KNAPHEIDE GmbH Hydraulic-Hoses
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Post seit 15.1.2025 | Geschäftsführer |
Florian Georg Wiedemeyer seit 3.3.2023 | Prokura |
Thomas Armerding seit 3.3.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Knapheide Solutions GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 20.02.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen der Knapheide Solutions GmbH Die Knapheide Solutions GmbH ist eine 100% Tochter der HANSA-FLEX AG und eine von zwei neu gegründeten Gesellschaften. Zusammen mit der Schwestergesellschaft, der Knapheide Schlauchtechnik GmbH wurden beide Gesellschaften mit dem Zweck gegründet die Assets der insolventen Knapheide-Gruppe zu übernehmen und die Geschäfte im Rahmen eines Betriebsübergangs weiterzuführen. Die Knapheide Solutions hat die Assets, Mitarbeiter und Prozesse der ehemals eigenständigen Gesellschaft Knapheide Hydraulik-Systeme, Beckum übernommen. Die Knapheide Solutions tritt auch für die Schwestergesellschaft Knapheide Schlauchtechnik als Entrepreneur Gesellschaft auf und ist das "Gesicht" für den Kunden. In der Schwestergesellschaft erfolgt die Fertigung von Hydraulikschlauchleitungen und die Vorproduktion von Dreh- und Zerspanungsartikeln für die weitere Verwendung in der Knapheide Solutions. B. Unternehmerische Verantwortung Knapheide ist ein Teil des HANSA-FLEX Konzerns. Der HANSA-FLEX Konzern ist führend in der Hydraulikbranche und hat sich nicht nur als innovativer Technologiepartner, sondern auch als verantwortungsbewusstes Familienunternehmen etabliert. Das Management und die Aktionäre sind sich Ihrer unternehmerischen Verantwortung bewusst und legen dabei großen Wert auf Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit und wirtschaftliches Handeln. Dies gilt für die Konzernmutter wie auch für alle Tochtergesellschaften weltweit. C. Darstellung des Geschäftsverlaufes 1. Entwicklung wirtschaftliches Umfeld und Unternehmen Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel erzeugende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober 2023 (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt € 254 Mrd., der Umsatz von € 264 Mrd. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA Die Knapheide Solutions entstand in der aktuellen Form erst in 2023. Die im Geschäftsjahr erwirtschafteten Umsätze resultieren daher auch nur aus dem Zeitraum vom 15.04.2023 - 31.12.2023. Im Geschäftsjahr wurde ein Umsatz erwirtschaftet der deutlich unter den Erwartungen lag. Der schwächelnde Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland sowie die stark zurückgegangene Baukonjunktur sorgen dafür, dass Zulieferer dieser Branchen - wie Knapheide- indirekt in diese Entwicklung mit hineingezogen werden. Wir beobachten bei vielen unserer Großkunden Stornowellen von Bestellungen und daraus resultierender Kurzarbeit und somit auch ein Rückgang der Nachfrage nach Hydraulikartikeln. 2. Auftragslage und Umsatzentwicklung Im Berichtsjahr konnte die Knapheide Solutions Umsatzerlöse in Höhe von € 38,7 M erwirtschaften. Geänderte Prozesse, neues Führungspersonal und ein sich stark verändertes wirtschaftliches Umfeld sorgen dafür, das Vergleichsdaten aus der Vergangenheit nicht sinnvoll verwendet werden können oder gar nicht vorliegen. Die Kundenstruktur der Knapheide Solutions fokussiert sich ausschließlich auf die großen Hersteller im Maschinen- und Anlagenbau wie z.B. Liebherr oder Wacker-Neusson mit denen langfristige Geschäftsbeziehungen bestehen. Insgesamt wurden in 2023 über 200 Kunden beliefert. 3. Einkauf, Produktion und Logistik Die Knapheide Solutions verfügt im Einkauf ausschließlich über langjährige westeuropäische Lieferanten. Anbaumaterial für die Produktion von Hydraulikschlauchleitungen wird ausschließlich selbst in der eigenen Fertigung in Kaltenkirchen bei Hamburg hergestellt und im Hauptwerk Daimlerring 1 in Beckum veredelt. Weitere zerspanende Bearbeitung für komplexe Produkte wie beispielsweise Ventile oder Drehdurchführungen finden direkt in der Produktion am Hauptstandort in Beckum statt. Rahmenlieferverträge sowie softwarebasierte Dispositionsverfahren auf Basis des verwendeten SAP S/4 sichern eine bedarfs- und zeitgerechte Belieferung der Unternehmensgruppe und die gleichbleibend hohe Verfügbarkeit von Material. 4. Investitionen Die im Rahmen des Asset Deals übernommenen Anlagen und Geschäftsausstattungen wurden im Geschäftsjahr erst einmal einer gründlichen Instandhaltung unterzogen. Nach und nach ergeben sich verbesserte Fertigungsprozesse und es stellte sich schnell heraus, welche Anlagen ersetzt werden müssen oder ersatzlos verschrottet werden können. Im Geschäftsjahr haben kaum weitere Investitionen stattgefunden. Vereinzelte Ersatzinvestitionen wurden durchgeführt. 5. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Das Finanzwesen, das Rechnungswesen und auch das Controlling wurde nach der Übernahme der Knapheide Gruppe grundlegend neu aufgestellt. Als Hausbanken fungieren die Sparkasse Beckum und die Commerzbank Essen, welche bereits vor der Übernahme den Hausbank-Status inne hatten. Größere Finanzierungen wurden in 2023 nicht durchgeführt. Grundsätzlich werden Finanzierungsbedarfe entweder durch Mithaft der HANSA-FLEX AG oder durch Intercompany Darlehen umgesetzt. Kleinere Banklinien für den täglichen Bedarf bestehen bei den beiden Hausbanken. 6. Mitarbeiter und Organisation Bei der Knapheide Solutions waren zum 31.12.2023 226 Mitarbeiter beschäftigt. Im Durchschnitt waren es im Geschäftsjahr 221 Mitarbeiter. 7. Umweltschutzaktivitäten Nachhaltigkeit und Umweltschutz stehen sehr hoch auf der Agenda der Knapheide Solutions. Zusammen mit dem Schwesterunternehmen ist Knapheide auch Teil der Ökoprofit-Initiative, welche vom Land Nordrheinwestfalen unterstützt wird (https://www.oekoprofit.info/). D. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Abschluss des Geschäftsjahres € 31,3 M. Die Aktivseite der Bilanz zeichnet sich durch ein umfangreiches Umlaufvermögen in Form von Lagerbeständen aus. Rd. 71% der Bilanzsumme stellen die Vorräte dar. 2. Finanzlage Das Finanzmanagement der Knapheide findet zentral in Bremen bei der HANSA-FLEX AG statt. Während des Berichtsjahres und zum Bilanzstichtag stand stets ausreichend Liquidität zur Verfügung, Zahlungsverpflichtungen wurden - so weit vertraglich vereinbart - unter Skontoziehung reguliert. Eine rollierende Liquiditätsplanung ist als Überwachungsinstrument des Cash-Flows implementiert und wird weiter optimiert. 3. Ertragslage Die Ertragslage der Knapheide Solutions weist im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag von rund € -2,07 M aus. Dieses Ergebnis liegt deutlich unter der Planung. Die schwache konjunkturelle Entwicklung und hohe Restrukturierungskosten im Rahmen der Übernahme haben zu diesem Verlust geführt. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Risikostruktur der Knapheide Solutions ist relativ hoch, da man sich ausschließlich auf sehr große Kunden im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus konzentriert hat. Durch die sehr effektive Vertriebsausrichtung der Konzernmutter soll der Bereich der Mittelstandkunden in der nächsten Zeit ertragreich ausgebaut werden. 5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung In einem wettbewerblich geprägten Marktumfeld konnte sich die Knapheide gut behaupten. Interne Probleme, schwaches Management und Wachstumsschwierigkeiten haben das Unternehmen in Schieflage gebracht, welche dann in einer Insolvenz geendet ist. Die Produktions- und Vertriebsprozesse sind nach wie vor stabil und mit der Hilfe von HANSA-FLEX werden die zu optimierende Punkte in der Verwaltung und im Qualitätsmanagement nach und nach verbessert. Risiken werden im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebes kontrolliert eingegangen, verfolgt und ggf. gezielt abgesichert. Beschaffungsrisiken sind durch einen engen Kontakt zu den wenigen Lieferanten im Rahmen kalkulierbar und beherrschbar. Preisänderungsrisiken haben sich nach der erfolgten Übernahme wieder auf ein betriebsübliches Niveau reduziert. Bestandsrisiken sind gering - die gelagerten Produkte schlagen sich um, unterliegen keinen 'Modetrends' oder nachhaltigen, technischen Änderungen und sind vergleichbar lange haltbar. Die Warenwirtschaft operiert über "First-in First-out" Entnahmen, so dass die ältesten Teile zuerst verarbeitet werden. Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten spielen im Geschäftsmodell der Knapheide Schlauchtechnik keine Rolle. Vertragsrisiken bestehen allgemein im Bereich Lieferantenverträge. Die Verbreiterung und Qualifizierung der Bezugsquellen des Materials lassen dieses Risiko eher geringer werden. Alle Vertragsrisiken werden im Bedarfsfall mit juristischen Beratern abgeklärt. Grundsätzlich bestehen ebenfalls die erforderlichen Versicherungen für alle relevanten Bereiche in ausreichendem Maße. Das Vertriebs- und Absatzrisiko ist unverändert moderat vorhanden, wird aber als kontrollierbar eingeschätzt. In den letzten Monaten konnten viele Neukunden gewonnen werden. 