Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 5032
Eingetragen
5.2.2009
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Herstellung sowie An- und Verkauf von Orthopädie- und Krankenartikeln, der Gütertransport bis zu 3,5 t und Liefertransporte im Dienstleistungssystem sowie der Handel mit EDV Hard- und Software

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Vierbaum
seit 5.2.2024
Prokura
Florian Spörer
seit 9.5.2018
Vorsitzender des Vorstands
Dieter Johann Stahl
seit 9.5.2018
Prokura
Wolf-Dieter Mirz
seit 9.5.2018
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spörer AG

Ingolstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1.1 Darstellung des Geschäftsverlaufes

1.1.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Marktvolumen, Marktdynamik und Branchenstruktur

Das Marktvolumen für den Gesundheitsmarkt in Deutschland kann anhand der Ausgaben im Gesundheitswesen gemessen werden. Die Ausgaben werden vom Statistischen Bundesamt nach Leistungsarten differenziert. Die Leistungsart der Hilfsmittel ist der dabei für die Spörer AG relevante Teilmarkt.

Aktuell liegen die statistischen Werte bis zum Jahr 2022 vor. Grundsätzlich kann erkannt werden, dass die Gesundheitsausgaben im Vergleich zu den letzten Jahren weiter ansteigen. Der Anteil der Ausgaben für Hilfsmittel an den Gesamtausgaben bewegt sich in den letzten Jahren auf einem relativ konstanten Niveau. Die Bandbreite liegt zwischen 4,3 und 5,0 %. Die Ausgaben für Hilfsmittel stellen das für Orthopädietechnikbetriebe und Sanitätshäuser relevante Marktvolumen dar. Sie betragen in 2022 21.571 Mio. €, was einem Anteil von 4,33 % an den Gesamtausgaben entspricht.

Im Jahr 2022 steigen die Gesamtausgaben um 4,77 % an. Die Steigerungsrate fällt damit niedriger als im letzten Jahr aus (Steigerung Vorjahr: 7,77 %). Bei den in den Gesundheitsausgaben enthaltenen Hilfsmittelausgaben ist in 2022 ein Rückgang in Höhe von 4,53 % zu verzeichnen. Es ist davon auszugehen, dass in dem 2021 überdurchschnittlichem Wachstum Nachholeffekte aufgrund der Corona-Pandemie enthalten sind, die sich in 2022 umgekehrt haben.

Auch für das Jahr 2023 ist mit steigenden Ausgaben zu rechnen, obwohl sich das Wachstum nach Abklingen der Pandemie wieder etwas abschwächt. Der Verband der Ersatzkassen gibt in seiner Statistik ein Wachstum bei den Hilfsmittelausgaben in Höhe von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahressteigerung: 6,1 %) an.

Im Hilfsmittelmarkt ist langfristig in den nächsten Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung mit einem dauerhaften Marktwachstum zu rechnen.

Rahmenbedingungen

Grundsätzlich hatten sich die Rahmenbedingungen durch die von der Gesetzgebung in der Vergangenheit erlassenen und für die Spörer AG relevanten Verordnungen keine nennenswerten Auswirkungen auf den Marktzugang der Spörer AG. Gesetzesvorhaben hinsichtlich Digitalisierung (E-Rezept, elektronische Patientenakte, etc.) dauern insbesondere im Gesundheitswesen aufgrund der erhöhten Datenschutzanforderungen und der Schaffung von einheitlichen Datenstandards meist viel länger als angekündigt. Die Einführung des E-Rezeptes im Heilmittelbereich wird abermals um ein Jahr auf den

1. Juli 2027 verschoben.

Vor dem Hintergrund der leeren Kassen im Gesundheitssystem werden von der Politik weiter neue Gesetze erwartet. Die zentrale gesetzgeberische Intention ist dabei die Sicherstellung der Finanzierung bei gleichzeitiger Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung. Dadurch wird der Kostendruck auf die Leistungserbringer weiterwachsen, da die Reformen keine Mehrausgaben verursachen dürfen.

