Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 640972
Eingetragen
3.12.1992
Branche
Herstellung von HandwerkzeugenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Hobbyartikel und Bastelmaterialien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Helmut Bolte
seit 3.9.2020
Prokura
Stephan Rayher
seit 14.8.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Allmendingen
750.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rayher Hobby GmbH

Laupheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

der Rayher Hobby GmbH, Laupheim

I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Konjunkturelle Entwicklung der Industrie für Hobby & Basteln

Wir erleben immer noch sehr unruhige Zeiten. Krieg in Europa setzt die Märkte weiter unter Druck. Die politische Unsicherheit in Deutschland und ein Schwächeln der Wirtschaft führen zu einem deutlichen Konsumrückgang. Uns gelang es trotz allem den Umsatz leicht zu steigern.

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Auch dieses Geschäftsjahr verlief in ähnlicher Form wie das letzte. Der Fachhandel scheint sich auf niedrigem Niveau zu stabilisieren.

Die Steigerung unseres Betriebsergebnisses ist die Konsequenz der Arbeit der letzten Jahre. Hiermit sind wir absolut zufrieden und können weiter aufbauen.

Das Wachstum im Bereich unserer Flächenkunden konnte durch eine Platzierung von 45 Filialen der Jumbo-Kette gesteigert werden. Insgesamt ist dieser Geschäftsbereich sehr stabil und leicht wachsend.

Dies half die Rückgänge des Onlineabsatzes aufzufangen. Amazon hat erneut ein Minus realisiert. Die Zusammenarbeit gestaltet sich schwierig.

Insgesamt hat sich unsere breite Distributionsstrategie bewährt und ist der richtige Weg.

Die Erholung des Transportbereichs hielt leider nicht an. Containerknappheit und die schwächelnde deutsche Exportwirtschaft führten zu Chaos in den chinesischen Häfen. Die Transportation hat sich wieder massiv verteuert und die Lieferzeiten sind nochmals gestiegen. Wir begegnen dem Trend mit erhöhter Lagerhaltung, was selbstverständlich die Liquidität unter Druck setzt.

Für die erhöhten benötigten Lagerkapazitäten haben wir über unsere Tochter Rayher Adria in ein Logistikzentrum in der Nähe von Koper, Slowenien, investiert.

Weiterhin erhalten wir Preissteigerungen in den Bezugspreisen. Diese werden wir teilweise an unsere Kunden weitergeben, teilweise werden wir mit kleineren Margen arbeiten müssen.

Intern sind wir weiter am Optimieren der Prozesse, die in der Vergangenheit eingeführt wurden. Aktuell hat ein Projekt zur Einführung eines neuen ERP-Systems gestartet. Echtstart des ERP-Systems ist im Sommer 2025 geplant. Dies wird uns weitere Prozessverbesserungen erlauben.

Es wurde bereits unser komplettes Netzwerk neu aufgebaut, um uns gegen Hackerangriffe besser zu schützen.

2.1 Vermögenslage

Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt folgende Übersicht:

31.05.2024 31.05.2023
in TEUR in % in TEUR in %
Langfristig gebundenes Vermögen 5.166 25,6 3.865 22,2
Kurz- bis mittelfristig gebundenes Vermögen 15.027 74,4 13.525 77,8
Aktiva 20.193 100,0 17.390 100,0
Eigenkapital 13.732 68,0 13.344 76,7
Langfristiges Fremdkapital 147 0,7 136 0,8
Kurzfristiges Fremdkapital 6.314 31,3 3.910 22,5
Passiva 20.193 100,0 17.390 100,0

2.2 Finanzlage

Die Finanzlage hat sich wie folgt entwickelt:

2023/2024 2022/2023
in TEUR in TEUR
Jahresüberschuss 388 27
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -245 504
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.865 -792
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2.133 416
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 655 632

2.3 Ertragslage

Das Geschäftsjahr zeigt folgende Entwicklung:

2023/2024 2022/2023
in TEUR in % in TEUR in %
Rohertrag 15.159 100,0 14.851 100,0
Betriebsergebnis 833 5,5 275 1,9
Finanzergebnis -144 -1,0 -112 -0,8
Ergebnis vor Steuern 689 4,5 163 1,1
Ergebnisabhängige Steuern 274 1,8 109 0,7
Jahresergebnis 388 2,6 27 0,2

II. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Die Unruhe in der Welt geht weiter. Zum Ukrainekrieg kam zusätzlich die Eskalation im Nahostkonflikt. Die Durchfahrt durch das Rote Meer ist fast nicht mehr möglich, was die Transportwege weltweit durcheinander bringt.

