ASSMANN MIP UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerrit Schick seit 25.4.2025 | Geschäftsführer |
Phil Penninger seit 8.4.2021 | Geschäftsführer |
Dirk Kunz seit 5.3.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
LUXEMPART S.A. | 58.63% |
| 38.63% | |
Assmann Holding GmbHEigenbeteiligung | 2.74% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Assmann Holding GmbHLüdenscheidKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht Iserlohn, HRB 4946Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des KonzernsDie ASSMANN Gruppe (Gründung 1969) hat ihren Hauptsitz in Lüdenscheid. Die Geschäftstätigkeit der ASSMANN Gruppe ist ausgelegt auf die Entwicklung, das Sourcing und den Handel von IT-Produkten und Lösungen der Server-Infrastruktur, Netzwerk-Infrastruktur und Peripherie-Infrastruktur. Unter dem Dach der ASSMANN Holding GmbH (AHG) agieren heute sowohl die deutsche ASSMANN Electronic GmbH (AEG), als auch international die Tochtergesellschaften in Österreich (AAT), der Schweiz (ACH), Frankreich (AFR), Kroatien (AHR), Polen (APL), Türkei (ATR), Spanien (AES), China (ACN), Taiwan (ATW) und Hongkong (AHK). Die AHG übernimmt im Wesentlichen die Konzernfinanzierungsfunktion sowie Markenrechtsaufgaben. Zudem ist sie für die langfristige strategische Planung sowie Marktausrichtung der ASSMANN Gruppe verantwortlich. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gruppe besteht aus insgesamt 14 aktiven Gesellschaften im In- und Ausland. Die ASSMANN Holding GmbH hält jeweils 100% der Anteile der Tochtergesellschaften in der ASSMANN-Gruppe. Die ASSMANN Gruppe vertreibt Datenübertragungs- und Videolösungen für das Wachstumssegment "globale Digitalisierung". Das Portfolio umfasst Soft- und Hardware-Lösungen, Computer- und Netzwerkkomponenten und wird durch Mobility Produkte des täglichen Gebrauchs abgerundet. Das tiefe und breite Sortiment der Daten-Netzwerktechnikprodukte wurde für hoch performante Datenübertragungsanwendungen entwickelt. Lösungen aus der Kupferanschlusstechnik, dem Bereich der Glasfaserverbindungen bis zu hochwertigen Industriekomponenten werden überwiegend in der Gebäudetechnik, in Rechenzentren und in der Industrie eingesetzt. Der Einsatz modernster Fertigungstechnik garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte. Bekannte Zertifizierungsstellen und anerkannte Prüflabore zertifizieren und überwachen die technischen Eigenschaften der ASSMANN Produkte. Unter der seit mehr als 20 Jahren erfolgreich etablierten Marke DIGITUS® werden Server-Infrastruktur, Netzwerk-Infrastruktur und Peripherie-Infrastruktur Produkte angeboten. Zum DIGITUS® Sortiment gehören u. a. 19 Zoll Produkte wie Netzwerk-, Server- und Wandschränke mit umfangreichem Zubehör, Kabel für den Audio-, Video- und den Computer-Bereich sowie Ergonomie Lösungen und Zubehör für den Mobilgerätebereich. Als weitere Kernkompetenz verfügt die ASSMANN Gruppe über ein international erfolgreich etabliertes Installations- und Patchkabel-Sortiment, das den hohen Anforderungen internationaler Kunden durch ein lückenloses Qualitätsmanagementsystem gerecht wird. Das Sortiment der Marke ednet® zeichnet sich durch hohe Benutzerfreundlichkeit, einfache Handhabung und ein Retail-orientiertes Verpackungs- und Produkt-Design aus. Das Sortiment der Marke ednet® umfasst u. a. Multimediaprodukte, Mobility-Zubehör, Ein- und Ausgabegeräte sowie Haus-Automationsprodukte. Der Vertrieb der Produkte und Lösungen durch die ASSMANN Gruppe erfolgt in Deutschland und in den Landesgesellschaften insbesondere über Elektro-Großhändler, ITK-Distributoren und Online Plattform Betreiber. Die Kunden der ASSMANN Gruppe sehen den großen Nutzen für sich in der Breite und Tiefe des Angebotes (one stop shopping) und der Flexibilität auf individuelle Markt- bzw. Kunden-Anforderungen professionell und zielgerichtet zu reagieren. Dieser wird gewährleistet durch eine hohe Verfügbarkeit, der Qualität, der Zuverlässigkeit der internationalen Lieferkette, Preiswürdigkeit und der Innovationsfähigkeit der Produkte. Die Zukunft des IT Hardware Marktes, insbesondere in Bezug auf den Bedarf an Rechenzentren, wird maßgeblich von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die jüngsten Erkenntnisse aus der Gartner-Studie "Top IT Strategietrends 2024" bieten wertvolle Einblicke in die zu erwartenden Entwicklungen. Gemäß der Gartner-Studie ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Rechenleistung und Rechenzentren weiterhin stark ansteigen wird. Dies resultiert insbesondere aus den Strategietrends für 2024, die eine verstärkte Nutzung von Edge Computing, künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) sowie die verstärkte Implementierung von Cloud-native Technologien wie Microservices und Containerisierung hervorheben[1].
