Rudolf Riester GmbH
Bruckstraße 31, 72417 Jungingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Davide Nocentini seit 20.12.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Halma International Limited | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rudolf Riester GmbHJungingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024A VORBEMERKUNGDie Rudolf Riester GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 727981 eingetragen. Die Rudolf Riester GmbH (im Folgenden kurz: Rudolf Riester) produziert und vertreibt medizintechnische diagnostische Instrumente und Geräte in Jungingen. Das 1948 gegründete Unternehmen ist eines der weltweit führenden Unternehmen dieses Produktbereichs und bekannt für seine qualitativ hochwertigen Produkte. Der Exportanteil beträgt über 89 %. Der Vertrieb erfolgt über ein weltweit agierendes Händler- und Vertriebspartnernetz. Die wichtigsten Produktgruppen sind Vitaldatenmonitore, Kamerasysteme, Blutdruckmessgeräte, HNO- und Augeninstrumente sowie Stethoskope und Laryngoskope, für die in fast allen Ländern behördliche Zulassungszertifikate vorliegen. Den hohen Qualitätsstandards der Produkte trägt Riester durch ständige Weiterentwicklung vorhandener Produkte und durch neu entwickelte Produkte sowie durch das Qualitätsmanagement nach ISO 13485 Rechnung. Das Stammkapital der Gesellschaft wird zu 100 % von der Halma Holding GmbH, Jungingen, gehalten. Das Stammkapital beträgt - wie im Vorjahr - TEUR 7.500. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/24 im Durchschnitt 154 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in die Konzernberichterstattung der an der Londoner Börse notierten Halma p.l.c, Amersham/Großbritannien, mit einbezogen. B GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGENWirtschaftliches Umfeld Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht. Das preisbereinigte BIP sank um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Kalenderjahr 2023 lag die Inflationsrate durchschnittlich 1 % niedriger als im Kalenderjahr 2022. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt bei 5,7% ( www.statista.com). Die deutsche Medizintechnikbranche zieht für das Jahr 2023 eine positive Bilanz. Insgesamt erzielten die Unternehmen im Jahr 2023 ein Umsatzplus von 5,1 % (www.spectaris.de). Aktuell stehen die deutschen MedTech-Unternehmen weiterhin vor großen Herausforderungen. Dies liegt insbesondere an den stetig steigenden regulatorischen Anforderungen beispielsweise durch die EU-Medizinprodukte-Verordnung MDR. Umsatz und Vertrieb Das Geschäftsjahr 2023/24 war weiterhin durch die Pandemie COVID 19 in mehreren aufeinanderfolgenden Wellen gekennzeichnet, die Länder auf der ganzen Welt in unterschiedlichen Zeiträumen betraf. Trotz dieser Rahmenbedingungen konnte eine positive Umsatzentwicklung mit einer guten Präsenz in Südamerika sowie einem Wachstum in Europa, den USA und dem Mittleren und Nahen Osten erreicht werden. Die Planung für das Geschäftsjahr 2024/25 berücksichtigt Innovationen und die Einführung neuer Produkte sowie die Stärkung der Marktpräsenz (hauptsächlich in Europa und den USA). Rudolf Riester ist für die Leitung der Gesellschaft in den USA verantwortlich, die rechtlich eine Tochtergesellschaft von Halma Investment Holdings Ltd. ist. Das Budget des Unternehmens wird von Rudolf Riester in Absprache mit dem lokalen Management geplant. Das Unternehmen berichtet monatlich im Rahmen des internen Berichtswesens an Rudolf Riester. In Geschäftsjahr 2023/24 wurden neue Führungskräfte im Bereich Marketing und Vertrieb angestellt. Die Chief Marketing Officer wird dazu beitragen, die Marke "Rudolf Riester" weltweit zu stärken und die Produktauswahl auf die Bedürfnisse des jeweiligen Marktes anzupassen. In Zusammenarbeit mit dem neuen Chief Sales Officer wird sie durch geeignete Marketingmaßnahmen den weltweiten Vertrieb unterstützen und das Wachstum weiterfördern. Produktion und Supply Chain Management Der Kundenauftragseingang war das ganze Jahr hindurch sehr kurzfristig. Die Mehrzahl der Aufträge wurde innerhalb zwei Wochen bearbeitet. Es gab keine nennenswerten Lieferengpässe. Lieferverzögerungen ergaben sich vereinzelt durch geopolitische Einflüsse und die sich damit ergebenden Überlastungen der Transportkapazitäten - insbesondere bei Seefracht. Die Lieferzeiten für extern beschaffte Materialien konnten durch enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten für die meisten Artikel auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Durch gezielten Abschluss von Rahmenbestellungen und auf Seiten der Lieferanten vorgehaltenen Lagerbestand wurde auch die kurzfristige Materialverfügbarkeit verbessert. Die Produktivität der Produktionsgruppen konnte durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess der "Lean Production" im Vergleich zu den vergangenen Jahren nicht wie erhofft sichtlich verbessert werden. Der Fokus lag dabei auf der Neustrukturierung des Produktionsbereiches. Eben durch diese Neustrukturierung sowie die schlechte Auftragslage (schlechter LEAN-Fluss in der Produktion) sind Verbesserungen nicht messbar. Weitere Elemente der "Lean