Als Chance wird oft die Digitalisierung und damit die Automatisierung von Geschäftsprozessen genannt. Die Einführung von weiteren Gesetzen und Auflagen (DigiG und C5-Testat) wird es insbesondere kleinen und mittleren Leistungserbringern schwerer machen, die Auflagen zu erfüllen, da deren Erfüllung kostenintensiv und organisatorisch anspruchsvoll ist.

Betriebswirtschaftliche Verfassung

Die Sanitätshäuser konnten 2023 kräftig steigende Erlöse erzielen. Aufgrund des trendmäßigen Wachstums des Sanitätshausmarktes ist auch 2024 und 2025 mit einer Zunahme der Erlöse zu rechnen. Dies signalisieren auch die vorläufigen Rechnungsergebnisse der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das erste Halbjahr 2024, wonach die Ausgaben gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum deutlich gewachsen sind.

Die Sanitätshäuser sehen sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere sind das Halten und die Akquisition von Fachkräften aktuell mit Abstand das größte Problem. Der dadurch entstehende Kostendruck belastet die Kostenquote, da diese Steigerungen nicht durch höhere Einnahmen oder durch Produktivitätssteigerungen kompensiert werden können.

Um künftig die Kostenquote wieder positiv beeinflussen zu können, sind Investitionen in vernetzte Gesundheitslösungen, Digitalisierung und Telemedizin notwendig. (Quelle: VR Branchen special, Apotheken und Sanitätsfachhandel)

Wettbewerbsposition und Unternehmenspolitik

Das beschriebene Marktvolumen an Hilfsmitteln teilen sich Sanitätshäuser, Orthopädiefachbetriebe, Orthopädie-Schuhmacher, Hörgeräteakustikern sowie (im privaten Segment) Augenoptiker. Den Sanitätshäusern entsteht in einzelnen Sortimentsbereichen Konkurrenz durch das Vordringen branchenfremder Unternehmen. Angebote von Discountern (Lidl, Aldi) erschweren die Abgrenzung von hochwertigen Produkten im Fachgeschäft. Zusätzlich wirkt sich die wachsende Anzahl von Anbietern in den digitalen Medien negativ auf das stationäre Handelsgeschäft aus.

Apotheken haben die Zulassung für den Verkauf von medizinischen Hilfsmitteln; im Wellness- und Fitnesssegment unterbieten Versender und Direktanbieter häufig die Preise des stationären Handels. Aufgrund der Lieferbedingungen für die GKV dringen zunehmend Hersteller und auch Ärzte in die Direktversorgung der Patienten vor.

Die Größenstruktur der Branchenbetriebe verändert sich tendenziell zu Lasten der kleineren Unternehmen. Größere Unternehmen wachsen durch Filialisierung, kleinere scheiden aus. Schon seit einigen Jahre ist zu beobachten, dass kapitalgetriebene und strategische Investoren auch in der Hilfsmittelbranche aktiv sind. Dieser Trend kann auch weiterhin beobachtet werden.

1.1.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung im Geschäftsjahr

Die Anzahl der Kassenrezepte ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % zurückgegangen. Die Marktentwicklung der Branche im Jahr 2023 spiegelt diesen Rückgang nicht wider.

Der durchschnittliche Rezeptwert in Euro ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 % gestiegen.

Insgesamt erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 5,5 %. Verantwortlich hierfür sind Aufholeffekte aufgrund der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und originäres Wachstum in den angestammten Geschäftsfeldern.

1.1.3 Produkt- und Sortimentspolitik / regionale Entwicklung

Die Umsatzverteilung auf die Geschäftsbereiche stellt sich 2023 und im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt dar:

Geschäftsbereiche 2023
in %
2022
in %
2021
in %
2020
in %
Sanitätsfachhandel/Wäsche 19,4% 19,1% 19,4% 18,7%
Orthopädie-/Orthopädieschuhtechnik 39,8% 41,0% 40,0% 40,5%
Reha & Care 40,8% 39,9% 40,6% 40,8%
SUMME 100,0% 100,0% 100,0% 100,0%

Im Wirtschaftsjahr 2023 konnten in allen Sparten Umsatzsteigerungen erwirtschaftet werden. Hauptsächlich fand die Umsatzsteigerung in der Sparte Reha & Care statt, so dass sich hier wieder ein Anteil von 40,8 % am Gesamtumsatz einstellte. Das Wachstum im OT/OST-Bereich fiel geringer aus als in den anderen Bereichen.