Gartner, "Top IT Strategietrends 2024", (https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2023-10-17-gartner-announces-top-strategic-it-trends-for-2024), abgerufen am 26.02.2024. Die verstärkte Implementierung von IoT (Internet of Things) Technologien trägt ebenfalls dazu bei, die Nachfrage nach Rechenzentren und Datenübertragungskomponenten zu steigern. Die Deloitte-Studie zur Entwicklung des IoT-Marktes für die Jahre 2024 und folgende prognostiziert ein signifikantes Wachstum in diesem Sektor, wodurch die Infrastruktur für Datenverarbeitung und -speicherung weiter ausgebaut werden muss[2]. Der sich aus diesen Prognosen ergebende Bedarf an Rechenleistung und Datenübertragungskomponenten zur Realisierung der Entwicklungen wird auch in den kommenden Jahren die Nachfrage im Bereich der Server- / Netzwerk- / Peripherie-Infrastrukturprodukte aus dem Portfolio der ASSMANN Gruppe steigern und sich somit positiv auswirken. [2] Deloitte, "IoT Market Outlook", (https://www2.deloitte.com/us/en/insights/industry/technology/iot-internet-of-things-market.html), abgerufen am 26.02.2024. 2. Forschung und EntwicklungIn einer Zeit, in der Innovation den Kern des geschäftlichen Erfolgs bildet, verpflichtet sich unser Unternehmen, Anwendern und Installateuren ein möglichst einfaches, hochwertiges und effizient zu installierendes Produkt zur Verfügung zu stellen. Unser Ansatz zur Weiterentwicklung unseres Produktportfolios ist geprägt von einem tiefen Verständnis für die Bedeutung der Zusammenarbeit. Wir glauben daran, dass die besten Ergebnisse durch das Zusammenführen verschiedener Perspektiven und Fachkenntnisse erzielt werden können. Deshalb arbeiten wir eng mit einem sorgfältig ausgewählten Netzwerk von Lieferanten zusammen, die nicht nur Materialien und Komponenten bereitstellen, sondern auch wertvolles Wissen und innovative Technologien in den Entwicklungsprozess einbringen. Diese kooperativen Beziehungen ermöglichen es uns, Produkte anzubieten, die den Erwartungen unserer Kunden nicht nur gerecht werden, sondern diese übertreffen. Durch die Verbindung von externem Fachwissen mit unserem Marktverständnis bieten wir Lösungen, die auf höchste Qualität und Innovation ausgelegt sind. Unser Engagement spiegelt sich in jedem Produkt wider, das wir anbieten, unterstützt durch die Synergie unserer Partnerschaften. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass der ITK-Markt in Deutschland von 2021 bis 2024 stetig gewachsen ist, wobei die Gesamtsumme des Marktvolumens im Jahr 2024 signifikant höher ist als in den Vorjahren. Die Studie betont auch die dynamische Entwicklung und die zunehmende Bedeutung der digitalen Transformation in verschiedenen Wirtschaftsbereichen. Die Prognose für die weitere Umsatzentwicklung für den Bereich ITK und CE zeigt hierbei ein gegenüber dem Vorjahr akzeleriertes Wachstum (+4,4 %) im Jahr 2024.
Bitkom, IDC; Stand Januar 2024 (https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html, abgerufen am 26.02.2024) 2. Geschäftsverlauf a. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnten insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 78.888 (Vj. TEUR 83.434) verzeichnet werden. Der Rückgang um -5,45 % liegt im Wesentlichen darin begründet, dass die zu Beginn des Jahres durch eine verhaltene Nachfrage der Endkunden angespannte Marktsituation neben eigenen Umsatzrückgängen vor allem auch zu einer Lagersättigung bei unseren bestehenden, langjährigen Partnern geführt hat, die durch Neukundengewinnung und eine Markterholung im weiteren Jahresverlauf nur teilweise kompensiert werden konnten. Die Materialaufwendungen betrugen TEUR 47.821 (Vj. TEUR 55.116), sodass ein Rohertrag in Höhe von TEUR 31.067 erreicht werden konnte. Trotz des Umsatzrückgangs konnte aufgrund geeigneter Maßnahmen am Beschaffungs- und Absatzmarkt eine Verbesserung des Rohertrages i. H. v. TEUR 2.749 (9,71 %) realisiert werden. Bedingt durch das gegenüber Vorjahren allgemein höhere Gehaltsniveau bei Neueinstellungen sowie die vermehrte Einstellung höher qualifizierter Kandidaten in Front- und Back Office sind auch die Personalaufwendungen von TEUR 12.642 im Vorjahr auf TEUR 13.525 angestiegen. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr von 273 auf 259 gesunken. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit TEUR 7.239 deutlich über dem Wert des Geschäftsjahres 2022 (TEUR 4.564). Dies ist im Wesentlichen durch die beschriebenen Maßnahmen und die gegenüber Vorjahr deutlich gesunkenen Bezugsnebenkosten insbesondere für Transporte begründet. Die Beschaffungsmärkte der ASSMANN Gruppe sind weiterhin in China, Taiwan und in den angrenzenden asiatischen Staaten sowie der Türkei angesiedelt. Ungeachtet dessen ist der USD/EUR Währungskurs ein wesentlicher Einflussfaktor unserer Beschaffung, der jedoch wie schon in Vorjahren durch klassische Devisentermingeschäfte abgesichert wird.
(EUR/USD Entwicklung im Zeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023) b. Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein positiver Cash-Flow in Höhe von TEUR 16.947 erzielt. Wesentlichen Einfluss hat hier die zu Beginn des Jahres getroffene Entscheidung, den Lagerbestand auf ein Normalmaß zurückzuführen, was im Jahresverlauf konsequent umgesetzt wurde. Weiterhin tragen gesunkene Bezugsnebenkosten ihren Teil zu dem Mittelzufluss bei. Im Investitionsbereich standen den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, die sich insgesamt auf dem erwarteten und üblichen Niveau ergeben haben, sodass sich insgesamt ein geringer negativer Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit ergeben hat. Insgesamt ergab sich ein negativer Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -3.307, der im Wesentlichen auf die Ausschüttung des Mutterunternehmens zurückzuführen ist. Der Finanzmittelfonds von TEUR 11.928 besteht ausschließlich aus liquiden Mitteln. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 37.794 auf TEUR 38.250 gestiegen. Auf der Aktivseite ist dies im Wesentlichen auf den Abbau des Warenbestands um TEUR -5.465 auf TEUR 12.595, den Rückgang der Forderungen um TEUR -2.408 auf dann TEUR 10.756 sowie den gleichzeitigen Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten um TEUR 8.705 auf TEUR 11.928 zum Bilanzstichtag zurückzuführen. Trotz des Vorratsabbaus kann in dem derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld die jederzeit schnelle Lieferfähigkeit sichergestellt werden. Auf der Passivseite ist der Anstieg im Wesentlichen geprägt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.030 auf nun TEUR 5.958 durch verbesserte Zahlungsbedingungen mit Lieferanten, den Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.128 auf TEUR 7.446 zum Bilanzstichtag, insbesondere für Rückvergütungsvereinbarungen mit Lieferanten. Demgegenüber wurden sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. TEUR 4.622 im Jahresverlauf vollständig zurückgeführt. Die Eigenkapitalquote hat sich von 55,10 % im Vorjahr auf 58,68 % im Geschäftsjahr 2023 erhöht. 3. Entwicklung der operativen Gesellschaften Ländervergleich Die ASSMANN Gruppe war in 2023 in rund 50 Ländern weltweit tätig. Die Umsätze werden primär in folgenden Ländern realisiert:
Das Jahresergebnis der AEG hat sich 2023 gegenüber Vorjahr um TEUR 2.538 auf TEUR 6.598 verbessert. Das Ergebnis 2023 wird aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages (EAV) mit der AHG komplett an diese abgeführt. Die Gesellschaft in Österreich - ASSMANN Electronic GmbH (AAT) - entwickelt sich im Rahmen der Erwartungen stabil. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich 2023 auf TEUR 506 (hier und im Folgenden sind jeweils die Ergebnisse nach HBII-Anpassungen genannt). Das Ergebnis der ASSMANN IT-Solutions AG, Schweiz, (ACH) hat sich 2023 nach Steuern mit TEUR 134 auf niedrigem Niveau im Rahmen der Erwartungen stabilisiert. Ergriffene Vertriebs- und Kostenmaßnahmen tragen ihren Teil hierzu bei. Die ASSMANN Gesellschaft in Frankreich (AFR) übernimmt eine Service-Funktion für die ASSMANN Electronic GmbH (AEG). Das Vergütungsmodell für die Gesellschaft in Frankreich ist auch in 2023 unverändert auf Basis von "Cost-plus" abgerechnet worden. Aufgrund dessen sind die Umsatz-/Service-Erlöse stabil, sodass nach Steuern ein leicht positives Ergebnis (TEUR 6) erwirtschaftet wurde. Die ASSMANN Gesellschaft in Spanien (AES) übernimmt als jüngstes Tochterunternehmen ebenfalls eine Service-Funktion für die ASSMANN Electronic GmbH (AEG). Auch in Spanien wurde auf Basis des "Cost-plus" -Vergütungsmodells abgerechnet. Aufgrund dieser Vereinbarung ist in 2023 ein Ergebnis von TEUR 7 erwirtschaftet worden. ASSMANN Kroatien (AHR) konzentriert sich weiterhin nahezu 100 % auf das Professional Geschäft. Im Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 147 erwirtschaftet. ASSMANN Polen (APL) realisierte ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 561. Weiterhin hervorzuheben ist das in 2015 entwickelte Service Modell der Schulung und Vermietung von Kabel-Testgeräten. ASSMANN Hong Kong (AHK): Die Gesellschaft erwirtschaftet im Jahr 2023 Umsatzerlöse aus IC-Services und Projektgeschäft. Ein ähnlich markantes Projektgeschäft wie im Vorjahr gab es in diesem Jahr nicht. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -27 Das Ergebnis der Enkelgesellschaft ASSMANN Electronic (Ningbo) Ltd., Ningbo, China (ACN-C) beläuft sich auf TEUR 8. Das Ergebnis der in 2021 gegründeten Enkelgesellschaft ASSMANN Electronic (Dong Guan) Co. Ltd., Dong Guan, China (ACN-B) beträgt im Jahr 2023 TEUR 31. ASSMANN Taiwan (ATW): Die Gesellschaft erwirtschaftet im Jahr 2023 Umsatzerlöse aus IC-Services für Qualitätssicherung und Logistikkoordination sowie Direktgeschäft im asiatischen Markt. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 78. Letztlich erzielte die ASSMANN BİLİŞİM ÇÖZÜMLERİ A.Ş., Istanbul, Türkei (ATR) im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis von TEUR 632 überwiegend aus dem Direktgeschäft. III. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft dar. Für darüberhinausgehende nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wird auf Abschnitt VII zur Nachhaltigkeit verwiesen. IV. Prognose-, Chancen- und Risikoberichta. PrognoseberichtDie Entwicklung der ASSMANN Gruppe wird getragen von fundierten Erwartungen und Markteinschätzungen, die über das Jahr 2023 hinausreichen. Die Entwicklung der Gruppe wird, basierend auf aktuellen Analysen und Trends im Bereich der Informationstechnologie, mittelfristig positiv bewertet. Insbesondere die Erkenntnisse der jüngsten Gartner und Deloitte Studien unterstreichen, dass die Nachfrage nach IT-Infrastruktur - einschließlich Server-, Netzwerk- und Peripherieinfrastruktur - in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Diese Entwicklung wird durch den anhaltenden Bedarf an digitaler Transformation und der zunehmenden Integration von Technologien in alle Wirtschaftsbereiche getrieben. Die globale Wirtschaftslage zeigt Anzeichen einer Erholung mit Erwartungen eines moderaten Wachstums in den kommenden Jahren. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wird ein allmählicher Aufschwung der Weltwirtschaft prognostiziert. Diese positive Entwicklung wird durch eine zunehmende Stabilisierung in Schlüsselmärkten und eine Erholung in verschiedenen Sektoren gestützt. Die Erwartungen bezüglich der globalen Konjunktur und Inflationsentwicklung basieren auf dem 'World Economic Outlook' des Internationalen Währungsfonds (IWF) von April 2023. Laut diesem Bericht prognostiziert der IWF eine allmähliche Stabilisierung des weltweiten Wirtschaftswachstums mit einer erwarteten Erholung in den kommenden Jahren. Insbesondere wird ein moderates Wachstum für 2024 vorhergesagt, das durch anhaltende Anpassungen in der Geldpolitik und die Bewältigung der Inflationsherausforderungen unterstützt wird. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Prognose ist die Entwicklung der Inflation. Nach einem Zeitraum erhöhter Inflationsraten ist in jüngster Zeit eine rückläufige Tendenz zu beobachten. Dieser Rückgang der Inflation, der in führenden Wirtschaftsindizes dokumentiert wurde, trägt zu einem stabileren makroökonomischen Umfeld bei und unterstützt somit die Geschäftsaussichten der ASSMANN Gruppe. Angesichts der positiven Entwicklungen in der IT-Branche, gestützt durch die Nachfrage nach fortschrittlicher Infrastruktur und die Erkenntnisse aus der Gartner-Studie, sowie der Erholung der globalen Wirtschaft und der rückläufigen Inflation, steht die ASSMANN Gruppe vor einer vielversprechenden Zukunft. Die ASSMANN Gruppe ist gut positioniert, um von diesen Trends zu profitieren, und wird ihre Strategien kontinuierlich anpassen, um die sich bietenden Chancen optimal zu nutzen. Die stabilen makroökonomischen Bedingungen bieten zudem eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum und Erfolg. Auf dieser Basis wird auch für das Geschäftsjahr 2024 mit einer zufriedenstellenden, weiterhin im oberen einstelligen Prozentbereich steigenden Umsatzentwicklung gerechnet. In das neue Geschäftsjahr 2024 ist die ASSMANN Gruppe mit einer positiven Entwicklung gestartet, die Erwartungen für das Jahr 2025 bleiben ebenfalls zufriedenstellend. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist zufriedenstellend. Das Ergebnis vor Steuern 2024 wird laut unserer Erwartung über dem Ergebnis des Jahres 2023 erwartet. Im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 wurde für das Jahr 2023 mit einem Ergebnis auf Niveau des Jahres 2021 geplant. Die getroffene Prognose war zutreffend, die Geschäftsentwicklung hat sich entsprechend dieser Erwartung dargestellt. Trotz dieser zutreffenden Entwicklung unterliegt auch die Einschätzung der künftigen Entwicklung einer Unsicherheit: Insbesondere die teilweise disruptiven Ereignisse der letzten Jahre, wie der COVID-19 Pandemie mit einer anhaltenden komplexen Situation in der Supply-Chain sowie den Effekten des Ukraine- sowie des Gazakrieges und der damit verbundenen Unsicherheiten im Schiffsverkehr aus Asien insbesondere in Form von teils deutlichen Kostensteigerungen können nicht sicher abgeschätzt werden. Ein solider Kundenstamm, der Ausbau der neu gewonnenen Kunden, weitere gezielte Akquise auch in neuen Märkten und Ländern sowie das Wachstum mit bestehenden Kunden und verbundenen Unternehmen stellen die positive Geschäftsentwicklung mit einem erwarteten weiteren Wachstum im Umsatz und einem erwarteten Ergebnis auf Niveau oberhalb des Jahres 2023 auch im Jahr 2024 sicher. b. RisikoberichtDie ASSMANN Gruppe sieht sich aufgrund ihrer globalen Geschäftstätigkeiten einer Vielzahl von Risiken gegenüber. Zu den wesentlichen finanziellen Risiken zählen das Lagerhaltungsrisiko, das Risiko von Forderungsausfällen, Zinsrisiken, Währungsrisiken und das Liquiditätsrisiko. Die Dynamik der Produktlebenszyklen betont die Bedeutung der kontinuierlichen Marktbeobachtung und regelmäßigen Überprüfung des Produktportfolios, um Nachfragerisiken zu minimieren. Der fortlaufende Austausch mit Lieferanten und Kunden, einschließlich der Nutzung von Videokonferenzen sowie die Teilnahme an virtuellen Branchenmessen, trägt dazu bei, dass das Produktangebot stets durch neue, innovative Lösungen bereichert wird, wodurch flexibel auf Veränderungen in der Nachfrage reagiert werden kann. Das Lagerhaltungsrisiko resultiert aus variierenden Absatzprognosen und den unterschiedlichen Produktlebenszyklen der Produktkategorien. Diesen Risiken wird mit kontinuierlichen Reichweitenanalysen auf Konzernebene begegnet, und zur Vorbeugung möglicher Verwertungsrisiken aufgrund sinkender Verkaufspreise werden Abschläge auf den Gesamtlagerbestand vorgenommen. Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Geschäftstätigkeit der ASSMANN Gruppe ist die Entwicklung des Kupferpreises pro Tonne, wie am London Metal Exchange notiert. Im Laufe des Jahres 2023 zeigte sich eine bemerkenswerte Volatilität in den Kupferpreisen, welche die Kostenstruktur insbesondere im Bereich der Kabelproduktion beeinflusste.
(Kupferpreisentwicklung (LME) im Zeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023) Der Kupferanteil in Kabeln schwankt zwischen 25 % und 40 %, und etwa 40 % des Installationskabel-Geschäfts der ASSMANN Gruppe basieren auf dem täglich festgelegten Kupferkurs. Um den Risiken der Kupferpreisentwicklung zu begegnen, setzt das Unternehmen auf tagesaktuelle Preisdispositionen, wodurch die Auswirkungen von Preisschwankungen für einen Großteil des Kabelgeschäfts abgemildert werden. Die Preisentwicklung von Rohstoffen und Dienstleistungen war auch im Jahr 2023 von erheblicher Volatilität geprägt, was die Planungssicherheit erschwerte. Trotz eines allgemeinen Trends zur Stabilisierung der globalen Wirtschaftslage blieben Preisschwankungen eine Herausforderung. Die ASSMANN Gruppe hat auf diese Unsicherheiten mit einer strategischen Lagerhaltungspolitik reagiert, um gegen unvorhersehbare Preisanstiege gewappnet zu sein und ihre finanziellen Kennzahlen zu schützen. Angesichts der Erfahrungen aus dem Vorjahr bleibt das Unternehmen vorsichtig optimistisch, dass es durch seine Anpassungsfähigkeit und vorausschauende Planung in der Lage sein wird, auch zukünftige Schwankungen in der Kostenstruktur effektiv zu managen. Verluste durch Forderungsausfälle konnten weitgehend vermieden werden, da das Risiko durch Warenkreditversicherungen abgedeckt und durch ein aktives Forderungsmanagement mit Monitoring der Altersstruktur der Forderungen präventiv begegnet wird. Bürgschaften für Dritte wurden nicht übernommen. Währungsrisiken, insbesondere beim Einkauf in Fremdwährungen (hauptsächlich USD, aber auch NTD und RMB), werden durch den Einsatz von Devisentermingeschäften effektiv gemanagt. Die Gewinnung neuer Mitarbeiter bleibt eine zentrale Herausforderung für die ASSMANN Gruppe, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der sich daraus ergebenden Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt. Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte intensiviert sich zunehmend, da viele Branchen um die gleichen Talente konkurrieren. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt das Unternehmen nicht nur auf eine langfristig orientierte Personalpolitik und die Schaffung zahlreicher Ausbildungsplätze, sondern auch auf innovative Rekrutierungsstrategien. Dazu gehören verstärkte Investitionen in Employer Branding, um die ASSMANN Gruppe als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren, sowie die Nutzung digitaler Plattformen und sozialer Medien für das Recruiting, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen. Zudem werden flexible Arbeitsmodelle und umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, um die Mitarbeiterbindung zu erhöhen und neue Talente anzuziehen. Darüber hinaus legt das Unternehmen Wert auf eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur, die unterschiedliche Perspektiven und Hintergründe wertschätzt, um ein kreatives und innovatives Arbeitsumfeld zu fördern. Mit diesen Maßnahmen strebt die ASSMANN Gruppe danach, auch in einem sich wandelnden Arbeitsmarktumfeld erfolgreich neue Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an sich zu binden. c. ChancenberichtFür das Jahr 2024 blicken wir mit erneuertem Optimismus auf die Geschäftsentwicklung. Die steigende Tendenz zur Digitalisierung und eine vorsichtige, doch erkennbare Erholung der globalen Wirtschaftslage lassen eine positive Dynamik in der Investitionsbereitschaft der Unternehmen erwarten. Wir antizipieren, dass Unternehmen zunehmend bereit sein werden, in essenzielle IT-Entwicklungen und die Modernisierung ihrer Arbeitsumgebungen zu investieren, um den sich wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarktes effektiv zu begegnen. Die Digitalisierung, als treibende Kraft hinter vielen unserer Initiativen, wird voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinnen. Dies eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Flexibilität, sondern ermöglicht es uns auch, unsere Marktposition durch innovative Lösungen und Services zu stärken. Wir erwarten, dass sich aus der fortgesetzten Expansion in neue Märkte und der Zusammenarbeit mit neuen Partnern zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten ergeben, insbesondere in Bereichen, die durch digitale Technologien im Rahmen von Großprojekten transformiert werden. Mit Blick auf 2024 sind wir zuversichtlich, dass die moderaten Energiepreise und die Stabilisierung der Inflation weiterhin ein günstiges wirtschaftliches Umfeld schaffen werden. Diese Faktoren, kombiniert mit unserer strategischen Ausrichtung auf Digitalisierung und Marktexpansion, positionieren uns ideal, um von den aufkommenden Wachstumschancen zu profitieren. Die konsequente Weiterentwicklung und Anpassung unserer kunden- und lieferantennahen Systeme an die digitalen Anforderungen unterstreichen unsere Ambition, die Potentiale aus diesem Bereich zu realisieren. Dies wird nicht nur unsere Fähigkeit zur Erschließung neuer Märkte verbessern, sondern auch die Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Partnern erleichtern. Die Digitalisierung unserer Kommunikationskanäle, insbesondere durch zielgruppenspezifische Lösungswelten und Lösungsseiten, wird es unseren Kunden ermöglichen, einen noch besseren Einblick in die Vielfalt unserer Produktwelten zu erhalten. Die weitere Verfeinerung unserer digitalen Verkaufstools und die maßgeschneiderte Unterstützung unserer Marketingaktivitäten werden dazu beitragen, den Verkaufsprozess für unsere Partner zu optimieren und einen optimalen Support zu bieten.
