Bio-Rad Germany Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joachim Hans-Hermann Siegfried Batzner seit 11.3.2025 | Prokura |
Jennifer Tweet seit 6.5.2021 | Geschäftsführer |
Norman Schwartz seit 6.5.2021 | Geschäftsführer |
Roland Michael Klug seit 22.1.2019 | Geschäftsführer |
Marc Dr. Gorzellik seit 11.12.2007 | Prokura |
Lutz Karsten Stoll seit 11.12.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DiaMed Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bio-Rad Medical Diagnostics GmbHDreieichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH, Dreieich Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH, Dreieich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 26. November 2024 KPMG
AG
Brandenburg, Wirtschaftsprüfer Kraus, Wirtschaftsprüfer
Hercules, CA USA 27. November / November 2024 Bio-Rad Germany Holding GmbH Norman Schwartz, Geschäftsführer/Managing Director Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Die Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH wurde als 512. Mainsee VV GmbH, Frankfurt am Main, als Gesellschaft ohne operative Tätigkeit - sogenannte Vorratsgesellschaft - gegründet. Nach Erwerb aller Anteile durch die Biotest AG, Dreieich, wurde in der Gesellschafterversammlung vom 20. September 2007 die Firma in Biotest Medical Diagnostics GmbH geändert und der Sitz nach Dreieich verlegt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 hat die Biotest AG den Teilbetrieb medizinische Diagnostik auf die Biotest Medical Diagnostics GmbH übertragen. Der Geschäftsbereich medizinische Diagnostik beinhaltete die Aktivitäten auf den Gebieten der Herstellung und des Vertriebs von Reagenzien und Testsystemen zur Blut- und Transplantationsdiagnostik. Die Einbringung des Teilbetriebs in die Gesellschaft erfolgte zu den handelsrechtlichen Buchwerten der Biotest AG. Mit Wirkung zum 6. Januar 2010 hat die Biotest AG sämtliche Anteile an der Biotest Medical Diagnostics GmbH an die Bio-Rad Germany Holding GmbH, Dreieich, veräußert. In der Gesellschafterversammlung vom 5. März 2010 wurde durch Beschluss die Satzung geändert und die Firma in Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH umbenannt. Die Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nr. 43128 (Abteilung B) eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Umrechnung von Fremdwährungspositionen erfolgt gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diese werden um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibungszeiträume betragen i. d. R. drei bis fünf Jahre. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht angesetzt. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diese werden um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibungszeiträume betragen für technische Anlagen zehn Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend drei bis zehn Jahre. Gebäude werden über einen Zeitraum von vierzig Jahren abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungswert von EUR 250 bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten neben direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Vom Wahlrecht zur Einbeziehung der Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen und freiwilligen Aufwendungen für die Altersversorgung in die Ermittlung der Herstellungskosten wird wie in den Vorjahren Gebrauch gemacht. Finanzierungskosten werden nicht einbezogen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach dem gleitenden Durchschnittspreis der Zugänge bewertet. Wertminderungen wegen Unbrauchbarkeit, verminderten Absatzes oder aufgrund sonstiger Tatsachen eingeschränkter Verwendung werden durch Abschläge berücksichtigt. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert. Es besteht kein Forderungsausfallrisiko mehr, da der Liefer- und Leistungsverkehr seit der Umstrukturierung der Gesellschaft als konzerninterner Auftragsfertiger ab 1. April 2017 ausschließlich im Konzernverbund stattfindet. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter der Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck versicherungsmathematisch errechnet. Dabei wird ein Diskontierungssatz von 1,82% (i. Vj. 1,78%) gemäß § 253 Abs. 2 HGB für durchschnittliche Restlaufzeiten von 15 Jahren per Dezember 2023 (10-Jahres-Durchschnitt) verwendet. In die Berechnung werden weiterhin ein durchschnittlicher Lohn- und Gehaltstrend (inklusive Karrieretrend) von 3,3% p. a. unter Berücksichtigung der erwarteten Fluktuation von 4,2% p. a. sowie ein Rententrend von 2,0% p.a. einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden die Pensionsrückstellungen pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Bei Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen hätte sich bei einem Zinssatz von 1,74% (i. Vj. 1,44%) eine um TEUR 107 (i. Vj. TEUR 488) höhere Rückstellung ergeben. Der Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB grundsätzlich der Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Für die Berechnung der Jubiläumsrückstellung wurden alle am Bilanzstichtag aktiven Mitarbeiter berücksichtigt. Der Bewertung liegt ein Diskontierungszins von 1,74% (i. Vj. 1,44%) für durchschnittliche Restlaufzeiten von 15 Jahren für Dezember 2023 zugrunde. Für den vollständigen Entfall der Jubiläumsleistung wurde ein Abschlag von 4,2% berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Rentenverbindlichkeiten, für die eine Gegenleistung nicht mehr zu erwarten ist, werden zum Barwert bilanziert. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens der Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 14.244 (i. Vj. TEUR 46.509) resultieren mit TEUR 2.008 (i. Vj. TEUR 2.327) aus Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 3.383 (Vj.: TEUR 19.942) sowie mit TEUR 8.857 (i. Vj. TEUR 24.240) aus dem Cash-Pooling. Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. (3) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (4) Jahresergebnis Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 299 (i. Vj. TEUR -19.942) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft Bio-Rad Germany Holding GmbH, Dreieich, abgeführt. (5) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 670; i. Vj. TEUR 624), Mitarbeiterbonus (TEUR 163; i. Vj. TEUR 234), Jubiläumszahlungen (TEUR 168; i. Vj. TEUR 177), Rückstellungen für Abfindungen (TEUR 1.225; i. Vj. TEUR 0) sowie rückständigen Urlaub und sonstige Freizeitguthaben (TEUR 215; i. Vj. TEUR 189). (6) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.351 (i. Vj. TEUR 20.988) aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch. Darüber hinaus enthalten sie Verbindlichkeiten mit TEUR 299 (i. Vj. TEUR 15.144) gegenüber dem Gesellschafter. Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Cash Poolinglt unbesichert. Im Rahmen des Cash Pooling haftet die Gesellschaft gemeinschaftlich mit anderen Cash-Pool-Teilnehmern im Zuge einer Garantie gegenüber der Cash-Pool-Führerin Bio-Rad IHC Europe GmbH, Basel/Schweiz. Die Gesellschaft schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme hieraus aufgrund der soliden Liquiditätsausstattung der Gruppe als sehr gering ein. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (7) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus realisierten und unrealisierten Kursgewinnen in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 9). (8) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten, Wartung und Instandhaltung (TEUR 2.877; i. Vj. TEUR 2.560), Aufwendungen für Produktmuster (TEUR 119; i. Vj. TEUR 155) sowie Aufwendungen für externe Dienstleistungen (TEUR 1.372; i. Vj. TEUR 481), Reisekosten (TEUR 91; i. Vj. TEUR 116). Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen außerdem TEUR 20.105 im Zusammenhang mit dem einmaligen Verlust aufgrund der nachträglichen Kaufpreisanpassung für geistiges Eigentum, das 2017 an die DiaMed GmbH verkauft und im März 2022 mit einer Wertminderung von EUR 24,2 Mio. auf EUR 4,2 Mio. neu bewertet wurde. (9) Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen gemäß § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB in Höhe von TEUR 202 (i. Vj. TEUR 201). (10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden auf Ebene der Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags bzw. der steuerlichen Organschaft mit der Bio-Rad Germany Holding GmbH, Dreieich, mit Wirkung ab dem 1. April 2010 nicht ausgewiesen. Eine Steuerumlagevereinbarung mit dem Organträger Bio-Rad Germany Holding GmbH, Dreieich, wurde nicht abgeschlossen. Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses auf Ebene des Organträgers und nicht auf Ebene der Gesellschaft. Sonstige Angaben (11) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mieten für Gebäude sowie Erbbauverpflichtungen.
