungen 19.469 0 0 10.198 -29.680 -13
Währungsumrechnung 18.215 4.531 10 4.119 727 27.602
Stand 28. Februar/1. März 2023 2.248.284 1.266.086 42.821 870.042 89.518 4.516.750
Umbuchungen in/aus zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte 0 0 -286 0 0 -286
Zugänge 39.323 72.815 941 65.665 39.549 218.293
Abgänge 770 27.843 0 30.617 1 59.231
Umbuchungen IAS 40 -1.507 0 1.507 0 0 0
Umbuchungen 35.057 0 0 8.812 -43.899 -30
Währungsumrechnung -9.266 5.912 -15 -1.965 713 -4.621
Stand 29. Februar 2024 2.311.121 1.316.970 44.968 911.937 85.880 4.670.875
Abschreibungen
Stand 1. März 2022 683.295 333.011 16.102 630.862 0 1.663.273
Zugänge 49.087 130.280 792 60.931 0 241.090
Zuschreibungen 0 -5.712 0 -390 0 -6.102
Abgänge 3.815 11.828 0 25.885 0 41.528
Umbuchungen IAS 40 18 0 -18 0 0 0
Währungsumrechnung 4.467 709 1 3.157 4 8.338
Stand 28. Februar/1. März 2023 733.052 446.460 16.877 668.675 4 1.865.071
Zugänge 49.667 152.971 798 62.877 0 266.313
Zuschreibungen 0 -24.578 0 0 0 -24.578
Abgänge 33 17.165 0 28.197 0 45.395
Umbuchungen IAS 40 -949 0 949 0 0 0
Umbuchungen -9 0 0 9 0 0
Währungsumrechnung -4.333 1.846 -1 -1.691 0 -4.179
Stand 29. Februar 2024 777.394 559.534 18.623 701.673 4 2.057.231
Buchwert 29. Februar 2024 1.533.726 757.436 26.345 210.264 85.876 2.613.644
Buchwert 28. Februar 2023 1.515.232 819.626 25.944 201.367 89.514 2.651.679

Die in den Abschreibungen enthaltenen Wertminderungen betreffen Vermögenswerte, deren Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Diese Abschreibungen werden den entsprechenden Funktionskosten zugeordnet (vgl. hierzu Anmerkung (10)).

Sofern der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt, wurde zusätzlich der Nettoveräußerungswert der der CGU zuzurechnenden Immobilien anhand von externen Immobiliengutachten bestimmt. Die Wertbestimmung erfolgte entsprechend dem Ertragswertverfahren gemäß ImmoWertV. Die Gutachter haben dabei die folgenden Parameter zu Grunde gelegt:

Bewertungsparameter Min. Max.
Rohertrag
Innenfläche (EUR/qm) 4,00 € 13,50 €
Außenfläche (EUR/qm) 0,75 € 2,81 €
Instandhaltungskosten (EUR/qm) 1,25 € 3,55 €
Liegenschaftszins 3,75 % 7,10 %

Aufgrund mangelnder Verwertungsmöglichkeiten durch Dritte wurde in Bezug auf die marktorientierte und verkaufsfördernde Betriebs- und Geschäftsausstattung ein Nettoveräußerungswert von null berücksichtigt. Die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung, die einbezogen wurde, weist aufgrund der gewählten Nutzungsdauern keinen Nettoveräußerungswert unterhalb ihres Buchwertes auf, so dass der Nettoveräußerungswert grundsätzlich dem aktuellen Buchwert entspricht.

Durch das eingetrübte Makroumfeld erfolgte im 2. Quartal des Geschäftsjahres eine Prognoseanpassung, welche via Adhoc Meldung kommuniziert wurde. Diese stellt i.S.d. IAS 36 ein Triggering Event dar und führte dazu, dass im ersten Halbjahr ein anlassabhängiger Werthaltigkeitstest durchgeführt wurde. Dieser führte bei vier Märkten in Deutschland und bei einem Markt in Schweden sowie bei einem Markt in Rumänien zu einem außerplanmäßigen Abwertungsbedarf bei Nutzungsrechten, Software sowie bei Gebäuden. Es erfolgten Abschreibungen in Höhe von T€ 1.012 auf den Nettoveräußerungswert, welcher anhand von Stufe 3 Inputdaten ermittelt wurde. Weiterhin erfolgten Abschreibungen in Höhe von T€ 21.672 auf den Nutzungswert. Dieser wurde anhand Unternehmensplanung (Stufe 3 Inputdaten) mit der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Die zur Ermittlung des Nutzungswerts verwendeten jeweiligen Diskontierungszinssätze liegen in einer Bandbreite von 6,9 % bis 11,2 % vor Steuer. Der erzielbare Betrag für diese Standorte insgesamt beträgt T€ 61.206.

Ferner führte die Werthaltigkeitsüberprüfung zu Wertaufholungen bei einem Markt in Deutschland in Höhe von T€ 2.900. Die Zuschreibungen entfallen auf Nutzungsrechte. Diese betrafen die Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Zuschreibungen wurden anhand Unternehmensplanung (Stufe 3 Inputdaten) mit der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Die zur Ermittlung des Nutzungswerts verwendete Diskontierungszinssatz liegt bei 8,6 % vor Steuer. Der erzielbare Betrag für diesen Standort beträgt T€ 18.119.

Im 4. Quartal erfolgte die routinemäßige Aktualisierung der strategischen Unternehmensplanung. Es wurden alle verfügbaren Informationen zu den erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem schwierigen Wirtschafts- und Marktumfeld einbezogen. Infolge dieser Planungsaktualisierung erfolgte ebenso ein anlassabhängiger Werthaltigkeitstest. Dieser führte bei zwölf Märkten in Deutschland und bei einem Markt in Schweden sowie bei jeweils einem Markt in Niederlande und Schweiz zu einem außerplanmäßigen Abwertungsbedarf bei Nutzungsrechten, Gebäuden sowie bei marktorientierter und verkaufsfördernder Betriebs- und Geschäftsausstattung. Es erfolgten Abschreibungen in Höhe von T€ 446 auf den Nettoveräußerungswert, welcher anhand von Stufe 3 Inputdaten ermittelt wurde. Weiterhin erfolgten Abschreibungen in Höhe von T€ 34.094 auf den Nutzungswert. Dieser wurde anhand Unternehmensplanung (Stufe 3 Inputdaten) mit der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Die zur Ermittlung des Nutzungswerts verwendeten jeweiligen Diskontierungszinssätze liegen in einer Bandbreite von 2,1 % bis 8,7 % vor Steuer. Der erzielbare Betrag für diese Standorte insgesamt beträgt T€ 220.953.

Ferner führte die Werthaltigkeitsüberprüfung zu Wertaufholungen bei sieben Märkten sowie im Logistikbereich in Deutschland, bei einem Markt in Schweden und zwei Märkten in Österreich in Höhe von insgesamt T€ 24.032. Die Zuschreibungen entfallen auf Nutzungsrechte sowie auf Software. Diese betrafen die Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Zuschreibungen wurden anhand der Unternehmensplanung (Stufe 3 Inputdaten) mit der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Die zur Ermittlung des Nutzungswerts verwendeten jeweiligen Diskontierungszinssätze liegen in einer Bandbreite von 7,4 % bis 10,8 % vor Steuer. Der erzielbare Betrag für diese Standorte insgesamt beträgt T€ 255.734.

Im Vorjahr wurde im "Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG" sowie im "Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH" außerplanmäßiger Abwertungsbedarf bei immateriellen Vermögenswerten, marktorientierter und verkaufsfördernder Betriebs- und Geschäftsausstattung, bei Gebäuden sowie bei Nutzungsrechten an Leasingobjekten identifiziert. Es erfolgten Abschreibungen in Höhe von T€ 37.892 auf den Nutzungs- bzw. Nettoveräußerungswert. Der erzielbare Betrag dieser Standorte betrug T€ 396.616.

Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfungen kam es im Vorjahr im "Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG" zu Wertaufholungen an zwei Standorten in Höhe von insgesamt T€ 6.102 bei Nutzungsrechten an Leasingobjekten und bei marktorientierter und verkaufsfördernder Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diese betrafen die Wertaufholung von in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die Wertminderungen im Anlagevermögen sind in den entsprechenden Segmenten wie folgt erfasst:

2023/24 2022/23
Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG
Immaterielle Vermögenswerte 2.601 0
Gebäude 3.019 5.676
Nutzungsrechte an Leasingobjekten 47.567 23.294
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.050 2.670
56.237 31.640
Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH
Immaterielle Vermögenswerte 0 6.252
Gebäude 446 0
Nutzungsrechte an Leasingobjekten 541 0
987 6.252
Gesamt 57.224 37.892

Bezüglich der aktivierten Finanzierungskosten wird auf Anmerkung (7) verwiesen.

Das Immobilienvermögen wird überwiegend von der HORNBACH Immobilien AG, der HORNBACH Baumarkt AG oder eigens dafür gegründeten Immobiliengesellschaften gehalten.

Die anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung sind für den inländischen Konzernteilbereich überwiegend bei der HORNBACH Baumarkt AG, der Union Bauzentrum HORNBACH GmbH, der Ruhland Kallenborn & Co. GmbH, der Robert Röhlinger GmbH und für den ausländischen Konzernteilbereich bei der HORNBACH Baumarkt GmbH, der HORNBACH Baumarkt Luxemburg SARL, der HORNBACH Baumarkt CS spol s.r.o., der HORNBACH Baumarkt SK spol s.r.o., der HORNBACH Bouwmarkt (Nederland) B.V., der HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG, der HORNBACH Byggmarknad AB, der HORNBACH Centrala SRL, der HORNBACH Asia Ltd. und der Etablissement Camille Holtz et Cie. S.A. bilanziert.

Die fremdvermieteten Immobilien und noch nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Vorratsgrundstücke betreffen im Wesentlichen Einzelhandelsimmobilien an verschiedenen Standorten im In- und Ausland. Die Mietverträge haben eine Grundmietzeit von 1 bis 15 Jahren und beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen für den Mieter. Die fremdvermieteten Immobilien sind zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Als Nutzungsdauer werden 33 Jahre zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) der fremdvermieteten Immobilien einschließlich der Vorratsgrundstücke beträgt rund 42,3 Mio. € (Vj. 42,7 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte werden von unabhängigen externen Gutachtern bestimmt. Hierzu wird in der Regel ein Ertragswert gemäß ImmoWertV ermittelt. Die Ermittlung berücksichtigt Inputdaten der Stufe 3. Als wesentliche Inputfaktoren gelten künftige Mieterträge, der Liegenschaftszins sowie die Bewirtschaftungskosten. Ungeachtet dessen kommt ebenso die Vergleichswertmethode zur Anwendung. Hierbei wird auf Basis von Transaktionen mit vergleichbaren Immobilien (Inputdaten der Stufe 2) der beizulegende Zeitwert ermittelt.

Aus fremdvermieteten Immobilien wurden im Geschäftsjahr Mieterträge in Höhe von T€ 3.094 (Vj. T€ 2.845) erzielt. Für den Unterhalt der fremdvermieteten Objekte sind Aufwendungen in Höhe von T€ 1.246 (Vj. T€ 1.564) angefallen, für alle anderen als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude wurden T€ 373 (Vj. T€ 297) aufgewendet. Die Immobilien dienen zur Besicherung von Bankdarlehen mit eingetragenen Grundpfandrechten in Höhe von 217,1 Mio. € (Vj. 207,4 Mio. €).

(13) Leasingverhältnisse

Die Leasingverhältnisse entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023/24 wie folgt:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Buchwert 1. März 2022 782.441 6.360 788.801
Zugänge 141.857 10.825 152.682
Zuschreibungen 5.712 0 5.712
Abschreibungen 119.697 10.583 130.280
Abgänge 1.017 94 1.111
Währungsumrechnung 3.807 15 3.822
Buchwert 28. Februar 2023 813.102 6.524 819.626
Buchwert 1. März 2023 813.102 6.524 819.626
Zugänge 64.803 8.012 72.815
Zuschreibungen 24.578 0 24.578
Abschreibungen 143.940 9.031 152.971
Abgänge 10.570 108 10.678
Währungsumrechnung 4.101 -33 4.067
Buchwert 29. Februar 2024 752.074 5.364 757.437

Der Konzern mietet im Bereich der Grundstücke und Bauten vor allem Einzelhandelsimmobilien inkl. Grundstücke und Stellplätze, Bürogebäude sowie Logistikzentren an. Im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mietet der Konzern hauptsächlich physische Werbeflächen, Fahrzeuge sowie logistiknahe Betriebs- und Geschäftsausstattung an.

