Kemmler Geschäftsführung SE
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Timo Kirstein seit 16.12.2025 | Geschäftsführer |
Wiebke Schindler-Krauß seit 16.12.2025 | Geschäftsführer |
Engin Soykan seit 21.12.2023 | Geschäftsführer |
Jürgen Mauthe seit 28.11.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kemmler Baustoffe GmbHTübingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023DER KEMMLER BAUSTOFFE GMBH, TÜBINGENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023DER KEMMLER BAUSTOFFE GMBH, TÜBINGEN
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER KEMMLER BAUSTOFFE GMBH, TÜBINGENI. Allgemeine AngabenDie Kemmler Baustoffe GmbH hat ihren Sitz in Tübingen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart eingetragen (Reg.-Nummer HRB 1053). Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Gemäß § 265 Abs. 5 und 6 HGB wurde die Bezeichnung einzelner Posten ihrem tatsächlichen Inhalt angepasst. Dies betrifft im Einzelnen:
Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um den Posten Forderungen gegen Gesellschafter erweitert. II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung1. Angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von drei Jahren angesetzt. Der aktivierte entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB linear über einen Zeitraum von 5 bzw. 10 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und neunzehn Jahren angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Um das Finanzanlagevermögen bei nur vorübergehender Wertminderung mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wurden keine außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Bei den Forderungen aus Lieferungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3 % berücksichtigt. Die ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der Projected unit-credit-method (PUC- oder Anwartschaftsbarwertmethode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung folgender Parameter ermittelt:
Der für Zwecke der Ermittlung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,74 %. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. In die Berechnung der aktiven latenten Steuern wurden die Differenzen aus der unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertung von Immateriellen Vermögensgegenständen und Pensionsverpflichtungen einbezogen. Bei der Berechnung der passiven latenten Steuern wurden Differenzen aus einem Sonderposten mit Rücklagenanteil berücksichtigt. Zu Grunde gelegt wurde ein kombinierter Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuersatz von 30%. Der sich ergebende Aktivüberhang wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß §274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. 2. Grundlagen für die Umrechnung von WährungspostenSoweit keine Bewertungseinheiten (§ 254 HGB) gebildet wurden, werden Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag mit dem zum Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs angesetzt. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet (§ 256a HGB). III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
2. ForderungenSämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Zu den sonstigen Vermögensgegenständen gehören auch Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Im Einzelnen sind dies Steuererstattungsansprüche von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 866). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 722 (Vorjahr TEUR 25.972). 3. Rückstellungen für PensionenDer Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 30. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 4. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Beitreibungen, Reklamationen, Kundengutschriften und Personalverpflichtungen. Daneben kommen die üblichen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten zum Ausweis. 5. VerbindlichkeitenVerbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 2.355 (Vj. TEUR 8.705) solche aus Lieferungen und Leistungen. Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche und kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. 