Außerbilanzielle Geschäfte (12) Derivative Finanzinstrumente Im Geschäftsjahr wurden keine Devisensicherungsgeschäfte mehr abgeschlossen. (13) Nachtragsbericht Nach dem Stichtag 31. Dezember 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten. (14) Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ermittelt auf Basis der rechnerischen Vollzeitmitarbeiter) beträgt:
(15) Geschäftsführer Zur Geschäftsführung sind bestellt: Herr Roland Michael Klug, Director Facilities EMEA, Herr Norman David Schwartz, Chairman of the Board, CEO der Bio-Rad Laboratories, Inc., Lafayette, Kalifornien Frau Jennifer Marie Tweet, Associate General Counsel der Bio-Rad Laboratories, Inc., Oakland, Kalifornien Eine Angabe der Geschäftsführergehälter (§ 285 Nr. 9 a und b HGB) erfolgt aufgrund der Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB nicht. (16) Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bio-Rad Laboratories Inc., Hercules, Kalifornien (USA), einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der von dieser nach US-GAAP erstellte Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens über dessen Website www.bio-rad.com bzw. über die Website der US Securities and Exchange Commission (www.sec.com) erhältlich.
Dreieich, 26. November 2024 Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH Die Geschäftsführer Schwartz, Norman David Tweet, Jennifer Marie Klug, Roland Michael Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH (vormals Biotest Medical Diagnostics GmbH, kurz "BMD") wurde im Jahr 2007 als Mantelgesellschaft 512. Mainsee VV GmbH gegründet und durch die Biotest AG erworben. Ebenfalls im Jahr 2007 wurde der Sitz der Gesellschaft nach 63303 Dreieich, Industriestraße 1, verlegt. Gemäß Vertrag vom 4. November 2009 zwischen Biotest AG als Verkäufer und Bio-Rad Laboratories Inc. als Käufer wurden mit Wirkung zum 6. Januar 2010 alle Anteile der Biotest Medical Diagnostics GmbH an die Bio-Rad Germany Holding GmbH, Dreieich (vormals Bio-Rad Germany Holding Company GmbH, Frankfurt am Main), veräußert. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Es bestehen auch im Jahr 2023 Dienstleistungsverträge zwischen der Biotest AG und der Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH für den Bereich Qualitätskontrolle. Im Geschäftsjahr 2017 wurde eine umfassende Umstrukturierung der Bio-Rad Gruppe in Europa durchgeführt. Am 1. April 2017 haben zwei Schweizer Unternehmen, die am 2. Januar 2017 in Basel gegründet wurden, den Betrieb aufgenommen: die Bio- Rad Europe GmbH, die als europäische Zentrale der Bio-Rad Gruppe fungiert und zentrale Managementfunktionen wahrnimmt, und die Bio-Rad IHC Europe GmbH, die Dienstleistungen wie Treasury und das Management des Cash Pools wahrnimmt. Ebenfalls am 1. April 2017 nahm die Bio-Rad Services UK Limited, ein Unternehmen, das am 26. August 2016 in Großbritannien gegründet wurde, den Betrieb auf und stellte ein neues Shared Service Center (SSC) in Watford (UK) zur Verfügung, in dem alle Buchhaltungsprozesse für alle angeschlossenen europäischen Bio-Rad-Unternehmen zentral abgewickelt werden. Für die Gesellschaft führte dies im Wesentlichen zum Abschluss der folgenden Verträge. (1) Intellectual Property Assignment Agreement Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. April 2017 im Zuge der Umstrukturierung der Bio-Rad Gruppe Verträge, Geschäftsbeziehungen mit Drittkunden und andere immaterielle Vermögensgegenstände an das verbundene Unternehmen DiaMed GmbH, Cressier (CH), übertragen. Mit Vertrag vom 13. Juni 2019 wurde der Kaufpreis im Bemühen zur Bestimmung eines marktüblichen Kaufpreises auf Basis einer gutachterlichen Bewertung vom 12. April 2019 nunmehr auf TEUR 24.273 angepasst und wertaufhellend im Geschäftsjahr 2018 ertragswirksam berücksichtigt. Aufgrund der Schwierigkeit und der inhärenten Unsicherheiten bei der Bewertung und