Die Spörer AG tritt mit ihren Filialen und Regionen und auch mit den verbundenen Einheiten weiterhin als Vollsortimenter mit allen typischen Sortimentsbereichen auf, d.h. die Organisation bearbeitet die Geschäftsbereiche Orthopädie, Orthopädie-Schuhtechnik, Individuelle Reha-Technik (IRT), Standard-Reha-Technik, HomeCare und Sanitätshaus.

Im Wirtschaftsjahr 2023 traten keine Veränderungen in der Filialstruktur ein.

1.1.4 Investitionen

Das Investitionsvolumen in das Sachanlagevermögen lag in 2023 bei 819,5 T€ (2022: 647,3 T€). Davon entfielen 413,2 T€ auf Leihgeräte, d. h. aktivierte Hilfsmittel, die verliehen oder im Rahmen von Dienstleistungspauschalen abgegeben werden, jedoch im Eigentum der Spörer AG bleiben.

Die Summe der Investitionen in das Sachanlagevermögen fällt im Vergleich zum Vorjahr um 172,2 T€ höher aus. Neben den Investitionen in den Leihgerätebestand wurden in 2023 insbesondere Ersatzinvestitionen und Investitionen in den Geschäftsbereich Orthopädie-Schuhtechnik getätigt.

Bei den Beteiligungen der Spörer AG haben sich im Wirtschaftsjahr 2023 keine Veränderungen ergeben.

1.1.5 Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Im Wirtschaftsjahr 2023 war die Investitionstätigkeit auf einem höheren Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Bis auf eine Einzelmaßnahme (Fuhrpark) wurden alle weiteren notwendigen Investitionen, insbesondere Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in den Hilfsmittelpool, per Selbstfinanzierung getätigt.

Alle bestehenden Verpflichtungen konnten gemäß den getroffenen Vereinbarungen bedient werden.

Im Bereich Fuhrpark wurden ausgelaufene Leasing-Verträge turnusmäßig erneuert.

Die darüber hinaus zur Verfügung stehenden Finanzmittel reichten aus, um die Zahlungsfähigkeit sowie die Möglichkeit zur Skontierung sicherzustellen.

Langfristige Investitions- und Finanzierungsvorhaben werden vor allem im Bereich der weiteren Digitalisierung von Geschäftsprozessen stattfinden.

1.2 Darstellung der Lage

1.2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 liegt bei 7.870,9 T€, d. h. um 256,1 T€ höher als im Vorjahr.

Spörer AG (Werte
in T€)
31.12.2023 % 31.12.2022 % 31.12.2021 %
Anlagevermögen 2.680,4 34,1% 2.945,8 38,7% 2.983,7 38,1%
Vorräte 1.287,8 16,4% 1.307,8 17,2% 1.067,8 13,6%
Forderungen 3.718,0 47,2% 3.223,1 42,3% 3.093,8 39,5%
Flüssige Mittel 54,7 0,7% 49,8 0,7% 608,5 7,8%
Rechnungsabgrenzung 130,0 1,7% 88,3 1,2% 77,7 1,0%
Vermögen/Aktiva 7.870,9 100,0% 7.614,8 100,0% 7.831,5 100,0%
Eigenkapital 2.733,4 34,7% 2.673,3 35,1% 3.096,0 39,5%
Rückstellungen 1.228,1 15,6% 1.399,6 18,4% 1.369,3 17,5%
Verbindlichkeiten 2.441,3 31,0% 2.155,8 28,3% 2.093,2 26,7%
Rechnungsabgrenzung 1.468,0 18,7% 1.386,0 18,2% 1.273,0 16,3%
Kapital/Passiva 7.870,9 100,0% 7.614,8 100,0% 7.831,5 100,0%

Das Vermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 256,1 T€ erhöht. Die Erhöhung fand hauptsächlich bei der Position Forderungen, insbesondere bei den sonstigen Forderungen (Jahresboni der Lieferanten) statt. Anlagevermögen und Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr verringert.

Die anderen Vermögenspositionen entsprechen in etwa den Vorjahreswerten bzw. haben eine untergeordnete Bedeutung.

