Sparkasse Südpfalz

Landau in der Pfalz

Stammdaten

Register
Amtsgericht Landau HRA 2321
Vorher
Sparkasse Südliche Weinstraße in Landau i.d.Pfalz
Eingetragen
27.10.1999
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben aller banküblichen Geschäfte im Sinne des Sparkassengesetzes für Rheinland-Pfalz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Iris Kommritz
seit 1.7.2024
Vorstandsmitglied
Svend Larsen
seit 22.1.2024
Vorsitzender des Vorstands
Benjamin Hirsch
seit 10.7.2023
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sparkasse Südpfalz

Landau in der Pfalz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

der Sparkasse Südpfalz
Sitz Landau i. d. Pfalz
eingetragen beim Amtsgericht Landau i. d. Pfalz
Handelsregister-Nr. HRA 2321

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

EUR EUR EUR 31.12.2022
TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 24.252.222,60 23.622
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 41.241.370,79 44.832
65.493.593,39 68.455
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
b) Wechsel 0,00 0
0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 361.776.807,53 382.070
b) andere Forderungen 22.228.279,21 18.464
384.005.086,74 400.534
4. Forderungen an Kunden 3.681.915.402,92 3.888.317
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 1.189.603.266,53 EUR (1.331.564)
Kommunalkredite 179.994.464,32 EUR (253.327)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0)
0,00 0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 141.151.043,85 117.745
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 141.151.043,85 EUR (117.745)
bb) von anderen Emittenten 398.579.227,34 426.745
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 221.514.720,18 EUR (220.348)
539.730.271,19 544.490
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
Nennbetrag 0,00 EUR (0)
539.730.271,19 544.490
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 494.583.566,48 459.067
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen 33.947.719,48 34.028
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 2.221.865,98 EUR (2.222)
an Wertpapierinstituten 0,00 EUR (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.560.000,00 20.370
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 EUR (0)
9. Treuhandvermögen 10.398.788,51 11.847
darunter:
Treuhandkredite 10.398.788,51 EUR (11.847)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 10
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
0,00 10
12. Sachanlagen 27.110.665,94 29.026
13. Sonstige Vermögensgegenstände 5.479.399,85 29.022
14. Rechnungsabgrenzungsposten 364.664,05 239
Summe der Aktiva 5.263.589.158,55 5.485.405

Passivseite

EUR EUR EUR 31.12.2022
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 18.616.992,36 5.821
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 409.543.894,61 428.278
428.160.886,97 434.099
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 429.492.047,86 601.970
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 5.282.187,63 7.478
434.774.235,49 609.448
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 2.983.462.644,10 3.723.644
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 755.232.700,23 57.672
3.738.695.344,33 3.781.316
4.173.469.579,82 4.390.764
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 6.019
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 EUR (0)
0,00 6.019
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 10.398.788,51 11.847
darunter:
Treuhandkredite 10.398.788,51 EUR (11.847)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.578.211,85 2.936
6. Rechnungsabgrenzungsposten 519.212,07 548
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31.236.207,00 34.237
b) Steuerrückstellungen 13.650.030,00 10.054
c) andere Rückstellungen 28.134.479,93 24.571
73.020.716,93 68.862
8. (weggefallen)
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter:
vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 EUR (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 153.900.000,00 153.900
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 150.777,00 309
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 416.121.810,65 412.176
cb) andere Rücklagen 0,00 0
416.121.810,65 412.176
d) Bilanzgewinn 4.269.174,75 3.945
420.541.762,40 416.430
Summe der Passiva 5.263.589.158,55 5.485.405
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 89.666.507,89 99.836
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0
89.666.507,89 99.836
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 180.505.611,81 273.373
180.505.611,81 273.373

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

EUR EUR EUR 1.1.-31.12.2022
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 115.581.251,83 76.320
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 41.847,22 EUR (547)
aus der Abzinsung 230.811,42 EUR (1)
von Rückstellungen
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 6.194.540,75 5.005
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 0,00 EUR (0)
121.775.792,58 81.325
2. Zinsaufwendungen 19.061.228,90 10.465
darunter:
abgesetzte positive Zinsen 16.667,01 EUR (1.320)
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 637.611,31 EUR (1.075)
102.714.563,68 70.860
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 8.403.177,47 6.032
b) Beteiligungen 2.603.843,26 1.040
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0
11.007.020,73 7.072
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 44.250.473,21 40.327
6. Provisionsaufwendungen 2.362.609,48 3.894
41.887.863,73 36.433
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 10.403.368,99 11.625
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 1.462.553,07 EUR (1.419)
9. (weggefallen) 166.012.817,13 125.990
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 33.578.100,92 32.498
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.939.472,88 11.613
darunter:
für Altersversorgung 2.840.410,12 EUR (5.291)
42.517.573,80 44.111
b) andere Verwaltungsaufwendungen 39.450.058,98 34.892
81.967.632,78 79.003
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2.524.171,42 2.672
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.066.588,66 3.869
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 1.325.172,21 EUR (1.278)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 66.060.646,03 12.436
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
66.060.646,03 12.436
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 14.376
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 1.726.510,32 0
1.726.510,32 14.376
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. Zuführungen zum oder Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 12.120.288,56 13.633
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.662.402,64 9.543
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 188.711,17 145
7.851.113,81 9.688
25. Jahresüberschuss 4.269.174,75 3.945
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
4.269.174,75 3.945
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) aus anderen Rücklagen 0,00 0
0,00 0
4.269.174,75 3.945
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) in andere Rücklagen 0,00 0
0,00 0
29. Bilanzgewinn 4.269.174,75 3.945

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN:

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungs- und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern.

Bei der Fristengliederung nach den Vorschriften der §§8 und 9 RechKredV blieben anteilige Zinsen unberücksichtigt (§ 11 Satz 3 RechKredV).

Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 340 i Abs. 1 HGB wurde verzichtet, da die Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN:

Im "Aktivposten 1.a) Kassenbestand" haben wir auch die an ein Werttransportunternehmen übergebenen Barmittel ausgewiesen (5,3 Mio. Euro).

Forderungen an Kunden und Kreditinstitute haben wir grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt. Von einer Vereinnahmung von Zinserträgen wird - ungeachtet des Rechtsanspruches - dann abgesehen, wenn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Realisierung der Zinserträge nicht zu erwarten ist. Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Außerdem bestehen auf der Grundlage der zur internen Risikosteuerung verwendeten Methoden Pauschalwertberichtigungen auf den latent ausfallgefährdeten Forderungsbestand sowie Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgte gemäß den Vorgaben des IDW RS BFA 7 in Höhe des 12-Monats-Expected Loss im Sinne der Bewertungsvereinfachung. Der Ausweis der Pauschalwertberichtigungen erfolgt als Risikovorsorge zu den Forderungen an Kunden (Aktivposten 4). Die für Eventualverbindlichkeiten sowie unwiderrufliche Kreditzusagen ermittelten Pauschalwertberichtigungen werden an den Unterstrichpositionen abgesetzt und als Risikovorsorge/pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c) ausgewiesen. Für widerrufliche Kreditzusagen erfolgt der Ausweis als Risikovorsorge/pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c). Für die besonderen Risiken des Geschäftszweiges der Kreditinstitute bestehen Vorsorgereserven.

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve, sowie ein Teil der dem Anlagevermögen zugeordneten Papiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die weiteren dem Anlagevermögen zugeordneten Wertpapiere wurden grundsätzlich nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung (gemildertes Niederstwertprinzip) auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben wir die festverzinslichen Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFiD II (Markets in Financial Instruments Directive-Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden. Auf Basis der Abgrenzungskriterien liegen für die festverzinslichen Wertpapiere nahezu vollständig nicht aktive Märkte vor.

In den Fällen, in denen wir nicht von einem aktiven Markt ausgehen konnten (insgesamt 502,9 Mio. Euro Nominalvolumen der festverzinslichen Wertpapiere), haben wir die Bewertung anhand von Kursen des Kursinformationsanbieters Refinitiv vorgenommen, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted-Cashflow-Modell zugrunde liegt.

Bei Wertpapieren, bei denen ein aktiver Markt identifiziert werden konnte, wurde der niedrigere beizulegende Wert aus dem jeweiligen Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag abgeleitet.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Bei Einbauten in gemieteten Gebäuden wurde die Vertragsdauer angesetzt, wenn sie kürzer ist als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände von geringem Wert, deren Anschaffungskosten 250 Euro nicht übersteigen, wurden aus Vereinfachungsgründen sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800 Euro wurden in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen Erfüllungs- und niedrigerem Ausgabebetrag wurde unter den Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene kapitalgedeckte Rentenversicherung in Höhe von 1,6 Mio. Euro wurde zu ihrem beizulegenden Wert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Die Rückstellungen wurden gemäß §253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,83 %. Für die Berechnungen wurden außerdem für das Jahr 2024 der Tarifabschluss des TVöD-S berücksichtigt. Für die Jahre 2025 ff. wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3 % sowie Rentensteigerungen von jährlich 2,5 % unterstellt. Die zugrunde gelegten biometrischen Daten ergeben sich aus den HEUBECK Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck. Aufgrund einer gesetzlichen Neuregelung wird für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen seit 2016 ein Durchschnittszinssatz angewendet, dem ein zehnjähriger Betrachtungszeitraum zugrunde liegt. Gegenüber dem vorher zugrunde gelegten siebenjährigen Betrachtungszeitraum ergibt sich ein um 265 Tsd. Euro niedrigerer Ausweis der Pensionsrückstellungen; dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Aufgrund bereits erfolgter Gewinnthesaurierungen in den Vorjahren resultiert daraus keine Ausschüttungssperre für den Jahresabschluss des Geschäftsjahres.

Für Beihilfeverpflichtungen gegenüber den berechtigten Mitarbeitern, Pensionären und Hinterbliebenen wurden Rückstellungen, die in Anlehnung an die Berechnung der Pensionsrückstellungen ermittelt wurden, gebildet.

Für eventuelle Zinsansprüche von Kunden aus Prämiensparverträgen haben wir in unserem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen gebildet. Dabei haben wir im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung unter Berücksichtigung bisheriger und erwarteter Kundenreaktionen für bereits beendete Verträge die Wahrscheinlichkeit beurteilt, dass Ansprüche geltend gemacht werden, sowie für noch laufende Verträge die voraussichtlichen Belastungen aus Nachberechnungsansprüchen der Kunden am Ende der Vertragslaufzeit geschätzt. Bei der Bewertung dieser Rückstellung haben wir einen Referenzzinssatz für langfristige Spareinlagen zugrunde gelegt, der die vom BGH vorgegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Soweit im Übrigen Rückstellungen erforderlich waren, wurden sie in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Soweit erforderlich wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Für diese (langfristigen) Rückstellungen wurde die Abzinsung im letzten Laufzeitjahr eingestellt. Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes und der Restlaufzeit wurden in den Posten 1. und 2. der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zins-Swaps, des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des Bankbuchs berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich kein Verpflichtungsüberschuss.

Es erfolgte eine Verrechnung von Planvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den betreffenden Schulden aus Altersversorgungs- und vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen 1.155 Tsd. Euro, der beizulegende Zeitwert beträgt 1.102 Tsd. Euro. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt 1.087 Tsd. Euro.

Die quantitative Ermittlung von nicht-passivierten mittelbaren Pensionsverpflichtungen erfolgt nach einer auf Basis der Rechtsauffassung des IDW entwickelten Methodik. Sparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des "Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu verschaffen, ist die Sparkasse Südpfalz Mitglied in der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden, München (ZKdbG).

Die ZKdbG finanziert die Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten Beschäftigten ermittelt. Vor 2002 erworbene Anwartschaften und Ansprüche werden planmäßig im Wege der Umlage finanziert. Neue Ansprüche werden anteilig durch Umlagen finanziert bzw. sind durch den aus Zusatzbeiträgen gebildeten Kapitalstock gedeckt. Leistungen aus sozialen Komponenten sowie Bonuspunkten werden je nach ihrer Entstehung, soweit sie nicht aus Überschüssen finanziert werden können, aus Umlagen oder Zusatzbeiträgen finanziert. Insgesamt betrug im Geschäftsjahr 2023 der Finanzierungssatz (einschließlich Zusatzbeitrag) 7,75% der umlagepflichtigen Gehälter. Der Umlagesatz blieb in 2023 unverändert.

Der Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Mitarbeiter zur Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen, satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtaufwendungen für die Zusatzversorgung bei versorgungspflichtigen Entgelten von 29.637.825,81 Euro betrugen im Geschäftsjahr 2023 2.287.872,22 Euro.

Nach der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) in der Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen Rechtsauffassung begründet die Durchführung der betrieblichen Altersversorgung bei einem externen Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. IDW RS HFA 30 n. F.) zu ermittelnden Barwert der auf die Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31.12.2023 ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbandes handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F. für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Betrag auf 42.955.419,00 Euro.

Der Barwert der auf die Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigung von 1% und unter Anwendung der HEUBECK-Richttafeln 2018G (modifiziert) ermittelt. Als Diskontierungszinssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % (Stand: 31.10.2023) verwendet, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Da es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungssystem handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der Versorgungseinrichtung per 31.12.2023 liegen derzeit noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31.12.2022 abgestellt wurde.

Der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Betrag bezieht sich auf die Einstandspflicht der Sparkasse gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, bei der die Sparkasse für die Erfüllung der zugesagten Leistung einzustehen hat (Subsidiärhaftung), sofern die ZKdbG die vereinbarten Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen gemäß der Einschätzung des verantwortlichen Aktuars im Aktuar-Gutachten für 2023 für die Sparkasse keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf Basis des versicherungsmathematischen Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der Leistungsverpflichtungen der ZKdbG.

Es besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g HGB zur Absicherung gegen die besonderen Risiken des Bankgeschäfts.

Strukturierte Produkte (Forward-Darlehen, Darlehen mit Schuldnerkündigungsrecht) werden unter Berücksichtigung der Stellungnahme zur Rechnungslegung des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW RS HFA 22) einheitlich (ohne Abspaltung der Nebenrechte) bilanziert.

