Enerpipe Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Adolf Euring seit 4.3.2025 | Geschäftsführer |
Christoph Bachmann seit 4.3.2025 | Geschäftsführer |
Ludwig Johann Heinloth seit 4.3.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Fiegl seit 4.3.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Enerpipe GmbHHilpoltsteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023A. I Grundlagen des Unternehmens A.1 Geschäftsmodell Die ENERPIPE GmbH betätigt sich mit der Planung, Projektentwicklung und Umsetzung von Wärmenetzen inklusive der Materiallieferung an die ausführenden Firmen. Dazu gehört auch die Produktion von Übergabe-, Anlagen- und Steuertechnik. Die für ein Wärmenetz benötigten Rohrsysteme hat ENERPIPE ebenfalls im Lieferprogramm. Der Bau selbst gehört nicht zum Betätigungsfeld der ENERPIPE GmbH. Damit beauftragen die Wärmenetzbetreiber in der Regel Heizungs- und Rohrbauer. Die ENERPIPE GmbH hat sich auf diesen Bereich spezialisiert und gehört mit dem erreichten Umsatzvolumen mittlerweile zu einem der Marktführer in Deutschland. A.2 Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung wird im Unternehmen hauptsächliche im Bereich Übergabetechnik betrieben und Steuerung von Wärmenetzen. A. II Wirtschaftsbericht A. II.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam in Deutschland im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor, der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Die deutsche Wirtschaft hat sich im darauffolgenden Jahr 2024 in einer anhaltenden Schwächephase befunden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte preisbereinigt um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr, nachdem es bereits 2023 um 0,3 % zurückgegangen war. Dies markiert zwei aufeinanderfolgende Jahre mit negativem Wachstum - ein Szenario, das zuletzt 2002/2003 auftrat. Hauptursachen der wirtschaftlichen Schwäche waren:• Hohe Energiekosten: Insbesondere energieintensive Industrien wie die Chemie- und Metallbranche litten unter den gestiegenen Energiepreisen. • Zinsniveau und Investitionszurückhaltung: Ein erhöhtes Zinsniveau erschwerte Investitionen und belastete die Bauwirtschaft sowie den Maschinenbau. • Zinsniveau und Investitionszurückhaltung: Ein erhöhtes Zinsniveau erschwerte Investitionen und belastete die Bauwirtschaft sowie den Maschinenbau. • Schwache Exportnachfrage: Die deutsche Exportwirtschaft sah sich zunehmender Konkurrenz auf internationalen Märkten gegenüber. • Politische Unsicherheit: Der Bruch der Ampelkoalition im Herbst 2024 führte zu Unsicherheiten, die sich negativ auf das Investitionsklima auswirkten. (Destatis.de und ZDFheute.de) Die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging 2024 preisbereinigt um 0,4 % zurück. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen: • Verarbeitendes Gewerbe: Rückgang der Bruttowertschöpfung um 3,0 %. Besonders betroffen waren der Maschinenbau und die Automobilindustrie. Energieintensive Branchen wie die Chemie- und Metallindustrie blieben auf niedrigem Produktionsniveau. • Baugewerbe: Ein Rückgang von 3,8 % wurde verzeichnet. Hohe Baupreise und Zinsen führten zu einem Rückgang im Wohnungsbau. Lediglich der Tiefbau profitierte von Modernisierungen und Neubauten von Infrastrukturprojekten. • Dienstleistungsbereiche: • Gesamtentwicklung: Ein Zuwachs von 0,8 % wurde erzielt, jedoch mit unterschiedlichen Entwicklungen innerhalb der Sektoren. • Handel, Verkehr, Gastgewerbe: Die Bruttowertschöpfung stagnierte. Während Einzelhandel und Verkehrsdienstleister Zuwächse verzeichneten, gingen die Werte im Kfz- und Großhandel sowie in der Gastronomie zurück. • Information und Kommunikation: Ein Wachstum von 2,5 % wurde erreicht, was den anhaltenden Digitalisierungstrend widerspiegelt. • Staatlich geprägte Bereiche (öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen): Ein Anstieg der Bruttowertschöpfung um 1,6 % wurde verzeichnet. Diese Entwicklungen zeigen, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 durch strukturelle Herausforderungen in Industrie und Bau belastet wurde, während bestimmte Dienstleistungsbereiche Wachstum verzeichneten. (Angaben aus destatis.de, handelsdaten.de und welt.de) Baubranche allgemein und Bau von Wärmenetzen Im Baugewerbe machten sich laut Destatis neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die Bauwirtschaft verzeichnete