EUCHNER GmbH + Co. KG

70771 Leinfelden-Echterdingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRA 221073
Eingetragen
20.6.1942

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

EUCHNER GmbH + Co. KG

Leinfelden-Echterdingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2017
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 619.559,51 697.488,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.264.028,82 28.963.609,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.423.014,90 2.747.456,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.538.944,58 11.269.116,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.306.596,86 2.535.976,86
47.532.585,16 45.516.158,90
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.077.828,26 15.492.404,55
2. Unfertige Erzeugnisse 5.725.169,00 5.588.601,49
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.047.313,94 5.856.631,68
31.850.311,20 26.937.637,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.885.538,33 10.360.534,54
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.922.022,25 1.051.646,96
13.807.560,58 11.412.181,50
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 2.295.622,52 9.236.014,21
IV. Flüssige Mittel 30.454.520,19 21.852.133,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 115.840,04 334.757,20
126.675.999,20 115.986.371,24

Passiva

Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2017
EUR EUR
A. Eigenkapital
Kapitalanteile
Komplementärin 0,00 0,00
Kommanditisten 2.556.459,40 2.556.459,40
2.556.459,40 2.556.459,40
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.345.000,00 695.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.752.160,28 4.374.578,13
5.097.160,28 5.069.578,13
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.324.141,58 2.996.617,53
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 108.325.727,79 97.205.761,47
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.235.324,15 8.012.454,71
118.885.193,52 108.214.833,71
D. Passive latente Steuern 137.186,00 145.500,00
126.675.999,20 115.986.371,24

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

2018 2017
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 138.532.545,55 129.714.815,80
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 807.657,89 3.196.831,84
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 429.082,60 521.834,54
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.353.611,90 698.775,05
141.122.897,94 134.132.257,23
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.741.688,40 43.986.112,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 490.109,96 461.638,60
46.231.798,36 44.447.751,13
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 36.024.331,70 32.941.099,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 5.994.523,50 5.506.295,72
42.018.855,20 38.447.395,60
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.489.442,52 3.910.446,55
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.642.618,84 14.444.402,19
32.740.183,02 32.882.261,76
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 601.267,80 297.869,64
10. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 452.098,93
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 202.447,75 223.352,52
12. Steuern vom Einkommen 4.674.714,98 4.601.799,93
13. Ergebnis nach Steuern 28.464.288,09 27.902.880,02
14. Sonstige Steuern 39.257,45 39.257,45
15. Jahresüberschuss 28.425.030,64 27.863.622,57
16. Gutschrift auf Verrechnungskonten der Kommanditisten 28.425.030,64 27.863.622,57
17. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der EUCHNER GmbH + Co. KG, Leinfelden-Echterdingen (Amtsgericht Stuttgart, HRA 221073), die Vorschriften des HGB für große Personengesellschaften, bei denen kein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist, angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Aktivierte Eigenleistungen sind mit den angefallenen Herstellungskosten angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen oder niedrigeren Zeitwerten.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen Stückkosten. Die Stückkosten enthalten Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten. Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die fertigungsbezogenen Abschreibungen werden ebenfalls berücksichtigt.

Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. unzureichender Verwertbarkeit werden im Vorratsvermögen im notwendigen und angemessenen Umfang vorgenommen. Die Abwertungen wurden aufgrund einer rechnerisch ermittelten Lagerreichweite mit pauschalen abgestuften Sätzen ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 2,0 % gebildet.

Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde unter Zugrundelegung des Teilzeitgehalts, des Aufstockungsbetrags und des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung und auf Basis eines fristadäquaten Marktzinses von 0,98 % (i. V. 1,33 %) p. a. gebildet. Ein Einkommenstrend in Höhe von 2,0 % (i. V. 2,0 %) p. a. wurde zugrunde gelegt. Bei den Aufstockungsbeträgen wurden die biometrischen Risiken durch versicherungsmathematische Bewertung (Barwert) berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält rechtlich erst nach dem Stichtag entstandene Forderungen in Höhe von TEUR 192 (i. V. TEUR 201).

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen (TEUR 1.100), für Altersteilzeit (TEUR 308), für sonstige Personalkosten (TEUR 1.379), für Garantieleistungen (TEUR 715) und für Jahresabschlusskosten (TEUR 60).

5. Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 10.180.000,00 9.620.000,00
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 98.145.727,79 87.585.761,47
108.325.727,79 97.205.761,47

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bedürfen zur Entnahme eines Mehrheitsbeschlusses der Gesellschafter und werden deshalb als langfristige Verbindlichkeiten qualifiziert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 928.396,19 782.860,09
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 399.634,18 423.610,52
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 5.907.293,78 6.805.984,10
7.235.324,15 8.012.454,71

Die Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.455.223,91 1.525.856,88
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 4.676.784,90 5.074.170,86
Restlaufzeit über 5 Jahre 1.103.315,34 1.412.426,97
7.235.324,15 8.012.454,71

Alle anderen Verbindlichkeiten haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

6. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen und sonstigen Rückstellungen ermittelt.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 13,512 %.

Details für die Berechnung der latenten Steuern zum 31. Dezember 2017 ergeben sich aus folgender Tabelle:

Handelsrechtlich Steuerrechtlich Differenz Steuersatz Steuerlatenz
EUR EUR EUR % EUR
Aktivische Steuerlatenz
Altersteilzeit 308.124 219.551 88.573 13,512 11.967
Summe Aktivische Steuerlatenz 88.573 13,512 11.967
Passivische Steuerlatenz
6b-Rücklage 0 1.103.854 1.103.854 13,512 149.153
Summe Passivische Steuerlatenz 1.103.854 13,512 149.153
Summe 137.186

Die Entwicklung der latenten Steuersalden im Berichtsjahr ergibt sich aus folgender Tabelle:

Stand 1.1.2018 Veränderung Stand 31.12.2018
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuern 16.926,00 -4.959,00 11.967,00
Passive latente Steuern 162.426,00 -13.273,00 149.153,00
Saldierte Steuerlatenzen -145.500,00 8.314,00 -137.186,00

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden zu 52 % im Inland, zu 27 % im restlichen Europa, zu 9 % in Amerika und zu 12 % in Asien erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 68 enthalten, die Gewinne aus Anlageverkäufen betreffen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.072.569,58 (i. V. EUR 364.178,03) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Erträge EUR 906.335,92 (i. V. EUR 3.343,71).

3. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 150,62 (i. V. EUR 1.667,42) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 388.127,23 enthalten. Es handelt sich um Forderungsabschreibungen und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.047.075,50 (i. V. EUR 833.870,85). Davon entfallen auf unrealisierte Aufwendungen EUR 355.050,49 (i. V. EUR 491.873,50).

5. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 6.505,00 (i. V. EUR 10.517,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung:

31.12.2018
EUR
Zinsaufwand aus Altersteilzeitverpflichtung 6.505,00
Zinsertrag aus Deckungsvermögen 12,80
Zinsaufwand 6.492,20

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 2.291,02 enthalten (Gewerbesteuer 2016) sowie ein Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von EUR 8.314,00.

7. Steuerliche Überleitungsrechnung

Die Steuern vom Ertrag lassen sich auf den fiktiven Aufwand für Steuern vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes in Höhe von 13,512 % auf das Ergebnis vor Steuern ergeben hätte, wie folgt überleiten:

EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 33.099.745,00
Theoretischer Ertragsteueraufwand 4.472.437,54
Theoretische Ertragsteuerquote 13,512%
Wenigergewinn Steuerbilanz 44.930,00
Steuerliche Hinzurechnungen einschließlich gewerbesteuerlicher Hinzurechnungen und Kürzungen einschl. Freibetrag 1.615.585,00
Steuerliche Bemessungsgrundlage 34.670.400,00
davon 13,512 % 4.684.664,00
Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 4.674.715,00
Enthaltene Gewerbesteuer
Vorjahre -2.291,00
Enthaltene latente Steuern -8.314,00
Effektive Steuern 2018 4.685.230,00
Effektive Steuerquote 2018 14,16%
Effektive Steuerquote Vorjahr 14,16%

C. Sonstige Angaben

1. Persönlich haftender Gesellschafter

Persönlich haftender Gesellschafter ist die EUCHNER Verwaltung GmbH, Leinfelden-Echterdingen, mit einem Stammkapital von EUR 60.000,00, die auch die Geschäftsführung der Gesellschaft ausgeübt. Diese wird vertreten durch ihren Geschäftsführer, Herrn Stefan Euchner, Stuttgart. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Komplementärin erhielt im Geschäftsjahr 2018 eine Haftungsvergütung in Höhe von TEUR 5.