der Bestimmung eines marktüblichen Kaufpreises der übertragenen immateriellen Vermögensgegenstände haben die Parteien weiterhin vereinbart, im Rahmen einer ergänzten Preisanpassungsklausel zum Bewertungsstichtag 31. März 2022 eine erneute Bewertung vorzunehmen. Sollte der dann ermittelte Wert den ursprünglichen Kaufpreis um 30% oder mehr überschreiten oder um 30% oder weniger unterschreiten, ist eine weitere Anpassung des Kaufpreises vorgesehen. Die neue Bewertung von IP wurde im Jahr 2022 durchgeführt. Auf der Grundlage dieser neuen Bewertung sank der Wert des geistigen Eigentums von 24,2 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR. Der Rückgang der Bewertung wurde im Geschäftsjahr 2022 als Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens verbucht. (2) Contract Manufacturing Agreement Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. April 2017 mit der Bio-Rad Europe GmbH, Basel (CH), ein Contract Manufacturing Agreement abgeschlossen. Auf dessen Basis werden der Gesellschaft die in diesem Rahmen entstandenen Kosten mit einem Gewinnaufschlag von 4% erstattet. Die Gesellschaft ist seither nur noch als Auftragsfertiger im Konzernverbund tätig und der Vertrieb an Endkunden erfolgt nunmehr über Landesvertriebsgesellschaften. (3) Research & Development Services Agreement Das Unternehmen hatte früher ein Research & Development Services Agreement mit der Bio-Rad Europe GmbH, Basel (CH). Im Jahr 2021 wurden jedoch alle Aktivitäten der Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung von Dreieich nach Cressier in der Schweiz verlegt und der Vertrag wird nicht mehr ausgeführt. (4) Cash Pool Framework Agreement Die Gesellschaft hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen mit Datum vom 10. April 2017 ein Cash Pool Framework Agreement mit der Bio-Rad IHC Europe GmbH, Basel (CH), als Cash-Pool-Führerin abgeschlossen. 2. Geschäftsmodell Die Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH produziert Reagenzien und Testsysteme zur Transfusions- und Transplantationsdiagnostik. Hauptschwerpunkt des Produktprogrammes sind dabei die Aktivitäten in der immunologischen Diagnostik zur Bestimmung von Blutgruppen und Antikörpern gegen Blutgruppenantigene. Die hierfür hergestellten Reagenzien können manuell oder auf den automatisierten Testplattformen (Bio-Rad TANGO und Bio-Rad Diamed IH-500/IH-1000 Systeme) verwendet werden. Beliefert werden seit 1. April 2017 nunmehr ausschließlich konzernzugehörige Partnergesellschaften zu Intercompany-Transferpreisen. Weiterhin vertreibt EHQ die Produkte über regionale Händler mit begrenztem Risiko (LRDs). Deren Endabnehmer der Produkte sind vor allem Blutbanken, Krankenhauslabore sowie private Diagnostiklabore. Der Vertrieb findet seitdem ausschließlich über nationale und internationale Vertriebsgesellschaften im Bio-Rad-Konzernverbund statt. 3. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0.3% geringer als im Vorjahr (Anstieg im VJ um rund 1.9%). Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. 1 Die Zahl der Erwerbstätigen lag 2023 bei rund 45,93 Millionen. Die Anzahl hat sich im Verhältnis zum Vorjahr nur unwesentlich verändert (Vorjahr: 45,57 Millionen). 2 Die Arbeitslosenquote im Jahr 2022 lag bei 5,7% (Vorjahr 5,3%). 3 Mit Unterstützungsmaßnahmen konnte die Wirtschaft zwar vor großen Struktureinbrüchen durch die Corona-Pandemie bewahrt werden, doch es ist offensichtlich, dass die wirtschaftlichen Folgen länger als die unmittelbare Gesundheitskrise zu spüren sein werden. Dasselbe gilt für die Folgen des russischen Angriffskrieges. Neben den Herausforderungen des aktuellen Krieges in der Ukraine sind Herausforderungen wie gestiegene Zinsen und Inflation stärker in den Fokus gerückt. 