6. SteuerabgrenzungZum Bilanzstichtag liegen zu versteuernde temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Bewertung von Immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen sowie Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.231 (Vorjahr TEUR 2.173) vor. Die daraus sich ergebenden aktiven latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30 % berechnet. Darüber hinaus liegen zu versteuernde temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Bewertung von Sachanlagen sowie Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.084 (Vorjahr TEUR 1.144) vor. Die daraus sich ergebenden passiven latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30 % berechnet. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer in Höhe von 30%. Der sich ergebende Aktivüberhang wurde nach dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert. 7. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.324.860,24 zusammen mit dem vorhandenen Gewinnvortrag in Höhe von EUR 44.872.121,99 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Periodenfremde ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten nicht regelmäßig wiederkehrende Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind oder betriebsfremd sind, in Höhe von TEUR 2.916 (Vorjahr TEUR 2.155). Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.533), um Buchgewinne aus der Veräußerung von Anlagevermögen (TEUR 510), Versicherungserstattungen (TEUR 416) sowie um den Eingang ausgebuchter Forderungen (TEUR 351). 9. Periodenfremde AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nicht regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind oder betriebsfremd sind, in Höhe von TEUR 2.139 (Vorjahr TEUR 2.507). Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Forderungsverluste, Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen, Schadensfälle, Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen, sowie um Zuweisungen für Rückstellungen und Spenden. V. Sonstige Pflichtangaben1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und HaftungsverhältnisseZum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Mietverträgen für die Betriebsgrundstücke und -gebäude gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 13.124, jährlich kündbar) sowie aus Mietverträgen für Lagerplätze, andere Mieten und Pkw-Leasing. Die eingegangenen Leasingverpflichtungen dienen vorrangig der Liquiditätsschonung. Risiken sind hieraus nicht ersichtlich. Die Entwicklung der Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter stellt sich wie folgt dar:
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 3.897 (Vorjahr TEUR 3.030), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 3.897 (Vorjahr TEUR 3.030). Die fremden Verbindlichkeiten valutieren zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 43.134 (Vj. TEUR 22.519). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist sehr gering. 2. Gesamtbezüge der UnternehmensorganeDie Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung entfällt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. 3. AbschlussprüferhonorarAuf die Angabe zum Abschlussprüferhonorar wird mit Hinweis auf § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB verzichtet. 4. Angaben zu den Mitgliedern der UnternehmensorganeIm Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch
wahrgenommen. 5. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGBAls Trägerunternehmen der Kemmler Unterstützungseinrichtung e. V., Tübingen, bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen. Im Jahr 2023 wurden Zuweisungen in Höhe von TEUR 730 getätigt. Der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszins 1,82 %) ermittelte Fehlbetrag der Unterstützungskasse beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.367. 6. Nicht zu marktüblichen Geschäften zustanden gekommene GeschäfteGeschäfte zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen im Wesentlichen zu verbundenen Unternehmen, sowie weiteren Unternehmen der Kemmler Firmenfamilie. Diese Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. 7. Durchschnittliche Zahl der BeschäftigtenIm Berichtsjahr wurden keine Mitarbeiter im Sinne von § 285 Nr. 7 HGB beschäftigt. 8. UnternehmensbeziehungenDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kemmler SE & Co. KG, Tübingen einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 9. AusschüttungssperreZum 31. Dezember 2023 unterliegt nach § 53 Abs. 6 S.2 HGB ein Betrag von TEUR 30 der Ausschüttungssperre (vgl. Ausführungen zu Punkt IV. 3. Rückstellungen für Pensionen).