Die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro erfolgte mit den Euro-Referenzkursen der Europäischen Zentralbank zum Bilanzstichtag; die Sortenbestände wurden zu den Euro-Verkaufskursen der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt am Main und Erfurt, bewertet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR JAHRESBILANZ:

AKTIVSEITE:

31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
3. FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE
darunter: Forderungen an die eigene Girozentrale 23.501
Die Unterposition b) - andere Forderungen -gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
- bis drei Monate 9.072
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 8.514
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0
- mehr als fünf Jahre 0
4. FORDERUNGEN AN KUNDEN
In dieser Position sind enthalten:
- Forderungen an verbundene Unternehmen 18.201 17.380
- Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.339 8.501
- nachrangige Forderungen 28.599 29.221
darunter: an verbundene Unternehmen 18.201 17.380
Diese Position gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
- bis drei Monate 141.187
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 282.591
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.000.829
- mehr als fünf Jahre 2.197.090
- mit unbestimmter Laufzeit 58.716
Im Rahmen des sogenannten Pfandbrief-Poolings wurden grundpfandrechtlich besicherte Kundenforderungen (Hypothekendarlehen) an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) veräußert. Zum 31.12.2023 beträgt der Buchwert dieser Forderungen 1.915 Tsd. Euro. Der Sparkasse eröffnet sich damit die Möglichkeit einer Refinanzierung über Pfandbriefe, ohne selbst ein eigenes Pfandbriefgeschäft aufbauen zu müssen. Die LBBW kann die Forderungen als Deckungsvariante im Rahmen der Emission von Hypothekenpfandbriefen einsetzen. Aufgrund der vertraglichen Rückübertragungsmöglichkeiten verbleibt das wirtschaftliche Eigentum an den Forderungen bei der Sparkasse. Sie weist deshalb die Forderungen weiterhin in ihrer Bilanz unter Aktivposten 4. "Forderungen an Kunden" sowie in dem Darunterausweis "durch Grundpfandrechte gesichert" aus.
5. SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
In der Unterposition b) - Anleihen und Schuldverschreibungen -sind enthalten:
- nachrangige Forderungen 14.650 14.172
Von den in dieser Position enthaltenen Wertpapieren sind
- börsennotiert 502.255
- nicht börsennotiert 37.475
Von den in dieser Position enthaltenen Wertpapieren werden im Folgejahr fällig: 72.247
Nicht mit dem Niederstwert bewertet wurden börsenfähige Wertpapiere mit Buchwerten von insgesamt 411.454 Tsd. Euro und beizulegenden Zeitwerten von insgesamt 380.151 Tsd. Euro. Bei 72 Papieren war der Zeitwert niedriger - in Summe 31.303 Tsd. Euro - als der Buchwert. Nach unserer Auffassung dürfte die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer sein, weil eine Einlösung zum Nominalwert bei Fälligkeit gegeben sein dürfte.
6. AKTIEN UND ANDERE NICHT FESTVERZINSLICH WERTPAPIERE
Von den in dieser Position enthaltenen Wertpapieren sind
- börsennotiert 0
- nicht börsennotiert 494.584
Die Sparkasse hält alle Anteile an zwei Spezialfonds, die überwiegend in Rentenwerten investiert sind, mit einem Buchwert von 315,8 Mio. Euro und einem Marktwert (Rücknahmepreis) von 323,1 Mio. Euro. Die in 2023 erfolgte Ausschüttung beläuft sich auf 3.121 Tsd. Euro.
Daneben hält die Sparkasse Anteile von mehr als 10 % an mehreren Investmentvermögen, die überwiegend in Immobilien investiert sind, mit einem Buchwert von 49,2 Mio. Euro und einem Marktwert (Rücknahmepreis) von 49,5 Mio. Euro. Die in 2023 erfolgten Ausschüttungen belaufen sich auf 1.336 Tsd. Euro.
9. TREUHANDVERMÖGEN
Das ausgewiesene Treuhandvermögen stellt in voller Höhe Forderungen an Kunden (Aktivposten 4.) dar.
12. SACHANLAGEN
In dieser Position sind enthalten:
- im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Gebäude 15.718
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.869
13. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
In dieser Position sind enthalten:
- nachrangige Vermögensgegenstände 33 33
14. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
In dieser Position sind enthalten:
- Unterschiedsbetrag zwischen Erfüllungs- und niedrigerem Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten oder Anleihen 92 76
MEHRERE POSITIONEN DER AKTIVSEITE BETREFFENDE ANGABEN
Von den auf der Aktivseite ausgewiesenen Vermögensgegenständen lauten insgesamt 21.359 Tsd. Euro auf Fremdwährung.

ANLAGENSPIEGEL

Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben
in TEUR)
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1. des Geschäftsjahres Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12. des Geschäftsjahres Stand am 1.1. des Geschäftsjahres
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 435.551 - 19.926 - 415.625 4.250
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 258.005 30.805 - - 288.810 14.511
Beteiligungen 50.235 - - -80 50.156 16.208
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.370 110 - 80 20.560 -
Immaterielle Anlagewerte 1.078 - 7 - 1.071 1.068
Sachanlagen 142.825 899 5.924 - 137.800 113.799
Sonstige Vermögensgegenstände 25.013 256 23.588 - 1.681 34
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben
in TEUR)
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr Änderungen der gesamten kumulierten Abschreibungen im Zusammenhang mit Stand am 31.12. des Geschäftsjahres
Zugängen Abgängen Umbuchungen
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - - - 78 - 4.172
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.208 4.832 - - - 12.882
Beteiligungen - - - - - 16.208
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - - -
Immaterielle Anlagewerte 10 - - 7 - 1.071
Sachanlagen 2.514 - - 5.624 - 110.690
Sonstige Vermögensgegenstände - 34 - - - -
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben
in TEUR)
Buchwerte (ohne anteilige Zinsen)
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres Stand am 31.12. des Vorjahres
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 411.453 431.301
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 275.924 243.494
Beteiligungen 33.948 34.027
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.560 20.370
Immaterielle Anlagewerte - 10
Sachanlagen 27.111 29.026
Sonstige Vermögensgegenstände 1.681 24.979

PASSIVSEITE:

31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
1. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
darunter: Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 381.002
Die Unterposition b) - mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist - gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
- bis drei Monate 69.004
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 26.861
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 115.774
- mehr als fünf Jahre 195.632
Der Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände für die in dieser Position enthaltenen Verbindlichkeiten beläuft sich auf insgesamt 345.364
2. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN
In dieser Position sind enthalten:
- Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.177 10.190
- Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.736 1.906
Die Unterposition a) ab) - Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten -gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
- bis drei Monate 93
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 3.669
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.520
- mehr als fünf Jahre 0
Die Unterposition b) bb) - andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist -gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
- bis drei Monate 212.252
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 254.635
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 281.877
- mehr als fünf Jahre 1.117
4. TREUHANDVERBINDLICHKEITEN
Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Passivposten 1.).
6. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
In dieser Position ist der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen in Höhe von 507 Tsd. Euro (Vorjahr: 510 Tsd. Euro) enthalten.
MEHRERE POSITIONEN DER PASSIVSEITE BETREFFENDE ANGABEN
Von den auf der Passivseite ausgewiesenen Verbindlichkeiten lauten insgesamt 21.119 Tsd. Euro auf Fremdwährung.

PASSIVSEITE UNTER DEM STRICH EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND ANDERE VERPFLICHTUNGEN

Soweit aus den hier ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen am Bilanzstichtag mit einer Inanspruchnahme zu rechnen war, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet (Passivposten 7.c).

Im Zuge der Erschließungsmaßnahmen im Landkreis Germersheim hat die Kommunalbau Rheinland-Pfalz GmbH, Mainz, (im folgenden Kommunalbau genannt) auf Anregung und Vermittlung der Sparkasse Südpfalz Erschließungsverträge gemäß § 124 BauGB mit den Kommunen und Versorgungsbetrieben der Erschließungsgebiete geschlossen.

In ergänzenden Verträgen zwischen der Sparkasse und der Kommunalbau hat sich die Sparkasse u. a. verpflichtet, Verluste der Kommunalbau aus welchen Gründen auch immer aus der Durchführung von Erschließungsprojekten sowie aus dem An- und Verkauf von Grundstücken in Erschließungsgebieten entstehen, zu übernehmen, ohne dass die Sparkasse von der Kommunalbau einen Ausgleich verlangen kann.

Diese Verlustübernahmeverpflichtung ist unter dem Posten Nr. 1. B) der Eventualverbindlichkeiten als Merkposten ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 ergaben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Sparkasse aus den unter dem Strich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen in Anspruch genommen werden könnte.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG:

25. JAHRESÜBERSCHUSS

Der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns 2023 sieht vor keine Ausschüttung an die Zweckverbandsmitglieder vorzunehmen und den Bilanzgewinn in Höhe von 4.269 Tsd. Euro der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

E. SONSTIGE ANGABEN:

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind ("Nachtragsbericht")

Die Sparkasse hält seit 01.01.2024 100 % der Anteile der S-Marktfolge Südpfalz GmbH, Landau i. d. Pfalz (bis 31.12.2023: S-Servicepartner Rheinland-Pfalz GmbH, Landau i. d. Pfalz). Die Tätigkeiten und somit die S-Marktfolge Südpfalz GmbH, Landau i. d. Pfalz, soll im Laufe des Jahres 2024 in die Sparkasse integriert werden.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Hier werden insbesondere die Anteile an folgenden Unternehmen ausgewiesen:

Name, Sitz Höhe des Kapitalanteils
%
Eigenkapital
Tsd. Euro
Jahresergebnis
Tsd. Euro
Sparkassenverband Rheinland-Pfalz, Mainz 7,98 - -
Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG, Neuhardenberg 0,43 3.285.298 +2.830
(31.12.2023) (2022)
Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG, Bad Homburg v. d. Höhe 0,35 697.090 +51.994
(30.09.2022) (2021/2022)
VBG Versicherungsbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, München 0,79 1.330.461 +12.898
(30.06.2023) (2021/2023)
VBG Versicherungsbeteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, München 0,79 56 +5
(30.06.2023) (2022/2023)
VcS Venture-Capital Südpfalz Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH, Landau in der Pfalz 22,82 2.864 -138
(31.12.2022) (2022)
Projektbeteiligungsgesellschaft der Sparkasse Südliche Weinstraße in Landau mbH, Landau in der Pfalz 100,00 71 -43
(31.12.2022) (2022)
S-Servicepartner Rheinland-Pfalz GmbH, Landau in der Pfalz 70,00 470 +62
(31.12.2022) (2022)
S-Immobilien Invest GmbH, Landau in der Pfalz 100,00 19.864 -47
(31.12.2022) (2022)
S-Baugrund Südpfalz GmbH, Landau in der Pfalz 100,00 108 -7
(31.12.2022) (2022)
Veranstaltungsgesellschaft Landau Südliche Weinstraße mbH, Landau in der Pfalz 70,00 212 +37
(31.12.2022) (2022)

Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ist für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse von untergeordneter Bedeutung.

Angaben gemäß § 340 a Abs. 4 Nr. 1 HGB

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Bernd Jung, war bis zum 31.12.2023 Mitglied des Verwaltungsrates der LBS Landesbausparkasse Süd, Stuttgart.

Das Vorstandsmitglied, Herr Benjamin Hirsch, ist Mitglied im Aufsichtsrat der HWS Integral-Treuhand AG, Landau.

Derivative Finanzinstrumente

Die Sparkasse hat Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten abgeschlossen. Bei den am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Geschäften handelt es sich um Zinsswapgeschäfte.

Von den Zinsswapgeschäften mit einem Nominalvolumen von 696,7 Mio. Euro dienen nominal 695,0 Mio. Euro mit einem Zeitwert von +43,6 Mio. Euro zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken. Die übrigen Zinsswapgeschäfte in Höhe von nominal 1,7 Mio. Euro mit einem Zeitwert von -39 Tsd. Euro wurden mit der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) AdöR zur Absicherung von Zinsgarantien für Festzinsdarlehen der Sparkasse abgeschlossen. Alle Zinsswaps wurden in die Gesamtbetrachtung (Bankbuch) des Zinsänderungsrisikos einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten. Der Zeitwert wurde als Barwert künftiger Zinszahlungsströme auf Basis der Marktzinsmethode unter Heranziehung der Swap-Zinskurven zum 31.12.2023 ermittelt.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Neben der Mitgliedschaft im Stützungsfonds der rheinland-pfälzischen Sparkassen sind wir Mitglied des Sicherungssystems der Deutschen Sparkassenorganisation, wobei das System der freiwilligen Institutssicherung beibehalten wurde. Zusätzlich erfüllt das Sicherungssystem auch die Anforderungen des Einlagensicherungsgesetzes. Aus diesen Verpflichtungen ist über die laufenden jährlichen Beitragsverpflichtungen hinaus derzeit kein akutes Risiko einer wesentlichen Inanspruchnahme erkennbar.

Organe der Sparkasse

Verwaltungsrat

Vorsitzender

Dr. Fritz Brechtel, Landrat

(ab 01.01.2024)

Dietmar Seefeldt, Landrat

(bis 31.12.2023)

Stellvertretende Vorsitzende

Dr. Brechtel, Fritz, Landrat

(bis 31.12.2023)

Seefeldt, Dietmar, Landrat

(ab 01.01.2024)

Dr. Geißler, Dominik, Oberbürgermeister

(ab 01.01.2023)

Niedermeier, Michael, Bürgermeister

(bis 16.04.2024)

Schaile, Marcus, Bürgermeister Lintz, Ludwig, Bürgermeister

Mitglieder gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 2 SpkG

Blank, Torsten, Verbandsbürgermeister Bohrer, Hermann, Verbandsbürgermeister Brandl, Martin, Mitglied des Landtags Eisold, Klaus-Peter, Beamter Flach, Gabriele, Verbandsbürgermeisterin Flaxmeyer, Bernd, Bürgermeister Höhlinger, Susanne, Unternehmerin (Fahrradbranche)

Joa, Matthias, Wirtschaftsjurist, Mitglied des Landtags Kern, Georg, Finanzprüfer Kloos, Anette, Nachlass- und Testamentsvollstreckerin Lerch, Peter, Pensionär Loge, Günter, Bahnbeamter i. R.

Merkel, Volker, Prüfer beim Rechnungshof Rheinland-Pfalz Poth, Daniel, Ermittlungsbeamter Rapp, Norbert, freier Mitarbeiter (Dipl. Biologe) i. R.

Saßnowski, Lea, Psychotherapeutin Schattner, Bernd, Geschäftsführer (Küchenstudios)

Scherrer, Reinhard, Bürgermeister a. D.

Seiter, Harald, Bürgermeister a. D.

Sorge, Wolfgang, selbstständig tätiger Rechtsanwalt Wagenführer, Kurt, selbstständig tätiger Rechtsanwalt Wagner, Rainer, Selbstständiger (Reisebranche)

Mitglieder gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 3 SpkG (Sparkassenmitarbeiter)

Butz, Jochen, Bankkaufmann (ab 01.01.2023 bis 31.12.2023)

Diehl, Andreas, Firmenkundenberater Dietrich, Anja, Privatkundenberaterin Dietrich, Thomas, Immobilienberater Heikamp, Claudia, Gewerbekundenberaterin Held, Michael, Dipl. Betriebswirt (BA)

Jäckle, Frank, Berater Private Banking Firmenkunden Kober, Jutta, Organisationsentwicklung Letzel, Andreas, Dipl. Sparkassenbetriebswirt (ab 12.10.2023)

Märdian, Sabrina, Referentin Vertriebsmanagement (ab 01.04.2023 bis 30.09.2023)

Mohr, Jürgen, Berater Wohnungsbaufinanzierung Müller, Rebecca, Bankkauffrau (ab 01.01.2024)

Reiser, Heidi, Betriebswirtin (WA) Dipl. Inh.

Rung, Josef, Privatkundenberater Schweitzer, Elmar, Dipl. Sparkassenbetriebswirt Sommer-Helck, Nadine, Dipl. Betriebswirtin (BA)

(bis 31.03.2023)

Stöckle, Hans-Joachim, Dipl. Betriebswirt (FH)

Vorstand

Vorsitzender

Jung, Bernd

(bis 31.12.2023)

Larsen, Svend

(ab 01.01.2024)

Weitere Vorstandsmitglieder

Larsen, Svend

(bis 31.12.2023)

Hirsch, Benjamin

(ab 01.06.2023)

Gesamtbezüge, Pensionsrückstellungen und Kreditgewährungen an den Vorstand und Verwaltungsrat

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Verwaltungsrates betrugen im Geschäftsjahr 235 Tsd. Euro.

An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr Versorgungsbezüge in Höhe von 1.492 Tsd. Euro gezahlt. Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis beliefen sich Ende 2023 auf 22.554 Tsd. Euro.

Am 31.12.2023 hatte die Sparkasse an Mitglieder des Vorstandes Kredite in Höhe von 200 Tsd. Euro und an Mitglieder des Verwaltungsrates in Höhe von 3.403 Tsd. Euro ausgereicht.

Abschlussprüferhonorare

Für Abschlussprüfungsleistungen fielen im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von 339 Tsd. Euro an.

Mitarbeiter/-innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Vollzeitkräfte 353
Teilzeitkräfte 219
572
Auszubildende 51
Insgesamt 623

 

Landau in der Pfalz, den 21. Mai 2024

Sparkasse Südpfalz

Der Vorstand

Larsen

Hirsch

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31.12.2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Sparkasse Südpfalz hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Südpfalz besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Sparkasse Südpfalz definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2023 166.013 Tsd. Euro.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 471.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 12.120 Tsd. Euro.

Unter Berücksichtigung der Steuern von 9.543 Tsd. Euro ergibt sich ein Nettogewinn von 4.458 Tsd. Euro. Die Steuern betreffen laufende Steuern.

Die Sparkasse Südpfalz hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sparkasse Südpfalz

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Südpfalz bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse Südpfalz für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß §322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchstabe f) EU-APrVO i.V.m. § 340k Abs. 3 Satz 2 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung von größeren, risikobehafteten Kreditengagements von Firmenkunden mit höheren Blankoanteilen.

Unsere nachfolgende Beschreibung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt aufgebaut:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Bewertung von größeren, risikobehafteten Kreditengagements von Firmenkunden mit höheren Blankoanteilen

a) Im Jahresabschluss der Sparkasse werden zum 31.12.2023 unter dem Aktivposten 4 Forderungen an Kunden ausgewiesen, die rd. 70 % der Bilanzsumme ausmachen. Die Bewertung der Forderungen an Kunden hat deshalb wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage. Das im Vergleich zum Privatkundengeschäft weniger granulare Firmenkundenkreditgeschäft gehört zu den Kerngeschäftsfeldern der Sparkasse. Für die Bewertung derartiger Kreditforderungen an Firmenkunden mit größeren Blankoanteilen im Rahmen der Rechnungslegung ist neben der Sicherheitenbewertung die zukunftsorientierte Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse der jeweiligen kreditnehmenden Firmenkunden von besonderer Bedeutung.

b) Die relevanten Kreditprozesse (einschließlich Forderungsbewertungsprozess) sowie die Aufbau- und Ablauforganisation (einschließlich interner Kontrollen) der Krediterst- und -weiterbearbeitung haben wir anhand der schriftlich fixierten Organisationsrichtlinien der Sparkasse im Rahmen einer zeitlich vorgezogenen Prüfung der organisatorischen Pflichten und der Risikolage beurteilt. Darüber hinaus haben wir im Rahmen dieser Prüfung eine ebenfalls vorgezogene, risikoorientierte Einzelfallprüfung, die sich auf die Firmenkreditengagements mit höheren Kreditvolumina, höheren Blankoanteilen und schwächeren Ratings, Engagements in der Intensivbetreuung oder in der Sanierung, mit sonstigen Negativmerkmalen oder Indizien für erhöhte Kreditrisiken, erstreckte, durchgeführt und dabei insbesondere die wirtschaftlichen Verhältnisse der jeweiligen Kreditnehmer anhand der der Sparkasse dazu vorliegenden Unterlagen beurteilt sowie die Werthaltigkeit der Sicherheiten und der Kreditforderungen bzw. den Risikovorsorgebedarf untersucht. Bei unserer Prüfung haben wir keine Erkenntnisse gewonnen, die auf nicht vertretbare Bonitätseinschätzungen und Sicherheitenbewertungen der Sparkasse für Zwecke der Forderungsbewertung hindeuten.

c) Weitere Informationen zu den Beständen und zu dem Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft sind im Jahresabschluss (Aktivposten 4 und Posten 13 der Gewinn- und Verlustrechnung) sowie in dem Anhang enthalten (Abschnitt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Abschnitt C. Erläuterungen zur Jahresbilanz, Aktivposten 4). Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht Abschnitt 2.5.1. Vermögenslage, Abschnitt 2.5.3. Ertragslage und Abschnitt 5.2.1.1. Adressenrisiko im Kundengeschäft).

Sonstige Informationen

Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

Den gemäß § 289b Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchstabea HGB zusammen mit dem Lagebericht zur Veröffentlichung im Unternehmensregister vorgesehenen nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2023.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Verantwortung des Vorstands und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Sparkasse abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO

Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz ist gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 Sparkassengesetz Rheinland-Pfalz gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht nach Artikel 11 EU-APrVO in Einklang stehen.

Wir haben die folgenden Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Sparkasse erbracht:

Prüfung gemäß § 89 des Wertpapierhandelsgesetzes

Prüfung gemäß § 16j Abs. 2 Satz 3 des Gesetzes über die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (FinDAG).

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Martin Krähmer.

 

Mainz, den 29.05.2024

Sparkassenverband Rheinland-Pfalz
Prüfungsstelle

Krähmer, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht 2023

1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Sparkasse

Die Sparkasse Südpfalz ist gemäß § 1 Abs. 1 Sparkassengesetz für Rheinland-Pfalz eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz (SVRP), Mainz, und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Landau in der Pfalz unter der Nummer A 2321 im Handelsregister eingetragen.

Träger der Sparkasse ist der "Zweckverband Sparkasse Südpfalz", der vom Landkreis Südliche Weinstraße, dem Landkreis Germersheim, und den Städten Landau i. d. Pfalz, Kandel, Germersheim und Edenkoben gebildet wird. Der Sparkassenzweckverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Landau i. d. Pfalz. Ausleihbezirk ist das Gebiet des Trägers und die angrenzenden kommunalen Gebietskörperschaften sowie das Arrondissement Haguenau-Wissembourg im Elsass.

Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.

Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband Rheinland-Pfalz und über dessen Sparkassenstützungsfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten ("diskretionäre Institutssicherung"). Die Mitgliederversammlung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hat einen gemeinsamen Beschluss zur Weiterentwicklung des gemeinsamen Sicherungssystems gefasst. Mit ihrer Entscheidung kommt die Gruppe entsprechenden Feststellungen der Aufsichtsbehörden nach. Kern der Einigung ist u. a. ein zusätzlicher Sicherungsfonds, der von den Instituten ab 2025 zu befüllen ist und zusätzlich zu den bestehenden Sicherungsmitteln zur Verfügung stehen soll. Damit soll ermöglicht werden, im Falle einer Krise noch schneller handlungsfähig zu sein.

Die Sparkasse bietet als selbständiges regionales Wirtschaftsunternehmen zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe Privatkunden, Unternehmen und Kommunen Finanzdienstleistungen und -produkte an, soweit das Sparkassengesetz oder die Satzung keine Einschränkungen vorsehen. Der im Sparkassengesetz für Rheinland-Pfalz verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die Sparkasse, mit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und ihre Leistungen für die Bevölkerung, die Wirtschaft, den Mittelstand und die öffentliche Hand nach wirtschaftlichen Grundsätzen und den Anforderungen des Marktes zu erbringen.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten hat sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Von den insgesamt 657 Mitarbeitenden sind 363 vollzeitbeschäftigt, 239 teilzeitbeschäftigt sowie 55 in Ausbildung.

Die Gesamtzahl der mitarbeiterbesetzten Geschäftsstellen hat sich mit 29 Stück zum 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Zahl der SB-Filialen reduzierte sich um insgesamt sechs, sodass die Sparkasse nun 13 SB-Stellen betreibt. Die Veränderungen sind im Wesentlichen auf äußere Einflüsse und damit verbundene Sicherheitsmaßnahmen zurückzuführen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2023

Die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft verschlechterten sich im Jahr 2023 erneut. Die geopolitische Lage verschärfte sich: zu dem fortdauernden Krieg in der Ukraine kamen die Terroranschläge auf Israel, und auch die Beziehungen zwischen China und den westlichen Staaten verschlechterten sich weiter.

Die Prognose zur Entwicklung der weltweiten Produktion, die der Internationale Währungsfonds (IWF) zum Jahresbeginn 2023 veröffentlicht hatte (+2,9 %), wurde mit 3,1 % leicht übertroffen, u.a. aufgrund der dynamischeren wirtschaftlichen Entwicklung in den USA und in mehreren Schwellenländern. Der Welthandel nahm jedoch lediglich um 0,4 % zu, statt wie prognostiziert um 2,4% zuzulegen, was die deutsche Exportwirtschaft deutlich belastete.

Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 0,3 % (arbeitstäglich bereinigt: -0,1%), die Prognosen hatten zwischen -0,7 % bis +0,3 % gelegen. Der BIP-Rückgang um 0,3 % war insbesondere auf die Entwicklung der Konsumausgaben zurückzuführen. Die staatlichen Konsumausgaben wurden um 1,5 % verringert und reduzierten das BIP damit um 0,3 Prozentpunkte. Die privaten Konsumausgaben legten nominal um 5,6 % zu, gingen jedoch bedingt durch die hohe Inflation real um 0,7 % zurück, was das gesamtwirtschaftliche Wachstum um 0,4 Prozentpunkte verminderte.

Der Außenhandel, der sich in den Vorjahren erholt hatte, entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig. Da die Importe mit einem Minus von 3,4 % jedoch stärker zurückgingen als die Exporte (-2,2 %), erhöhte der Außenbeitrag das gesamtwirtschaftliche Wachstum um 0,6 Prozentpunkte.

Die sinkende Investitionstätigkeit reduzierte das BIP-Wachstum im Jahr 2023 um 0,1 %-Punkte. Während sich sowohl die Bauinvestitionen wie auch die Investitionen in sonstige Anlagen reduzierten, konnten die Ausrüstungsinvestitionen als einzige Verwendungskomponente des BIP 2023 real zulegen (+3,0 %). Hierbei ist jedoch ein Sondereffekt zu beachten, da der staatliche Umweltbonus für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge zu einem deutlichen Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen geführt hat.

Während der Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in 2022 zu rasant steigenden Energiepreisen und einer hohen Versorgungsunsicherheit geführt hatte, standen in 2023 die negativen Folgeeffekte im Mittelpunkt, allen voran die Zinswende als Reaktion auf die hohe Inflation. Die Energiepreise blieben jedoch - trotz des deutlichen Rückgangs im Vergleich zu den Höchstständen im Jahr 2022 - hoch und belasteten insbesondere die energieintensiven Industriezweige. Von Produktionsproblemen aufgrund von Materialengpässen berichteten im Jahresdurchschnitt noch rund ein Drittel der Unternehmen.

Die nominal verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte nahmen in 2023 deutlich um 6,1 % zu. Da jedoch die Verbraucherpreise fast im gleichen Maße stiegen, blieben die real verfügbaren Einkommen im Vergleich zum Vorjahr beinahe unverändert. Die im Vorjahr deutlich rückläufige Sparquote erhöhte sich im Jahr 2023 von 11,1 % auf 11,4 %. Damit lag die Sparquote leicht über dem Niveau vor dem Ausbruch der Pandemie (Jahresdurchschnitt 2017 - 2019: 10,9 %).

Erste Folgen der konjunkturellen Schwächephase für den deutschen Arbeitsmarkt hatten sich bereits im Jahresverlauf 2022 gezeigt und verstärkten sich im abgelaufenen Jahr. So nahm die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2023 um 191.000 (+8 %) auf 2.609.000 Personen zu. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3 % im Jahr 2022 auf 5,7 % im vergangenen Jahr.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg dagegen um ca. 333.000 auf 45,93 Mio., noch nie waren mehr Menschen in Deutschland erwerbstätig. Allerdings fiel der Zuwachs mit +0,7 % nicht mehr so deutlich aus wie in den Vorjahren und schwächte sich im Jahresverlauf ab. Der größte Teil des Anstiegs entfiel auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die von Juni 2022 bis Juni 2023 um 264.000 Personen zunahm.

Der Arbeitsmarkt hatte sich in den vergangenen Jahren auch deshalb als so robust erwiesen, weil die befürchtete Zunahme der Unternehmensinsolvenzen als Folge der Corona-Pandemie ausgeblieben war. Verschiedene Sonderregelungen im Insolvenzrecht, aber auch staatliche Stützungsmaßnahmen sowie die starke Ausweitung des Kurzarbeitergeldes hatten dafür gesorgt, dass trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage wenige Unternehmen in der Hochphase der Pandemie Insolvenz anmelden mussten. Mit dem schrittweisen Auslaufen dieser Maßnahmen und den wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine endete der langjährige Trend sinkender Unternehmensinsolvenzen in 2022 (+3,8 %).

Im Jahr 2023 schlugen sich die weitere Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage, die hohen Kostensteigerungen der vergangenen Jahre und die Belastung aufgrund des deutlichen Zinsanstiegs dann deutlich in den Insolvenzzahlen nieder. Die Zahl stieg um 23,5 % auf geschätzte 18.100 Unternehmensinsolvenzen, lag damit jedoch immer noch knapp unter dem Niveau von 2019 (18.830) und weit entfernt von den Insolvenzzahlen früherer Jahre (z.B. 2013: 26.120).

Alle Wirtschaftssektoren verzeichneten zweistellige Zuwächse der Insolvenzzahlen. Den stärksten Anstieg gab es im Verarbeitenden Gewerbe (+30,2 %) und im Handel (+26 %). Die Zahl der Insolvenzen im Baubereich stieg zwar weniger stark (+20,8 %), das Insolvenzrisiko ist in diesem Bereich jedoch allgemein am höchsten. Durch den Bauboom der vergangenen Jahre hatte sich der Abstand zu den anderen Wirtschaftsbereichen verringert, er ist aber in den vergangenen zwei Jahren wieder stärker gestiegen. Im Jahr 2022 lag die Insolvenzquote im Baugewerbe bei 81 (Zahl der Insolvenzen je 10.000 Unternehmen), gefolgt vom Handel mit einer Quote von 62.

Die Verbraucherpreise sind in Deutschland im Gesamtjahr 2023 um 5,9 % gestiegen. Bis auf das Vorjahr, in dem die Inflationsrate 6,9 % betragen hatte, war dies der stärkste Anstieg seit 1981. Dazu trug erneut die Preisentwicklung bei der Haushaltsenergie bei, die sich um durchschnittlich 14 % verteuerte, wobei sich die Preise der einzelnen Haushaltsenergieprodukte sehr unterschiedlich entwickelten. Auch die Nahrungsmittelpreise legten erneut zweistellig zu (+12,4 %) und lagen damit im Jahresdurchschnitt 2023 gut 30 % über dem Basisjahr 2020.

Der Blick auf die Inflationsentwicklung im Jahresverlauf zeigt einen fast durchgängigen Rückgang. Der Anstieg der Inflationsrate zum Jahresende ist auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen, da der Staat die Abschlagszahlungen der privaten Haushalte für Gas und Fernwärme im Dezember 2022 übernommen hatte, was nun wegfiel.

Die Situation im Wohnungsbau hat sich 2023 angesichts stark gestiegener Zinsen und der Kostensteigerungen durch die Inflation weiter eingetrübt. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen sank im Vergleich zum Vorjahr um 94.100 (-26,6 %) auf 260.100 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2012. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe sind im Gesamtjahr 2023 um 4,4 % (real) gesunken, haben sich jedoch zuletzt stabilisiert.

Die Baukonjunktur wurde eine Zeitlang noch durch die hohen Auftragsbestände der vorangegangenen Boomphase gestützt, allerdings wurden viele bereits geplante Bauprojekte zwischenzeitlich storniert. In Summe nahmen die bereits 2022 um 1,8 % rückläufigen Bauinvestitionen im Jahr 2023 nochmals stärker ab (-2,7 %).

Auch die Preise für Wohnimmobilien haben erst mit zeitlicher Verzögerung reagiert und sind seit dem 4. Quartal 2022 im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresquartal rückläufig. Der Rückgang hat sich seitdem in jedem Quartal verstärkt und erreichte im 3. Quartal 2023 ein Minus von 10,2 %. Dies ist der stärkste Rückgang gegenüber einem Vorjahresquartal seit dem Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Dennoch ist das Preisniveau durch den rasanten Anstieg der vorangegangenen Jahre immer noch hoch. Gemessen am Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes lagen die Häuserpreise im 3. Quartal 2023 knapp 60 % über dem Wert vor zehn Jahren. Dies stellt - in Kombination mit dem deutlich gestiegenen Zinsniveau - viele Interessenten vor unüberwindbare Hürden beim Erwerb von Wohneigentum.

Der im Jahr 2022 von den großen Notenbanken weltweit eingeleitete Kurswechsel in der Geldpolitik wurde 2023 fortgesetzt. Die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins seit dem Frühjahr 2022 von annähernd Null auf ein Niveau von fast 5,5 % geführt. Im Jahresverlauf 2023 erhöhte die Fed die Zinsen von einer Bandbreite von 4,25% bis 4,5 % zu Jahresbeginn bis auf 5,25 % bis 5,50 % zur Jahresmitte. Im weiteren Jahresverlauf blieben die Leitzinsen unverändert. Die EZB, die später die Zinswende vollzogen hatte, erhöhte den Hauptrefinanzierungssatz von 2,5 % zu Jahresbeginn 2023 bis in den Herbst hinein auf 4,5 % (ab dem 20. September 2023). Die Verzinsung der Einlagefazilität wurde im gleichen Zeitraum von 2 % auf 4 % angehoben. Die Erhöhung im September war die zehnte Zinserhöhung in Folge seit der Zinswende im Sommer 2022. Bei den Sitzungen im Oktober und Dezember 2023 ließ der EZB-Rat die Leitzinsen unverändert.

Der im Vergleich zum Bund stark überdurchschnittliche Rückgang der Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz ist zu einem beträchtlichen Teil auf einzelne Branchen zurückzuführen, die 2021 von der Entwicklung und der Produktion eines Impfstoffes gegen das Coronavirus profitierten.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Rheinland-Pfalz ist in den ersten drei Quartalen 2023 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stellten in diesem Zeitraum 529 Unternehmen einen Insolvenzantrag - rund 19 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (444). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag mit 2.158 um 4,6 % unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lagen die Verbraucherpreise im Dezember 2023 um 3,5 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im November hatte die Inflationsrate plus drei Prozent betragen.

Die schwache Konjunktur ist im vergangenen Jahr nicht spurlos am Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz vorüber gegangen. Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten behauptet sich der Arbeitsmarkt aber nach wie vor gut. Erwerbstätigkeit und Beschäftigung erreichten neue Höchstwerte. Im Durchschnitt des Jahres 2023 hatten 2,06 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz. Das waren 8.500 Personen oder 0,4 % mehr als 2022. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2023 bei 5,0 % - nach 4,9 % im November und 4,6 % im Dezember 2022.

Unter Berücksichtigung dieser gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Wirtschaftsstruktur in unserem Geschäftsgebiet sind wir mit dem Geschäftsverlauf und der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden. Eine überdurchschnittliche Branchenbetroffenheit unseres Geschäftsgebietes durch die aktuellen geopolitischen Konflikte ist aufgrund durchgeführter Analysen derzeit nicht erkennbar.

Die wirtschaftliche Lage der Sparkasse ist geordnet und bietet eine gute Basis für die künftige Geschäftsentwicklung.

2.2. Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023

Die aufsichtsrechtlichen Regulierungsmaßnahmen wurden im Jahr 2023 fortgesetzt. Die endgültige Neufassung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (7. MaRisk-Novelle) hat die BaFin im Juni 2023 veröffentlicht. Mit dieser Novelle wurden die Anforderungen der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) an die Kreditvergabe und Überwachung in ein deutsches Rundschreiben überführt. Weitere Ergänzungen und Anpassungen betrafen insbesondere die Regelungen zur Handhabung des Immobiliengeschäfts sowie Anforderungen an das Management von Nachhaltigkeitsrisiken. Soweit die Änderungen der MaRisk klarstellenden Charakter hatten, trat die neue Fassung mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Neue Anforderungen sind ab dem 1. Januar 2024 einzuhalten. Dies bezieht sich insbesondere auf die Regelungen zu den Immobiliengeschäften.

Ab Februar 2023 waren die bereits im Verlauf des Jahres 2022 von der BaFin angeordneten erhöhten Eigenkapitalanforderungen zu erfüllen. Dies betraf zum einen die Anhebung des antizyklischen Kapitalpuffers von null auf 0,75 % der risikogewichteten Aktiva mit dem Ziel, die Widerstandsfähigkeit des deutschen Bankensystems präventiv zu stärken. Zum anderen wurde ein sektoraler Systemrisikopuffer von 2,0 % der risikogewichteten Aktiva auf mit Wohnimmobilien besicherte Kredite eingeführt. Dieser soll zusätzlich den spezifischen Risiken am Immobilienmarkt entgegenwirken.

Insgesamt müssen sich die Kreditinstitute auf eine Fortsetzung der Regulierungspolitik der letzten Jahre sowie mittelfristig auf weiter erhöhte Eigenmittelanforderungen einstellen. So wurde beispielsweise am 15.02.2024 bereits die 8. MaRisk-Novelle von der BaFin zur Konsultation gestellt.

Aufgrund ihrer zentralen gesamtwirtschaftlichen Verantwortung und Funktion spielen die Kreditinstitute bei den gesetzlichen Maßnahmen zum Thema "Nachhaltigkeit" eine bedeutsame Rolle. Insbesondere die sukzessive ab dem Geschäftsjahr 2024 deutlich erweiterten Berichtspflichten auf Basis detaillierter gesetzlicher Vorgaben haben von den Kreditinstituten im Jahr 2023 bereits vorbereitende Maßnahmen unter Einsatz erheblicher personeller und organisatorischer Ressourcen erforderlich gemacht.

Im Januar 2023 ging der Sparkasse von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht der jüngste Bescheid über die Anordnung eines Kapitalzuschlags im Rahmen des bankaufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (Supervisory Review and Evaluation Process, SREP) zu. Der Kapitalzuschlag wurde mit diesem unverändert auf 1,5 % festgesetzt.

Im Februar 2023 erhielt die Sparkasse einen neuen Bescheid über die geforderte Höhe der Eigenmittelempfehlung (zuvor Eigenmittelzielkennziffer). Seither beträgt diese 2,4 %. Da die Eigenmittelempfehlung mit dem Kapitalerhaltungspuffer (2,5 %) verrechnet wird, beträgt die Netto-Eigenmittelempfehlung nach Verrechnung des Kapitalerhaltungspuffers 0,00 %.

Weiterhin gilt seit dem 1. Februar 2023 ein antizyklischer Kapitalpuffer in Höhe von 0,75% der risikogewichteten Positionswerte sowie ein Systemrisikopuffer von 2,00% für den Wohnimmobiliensektor.

Die zu erfüllende Gesamtkapitalanforderung beträgt damit ca. 12,95 %.

2.3. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Die Kennziffern Betriebsergebnis vor Bewertung 1 und Cost-Income-Ratio 2 sind die wichtigsten Kennzahlen in der internen Steuerung. Sie fließen in die Berichterstattung ein und sind in der Geschäftsstrategie verankert.

Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

2023 2022 Differenz
Betriebsergebnis vor Bewertung 1 1,38 % 0,69 % +0,69 %-Punkte
Cost-Income-Ratio 2 52,1 % 66,7 % +14,6 %-Punkte

2.4. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Bestand
2023
Mio. Euro
2022
Mio. Euro
Veränderung
Mio. Euro
Veränderung
%
Anteil in % der Bilanzsumme
%
Bilanzsumme 5.263,6 5.485,4 -221,8 -4,0
Durchschnittsbilanzsumme (DBS) 5.430,2 5.594,5 -164,3 -2,9
Geschäftsvolumen 3 5.357,0 5.585,2 -228,2 -4,1
Barreserve 65,5 68,5 -3,0 -4,4 1,2
Forderungen an Kreditinstitute 384,0 400,5 -16,5 -4,1 7,3
Forderungen an Kunden 3.681,9 3.888,3 -206,4 -5,3 70,0
Wertpapieranlagen 1.034,3 1.003,6 30,7 3,1 19,7
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 54,5 54,4 0,1 0,2 1,0
Sachanlagen 27,1 29,0 -1,9 -6,6 0,5
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 428,2 434,1 -5,9 -1,4 8,1
Verbindlichkeiten ggü. Kunden 4.173,5 4.390,8 -217,3 -4,9 79,3
Rückstellungen 73,0 68,9 4,1 6,0 1,4
Eigenkapital 420,5 416,4 4,1 1,0 8,0

1 Betriebsergebnis vor Bewertung: Zins- und Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen und abzüglich der Verwaltungsaufwendungen gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen) im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme.

2.4.1. Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten) hat sich von 5.585,2 Mio. Euro auf 5.357,0 Mio. Euro reduziert. Die Bilanzsumme ist von 5.485,4 Mio. Euro auf 5.263,6 Mio. Euro zurückgegangen. Sie liegt damit etwas unter dem im Vorjahreslagebericht erwarteten Wert von 5,5 Mrd. Euro. Die Gründe hierfür liegen hauptsächlich in der rückläufigen Entwicklung des Kundenkredit- und Einlagengeschäfts.

2.4.2. Aktivgeschäft

2.4.2.1. Barreserve

Die Barreserve hat sich mit einem Bestand von 65,5 Mio. Euro weitestgehend stabil entwickelt (minus 3,0 Mio. Euro ggü. Vorjahr).

2.4.2.2. Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich von 400,5 Mio. Euro auf 384,0 Mio. Euro.

Die Position besteht im Wesentlichen aus der Einlagenfazilität bei der Deutschen Bundesbank und stellt damit im Rahmen des Liquiditätsmanagements die Residualgröße aus der Veränderung der weiteren Bilanzpositionen dar, woraus sich auch die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr erklärt.

2.4.2.3. Forderungen an Kunden

In Folge der Zins- und Konjunkturentwicklung im Jahr 2023 war eine deutliche Reduzierung der Kreditnachfrage zu beobachten. Die Forderungen an Kunden reduzierten sich dadurch von 3.888,3 Mio. Euro auf 3.681,9 Mio. Euro.

Die Sparkasse hat im Geschäftsjahr 2023 neue Kredite in Höhe von insgesamt 448,9 Mio. Euro zugesagt (Vorjahr 909,2 Mio. Euro). Mit Ausnahme der Konsumentenkredite an Privatpersonen waren die Neuausleihungen bei allen Kreditprodukten und Kundensegmenten rückläufig. Besonders stark war der Rückgang bei Baufinanzierungen; diese reduzierten sich aufgrund der höheren Finanzierungszinsen bei gleichzeitig noch hohen Immobilienpreisen bzw. Baukosten im Gesamtjahr gegenüber dem Vorjahr um 60,2 % auf 222,3 Mio. Euro.

2.4.2.4. Wertpapieranlagen

Der Großteil der Eigenanlagen unserer Sparkasse besteht weiterhin aus festverzinslichen Wertpapieren, die der strategischen und ertragsorientierten Anlage von liquiden Mitteln dienen.

Die kontinuierliche Ertragserzielung durch die laufenden Kuponzahlungen steht dabei im Vordergrund. Darüber hinaus befinden sich als Beimischungen auch Aktienanlagen in unserem Depot, mit dem Ziel der Partizipation an der wirtschaftlichen Entwicklung von Unternehmen, Branchen oder auch Marktsegmenten.

Einen weiteren wesentlichen Baustein unserer Eigenanlagenstruktur stellen Immobilieninvestments in Form von Immobilienfonds dar. Diese wurden im Berichtsjahr aufgrund bestehender Zeichnungszusagen aus Vorjahren weiter aufgebaut, um eine stabile und attraktive Ertragsquelle für die Sparkasse zu erhalten.

Die unterjährige Wiederanlage fälliger Zinspapiere erfolgte im Rahmen unserer passiven Zinsbuchsteuerung mit festverzinslichen Wertpapieren von Schuldnern guter bis sehr guter Bonität ("Investmentgrade"). Die Anlage erfolgte in Papieren von Emittenten der Finanzbranche sowie staatlicher und supranationaler Emittenten.

Zum Bilanzstichtag erhöhte sich der Bestand an Wertpapieranlagen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 30,7 Mio. Euro auf nun 1.034,3 Mio. Euro. Für den Anstieg war insbesondere die Ausweitung der Investments in Immobilienfonds maßgeblich.

2.4.2.5. Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich das Volumen der Beteiligungen und der Anteile an verbundenen Unternehmen (einschließlich stiller Beteiligungen) unwesentlich um ca. 0,1 Mio. Euro erhöht und beträgt zum 31.12.2023 54,5 Mio. EUR. Grund für den Anstieg war eine Kapitalerhöhung bei der Veranstaltungsgesellschaft Landau Südliche Weinstraße mbH.

2.4.2.6. Sachanlagen

Die Sachanlagen verminderten sich leicht von 29,0 Mio. Euro auf 27,1 Mio. Euro.

2.4.3. Passivgeschäft

2.4.3.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich mit einem Bestand von 428,2 Mio. Euro weitestgehend stabil entwickelt (-5,9 Mio. Euro ggü. Vorjahr). Es handelt sich dabei überwiegend um Mittel, die der Finanzierung des langfristigen Kreditgeschäfts dienen.

2.4.3.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen im Vergleich zum Vorjahr (4.390,8 Mio. Euro) um 217,3 Mio. Euro ab. Die Spartätigkeit der Anleger gestaltete sich in 2023 verhalten.

In Folge des gestiegenen Zinsniveaus waren neben verzinslichen Tagesgeldern insbesondere Termingelder und Sparkassenbriefe als Anlageprodukte gefragt. Gleichwohl waren aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten, Umschichtungen in festverzinsliche Wertpapiere und erhöhtem Wettbewerb im Anlagesektor entsprechende Abflüsse zu verzeichnen.

Der Rückgang wurde überwiegend von der privaten Kundschaft bewirkt. Die bilanziellen Einlagenbestände der Privatkunden reduzierten sich um 126,6 Mio. Euro, ebenso die Bestände der Unternehmen, die um 68,5 Mio. EUR abnahmen.

Die im Vorjahr geäußerten Erwartungen zur Bestandsentwicklung der Kundeneinlagen konnten damit nicht realisiert werden.

2.4.4. Dienstleistungsgeschäft

Im Dienstleistungsgeschäft haben sich im Jahr 2023 folgende Schwerpunkte ergeben:

Zahlungsverkehr

Das Geschäftsjahr 2023 war durch eine vertriebliche Neuausrichtung bei den Zahlungsverkehrskonten geprägt, die sich insbesondere auf die Einführung neuer Giro-Kontomodelle bezog. Die Zahl der Girokonten verminderte sich in diesem Zuge, primär durch die Zusammenlegung von Konten, gegenüber dem Vorjahr um 3.830 Stück auf insgesamt 164.821 Stück. Der Bestand an vermittelten Kreditkarten lag mit 33.199 Stück geringfügig unter dem Vorjahreswert.

Vermittlung von Wertpapieren

Im Zuge der fortlaufenden Anhebung der Leitzinsen durch die EZB hat sich das Wertpapiergeschäft positiv entwickelt. Die Wertpapierumsätze insgesamt nahmen gegenüber dem Vorjahr um 18,0 % zu und erreichten einen Wert von 601,7 Mio. Euro.

Immobilienvermittlung

Die Nachfrage nach Immobilien konzentrierte sich auf Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Es wurden insgesamt 127 Objekte mit einem Kaufpreisvolumen von insgesamt 43,3 Mio. Euro vermittelt. Im Vorjahr waren es 133 Objekte mit 47,0 Mio. Euro Kaufpreissumme. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % bezogen auf das Kaufpreisvolumen. Die Courtage-Erlöse gingen um 4,9 % zurück. Ursache war die anhaltende Kaufzurückhaltung bei Immobilien infolge des relativ hohen Zinsniveaus.

Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungen

Im Geschäftsjahr wurden Bausparverträge mit einem Volumen von insgesamt 88,0 Mio. Euro abgeschlossen, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 18,0 % entspricht. Da Bausparverträge häufig Teil einer Baufinanzierung sind, war die Nachfrage auch in diesem Segment aufgrund des relativ hohen Zinsniveaus geringer.

Im Versicherungsbereich waren im Jahr 2023 folgende Entwicklungen zu beobachten:

Die Beitragssumme im Kompositgeschäft ist um 6,3 % deutlich angestiegen. Bei den Rechtsschutzversicherungen war ein Zuwachs von 0,8 % zu verzeichnen.

Es konnten 885 neue Lebens- und Rentenversicherungen vermittelt werden. Die Beitragssumme verringerte sich um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr.

Im Krankenversicherungsbereich wurde mit 1.423 Neuverträgen eine um 70,0% höhere Beitragssumme vermittelt als noch in 2022.

In der Gesamtbetrachtung entwickelte sich das Vermittlungsgeschäft aufgrund der beschriebenen Effekte schwächer als geplant.

2.4.5. Derivate

Die derivativen Finanzinstrumente dienten ausschließlich der Sicherung der eigenen Positionen und nicht spekulativen Zwecken. Hinsichtlich der zum Jahresende bestehenden Geschäfte wird auf die Darstellung im Anhang verwiesen.

2.4.6. Investitionen / Wesentliche Baumaßnahmen und technische Veränderungen

In 2023 wurde in Maikammer eine neue Geschäftsstelle errichtet, deren Fertigstellung Anfang 2024 erfolgt ist. Darüber hinaus wurde am Standort Bad Bergzabern die Lüftungs-/Klimaanlage und in der Zentrale in Landau die Mess- und Regeltechnik erneuert. Ebenso wurden verschiedene Sicherheitsvorkehrungen als präventive Maßnahmen an den Standorten der Geldautomaten durchgeführt.

Im Hinblick auf die technischen Veränderungen erfolgten im Rahmen des Lifecycle-Managements Anpassungen bei den eingesetzten Hardware-Komponenten. Aufgrund auslaufender Verträge wurde die Druckerhardware überprüft, weiter konsolidiert und ersetzt, unterstützt durch eine Software-Lösung zum Output-Management.

Des Weiteren wurden in diesem Zusammenhang die physischen Telefone durch die bereitgestellte Softphone-Lösung weitestgehend abgelöst und der Anteil an mobilen Endgeräten, speziell auch für die Nutzung im mobilen Arbeiten, weiter ausgebaut.

Im Produkt Managed Service SB & Cash wurde das Modul Bargeldmanagement eingeführt.

Vor dem Hintergrund der Angriffe auf Cash-Geräte wurden die Endgeräte sicherheitstechnisch weiter aufgerüstet.

Zum Ende des Jahres 2023 hat die Sparkasse wieder den IT-Betrieb für ihre Tochter S-Marktfolge Südpfalz GmbH, Landau i. d. Pfalz (vormals S-Servicepartner Rheinland-Pfalz GmbH, Landau i. d. Pfalz) übernommen.

2.5. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage

2.5.1. Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Sparkasse ist gekennzeichnet durch einen leicht rückläufigen Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden an der Bilanzsumme in Höhe von 79,3 % (im Vorjahr: 80,0 %). Der Anteil des Kundenkreditvolumens an der Bilanzsumme hat sich aufgrund des rückläufigen Kreditgeschäfts von 70,9 % auf 70,0 % ebenfalls leicht reduziert.

Sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden wurden vorsichtig bewertet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Einzelheiten sind dem Anhang des Jahresabschlusses zu entnehmen.

Für besondere Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen.

Das zum Jahresende ausgewiesene Eigenkapital erhöhte sich durch die Zuführung des Jahresüberschusses 2022. Die Sparkasse weist inklusive des Bilanzgewinns 2023 ein Eigenkapital von 420,5 Mio. Euro (Vorjahr 416,4 Mio. Euro) aus. Neben den Gewinnrücklagen verfügt die Sparkasse über umfangreiche weitere aufsichtsrechtliche Eigenkapitalbestandteile. So weist der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB zum Bilanzstichtag eine Höhe von 153,9 Mio. Euro auf.

Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR (Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf die anrechnungspflichtigen Positionen) übertrifft am 31. Dezember 2023 mit 18,1 % die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen von 8,0 % gemäß CRR (zuzüglich SREP-Zuschlag sowie Kapitalerhaltungs- und antizyklischem Kapitalpuffer) deutlich. Seit dem 1. Februar 2022 beträgt der antizyklische Kapitalpuffer 0,75% der risikogewichteten Positionswerte. Zudem gilt ein Systemrisikopuffer von 2,00% für den Wohnimmobiliensektor. Die Quoten sind ab/seit dem 1. Februar 2023 zu beachten. Die anrechnungspflichtigen Positionen zum 31. Dezember 2023 betragen 3.348,9 Mio. Euro und die aufsichtsrechtlich anerkannten Eigenmittel 606,6 Mio. Euro.

Auch die harte Kernkapitalquote und die Kernkapitalquote übersteigen die aufsichtlich vorgeschriebenen Werte deutlich. Die Kernkapitalquote beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 16,9 % der anrechnungspflichtigen Positionen nach CRR.

Zum Bilanzstichtag verfügt die Sparkasse damit über eine gute Eigenmittelbasis.

Die Verschuldungsquote (Verhältnis des Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und außerbilanziellen Positionen) beträgt am 31.12.2023 10,7 % und liegt damit über der aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0 %.

Auf Grundlage unserer Kapitalplanung ist auch weiterhin eine Erfüllung der aufsichtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung als Basis für die Umsetzung der Geschäftsstrategie der Sparkasse vorhanden.

2.5.2. Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund einer angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) lag mit 141,3 % bis 203,8 % oberhalb des Mindestwerts von 100,0 %. Zum 31. Dezember 2023 lag die LCR-Quote bei 203,8%. Die strukturelle Liquiditätsquote Net Stable Funding Ratio (NSFR) lag in einer Bandbreite von 122,3 % bis 127,5 %; damit wurde die aufsichtliche Mindestquote von 100 % durchgängig eingehalten. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden Guthaben bei der Deutschen Bundesbank geführt. Darüber hinaus bestehen Kredit- und Dispositionslinien bei der Deutschen Bundesbank.

Die Zahlungsfähigkeit ist nach unserer Finanzplanung in 2024 gesichert. Deshalb beurteilen wir die Finanzlage der Sparkasse als gut.

2.5.3. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung laut Jahresabschluss sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Die Erträge und Aufwendungen sind nicht um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt.