Die Verträge im Bereich der Grundstücke und Bauten enthalten i. d. R. Festlaufzeiten von bis zu 20 Jahren (ausgenommen Erbbaurechtsvereinbarungen) sowie Vereinbarungen zu Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Die Regelungen zu den Optionen und sonstigen Konditionen werden je Vertrag individuell verhandelt. Neben den laufzeitbeeinflussenden Konditionen enthalten die Verträge ebenso Mietpreisanpassungsklauseln, welche an die Entwicklung der Verbraucherpreisindizes gekoppelt sind. Diese erhöhen das Nutzungsrecht sowie die Leasingschuld, sobald die im Vertrag vereinbarte Steigerungsrate des Verbraucherpreisindexes erreicht wurde.

Zum 29. Februar 2024 umfasst der Vertragsbestand 177 (Vj. 182) Immobilien-Mietverhältnisse. Die gewichtete Restlaufzeit dieses Portfolios beträgt 12,0 Jahre (Vj. 11,9 Jahre). Die gewichtete Restlaufzeit von Leasingverträgen betreffend die Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 1,5 Jahre (Vj. 1,6 Jahre).

Zum Stichtag ist der Konzern - als Leasingnehmer - mehrere Leasingverhältnisse eingegangen, bei denen die Vermögenswerte erst in der Zukunft zur Nutzung übergeben werden oder die Verträge noch aufschiebende Bedingungen enthalten. Die sich hieraus ergebenden Zahlungen für die unkündbare Grundmietzeit betragen undiskontiert T€ 143.678 (T€ 82.991).

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden folgende Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung erfasst:

2023/24
T€
2022/23
T€
Umsatzerlöse/Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus Operating-Lease-Verhältnissen 7.229 6.217
Erträge aus Sublease-Verhältnissen 2.188 2.205
Andere Erträge aus Immobilien-Leasingverhältnissen (Nebenkosten) 1.563 1.443
Filialkosten/Voreröffnungskosten/Verwaltungskosten
Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen 6.030 8.386
Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte 1.712 1.794
Andere Aufwendungen aus Immobilien-Leasingverhältnissen (Nebenkosten) 7.124 6.623
Abschreibungen/Zuschreibungen
Abschreibungen auf Nutzungsrechte 104.864 106.986
Wertminderungen/Wertaufholungen Nutzungsrechte 23.529 17.582
Finanzergebnis
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten 30.724 29.265
Finanzertrag auf die Nettoinvestition in das Leasingverhältnis 323 338

In dem Posten andere Aufwendungen aus Immobilien-Leasingsverhältnissen (Nebenkosten) sind variable Leasingzahlungen und Nebenkosten enthalten.

Die Leasingschulden haben folgende Fälligkeiten:

T€ 2023/24 2022/23
Nominalwert Barwert Nominalwert Barwert
Fälligkeit bis 1 Jahr 133.192 100.487 137.631 100.800
Fälligkeit 1 bis 5 Jahre 492.741 408.105 491.047 403.816
Fälligkeit über 5 Jahre 447.853 378.567 496.499 422.772
1.073.786 887.159 1.125.177 927.388

Die Ansprüche aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 31.306 (Vj. T€ 21.585) resultieren im Wesentlichen aus fremdvermieteten Einzelhandelsimmobilien, Frei- und Büroflächen. Die Verträge weisen in der Regel Laufzeiten von bis zu 15 Jahren auf. Es bestehen keine Kaufoptionsrechte seitens der Mieter. In Einzelfällen enthalten die Verträge Regelungen zu Verlängerungsoptionen.

Die Ansprüche aus Operating-Leasingverhältnissen weisen die folgenden Fälligkeiten auf. Für Mietverträge mit unbestimmter Vertragsdauer werden Mieterträge lediglich bis zu einem Jahr ausgewiesen.

Mieterlöse mit fremden Dritten Restlaufzeiten
in T€ 1 Jahr 2 Jahre 3 Jahre 4 Jahre 5 Jahre über 5 Jahre
29. Februar 2024 7.206 4.478 4.277 2.859 5.899 6.587
28. Februar 2023 6.219 3.342 2.872 2.532 1.381 5.241
Mieterlöse mit fremden Dritten
in T€
Gesamt
29. Februar 2024 31.306
28. Februar 2023 21.585

Die Ansprüche aus Finance-Leasingverhältnissen resultieren aus einem Untermietverhältnis für eine Einzelhandelsimmobilie, bei dem die Laufzeit der des Hauptmietverhältnisses entspricht.

2023/24
T€
2022/23
T€
Fälligkeit bis 1 Jahr 396 796
Fälligkeit 1 bis 2 Jahre 396 396
Fälligkeit 2 bis 3 Jahre 396 396
Fälligkeit 3 bis 4 Jahre 396 396
Fälligkeit 4 bis 5 Jahre 396 396
Fälligkeit > 5 Jahre 5.804 6.200
Nominalbetrag der Leasingzahlungen 7.784 8.580
Bruttoinvestition 7.784 8.580
Finanzertrag noch nicht realisiert 3.854 4.177
Nettoinvestition 3.930 4.403

(14) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2022/23 und 2023/24 wie folgt:

in T€ Beteiligungen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 28. Februar/1. März 2023 162 162
Zugänge 50 50
Stand 29. Februar 2024 212 212
Buchwert 29. Februar 2024 212 212
Buchwert 28. Februar 2023 162 162

Im Geschäftsjahr 2023/24 ergaben sich keine wesentlichen Änderungen bei den Finanzanlagen. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden Dividenden in Höhe von T€ 4 (Vj. T€ 6) ausbezahlt.

Derzeit besteht keine Absicht zur Veräußerung der Finanzanlagen.

(15) Übrige langfristige Forderungen und Vermögenswerte

Die übrigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen langfristige Leasingforderungen in Höhe von T€ 3.756 (Vj. T€ 3.838) sowie Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 2.152 (Vj. T€ 2.458) mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.

(16) Latente Steuern

Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Sachverhalten:

29.2.2024 28.2.2023
aktivisch
T€
passivisch
T€
aktivisch
T€
passivisch
T€
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 12.635 44.658 10.509 47.067
Leasing 1) 231.513 198.827 245.404 216.898
Vorräte 926 6.384 1.225 5.845
Übriges Vermögen und Schulden 1.921 3.146 1.691 3.111
Verbindlichkeiten 136 402 90 1.076
Sonstige Rückstellungen 10.856 1.315 10.024 687
Steuerfreie Rücklagen 0 67 0 67
Verlustvorträge 11.627 0 7.334 0
269.614 254.799 276.277 274.751
Saldierung 1) -228.823 -228.823 -241.124 -241.124
Gesamt 40.791 25.976 35.153 33.627

1) Vorjahreswerte angepasst, siehe Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Rechnungslegungsvorschriften

(17) Vorräte

29.2.2024
T€
28.2.2023
T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.606 2.941
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.218.744 1.405.941
Vorräte (brutto) 1.221.350 1.408.882
abzüglich Wertberichtigungen 25.695 26.534
Vorräte (netto) 1.195.655 1.382.348
Buchwert der Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert bewertet sind 64.053 62.551

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden für Handelswaren sowie für Hilfs- und Betriebsstoffe Aufwendungen in Höhe von T€ 3.909.188 (Vj. T€ 3.994.921) als Wareneinsatz erfasst.

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

29.2.2024
T€
28.2.2023
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47.607 57.176
Vertragsvermögenswerte 1.567 2.023
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 455 2.380
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 115.252 103.064
164.881 164.643

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert oder - falls sie keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten - zum Transaktionspreis angesetzt. Der Konzern hält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen, und bewertet sie in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich Wertberichtigungen. Einzelheiten zu den Wertminderungsmethoden des Konzerns sind in den Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses und in der Anhangangabe (33) enthalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielten im Vorjahr im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen übertragene Forderungen in Höhe von T€ 3.596, die nicht ausgebucht wurden, da das Kreditrisiko vollständig im HORNBACH Management AG Konzern verblieb. Es wurde eine korrespondierende Verbindlichkeit in gleicher Höhe erfasst. Für diese Forderungen bestand das Geschäftsmodell in der Veräußerung dieser Vermögenswerte, daher wurden diese Forderungen zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Darüber hinaus verfügte der Konzern im Vorjahr über Factoring-Vereinbarungen, die eine vollständige Ausbuchung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Folge hatten, jedoch gemäß IFRS 7 ein anhaltendes Engagement beinhalteten. Das anhaltende Engagement ergab sich dadurch, dass mit Übertragung der Forderung neue Pflichten für HORNBACH entstanden. Den übertragenen und vollständig ausgebuchten Forderungen stand eine Rückstellung in Höhe von T€ 63 gegenüber, welche das wahrscheinliche Haftungsrisiko darstellte. Die Abwicklung etwaiger Haftungssachverhalte fand in der Regel kurzfristig nach Übertragung der Forderung statt. Zum 28. Februar 2023 betrug das maximale Verlustrisiko T€ 3.365 und unterstellte den Totalausfall aller relevanten Forderungen. Es bemisst sich aus der Multiplikation der übertragenen Forderungssalden mit der jeweiligen Haftungsquote. Zum Zeitpunkt der Übertragung der Forderung entstand der Gesellschaft kein Gewinn oder Verlust. Aufgrund des Wechsels der Factoringgesellschaft und der damit einhergehenden Konditionen ergab sich im Berichtsjahr kein anhaltendes Engagement mehr. Die Rückstellung, die den übertragenen und vollständig ausgebuchten Forderungen gegenüber steht, beläuft sich somit zum Geschäftsjahresende auf T€ 0. Der im Geschäftsjahr 2023/24 erfasste Aufwand für Forderungen, die übertragen und vollständig ausgebucht wurden, jedoch ausgefallen sind, beträgt T€ 454 (Vj. T€ 638).

Die Vertragsvermögenswerte stellen bedingte Ansprüche aus noch nicht vollständig abgeschlossenen Handwerkeraufträgen gegenüber Kunden dar.

Die übrigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten überwiegend Forderungen aus Warengutschriften und Bonusvereinbarungen, Forderungen gegen Kreditkartengesellschaften, Forderungen aus Pfandgeldern sowie Rechnungsabgrenzungen. Hierin enthalten sind ebenso Rückerstattungsansprüche aus erwarteten Retouren in Höhe von T€ 4.855 (Vj. T€ 4.916). Weiterhin sind Steuererstattungen in Höhe von T€ 8.098 (Vj. T€ 3.389) enthalten. Diesbezüglich verweisen wir auf die Erläuterung in Anmerkung (27).

Für die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte bestehen - wie im Vorjahr - keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die übrigen Forderungen und Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

in T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige Forderungen und Vermögenswerte
2023/24 2022/23 2023/24 2022/23
Stand der Wertberichtigungen am 1. März 7.759 5.634 619 470
Verbrauch 2.020 930 224 7
Auflösung 1.877 1.483 142 155
Zuführung 3.204 4.527 280 307
Währungsumrechnung -7 11 3 4
Stand der Wertberichtigungen am 28. Februar/ 29. Februar 7.059 7.759 536 619

Innerhalb der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist die Risikovorsorge auf Basis des vereinfachten Wertminderungsmodells grundsätzlich wie folgt berücksichtigt: In Abhängigkeit von der Laufzeit der erfassten Risikovorsorge in Höhe von T€ 4.559 in der Bandbreite 0,59-2,82 % (Vj. T€ 5.269 in der Bandbreite 0,79-2,07 %) und bei Vorliegen von objektiven Hinweisen bzw. Zahlungsschwierigkeiten gebildete Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 2.500 (Vj. T€ 2.490).

Innerhalb der Wertberichtigungen auf die übrigen Forderungen und Vermögenswerte ist die Risikovorsorge auf Basis des allgemeinen Wertminderungsmodells grundsätzlich wie folgt berücksichtigt: Einzelwertberichtigungen aufgrund objektiver Hinweise in Höhe von T€ 377 (Vj. T€ 304) und weitere Einzelwertberichtigungen in Abhängigkeit von der Überfälligkeit der Forderungen in Höhe von T€ 95 (Vj. T€ 221). Die Risikovorsorge für die Vertragsvermögenswerte erfolgt auf Basis des vereinfachten Wertminderungsmodells und beläuft sich zum Geschäftsjahresende auf T€ 64 (Vj. T€ 94).

Aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen resultieren Aufwendungen in Höhe von T€ 2.527 (Vj. T€ 1.257). Aus dem Eingang bereits ausgebuchter Forderungen werden Erträge in Höhe von T€ 51 (Vj. T€ 99) realisiert.

Im Geschäftsjahr 2023/24 bestanden keine wesentlichen Salden von ausgebuchten Forderungen, die einer Vollstreckungstätigkeit unterliegen.

(19) Flüssige Mittel

29.2.2024
T€
28.2.2023
T€
Guthaben bei Kreditinstituten 340.777 407.741
Schecks und Kassenbestand 29.679 29.523
370.456 437.264

(20) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

In dem Posten werden Vermögenswerte ausgewiesen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im folgenden Geschäftsjahr veräußert werden.

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde ein Grundstück aus dem Segment "Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG" mit dem Buchwert T€ 286 aus dem Bilanzposten "fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke" umgegliedert.

Die bereits im Vorjahr umgegliederten Grundstücke mit einem Buchwert in Höhe von T€ 2.881 wurden im Geschäftsjahr 2023/24 veräußert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind T€ 14 Währungsumrechnungseffekte auf diese Vermögenswerte entfallen. Im Rahmen der Veräußerung wurde ein Gewinn in Höhe von T€ 2.393 realisiert. Die erzielten Veräußerungsgewinne werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen aus nicht operativer Tätigkeit ausgewiesen und sind dem Segment "Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG" zuzuordnen.

Im Vorjahr wurde im Segment "Teilkonzern HORNBACH Immobilien AG" das umgegliederte Grundstück veräußert. Hierbei wurde ein Gewinn von T€ 219 realisiert. Die erzielten Veräußerungsgewinne wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen aus nicht-operativer Tätigkeit ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen und Wertaufholungen auf zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte erfasst.

(21) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des HORNBACH Management AG Konzerns ist für das Geschäftsjahr 2022/23 und das Geschäftsjahr 2023/24 in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.

Eigenkapital der Anteilseigner der HORNBACH Management AG

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der HORNBACH Management AG beträgt € 250.000 und ist eingeteilt in 250.000 nennwertlose auf Namen lautende Stückaktien. Die Gesellschaft ist die persönlich haftende Gesellschafterin der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA. Sie hält keine Anteile an der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA. Für die Übernahme der Geschäftsführung erhält sie eine gewinn- und verlustunabhängige jährliche Vergütung.

Gewinnrücklagen

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um gesetzliche Rücklagen, "andere Gewinnrücklagen" sowie kumulierte Gewinne und erfolgsneutrale Eigenkapitalbestandteile, die auf die Anteilseigner entfallen.

Anteile anderer Gesellschafter

Unter den Anteilen anderer Gesellschafter werden Anteile Dritter am Eigenkapital konsolidierter Tochterunternehmen ausgewiesen (nicht beherrschende Anteile). Die HORNBACH Management AG selbst hält keine Kapitalanteile an der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA mit Sitz in Neustadt a. d. Weinstraße (Deutschland). Sie übt aufgrund ihrer Eigenschaft als persönlich haftende Gesellschafterin durch die Übernahme der Geschäftsführung beherrschenden Einfluss auf den HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Teilkonzern aus. Infolgedessen beträgt der Kapitalanteil der nicht beherrschenden Anteile an der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA 100 %. Da sich die nicht beherrschenden Anteile an der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA auf die Einbeziehung des gesamten Teilkonzerns in den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG auswirken, werden in der folgenden Tabelle die Informationen aggregiert für den HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern dargestellt. Hierbei handelt es sich um Angaben vor Eliminierung konzerninterner Geschäfte mit anderen in den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG einbezogenen Tochtergesellschaften:

T€ 29. Februar 2024 28. Februar 2023
Umsatzerlöse 6.160.886 6.263.133
Konzernjahresüberschuss 131.687 167.833
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 131.687 167.833
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -16.143 28.768
Gesamtergebnis 115.545 196.601
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 115.545 196.601
Vermögenswerte 4.477.074 4.725.765
Schulden 2.528.969 2.828.704
Nettovermögen 1.948.104 1.897.061
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 1.948.104 1.897.061
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 454.910 425.446
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -182.346 -197.981
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -331.816 -135.137
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -59.252 92.328
Dividendenzahlungen an Anteilseigner nicht beherrschender Anteile 1) 40.631 40.964

1) Die Dividendenzahlungen sind im Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit enthalten.

Wesentliche nicht beherrschende Anteile im HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern sind lediglich in Bezug auf die Anteile an der HORNBACH Baumarkt AG vorhanden. Der Kapital- und der Stimmrechtsanteil der nicht beherrschenden Anteile an der HORNBACH Baumarkt AG beträgt 6,32 % (Vj. 7,85 %). Die HORNBACH Baumarkt AG mit Sitz in Bornheim (Deutschland) ist die Muttergesellschaft des HORNBACH Baumarkt AG Konzerns. Dieser Teilkonzern stellt im HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern ein eigenes Segment dar. Da sich die nicht beherrschenden Anteile an der HORNBACH Baumarkt AG auf die Einbeziehung des gesamten Teilkonzerns in den Konzernabschluss der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA auswirken, werden in der nachfolgenden Tabelle die Informationen aggregiert für den HORNBACH Baumarkt AG Teilkonzern dargestellt. Hierbei handelt es sich um Angaben vor Eliminierung konzerninterner Geschäfte mit anderen in den Konzernabschluss der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA einbezogenen Tochtergesellschaften:

T€ 29. Februar 2024 28. Februar 2023
Umsatzerlöse 5.779.967 5.843.052
Konzernjahresüberschuss 74.505 108.184
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 6.475 10.694
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -7.362 26.981
Gesamtergebnis 67.143 135.165
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 5.818 12.999
Vermögenswerte 4.255.873 4.468.452
Schulden 2.673.785 2.924.881
Nettovermögen 1.582.088 1.543.571
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 100.370 113.913
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 437.225 449.298
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -148.437 -154.027
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -340.779 -194.976
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -51.992 100.295
Dividendenzahlungen an Anteilseigner nicht beherrschender Anteile 1) 2.248 2.564

1) Die Dividendenzahlungen sind im Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit enthalten

Angaben zum Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement der HORNBACH Management AG verfolgt das Ziel, langfristig eine angemessene Eigenkapitalausstattung im HORNBACH Management AG Konzern aufrechtzuerhalten. Die Eigenkapitalquote wird als eine wichtige Kenngröße gesehen. Dabei sollen einerseits die gesetzten Wachstumsziele unter Wahrung gesunder Finanzierungsstrukturen und einer stabilen Dividendenpolitik erreicht werden, andererseits sollen langfristig die Ratingkennzahlen verbessert werden. Als Instrument des Kapitalmanagements wird unter anderem ein aktives Fremdkapitalmanagement betrieben.

Gegenüber einigen Fremdkapitalgebern bestehen Verpflichtungsvereinbarungen (Covenants), die unter anderem eine Eigenkapitalquote von mindestens 25 % fordern. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden monatlich Eigenkapitalquote, Zinsdeckungsgrad, dynamischer Verschuldungsgrad sowie Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Quartalsweise werden weitere Kennzahlen berechnet. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Während des Geschäftsjahres 2023/24 wurden die Verpflichtungen stets eingehalten, zum 29. Februar 2024 beträgt die Eigenkapitalquote 43,5 % (Vj. 40,1 %). Während des Geschäftsjahres ergaben sich keine Änderungen in der Vorgehensweise bezüglich des Kapitalmanagements.

Belegschaftsaktien im HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern

Mit Beschluss des Vorstands vom 10. Oktober 2023 wurden den Arbeitnehmern der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und deren in- und ausländischen Tochtergesellschaften Belegschaftsaktien angeboten. Insgesamt wurden über die Börse 55.000 Stück Aktien der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA erworben. Den Arbeitnehmern wurden 52.682 Stück Aktien überlassen. Die restlichen 2.318 Stück Aktien hält die Gesellschaft zum Bilanzstichtag als eigene Aktien. Die an die Mitarbeiter abgegebenen 52.682 Stück Aktien wurden zu einem durchschnittlichen Kurs von € 71,29 erworben und anschließend zu einem Preis von € 29,50 überlassen. Die Differenz zwischen Erwerbskurs und dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung an die Mitarbeiter in Höhe von T€ -613 wurde im Eigenkapital erfasst; die Differenz zwischen Börsenkurs zum Zeitpunkt der Übertragung und Abgabepreis an die Mitarbeiter wurde erfolgswirksam erfasst. An die Mitarbeiter der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA wurden insgesamt 150 Stück Aktien abgegeben, an die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften 52.532 Stück.

(22) Ausschüttungsfähige Gewinne und Dividenden

Die HORNBACH Management AG schließt das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 2.192,54 ab. Zum Ausgleich des Jahresfehlbetrag werden € 2.192,54 aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen. Die anderen Gewinnrücklagen werden dadurch von € 92.245,74 auf nunmehr € 90.053,20 vermindert.

(23) Finanzschulden

Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzschulden setzt sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeiten Buchwert
in T€ Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre 29.2.2024 Gesamt
Anleihen 248.684 248.684
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.154 233.100 113.400 436.655
Leasingschulden 100.487 408.105 378.567 887.159
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 275 275
Summe 190.916 889.890 491.967 1.572.773
Restlaufzeiten Buchwert
in T€ Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre 28.2.2023 Gesamt
Anleihen 248.173 248.173
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 300.628 219.977 83.985 604.589
Leasingschulden 100.800 403.816 422.772 927.388
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 107 107
Summe 401.534 871.966 506.757 1.780.258

Zum Bilanzstichtag 29. Februar 2024 bestehen im HORNBACH Management AG Konzern kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 190,9 Mio. € (Vj. 401,5 Mio. €). Diese resultieren aus dem kurzfristig fälligen Anteil aus Darlehen in Höhe von 26,9 Mio. € (Vj. 198,9 Mio. €), Leasingschulden in Höhe von 100,5 Mio. € (Vj. 100,8 Mio. €), kurzfristigen Terminkrediten und Kontokorrentausnutzungen in Höhe von 57,5 Mio. € (Vj. 95,4 Mio. €), Zinsabgrenzungen in Höhe von 5,8 Mio. € (Vj. 6,3 Mio. €) und der Bewertung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 0,3 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €).

Die seit dem letzten Zinszahlungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsabgrenzungen der Anleihe in Höhe von 2,8 Mio. € (Vj. 2,8 Mio. €) sind im Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Es bestehen folgende wesentliche Finanzierungen:

Darlehensnehmer Instrument Betrag Laufzeitbeginn Fälligkeit Verzinsung
HORNBACH Holding B.V. Schuldscheindarlehen 43 Mio. EUR 13.09.2018 15.09.2025 fix *
HORNBACH Baumarkt AG Schuldscheindarlehen 74 Mio. EUR 22.02.2019 23.02.2026 fix *
HORNBACH Baumarkt AG Unternehmensanleihe 250 Mio. EUR 25.10.2019 26.10.2026 fix **
HORNBACH Holding AG & Co.KGaA Schuldscheindarlehen 50 Mio. EUR 01.06.2022 01.06.2027 fix *
HORNBACH Holding AG & Co.KGaA Schuldscheindarlehen 50 Mio. EUR 01.06.2022 01.06.2029 fix *

* die mit der Begebung entstandenen Kosten werden über die Laufzeit verteilt.
** bei einem Emissionskurs von 99,232 % ergibt sich eine Effektivrendite i. H. v. 3,48 %. Die Kosten i. H. v. 1.627 T€ sowie das Disagio i. H. v. 1.902 T€ werden nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt.

Neben den oben genannten Finanzierungen bestehen weitere i. d. R. hypothekenbesicherte langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Insgesamt setzen sich die originär langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr 2023/24 Währung Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) Laufzeitende Valuta 29.2.2024
T€
Darlehen EUR 1,50 bis 2,46 2025 bis 2029 216.702
Hypothekendarlehen EUR 0,55 bis 4,43 2028 bis 2038 108.936
CZK 2,19 bis 3,57 2024 bis 2026 13.341
RON 9,15 bis 9,15 2033 bis 2033 27.227
SEK 1,50 bis 4,97 2024 bis 2028 7.168
373.374
Geschäftsjahr 2022/23 Währung Zinsvereinbarung in % (einschließlich Swap) Laufzeitende Valuta 28.2.2023
T€
Darlehen EUR 0,85 bis 2,46 2023 bis 2029 394.557
Hypothekendarlehen EUR 0,55 bis 3,71 2023 bis 2032 80.698
CZK 2,19 bis 3,57 2024 bis 2026 17.398
SEK 1,50 bis 4,97 2024 bis 2028 10.176
502.829

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind festverzinslich.

