Hitachi Energy Germany AG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Roloff seit 10.12.2025 | Prokura |
Bruno Bürgisser seit 1.12.2025 | Vorstandsmitglied |
Kathrin Romahn seit 9.12.2024 | Prokura |
Oliver Derigs seit 24.7.2024 | Prokura |
Sara Theodoro seit 21.3.2024 | Prokura |
Claus Knipfer seit 21.3.2024 | Prokura |
Marco Becker seit 21.3.2024 | Prokura |
Stefanie Gilcher seit 21.3.2024 | Prokura |
Matthias Schmalz seit 16.10.2023 | Prokura |
Andreas Lentini seit 15.2.2023 | Prokura |
Thorsten Platz seit 27.7.2022 | Prokura |
Pascal Daleiden seit 10.3.2022 | Vorsitzender des Vorstands |
Susanne Jörres seit 28.1.2022 | Prokura |
Michael Walter seit 27.8.2020 | Prokura |
Thorsten Kühn seit 14.5.2020 | Prokura |
Kay Kruse seit 14.5.2020 | Prokura |
Johannes Dr. Hoffmann seit 29.11.2019 | Prokura |
Markus Winkler seit 29.11.2019 | Prokura |
Stefan Rolf Habild seit 29.11.2019 | Prokura |
Susann Maria Schröder seit 29.11.2019 | Prokura |
Tobias Kühn seit 29.11.2019 | Prokura |
Jochen Walter Dr. Kreusel seit 29.11.2019 | Prokura |
Christophe Barwig seit 29.11.2019 | Prokura |
Andrea Moser seit 6.9.2019 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hitachi Energy Germany AGMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hitachi Energy Germany AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hitachi Energy Germany AG, Mannheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hitachi Energy Germany AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 26. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Hällmeyer, Wirtschaftsprüfer Reiter, Wirtschaftsprüfer BilanzHitachi Energy Germany AG, MannheimAktiva in Tsd. €
Passiva in Tsd. €
Gewinn- und VerlustrechnungHitachi Energy Germany AG, Mannheim
AnhangHitachi Energy Germany AG, MannheimVorstand Pascal Daleiden Vorstandsvorsitzender, Country Managing Director Hitachi Energy Region DACH Christoph Käubler Vorstand, Country Finance Director Hitachi Energy Region DACH Aufsichtsrat Arbeitgebervertretung Dr. Markus Heimbach wohnhaft in Thalwil / Schweiz Dr.-Ing. und Dipl. Wirtschaftsingenieur (Aufsichtsratsvorsitzender) Managing Director Business Line High Voltage Products Hitachi Energy AG, Zürich / Schweiz Petra Klingenstein (bis 31.12.2023) wohnhaft in Viernheim Dipl. Kauffrau Regional Tax Lead Europe Hitachi Energy Germany AG, Mannheim / Deutschland Rafaela Vogt (ab 1.1.2024) wohnhaft in Hünenberg / Schweiz Dipl. Steuerexpertin Tax Manager Hitachi Energy AG, Zürich / Schweiz Dr. Michael Liebers wohnhaft in Herrliberg / Schweiz Wirtschaftsingenieur Managing Director REIWA Program Hitachi Energy AG, Zürich / Schweiz Andrew Law Wohnhaft in Watt / Schweiz Jurist General Counsel Hitachi Energy Hitachi Energy AG, Zürich / Schweiz Arbeitnehmervertretung Claudia Dekinder (bis 30.06.2023) wohnhaft in Großniedesheim Gesamtbetriebsratsvorsitzende (freigestellt) der Hitachi Energy Germany AG und Betriebsratsvorsitzende (freigestellt) der Hitachi Energy Germany AG (Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende) Hitachi Energy Germany AG, Mannheim / Deutschland Nicole Schwenk (ab 9.10.2023) wohnhaft in Birkenheide Gesamtbetriebsratsvorsitzende (freigestellt) der Hitachi Energy Germany AG und Betriebsratsvorsitzende (freigestellt) der Hitachi Energy Germany AG (Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende) Hitachi Energy Germany AG, Mannheim / Deutschland Wilhelm Schönenberg wohnhaft in Linz/Rhein Betriebsratsvorsitzender (freigestellt) der Hitachi Energy Germany AG Hitachi Energy Germany AG, Mannheim / Deutschland Erläuterungen 1. Allgemeines zur Hitachi Energy Germany AG Die Geschäftsaktivitäten der Hitachi Energy Germany AG, Mannheim, umfassen neben verschiedenen Zentral- und Dienstleistungsfunktionen die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung, Vermarktung, sowie den Verkauf und die Inverkehrbringung von Produkten, Systemen und Projekten in den Bereichen Automatisierung von Stromnetzen (Grid Automation - PGGA), der Netzintegration (Grid Integration - PGGI), der Hochspannungsprodukte (High Voltage Products - PGHV) und Transformatoren (Transformers - PGTR), sowie das Erbringen von Dienstleistungen in den vorgenannten Bereichen. Die Zentral- und Dienstleistungsfunktionen erbringen Leistungen u.a. in den Bereichen Finanzen, Personalwesen, Recht, Arbeitssicherheit, Informationstechnologie (IT), Kommunikation, Real Estate und F&E für die operativen Bereiche der Hitachi Energy Germany AG, aber auch teilweise für die Schwestergesellschaften Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim, sowie die Hitachi Energy Austria AG, Guntramsdorf / Österreich. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Mannheim. Sie ist mit 10 abhängigen Niederlassungen aktiv. Das Grundkapital der Hitachi Energy Germany AG beträgt nominal EUR 50.000 und ist in 50.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Die 50.000 Stückaktien werden von der Hitachi Energy Holdings Ltd., Zürich / Schweiz als alleiniger Aktionärin der Hitachi Energy Germany AG gehalten. Die Anteile an der Hitachi Energy Holdings Ltd., Zürich / Schweiz, werden zu 100 % von der Hitachi Energy Ltd., Zürich / Schweiz, gehalten. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1.4. eines Jahres bis zum 31.3. des Folgejahres. 2. Registerinformation Die Gesellschaft ist unter der Firma Hitachi Energy Germany AG im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 733113 eingetragen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Hitachi Energy Germany AG werden zur Einstellung in das Unternehmensregister bei der das Unternehmensregister führenden Stelle eingereicht. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Der Abschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten. Im Einzelnen wird im Wesentlichen unverändert nach den folgenden Grundsätzen bewertet: Umsatzerlöse Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundsätzlich werden die Sachanlagen linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Die von uns vorgenommenen Mietereinbauten werden über den Zeitraum der Mietdauer linear abgeschrieben. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 250 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 250 € bis 800 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt. Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II S. 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden - soweit Vorratsbestände vorhanden sind - aktivisch abgesetzt, darüber hinaus durch Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Realisationsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden. Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht. Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der "Projected Unit Credit-Methode", so dass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden. Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem für Ende Februar 2023 von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Durchschnitt berechnet sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt, welche entsprechend den allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst wurden. Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Beschäftigten sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Beschäftigten eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Am 1.3.2006 wurde rückwirkend zum 1.1.2006 für tarifliche und außertarifliche Beschäftigte eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt. Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, z.B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre. Vermögensgegenstände, die Bestandteil unserer Contractual Trust Arrangements (CTA) sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden mit den Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere und sonstiges Deckungsvermögen werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen. Eine Saldierung analog hierzu erfolgt auf Ebene der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge. Entsprechend wird mit solchen Vermögensgegenständen verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen bewertet. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden. Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt. In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen. Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Realisationsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei in der Regel um Devisentermingeschäfte, die in Form von unbedingten Termingeschäften (Forwards) getätigt werden, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt. Von der Möglichkeit einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten oder -forderungen mit den auf diese Verbindlichkeiten oder Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht. 4. Anlagevermögen Entwicklung des Anlagevermögens
5. Vorräte
Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt. 6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
7. Finanzmittel
Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in erster Linie um kurzfristige Geldanlagen bei der Hitachi Energy Finance Ltd, Zürich / Schweiz, einer Tochtergesellschaft der Hitachi Energy Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings sowie in Form von Darlehen. 8. Entwicklung des Eigenkapitals Das Eigenkapital der Hitachi Energy Germany AG beläuft sich zum 31.3.2024 auf 140.957 Tsd. €. Das Grundkapital der Hitachi Energy Germany AG beträgt unverändert 50 Tsd. € und ist in 50.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von 1 € je Aktie eingeteilt. Am Bilanzstichtag befand sich das gesamte Aktienkapital im unmittelbaren Besitz der Hitachi Energy Holdings AG, Zürich / Schweiz. Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wurde im Berichtsjahr ein Verlust in Höhe von 16.212 Tsd. € erwirtschaftet. Der Verlust wird durch den Beherrschungsvertrag mit der Muttergesellschaft von dieser ausgeglichen. 9. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung Im Interesse der Absicherung von Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung, zugesagt in Form von Direktzusagen, sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen, hat die Hitachi Energy Germany AG Treuhandverträge mit den folgenden überbetrieblichen Treuhändern über deren überbetriebliche Contractual Trust Arrangements (CTA) eine doppelseitige Treuhand abgeschlossen:
Darüber hinaus sind bestimmte Versorgungsanwartschaften durch verpfändete Rückdeckungsversicherungen finanziert und abgesichert und werden daher als saldierungsfähiges Deckungsvermögen behandelt. Zum 31.3.2024 belief sich der beizulegende Zeitwert dieser für Altersversorgungsansprüche reservierten Vermögensgegenstände auf insgesamt 52.254 Tsd. € (31.3.2023: 45.275 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 47.432 Tsd. € (31.3.2023: 46.122 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 4.823 Tsd. € (31.3.2023: -846 Tsd. €) betrugen. Zum 31.3.2024 betrugen die Pensionsverpflichtungen der Hitachi Energy Germany AG insgesamt 73.175 Tsd. € (31.3.2023: 64.718 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 1,82 % zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren per Ende Februar 2024. Die Differenz zum Zinssatz per Ende März 2024 ist als nicht wesentlich einzuschätzen. Dieser Durchschnitt berechnet sich im Berichtsjahr aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 1,78 %. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB beträgt 341 Tsd. €, für den eine Ausschüttungssperre besteht. Für das Berichtsjahr liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,6 % p. a. (Vorjahr 2,6 %) sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 2,1 % p. a. (Vorjahr 2,1 %) zugrunde. Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 3,50 % p. a. unterstellt. Die Pensionsverpflichtungen, denen zum 31.3.2024 verrechnungsfähige Vermögenswerte gegenüberstanden, beliefen sich auf insgesamt 65.939 Tsd. € (31.3.2023: 57.432 Tsd. €). Den gesamten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 73.175 Tsd. € (31.3.2023: 64.718 Tsd. €) standen am 31.3.2024 zu Marktwerten bewertete, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und ausschließlich für Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögensgegenstände im Gesamtwert von 52.254 Tsd. € (31.3.2023: 45.275 Tsd. €) gegenüber, so dass sich aus dem in § 246 II S. 2 HGB geforderten Saldierungsgebot nach Verrechnung eine verbleibende Verpflichtung in Höhe von 20.921 Tsd. € (31.3.2023: 19.443 Tsd. €) ergibt.
10. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten erwartete Zahlungsverpflichtungen für ausländische Gewinnsteuern. 11. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen neben noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen) im Wesentlichen die Rückstellungen für Garantieleistungen. Ferner enthält dieser Posten Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Beschäftigte sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind. Den Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen in Höhe von 4.966 Tsd. € (31.3.2023: 5.608 Tsd. €) standen am 31.3.2024 zu Marktwerten bewertete, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und ausschließlich für Altersteilzeitverpflichtungen reservierte Vermögensgegenstände im Gesamtwert von 3.756 Tsd. € (31.3.2023: 3.621 Tsd. €) gegenüber, so dass sich aus dem in § 246 II S. 2 HGB geforderten Saldierungsgebot nach Verrechnung eine verbleibende Verpflichtung in Höhe von 1.210 Tsd. € (31.3.2023: 1.987 Tsd. €) ergibt. Die historischen Anschaffungskosten der zu Marktwerten bewerteten Vermögensgegenstände betragen 3.798 Tsd. € (31.3.2023: 3.798 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen zum 31.3.2024 -42 Tsd. € (31.3.2023: -177 Tsd. €). Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt. 12. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 37.320 Tsd. € (31.3.2023: 32.567 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr. Die erhaltenen Anzahlungen im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft sind in der Regel durch Bankbürgschaften gesichert. 13. Haftungsverhältnisse
Aufgrund der Ergebnisse unserer Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risikoeiner Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als gering einschätzen. 14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die wesentlichen Miet- und Pachtverträge haben ein Laufzeitende zwischen 2024 und 2032. 15. Derivative Finanzinstrumente Angaben zu Finanzinstrumenten:
Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte. Unter den sonstigen Geschäften sind Warentermingeschäfte erfasst. Die beizulegenden Zeitwerte enthalten in Höhe von 710 Tsd. € negative Werte, für die eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet wurde. Zur Bewertung wurde die "Mark-to-Market-Methode" angewendet. 16. Latente Steuern Latente Steuern bestehen aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Aktive latenten Steuern bestehen im Wesentlichen bei Pensionsverpflichtungen sowie aufgrund von körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Es bestehen keine wesentlichen passiven latenten Steuern. Der resultierende Aktivsaldo wurde nicht angesetzt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 17. Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geografischen Merkmalen ergibt folgendes Bild:
18. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 2.855 Tsd. €. (31.3.2023: 7.404 Tsd. €). Es handelt sich dabei sowohl um realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Des Weiteren ergeben sich Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 692 Tsd. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres enthielten außergewöhnliche Erträge in Höhe von 15.860 Tsd. € aus der Veräußerung eines Geschäftsbereichs der "Grid Automation" an die Hitachi Energy Sweden AB, Västeras/Schweden. 19. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 2.472 Tsd. € (31.3.2023: 10.337 Tsd. €). Es handelt sich dabei sowohl um realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. 20. Zinsergebnis
Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen. Die Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen und Verkäufen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen betragen insgesamt 5.801 Tsd. €, die in den Zinserträgen ausgewiesen sind (im Vj. Verluste von 2.943 Tsd. €, ausgewiesen im Zinsaufwand). Der in den Zinserträgen enthaltene (saldierte) Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen beträgt im Berichtsjahr 981 Tsd. €. Aus der Verzinsung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde ein Zinsaufwand von 44 Tsd. € verrechnet (im Vj. Zinsertrag von 19 Tsd. €). Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich auf 160 Tsd. €, während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 36 Tsd. € beliefen. 21. Steuern Im Berichtsjahr ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 22 Tsd. €. Dieser resultierte im Wesentlichen aus ausländischen Quellensteuern. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine Steueraufwendungen/-erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben. 22. Beschäftigte
23. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die im Geschäftsjahr 2024 angefallenen Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers, EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, setzen sich wie folgt zusammen:
24. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Eine Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2024 erfolgte nicht. Auf die Angabe der Bezüge des Vorstandes wird mit Verweis auf § 286 IV HGB verzichtet. 25. Jahresergebnis, Ergebnisverwendung und Beherrschungsvertrag Die Hitachi Energy Holdings AG, Zürich / Schweiz, ist aufgrund des Beherrschungsvertrags verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer entstehenden Verlust der Hitachi Energy Germany AG gemäß § 302 Abs. 1 AktG in der jeweils gültigen Fassung, auszugleichen. Im Berichtsjahr 2024 erwirtschaftete die Hitachi Energy Germany AG einen Verlust von 16.212 Tsd. €, dieser wurde gemäß den Bedingungen des Beherrschungsvertrags durch die Gesellschafterin übernommen. Es besteht somit unverändert ein Bilanzverlust in Höhe von 17.177 Tsd. €. 26. Sonstige Angaben Ausschüttungssperre In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich grundsätzlich eine Gewinnausschüttungssperre:
Konzernzugehörigkeit Der Abschluss der Hitachi Energy Germany AG wird im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss nach IFRS der Hitachi Ltd., Tokio / Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann auf der Internetseite der Hitachi Ltd. eingesehen werden. Die Hitachi Energy AG, Zürich / Schweiz stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Hitachi Energy Germany AG einbezogen wird. Der Konzernabschluss kann auf der Internetseite der Hitachi Energy AG eingesehen werden. Ereignisse nach dem Stichtag Ereignisse nach dem Stichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergaben sich nicht.
Mannheim, den 26. Juni 2024 Hitachi Energy Germany AG Der Vorstand Daleiden Käubler Lagebericht Geschäftsjahr 1. April bis 31. März 2024Hitachi Energy Germany AG, MannheimHitachi Energy Germany AG Hitachi Energy ist ein weltweit operierendes Technologieunternehmen, das auf eine fast 250-jährige Geschichte zurückblicken kann und etwa 36.000 Mitarbeiter in 90 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz beliefert Versorgungs-, Industrie- und Infrastrukturkunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie die aufstrebenden Bereiche nachhaltige Mobilität, Smart Cities, Energiespeicher und Rechenzentren. Hitachi Energy verfügt über eine globale Präsenz und eine umfangreiche installierte Flotte und hat den Anspruch, soziale, ökologische und wirtschaftliche Werte in Einklang zu bringen. Das Unternehmen verpflichtet sich einer nachhaltigen Energiezukunft mit wegweisenden und digitalen Technologien, als Partner der Wahl, um ein stärkeres, intelligenteres und umweltfreundlicheres Netz zu ermöglichen. Die Geschäftsaktivitäten der Hitachi Energy Germany AG, Mannheim, umfassen neben verschiedenen Zentral- und Dienstleistungsfunktionen die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung, Vermarktung, sowie den Verkauf und die Inverkehrbringung von Produkten, Systemen und Projekten in den Bereichen Automatisierung von Stromnetzen (Grid Automation - PGGA), der Netzintegration (Grid Integration - PGGI), der Hochspannungsprodukte (High Voltage Products - PGHV) und Transformatoren (Transformers - PGTR), sowie das Erbringen von Dienstleistungen in den vorgenannten Bereichen. Die Zentral- und Dienstleistungsfunktionen erbringen Leistungen u.a. in den Bereichen Finanzen, Personalwesen, Recht, Arbeitssicherheit, Informationstechnologie (IT), Kommunikation, Real Estate und F&E für die operativen Bereiche der Hitachi Energy Germany AG, aber auch teilweise für die Schwestergesellschaften Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim, sowie die Hitachi Energy Austria AG, Guntramsdorf / Österreich. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Mannheim. Sie ist mit 10 abhängigen Niederlassungen aktiv. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2023 und 2024 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr verändert. Es zeichnet sich zunehmend ab, dass die Weltwirtschaft in den nächsten Jahren nur unterdurchschnittlich wachsen wird. Dies zeigte sich bereits im Jahr 2023, in dem trotz eines guten Starts in das Jahr das Wachstum im Laufe des Jahres abflachte, was sich insbesondere durch eine schwache Industrieproduktion und hohe Zinsen erklären lässt. Insgesamt ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,0 % gewachsen. Die auf der ganzen Welt bestehende, hohe Inflation wird in naher Zukunft wieder sinken. In der Eurozone erreichte die Kerninflation im September 2023 4,5 %. Ein Unterschreiten der 2 %-Marke im Euro-Raum wird von den Instituten der GD (Gemeinschaftsdiagnosen) auf Ende 2024 prognostiziert. 1
1 BMWK - Die Weltwirtschaft stabilisiert sich
auf niedrigem Niveau
Die deutsche Wirtschaft ist in den ersten drei Quartalen in 2023 kaum gewachsen (Q1: 0,0 %, Q2: 0,1 %, Q3: 0,0%). Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurde zudem im vierten Quartal im Jahr 2023 ein um 0,4 % geringeres BIP verzeichnet. 2 Für das Jahr 2024 erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahresdurchschnitt ein Wachstum von 0,6 %. Außerdem ist für 2024 ein Rückgang der Inflation auf 2,7 % prognostiziert. 3
3 OECD-Wirtschaftsausblick, Ausgabe 2023/2:
Vorläufige Ausgabe - OECD (oecd-ilibrary.org)
Für den Euro-Raum erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum des realen BIP in den Jahren 2023 und 2024 in Höhe von 0,6 % und 1,1 %. Im Vergleich zum Jahr 2022 konnte 2023 aufgrund hoher Energiepreise und anhaltender Materialengpässe kaum Wachstum verzeichnet werden. Für 2024 hingegen wird aufgrund der Erholung der Reallöhne mit einem höheren Wachstum gerechnet. 4
4 Sachverständigenrat für Wirtschaft:
Jahresgutachten 2023/24
(sachverstaendigenrat-wirtschaft.de)
Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde für das Kalenderjahr 2023 mit 3,0 % angegeben. 5 Insgesamt prognostizierte der Sachverständigenrat ein globales BIP-Wachstum von 2,7 % und für den globalen Welthandel einen Rückgang um 1,4 % im Jahr 2023. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum des BIP und des globalen Welthandels in Höhe von 2,2 % und 1,5 % erwartet. 6
5 BMWK - Die Weltwirtschaft stabilisiert sich
auf niedrigem Niveau
6 Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023
(sachverstaendigenrat-wirtschaft.de)
Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung der Wirtschaft nahm im Verlauf des Jahres 2023 ab. Im Vergleich zum Vorquartal war sie im 4. Quartal 2023 um 0,4 % geringer. In den Dienstleistungsbereichen konnte hingegen ein Wachstum zum Vorjahresquartal verzeichnet werden. Die preisbereinigte Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe hat sich nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im vierten Quartal 2023 um 2,2 % verringert. Der deutsche Außenhandel ist zudem stark gesunken. Deutschland hat preisbereinigt 4,0 % weniger Waren und Dienstleistungen als im Vorjahresquartal exportiert. Noch stärker sind die Importe gesunken, sie verringerten sich um 5,6 %. 7 Rahmenbedingungen des Geschäftsbetriebs der Hitachi Energy Germany AG Im Berichtsjahr etablierte sich die Hitachi Energy Germany AG in einem schwierigen politischen und konjunkturellen Marktumfeld, gemessen am Auftragseingang. Dies wird maßgeblich durch das Basisgeschäft sowie durch einige maßgebliche Großprojekte ("Large Orders") begründet. Als "Large Orders" werden Projekte mit einem Auftragswert größer 15 Mio. US$ definiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden einige größere Projekte gewonnen. Weiterhin konnten im Bereich des "Base Business" verschiedene Projekte gewonnen werden. Die weiterhin stark zunehmende Anzahl der Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien ist hierbei ein wichtiger Indikator. Der Wettbewerbs- und Preisdruck, vor allem im System- und Produktgeschäft, war auch im Berichtsjahr anhaltend hoch. Der zunehmende Wettbewerbsdruck beruht teilweise auf verzögerten Investitionen und Vergaben durch die anhaltende angespannte weltpolitische Lage, vor allem bedingt durch den Russland-Ukraine-Krieg. Die Entwicklung des Preisdrucks ergab sich einerseits aus Lieferengpässen. Andererseits führte die zunehmende Inflation mit insbesondere steigenden Rohmaterialpreisen zu einem Anstieg der Beschaffungspreise. Im Geschäftsbereich "High Voltage Products" konnte sowohl im deutschen als auch im internationalen Markt ein erheblicher Bedarfsanstieg für Serviceleistungen und Produkte festgestellt werden. Diese Entwicklung wurde durch die sich beschleunigende Energiewende gefördert. Mit der verabschiedeten F-Gas Verordnung ist ein rapider Anstieg des Bedarfes an SF 6 -freien Schaltanlagen zu beobachten. Die Organisation und das Werk in Karlstein werden ausgebaut. Gleiches galt für den Geschäftsbereich "Transformers". Im Berichtsjahr bestand auf dem Heimmarkt ein positives Marktumfeld, welches insbesondere durch die Energiewende und den Trend zu nachhaltiger Elektrizität bedingt war. Diese Dynamik wird durch den Ukraine-Krieg verstärkt, da ein gestiegener Bedarf an effizienten Netzwerktransformatoren in Europa und speziell in Deutschland zu erkennen ist, wo eine erhöhte Aktivität der nationalen Übertragungsnetzbetreiber beobachtet werden kann. Insgesamt kann der Geschäftsbereich in Anbetracht des hohen Auftragseinganges und einer erhöhten Nachfrage nach Dienstleistungen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Geschäftsbereich "Grid Integration" konnte ein erfolgreiches Geschäftsjahr verzeichnen. Der für den deutschen Markt bestehende Bedarf an Netzausbau und -erneuerung ist dabei in den Netzentwicklungsplänen der Bundesregierung festgeschrieben. Dies umfasst anstehende Mega-Projekte im Bereich HVDC ebenso wie zahlreiche Systemprojekte im Bereich Netzaus- und -umbau sowie Power Quality Lösungen für das deutsche Hoch- und Höchstspannungsnetz. Im Berichtsjahr wurde erfolgreich mit der Abwicklung des Projektes "SuedLink DC4" begonnen, welches eine entscheidende Rolle bei der Energiewende in Deutschland spielt. Der verabschiedete Netzentwicklungsplan zeigt ein enormes Marktpotential. Auch im Geschäftsbereich "Grid Automation" konnte im Berichtsjahr ein Marktwachstum verzeichnet werden. Treiber für dieses Marktwachstum ist der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien und die Integration neuer elektrischer Verbraucher aus Transport, Wärme und Industrie in das Energiesystem. Ein deutlicher Anstieg im Auftragseingang sowie im Auftragsbestand bildet eine sehr gute Ausgangslage für das kommende Geschäftsjahr. Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hitachi Energy Germany AG Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind für uns die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITA) sowie der Auftragseingang, jeweils nach IFRS, da Unternehmenssteuerung und Planung im Rahmen des internen Konzern-Berichtswesens der global operierenden Hitachi Energy Gruppe erfolgen. Die Entwicklung des Gesamtauftragseingangs der Hitachi Energy Germany AG verlief im Berichtsjahr positiv. Es konnte ein Auftragseingang in Höhe von 1.508.427 Tsd. € verzeichnet werden. Das im Vorjahr prognostizierte, gegenüber 2022/23 (940.456 Tsd. €) deutlich verminderte Niveau des Auftragseinganges trat nicht ein, da die Aufträge für diverse Großprojekte gewonnen werden konnten und dies durch zusätzliches Seriengeschäft unterstützt wurde. Die IFRS Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr auf 623.300 Tsd. € (Vj. 550.730 Tsd. €). Die IFRS Umsatzerlöse liegen damit deutlich über dem Niveau der Vorjahresplanung für den Zeitraum des Geschäftsjahres, die von vergleichbaren IFRS-Umsatzerlösen ausging, da mehrere Großprojekte angearbeitet werden konnten. Das IFRS EBITA war mit -3.200 Tsd. € negativ. Die im vergangenen Jahr geplante leichte Verbesserung des IFRS EBITA aus dem Kerngeschäft (Vj.: +1.364 Tsd. €) wurde damit nicht erreicht. Wesentliche Gründe hierfür sind die gestiegene Inflation und damit einhergehend die gestiegenen Kosten, die sich nicht in den Planzahlen niederschlugen. Auftragsentwicklung der Geschäftsbereiche der Hitachi Energy Germany AG Der Gewinn der Projekte "Transnet BW Wendlingen" und "Transnet BW Oberjettingen", bei denen es um den Aufbau von E-STATCOM in Deutschland geht, führen zu einem sehr guten Auftragseingang im Geschäftsbereich "Grid Integration" für