1.2.2 Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Wirtschaftsjahr 2023 um 60,1 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 34,7 % (2022: 35,1 %).

Die von den Gesellschaftern zur Verfügung gestellten Finanzmittel (Einzahlungen in die Kapitalrücklage) können dauerhaft in der Unternehmung verbleiben. Das vom Gesellschafter gewährte Darlehen wurde in 2023 vollständig getilgt.

Zur Fuhrparkfinanzierung wurde in 2023 ein neues Darlehen aufgenommen. Alle weiteren Tilgungsverpflichtungen wurden ordnungsgemäß bedient.

1.2.3 Ertragslage

In 2023 hat die Unternehmung ein Rohergebnis von 14.771,5 T€ (Vorjahr 2022: 14.345,8 T€) erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 425,7 T€ bzw. 3,0 %. Der Jahresüberschuss für das Wirtschaftsjahr 2023 liegt bei 60,1 T€ (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 422,7 T€).

Zum vorliegenden Ergebnis können folgende Anmerkungen gemacht werden:

• Das Ergebnis entspricht den im Lagebericht 2022 dargestellten Erwartungen, wonach für das Wirtschaftsjahr 2023 wieder mit einer höheren Umsatzleistung in Verbindung mit einem geringeren Kostenanstieg gerechnet wurde.

• Die Umsatzleistung des Vorjahres konnte aufgrund der schon in den Vorjahren vorbereiteten Expansionsstrategie mit den bestehenden Standorten sowie wegen Nachholeffekten nach der Corona-Pandemie stark gesteigert werden. Die Erhöhung der Betriebsleistung gegenüber dem Vorjahr beträgt 6,0 %. Die Produktivität konnte gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2022 gesteigert werden, was sich letztendlich positiv auf die Umsatzrendite auswirkte. Es ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 60,1 T€. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Ergebnisverbesserung in Höhe von 482,8 T€.

• Die Material- bzw. Wareneinsatzquote inklusive der Fremdleistungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr signifikant erhöht. Die Ursache hierfür sind vor allem höherwertige und somit materialintensivere Versorgungen, was sich auch durch die Steigerung des durchschnittlichen Auftragswertes wiederspiegelt.

• Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter verminderte sich in 2023 von 254 auf 242. Aufgrund von durchgeführten Gehaltsanpassungen haben sich die absoluten Personalkosten trotz Rückgang der Beschäftigtenzahl erhöht. Vor allem vor dem Hintergrund des akuten Fachkräftemangels in der Branche mussten höhere Gehälter bezahlt werden. Zusätzlich verfolgte die Unternehmung die Strategie, höher qualifiziertes Personal einzustellen, um produktiver zu werden. Im Wirtschaftsjahr 2023 konnten die angestrebten Einsparpotentiale durch Produktivitätssteigerung realisiert werden. Die Personalkostenquote hat sich aufgrund der wesentlich höheren Betriebsleistung und der nur moderaten Erhöhung der Personalkosten um 2,0 Prozentpunkte verbessert.

• Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Unternehmung sind in ihrer absoluten Höhe (2023: 4.641,2 T€) im Vergleich zum Vorjahr (2022: 4.574,7 T€) um 66,5 T€ angestiegen. In Verbindung mit der höheren Betriebsleistung in 2023 ergibt sich dadurch eine günstigere Kostenrelation. Kostensteigerungen ergaben sich vor allem bei den Mietneben- und Reinigungskosten, im Vorjahr sind dagegen überproportional hohe Wartungskosten für EDV-Hard- und Software enthalten.

• In 2023 konnte die Spörer AG Gewinnausschüttungen von Beteiligungsunternehmen vereinnahmen (376,8 T€), die deutlich über den Gewinnausschüttungen des Vorjahres lagen (147,4 T€).