2023
Mio. Euro
2022
Mio. Euro
Veränderung
Mio. Euro
Veränderung
%
Zinsüberschuss 113,7 77,9 35,8 46,0 %
Provisionsüberschuss 41,9 36,4 5,5 15,1 %
Nettoergebnis des Handelsbestands 0,0 0,0 0,0 0,0 %
Sonstige betriebliche Erträge 10,4 11,6 -1,2 -10,3 %
Personalaufwand 42,5 44,1 -1,6 -3,6 %
Anderer Verwaltungsaufwand 39,5 34,9 4,6 13,2 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7,6 6,5 1,1 16,9 %
Ergebnis vor Bewertung und Risikovorsorge 76,5 40,4 36,0 89,4 %
Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge 64,3 26,8 37,5 139,9 %
Zuführungen Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,0 0,0 0,0 0,0 %
Ergebnis vor Steuern 12,1 13,6 -1,5 -11,0 %
Steueraufwand 7,9 9,7 -1,8 -19,0 %
Jahresüberschuss 4,3 3,9 0,3 10,3 %
Zinsüberschuss: GuV-Posten Nr. 1 bis 4
Provisionsüberschuss: GuV-Posten Nr. 5 und 6
Sonstige betriebliche Erträge: GuV-Posten Nr. 8 und 20
Sonstige betriebliche Aufwendungen: GuV-Posten Nr. 11, 12, 17 und 21
Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge: GuV-Posten Nr. 13 bis 16

Zur Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation eingesetzt, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses unserer Sparkasse in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme erfolgt. Zur Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses ergibt sich das Betriebsergebnis nach Bewertung. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Steuern verbleibt der Jahresüberschuss.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Ertragslage sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

2023 2022
Betriebsergebnis vor Bewertung 1,38 % 0,69 %
Cost-Income-Ratio 52,1 % 66,7 %

Das Betriebsergebnis vor Bewertung auf Basis von Betriebsvergleichswerten beträgt 1,38 % (Vorjahr 0,69 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2023 bzw. 75,0 Mio. Euro und lag damit über dem Durchschnitt der Sparkassen im Sparkassenverband Rheinland-Pfalz (1,18 % der DBS). Der im Vorjahreslagebericht prognostizierte Wert von 1,14 % wurde dabei, vor allem aufgrund des höheren Zinsüberschusses, deutlich übertroffen.

Dies gilt auch für die als weiterer bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator definierte Cost-Income-Ratio. Diese Kennzahl verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 66,7 % auf 52,1 % und weicht damit positiv um 4,7 Prozentpunkte von der prognostizierten Vorjahreszahl (56,8 %) ab.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Zinsüberschuss aufgrund der Zinsentwicklung deutlich besser entwickelt als prognostiziert und lag bei 114,0 Mio. Euro. Er stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 35,9 Mio. Euro an.

Der Provisionsüberschuss lag mit 41,9 Mio. Euro leicht über dem prognostizierten Wert (40,5 Mio. Euro) und übertrifft damit den Vorjahreswert deutlich um 14,7 %.

Der Personalaufwand erhöhte sich leicht auf 42,0 Mio. Euro (+0,7 Mio. Euro / +1,6 %) und damit in etwa so wie prognostiziert (Prognose Vorjahres-Lagebericht 42,8 Mio. Euro). Der Personalaufwand beträgt somit 0,77 % der DBS.

Der Sachaufwand lag mit 39,7 Mio. Euro (0,73 % der DBS) leicht über dem prognostizierten Wert von 38,7 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert betrug der Anstieg rund 3,8 Mio. Euro und verteilte sich auf mehrere Aufwandsbereiche.

Abschreibungen und Wertberichtigungen nach Verrechnung mit Erträgen (Bewertung und Risikovorsorge) beliefen sich auf 62,5 Mio. Euro (Vorjahr 25,5 Mio. Euro). Während sich aus dem Kreditgeschäft erneut ein negatives Bewertungsergebnis ergab, das jedoch aufgrund der konjunkturellen Situation und vorsichtiger Bewertung deutlich über dem Vorjahreswert lag, stellte sich das Bewertungsergebnis aus den Wertpapieranlagen aufgrund von Zuschreibungen auf verzinsliche Wertpapiere und Fonds positiv dar und übertraf den Vorjahreswert deutlich. Sonstige Bewertungsmaßnahmen waren von untergeordneter Bedeutung. Das neutrale Ergebnis belief sich per Saldo auf -0,6 Mio. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2023 war ein Steueraufwand in Höhe von 7,7 Mio. Euro auszuweisen.

Vor dem Hintergrund des intensiven Wettbewerbs, des konjunkturellen Umfelds und der Zinsentwicklung ist die Sparkasse mit der Entwicklung der Ertragslage im Jahr 2023 zufrieden.

Die Prognose hinsichtlich des Betriebsergebnisses vor Bewertung wurde deutlich übertroffen.

Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme des Vorjahres, betrug im Geschäftsjahr 2023 0,08 %.

2.6 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Mit der Entwicklung des Jahres 2023 konnten wir das im Vorjahr prognostizierte Betriebsergebnis vor Bewertung deutlich übertreffen. Auch die CIR hat sich besser als prognostiziert entwickelt. Aufgrund der Belastung durch Risikovorsorgemaßnahmen konnte das wirtschaftliche Eigenkapital hingegen nicht im prognostizierten Umfang gestärkt werden.

Die Geschäftsentwicklung bewerten wir vor dem Hintergrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen als noch zufriedenstellend. Ursächlich für die rückläufige Entwicklung von Geschäftsvolumen und Bilanzsumme war die konjunkturbedingt geringe Kreditnachfrage sowie der Rückgang des Mittelaufkommens von Kunden.

3. Nachtragsbericht

Die Nachtragsberichterstattung erfolgt gemäß § 285 Nr. 33 HGB im Anhang.

4. Nichtfinanzielle Erklärung

Die Sparkasse Südpfalz ist zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 340a Abs. 1a HGB in Verbindung mit § 289b HGB verpflichtet. Dabei wurde von der Möglichkeit zur Erstellung eines gesonderten nichtfinanziellen Berichts gemäß § 289b Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, der zusammen mit dem Lagebericht zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt wird.

5. Risikobericht

5.1. Risikomanagementsystem

Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer regelmäßigen Berechnung der Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests, und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den Strategien, der Risikoinventur und der Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.

In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der Sparkasse für jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele.

Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem werden regelmäßig quantitative und qualitative Analysen zur Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende Risiken in der ökonomischen und der normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:

Risikoart Risikokategorie
Adressenrisiko Kunden- und Eigengeschäft
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko
Spreadrisiko
Aktienrisiko
Immobilienrisiko
Beteiligungsrisiko
Liquiditätsrisiko Zahlungsunfähigkeitsrisiko
Refinanzierungskostenrisiko
Operationelles Risiko

Für die frühzeitige Identifizierung von wesentlichen Risiken sowie von risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen Merkmalen basieren.

Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive ist die Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 845,7 Mio. EUR. Das daraus abgeleitete Gesamtlimit von 465,0 Mio. EUR wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden mindestens vierteljährlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum wurde an einem Stichtag (30.11.2023) das Limit für Zinsänderungsrisiken überschritten. Ursache war die zentralseitige Aktualisierung der Parameter, welche zur Messung des Zinsänderungsrisikos genutzt werden, durch die S-Rating und Risikosysteme GmbH. Das Gesamtbanklimit war jedoch eingehalten. Als Reaktion auf die Limitüberschreitung wurden sowohl das Limit für Zinsänderungsrisiken als auch das übergeordnete Marktpreisrisikolimit und das Gesamtbanklimit entsprechend erhöht. Zu allen anderen betrachteten Stichtagen als auch zum Bilanzstichtag reichten die bereitgestellten Limite aus, um die wesentlichen Risiken abzudecken.

Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurden für alle wesentlichen Risiken das Konfidenzniveau auf 99,9 % und der Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend festgelegt. Zwischen den wesentlichen Risikoarten werden keine risikomindernden Diversifikationseffekte berücksichtigt. Die Sparkasse berücksichtigt innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem Eigengeschäft und innerhalb des Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren Zinsen, Spreads und Aktien risikomindernde Diversifikationseffekte.

Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Risikoart Risikokategorie Limit Limitauslastung
Mio. EUR Mio. EUR %
Adressenrisiko Kunden- und Eigengeschäft 46,0 34,9 75,8
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko 153,0 120,3 78,7
Spreadrisiko 56,0 38,0 67,9
Aktienrisiko 38,0 14,2 37,4
Immobilienrisiko 51,0 30,4 59,6
Beteiligungsrisiko 24,0 18,6 77,5
Liquiditätsrisiko Refinanzierungskostenrisiko 37,0 28,1 76,0
Operationelles Risiko 60,0 42,6 70,9
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko 465,0 327,1 70,4

Die zuständigen Bereiche steuern die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands.

Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive ist die Fortführung der Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2026. Um einen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, wurden Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie für ein adverses Szenario getroffen.

In der normativen Perspektive sind alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen zu berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen sind die Kernkapitalanforderung, die Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung und die Eigenmittelempfehlung) sowie die Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, die Höchstverschuldungsgrenze und die Großkreditgrenze.

Für den betrachteten Zeitraum von 3 Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen im Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten sind.

Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst (Validierung).

Die Sparkasse setzt zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) ein. Sie wurden in die verlustfreie Bewertung des Bankbuches einbezogen.

Stresstests werden ergänzend zur Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch in allen simulierten Stressszenarien die Risikotragfähigkeit gegeben ist.

Die turnusmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand umfasst den quartalsweisen Gesamtrisikobericht und einen monatlichen Bericht zu den Marktpreisrisiken. Die Berichte enthalten neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die Risikosituation informiert. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.

Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen (Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der Internen Revision.

Die Risikocontrolling-Funktion, die aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren sowie die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet sie die Umsetzung der aufsichtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Limiten. Sie unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die Risikocontrolling-Funktion wird durch die Mitarbeiter des Bereichs Unternehmenssteuerung / Team Controlling wahrgenommen. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion obliegt dem Leiter des Bereichs Unternehmenssteuerung. Unterstellt ist er dem Überwachungsvorstand.

Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu beraten.

Die Interne Revision prüft und beurteilt risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber berichtspflichtig.

Verfahren zur Aufnahme von Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt. Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.

5.2 Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken

5.2.1 Adressenrisiko

Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich des Ausfall eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.

Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes, welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.

Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners verändert hat.

Das Länderrisiko umfasst neben dem bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat.

5.2.1.1 Adressenrisiko im Kundengeschäft

Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwertungs- und -einbringungsrisiko).

Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).

Die Steuerung des Adressenrisikos im Kundengeschäft erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Trennung zwischen Markt (1. Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die Geschäftsverteilung des Vorstands im risikorelevanten Geschäft

regelmäßige Bonitätsbeurteilung und Beurteilung der Kapitaldiensttragfähigkeit auf Basis aktueller Unterlagen

Einsatz standardisierter Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringverfahren) in Kombination mit bonitätsabhängiger Preisgestaltung und bonitätsabhängigen Kompetenzen

interne, bonitätsabhängige Richtwerte für Kreditobergrenzen, die unterhalb der Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der Vermeidung von Risikokonzentrationen im Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese Obergrenze überschreiten, unterliegen einer verstärkten Beobachtung

regelmäßige Überprüfung von Sicherheiten

Einsatz eines Risikofrüherkennungsverfahrens, das gewährleistet, dass bei Auftreten von signifikanten Bonitätsverschlechterungen frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen eingeleitet werden können

festgelegte Verfahren zur Überleitung von Kreditengagements in die Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Einsatz von Sicherungsinstrumenten zur Reduzierung potenzieller bzw. vorhandener Risikokonzentrationen

Kreditportfolioüberwachung auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem Reporting

Das Kreditgeschäft der Sparkasse gliedert sich in zwei große Gruppen: Das Firmenkunden-/ Kommunalkreditgeschäft und das Privatkundenkreditgeschäft.

Kredit der Sparkasse (Zusagen) Buchwerte
31.12.2023
Mio. Euro
31.12.2022
Mio. Euro
Firmenkundenkredite 1.759,9 1.869,3
Kommunalkredite 109,1 129,7
Privatkundenkredite 2.559,0 2.679,0
Sonstige Kreditnehmer 0,0 0,8
Gesamt 4.428,0 4.678,8

Tabelle: Kreditgeschäft der Sparkasse

Zum 31. Dezember 2023 wurden etwa 39,7 % der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen vergeben, 57,8 % an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen. Der Rest verteilt sich auf 2,5 % Kommunalkredite und kommunalverbürgte Kredite.

Ausfallrisiken im originären Kreditgeschäft werden im Rahmen der Kreditwürdigkeitsprüfung primär durch die sorgfältige Auswahl der Vertragspartner und danach - während der gesamten Kreditlaufzeit -insbesondere durch anlass- und turnusmäßige Überwachung der jeweiligen Geschäftsverbindung begrenzt. Mit Risikoklassifizierungsverfahren der Sparkassenorganisation werden Kreditrisiken überwacht und gesteuert. Eine jährlich erarbeitete Risikostrategie erläutert detailliert die Kreditvergabevoraussetzungen. Die Beobachtung und die zielgerichtete Beeinflussung der Größenklassenstruktur sowie der Sicherheitenstruktur des Kreditportfolios sind weitere Schwerpunkte unseres Risikomanagement- und Risikocontrollingsystems für das Kreditgeschäft.

Soweit Kreditrisiken akut geworden sind, wurden diese mit einer entsprechenden Risikovorsorge abgeschirmt. Die erkennbaren erhöhten latenten Risiken im Kreditgeschäft erreichen kein über das übliche Maß hinausgehendes Volumen.

Zur Festigung unserer Marktposition, zur Stärkung unserer Ertragslage und zur Beibehaltung der günstigen Risikosituation wird weiterhin ein qualitativ hochwertiges Kreditwachstum angestrebt.

Die regionale Wirtschaftsstruktur der kleinen und mittleren Unternehmen spiegelt sich auch im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. Schwerpunktbereiche der zugesagten Kreditvolumina an Unternehmen und Öffentliche Haushalte bilden die Branchen Grundstücks- und Wohnungswesen (22,1 %), Verarbeitendes Gewerbe (10,2 %) sowie Beratung, Planung, Sicherheit (10,0 %). Kommunalkredite bilden einen Anteil von 5,5 % des Kreditvolumens an Unternehmen und Öffentliche Haushalte.

Die Größenklassenstruktur zeigt insgesamt eine breite Streuung des Ausleihgeschäfts. 56,4 % des risikotragenden Kundenkreditgeschäftes entfallen auf Kreditengagements mit einem Kreditvolumen bis 0,5 Mio. Euro. Lediglich 8,8 % des Volumens betreffen Kreditengagements mit einem Kreditvolumen von mehr als 10,0 Mio. Euro.

Die Risikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer mit guten Bonitäten bzw. geringeren Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dies wird durch die Neugeschäftsplanung unterstützt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich im Kundengeschäft folgende Ratingklassenstruktur:

Ratingklasse Anzahl in % Volumen
in %
1 bis 9 91,85 93,16
10 bis 15 6,05 3,56
16 bis 18 1,29 3,18
Ohne Bonitätsnote 0,81 0,10

Das Länderrisiko, das sich aus unsicheren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen eines anderen Landes ergeben kann, ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgelegte Kreditvolumen einschließlich Wertpapiere betrug am 31. Dezember 2023 3,73 % des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG.