Im HORNBACH Management AG Konzern bestehen zum 29. Februar 2024 insgesamt Kreditlinien in Höhe von 590,7 Mio. € (Vj. 603,6 Mio. €) zu marktüblichen Konditionen. Die ungenutzten Kreditlinien belaufen sich auf 520,5 Mio. € (Vj. 494,3 Mio. €). Des Weiteren steht der HORNBACH Baumarkt AG eine Kreditlinie für Importakkreditive zur Verfügung.

In den Kreditlinien des HORNBACH Management AG Konzerns ist eine am 02. September 2022 abgeschlossene syndizierte Kreditlinie der HORNBACH Holding AG& Co. KGaA in Höhe von 500 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 02. September 2028 enthalten. Diese Linie beinhaltet eine Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr, die im zweiten Vertragsjahr gezogen werden kann und wird von der HORNBACH Baumarkt AG, der HORNBACH International GmbH und der HORNBACH Immobilien AG garantiert. Zur Gewährleistung einer möglichst umfangreichen Flexibilität kann die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA die syndizierte Kreditlinie ziehen und Liquidität ohne Einschränkungen an die Garanten oder indirekt an deren Tochtergesellschaften weiterleiten. Innerhalb des Kreditrahmens können ergänzende bilaterale Darlehensverträge in Höhe von bis zu 150 Mio. € (auch in Fremdwährungen) abgeschlossen werden. Bei Inanspruchnahme der Kreditlinie erfolgt die Verzinsung auf Basis des 3- oder 6-Monats-Euribors zuzüglich einer Zinsmarge. Die anzuwendende Zinsmarge wird in Abhängigkeit des von einer international anerkannten Rating Agentur an die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA vergebenen Unternehmensratings festgelegt. Solange für die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA kein Unternehmensrating zur Verfügung gestellt wird, wird das Rating der HORNBACH Baumarkt AG verwendet. Bei Ausnutzungsquoten oberhalb definierter Schwellenwerte erfolgen Margenaufschläge. Für den ungenutzten Teil der Kreditlinie wird eine Bereitstellungsprovision in Abhängigkeit von der jeweiligen Zinsmarge berechnet. Die Kreditlinie beinhaltet eine sogenannte Rendezvouz Klausel, die berechtigt, bis spätestens 31. Mai 2024 eine ESG Ergänzungsvereinbarung abzuschließen, die den zu zahlenden Zinssatz bei Zielerreichung um bis zu 0,025 %-Punkte reduziert.

Bei den Kreditlinien, den Schuldscheindarlehen sowie der Anleihe sind keine Sicherheiten in Form von Vermögenswerten eingebunden. Die Vertragsvereinbarungen erfordern aber die Einhaltung banküblicher Verpflichtungen (Covenants), deren Nichteinhaltung die Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung zur Folge haben kann. Diese betreffen regelmäßig "Pari Passu"- und "Negative Pledge"-Erklärungen sowie bei wesentlichen Finanzierungen auch "Change of Control" sowie "Cross Default" oder "Cross Acceleration"-Vereinbarungen

Bei der syndizierten Kreditlinie der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA müssen zusätzlich bestimmte Finanzrelationen eingehalten werden. Diese Finanzkennzahlen werden auf Basis des HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzerns ermittelt und betreffen den Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 2,25 und die Eigenkapitalquote in Höhe von mindestens 25 %. Außerdem wurden Höchstgrenzen grundbuchlich besicherter Finanzierungen sowie Finanzierungen durch Tochterunternehmen der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA vereinbart. Bei den Schuldscheindarlehen im HORNBACH Baumarkt AG Konzern sowie der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA wurden vergleichbare Höchstgrenzen vereinbart. Auch bei der Anleihe der HORNBACH Baumarkt AG besteht eine vergleichbare Beschränkung bezüglich grundbuchlich besicherter Finanzierungen. Im Rahmen des internen Risikomanagements werden regelmäßig der Zinsdeckungsgrad, die Eigenkapitalquote, die vereinbarten Finanzierungshöchstgrenzen sowie die Unternehmensliquidität (flüssige Mittel plus freie bestätigte Kreditlinien) überwacht. Bei Unterschreitung bestimmter Sollgrößen werden frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Sämtliche Vertragsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr stets eingehalten.

Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 217,1 Mio. € (Vj. 207,4 Mio. €) Grundpfandrechte bestellt worden.

Die Überleitung der zukünftigen Leasingzahlungen aus Leasingverträgen ist der Anhangangabe (13) "Sachanlagevermögen sowie fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke" zu entnehmen.

Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Änderungen von Finanzverbindlichkeiten sowie derivativer Finanzinstrumente, die die Finanzierungstätigkeit betreffen.

Überleitungsrechnung gemäß IAS 7
in T€
1.3.2023 Zahlungswirksame Veränderungen davon im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erfasste Zinszahlungen
Anleihen 248.173 -8.125 8.125
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 604.590 -184.128 17.824
Leasingschulden 927.388 -137.496 30.773
Finanz- und ähnliche Verbindlichkeiten 1.780.150 -329.749 56.723
Überleitungsrechnung gemäß IAS 7
in T€
Zahlungsunwirksame Veränderungen
Wechselkursänderungen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte Sonstige Veränderungen
Anleihen 0 0 511
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1.406 0 -225
Leasingschulden 4.969 0 61.525
Finanz- und ähnliche Verbindlichkeiten 3.563 0 61.811
Überleitungsrechnung gemäß IAS 7
in T€
29.2.2024
Anleihen 248.684
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 436.655
Leasingschulden 887.159
Finanz- und ähnliche Verbindlichkeiten 1.572.498
Überleitungsrechnung gemäß IAS 7
in T€
1.3.2022 Zahlungswirksame Veränderungen davon im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erfasste Zinszahlungen
Anleihen 247.663 -8.125 8.125
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 372.923 217.785 10.681
Verbindlichkeiten aus Delisting- Erwerbsangebot 190.565 -190.565 0
Leasingschulden 874.811 -132.363 29.252
Finanz- und ähnliche Verbindlichkeiten 1.685.962 -113.268 48.058
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente aus Finanzierungstätigkeit 1.742 92 -92
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.742 92 -92
Überleitungsrechnung gemäß IAS 7
in T€
Zahlungsunwirksame Veränderungen
Wechselkursänderungen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte Sonstige Veränderungen
Anleihen 0 0 510
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 661 0 2.539
Verbindlichkeiten aus Delisting- Erwerbsangebot 0 0 0
Leasingschulden 4.080 0 151.607
Finanz- und ähnliche Verbindlichkeiten 4.741 0 154.656
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente aus Finanzierungstätigkeit -74 666 46
Derivative finanzielle Vermögenswerte -74 666 46
Überleitungsrechnung gemäß IAS 7
in T€
28.2.2023
Anleihen 248.173
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 604.590
Verbindlichkeiten aus Delisting- Erwerbsangebot 0
Leasingschulden 927.388
Finanz- und ähnliche Verbindlichkeiten 1.780.150
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente aus Finanzierungstätigkeit 2.380
Derivative finanzielle Vermögenswerte 2.380

(24) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei der HORNBACH Management AG sowie dem HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern bestehen aufgrund gesetzlicher Vorschriften einzelner Länder sowie einzelvertraglicher Zusagen an Organmitglieder Verpflichtungen aus leistungsorientierten und beitragsorientierten Pensionsplänen.

Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") bestehen über die Beiträge hinaus für den HORNBACH Management AG Konzern keine weiteren Verpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug im Geschäftsjahr 2023/24 T€ 78.872 (Vj. T€ 77.892). Davon wurden in Deutschland Arbeitgeberanteile in Höhe von T€ 43.358 (Vj. T€ 42.796) für die gesetzliche Rentenversicherung geleistet.

Gemeinschaftliche leistungsorientierte Pläne mehrerer Arbeitgeber

Gemeinschaftliche Pläne liegen für die in den Niederlanden angestellten Mitarbeiter vor. Da der Versorgungsträger für diese Pläne die benötigten Informationen nicht in der Form zur Verfügung stellt, die erforderlich wären, um diese als leistungsorientierten Plan zu erfassen, werden diese als beitragsorientierter Versorgungsplan abgebildet. Der HORNBACH Management AG Konzern ist aufgrund der Bestimmungen dieses Plans nicht dazu verpflichtet, für Beitragszahlungen anderer am Plan teilnehmenden Arbeitgeber zu haften. Es sind keine wahrscheinlichen wesentlichen Risiken aus dem gemeinschaftlichen leistungsorientierten Plan mehrerer Arbeitgeber bekannt. Für das Geschäftsjahr 2024/25 rechnet der Konzern mit Beitragszahlungen in Höhe von T€ 10.890.

Leistungsorientierte Pläne

Schweiz

Im HORNBACH Management AG Konzern existiert ein fondsfinanzierter Versorgungsplan, der über einen externen Versorgungsträger finanziert ist. Dieser Versorgungsplan besteht aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Berufliches Vorsorgegesetz BVG) in der Schweiz und gewährt 1.104 Anspruchsberechtigten Alters-, Invaliditäts- sowie Todesfallleistungen.

Der Vorsorgeplan gewährt Leistungen, die die Mindestanforderungen nach BVG übersteigen. Der Arbeitnehmer übernimmt rund 35 % der für die Sparguthaben zu bezahlenden Prämien sowie weitere fest umschriebene Kosten. Die restlichen Kosten werden durch den Arbeitgeber getragen. Beiträge für die Altersleistung sind altersabhängig und steigen mit dem Alter. Die Risiko- und Kostenprämien werden von der Versicherung individuell berechnet und jährlich neu festgelegt. Das versicherungsmathematische Risiko wird vom HORNBACH Management AG Konzern getragen. Der Vorsorgeplan muss auf Basis einer statistischen Bewertung gemäß den Bestimmungen von BVG vollständig gedeckt sein. Im Fall der Unterdeckung muss die Vorsorgeeinrichtung Maßnahmen ergreifen, wie die Festlegung zusätzlicher Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge oder Leistungen anpassen.

Der Versorgungsträger stellt eine eigene juristische Person dar. Diese ist für die Verwaltung des Vorsorgeplans verantwortlich und hat hierfür ein Anlagereglement erlassen, welches die Anlagestrategie definiert. Als oberstes Organ des Versorgungsträgers gilt der Stiftungsrat. Dieser besteht aus einer gleichen Anzahl von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern der am Plan angeschlossenen Unternehmen.

Deutschland

Die HORNBACH Management AG, die HORNBACH Baumarkt AG, die HORNBACH Immobilien AG und die HORNBACH Baustoff Union GmbH haben ihren Vorstandsmitgliedern bzw. der Geschäftsführung eine wertpapiergebundene Altersversorgung zugesagt. Dieses Modell bietet die Chance zur Steigerung der Versorgungsansprüche, wobei die Gesellschaften ihren Vorstandsmitgliedern gleichzeitig eine Mindestverzinsung in Höhe von 2% p.a. garantieren. Das Versorgungsvermögen sowie die freiwillig eingebrachten Vermögensbestandteile der Vorstände bzw. Geschäftsführung werden treuhänderisch durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, in diversifizierte Fonds angelegt. Die Fondsanlage richtet sich nach einem zwischen den Gesellschaften und der Allianz Treuhand GmbH definierten Kapitalanlagekonzept. Sofern eine Änderung des Kapitalanlagekonzepts nicht dem treuhänderischen Zweck widerspricht, können die Gesellschaften eine Änderung veranlassen. Das Risiko, dass das Treuhandvermögen keine Mindestverzinsung von 2 % p.a. erzielt, tragen die Gesellschaften.

Als Verpflichtungsumfang gegenüber den Versorgungsberechtigten wird jeweils das Maximum aus Fondsvermögen bzw. Barwert der gezahlten Beiträge einschließlich der Garantieverzinsung angesetzt. Hierfür werden die vom Arbeitgeber und Vorstand geleisteten Beiträge mit dem zugehörigen Fondsvermögen verglichen.