1.2.4 Wichtige Unternehmenskennzahlen

Kennzahlenkatalog 2023 2022 2021
Eigenkapitalquote in % 34,7% 35,1% 39,5%
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 101,5 -392,0 274,9
Gesamtkapitalrentabilität (Ergebnis vor Zinsaufwand) in % 1,3% -5,1% 3,5%
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl (ohne Vorstände) 242 254 249

2. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken

2.1 Voraussichtliche Entwicklung

Der in 2023 eingeschlagene Wachstumskurs wird sich im Wirtschaftsjahr 2024 weiter fortsetzen. Dies wird sich auf eine höhere Umsatzleistung niederschlagen. Das Wachstum soll ca. 8 % gegenüber dem Jahr 2023 betragen. Die Umsatzsteigerungen finden durchgängig in den angestammten Geschäftsbereichen statt. Die strategisch geplante Expansionsstrategie wird weiterverfolgt.

Die Personalkosten werden in 2024 aufgrund des höheren Umsatzvolumens weiter ansteigen. Zwar konnten fast alle offenen Stellen besetzt werden, jedoch ist aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels, mit einem weiteren Ansteigen der durchschnittlichen Personalkosten je Mitarbeiter aufgrund von Gehaltsanpassungen zu rechnen. Neueinstellungen sind im Rahmen der unbesetzten Stellen geplant. Der Anstieg der Personalkosten sollte jedoch nur unterproportional zum angestrebten Umsatzwachstum erfolgen, so dass hier mit einer Produktivitätssteigerung gerechnet werden kann.

Die Gemeinkosten steigen aufgrund der allgemeinen Preissteigerung weiter an, können jedoch aufgrund von eingeleiteten Einsparmaßnahmen auf dem Kostenniveau von 2023 gehalten werden. Aufgrund der bekannten Parameter wird im Jahr 2024 mit einer Verbesserung des operativen Betriebsergebnisses gerechnet. Aufgrund der geringeren Beteiligungserlöse wird mit einem ausgeglichen Jahresergebnis gerechnet.

Der Vorstand geht für 2025 weiterhin von einer schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung aus, die vor allem durch weitere Kostensteigerungen, insbesondere im Personalbereich, gekennzeichnet ist. Die eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen werden weiter fortgeführt und sollen in 2025 den Kostenerhöhungen entgegenwirken. Es wird mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.

Mittel- und langfristig plant die Unternehmensleitung weiter Wachstum. Hierbei kommen alle Möglichkeiten (weiteres originäres Wachstum und Akquisitionen) in Betracht. Alle Projekte diesbezüglich werden einer strengen Wirtschaftlichkeitsüberlegung unterzogen.

Der Vorstand geht weiterhin von einer stabilen Finanzierungssituation aus. Der Finanzbedarf kann anhand des erwirtschafteten Cashflows und durch Vereinbarungen mit den Kreditinstituten gedeckt werden. Darüber hinaus ist die Bereitschaft des Gesellschafters weiterhin vorhanden, bei Bedarf zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.

2.2 Wirtschaftliche Risiken

Die grundlegenden wirtschaftlichen Risiken haben sich aufgrund der weiter anhaltenden Krisen nicht signifikant geändert. Folgende Punkte können genannt werden:

• Keine Möglichkeit zur Weitergabe der gestiegenen Einkaufspreise aufgrund festgeschriebener Preise durch den Gesetzgeber in den für die Gesellschaft relevanten Leistungsbereichen.

• Insbesondere wird der Faktor Personal eine zunehmende Risikogröße. Es ist schwierig, qualifiziertes Personal zu rekrutieren und dabei die wirtschaftlichen Ziele einzuhalten. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund, dass es der Unternehmung kaum möglich ist, die Preissteigerungen aufgrund der gestiegenen Personalkosten an die Kunden (Kostenträger) überzuwälzen. Dies gilt auch für die immer noch herrschende Inflation und die hohen Energiepreise.

2.3 Chancen der künftigen Entwicklung

Die Geschäftsleitung sieht weiterhin in der Betreuung von Versorgungseinrichtungen (Kliniken, Einrichtungen, private Dienstleister etc.) großes Entwicklungspotential für die Unternehmung. Hier kann die Spörer AG mit ihren fest vernetzen und verankerten Versorgungsstrukturen ihr Geschäftsvolumen weiter erhöhen und positive Betriebsergebnisse erwirtschaften.