das Geschäftsjahr 2024. Im Geschäftsbereich "Grid Automation" konnte eine Vielzahl neuer Projekte gewonnen werden, sodass der Auftragseingang des Geschäftsbereiches im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden konnte. Besonders hervorzuheben ist der Gewinn der Projekte "TenneT Ijmuijden" und "TenneT Nederwiek". Der Geschäftsbereich "Transformers" verzeichnete einen erheblichen Anstieg des Auftragseingangs. Maßgeblich hierfür war unter anderem der Gewinn der Projekte "Gulf of Biscay" und "Amprion". Der weiterhin anhaltende Preisdruck stellte auch im Berichtsjahr eine Herausforderung dar, jedoch konnten im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Preise am Markt durchgesetzt werden. Der Auftragseingang im Geschäftsbereich "High Voltage Products" stieg im Berichtsjahr erneut deutlich an. Besonders im Bereich Schaltanlagen konnten mehrere Rahmenverträge abgeschlossen werden. Ebenso konnten verschiedene Projekte wie "Grüngraut", "Sossenheim", "Waarderpolder" oder "Obermooweiler" gewonnen werden. Forschung- und Entwicklungsbericht gemäß § 289 II Nr. 2 HGB Im Berichtsjahr hat die Hitachi Energy Germany AG 15.180 Tsd. € in die Entwicklung innovativer Technologien, Lösungen und Dienstleistungen investiert. Dies entspricht etwa 3 % des Umsatzes nach HGB. Die Energiewende und die Digitalisierung verändern die heutige Branche in vielerlei Hinsicht. Im Bereich der Stromnetze erfordert die verstärkte Integration erneuerbarer Energien im Zuge der Energiewende den Einsatz innovativer Lösungen, um einen sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlichen Netzbetrieb zu ermöglichen. Die Hitachi Energy Germany AG strebt an, durch intelligente Netze, neue Technologien und digitale Geräte echten Mehrwert zu schaffen. Die Forschungsgruppe "Grid Management and Optimization" als Teil des "Central European Hitachi Energy Research Center" in Mannheim ist bestrebt, die Position von Hitachi Energy als Technologieführer, als den wir uns sehen, in den zuvor genannten Bereichen zu stärken. Das Team entwickelt innovative Netzplanung und Netzbetriebsinstrumente für die Energienetze der Zukunft und arbeitet eng mit Kunden und Universitäten zusammen. Das Forschungszentrum beteiligt sich unter anderem an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt "Kopernikus-ENSURE", welches ein Teil einer der größten deutschen Forschungsinitiativen für die Energiewende ist. Die zweite Phase des Projekts startete Anfang 2020 und hat als Ziel Pilotprojekte zu realisieren, die Technologien und Lösungen für die Energiewende demonstrieren. In Rahmen dieses Projekts wurden beispielsweise neue Netzbetriebsstrategien für die Energiewende entwickelt. Das Forschungsteam arbeitet an der Entwicklung von autonomen oder teilautonomen Netzfunktionalitäten, um die wachsende Komplexität von Stromsystemen zu bewältigen. Diese Phase des Projekts wurde Ende 2023 abgeschlossen, und das Team leistet einen aktiven Beitrag zur dritten und letzten Phase des Projekts. Diese Phase beinhaltet auch eine sehr aktive Beteiligung unserer Business Units und soll mit dem Demonstrationszentrum in Mannheim gekrönt werden. So werden beispielsweise neue datengesteuerte Methoden eingesetzt, um die Betreiber der Stromnetze beim Alarmmanagement zu unterstützen. Aufgrund der vielen Systemereignisse werden die Betreiber mit verschiedenen Warnungen und Alarmen überflutet. Nicht alle von ihnen sind relevant und müssen ausgewählt werden. Hier konzentrierten sich die Forschungsaktivitäten auf das Auffinden und Clustern der relevanten Alarme. Ein weiteres Beispiel ist ein Projekt zum Redispatch unter Einbeziehung von Batteriespeichern und dynamischen Lasten. Während das erste Projekt vor kurzem abgeschlossen wurde, läuft das zweite Projekt derzeit noch. Darstellung der Ertragslage Hinsichtlich der Ergebnissituation konnte die angestrebte positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr noch nicht erzielt werden. Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von 550.412 Tsd. € (Vj. 522.744 Tsd. €) realisiert. Im Geschäftsjahr wurden weitere große Kundenprojekte gewonnen, was sich in einer Bestandserhöhung von 86.369 Tsd. € zeigt. Bereits im Vorjahr führten neue Großprojekte zu einer Bestandserhöhung von 56.914 Tsd. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr Erträge in Höhe von 15.860 Tsd. € aus der Veräußerung eines Geschäftsbereichs der "Grid Automation" an die Hitachi Energy Sweden AB, Västeras/Schweden, denen im abgelaufenen Geschäftsjahr keine vergleichbaren Erträge gegenüberstanden. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse einschließlich der Bestandsveränderung beläuft sich am Stichtag auf 61,3 % (Vj. 60,0 %). Die absolute Veränderung beträgt +42.815 Tsd. €. Die Personalaufwandsquote beträgt am Stichtag 26,0 % (Vj. 23,5 %), wobei der Anstieg des Personalaufwands um 29.107 Tsd. € neben tariflichen Gehaltsanpassungen und einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl durch eine Erhöhung der Altersversorgungskosten um 9.130 Tsd. € bedingt ist. Die Relation Abschreibungen zu Investitionen sank aufgrund der hohen Investitionen auf 35,8 % (Vj. 100,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau. Das Verhältnis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu Umsatzerlösen und Bestandsveränderung ergibt 16,9 % (Vj. 18,9 %). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) beträgt entsprechend -27.544 Tsd. € (Vj. 7.382 Tsd. €). Das Zinsergebnis hat sich insbesondere durch die Gewinne (Vj. Verluste) aus dem Deckungsvermögen der Pensionsverpflichtungen sowie die infolge des gestiegenen allgemeinen Zinsniveaus erhöhten Zinsen für Geldanlagen im Konzern deutlich verbessert. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Verlust vor Verlustübernahme in Höhe von 16.212 Tsd. €. Das negative Ergebnis wird auf Grundlage des Beherrschungsvertrags von der Muttergesellschaft ausgeglichen. Darstellung der Finanzlage Die Gesellschaft weist zum Stichtag ein Kapitalstrukturverhältnis von Eigen- zu Fremdkapital von 27 : 100 (31.3.2023: 30 : 100) auf. Am Stichtag beläuft sich die Liquidität 1. Grades (liquide Mittel einschließlich Geldanlagen im Konzern zu kurzfristigen Verbindlichkeiten) auf 57 % (31.3.2023: 43 %). Der Finanzierungsbedarf der Hitachi Energy Germany AG war im Verlauf des Berichtsjahres durch entsprechende Kreditlinien innerhalb des Hitachi Energy Konzerns sichergestellt. Alle Zahlungsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr vollumfänglich erfüllt. Darstellung der Vermögenslage Das Gesamtvermögen und Gesamtkapital betragen zum 31.3.2024 660.357 Tsd. € (31.3.2023: 609.833 Tsd. €). Bei einem unveränderten Eigenkapital und einer deutlich angestiegenen Bilanzsumme vermindert sich die Eigenkapitalquote auf 21,3 % (31.3.2023: 23,1 %). Der Anstieg der Bilanzsumme ist auf der Passivseite im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen nach Verrechnung mit den Vorräten um 42.854 Tsd. € zurückzuführen. Das Vermögen erhöhte sich insbesondere bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 63.853 Tsd. €., was insbesondere Geldanlagen im Konzern betrifft. Gegenläufig entwickelten sich die Vorräte einschließlich der verrechneten Kundenanzahlungen (-29.711 Tsd. €). Die Quote der verrechneten Kundenanzahlungen in Bezug auf in Arbeit befindliche Aufträge beträgt zum 31.3.2024 71 % (31.3.2023: 51 %). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde ein Umschlag in Tagen (Days Sales Outstanding) von 62 (31.3.2023: 60) realisiert. Der Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich im Berichtsjahr auf 268.437 Tsd. € (31.3.2023: 214.055 Tsd. €). Das Working Capital ergibt sich aus der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Das Working Capital beträgt am Stichtag 105.796 Tsd. € (31.3.2023: 113.582 Tsd. €). Insgesamt ist die Vermögens- und Finanzlage als stabil zu bezeichnen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Anzahl der Beschäftigten (einschließlich Auszubildende) ist im Jahresdurchschnitt von 1.387 im Vorjahr auf 1.584 gestiegen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum erhöhte sich somit die Zahl der Beschäftigten um 197. Innerhalb der Hitachi Energy Germany AG erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen und -verordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Geschäftsbereichen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001: 2015 eingeführt und zertifiziert. Die Umweltaspekte und daraus abgeleiteten Umweltziele werden in der Managementbewertung und in regelmäßigen Reviews überwacht. Zudem wird die Einhaltung gesetzlicher Regelungen regelmäßig anhand verschiedener Auditierungen, z.B. interner und externer Audits durch unabhängige Zertifizierungsorganisationen, festgestellt. Außerdem werden an allen Standorten Energieaudits nach EN 16247-1 oder ISO 50001: 2018 durchgeführt und zertifiziert. Die Qualität unserer Produkte, Projektleistungen und Dienstleistungen, sowie die Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes aller Mitarbeitenden und beauftragten Drittfirmen werden durch die eingeführten Managementsysteme ISO 9001: 2015 und 45001: 2018 überwacht, auditiert und zertifiziert. Ebenso wie beim Umweltmanagementsystem erfolgt dies durch interne Auditoren und externen unabhängigen Zertifizierungsorganisationen. Die zentrale Steuerung und Überwachung dieser Managementsysteme erfolgt über alle Management-, Geschäfts- und Supportprozesse. Dazu zählen Marketing, Vertrieb, Kommunikation und Accountmanagement, die Entwicklung der Produkte, die Projektentwicklung, Konzeption, Planung, Herstellung, Montage, Inbetriebnahme und Servicedienstleistungen, sowie alle zentralen Support- und Personalprozesse. Alle Geschäftsbereiche haben im Rahmen des operativen Betriebes die Informationen vom eigenen Unternehmen, von anderen Geschäftseinheiten und von Geschäftspartnern und Dienstleistern zu verarbeiten und zu verwalten. Alle Beteiligten sind daher besonders angewiesen, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen jederzeit sicherzustellen und jegliche Form von Verlust oder Missbrauch zu vermeiden. Gemäß dem Schutzbedarf der Informationswerte wird für die Entwicklung, die Einführung, den Betrieb und die Weiterentwicklung der für die Geschäftsbereiche definierten Sicherheitsziele ein Informationssicherheitsmanagement System (ISMS) nach ISO 27001: 2013 eingesetzt. Es wird in seiner Aufgabe durch das Management und die Geschäftsbereichsleitung angemessen ausgestattet und mit den notwendigen Ressourcen unterstützt. Die Zertifizierung des ISMS nach ISO 27001: 2013 erfolgt durch eine externe unabhängige Zertifizierungsorganisation für die globale Hitachi Energy Organisation und alle ihre Länder und Standorte. Im Rahmen der Hitachi Energy globalen Zertifizierung für unser Anti-Korruptions-Managementsystem ISO 37001: 2016 sind wir als Land Bestandteil dieser Zertifizierung. Bestechung wirft schwerwiegende soziale, moralische, wirtschaftliche und politische Bedenken auf, untergräbt eine gute Führung, behindert die Entwicklung und verzerrt den Wettbewerb. Es wird den Ruf und die Geschäftsfähigkeit eines Unternehmens zerstören. Die Umsetzung der Anforderungen der ISO 37001: 2016 hilft uns als Organisation dabei, Bestechungsrisiken in unseren Geschäftstätigkeiten zu bekämpfen. Mit der Erlangung dieses Zertifikats haben wir als Hitachi Energy bewiesen, dass wir nach dem globalen Standard für Best Practices zum Umgang mit Bestechungsrisiken arbeiten. Die Implementierung des Standards kann uns auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und das Vertrauen unserer Stakeholder stärken. Basierend auf den Normstandards erfolgt der kontinuierliche Verbesserungsprozess aller genannten Managementsysteme nach dem international anerkannten PDCA-Verfahren (Plan, Do, Check, Act), das Bestandteil aller Management-Bewertungen und -Reviews ist. Zukünftige Entwicklung Die folgenden Prognosen beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 1.4.2024 bis zum 31.3.2025. Trotz Belastungen wie der nach wie vor hohen Energie- und Nahrungsmittelpreise, einer straffen Geldpolitik in vielen Ländern oder verstärkter geopolitischer Risiken, rechnet das IWF für das laufende Jahr 2024 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,1 %, was eine Verbesserung gegenüber dem zuvor veröffentlichten Ausblick darstellt. 8 Dies ist unter anderem auf die lebhafte Konjunktur in den USA sowie wirtschaftspolitische Stützmaßnahmen in China zurückzuführen. Für 2025 wird ein moderates Wachstum von 3,2 % prognostiziert. 9 Für den Euroraum wird eine allmähliche Erholung der wirtschaftlichen Situation erwartet, sodass für das Jahr 2024 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des realen BIP von 0,6 % vorhergesagt wird, welche 2025 voraussichtlich auf 1,5 % steigen dürfte. 10 In Deutschland soll das BIP laut Frühjahrsprojektion der Bundesregierung 2024 um 0,3% und im Folgejahr um 1,1 % wachsen. 11 Im Euroraum wird aufgrund eines nachlassenden Preisdruckes sowie sinkender Energiepreise mit einer abnehmenden Inflation gerechnet. 12 Auch für Deutschland wird davon ausgegangen, dass der Verbraucherpreisindex im laufenden Jahr deutlich auf ein Niveau von 2,4 % sinkt und die Inflationsrate 2025 mit voraussichtlich 1,8 % unter dem Zielwert der EZB liegt. 13
8 Monatsbericht - Februar 2024 - Internationales
und europäisches Umfeld (bundesbank.de)
9 Monatsbericht - Februar 2024 - Internationales
und europäisches Umfeld (bundesbank.de)
10 Gesamtwirtschaftliche Euroraum-Projektionen
von Fachleuten der EZB, März 2024 (europa.eu)
11 eckwerte-der-fruehjahrsprojektion-2024.pdf
(bmwk.de)
12 Gesamtwirtschaftliche Euroraum-Projektionen
von Fachleuten der EZB, März 2024 (europa.eu)
13 BMWK - Bundesregierung hebt Wachstumsprognose
leicht an - strukturelle Herausforderungen bleiben
Die positive Entwicklung ist unter anderem auf geldpolitische Lockerungen, steigende Löhne sowie eine anhaltend stabile Entwicklung des Arbeitsmarktes zurückzuführen. 14 Auch die konjunkturelle Verbesserung des außenwirtschaftlichen Umfelds dürfte die Warenexporte stützen. Dennoch stellen der Kostendruck, ein anhaltender Fachkräftemangel sowie politische Entwicklungen im internationalen Umfeld den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland weiterhin vor Herausforderungen. 15 Der VDMA rechnet für das laufende Jahr mit einem Produktionsrückgang von - 4%. 16 Nach Ansicht des VDMA kann das schwierige Umfeld jedoch durch die stabilisierenden Effekte aus Auftragsbeständen sowie einer steigenden Nachfrage im Ausland überwunden werden. Im Jahr 2024 werden die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Maschinenbauindustrie weiterhin belasten und die weitere Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation bleibt abzuwarten.