Tübingen, den 6. Juni 2024 Kemmler Baustoffe GmbH, Tübingen Kurt Binder Alexander Bässler Engin Soykan Lagebericht zur Bilanz per 31. Dezember 2023der Kemmler Baustoffe GmbH, Reutlinger Straße 63, 72072 Tübingen1.) Kemmler BaustoffeDie Kemmler Baustoffe GmbH, Tübingen ist Teil der Kemmler Firmenfamilie, deren Wurzeln bis ins Jahr 1885 zurückreichen. Insgesamt verfügt Kemmler Baustoffe über 30 Standorte in Süddeutschland, an denen insgesamt ca. 1.400 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zusammen erwirtschafteten sie im Jahr 2023 einen Umsatz von rd. 562 Mio. Euro. In Baden-Württemberg zählt die Kemmler Baustoffe zu den Marktführern der Branche. 2.) TätigkeitsfeldDas Unternehmen ist in der Sparte Baustoff-Fachhandel tätig. Der Handel mit Baustoffen erfolgt auf der Groß- und Einzelhandelsstufe sowie über den unternehmenseigenen Onlineshop. Schwerpunktmäßig ist das Unternehmen dabei als Mittler auf der Ebene des Baustoffgroßhandels zwischen der Baustoffindustrie und gewerblichen Kunden, z.B. Architekten, Bauunternehmen sowie den verschiedenen handwerklichen Sparten des Bau- und Ausbaugewerbes tätig. Ein zweiter Abnehmerkreis im Baustoffgroßhandel bilden private Bauherren und Hausbesitzer. 3.) ZweigniederlassungenReutlinger Straße 63, 72072 Tübingen Ulmer Straße 118, 73431 Aalen Bahnhofstraße 54, 72213 Altensteig Lange Straße 18, 72336 Balingen Hanns-Klemm-Straße 12, 71034 Böblingen Kalkofenstraße 54, 71083 Herrenberg Industriestraße 90, 72160 Horb a.N. Lautertalstraße 38, 72525 Münsingen Brunnenstraße 17 - 19, 72379 Hechingen Neckarstraße 37, 78727 Oberndorf Kesselstraße 33, 70327 Stuttgart-Wangen Benzstraße 19, 70736 Fellbach-Oeffingen Dieselstraße 15, 70736 Fellbach-Oeffingen Schwieberdinger Straße 200, 70435 Stuttgart-Stammheim Gutenbergstraße 57, 72555 Metzingen Senefelder Str. 1-3, 72555 Metzingen Otto-Renner-Straße 18, 89231 Neu-Ulm Lange Straße 32, 73614 Schorndorf Mülleräcker 1-5, 75177 Pforzheim Dennigstraße 4, 75179 Pforzheim (bis zum 31.12.2023) Rudolf-Diesel-Straße 2, 78166 Donaueschingen Lauterstraße 11, 72622 Nürtingen-Zizishausen Am Autobahnkreuz 9 - 13, 74189 Weinsberg Industriestraße 10, 86420 Diedorf Waldstraße 9, 86453 Dasing Senefelderstraße 15, 86368 Gersthofen Unterwald 8, 79364 Malterdingen Junkersstraße 3, 76275 Ettlingen Hardtring 16, 78333 Stockach Nikolaus-Otto-Straße 4, 70771 Leinfelden-Echterdingen Gewerbegebiet 6, 88213 Ravensburg (bis zum 08.12.2023) Josef-Eggler-Straße 8, 88250 Weingarten (ab dem 09.12.2023) Siemensstraße 46, 72766 Reutlingen Auerstraße 3, 79108 Freiburg Die einzelnen Zweigniederlassungen werden im Rahmen der Betriebsabrechnung als eigenständige Profitcenter geführt. 4.) Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenGetrieben durch die Entwicklung der Bau- und Finanzierungskosten sowie die Teuerung der Lebenshaltungskosten prognostizierte der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie das Institut für Wirtschaftsforschung Ende 2022 bzw. Anfang 2023 einen realen Umsatzrückgang von 6-7% für das Berichtsjahr. Der Umsatzrückgang wurde überproportional stark im Wohnungsbau prognostiziert. Der öffentliche Bau sowie der Wirtschaftsbau wurden tendenziell positiver, wenngleich auch mit negativer Entwicklung vorhergesehen. Das Hochbaugewerk ist stärker vom Umsatzrückgang betroffen als das Gewerk Tiefbau. Die Erwartung der Betriebe an die zukünftige wirtschaftliche Lage war bereits zu Jahresbeginn durch den schwindenden Auftragsbestand und den deutlich geringen Auftragseingang eingetrübt. Mehr als 60 Prozent der Betriebe gingen von einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung aus. Tatsächlich war das Baujahr 2023 geprägt durch weiter steigende Bauzinsen sowie einem, insbesondere bis zum Herbst, starken Inflationsgeschehen. Die im Vorjahr bestehende Materialverfügbarkeitsproblematik löste sich im Jahresverlauf weitestgehend auf. Die Baumaterialpreise entwickelten sich jedoch im ersten Halbjahr deutlich nach oben. Bei