Der Ausbau unserer digitalen Infrastruktur und Tools bleibt ein zentraler Punkt unserer Strategie, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Zudem werden wir unsere Prozesse weiterhin verbessern und spezifische Softwarelösungen einführen, um regulatorischen Anforderungen effektiv zu begegnen und unseren strategischen Vorteil in einem zunehmend digitalisierten Umfeld zu festigen. Insgesamt blicken wir mit Zuversicht auf das Jahr 2024, getragen von der Erwartung, dass unsere strategischen Initiativen und die fortschreitende Digitalisierung uns ermöglichen werden, von den sich bietenden Chancen maximal zu profitieren. V. SteuerungssystemIm Jahr 2023 hat sich die Geschäftsentwicklung, das Monitoring und das Management der regionalen sowie überregionalen Aktivitäten auf die Nutzung fortschrittlicher Berichtsstrukturen und Business Intelligence Applikationen konzentriert, die eine stetige Optimierung und Transparenz ermöglichen. Die Business Intelligence Plattform "QlikSense" ist nun gruppenweit implementiert und löst die vorherige Version "QlikView" ab, wobei ein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung und vollständigen Migration liegt. Darüber hinaus hat die Harmonisierung zahlreicher anderer Systeme und Prozesse im Zuge von Alignment- und Gruppeninitiativen die Steuerung und Kontrolle der verschiedenen Niederlassungen vereinfacht und effizienter gemacht. Die monatlichen Abweichungsanalysen, die vom Controlling bereitgestellt werden, spielen eine zentrale Rolle im Entscheidungsfindungsprozess innerhalb der ASSMANN Gruppe. Diese Analysen vergleichen die geplanten Unternehmensziele mit den tatsächlich erreichten Ergebnissen und liefern tiefe Einblicke in die Performance der einzelnen Geschäftsbereiche sowie der Gruppe als Ganzes. Sie ermöglichen es den verantwortlichen Managern, leitenden Angestellten und der Geschäftsführung, frühzeitig potenzielle Abweichungen zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zusätzlich zu den Abweichungsanalysen bieten detaillierte Kennzahlenanalysen zur Marktentwicklung und zum Wettbewerbsumfeld wertvolle Informationen, die für die strategische Ausrichtung und langfristige Planung unerlässlich sind. Diese Instrumente fördern auch die kontinuierliche Anpassung der Geschäftsstrategien an sich ändernde Marktbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit und das nachhaltige Wachstum der ASSMANN Gruppe zu sichern. Ebenso bildet das interne Steuerungssystem eine essenzielle Grundlage für das Risikomanagementsystem der ASSMANN Gruppe, indem es einen systematischen Ansatz zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken bietet. VI. Rechtliche AspekteDie ASSMANN Holding GmbH hält weiterhin jeweils 100 % der Anteile der Tochtergesellschaften in der ASSMANN-Gruppe. VII. NachhaltigkeitNachhaltiges Handeln bestimmt den Kurs der ASSMANN Gruppe, um zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Durch die Initiative "ASSMANN goes green" integrieren wir die Ideen und Projekte unserer Auszubildenden in unser Engagement für eine grüne Zukunft. Wir hinterfragen kritisch den Stromverbrauch, die Verwendung von Verpackungsmaterialien und die Auswahl von Transportmitteln, um unsere Umweltverantwortung zu stärken. Weltweiter CO 2 -Ausstoß Der weltweite CO 2 -Ausstoß hat im Jahr 2023 einen neuen Höchstwert erreicht. Laut dem Global Carbon Project stiegen die anthropogenen CO 2 -Emissionen gegenüber 2022 erneut um 1,1 Prozent und erreichten ein Rekordniveau von 36,8 Milliarden Tonnen. Die Zunahme der Emissionen wurde vor allem in China und Indien beobachtet, während in den USA und der EU ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Entwaldung und die Bedingungen des El-Niño-Ereignisses führten zudem dazu, dass weniger CO 2 von der Vegetation aufgenommen wurde. Insgesamt summierten sich die fossilen Emissionen und die aus Landnutzungsveränderungen resultierenden Emissionen auf einen globalen CO 2 -Ausstoß von 40,2 Milliarden Tonnen für das Jahr 2023[3]. Auch ein Bericht des Science Media Center Germany zum globalen Kohlenstoffbudget 2023 bestätigt diesen Trend. Die fossilen Emissionen erreichten demnach einen noch nie dagewesenen Höchststand. Die Gesamtemissionen, einschließlich der durch Entwaldung verursachten Emissionen, wurden mit 40,9 Milliarden Tonnen angegeben. Etwa die Hälfte dieser Emissionen wird durch natürliche Senken wie Wälder und Ozeane aufgenommen. Unter den Maßnahmen zur Emissionsminderung wurden unter anderem das unterirdische Einlagern von CO 2 (CCS) diskutiert, obwohl dessen Beitrag bisher minimal ist[4]. Die Internationale Energieagentur (IEA) wies ebenfalls auf ein hohes Niveau der CO 2 -Emissionen hin, das durch die Energieerzeugung im Jahr 2022 erreicht wurde. Sie betonte die Notwendigkeit, das Tempo der Energiewende zu erhöhen, um die Klima- und Energieziele zu erreichen. Trotz der Energiekrise, die nicht zu einem so starken Anstieg der globalen Emissionen führte wie befürchtet, wurde hervorgehoben, dass die Zunahme der CO 2 -Emissionen aus fossilen Brennstoffen die Bemühungen um die Erreichung der weltweiten Klimaziele behindert[5]. [3] www.wissenschaft.de, https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/co2-bilanz-fuer-2023-zeigt-neues-rekordhoch/, abgerufen am 26.02.2024 [4] Tagesschau, https://www.tagesschau.de/wissen/klima/kohlenstoffbericht-100.html, abgerufen am 