Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 2192 RD
Eingetragen
29.10.2004
Branche
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die gewerbliche Betätigung im Baugewerbe, in der Wassertechnik und im Brunnenbau einschließlich Engineering, Beratung und Ausführung, insbesondere im Anlagen-, Tiefund Rohrbau sowie das Erbringen von mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängenden Dienstleistungen, Handelsgeschäfte aller Art und Ingenieurleistungen. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Sie darf sich ferner an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art im Inund Ausland beteiligen sowie solche Unternehmen gründen oder erwerben. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Hofmann
seit 9.5.2025
Geschäftsführer
Raimund Markowski
seit 5.7.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Monika Preuß
44.74%
44.74%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PREUSS GmbH AG
Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PRT Rohrtechnik Nord GmbH

Rendsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 / 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PRT Rohrtechnik Nord GmbH (kurz "PRT Nord") ist in den Kerngeschäftsfeldern

Druckrohrleitungsbau mit Tiefbau

Anlagenbau / Industrierohrbau

Service und Wartung

tätig.

Damit deckt die Gesellschaft in Norddeutschland technologisch das gesamte Spektrum an Dienstleistungen der Rohrtechnik im Bereich Gas, Fernwärme, Wasser, Abwasser und Brennstofftechnik ab.

Zum Kundenkreis der PRT Nord gehören kommunale Ver- und Entsorger wie Stadtwerke, Wasser- und Abwasserverbände sowie Energiekonzerne.

Die Stellung am Markt wird bestimmt durch Qualifikation, Qualität und Quantität der zu erbringenden Leistung.

Dafür verfügen wir über folgende Nachweise und Zertifikate:

Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 "Qualitätsmanagementsysteme"

Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2015 "Umweltmanagementsysteme"

Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001:2018 "Energiemanagementsysteme"

Zertifizierung nach DIN ISO 45001:2018 (Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit)

Rohrleitungsbauunternehmen nach DVGW GW 301 (G1 und W1)

Bauunternehmen im Leitungstiefbau nach DWGW GW 381

Fernwärmerohrleitungsbauunternehmen nach AGFW FW 601 (FW 1)

Erstellung eines Rohrabzweiges an im Betrieb befindlichen Fernwärmerohrleitungen nach AGFW-Arbeitsblatt FW 432

Präqualifikation von Unternehmen im Baufach für die Leistungsbereiche Erdarbeiten, Druckrohrleitungsarbeiten im Erdreich und Gebäudeausrüstung durch DVGW CERT GmbH

Interne Fertigungskontrolle mit überwachten Druckgeräteprüfung in regelmäßigen Abständen (Modul A2) nach Richtlinie 2014/68/ EU

Hersteller nach DIN EN ISO 3834-2

Hersteller nach AD2000- Merkblatt HP0 / HP 100R und DIN EN 13480-4

Tragende Bauteile und Bausätze für Stahltragwerke EN 1090 (EXC2)

Gütezeichen Kanalbau

Fachbetrieb nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Einer der Tätigkeitsschwerpunkte des Unternehmens ist die Schweißtechnik. Die hoch qualifizierten Mitarbeiter sind mit der Be- und Verarbeitung aller gängigen Werkstoffe, insbesondere im Bereich nichtrostender Stähle, vertraut und haben ihre handwerklichen Fähigkeiten durch verschiedene Verfahrensprüfungen vor TÜV-Sachverständigen unter Beweis gestellt.

Die PRT Nord ist ein Unternehmen der PREUSS-Gruppe, deren Einheiten zu den führenden Gesamtanbietern auf dem Gebiet des Rohrleitungsbaus, des Industrieanlagenbaus sowie der Rohrsanierung in Deutschland zählen.

2. Ziele und Strategien

Die PRT Nord konnte ihre Stellung am Markt in Norddeutschland weiterhin behaupten und ist bestrebt, diese weiter auszubauen. Es wird großen Wert auf eine gute Kommunikation mit den Kunden und eine hohe Verlässlichkeit bei der Ausführung der Projekte in Bezug auf Kosten-, Qualitäts- und Zeitplan gelegt. Ziel ist es, unseren Kunden ein wertvoller und kompetenter Partner zu sein und aufgrund qualitativ hochwertiger Leistungen Projekte optimal zu realisieren.

