Kostümfundus Babelsberg GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Arbeits- und Berufsbekleidung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Voß seit 5.4.2016 | Geschäftsführer |
Friedhelm Hans Henning Schatz seit 17.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 45.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 45.00% | |
Filmpark Babelsberg GmbHEigenbeteiligung | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Filmpark Babelsberg Verwaltung GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 10.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Filmpark Babelsberg GmbHPotsdamJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN Die Filmpark Babelsberg GmbH hat ihren Sitz in Potsdam und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam (HRB 19858 P). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 275 ff. HBG. Es wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Preisminderungen aktiviert. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (Nutzungsdauern zwischen 2 und 33 Jahren). Unter dem Posten "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" werden die Herstellungskosten eines im Bau befindlichen Parkhauses mit integrierter Sporthalle sowie einer im Bau befindlichen Grundschule mit Hort ausgewiesen. Im Jahr 2023 wurden für diese Bauvorhaben Zinsen für Fremdkapital in Höhe von TEUR 1.182 in die Herstellungskosten mit einbezogen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis von 251,00 € bis zu 1.000,00 € wurden bis zum 31.12.2022 gem. § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten gebucht und auf 5 Jahre linear abgeschrieben. Seit dem 1.1.2023 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00 im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben, um die tatsächliche Nutzungsdauer besser darzustellen. Sammelposten wurden nicht mehr gebildet. Im Geschäftsjahr wurden geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 27 in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Wertberichtigungen wurden - soweit notwendig - vorgenommen. Die von den unfertigen Leistungen offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen betreffen Vorauszahlungen für Mietnebenkosten, für noch nicht abgerechnete Nebenkosten in den unfertigen Leistungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden - soweit notwendig - vorgenommen. Für die nicht einzelwertberichtigten Forderungen wurde eine Pauschalwertberichtigung vom Netto-Betrag der Forderungen gebildet. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben ausgewiesen, sofern sie Aufwand für bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Der Sonderposten wurde für erhaltene Investitionszuschüsse gebildet und wird entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter über die sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Latente Steuern werden auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den Bilanzansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz ermittelt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Der Anlagespiegel ist auf Seite 7 des Anhangs dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr, ausgenommen die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Mietkaution von EUR 54.312,00 (Vorjahr EUR 52.560,00) sowie eine Darlehensforderung von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 669.787,41). 3. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Unter dieser Bilanzposition werden unter anderem Guthaben bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam bzw. der Deutschen Bank in Höhe von insgesamt TEUR 178 ausgewiesen, die als Sicherheit für die von der Sparkasse, bzw. der Deutschen Bank abgegebenen Bürgschaften dienen. 4. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.559.719,00 (Vorjahr EUR 4.074.610,20) enthalten. 5. Passiver Ausgleichsposten Die Gesellschaft hat den im Vertrag vom 6. März 2003 über die Übertragung des Betriebs der Babelsberg Studiotour GmbH festgelegten negativen Kaufpreis in einen passiven Ausgleichsposten eingestellt. 6. Sonderposten für Investitionszuschüsse Die vom Land Brandenburg in den Geschäftsjahren 2004 bis 2012 jeweils erhaltenen Investitionszuschüsse sowie zwei weitere Investitionszuschüsse 2021 und 2022 wurden in einen Sonderposten eingestellt. Dieser wird linear über die jeweilige Nutzungsdauer der bezuschussten Investitionen ertragswirksam aufgelöst. 7. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, für Abschluss- und Prüfungskosten sowie Personalrückstellungen für noch nicht in Anspruch genommenen Resturlaub. 8. Verbindlichkeiten
* In Klammern angegebene Werte betreffen
Vorjahreszahlen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Einzelbürgschaften der Gesellschafter, durch Sicherungsübereignung der finanzierten Anlagegüter und durch Grundpfandrechte besichert. 9. Passive latente Steuern Die latenten Steuersalden haben sich wie folgt entwickelt:
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von EUR 102.163,20 (Vorjahr EUR 101.396,75) enthalten. Weiterhin werden unter dieser Position außergewöhnliche Erträge aus den Energiepreisbremsen in Höhe von EUR 115.207,03 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Im Vorjahr waren Erträge der Überbrückungshilfe IV in Höhe von insgesamt EUR 121.330,03 (Geschäftsjahr: TEUR 0) enthalten. Die sonstigen betrieblich Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 2,91 (Vorjahr EUR 0,00). 2. Personalaufwand Die Position "Löhne und Gehälter" in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Vorjahr um die Erstattung des Kurzarbeitergeldes seitens der Agentur für Arbeit in Höhe von EUR 43.872,71 (Geschäftsjahr: EUR 0,00) gekürzt. Die Position "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Vorjahr um Erstattungen des Arbeitgeberanteils für Sozialabgaben gem. § 2 Abs. 1 KugV in Höhe von EUR 13.288,01 (Geschäftsjahr: EUR 0,00) gekürzt. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblich Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 25,65 (Vorjahr EUR 0,00). E. SONSTIGE ANGABEN 1. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung wurde von Herrn Friedhelm Schatz, Filmkaufmann und von Herrn Matthias Voß, Kaufmann ausgeübt. Die Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchst. a HGB wurden gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 2. Beschäftigte Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (Köpfe) betrug im Berichtsjahr 90 (Vorjahr 91 Personen). Die Mitarbeiter sind verteilt auf folgende Gruppen:
3. Beteiligungsliste
4. Sonstige finanzielle Verpflichtung Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus schwebenden Verträgen für Investitionen in Höhe von TEUR 9.696. 5. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.714.902,41 auf neue Rechnung vorzutragen.