14 BMWK - Bundesregierung hebt Wachstumsprognose
leicht an - strukturelle Herausforderungen bleiben
15 Deutscher Maschinenbau blickt mit Sorge auf
das Jahr 2024 (vdi-nachrichten.com)
16 Aufträge der deutschen Maschinenbauer
2023 um zwölf Prozent gesunken | tagesschau.de
Prognose der Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche Im Geschäftsbereich "Grid Integration" wird für das kommende Geschäftsjahr ein insgesamt positives Marktumfeld erwartet. Dies basiert insbesondere auf einer vielversprechenden Anzahl an Ausschreibungen, dem erwarteten Ausbau von Datacentern sowie auf der starken Nachfrage an "Power Quality-Lösungen" für das deutsche Hoch- und Höchstspannungsnetz. Auch im Geschäftsbereich der "Grid Automation" bestehen erneut gute Wachstumschancen im Zusammenhang mit dem verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien und der Integration neuer elektrischer Verbraucher aus Transport, Wärme und Industrie in das Energiesystem. Der Ausblick für das kommende Geschäftsjahr bleibt positiv und es wird mit einem steigenden Auftragseingang gerechnet. Der Geschäftsbereich "Transformers" umfasst unter anderem Leistungstransformatoren, Phasenschieber sowie Industrietransformatoren und agiert in einem gemischten Marktumfeld. Derzeit herrscht ein positiver Ausblick, welcher insbesondere auf dem Heimmarkt durch die Energiewende und den Trend zu nachhaltiger Elektrizität insbesondere für mobile Umspannwerke und Transformatoren für Windparkanwendungen bedingt ist. Für das kommende Geschäftsjahr wird eine stabile Nachfrage erwartet. Der Geschäftsbereich "High Voltage Products" ist weltweit auf dem Markt für Produkte und Serviceleistungen für Hochspannungsprodukte tätig. In Deutschland ist der Geschäftsbereich auf Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung für Kunden fokussiert, die beispielsweise Schlüsselkompetenzen in den Bereichen Technologie, Vertrieb und Service benötigen. Die aktuelle und zukünftige Marktentwicklung wird als positiv eingestuft. Für die nächsten Jahre wird eine stabile bis leicht steigende Nachfrage im gesamten Hochspannungsmarkt prognostiziert. Im Bereich Service soll das neue Geschäftsfeld "Gas Live Cycle" ausgebaut werden. Die Hitachi Energy Germany AG erwartet aufgrund ihrer globalen und systemrelevanten Tätigkeit ein stabiles und chancenreiches Geschäftsjahr 1.4.2024 - 31.3.2025. Die geplanten Investitionen in den Bereichen der Energieversorgung sowie des Schienenverkehrs lassen eine entsprechende Partizipation an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwarten. Prognosen für die bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren Die Hitachi Energy Germany AG plant für das kommende Geschäftsjahr mit einem vergleichbaren Niveau der IFRS-Umsatzerlöse sowie einem verbesserten, leicht positiven IFRS-EBITA aus dem Kerngeschäft. Für den Auftragseingang prognostizieren wir einen deutlichen Anstieg. Dies sollte sich auch in einem verbesserten handelsrechtlichen Jahresergebnis niederschlagen. Wir planen mit einem merklichen Anstieg an Beschäftigten. Zur Einhaltung der geltenden Umweltregelungen und -verordnungen streben wir auch zukünftig die lückenlose Zertifizierung unseres Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001:2015 an. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt die Hitachi Energy Germany AG vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der Konzernobergesellschaft, der Hitachi Energy Ltd., Zürich / Schweiz, als auch vom Vorstand der Hitachi Energy Germany AG, Mannheim, sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei der Hitachi Energy Germany AG ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil hiervon sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden. Der Hitachi Energy Germany AG bieten sich aufgrund ihres systemrelevanten sowie globalen Portfolios gute Chancen für die Zukunft. Hierbei ist insbesondere die Fähigkeit hervorzuheben, durch die o.g. Faktoren und die Zugehörigkeit zum weltweit agierenden Hitachi-Konzern, globale Kunden auf breiter Basis weltweit zu bedienen. Aufgrund des weltweit wieder steigenden Energiebedarfs und den damit einhergehenden Investitionen im Bereich der Versorgungswirtschaft ergeben sich auch für das Geschäftsjahr 2024/2025 gute Chancen für das Produkt - und Systemgeschäft. Dies gilt sowohl für den deutschen Markt als auch für den internationalen Markt. Auch die geplanten Investitionen für den Ausbau und die Modernisierung des Schienennetzes bieten der Hitachi Energy Germany AG strategische Wachstumsmöglichkeiten. Aus dem aktuellen Konflikt im Nahen Osten sehen wir mangels größerer Geschäftsaktivitäten in der Region keine Risiken. Ein stärker als erwartetes Anziehen des Marktes bietet das Potential, die Auftragsbestände, die Umsätze und die Auslastung zu erhöhen. Ein Ausbleiben der Nachfrage würde zu signifikanten Schwierigkeiten in diesen Bereichen führen. Dies würde dazu führen, dass das angestrebte verbesserte, leicht positive auf Grundlage unseres internen Konzern-Berichtswesens ermittelten EBITA nicht erreicht werden würde. Unsicherheiten verbleiben überdies im internationalen Geschäft durch schwankende Wechselkurse. Eine Quantifizierung der Chancen und Risiken wurde unterlassen, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt. Risikomanagement Zum Risikomanagement der Hitachi Energy Germany AG gehört eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die ständig ausgebaut und angepasst werden. Neben aufeinander abgestimmten Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozessen ist hier beispielhaft das Bestehen eines internen Kontrollsystems entsprechend den Anforderungen nach J-SOX zu nennen. Weitere Komponenten des Risikomanagements sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein regelmäßiges Berichtswesen. Somit wird ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt sowie die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt. Durch dezentrale Richtlinien auf Ebene der Landesgesellschaften und der Geschäftseinheiten wird die praktische Umsetzung konkretisiert. Darüber hinaus erfolgt die Einbettung lokaler Gegebenheiten in das konzernweite Risikomanagement beispielsweise durch das jährlich durchgeführte "Enterprise Risk Management Program", in dessen Rahmen über verschiedene Geschäftseinheiten, Regionen und Funktionen hinweg wesentliche Risiken und Strategien zur Risikovermeidung aufgenommen und nachverfolgt werden. Zur Vermeidung von Einzelrisiken werden umfangreiche Vorkehrungen getroffen, unter anderem: Gegen Projektrisiken erfolgt eine Absicherung durch ein engmaschiges Netz von Kontrollen, Reviews und verbindlichen Abläufen, beginnend schon in der Angebotsphase, das wichtige Lieferanten und Konsortialpartner mit einbezieht. Risiken werden laufend überwacht und bei Bedarf auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeiten durch Rückstellungen bilanziell berücksichtigt. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung. Im Hinblick auf Produktionsrisiken wird Ausfällen oder Unterbrechungen durch angemessene Versicherungsverträge begegnet. Standortbezogen ist ein Business Continuity Plan etabliert, der regelmäßig und in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsgeber aktualisiert wird. Haftungsrisiken und Schadensfällen wird zum einen durch entsprechende Versicherungen, zum anderen durch ein stringent betriebenes Vertragsmanagement vorgebeugt. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen insbesondere in Form von Währungsrisiken, die im Zuge der weltweiten Geschäftsaktivität entstehen und nicht durch Bezüge in den entsprechenden Währungen ausgeglichen werden. Sie sind zum überwiegenden Teil durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, die jedoch nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden. Beschaffungspreisrisiken bestehen besonders im Hinblick auf die Entwicklung der Rohstoffpreise. Leitermaterialien, Stahlerzeugnisse und Kunststoffe waren in den vergangenen Jahren starken Preisschwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken begegnet die Hitachi Energy Germany AG durch ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten, sowie die Absicherung von Preisrisiken bei längerfristigen Aufträgen. Absatzpreisrisiken wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden. Forderungsausfallrisiken werden durch die unter den Projektrisiken erläuterten Maßnahmen bei der Auftragsannahme ausgeschlossen oder verringert. Dennoch drohende Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Hinzu kommen die üblichen Sicherungsinstrumente wie Akkreditive, Zahlungsgarantien sowie staatliche oder private Kreditversicherungen. Liquiditätsrisiken, die durch die nicht fristgerechte Zahlung von Anzahlungs- und Schlussrechnungen entstehen könnten, wird Rechnung getragen, indem der Hitachi Energy Germany AG Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des weltweiten Hitachi Energy Konzerns offenstehen. Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor. Ferner übersteigen die Chancen die Risiken. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f IV HGB (ungeprüft) Gemäß § 76 Abs. 4 AktG hat der Vorstand der Gesellschaft am 19.8.2020 die Zielgrößen und Fristen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unter dem Vorstand festgelegt. Dabei wurde für die Führungsebene 1 unter dem Vorstand eine Zielgröße von 25 % mit einer Frist bis zum 31.7.2025, für die Führungsebene 2 unter dem Vorstand eine Zielgröße von 20 % mit einer Frist bis zum 31.7.2025 bestimmt. Der Aufsichtsrat hat am 6.7.2020 gemäß § 111 Abs. 5 AktG die Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand festgelegt. Für den Aufsichtsrat wurde beschlossen, dass der Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat der Hitachi Energy Germany AG nicht unter 1/3 fallen soll und diese Zielgröße bis zum 29.6.2025 maßgeblich bleibt. Für den Vorstand hat der Aufsichtsrat am 30.3.2022 gemäß § 111 Abs. 5 AktG beschlossen, dass die bis zum Ablauf des 28.2.2025 zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der Hitachi Energy Germany AG 0 % beträgt, nachdem aus Sicht des Aufsichtsrats zu diesem Zeitpunkt weder ein Wechsel im Vorstand noch eine Vergrößerung des Vorstands der Hitachi Energy Germany AG geplant war. Bei einer - derzeit nicht geplanten - Veränderung in der Zusammensetzung des Vorstands vor dem 28.2.2025 wird sich der Aufsichtsrat aber nach besten Kräften bemühen, auch geeignete Kandidatinnen zu finden und in den Auswahlprozess über die Nachbesetzung einzubeziehen.
Mannheim, den 26. Juni 2024 Hitachi Energy Germany AG Der Vorstand Daleiden Käubler Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand. Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft stand die Geschäftsentwicklung in den vier Geschäftsbereichen PGGA, PGGI, PGTR und PGHV sowie im deutschen Markt im Vordergrund der Erörterungen. Weitere Schwerpunkte bildeten nach wie vor insbesondere die Umsetzung der globalen IT-Projekte "Reiwa" und "Sakura" in den Bereichen Finance und HR, mittels welcher die IT-Landschaft in diesen Bereichen migriert werden soll. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Neubau der Gesellschaft in Mannheim sowie der Erweiterung des Standorts Bad Honnef. Der Aufsichtsrat unterrichtete sich in jeder Sitzung über den Stand des Integrity Programms und damit zusammenhängenden Fragen wie beispielsweise zur Einführung des Lieferkettengesetzes oder den Ergebnissen des Zwischen-Audits nach ISO 37001 (Anti-Bribery Management Systems). Das Gremium hat zudem über die variablen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2022 und die Kriterien für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2023 sowie eine Anpassung der Vorstandsgehälter beschlossen. Hierbei folgte es jeweils den Empfehlungen des Personalausschusses. Der Aufsichtsrat tagte viermal. In der Sitzung, in welcher das Gremium den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht. Im Geschäftsjahr 2023 schieden Frau Claudia Dekinder und Frau Petra Klingenstein aus dem Gremium. Beide traten in den Ruhestand und legten deshalb ihr Amt nieder. Für Frau Dekinder wurde Frau Nicole Schwenk gerichtlich bestellt und vom Gremium zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Für Frau Klingenstein wurde in einer außerordentlichen Hauptversammlung Frau Rafaela Vogt als Nachfolgerin bestellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde im Auftrag des Aufsichtsrats von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 26. Juni 2024 gebilligt und damit festgestellt.
Mannheim, den 26. Juni 2024 Dr. Markus Heimbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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