in 2024 einen realen Umsatzrückgang von etwa 4 %. Für 2025 gehen das Ifo-Institut und DIW von einer Stabilisierung aus. Während die Neubautätigkeit ("Wohnen") unter Zinshochdruck leidet, sorgen öffentliche Infrastruktur sowie energetische Sanierung für Stabilität oder moderates Wachstum. (zdf.de und destatis.de). Bau von Wärmenetzen Für die Energiewende spielt laut IFAM (Frauenhoferinstitut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung) der energieintensive Wärmesektor eine entscheidende Rolle und ist ein zentraler Faktor für die Erreichung der Klimaziele. Neben der Wärmeerzeugung in den jeweiligen Abnehmerobjekten (dezentrale Wärmegestehung) ist die zentralisierte Wärmeerzeugung mit der anschließenden Verteilung entlang von Wärmenetzen die wichtige Säule unserer aktuellen Wärmeversorgung. Im Vergleich zu dezentralen Heizungsanlagen ist eine zentrale Wärmeerzeugung im Verbund mit einem Wärmenetz in der Regel effizienter und kann insbesondere in verdichteten Stadtgebieten eine kostengünstige Alternative darstellen. Gegenüber dezentralen Techniken wie Öl- oder Gasheizungen ist keine Wärmeerzeugung im jeweiligen Objekt notwendig, sodass der Platzbedarf für einen Kessel ausbleibt. Auch die Einbindung von Abwärmequellen oder erneuerbaren Wärmequellen wie Geothermie, Oberflächengewässer oder Abwasser durch Großwärmepumpen ist möglich. Deshalb hat die leitungsgebundene Wärmeversorgung einen hohen Stellenwert für die Deckung des aktuellen und perspektivischen Wärmebedarfs des bestehenden und zukünftigen Gebäudebestands. Das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz -WPG) vom 20.12.2023 hat als Zielvorgabe, dass der Anteil von Wärme aus erneuerbaren Energien, aus unvermeidbarer Abwärme oder einer Kombination hieraus an der jährlichen Nettowärmeerzeugung in Wärmenetzen im bundesweiten Mittel ab dem 1. Januar 2030 50 Prozent betragen soll. Auf dieses Ziel hin werden entsprechende Fördermaßnahmen ausgerichtet. Insoweit ist davon auszugehen, dass in diesem Bereich in den nächsten Jahren immense Investitionen getätigt werden und somit die Nachfrage nach Wärmenetzen bei der ENERPIPE GmbH zunehmen wird. A. II.2 Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr 2023 der ENERPIPE GmbH nahm wieder einen zufriedenstellenden Verlauf. Auftragslage: Die Auftragslage ist unverändert auf hohem Niveau. Umsatz/Gesamtleistung: Wir haben im Geschäftsjahr 2023 eine weitere Steigerung der Gesamtleistung erreicht. Die Steigerung der Betriebsleistung ist auf die Ausweitung unserer laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen aber auch zu Teil auf Preissteigerungen, welche ihre Ursache in den gestiegenen Materialaufwendungen hatten. Beschaffung: Die Beschaffung erfolgt hauptsächlich nach den Vereinbarungen in den jeweiligen Wärmenetzaufträgen. Bei der Beschaffung ist neben dem Preis auch die Qualität des Materials von Bedeutung. Unser Ziel ist, die Beschaffungskosten und die Qualität der Materialen sowie Fremdleistungen weiterhin zu verbessern, die Verfügbarkeit weiterhin jederzeit zu gewährleisten. Beschaffungsrisiken sollen weiterhin vermieden oder beseitigt werden. Dies gestaltet sich aufgrund von Preissteigerungen nicht immer einfach. Die vereinbarten Lieferqualitäten, -mengen und -termine wurden von unseren Lieferanten auf unverändert hohem Niveau realisiert. Personal- und Sozialbereich: Wir haben gezielt in verschiedenen Bereichen Fachpersonal gewinnen können und konnten strategisch wichtige offene Stellen besetzen. Eine hohe Arbeitgeberattraktivität liegt am Arbeitsmarkt für unser Unternehmen vor. Entgegen dem Branchentrend war es uns möglich unsere Ausbildungsstellen adäquat zu besetzen. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten aufgrund unserer neuen Standorte Mitarbeiter in den entsprechenden Regionen gewonnen werden. Die Beschäftigtenzahl (ohne Auszubildende) nahm in 2023 um 10 Arbeitnehmer zu. Unsere Belegschaft zeigte bei diesem Geschäftsverlauf eine sehr hohe Einsatzbereitschaft und unterstützte die getroffenen Entscheidungen mit allen Kräften. Vorjahresprognose: Im Bereich der Gesamtleistungsprognose ist ein Umsatzzuwachs eingetreten, dieser lag im Bereich unserer Erwartungen. Die Preissteigerungen beim Materialaufwand und den Subunternehmerleistungen lagen im Plan, gleiches gilt für den Personalaufwand. Die Deckungsbeitragsquote II (Betriebsleistung abzüglich Materialaufwand und Personalaufwand) ist relativ um 2,3 % gestiegen. Der prognostizierte Gewinn vor Steuern konnte übertroffen werden. Personelle Verstärkungen konnten gezielt mit Experten aus den jeweiligen Fachbereichen umgesetzt werden. Damit sind die in der Vorperiode prognostizierten Aussagen zum größten Teil eingetreten. Ertragslage: Die Rohgewinnquote stieg um 2,3 %. Dies ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Umsatzerlöse zurückzuführen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg von 109 auf 119 (= 8 %). Aufgrund der Lohnerhöhungen und der Steigerung der Mitarbeiterzahl sind die Personalaufwendungen insgesamt um 14,2 % gestiegen. Dem Anstieg der Rohgewinnquote um 2,3 % stehen Erhöhungen der Personalaufwandsquote um 14,2 % gegenüber, so dass sich die Deckungsbeitragsquote II (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand und Personalaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung) um 2,3 % verbesserte. Die Verbesserung basiert zum wesentlichen Anteil auf den Rückgang der Materialaufwandsquote um 2,3 %. Der sonstige Aufwand hat sich von 2022 auf 2023 nur moderat um 4,9 % erhöht. Den Kostensteigerungen bei Raumkosten (+86 TEUR), Werbe- und Reisekosten (+81 TEUR) und Aufwendungen für Wertberichtigungen (+ 83 TEUR) standen Minderungen bei Kosten der Warenabgabe (-86 TEUR) gegenüber, so dass sich das Betriebsergebnis insgesamt um 1.290 TEUR verbesserte. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme von 16.768 TEUR auf 25.546 TEUR. Die Eigenkapitalquote liegt mit 65,3 % über dem Vorjahreswert (Vorjahr 59,7 %). Die Betriebsgebäude werden gepachtet, so dass das Anlagevermögen einen nicht wesentlichen Teil des Gesamtvermögens einnimmt. Als wesentlicher Teil der Aktivseite der Bilanz sind die Vorräte mit 7.559 TEUR zu nennen. In den Vorräten kommen im Wesentlichen Waren und Fertigerzeugnisse zum Ausweis, die zum Weiterverkauf bestimmt sind. Der Vorratsbestand erhöhte sich von 4.195 TEUR auf 7.520 TEUR. Der Anteil der geleisteten Anzahlungen erhöhte sich von 7 TEUR auf 39 TEUR. Der absolute Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stieg um 53,2 %. Der relative Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ist von 4,8 % auf 6,7 % gestiegen. Dies entspricht zum Stichtag einem durchschnittlichen Zahlungsverhalten von 24 Tagen, zum 31.12.2023 lag der Wert bei 17 Tagen. Der Anstieg liegt zum Teil in dem Anstieg der Umsatzerlöse begründet. In den sonstigen Rückstellungen kommen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme, Urlaub und Mitarbeiterboni, Abschluss- und Prüfungskosten sowie für Gewährleistungen zum Ausweis. Rückstellungen für Gewährleistung wurden pauschal auf den Umsatz des laufenden Jahres mit 0,25 % bemessen. Rückstellungen für einzelne Schadensfälle waren nicht erforderlich. Der gesamte Betrag an sonstigen Rückstellungen hat sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 334 TEUR vermindert, er liegt zum Stichtag bei 714 TEUR. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen Rückstellung für Verpflichtungen gegenüber dem Personal. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 89 TEUR vermindert. Dies entspricht in Relation zum Materialaufwand einem Bestand von 4 Tagen, im Vorjahr waren es 6 Tage. Finanzlage Im Geschäftsjahr wurde ein positiver Cash-Flow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) erzielt. Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände (630 TEUR) konnten aus dem laufenden Cash-Flow finanziert werden. Im Sachanlagevermögen fanden überwiegend Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung (499 TEUR) statt. Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt bei 26,7 % der Betriebsleistung, im Vorjahr lag es bei 24,8 % der Betriebsleistung. Liquidität und Kapitalausstattung Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Zahlungsfähigkeit der Firma war jederzeit gegeben. Die Aufnahme von Fremdmitteln ist derzeit grundsätzlich nicht erforderlich. Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen u.a. durch die Anmietung des Geschäftssitzes. Die monatlichen Belastung liegt bei 56 TEUR, die Laufzeit des Mietvertrags ist unbefristet. A. II.3 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren: Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir den Deckungsbeitrag I (Umsatzerlöse abzüglich Materialeinsatz und Fremdleistungen) und Deckungsbeitrag II (von DB I wird der Personalaufwand abgezogen) heran. Anhand dieser Indikatoren werden die einzelnen Projekte überwacht und nach Abschluss der Projekte ausgewertet. Der Deckungsbeitrag I ist um 2,2 % leicht gestiegen. Der Deckungsbeitrag II ist um 2,3 % ebenfalls leicht gestiegen. Aufgrund der aktuell fallenden und konstanteren Materialkosten sowie der besseren Marktsituation gehen wir von einer weiteren leichten Verbesserung dieser Indikatoren aus. A. II.4 Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist insgesamt zufriedenstellend. Die Stimmung in der Bauwirtschaft hat sich deutlich abgekühlt, aufgrund rückläufiger Nachfrage ist der Preisdruck gestiegen. In unserem Segment stellt sich die Situation anders dar. Die Auftragslage ist derzeit gut, wir sehen wir uns auch für die Zukunft gut aufgestellt. A. III Zweigniederlassungsbericht Die ENERPIPE GmbH hat keine Zweigniederlassung, eine Berichterstattung erübrigt sich. A. IV. Prognosebericht Laut der Prognose des Internationalen Währungsfonds wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2025 mit einem Nullwachstum und für 2026 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8 %. Aus den Umsätzen und insbesondere der Auftragslage der ENERPIPE GmbH zum Ende des ersten Quartals 2025 deutet sich an, dass das erreichte Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2023 mit der Steigerung in 2024 in 2025 auch gehalten werden kann. Bei unseren Leistungsindikatoren Deckungsbeitrag I und II planen wir deshalb mit leichten Verbesserungen gegenüber dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 und 2024. Wir gehen auch im Jahr 2025 weiter den Weg der Fachkräftegewinnung im hoch qualifizierten Bereich sowie der Weiterentwicklung unserer bestehenden Mitarbeiter. Die Finanzierung des vorgesehenen Wachstums werden einen weiteren Finanzierungsbedarf nach sich ziehen. Diese planen wir aber weitestgehend aus Eigenmitteln zu stemmen. Eine permanente Fremdfinanzierung ist nicht vorgesehen. Um diese Herausforderungen zu meistern werden alle Möglichkeiten zur Steigerung der Rentabilität und Senkung der Kosten weiterhin konsequent genutzt. Der weitere Verlauf der Ukrainekrise und die bestehende Inflation mit den Folgen auf den Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft werden von uns laufend überwacht. Seriöse Prognosen zu den Auswirkungen dieser Ereignisse auf den Geschäftsverlauf sind allerdings nicht möglich. B Chancen- und Risikobericht B. 1. Chancen der künftigen Entwicklung Chancen sehen wir unverändert in der erreichten Unternehmensgröße. Aufgrund der vorhandenen Kapazitäten war es uns in der Vergangenheit möglich auch Großaufträge in den zeitlich vorgegebenen Rahmen zur Zufriedenheit der Kunden abzuwickeln. Dadurch hat sich unser Unternehmen am Markt eine gute Position erworben, was sich bei der Vergabe von Aufträgen zunehmend positiv auswirkt. Zum anderen erwarten wir eine Steigerung der Attraktivität unseres Wirtschaftszweiges, so dass das Interesse für Job- und Ausbildungsplatzsuchende in unserer Branche wachsen wird, was wiederum langfristig dem Facharbeitersterben entgegentreten wird. Die steigende Staatsverschuldung in der Corona- und Ukrainekrise und die Bankenkrise belasten das Vertrauen in die Währung. Das Wärmegesetz der Bundesregierung hat die Verunsicherung der Verbraucher weiter befeuert. Die gesetzlichen Neuregelungen werden die Investitionen in Wärmenetze weiter ansteigen lassen. Es werden aktuell hohe Investitionen in Qualitätsmanagement. Hierdurch erhoffen wir uns die Sicherung einer nachhaltig hohen Qualität unserer Leistungen als auch zufriedene Kunden. Auch können dadurch unsere Mitarbeiter an unser Unternehmen gebunden werden. B.2. Risiken der künftigen Entwicklung Als allgemeine Unternehmensrisiken sind, ohne eine Gewichtung vorzunehmen, zu nennen: - Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund von steigenden Insolvenzen - allgemein festzustellender Trend, dass durch Reklamationsmeldungen zunehmend versucht wird, nachträgliche Preisreduzierungen zu erzielen - evtl. Änderungen in den Ausschreibe- und Vergabebedingungen bei öffentlichen Auftraggebern - Schleppende Zahlungen bei Kommunalaufträgen und hohe Vorfinanzierungsaufwendungen - verminderte Aufträge von Kommunen wegen fehlender Mittel - Fachkräftemangel bei eigenem