EUCHNER GmbH + Co. KG
70771 Leinfelden-Echterdingen, DEUStammdaten
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EUCHNER GmbH + Co. KGLeinfelden-EchterdingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018InhaltsverzeichnisBilanz zum 31. Dezember 2018 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 Anhang für das Geschäftsjahr 2018 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
Anhang für das Geschäftsjahr 2018A. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der EUCHNER GmbH + Co. KG, Leinfelden-Echterdingen (Amtsgericht Stuttgart, HRA 221073), die Vorschriften des HGB für große Personengesellschaften, bei denen kein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist, angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Aktivierte Eigenleistungen sind mit den angefallenen Herstellungskosten angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen oder niedrigeren Zeitwerten. Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen Stückkosten. Die Stückkosten enthalten Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten. Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die fertigungsbezogenen Abschreibungen werden ebenfalls berücksichtigt. Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. unzureichender Verwertbarkeit werden im Vorratsvermögen im notwendigen und angemessenen Umfang vorgenommen. Die Abwertungen wurden aufgrund einer rechnerisch ermittelten Lagerreichweite mit pauschalen abgestuften Sätzen ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 2,0 % gebildet. Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde unter Zugrundelegung des Teilzeitgehalts, des Aufstockungsbetrags und des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung und auf Basis eines fristadäquaten Marktzinses von 0,98 % (i. V. 1,33 %) p. a. gebildet. Ein Einkommenstrend in Höhe von 2,0 % (i. V. 2,0 %) p. a. wurde zugrunde gelegt. Bei den Aufstockungsbeträgen wurden die biometrischen Risiken durch versicherungsmathematische Bewertung (Barwert) berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten enthält rechtlich erst nach dem Stichtag entstandene Forderungen in Höhe von TEUR 192 (i. V. TEUR 201). 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen (TEUR 1.100), für Altersteilzeit (TEUR 308), für sonstige Personalkosten (TEUR 1.379), für Garantieleistungen (TEUR 715) und für Jahresabschlusskosten (TEUR 60). 5. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bedürfen zur Entnahme eines Mehrheitsbeschlusses der Gesellschafter und werden deshalb als langfristige Verbindlichkeiten qualifiziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Alle anderen Verbindlichkeiten haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 6. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 13,512 %. Details für die Berechnung der latenten Steuern zum 31. Dezember 2017 ergeben sich aus folgender Tabelle:
Die Entwicklung der latenten Steuersalden im Berichtsjahr ergibt sich aus folgender Tabelle:
II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden zu 52 % im Inland, zu 27 % im restlichen Europa, zu 9 % in Amerika und zu 12 % in Asien erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 68 enthalten, die Gewinne aus Anlageverkäufen betreffen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.072.569,58 (i. V. EUR 364.178,03) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Erträge EUR 906.335,92 (i. V. EUR 3.343,71). 3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 150,62 (i. V. EUR 1.667,42) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 388.127,23 enthalten. Es handelt sich um Forderungsabschreibungen und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.047.075,50 (i. V. EUR 833.870,85). Davon entfallen auf unrealisierte Aufwendungen EUR 355.050,49 (i. V. EUR 491.873,50). 5. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 6.505,00 (i. V. EUR 10.517,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung:
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 2.291,02 enthalten (Gewerbesteuer 2016) sowie ein Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von EUR 8.314,00. 7. Steuerliche Überleitungsrechnung Die Steuern vom Ertrag lassen sich auf den fiktiven Aufwand für Steuern vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes in Höhe von 13,512 % auf das Ergebnis vor Steuern ergeben hätte, wie folgt überleiten:
C. Sonstige Angaben 1. Persönlich haftender Gesellschafter Persönlich haftender Gesellschafter ist die EUCHNER Verwaltung GmbH, Leinfelden-Echterdingen, mit einem Stammkapital von EUR 60.000,00, die auch die Geschäftsführung der Gesellschaft ausgeübt. Diese wird vertreten durch ihren Geschäftsführer, Herrn Stefan Euchner, Stuttgart. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Komplementärin erhielt im Geschäftsjahr 2018 eine Haftungsvergütung in Höhe von TEUR 5. 2. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zugunsten verschiedener Gesellschaften der Euchner-Gruppe wurden Patronatserklärungen dahingehend abgegeben, dass die Gesellschaft mit den erforderlichen finanziellen Mitteln ausgestattet wird, um jederzeit ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Mit einer Inanspruchnahme der Patronatserklärungen wird aufgrund der Bilanz- und Liquiditätssituationen dieser Gesellschaften nicht gerechnet. Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 1.424) sowie aus Versicherungs- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 1.357. Ein Bestellobligo zum Bilanzstichtag besteht für den Erweiterungsbau Kohlhammerstraße 16, für ein Blockheizkraftwerk in der Ernst-May-Straße 3 und 7 sowie für weitere Sachanlagen in Höhe von insgesamt EUR 2,63 Mio. 4. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird von der EUCHNER Verwaltung GmbH, Leinfelden-Echterdingen, ausgeübt. Diese wird vertreten durch ihren Geschäftsführer, Herrn Stefan Euchner, Stuttgart. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 5. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Das Honorar für Abschlussprüferleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrug für das Geschäftsjahr 2018 TEUR 23. D. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2018 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. E. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 28.425.030,64 wird entsprechend der Gewinnverteilungsvereinbarung den Verrechnungskonten der Kommanditisten gutgeschrieben.