Um die PRT Nord für die Zukunft bestmöglich aufzustellen, verfolgen wir u.a. strategische Initiativen wie Fokus auf und Investitionen in das Kerngeschäft, nachhaltige Optimierung der Finanzkraft sowie verbessertes Risikomanagement als Treiber für Profitabilität. Des Weiteren wird die Akquise junger Fachkräfte betrieben.

3. Steuerungssystem

Die PRT Nord steuert ihr Geschäft insbesondere anhand der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen) sowie EBT (Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie außergewöhnlichen Effekten).

Das EBT ermittelt sich folgendermaßen:

Jahresergebnis

+/- Außergewöhnliche Aufwendungen / Erträge

+/- Steuern vom Einkommen und Ertrag

= EBT

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem guten Start ins Jahr 2023 hat die Weltwirtschaft im Sommer wieder an Schwung verloren. Insbesondere Europa leidet unter einer schwächelnden Industrieproduktion, während China hohe Schulden im Immobiliensektor belasten und auch in anderen Regionen die stark gestiegenen Zinsen die Wohnungsbauinvestitionen dämpfen. Insbesondere in den USA ist die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr stark gestiegen. In den meisten Regionen sind die Energiepreise wieder deutlich zurückgegangen, was auch eine Verringerung der sehr hohen Verbraucherpreisinflation nach sich zog. Aufgrund der dennoch hohen Inflationsraten ist es im Laufe des Jahres zu weiteren Zinsanhebungen der Zentralbanken gekommen. Da die hohen Zinsen die Nachfrage schwächen, ist auch in den Wintermonaten weltwirtschaftlich nur mit verhaltenem Wachstum zu rechnen. Ein zu erwartender Rückgang der Inflation sowie Steigerungen bei den Realeinkommen werden zukünftig wieder zu mehr Konsumausgaben führen.

Nach Ansicht der Experten wird die Zeit der Zinsanhebungen nun zu Ende gehen und die Zentralbanken werden dazu übergehen, die Zinsen wieder zu senken, um die Investitionstätigkeit anzukurbeln.

Deutschland befindet sich nach Aussage der Gemeinschaftsdiagnose mehrerer Wirtschaftsforschungsinstitute (u.a. DIW und ifo) bereits seit über einem Jahr im Abschwung, als der sprunghafte Anstieg der Energiekosten die Erholung von der Corona Pandemie beendete. Durch die zum Teil über 8% liegende Verbraucherpreisinflation kam es zu erheblichen Kaufkraftverlusten. Der Anstieg der Leitzinsen auf über 4% führte zu starken Einbrüchen bei der Bauwirtschaft. Zuletzt ist die Stimmung in den Unternehmen erneut gesunken, was auch auf politische Unsicherheiten zurückzuführen ist. Als nachlaufende Reaktion auf die hohen Inflationsraten sind die Löhne mittlerweile in vielen Bereichen gestiegen. Auch im Exportbereich konnte mittlerweile ein Teil der gestiegenen Kosten weitergegeben werden, so dass zum Ende des Jahres davon auszugehen ist, dass die Kaufkraft wieder merklich steigt. Für das Jahr 2023 gehen die Experten von einem Sinken des Bruttoinlandsproduktes um 0,6% aus. Für 2024 wird ein Anstieg um 1,3% prognostiziert. Aufgrund der bereits rückläufigen Inflationsraten im Sommer wird mit einer Inflationsrate von 6,1% für 2023 und 2,6% für 2024 gerechnet. Größter Risikofaktor für die kurzfristige Entwicklung stellt ein möglicher erneuter Anstieg der Energiepreise dar. Dadurch könnte sich der Abschwung verschärfen oder verlängern. Auch die konjunkturelle Entwicklung in sowie mögliche Handelskonflikte mit China stellen ein Risiko dar. Zudem sorgt die politische Gestaltung der Energiewende für Unsicherheit.

