Stationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung, Suchtbekämpfung
Peiner Umformtechnik GmbHLiquidiert
31224 Peine, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Karl Ernst Friedel Breuse seit 8.8.2022 | Geschäftsführer |
Björn Jansen seit 27.9.2019 | Prokura |
Andreas Werner seit 27.9.2019 | Prokura |
Torsten Steger seit 27.9.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Wolf-Rüdiger von der FechtPeiner Treuhand GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Peiner Umformtechnik GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021BILANZ zum 31. Dezember 2021Peiner Umformtechnik GmbHAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für den Zeitraum 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021Peiner Umformtechnik GmbH
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021Angaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB
Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Für den Anhang zum Jahresabschluss werden die größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch genommen. Ebenso werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung des Jahresabschlusses im Ganzen in Anspruch genommen. Die wirtschaftliche Neugründung zum 01.09.2019 als Peiner Umformtechnik GmbH (zuvor als Rheinort-Treuhand GmbH firmierend), Düsseldorf, ist Bestandteil eines Sanierungskonzepts der insolventen (und namensgleichen) Peiner Umformtechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Peine. Die in diesem Sanierungskonzept gefassten Annahmen und Prognosen - insbesondere zur Fortführungsplanung- wurden überprüft und aktualisiert. Der Jahresabschluss wurde nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung aufgestellt, weil die Geschäftsführung in der Fortführungsplanung von einer Fortführung als Ergebnis des umzusetzenden Sanierungskonzeptes ausgeht. Sie stützt sich dabei insbesondere auf die Planungen für die Jahre 2022 bis 2023 und geht davon aus, dass das Eigenkapital wiederaufgebaut wird, nachhaltig positive Erträge erzielt und ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen werden. Die Fortführung hängt wesentlich von dem in 2019 begonnenen Restrukturierungsprozess ab, der sich in 2020 & 2021 auf die Verbesserung der Preisqualität konzentrierte und durch eine Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt wird. Insgesamt werden die Ergebnisse der Restrukturierung in 2021 durch eine steigende EBIT Marge erkennbar. Grundlagen der Währungsumrechnung Geschäftsvorgänge in ausländischer Währung werden zum aktuellen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Unter den Immateriellen Vermögensgegenständen wird ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert gemäß § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB ausgewiesen, der zeitlich begrenzt nutzbar ist. Die Nutzungsdauer wird mit 15 Jahren angenommen. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über eine Nutzungsdauer von 7 bis 13 Jahren bei technischen Anlagen und Maschinen bzw. von 3 bis 16 Jahren bei Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für die Gebäude wird eine Nutzungsdauer von 50 Jahren unterstellt. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten nicht mehr als 250,00 EUR betragen, werden im Zugangsjahr sofort als Aufwand behandelt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Empfangene Investitionszuschüsse werden direkt von den Anschaffungs- oder Herstellkosten abgesetzt und der verminderte Betrag planmäßig abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellkosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellkosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten enthalten sind. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. bei der Bewertung wurde die Altersstruktur sowie ein ggfs. erwarteter Drohverlust berücksichtigt. Handelswaren sind zu Standardpreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird im Einzelfall durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Fremdwährungsforderungen erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Für die wesentlichen Kunden besteht eine Waren-Kreditversicherung. Die Zusammenarbeit mit einer Factoringgesellschaft sichert der Gesellschaft die laufende Versorgung mit Liquidität. Für eventuelle Zahlungsausfälle sind Ansprüche an die Waren-Kreditversicherung der Factoringgesellschaft abgetreten. Zum Bilanzstichtag sind rd. 2.285 TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Factoringgesellschaft verkauft worden. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ist für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen, gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die das Vorratsvermögen betreffen, werden direkt von den Werten der Vorräte abgesetzt (verlustfreie Bewertung). Alle Rückstellungen haben eine Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr, so dass eine Abzinsung nicht geboten ist. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Unter den Immateriellen Vermögensgegenständen ist ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Gemäß der gesetzlichen Fiktion von § 246 Abs. I Satz 4 HGB handelt es sich hierbei um den Unterschiedsbetrag, um den die für die Übernahme eines Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme übersteigt. Die wirtschaftlich neu gegründete Peiner Umformtechnik GmbH, Düsseldorf, hat von der insolventen Peiner Umformtechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Peine, mit notariellem Unternehmenskaufvertrag Vermögensgegenstände und Schulden übernommen. Zusätzlich ergibt sich daraus ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 668.853,37 EUR zum 01.09.2019. Die Nutzungsdauer wird nach einer von der Geschäftsführung vorgenommenen Markt/Technik/Kunden-Betrachtung mit 15 Jahren angenommen. Im Geschäftsjahr wurde eine planmäßige Abschreibung von 44.590,00 EUR (Vj. 44.590,00 EUR) vorgenommen. Vorräte
Es bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die Ausgaben abgebildet, die Aufwand in der Folgeperiode darstellen. Aktive latente Steuern Sofern aktive latente Steuern anfallen, wird das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB dahingehend ausgeübt, dass sich insgesamt ergebende aktive latente Steuern nicht bilanziert werden. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital ist das Stammkapital in Höhe von TEUR 25. Das Jahresergebnis beträgt rund TEUR 236,8 und der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag rund TEUR -2.944,5. Die wirtschaftliche Neugründung zum 01.09.2019 als Peiner Umformtechnik GmbH (zuvor als Rheinort-Treuhand GmbH firmierend), Düsseldorf, ist Bestandteil eines Sanierungskonzepts der insolventen (und namensgleichen) Peiner Umformtechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Peine. Die in diesem Sanierungskonzept gefassten Annahmen und Prognosen -insbesondere zur Fortführungsplanung- wurden überprüft und aktualisiert. Der Jahresabschluss wurde nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung aufgestellt, weil die Geschäftsführung in der Fortführungsplanung von einer Fortführung als Ergebnis des umzusetzenden Sanierungskonzeptes ausgeht. Sie stützt sich dabei insbesondere auf die aktualisierten Planungen für die Jahre 2022 bis 2023 und geht davon aus, dass das Eigenkapital wiederaufgebaut wird, nachhaltig positive Erträge erzielt und ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen werden. Die Fortführung hängt wesentlich von dem in 2019 begonnenen Restrukturierungsprozess ab, der sich in 2020 & 2021 auf die Verbesserung der Preisqualität konzentrierte und durch eine Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt wird. Insgesamt werden die Ergebnisse der Restrukturierung in 2021 durch eine steigende EBIT Marge erkennbar. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Sozialträgern (rd. 87%), vor allem aus Urlaub und Zeitguthaben, sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (rd. 13 %). Insgesamt haben die sonstigen Rückstellungen keinen nicht unerheblichen Umfang. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Der Gesamtbetrag der durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten beträgt 9.089.640 EUR. Als Sicherungsarten wurden Grundschulden bei Immobilien eingetragen und Sicherungsabtretungen vorgenommen. Die Sicherheiten wurden in Form von Globalzessionen, Raumsicherungen und Grundbucheintragungen gegeben, sowie durch Bürgschaft des Landes Niedersachsen abgesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen In folgender Höhe bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige Angaben Honorar für Abschlussprüfungsleistungen Die Angabe des Honorars gem. § 285 Nr. 17 HGB wird gem. § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB nicht an dieser Stelle berichtet. Geschäftsführung 2021 Im Geschäftsjahr war als Geschäftsführer bestellt: Christoph Brünner, Hamburg. Ausgeübter Beruf: CEO Mechanical Engineering. Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Beirat 2021 Mitglieder des Beirats waren im Geschäftsjahr: Dr. Wolf-Rüdiger von der Fecht, Kaarst. Vorsitzender des Beirats. Ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt und Unternehmensberater. Uwe Simon, Ilsede. Stellvertretender Vorsitzender des Beirats. Ausgeübter Beruf: freigestellter Betriebsrat. Michael A. Thomas, Neuss. Ausgeübter Beruf: Kaufmann Norbert Geyer, Butjadingen. Ausgeübter Beruf: Selbständiger Unternehmensberater. Frank Raabe-Lindemann, Peine. Ausgeübter Beruf: Gewerkschaftssekretär. Für die Tätigkeiten des Beirats wurden im Geschäftsjahr insgesamt 94.000,00 EUR Gesamtbezüge gewährt. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter.
Nachtragsbericht Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 285 Nr. 33 HGB vor, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.
Peine, den 17.02.2022 gez. Christoph Brünner, Geschäftsführer ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2021Peiner Umformtechnik GmbH
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.20211. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die wirtschaftliche Neugründung zum 01.09.2019 als Peiner Umformtechnik GmbH (zuvor als Rheinort-Treuhand GmbH firmierend), mit Sitz in Düsseldorf und Geschäftsanschrift in Peine, (im Folgenden auch Peiner genannt) ist Bestandteil eines Sanierungskonzepts der insolventen (und namensgleichen) Peiner Umformtechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, mit Sitz in Peine, (im Folgenden auch Vorgängergesellschaft genannt), die seit 1921 im Bereich der Verarbeitung von Eisen und Stahl zur Herstellung von Befestigungsmitteln, insbesondere Schrauben sowie von Teilen für die Automobilzuliefererindustrie tätig ist. Produktprogramme und Abnehmerbranchen Die Gesellschaft gliedert ihre Kunden in die Segmente Automotive und Non-Automotive. Das Segment Non-Automotive hat mit rund 75% den größten Anteil am Umsatz. Im Bereich Automotive liefert die Gesellschaft hochfeste Verbindungselemente und anspruchsvolle Umformteile. Die Produkte finden in unterschiedlichsten Einsatzbereichen in Nutz- und Personenfahrzeugen Verwendung. Die Kunden im Non-Automotive Bereich werden unter anderem für die Versorgung des Stahlbaus weltweit, mit Schwerpunkten in Deutschland und Europa, mit hochfesten HV-Garnituren nach DIN EN 14399-4 und DIN EN 14399-6 und HV-Passschraubengarnituren nach DIN EN 14399-8 beliefert. Das Fabrikat PEINER ist in der Branche ein Inbegriff für hohe Produktqualität. Dies hat sich auch auf Windenergieanlagenhersteller übertragen, bei denen gleiche und artverwandte Produkte eingesetzt werden. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In den vergangenen Monaten haben sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die deutsche Stahlindustrie im Vergleich zu den beiden Vorjahren weiter verbessert. In 2021 ist erstmals seit 3 Jahren die Rohstahlproduktion in Deutschland wieder angestiegen. Mit einem Zuwachs von 12 Prozent auf 40,1 Millionen Tonnen wurde die Grenze von 40 Millionen Tonnen knapp überschritten. Insgesamt lag die Erzeugung noch 7% unter dem Niveau von 2017 und konnte die Verluste der Jahre 2018-2020 nicht vollständig kompensieren (Wirtschaftsvereinigung Stahl). Die sehr positive konjunkturelle Erholung in Deutschland kam bereits zu Jahresbeginn 2021 wieder ins Stocken. So verminderte sich die Produktion des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) im ersten Quartal 2021 trotz voller Auftragsbücher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,6 Prozent. Im zweiten Quartal stieg die Produktion aufgrund des Basiseffektes mit plus 19,4 Prozent im Vorjahresvergleich kräftig an. Sie lag damit aber immer noch um 3,8 Prozent unter dem Vorkrisenniveau (viertes Quartal 2019). Im dritten Quartal verminderte sich das Wachstum auf 2,6 Prozent. Damit stieg die Industrieproduktion in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,1 Prozent. Für das gesamte Produzierende Gewerbe, also unter Einbeziehung des Baugewerbes, betrug das Produktionsplus fünf Prozent (BDI). Der Ausblick auf 2022 in den für Peiner relevanten Industriebereichen ist durchgehend leicht positiv und liegt über dem Vorjahr 2021. Bauindustrie: In das Jahr 2022 gehen die Unternehmen des Bauhauptgewerbes verhalten optimistisch, die Geschäftserwartungen haben zuletzt angezogen. Werden die Probleme bei der Materialversorgung auslaufen liegt ein reales Produktionsplus im Bereich des Möglichen. Maschinenbau: Für das kommende Jahr sind die Chancen auf weiteres Wachstum groß. Der Ordereingang beläuft sich in den ersten neun Monaten des Jahres auf 36 Prozent plus. Die Inlandsnachfrage stieg um 19 Prozent, die Bestellungen aus dem Ausland legten sogar um 45 Prozent zu. Der Unterschied kann zum Teil durch einen deutlich höheren Anteil an Großanlagengeschäft bei den Auslandsauftragseingängen erklärt werden. Windindustrie: Ende 2020 wurden weltweit rund 93.000 MW durch Windenergie neu installiert. Im Jahr 2022 wird erwartet, dass erstmals die Marke von 100.000 MW neu installierte Leistung überschritten wird (Bundesverband Windenergie). Der Ausbau on- und off-shore wird weiter stetig steigen, da ihr Ausbau eine zentrale Säule der Energiewende sein wird. Peiner geht von einer positiven Entwicklung in den für das Unternehmen wichtigen Branchen Automobil, Bau und Windenergie aus. Sowohl im Euroraum als auch in der EU dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion 2022 weiter wachsen. Die Weltwirtschaft dürfte dieses Jahr mit gut vier Prozent zulegen und bleibt auf dem Kurs aufholenden Wachstums. Die Beeinträchtigungen durch die Pandemie setzen sich fort, wenn auch etwas schwächer als zuvor. Der Welthandel sollte etwas kräftiger mit fünf Prozent wachsen. Das Wachstum in den Vereinigten Staaten und dem Euroraum dürfte bei moderaten 3 3/4 Prozent liegen, sofern die derzeitige Welle ohne massive wirtschaftliche Störungen bewältigt werden kann. In China wird die Konsolidierung wieder der Expansion weichen; Chinas Wirtschaftsleistung dürfte real mit 5 1/4 Prozent zulegen (BDI Research). Wenn diese Entwicklung so eintrifft, wird dies die Industrieproduktion in den für Peiner wichtigen Branchen nachhaltig positiv beeinflussen. Das bestimmende Thema wird in 2022 die weitere Entwicklung der Rohmaterial- und Energiepreise sein. Die im vergangenen Jahr begonnene Professionalisierung der Preisbildung bei Peiner und die angepassten Verträge mit Kunden ermöglichen es Peiner in 2022 auf weitere Preissteigerungen flexibel zu reagieren. Die Steigerung der Energiepreise wird dabei auch über die Lieferanten von Rohmaterial an uns weitergegeben. Ertragslage Die im Geschäftsjahr 2021 erzielten Umsätze liegen insgesamt 7,6 % über Plan. Die erreichte Umsatzsteigerung konnte die Preissteigerungen im Materialeinsatz nicht vollständig kompensieren, sodass sich die Materialeinsatzquote mit 65,1 % im Vergleich zur Planung (56,0%) verschlechtert hat. Die Personalaufwandsquote liegt mit 25,2 % geringfügig unter dem erwarteten Wert (26,6%). Das Jahresergebnis in Höhe von 236,8 T€ für das Geschäftsjahr war deutlich geringer als das im Vorjahr als Prognose für 2021 berichtete EBT von 1.026 T€. Hauptursächlich waren hierfür Preiserhöhungen im Zukauf von Material und Fremdleistungen, die kurzfristig nicht in voller Höhe an die Kunden weitergegeben werden konnten. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen der Gesellschaft beträgt 3,654 Mio. €. Die Liquidität der Gesellschaft wurde durch ein Factoring unterstützt. Die Zusammenarbeit mit der A.B.S. Global Factoring AG, Wiesbaden, startete mit dem Erstankauf am 11.09.2019. Die Gesellschaft hat wesentliche Teile des notwendigen Anlagevermögens durch Übernahme und Fortführung eines sale & lease back-Vertrages von der insolventen Vorgängergesellschaft übernommen. Sofort zu Beginn der Corona-Krise wurden als Teil des Risikomanagements Gespräche über eine erweiterte Kreditlinie geführt, um in einem wirtschaftlich stark unsicheren Umfeld weiterhin handlungsfähig zu bleiben. Durch eine Bürgschaft des Landes Niedersachsen wurde eine um 2,5 Mio. € erweiterte Kreditlinie genehmigt, die dem Unternehmen seit Juli 2020 zur Verfügung steht. Inklusive des Jahresergebnisses (rund 236,8 T€) ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von rund -2.944,5 T€. Die in dem Sanierungskonzept gefassten Annahmen und Prognosen -insbesondere zur Fortführungsplanung- wurden weitestgehend übernommen und in den Planungen weiter aktualisiert. Der Jahresabschluss wurde nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung aufgestellt, weil die Geschäftsführung in der Fortführungsplanung von einer Fortführung als Ergebnis des umzusetzenden Sanierungskonzeptes ausgeht. Sie stützt sich dabei insbesondere auf die Planungen für die Jahre 2019 bis 2022 sowie erweiterte Planungen für die Jahre 2023 bis 2025 und geht davon aus, dass das Eigenkapital wiederaufgebaut wird, nachhaltig positive Erträge erzielt und ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen werden. Die Fortführung hängt wesentlich von dem in 2019 begonnenen Restrukturierungsprozess ab. Nachdem in 2019 die wichtigsten Maßnahmen zur Reduktion der Personalaufwendungen abgeschlossen wurden, liegt der Schwerpunkt in 2021 und 2022 in der Restrukturierung der wichtigsten leistungswirtschaftlichen Prozesse sowie einer verstärkten Vertriebstätigkeit zur Umsatz- und Margensteigerung. Gesamtaussage Durch den erweiterten Betriebsmittelkredit, das Anpassen der Bestände an die aktuelle Auftragslage und strenge Ausgabenkontrolle war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit abgesichert. Verbindlichkeiten werden im Rahmen der vereinbarten Fristen und Tilgungspläne bedient. Der Jahresabschluss wurde nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Geschäftsführung stützt sich in der Planung 2019-2025 auf das Sanierungskonzept. Sie geht in ihren Planungen davon aus, dass das Eigenkapital wiederaufgebaut wird, nachhaltig positive Erträge erzielt und ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen werden. Die Fortführung hängt im Wesentlichen von dem in 2019 initiierten Restrukturierungsprozess ab, der sich in 2021 auf die Verbesserung der Preisqualität konzentrierte und durch eine Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt wird. Insgesamt werden die Ergebnisse der Restrukturierung in 2022 durch eine steigende EBIT Marge erkennbar werden. Bedeutende nicht finanzielle Leistungsindikatoren des Unternehmens Die Gesellschaft stellt sich allerhöchsten Qualitätsansprüchen an die von ihr ausgelieferten Produkte. Die Produktionsprozesse und die Produktqualität werden anhand der Zertifizierung des Unternehmens laufend überwacht; an der nachhaltigen Verbesserung des erreichten Niveaus wird ständig gearbeitet. Es bestehen Zertifizierungen des Qualitätsmanagements nach DIN ISO 9001 sowie ISO/TS 16949, Umweltmanagement nach ISO 14001 und Arbeitssicherheitsmanagement nach OHSAS 18000. Das hauseigene Prüflabor, welches auch externe Produkte analysiert, ist akkreditiert nach DIN EN ISO 17025. Produktion Die Gesellschaft setzt auf dem Gebiet der Formgebung in der Kaltumformung automatisierte Mehrstufenpressen ein; für die Warmumformung stehen neben Mehrstufenpressen für mutternähnliche Teile auch manuell bediente sowie automatisierte Spindelpressen für die Herstellung von Schrauben oder schraubenähnlichen Teilen bereit. Der Schwerpunkt der Produkte liegt in einem Größenbereich von M12 bis M64. In dem Bereich der Kaltumformung sind erhebliche organisatorische Anpassungen getätigt worden, um die Produktivität der Anlagen zu erhöhen und die Ausfallzeiten zu minimieren. Auf modernen Gewinderollmaschinen und Flachbackenwalzen werden die Gewinde gefertigt. In der mechanischen Bearbeitung stehen u. a. computergesteuerte Zerspanungszentren bereit. Die Vergütung der Produkte erfolgt in prozesssicheren Anlagen unter Einsatz moderner Wärmebehandlungstechnologien. Neben internen Oberflächenbeschichtungen zum Schutz vor Korrosion wird das Know-how und die Anlagentechnik von Spezialfirmen als Dienstleister genutzt. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Berichtsjahres 207 Mitarbeiter. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Zahl der Mitarbeiter auf 209. Beschaffung Die Beschaffung und die Kosten von Rohmaterial und Halbfertigwaren haben aufgrund des hohen Anteils an der Betriebsleistung von rund 41 % eine wesentliche Bedeutung für den Unternehmenserfolg. 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht Das Jahr 2022 steht ganz unter der Maßgabe, nach der wirtschaftlichen Neugründung im September 2019 und dem ersten Geschäftsjahr 2021 mit positivem Ertrag, die positive Entwicklung fortzuführen, die Ziele der Geschäftsplanung für das Jahr 2022 zu erreichen und damit die wiedererlangte Leistungs- und Marktfähigkeit unter Beweis zu stellen. Darüber hinaus schaffen wir in 2022 durch weitere intensive Vertriebsarbeit die Voraussetzungen für eine weiter positive Entwicklung in Wachstumsmärkten. Daran arbeiten wir mit Unterstützung unserer Kunden, unserer Lieferanten und natürlich unseren Mitarbeitern. Die Geschäftsplanung sieht für das Jahr 2022 und darüber hinaus bis 2025 eine nachhaltig positive Ertragskraft des Unternehmens vor, die zu einem kontinuierlichen Aufbau von Eigenkapital führen wird. In diesem Prozess werden durch eine Kreditlinie i.H.v. 5,5 Mio. € ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Die Umsetzung der organisatorischen Maßnahmen seit 2020 zielen im Wesentlichen auf einen wachsenden Markterfolg der Peiner Umformtechnik GmbH. Die Steigerung der Produktivität dient der Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere bei Standardprodukten, während wir für einzelne Branchen und Anwendungen Produkte entwickeln, deren Vorteile wir gezielt vermarkten werden. Das seit 2019 aufgebaute KPI-System wird weiterentwickelt und dient der Steuerung der wichtigsten finanziellen und technischen Leistungsdaten des Unternehmens. Die Abläufe in der Produktion werden verbessert mit dem Ziel die Produktivität zu erhöhen und die Durchlaufet zu verringern. All diese Maßnahmen dienen dazu, nachhaltige Ertragskraft herzustellen und wir gehen davon aus, dass die Maßnahmen dazu führen, in 2022 und darüber hinaus die Ziele der Geschäftsplanung zu erreichen. Für die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren wird folgende Prognose abgegeben:
Risiken, den prognostizierten Umsatz und damit das geplante Ergebnis nicht zu erreichen, sind:
Die Prognosen könnten daher auch geringer ausfallen (JJJJmin):
Chancen, den prognostizierten Umsatz und damit das Ergebnis zu übertreffen, sind:
Die Prognosen könnten daher auch besser ausfallen (JJJJmax):
Allgemeine Risiken bestehen immer im Zins-, Währungs- und Kundenausfallrisiko. Ebenso besteht grundsätzlich immer das Risiko des Preisdrucks. Dieser entsteht in 2022 besonders durch die Preisinflation bei Rohmaterial und Energiepreisen. Während wir die Preise für Energie in 2022 vertraglich fest vereinbart haben, besteht die Möglichkeit flexibel die eigenen Preise an das Marktgeschehen anzupassen. Allgemeine, politische, rechtliche Risiken und Marktrisiken, denen unsere Auftraggeber - insbesondere die Lieferschwierigkeiten in der Automobilindustrie - durch die derzeit öffentliche Diskussion gegenüberstehen, führen nach unserer Einschätzung zu keiner Beeinträchtigung unseres Geschäftsmodells. Die Peiner Umformtechnik beherrscht die Marktrisiken durch die Konzentration auf Wachstumssegmente, insbesondere die Windenergieindustrie und Industrien zur Erneuerung der Infrastruktur. Dadurch wird gleichzeitig die Abhängigkeit von Aufträgen der Automobilindustrie merklich reduziert, ebenso das Risiko von der Lieferkrise der Automobilindustrie betroffen zu werden. Aufträge bei Windenergiekunden und beim Stahlbau/Handel sind nur in geringem Maß Schwankungen unterworfen und werden mittelfristig kontinuierlich wachsen. Wir haben uns auf diese Krise eingestellt. Während die Lieferkette durch unsere Zwei-Lieferanten-Strategie jederzeit funktioniert hat und keine Störungen absehbar sind, haben wir ab April 2020 Kurzarbeit im gesamten Unternehmen eingeführt, bestehende Aufträge - wenn möglich durch den Abbau von Lagerbeständen - bedient und so die Produktionskapazitäten an die neue Situation angepasst. Diese Instrumente stehen uns auch in 2022 zur Verfügung. Mit Ausbruch der Pandemie wurde ein Hygiene- und Sicherheitskonzept eigenführt, das die Gesundheit aller Mitarbeiter sicherstellte und eine ununterbrochene Produktion ermöglichte. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit war in der Krise zu keiner Zeit gefährdet, die erarbeiteten Maßnahmen ermöglichen uns auch in 2022 auf verschiedene Pandemie Szenarien zu reagieren. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) Derartige Vorgänge sind nicht eingetreten oder bekannt.
Peine, im Februar 2022 Die Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Peiner Umformtechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Peiner Umformtechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Peiner Umformtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 8. März 2022 fitas
audit GmbH
Sebastian Brandt, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2021: Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 wurde in der Gesellschafterversammlung am 15.03.2022 festgestellt. Das Ergebnis wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen. |
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