Wie bereits ausgeführt, sieht die Geschäftsleitung weiterhin hohe Umsatz- und Ergebnispotentiale in allen aktiven Geschäftsbereichen. Dies gilt vor allem für die mengenmäßige Entwicklung, die schon aufgrund der demographischen Entwicklung vorgegeben ist. Trotzdem ist es von hoher Wichtigkeit, die unternehmensinternen Prozesse weiter zu optimieren, um nachhaltig positive Betriebsergebnisse erwirtschaften zu können.

2.4 Gesamtaussage

Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine den Bestand des Unternehmens gefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken.

 

Ingolstadt, 15.01.2025

Spörer AG

der Vorstand

gez. Florian Spörer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.680.391,87 2.945.782,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.382,51 39.566,01
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 36.382,01 39.565,51
II. Sachanlagen 2.222.676,36 2.484.883,17
1. technische Anlagen und Maschinen 68.227,00 78.497,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.114.953,57 2.366.890,38
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 39.495,79 39.495,79
III. Finanzanlagen 421.333,00 421.333,00
1. Beteiligungen 421.333,00 421.333,00
B. Umlaufvermögen 5.060.502,67 4.580.685,82
I. Vorräte 1.287.800,42 1.307.751,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.718.004,83 3.223.088,52
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.887,43 19.619,39
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.706.117,40 3.203.469,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 54.697,42 49.845,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 129.974,11 88.282,54
Summe Aktiva 7.870.868,65 7.614.750,54

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.733.415,80 2.673.323,98
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 2.840.000,00 2.840.000,00
III. Gewinnrücklagen 20.676,95 20.676,95
IV. Bilanzverlust 327.261,15 387.352,97
B. Rückstellungen 1.228.123,16 1.399.634,18
C. Verbindlichkeiten 2.441.319,69 2.155.793,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.014.620,41 954.008,56
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 43.520,75
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.383.178,53 1.201.784,82
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.468.010,00 1.385.999,00
Summe Passiva 7.870.868,65 7.614.750,54

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.771.467,92 14.345.775,36
2. Personalaufwand 9.641.811,24 9.577.965,57
a) Löhne und Gehälter 7.966.424,54 7.939.117,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.675.386,70 1.638.847,73
davon für Altersversorgung 24.013,49 30.954,56
3. Abschreibungen 752.178,69 719.040,09
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 752.178,69 719.040,09
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.641.203,37 4.574.653,03
5. Erträge aus Beteiligungen 376.830,00 147.398,86
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.869,22 1.000,32
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.229,18 30.687,78
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -814,34 -0,28
9. Ergebnis nach Steuern 79.559,00 -408.171,65
10. sonstige Steuern 19.467,18 14.509,97
11. Jahresüberschuss 60.091,82 -422.681,62
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 35.328,65
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 387.352,97
14. Bilanzverlust 327.261,15 387.352,97

Anhang

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Spörer AG mit Sitz in Ingolstadt wird beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Registernummer HRB 5032 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist bezüglich der Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schuldposten entsprechend den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Aufgrund der Umsatz-, Bilanz- und Beschäftigtenzahlen handelt es sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Weitere Angaben zur Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erforderlich.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend im Einzelnen erläutert.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear. Die Nutzungsdauer beträgt überwiegend 3 Jahre, teilweise auch 5 Jahre.

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern werden aufgrund der betrieblichen Erfahrungen ermittelt, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Die Abschreibung erfolgt linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag von Euro 250,00 werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als Euro 250,00 aber nicht mehr als Euro 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der linear über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Geschäfts- oder Firmenwert

Die Spörer AG hat Ende 2009 die Geschäftsbetriebe zweier Unternehmen übernommen. Daraus resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser wurde ab 2010 linear auf die erwartete Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt mit den Nennbeträgen oder den Anschaffungskosten. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Vorräte

Die Waren werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert erfasst. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt retrograd.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen angemessen Rechnung getragen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Aktive latente Steuern

Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Rückstellungen

Für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten sind Rückstellungen gebildet worden. Die Rückstellungsbildung erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die Projected Unit Credit Methode angewendet.

Für die Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wird der von der Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen keine
zugrunde gelegte Sterbetafeln Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Die Berechnung des Rückstellungswertes zum 31. Dezember 2022 basierte abweichend hiervon auf einem Zinssatz von 1,78 %.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bewertet.