Weiterhin haben die Mitarbeiter der jeweiligen Gesellschaft die Möglichkeit zur Teilnahme an einem "Zeitwertkontenmodell". Entsprechend den Vorgaben des Mitarbeiters können Gehaltsansprüche in sogenannte Wertguthaben umgewandelt werden. Unmittelbar vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus Altersgründen wird dieses Wertguthaben dazu eingesetzt, dem Mitarbeiter einen vorgezogenen Ruhestand zu ermöglichen. Die nicht ausgezahlten Gehaltsansprüche können je nach Risikopräferenz des Mitarbeiters in verschiedene Anlagefonds investiert werden. Die HORNBACH Management AG bzw. die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA garantiert den Werterhalt der in das Wertguthaben eingezahlten Beträge und übernimmt somit das Anlagerisiko. Die durch die Gesellschaft bzw. die Mitarbeiter eingebrachten Gehaltsbestandteile werden im Rahmen eines sogenannten doppelten Treuhandmodells durch die Allianz Treuhand GmbH, Frankfurt am Main, verwaltet. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Fondsanteilen verrechnet. Aufgrund ihres pensionsähnlichen Charakters werden diese "other long term benefits" unter den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ausgewiesen.

Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

2023/24
T€
2022/23
T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung 112.870 97.246
abzüglich Marktwert des Planvermögens -109.716 -98.922
Asset Ceiling 2.106 1.777
Bilanzausweis Pensionszusagen 5.260 100
davon Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.260 144
davon Planvermögenswerte 0 -44

Das Planvermögen setzt sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

29.2.2024
%
28.2.2023
%
Anleihen und sonstige Schuldtitel 61,8 66,5
Aktien 6,0 7,0
Immobilien 16,7 17,3
Andere 15,5 9,2
100,0 100,0

Veränderung der Versorgungsverpflichtung

2023/24
T€
2022/23
T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Anfang der Periode 97.246 103.292
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 5.916 6.412
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -552 -2.425
Arbeitnehmerbeiträge 4.775 4.692
Zinsaufwand 2.266 803
Ausbezahlte Leistungen -4.374 -5.445
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen demografischer Annahmen 0 256
Änderungen finanzieller Annahmen 5.764 -13.649
Erfahrungsbedingten Anpassungen 1.260 2.424
Versicherungsprämien -2.539 -2.075
Währungsumrechnung 3.109 2.961
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Ende der Periode 112.870 97.246

Veränderung des Planvermögens

2023/24
T€
2022/23
T€
Planvermögen am Anfang der Periode 98.922 91.224
Arbeitgeberbeiträge 6.597 6.337
Arbeitnehmerbeiträge 4.775 4.692
Ausbezahlte Leistungen -4.362 -5.405
Zinsertrag 2.430 734
Erträge aus dem Planvermögen (nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrags) 824 -2.075
Versicherungsprämien -2.539 957
Währungsumrechnung 3.069 2.460
Planvermögen am Ende der Periode 109.716 98.922

Die Verantwortung für die Anlagestrategie des Planvermögens für deutsche Pläne wurde der Allianz Treuhand GmbH bzw. für Schweizer Pläne dem obersten Führungsorgan (Stiftungsrat) der BVG-Sammelstiftung Swiss Life übertragen. Diese externen Vermögensverwalter führen entsprechend der konzeptionellen bzw. gesetzlichen Ausgestaltung der leistungsorientierten Pläne das Risikomanagement des Portfolios sowie die Synchronisierung der Entwicklung des Planvermögens und der Versorgungsverpflichtungen durch.

In regelmäßigen Abständen erfolgt durch die HORNBACH Management AG bzw. die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA eine Analyse der Portfoliostruktur sowie eine Analyse der Performance des Portfolios, um einen etwaigen Handlungsbedarf abzuleiten.

Im Folgenden werden die Kosten für die leistungsorientierten Pläne aufgeführt. Diese beinhalten neben Aufwendungen und Erträgen, die in den Personalkosten und im Finanzergebnis ergebniswirksam erfasst wurden, ebenso planbezogene Beträge, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurden.

2023/24
T€
2022/23
T€
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 5.916 6.412
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -552 -2.425
Zinsaufwand 2.331 803
Zinsertrag -2.430 -723
Erfasst in der Gewinn- und Verlustrechnung 5.265 4.067
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen demografischer Annahmen 0 -256
Änderungen finanzieller Annahmen -5.764 13.649
Erfahrungsbedingten Anpassungen -1.260 -2.424
Erträge aus dem Planvermögen (nach Abzug des im Nettozinsergebnis erfassten Ertrags) 824 957
Asset Ceiling -264 -1.186
Erfasst im sonstigen Ergebnis -6.464 10.739
Kosten für leistungsorientierte Pläne 11.730 -6.672

Die ergebniswirksam erfassten Beträge sind in den Personalkosten der folgenden Funktionsbereiche sowie im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

2023/24
T€
2022/23
T€
Filialkosten 3.518 2.565
Verwaltungskosten 1.846 1.423
Finanzergebnis (Nettozinsaufwand) -99 80
5.265 4.067

Versicherungsmathematische Annahmen

Der Berechnung liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zu Grunde. Diese variieren in Abhängigkeit des Landes, in dem der Plan besteht.

29.02.2024 28.2.2023
Gewichteter Durchschnitt Spanne Gewichteter Durchschnitt Spanne
Diskontierungszinssatz 2,1 % 1,5 % bis 3,5 % 2,7 % 2,2 % bis 3,8 %
Zukünftige Gehaltserhöhungen 0,0 % 0,0 % bis 3,0 % 2,3 % 0,0 % bis 3,0 %
Zukünftige Rentenerhöhungen 0,0 % 0,0 % bis 2,0 % 0,5 % 0,0 % bis 2,0 %

Der verwendete Diskontierungssatz wurde auf der Grundlage der Rendite für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Die Annahmen über die künftige Sterblichkeit beruhen auf veröffentlichten Statistiken und Sterbetafeln. Für Pläne in Deutschland werden die "Heubeck Richttafeln 2018 G" herangezogen. Schweizer Pläne unterliegen der "BVG 2020 Generationentafel (CMI)".

Sensitivitätsanalyse

Der Einfluss der versicherungsmathematischen Annahmen, deren Änderungen sich wesentlich auf die Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung auswirken würden, ist der folgenden Sensitivitätsanalyse zu entnehmen. Diese gibt die Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung an, die sich ergeben würde, wenn am Stichtag abweichende Annahmen der versicherungsmathematischen Parameter zur Anwendung kommen würden. Andere wertbeeinflussende Parameter wurden konstant gehalten.

Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung

T€ 29.02.2024 28.2.2023
Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
Diskontierungszinssatz (0,25 %-Punkte Veränderung) -2.168 2.302 -1.738 1.840
Zukünftige Rentenveränderung (0,10 %-Punkte Veränderung) 630 n/a 496 n/a
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) 1.108 n/a 806 n/a

Künftige Zahlungsströme

Für das Geschäftsjahr 2024/25 werden Beitragszahlungen in Höhe von T€ 7.171 erwartet.

Erwartete Leistungszahlungen 29.2.2024
T€
2024/2025 8.925
2025/2026 4.879
2026/2027 7.528
2027/2028 4.823
2028/2029 6.129
2029 bis 2034 33.850
Erwartete Leistungszahlungen 28.2.2023
T€
2023/2024 10.212
2024/2025 4.409
2025/2026 4.009
2026/2027 6.367
2027/2028 4.870
2028 bis 2033 21.556

(25) Sonstige langfristige Schulden

Die sonstigen langfristigen Schulden betreffen im Wesentlichen langfristige Rückstellungen in Höhe von T€ 52.798 (Vj. T€ 47.655). Diese beinhalten im Wesentlichen vertraglich übernommene Instandhaltungsverpflichtungen an Dach und Fach in Höhe von T€ 22.970 (Vj. T€ 21.288) sowie Personalrückstellungen in Höhe von T€ 26.593 (Vj. T€ 24.419). Die den Instandhaltungsverpflichtungen zugrunde liegenden Mietverträge haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 15 Jahren. Die Personalrückstellungen bestehen hauptsächlich für nach gesetzlichen Regelungen in Österreich zu bildende potenzielle Ansprüche von Mitarbeitern im Falle deren eventuellen Ausscheidens aus dem Unternehmen (Abfertigungsleistungen), für Jubiläumsgeldansprüche, für Altersteilzeitverpflichtungen sowie für langfristige Vorstandsvergütungsansprüche. Ergänzende Angaben zur Verpflichtung aus Abfertigungsleistungen sind am Ende dieses Kapitels dargestellt.

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in Anmerkung (28) dargestellt.

Abfertigungsleistungen

Die Mitarbeiter österreichischer Tochtergesellschaften haben mit Erreichen des Pensionsalters (bzw. wenn diesen gekündigt wird) einen Anspruch auf Abfertigungsleistung, sofern diese bis zum 31. Dezember 2002 in das Unternehmen eingetreten sind. Die Höhe des Abfertigungsanspruchs bemisst sich nach der Anzahl der Dienstjahre sowie der Höhe der letzten Bezüge des Arbeitsverhältnisses. Die Höhe der Verpflichtung wird jährlich anhand eines externen Gutachtens überprüft und entsprechend angepasst. Die versicherungsmathematischen Risiken dieses Plans trägt der HORNBACH Management AG Konzern.

Die Abfertigungsleistungen stellen andere leistungsorientierte Verpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an Arbeitnehmer dar und werden insofern unter den sonstigen langfristigen Schulden ausgewiesen. Die Bewertung der Abfertigungsrückstellung erfolgt zum Barwert der Versorgungsverpflichtung.

Veränderung der Versorgungsverpflichtung und Kosten des Plans

2023/24
T€
2022/23
T€
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Anfang der Periode 4.987 5.845
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 211 237
Ausbezahlte Leistungen -467 -374
Zinsaufwand 182 83
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen finanzieller Annahmen 30 -1.094
Erfahrungsbedingten Anpassungen -151 289
Barwert der Versorgungsverpflichtung am Ende der Periode 4.791 4.987
2023/24
T€
2022/23
T€
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 211 237
Zinsaufwand 182 83
Erfasst in der Gewinn- und Verlustrechnung 392 320
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aufgrund von:
Änderungen finanzieller Annahmen -30 1.094
Erfahrungsbedingten Anpassungen 151 -289
Erfasst im sonstigen Ergebnis 121 805
Gesamtkosten des Plans 271 -484

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung beträgt 11,0 Jahre (Vj. 13,4 Jahre).

Versicherungsmathematische Annahmen und Sensitivitätsanalyse

29.2.2024 28.2.2023
Diskontierungszinssatz 3,4 % 3,7 %
Zukünftige Gehaltserhöhungen 3,1 % 3,3 %

Der verwendete Diskontierungszinssatz wurde auf der Grundlage der Rendite für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage dient AVÖ 2018 P - Rechnungsgrundlage für die Pensionsversicherungen. Der Einfluss der versicherungsmathematischen Annahmen, deren Änderungen sich wesentlich auf die Bewertung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung auswirken würden, ist der folgenden Sensitivitätsanalyse zu entnehmen. Diese gibt die Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung an, die sich ergeben würde, wenn am Stichtag abweichende Annahmen der versicherungsmathematischen Parameter zur Anwendung kommen würden. Andere wertbeeinflussende Parameter wurden konstant gehalten.

Veränderung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung

T€ 29.2.2024 28.2.2023
Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
Diskontierungszinssatz (0,5 %-Punkte Veränderung) -247 267 -262 284
Zukünftige Lohn- oder Gehaltssteigerungen (0,5 %-Punkte Veränderung) 257 -240 283 -264

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

29.2.2024
T€
28.2.2023
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 397.441 383.545
Verbindlichkeiten aus dem Reverse-Factoring-Programm 149.107 250.016
Vertragsverbindlichkeiten 45.131 49.477
Übrige Verbindlichkeiten 115.217 116.798
davon aus sonstigen Steuern 33.756 35.577
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.536 8.219
706.897 799.836

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus dem Reverse-Factoring-Programm, Vertragsverbindlichkeiten sowie die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Es bestehen Verbindlichkeiten aus der Teilnahme an einem Reverse-Factoring-Programm. Hierbei kommt es zu einer Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, da eine schuldbefreiende Zahlung des Finanzierungspartners zum Ausgleich der entsprechenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt. Die Vertragskonditionen der Verbindlichkeiten im Rahmen des Reverse-Factoring-Programms werden durch den Einbezug eines Finanzierungspartners in einem gegenüber Lieferanten branchenüblichen Umfang modifiziert und dienen ihrem wirtschaftlichen Charakter nach dem regulären Geschäftszyklus. Der Konzern betrachtet Verbindlichkeiten aus dem Reverse-Factoring-Programm daher weiterhin als Teil des Working Capital.