Die Bauinvestitionen stiegen in der ersten Jahreshälfte noch spürbar an, wobei hier der hohe Auftragsbestand in allen Bereichen sowie eine günstige Witterung stützend gewirkt haben. Im dritten Quartal sind die Bauinvestitionen über alle Sparten hinweg zurückgegangen. Vor allem die hohen Zinsen bremsen die Investitionen und führen gerade im Wohnungsbau zu stark gesunkenen Auftragseingängen seit Beginn 2022. So haben hier Stornierungen und fehlende Auftragseingänge zu einem deutlichen Absinken des Auftragsbestandes geführt. Erst im kommenden Jahr wird mit einem Anstieg an energetischen Sanierungen und damit einem leichten Rückgang des Auftragseingangseinbruches in diesem Sektor gerechnet. Weniger kritisch ist die konjunkturelle Lage in den anderen Bausektoren. Insbesondere der Tiefbau verzeichnet seit Jahresbeginn steigende Auftragseingänge. Zudem wird ab dem kommenden Jahr mit positiven Impulsen der öffentlichen Auftraggeber gerechnet. 1

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im August 2023 rund 9,9 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im August 2023 um 17,5% höher. Die nicht preisbereinigte, nominale Veränderung betrug +21,9% gegenüber dem Vorjahr. In den ersten acht Monaten 2023 sind die Auftragseingänge gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nominal um 1,9% gestiegen, während sie real um 7,6% gestiegen sind. 2 Für 2023 rechnen die Institute mit einem Rückgang der Bauinvestitionen in Höhe von 1,4% und für 2024 in Höhe von 2,1%. Für 2025 prognostizieren sie wieder einen leichten Anstieg um 0,9%.

2. Geschäftsverlauf

Eine gute Marktposition in einem schwierigen Branchenumfeld mit hohem Wettbewerbsdruck konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr behauptet werden.

Die Leistungsindikatoren zeigen in 2022/2023 im Vorjahresvergleich die nachstehende Entwicklung:

Leistungsindikatoren 2022/2023
in T€
2021/2022
in T€
Veränderungen
in T€
Gesamtleistung * 13.680 12.854 826
EBT * 1.336 1.099 237

* bereinigt um die Wertberichtigung der Abrechnungssumme eines in Vorperioden abgerechneten Großprojektes - T€ 217

Der Anstieg der Leistung um T€ 826 und die Verbesserung des EBT um T€ 237 ist insgesamt in der Abwicklung und Umsatzrealisierung leistungsintensiver und margenreicher Projekte begründet. Die starke Entwicklung der Gesamtleistung, wurde durch umfangreiche Projekte im Bereich der Fernwärme und des Anlagenbaus begünstigt. Insbesondere Projekte im Bereich der Fernwärme trugen einen großen Teil zur Verbesserung des EBTs gegenüber dem Vorjahr bei. Einen grundsätzlich positiven Effekt auf das EBT hatte, ähnlich dem Vorjahr, die Auflösung von nicht mehr benötigten sonstigen Rückstellungen (in Höhe von T€ 243, davon T€ 111 aus dem Projektgeschäft; VJ: T€ 293, davon T€ 276 aus dem Projektgeschäft). Der allgemeine Rohrleitungsbau (ARB) war erneut stärker als der Anlagenbau der PRT Nord, wobei die Fernwärme herausstach.

Der Vergleich zu den im Vorjahr prognostizierten Werten ergibt folgendes Bild:

Leistungsindikatoren IST 2022/2023
in T€
Prognose 2022/2023
in T€
Gesamtleistung 13.680 10.496
EBT 1.336 346

Entgegen der Annahme in der Planung konnten im Projektgeschäft, insbesondere im Bereich der Fernwärme, deutlich größere Umfänge mit entsprechenden Margen akquiriert und abgewickelt werden. Vor allem die Bestandskunden der PRT Nord übertrafen mit ihren Auftragsvolumina die Erwartungen der Planung. Diese Umstände hatten sowohl einen positiven Effekt auf die Leistung als auch auf das EBT. Neben dem vorgenannten Umstand war auch die Auflösung von Rückstellungen (T€ 243) nicht im Rahmen der Planung berücksichtigt.

Bei der Planung geht die PRT Nord grundsätzlich sowohl in Bezug auf die Leistung als auch auf das EBT eher konservativ vor. In die Planung fließen einerseits bereits zum Planungszeitpunkt gezeichnete Projekte und Aufträge ein, die mit ihrer Leistung und ihrem Ergebnisbeitrag einen Einfluss auf das zu beplanende Geschäftsjahr haben. Andererseits werden Annahmen für Projekte und Aufträge getroffen, die sich in der Ausschreibungsphase befinden oder noch gar nicht bekannt sind. In der Realisierung können aufgrund verschiedener Ursachen (bspw. Materialbeistellung durch den Kunden; große vs. kleine Materialdimensionen; unterschiedliche Nachunternehmerintensität) starke Abweichungen in Bezug auf die Kostenstrukturen, und demzufolge auch auf die Kennzahl "Leistung", der abgewickelten Aufträge gegenüber dem Plan entstehen.

3. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konnte die PRT Nord ihre Marktstellung sehr erfolgreich behaupten. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde eine Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen) von T€ 13.680 (Vorjahr: T€ 12.854) erwirtschaftet. Dieses hohe Leistungsniveau führte zu einem positiven EBT von T€ 1.336 (Vorjahr: T€ 1.099).

Die Materialaufwendungen steigen gegenüber dem Vorjahr um T€ 578 auf insgesamt T€ 6.147. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand/Gesamtleistung) ist mit 46 % um 2 %-Punkte gestiegen. Der Treiber dieser vorgenannten Entwicklungen sind die, gegenüber dem Vorjahr, deutlich gestiegenen Nachunternehmeraufwendungen. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 219 auf T€ 4.975 gestiegen. Die Personaleinsatzquote (Personalaufwand/Gesamtleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr (37 %) mit 37 % konstant geblieben. Der sonstige betriebliche Aufwand war gegenüber dem Vorjahr, trotz gestiegener Gesamtleistung, leicht rückläufig. Die wesentlichen Bestandteile wie Instandhaltung, sonstige Dienstleistungen Verwaltungsdienstleistungen und Leasingaufwendungen waren weitgehend konstant oder leicht rückläufig.

b) Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr 2022/2023 um T€ 197 auf T€ 1.645 gestiegen und macht zum Bilanzstichtag 21 % der Bilanzsumme aus, während das Umlaufvermögen 79 % der in Summe um T€ 880 gestiegenen Bilanzsumme (T€ 7.695) beträgt. Die wesentlichen Komponenten des Umlaufvermögens sind der Bestand an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die liquiden Mittel. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen auf, gegenüber dem Vorjahr, stark gesunkene Forderungen aus nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Vorräte sind, aufgrund einer rückläufigen Anzahlungsquote, gestiegen. Die Passivseite ist durch eine Eigenkapitalquote von 69 % an der Bilanzsumme geprägt.

c) Finanzlage

Die PRT Nord hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen über das Eigenkapital, erhaltene Anzahlungen und sonstige Rückstellungen finanziert. Die gute Anzahlungsquote des Vorjahres konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ganz erreicht werden.

d) Investitionen

Die Gesamtinvestitionen der PRT Nord beliefen sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf T€ 475. Im Fokus der Investitionen standen Ersatzbeschaffungen im Bereich Fuhrpark und Baugeräte zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes.

e) Liquidität

Seit dem 01.10.2020 stellt die Konzern-Muttergesellschaft den Tochtergesellschaften im Bedarfsfall Darlehen für die künftige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag hat die PRT Nord kein Darlehen in Anspruch genommen.

f) Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 entwickelte sich der Geschäftsverlauf der PRT Nord über den Erwartungen der Geschäftsleitung und ist damit als sehr zufriedenstellend zu bezeichnen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die PRT Nord verfügt zum 30. September 2023 über einen Arbeitsvorrat von T€ 9.665. Des Weiteren konnten bis zum 31. Oktober 2023 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von ca. T€ 1.374 akquiriert werden. Damit deckt der Arbeitsvorrat einen wesentlichen Teil der geplanten Gesamtleistung von T€ 12.500 für das Geschäftsjahr 2023/2024 ab, sichert aber auch schon jetzt aufgrund von längerfristigen Rahmenverträgen und großen Einzelprojekten einen Teil der Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2024/2025. Der aktuell bestehende Arbeitsvorrat kann mit ca. 90 % dem GJ 2023/2024 zugeordnet werden.

Aufgrund der stabilen Auftragssituation, insbesondere durch die langlaufenden Rahmenverträge mit solventen Auftraggebern, gehen wir davon aus, die Planzahlen zu erfüllen.