Die politische Unsicherheit bedingt durch die Arbeit der Ampelregierung in Deutschland destabilisiert sämtliche Märkte. Gesamtwirtschaftlich führt dies zu einer Rezession, erhöhten Insolvenzraten und der Abwanderung der Firmen. Hier wird der Konsum es im nächsten Jahr sehr schwer haben sich zu erholen.

Die Rayher Hobby GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von unternehmerischen Chancen und Risiken ausgesetzt. Ziele des Risikomanagements der Gesellschaft sind die fortlaufende Identifikation, Bewertung und Bewältigung der Risiken. Diese Risikomanagementziele werden in Abhängigkeit von der jeweiligen Art des Risikos durch unterschiedliche Methoden verfolgt.

Ein großes Risiko ist die schnelle Veränderung der Absatzmärkte. Nachdem eine Prognose, wie sich diese in den nächsten Jahren entwickeln werden, sehr schwierig ist, versuchen wir, unser Unternehmen so breit wie möglich aufzustellen. Diese Aufstellung im klassischen Markt aber auch als leistungsstarker Partner von Filialunternehmen sowie durch die konsequente eigene Onlineausrichtung geben uns die nötige Flexibilität, auf die Marktverschiebungen zu reagieren.

Gepaart mit der eigenen Produktion sind wir hier im Wettbewerb in allen Belangen bestmöglich aufgestellt.

Dem Risiko von Preisänderungen bzw. Verfügbarkeiten auf dem Beschaffungsmarkt wird durch Abschluss von Rahmenverträgen Rechnung getragen. Auch werden permanent neue Lieferanten gesucht und geprüft, um keine Abhängigkeiten zu schaffen. Den massiven Preiserhöhungen in Asien begegnet das Unternehmen durch partielle Verlagerung der Beschaffung nach Europa. Zudem wird versucht, Volumen bei zuverlässigen guten Partnern zu bündeln, um sich gegenseitig Stabilität zu geben und gute Preise realisieren zu können.

Eine der wichtigsten Stellschrauben ist hier unsere serbische Tochterunternehmung Propack. Etliche Sortimente wurden bereits umgelistet und können somit in einem viel stärker gesteuerten Prozess beschafft werden. Dies führt zu besseren Lieferquoten, weniger Fehlkäufen und somit weniger Abschreibungen im Lagerbereich.

Das Risiko von Preisänderungen auf dem Absatzmarkt wird durch ständige Verbesserung der Kostenstruktur, Erhöhung der Produktivität sowie durch die fortlaufende Verbesserung und Erweiterung des Sortiments bewältigt. Zusätzlich ist man bestrebt, dem anhaltenden Konkurrenzdruck durch stärkere Kundenbindung zu begegnen.

Ergänzend zu den klassischen Geschäftsbeziehungen haben wir stark in den Bereich Dienstleistungen investiert, um unseren Kunden einen Mehrwert zum klassischen Produktkauf geben zu können. Diese Partnerschaft gewährleistet eine Konstante im Absatz.

Liquiditätsrisiken werden durch eine fortgeschriebene Liquiditätsübersicht frühzeitig erkannt. Ausfallrisiken werden durch externe und interne Bonitätsprüfungen der Kunden berücksichtigt. Das Mahnwesen wird sehr straff und zeitnah geführt. Oftmals gibt es gerade mit den Großkunden Delkredere-Lösungen über Verbände bzw. Einkaufsgenossenschaften.

Möglichen Risiken aus negativen Veränderungen von Umsatz und Ergebnis wird anhand von monatlichen Plan-/Ist-Zahlen begegnet. Die Analysen werden dabei sowohl auf Unternehmensebene als auch auf Ebene von Produktgruppen durchgeführt.

Eine prozessunabhängige Risikoüberwachung (Interne Revision) ist aufgrund der Organisationsstruktur und der vorhandenen Kontrollmechanismen nicht erforderlich.