Leinfelden-Echterdingen, 8. April 2019 EUCHNER GmbH + Co. KG vertreten durch die EUCHNER Verwaltung GmbH Geschäftsführung Stefan Euchner Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018A. Angaben zu den Grundlagen des Unternehmens EUCHNER ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen, in der Nähe von Stuttgart. Weltweit 900 Mitarbeiter (einschließlich der Mitarbeiter von Schwestergesellschaften) engagieren sich für die Zufriedenheit der Kunden. Seit mehr als 60 Jahren entwickelt und produziert EUCHNER hochwertige Produkte für den Maschinen- und Anlagenbau. Sicherheit für Mensch, Maschine und Produktionsgut ist hierbei eines der wichtigsten Leitmotive. Schwerpunkt bildet der Bereich der industriellen Sicherheitstechnik. Die Sicherheitsschalter und Sicherheitssysteme überwachen Schutztüren und Klappen an Maschinen und Anlagen, helfen Gefahren und Risiken zu minimieren und schützen so zuverlässig Menschen und Prozesse. Darüber hinaus bietet EUCHNER ein breites Produktprogramm für die Mensch-Maschine-Schnittstelle und Schaltgeräte für die Automatisierung. B. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2018 Der Welthandel und die industrielle Produktion entwickelten sich 2018 weiter positiv. Während der Welthandel um geschätzt 4,0 Prozent zulegte (2017: 5,3 Prozent), wurde die Industrieproduktion voraussichtlich um 3,0 Prozent gesteigert (Vorjahr: 3,5 Prozent). Nach dem guten Jahresstart hat das weltwirtschaftliche Wachstum in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 durch lokale Krisen und die Verschlechterung der handelspolitischen Rahmenbedingungen an Tempo verloren. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das globale Wachstum preisbereinigt geschätzt 3,7 Prozent, nach 3,8 Prozent im Jahr 2017. (Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2019). In diesem Umfeld brachte der Geschäftsverlauf im Jahr 2018 höhere Umsätze und Auftragseingänge. Neue Produkte wurden erfolgreich am Markt platziert. Unsere Erwartungen betreffend Umsatz und Ergebnis wurden erfüllt. Ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator der Geschäftsleitung für die Steuerung der Geschäftstätigkeit ist die Umsatzrendite. Größere Investitionsprojekte in die Logistik wurden pünktlich realisiert. Investitionen Die gesamten Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr EUR 6,9 Mio. und sind im Vergleich zum Vorjahr (EUR 7,8 Mio.) gesunken. Vermögenslage Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vorräte und der flüssigen Mittel bei einer Verringerung der Wertpapiere, auf der Passivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Bei steigendem Umsatz haben sich die Vorräte um TEUR 4.912 erhöht auf TEUR 31.850. Die Flüssigen Mittel haben sich um TEUR 8.603 auf TEUR 30.455 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Garantieleistungen, Rückstellungen für Altersteilzeit, Zeitguthaben der Arbeitnehmer sowie ergebnisabhängige Vergütungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.324 liegen über dem Vorjahr (TEUR 2.997). Finanzlage Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs ist der Finanzmittelbestand auf einem guten Niveau. Die gute Finanzlage resultiert aus den Gesellschafterdarlehen sowie Darlehen von nahestehenden Personen. Zusammen mit dem Kapital der Gesellschaft können damit nicht nur das komplette Anlagevermögen, sondern auch das gesamte betriebsnotwendige Umlaufvermögen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Ertragslage Die Umsätze erhöhten sich im Inland um 5 % und im Ausland um 9 %. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Umsätze führten bei einer im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Materialeinsatzquote und trotz eines Anstiegs der Personalaufwendungen, der Sachkosten und der höheren Abschreibungen zu einem Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau. C. Forschung und Entwicklung Über 50 Mitarbeiter fokussieren auf dem Gebiet der industriellen Sicherheitstechnik sowohl Produkt- als auch Technologieentwicklungen. In die Entwicklung investiert EUCHNER über 10 % vom Umsatz. Völlig neue Konzepte, wie der kompakte Sicherheitsschalter CTM, sowie die Folgegenerationen bewährter Systeme zur Schutztürabsicherung, wie die MGB2 Classic, werden 2019 am Markt eingeführt. D. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht) Chancen werden in der Markteinführung neuer Sicherheitstechnikkonzepte sowie der Folgegenerationen bewährter Systeme zur Schutztürabsicherung gesehen. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken ist integraler Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Entscheidungen. Ein Risikomanagementsystem ist im Unternehmen installiert und wird gelebt. Alle Mitarbeiter, insbesondere die Führungskräfte, sind aufgefordert, potentielle Risiken zu identifizieren, zu analysieren, zu beurteilen sowie ggf. der Geschäftsführung zu berichten, damit diese Risiken gesteuert werden können. Zweimal im Jahr erhält die Geschäftsführung einen standardisierten Risikobericht, aus dem entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet werden. Risiken, die eine positive Entwicklung von EUCHNER beeinträchtigen können, sind vor allem: Betriebsunterbrechung und Brandschutz In 2018 wurde das Rohmaterial- und Fertigwarenlager räumlich getrennt. Das Rohmateriallager wird in einer sauerstoffreduzierten Umgebung betrieben. Die Standorte in Leinfelden wurden über Richtfunk redundant ans Rechenzentrum angeschlossen. Die Datensicherung wurde räumlich getrennt von den dezentral betriebenen Servern. Die Maßnahmen reduzieren die Wahrscheinlichkeit eines größeren Ausfalls der IT und damit einhergehender partieller Betriebsunterbrechungen deutlich. Konjunkturelle Risiken Die rechtzeitige Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Baugruppen stand in den ersten neun Monaten 2018 stark im Mittelpunkt. Nach der Sommerpause hat sich die Beschaffungssituation deutlich verbessert und die Reduktion der Eindeckungszeit stand im Vordergrund. Die größten Risiken, die sich generell auf die weltweite Konjunktur auswirken sind weiterhin globale Konflikte und die weiterhin bestehenden protektionistischen Tendenzen. Personal Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal begrenzt den weiteren Ausbau der Aktivitäten. Die Umsetzung des Tarifabschlusses in der Metall-/ Elektro-Industrie Anfang 2018 lässt die Personalkosten 2019 um weitere 3,75 % (2018 um 3,96 %) steigen, die durch Produktivitätsverbesserungen nicht ausgeglichen werden können. Die durch den Tarifabschluss geschaffene Möglichkeit auf zusätzliche acht Freistellungstage gegen Verzicht auf 27,5 % eines Bruttomonatsgehalts wurde von ca. 5 % der Mitarbeiter in Anspruch genommen. Wechselkurse Ein Wechselkursrisiko besteht durch die Forderungen in Fremdwährung sowie die zufließenden Fremdwährungen (USD, CNY, BRL). E. Ausblick (Prognosebericht) Die Konjunkturwolken sind in den letzten Monaten dunkler geworden. Viele Frühindikatoren signalisieren ein abgeschwächtes Wachstum für das Jahr 2019. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2019 ein BIP-Wachstum von 3,5 Prozent, d.h. einen um 0,2 Prozentpunkte geringeren globalen Wirtschaftszuwachs als 2018. In den Industrieländern dürfte sich die expansive Entwicklung 2019 mit 2,0 Prozent fortsetzen. Der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) prognostiziert ein Wachstum der preisbereinigten Maschinenproduktion von rund 2,0 Prozent. Wir gehen in der Planung für 2019 von einer stabilen Konjunktur aus. Der Umsatz dürfte mit 3 % wachsen. Die Planung sieht eine vergleichbare Umsatzrendite wie 2018 vor. Bei den Materialkosten sehen wir nach dem Preisanstieg im Jahr 2018 konstante oder leicht rückläufige Preise im folgenden Wirtschaftsjahr bei allen Warengruppen und gehen daher von einer konstanten Materialquote aus. Die hohen Investitionen der letzten Jahre führen zu höheren Abschreibungen. Der kontinuierliche Personalaufbau sowie der Tarifabschluss in der Metall-/ Elektroindustrie führen zu höheren Personalkosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden im Vergleich zum Niveau der Vorjahre niedriger geplant. Insgesamt wird für 2019 ein im Vergleich zu 2018 ähnliches Ergebnis erwartet. Unsicherheitsfaktor für das weitere Wachstum in den nächsten Jahren sind - wie im Vorjahr - die geopolitischen Unsicherheiten (BREXIT, Mittlerer Osten, Russland) und protektionistische Maßnahmen (US-Strafzölle und eventuelle Gegenmaßnahmen anderer Länder). Der Fachkräftemangel, insbesondere in Entwicklung und IT, kann weiteres Wachstum beschränken.
Leinfelden-Echterdingen, 8. April 2019 EUCHNER GmbH + Co. KG vertreten durch die EUCHNER Verwaltung GmbH Geschäftsführung Stefan Euchner Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EUCHNER GmbH + Co. KG, Leinfelden-Echterdingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EUCHNER GmbH + Co. KG, Leinfelden-Echterdingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUCHNER GmbH + Co. KG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 9. April 2019 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Markus Heinlein, Wirtschaftsprüfer Martina Schaaf, Wirtschaftsprüferin |
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