Unsere wirtschaftlichen Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr sehen wir insgesamt optimistisch, wenngleich wir aufgrund der in Kapitel B.2. beschriebenen konservativen Planungsweise mit den Leistungsindikatoren für 2023/2024 deutlich unter den IST-Werten des Jahres 2022/2023 planen. Es wird eine deutliche Zurückhaltung der Auftraggeber bei der Vergabe von Aufträgen erwartet. Im Gegenzug führt ein erhöhter Wettbewerb um die am Markt befindlichen Aufträge, zu deutlich geringeren Margen. Weiterhin werden für 2024 die nächsten Tariferhöhungen erwartet, welche bei den Auftraggebern erfahrungsgemäß nur mit einer zeitlichen Verzögerung eingepreist werden können. Auf dieser Basis sehen wir für die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2023/2024 folgende Entwicklung.

Leistungsindikatoren IST 2022/2023
in T€
Prognose 2023/2024
in T€
Gesamtleistung 13.680 12.500
EBT 1.336 535

Im Vergleich zum Berichtsjahr sind in der Prognose sowohl die Leistung als auch das EBT reduziert. Das resultiert im Wesentlichen aus dem in Kapitel B.2. beschriebenen konservativen Planungsprozess. Bei der Planung wurden weder die Akquise noch die Abwicklung von Groß- und Sonderprojekten berücksichtigt, da zum Zeitpunkt der Planung keine Informationen über solche Aufträge vorlagen. Daher sind die Gesamtleistung und das EBT nicht durch solche Aufträge beeinflusst. Weiterhin gehen wir, durch die signifikant gestiegenen Zinsen der EZB, von einem reduzierten Ausschreibungsverhalten bei Groß- und Einzelprojekten innerhalb des Marktes aus. Dennoch rechnen wir trotz des hohen Wettbewerbsdrucks mit der Gewinnung von Neukunden und Aufträgen in allen Geschäftsbereichen sowie einer vertiefenden gewinnbringenden Zusammenarbeit mit den Bestandskunden, um die positive Entwicklung für die kommenden Jahre zu gewährleisten.

2. Chancen- und Risikobericht

Durch die im PREUSS-Konzern zentral gebündelten kaufmännischen Verwaltungstätigkeiten sowie des Controllings sollen systematische Risiken bzw. Chancen frühzeitig erkannt werden und die Ergebnisse der Risiko-/Chancen-Analysen durch die PREUSS Service GmbH allen operativen Gesellschaften zugänglich gemacht werden. Es findet somit eine Risikominimierung und Chancenoptimierung innerhalb des PREUSS-Konzerns statt.

a) Risiken und Risikomanagement

Insgesamt bewerten wir für unser Unternehmen Umfeldrisiken (z.B. Steuererhöhungen, steigende Energiepreise, Konjunkturrückgang, neue Wettbewerber), Branchenrisiken (z.B. Produkt- und Dienstleistungsportfolio, Qualitätsprobleme, Fachkräftenachwuchs, Investitionsverhalten der Auftraggeber), leistungswirtschaftliche Risiken (z.B. Abhängigkeit von Lieferanten, Umweltschädigung im Rahmen von Arbeitsprozessen), finanzwirtschaftliche Risiken (z.B. Forderungsausfall, Überschuldung, Liquiditätsprobleme) und sonstige Risiken (z.B. Rechtsstreitigkeiten, Änderung der branchenspezifischen Gesetzeslage). Im Folgenden werden die Risiken in Abhängigkeit von ihrer potenziellen Auswirkung als "gering", "mittel" bzw. "hoch" klassifiziert.

Risikokategorie Risikopotenzial
Umfeldrisiken mittel
Branchenrisiken mittel
Leistungswirtschaftliche Risiken gering
Finanzwirtschaftliche Risiken gering
Sonstige Risiken gering

Aufgrund der makroökonomischen Rahmenbedingungen, den politischen Herausforderungen gem. B1 und dem fortwährenden Umbruch des Energiemarktes wird das Risikopotenzial im Bereich der Umfeldrisiken als "mittel" eingestuft.