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Anzahl
Angestellte 230
Gewerbliche Arbeitnehmer 364
594

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zugunsten verschiedener Gesellschaften der Euchner-Gruppe wurden Patronatserklärungen dahingehend abgegeben, dass die Gesellschaft mit den erforderlichen finanziellen Mitteln ausgestattet wird, um jederzeit ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Mit einer Inanspruchnahme der Patronatserklärungen wird aufgrund der Bilanz- und Liquiditätssituationen dieser Gesellschaften nicht gerechnet.

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 1.424) sowie aus Versicherungs- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 1.357.

Ein Bestellobligo zum Bilanzstichtag besteht für den Erweiterungsbau Kohlhammerstraße 16, für ein Blockheizkraftwerk in der Ernst-May-Straße 3 und 7 sowie für weitere Sachanlagen in Höhe von insgesamt EUR 2,63 Mio.

4. Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird von der EUCHNER Verwaltung GmbH, Leinfelden-Echterdingen, ausgeübt. Diese wird vertreten durch ihren Geschäftsführer, Herrn Stefan Euchner, Stuttgart. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

5. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Das Honorar für Abschlussprüferleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrug für das Geschäftsjahr 2018 TEUR 23.

D. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2018 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

E. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 28.425.030,64 wird entsprechend der Gewinnverteilungsvereinbarung den Verrechnungskonten der Kommanditisten gutgeschrieben.

 

Leinfelden-Echterdingen, 8. April 2019

EUCHNER GmbH + Co. KG

vertreten durch die

EUCHNER Verwaltung GmbH

Geschäftsführung

Stefan Euchner

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2018 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.428.410,96 197.516,20 10.000,00 57.242,54 3.578.684,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.668.992,38 17.018,47 0,00 0,00 33.686.010,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.190.871,24 150.005,39 -112.450,00 239.507,05 5.988.919,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.461.042,19 5.214.725,22 1.268.462,97 1.127.063,42 37.817.166,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.535.976,86 1.276.590,40 -1.166.012,97 339.957,43 2.306.596,86
74.856.882,67 6.658.339,48 -10.000,00 1.706.527,90 79.798.694,25
78.285.293,63 6.855.855,68 0,00 1.763.770,44 83.377.378,87
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2018 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.730.922,52 285.445,13 57.242,54 2.959.125,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.705.382,79 716.599,24 0,00 5.421.982,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.443.415,20 361.841,40 239.351,92 3.565.904,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.191.925,78 3.125.556,75 1.039.260,15 23.278.222,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
29.340.723,77 4.203.997,39 1.278.612,07 32.266.109,09
32.071.646,29 4.489.442,52 1.335.854,61 35.225.234,20
Buchwerte
Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2017
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 619.559,51 697.488,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.264.028,82 28.963.609,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.423.014,90 2.747.456,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.538.944,58 11.269.116,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.306.596,86 2.535.976,86
47.532.585,16 45.516.158,90
48.152.144,67 46.213.647,34

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

A. Angaben zu den Grundlagen des Unternehmens

EUCHNER ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen, in der Nähe von Stuttgart. Weltweit 900 Mitarbeiter (einschließlich der Mitarbeiter von Schwestergesellschaften) engagieren sich für die Zufriedenheit der Kunden.

Seit mehr als 60 Jahren entwickelt und produziert EUCHNER hochwertige Produkte für den Maschinen- und Anlagenbau. Sicherheit für Mensch, Maschine und Produktionsgut ist hierbei eines der wichtigsten Leitmotive.

Schwerpunkt bildet der Bereich der industriellen Sicherheitstechnik. Die Sicherheitsschalter und Sicherheitssysteme überwachen Schutztüren und Klappen an Maschinen und Anlagen, helfen Gefahren und Risiken zu minimieren und schützen so zuverlässig Menschen und Prozesse. Darüber hinaus bietet EUCHNER ein breites Produktprogramm für die Mensch-Maschine-Schnittstelle und Schaltgeräte für die Automatisierung.

B. Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2018

Der Welthandel und die industrielle Produktion entwickelten sich 2018 weiter positiv. Während der Welthandel um geschätzt 4,0 Prozent zulegte (2017: 5,3 Prozent), wurde die Industrieproduktion voraussichtlich um 3,0 Prozent gesteigert (Vorjahr: 3,5 Prozent). Nach dem guten Jahresstart hat das weltwirtschaftliche Wachstum in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 durch lokale Krisen und die Verschlechterung der handelspolitischen Rahmenbedingungen an Tempo verloren. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das globale Wachstum preisbereinigt geschätzt 3,7 Prozent, nach 3,8 Prozent im Jahr 2017. (Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2019).

In diesem Umfeld brachte der Geschäftsverlauf im Jahr 2018 höhere Umsätze und Auftragseingänge. Neue Produkte wurden erfolgreich am Markt platziert. Unsere Erwartungen betreffend Umsatz und Ergebnis wurden erfüllt.

Ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator der Geschäftsleitung für die Steuerung der Geschäftstätigkeit ist die Umsatzrendite.

Größere Investitionsprojekte in die Logistik wurden pünktlich realisiert.

Investitionen

Die gesamten Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr EUR 6,9 Mio. und sind im Vergleich zum Vorjahr (EUR 7,8 Mio.) gesunken.

Vermögenslage

Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vorräte und der flüssigen Mittel bei einer Verringerung der Wertpapiere, auf der Passivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Bei steigendem Umsatz haben sich die Vorräte um TEUR 4.912 erhöht auf TEUR 31.850.

Die Flüssigen Mittel haben sich um TEUR 8.603 auf TEUR 30.455 erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Garantieleistungen, Rückstellungen für Altersteilzeit, Zeitguthaben der Arbeitnehmer sowie ergebnisabhängige Vergütungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.324 liegen über dem Vorjahr (TEUR 2.997).

Finanzlage

Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs ist der Finanzmittelbestand auf einem guten Niveau.

Die gute Finanzlage resultiert aus den Gesellschafterdarlehen sowie Darlehen von nahestehenden Personen.

Zusammen mit dem Kapital der Gesellschaft können damit nicht nur das komplette Anlagevermögen, sondern auch das gesamte betriebsnotwendige Umlaufvermögen aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Ertragslage

Die Umsätze erhöhten sich im Inland um 5 % und im Ausland um 9 %. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Umsätze führten bei einer im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Materialeinsatzquote und trotz eines Anstiegs der Personalaufwendungen, der Sachkosten und der höheren Abschreibungen zu einem Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau.

C. Forschung und Entwicklung

Über 50 Mitarbeiter fokussieren auf dem Gebiet der industriellen Sicherheitstechnik sowohl Produkt- als auch Technologieentwicklungen. In die Entwicklung investiert EUCHNER über 10 % vom Umsatz. Völlig neue Konzepte, wie der kompakte Sicherheitsschalter CTM, sowie die Folgegenerationen bewährter Systeme zur Schutztürabsicherung, wie die MGB2 Classic, werden 2019 am Markt eingeführt.

D. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht)

Chancen werden in der Markteinführung neuer Sicherheitstechnikkonzepte sowie der Folgegenerationen bewährter Systeme zur Schutztürabsicherung gesehen.

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken ist integraler Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Entscheidungen. Ein Risikomanagementsystem ist im Unternehmen installiert und wird gelebt. Alle Mitarbeiter, insbesondere die Führungskräfte, sind aufgefordert, potentielle Risiken zu identifizieren, zu analysieren, zu beurteilen sowie ggf. der Geschäftsführung zu berichten, damit diese Risiken gesteuert werden können. Zweimal im Jahr erhält die Geschäftsführung einen standardisierten Risikobericht, aus dem entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet werden.

Risiken, die eine positive Entwicklung von EUCHNER beeinträchtigen können, sind vor allem:

Betriebsunterbrechung und Brandschutz

In 2018 wurde das Rohmaterial- und Fertigwarenlager räumlich getrennt. Das Rohmateriallager wird in einer sauerstoffreduzierten Umgebung betrieben.

