Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 9745
Eingetragen
8.12.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Nahrungs- und Genußmitteln. Die Gesellschaft ist berechtigt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen in jeder Form zu beteiligen, den Geschäftsbetrieb auf verwandte Zweige jeder Art auszudehnen sowie überhaupt alle Maßnahmen zu ergreifen und alle Geschäfte zu unternehmen, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes mittelbar und unmittelbar als dienlich erscheinen. Die Errichtung von Zweigniederlassungen ist zulässig.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Teresa Simone Philipp
seit 27.7.2015
Prokura
Rainer Hellwig
seit 8.12.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Rainer Hellwig
Kempen
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DELINA GMBH

Kempen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 bis 31.12.2023 01.01.2022 bis 31.12.2022
1. Rohergebnis 11.310.857,79 9.592.296,09
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.172.845,53 -1.878.718,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -328.797,06 -293.537,03
- davon für Altersversorgung € 4.550,61 (Vorjahr € 4.947,71)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -239.188,09 -213.649,45
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.055.327,80 -3.856.876,63
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 0,00 (Vorjahr € 0,00)
5. Erträge aus Beteiligungen
- davon aus verbundenen Unternehmen € 3.617,51 (Vorjahr € 26.051,8) 3.617,51 26.051,87
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.502,08 5.723,75
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -90.500,98 -66.174,62
8. Aufwendungen aus Verlustübernahmen -39.989,02 0,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.073.157,80 -1.084.783,80
10. Ergebnis nach Steuern 2.330.171,10 2.230.332,07
11. Sonstige Steuern -4.935,41 -3.400,66
12. Jahresüberschuss 2.325.235,69 2.226.931,41
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.321.281,99 1.520.877,12
14. Ausschüttung -2.103.387,67 -1.426.526,54
15. Bilanzgewinn 2.543.130,01 2.321.281,99

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die DELINA GmbH hat ihren Sitz in Kempen und ist beim Amtsgericht Krefeld unter der Nummer HR B 9745 registriert. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der DELINA GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wurden unverändert beibehalten.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB weitgehend in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer linear planmäßig, im Jahr des Zugangs zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern werden aus Erfahrungswerten der Vergangenheit bzw. Branchenerkenntnissen ermittelt. Diese betragen zwischen drei und 23 Jahren.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (Zugänge ab 2018) mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbe-schaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Liquide Mittel werden grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB) angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten zum Stichtag werden wie folgt bewertet:

Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Für kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung werden Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB gebildet, die mit dem durch ein Devisentermingeschäft gesicherten Devisenkurs bewertet werden.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt (Imparitätsprinzip). Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag bewertet (Imparitätsprinzip).

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden - soweit vorhanden - saldiert ausgewiesen. Im Fall eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage IIIa dargestellt.

Vorräte

Die Vorräte sind ausschließlich Handelswaren und sind zu Anschaffungskosten, zzgl. Anschaffungsnebenkosten, bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten, dienen die Vorräte in Gänze als nicht akzessorische Sicherheit für die Kredit gewährenden Kreditinstitute.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 2.664).

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt T€ 2.000 und ist voll eingezahlt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der erwarteten Steuernachzahlungen für 2023 für Gewerbe- und Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Boni (T€ 118), Gutschriften für Kunden (T€ 122), für Kosten der Jahresabschlussprüfung und für die Steuererklärungen (T€ 36) sowie ausstehenden Urlaub (T€ 22).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Insgesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.232.133,68 31.838,56 0,00 1.263.972,24
(Vorjahr) 2.097.957,66 42.997,59 0,00 2.140.955,25
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.006.950,76 0,00 0,00 9.006.950,76
(Vorjahr) 7.769.827,29 0,00 0,00 7.769.827,29
Sonstige Verbindlichkeiten 1.034.840,76 0,00 0,00 1.034.840,76
(Vorjahr) 803.774,59 0,00 0,00 803.774,59
Summe 11.273.925,20 31.838,56 0,00 11.305.763,76
(Vorjahr) 10.671.559,54 42.997,59 0,00 10.714.557,13

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Sicherheiten Poolvertrag vom 22.06.2009, nebst Nachträgen, zwischen der Commerzbank AG (Poolführerin) und der Sparkasse Krefeld sowie Deutsche Bank AG (Poolbanken) als Gesellschaft bürgerlichen Rechts und der Firma DELINA GmbH:

a)

Sicherungsübereignung des gesamten Warenlagers

b)

Abtretung aller Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen gegen Drittschuldner

c)

Abtretung der Rechte und Ansprüche aus der Warenkreditversicherung

Darüber hinaus bestehen Drittsicherheiten seitens eines verbundenen Unternehmens für die Kreditverbindlichkeiten der Gesellschaft.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2022 wurde am 06. Juni 2023 festgestellt.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt € 2.325.235,69. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags zum 1. Januar 2023 in Höhe von € 2.321.281,99 und unter Beachtung der im Jahr 2023 gezahlten Dividenden in Höhe von € 2.103.387,67 ergibt sich ein Bilanzgewinn von € 2.543.130,01, der zu verwenden ist. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Versicherungsentschädigungen (T€ 88; Vorjahr T€ 34) und verrechnete sonstige Sachbezüge (T€ 88; Vorjahr T€ 57), sowie Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen (T€ 5; Vorjahr T€ 68).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
T€ T€
Kosten der Warenabgabe 3.093 2.267
Raumkosten 490 377
Werbe- und Reiskosten 423 312
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 323 279
Reparaturen und Instandhaltung 106 125
Fahrzeugkosten 85 82
Verschieden betriebliche Kosten 535 415
Summe 5.055 3.857

Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 15 angefallen.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Der Geschäftsführung gehörten an:

Herr Rainer Hellwig, Kempen - Kaufmann

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Unbeschränkte Haftung an Unternehmen

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter (Komplementär) ohne Kapitaleinlage an folgendem Unternehmen:

Name HFZ GmbH & Co.KG
Sitz Kempen
Rechtsform GmbH & Co. KG

Die HFZ hat keine eigenen Mitarbeiter. Die Gesellschaft hat kein wesentliches Vorratsvermögen und Handelsforderungen sind durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. In 2023 hat die HFZ GmbH & Co. KG einen Verlust von T€ 39 erwirtschaftet, welcher vollständig durch den Komplementär ausgeglichen wurde. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt T€ 1.

Die HFZ GmbH & Co. KG erwirtschaftet mit Ausnahme von 2023 einen kleinen konstanten Gewinn. Das Risiko einer weiteren Inanspruchnahme als Komplementärin der HFZ GmbH & Co. KG wird als sehr gering eingeschätzt.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

31.12.2024 01.01.2025 - 31.12.2028 danach
KFZ-Leasing 42.592,44 65.191,12 0,00
Büro- und Lagerfläche 212.544,00 850.176,00 212.544,00
Summe 255.136,44 915.367,12 212.544

Das Bestellobligo aus Einkaufskontrakten beträgt zum Bilanzstichtag USD 2,9 Mio.

Die DELINA GmbH hat eine betragsmäßig beschränkte Bürgschaft über € 297.000,00 zur Sicherung aller Forderungen der Sparkasse Krefeld gegen Herrn Rainer Hellwig übernommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Bürgschaft wird als gering eingeschätzt.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen, existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Betriebsgebäude in Kempen und Teile des Fuhrparks. Vermieter des Betriebsgebäudes ist der Geschäftsführer Herr Rainer Hellwig. In allen Fällen handelt es sich um so genannte Finance-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Geschäfte mit nahestehende Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält unsere Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Personen gelten. Als nahestehende Personen gelten auch die Mitglieder der Geschäftsführung. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung, der Anmietung des Betriebsgrundstücks nebst Büroräumen und Lagerhalle bestehen mit der Geschäftsführung keine unmittelbaren Geschäftsbeziehungen. Unsere Gesellschaft erbringt Dienstleistungen für nahestehende Personen in Höhe von T€ 91. Ferner haben wir Warenverkäufe (T€ 23.727) im abgelaufenen Geschäftsjahr an nahestehenden Personen getätigt. Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Personen liegen nicht vor.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 38 (Vorjahr 35) Arbeitnehmer beschäftigt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Kempen 21. Juni 2024

Rainer Hellwig

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Anlagevermögen 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 799.381,88 0,00 0,00 0,00 799.381,88
799.381,88 0,00 0,00 0,00 799.381,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 224.636,56 45.947,61 0,00 0,00 270.584,17
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.269.404,40 383.543,98 181.692,44 0,00 1.471.255,94
3. Anzahlungen zu Betreibs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.494.040,96 429.491,59 181.692,44 0,00 1.741.840,11
2.293.422,84 429.491,59 181.692,44 0,00 2.541.221,99
Kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen 01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 654.377,38 90.187,50 0,00 744.564,88
654.377,38 90.187,50 0,00 744.564,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 176.605,56 15.024,61 0,00 191.630,17
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 595.910,40 133.975,98 89.334,44 640.551,94
3. Anzahlungen zu Betreibs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
772.515,96 149.000,59 89.334,44 832.182,11
1.426.893,34 239.188,09 89.334,44 1.576.746,99
Restbuchwerte
Anlagevermögen 31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.817,00 145.004,50
54.817,00 145.004,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 78.954,00 48.031,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 830.704,00 673.494,00
3. Anzahlungen zu Betreibs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
909.658,00 721.525,00
964.475,00 866.529,50

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DELINA GmbH, Kempen

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der DELINA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DELINA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 21. Juni 2024

Mecklenburg + Hoffmann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ∙ Steuerberatungsgesellschaft

Claus Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ronny Poppe-Krol, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand unserer Gesellschaft (im Folgenden auch "DELINA" genannt) ist der Handel mit Nahrungs- und Genussmitteln. Die Produktpalette umfasst dabei insbesondere Thunfisch, Käse für Großverbraucher und Produktspezialitäten bzw. Delikatessen wie spanische Tapas, Wurstwaren, Fisch- und Gemüse-Antipasti, Ziegenbutter, Öle und Balsamico sowie Dressing und Desserts. Während der Thunfisch aus den Fischfabriken in Übersee in Abhängigkeit der Fanggebiete bezogen wird, stammen viele Produktspezialitäten der Delikatesssparte aus den europäischen Mittelmeeranrainerstaaten. Käse für Großverbraucher und andere Molkereiprodukte werden vorwiegend aus den Niederlanden importiert oder von inländischen Herstellern erworben.

Mittels eines modernen Hochregallagers am Sitz der Gesellschaft in Kempen können sowohl kühlbedürftige als auch nicht kühlbedürftige Artikel gelagert werden. Zusätzlich zum Hauptlager Kempen wird in Rotterdam ein Warenlager für Container nahezu ausschließlich mit Fisch durch einen Fremdverwalter geführt sowie Fremdläger in der Nähe von Kempen angemietet.

Wir wählen nur die besten Produkte bei denjenigen Herstellern für unsere Kunden aus, die unseren Ansprüchen gerecht werden und legen großen Wert darauf, unsere Kunden immer wieder aufs Neue zu überraschen und mit neuen, ungewöhnlichen Delikatessen zu begeistern. Wir sind oft Vorreiter im Markt, beispielsweise erhalten Kunden bei uns eine komplette Range an Obst, Gemüse und Fisch in praktischen Beutelkonserven anstatt in herkömmlichen Blechdosen. Innovative Verpackungslösungen und Angebotsmengen orientieren sich dabei stets an den Wünschen unserer Kunden.

Wir beliefern den gesamten Lebensmitteleinzelhandel (LEH; Supermärkte und Discounter), Cash & Carry Märkte, Food Service, Großcaterer sowie zahlreiche Airlines. Zu unseren Kunden zählen ebenso viele Industriekunden unter anderem namhafte Salathersteller, Pizza- und Sandwichproduzenten - jeweils im In- und Ausland.

Mittels eines engen Kontaktes zu den Kunden und der Aufnahme deren Wünsche bzw. Anforderungen wird kontinuierlich an der Entwicklung innovativer Produkte zur Erweiterung der Produktpalette und Realisierung höherer Handelsmargen gearbeitet. Feinkostprodukte für den Lebensmitteleinzelhandel wie z.B. Brotaufstriche, für die der eigene MCS Thunfisch verwendet wird, Dips und andere Convenience-Produkte und die Eigenmarke für Gemüse- und Obstkonserven (OrtoBELLO) sollen zur Realisierung höherer Margen, wie sonst bei Eigenmarken üblich, führen. Als Eigenmarken haben wir über die Jahre die Marke "Skipjack" für Thunfisch und Meeresspezialitäten, "OrtoBello" für ausgewählte Obst- und Gemüsespezialitäten, "Nierstaler" für Molkereiprodukte und "Delina Finest Food" für ausgesuchte Spezialitäten aus verschiedenen Produktwelten etabliert.

Die Erfüllung höchster Qualitätsstandard ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Daher sind wir im Dezember 2023 erneut erfolgreich nach International Featured Standard IFS Logistics Version 2.3 sowie IFS Broker Version 3.1 auf höherem Niveau zertifiziert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut dem statistischen Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Jahr 2023 im Vorjahresvergleich um 0,3% 1 (Vorjahr 1,9%) gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt war im Vergleich zum Vorjahr insbesondere belastet durch die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Dabei fiel die Entwicklung des Bruttowertschöpfung branchenbezogen sehr differenziert aus. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war das Bruttoinlandsprodukt um 0.7% höher.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben.

Auf der Nachfrageseite nahmen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5%). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. 2

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

Der Einzelhandel in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Das erste vorliegende reale Jahresergebnis liegt damit leicht unter der am 5. Januar 2024 veröffentlichten Schätzung. Im Vergleich zu 2021, als der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023 um 3,9 %. Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, unter anderem getragen durch den Internet- und Versandhandel, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 % erzielt, 2021 war der Umsatz nochmals um real 0,6 % gestiegen. Dagegen war die reale Umsatzentwicklung 2022 (-0,7 %) und 2023 (-3,3 %) rückläufig. Damit lag der reale Jahresumsatz im Einzelhandel 2023 noch 1,3 % über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. 3

3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html

Im Jahr 2023 ging der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 3,9 % zurück. Seit dem coronabedingten Rekordzuwachs von 5,4 % im Jahr 2020 sanken die realen Umsätze in den folgenden drei Jahren kontinuierlich (2021: -1,6 %; 2022: -4,6 %). Im Gegensatz hierzu stieg der nominale Umsatz 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 und damit im zweiten Jahr in Folge deutlich (2022: +5,5 %). Die Ursache für den realen Rückgang bei gleichzeitig nominalem Umsatzanstieg sind die stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise (+12,4 % im Jahresdurchschnitt 2023 zum Vorjahr). Die Auswirkungen des höheren Preisniveaus für Nahrungsmittel werden insbesondere im langfristigen Vergleich deutlich: So war der reale Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln im Jahr 2023 um 5,0 % niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019, wohingegen der nominale Umsatz um 21,4 % höher war. 4

4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html

Der reale Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sank im Jahr 2023 um 3,1 % gegenüber 2022, womit die reale Umsatzentwicklung erstmals seit 2013 rückläufig war. Dennoch war der reale Umsatz 2023 um 5,3 % höher als im Jahr 2019. Der nominale Umsatz blieb 2023 nahezu auf dem Vorjahresniveau (+0,1 %), nachdem er im Vorjahr einen besonders hohen Zuwachs (+8,8 %) verzeichnet hatte. Damit lag der nominale Umsatz 2023 um 18,5 % über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. 5

5 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html

Trotz des insgesamt herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds, blieb der Konsum qualitativ hochwertiger und preisintensiver Produkte insbesondere für den LEH im Trend. Delina bedient diese Trends mit seinem Produktportfolio und ist daher insbesondere in dem Zielmarkt Lebensmitteleinzelhandel (LEH) erfolgreich.

2. Geschäftsverlauf

Die folgende Darstellung des Geschäftsverlaufs erfolgt anhand der für die Gesellschaft zur Steuerung verwendeten Leistungsindikatoren. Diese sind die erzielten Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Steuern. Bei der Gesellschaft werden keine wesentlichen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung verwendet.

3. Darstellung der Lage

a. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Umsatzerlöse von T€ 124.623 um T€ 1.122 auf T€ 123.501 leicht verringert. Entgegen der letztjährigen Planung konnte die geplante Absatzmenge und damit der Planumsatz von € 150.0 Mio. aufgrund der inflationsbedingten gesunkenen Nachfrage der Endverbraucher nicht erreicht werden.

In einem weiterhin wettbewerbsintensiven sowie inflationären Umfeld konnten allerdings Preissteigerungen im Einkauf - entgegen 2022 - teilweise wieder an die Kunden weitergeben werden, wodurch sich die Rohertragsmarge von 7,5 % um 1,5-Prozentpunkte auf 9,0 % verbesserte. Insgesamt konnte dadurch der Rohertrag um T€ 1.719 auf T€ 11.311 gesteigert werden. Die Gesellschaft fokussiert den Vertrieb weiter auf Spezialitäten für den Lebensmitteleinzelhandel und konzentriert sich dabei auf Partnerschaften mit der Ernährungsindustrie, während das risikoreichere und weniger margenstarke Geschäft mit dem Gastronomiegroßhandel weiter in den Hintergrund rückt. Gleichwohl ist durch die hohe Marktkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel und deren intensiven Preiswettbewerb die Realisierung höherer Margen sehr schwierig und gelingt nur bei innovativen Produkten, die die wesentlichen Trends für die Konsumenten bedienen.

Die Personalkosten sind deutlich gegenüber dem Vorjahr um T€ 329 bzw. 15,16 % gestiegen, was neben dem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (3 Mitarbeiter auf durchschnittlich 38 Mitarbeiter) insbesondere aus Allgemeinen Lohn- und Gehaltserhöhungen resultierte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um T€ 1.198 bzw. 34,2% gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Ausschlaggebend waren insbesondere Kostensteigerungen bei der Warenabgabe (+T€ 826) aufgrund deutlich gestiegener Transport-, gestiegen Raum- (+T€ 113), sowie Werbe- und Reisekosten (+T€ 112).

Der Zinsaufwand hat sich um T€ 24 erhöht. Ursächlich war hierbei die im Vergleich zu 2022 durchschnittlich höheren Refinanzierungskonditionen aus der Inanspruchnahme der Betriebsmittelkreditlinie zur kurzfristigen Finanzierung des Warenverkehrs. Demgegenüber wirkte weiterhin teilkompensierend die seit 2020 geänderte Einkaufsstrategie. Verhandlungen mit den Lieferanten führten dabei zu verbesserten Zahlungskonditionen, längeren Zahlungszielen und besser terminierten Lieferungen zu Kontrakten.

Unter Berücksichtigung der nahezu auf Vorjahresniveau befindlichen Steueraufwendungen konnte der Jahresüberschuss um T€ 98 auf T€ 2.325 gesteigert werden.

b. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich geringfügig auf T€ 16.234 (Vorjahr: T€ 16.173) um T€ 61 erhöht. Das Anlagevermögen erhöhte sich um T€ 98 auf T€ 964 (Vorjahr T€ 866). Mit rd. 5,9 % der Bilanzsumme ist es weiterhin von untergeordneter Bedeutung. Wesentlich für die Vermögenslage ist weiterhin das Umlaufvermögen, welches 94,1 % von der Bilanzsumme ausmacht und in Summe gegenüber dem Vorjahr leicht um T€ 32 abnahm. Davon entfiel ein Rückgang um T€ 2.951 auf das Vorratsvermögen. Ursächlich war hierbei eine angepasste Einkaufspolitik. Wurden in 2022 noch Lagerbestände aufgebaut, um drohenden Lieferzeitverlängerungen im Einkauf vorzubeugen, entspannte sich die Lage in 2023. In der Folge konnte die Lagervorhaltung reduziert und dadurch gebundenes Kapital freigesetzt werden.

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten bewegte sich mit T€ 7.038 zum Stichtag um T€ 1.245 über Vorjahresniveau. Ursächlich war ein Anstieg der durchschnittlichen Forderungslaufzeit um 3,78 Tage auf insgesamt 20,51 Tage. Demgegenüber stiegen die Forderungen gegen ein verbundenes Unternehmen im Wesentlichen aus Lieferungsbeziehungen um T€ 636 an. Insgesamt erhöhten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände damit um T€ 1.896 auf T€ 10.009.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich per Saldo von T€ 4.321 auf T€ 4.543. Diese Erhöhung resultiert aus dem Jahresüberschuss 2023 von T€ 2.325 abzüglich der Ausschüttungen in 2023 in Höhe von T€ 2.103. Die Eigenkapitalquote liegt mit 28,0% bei gleichzeitiger leichter Erhöhung der Bilanzsumme über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 26,7%).

Der Rückgang der Rückstellungen um T€ 676 auf T€ 460 entfällt nahezu vollständig auf gesunkene Steuerrückstellungen (-T€ 754), denen ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen (+T€ 78) gegenübersteht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Betriebsmittelkrediten sanken wie schon im Vorjahr weiter um T€ 877 auf T€ 1.264, da infolge gestiegener Refinanzierungsbedingungen bessere Lieferantenbedingungen bevorzugt für die Vorfinanzierung genutzt wurden. In der Konsequenz erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.237 auf T€ 9.007, wobei sich die durchschnittliche Laufzeit der Lieferantenverbindlichkeiten um 4,6 Tage auf 28,9 Tage erhöhte.

Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.023 auf T€ 1.131 angestiegen. Unterstützend wirkt neben der im Vergleich zur Forderungslaufzeit um 8,3 Tage höhere Lieferantenlaufzeit insbesondere die Reduzierung des Vorratsvermögens.

c. Finanzlage

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen T€ 1.264 (Vorjahr: T€ 2.141). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 55,5% (Vorjahr 48,0%) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen werden.

Umfangreiche Investitionstätigkeiten stehen zurzeit nicht an. Lediglich notwendige Ersatz-Investitionen können anfallen, insbesondere in die Warenwirtschaft bzw. die Optimierung der Logistik im Lager. Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten, soweit diese nicht der Finanzierung der Vorräte dienen. Im Berichtsjahr erfolgten Ersatzinvestitionen in Höhe von T€ 430.

Mit drei Geschäftsbanken bestehen kurzfristige Kreditlinien in Höhe von insgesamt € 12,0 Mio. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Liquidität für die laufende Geschäftstätigkeit.

Der Anstieg des Finanzmittelfonds (+T€ 1.023) resultiert, unter Berücksichtigung der Einzahlungen aus dem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von +T€ 4.336, aus den Auszahlungen für Netto-Ersatzinvestitionen von -T€ 337, aus der Rückführung der Kreditinanspruchnahme von -T€ 877, sowie aus der Ausschüttung von -T€ -2.103.

d. Gesamtaussage

Mit einem Umsatzanstieg (inkl. sonstige betriebliche Erträge) leicht unter Vorjahresniveau konnten die Erwartungen der Geschäftsführung (€ 150,0 Mio.; -€26,3 Mio.) nicht erreicht werden. Maßgeblich waren hier eine allgemein reduzierte Nachfrage der Endverbraucher infolge inflationärer Preisanstiege im Nahrungsmittelsektor. Trotz der im Allgemeinen dadurch real gesunkenen Nachfrage, konnte die Delina aufgrund ihrer Ausrichtung unter anderem auf hochwertige margenstarke Produktspezialitäten der Delikatesssparte ihre Rohertragsmarge und damit den Rohertrag um T€ 1.719 (+T€ 610 gegenüber der Planung) steigern. Auch unter Berücksichtigung der allgemeinen Betriebskostensteigerungen insbesondere bei den Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-T€ 1.528; -T€ 875 gegenüber der Planung) im operativen Geschäft, verbleibt ein um € 0,3 Mio (T€ 3.766) unter den Erwartungen des Vorjahres liegendes Ergebnis vor Steuern von € 3,4 Mio.

Die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

III. Chancen- und Risikobericht

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Das eher margenschwache Geschäft mit Käse für Großverbraucher bzw. Foodservice für die Gastronomie wird nicht ausgeweitet, dafür werden die Produkte der Delikatesslinie durch Innovationen stetig weiterentwickelt.

Chancen bietet die Erweiterung der Produktpalette mit Eigenmarken für Großverbraucher im Bereich Fischkonserven und Gemüsekonserven. Auch der Ausbau der Beutelkonserven verschafft der Gesellschaft Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten. Die Produkte sind einfach ohne Verletzungsgefahr zu öffnen, verursachen weniger Verpackungsabfall, ermöglichen eine platzsparende Lagerung und vermindern die Transportkosten. Neue Produkte werden weiter in den Markt eingeführt werden.

Das Listing von Produkten im Einzelhandel benötigt einen langen Vorlauf und Investitionen. Für viele Produkte im Bereich Käse und Spezialitäten konnte ein Listing im LEH erreicht werden.