Konzentrationen bestehen im Kreditportfolio aufgrund der regionalen Begrenzung des Geschäftsgebiets sowie bezüglich der Sicherheitenarten im Bereich der grundpfandrechtlichen Sicherheiten. Diese Konzentrationen werden intensiv beobachtet.

Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser Kreditportfolio nach den verschiedenen Strukturmerkmalen gut diversifiziert ist.

Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Für latente Risiken im Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.

Entwicklung der Risikovorsorge:

Art der Risikovorsorge Anfangsbestand per 01.01.2023
TEUR
Zuführung
TEUR
Auflösung
TEUR
Verbrauch
TEUR
Endbestand per 31.12.2023
TEUR
Einzelwertberichtigungen 24.566 69.107 4.472 3.812 85.390
Rückstellungen 2.432 7.166 1.741 49 7.809
Pauschalwertberichtigungen 7.779 1.781 199 0 9.361
Gesamt 34.777 78.054 6.412 3.861 102.560

Das Verfahren für die Bildung der Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert.

Die Entwicklung der Risikovorsorge in 2023 zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine wesentliche Steigerung aufgrund der allgemein schwierigen konjunkturellen Situation (insbesondere in Folge der Veränderungen im Immobiliensektor durch fallende Immobilienpreise und gestiegene Zinsen) sowie der geringeren Bewertung von Kreditsicherheiten bei Problemkreditengagements.

5.2.1.2 Adressenrisiko im Eigengeschäft

Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann.

Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein Erfüllungsrisiko.

Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abweichen.

Ferner beinhalten Aktien eine Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer negativen Wertveränderung aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des Aktienemittenten.

Die Steuerung des Adressenrisikos des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen sowie des Risikos der Engagements.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Festlegung von Limiten je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)

Regelmäßige Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen Analysen

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Die Eigengeschäfte weisen zum Bilanzstichtag einen Bilanzwert in Höhe von 1.034,3 Mio. Euro auf. Wesentliche Positionen sind dabei die Schuldverschreibungen und Anleihen (539,7 Mio. Euro), die zwei Wertpapierspezialfonds (315,8 Mio. Euro) sowie die Immobilienfonds.

Dabei zeigt sich nachfolgende Ratingverteilung (inkl. Durchschau der Spezialfonds):

Externes Rating Standard & Poor's AAA bis BBB- BB+ bis BB- B+ bis C Ausfall Ungeratet
31.12.2023 80,50% 0,37 % - - 19,13% *

* i. W. Bestand an Aktien- und Immobilienfonds sowie Kassenbestände aus Fonds

Das Länderrisiko im Eigengeschäft ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung.

5.2.2 Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren ergibt.

Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der festgelegten Limite und der vereinbarten Anlagerichtlinien für Spezialfonds. Der Steuerungsausschuss hat die Aufgabe, den Vorstand bei der Umsetzung der Strategie zu unterstützen.

5.2.2.1 Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive können sich Veränderungen im Zinsüberschuss, im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive integriert.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden Geschäftsjahres und der drei Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf das handelsrechtliche Ergebnis

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "MPR"

Steuerung des wertorientierten Zinsänderungsrisikos auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes. Der VaR wird mit einer Haltedauer von 250 Tagen mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % berechnet. Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die Sparkasse an ihrem festgelegten Risikolimit sowie an einer Cash-flow-Struktur, welche an die Struktur eines gehebelten gleitenden 10-Jahresdurchschnitts angelehnt ist. Abweichungen zeigen ggf. einen Bedarf an Steuerungsmaßnahmen auf und dienen als zusätzliche Information für zu tätigende Neuanlagen, Verkäufe bzw. Absicherungen (u. a. durch Swapgeschäfte).

Ermittlung des Zinsrisikokoeffizienten und des Frühwarnindikators gemäß § 25a Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019 vom 6. August 2019

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps in bedeutendem Umfang eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum Jahresabschluss).

Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200 Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Zinsänderungsrisiken
Barwertveränderung
+200 Basispunkte -200 Basispunkte
TEUR -85.458 97.852
in % der Eigenmittel -14,1 16,1

Konzentrationen bestehen bei den Zinsänderungsrisiken durch den hohen Anteil der variabel verzinslichen Passiva in der Bilanz der Sparkasse (vor allem Sichteinlagen). Die Entwicklung der Bestände wird mit entsprechender Intensität beobachtet, insbesondere vor dem Hintergrund der kurzfristigen Verfügbarkeit und der Zinsreagibilität der Bestände.

Die Zinsentwicklung im Jahr 2023 führte zu deutlich gestiegenen Bar- und Marktwerten zinstragender Geschäfte, die in die Bewertung des Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. eingehen. Mögliche Zinsanstiege in der Zukunft erhöhen das Risiko eines Verpflichtungsüberschusses und damit das Risiko zur Bildung einer Drohverlustrückstellung in künftigen Jahresabschlüssen.

5.2.2.2 Spreadrisiko

Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro behandelt.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Spreadszenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus"

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

5.2.2.3 Aktienrisiko

Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine Adressenrisikokomponente.

In der normativen Perspektive umfasst das Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe erzielt werden können.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Ermittlung mittels Szenarioanalyse

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Aktien werden in einem überschaubaren Umfang und aus Gründen der Risikodiversifikation ausschließlich innerhalb eines Spezialfonds gehalten.

5.2.2.4 Immobilienrisiko

Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt. Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen (Renditeobjekte) als auch indirekte Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in Immobiliengesellschaften).

In der normativen Perspektive umfasst das Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Ermittlung mittels Szenarioanalyse

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "caballito"

Das Portfolio der Immobilienbestände aus Fonds, im Eigenbestand sowie in der Tochtergesellschaft "S-Immobilien Invest GmbH" ist diversifiziert; gleichwohl besteht in der Land-/Nutzungsart-Kombination "Deutschland / Büro" eine Konzentration. Die Immobilien dieser Land-/Nutzungsart-Kombination verteilen sich jedoch auf eine Vielzahl von Immobilien an unterschiedlichsten Standorten in ganz Deutschland und sind somit in sich sehr breit diversifiziert. Beachtenswerte Risiken ergeben sich aktuell aus der allgemeinen Entwicklung der Immobilienpreise.

5.2.3 Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes durch eine negative Wertänderung einer Beteiligung.

Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem Risiko aus strategischen Beteiligungen (inkl. Funktionsbeteiligungen), (Kapital)Beteiligungen zur Wirtschafts- und Standortförderung sowie Sonstige Kapitalbeteiligungen / Eigenanlagen.

Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Rückgriff auf das Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz für die Verbundbeteiligungen

In der normativen Perspektive wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch Beteiligungen sowie die Abschreibungsrisiken auf Basis von Szenarioanalysen berücksichtigt.

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer Szenarioanalyse

Regelmäßige Auswertung und Beurteilung der Jahresabschlüsse der Beteiligungsunternehmen

Regelmäßige qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung, der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung des jeweiligen Beteiligungsunternehmens

Wertansätze für Beteiligungsinstrumente zum 31. Dezember 2023:

Gruppen von Beteiligungsinstrumenten Buchwert
TEUR
Strategische Beteiligungen (inkl. Funktionsbeteiligungen) 33.585
(Kapital)Beteiligungen zur Wirtschafts- und Standortförderung 955
Sonstige Kapitalbeteiligungen / Eigenanlagen 20.373

Das Beteiligungsportfolio besteht im Wesentlichen aus strategischen Beteiligungen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe sowie aus der Kapitalbeteiligung an der S-Immobilien Invest GmbH. Dabei handelt es sich um eine 100 %ige Tochter der Sparkasse zum Erwerb von Immobilien zu Anlagezwecken.

5.2.4 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können.

Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen.

Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen.

Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten Spreadschwankungen.

In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko betrachtet.

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der LCR

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR)

Regelmäßige Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer Risikotoleranz

Diversifikation der Vermögens- und Kapitalstruktur

Regelmäßige Erstellung von Liquiditätsübersichten auf Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden

Tägliche Disposition der laufenden Konten

Liquiditätsverbund mit Verbundpartnern der Sparkassenorganisation

Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans

Erstellung einer Refinanzierungsplanung

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "RKR"

Regelmäßige Überwachung der Fundingkonzentration zur Ermittlung und Begrenzung des Anteils einzelner Kontrahenten an der Gesamtrefinanzierung

Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien simuliert wird.

Die Survival Period der Sparkasse beträgt zum 31. Dezember 2023 9 Monate.

Konzentrationen bestehen bei dem Liquiditätsrisiko durch den hohen Bestand an täglich fälligen Kundeneinlagen. Die Entwicklung der Bestände wird mit entsprechender Intensität beobachtet, insbesondere vor dem Hintergrund der kurzfristigen Verfügbarkeit und der Zinsreagibilität der Bestände. Weiterhin besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten, um im Bedarfsfall erforderliche Liquidität zu generieren (z.B. Aufnahmen von Tages-/Termingeldern, Geldaufnahmen bei der Bundesbank, Verkauf von Wertpapieren oder reduzierte Wiederanlagen im Depot A etc.).

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

5.2.5 Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines Verlustes durch Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten.

Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Regelmäßige Schätzung von operationellen Risiken auf Basis der szenariobezogenen Schätzung von risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien"

systematische Sammlung und Analyse eingetretener Schadensfälle in einer Schadensfalldatenbank

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Abbildung im Plan- und adversen Szenario

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren"

Erstellung von Notfallplänen, insbesondere im Bereich der IT

Konzentrationen bestehen bei den operationellen Risiken aktuell keine.

Allerdings besteht eine hohe Abhängigkeit im Falle eines Ausfalls der IT aufgrund der ausschließlichen Nutzung von IT-Anwendungen des Sparkassenverbunds bzw. der S-Rating und Risikosysteme GmbH.

5.2.6 Übergreifende Aspekte

Es besteht eine Inter-Risikokonzentration hinsichtlich des Themenfelds Immobilien, da die Entwicklung verschiedener Faktoren mit Bezug zum Immobiliengeschäft eine merkliche Auswirkung auf die Risikosituation der Sparkasse hat. Jedes Teilportfolio (Kundenkreditportfolio mit Bezug zum Thema Immobilien, Bestände in Immobilienfonds, Immobilienbestände im Direktbestand und Immobilienbestände in der S-Immobilien Invest GmbH) stellt für sich betrachtet jedoch keine Risikokonzentration dar. Um diese Inter-Risikokonzentration zu begrenzen, wurden diverse Maßnahmen (z.B. Begrenzung von Neuinvestitionen, Festlegung von Kreditvergabestandards und Frühwarnindikatoren) definiert.

5.3 Gesamtbeurteilung der Risikolage

Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.

Auf Basis unserer internen Risikoberichte bewegten sich die Risiken in der ökonomischen Perspektive im Jahr 2023 innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Gesamtbanklimits. Das Risikotragfähigkeitslimit war am Bilanzstichtag mit 70,4 % ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen vollständig erfüllt. Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit derzeit gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können.

Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht erkennbar. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen im Hinblick auf die Auswirkungen geopolitischer Krisen, im Fall sich einer weiter eintrübenden Konjunktur, durch die Regulatorik und in kurzfristigen starken Zinsanstiegen (u. a. Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS BFA 3).

Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des Verbands teil. Die Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird insgesamt bewertet und einer von vier Monitoringstufen zugeordnet. Die Sparkasse Südpfalz ist zum aktuellsten Bewertungsstichtag (30.09.2023) der besten Bewertungsstufe zugeordnet.

Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als ausgewogen.

6. Chancen- und Prognosebericht

6.1. Chancenbericht

Unser "Chancenmanagement" ist in den jährlichen Strategieüberprüfungsprozess integriert.

Chancen sehen wir vor allem in einer besser als erwartet laufenden Konjunktur. Dies würde zu einer stärkeren Kreditnachfrage und einer Stabilisierung des Zinsüberschusses führen.

Die Chance auf eine insgesamte Stabilisierung unserer Ertragskraft wollen wir trotz der derzeit schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nutzen, indem wir den Vertrieb weiter intensivieren und unsere internen Strukturen an die Bedarfsfelder unserer Kunden anpassen. Darüber hinaus arbeiten wir laufend daran, unsere Prozesse zu optimieren.

Chancen wollen auch wir nutzen, indem wir neben der Filialpräsenz in der Fläche und der flächendeckend angebotenen SB-Technik unsere digitalen Vertriebskanäle weiter ausbauen.

Darüber hinaus sehen wir durch eine weitere Intensivierung der Arbeitsteilung mit unseren Verbundpartnern in der Sparkassenorganisation die Möglichkeit, dem Wettbewerbs- und Rentabilitätsdruck zu begegnen.

6.2. Prognosebericht

6.2.1. Rahmenbedingungen

Die geopolitischen Aussichten für das Jahr 2024 sind erneut von großer Unsicherheit geprägt. Der Krieg in der Ukraine dauert an, ebenso im Nahen Osten, dazu kommen die Angriffe auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer. In 76 Ländern, die für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung stehen, finden im Jahr 2024 Wahlen statt. Als größte Volkswirtschaft der Welt kommt der Präsidentschaftswahl in den USA eine besondere Bedeutung zu, auch an den internationalen Kapitalmärkten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einem ähnlichen Wachstum der Weltwirtschaft wie im vergangenen Jahr. Die Organisation hat ihre Prognose für die Weltproduktion (BIP) um 0,2 %-Punkte auf 3,1 % angehoben und erwartet einen Anstieg des Welthandels um 3,3 % (2023: +0,4 %). Im Folgejahr erwartet der IWF eine BIP-Wachstumsrate von 3,2 % und eine weitere Zunahme des Welthandels um 3,6 %.

Für Deutschland fallen die Prognosen weniger gut aus. Die großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute hatten in ihren jüngsten Prognosen von Dezember 2023 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,5 % bis +0,9 % im Jahr 2024 erwartet. Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2024 gegenüber ihrer Herbstprognose deutlich reduziert auf nunmehr 0,2 % für das laufende und 1,0 % für das kommende Jahr.