4 Die Gesundheitswirtschaft, einer der größten Wirtschaftszweige in Deutschland, generierte im Jahr 2022 erneut 12,7% der deutschen Bruttowertschöpfung. Sie ist zudem ein Beschäftigungsmotor. Mit insgesamt 8,1 Millionen Beschäftigten ist jeder sechste Arbeitnehmer in einem gesundheitsrelevanten Beruf tätig. Der Anteil der Gesundheitsindustrie an der Bruttowertschöpfung lag 2022 bei 439,6 Milliarden Euro, der Anteil an den Exporten bei 186,2 Milliarden Euro. 5 Als Teil der gesamten Gesundheitswirtschaft stärkt die industrielle Gesundheitswirtschaft insbesondere Effektivität und Effizienz des Gesundheitssystems. Kennzeichnen für sie sind ihre Exportstärke, eine hohe Arbeitsproduktivität und die hohe R&D-Intensität. 6 Die Gesellschaft profitiert mittelbar von der Branchenentwicklung und dem Umsatzwachstum der Vertriebsgesellschaften der Bio-Rad Gruppe, da dies unmittelbar zu höheren Produktionsvolumen aufgrund der Rolle der Gesellschaft als Auftragsfertiger in der Gruppe und damit einhergehend einem Anstieg des eigenen Umsatzes führt. Geschäftsverlauf Für das Management sind Umsatz und Ergebnis vor Ergebnisabführung die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen geführt wird. Der Umsatz 2023 liegt mit TEUR 24.827 (Vorjahr: TEUR 26.577) leicht unter dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 bedeutet dies einen Rückgang um 1.750 TEUR bzw. 6,6 % im Wesentlichen bedingt durch geringere konzerninterne Umsätze des Unternehmens ohne Querverrechnungen mit der Bio-Rad Europe GmbH. Diese verringerten sich um 16,4 % aufgrund rückläufiger Umsätze in der gesamten EMEA-Region - die Unternehmen der Bio-Rad-Gruppe in der EMEA-Region sahen sich einem verschärften Wettbewerb ausgesetzt, und geringere staatliche Fördermittel in der Chemie-/Pharmaindustrie in Ländern wie Deutschland führten zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 zu einem insgesamt negativen Wachstum in diesen Branchen. Der vorgenannte Rückgang der Umsätze ohne Querverrechnungen wurde teilweise kompensiert durch im Vorjahresvergleich gestiegene Umsätze aus weiterberechneten Kosten infolge allgemeiner Kostensteigerungen, so dass sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt ein Nettorückgang von 6,6 % ergab. Im Vorjahr wurde prognostiziert, dass der Umsatz um etwa 13% niedriger ausfallen würde als im Geschäftsjahr 2022. Der Umsatzrückgang fiel somit schwächer aus als prognostiziert. Das Geschäftsjahr 2023 weist einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 299 aus. Im Vorjahr wurde hingegen ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR 19.942 erwirtschaftet. Der hohe Verlust im Vorjahr war fast ausschließlich auf den Aufwand aus der nachträglichen Kaufpreisanpassung infolge der Wertminderung des zuvor an die DiaMed GmbH verkauften geistigen Eigentums zurückzuführen (siehe Abschnitt 1.1). Die Prognose für 2023 sah ein positives Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) von ca. TEUR 186 vor und wurde somit übertroffen. Die Faktoren, die dazu beigetragen haben, werden im nächsten Abschnitt näher erläutert. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Sachanlagen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 906 auf TEUR 8.663 (Vorjahr: TEUR 9.570), da die Abschreibung des Jahres in Höhe von TEUR 1.273 die Investitionen des Jahres in Höhe von TEUR 582 überstiegen. Die Vorräte verringerten sich im Jahr 2023 um 11% auf TEUR 4.968, verglichen mit TEUR 5.571 im Vorjahr. Dies ist auf geringere Bestände an Rohstoffen und Halbfertigwaren infolge von Anpassungen in der Sicherheitsbestandsplanung zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken deutlich auf TEUR 14.244 (Vorjahr: TEUR 46.509). Der Rückgang ist mit TEUR 19.942 auf geringere Forderungen infolge der Ergebnisübernahme des Jahresfehlbetrages durch die Muttergesellschaft Bio-Rad Germany Holding GmbH gemäß Ergebnisabführungsvertrag zurückzuführen. Darüber hinaus hat sich der Forderungssaldo gegen die Bio-Rad IHC Europe GmbH aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 24.240 im Vorjahr auf TEUR 8.857 verringert. Dieser Rückgang ist zum Teil auf den Ausgleich der Verbindlichkeit gegenüber der DiaMed GmbH in Höhe von TEUR 20.105 im Januar 2023 für den Verlust aus der Neubewertung des geistigen Eigentums im Vorjahr zurückzuführen. Der Cashpool-Saldo kann von Jahr zu Jahr schwanken und ist abhängig von der Geschäftstätigkeit und dem Zeitpunkt der geleisteten und erhaltenen Zahlungen. Das ausgeglichene Jahresergebnis ergibt sich aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der herrschenden Gesellschaft Bio-Rad Germany Holding GmbH. Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme bei gleichbleibendem Eigenkapital deutlich von 19,3% auf 41,5%. Die Pensionsrückstellungen zum Ende des Geschäftsjahres sind mit TEUR 11.074 (Vorjahr: TEUR 11.087) nahezu unverändert geblieben. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von TEUR 1.667 auf TEUR 2.835 ist im Wesentlichen auf im Berichtsjahr gebildete Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 1.225 zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 744) um TEUR 171 auf TEUR 914, was auf ein höheres Einkaufsvolumen im letzten Quartal des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich im Berichtsjahr deutlich von TEUR 36.132 auf TEUR 1.351 aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 geleisteten Zahlung von TEUR 20.104 für die vorgenannte Kaufpreisverbindlichkeit an die DiaMed GmbH im Zusammenhang mit der Neubewertung des im Jahr 2019 verkauften geistigen Eigentums. Darüber hinaus reduzierten sich die Verbindlichkeiten um TEUR 18.826 infolge des Zahlungsausgleichs an die Bio-Rad Germany Holding GmbH für Gewinn- und Verlustübernahmen aus den Vorjahren. Das kurzfristige Nettoumlaufvermögen (Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten) hat sich im Berichtsjahr um 12% von TEUR 15.196 auf TEUR 17.069 erhöht. Der Cash Flow, ermittelt als Ergebnis vor Ergebnisabführung, korrigiert um Abschreibungen und Veränderungen im Working Capital, hat sich aufgrund der vorgenannten Zahlungsmittelabflüsse um TEUR 22.321 auf TEUR -20.530 verringert. Der Gesamtumsatz ging um 6,6% zurück, wie im Abschnitt Geschäftsverlauf erläutert. Die konzerninternen Umsätze ohne Querverrechnungen mit der Bio-Rad Europe GmbH gingen um 16,4% zurück (TEUR 17.140 im Geschäftsjahr 2023; TEUR 20.498 im Geschäftsjahr 2022). Dies steht im Einklang mit dem Rückgang der damit verbundenen Kosten der verkauften Waren um 15,8% (TEUR 16.892 im Geschäftsjahr 2023; TEUR 20.063 im Geschäftsjahr 2022). Das Produktionsvolumen ging um 5% zurück, was vor allem auf das Auslaufen von Produkten in den Bereichen Reagenzien und Druckplatten zurückzuführen ist. Die Produktgruppe Karten blieb unverändert (Anstieg um 2% im Vergleich zum Vorjahr) und wurde weiterhin durch den wettbewerbsintensiven Markt in den USA beeinflusst. Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr mit TEUR 11.347 um TEUR 583 über dem Niveau des Vorjahres von TEUR 10.763. Dies ist zum Teil auf zusätzliche Abfindungsaufwendungen aufgrund von im Laufe des Jahres durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen (TEUR 952 im Geschäftsjahr 2023; TEUR 0 im Geschäftsjahr 2022). Der Anstieg ist des Weiteren auf einen laufenden Rechtsstreit (TEUR 435) zurückzuführen. Darüber hinaus gab es Rückgänge bei den Gehältern (TEUR 7.152 im Geschäftsjahr 2023; TEUR 7.570 im Geschäftsjahr 2022), bei den Bonuszahlungen (TEUR 163 im Geschäftsjahr 2023; TEUR 240 im Geschäftsjahr 2022) und sonstigen Zahlungen (TEUR 218 im Geschäftsjahr 2023; TEUR 351 im Geschäftsjahr 2022), die auf eine reduzierte Anzahl an Mitarbeitern zurückzuführen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten wesentliche Posten wie die Miete für die Nutzung des Gebäudes, sonstige Fremdkosten, Aufwendungen für