allen mineralischen Baustoffen wie Zement, Gips, keramischen Dachziegeln und Beton fand eine deutliche Verteuerung zum Vorjahreszeitraum statt. Diese Gesamtentwicklung konnte nicht durch die negative Preisentwicklung im Bereich Holz aufgewogen werden. Das Statistische Bundesamt weist für das Jahr 2023 im Bauhauptgewerbe in allen Betrieben einen nominal steigenden Umsatz um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Bereinigt um einen deutlichen Preiseffekt von plus 7%, ergab sich ein realer Rückgang um 5,2% gegenüber 2022. Der Bereich Hochbau entwickelte sich mit nominal -2,1% deutlich schlechter als der Tiefbau, welcher mit einem Umsatzzuwachs von nominal 7,5% schloss. Nach Bauarten betrachtet konnte sich der Wirtschaftsbau nominal um +5,5% sowie der öffentliche Bau mit 6% nominalem Umsatzzuwachs deutlich besser entwickeln als der Wohnungsbau mit einem nominalen Rückgang von 5,6%. Real ergab sich in allen Bereichen und Bauarten eine deutlich rückläufige Umsatzentwicklung. Gleichzeitig stieg der Auftragseingang nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2023 nominal um 3,3 Prozent an, sank jedoch preisbereinigt, real um -4,4% im Vorjahresvergleich ab. Der Bereich Hochbau ist vom Rückgang des Auftragseingangs mit nominal 5,0% bzw. real 11,4% deutlich stärker betroffen als der Bereich Tiefbau, welcher nominal noch einen Anstieg um 12,2% bzw. real von 3,0% verbuchen konnte. Insbesondere im Wohnungsbau ist mit nominal -13,5% bzw. real -19,7% ein immenser Einbruch im Auftragseingang zu verzeichnen. Dies ist unteranderem auf die gestiegenen Bau- und Zinskosten zurückzuführen. Der Tiefbau abseits des Straßenbaus verzeichnet dagegen mit 8,1% nominal bzw. 16,2% real eine deutliche Zunahme der Auftragseingänge. Neben sinkenden Auftragseingängen haben so viele Bauunternehmen mit Stornierungen zu kämpfen, wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Die Entwicklung des Wohnungsbaus, der in den vergangenen Jahren eine belastbare Stütze der Baukonjunktur war, setzte ihren Negativtrend aus dem Vorjahr fort. Im Jahr 2023 wurden nur 260.071 Wohnungen genehmigt, das sind 94.332 bzw. 26,6 % weniger als im Vorjahr. Hierbei ist bei den Wohngebäudearten eine differenzierte Entwicklung zu verzeichnen. Mit -41,5% sind weiterhin die erteilten Genehmigungen für Ein- bzw. Zweifamilienhäuser stark rückläufig. Aber auch die im Jahr 2022 noch weitestgehend stabile Anzahl an Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser ist im vergangenen Jahr deutlich, um 25,1%, eingebrochen. Gesamthaft betrachtet hat sich das Baujahr 2023 entsprechend der Prognose zu Jahresbeginn entwickelt. Wesentliche Treiber sind die gestiegenen Bau- sowie Zinskosten, welche sich auf alle Bauarten negativ auswirken. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten wirken sich zusätzlich negativ auf die Wohnungsbautätigkeit aus. 5.) Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens 5.1) Umsatzentwicklung:
5.2) Investitionen:Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 betrafen: Bereich:
Künftige Investitionen werden, analog zur Vergangenheit, unter der Berücksichtigung betriebsnotwendiger Substanzerhaltung und der Zukunftssicherung des Unternehmens getätigt. 5.3) Darstellung der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageZum 31. Dezember 2023 beträgt die Bilanzsumme der Kemmler Baustoffe GmbH 167.784 t€ gegenüber 215.928 t€ im Vorjahr. Die Reduktion beträgt demzufolge 48.144 t€. Die Reduktion der Bilanzsumme ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Reduktion im Umlaufvermögen zurückzuführen. Die Abnahme der Warenvorräte um 18.142 t€, der stichtagsbezogene Rückgang der Forderung aus Lieferungen und Leistungen um 4.369 t€ sowie die Verminderung der Forderungen gegen Gesellschafter um 25.362 t€ sind hierbei hauptursächlich zu nennen. Die Abnahme des Vorratsbestandes resultiert unter anderem aus einem strategisch gewollten Abbau der Lagerbestände als Reaktion auf die wieder verbesserte Warenverfügbarkeit bei unseren Lieferanten. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 4.786 t€ basiert im Wesentlichen auf einer Umstrukturierung der Finanzierung innerhalb der Kemmler Firmenfamilie. Das Anlagevermögen reduzierte sich um 3.410 t€, im Wesentlichen als Folge planmäßiger Abschreibungen. Das Eigenkapital stieg im Vorjahresvergleich um 3.325 t€. Dies ist auf die Thesaurierung des Jahresüberschusses zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote stieg als Folge des überproportionalen Rückgangs der Bilanzsumme um 16,3%-Punkte auf nun 65,8%. Die Rückstellungen gingen um 4.512 t€ zum Vorjahr zurück. Der Rückgang der Rückstellungen erfolgte hauptsächlich in den Pensionsrückstellungen, den Steuerrückstellungen und den Rückstellungen für Tantiemen. Die Verbindlichkeiten nahmen im Berichtsjahr um 46.956 t€ ab. Der Rückgang der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen auf dem Rückgang von Bankverbindlichkeiten in Höhe von 4.211 t€ und dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 40.220 t€. Der deutliche Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist auf eine Umstrukturierung der internen Finanzierung innerhalb der Kemmler Firmenfamilie zurückzuführen. Die ganzjährige, stabile Liquiditätssituation sowie der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit sind unverändert Ausdruck der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens. Die Umsatzerlöse und die daraus resultierende Gesamtleistung mit 561.794 t€ gingen im Vergleich zum Vorjahr (599.755 t€) um 37.961 t€ zurück. Der Rückgang der Gesamtleistung ist dem harten Konjunktureinbruch in der Baubranche im Jahr 2023 geschuldet. Der Materialaufwand ging aufgrund der rückläufigen Umsätze um 28.287 t€ zurück, die Materialquote blieb mit einem geringen Anstieg um 0,1 % nahezu konstant. Die Handelsspanne sank im Berichtsjahr demzufolge um 0,1%-Punkte auf 24,2 %. Der Rohertrag lag mit 136.160 t€ um 9.674 t€ unter Vorjahr. Der Personalaufwand ging um 1.969 t€ auf 2.021 t€ zurück. Die Abschreibungen lagen als Folge der geringeren Investitionstätigkeit im Berichtsjahr mit 8.567 t€ um 929 t€ unter Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere aufgrund gestiegener Pachten und Energiekosten um 2,2 % zum Vorjahr. Das Statistische Bundesamt meldet per November 2023 im Bauhauptgewerbe einen Insolvenzanstieg um 26%. Diese Entwicklung fußt auf einkaufsseitigen Kostensteigerungen und vertriebsseitigem Preisdruck aufgrund der verfügbaren Kapazitäten im Markt. Dem gestiegenen Risiko von Forderungsausfällen hat die Gesellschaft durch entsprechende Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen. Zur Absicherung des Forderungsausfallrisikos besteht zudem eine Warenkreditversicherung. Das Lagerrisiko, ausgehend von einem umfangreichen Vollsortiment, wurde im Zuge der Bestandsbewertung durch entsprechende Lagerabwertungen berücksichtigt. Dem Gedanken der Risikominimierung zufolge bestehen Haftpflicht- und Sachversicherungsverträge mit ausreichenden Deckungshöhen. Bestandsgefährdende Risiken sind deshalb aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Abschreibungen und Rückstellungen wurden im Rahmen der zulässigen Bewertungsgrenzen voll ausgenutzt. Das betriebliche Ergebnis betrug im Jahr 2023 4.922 t€ und damit 9.330 t€ weniger als im Vorjahr. Das Jahresergebnis in Höhe von 3.325 t€ liegt um 6.185 t€ unter dem Vorjahr und damit unter den zu Jahresbeginn 2023 angenommenen Erwartungen. Das Jahr 2023 war aus Sicht der Geschäftsführung aufgrund der rückläufigen Konjunkturlage ein herausforderndes und aufgrund der Ergebnisentwicklung kein zufriedenstellendes Jahr. 6.) Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung6.1) Merkmale des Risikomanagementsystems und des internen KontrollsystemsDie Kemmler Baustoffe GmbH ist überwiegend im Inland unternehmerisch aktiv. Unser Handeln ist wie jede unternehmerische Tätigkeit untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Das Management von Chancen und Risiken zählt daher zu den wesentlichen Bestandteilen der Unternehmensführung und bildet die Grundlage für einen langfristig positiven Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Bei Kemmler gibt es eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur, die vorsieht, dass Schlüsselfunktionen zentral gesteuert werden. Unterstützt wird dies durch ein zusammenhängendes Berichtssystem (Planung und Controlling). Das Risikomanagement ist Bestandteil