Die instabile geopolitische Lage hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Außenwirtschaft, sondern durch die Verunsicherung der Verbraucher ebenso auf den inländischen Konsum und die langfristigen Investitionsentscheidungen von Unternehmen. Belastend wirken weiterhin die Auswirkungen der vorangegangenen geldpolitischen Straffung, die Unternehmensinvestitionen verteuern und in besonderem Maße den Immobilienmarkt stark belasten. Auch der extreme Anstieg der Verbraucherpreise in den vergangenen Jahren dürfte das Konsumverhalten zunächst noch negativ beeinflussen.

Positiv für die Konjunktur im Jahr 2024 ist zu vermerken, dass sich die Energiepreise wieder etwas normalisiert haben. Auch die Beschaffungssituation in der Industrie hat sich deutlich entspannt. Allerdings drohen hier aufgrund der verschlechterten Sicherheitslage auf dem Seeweg erneut Schwierigkeiten. Für die exportstarke deutsche Wirtschaft würde sich zudem die - beispielsweise vom IWF - prognostizierte Belebung des Welthandels positiv auswirken. Im Inland dürften sich der Anstieg der Tariflöhne und im Zeitverlauf die nachlassende Inflation positiv auf den privaten Konsum auswirken.

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich der ifo-Geschäftsklimaindex nach einer gewissen Stabilisierung im Herbst 2023 zu Jahresbeginn 2024 nur schwach. Während die Dienstleistungsunternehmen sich mehrheitlich eher positiv zu ihrer aktuellen Geschäftslage äußerten, beurteilten die Unternehmen aller anderen Sektoren sowohl ihre aktuelle Lage wie auch die Aussichten negativ. Die Erwartungen im Bausektor sind im Februar 2024 auf den niedrigsten Stand seit 1991 gesunken.

Die Auftragslage im Verarbeitenden Gewerbe zeigt ein gemischtes Bild. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Auftragseingänge im Gesamtjahr 2023 5,9 % niedriger als im Vorjahr. Dennoch befindet sich der Auftragsbestand auf einem hohen Niveau und die Unternehmen verfügen immer noch über ein Auftragspolster von mehr als einem halben Jahr (7 Monate) Die rückläufige Zahl der Baugenehmigungen und weitere Faktoren sprechen dafür, dass die Bauindustrie im Jahr 2024 einen weiteren Rückgang verzeichnen wird. Die großen Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren einen Rückgang der realen Bauinvestitionen um -0,6 % bis -2,5 %. Die Aussichten in den einzelnen Baubereichen fallen dabei recht unterschiedlich aus. Während es beim Wohnungsbau erste Anzeichen für ein Erreichen der Talsohle gibt, bleibt die Lage im Bereich der Gewerbe- und insbesondere der Büroimmobilien schwierig.

Die Verbraucher schauen zu Jahresbeginn skeptisch in die Zukunft. Das GfK-Konsumklima, das kurzzeitig zum Jahresende 2023 eine leichte Erholung verzeichnete, ist erneut gesunken, und zwar um 4,3 Punkte auf -29,7. Laut der GfK-Umfrage in der ersten Januarhälfte sind die Verbraucher sowohl pessimistischer hinsichtlich der Entwicklung ihrer Einkommenssituation als auch in Bezug auf die allgemeine Konjunkturlage. Infolgedessen neigen sie vermehrt dazu zu sparen und zögern bei größeren Anschaffungen.

Die schwierige Konjunkturlage schlägt sich bislang lediglich teilweise in einer steigenden Arbeitslosigkeit bzw. einer rückläufigen Nachfrage nach Arbeitskräften nieder. Auch im Jahr 2024 dürfte der deutsche Arbeitsmarkt vergleichsweise stabil bleiben. Für das Gesamtjahr 2024 erwarten die großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mehrheitlich einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,8 % bis 5,9 % und eine weitere Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen auf über 46 Millionen (+0,1 % bis +0,2 %).

Nach den außergewöhnlichen Anstiegen der Inflationsrate in Deutschland in 2022 (+6,9 %) und 2023 (+5,9 %) lassen die aktuellen Daten zur Preisentwicklung erwarten, dass der Höhepunkt der Inflation überschritten ist. Den Prognosen der großen Wirtschaftsforschungsinstitute zufolge wird der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland 2024 mit +2,2 % bis +3,0 % nur etwa halb so hoch ausfallen wie im Vorjahr und im Folgejahr mit +1,8 % bis +2,3 % wieder weitgehend der 2 %-EZB-Zielmarke entsprechen.

Der Anstieg der Unternehmensinsolvenzen wird sich im laufenden Jahr voraussichtlich weiter fortsetzen. Der IWH-Insolvenztrend blieb zu Jahresbeginn auf hohem Niveau: 40 % über dem Wert vor einem Jahr und 20 % über dem Wert der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019. Neben dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld dürften die Staatshilfen während der Corona-Pandemie dafür ursächlich sein, die zunächst viele Insolvenzen verhindert hatten. Nachdem der Insolvenztrend im Baugewerbe bereits im vergangenen Jahr klar aufwärtsgerichtet war und die Entwicklung der Baugenehmigungen als Konjunkturindikator auf eine weitere Verschlechterung der Baukonjunktur hinweist, ist ein weiterer Anstieg in diesem Wirtschaftsbereich wahrscheinlich.

Vor diesem Hintergrund bleiben auch zu Jahresbeginn 2024 alle Einschätzungen zu den wirtschaftlichen Aussichten mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Risiken bestehen insbesondere bzgl. des weiteren Verlaufs der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten und dem Ausgang wichtiger Wahlen in diesem Jahr. Zudem ist es noch ungewiss, ob die Inflation wirklich nachhaltig auf ein stabilitätskonformes Niveau sinkt und im Zuge dessen, die Frage, wann die EZB die erneute geldpolitische Wende vollziehen wird. Der künftige Zinsverlauf ist wiederum ein wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung am Immobilienmarkt. Darüber hinaus steht die deutsche Wirtschaft unverändert vor strukturellen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft hat sich unverändert ausgeweitet, die Lieferketten sind weiterhin fragil und die Zukunft insbesondere energieintensiver Industrien in Deutschland ist vor dem Hintergrund der Klimakrise ungewiss. Nachdem die Notenbanken in 2023 weltweit zunächst ihren restriktiven Kurs fortgeführt hatten und in den vergangenen Monaten das Leitzinsniveau stabil gehalten haben, deuten sich nunmehr erste Tendenzen für Zinssenkungen der Zentralbanken im Jahr 2024 an.

Daher können auch die möglichen Auswirkungen auf die unternehmensindividuellen Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 noch nicht umfassend beurteilt werden. Negative Abweichungen von unseren Planungen können bei den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die nachfolgenden Einschätzungen haben Prognosecharakter. Sie stellen unsere Einschätzungen der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können, ist es möglich, dass die tatsächlichen künftigen Ergebnisse gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen.

Der Prognosezeitraum umfasst das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren, die der internen Steuerung dienen, sind für die Sparkasse Südpfalz das Betriebsergebnis vor Bewertung im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme sowie die Cost-Income-Ratio definiert.

Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

6.2.2. Geschäftsentwicklung

Abgeleitet aus den Bestandsentwicklungen des Jahres 2023, rechnen wir für das Jahr 2024 mit einem leichten Wachstum auf ca. 3,9 Mrd. Euro für unser Kundenkreditgeschäft, vorrangig aus dem Darlehensgeschäft mit unseren Privat- und Firmenkunden.

Im Einlagengeschäft erwarten wir für 2024 eine stabile Entwicklung der Kundeneinlagen auf dem Niveau von ca. 4,1 bis 4,2 Mrd. Euro.

Bei der Bilanzsumme erwarten wir aufgrund der vorgenannten Entwicklungen im Kredit- und Einlagengeschäft für das Folgejahr eine leichte Erhöhung auf rund 5,4 Mrd. Euro.

Im Dienstleistungsgeschäft gehen wir für 2024 insgesamt im Vergleich zum Vorjahr von moderaten Umsatzsteigerungen bei allen relevanten Sparten aus.

6.2.3. Finanzlage

Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist und die bankaufsichtlichen Anforderungen eingehalten werden können.

6.2.4. Ertrags- und Vermögenslage

Auf Basis von Betriebsvergleichszahlen rechnen wir (Grundlage: Prognoserechnung Februar 2024) aufgrund der weiterhin inversen Zinsstrukturkurve in Verbindung mit einem leicht absinkenden Zinsniveau mit einem rückläufigen Zinsüberschuss in Höhe von insgesamt 104,4 Mio. Euro (Vorjahr: 114,0 Mio. Euro).

Beim Provisionsüberschuss gehen wir von einem Anstieg um 0,7 Mio. Euro auf 42,6 Mio. Euro aus; allerdings bestehen hier aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten große Planungsunsicherheiten.

Trotz unseres stringenten Kostenmanagements wird der Verwaltungsaufwand gemäß aktueller Prognose um 0,5 Mio. Euro auf 82,2 Mio. Euro leicht steigen. Die Personalkosten werden um 1,6 Mio. Euro ansteigen und liegen damit mit 43,6 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert. Bei den Sachkosten hingegen rechnen wir mit einem leichten Rückgang um 1,1 Mio. Euro auf insgesamt 38,6 Mio. Euro.

Insgesamt ergibt sich unter Berücksichtigung der vorgestellten Annahmen und nach aktuellem Kenntnisstand für das Jahr 2024 ein rückläufiges Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von rund 1,20 % der jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme von ca. 5,4 Mrd. Euro.

Negative Auswirkungen auf das prognostizierte Zinsergebnis sowie das Betriebsergebnis vor Bewertung können sich aus einer veränderten Zinsentwicklung in Verbindung mit einer sich verschärfenden Wettbewerbssituation insbesondere im Bereich der Verzinsung der Kundeneinlagen ergeben.

Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft ist aufgrund der konjunkturellen Entwicklung nur mit großen Unsicherheiten zu prognostizieren. Bei der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft erwarten wir -nach den hohen Zuführungen zu den Risikovorsorgemaßnahmen im Vorjahr - trotz einer weiterhin verstärkt risikoorientierten Kreditgeschäftspolitik, eine erneute Belastung, die jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte.

Aus den festverzinslichen Wertpapieren sowie den weiteren Eigenanlagen in Spezial- und Immobilienfonds rechnen wir aufgrund unserer konservativen Anlagepolitik und den nach wie vor hohen Unsicherheiten an den Kapitalmärkten mit einem per Saldo leicht negativen Bewertungsergebnis für Wertpapiere.

Das sonstige Bewertungsergebnis ist von untergeordneter Bedeutung.

Bei der Cost-Income-Ratio ergibt sich laut der aktuellen Hochrechnung per Februar 2024 aufgrund der vorgenannten Entwicklungen ein Wert von 56,2 %, der leicht über dem Vorjahreswert liegt.

Die prognostizierte Entwicklung der Ertragslage ermöglicht voraussichtlich eine weitere Stärkung der Eigenmittel.

Die Eigenmittelanforderung in Höhe von ca. 11,95 % (aktuell vorgeschriebener Mindestwert nach der CRR von 8,0 % zuzüglich des im Januar 2024 neu festgesetzten SREP-Zuschlags von 0,5 %, des Kapitalerhaltungspuffers von 2,5 %, sowie ca. 0,75 % antizyklischem Puffer und ca. 0,2 % sektoralem Systemrisikopuffer) wird aktuell mit einem Wert von 18,1 % deutlich überschritten.

Insbesondere bei einer schwächeren konjunkturellen Entwicklung als erwartet könnten sich gleichwohl weitere Belastungen für die künftige Ergebnis- und Kapitalentwicklung ergeben.

Des Weiteren können sich aufgrund regulatorischer Verschärfungen für die Finanzwirtschaft (z. B. Vereinheitlichung der Einlagensicherung, Basel IV-Regelungen, Meldewesen) weitere Belastungen ergeben, die sich auf die Ergebnis- und Kapitalentwicklung der Sparkasse negativ auswirken können.

6.3. Gesamtaussage

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 lässt insgesamt erkennen, dass das hinsichtlich Wettbewerbssituation und konjunktureller Lage schwieriger werdende Umfeld auch an der Sparkasse nicht spurlos vorübergeht.

Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 beurteilen wir unter Berücksichtigung der von uns erwarteten Entwicklung der Rahmenbedingungen und unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zusammengefasst als zufriedenstellend.

Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind.

Die Auswirkungen der geopolitischen Konflikte und die herrschenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten sowie deren Einfluss auf die Zinsentwicklung, die Inflation und die Entwicklungen im Kredit- und Einlagengeschäft können die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung hinsichtlich des Eintreffens der für die bedeutsamsten Leistungsindikatoren getroffenen Prognosen, ggf. über das bereits in unserem internen Reporting enthaltene Ausmaß hinaus, negativ beeinflussen.

 

Landau in der Pfalz, im März 2024

Sparkasse Südpfalz

Der Vorstand

Svend Larsen

Benjamin Hirsch

Bericht des Verwaltungsrates

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Südpfalz erfüllte im Geschäftsjahr 2023 die ihm aufgrund der sparkassenrechtlichen Bestimmungen obliegenden Aufgaben. Er wurde durch den Vorstand über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Sparkasse sowie über alle besonderen Vorgänge unterrichtet.

Der Vorstand hat dem Verwaltungsrat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht vorgelegt. Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

In der Sitzung am 26. Juni 2024 hat der Verwaltungsrat von dem Prüfungsergebnis Kenntnis genommen, den Lagebericht gebilligt und dem Vorstand Entlastung erteilt.

Die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von 4.269,1 TEUR erfolgt entsprechend §20 SpkG. Der Jahresüberschuss (Bilanzgewinn) in Höhe von 4.269,1 TEUR wird in voller Höhe der Sicherheitsrücklage zugeführt.

Der Verwaltungsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse Südpfalz für die engagierte und erfolgreiche Arbeit.

 

Landau, 26. Juni 2024

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates

Dr. Fritz Brechtel

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