Passive Rechnungsabgrenzung

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet zur Abgrenzung von im Voraus vereinnahmten Umsatzerlösen aus so genannten Dienstleistungspauschalen für die nach dem Bilanzstichtag noch zu erbringenden Leistungen. Die Abgrenzung erfolgt unter Zugrundelegung einer geschätzten durchschnittlichen Laufzeit der Dienstleistungsverträge.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem am Ende des Anhangs beigefügten Anlagespiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Position "Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht" ausgewiesenen Forderungen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 3.160,66) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt Euro 200.000,00 und ist eingeteilt in 40.000 Namensaktien mit einem Nennbetrag von jeweils Euro 5,00.

Kapitalrücklage

Es handelt sich in vollem Umfang um andere Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Bilanzgewinn

Überleitung gemäß § 158 Abs. 1 AktG:

Euro
Jahresüberschuss 60.091,82
Verlustvortrag 387.352,97
Bilanzverlust 327.261,15

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 4.651,00.

Pensionsrückstellungen

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz aus dem 7-jährigen Durchschnittszins (1,74 %) und dem 10-jährigen Durchschnittszins (1,82 %) Euro 4.651,00. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten (bei den Werten in Klammern handelt es sich um die Vorjahreswerte).

Verbindlichkeiten < 1 Jahr
Euro
> 1 Jahr
Euro
davon > 5 Jahre
Euro
gesamt
Euro
gegenüber Kreditinstituten 448.326,76 566.293,65 256.981,89 1.014.620,41
(368.690,35) (585.318,21) (256.832,72) (954.008,56)
ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 43.520,75 0,00 0,00 43.520,75
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 1.341.876,63 41.301,90 0,00 1.383.178,53
(1.099.663,89) (102.120,93) (0,00) (1.201.784,82)
1.833.724,14 607.595,55 256.981,89 2.441.319,69
(1.468.354,24) (687.439,14) (256.832,72) (2.155.793,38)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Euro 94.454,00 sind durch Sicherungsübereignung der Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert. Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 102.121,14 sind durch Sicherungsübereignung von Hard- und Software besichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von Euro 14.456,00 (Vorjahr: Euro 15.753,00).

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Spörer AG bürgt für Bankkontokorrentverbindlichkeiten einer Beteiligungsgesellschaft selbstschuldnerisch bis zur Höhe von TEuro 66,7. Zum 31.12.2023 bestehen keine Verbindlichkeiten. Eine Inanspruchnahme ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen umfassen Pacht, Miet- und Leasingverträge mit einem Jahreswert von ca. Euro 2,0 Mio.

Angabe gemäß § 285 Nr. 11 HGB zu Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB

Die Spörer AG ist mit 49 % am Kapital der Orthopädietechnik Chiemgau GmbH beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beträgt Euro 711.834,50.

Arbeitnehmer

Berechnet auf der Basis des Quartalsdurchschnitts ergab sich in 2023 folgende durchschnittliche Arbeitnehmerzahl (ohne Vorstände):

Arbeitnehmergruppen Anzahl
Angestellte 116
Arbeiter 116
Auszubildende 10
Insgesamt 242

Vorstand

Vorstände im Geschäftsjahr 2023 waren:

Herr Florian Spörer, medizinisch-technischer Einzelhandelskaufmann, Vorstandsvorsitzender

Herr Heinz Spörer, Orthopädietechnikermeister, Vorstand (bis 29. Februar 2024)

Die Angabe der Vorstandsbezüge unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen den Vorstand in Höhe von Euro 29.324,33 (Vorjahr: Euro 31.415,58). Es handelt sich um kurzfristige Forderungen, die nicht verzinst werden.