Die Risiken aus Geschäften, die in US-Dollar abgewickelt werden, haben angesichts internationaler Handelskrisen, internationaler machtpolitischer Konflikte, die erhebliche kurzfristige Auswirkungen auf die Devisenmärkte haben können, zugenommen. Der Wareneinkauf für Thunfisch erfolgt in wesentlichem Umfang in US-Dollar. Zur Absicherung von Wechselkursschwankungen werden seitens der Gesellschaft Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Der Wettbewerb am Markt blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert intensiv. In diesem Wettbewerbsumfeld ist ein erfolgreiches, zentrales Marketing für die DELINA von großer Bedeutung. Darüber hinaus werden die Kundenansprüche immer differenzierter, was eine adjustierte Bevorratung erfordert. Thunfisch muss individuell für Kunden nach unterschiedlichen Fanggebieten, Gewichtseinheiten, Beutel oder Dosenware, Wasser oder Öl geliefert werden. Bei den Käseprodukten besteht zumindest bei der Massenware eine hohe Preistransparenz, geringe Handelsmargen und erhebliche Preisschwankungen. Neue, immer strengere gesetzliche Regelungen für den Handel und die Verarbeitung von Lebensmitteln sind eine ständige Herausforderung. Daher positioniert sich DELINA zum Beispiel im Bereich Thunfisch bewusst auf stark nachgefragte Produkte aus nachhaltiger Produktion mit entsprechenden Gütesiegeln.

Auf der Beschaffungsseite greift die DELINA auf solide, qualitätsbewusste auditierte Produktionsfirmen zurück, mit denen langfristige Lieferbeziehungen bestehen.

Dem generellen Ausfallrisiko unserer Forderungen begegnet die Gesellschaft mit einem intensiven Forderungsmanagement und einer Warenkreditversicherung, um das Risiko bei Ausfall des Kunden auf den Selbstbehalt zu minimieren. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen neben den oben genannten Devisentermingeschäften im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der bei den Hausbanken vorhandene und ausreichende Kreditrahmen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird wie in 2023 weiter mit einer zurückhaltenden Nachfrage des Endverbrauchers infolge einer weiter anhaltenden inflationären Marktlage gerechnet. In der Folge erwarten wir Umsätze nur leicht über dem Vorjahr von rund € 125,0 Mio. Spezialitäten für den LEH und Eigenmarken sollen dabei weiterhin zu einem verbesserten Produktmix beitragen. Der Trend zu einer höheren Nachfrage nach Qualitätsprodukten im Bereich Convenience, Snack und to-go bleibt - wenn auch abgemildert - bestehen, wobei auch Nachhaltigkeit zunehmend bedeutsamer wird. Mit diesen Produkten werden höhere Handelsmargen als im Massengeschäft realisiert.

Die Handelsmarge wird mit 9,2 % um 0,2-Prozentpunkte höher als im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet, wodurch ein leicht verbesserter Rohertrag um T€ 189 auf T€ 11.500 prognostiziert wird. Bei erwarteten Steigerungen der operativen Personal- und Betriebskosten um ca. 6 % (+T€ 504), wird ein Ergebnis vor Steuern von rd. € 3,1 Mio. erwartet.

Unbestritten bleibt, dass die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten für mehr Qualität auch eine Frage des Einkommens ist. Die Ernährungsindustrie stellt sich daher der Herausforderung, dem Kunden ein Lebensmittelangebot verfügbar zu machen, mit dem er sich passend zu seiner Lebenssituation und seinen Bedürfnissen und Wünschen ernähren kann.

Die Geschäftsphilosophie der DELINA GmbH mit ihren Leitsätzen stellt sich den dynamischen Marktanforderungen durch Fokussierung auf:

Qualitätsbewusstsein, Produktinnovationen und Lieferzuverlässigkeit,

gesunde Ernährung mit sehr gutem Geschmack,

Erleichterungen für den Konsumenten durch Produkte mit Convenience-Vorteilen,

Ständige Sortimentserweiterung und Neukundenakquise auf kontinuierliches Wachstum ausgerichtet,

markt- und kundenorientiertes Handeln,

Ausrichtung sowohl auf Endverbraucher des LEH als auch Kunden aus den Bereichen Großküchen, Restaurants, Catering und Industrie,

Nachhaltiges Denken und Handeln und Übernahme von Verantwortung für die Gesellschaft und unsere Umwelt

Sollten die den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder unvorhergesehene Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Risikomanagementsystem in Bezug auf Finanzinstrumente

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Aufgrund der Beschaffung von Ware mit internationalen Lieferanten entstehen aus der operativen Tätigkeit Währungsrisiken, die sich aus Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar, ergeben.