26.02.2024 [5] www.zdf.de, https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/klima-energiewende-co2-ausstoss-rekordhoch-100.html, abgerufen am 26.02.2024 Diese Entwicklungen unterstreichen die Dringlichkeit, weltweit verstärkte Anstrengungen zur Reduktion von CO 2 -Emissionen zu unternehmen und die Ziele des Pariser Abkommens zu verfolgen. Zur Bekämpfung negativer Auswirkungen unseres Konsumverhaltens und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung wurde 2019 eine Azubi-Initiative ins Leben gerufen. Diese Initiative verfolgt das Ziel, durch die Identifizierung von Verbesserungspotenzialen und die Entwicklung konkreter Lösungsansätze einen positiven Beitrag zu leisten. Unsere Auszubildenden organisieren sich in Kleingruppen, um vielfältige Projekte mit signifikantem Einfluss zu realisieren. Die Initiative zeichnet sich durch kontinuierliche Erfolge aus, und es werden jährlich neue Auszubildende einbezogen. Diese bringen frische Ideen ein und führen bestehende Projekte fort. Durch diesen dynamischen Prozess entstehen stetig neue Herausforderungen, welche die Initiative erfolgreich meistert und dadurch nachhaltig zur Verbesserung der Umweltleistung unseres Unternehmens beiträgt. Stromerzeugung in Deutschland Im Jahr 2023 erreichte Deutschland einen neuen Meilenstein in seiner Energiewende: Erneuerbare Energien deckten erstmals über die Hälfte des Strommixes, mit einem Rekordanteil von 59,7 Prozent. Die führende Rolle spielte die Windkraft mit 32 Prozent, während Photovoltaik und Biomasse wesentlich zur grünen Energieerzeugung beitrugen. Gleichzeitig verringerte sich die Nutzung konventioneller Energieträger wie Kohle deutlich. Die gesamte Nettostromerzeugung sank um 9,1 Prozent, und die Strompreise fielen aufgrund der gestiegenen erneuerbaren Erzeugung erheblich[6] [7]. Die aktive Beteiligung von Unternehmen am Energiewandel ist entscheidend, um diese positiven Trends weiter zu verstärken und eine nachhaltige Energiezukunft zu sichern. Unternehmen können durch Investitionen in erneuerbare Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und die Implementierung innovativer Technologien nicht nur zum Klimaschutz beitragen, sondern auch von niedrigeren Energiekosten und einer verbesserten Marktposition profitieren. Die Transformation zu einer nachhaltigen Energieversorgung erfordert das Engagement aller Wirtschaftsakteure, um die Klimaziele zu erreichen und eine resiliente, zukunftsfähige Wirtschaft zu fördern. [6] Bundesnetzagentur, https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/20240103_SMARD.html, abgerufen am 26.02.2024 [7] Fraunhofer ASSMANN goes green: ElektromobilitätMit fünf Ladesäulen und insgesamt acht Ladestationen wurde am Standort Lüdenscheid die Möglichkeit geschaffen, Autos umweltfreundlich aufzuladen. Das Unternehmen nutzt die Möglichkeiten des Einstiegs in die Elektromobilität, um die Mitarbeiter zu unterstützen und zu ermutigen, umweltfreundlich zu fahren, und stellt dafür die Infrastruktur zur Verfügung. Interessanterweise stammt der Strom aus unserer eigenen Photovoltaikanlage und basiert damit auf erneuerbaren Energien.
Um das Thema Elektromobilität weiter auszubauen, wurde eine interne Umfrage zur Ermittlung der Nachfrage nach E-Bikes gestartet. Aufgrund der positiven Rückmeldungen wird seit dem Jahr 2022 allen Mitarbeitern der ASSMANN Electronic GmbH die Möglichkeit angeboten, Fahrräder über das Unternehmen zu leasen und die Reise zur Arbeit umweltfreundlicher zu gestalten und gleichzeitig etwas für ihre eigene Gesundheit zu tun. Damit alle unsere Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen, emissionsfrei Botengänge innerhalb der Stadt zu erledigen, steht am Standort Lüdenscheid ein Elektro-Auto zur Verfügung. Das E-Fahrzeug ist das Symbol aller umgesetzten Maßnahmen der Initiative ASSMANN goes green. Das Auto wird mit selbst produzierter Solarenergie auf dem firmeneigenen Parkplatz geladen und zeigt auf einer nachhaltigen Folierung, wofür die ASSMANN Gruppe steht. ASSMANN goes green: PhotovoltaikIm Rahmen der Initiative "Gebäude und Verbräuche" im Jahr 2018 haben wir uns mit Nachdruck der Entwicklung eines Konzepts für den Bezug umweltfreundlicher Energie gewidmet. Als direkte Folge dieser Bestrebungen wurde 2019 auf dem Dach der ASSMANN Electronic GmbH in Lüdenscheid eine beeindruckende Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 239,8 kWp, bestehend aus 872 Modulen, errichtet. Diese strategische Maßnahme ermöglichte es uns, auch im Jahr 2023 am Standort Lüdenscheid unseren Strombedarf vollständig durch 100 % Ökostrom zu decken. Diese Errungenschaft markiert einen signifikanten Meilenstein in unserem Bestreben nach einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Energieversorgung. Überschüssige Energie, die in Zeiten hoher Solarproduktion generiert wird, speisen wir ins öffentliche Netz ein. In Perioden geringerer Sonneneinstrahlung greifen wir auf Strom aus einem vom TÜV-SÜD zertifizierten Wasserkraftwerk zurück. Dieser ganzheitliche Ansatz unterstreicht unser kontinuierliches Engagement, unseren Betrieb so klimaneutral wie möglich zu gestalten und einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Der vollständige Umstieg auf 100% Ökostrom am Standort Lüdenscheid ist ein klares Bekenntnis zu unserer ökologischen Verantwortung und ein Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften.