In Bezug auf die PREUSS Gruppe bedeutet dies konstant hohe Materialpreise, Verunsicherungen auf Ebene der Auftraggeber und Endkunden sowie der andauernde, verstärkte Fachkräftemangel, führen auf den aktuell für uns relevanten Märkten zu einem herausfordernden Mix an Einflussfaktoren für die kommenden Jahre. Leistungsdefizite aus dem rückläufigen Gasgeschäft können vermutlich durch gegenwärtig alternative Energieträger ausgeglichen werden. Chancen aus zukunftsversprechenden Energieträgen, wie beispielsweise Wasserstoff, werden Investitionen und Neuorientierungen erfordern und hoffentlich zeitnah das rückläufige Gasgeschäft kompensieren. 3

Als wesentliches Branchenrisiko sehen wir weiterhin den Fachkräftemangel und einen relativ hohen Altersdurchschnitt unseres Personals. Die Gewinnung von qualifiziertem Fachpersonal stellt sich weiterhin als große Herausforderung dar. Im Kontext mit der bestehenden Altersstruktur wird dieses Risiko auf "mittel" gestuft.

Finanzwirtschaftliche Risiken aus bestehenden Aufträgen werden über Vorauszahlungen oder Garantien des Auftraggebers so gering wie möglich gehalten. Des Weiteren werden die Zahlungseingänge projektbezogen dokumentiert, so dass mögliche Verzögerungen im Zahlungsfluss rechtzeitig bei Bauausführung erkannt werden können.

Das branchenübliche Risiko der Witterungsverhältnisse wird über den Abbau von Urlaubsbeständen und Arbeitszeitkonten sowie über die von der Bundesagentur für Arbeit eingeführte Möglichkeit der Saison- bzw. der Kurzarbeit abgefedert.

Die PRT Nord ist im abgelaufenen Geschäftsjahr verantwortungsbewusst Risiken eingegangen. Grundlage hierfür ist das dargestellte Risikomanagementsystem zur Identifizierung, Analyse und Überwachung von Risiken, so dass die Risikotragfähigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 jederzeit gegeben war.

Ein wesentlicher Kundenkreis sind öffentliche Auftraggeber. Das von diesen erteilte Auftragsvolumen entspricht bislang unseren Erwartungen. Vor dem Hintergrund stark belasteter öffentlicher Haushalte werden wir deren Budgetplanung intensiv verfolgen. Möglicherweise werden sich Investitionspolitik und Investitionsvolumen öffentlicher Auftraggeber verändern.

b) Chancen

Die kontinuierliche Anpassung der bestehenden Infrastruktur an die neuen Gegebenheiten (z.B. Urbanisierung) sowie ihre regelmäßige Instandhaltung und Modernisierung dürften mittelfristig weiter spürbar steigende Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen nach sich ziehen.

Notwendige Investitionen in die Infrastruktur werden bereits jetzt durch unsere Auftraggeber verstärkt angesprochen, die Budgets der Energieversorger für die Instandhaltung und Erneuerung der Netze werden sich in den nächsten Jahren wesentlich erhöhen.

In den durchzuführenden Erhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sehen wir Chancen für weiteres profitables Wachstum.

Der Ausbau des Energieversorgungsnetzes ist für die seitens der Bundesregierung eingeleitete Energiewende unverzichtbar. An den sich daraus ergebenden Veränderungen könnte die PRT Nord im Bereich der Energieversorgung in den kommenden Jahren partizipieren.

 

Rendsburg, 21. Dezember 2023

Die Geschäftsführung

Michael Hainer

1 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, "Kaufkraft kehrt zurück - Politische Unsicherheit hoch", Herbst 2023
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 419, 25. Oktober 2023
3 https://www.ihk-muenchen.de/ihk/Klimapolitik/23-61-029_Energiewende_Barometer_2023_WEB_ES-2.pdf vom 20.11.2023

Bilanz zum 30.09.2023 (verkürzt nach § 327 HGB)

Aktiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.602,00 4.750,00
II. Sachanlagen 1.642.591,38 1.442.955,28
1.645.193,38 1.447.705,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.648.438,79 923.478,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.141.159,48 2.307.834,04
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.256.417,63 2.128.556,88
6.046.015,90 5.359.869,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.598,52 6.889,44
7.694.807,80 6.814.464,50

Passiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Andere Gewinnrücklagen 6.600,00 6.600,00
III. Gewinnvortrag 4.299.391,49 3.503.445,78
IV. Jahresüberschuss 773.541,85 795.945,71
5.279.533,34 4.505.991,49
B. Rückstellungen 1.589.880,90 1.442.339,90
C. Verbindlichkeiten 825.393,56 866.133,11
7.694.807,80 6.814.464,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022 / 2023
2021 / 2022
1. Rohergebnis 7.675.543,89 7.669.726,42
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.144.005,68 3.918.414,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 831.233,53 837.649,86
4.975.239,21 4.756.064,08
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 275.771,82 246.054,56
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.294.406,74 1.533.441,06
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.133,76 4.151,36
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.061,55 18.919,35
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 345.034,43 303.071,97
8. Ergebnis nach Steuern 794.163,90 816.326,76
9. Sonstige Steuern 20.622,05 20.381,05
10. Jahresüberschuss 773.541,85 795.945,71

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023 (verkürzt nach § 327 HGB)

A. Allgemeine Angaben

Die PRT Rohrtechnik Nord GmbH, Rendsburg, ist beim Registergericht Kiel unter der Handelsregisternummer HRB 2192 RD gemeldet.

Die PRT Rohrtechnik Nord GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Das Geschäftsjahr ist auf den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des folgenden Jahres festgelegt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderung - im Berichtsjahr fortgeführt.

Abweichend zum Vorjahr wurden sonstige betriebliche Aufwendungen mit direktem Projektbezug unter den bezogenen Leistungen in Höhe von T€ 162 und in Höhe von T€ 31 unter dem Personalaufwand statt wie bisher unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Vorjahresbetrag (T€ 197) wurde nicht angepasst.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, vollständig im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, die sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen orientiert, abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge wurden pro rata temporis vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Abschreibungssätze betragen:
für immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
für Geschäfts- oder Firmenwerte 5 Jahre
für Gebäude 10 bis 40 Jahre
für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre
für andere Anlagen und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden die Vermögensgegenstände mit Werten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 voll abgeschrieben. Die Abgänge der geringwertigen Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr T€ 15 (Vorjahr T€ 10).

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten, vermindert um Abschläge zur verlustfreien Bewertung, angesetzt.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt, die um Abschläge zur verlustfreien Bewertung korrigiert werden. Die Herstellungskosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten, Abschreibungen und angemessene Anteile der notwendigen Gemeinkosten.

Erhaltene Kundenanzahlungen werden gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB grundsätzlich offen von den Vorräten abgesetzt. Sie werden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, sind ebenfalls nach den handelsrechtlichen Herstellungskosten bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten das anteilige, auf die Gesellschaft entfallende Auftragsergebnis, das bei einem Fertigungsgrad von mindestens 90,0 % realisiert wird. Für zu erwartende Verluste im Auftragsergebnis werden Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhält vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,66 % p.a.) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher 1,81 % p.a. beträgt. Der Zinssatz ergibt sich bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen in Höhe von T€ 4 ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde eine Rentensteigerung von 2,0 % p.a. zugrunde gelegt. Parameter für Karrieretrend und Fluktuation wurden bei den aktiven Anwärtern in Höhe von 2,5 % berücksichtigt.

Ferner bestehen Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt; diese sind bilanziell wie wertpapiergebundene Versorgungszusagen zu behandeln. Mithin sind auch leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zu bewerten, obwohl die Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung formal keine Wertpapiere des Anlagevermögens i.S.v. § 266 Abs. 2 A.III.5. HGB sind. Die abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen sind als leistungskongruent zu bezeichnen, da die aus ihr erfolgenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch der Zeitpunkte deckungsgleich sind mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten.

Die abgeschlossenen leistungskongruenten Rückdeckungsversicherungen stellen in Höhe eines beizulegenden Zeitwertes von T€ 320 Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB dar. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe von T€ 320 entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer. Aufgrund der Leistungskongruenz wurden entsprechend Versorgungszusagen in Höhe von T€ 320 mit dem Deckungsvermögen verrechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Erträge (T€ 24) und Aufwendungen (T€ 16) entsprechend saldiert.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen drei Geschäftsjahre berücksichtigt. Die Restlaufzeiten verteilen sich prozentual wie folgt, bei einer Restlaufzeit kleiner als 1 Jahr 70 %, bei einer Restlaufzeit von 2 Jahren 20 % und bei einer Restlaufzeit von 3 Jahren 10 %.