6. Risikomanagementziele und -methoden Knapheide ist in das Risikomanagement der HANSA-FLEX AG integriert und wird entsprechend mit überwacht. Das Risikomanagementsystem beruht auf einer Kombination aus Prozessen, Tools und Kontrollen, die es uns ermöglichen, potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu überwachen. Monatliche Planungsgespräche mit dem Knapheide Management und dem Vorstand der HANSA-FLEX AG sorgen für eine hohe Integration der neuen Gesellschaft in den HANSA-FLEX Konzern. Weiterhin haben wir klare Verantwortlichkeiten und Rollen definiert, um sicherzustellen, dass alle Risiken adäquat behandelt werden. Dabei arbeiten wir eng über alle Hierarchieebenen zusammen, um eine ganzheitliche Sicht auf die Risiken zu gewährleisten. E. Ausblick Die Entwicklung der Knapheide Solutions im Geschäftsjahr 2024 wird von der Geschäftsführung, trotz der weiterhin anhaltenden Inflation und den damit verbundenen Risiken für die Weltwirtschaft, grundsätzlich positiv eingeschätzt. Die Krise mit Russland und auch die Spannungen im Nahen Osten spielen aktuell für das Geschäft keine entscheidende Rolle mehr. Die Lieferketten sind stabil, die Kostenerhöhungen für Gas und Strom sind nicht so deutlich ausgefallen wie erwartet und Corona scheint bis jetzt auch keine weiter Auswirkung auf die Gesellschaft mehr zu haben. Die Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Jahr 2024 werden danach positiv eingeschätzt. Daher sind wir trotz aller Herausforderungen davon überzeugt, dass die Knapheide Solutions auch 2024 und in den Folgejahren mit starkem Namen, motivierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie qualitativ hochwertigen Produkten ihren Marktanteil ertragreich ausbauen kann und mit der Hilfe von HANSA-FLEX ertragreich wachsen wird.
Bremen, 28. März 2024 gez. Thomas Armerding, Geschäftsführer gez. Chr.-H. Bültemeier, Geschäftsführer 1 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Die Knapheide Solutions GmbH hat ihren Sitz in Bremen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bremen in Abteilung B unter der Nr. 38880 eingetragen. Aufgrund der Neugründung der Gesellschaft wurde für die Zeit vom 20. Februar bis zum 31. Dezember 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt. Der Jahresabschluss der Knapheide Solutions GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen. Die Vorräte wurden mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Der Unterschiedsbetrag aus (Teil-)Betriebserwerb resultiert aus dem Asset Deal, betreffend die Vorräte, mit einem Unternehmen der ehemaligen Knapheide-Gruppe, bei dem der vereinbarte Kaufpreis hinter den Zeitwerten der erworbenen Vorräte zurückgeblieben ist. Aufgrund der Gesamtumstände (günstiger Gelegenheitskauf) handelt sich um einen sogenannten "Lucky Buy", so dass der Unterschiedsbetrag, zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ertragwirksam aufzulösen war. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Davon entfallen T€ 25.263,1, die zum 3-Monats-EURIBOR zuzüglich 2,5 % p.a. verzinst werden, auf die Gesellschafterin. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren und Sicherungsrechte Von den Verbindlichkeiten haben T€ 25.263,1 der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte besichert. Geschäftsführung Die Geschäftsführung obliegt den Kaufleuten Thomas Armerding und Christian-Hans Bültemeier, die einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit sind. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum durchschnittlich 217 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende), davon 14 Teilzeitkräfte, beschäftigt. Konzernangaben Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HANSA-FLEX AG einbezogen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Bremen, den 28. März 2024 gez. Thomas Armerding, Geschäftsführer gez. Christian-Hans Bültemeier, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkZu dem nicht für Offenlegungszwecke gekürzten Jahresabschluss habe ich folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Knapheide Solutions GmbH. Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Knapheide Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 20. Februar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Knapheide Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 20. Februar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 20. Februar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung und der Gesellschafterin für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Gesellschafterin ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit der Gesellschafterin unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."
Bremen, den 29. April 2024 gez. Dipl.-Kfm. Jörg-Udo Bahrmann, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
4 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und Systemen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen