MEWA Textil-Service SE
John-F.-Kennedy-Straße 4, 65189 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Waldemar Feldbusch seit 13.10.2025 | Vorstandsmitglied |
Björn Scheel seit 4.2.2025 | Vorstandsmitglied |
Michael Kümpfel seit 5.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Bernhard Niklewitz seit 6.2.2023 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MEWA Textil-Service SEWiesbadenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Inhalt Zusammengefasster Lagebericht 01. Grundlagen des Konzerns 02. Wirtschaftsbericht 03. Prognose, Chancen- und Risikobericht 04. Wirtschaftsbericht der MEWA Textil-Service AG 05. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht (§ 312 AktG) Konzernabschluss Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anlagenspiegel Kapitalflussrechnung Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der nicht beherrschenden Anteile Konzernanhang Bericht des Aufsichtsrates Angaben zum Beteiligungsbesitz Bestätigungsvermerk ZUSAMMENGEFASSTER Lagebericht01. Grundlagen des Konzerns 02. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft 2.2 Der Geschäftsverlauf der Mewa-Gruppe 2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 03. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Chancen- und Risikobericht 3.2 Prognosebericht 04. Wirtschaftsbericht der MEWA Textil-Service SE 4.1 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der MEWA Textil-Service SE 05. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht (§ 312 AktG) 01. Grundlagen des Konzerns Die MEWA Textil-Service SE mit Sitz in Wiesbaden ging hervor aus der am 1. August 1908 von Hermann Gebauer gegründeten "Mechanische Weberei Altstadt GmbH" (Mewa) in Ostritz-Altstadt bei Görlitz (Sachsen). Das Unternehmen produzierte und wusch Putztücher, die durch Öle, Fette, Lösungsmittel und Farben verschmutzt wurden. Dieses Stammgeschäft blieb ein Fundament der Mewa Gruppe. Ende der 60er Jahre kam im Rahmen der Dienstleistung das Berufskleidungsgeschäft hinzu. Heute ist die Mewa-Gruppe an 46 Standorten in 15 Ländern für ca. 200.000 Kunden tätig. Durch die Mewa-Gruppe wurden in 2023 ca. 115 Mio. Putztücher hergestellt. *) Circa 1,2 Mio. Beschäftigte in Industrie, Handel, Handwerk, Gastronomie tragen heute Berufs-, Schutz- oder Businesskleidung von Mewa. Die Mewa-Gruppe ist in die drei Geschäftsbereiche "Marketing, Sales & Service", "Unternehmenssteuerung" und "Produktion & Logistik" mit flachen Hierarchien organisiert. Die Mewa-Gruppe hat ihren Schwerpunkt in der Versorgung von Kunden aus dem Bereich Industrie, Handel, Handwerk und Gastronomie mit Textil-Dienstleistungen. Die wesentlichen Produktbereiche sind hier Putztücher (Mewa-Tuchsystem - MTS) und Berufskleidung (Mewa- Berufskleidungssystem - MBS). Daneben beliefert Mewa ihre Kunden mit Businesskleidung (Mewa-Businesskleidung - MBK), Fußmatten (Mewa-Fußmattenservice - MFS), Handtuchrollen (Mewa-Waschraumservice - MWS), Teilereinigern (Mewa-Equipment Service - MES) und verkauft an Bestandskunden die wesentlichen Produkte aus dem Bereich Arbeitsschutz (Mewa buy4work - MBW). Mit einem Umsatz von 897,7 Mio. € gehört die Mewa-Gruppe heute zu den Marktführern der Branche Textile Dienstleistungen in Europa. *) Der Umsatz nach Produktbereichen stellt sich wie folgt dar: MBS und MBK 49,9 %, MTS 41,6 %, MBW 4,2 %, MFS 2,4 % sowie weitere Umsätze 1,9 %.
*) von KPMG ungeprüfte sonstige
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02. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft Im Berichtsjahr 2023 zeigte sich die globale Wirtschaft gemäß Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz in einer Phase der Stabilisierung, allerdings auf einem verminderten Aktivitätsniveau und mit reduzierter Wachstumsdynamik. Die weltweite Industrieproduktion war gedämpft, und ein signifikanter Anstieg der globalen Zinssätze belastete insbesondere die Investitionen im Wohnbausektor. Zusätzlich führten strukturelle Herausforderungen, wie die Entwicklungen in China, die vorrangig mit der Schuldenproblematik im Immobiliensektor verbunden sind, und demografische Faktoren in entwickelten Volkswirtschaften zu einer Verlangsamung der Erwerbsbeteiligung. Die Inflationsraten zeigten nur eine langsame Rückkehr von ihrem hohen Ausgangsniveau, während der internationale Handel geringes Wachstum und die Lieferketten neue Störungen erlebten. Für den Euroraum wurde laut International Monetary Fund (IWF) ein Wachstum von lediglich 0,5 % für das Jahr 2023 verzeichnet. Der deutsche Markt, ein Schlüsselmarkt für unsere Branche, litt unter stagnierenden Bedingungen, beeinträchtigt durch rückläufigen privaten Konsum und abnehmende externe Nachfrage. Jedoch deuten Stimmungsindikatoren wie der ifo Geschäftsklimaindex und die ZEW-Konjunkturerwartungen auf eine mögliche Konsolidierung der industriellen Konjunktur hin. Im Oktober 2023 sank die Inflationsrate auf 3,8 %, den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren. Die textile Dienstleistungsbranche, zu der unter anderem Berufsbekleidung, Putztücher, Fußmatten, Handtuchrollen sowie Textilprodukte für das Gastgewerbe und das Gesundheitswesen gehören, ist in Europa fest verankert. Die Branche steht allerdings unter dem Einfluss veränderter Kundenbedürfnisse, Preisdrucks und Diskussionen um Lohnpolitik, die das Branchengeschehen sowohl national als auch auf europäischer Ebene prägen. Gemäß dem Deutschen Textilreinigungsverband (DTV) hat sich die Branche in der ersten Hälfte des Jahres 2023 merklich von den Tiefpunkten der Covid-19-Pandemie erholt. Obwohl diese positive Entwicklung im weiteren Jahresverlauf eine Abschwächung erfuhr, profitiert die textile Dienstleistungsbranche weiterhin von der zunehmenden Fokussierung auf Nachhaltigkeit, was neue Wachstumsperspektiven eröffnet. Die Chancen gehen zeitgleich einher mit Herausforderungen in der technologischen Realisierbarkeit einer nachhaltigen Produktion, einer nachhaltigen Lieferkette und damit einhergehenden Kostensteigerungen. 2.2. Der Geschäftsverlauf der Mewa-Gruppe Die Mewa-Gruppe ist trotz der angespannten geopolitischen Lage und des anhaltenden Krieges in der Ukraine in den wesentlichen Produktbereichen gewachsen. Den größten Zuwachs in Menge und Umsatz erzielte der Produktbereich der Berufsbekleidung. Dieser Produktbereich wuchs in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 % und in den Märkten außerhalb Deutschlands um 7,1 %. Im Bereich Berufsbekleidung erzielte die Mewa-Gruppe 81,8 % des Umsatzes in Deutschland und 18,2 % außerhalb Deutschlands. Im Bereich Putztuch wurden 40,7 % des Umsatzes in Deutschland und 59,3 % bei Kunden im übrigen Europa erzielt. Im Bereich MBW, dem drittgrößten Produktbereich, ist der Umsatz von 38,7 Mio. € auf 37,8 Mio. € gesunken. Im Jahr 2023 erzielte die Mewa-Gruppe einen Gesamtumsatz von 897,7 Mio. €. Dies ist ein Plus von 8,0 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich deutlich von 98,5 Mio. € in 2022 auf 141,9 Mio. € in 2023. Bezüglich der Eigenkapitalquote wurde mit 74,4 % die Erwartungen erfüllt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt mit 265,3 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Die Summe der in 2023 insgesamt getätigten Investitionen in Gebäude, Maschinen, Anlagen und Grundstücke liegt bei 71,1 Mio. € (Vorjahr: 42,9 Mio. €) und somit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere die robuste Kundenstruktur in der Mewa- Gruppe sowie die positive Entwicklung bei den Rückstellungen führte unter Berücksichtigung der erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einem sehr zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. 2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.3.1. Ertragslage Der Mewa-Konzern steuert die Ertragslage vor allem über die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Steuern, diese GuV-Posten stellen die zwei bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Der Mewa-Konzern erzielte im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 141,9 Mio. € nach 98,5 Mio. € im Vorjahr und lag damit deutlich über Plan. Als wesentliche Gründe für den Anstieg sind insbesondere, neben dem starken Anstieg der Umsatzerlöse, der starke Rückgang bei den Pensionsaufwendungen infolge von Parameteranpassungen sowie geringere Aufwendungen für abgegrenzte Waschleistungen aufgrund von Bewertungseffekten zu nennen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 66,6 Mio. € oder 8,0 % auf 897,7 Mio. € und waren damit deutlich höher als geplant. Der überwiegende Teil des Anstiegs resultiert aus Preisanpassungen. Die Umsatzerlöse nach Regionen stellen sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse sind in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies gelang trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage insbesondere auch in Frankreich, Italien und Spanien. Erfreulich war die Entwicklung insbesondere in dem neuen Markt UK. Die Umsatzentwicklung der verschiedenen Produktbereiche ist nachfolgend dargestellt:
Für die vertriebliche Marktbearbeitung war 2023 das vierte Jahr in Folge unter erschwerten Bedingungen, dennoch konnte der Mewa-Vertrieb Ende 2023 ein Vertriebsergebnis (Auftragseingang Neuverträge Jahresumsatz in Mio. €) von 68,0 Mio. € vermelden. Die Vertriebsleistung übertrifft damit das Niveau von 2022, und die Mewa-Gruppe kann ein Wachstum von 7,6 % zum Vorjahr verzeichnen. Dabei wurden rund 41.000 neue Verträge realisiert. Der Materialaufwand lag im Geschäftsjahr mit 110,5 Mio. € (Vorjahr: 92,2 Mio. €) deutlich über dem Vorjahresniveau. Gründe hierfür waren insbesondere generelle Preissteigerungen für Rohstoffe und Energie sowie weitere Steigerungen beim Materialeinsatz im Bereich Putztuch. Die Materialaufwandsquote (definiert als Materialaufwand/ Gesamtleistung) in 2023 beträgt 11,6 % (Vorjahr: 10,5 %). Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 3,2 % auf 311,4 Mio. €. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 5.453 um 240 auf 5.693. Die geringe Erhöhung des Personalaufwandes resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung der Zuführung für die Pensionsverpflichtungen aufgrund geänderter Parameter. Die Personalaufwandsquote (definiert als Personalaufwand/Gesamtleistung) in 2023 beträgt 32,5 % (Vorjahr: 34,2 %). Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich um 8,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 186,7 Mio. €. Der Großteil entfällt mit 141,1 Mio. € (Vorjahr: 134,5 Mio. €) auf Industrietextilien und andere Servicesysteme. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 0,8 Mio. € auf 209,2 Mio. € (Vorjahr: 208,4 Mio. €). Dies resultiert zum einen aus den um -7,7 Mio. € stark reduzierten abgegrenzten Aufwendungen aus dem Waschleistungsrückstand aufgrund der geänderten Bewertungsmethode. Gegenläufig erhöhten sich die periodenfremden Aufwendungen insbesondere die Forderungsverluste um 5,1 Mio. €. Ein besonderes Augenmerk lag daher auch in 2023 auf der Entwicklung der Forderungen. Die Forderungsverluste erhöhten sich deutlich um 63 % gegenüber 2022 auf 6,6 Mio. €. Die Zuführung zu Wertberichtigungen erhöhte sich um 0,5 Mio. € auf 3,2 Mio. €. Aufgrund von höheren Zinserträgen in Termingeldanlagen erhöhte sich das Finanzergebnis in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr: -3,2 Mio. €). Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 42,9 Mio. € (Vorjahr: 25,7 Mio. €) sowie dersonstigen Steuern von 2,1 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) wird ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 96,9 Mio. € (Vorjahr: 70,6 Mio. €) ausgewiesen, der mit 26,3 Mio. € über dem Vorjahr liegt. Insgesamt ist die Entwicklung der Ertragslage in der aktuellen Situation sehr positiv, jedoch durch den starken Preisdruck im Kerngeschäft MBS eingetrübt. 