Zeitarbeitskräfte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Geschäftsjahr deutlich um TEUR 19.534 auf TEUR 6.378 (Vorjahr: TEUR 25.912), was nahezu ausschließlich auf den Verlust aus der Neubewertung im Zusammenhang mit dem Verkauf des geistigen Eigentums zurückzuführen ist (siehe Abschnitt 1.1). Der Nettozinsaufwand beträgt TEUR 149, verglichen mit einem Nettozinsertrag von TEUR 50 im Vorjahr, was neben dem Anstieg des Zinsniveaus insbesondere auf einen geringeren Forderungsbestand aus dem Cash-Poolings zurückzuführen ist. Der Jahresüberschuss (vor Übertragung auf die Holdinggesellschaft) beträgt TEUR 299, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahresverlust von TEUR 19.942 darstellt, der auf die Kaufpreisanpassung aus dem IP-Verkauf im Vorjahr zurückzuführen ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Unternehmen trotz des Umsatzrückgangs im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet einen Gewinn im Geschäftsjahr 2023 erzielen konnte. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikobericht Marktrisiken BMD dient nur als Produktionsstandort für die Produkte der klinischen Diagnostik und verkauft die gesamte Produktion an die Konzerngesellschaft EHQ, Schweiz, die über lokale LRDs in ganz Europa vertreibt. Als einziger Hersteller, der auf Kosten-Plus-Basis arbeitet, sind die Marktrisiken für das Unternehmen durch die allgemeinen Marktbedingungen in der Region begrenzt und werden daher als gering angesehen. Der Markt für klinische Diagnostik unterteilt sich in Großlabore, Krankenhauslabore und Praxislabore sowie Blutbanken. Dieser regulierte Markt ist weitgehend von der öffentlichen Gesundheit geprägt und unterliegt daher nur begrenzten Konjunkturzyklen. Aufgrund des Kostendrucks im Gesundheitswesen sind die Wachstumsmargen in diesem Markt begrenzt, insbesondere da die Gesundheitssysteme weiterhin Methoden zur Kosteneinsparung einführen. Bestimmte Produkte wurden in EMEA eingestellt, da der Umsatz nur in Deutschland zu verzeichnen war, und im Geschäftsjahr 2023 wurden keine neuen Produkte eingeführt, um die Umsatzeinbußen in Deutschland auszugleichen. Zusätzliche Kostenanpassungen ergeben sich aus der fortschreitenden Konsolidierung privater Labore, der Übernahme vieler Krankenhauslabore durch externe Laboranbieter und dem Markteintritt großer internationaler Labore auf dem deutschen Markt. Zusätzlich zu den allgemeinen Trends zur Kostensenkung führen neue Wettbewerber auf dem Markt sowie Preissenkungen bei den derzeitigen Wettbewerbern zu einem aggressiven Preiswettbewerb und einem damit verbundenen kontinuierlichen Preisverfall. Eine Zunahme der langfristigen Verträge verlangsamt den Zugang zum Markt. Engpässe in der Lieferkette und die Inflation der Lieferkosten wirken sich weiterhin auf den Markt aus. Liquiditätsrisiko Aufgrund der Neuausrichtung der Vertriebsstruktur und der ausschließlichen Verrechnung von konzerninternen Umsätzen sowie der Mitgliedschaft im Cash-Pooling-System von Bio-Rad sehen wir kein Risiko im Bereich der Zahlungsausfälle. Betriebsrisiko Das Risiko, Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zu verlieren, wird durch die zunehmende Integration in den Bio-Rad-Konzern und die damit verbundenen verbesserten Entwicklungsmöglichkeiten vermindert und daher nur als mittleres Risiko eingestuft. Preisrisiko Preisrisiken bei der Beschaffung werden durch die konzernweite Zusammenarbeit mit Lieferanten reduziert. Nach dem Aufbau einer konzernweiten Lager- und Distributionslogistik in EMEA wurde das Risiko durch die Abhängigkeit von Dritten und die daraus resultierenden Preisschwankungen deutlich reduziert. Auch die Preisrisiken sind für das Unternehmen nicht sehr bedeutend, da jede Kostensteigerung auf Kosten-Plus-Basis an die Konzerngesellschaft EHQ weitergegeben wird. Daher wird das Risiko als gering eingestuft. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Unternehmen durch die Konsolidierung und Optimierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie den weiteren Ausbau des Produktionsstandortes gut aufgestellt ist und wir keine Risiken sehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Globale wirtschaftliche und geopolitische Risiken Eine Verschlechterung des weltwirtschaftlichen Umfelds kann zu einem Rückgang der Nachfrage nach unseren Produkten, verstärktem Wettbewerb, Druck auf die Preise für unsere Produkte und längerem Verkaufszyklus führen. Eine Abschwächung der makroökonomischen Bedingungen kann und wird sich derzeit auch auf unsere Zulieferer auswirken, was zu Unterbrechungen bei der Versorgung mit den für unsere Produkte benötigten Komponenten und Rohstoffen und zu steigenden Rohstoffkosten führen könnte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind derartige Auswirkungen auf das Geschäft nicht erkennbar, da das Unternehmen und voraussichtlich das Budget für das Geschäftsjahr 2024 eingehalten wird. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Geschäftsleitung nicht in der Lage, die zukünftigen Auswirkungen verlässlich abzuschätzen, da sich die Ereignisse tagtäglich weiterentwickeln. Nichtsdestotrotz kommt das Unternehmen zum Zeitpunkt dieses Abschlusses weiterhin seinen Verpflichtungen bei Fälligkeit nach und bilanziert unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Chancen Der Sektor der klinischen Diagnostik ist ein langsam wachsender Sektor; die Bio-Rad Gruppe sucht jedoch stets nach Möglichkeiten, ihren Marktanteil in diesem Sektor zu erhöhen. Die EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) bietet den Herstellern von klinischen Diagnostikprodukten aufgrund der spezifischen demografischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Gegebenheiten eine Vielzahl von Möglichkeiten. Zunehmende Chancen bieten sich ferner im Nahen Osten und in Afrika, wo die Bio-Rad Gruppe ihre Wachstumsbemühungen konzentriert. Das wachsende Bewusstsein für Gesundheitsfragen treibt die Nachfrage nach Diagnostika an, die mit erschwinglichen und zugänglichen Diagnostikprodukten angeboten werden können. Viele Länder im Nahen Osten investieren stark in die Infrastruktur des Gesundheitswesens und bieten so die Möglichkeit, neue Krankenhäuser und Kliniken mit Geräten zu versorgen, insbesondere in Saudi-Arabien. Die Bio-Rad Gruppe legt zudem auch einen strategischen Schwerpunkt auf das Segment Immunhämatologie (IHC) in der EMEA-Region bedingt durch die bestehende Nachfrage und das Wachstumspotenzial infolge des demografischen Wandels, der den Bedarf an Bluttransfusionen für Operationen und die Behandlung verschiedener Krankheiten antreibt. Wenn die Bio-Rad-Gruppe diese Chancen erfolgreich nutzen kann, wird auch die Nachfrage nach den Produkten steigen. Prognosebericht Das Management ist zuversichtlich, dass das Unternehmen seine Ergebnissituation im Geschäftsjahr 2024 weiter stabilisieren wird. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 25.701 erwartet, wobei ein positives Jahresergebnis vor Steuern und vor Ergebnisabführung von ca. TEUR 989 erwartet wird. Für das Geschäftsjahr 2024 werden keine nennenswerten einmaligen Ausgaben erwartet, so dass das Management eine Steigerung der Rentabilität des Unternehmens erwartet. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen beruhen auf aktuellen Plänen, Erwartungen und Schätzungen, deren Eintreten ungewiss ist. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Reihe von Faktoren die tatsächlichen Ergebnisse beeinflussen können, so dass es zu erheblichen Abweichungen von den prognostizierten Werten kommen kann.
Dreieich, 26. November 2024 Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH Die Geschäftsführer Schwartz, Norman David Tweet, Jennifer Marie Klug, Roland Michael |
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