ASSMANN goes green: BienenDie Honigbiene spielt eine essenzielle Rolle im Gleichgewicht unseres Ökosystems, steht jedoch global vor einem alarmierenden Rückgang ihrer Populationen. Sie sind nicht nur für die Produktion von Honig mit dessen gesundheitlichen Vorteilen bekannt, sondern tragen auch wesentlich zur Erhaltung der Nahrungsdiversität bei, indem sie Pflanzen bestäuben. Die Förderung der Bienenpopulation ist daher für die Aufrechterhaltung einer reichen ökologischen Vielfalt von großer Bedeutung. Bemerkenswerterweise rangieren sie in der Bedeutung für die Landwirtschaft direkt hinter Rindern und Schweinen an dritter Stelle. Um dem besorgniserregenden Schwund entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Ansätze, wie die Pflanzung bienenfreundlicher Vegetation oder das Aufstellen von Nistmöglichkeiten, einschließlich Bienenstöcken. Auf einem Teil unseres Firmenareals, das von Wiesen und Wäldern umschlossen ist, haben wir zwei Bienenstöcke installiert, die jeweils zwischen 10.000 und 50.000 Bienen ein Zuhause bieten. Diese Bienen bestäuben die Pflanzen in einem Radius von rund einem Kilometer und fördern damit weiterhin die Biodiversität und Gesundheit unseres Ökosystems.
ASSMANN goes green: AbfallmanagementUm unseren Kunststoffmüll zu minimieren, haben wir uns entschlossen, auf Kunststoffbecher bei unseren Kaffeemaschinen zu verzichten und unser Abfallmanagementsystem zu überarbeiten. Wir haben die Anzahl der Müll- und Kunststoffbehälter in den Büros reduziert und stattdessen zentrale Abfallsammelstellen in den Abteilungen eingerichtet, um die Sauberkeit zu verbessern und den Bedarf an Plastiktüten zu verringern. Darüber hinaus wurde das Recycling durch die Einführung des "Gelben Sacks" speziell für Kunststoffabfälle optimiert, was die Verschwendung von Ressourcen verringert. Die Trennung und Recycling von Papier ist bei uns bereits seit Langem etabliert und wird durch eine firmeneigene Papierpresse unterstützt, die das Papier dem Recyclingkreislauf zuführt. Mit der Initiative "ASSMANN goes green" verfolgen wir das Ziel, unseren Verbrauch von Energie und Ressourcen langfristig und nachhaltig zu reduzieren. Zu diesem Zweck haben wir ein Energiemanagementsystem eingeführt, das nach DIN EN 50001:2018 zertifiziert ist. Dieses System unterstützt unser Bestreben, die Umweltleistung unseres Unternehmens kontinuierlich zu überwachen und vor allem kontinuierlich zu verbessern.
ASSMANN goes green: Verpackungsdesign
Im Jahr 2021 begann unser Unternehmen mit dem entschlossenen Vorhaben, die Verwendung von Plastik in unseren Produktverpackungen zu reduzieren und stattdessen umweltfreundliche Verpackungsalternativen zu etablieren. Diese Initiative umfasste das Ziel, Plastik so weit wie möglich zu eliminieren, die Zahl unnötiger Etiketten zu senken, auf braunem Karton zu drucken, sich auf die Verwendung von schwarzer Druckfarbe zu beschränken und auf das Kaschieren von Papier zu verzichten. Gebrauchsanleitungen und Handbücher werden fortan auf einfachem, unbeschichtetem Papier gedruckt. Ein entscheidender Faktor in unserer Strategie zur Nachhaltigkeit war die Verringerung des Verpackungsvolumens, welche im Geschäftsjahr 2022 implementiert wurde mit dem Ziel wesentlich zur Senkung unserer CO 2 -Emissionen beizutragen. Diese Maßnahme hat zudem das Volumen unserer Umverpackungen reduziert und wird langfristig unseren Lagerplatzbedarf senken, was zusätzliche logistische Verbesserungen für unsere Firma und unsere Kunden bedeutet. Die schrittweise Abkehr von Halb- oder Vollblister-Verpackungen zugunsten von Karton- oder Naturpapierverpackungen ist weiterhin ein wesentlicher Bestandteil unserer Umstellung auf umweltfreundliche Lösungen. Diese Verpackungen verzichten bewusst auf Designelemente wie Sichtfenster oder aufklappbare Boxen, um den Produktionsaufwand und die Umweltbelastung zu verringern. Dennoch behalten unsere Kartonverpackungen alle wichtigen Produktinformationen in verschiedenen Sprachen sowie visuelle Darstellungen in Schwarz bei, um eine optimale Präsentation der Inhalte und eine vollständige Informationsübermittlung am Point of Sale zu gewährleisten. Die im Jahr 2022 eingeführte Volumenreduktion der Verpackungen wurde im Jahr 2023 fortgeführt. Dies unterstreicht unser Engagement, die bereits initiierten Umweltmaßnahmen fortzusetzen, um unseren ökologischen Fußabdruck kontinuierlich zu minimieren und unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt und zukünftigen Generationen gerecht zu werden. Code of ConductNachhaltigkeit betrifft nicht nur den Umweltschutz, sondern umfasst ebenso wichtige soziale und ökonomische Bereiche. Mit dem Ziel, diese umfassende Sicht auf Nachhaltigkeit in unserer Unternehmensführung zu verankern, hat die ASSMANN Group einen Verhaltenskodex etabliert. Dieser Kodex dient dazu, ethisches und gesetzeskonformes Verhalten in sämtlichen Unternehmensbereichen zu gewährleisten. Der Verhaltenskodex legt fest, welche Prinzipien und grundlegenden Werte unser Handeln leiten, und definiert, wie wir uns gegenüber unseren Geschäftspartnern, der Öffentlichkeit und der Umwelt verhalten sollen. Innerhalb der ASSMANN Gruppe verpflichten wir nicht nur unsere Mitarbeiter und Führungskräfte durch unsere Geschäftsrichtlinien, diese Werte zu leben, sondern setzen auch eine verbindliche Zusage unserer Geschäftspartner zur Einhaltung dieses Kodex voraus. Diese Selbstverpflichtung erstreckt sich vor allem auf die strikte Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, das aktive Bestreben zur Minimierung der Umweltauswirkungen unserer geschäftlichen Aktivitäten, sowie den Schutz geistigen Eigentums. Weiterhin beinhaltet sie die Verpflichtung, durch angemessene Sorgfalt Korruption vorzubeugen und aufzudecken und sämtliche kartellrechtlichen, wettbewerbsrechtlichen und handelsrechtlichen Regelungen zu befolgen. Darüber hinaus legt unser Kodex klare Richtlinien fest, die garantieren, dass jeder Mitarbeiter und jeder Lieferant die Menschenrechte achtet und die Privatsphäre sowie die Würde jeder Person schützt. Die ASSMANN Gruppe schätzt und fördert Vielfalt, Würde und Respekt im Arbeitsumfeld und unterstützt die Chancengleichheit für alle Mitarbeiter. Als Unternehmen mit einer vielfältigen Belegschaft bemühen wir uns, eine inklusive, ethisch geprägte Unternehmenskultur zu fördern, die frei von Kinderarbeit, Zwangsarbeit, inakzeptablen Beschäftigungspraktiken und Menschenhandel ist. In dieser Kultur wird nicht nur Wert auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gelegt, sondern auch auf die Förderung eines Arbeitsumfelds, in dem sich alle Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen und in dem sie motiviert sind, zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen. Der Code of Conduct ist jederzeit als wesentlicher Teil unserer Unternehmenskultur auf unserer Website www.assmann.com abrufbar. Whistleblower-System Um das Risiko weiter zu minimieren und das Vertrauen sowohl intern bei den Mitarbeitenden als auch extern bei den Stakeholdern zu stärken, hat die ASSMANN Gruppe im Laufe des Geschäftsjahres 2022 ein umfassendes Whistleblowingsystem eingeführt. Dieses wichtige Instrument soll eine frühzeitige Erkennung und effektive Bekämpfung von Missständen innerhalb der Organisation ermöglichen. Durch die Etablierung von sicheren und vertraulichen Kommunikationswegen in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister wird den Mitarbeitenden die Möglichkeit geboten, anonym oder namentlich Informationen über rechtliche oder ethische Verstöße zu melden. Das System bietet mehrere Kommunikationskanäle, um eine niedrige Hemmschwelle für die Meldung zu gewährleisten. Ein zentraler Aspekt des Systems ist der Schutz der Whistleblower vor möglichen Repressalien. Die ASSMANN Gruppe hat sich für einen externen Anbieter entschieden, damit die Anonymität und Sicherheit der Hinweisgeber garantiert wird. Ziel ist es, eine Kultur der Offenheit und Integrität zu fördern, in der sich die Mitarbeitenden ermutigt fühlen, ohne Angst vor negativen Konsequenzen zur Aufdeckung und Verhinderung von Fehlverhalten beizutragen. Trotz der Einführung dieses fortschrittlichen Systems wurden im Geschäftsjahr 2023 keine Vorfälle über das Whistleblowingsystem gemeldet. Dies könnte einerseits ein Zeichen für die Wirksamkeit der präventiven Maßnahmen der Organisation sein. Andererseits unterstreicht es die Bedeutung kontinuierlicher Sensibilisierungsmaßnahmen, um die Bereitschaft zur Nutzung des Systems weiter zu erhöhen.