2.3.2 Vermögenslage Die Eigenkapitalquote (definiert als Eigenkapital/Bilanzsumme) erhöhte sich leicht auf 74,4 % (Vorjahr: 73,6 %) und lag damit auch leicht über dem Plan. Der Konzern weist weiterhin eine äußerst stabile Basis für die künftige Entwicklung auf. Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht von 1.185,8 Mio. € auf 1.259,6 Mio. €. Die Sachanlagen erhöhten sich bei Zugängen (245,9 Mio. €) und Abschreibungen (181,4 Mio. €) um 9,8 % auf 701,9 Mio. € (Vorjahr: 639,4 Mio.). Bei den Finanzanlagen ergab sich ein Anstieg um 2,7 Mio. € auf 96,2 Mio. €, der mit dem Erwerb von Unternehmensteilen begründet ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 13,7 Mio. € auf 186,4 Mio. €. Der Anstieg betrifft mit 12,9 Mio. € zum einen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse, und zum anderen mit 0,8 Mio. € die sonstigen Vermögensgegenstände. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen reduzierten sich von 7,35 im Vorjahr leicht auf 7,25. Das Guthaben bei Kreditinstituten ist von 218,1 Mio. € auf 200,3 Mio. € leicht gesunken, was unter anderem mit einer Anlage von 10 Mio. € in kurzfristigen Wertpapieren zusammenhängt. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich unter Berücksichtigung einer erfolgten Ausschüttung von 32,5 Mio. € um 64,5 Mio. € auf 937,2 Mio. € infolge des erzielten Konzernjahres- überschusses. Bei den Rückstellungen war vor allem aufgrund gesunkener Pensionsrückstellungen ein Rückgang um 5,2 Mio. € auf 184,2 Mio. € zu verzeichnen. Dieser resultiert aus einem geringeren Renten- und Einkommenstrend aufgrund geringerer langfristiger Inflationserwartungen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von 80,0 Mio. € auf 84,8 Mio. €. Hiervon entfallen 39,8 Mio. € (Vorjahr 38,6 Mio. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie 45,0 Mio. € (Vorjahr 41,4 Mio. €) auf sonstige Verbindlichkeiten. Insgesamt beurteilen wir die Vermögenslage als positiv. 2.3.3 Finanzlage Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Finanzlage des Mewa-Konzerns sind die Investitionsquote und der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Kapitalstruktur Die Finanzierung des Mewa-Konzerns erfolgt ausschließlich über die deutsche Muttergesellschaft und in Euro. Der Verschuldungsgrad, als Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, reduzierte sich auf 34,4 % (Vorjahr: 35,9 %). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem stark angestiegen Konzernjahresüberschuss und den gesunkenen Rückstellungen. Investitionen Bedingt durch das ungebrochene Wachstum der Mewa- Gruppe sind neben der Optimierung von Prozessen zur intensiven Nutzung der bestehenden Kapazitäten in den Betrieben auch weiterhin umfassende Investitionen erforderlich, um an den Standorten der Mewa-Gruppe die benötigten Ressourcen im erforderlichen Umfang zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtinvestitionen in 2023 mit 256,3 Mio. € erhöhten sich um 46,7 Mio. € und fielen somit deutlich höher aus als im Vorjahr. Dies liegt in hohen Investitionen in das Sachanlagevermögen im Wesentlichen aus Industrietextilien begründet. Die Gesamtinvestitionen haben die Abschreibungen in Höhe von 186,7 Mio. € somit deutlich überschritten. Die Investitionsquote (definiert als Investitionen/historische Anschaffungskosten zum Geschäftsjahresbeginn) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozentpunkte auf 15,3 %. In Sachanlagen - Grundstücke und Bauten sowie die maschinelle Ausstattung unserer Betriebe und des Fuhrparks - investierte der Mewa-Konzern 71,1 Mio. € und damit 65,7 % mehr als im Geschäftsjahr 2022. Dies resultiert insbesondere auch aus dem Erwerb eines Gebäudes in Wiesbaden. Ebenso konnten notwendige Investitionen für den Ersatz von Maschinen und Anlagen und in Gebäudeerweiterungen umgesetzt werden. Die Gesamtinvestitionen der Sachanlagen in 2023 lagen bei 245,9 Mio. €. Wie im Vorjahr auch, lag der Schwerpunkt der Sachinvestitionen auf dem Mewa-Berufskleidungssystem (MBS). Im Bereich der Berufskleidung, Industrietextilien und andere Servicesysteme wurde mit 174,8 Mio. € mit einer Steigerung um 9,4 % deutlich mehr gegenüber dem Vorjahr investiert. Diese Steigerung ist nicht preisbereinigt und wird somit auch stark beeinflusst durch gestiegene Einkaufspreise. Liquidität Der Mewa-Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Zahlungsverpflichtungen jederzeit termingerecht erfüllen. Die liquiden Mittel und der Cashflow des Jahres wurden nachhaltig durch das sehr gute Unternehmensergebnis gestärkt. Eine Aufnahme von Fremdkapital war, wie in den vergangenen Jahren, nicht erforderlich. Auch für die Zukunft sieht sich die Mewa-Gruppe aus der Innenfinanzierungskraft gestärkt und benötigt keine finanziellen Mittel von außen. Der Finanzmittelbestand in der Mewa-Gruppe ist nach Währungseffekten von 218,1 Mio. € um 17,8 Mio. € auf 200,3 Mio. € leicht gesunken, was unter anderem mit der Umschichtung in die Wertpapiere des Umlaufvermögens zusammenhängt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 265,3 Mio. € und hat sich um 9,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Konzernjahresüberschuss. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist ein Finanz- und Erfolgsindikator, der über die Jahre unser stabiles Wachstum aufzeigt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf einen Mittelabfluss von -249,3 Mio. € (Vorjahr: -208,3 Mio. €) und liegt damit deutlich über dem Vorjahr. Dies liegt in den höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen und hier insbesondere in die Industrietextilien und anderen Servicesysteme sowie den Investitionen beim Finanzanlagevermögen begründet. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -33,1 Mio. € (Vorjahr: -26,7 Mio. €) resultiert größtenteils aus Dividendenzahlungen an die Anteilseigner. Insgesamt beurteilt der Mewa-Konzern die Finanzlage als ausgewogen. 2.4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die folgende Übersicht fasst die bedeutsamsten interne Leistungsindikatoren, welche als Steuerungsgrößen identifiziert wurden, zusammen.
Weitere Leistungs- und Kontrollindikatoren umfassen die Trägerzahl sowie die Eigenkapitalquote, die nicht primär für die Unternehmenssteuerung verwendet werden. Die Tuchmengen (MTS) und Trägerzahlen (MBS) sind allerdings maßgebliche Kennzahlen zur Kapazitätsauslastung und Generierung von Skaleneffekten im Mewa-Konzern und daher wichtige interne Steuerungsgrößen. Hinsichtlich der im Vorjahr prognostizierten Leistungsindikatoren für 2023 wurden die Erwartungen größtenteils erfüllt und teilweise auch übertroffen. Die Vertriebsleistung 2023 (Auftragseingang Jahresumsatz in Mio. €) lag um 4,8 Mio. € deutlich über der des Jahres 2022. Die Zahl der Träger von Mewa-Berufskleidung ist leicht gestiegen. Nachdem erstmalig in 2014 die Zahl von 1.000.000 Trägern überschritten wurde, lag die Zahl in 2023 bei 1.152.000 nach 1.134.000 in 2022. Die Produktionsauslastung unserer Betriebe stieg leicht an. Die Zahl der bearbeiteten Teile in den MBS-Betrieben erhöhte sich von 47,8 Mio. Teilen in 2022 auf 48,1 Mio. in 2023. * 2023 betrug die insgesamt aus der Weberei abgelieferte Tuchmenge 114,9 Mio. (Vorjahr: 106,3 Mio.). *
*) von KPMG ungeprüfte sonstige
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03. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine kontinuierliche Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung an Vorstand und relevante Gremien, was eine zeitnahe Identifikation und Adressierung unternehmensspezifischer Risiken ermöglichte und somit die Grundlage für proaktive Gegenmaßnahmen schuf. Die enge Verzahnung unseres Planungs-, Steuerungs- und Berichtswesens erlaubte es uns, den Grad der Zielerreichung fortlaufend zu überwachen und sicherzustellen. Präzise definierte Arbeitsanweisungen, Prozessabläufe und Verantwortlichkeiten unterstützten dabei eine effiziente und akkurate Erfassung sowie Steuerung aller geschäftlichen Prozesse. Innerhalb der Rahmenbedingungen der europäischen Finanzstrategie spielen die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die Offenlegungsverordnung (SFRD) und die EU Taxonomie-Verordnung (EU Tax-VO) zentrale Rollen. Diese Regularien zielen darauf ab, Kapitalflüsse in nachhaltige Investitionen zu lenken und fördern somit die Ausrichtung auf ökologisch verantwortungsvolle Geschäftstätigkeiten. Insbesondere die CSRD, als Weiterentwicklung der Non Financial Reporting Directive (NFRD), trägt dazu bei, die nicht-finanzielle Berichterstattung auf eine Stufe mit der finanziellen Berichterstattung zu heben. Für Mewa ist dies von strategischer Bedeutung, da im Jahr 2025 die entsprechende Berichtspflicht greift, weshalb bereits im Jahr 2024 die erforderlichen Grundlagen geschaffen werden müssen, um unsere nachhaltige Unternehmensausrichtung und damit den langfristigen Zugang zu unseren Kunden zu sichern. Mit dem Inkrafttreten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) zu Beginn des Jahres 2023 hat unser Unternehmen eine umfassende Risikoanalyse unserer Lieferkette durchgeführt, unterstützt durch den Einsatz spezialisierter, cloudbasierter Softwarelösungen. Diese Analyse bildete die Basis für den ersten Bericht gemäß LkSG, der im Frühjahr 2024 an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übermittelt wird. Darüber hinaus wurde im Jahr 2023 der Vertriebsbereich erfolgreich in das Rezertifizierungsverfahren nach DIN EN ISO 9001:2015 integriert. Durch die sorgfältige Aufbereitung aller erforderlichen Dokumente und Prozesse sowie die intensive Vorbereitung des zuständigen Personals auf die Audits konnten wir eine erfolgreiche Zertifizierung erreichen, was unsere kontinuierliche Verpflichtung zur Qualitätsverbesserung unterstreicht. Einzelrisiken und -chancen Umfeldrisiken Weiterhin stellen die Volatililät der Energie- und Rohstoffpreise ein mittleres Risiko für die wirtschaftliche Umgebung dar. Die Resilienz der Kundenstruktur der Mewa-Gruppe, welche sich insbesondere auf kleinere und mittlere Unternehmen konzentriert, hat sich während der anhaltenden Multikrise als stabil erwiesen. Diese Diversifikation in unserer Kundenbasis minimiert unsere Abhängigkeit von einzelnen Großkunden und stärkt somit die Stabilität unseres Unternehmens. Ferner haben die Branchensegmente, in denen wir agieren, eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber den jüngsten Krisen gezeigt. Nach Einschätzungen des Deutschen Textilreinigungsverbandes zählen aktuell hohe Betriebskosten, speziell im Energiebereich, und ein akuter Fachkräftemangel zu den vorrangigen Herausforderungen unserer Branche. Trotz eines leichten Rückgangs der Kosten im vierten Quartal 2023 verbleibt die Belastung durch Energie- und Rohstoffpreise auf einem historisch hohen Niveau. Die Energieversorgungsverträge für unsere Standorte in Deutschland wurden im Jahr 2023 gesichert, wobei für 2024 moderate Preisanstiege bei Waschmitteln erwartet werden. Weiterhin wurden die Aktivitäten zur Minimierung einer möglichen Gasmangellage seit 2022 fortgeführt. Um allgemeinen Marktrisiken bestmöglich begegnen zu können, wird unser Lieferantenportfolio regelmäßig überprüft, um Risiken frühzeitig erkennen zu können und ggf. gegensteuern zu können, so dass wir hier kein hohes Risiko sehen. Die Optimierung unserer Produktionskosten sieht sich weiterhin mit den Herausforderungen steigender Energiepreise und Kosten für energieintensive Hilfsstoffe konfrontiert. Obwohl sich die Preisspitzen bei Energie scheinbar stabilisiert haben, bleiben Energiebeschaffung und -kosten entscheidende Faktoren in unserem Kostenmanagement. Erfreulicherweise liegen die Gesamtherstellungskosten dank fortlaufender Prozessoptimierung und Effizienzsteigerungen unter den ursprünglichen Prognosen für 2023. Darüber hinaus wurde in 2022 in innovative eLearning-Module investiert, um das Risikomanagement im Bereich Datenschutz und Informationssicherheit zu stärken. Routine- & Stichprobenkontrollen aus der Abteilung Datenschutz sind weitere Maßnahmen um das Risiko diesbezüglich gering zu halten. Die zunehmende Implementierung alternativer Antriebskonzepte, insbesondere durch die Nutzung von Elektro- und Wasserstofffahrzeugen sowie City-Hubs in urbanen Zentren, spiegelt unser Engagement für eine nachhaltigere und effizientere Logistik wider. Die Auszeichnung unseres innovativen Lieferkonzepts mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2023 bestätigt unseren Erfolg in der Umsetzung nachhaltiger und kundenorientierter Lösungen. Wir sehen ein hohes Risiko auf der "letzten Meile" zum Kunden aufgrund von Lkw-Sperrzonen, denen wir mit diesen Maßnahmen begegnen. Branchenrisiken Im Segment der Berufsbekleidung für Großkunden herrscht weiterhin eine angespannte Marktsituation, charakterisiert durch intensiven Preisdruck und verstärkten Wettbewerb, parallel zu steigenden Anforderungen seitens der Kunden. Im Gegensatz dazu zeigt sich das Geschäft mit kleineren und mittelständischen Unternehmen resilienter und stabiler. Konkurrenten, die verstärkt in Marketing investieren, um den Vertrieb von Berufsbekleidung zu intensivieren, stellen ein mittleres Risiko für unser Segment der textilen Dienstleistungen dar. Um in diesem herausfordernden Marktumfeld zu bestehen, wurde Ende 2018 die Entscheidung getroffen, unsere Marke Mewa deutlicher zu positionieren und die Sichtbarkeit zu erhöhen, um den Wandel vom "Hidden Champion" zum "Visible Champion" fortzusetzen. Im Jahr 2022 wurde unser neues Corporate Design eingeführt, ein signifikanter Schritt, der ein modernes und frisches Markenimage durch ein neues Logo, erweiterte