Production" werden sukzessive folgen (nächste Schritte sind 5S, Shopfloor Management), sodass durch diese kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktionsprozesse auch für das kommende Jahr eine Steigerung der Produktivität erwartet wird. Investitionen Im Berichtsjahr wurden TEUR 367 (Vorjahr: TEUR 370) in Sachanlagen und TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 210) in immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Die Investitionen betreffen hauptsächlich mit TEUR 152 Maschinen und Werkzeuge, mit TEUR 143 Betriebs- und Geschäftsausstattung und mit TEUR 96 neue Module für digitale Rechnungserfassung sowie Lagerlogistik. Im neuen Geschäftsjahr werden sich die Investitionen auf die Entwicklung neuer Produkte und die Modernisierung bestimmter Produktionslinien konzentrieren. Forschung und Entwicklung Rudolf Riester hat es sich zur Aufgabe gemacht, sein Produktportfolio zu digitalisieren und es vernetzter und intelligenter zu machen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben sich fast verdoppelt (TEUR 2.982 gegenüber TEUR 1.530 im Vorjahr), trotz konstantem Headcount im F&E Team. Die höheren F&E-Aufwände waren im Wesentlichen für die Endphasen wichtiger Entwicklungsprojekte nötig, darunter ein Patientenmonitor und eine Entwicklungspartnerschaft mit Philips. Die Investition in die interne Entwicklung von Telemedizinprodukten bleibt ein wichtiges strategisches Unternehmensziel. C ERTRAGSLAGEDie Umsatzerlöse betrugen TEUR 29.795 und sanken im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 390. Insgesamt lag das Bruttoergebnis mit TEUR 18.992 um TEUR 420 unter dem des Vorjahres. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist auf die Verstärkung der Teams zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf TEUR 1.094, ein Rückgang um TEUR 3.450 im Vergleich zum Vorjahr. Der Jahresüberschuss wird in voller Höhe (TEUR 1.083) an die Gesellschafterin, die Halma Holding GmbH, abgeführt. D VERMÖGENS- UND FINANZLAGEDie Bilanzsumme beläuft sich auf TEUR 29.326 Die größten Änderungen gegenüber dem Vorjahr sind niedrigere Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Unternehmens beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.403, verglichen mit TEUR 2.311 im Vorjahr. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und es gab keine Anzeichen für Liquiditätsschwierigkeiten. Das Stammkapital beträgt im Berichtsjahr unverändert TEUR 7.500 und befindet sich zu 100 % im Besitz der Halma Holding GmbH, Jungingen. Wir schließen mit einer Eigenkapitalquote von knapp unter 85% ab. E GESAMTAUSSAGE ZUR VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEInsgesamt schätzt die Unternehmensleitung die Lage des Unternehmens als gut ein. Das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde jedoch unter den Erwartungen der Geschäftsführung abgeschlossen. Derzeit sind uns keine Einflussfaktoren bekannt, die zu einer Abweichung von der bisher berichteten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden. F RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT/ CHANCEN UND RISIKEN DER VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNGDie mit dem unternehmerischen Handeln der Rudolf Riester GmbH verbundenen Risiken werden durch Maßnahmen des Risikomanagements gesteuert. Das Unternehmen hat ein Risikomanagementsystem eingeführt, um die Produktqualität und die Einhaltung der behördlichen Anforderungen für medizintechnische Produkte zu gewährleisten. Hinzu kommt eine strenge Wareneingangskontrolle mit Dokumentation der einzelnen Lieferchargen und deren Verwendung in den verschiedenen Produkten. Die Produktionskette kann somit vollständig dokumentiert werden. Auch die Auswahl und Belieferung der weltweiten Vertriebspartner unterliegt strengen Qualitätskriterien. Wirtschaftliche Risiken werden durch ein striktes Kreditmanagement so weit wie möglich ausgeschlossen. Das Risikomanagement- und Qualitätssicherungssystem wurde von der deutschen DEKRA und der US-amerikanischen Federal Drug Administration auditiert. Darüber hinaus werden hohe Standards in den Bereichen IT-Sicherheit, Arbeitssicherheit, Umweltsicherheit und Produktsicherheit gewährleistet und überwacht. Preis-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken im Zusammenhang mit Zahlungsstromschwankungen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems erfasst. Trotz einiger Unsicherheiten im Zusammenhang mit COVID 19, dem Ukraine-Krieg und der aktuell herrschenden Inflation waren die Unternehmen der deutschen Medizintechnikbranche für 2023/24 insgesamt optimistisch. Es wird davon ausgegangen, dass sich der Wachstumstrend fortsetzen wird. Der demografische Wandel, die steigende Nachfrage, insbesondere aus den Schwellenländern, die individualisierte Medizin und die Digitalisierung im Gesundheitswesen wirken sich positiv auf das Branchenklima aus. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwartet die Unternehmensleitung insgesamt eine weitgehend unveränderte Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr. In der zweiten Jahreshälfte wird eine leichte Verbesserung erwartet, die vor allem auf die Einführung neuer Produkte (Ri-Sonic E-Stethoskope und Auskultationskamera), die Weiterentwicklung des neuen Geschäftsbereichs Telemedicine und der neuen Marketingstrategie zurückzuführen ist. Es wird erwartet, dass die Verkaufspreise für die gesamte Produktpalette aufgrund steigender Material- und Lohnkosten steigen werden. Der erwartete Anstieg der Rohstoff- und Komponentenkosten dürfte durch die Nutzung neuer Beschaffungsquellen ausgeglichen werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird gegenüber dem Vorjahr leicht steigen. Das Management hat Maßnahmen ergriffen, um die Gemeinkosten im Laufe des Jahres zu senken. Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und den Erwerb neuer Maschinen und Werkzeuge können durch den erwarteten Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit finanziert werden. Das Management sieht ein mögliches Risiko, das geplante Ziel nicht zu erreichen, wenn sich die wirtschaftliche Entwicklung im Zusammenhang dem Ukraine-Krieg und der steigenden Inflation verlangsamt: Nachfrage oder Lieferschwierigkeiten. Aus Sicht der Geschäftsführung sind keine wesentlichen Auswirkungen durch den Krieg auf die Nachfrage bei der Rudolf Riester GmbH im aktuellen Geschäftsjahr 2024/2025 zu verzeichnen. Diese Herausforderung auf der Lieferantenseite bietet jedoch denjenigen neue Möglichkeiten, die schnell auf eine große, gezielte Nachfrage nach bestimmten Produkten reagieren können. Wir werden unsere Sales and Operations Planning -Prozesse weiter verbessern, um sicherzustellen, dass wir schneller auf unsere Kunden reagieren können. Das Continuous Improvement im Bereich Operations dürfte auch zu einer gezielten Aufstockung unseres Bestands an bestimmten Schlüsselkomponenten führen. In 2024/25 werden wir unsere Sales von integrierten Telemedizin-Carts und -Cases weiterentwickeln und wesentlich verbessern.
Jungingen, 03. Dezember 2024 Rudolf Riester GmbH Davide Nocentini Geschäftsführer Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024A Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Rudolf Riester GmbH, Jungingen, wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und unter der Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft (= Firma) mit Sitz in Jungingen (Registergericht Stuttgart, HRB 727981) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 276 HGB und § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. B Angaben zur Bilanzierung und Bewertung und zur FremdwährungsumrechnungDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr angewendet. 1. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenständewerden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Vom Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die Nutzungsdauer von drei Jahren für die EDV-Software. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in Anlehnung an die zugrunde liegenden Kundenbeziehungen und an das produktionstechnische Know-how über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Für die planmäßigen Abschreibungen wird überwiegend von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen: 10 bis 50 Jahre für Gebäude und Gebäudezubehör, 5 bis 14 Jahre für technische Anlagen und Maschinen und 3 bis 20 Jahre für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die planmäßigen Abschreibungen für Zugänge ab dem 1. Januar 2008 erfolgen linear und zeitanteilig (pro rata temporis), während die Zugänge vor dem 1. Januar 2008 in der Regel degressiv abgeschrieben wurden. Die Umstellung von der degressiven auf die lineare Abschreibung erfolgt in dem Jahr, in dem die lineare Abschreibung zu einem höheren Abschreibungsbetrag führt als die degressive Abschreibung. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden als Sammelposten erfasst und ab dem Jahr des Zugangs über fünf Jahre abgeschrieben. 2. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnissesind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die Bewertungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Soweit erforderlich, wurden Abschläge wegen mangelnder Verkaufsfähigkeit vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und Absatzmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Bewertung der Forderungenund sonstigen Vermögensgegenständeerfolgt zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind mit dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) bewertet. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstitutenund der Aktive Rechnungsabgrenzungspostenwerden mit dem Nennwert angesetzt. 3. Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten für Aufwandszuschüsseenthält passivisch abgegrenzte Aufwandszuschüsse. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zum tatsächlich anfallenden Aufwand. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Bewertung der Verbindlichkeitenerfolgt zum Erfüllungsbetrag; kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) bewertet. C Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz1. Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem gesonderten Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 10.287 (Vorjahr: TEUR 12.311) enthalten mit TEUR 8.761(Vorjahr: TEUR 6.432) Darlehens- und Zinsforderungen, TEUR 1.083 (Vorjahr: TEUR 4.535) Abgeführte Gewinne aus dem Ergebnisabführungsvertrag und mit TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 1.344) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit TEUR 8.761 (Vorjahr: TEUR 6.432) Forderungen gegen die Gesellschafterin enthalten. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 7.500 (Vorjahr: TEUR 7.500) und wird vollständig von der Halma Holding GmbH, Jungingen, gehalten. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 1.777 (Vorjahr: TEUR 1.453) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme und Mitarbeiterboni, Resturlaubsverpflichtungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Rückstellung für Gewährleistungen. 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in voller Höhe auf auf Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.083 (Vorjahr: TEUR 4.534) gegenüber der Gesellschafterin. 6. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse Aus den Mietverhältnissen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Der Zweck der abgeschlossenen Mietverpflichtungen besteht in der geringeren Kapitalbindung (Finanzierungsvorteil). Eventualverbindlichkeiten für Wechselobligo, Haftungsverhältnisse und Avale bestanden zum Bilanzstichtag und Vorjahresbilanzstichtag nicht. D Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von TEUR 29.795 (Vorjahr TEUR 30.185) resultieren im Wesentlichen aus der Herstellung und dem Verkauf von medizintechnischen und diagnostischen Instrumenten und Geräten. Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Ausland (rund 11%) erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 543 (Vorjahr TEUR 431) sind periodenfremde Erträge von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Darüber hinaus beinhalten sie Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 384), die im Berichtsjahr im Wesentlichen realisiert sind, Erträge aus Schrottverkäufen in Höhe von TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 112), sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 14). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.147 (Vorjahr TEUR 5.277) sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 404) enthalten, die im Berichtsjahr im Wesentlichen realisiert sind. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die temporären Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz der Gesellschaft werden mit in die Steuerabgrenzung des Organträgers (Halma Holding GmbH) einbezogen. Folglich wurden bei der Gesellschaft keine latenten Steuern gebildet. E Sonstige Angaben1. Angaben zur Geschäftsführung Vom 22.09.2021 bis zum 29.05.2024 war Frau Iryna Zhdanova Geschäftsführerin der Rudolf Riester GmbH. Durch Gesellschafterbeschluss vom 29.05.2024 wurde Frau Iryna Zhdanova als Geschäftsführerin abberufen und Herr Prof. Dr. Stefan A. M. Scherer zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Am 11.06.2024 wurde Herr Prof. Dr. Stefan A. M. Scherer als Geschäftsführer abberufen und Herr John Dunne zum Geschäftsführer ernannt. Am 13.11.2024 wurde Herr John Dunne als Geschäftsführer abberufen und Herr Davide Nocentini zum Geschäftsführer ernannt. Der/die Geschäftsführer/in ist berechtigt, die Gesellschaft einzeln zu vertreten und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Da nur eine Geschäftsführerin Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. 2. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 durchschnittlich beschäftigt:
3. Konzernzugehörigkeit Die Rudolf Riester GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Halma Holding GmbH mit Sitz in Jungingen. Diese wiederum ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Halma p.l.c., Amersham/Großbritannien. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der Halma p.l.c. und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Halma p.l.c. erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den der Jahresabschluss der Rudolf Riester GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss kann auf der Homepage ( www.halma.com/investors.aspx) des Konzernmutterunternehmens eingesehen werden. Der Konzernabschluss wird beim Registergericht (Registrar of Companies - England and Wales) in Cardiff unter der Nummer 40932 offengelegt. 4. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag Der gesamte Jahresgewinn wird entsprechend des Ergebnisabführungsvertrags an die Halma Holding GmbH in Jungingen abgeführt. 5. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Jungingen, den 03. Dezember 2024 Rudolf Riester GmbH Davide Nocentini Geschäftsführer Anlagenspiegel für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rudolf Riester GmbH, Jungingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rudolf Riester GmbH, Jungingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rudolf Riester GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 3. Dezember 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer ppa. Sebastian Behrendt, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 16. Dezember 2024 festgestellt. |
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