Lüdenscheid, im Mai 2024 ASSMANN Holding GmbH Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die ASSMANN Holding GmbH hat ihren Sitz in Lüdenscheid und ist unter der Nummer HRB 4946 in das Handelsregister beim Amtsgericht Iserlohn eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. und §§ 264 ff. HGB erstellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. II. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die ASSMANN Holding GmbH sowie drei inländische und neun ausländische Tochtergesellschaften und zwei ausländische Beteiligungen. Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft zu mehr als 20 % unmittelbar (u) oder mittelbar (m) beteiligt ist:
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der ASSMANN Holding GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Dabei waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren linear abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von zehn Jahren linear abgeschrieben. 2. Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:
Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt. 3. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere des Anlagenvermögens zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. 4. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken werden angemessene Wertberichtigungen gebildet. 6. Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Posten des Eigenkapitals Die liquiden Mittel, die Rechnungsabgrenzungsposten sowie das Eigenkapital wurden zum Nominalwert bilanziert. 7. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen das Tochterunternehmen ASSMANN Electronic GmbH, Kalsdorf bei Graz, Österreich, und wurde nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % (Vorjahr 1,6 %) und einer durchschnittlichen Bezugserhöhung von 2,50 % (Vorjahr 1,50 %) und des gesetzlichen Pensionseintrittsalters ermittelt. 8. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 10. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes bzw. eines negativen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. 11. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. IV. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die bei der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2013 entstandenen passivischen Unterschiedsbeträge wurden aufgrund ihres Eigenkapitalcharakters innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der folgenden Seite dargestellt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023
2. Vorräte In den Vorräten sind ergebniswirksame Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.001 (Vorjahr TEUR 668) enthalten. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
4. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern nach § 306 HGB resultieren im Wesentlichen aus Zwischenergebniseliminierungen. Sie wurden mit einem Steuersatz in Höhe von 28,50 % ermittelt. Dabei werden Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. 5. Eigenkapital Die Entwicklung der Eigenkapitalposten ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. Die Gewinnrücklagen umfassen neben dem Gewinnvortrag der Muttergesellschaft die Gewinnvorträge der in den Konzern einbezogenen Unternehmen. Außerdem enthalten die Rücklagen in Höhe von TEUR 1.981 passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, soweit diese eigenkapitalähnlichen Charakter haben. Der passive Unterschiedsbetrag entstand aufgrund des Auseinanderfallens des Zeitpunktes der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und des Zeitpunktes der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Das zu konsolidierende Eigenkapital des Tochterunternehmens hat sich zwischen diesen Zeitpunkten aufgrund von Gewinnthesaurierungen erhöht. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Vorjahr sind als sonstige Verbindlichkeiten zu klassifizieren. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
9. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften bestehen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte zum Kauf von US-$ im Umfang von TUSD 3.455 mit einer Laufzeit bis zum 7. Februar 2025. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Stichtag TEUR 3.239. VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gruppe gliederten sich wie folgt:
VII. Erläuterung zur Konzernkapitalflussrechnung Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 2.241 (Vorjahr TEUR 3.952), Zinsen wurden in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 133) bezahlt. Der Finanzmittelfonds zum Jahresende setzt sich aus liquiden Mitteln von TEUR 11.928 zusammen. VIII. sonstige Angaben 1. Bezüge der Geschäftsführung Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel der §§ 314 Abs. 3 S. 2 i. V. m. 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr 259 Mitarbeiter (Vorjahr 273) beschäftigt, davon 246 Angestellte und 13 Auszubildende. 3. Angaben zu befreiten Unternehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB Der Konzernabschluss hat grundsätzlich befreiende Wirkung gem. § 264 Abs. 3 HGB für die ASSMANN Electronic GmbH, Lüdenscheid. Die Voraussetzungen sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht komplett erfüllt. 4. Mutterunternehmen Den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die ASSMANN Holding GmbH, Lüdenscheid, auf. Der Konzernabschluss der ASSMANN Holding GmbH, Lüdenscheid, ist im Bundesanzeiger bekannt zu machen. 5. Prüfungs- und Beratungshonorare Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für die Abschlussprüfungen TEUR 37. 6. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung hat vorgeschlagen den Jahresüberschuss der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Lüdenscheid, im Mai 2024 ASSMANN Holding GmbH Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ASSMANN Holding GmbH, Lüdenscheid Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ASSMANN Holding GmbH - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ASSMANN Holding GmbH, Lüdenscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosem Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtürmern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtürmern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass das aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lüdenscheid, den 23. Mai 2024 gez. Stolz, Wirtschaftsprüfer gez. Witte, Wirtschaftsprüfer |
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