des Berichtssystems und stellt sicher, dass die Unternehmensführung rechtzeitig und umfassend informiert wird. Diese offene Kommunikation dient als Basis für die Entwicklung geeigneter Strategien im Umgang mit den jeweiligen Chancen bzw. Risiken. Das Chancen- und Risikomanagement bei Kemmler wird durch ein internes Kontrollsystem (IKS) ergänzt. Die Kernelemente dieses IKS sind ein grundsätzliches Vier-Augen-Prinzip sowie eine generelle Trennung von zentralen Funktionen, die durch Zugriffsbeschränkungen in den EDV-Systemen zusätzlich abgesichert ist. Ferner werden die wichtigsten Ertrags- und Aufwandspositionen monatlich analysiert und die Entwicklung sämtlicher Kostenarten beobachtet, um Abweichungen zeitnah festzustellen und etwaige Gegenmaßnahmen zu ergreifen. 6.2 Darstellung der wesentlichen Chancen und Risiken im Jahr 2024Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe erwartet im Jahr 2024 einen Umsatzrückgang von 3%. Diese Einschätzung teilen tendenziell sowohl der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, welcher ein Minus von 3,5% prognostiziert als auch das Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin, welches einen etwas geringeren Rückgang von 2,7% vorhersieht. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem steigende Bau- und Finanzierungskosten, aber auch deutliche Teuerungen in der Lebenshaltung. Gemäß dem Statistischen Bundesamt ist der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe in den ersten beiden Monaten 2024 real um +1,1% gestiegen. Die Umsätze dagegen reduzierten sich real um 1,3% zum Vorjahreszeitraum. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage im Bauhauptgewerbe ist gemäß dem ifo Institut im April 2024 schlechter als noch zum Vorjahreszeitpunkt. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartung an die zukünftige Geschäftslage ist leicht optimistischer als noch zu Jahresbeginn. Inwieweit dieser verhaltene Optimismus sich auf die tatsächliche Geschäftslage durchschlägt, bleibt ebenso abzuwarten wie deren zeitlicher Horizont. Die Entwicklung des Wohnungsbaus wird vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe weiterhin deutlich rückläufig prognostiziert, die Umsatzerwartungen sinken nominal um 15% im Vergleich zum Vorjahr, real ist ein Rückgang von 13% zu erwarten. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sieht den Rückgang mit real 12% ähnlich. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin dagegen prognostiziert einen deutlich geringeren Rückgang in den Bauinvestitionen im Wohnungsbau. Die erteilten Neubauwohnungsgenehmigungen in Deutschland sanken in den ersten beiden Monaten des aktuellen Jahres um 23,2%, in unserem Kerngeschäftsgebiet Baden-Württemberg ist der Rückgang mit 41,1% deutlich stärker ausgefallen. Die Genehmigungen von reinen Wohngebäuden sind in Deutschland mit 29,6%, in Baden-Württemberg sogar mit ca. 39,8% rückläufig. Nach dem im Vorjahr der Rückgang im Ein- und Zweifamilienhausbereich deutlich stärker ausgeprägt war als im Bereich der Mehrfamilienhäuser, hat sich der Genehmigungsrückgang beider Gebäudearten angenähert. Auf die gesamte Bundesrepublik betrachtet gehen die genehmigten Ein-/Zweifamilienhäuser mit 32,7% weiterhin etwas stärker zurück als die Genehmigungen von Mehrfamilienhäusern mit 25,2%. In Baden-Württemberg ist die Lage abweichend, die genehmigten Einfamilienhäuser gehen um 38,5% zurück, die genehmigten Mehrfamilienhäuser sogar um 44,0 %. Die Anzahl fertiggestellter Wohnungen geht weiter deutlich zurück. Im Berichtsjahr 2023 wurden weniger als 300.000 Wohnungen fertiggestellt. Für das Jahr 2024 werden, unter Berücksichtigung der deutlich zurückgegangenen Aufträge, voraussichtlich nur noch 235.000 Wohnungen fertiggestellt. Pro Jahr werden aktuell mindestens rund 300.000 neue Wohnungen benötigt. Die Bundesregierung hat bereits 2022 das Ziel von mindestens 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr ausgegeben. Dieses Ziel wird nach 2022 und 2023 nun auch im Jahr 2024 verfehlt werden. Diese Problematik lässt aufgrund ihrer sozialen Auswirkungen eine entsprechende Ergreifung von Fördermaßnahmen zur Stärkung des Wohnungsbaus durch die Politik erwarten. Zudem sind weitere Maßnahmen