ArcelorMittal Ruhrort GmbHLiquidiert

47137 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 7602
Vorher
ISPAT Stahlwerk Ruhrort GmbHMITTAL Steel Ruhrort GmbH
Eingetragen
3.6.2002
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugErzeugung von Roheisen, Stahl und FerrolegierungenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Betrieb eines Stahlwerkes in Duisburg-Ruhrort sowie die Erzeugung, Verarbeitung und Weiterverarbeitung von Eisenschwamm, Eisen, Stahl und von Nebenerzeugnissen, sowie der Vertrieb und Handel von bzw. mit Industrieerzeugnissen auf diesem Gebiet. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, andere industrielle Erzeugnisse, die im Zusammenhang mit dem Gegenstand des Unternehmens stehen, herzustellen, zu kaufen und zu verkaufen.

Historie

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Management

NameRolle
Paul Tetteroo
seit 14.10.2014
Geschäftsführer
Kamil Dr. Novak
seit 12.11.2012
Prokura
Michael Maas
seit 18.1.2008
Prokura
Lutz Bandusch
seit 20.2.2006
Geschäftsführer
Peter Dr. Janßen
seit 10.4.2003
Prokura
Hans-Joachim Tubes
seit 3.6.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert94.66% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Quadra International Services B.V.NLD
70.78%
ArcelorMittal S.A.LUX
23.59%
Quadra International Services B.V.NLD
0.22%
ArcelorMittal S.A.LUX
0.07%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

ArcelorMittal Ruhrort GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsgegenstand der Gesellschaft

Die ArcelorMittal Ruhrort betreibt in Duisburg-Ruhrort ein Stahlwerk und ein Walzwerk zur Produktion von Vorblöcken und Knüppeln. Die Produktion von Vorblöcken erfolgt über eine Stranggussanlage. Die Vorblöcke werden entweder ohne weitere Bearbeitung verkauft oder über eine Walzstraße zu Knüppeln verschiedener Größe verarbeitet. Die Knüppel werden an fremde Dritte und verbundene Unternehmen, insbesondere an ArcelorMittal Hochfeld GmbH, Duisburg, verkauft.

2. Forschung und Entwicklung

Die ArcelorMittal Ruhrort führt selber keine eigene Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen durch. Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen wurden auf der Ebene von ArcelorMittal Europe S.A. unter der Leitung von AMID (ArcelorMittal Investigacion Y Desarollo), Spanien, koordiniert. Das konzentrierte und zeitnahe Angehen von produktionsbezogenen Problemfeldern unter der Leitung von AMID trug dazu bei, gemeinsame Aufgaben von hoher Wichtigkeit zu lösen und die Schwerpunkte auf die Bedürfnisse der Kunden sowie die neuesten Entwicklungen zu legen. Dieses System verschafft uns sowie den anderen angeschlossenen Unternehmen die Möglichkeit, Ressourcen zu bündeln und kosteneffiziente Lösungen für die erforderlichen Aktivitäten zu schaffen. Alle erforderlichen Entwicklungen wurden zeitnah und erfolgreich abgeschlossen.

B. Wirtschaftsbericht

1.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft blieb auch im Jahre 2015 hinter den Erwartungen zurück. Nach aktuellen Prognosen wird für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,2 % erwartet. Dem zugrunde liegt eine deutlich Verringerung des Wachstums in China, die Unberechenbarkeit der Finanzmärkte und die anhaltend niedrigen Rohstoffpreise. Aufgrund der lang anhaltenden Phase ohne wirkliches Wachstum fallen auch die Investitionen niedriger aus, die Folge hieraus sind keine wachsende Beschäftigung und kein Anstieg der Reallöhne.

Im Schnitt wächst die Wirtschaft in den Industrieländern in 2016 um 1,9 %, wobei das Wachstum in den USA mit 2,4 % über dein Durchschnitt liegt.

Es zeigt sich, dass das Wirtschaftswachstum sich in den einzelnen Weltregionen sehr unterschiedlich entwickelt, wobei die ölproduzierenden Länder unter den niedrigen Energiepreisen leiden und viele Schwellenländer mit den Folgen von Kapitalabflüssen kämpfen.

Für den Euro-Raum und Deutschland wird ein Plus von 1,5 % erwartet.

In 2015 war die europäische Stahlindustrie weiterhin von deutlichen Überkapazitäten geprägt.

Demzufolge wurde auch ein weiterer Rückgang der Verkaufspreise verzeichnet.

Besonders belastet wird der europäische Markt von Importen aus China, das in den vergangenen zwei Jahren seinen Export nahezu verdoppelt hat. Diese Entwicklung wird wohl auch in 2016 weiter voranschreiten. Andere Industrieländer wie die USA haben mittlerweile Strafzölle auf chinesische Stahlimporte verhängt, wovon die EU-Kommission bisher noch absieht.

Branche

Im Geschäftsjahr 2015 hat sich die Nachfrage nach Stahl aus deutscher Produktion weiterhin auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Nachfrage der heimischen Bauindustrie und der Automobilindustrie sind konstant. Die Produktionszahlen in der Automobilindustrie stiegen um 2 %, damit setzt sich der leichte Wachstumstrend des Vorjahres fort. Auch die Neuzulassungen bei Nutzfahrzeugen stiegen um ca. 4 % zum Vorjahr.

Außereuropäische Wettbewerber versuchen weiterhin kontinuierlich, den Marktanteil auf dem europäischen Markt zu erhöhen. Als Resultat ergeben sich Überkapazitäten in verschiedensten Bereichen des Stahlmarkts von immer noch mehr als 25 %. Der Preisdruck gab nicht nach und führte zu rückläufigen Ergebnissen der Stahlproduzenten.

2.) Geschäftsentwicklung

Als finanzielle Leistungsindikatoren wurden die Versandmenge sowie das EBITDA und als nichtfinanzieller Leistungsindikator die Unfallhäufigkeitsrate definiert. Diese werden in den folgenden Abschnitten unter Berücksichtigung der sie beeinflussenden Faktoren analysiert.

Umsatz und Auftragsentwicklung

Insgesamt lagen die Umsätze um Mio. EUR 4,7 (0,9 %) über dem Vorjahresniveau. Maßgeblichen Anteil hieran hatte ein geänderter Produktmix und deutlich gestiegene Versandmengen bei einem weiterhin sehr niedrigen Preisniveau.

Die Umsatzentwicklung der ArcelorMittal Ruhrort GmbH im Jahr 2015 war weiterhin stark durch die Veränderungen der Märkte gekennzeichnet. Dies führte dazu, dass die Preise im gesamten Geschäftsjahr 2015 auf einem sehr niedrigen Niveau geblieben sind.

Die vorhandenen Überkapazitäten und die Erweiterung der Produktpalette von internationalen Wettbewerbern erlaubten keine Preiserholung in den die ArcelorMittal Ruhrort GmbH betreffenden Marktsegmenten.

Die durchschnittlichen Nettoverkaufspreise sanken insgesamt um rd. 9 % im Vergleich zum vorangegangenen Kalenderjahr. Maßgeblichen Anteil hieran hatte der Verkauf von Knüppeln an das Schwesterunternehmen ArcelorMittal Hochfeld GmbH. Da sich die niedrigeren Drahtpreise bei ArcelorMittal Hochfeld GmbH direkt auf den Verkaufspreis auswirkten, lagen die Verkaufspreise für Knüppellieferungen an die ArcelorMittal Hochfeld GmbH um 7 % unter denen des Vorjahres. Die Verkaufspreise für Knüppellieferungen an externe Kunden lagen um 10 % über denen des Vorjahres. Bei den Nettoverkaufspreisen für Vorblöcke war ein Preisrückgang von 12 % zu verzeichnen.

Die Versandmengen betrugen im Geschäftsjahr 2015 1.140 Tsd. t (2014: 1.027 Tsd. t). Die Lieferungen - ohne Versand von Knüppeln an das Schwesterunternehmen ArcelorMittal Hochfeld GmbH -betrugen 737 Tsd. t (2014: 685 Tsd. t).

Die Nachfrage nach Schmiedestählen auf den für uns relevanten Märkten stieg gegenüber dem Vorjahr um ca. 12 % von 163 Tsd. t auf 183 Tsd. t. Auch die Lieferungen von Vorblöcken sind im Jahre 2015 wieder deutlich angestiegen und um 20 % von 59 Tsd. t auf 71 Tsd. t gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf den deutlich höheren Versand an das Schwesterwerk ArcelorMittal Rodange zurückzuführen.

Produktion

Die Produktionszahlen für das Geschäftsjahr 2015 stellen sich wie folgt dar:

Die Flüssigstahlproduktion lag mit 1.251 Tsd. t wieder deutlich über dein Niveaus des Vorjahres (2014: 1.057 Tsd. t). Die Feststahlproduktion im Jahre 2015 lag mit 1.205 Tsd. t (2014: 1.020 Tsd. t) mit 98 % fast auf der geplanten Produktion laut Budget mit 1.225 Tsd. t (2014: 1.149 Tsd. t). Bei der Produktion 2015 entfielen auf Vorblöcke 626 Tsd. t (2014: 532 Tsd. t) und Direktstranggussknüppel 579 Tsd. t (2014: 487 Tsd. t).

Im Juli 2015 haben wir ein neues Strangformat (320 x 320) implementiert, welches uns ermöglicht, den Anforderungen der Automobilindustrie nachzukommen. Trotz dieser Investition bleibt der Gesamtversand auf dem Niveau von 2015.

Ansonsten lag die Auslastung der Produktion in allen Bereichen mit 70 % der technisch möglichen Kapazität von ca. 1.600 Tsd. t. über der Auslastung des Vorjahres in Höhe von 64 %.

Beschaffung

Die Preise beim Bezug von Schrott und Additiven sind im 4. Quartal 2015 drastisch gefallen, im ersten Quartal 2016 reduzierten sich die Preise weiterhin. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres ist das Preisniveau für Roheisen leicht gesunken im Vergleich zum 4. Quartal (ca. 5 %), während die Schrottpreise signifikant gefallen sind.

Umweltschutz

Umweltschutzangelegenheiten wurde weiterhin großes Gewicht beigemessen. Insbesondere betrachten wir es als selbstverständlich, regelmäßige Schulungen für alle Angestellten abzuhalten, die für Umweltschutzangelegenheiten zuständig sind. Umweltschutz ist weiterhin ein wesentliches Unternehmensziel, und es werden alle Anstrengungen unternommen, dieses Ziel zu erreichen, auch wenn erhebliche Mittel dafür in Anspruch genommen werden müssen.

Die Gesellschaft wurde am 3. März 2010 erstmals gemäß dem Standard ISO 14001:2004 zertifiziert. Das Zertifikat hatte eine Gültigkeit bis zum 2. März 2013. Die erfolgreiche Rezertifizierung erfolgte am 3. März 2013 und hatte eine Laufzeit bis zum 2. März 2016.

Das Umweltbundesamt/Deutsche Emissionshandelsstelle hat ArcelorMittal Ruhrort GmbH gemäß dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) und der Zuteilungsverordnung 2020 (ZuV 2020) mit Bescheid vom 17. Februar 2014 für die Zuteilungsperiode 2015 55.710 Berechtigungen zugeteilt. Im April 2016 wurden 287.818 Emissionsrechte zurückgegeben.

Belegschaft

Zum 31. Dezember 2015 waren 482 (Vorjahr: 510) Lohnempfänger und 260 (Vorjahr: 258) Angestellte beschäftigt.

Die Produktivitätskennzahlen zeigen gemäß den internen Kostenrechnungen folgende Werte im Geschäftsjahr 2015: die relativen Personalkosten belaufen sich auf EUR 78,01 pro Tonne Versand und pro Tonne Produktion (Vorblöcke und Direktstranggussknüppel) auf EUR 52,39. Der Anteil der Personalkosten am Umsatz stieg um 1,2 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr (2013: 8,6 %) auf nunmehr 9,8 % an.

Auch 2015 wurden mit umfangreichen Schulungen die Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiter weiterentwickelt. Die Qualifizierungsaktivitäten wurden stark durch den Bau der neuen Drahtstraße (ArcelorMittal Hochfeld GmbH) beeinflusst. Durch die Bauaktivitäten war die Verfügbarkeit der Mitarbeiter stark eingeschränkt. Trotzdem wurden insgesamt 2.280 Lehrgangstage mit insgesamt 1.558 Teilnehmern durchgeführt. Das bedeutet, dass über alle Mitarbeiter und übers Jahr jeder Mitarbeiter durchschnittlich 19,9 Stunden Weiterbildungsstunden absolviert hat. Die Durchdringung (Anzahl der Mitarbeiter, die an mindestens einer Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen haben) liegt bei 59 %.

Die eigene berufliche Erstausbildung stellt einen weiteren wichtigen Baustein bei der Sicherung des qualifizierten Nachwuchses dar. Es werden fünf verschiedene Ausbildungsberufe angeboten: Industriemechaniker, Elektroniker, Werkstoffprüfer, Industriekaufleute und Verfahrensmechaniker in den Fachrichtungen Metallurgie und Uniformtechnik.

Die Schulungen im Rahmen unseres Compliance-Programms sind auch 2015 fortgeführt worden. Beim Code of Conduct und den Leitlinien zu den Menschenrechten waren bis zum Jahresende 98,8 % der Mitarbeiter geschult.

Zu den anderen Themen wie Wirtschaftssanktionen, Anti-Korruption, Insider-Dealing, Anti-Trust mussten nur noch vereinzelt Schulungen durchgeführt werden. Weiterhin kamen auch Online-Schulungen und so genannte "Webinars" zum Einsatz.

Das betriebliche Vorschlagswesen (IVP - Ideen- und Verbesserungsprozess) ist ein wichtiges Instrument zur Mitarbeiterbeteiligung und Mitarbeitermotivation und fester Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Die Anzahl der prämierten Vorschläge wurde für 2015 als ein Kriterium der kollektiven Mitarbeiterziele benannt. Mit 193 prämierten Vorschlägen wurde die zweite Zielstufe erreicht.

Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator, der der Steuerung des Unternehmens dient, wurde die Unfallhäufigkeitsrate definiert.

Die Unfallhäufigkeitsrate (Verhältnis der Zahl der meldepflichtigen Unfälle zu 1 Mio. gearbeiteten Stunden) hat sich im Kalenderjahr 2015 verbessert auf 0,76 (2014: 4,02). Grund ist ein Sinken der meldepflichtigen Arbeitsunfälle von 5 (2014) auf 1 (2015). Die Unfallschwere (Verhältnis der ausgefallenen Kalendertage zu 1 Mio. gearbeiteten Stunden) ist ebenfalls deutlich gesunken von 314,7 (2014) auf 9,8.

Die Arbeit der Sicherheitsbeauftragten wurde im Jahr 2015 intensiviert und mit Zielzahlen belegt. Sicherheitsbeauftragte fungieren als Multiplikatoren für Arbeitssicherheit. Weiterhin wurde das Instrument der Audits im Betrieb eingeführt. Hier gehen alle Meisterschaften viermal pro Woche in den Betrieb, um das Thema Arbeitssicherheit mit ihren Kollegen zu besprechen, auf Risiken hinzuweisen und eventuelle Mängel festzustellen. Hierzu werden auch Unfallgefahrenmeldungen genutzt, deren Anzahl auch ein Teil der Mitarbeiterbeteiligung darstellt.

Die Gesundheitsquote ist bezogen auf das Kalenderjahr 2015 mit 95,21 % im Vergleich zum Vorjahr (95,07 %) nahezu unverändert.

Ein von der Geschäftsführung mit dem Betriebsrat abgestimmtes Programm zur nachhaltigen Verbesserung wurde implementiert. Die Angebote von präventiven Aktivitäten aus den Handlungsfeldern Ernährung, Bewegung, Stress, Sucht und betriebsnah durchgeführte Gesundheitsscreening-Aktivitäten werden weiter intensiviert. Zusätzlich werden die Aktivitäten im Bereich betriebliches Eingliederungsmanagement nach § 84 SGB IX systematisch durch Gespräche mit den erkrankten Mitarbeitern vorangetrieben.

Die Gesellschaft wurde am 3. März 2010 erstmals gemäß dem Standard BS OHSAS 18001:2007 zertifiziert. Das Zertifikat hatte eine Gültigkeit bis zum 2. März 2013. Die erfolgreiche Rezertifizierung erfolgte am 3. März 2013 und hatte eine Laufzeit bis zum 2. März 2016.

Erklärung zur Unternehmensführung

Das am 1. Mai 2015 in Kraft getretene "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verlangt, dass sich der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat sowie Fristen zu deren Erfüllung setzen. Die Geschäftsführung ist verpflichtet, den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung ebenfalls Zielgrößen und Fristen zu deren Erfüllung zu geben.

Im Hinblick auf die angemessene Beteiligung von Frauen hat sich der Aufsichtsrat mit Beschluss vom 17. Dezember 2015 auf Basis der vom Unternehmen angestrebten Ziele seinerseits zum Ziel gesetzt, bis zum 30. Juni 2017 mindestens 8,3 % aller Mitglieder des Aufsichtsrats und 0,0 % der Geschäftsführung mit Frauen zu besetzen.

Mit Beschluss vom 3. September 2015 hat die Geschäftsführung festgelegt, dass bis zum 30. Juni 2017 der Anteil von Frauen in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung 0 % betragen soll.

3.) Darstellung der wirtschaftlichen Lage

Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Gewinn vor Ergebnisabführung von Mio. EUR 12,3 nach einem Gewinn in Höhe von Mio. EUR 0,8 im Jahr 2014. Das EBITDA betrug Mio. EUR 18,6 (Vorjahr: Mio. EUR 7,8).

Im Geschäftsjahr 2015 stiegen die Umsatzerlöse wie obenstehend ausgeführt aufgrund gestiegener Absatzmengen bei durchschnittlich niedrigeren Verkaufspreisen um 0,9 %.

Die Materialaufwandsquote (Anteil der Materialaufwendungen und der Bestandsveränderungen an den Umsatzerlösen) verbesserte sich leicht von 85,3 % auf 82,8 %. Dies ist im Wesentlichen auf die in Relation zur Absatzpreisentwicklung stärker gefallenen Rohstoffpreise insbesondere für flüssiges Roheisen aufgrund eines, geänderten Vertrags mit ThyssenKrupp und einer daraus resultierenden neuen Preiskalkulation zurückzuführen.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um Mio. EUR 4,8 ist im Wesentlichen auf einen Verkauf von "Intellectual Property Rights" an die Muttergesellschaft ArcelorMittal Luxemburg S.A. zurückzuführen.

Der Anstieg des Personalaufwandes um Mio. EUR 2,9 resultiert im Wesentlichen aus dein Tarifabschluss im Jahr 2015 (+ 1,7 %) bei einem Rückgang der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl von 780 auf 757.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um Mio. EUR 5,2 ist hauptsächlich auf die gestiegene Konzernumlage in Höhe von Mio. EUR 5,9 zurückzuführen.

Von den Zinsaufwendungen in Höhe von Mio. EUR 1,7 (Vorjahr: Mio. EUR 2,7) entfallen Mio. EUR 1,4 (Vorjahr: Mio. EUR 1,5) auf Zinseffekte im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen und Mio. EUR 0,3 (Vorjahr: Mio. EUR 1,2) auf Zinsaufwand für Cash-Pooling-Zinsen. Der Zinsaufwand aus Cash-Pool ist aufgrund der geringeren Ausnutzung dessen gefallen.

Die im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Ertragslage ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse und die gesunkene Materialeinsatzquote zurückzuführen.

Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2015 15,6 % nach 17,1 % zum 31. Dezember 2014.

Folgende Veränderungen haben sich in der Bilanz zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum 31 . Dezember 2014 ergeben, die wesentlich zu einer Erhöhung der Bilanzsumme von Mio. EUR 221,0 auf Mio. EUR 241,4 beigetragen haben:

Das Anlagevermögen hat sich im Wesentlichen aufgrund der Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 9.100 um TEUR 4.794 erhöht.

Die Abnahme des Vorratsvermögens um insgesamt TEUR 3.540 beruht hauptsächlich auf gesunkenen Einstandspreisen für Rohstoffe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 1,7 gestiegen. Der Bestand an verkauften, aber noch nicht von den Kunden beglichenen Forderungen beläuft sich auf Mio. EUR 11,4 (Vorjahr: Mio. EUR 15,6).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um Mio. EUR 22,1 auf Mio. EUR 124,5 gestiegen. Ursächlich hierfür waren insbesondere gestiegene Forderungen aus kurzfristigen Finanzmit-telanlagen bei der ArcelorMittal Treasury (Mio. EUR +31,7), gestiegene Forderungen gegen die Schwestergesellschaft ArcelorMittal Gandrange (Mio. EUR +3,1) sowie gesunkene Lieferforderungen aus Knüppellieferungen gegen die ArcelorMittal Hochfeld (Mio. EUR -12,6). Zu der Veränderung der Forderungen aus kurzfristigen Finanzmittelanlagen vgl. die Ausführungen zur Finanzlage im nachstehenden Abschnitt.

Die Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände um Mio. EUR 6,3 ist zum überwiegenden Teil auf gesunkene Erstattungsansprüche gegen das Hauptzollamt (Mio. EUR -6,5) zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 2,7 betrifft im Wesentlichen gestiegene Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber" verbundenen Unternehmen sind mit Mio. EUR 73,8 um Mio. EUR 12,1 höher als im Vorjahr. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten an die Gesellschafterin ArcelorMittal Duisburg GmbH (Anstieg um Mio. EUR 24,8 auf Mio. EUR 67,9), verminderten Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling mit der ArcelorMittal Hamburg (Abnahme um Mio. EUR 16,7 auf Mio. EUR 0) sowie verminderten Verbindlichkeiten gegenüber der Schwestergesellschaft ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH (Abnahme um Mio. EUR 15,7 auf Mio. EUR 0,2).

Finanzlage

Die Liquidität der ArcelorMittal Ruhrort GmbH zeigt im Geschäftsjahr 2015 einen Anstieg des Finanzmittelfonds (Forderungen aus dem Cash-Pooling und der kurzfristigen Finanzmittelanlagen bei der ArcelorMittal Treasury SNC und Guthaben bei Kreditinstituten) auf Mio. EUR 44,9. Die Erhöhung ergibt sich aus Mittelabflüssen aus Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 9,1 und Mittelzuflüssen aus operativer Geschäftstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 24,5 und aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 35,0.

Die Investitionen betrafen im Wesentlichen das Sachanlagevermögen und dienen der Verbesserung der Produktion. Für das kommende Jahr sind keine umfangreichen Investitionen geplant, die das normale Maß überschreiten.

Seit 2008 besteht ein Factoring-Vertrag mit der Ester Finance Titrisation. Das zur Verfügung stehende Kreditvolumen der einzelnen in den Vertrag einbezogenen Gesellschaften richtet sich jeweils nach dem aktuellen Forderungsbestand. Weitere Details sind dem Anhang zu entnehmen.

Die Gesellschaft finanziert sich über den Cash-Pool der ArcelorMittal-Gruppe. Der Rückgang der Eigenkapitalquote von 17,1 % auf nunmehr 15,6 % ist ausschließlich auf die Erhöhung der Bilanzsumme zurückzuführen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Entwicklung

Die Geschäftsentwicklung der ArcelorMittal Ruhrort GmbH war durch weiterhin anhaltende Überkapazitäten auf dem Stahlmarkt geprägt, welche zur Folge hatte, dass die Preise auf den relevanten Absatzmärkten weiter unter Druck gerieten. Daraus resultiert, dass die in 2014 prognostizierte Entwicklung der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, Versandmenge und EBITDA, nicht vollständig eingetreten ist. Für das Jahr 2015 wurde eine Versandmenge von 1.000.000 bis 1.050.000 t prognostiziert. Erreicht haben wir 1.140.222 t, womit wir unser Ziel deutlich übertroffen haben. Das angestrebte EBITDA für 2015 betrug Mio. EUR 14 bis Mio. EUR 18. Auch hier haben wir mit Mio. EUR 18,6 unser Ziel leicht übertroffen.

C. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Bilanzstichtages sind keine Ereignisse aufgetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten.

D. Risikobericht

Risikomanagement

Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Reporting- und Kontrollsystem bis hin zu täglichen Meldungen über Umsatz, Absatz, Produktion, einschließlich Verkaufspreisen und Kostenentwicklungen. Anlässlich so genannter Review Meetings, bei denen sämtliche Bereichsleiter und die Geschäftsführung anwesend sind, werden monatlich sämtliche Kennzahlen mit den Budgets abgeglichen, evtl. Abweichungen analysiert und entsprechende Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung von negativen Abweichungen besprochen. Vergleichbare Meetings werden quartalsweise unter Anwesenheit der Segmentleitung aus Luxemburg abgehalten.

Die Einhaltung der konzernweiten Vorschriften wird durch regelmäßige Prüfungen der internen Revision überwacht.

Von der Geschäftsführung wird von Seiten der Konzernzentrale monatlich eine Bestätigung, "Risk mitigation compliance certificate", verlangt. Weiterhin sind zu jedem Quartalsabschluss von der Geschäftsführung und vom Leiter Finanz- und Rechnungswesen Vollständigkeitserklärungen über Richtigkeit und Vollständigkeit der Berichterstattung an die Konzernzentrale abzugeben.

Finanzwirtschaftliche Risiken

- Ausfallrisiken

Generell besteht das Risiko von verspäteten Zahlungseingängen oder -ausfällen seitens unserer Kunden. ArcelorMittal Ruhrort GmbH sichert sich gegen dieses Risiko im Wesentlichen durch Kreditversicherungen und den Verkauf von Kundenforderungen ab. Darüber hinaus schützen wir uns gegen das Risiko von Forderungsausfällen durch laufende Überwachung sowie regelmäßige Analysen des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur.

- Währungsrisiken

ArcelorMittal Ruhrort GmbH ist als international ausgerichtetes Unternehmen grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt, die durch Geschäftsvorfälle mit Dritten in Fremdwährung entstehen. Durch die laufende Überwachung der Devisenkursentwicklung sowie den Verkauf von Forderungen wird dieses Risiko weitgehend gemindert.

- Liquiditätsrisiken

Über den Cash-Pooling-Vertrag mit der Commerzbank ist die ArcelorMittal Ruhrort GmbH in ein Cash-Pooling-System des ArcelorMittal-Konzerns eingebunden. Somit bestehen keine Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen.

Operative Risiken

- Beschaffungsrisiken

Durch den Roheisenliefervertrag mit der ThyssenKrupp Steel AG, Duisburg, sind die Beschaffungsrisiken für den wesentlichen Produktionsfaktor minimiert. Neben den Roheisenbezügen sind die Kosten für Energie wesentliche Schlüsselgröße für eine effiziente Produktion. Aufgrund der in den letzten Jahren stetig gestiegenen Energiepreise wurden Absicherungsstrategien entwickelt, die eine Verstetigung der Energiepreise zum Ziel haben. Als Teil des Risikomanagements innerhalb der ArcelorMittal-Gruppe führt eine Verstetigung der Energiepreise zu einer wünschenswert gleichmäßigen Kalkulationsbasis, die kurzfristige Marktschwankungen ausblendet.

- Produktionsrisiken

Die bestehenden Abhängigkeiten von der Konjunktur führen zu Auslastungsschwankungen in der Produktion, die sich negativ auf die Profitabilität auswirken können. Um Fehlplanungen und -investitionen zu vermeiden, werden die erforderlichen Produktionskapazitäten auf verschiedenen Ebenen abgestimmt. Budgetplanungen und deren laufende Aktualisierung stellen sicher, dass unsere Kapazitäten insofern notwendig an den Absatz angepasst werden.

- Qualitätsrisiken

ArcelorMittal Ruhrort GmbH ist Hartungs- und Gewährleistungsrisiken ausgesetzt. Gewährleistungsfälle und Schadensersatzansprüche können einen negativen Effekt auf die Ertrags- und Finanzlage haben. Zur Qualitätssicherung in allen Unternehmensbereichen verfügen wir über ein zentrales Qualitätswesen. Hier werden Fehlerquellen und eigene Produktionsprozesse systematisch analysiert. Dies führt zugleich zu einer deutlichen Reduzierung von Gewährleistungsrisiken. Darüber hinaus wurde ArcelorMittal Ruhrort auch im Geschäftsjahr 2015 vornehmlich von Lieferanten beliefert, mit denen seit mehreren Jahren vertrauensvoll zusammengearbeitet wird. Auf diese Weise wird die hohe Qualität der verwendeten Produktionsfaktoren sichergestellt. Für Gewährleistungsrisiken wird über die Bildung von Rückstellungen bilanzielle Vorsorge getroffen.

- Marktrisiken

ArcelorMittal Ruhrort GmbH unterliegt als weltweit agierendes Unternehmen grundsätzlich einem Marktrisiko. Die Kündigung von Verträgen durch Großkunden kann einen negativen Effekt auf die Auslastung und die Finanz- und Ertragslage haben. Mittel- und langfristig begegnen wir diesem Risiko durch die Erschließung neuer Märkte und Kunden sowie die Anpassung der Produktpalette an die Bedürfnisse unserer Kunden. Unter anderem durch enge Kooperationen mit Großkunden sollen diese Vertriebsziele erreicht werden.

- Umweltrisiken

ArcelorMittal Ruhrort hat in den ersten beiden Handelsperioden des CO 2-Handels ausreichend Zertifikate für die jährlich erzeugten Stahlmengen erhalten. Aufgrund der politisch motivierten Verknappung für die Handelsperiode 2013 bis 2020 wird dies nicht mehr der Fall sein. Im Geschäftsjahr 2015 hat ArcelorMittal Ruhrort 450.000 Zertifikate entgeltlich erworben.

- Sonstige Risiken

ArcelorMittal Ruhrort GmbH bilanziert Rückstellungen für Pensionen in wesentlichem Umfang. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen unterliegt Risiken, die sich aus der Entwicklung der Lebenserwartung, der zukünftigen Höhe von Rentenanpassungen und der Entwicklung der Kapitalmarktverzinsung ergeben.

Gesamtbeurteilung

Die Gesamtrisikosituation wird im Rahmen des erläuterten Risikomanagements kontinuierlich analysiert und gesteuert. Für die ArcelorMittal Ruhrort GmbH wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

E. Prognosebericht (einschl. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung)

Die wirtschaftliche Lage der ArcelorMittal Ruhrort GmbH hat sich in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zu 2015 leicht verschlechtert. Die Spot-Preise für Schrott sind gesunken, aufgrund dessen sind die Preiszuschläge für Schmiedeprodukte ebenfalls reduziert worden.

Hinsichtlich der Entwicklung der Verkaufspreise stehen wir weiterhin unter Druck. Während die Preise für rd. 50 % unseres Versandes an Dritte auf einer Kostenformel basieren, sind die restlichen Preise, insbesondere für Lieferungen an die Schwestergesellschaft in Hochfeld, abhängig von der Entwicklung der Verkaufspreise. Hier sehen wir aufgrund der immer noch vorherrschenden Überkapazitäten in Europa noch keine positive Entwicklung. Da jedoch auch die Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt sich auf einem niedrigen Niveau eingependelt haben, sind wir derzeit in der Lage, stabile Ergebnisse zu erzielen.

Im ersten Quartal des Jahres 2016 lag der Versand um ca. 18 Tsd. t. über dem des ersten Quartals 2015. Durch die Veränderung des Produktmix sank aber der Durchschnittspreis vom ersten Quartal 2015 von 491 Euro/t auf 407 Euro/t im ersten Quartal 2016.

Wir sind weiterhin bemüht, die weiteren Kapazitäten mit einem neuen Produktportfolio im Markt, insbesondere im profitablen Bereich der Schmiedestähle, zu platzieren.

Die Auftragslage zeigt zum heutigen Zeitpunkt ein zufriedenstellendes Niveau. Selbstverständlich arbeiten wir mit Hochdruck daran, neue Szenarien zu entwickeln, die wieder zur Vollauslastung unserer Kapazitäten führen werden. Und wir gehen zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass uns dies auch gelingen wird.

Chancen ergeben sich insbesondere aus der Zugehörigkeit zur ArcelorMittal-Gruppe und deren globaler Ausrichtung als Stahlproduzent.

Das wesentliche Ziel des Geschäftsjahres 2016 besteht darin, durch entsprechende Maßnahmen Kosten und Ausgaben auf dem Niveau des Vorjahres zu stabilisieren. Die Erschließung neuer Märkte und Kunden sowie Anpassung der Produktpalette an die Bedürfnisse unserer Kunden stellen derzeit nach wie vor große Herausforderungen dar.

Wie in den Vorjahren werden wir streng auf unsere Kostenentwicklung achten und durch die Ausrichtung auf die Einhaltung von Zielgrößen in sämtlichen Betriebsbereichen sowie durch noch effizienteren Einsatz unseres Betriebskapitals und dessen weitere Reduzierung das Unternehmen in die Lage versetzen, langfristig befriedigende Ergebnisse zu erzielen.

Vor diesem Hintergrund gehen wir für das Geschäftsjahr 2016 von einer Versandmenge von 1.200.000 t bis 1.250.000 t und einem Umsatz von Mio. EUR 550 bis Mio. EUR 600 sowie einem EBITDA von ca. Mio. EUR 14 bis Mio. EUR 18 aus. Die Materialaufwandsquote sollte sich aufgrund unserer Einschätzung der Entwicklung der Rohstoff- und Verkaufspreise in einer Größenordnung von 85 % bis 87 % bewegen.

Wir sind zuversichtlich, dass wir aufgrund unserer Anstrengungen und der während der Krise gewonnenen Erfahrungen sowie der Möglichkeiten, die durch die Zugehörigkeit zum ArcelorMittal-Konzern gegeben sind, in dem Geschäftsjahr 2016 ein angemessenes positives Ergebnis vor Gewinnabführung in einer Größenordnung von Mio. EUR 8 bis Mio. EUR 12 erzielen werden.

Aufgrund der Volatilität der für uns relevanten Absatz- und Beschaffungsmärkte sind jedoch Prognosen mit einer sehr hohen Unsicherheit verbunden.

Entwicklung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren:

Der Ausbau des Gesundheitsmanagements wird auch im Geschäftsjahr 2016 weiter fortgeführt werden. Neben der Wiedereingliederung von langzeiterkrankten Mitarbeitern stehen vor allem präventive Maßnahmen im Vordergrund, die sowohl die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter als auch Angebote zu medizinischer Trainingstherapie und verschiedenen Seminaren beinhalten.

Im Rahmen der Arbeitssicherheit gab es im Geschäftsjahr 2015 2 Unfälle mit Ausfallzeit (LTI). Die in 2007 gestarteten Programme zur Verringerung der Unfallhäufigkeit beinhalten moderierte Gefährdungsbeurteilungen, verhaltensbezogene Sicherheitsbegehungen und monatliche Reviews. Wir werden diese Bemühungen weiterhin intensivieren, um die Mitarbeiter weiter zu sensibilisieren und damit die Anzahl von Unfallgefahrenmeldungen zu erhöhen. Das Ziel für alle operativen Einheiten liegt bei 550 Unfallgefahrenmeldungen.

Ziel im Geschäftsjahr 2016 ist es, die Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit (LTI) mindestens auf dem Niveau des Vorjahres zu halten (1 LTI für eigenen Personal, 1 LTI für Fremdmitarbeiter).

Des Weiteren werden auf Konzern- und lokaler Ebene gezielt Programme zur Förderung von Führungskräften und Führungskräftenachwuchs aufgelegt In diesen Programmen werden Führungskräfte mit Potenzial für weiterführende Funktionen im Rahmen der Potenzialprogramme systematisch auf strategische Herausforderungen und zukünftige Anforderungen vorbereitet. Die Programme leisten einen bedeutenden Beitrag, die Fähigkeiten dieser Führungskräfte gezielt zu entwickeln, sie langfristig an den Konzern zu binden und so vakante Führungs- und Schlüsselpositionen mit den besten internen Kandidaten besetzen zu können.

 

Duisburg, den 30. Mai 2016

ArcelorMittal Ruhrort GmbH

Geschäftsführung

Paul Tetteroo

Dr. Nicola Hirsch

Lutz Bandusch

Bilanz, zum 31. Dezember 2015

Aktiva

31.12.2015 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.169.636,35 3.347
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 1.850.028,43 1.794
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.144.396,71 18.108
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.102.845,65 635
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.572.043,38 5.161
  30.669.314,17 25.698
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.000,00 26
2. Beteiligungen 3.020,00 3
  29.020,00 19
  33.867.970,52 29.074
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 23.836.365,71 26.159
2. Unfertige Erzeugnisse 3.422.940,01 0
3. Fertige Erzeugnisse 34.385.485,18 39.438
4. Schadstoffemissionsrechte 7.614.557,87 7.205
  69.259.348,77 72.799
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.014.961,44 7.324
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 124.480.366,29 102.355
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.294.691,27 8.570
  135.790.019,00 118.249
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.551.067,59 849
  207.600.435,36 191.897
  241.468.405,88 220.971

Passiva

   
  31.12.2015 Vorjahr
  EUR TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 5.115.000,00 5.115
II. Kapitalrücklage 32.669.378,22 32.669
  37.784.378,22 37.784
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.932.678,00 27.019
2. Steuerrückstellungen 370.539,17 0
3. Sonstige Rückstellungen 28.777.743,10 26.039
  60.080.960,27 53.058
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 59.940.886,43 61.224
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 59.940.886,43 (Vorjahr: TEUR 61.224)    
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 73.820.772,17 61.754
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 73.820.772, 17 (Vorjahr: TEUR 61.754)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.841.408,79 7.151
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 9.841.408,79 (Vorjahr: TEUR 7.151)    
davon aus Steuern: EUR 422.861,25 (Vorjahr: TEUR 430)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 83.600,51 (Vorjahr: TEUR 92)    
  143.603.067,39 130.129
  241.468.405,88 220.971

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2015 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 548.715.812,95 544.037
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.629.375,81 23.558
3. Sonstige betriebliche Erträge 24.171.309,99 19.399
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 415.390.151,69 400.633
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 37.291.113,28 39.820
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 44.127.763,90 42.648
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.252.169,15 10.790
davon für Altersversorgung: EUR 3.754.066,55 (Vorjahr: TEUR 1.835)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.351.960,12 4.345
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 43.652.032,96 38.408
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 88
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 88)    
9. Erträge aus Beteiligungen 117.667,82 104
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 105.970,83 41
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 105.970,83 (Vorjahr: TEUR 9)    
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.738.454,85 2.681
davon aus Aufzinsung: EUR 1.463.349,00 (Vorjahr: TEUR 1.543)    
davon an verbundene Unternehmen: EUR 275.105,85 (Vorjahr: TEUR 271)    
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 12.677.739,83 786
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 370.539,17 0
14. Sonstige Steuern 34.300,89 31
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn (-) -12.272.899,77 -755
16. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird wesentlich durch folgende Verträge geprägt:

a) Roheisenliefervertrag

Die Thyssen Krupp Steel AG, Duisburg, hat sich verpflichtet, den Bedarf der ArcelorMittal Ruhrort GmbH an Roheisen bis zu einer jährlichen Gesamtmenge von 1,5 Mio. t bzw. 12 % der von TKSE produzierten Menge Stahlroheisen zu decken. Der Vertrag wurde am 22. Februar 2005 neu abgefasst und bis 2027 verlängert.

b) Knüppelliefervertrag

Mit der Schwestergesellschaft ArcelorMittal Hochfeld GmbH besteht die vertragliche Vereinbarung, dass ArcelorMittal Hochfeld GmbH sich verpflichtet, den gesamten LD-Rohstahlbedarf von ArcelorMittal Ruhrort GmbH abzunehmen. Die Preise für die Knüppellieferungen ergeben sich in Abhängigkeit von dem Nettoerlös der ArcelorMittal Hochfeld GmbH sowie aus einer mengenabhängigen Jahresrückvergütung.

c) Pachtvertrag

Mit ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH wurde ein unbefristeter Pachtvertrag abgeschlossen, der erstmals zum 31. Dezember 2027 gekündigt werden kann.

Gegenstand des Pachtvertrags ist das zum Zeitpunkt der Aufnahme der Geschäftstätigkeit (1. Oktober 1997) bestehende Anlagevermögen des Werksbereiches Ruhrort. ArcelorMittal Ruhrort GmbH erstattet der Verpächterin sämtliche pachtbedingten Aufwendungen, insbesondere die Abschreibungen, und zahlt darüber hinaus einen Verwaltungskostenaufschlag von 5 %. Finanzierungskosten werden bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt.

d) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Ruhrort Service GmbH

Mit der 100%igen Tochtergesellschaft Ruhrort Service GmbH, Duisburg, (RSG) wurde ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung vom 1. Januar 2001 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2006 abgeschlossen. RSG verpflichtet sich, den während der Vertragsdauer jeweils in ihrer Handelsbilanz ausgewiesenen Gewinn, vermindert um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr, an die ArcelorMittal Ruhrort GmbH abzuführen. ArcelorMittal Ruhrort GmbH verpflichtet sich, jeden während der Vertragsdauer bei der RSG entstehenden Verlust (Jahresfehlbetrag) auszugleichen.

Der Gewinnabführungsvertrag wurde nicht gekündigt und verlängert sich auf unbestimmte Zeit mit der Maßgabe, dass er von jeder Vertragspartei mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines jeden Geschäftsjahres der RSG gekündigt werden kann.

e) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der ArcelorMittal Duisburg GmbH

Die Gesellschaft hat am 19. März 2010 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin ArcelorMittal Duisburg GmbH, Duisburg, abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren. ArcelorMittal Ruhrort GmbH verpflichtet sich, den während der Vertragsdauer jeweils in ihrer Handelsbilanz ausgewiesenen Gewinn, vermindert um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr, an ArcelorMittal Duisburg GmbH abzuführen. ArcelorMittal Duisburg GmbH verpflichtet sich, jeden während der Vertragsdauer bei der ArcelorMittal Ruhrort GmbH entstehenden Verlust (Jahresfehlbetrag) auszugleichen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH Gesetzes erstellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bis fünfzehn Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern nach Anlagenkategorien ergeben sich wie folgt:

Nutzungsdauer in Jahren
Bauten 25
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13

Bei beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 150,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 150,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 werden seit dem Geschäftsjahr 2008 in einen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschlägen aufgrund von Verwertungsrisiken bewertet.

Die unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesenen Werksgeräte und Reserveteile werden konzerneinheitlich zu Anschaffungskosten abzgl. Gängigkeitsabschreibungen auf Basis einer Staffelmethode bewertet. Es bestehen folgende Abschreibungsprozentsätze in Abhängigkeit vom letzten Lagerzugang:

Letzter Lagerzugang Abschreibungssatz
%
≥ 1 Jahr und < 2 Jahre 15
≥ 2 Jahre und < 3 Jahre 30
≥ 3 Jahre und < 4 Jahre 45
≥ 4 Jahre und < 5 Jahre 60
≥ 5 Jahre 75

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, die neben den Material-und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Vertriebs- sowie Veralterungsrisiken sind angemessen berücksichtigt.

Bei der Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften oder hergestellten Vermögensgegenstände zuerst verbraucht oder veräußert werden (FIFO-Verfahren).

Die Schadstoffemissionsrechte sind, sofern sie unentgeltlich erworben wurden zum Zeitwert angesetzt. Die entgeltlich erworbenen Emissionsberechtigungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, vorbehaltlich etwaiger Abschreibungen auf einen niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die zu Nennwerten bilanziert werden, sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Das Gezeichnete Kapital (EUR 5.115.000,00) entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Handelsregistereintrag.

Für die Pensionsrückstellungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method") vorgenommen. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 3,89 %. Dabei wurden eine Gehaltssteigerung von 3 % p.a., ein Rententrend von 2 % p.a., ein Trend für die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze von 3 % p.a. sowie die in 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und der Preis- und Kostensteigerungen beinhaltet. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten Durchschnittszinssatz abgezinst.

Die Bewertung der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsrückstellungen erfolgt auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von sieben Jahren ergibt. Er beträgt 3,08 %. Dabei wurden ein Gehaltstrend von 3 % p.a. und eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze von 3 % p.a. berücksichtigt. Außerdem finden die Sterbetafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung.

Die Bewertung der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen für Altersteil-zeit erfolgt nach den Grundsätzen von IDW RS HFA 3. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von einem Jahr ergibt. Er beträgt 2,28 %. Dabei wurden ein Gehaltstrend von 2 % p.a. und eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze von 2 % p.a. berücksichtigt.

Die Rückstellung für die verbrauchten Schadstoffemissionsrechte ist in Höhe des Zeitwertes der verbrauchten Emissionsrechte angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzerlöse sind um Erlösschmälerungen gekürzt. Die Umsatzerlöse werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisen-kassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs bewertet.

Latente Steuern

Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den Steuerbilanzansätzen werden aufgrund des er-tragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses bei der ArcelorMittal Germany Holding GmbH, Hamburg, berücksichtigt.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Der überwiegende Teil der von ArcelorMittal Ruhrort GmbH genutzten Anlagen ist von ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH gepachtet. Die Pachtaufwendungen sind im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ergibt sich im Einzelnen aus dem Anlagengitter (Anlage zum Anhang).

2. Finanzanlagen

Die Gesellschaft hält eine 100-%-Beteiligung an dem verbundenen Unternehmen Ruhrort Service GmbH, Duisburg. Das Eigenkapital der Ruhrort Service GmbH beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 26, der Jahresverlust vor Ergebnisabführung TEUR 36.

3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2015 Vorjahr
TEUR TEUR
- kurzfristige Finanzmittel anlagen 36.120 4.133
- Liefer- und Leistungsverkehr 88.360 98.222
  124.480 102.355

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Zusammen mit anderen Konzernunternehmen hat die ArcelorMittal Ruhrort GmbH mit Wirkung vom 17. Dezember 2008 einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation mit Sitz in Paris/Frank-reich geschlossen. Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 5.115. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 32.669.

5. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen, Restrukturierung und Verpflichtungen aus der Personalabrechnung, i.H.v. TEUR 12.169 (Vorjahr: TEUR 10.868), für ausstehende Eingangsrechnungen i.H.v. TEUR 13.079 (Vorjahr: TEUR 9.098), für verbrauchte Emissionsrechte i.H.v. TEUR 1.434 (Vorjahr: TEUR 2.523) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 2.096 (Vorjahr: TEUR 3.550).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2015 Vorjahr
TEUR TEUR
Gesellschafter    
- Ergebnisabführung 12.273 755
- Laufende Verrechnungen (Vorschüsse) 55.592 42.303
  67.865 43.058
Übrige verbundene Unternehmen    
- Liefer- und Leistungsverkehr 5.956 18.696
  73.821 61.754

7. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Aus dem Cash-Pooling-Vertrag mit der Commerzbank ergibt sich eine gesamtschuldnerische Haftung der beteiligten Gesellschaften, wenn sich beim Cash-Pool-Führer (ArcelorMittal Germany Holding GmbH) ein Debetsaldo infolge der Saldenübertragungen ergibt, soweit die beteiligten Gesellschaften diesen Negativsaldo verursacht haben. Zum Bilanzstichtag besteht, wie im Vorjahr, insgesamt ein positiver Cash-Pool-Saldo auf Seiten des Cash-Pool-Führers. Dementsprechend scheidet eine gesamt-schuldnerische Haftung der beteiligten Gesellschaften gegenwärtig aus.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Aufgrund des mit ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH abgeschlossenen Pachtvertrags ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 562. Da sich die Mietaufwendungen in Abhängigkeit zur Aufwandsentwicklung ermitteln, ergeben sich für die Geschäftsjahre bis 2027 (nächste Kündigungsmöglichkeit) bei unterstellter gleicher Aufwandsentwicklung Mietverpflichtungen in entsprechender Größenordnung.

Zu dem Roheisenliefervertrag vgl. Erläuterungen im einleitenden Abschnitt des Anhangs.

Des Weiteren wurden mit diversen Unternehmen Vereinbarungen getroffen, diese vorrangig bei der Vergabe von betriebsnahen Dienstleistungen zu berücksichtigen. Die finanziellen Verpflichtungen ergeben sich in Abhängigkeit vorn Leistungserhalt.

Mit Datum vom 21. März 2000 wurde mit der ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH ein bedingter Schulderlassvertrag mit folgendem Inhalt abgeschlossen. Die ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH erklärt einen Forderungsverzicht von EUR 5.112.918,81 (DM 10.000.000,00). Der Verzicht erfolgt nicht unwiderruflich, sondern bedingt. ArcelorMittal Ruhrort beruft sich insoweit nicht auf den Verzicht, als durch die Befriedigung des Darlehensanspruchs eine Gefährdung der Ansprüche anderer Gläubiger nicht eintritt. Hiervon wird ausgegangen, soweit ArcelorMittal Ruhrort zukünftig Gewinne erwirtschaftet, die ein Eigenkapital laut Handelsbilanz von EUR 12.782.297,03 (DM 25.000.000,00) übersteigen (vor Wiederaufleben der Verbindlichkeit).

9. Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB

ArcelorMittal Ruhrort GmbH hat zusammen mit anderen Konzerngesellschaften mit Wirkung vom 17. Dezember 2008 an einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich, ("Purchaser") einem Unternehmen der Credit Agricole Group, und Eurofactor, Issy Les Moulineaux/ Frankreich, ("Agent") sowie ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, ("Cash Manager") geschlossen.

Der Nominalwert der verkauften und zum 31. Dezember 2015 noch nicht beglichenen Forderungen beträgt TEUR 11.373 (Vorjahr: TEUR 15.624).

Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Forderungsausfallrisiken bezogen auf die Bonität des Schuldners gehen auf die Factoringgesellschaft über. Wir behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Kundenmanagement inne. Besondere Risiken aus der Geschäftsabwicklung sind nicht ersichtlich.

IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Absatzgebieten:

2015 Vorjahr
TEUR TEUR
Deutschland 300.617 273.202
Übriges Europa 231.600 254.611
Nordamerika 3.660 6.840
Drittländer 12.839 9.384
  548.716 544.037

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

2015 Vorjahr
Absatz Durchschnittserlös Erlös Absatz Durchschnittserlös Erlös
t % EUR/t TEUR t % EUR/t TEUR
Vorblöcke 70.774 6,2 398 28.155 58.809 5,7 448 26.326
Knüppel 1.069.448 93,8 487 520.561 968.228 94,3 532 517.711
  1.140.222 100,0 481 548.716 1.027.037 100,0 530 544.037

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Weiterberechnungen von Dampf i.H.v. TEUR 5.485 (Vorjahr: TEUR 3.988), sonstige Weiterberechnungen (i.W. Strom und Erdgas) i.H.v. TEUR 10.908 (Vorjahr: TEUR 10.312), Personalgestellung i.H.v. TEUR 1.695 (Vorjahr: TEUR 1.609), Mieteinnahmen i.H.v. TEUR 462 (Vorjahr: TEUR 614) sowie Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 1.322).

Periodenfremde Erträge sind in dem Posten in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 1.322) enthalten.

Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen TEUR 526 (Vorjahr: TEUR 418).

3. Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen im Wesentlichen Bezüge für Roheisen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entfallen überwiegend auf Transportleistungen sowie Lohnbearbeitungskosten und Fremdinstandhaltungskosten.

4. Personalaufwand

ArcelorMittal Ruhrort beschäftigte im Jahr 2015 durchschnittlich 497 (Vorjahr: 519) Lohnempfänger und 260 (Vorjahr: 261) Angestellte.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Ausgangsfrachten i.H.v. TEUR 13.545 (Vorjahr: TEUR 12.356), Verkaufsprovisionen i.H.v. TEUR 1.097 (Vorjahr: TEUR 1.157), Konzernumlagen i.H.v. TEUR 11.589 (Vorjahr: TEUR 5.686), Pachtaufwendungen i.H.v. TEUR 1.042 (Vorjahr: TEUR 1.017), Aufwendungen für Leiharbeitnehmer i.H.v. TEUR 6.028 (Vorjahr: TEUR 5.471), IT- und Kommunikationskosten i.H.v. TEUR 1.342 (Vorjahr: TEUR 1.513) und Aufwendungen für Brand-und Umweltschutzmaßnahmen i.H.v. TEUR 2.918 (Vorjahr: TEUR 2.692).

Die unter diesem Posten ausgewiesenen Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung betragen TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 125).

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind in dem Posten wie im Vorjahr nicht enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2015 folgende Personen an:

 

Dr. Nicola Hirsch, Duisburg, Geschäftsführung Personal und Arbeitssicherheit

 

Paul Tetteroo, Duisburg, Geschäftsführung Technik und Finanzen

 

Lutz Bandusch, Hamburg, Geschäftsführung, Koordination ArcelorMittal Hamburg

Mit Ausnahme des Geschäftsführers Lutz Bandusch erfolgt die Vergütung der Geschäftsführung durch die Muttergesellschaft. Herr Bandusch erhält seine Vergütung über das Schwesterunternehmen ArcelorMittal Hamburg GmbH.

2. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Mitglieder an:

 

Werner Hofer, Rechtsanwalt, Hamburg

 

Dieter Kirsch, Leiter Stahlwerk ArcelorMittal Ruhrort GmbH, Oberhausen

 

Martin Otto, Geschäftsführer Betriebsrat ArcelorMittal Ruhrort GmbH, Dinslaken

 

Uwe Schamberg, Betriebsratsvorsitzender ArcelorMittal Ruhrort GmbH, Duisburg
(bis 30. November 2015)

 

Wolfgang Kleber, Betriebsratsvorsitzender ArcelorMittal Ruhrort GmbH, Duisburg
(ab 1. Dezember 2015)

 

Michael Schroers, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender ArcelorMittal Ruhrort GmbH, Duisburg

 

Gerhard Renz, Vorsitzender, Diplom-Ingenieur, Lüneburg

 

Michael Bach, stellvertretender Vorsitzender, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Düsseldorf, Leverkusen

 

Jean-Pierre Mullie, Head Human Resources ArcelorMittal Luxemburg S.A., Esch-sur-Alzette, Luxemburg

 

Dr. Gerard Ferguson, General Manager, ArcelorMittal Luxemburg S.A., Dudelange, Luxemburg

 

Augustine Kochuparampil, Executive Vice President ArcelorMittal Luxemburg S.A., Luxemburg

 

Thomas Kennel, 2. Bevollmächtigter IG Metall Duisburg, Duisburg

 

Alex Nick, Vice President ArcelorMittal Luxemburg S.A., Luxemburg

Im Geschäftsjahr 2015 wurden TEUR 52 an Vergütungen für Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlt.

3. Angaben zum Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der ArcelorMittal Ruhrort GmbH wird zum 31. Dezember 2015 über die Muttergesellschaft, die ArcelorMittal Duisburg GmbH, Duisburg, in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A., Luxemburg, (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Der Konzernabschluss wird in Luxemburg offengelegt. Darüber hinaus wird der Konzernabschluss bei der SEC in Washington, USA, unter der Register-Nr. CIK 000124349 veröffentlicht.

Die ArcelorMittal Ruhrort GmbH ist ihrerseits nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, da das Tochterunternehmen, die Ruhrort Service GmbH, gemäß § 296 Abs. 2 HGB für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, aufgrund des geringen Geschäftsvolumens von untergeordneter Bedeutung ist.

4. Nahestehende Personen

Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen:

Art des Geschäftes Art der Beziehung
Gesellschafterin Beteiligungs unternehmen Verbundene Unternehmen
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Forderungen aus Absatzgeschäften 0,0 0,0 98,2
Verbindlichkeiten aus Beschaffungsgeschäften 0,0 0,0 36,5
Forderungen aus ausgegebenen Finanzierungen 0,0 0,0 4,1
Verbindlichkeiten aus Kostenumlagen 24,4 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Gewinnabführungen 0,8 0,0 0,0
Umsätze aus Absatzgeschäften 0,0 0,0 156,2
Aufwendungen aus Beschaffungsgeschäften 0,0 0,0 33,2
Zinsaufwendungen 0,0 0,0 1,2
Geleistete Gewinnabführungen 0,8 0,0 0,0
Erhaltene Kostenumlagen 1,6 0,0 0,0
Geleistete Kostenumlagen 3,7 0,9 3,7
Summe 31,3 0,9 333,1

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 beläuft sich auf TEUR 74 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 34) sowie sonstige Leistungen (TEUR 40).

 

Duisburg, den 30. Mai 2016

ArcelorMittal Ruhrort GmbH

Geschäftsführung

Paul Tetteroo

Dr. Nicola Hirsch

Lutz Bandusch

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2015 Zugänge Umbuchungen Stand 31.122015
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.250.710,45 45.572,74 5.150,00 11.301.433,19
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 3.921.657,83 99.624,83 100.012,29 4.121.294,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 82.996.903,80 5.894.014,70 2.835.970,96 91.726.889,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.968.180,14 720.791,78 33.005,00 6.721.976,92
4, Geleistete Anzahlungen und Anlägen im Bau 5.160.671,72 2.385.509,91 -2.974.138,25 4.572.043,38
  98.047.413,49 9.099.941,22 -5.150,00 107.142.204,71
III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.000,00 0,00 0,00 26.000,00
2. Beteiligungen 3.320,00 0,00 0,00 3.020,00
  29.020,00 0,00 0,00 29.020,00
  109.327.143,94 9.145.513,96 0,00 118.472.657,90
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2015 Zugänge Stand 31.12.2015
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.903.242,64 228.554,20 8.131.796,84
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten 2.127.581,16 143.685,36 2.271.266,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.889.208,03 3.693.284,72 68.582.492,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.332.695,43 286.435,84 5.619.131,27
4, Geleistete Anzahlungen und Anlägen im Bau 0,00 0,00 0,00
  72.349.484,62 4.123.405,92 76.472.890,54
III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00
  80.252.727,26 4.351.960,12 84.604.687,38
Restbuchwerte
Stand 31.12.2015 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.169.636,35 3.347
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 1.850.028,43 1.794
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.144.396,71 18.108
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.102.845,65 635
4, Geleistete Anzahlungen und Anlägen im Bau 4.572.043,38 5.161
  30.669.314,17 25.698
III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.000,00 26
2. Beteiligungen 3.020,00 3
  29.020,00 29
  33.867.970,52 29.074

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ArcelorMittal Ruhrort GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der ArcelorMittal Ruhrort GmbH, Duisburg, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 30. Mai 2016

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Herrel, Wirtschaftsprüfer

gez. Wiemers, Wirtschaftsprüfer

Beschlussfassung des Aufsichtsrats der ArcelorMittal Ruhrort GmbH in der Aufsichtsratssitzung vom 15.06.2016

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft während des Geschäftsjahres 2015 (01.01.2015 - 31.12.2015) sorgfältig überwacht. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat durch regelmäßige schriftliche und mündliche Berichterstattung umfassend über die wesentlichen Fragen der Geschäftsführung unterrichtet.

Den Jahresabschluss und den Lagebericht der ArcelorMittal Ruhrort GmbH hat der Aufsichtsrat geprüft. Die von der Gesellschafterversammlung als Prüfer gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH, Düsseldorf hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nimmt dies zustimmend zur Kenntnis. Es sind keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft in der heutigen Sitzung. Das Jahresergebnis ist aufgrund des Gewinnabführungsvertrages auf € 0,00 gestellt.

 

Gerhard Renz, Vorsitzender

Gesellschafterbeschluss
über den Jahresabschluss der ArcelorMittal Ruhrort GmbH
für das Geschäftsjahr 2015

Unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften zur Ladung und Durchführung einer Gesellschafterversammlung tritt die Gesellschafterversammlung der ArcelorMittal Ruhrort GmbH zusammen, wobei sämtliche Geschäftsanteile vertreten sind, und fasst den folgenden Beschluss:

Nach dem Bericht des Aufsichtsrats der ArcelorMittal Ruhrort GmbH vom 15.06.2016 über die Prüfung des von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2015 vom 01.01.2015 - 31.12.2015 und dem von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH, Düsseldorf als Abschlussprüfer vorgelegten Prüfbericht vom 30.05.2016 und nach der Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat stellt die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 mit der Bilanz zum 31.12.2015, Bilanzsumme 241.468.405,88 €, fest. Das Jahresergebnis beträgt nach Übernahme des Gewinns durch den Mehrheitsgesellschafter ArcelorMittal Duisburg GmbH aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von 12.272.899,77 €: 0,00 €.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt.

Als Wirtschaftsprüfer wird für das Geschäftsjahr 2016 Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf bestellt.

 

15.06.2016

ArcelorMittal Duisburg GmbH

Tetteroo

Dr. Hirsch

 

ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH

Tetteroo

Dr. Hirsch

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