Farbpalette, innovative Bildwelten und eine eigene Hausschrift etabliert. Zur Stärkung unserer Markenbekanntheit und zur Unterstützung unseres Ziels, bis 2026 die Marktführerschaft im Bereich Textil-Service in unserem Kernmarkt Deutschland zu erreichen, haben wir unsere Marketingaktivitäten intensiviert, einschließlich der Teilnahme an führenden Messen im In- und Ausland. Die Namensrechte an der MEWA ARENA und das Sponsoring des 1. FSV Mainz 05 sowie unser Engagement bei der Flanders Classics Rennserie sind Beispiele für unsere Bestrebungen, die Marke Mewa einem breiten Publikum zu präsentieren. Im Einklang mit unserer Strategie der digitalen Transformation haben wir 2023 das CRM+-System erfolgreich implementiert, das eine integrierte Kundenansicht ermöglicht und somit den gesamten Kundenlebenszyklus von der Akquise bis zur Kundenbindung optimiert. Der Fokus auf künstliche Intelligenz, insbesondere durch die Beteiligung am Start-up Esenca Digital Workwear S.R.L., verstärkt unsere Kompetenzen in der digitalen Kundenanpassung und Produktentwicklung. Mit den Maßnahmen rund um die Digitalisierung und dem weiteren Ausbau der Visibilität der Mewa-Gruppe begegnen wir den Risiken des demografischen Wandels und dem zunehmenden Mangel an Fachkräften und schaffen es zeitgleich den Risiken zunehmenden Wettbewerbs zu begegnen. Kurzfristig sehen wir hier geringe Risiken. Zudem führten wir 2023 ein fortschrittliches Kundenrentabilitätstool ein, das differenzierte Einblicke in die Profitabilität auf individueller Kundenebene bietet, was eine gezielte und effektive Steuerung durch das Kundenmanagement ermöglicht. Finanzwirtschaftliche Risiken Im Segment der Berufsbekleidung setzt sich der Trend des zunehmenden Preisdrucks fort, was die Mewa-Gruppe deutlich zu spüren bekommt. Zusätzlich sehen wir uns mit einem moderaten Risiko steigender Rohstoffpreise im Textilsektor und erhöhten Energiekosten konfrontiert. Die sich verschärfenden regulatorischen Anforderungen, insbesondere durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele der Europäischen Union, lassen eine weitere Intensivierung dieser Herausforderungen erwarten. Vor diesem Hintergrund haben wir im vergangenen Geschäftsjahr unser Berichtswesen konsequent weiterentwickelt. Ein zentraler Fortschritt war die Ausgestaltung und Implementierung erweiterter Business Intelligence (BI) und Corporate Performance Management (CPM) Systeme, die den Grundstein für eine integrierte Unternehmensplanung legen. Diese Systeme werden schrittweise ausgebaut, um eine engere Verbindung zwischen strategischer Ausrichtung, finanzieller Steuerung und operativer Exzellenz zu gewährleisten und somit einen effizienten und wirkungsvollen Managementansatz zu fördern. Ergänzend dazu hat die Mewa-Gruppe die organisatorische Struktur und Verantwortlichkeiten angepasst, um den sich verändernden Markt- und Kundenbedürfnissen proaktiv und verantwortungsbewusst zu begegnen. Auf dieser soliden Grundlage sieht sich Mewa gut positioniert, um die sich wandelnden Marktbedingungen nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Gelegenheit zu begreifen, die zukünftige Geschäftsentwicklung positiv zu gestalten. Abschließend ist festzuhalten, dass gegenwärtig keine Risiken identifiziert werden, die, sei es einzeln oder in Kombination, die Existenz des Konzerns oder wesentlicher Tochtergesellschaften bedrohen würden. 3.2 Prognosebericht In ihren jüngsten Ausblicken auf die globale wirtschaftliche Entwicklung haben sowohl der Internationale Währungsfonds (IWF) als auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) leichte Aufwärtskorrekturen für das Jahr 2024 vorgenommen. Entgegen früherer Befürchtungen zeigten sich die Volkswirtschaften weltweit widerstandsfähiger als erwartet, was eine Anpassung der Risikobewertungen nach unten ermöglichte. Dennoch ist das prognostizierte weltwirtschaftliche Wachstum verhalten, mit fortbestehenden regionalen Disparitäten. Positiv hervorzuheben ist, dass die Inflationsbekämpfungsmaßnahmen erste Erfolge zeigen, was in vielen Regionen zu einer allmählichen wirtschaftlichen Stabilisierung beiträgt. Für 2024 erwartet der IWF ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 %, während die Inflationsrate von 6,8 % im Jahr 2023 auf voraussichtlich 5,8 % im Jahr 2024 sinken soll. Im Euroraum wird eine Erholung des Wirtschaftswachstums auf 0,9 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 antizipiert, getragen durch eine Belebung des Konsums privater Haushalte und eine Abschwächung der Energiepreisschocks. Die deutsche Bundesregierung projiziert für 2024 einen Anstieg des realen BIP um 0,2 % und eine Inflationsrate von 2,8 %. Der ifo Geschäftsklimaindex legte im Februar 2024 leicht zu, was auf eine vorsichtige Verbesserung der Wirtschaftsstimmung hindeutet. Im Bauhauptgewerbe wurden ebenfalls leichte Verbesserungen verzeichnet, obwohl die Zukunftserwartungen auf einem historisch niedrigen Niveau verharren. Die textile Dienstleistungsbranche hat seit vor 2020 in fast allen Segmenten und Produktbereichen Zuwächse verzeichnet. Für den europäischen Markt wird langfristig ein Potenzial von bis zu 26 Milliarden Euro prognostiziert. Das Geschäftsjahr 2023 verlief insgesamt positiv, mit der Möglichkeit, gestiegene Kosten teilweise über Preisanpassungen an die Kunden weiterzugeben. Das Jahr 2024 wird mit Unsicherheiten bezüglich der globalen wirtschaftlichen Entwicklung konfrontiert sein, obwohl sich positive Marktsignale durch die Stabilisierung der Kerninflation und die Sicherstellung der Energieversorgung abzeichnen. Spezifische Kunden- oder Lieferantenbeziehungen zu der Ukraine oder Russland bestehen für Mewa nicht. Für das Jahr 2024 werden leichte Umsatzsteigerungen erwartet, die durch die Preisanpassungsfähigkeit im Kontext inflatorischer Entwicklungen gestützt werden. Das Ergebnis vor Steuern könnte aufgrund der außerordentlich positiven Effekte des Vorjahres und geplanter höherer Investitionen in Nachhaltigkeit und Technologie deutlich niedriger ausfallen, wobei die Investitionsquote auf gleichbleibendem Niveau bleiben wird. Der cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird leicht steigen; die Vertriebsleistung wird dagegen leicht sinken. Diese prognostischen Angaben im Lagebericht basieren auf aktuellen Erwartungen, die sich mit veränderten Rahmenbedingungen entsprechend anpassen können. Lagebericht der MEWA Textil-Service SE Der Lagebericht der MEWA Textil-Service SE und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind nach § 315 Abs. 5 HGB zusammengefasst. Die MEWA Textil-Service SE als Beteiligungsgesellschaft betreibt die Vermietung von bebauten Grundstücken an inländische Konzernunternehmen. Darüber hinaus betreibt die MEWA Textil-Service SE keine operativen Geschäfte. Ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt hauptsächlich vom Geschäftsverlauf der operativen Konzerngesellschaften ab. Die MEWA Textil-Service SE hält direkt oder indirekt Beteiligungen an 24 Gesellschaften und erhält die Ergebnisbeiträge der wesentlichen Tochterunternehmen. Daher treffen die Ausführungen zu den Grundlagen des Konzerns (Kapitel 1) und zu der Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft im Wirtschaftsbericht (Kapitel 2.1) grundsätzlich auch auf die MEWA Textil-Service SE zu. Die MEWA Textil-Service SE ist an den Risiken und Chancen ihrer Tochtergesellschaften beteiligt, der Grad der Partizipation beträgt nahezu 100%, direkt oder indirekt. Die im Prognose-, Chancen- und Risikobericht des Konzerns (Kapitel 3) getroffenen Aussagen beziehen sich daher auch auf die MEWA Textil-Service SE. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren aus Sicht der MEWA Textil-Service SE sind das Ergebnis vor Steuern und die Eigenkapitalquote. Wir gehen davon aus, dass sich das Ergebnis vor Steuern deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus bewegen wird. Wir rechnen damit, dass sich das Eigenkapital auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 bewegen wird. 04. Wirtschaftsbericht der MEWA Textil-Service SE 4.1 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der MEWA Textil-Service SE 4.1.1 Ertragslage der MEWA Textil-Service SE Die MEWA Textil-Service SE erzielte im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 70,4 Mio. € nach 34,9 Mio. € im Vorjahr und lag somit deutlich über den Erwartungen. Gründe für die Ergebniserhöhung sind insbesondere höhere Beteiligungserträge im Berichtsjahr. Die Umsatzerlöse resultieren zum einen aus der Vermietung von bebauten Grundstücken und zum anderen aus der Übernahme der Geschäftsführung für die operativen deutschen OHG-Tochtergesellschaften der Mewa-Gruppe zum 1. Juli 2023, und der damit verbundenen Weiterbelastung der Vorstandsvergütung. Die Umsatzerlöse erhöhten sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 24,3 % l auf 18,4 Mio. €. Bei Betriebsaufwendungen von 10,5 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €), welche hauptsächlich die planmäßigen Abschreibungen und Personalaufwendungen umfassen, ergibt sich ein Betriebsergebnis von 7,9 Mio. € (Vorjahr: 9,0 Mio. €). Die Betriebsaufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund der Anstellung neuer Vorstandsmitglieder zum 1. Juli 2023 gestiegen. Die Beteiligungserträge liegen aufgrund des stark erhöhten Ergebnisses der MEWA Textil-Service SE & Co. Deutschland OHG mit 55,5 Mio. € (Vorjahr: 23,4 Mio. €) deutlich über Vorjahresniveau. Nach Berücksichtigung des positiven Zinsergebnisses in Höhe von 7,1 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) aufgrund von höheren Zinsen in Termingeldanlagen sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 11,2 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. € Steuerertrag) wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 59,3 Mio. € (Vorjahr: 36,3 Mio. €) ausgewiesen, der um 23,0 Mio. € über dem Vorjahr liegt. 4.1.2 Vermögenslage der MEWA Textil-Service SE Die Eigenkapitalquote (definiert als Eigenkapital/Bilanzsumme) ist mit 97,9 % annährend auf Vorjahresniveau und entspricht den Erwartungen. Die MEWA Textil-Service SE weist weiterhin eine äußerst stabile Basis für die künftige Entwicklung auf. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 30,2 Mio. € von 557,6 Mio. € auf 587,8 Mio. €. Die Sachanlagen erhöhten sich um 14,1 %, von 128,3 Mio. € auf 146,4 Mio. €. Dies resultiert insbesondere auch aus dem Erwerb eines Gebäudes. Die Finanzanlagen sind mit 10,8 Mio. € unverändert gegenüber dem Vorjahr. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 2,9 % leicht von 418,4 Mio. € auf 430,6 Mio. €. Ausschlaggebend für den Anstieg ist der höhere Finanzmittelfond aufgrund des Cash-Pooling. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von 558,8 T€ auf 1.312,6 T €. Ursächlich hierfür waren die um 777,5 T€ auf 785,5 T € gestiegenen, stichtagsbedingt höheren Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten gegenüber einer Tochtergesellschaft. Das Eigenkapital erhöhte sich unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses (59,3 Mio. €) und der Dividendenzahlung (-32,5 Mio. €) um 26,7 Mio. € auf 575,2 Mio. €. Insgesamt wird die Vermögenslage als positiv beurteilt. 4.1.3 Finanzlage Der Finanzmittelfonds der MEWA Textil-Service SE beträgt aufgrund des Cash-Pooling mit der MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG 409,0 Mio. € (Vorjahr: 398,7 Mio. €.). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 4,1 Mio. € und hat sich um 10,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr aufgrund niedrigerer Ertragssteuerzahlungen erhöht. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf einen Mittelzufluss von 38,7 Mio. € (Vorjahr: 22,7 Mio.€) und liegt aufgrund höherer Beteiligungserträge und Zinserträge über dem Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -32,5 Mio. € (Vorjahr: -26,1 Mio. €) resultiert aus Dividendenzahlungen an die Gesellschafter. Insgesamt wird die Finanzlage als ausgewogen beurteilt. 05. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht (§ 312 AktG) Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthält folgende Schlusserklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr 2023 nicht vorgelegen." Konzernabschluss Konzernabschluss Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anlagenspiegel Kapitalflussrechnung Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der nicht beherrschenden Anteile Konzernanhang Bericht des Aufsichtsrates Angaben zum Beteiligungsbesitz Bestätigungsvermerk Bilanz zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2023Mewa-Gruppein Tausend €Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023Mewa-Gruppein Tausend €
AnlagenspiegelMewa-Gruppein Tausend €
Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023Mewa-Gruppein Tausend €
Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der nicht beherrschenden Anteile Mewa-Gruppe in Tausend €
KonzernanhangA. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG i.V.m. Artikel 61 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 (SE) aufgestellt. Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen für die Gesellschaften der Mewa-Gruppe aufstellt, ist die MEWA Textil-Service SE mit Sitz in Wiesbaden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 33491 eingetragen. Der Konzernabschluss ist beim Mutterunternehmen erhältlich und wird im Unternehmensregister veröffentlicht. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben. In den Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. In die Herstellungskosten werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt und die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die Vermögensgegenstände werden mit folgenden Nutzungsdauern abgeschrieben:
Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird über eine Nutzungsdauer von 11 Jahren abgeschrieben und orientiert sich dabei an dem Zeitraum der vollständigen Marktdurchdringung eines erworbenen Unternehmens. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 €, mit Ausnahme der Industrietextilien und anderer Servicesysteme, werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, sofern erforderlich, bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wird bei dauerhafter Wertminderung beachtet. Bestehen die Gründe für eine in früheren Jahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung auf den höheren beizulegenden Wert, maximal auf die fortgeführten Anschaffungskosten. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder - unter Beachtung des Niederstwertprinzips -zu niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag bewertet. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, einbezogen. Die Bewertung der kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zum Nominalwert. Langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen werden, soweit erforderlich, gebildet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit bis 1 Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Liquide Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB bewertet. Die Bewertung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der zugrunde gelegte Rechnungszins beträgt am 31.12.2023 1,82 % (Vorjahr 1,78 %). Die angenommene Restlaufzeit beträgt 15 Jahre. Der Rententrend wurde mit 2,25 % (Vorjahr 2,6 %) berücksichtigt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wird als gering berücksichtigt. Die aufgrund der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB nicht ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen betragen am Bilanzstichtag 559 T € (Vorjahr 1.117 T €). Der jährliche Zuführungsbertrag wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Abzinsung der Versorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,75 %) und dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (1,82 %) beträgt 1.290 T € (Vorjahr 7.198 T €). Soweit Rückdeckungsversicherungen zugunsten der Versorgungsberechtigten bestehen, wurde eine Verrechnung mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen vorgenommen. Auf eine Verrechnung der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge wurde aus Gründen der Wesentlichkeit verzichtet. Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 2.259 T € (Vorjahr 1.756 T €) wurde mit dem zum Zeitwert bewerteten Rückdeckungsversicherung in Höhe von 1.160 T € (Vorjahr 866 T €) verrechnet. Die Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen 791 T €. Ebenso wurden Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 834 T € (Vorjahr 1.029 T €) mit dem zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen in Höhe von 806 T€ (Vorjahr 857 T €) verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Ebenso werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen bei der Bewertung berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die anderen aktivierten Eigenleistungen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigunsgemeinkosten. C. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Die Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist als Anlage beigefügt. In den Konzernabschluss sind neben der MEWA Textil-Service SE 5 inländische und 18 ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der MEWA Textil-Service SE unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Anzahl konsolidierte Gesellschaften
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens erstellt. Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt, das ist der Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, vollkonsolidert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch Mewa nicht mehr besteht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden folgende Transaktionen abgeschlossen: Bis zum 31.12.2023 hat die MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG insgesamt 50,26 % der Anteile an der Esenca Digital Workwear S.R.L mit Sitz in Bukarest erworben. Ebenso wurden am 4. Dezember 2023 100 % der Anteile an der MBS Textilveredelung Stockstadt GmbH (ehemals Blitz F23-688 GmbH) mit Sitz in Wiesbaden erworben. Beide Gesellschaften werden gemäß § 296 Abs. 2 Satz 1 aufgrund von untergeordneter Bedeutung nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Mit Wirkung zum 31.03.2023 wurden die restlichen Minderheitenanteile der GGV-Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung an der MEWA Service S.P.R.L sowie der MEWA Servibel S.A von der MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG erworben. Bei der Kapitalkonsolidierung von Unternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Buchwert des Eigenkapitals der konsolidierten Gesellschaften verrechnet. Hierbei ergaben sich folgende Unterschiedsbeträge: Aktive Unterschiedsbeträge:
Der Buchwert der aktiven Unterschiedsbeträge wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und resultiert ausschließlich aus der Erstkonsolidierung der RS Kunststoff GmbH. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 11 Jahren abgeschrieben. Der erworbene Firmenwert stellt einen langfristigen Nutzen dar, der mindestens diesem Zeitraum entspricht. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 919 T € (Vorjahr 886 T €) an Abschreibungen auf die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung gebucht. Hierin sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Die Innenumsätze, Konzernumlagen, Zinsen, Beteiligungserträge und übrigen Aufwendungen werden ebenso gegeneinander aufgerechnet wie die wechselseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Zwischengewinne und -verluste im Anlagevermögen und bei den Vorräten werden grundsätzlich eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, welches die Hauswährung des Konzernmutterunternehmens, der MEWA Textil-Service SE, ist. Die in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet und fortgeführt. Die Posten aus der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich bei der Umrechnung der Gewinnvorträge sowie im Rahmen der Kapital- und Schuldenkonsolidierung ergebenden wesentlichen Kursdifferenzen werden erfolgswirksam behandelt. D. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Konzern- Anlagenspiegel dargestellt. In den Wertpapieren ist ein Spezialfonds zum Nominalbetrag von 60.000 T € enthalten. Unter den Beteiligungen wird die 5 % Beteiligung an der PION AG sowie die 0,167 % Beteiligung an der GSB GmbH ausgewiesen. Unter den Anteilen für verbundene Unternehmen werden die nichtkonsoliederten Gesellschaften ausgewiesen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt 24.050 T € (Vorjahr 23.411 T €) enthalten. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 401 T € (Vorjahr 286 T €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Das Grundkapital des Mutterunternehmens MEWA Textil- Service SE von 13.000 T € setzt sich aus 13.000.000 Namensaktien im Nennwert von je 1 € zusammen. In den Konzernrücklagen sind gesetzliche Rücklagen in Höhe von 1.300 T€ und andere Gewinnrücklagen in Höhe von 213.918 T € enthalten. Bei der Bewertung der Rückstellung für abzugrenzende Waschleistungen wurde die Bewertungsmethode angepasst. Hierdurch ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahr beeinträchtigt. Der Effekt aus der Anpassung beträgt 4.007 T€ für das Vorjahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern über 14.458 T € (Vorjahr 15.617 T €), sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 3.779 T € (Vorjahr 3.299 T €) enthalten. Gegenüber Gesellschaftern bestanden am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 11.083T € (Vorjahr 1.470 T €), gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen in Höhe von 5.863 T€ (Vorjahr 13.528 T€). Diese Verbindlichkeiten mit einem Gesamtbetrag von 16.946 T € (Vorjahr 14.998 T€) sind ebenfalls unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Tausend €
Die mit den aktiven latenten Steuern in Höhe von 28.529 T € (Vorjahr 32.233 T €) verrechneten passiven latenten Steuern über 80.957 T € (Vorjahr 73.976 T €) ergeben einen passiven Überhang in Höhe von 52.428 T € (Vorjahr 41.743 T €). E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse lassen sich nach folgenden geografischen Märkten aufgliedern:
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Bereichen ergibt folgendes Bild:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.037 T€ (Vorjahr 1.527 T €) enthalten. Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge von 16.386 T € (Vorjahr 7.087 T€) enthalten, im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellung. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Industrietextilien und andere Servicesysteme in Höhe von 132 T € (Vorjahr 161 T €) vorgenommen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 215 T € (Vorjahr 2.479 T €) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 12.563 T € (Vorjahr 7.453 T €) enthalten, i.W. Forderungsverluste. Weiterhin enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB einen Zuführungsbetrag in Höhe von 559 T € (Vorjahr 562 T €). Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet den Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.854 T € (Vorjahr 1.773 T€). Auswirkungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes sowie Zinsänderungseffekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein latenter Steueraufwand in Höhe von 10.685 T € (Vorjahr Steuerertrag -611 T €) enthalten. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern verrechnet. Die latenten Steuern resultieren aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich aus der unterschiedlichen Abschreibung von Sachanlagen, der unterschiedlichen Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Rückstellungen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben. Aktive latente Steuern wurden auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt, die voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können. Der durchschnittliche Konzernsteuersatz beträgt 30 %. Die Überleitung vom erwarteten auf den ausgewiesenen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar: Steuerliche Überleitungsrechnung
F. Sonstige Angaben Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 112.468 T €. Diese teilen sich wie folgt auf: Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von 28.083 T €, die im Folgejahr im Konzern zu einem Aufwand von ca. 8.593 T € führen werden. Darüber hinaus bestehen Kooperations- und Lieferverträge mit Lieferanten für Berufskleidung, aus denen Abnahmeverpflichtungen für das kommende Jahr in Höhe von 25.717 T € resultieren. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus Wartungs-, Service- und Lizenzverträgen, die bis zum jeweiligen Laufzeitende zu Aufwendungen in Höhe von insgesamt 58.668 T € führen werden. Davon fallen im Folgejahr ca. 19.254 T € an. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 3.965 T € und betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 471 T €, Steuerberatungsleistungen in Höhe von 758 T € und sonstige Leistungen in Höhe von 2.736 T €. Für die deutschen Personenhandelsgesellschaften (siehe Aufstellung aller im Konzern einbezogenen Unternehmen) wird von der Befreiungsvorschrift des § 264 b HGB Gebrauch gemacht. Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Konzern:
Mitglieder des Vorstands
Die im Geschäftsjahr gezahlten Vorstandsvergütungen betragen 1.148 T €. Die Angaben bezüglich der Zahlungen an ein ehemaliges Organmitglied nach 314 Abs. 1 Nr. 6b) unterbleiben gemäß § 314 Abs. 3 HGB. Mitglieder des Aufsichtsrats
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates im Jahr 2023 betrugen 828.280,00 €. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, von dem Bilanzgewinn der MEWA Textil- Service SE in Höhe von 410.926.933,90 € eine Dividende von 39.000.000,00 € auszuschütten und den verbleibenden Betrag von 371.926.933,90 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Wiesbaden, 7. Mai 2024 MEWA Textil-Service SE Der Vorstand Bernhard Niklewitz Michael Kümpfel Ulrich Schmidt Bericht des AufsichtsratesMEWA Textil-Service SE, WiesbadenDer Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres 2023 durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes über alle bedeutenden Geschäftsvorgänge unterrichtet. Aufgrund der neuen Zusammensetzung des Vorstandes und der Kompetenzerweiterung der MEWA Textil-Service SE hat sich der Austausch zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat intensiviert. Der Aufsichtsrat ist im Berichtsjahr zu sechs Sitzungen zusammengekommen. Der Jahresabschluss der MEWA Textil-Service SE für das Geschäftsjahr 2023 sowie der Konzernabschluss der MEWA Textil-Service SE und der zusammengefasste Lagebericht für die MEWA Textil-Service SE für das Geschäftsjahr 2023 wurden von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mainz, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für die MEWA Textil-Service SE eingehend geprüft. Das abschließende Ergebnis seiner eigenen Prüfungen führte zu keinen Einwendungen des Aufsichtsrates. Dieser stimmte den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der MEWA Textil-Service SE. Der Jahresabschluss 2023 ist damit festgestellt. Zudem hat sich der Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung mit dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes beschäftigt. Nach eigner Prüfung hat sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstandes angeschlossen. Gemäß der Schlusserklärung des Vorstandes zum Abhängigkeitsbericht hat die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen haben laut der Schlusserklärung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2023 nicht vorgelegen. Wir erheben nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes. Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich im Vorstand die folgenden Änderungen: Mit Wirkung zum 30. Juni 2023 legte Herr Rolf Beisse sein Amt als Vorstandsmitglied nieder. Herr Michael Kümpfel und Herr Ulrich Schmidt wurden mit Wirkung zum 1. Juli 2023 zu weiteren Vorstandsmitgliedern neben Herrn Bernhard Niklewitz bestellt. Im Aufsichtsrat ergab sich im Geschäftsjahr 2023 die folgende Änderung: Mit Wirkung zum 10. Oktober 2023 wurde Herr Jochen Meyer zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrates der MEWA Textil-Service SE bestellt. Darüber hinaus haben sich im laufenden Geschäftsjahr weitere Veränderungen im Aufsichtsrat ergeben: Frau Gabriele Gebauer und Herr Dr. Dirk Mattes legten zum 31. März 2024 ihre Aufsichtsratsmandate nieder. Mit Wirkung zum 1. April 2024 wurden Frau Iris M. Helke, Herr Prof. Dr. Andreas Söffing und Herr Dr. Marcus Kuhnert zu Aufsichtsräten bestellt. Frau Gabriele Gebauer wurde mit Wirkung zum 1. April 2024 der Titel "Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrates" verliehen. In der Konstituierenden Sitzung am 8. Mai 2024 wurde Herr Prof. Dr. Andreas Söffing zum Vorsitzenden und Herr Prof. Dr. Hartmut Werner zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und zudem ein Prüfungsausschuss mit den Mitgliedern Frau Iris M. Helke (Vorsitzende), Herrn Prof. Dr. Andreas Söffing und Herrn Dr. Marcus Kuhnert gebildet. Ebenso wurde ein Strategieausschuss mit den Mitgliedern Herrn Prof. Dr. Hartmut Werner (Vorsitzender), Herrn Dr. Marcus Kuhnert, Herrn Rudolf Küttelwesch und Herrn Prof. Dr. Andreas Söffing etabliert.
Wiesbaden, 24. Mai 2024 Der Aufsichtsrat Herr Prof. Dr. Andreas Söffing, Vorsitzender Herr Prof. Dr. Hartmut Werner, stellvertr. Vorsitzender Herr Rudolf Küttelwesch Frau Ulrike Meyer Herr Jochen Meyer Frau Iris M. Helke Herr Dr. Marcus Kuhnert Angaben zum Beteiligungsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB
*) Wird nicht im Wege der Vollkonsolidierung
einbezogen
Bestätigungsvermerk Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MEWA Textil-Service SE, Wiesbaden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MEWA Textil-Service SE, Wiesbaden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der MEWA Textil- Service SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, den 7. Mai 2024 KPMG
AG
gez. Janz, Wirtschaftsprüfer gez. Bauer, Wirtschaftsprüfer |
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