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisenterminoptionsgeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Verbindlichkeiten und zukünftigen Verbindlichkeiten aus Einkaufskontrakten in Fremdwährungen eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet.

In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag USD Verbindlichkeiten sowie zukünftige USD Verbindlichkeiten aus Bestellungen mit den Devisenterminkontrakten in USD in Höhe von insgesamt USD 2,9 Mio. einbezogen. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen gehen wir aus, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt. Für die Lieferantenverbindlichkeiten wurden jeweils einzelne Devisenterminoptionskontrakte abgeschlossen, deren Laufzeiten der erwarteten Fälligkeit der Grundgeschäfte entsprechen.

Die Wert- und Zahlungsstromänderungen der (künftigen) Grundgeschäfte (Verbindlichkeiten in USD) und die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen der Devisenterminoptionskontrakte (Kauf von USD gegen Euro) gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko (hier: Wechselkurs USD/EUR) ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Verbindlichkeiten in USD zum Fälligkeitszeitpunkt Forderungen in USD zu einem festen Euro-Kurs gegenüberstehen. Die am Abschlussstichtag bestehenden Verbindlichkeiten in USD werden im Zeitraum vom Januar bis September 2024 fällig; dies gilt ebenso für die Devisenterminoptionsgeschäfte. Für den Fall, dass es zu zeitlichen Verschiebungen bei der Fälligkeit der Verbindlichkeiten bei den Lieferanten kommt, weil Lieferungen sich verzögern, werden entsprechende USD-Reserven vorgehalten.

Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Der Zeitwert aller Devisentermingeschäfte gemäß MtM Methode zum Bilanzstichtag beträgt minus -T€ 30.

Entsprechend dem eingeführten Risikomanagement-System wird neben einer Identifizierung, Analyse und Bewertung dieser Risiken auch deren Begrenzung über den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten vorgenommen. Ein Halten derivativer Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken ist nicht zulässig. Derivative Finanzgeschäfte werden ausschließlich mit inländischen Banken mit einwandfreier Bonität abgeschlossen. Offene, einem Währungsrisiko unterliegende Positionen, werden grundsätzlich mit derivativen Finanzinstrumenten kursgesichert.

Die Überwachung und Entscheidung über den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wird ausschließlich durch die Geschäftsführung vorgenommen.

 

Kempen, den 21. Juni 2024

Herr Rainer Hellwig, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.817,00 145.004,50
54.817,00 145.004,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 78.954,00 48.031,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 830.704,00 673.494,00
909.658,00 721.525,00
964.475,00 866.529,50
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.975.513,86 7.038.480,21
2. Geleistete Anzahlungen 125.086,83 13.493,80
4.100.600,69 7.051.974,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.037.620,81 5.792.587,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.588.806,47 1.952.062,37
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 117.118,80
4. Sonstige Vermögensgegenstände 382.526,18 250.868,75
10.008.953,46 8.112.637,45
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.131.142,04 108.221,59
15.240.696,19 15.272.833,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.103,33 33.211,13
16.234.274,52 16.172.573,68

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Bilanzgewinn 2.543.130,01 2.321.281,99
4.543.130,01 4.321.281,99
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 40.266,00 794.837,40
2. Sonstige Rückstellungen 420.062,75 341.897,16
460.328,75 1.136.734,56
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.263.972,24 2.140.955,25
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.232.133,68 (Vorjahr € 2.097.957,66)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.006.950,76 7.769.827,29
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 9.006.950,76 (Vorjahr € 7.769.827,29)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 959.892,76 803.774,59
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 959.892,76 (Vorjahr € 803.774,59)
- davon aus Steuern € 688.635,36 (Vorjahr € 625.138,05)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 987,53 (Vorjahr € 572,83)
11.230.815,76 10.714.557,13
16.234.274,52 16.172.573,68

Nachrichten & Medien

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