Es wurden voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2,0 % berücksichtigt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

(in T€, soweit nicht anders angegeben)

AKTIVA

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.09.2023 30.09.2022
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 285 364
- davon gegen Gesellschafter (285) (364)
- davon aus Finanzverkehr (255) (364)
- davon aus Lieferungen und Leistungen (30) (0)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (71) (135)

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 1.141 haben T€ 71 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

PASSIVA

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt T€ 200. Die Anteile an der PRT Rohrtechnik Nord GmbH werden zu 100 % von der PREUSS GmbH, Hannover, gehalten.

4. Rückstellungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 199.

5. Verbindlichkeiten 30.09.2023 30.09.2022
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20 192
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (20) (192)
- davon gegenüber Gesellschaftern (0) (175)
- davon aus Lieferungen und Leistungen (20) (192)

Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 825 beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr in Höhe von T€ 824 und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr in Höhe von T€ 1.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(in T€, soweit nicht anders angegeben)

1. Personalaufwand 2022/2023 2021/2022
Löhne und Gehälter 4.144 3.918
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 831 838
- davon für Altersversorgung (47) (63)
4.975 4.756
2. Zinsergebnis 2022/2023 2021/2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28 4
- davon aus verbundenen Unternehmen (17) (3)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19 19
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (4) (4)
9 -15

E. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch.

Für zwei Avalkreditrahmen in Höhe von T€ 9.000 haftet die Gesellschaft neben weiteren verbundenen Unternehmen gesamtschuldnerisch. Hierdurch ergeben sich zum 30. September 2023 angabepflichtige Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 2.770 (Vorjahr T€ 3.122).

Für alle o.g. Haftungsverhältnisse sehen wir eine Inanspruchnahme nicht gegeben, weil die zugrundeliegenden Verpflichtungen erfüllt werden können.

2. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für mehrjährige Miet- und Leasingverträge betragen insgesamt T€ 255. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen T€ 147 auf das folgende Geschäftsjahr.

Übrige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen betragen T€ 476, davon an verbundene Unternehmen T€ 476.

3. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wird verzichtet, da die Angaben in dem Konzernabschluss der PREUSS GmbH enthalten sind, in den die Gesellschaft einbezogen wurde.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss von T€ 774 soll - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafter - auf neue Rechnung vorgetragen werden.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

6. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird durch Herrn Michael Hainer, staatlich geprüfter Techniker, Büdelsdorf, Geschäftsführer für alle Bereiche, wahrgenommen.

Auf die Angabe der Jahresbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

7 . Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2022/2023 2021/2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 53 59
Angestellte 20 19
- davon Teilzeit (4) (4)
Geringfügig Beschäftigte 1 2
Mitarbeiter gesamt 74 80

8. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der PREUSS GmbH, Hannover, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen; der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Rendsburg, 21. Dezember 2023

Die Geschäftsführung

Michael Hainer

Entwicklung des Anlagevermögens 2022/2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 12.451,70 0,00 0,00 12.451,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.229.624,00 0,00 0,00 1.229.624,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.078.852,71 52.473,64 96.305,05 1.035.021,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.416.474,83 362.198,20 26.054,78 1.752.618,25
4. Anlagen im Bau 28.167,30 60.344,08 0,00 88.511,38
3.753.118,84 475.015,92 122.359,83 4.105.774,93
3.765.570,54 475.015,92 122.359,83 4.118.226,63
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 7.701,70 2.148,00 0,00 9.849,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 615.281,00 47.556,00 0,00 662.837,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 902.943,71 58.665,62 94.549,05 867.060,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 791.938,85 167.402,20 26.054,78 933.286,27
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.310.163,56 273.623,82 120.603,83 2.463.183,55
2.317.865,26 275.771,82 120.603,83 2.473.033,25
Buchwerte
30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.602,00 4.750,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 566.787,00 614.343,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 167.961,02 175.909,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 819.331,98 624.535,98
4. Anlagen im Bau 88.511,38 28.167,30
1.642.591,38 1.442.955,28
1.645.193,38 1.447.705,28

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PRT Rohrtechnik Nord GmbH, Rendsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PRT Rohrtechnik Nord GmbH, Rendsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRT Rohrtechnik Nord GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 21. Dezember 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jens Wedekind, Wirtschaftsprüfer

Sabrina Pankse, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 30.9.2023 wurde am 26.1.2024 festgestellt.

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