Sämtliche Risiken werden auf monatlicher Berichtsbasis direkt an die Geschäftsführung kommuniziert.

Die künftige Entwicklung der Gesellschaft hängt damit im Wesentlichen mit dem Erfolg dieser Risikobewältigung zusammen.

2. Chancenbericht

Wir sind dauerhaft dabei, die Sortimente zu überarbeiten und zu optimieren. Schrumpfende Artikelzahlen und dadurch höhere Drehzahlen ermöglichen die Preissteigerungen zu kompensieren und Abschreibungen zu minimieren.

Die Erweiterung der neuen Filialen der Jumbo in der Schweiz konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die laufenden Umsätze sind über dem Plan und sehr zufriedenstellend. Eine Modernisierung bzw. ein Angleichen der Sortimente in den alten Filialen (ehemals COOP Bau und Hobby) wird im Herbst erfolgen. Dies wird die Flächenumsätze in den nächsten Jahren steigern und sichern.

Wir sind mit weiteren neuen Großkunden im Gespräch und in Verhandlungen. Einzelne erste Aufträge konnten bereits gewonnen werden. Feste Listungen sind kurz vor dem Abschluss.

Als Komplettanbieter für Großflächen sind wir mit unserer Kompetenz und dem Gesamtpaket alternativlos. Gleichzeitig steigt das Interesse an unseren Sortimenten auch in Bereichen wie dem Lebensmitteleinzelhandel, da eine flächendeckende Distribution durch den Fachhandel inzwischen nicht mehr existiert.

Unser neuer Logistikstandort in Slowenien, eine siebenstellige Investition in die Zukunft, wird sich bereits innerhalb der nächsten zehn Jahre refinanzieren. Hierdurch können weitere Prozeßverbesserungen und Kostensenkungspotentiale genutzt werden. Die Inbetriebnahme ist auf Ende 2024 anvisiert.

Zusätzlich befinden wir uns dabei, ein neues ERP-Projekt aufzusetzen. Diese neue Software wird uns helfen, die Anforderungen der nächsten Jahre zu meistern und durch automatisierte Prozesse den Fachkräftemangel zu kompensieren.

Unsere Nachhaltigkeitsgruppe hat bereits zahlreiche kleine und auch größere Projekte realisiert. Dies hilft uns sowohl den Anforderungen der Politik als auch als nachhaltiges Unternehmen den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu begegnen.

III. Prognosebericht

Wir werden unsere eingeschlagenen Wege genauso fortsetzen. Nach der Modernisierung der ehemaligen Bau- und Hobby-Filialen in der Schweiz werden wir hier im Bestand Wachstum generieren.

Mit Amazon sind wir inzwischen hauptsächlich am Marge optimieren, so dass bei sinkenden Umsätzen trotzdem mehr Deckungsbeitrag erwirtschaftet wird.

Ziel muss sein, dass zumindest ein bis zwei neue Großkunden im nächsten Geschäftsjahr gewonnen werden - die Zeichen stehen gut, die Listungsprojekte laufen bereits.

Die Ertragssituation wird zumindest stabil bleiben, ein höheres Ergebnis ist geplant.

Insgesamt blicken wir positiv und gut aufgestellt dem neuen, anspruchsvollen Geschäftsjahr entgegen.

 

Laupheim, 31. Juli 2024

Stephan Rayher

BILANZ zum 31. Mai 2024

AKTIVA

31.05.2024 31.05.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 249.798,78 104.244,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.016,00 5.027,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 750.510,00 747.973,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 902.608,80 857.065,80
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 21.295,88
1.656.134,80 1.631.361,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 908.961,04 408.961,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 752.794,99 129.040,71
3. Sonstige Finanzanlagen 1.598.000,00 1.592.312,77
3.259.756,03 2.130.314,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 10.486.169,28 8.533.498,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.737.195,77 4.212.188,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 654.342,08 631.699,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.299,23 146.763,55
20.192.695,97 17.390.070,02

PASSIVA

31.05.2024 31.05.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
II. Gewinnvortrag 12.593.767,83 12.566.952,93
III. Jahresüberschuss 387.898,95 26.814,90
13.731.666,78 13.343.767,83
B. Rückstellungen 1.190.612,21 1.155.146,19
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.783.323,00 1.649.991,00
2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.485.635,65 1.240.727,45
5.268.958,65 2.890.718,45
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.458,33 437,55
20.192.695,97 17.390.070,02