Die Standorte in Leinfelden wurden über Richtfunk redundant ans Rechenzentrum angeschlossen. Die Datensicherung wurde räumlich getrennt von den dezentral betriebenen Servern. Die Maßnahmen reduzieren die Wahrscheinlichkeit eines größeren Ausfalls der IT und damit einhergehender partieller Betriebsunterbrechungen deutlich.

Konjunkturelle Risiken

Die rechtzeitige Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Baugruppen stand in den ersten neun Monaten 2018 stark im Mittelpunkt. Nach der Sommerpause hat sich die Beschaffungssituation deutlich verbessert und die Reduktion der Eindeckungszeit stand im Vordergrund.

Die größten Risiken, die sich generell auf die weltweite Konjunktur auswirken sind weiterhin globale Konflikte und die weiterhin bestehenden protektionistischen Tendenzen.

Personal

Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal begrenzt den weiteren Ausbau der Aktivitäten.

Die Umsetzung des Tarifabschlusses in der Metall-/ Elektro-Industrie Anfang 2018 lässt die Personalkosten 2019 um weitere 3,75 % (2018 um 3,96 %) steigen, die durch Produktivitätsverbesserungen nicht ausgeglichen werden können.

Die durch den Tarifabschluss geschaffene Möglichkeit auf zusätzliche acht Freistellungstage gegen Verzicht auf 27,5 % eines Bruttomonatsgehalts wurde von ca. 5 % der Mitarbeiter in Anspruch genommen.

Wechselkurse

Ein Wechselkursrisiko besteht durch die Forderungen in Fremdwährung sowie die zufließenden Fremdwährungen (USD, CNY, BRL).

E. Ausblick (Prognosebericht)

Die Konjunkturwolken sind in den letzten Monaten dunkler geworden. Viele Frühindikatoren signalisieren ein abgeschwächtes Wachstum für das Jahr 2019. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2019 ein BIP-Wachstum von 3,5 Prozent, d.h. einen um 0,2 Prozentpunkte geringeren globalen Wirtschaftszuwachs als 2018. In den Industrieländern dürfte sich die expansive Entwicklung 2019 mit 2,0 Prozent fortsetzen. Der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) prognostiziert ein Wachstum der preisbereinigten Maschinenproduktion von rund 2,0 Prozent.

Wir gehen in der Planung für 2019 von einer stabilen Konjunktur aus. Der Umsatz dürfte mit 3 % wachsen. Die Planung sieht eine vergleichbare Umsatzrendite wie 2018 vor.

Bei den Materialkosten sehen wir nach dem Preisanstieg im Jahr 2018 konstante oder leicht rückläufige Preise im folgenden Wirtschaftsjahr bei allen Warengruppen und gehen daher von einer konstanten Materialquote aus.

Die hohen Investitionen der letzten Jahre führen zu höheren Abschreibungen. Der kontinuierliche Personalaufbau sowie der Tarifabschluss in der Metall-/ Elektroindustrie führen zu höheren Personalkosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden im Vergleich zum Niveau der Vorjahre niedriger geplant.

Insgesamt wird für 2019 ein im Vergleich zu 2018 ähnliches Ergebnis erwartet.

Unsicherheitsfaktor für das weitere Wachstum in den nächsten Jahren sind - wie im Vorjahr - die geopolitischen Unsicherheiten (BREXIT, Mittlerer Osten, Russland) und protektionistische Maßnahmen (US-Strafzölle und eventuelle Gegenmaßnahmen anderer Länder). Der Fachkräftemangel, insbesondere in Entwicklung und IT, kann weiteres Wachstum beschränken.

 

Leinfelden-Echterdingen, 8. April 2019

EUCHNER GmbH + Co. KG

vertreten durch die

EUCHNER Verwaltung GmbH

Geschäftsführung

Stefan Euchner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EUCHNER GmbH + Co. KG, Leinfelden-Echterdingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EUCHNER GmbH + Co. KG, Leinfelden-Echterdingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUCHNER GmbH + Co. KG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in alten wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 9. April 2019

Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Markus Heinlein, Wirtschaftsprüfer

Martina Schaaf, Wirtschaftsprüferin

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