Vertragsverbindlichkeiten umfassen erhaltene Anzahlungen aus Kundenaufträgen sowie Kundenguthaben auf Gutscheinkarten.

Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern enthalten die Beträge, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind. In den Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind insbesondere die noch abzuführenden Beiträge an Sozialversicherungsträger enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen neben den zuvor genannten Beträgen im Wesentlichen Kautionen und Pfandgelder sowie Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen. In den übrigen Verbindlichkeiten sind Rückerstattungsverbindlichkeiten, im Wesentlichen betreffend erwarteter Retouren, in Höhe von T€ 8.577 (Vj. T€ 8.529) enthalten.

(27) Forderungen und Schulden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Forderungen und Schulden für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen laufende Steuerschulden/ -forderungen sowie Steuern aus früheren Geschäftsjahren. Laufende Steuerschulden werden - vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig - mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Steuerschulden für laufende Ertragsteuern in Höhe von T€ 29.502 (Vj. T€ 35.291) entfallen zu T€ 20.997 (Vj. T€ 19.273) auf Deutschland und zu T€ 8.505 (Vj. T€ 16.018) auf die übrigen Länder.

Die Steuerforderungen vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 27.586 (Vj. T€ 20.971) resultieren im Wesentlichen aus Abzügen für die Kapitalertragsteuern auf die Dividende der HORNBACH Baumarkt AG sowie aus Vorauszahlungen aus Körperschaftsteuer.

Hinsichtlich der unter dem langfristigen Vermögen und den langfristigen Schulden ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern wird auf die Ausführungen zu latenten Steuern in Anmerkung (16) verwiesen.

(28) Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Die sonstigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden haben sich im Geschäftsjahr 2023/24 wie folgt entwickelt:

in T€ Anfangsbestand 1.3.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung Aufzinsung Währungs- um- rechnung
Sonstige Rückstellungen
Personal 24.419 1.308 121 3.274 367 -36
Übrige 24.620 7.660 1.359 12.264 285 85
49.038 8.968 1.480 15.537 653 49
Abgegrenzte Schulden
Sonstige Steuern 21.948 603 71 1.388 0 -9
Personal 73.848 67.518 1.435 71.517 0 -250
Übrige 32.564 25.008 2.907 26.946 0 98
128.360 93.129 4.413 99.851 0 -161
177.398 102.098 5.893 115.388 653 -113
in T€ Endbestand 29.2.2024 davon langfristig
Sonstige Rückstellungen
Personal 26.593 26.593
Übrige 28.234 26.205
54.827 52.798
Abgegrenzte Schulden
Sonstige Steuern 22.651 0
Personal 76.162 0
Übrige 31.694 0
130.507 0
185.334 52.798

Hinsichtlich der Details zu den langfristigen Rückstellungen wird auf die Ausführungen unter Anmerkung (25) verwiesen.

Die abgegrenzten Schulden für Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Resturlaubsansprüche, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie Mitarbeiterprämien. Die übrigen abgegrenzten Schulden betreffen insbesondere Versorgung (Gas, Wasser, Strom), Grundbesitzabgaben, Werbung sowie Jahresabschluss- und Rechtsberatungskosten.

Sonstige Erläuterungen

(29) Haftungsverhältnisse

Zum 29. Februar 2024 bestehen - wie im Vorjahr - keine Haftungsverhältnisse.

(30) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Restlaufzeiten 29.2.2024
in Mio. € Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
Bestellobligo für Investitionen 143,5 0,0 0,0 143,5
Softwaremiete / Lizenzen 22,0 19,3 0,0 41,3
Übrige finanzielle Verpflichtungen 6,9 0,0 0,0 6,9
172,4 19,3 0,0 191,7
Restlaufzeiten 28.2.2023
in Mio. € Kurzfristig bis 1 Jahr Langfristig 1-5 Jahre Langfristig über 5 Jahre Gesamt
Bestellobligo für Investitionen 132,2 0,0 0,0 132,2
Softwaremiete / Lizenzen 16,9 12,8 0,7 30,4
Übrige finanzielle Verpflichtungen 3,9 0,0 0,0 3,9
153,0 12,8 0,7 166,5

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Wartungs- und Servicegebühren sowie sonstigen Dienstleistungsverpflichtungen.

(31) Rechtsstreitigkeiten

Die HORNBACH Management AG geht nicht davon aus, dass sie oder eine ihrer Konzern-Gesellschaften an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt sind, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Daneben sind für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Derartige Belastungen werden daher voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Lage des Konzerns haben.

(32) Ergänzende Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte und die Fair Values der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 29. Februar 2024 nach IFRS 7 dar:

Aktiva

in T€ Kategorie Buchwert 29.2.2024 Marktwert 29.2.2024 Buchwert 28.02.2023 Marktwert 28.02.2023
Finanzanlagen FVtOCI 212 212 162 162
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 47.607 47.607 53.386 53.386
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Factoringvereinbarungen, die nicht ausgebucht wurden FVtPL 0 0 3.790 3.790
Vertragsvermögenswerte AC 1.567 1.567 2.023 2.023
Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 455 455 2.380 2.380
Übrige Vermögenswerte AC 90.509 90.509 79.764 79.764
Flüssige Mittel AC 370.456 370.456 437.264 437.264

Passiva

in T€ Kategorie Buchwert 29.2.2024 Marktwert 29.2.2024 Buchwert 28.02.2023 Marktwert 28.02.2023
Finanzschulden
Anleihen AC 248.684 244.738 248.173 237.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 436.655 404.874 604.589 559.077
Leasingschulden n/a 887.159 n/a 927.388 n/a
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 275 275 107 107
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 397.441 397.441 383.545 383.545
Verbindlichkeiten aus Reverse-Factoring-Programm AC 149.107 149.107 250.016 250.016
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten AC 42.619 42.619 54.473 54.473
Abgegrenzte Schulden AC 31.693 31.693 32.565 32.565

Die seit dem letzten Zinszahlungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsabgrenzungen der Anleihe in Höhe von T€ 2.827 (Vj. T€ 2.827) sind im Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte in Höhe von T€ 32.740 (Vj. T€ 30.103), übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 143.705 (Vj. T€ 145.429) und abgegrenzte Schulden in Höhe von T€ 98.813 (Vj. T€ 95.794).

Aggregiert nach Bewertungskategorie
in T€
Buchwert 29.2.2024 Buchwert 28.2.2023
Fortgeführte Anschaffungskosten (AC) finanzielle Vermögenswerte 510.139 572.437
FVtOCI 212 162
FVtPL 455 6.170
Fortgeführte Anschaffungskosten (AC) finanzielle Verbindlichkeiten 1.306.199 1.573.361
FVtPL 275 107

Die flüssigen Mittel, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die übrigen Vermögenswerte, die abgegrenzten Schulden, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Die finanziellen Vermögenswerte beinhalten Beteiligungen, die mangels eines verfügbaren beizulegenden Zeitwerts zu Anschaffungskosten bilanziert sind.

Bei den in der Bilanz innerhalb von Sicherungsbeziehungen angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps). Derivative Finanzinstrumente außerhalb von Sicherungsbeziehungen beinhalten Fremdwährungseffekte aus offenen Bestellungen bzw. Bewertungseffekte aus offenen Devisentermingeschäften. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt anhand marktüblicher Bewertungsmodelle (z.B. Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Verwendung von am Markt verfügbaren, laufzeitadäquaten Zinskurven sowie Devisenkursen, die den Inputfaktoren der Stufe 2 der Fair Value Hierarchie entsprechen. Analog bemessen sich der beizulegende Zeitwert der festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der beizulegende Zeitwert aus Leasingverträgen. Bei den zuvor genannten Finanzinstrumenten wird das Kreditrisiko anhand von am Markt verfügbaren Risikozuschlägen berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Anleihe entspricht dem Nominalwert multipliziert mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt somit anhand von Daten der Stufe 1 der Fair Value Hierarchie.

Die Beurteilung, ob es bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

In der Bilanz bzw. im Anhang werden folgende Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen, bei deren Bewertung Inputdaten der Fair Value Hierarchie zur Anwendung kommen:

in T€ Kategorie 29.2.2024 28.2.2023
Vermögenswerte
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Derivate mit Hedge-Beziehung n/a 0 0
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 455 2.380
Schulden
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 1
Anleihen AC 244.738 237.000
Bewertung erfolgt anhand von Inputdaten der Stufe 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 404.874 559.077
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 275 107

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Nettoergebnisse in der Position erfasst:

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien 2023/24
T€
2022/23
T€
Fortgeführte Anschaffungskosten (AC) finanzielle Vermögenswerte -3.702 -3.593
Fortgeführte Anschaffungskosten (AC) finanzielle Verbindlichkeiten 5.484 -284
FVtPL -806 5.096

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie "FVtPL" resultiert aus derivativen Finanzinstrumenten. Die Nettoergebnisse der Bewertungskategorien "Fortgeführte Anschaffungskosten (AC)" für finanzielle Vermögenswerte sowie finanzielle Verbindlichkeiten betreffen Währungsumrechnungseffekte, Abgangserfolge und Wertberichtigungen.

In der Bilanz werden keine Finanzinstrumente saldiert ausgewiesen. Ergänzende Vereinbarungen, die eine wirtschaftliche Aufrechnung von bilanzierten Finanzinstrumenten ermöglichen, bestehen im Bereich der abgeschlossenen Swap - Geschäfte sowie der Devisentermingeschäfte. Diese unterliegen dem deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte. In der folgenden Aufstellung wird das wirtschaftliche Saldierungsvolumen in Bezug auf Derivate mit Hedge-Beziehung (Swap) und ohne Hedge-Beziehung (Devisentermingeschäfte) dargestellt.

29.2.2024
in T€
Bruttoausweis Saldierung Nettoausweis Potenzielles Saldierungsvolumen Potenzieller Nettobetrag
Nettingverinbarungen finanzielle Sicherheiten
Aktiva
Derivate ohne Hedge-Beziehung 455 0 455 -12 0 443
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 0 0 0 0
Passiva
Derivate ohne Hedge-Beziehung 275 0 275 12 0 262
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 0 0 0 0
28.2.2023
in T€
Bruttoausweis Saldierung Nettoausweis Potenzielles Saldierungsvolumen Potenzieller Nettobetrag
Nettingverinbarungen finanzielle Sicherheiten
Aktiva
Derivate ohne Hedge-Beziehung 2.380 0 2.380 -1 0 2.379
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 0 0 0 0
Passiva
Derivate ohne Hedge-Beziehung 107 0 107 1 0 105
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 0 0 0 0

(33) Risikomanagement und Finanzderivate

Grundsätze des Risikomanagements

Der HORNBACH Management AG Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Finanztransaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen.

Ziel des Risikomanagements ist es daher, diese Marktrisiken durch geeignete finanzmarktorientierte Absicherungsaktivitäten zu minimieren. Zum Erreichen dieses Ziels werden derivative Finanzinstrumente zur Begrenzung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken eingesetzt. Grundsätzlich werden allerdings nur Risiken abgesichert, die bedeutende Auswirkungen auf das Finanzergebnis haben.

Entscheidungen hierzu dürfen nur unter Berücksichtigung der strategischen Vorgaben des Finanzvorstands getroffen werden. Dabei steht die Absicherung der Zinsänderungs- und Währungsrisiken im Mittelpunkt. Finanzgeschäfte zu Spekulationszwecken werden gemäß diesen Vorgaben nicht vorgenommen. Bestimmte Transaktionen bedürfen darüber hinaus der vorherigen Zustimmung durch den Aufsichtsrat.

Eine regelmäßige Kontrolle und Überwachung der laufenden und zukünftigen Zinsbelastung und des benötigten Devisenbedarfs des Gesamtkonzerns werden durch die Abteilung Treasury durchgeführt. Der Vorstand wird regelmäßig darüber informiert.