Personal und bei Subunternehmern - Zurückstellen von Aufträgen wegen Zinssteigerungen - weltpolitische Ereignisse mit negativen Auswirkungen auf die Konjunktur -Materialknappheit und Lieferkettenprobleme -Materialpreissteigerung Die Auswirkungen des Ukrainekrieges und der Kämpfe der Israelis gegen die HAMAS sind derzeit nicht abschätzbar. Sie hängen zu wesentlichen Teilen von der Dauer der Konflikte ab. Die bisherigen Auswirkungen mit den gestiegenen Energiekosten und der einhergehenden Inflation könnten in Deutschland und weltweit zu einer weiteren Rezession führen. Dies hätte deutlich negative Auswirkungen auf die Auftragslage in Folgejahren. B.3. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Aus unserer Sicht bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken, welche die Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen oder gar den Bestand oder die Fortführung des Unternehmens gefährden. Die bestehenden Risiken gehen nicht über das allgemeine Unternehmensrisiko hinaus. Wir sind bestrebt, die vorhandenen Chancen zu nutzen und den Geschäftsbetrieb in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Wesentliche Veränderungen zu den Vorjahren haben sich nicht ergeben, auch wenn das große Umsatzwachstum vergangener Jahre in Zukunft möglicherweise nicht mehr erreicht wird. B.4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle, rechtliche und sonstige Risiken jeglicher Art. Grundsätzlich wird beim Management der Finanzpositionen eine konservative Risikopolitik verfolgt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird über Rückstellungen/Wertberichtigungen entsprechende Vorsorge getroffen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken und zur Optimierung der Zahlungsströme wird ein adäquates Debitorenmanagement genutzt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Lieferantenkredite. Den Risiken von begegnen wir durch eine sehr enge Kooperation mit unseren Hauptlieferanten. Der laufende Finanzmittelbedarf wird im Allgemeinen durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt.
Hilpoltstein, 31.05.2025 Gez. Ludwig Heinloth, Geschäftsführer Gez. Martin Böckler, Geschäftsführer Gez. Christoph Bachmann, Geschäftsführer Gez. Markus Euring, Geschäftsführer Gez. Andreas Fiegl, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 2.057.022,43 EUR Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 2.413.879,15
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der Kautionen in Höhe von 12.000,00 EUR alle eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme, Boni Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Gewährleistungen und Jahresabschlusskosten. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Firmen, an denen die Gesellschafter mehrheitlich beteiligt sind, in Höhe von 606.903,61 EUR enthalten. Latente Steuern Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 46.116,48 EUR EUR. Gegenüber dem Vorjahr wurden latente Steuern in Höhe von 10.108,21 EUR aufgelöst. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr wurde eine Berichtigung der Rückstellung für Tantiemen in Höhe von 490 T€ vorgenommen und unter den periodenfremden Erträgen ergebniserhöhend verbucht. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Abs. 3a HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen auf unbestimmte Laufzeit in Höhe von jährlich 684 TEUR. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane Der Geschäftsführung gehörten an:
Vom Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB zur Nichtangabe der Geschäftsführergehälter wurde Gebrauch gemacht. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Hilpoltstein, 03.06.2025 gez. Martin Böckler gez. Ludwig Heinloth gez. Christoph Bachmann gez. Markus Euring gez. Andreas Fiegl sonstige Berichtsbestandteile
gez. Ludwig Heinloth gez. Martin Böckler gez. Christoph Bachmann gez. Markus Euring gez. Andreas Fiegl Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 03.06.2025 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Enerpipe GmbH, Hilpoltstein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Enerpipe GmbH, Hilpoltstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Enerpipe GmbH, Hilpoltstein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Roth, den 3. Juni 2025 Gez.: Nikolaus Herzog, Wirtschaftsprüfer |
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