erforderlich, um das durch die Europäische Union ausgegebene Ziel zu erreichen, den CO 2 -Ausstoss bis 2050 um 55% zu reduzieren. Hierfür werden laut einer durch die KFW initiierte Studie zusätzliche Investitionen in Höhe von 254 Mrd. EUR im Wohnungsbau notwendig. Der ZDB prognostizierte für das Jahr 2024 steigende Investitionen im Wirtschaftsbau. Dies ist unter anderem auf den Tiefbau im Wirtschaftsbau zurückzuführen. Durch die voranschreitende Energie- und Mobilitätswende wird der Tiefbauanteil am Wirtschaftsbau deutlich höher. In den letzten 8 Jahren stieg der Anteil bereits um 8 Prozentpunkte auf mittlerweile 46% Anteil am Gesamtwirtschaftsbau. Im laufenden Jahr wird erwartet, dass sich der Hoch- und Tiefbau gleichermaßen aufteilt. Insgesamt rechnet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe mit einer realen Umsatzsteigerung von +2,7% im Wirtschaftsbau, der Wirtschaftstiefbau trägt hierzu mit einer erwarteten, realen Steigerung von +7,0% bei. Im Wirtschaftshochbau wird ein weiterer Rückgang um real -1% erwartet. Sowohl das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (+0,9%) als auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (+2,0%) sehen die Entwicklung etwas pessimistischer. Nach Einschätzung des ZDB wird im öffentlichen Bau der Umsatz nominal um +1% steigen, bereinigt um die Preisentwicklung entspricht dies einem realen Wachstum von +3%. Der Hochbau kann im öffentlichen Bau mit nominal +3% Steigerung zum Vorjahr im Vergleich zu anderen Segmenten wachsen und zudem stärker wachsen als der Tiefbau. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin wie auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sehen auch in diesem Baubereich die Entwicklung schwächer als der Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Potenziale ergeben sich im öffentlichen Bau aus dem Investitionsstau, den die öffentliche Hand in den vergangenen Jahren aufgebaut hat und aktuell weiter ausbaut. Nur allein die Kommunen schieben notwendige Investitionen von 165,6 Milliarden Euro vor sich her. Dieser Investitionsstau wird sich in den kommenden fünf Jahre weiter erhöhen. Marktchancen sehen wir besonders aus dem energetischen Sanierungsbedarf, welcher mit Blick auf die Klimakrise in den kommenden Jahren für zusätzliches Volumen sorgen wird. Der immense Investitionsstau im öffentlichen Bereich sowie die zunehmende Wohnungsknappheit lassen zumindest mittelfristig einen Nachfrageanstieg erwarten. Dies lässt viele Bauunternehmen die Kapazitäten aufrechterhalten, die bei einem Anstieg zeitnah für eine deutliche Marktbelebung sorgen können. Wesentliche Impulse könnten zum einen von öffentlichen Subventionen im Wohnungsbau aber auch von einer sinkenden Zinsentwicklung ausgehen. Unabhängig davon sichern wir den Ertrag durch externe Auslastung unserer Transportflotte, die Hebung von Kostensenkungspotenzialen sowie durch Verbesserung unseres Risikomanagements ab. Zum Planungszeitpunkt im letzten Quartal des Berichtsjahres ging die Geschäftsführung von einer Rückkehr auf das Umsatzniveau von 2022 aus. Das geplante Betriebsergebnis berücksichtige den Preisdruck im Markt und lag deshalb unter dem Betriebsergebnis des Jahres 2022, aber über dem des Berichtsjahres. Die beschriebene Lage der Baukonjunktur, spiegelt sich aktuell in den Umsätzen der ersten drei Monate des laufenden Jahres 2024 wider. Sowohl Umsatz als auch Betriebsergebnis liegen aktuell unter Plan sowie unter Vorjahr. Für das verbleibende Jahr sehen wir die vorstehend beschriebene Potenziale sowie aus diesen eine etwas positivere Entwicklung des Restjahrs. Wir gehen deshalb für das Gesamtjahr 2024 aktuell von einer Geschäfts- und Ertragsentwicklung auf Niveau von 2023 aus.
Tübingen, 05. Juni 2024 Kurt Binder Alexander Bässler Engin Soykan BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kemmler Baustoffe GmbH, Tübingen, PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Kemmler Baustoffe GmbH, Tübingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kemmler Baustoffe GmbH, Tübingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 7. Juni 2024 BANSBACH
GmbH
Neumann, Wirtschaftsprüfer Storz, Wirtschaftsprüfer |
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