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.06.2023 bis 31.05.2024

Rayher Hobby GmbH

Laupheim

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 15.553.842,49 15.176.071,41
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.144.378,10 5.953.704,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.197.984,18 1.170.098,78
3. Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 398.684,67 477.810,06
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.063.336,19 7.362.877,95
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.738,54 37.437,38
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 109.394,00 86.035,55
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 273.880,38 109.494,23
8. Ergebnis nach Steuern 414.923,51 53.487,46
9. Sonstige Steuern 27.024,56 26.672,56
10. Jahresüberschuss 387.898,95 26.814,90

Anhang 2023/2024

der Rayher Hobby GmbH, Laupheim

I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Rayher Hobby GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Laupheim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ulm
Register-Nummer: HRB 640972

II. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Soweit erforderlich, werden auch außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der jeweils kürzesten steuerlich für zulässig gehaltenen Nutzungsdauer in der Regel linear abgeschrieben, auf die Sofortabschreibung für Standard-Computersoftware und -hardware wurde verzichtet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden jedoch bei Bedarf vorgenommen.

Die Vorräte sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die nach Handelsrecht aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für das automatische Kleinteilelager ist im Geschäftsjahr für die Ersatzteile ein Festwert gemäß § 256 S. 2 HGB gebildet worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt; das allgemeine Kreditrisiko ist in Form pauschaler Abschläge berücksichtigt.

Liquide Mittel sind mit ihrem Nominalbetrag bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe der Ausgaben des Geschäftsjahres angesetzt, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag unter Verwendung des Barwertverfahrens. Zur Berechnung der Pensionsrückstellung fanden als biometrische Rechnungsgrundlage die "Richttafeln für die Pensionsversicherung 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 1,83 % Anwendung. Es wurden keine jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen zugrunde gelegt, da es sich um Festpensionszusagen handelt. Der Rententrend beträgt 0,00 %. Als Abzinsungsfaktor wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert, wobei die erkennbaren Risiken und ungewissen Zahlungsverpflichtungen berücksichtigt sind.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag werden langfristige Fremdwährungsforderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten zum höheren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsgeschäfte (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden am Bilanzstichtag stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet.

Unter dem passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag vereinnahmt wurden und Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Anlage A zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.001.639,96 (Vorjahr: EUR 406.750,67) ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 15.354,00 (Vorjahr: EUR 61.170,69). Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Kosten für Software- und Wartungsverträge.

4. Pensionsrückstellungen

Die Bewertung des Verpflichtungsumfangs wird im Rahmen des § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB auf der Basis der folgenden Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen durchgeführt:

Bewertungsverfahren modifiziertes Teilwertverfahren
Rechnungszins 1,83 % (10-Jahres-Durchschnitt)
Rechnungszins 1,84 % (7-Jahres-Durchschnitt)
Biometrie Richttafeln 2018 G
Rententrend 0,00 %

Aufgrund der Neuregelung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen ergibt sich ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 in Höhe von EUR 100,00. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Pensionsrückstellungen betreffen die Witwe eines ehemaligen Geschäftsführers.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

- davon Restlaufzeit -
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.766 17 0 3.783
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.246 0 0 1.246
Sonstige Verbindlichkeiten 240 0 0 240
5.252 17 0 5.269

Zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Grundschulden auf den Dritten gehörenden Betriebsimmobilien eingetragen. Ferner sind Darlehen von Kreditinstituten mit einer betragsmäßig beschränkten, selbstschuldnerischen Bürgschaft des Geschäftsführers Stephan Rayher besichert.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen EUR 3.282,41 (Vorjahr: EUR 11.859,17).

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von EUR 339.940,02 (Vorjahr: EUR 222.243,94) zu verzeichnen.

3. Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge aus Forderungen an verbundene Unternehmen betragen EUR 36.986,75 (Vorjahr: EUR 7.943,84).

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Aufwendungen aus Abzinsungen von Pensionsrückstellungen sind in Höhe von EUR 2.054,39 (Vorjahr: EUR 3.076,63) angefallen.

5. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag werden im Wesentlichen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer des Geschäftsjahres ausgewiesen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanziellen Verpflichtungen:

Pacht für Betriebsimmobilien 851.248,28 EUR
Miete für Lager- und Ladenflächen 227.716,50 EUR
Wartungs- und Dienstverträge 147.290,96 EUR
Insgesamt 1.226.255,74 EUR

2. Derivative Finanzinstrumente

Art des Geschäfts Target Forward Devisentermingeschäft
Umfang USD 2.080.000,00
Kurs zum Bilanzstichtag (EUR/USD) 1,0852
Beizulegender Wert EUR 1.916.697,38

Die Target Forward Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den von der Europäischen Zentralbank veröffentlichen Devisenmittelkursen. Es bestand zum Stichtag ein Wertberichtigungsbedarf in Höhe von EUR 1.573,82.

3. Mitarbeiter

Im Jahresmittel wurden 181 Mitarbeiter (11 Aushilfen, 170 Arbeitnehmer) und 10 Auszubildende beschäftigt.

4. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Rayher Hobby GmbH ist im Geschäftsjahr 2023/2024 Herr Stephan Rayher, Diplom-Kaufmann, Bronnen bestellt. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angaben zu den Bezügen entfallen gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

5. Anteilsbesitz

Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten/ bzw. vorletzten Geschäftsjahres
Rayher Hobby Suisse SA * 100 % CHF 100.000,00 EUR 102.838,34 CHF 181.089,40 EUR 186.229,33
Rayher Hobby Magyarorszäg Kft ** 96 % FT 52.311.074,00 EUR 130.696,00 FT 5.868.865,75 EUR 14.663,00
Rayher Adria d.o.o. * 100 % EUR 488.441,70 EUR 60.227,73

* Der Jahresabschluss zum 31.05.2024 ist noch nicht erstellt.
** Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist noch nicht erstellt.

Im Übrigen unterbleiben die Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB.

VII. Unterzeichnung

 

31. Juli 2024

Stephan Rayher, Geschäftsführer

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 14.08.2024 festgestellt.

ANLAGENSPIEGEL Rayher Hobby GmbH Laupheim zum 31. Mai 2024

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Anlagevermögen Anfangswerte 01.06.2023 Zugänge Abgänge Endbestand 31.05.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.176.978,21 219.398,04 40.760,00 3.355.616,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.421,84 0,00 0,00 42.421,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.536.656,61 83.157,91 0,00 1.619.814,52
3. Andere Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.718.985,33 322.577,34 99.682,30 6.941.880,37
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.295,87 0,00 21.295,87 0,00
8.319.359,65 405.735,25 120.978,17 8.604.116,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 454.548,10 500.000,00 0,00 954.548,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 676.367,78 639.500,00 15.745,72 1.300.122,06
3. Sonstige Finanzanlagen 1.592.312,77 120.000,00 114.312,77 1.598.000,00
2.723.228,65 1.259.500,00 130.058,49 3.852.670,16
14.219.566,51 1.884.633,29 291.796,66 15.812.403,14
Kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen Stand 01.06.2023 Geschäftsjahr Abgänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.049.734,21 56.083,26 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.394,84 2.011,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 788.683,61 80.620,91 0,00
3. Andere Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.861.919,53 259.969,50 82.617,46
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
6.687.997,98 342.601,41 82.617,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 45.587,06 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 547.327,07 0,00 0,00
3. Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
592.914,13 0,00 0,00
10.330.646,32 398.684,67 82.617,46
Kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen Stand 31.05.2024 Buchwert 31.05.2024
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.105.817,47 249.798,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.405,84 3.016,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 869.304,52 750.510,00
3. Andere Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.039.271,57 902.608,80
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
6.947.981,93 1.656.134,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 45.587,06 908.961,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 547.327,07 752.794,99
3. Sonstige Finanzanlagen 0,00 1.598.000,00
592.914,13 3.259.756,03
10.646.713,53 5.165.689,61

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rayher Hobby GmbH, Laupheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rayher Hobby GmbH, Laupheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rayher Hobby GmbH, Laupheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Biberach, 1. August 2024

AuditTax Schön Partnerschaft mbB
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KAREN SCHÖN, Wirtschaftsprüferin

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