Marktrisiken

Zur Darstellung der Marktrisiken verlangt IFRS 7.40 "Financial Instruments: Disclosures", dass anhand von Sensitivitätsanalysen die hypothetischen Auswirkungen auf den Gewinn und Verlust sowie auf das Eigenkapital gezeigt werden, die sich ergeben hätten, wenn Änderungen der relevanten Risikovariablen (z. B. Marktzinssätze oder Wechselkurse) eingetreten wären, die zum Bilanzstichtag nach vernünftigem Ermessen möglich gewesen wären. Die Marktrisiken des HORNBACH Management AG Konzerns bestehen aus Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Andere Preisrisiken bestehen nicht.

Währungsrisiko

Währungsrisiken, d.h. potenzielle Wertminderungen eines Finanzinstruments oder künftiger Cashflows aufgrund von Änderungen des Wechselkurses, bestehen insbesondere dort, wo monetäre Finanzinstrumente, wie z.B. Forderungen oder Schulden, in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Die Währungsrisiken des HORNBACH Management AG Konzerns resultieren im Wesentlichen aus Finanzierungsmaßnahmen und der operativen Geschäftstätigkeit. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translation) stellen kein Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 dar.

Die Konzerngesellschaften werden weitgehend durch externe Finanzierungsmaßnahmen in der funktionalen Währung der entsprechenden Konzerngesellschaft finanziert (Natural Hedging), sofern es sich um einen langfristigen Finanzierungsbedarf handelt. Daneben bestehen konzerninterne Darlehen in EUR, welche bei Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung vom EUR abweicht, zu Fremdwährungsrisiken führen. Diese Risiken werden grundsätzlich nicht abgesichert.

Aus Fremdwährungsdarlehen, deren Fremdwährungsrisiko im Rahmen von Cashflow-Hedges abgesichert ist, resultiert kein Währungsrisiko. Daher bleiben diese bei der Sensitivitätsanalyse unberücksichtigt.

Im HORNBACH Management AG Konzern bestehen in der operativen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen im Zusammenhang mit Wareneinkäufen in Fernost in USD sowie aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, die grundsätzlich in EUR abgewickelt werden. Das USD-Währungsrisiko wird durch USD-Festgelder sowie Devisentermingeschäfte abgesichert.

Unter Berücksichtigung von Sicherungsmaßnahmen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen folgende offenen Fremdwährungspositionen:

in Tausend 29.2.2024 28.2.2023
EUR -99.863 -203.054
USD -17.020 -19.678
CZK -1.930 -1.288
SEK -58 -23
CNY/CNH 1.925 2.106

Die oben aufgeführte EUR-Währungsposition ergibt sich aus den Währungspaaren CHF/EUR T€ -63.495 (Vj. T€ -90.209), RON/EUR T€ -21.074 (Vj. T€ -71.978), SEK/EUR T€ -41.537 (Vj. T€ -36.987) und CZK/EUR T€ 26.243 (Vj. T€ -3.879).

Die wichtigsten Umrechnungskurse werden im Abschnitt Währungsumrechnung dargestellt.

Für die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse der Währungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Wenn der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10 % aufgewertet gewesen wäre und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 8.642 (Vj. T€ 14.020) niedriger gewesen. Wäre umgekehrt der Euro am Bilanzstichtag gegenüber den wesentlichen im Konzern vertretenen Währungen um 10 % abgewertet gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 8.642 (Vj. T€ 14.020) höher gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ 8.642 (Vj. T€ 14.020) ergibt sich aus folgenden Sensitivitäten: EUR/CHF T€ 6.230 (Vj. T€ -5), EUR/RON T€ 2.114 (Vj. T€ 10.672), EUR/SEK T€ 4.818 (Vj. T€ 4.873), EUR/CNY(CNH) T€ 172 (Vj, T€ 234), EUR/CZK T€ -2.935 (Vj. T€ 257) und EUR/USD T€ -1.757 (Vj. T€ -2.006).

Zinsänderungsrisiko

Zum Jahresende finanzierte sich der Konzern hauptsächlich durch eine EUR-Anleihe in Höhe von nominal T€ 250.000 (Vj. T€ 250.000), zwei Schuldscheindarlehen der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA in Höhe von T€ 100.000 (Vj. T€ 100.000), ein Schuldscheindarlehen (Vj. zwei) der HORNBACH Holding B.V. in Höhe von T€ 43.000 (Vj. T€ 95.000) und ein Schuldscheindarlehen (Vj. zwei) der HORNBACH Baumarkt AG über T€ 74.000 (Vj. T€ 200.000) sowie ein Hypothekendarlehen der Hornbach Immobilien AG in Höhe von T€ 41.250 (Vj. T€ 46.250). Ein Schuldscheindarlehen der HORNBACH Holding B.V. in Höhe von T€ 52.000 sowie ein Schuldscheindarlehen der HORNBACH Baumarkt AG über T€ 126.000 wurden im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren bestehen kurz- und langfristige EUR-Darlehen in Höhe von T€ 67.686 (Vj. T€ 34.503), langfristige CZK-Darlehen in Höhe von T€ 13.341 (Vj. T€ 17.398), langfristige SEK-Darlehen in Höhe von T€ 7.282 (Vj. T€ 10.317) sowie langfristige RON-Darlehen in Höhe von T€ 27.227 (Vj. T€ 0). Ferner bestehen zum Stichtag kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 52.500 (Vj. T€ 85.500).

Der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse liegen folgende Annahmen zugrunde:

Bei festverzinslichen originären Finanzinstrumenten wirken sich Marktzinssatzänderungen nur dann auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder das Eigenkapital aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Somit unterliegen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete originäre Finanzinstrumente keinem Zinsänderungsrisiko gemäß IFRS 7. Dazu zählen auch die ursprünglich variabel verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen eines Cashflow-Hedges in festverzinsliche Finanzschulden transformiert werden.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die im Rahmen eines Cashflow-Hedges zur Absicherung variabel verzinslicher originärer Finanzinstrumente designiert werden, wirken sich auf die Hedging-Reserve im Eigenkapital aus und werden daher in der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.

Marktzinssatzänderungen von variabel verzinslichen originären Finanzinstrumenten wirken sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus und werden daher in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.

Für die Sensitivitätsanalyse der Zinsänderungsrisiken wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Es wird von einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve ausgegangen.

Wenn das Marktzinsniveau am Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre und alle anderen Variablen unverändert geblieben wären, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um T€ 3.357 (Vj. T€ 3.964) und das Eigenkapital vor latenten Steuern um T€ 0 (Vj. T€ 0) höher gewesen.

Kreditrisiko

Kreditrisiko bzw. Ausfallrisiko ist das Risiko, dass eine Vertragspartei ihre bei Abschluss eines Finanzinstruments vertraglich zugesagten Verpflichtungen ganz oder teilweise nicht erfüllt. Das Kreditrisiko des Konzerns ist insofern eng begrenzt, als Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente möglichst nur mit Vertragsparteien guter Bonität getätigt werden. Weiterhin werden Geschäfte mit einzelnen Vertragspartnern jeweils auf ein Limit begrenzt. Das Risiko von Forderungsausfällen im operativen Bereich ist aufgrund des Handelsformats (cash & carry) bereits erheblich reduziert. Das maximale Kreditrisiko entspricht im Wesentlichen den Buchwerten der finanziellen Aktiva, die keine wesentlichen Risikokonzentrationen aufweisen.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Der Konzern hat folgende Arten von finanziellen Vermögenswerten, die dem Modell der erwarteten Kreditverluste unterliegen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte

Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wird unter Zugrundelegung einer Wertminderungsmatrix der vereinfachte Ansatz angewandt. Demnach wird sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag eine Risikovorsorge in Höhe der für die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditverluste erfasst. Zur Bemessung des erwarteten Kreditrisikos wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis bestehender Kreditrisiko- und der jeweiligen Fälligkeitsstruktur gruppiert. Die Gruppierung erfolgte anhand geographischer Lage, da die Kundensegmente pro Land ähnliche Kreditrisikomerkmale aufweisen.

Die Herleitung der erwarteten Verlustquoten basiert auf einer durchschnittlichen Forderungsverteilung über eine Periode von 36 Monaten vor dem 28. Februar 2023 bzw. 1. März 2022 und den entsprechenden historischen Ausfällen in dieser Periode. Bruttoforderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind, gelten dabei als ausgefallen. Aktuelle makroökonomische Erwartungen werden durch das Einbeziehen von länderspezifischen Ratings berücksichtigt. Historische Ausfallraten stellen dabei grundsätzlich die beste Approximation für die zukünftig zu erwartenden Ausfälle dar, solange das Rating eines Landes unverändert bleibt. Sofern sich das Rating eines Landes ändert, werden die historischen Ausfallraten adjustiert.

Die Vertragsvermögenswerte betreffen noch nicht fakturierte laufende Handwerkerleistungen und weisen im Wesentlichen die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf. Daher werden die erwarteten Verlustraten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der jeweiligen Länder als eine angemessene Annäherung an die Ausfallraten für die Vertragsvermögenswerte angesehen und für die Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes herangezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist. Zu den Indikatoren, wonach nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist, zählt insbesondere die Anmeldung bzw. die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden im Betriebsergebnis als Wertminderungsaufwendungen, netto, dargestellt. In Folgeperioden erzielte, früher bereits abgeschriebene Beträge werden im gleichen Posten erfasst.

Eine Entwicklung der Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte ist der Anhangangabe (18) zu entnehmen.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

Für die Ermittlung der Risikovorsorge wird das allgemeine Wertminderungsmodell angewendet. Bei der Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit wird auf interne und externe Bonitätseinstufungen, die sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigen, zurückgegriffen. Zu jedem Bilanzstichtag wird beurteilt, ob das Kreditrisiko signifikant gestiegen ist. Falls sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird die Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis eines 12-Monats-Zeitraums ermittelt, andernfalls wird die gesamte Restlaufzeit herangezogen.

Um zu beurteilen, ob sich das Kreditrisiko signifikant erhöht hat, wird das Risiko eines Ausfalls des finanziellen Vermögenswerts zum Bilanzstichtag mit dem Ausfallrisiko zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung verglichen. Für die Beurteilung werden neben den länderspezifischen Gegebenheiten insbesondere folgende Indikatoren berücksichtigt:

Bonitätsrating des Schuldners gemäß interner Einschätzung sowie ggf. externer Ratingagenturen

Tatsächliche oder erwartete wesentliche nachteilige Veränderung der Geschäfts-, Finanz- oder Wirtschaftslage, die voraussichtlich zu einer wesentlichen Änderung der Fähigkeit des Schuldners zur Erfüllung seiner Verpflichtungen führen könnte

Des Weiteren wird von einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos ausgegangen, wenn ein Schuldner bei einer vertraglichen Zahlung mehr als 30 Tage überfällig ist, sofern das nicht aufgrund anderer Erkenntnisse widerlegt ist.

Im Hinblick auf die Bestimmung eines Ausfallereignisses wird ein finanzieller Vermögenswert als ausgefallen eingestuft, wenn ein objektives Ereignis eingetreten ist, wie beispielsweise:

Vertragliche Zahlung ist mehr als 90 Tage überfällig und es liegen keine Informationen vor, die ein alternatives Ausfallkriterium unterstützen

Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners

Vertragsbruch

Es wahrscheinlich ist, dass der Schuldner in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht

Alle Fremdkapitalinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet", wenn ein "Investment Grade-Rating" von mindestens einer der großen Rating Agenturen vorliegt. Solche Finanzinstrumente nimmt der Konzern von der Anwendung des dreistufigen Risikovorsorgemodells aus. Stattdessen werden diese Vermögenswerte immer der Stufe 1 des Risikovorsorgemodells zugerechnet, und eine Wertberichtigung in Höhe der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste wird erfasst. Andere Instrumente, für die kein externes Rating vorliegt, gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet", wenn das Risiko der Nichterfüllung gering ist und der Emittent jederzeit in der Lage ist, seine vertraglichen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig zu erfüllen.

Eine Entwicklung der Wertberichtigungen für sonstige finanzielle Vermögenswerte ist der Anhangangabe (18) zu entnehmen.