Aufsichtsrat

Aufsichtsräte der Spörer AG im Geschäftsjahr 2023 waren:

Frau Nina Spörer, Bürokauffrau Vorsitzende des Aufsichtsrates
Herr Ludwig Reisinger, Steuerberater stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Herr Bernd Schwaiger, Rechtsanwalt

Die Angabe der Aufsichtsratsvergütungen unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 liegen nicht vor.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Bilanzverlust von Euro 327.261,15 ab. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ingolstadt, 15.01.2025

der Vorstand

gez. Florian Spörer

Anlagespiegel zum 31.12.2023

AK/HK 01.01.2023
Zugänge 2023
Umbuchungen 2023
Abgänge 2023
AK/HK 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 116.539,62 0,00 0,00 0,00 116.539,62
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 447.915,93 19.952,93 0,00 2.229,89 465.638,97
564.455,55 19.952,93 0,00 2.229,89 582.178,59
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 437.715,75 5.058,00 0,00 0,00 442.773,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.353.411,49 814.444,26 0,00 694.208,59 7.473.647,16
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 39.495,79 0,00 0,00 0,00 39.495,79
7.830.623,03 819.502,26 0,00 694.208,59 7.955.916,70
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 421.333,00 0,00 0,00 0,00 421.333,00
421.333,00 0,00 0,00 0,00 421.333,00
8.816.411,58 839.455,19 0,00 696.438,48 8.959.428,29
AfA Kumuliert 01.01.2023
AfA Geschäftsjahr 2023
AfA Abgang 2023
AfA kumuliert 31.12.2023
Buchwerte 31.12.2023
Buchwerte 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 116.539,12 0,00 0,00 116.539,12 0,50 0,50
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 408.350,42 23.135,93 2.229,39 429.256,96 36.382,01 39.565,51
524.889,54 23.135,93 2.229,39 545.796,08 36.382,51 39.566,01
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 359.218,75 15.328,00 0,00 374.546,75 68.227,00 78.497,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.986.521,11 713.714,76 341.542,28 5.358.693,59 2.114.953,57 2.366.890,38
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 39.495,79 39.495,79
5.345.739,86 729.042,76 341.542,28 5.733.240,34 2.222.676,36 2.484.883,17
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 421.333,00 421.333,00
0,00 0,00 0,00 0,00 421.333,00 421.333,00
5.870.629,40 752.178,69 343.771,67 6.279.036,42 2.680.391,87 2.945.782,18

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrter Aktionär!

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In die Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat einbezogen. Der Vorstand unterrichtete uns über die relevanten Aspekte der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 fand eine Aufsichtsratssitzung statt. Über Ereignisse, die für die Beurteilung von Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, hat uns der Vorstand auch zwischen den Sitzungen informiert.

Im Einzelnen wurden insbesondere die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Laufe des Jahres 2023 auf Ebene des Gesamtunternehmens sowie einzelner Standorte besprochen. Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Jahr 2022 deutlich verbessert. Positiv wirkten sich dabei eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse bei nur moderat erhöhten Kosten und eine wesentliche Zunahme der Beteiligungserträge aus. Die Entwicklung der eigenen Filialen und der Beteiligungsunternehmen wurde analysiert und mögliche Wachstums-, Produktivitätssteigerungs- und Kosteneinsparpotenziale diskutiert. Der Vorstand berichtete über die laufenden Projekte zur regionalen Erweiterung des Filialnetzes und die hieraus erwartete Umsatzausweitung. Gegenstand der Beratungen waren außerdem die geplanten Investitionen, deren Finanzierung und der Stand der Durchführung. Besonderes Augenmerk wurde weiterhin auf die Überwachung und Sicherstellung der Liquidität des Unternehmens gelegt. Die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen notwendigen Beschlüsse wurden gefasst.

Die RSV Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft wurde durch die Hauptversammlung am 4. Dezember 2023 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde am gleichen Tag vom Aufsichtsrat erteilt.

Der Jahresabschluss 2023 der Spörer AG wurde nach den Regeln des HGB aufgestellt. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat die Berichte und Abschlussunterlagen zur Verfügung gestellt. Diese wurden in der Bilanzsitzung am 3. Februar 2025 eingehend besprochen. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat nimmt das Ergebnis der Prüfung zur Kenntnis und stimmt ihm zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gemäß § 171 AktG geprüft. Er billigt den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der Spörer AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit mit Respekt und Anerkennung.

 

Ingolstadt, 3. Februar 2025

gez. Heinz Spörer, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.02.2025 festgestellt.

Angaben zur Ergebnisverwendung:

Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 03.02.2025 dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes zugestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss der Spörer AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spörer AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Spörer AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Spörer AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spörer AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ingolstadt, 31. Januar 2025

RSV
Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Adelheid Ruhl, Wirtschaftsprüferin

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