Potsdam, 20. Dezember 2024 Filmpark Babelsberg GmbH Friedhelm Schatz, Geschäftsführender Gesellschafter Matthias Voß, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Der Themenpark "Filmpark Babelsberg" inmitten der Medienstadt gehört zum Kerngeschäft der Gesellschaft. Für die Besucher eine Reise durch die über hundertjährige Babelsberger Filmgeschichte. Durch die Präsentation von Exponaten bis hin zu ganzen Filmkulissen aus zurückliegenden und aktuellen - auch internationalen - Produktionen erhält die Attraktivität Der Filmpark Babelsberg ist einerseits Ziel für Schulklassen, durch die edukative Vermittlung der Arbeit vor und hinter der Kamera, der abwechslungsreichen Filmgeschichte, -gegenwart und -zukunft und andererseits Reiseziel für Familien und Filminteressierte. Die Metropolis Halle, als wandelbares Multifunktionsatelier, ist fester Bestandteil der Eventlocations der Region, ob für Fernsehaufzeichnungen, Kongresse, Produktpräsentationen, Konzerte, Messen, Ausstellungen oder Livepublikumsveranstaltungen. Gegenstand der Gesellschaft ist ferner die Verwaltung und Verwertung von Grundstücken. Dies umfasst die Veräußerung von Grundstücken sowie u.a. die Vermietung des Depot- und Sammlungsgebäudes sowie zukünftig die Vermietung weiterer Gebäude, die sich zum Bilanzstichtag noch im Bau befinden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin von der Inflation beeinflusst. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die hohe Jahresteuerungsrate ist vor allem geprägt von den Preisanstiegen für Energie und Nahrungsmittel (Destatis). 2. Überblick über den Geschäftsverlauf Das Unternehmen lag mit seinem Umsatz aus operativem Geschäftsverlauf im Kerngeschäft, bestehend aus Filmpark Babelsberg und Metropolis Halle, über Vorjahresniveau. Insgesamt lag das Jahresergebnis des Filmparks unter dem Vorjahreswert. Trotz gestiegener Besucherzahlen konnten die erhöhten Aufwendungen nicht ausgeglichen werden. Der Filmpark Babelsberg konnte im Jahr 2023 planmäßig am 1. April 2023 für seine Gäste öffnen und seine Saison bis zum 4. November 2023 bestreiten. Damit startete der Filmpark die Themenparksaison seit nunmehr 30 Jahren. Das Jubiläum wurde mit zahlreichen Events gefeiert u.a. einer neuen Stuntshow im Vulkan. Die Westernshow erhielt ein Update. Die Snapshot Factory wurde um mehrere Sets erweitert. Die Horrornächte als besonderer Saisonhöhepunkt waren in 2023 an allen Tagen ausverkauft. Ein Anstieg der Besucherzahlen konnte erreicht werden. Die Vermietung von Depot- und Sammlungsgebäude erfolgte im Jahr 2023 ohne Leerstände. Die Metropolis Halle wurde im Geschäftsjahr zwischenzeitlich als Eventlocation genutzt, sowie weiterhin der Landeshauptstadt Potsdam als Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine zu Beginn und zum Ende des Jahres vermietet. 3. Ertragslage Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Höhe von 11.479 TEUR und liegt damit leicht über den Erwartungen (Planumsatz: 11 Mio. EUR) sowie um 14 % über dem Vorjahreswert von 10.103 TEUR. Die Umsatzerlöse aus Parkeinnahmen konnten im Vorjahresvergleich um 16 % gesteigert werden. Grund dafür sind im Wesentlichen eine Erhöhung der Eintrittspreise beim Vorortkauf und ein Anstieg der Besucherzahlen um 9 %. Die Mieterträge lagen ebenfalls um 12 % über dem Vorjahreswert hauptsächlich aufgrund von einer erstmalig ganzjährigen Vermietung von einer im Jahr 2022 fertiggestellten Immobilie. Die Durchführung von drei großen Veranstaltungen führt zu einem Anstieg der sonstigen Umsatzerlöse von 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 338 TEUR um 109 TEUR unter dem Vorjahreswert von 447 TEUR. Der Rückgang resultiert u.a. aus im Vorjahr erhaltenen Billigungsleistungen des Bundes in Form von Überbrückungshilfen von insgesamt 121 TEUR (Geschäftsjahr: 0 EUR). Im Geschäftsjahr beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge 115 TEUR Entlastungszahlungen aus den Energiepreisbremsen für 2023. Die Materialaufwendungen erhöhten sich korrespondierend zu den Umsatzerlösen um 639 TEUR bzw. 16% auf 4.542 TEUR. Im Materialaufwand werden die Aufwendungen für den Betrieb des Themenparks ausgewiesen wie Aufwendungen für Speisen und Getränke, Merchandiseartikel, Künstlerhonorare, Stuntleistungen und Catering-, Sicherheits- und Technikleistungen sowie bezogene Leistungen im Rahmen der Vermietungstätigkeit und sonstige bezogene Leistungen. Der Personalaufwand liegt mit 3.110 TEUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 3.089 TEUR). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen mit 1.798 TEUR um 243 TEUR bzw. 16 % über dem Vorjahreswert. Dies ist hauptsächlich auf die erstmals ganzjährige Abschreibung des im März 2022 fertiggestellten Sammlungsgebäudes zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 3.373 TEUR um 933 TEUR bzw. 38 % über dem Vorjahreswert. Ursächlich dafür sind u.a. erhöhte Energie- und Werbekosten. Der Anstieg der Zinserträge (477 TEUR; Vorjahr 34 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus den ausgegebenen Gesellschafterdarlehen. Die Erhöhung der nicht aktivierten Zinsaufwendungen (643 TEUR; Vorjahr 506 TEUR) geht einher mit den Kreditabrufen im Zusammenhang mit den Bauaktivitäten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von -294 TEUR (Vorjahr -232 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Passiven latenten Steuern. In Summe schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 845 TEUR nach einem Jahresfehlbetrag von 515 TEUR im Vorjahr und liegt somit unter den Erwartungen. Das Jahresergebnis blieb im Wesentlichen aufgrund höherer sonstiger betrieblicher Aufwendungen u.a. für Werbung und Instandhaltung hinter den Erwartungen zurück. 4. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards stellt sich wie folgt dar:
Im Bereich der Investitionstätigkeit wurden weitere Auszahlungen für Anzahlungen der im Bau befindlichen Gebäude getätigt (19.517 TEUR). Diesem Bereich sind ferner Einzahlungen für erhaltene Anzahlungen aus Anlagenabgängen (15.000 TEUR) sowie Auszahlungen für kurzfristige Darlehensausreichungen (9.350 TEUR) zuzuordnen. Insgesamt ergibt sich ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 12.720 TEUR. Im Bereich der Finanzierungstätigkeit übersteigen die Einzahlungen aus der Neuaufnahme von Finanzierungskrediten (17.465 TEUR) die Auszahlungen für Tilgung aufgenommener Kredite und gezahlter Zinsen, so dass sich ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 15.348 TEUR ergibt. Insgesamt ergibt sich eine Erhöhung der Finanzmittel von 4.472 TEUR. 5. Vermögenslage
Im Bereich des Anlagevermögens sind Investitionen in Höhe von 19.517 TEUR getätigt worden, denen Abschreibungen in Höhe von 1.798 TEUR gegenüberstehen. Wie bereits im Vorjahr entfiel der überwiegende Teil der Investitionen auf die Herstellungskosten für den Neubau einer Schule mit Hort und Parkhaus mit Sporthalle (18,8 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag erfolgt der Ausweis weiterhin unter den Anlagen im Bau. Die Fertigstellung beider Projekte erfolgte im Frühjahr 2024. Der Anstieg beim Umlaufvermögen ist hauptsächlich auf die Ausreichung kurzfristiger Darlehen (9.350 TEUR) und die Zunahme der liquiden Mittel (+ 4.472 TEUR) zurückzuführen. Hauptursachen für den Anstieg des Fremdkapitals sind die Aufnahme von Finanzierungskrediten für die Herstellungskosten der Schule mit Hort und des Parkhauses mit Sporthalle (zum Stichtag + 19.517 TEUR) und die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen um 15.000 TEUR infolge der Vereinnahmung einer Anzahlung aus Anlagenverkäufen. 6. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind der Umsatz sowie der Jahresüberschuss. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 sind Umsätze in Höhe von 13 Mio. EUR geplant sowie ein ausgeglichenes Ergebnis vor außerordentlichen Erträgen aus Grundstücksverkäufen. Dies stellt gegenüber dem aktuellen Jahr einen erheblichen Anstieg dar. Die Anzahl der Besucher ist neben dem Wetter und dem Kaufkraftverhalten zunehmend abhängig von der Sensibilität für Sicherheitsfragen, dem Reiseverhalten und der Umfeldangebote in den Bereiche Unterhaltung und Edutainment. Die Vorausplanungen der Besucherzahlen des Themenparks für die Zukunft resultieren aus den Erfahrungen der Vorjahre, Gefühl für Trends und Einschätzungen von Reisepartnern. Die Geschäftsführung erwartet einen leichten Rückgang der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Der geplante Anstieg der Umsatzerlöse wird im Wesentlichen aus Vermietungserträgen erzielt. Die Metropolis Halle wird bis Ende Mai 2024 als Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine vermietet und steht anschließend für Veranstaltungen zur Verfügung. Die Vermietung von Depot- und Sammlungsgebäude erfolgt im Jahr 2024 ohne Leerstände. Im ersten Quartal 2024 wird der Neubau einer Grundschule mit Hort fertiggestellt und vermietet. Weiterhin wurde im Dezember 2022 ein Vertrag über weitere Grundstücksverkäufe im mittleren zweistelligen Millionenbereich geschlossen, die voraussichtlich im Jahr 2024 realisiert werden können. Risiko- und Chancenbericht Die allgemeine wirtschaftliche Lage, insbesondere das Kaufkraftverhalten der privaten Haushalte und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs mit den einhergehenden Kostensteigerungen insbesondere im Energiesektor und den Rohstoffpreisen, stellt ein Risiko für die Gesellschaft dar. Zum einen beeinflusst dieses Risiko die Besucherzahlen, zum anderen können die gestiegenen Einkaufspreise nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Nicht zuletzt dadurch könnte das Ergebnis der Gesellschaft negativ beeinflusst werden. Die Instandhaltung und Pflege des Themenparks werden kostenintensiv bleiben. Eine weitere Herausforderung stellt nach wie vor der Arbeitskräftemangel dar. In der Saison 2023 wurde der Filmpark daher in einigen Monaten an nur fünf Tagen in der Woche geöffnet und in den Ferien an sieben Tagen pro Woche. Die Erträge aus Veranstaltungen in der am Themenpark gelegene Metropolis Halle sind weiterhin geprägt von kurzfristigen Anfragen und Planungen. In 2024 dient die Metropolis Halle bis Mai als Notunterkunft. Im Anschluss steht die Halle wieder für Veranstaltungen zur Verfügung. Nach derzeitigem Planungsstand wird davon ausgegangen, dass anfallende Verpflichtungen aus den finanziellen Reserven beglichen werden können. Insgesamt bestehen aktuell keine bekannten Liquiditäts- oder bestandsgefährdenden Risiken. Die Gesellschaft setzt weiterhin auf neue Attraktion und Veranstaltungskonzepte, um die Attraktivität des Filmparks zu erhalten bzw. auszubauen. Mit dem Bebauungsplan Nr. 119 "Medienstadt" sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung der Medienstadt Babelsberg geschaffen werden. Der Filmpark Babelsberg als wichtiger Baustein der medienbezogenen und touristischen Angebote der Landeshauptstadt Potsdam soll durch zusätzliche Freizeit- und Gewerbenutzungen dauerhaft gestärkt werden. Der Bebauungsplan befindet sich nach wie vor in der Genehmigungsphase. Im März/April 2022 wurden zwei große Bauvorhaben des Filmpark Babelsberg begonnen. Zum einen begann die Errichtung eines Parkhauses mit einer Kapazität von 967 PKW- Stellplätzen und 19 Busstellplätzen mit integrierter Turnhalle, zum anderen einer Grundschule mit Hort. Der Schulneubau wird erstmals in Potsdam im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft realisiert. Der Filmpark Babelsberg übernimmt die Planung, den schlüsselfertigen Bau und die Finanzierung. Die Landeshauptstadt Potsdam mietet nach der Fertigstellung (1. Quartal 2024) die Schule und den Hort, zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren und kauft die Gebäude später an. Die Turnhalle soll langfristig von der Landeshauptstadt gemietet werden.
Potsdam, 20. Dezember 2024 Filmpark Babelsberg GmbH Friedhelm Schatz, Geschäftsführender Gesellschafter Matthias Voß, Geschäftsführer Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Filmpark Babelsberg GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Filmpark Babelsberg GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Filmpark Babelsberg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 20. Dezember 2024 PKF
Fasselt Partnerschaft mbB
Beier, Wirtschaftsprüfer Baumgarten, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26.03.2025 festgestellt. |
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