Liquiditätsrisiko

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cash-Outflows der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten:

in T€ Buchwert Cash-Outflows
29.2.2024 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 248.684 8.125 266.250 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 436.655 95.338 259.722 123.657
Leasingschulden 887.159 133.192 492.741 447.853
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 397.441 397.441 0 0
Verbindlichkeiten aus Reverse-Factoring- Programm 149.107 149.107 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 42.619 39.575 3.044 0
Abgegrenzte Schulden 31.693 31.693 0 0
2.193.358 854.470 1.021.757 571.509
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 275 6.751 0 0
275 6.751 0 0
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 455 28.267 0 0
455 28.267 0 0
889.489 1.021.757 571.509
in T€ Buchwert Cash-Outflows
28.2.2023 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 248.173 8.125 274.375 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 604.589 304.558 238.227 87.767
Leasingschulden 927.388 137.631 491.047 496.499
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 383.545 383.545 0 0
Verbindlichkeiten aus Reverse-Factoring- Programm 250.016 250.016 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 54.473 52.457 2.016 0
Abgegrenzte Schulden 32.565 32.565 0 0
2.500.749 1.168.896 1.005.665 584.267
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 107 4.447 0 0
107 4.447 0 0
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 2.380 8.325 0 0
2.380 8.325 0 0
1.181.668 1.005.665 584.267

Einbezogen werden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die am Bilanzstichtag im Bestand waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht berücksichtigt. Ferner sind in der Darstellung finanzielle Vermögenswerte enthalten, die zu einem Cash-Outflow führen. Die variablen Zinszahlungen werden unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag geltenden Zinssätze ermittelt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Die seit dem letzten Zinszahlungszeitpunkt aufgelaufenen Zinsabgrenzungen der Anleihe in Höhe von T€ 2.827 (Vj. T€ 2.827) sind im Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Die korrespondierenden Cash-Outflows sind im Bereich der Anleihe enthalten.

Bezüglich der Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Ausführungen in Anmerkung (23) sowie auf die Angaben zur Finanzlage im Lagebericht.

Sicherungsmaßnahmen

Hedgegeschäfte dienen der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, die mit einem Grundgeschäft verbunden sind.

Cashflow-Hedge - Zinsänderungsrisiko

Für wesentliche variabel verzinsliche langfristige Finanzschulden werden zur Absicherung des Zinsniveaus Payer-Zinsswaps abgeschlossen, durch die variable Darlehenszinsen in feste Zinssätze transformiert werden. Sofern in Einzelfällen langfristige Darlehen in einer Währung abgeschlossen werden, die nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft entspricht, wird das Währungsrisiko durch Währungs- bzw. ZinsWährungsswaps abgesichert. Bonitätsrisiken werden nicht abgesichert.

Die Anforderung des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accountings erfüllt der HORNBACH Management AG Konzern, indem bereits zu Beginn einer Sicherungsmaßnahme die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten derivativen Finanzinstrument und dem Grundgeschäft sowie das Ziel und die Strategie der Absicherung dokumentiert werden. Dazu zählt auch die Einschätzung der Effektivität der eingesetzten Sicherungsinstrumente. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical-Terms-Match-Methode durchgeführt. Die retrospektive Effektivität wird zu jedem Bilanzstichtag unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode ermittelt. Als Grundgeschäft dient ein hypothetisches Derivat. Eine Sicherungsbeziehung wird dann als effektiv bezeichnet, wenn sich die Wertänderungen des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats zu 80-125 % kompensieren. Sobald eine Sicherungsbeziehung ineffektiv wird, wird diese umgehend aufgelöst.

Der Zins-Währungsswap, der zum Geschäftsjahresende 2021/2022 mit einem Nominalwert in Höhe von T€ 11.000 bestanden hat, ist planmäßig am 30. Juni 2022 ausgelaufen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021/22 betrug der Marktwert des Zins-Währungsswaps T€ 1.743 und war unter den übrigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Der Konzern hat zum 29. Februar 2024 keine Sicherungsinstrumente in einer Sicherungsbeziehung designiert.

in T€ 29.2.2024 28.2.2023
Bilanzposten Derivate mit Hedge-Beziehung Derivate mit Hedge-Beziehung
Buchwert Aktiva 0 0
Buchwert Passiva 0 0
Wertänderung der zum Stichtag gehaltenen bzw. ausgelaufenen Sicherungsgeschäfte 0 -1.743
Nominalvolumen 0 0

Die oben genannte Sicherungsbeziehung hat folgende Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder das sonstige Ergebnis (OCI):

in T€ 2023/24 2022/23
Wertänderung des Grundgeschäfts 0 -312
Cashflow-Hedge-Rücklage aus bestehenden Hedges 0 0
Aus dem OCI umgegliederter Betrag aufgrund Fälligkeit Grundgeschäft 0 92

Sonstige Sicherungsmaßnahmen - Währungsrisiko

Der HORNBACH Management AG Konzern führt zudem auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht die Anforderungen des IAS 39 zum Hedge Accounting erfüllen, jedoch nach den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Der HORNBACH Management AG Konzern sichert beispielsweise das Währungsrisiko ausgewählter (geplanter) Transaktionen einschließlich der gegebenenfalls aus solchen Transaktionen resultierenden eingebetteten Fremdwährungsderivate, wie z. B. aus dem Kauf von Waren in Fernost in USD, durch Devisentermingeschäfte oder die Anlage von Fremdwährungs-Festgeldern in Form von Makro-Hedges ab.

Der Marktwert der Devisentermingeschäfte einschließlich der eingebetteten Devisentermingeschäfte beträgt T€ 181 (Vj. T€ 2.273) und ist mit T€ 455 (Vj. T€ 2.380) unter den sonstigen Vermögenswerten sowie mit T€ -275 (Vj. T€ -107) unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Fair-Value-Hedges und Net-Investment-in-a-Foreign-Operation-Hedges werden bisher nicht vorgenommen.

Derivate

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente mit ihren Nominal- und Marktwerten. Dabei werden die Marktwerte gegenläufiger Transaktionen wie Devisenterminkäufe bzw. -verkäufe saldiert dargestellt. In der Zeile Nominalwert werden Nominalwertsummen ohne Aufrechnung gegenläufiger Transaktionen ausgewiesen.

29.2.2024 Devisentermingeschäfte Eingebettete Devisentermingeschäfte Summe
Nominalwert in T€ 38.000 37.009 75.009
Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) 321 -140 181
28.2.2023 Devisentermingeschäfte Eingebettete Devisentermingeschäfte Summe
Nominalwert in T€ 17.000 26.435 43.435
Marktwert in T€ (vor latenten Steuern) 111 2.162 2.273

(34) Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalstand stellt sich wie folgt dar:

2023/24 2022/23
Angestellte 22.697 22.589
Auszubildende 1.081 1.093
23.778 23.681
davon Teilzeitmitarbeiter 7.674 7.348

Nach geografischen Gesichtspunkten gegliedert waren im Geschäftsjahr 2023/24 vom durchschnittlichen Personalstand im Inland 12.715 Mitarbeiter (Vj. 12.814) und im Ausland 11.063 Mitarbeiter (Vj. 10.867) beschäftigt.

Honorar für Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfer

Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers des Jahres- und Konzernabschlusses der HORNBACH Management AG, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, setzen sich wie folgt zusammen:

2023/24
T€
2022/23
T€
Abschlussprüfungsleistungen 1) 1.382 1.220
Andere Bestätigungsleistungen 2) 263 217
Sonstige Leistungen 3) 98 0
1.743 1.437

1) Halbjahres-, Jahres- und Konzernabschluss, Abhängigkeitsbericht, Vergütungsbericht, Jahresabschüsse von Tochterunternehmen; Prüfung der Umstellung des ERP-Systems auf SAP S/4 HANA
2) Vereinbarte Untersuchungshandlungen in Bezug auf Umsatzerlöse, Abrechnungen der Management AG, Vorstandstantiemen und Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der nichtfinanziellen Konzernberichterstattung
3) Cyber Security Maturity Assessment

Informationen zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene jährliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist im Dezember 2023 vom Vorstand der HORNBACH Management AG und dem Aufsichtsrat der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht worden.

(35) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsvorfälle und Salden zwischen der HORNBACH Management AG und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden vollständig eliminiert. Daneben steht die HORNBACH Management AG unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit weiteren nahestehenden Unternehmen und Personen in Beziehung.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen

Für die HORNBACH Familien-Treuhandgesellschaft mbH, Annweiler am Trifels (ultimate controlling party), wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr administrative Unterstützung erbracht. Die Wertermittlung der erbrachten Leistungen im Geschäftsjahr 2023/24 erfolgte zu marktüblichen Preisen zu einem Wert von T€ 3 (Vj. T€ 3).

Es wurden im Vorjahr Dienstleistungen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 24 von einem sonstigen nahestehenden Unternehmen, welches von nahestehenden Personen der HORNBACH Management AG beherrscht wird, empfangen. Zum Bilanzstichtag am 29. Februar 2024 waren Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 16) offen. Die Leistungen wurden zu marktüblichen Preisen abgerechnet.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen

Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige.

Die Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat der HORNBACH Management AG sind der Anmerkung (37) zu entnehmen.

Sonstige Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen beinhalten den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen in den Märkten und Webshops der HORNBACH Gruppe für private Zwecke, welche zu regulären Verkaufskonditionen getätigt werden.

(36) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag 28. Februar 2024 bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des HORNBACH Management AG Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind.

Der Konzernabschluss der HORNBACH Management AG für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde am 16. Mai 2024 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

(37) Aufsichtsrat und Vorstand

Die Geschäftsführung der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA erfolgt durch die persönlich haftende Gesellschafterin HORNBACH Management AG, vertreten durch deren Vorstand. Die Bezüge der Organe werden von der HORNBACH Management AG getragen und sind in deren Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst. Gemäß § 8 Abs. 3 der Satzung werden sämtliche Auslagen im Zusammenhang mit der Vergütung der Organmitglieder der persönlich haftenden Gesellschafterin ersetzt.

Für das Geschäftsjahr 2023/24 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands der HORNBACH Management AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben für den Konzern T€ 1.343 (Vj. T€ 2.440). Kurzfristig fällige Leistungen entfallen in Höhe von T€ 1.827 (Vj. T€ 1.159) auf die feste Vergütung sowie in Höhe von T€ 4 (Vj. T€ 633) auf erfolgsbezogene Komponenten. Leistungen in Höhe von T€ -488 (Vj. T€ 648) entfallen auf die Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung. Die Mitglieder des Vorstands haben Anspruch auf eine mehrjährige variable Vergütung, die in jährlichen Tranchen mit einer Laufzeit von je vier Jahren gewährt wird, wobei die Höhe der Vergütung an definierte Leistungskennzahlen geknüpft ist.

Für aktive Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2023/24 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von T€ 408 (Vj. T€ 260) angefallen. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen für die Dotierung von Pensionsrückstellungen (Anmerkung 24).

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Konzern betragen im Geschäftsjahr 2023/24 insgesamt T€ 109 (Vj. T€ -9). Die Pensionsrückstellungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder betragen im Geschäftsjahr 2023/24 im Konzern insgesamt T€ 6.189 (Vj. T€ 6.003).

Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023/24 beläuft sich auf insgesamt T€ 829 (Vj. T€ 453). Davon entfallen kurzfristig fällige Leistungen in Höhe von T€ 620 (Vj. T€ 378) auf die Grundvergütung und T€ 209 (Vj. T€ 88) auf die Ausschusstätigkeit.

Die gesamte Vergütung des Vorstands (einschließlich ehemaliger Mitglieder des Vorstands) und des Aufsichtsrats beträgt in Summe T€ 2.281 (Vj. T€ 2.884).

 

Annweiler am Trifels, den 16. Mai 2024

HORNBACH Management AG

Der Vorstand

Albrecht Hornbach

Karin Dohm

Erich Harsch

VORSTAND

Jahresabschluss 29. Februar 2024
Verwendung der anderen Gewinnrücklagen zum Ausgleich des bestehenden Jahresfehlbetrags

Die HORNBACH Management AG schließt das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 2.192,54 ab. Zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags wird aus den bestehenden anderen Gewinnrücklagen ein Betrag in Höhe von € 2.192,54 entnommen.

 

Bornheim, den 29. April 2024

HORNBACH Management AG

Der Vorstand

Albrecht Hornbach

Karin Dohm

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HORNBACH Management AG, Annweiler am Trifels

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HORNBACH Management AG, Annweiler am Trifels, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 29. Februar 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie der Konzern-Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HORNBACH Management AG, Annweiler am Trifels, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 29. Februar 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 16. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steffen Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Patrick Wendlandt, Wirtschaftsprüfer

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