Weingarten GmbH & Co.

50672 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRA 2372
Eingetragen
9.4.2002

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Weingarten GmbH & Co.

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Bilanz

Aktiva

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.115,00 17,7
II. Sachanlagen 1.095.528,00 1.279,6
III. Finanzanlagen 34.588,47 34,6
Anlagevermögen gesamt 1.140.231,47 1.331,9
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.870.027,00 3.068,8
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 504.840,21 627,9
davon gegen Gesellschafter 0,00 6,5
III. Wertpapiere 902.851,54 855,8
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.362.158,07 6.725,7
Umlaufvermögen gesamt 10.639.876,82 11.278,2
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.499,70 4,5
11.786.607,99 12.614,6
Vorjahr
T€

Passiva

A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile 4.600.000,00 4.600,0
II. Rücklagen 3.663.049,75 3.663,0
Eigenkapital gesamt 8.263.049,75 8.263,0
B. Privatkonten 1.309.117,00 2.005,5
C. Rückstellungen 1.051.697,60 925,1
D. Verbindlichkeiten 1.162.743,64 1.421,0
davon gegenüber Gesellschaftern 4.755,52 0,0
11.786.607,99 12.614,6

Gewinn- und Verlustrechnung

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 13.137.949,46 13.073,7
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.223.058,29 -6.197,7
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.281.265,83 -7.504.324,12 -1.299,1
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -293.781,14 -322,6
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.788.501,47 -4.457,5
5. Erträge aus Wertpapieren 51.550,70 0,0
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.791,11 15,2
- davon von Gesellschaftern: € 0,00 (Vj.: T€ 0,2)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -97,5
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -56.801,23 -25,5
- davon an Gesellschafter: € 51.312,60 (Vj.: T€ 1,3)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -199.964,62 -199,5
10. Ergebnis nach Steuern 396.918,69 489,5
11. Sonstige Steuern -12.683,06 -12,1
12. Jahresüberschuss 384.235,63 477,4
13. Gewinnverteilung -384.235,63 -477,4
14. Bilanzgewinn 0,00 0,0

Bestätigungsvermerk

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Weingarten GmbH & Co. hat ihren Sitz in Köln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRA 2372 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB i.V.m. § 264 a HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden.

Soweit von der Möglichkeit der Zusammenfassung von Ausweisposten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Gebrauch gemacht wurde, ist die erforderliche Aufgliederung im Anhang erfolgt.

Die Gesellschaft beansprucht für Aufstellungs- und Offenlegungszwecke die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 288 Abs. 2 und 327 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und auf die voraussichtliche Nutzungsdauer, die dem betrieblichen Werteverzehr entspricht, planmäßig abgeschrieben.

Die Abgänge wurden zu Restbuchwerten ausgebucht. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und um außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung verringert.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Die Handelsware wurde zu Anschaffungskosten bewertet, die um Teilwertabschläge zur Berücksichtigung von Preisherabsetzungen auf schwer verkäufliche Artikel verringert wurden. Zur Ermittlung des Inventurbestandes wurden ferner Warenbezugskosten sowie Lieferantenskonti und -boni in die Bewertung einbezogen.

Forderungen

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden bestehende Zins- und Kreditrisiken durch Bildung einer pauschalen Wertberichtigung in Höhe von 2 % des Forderungsbestandes berücksichtigt.

Wertpapiere

Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bewertet. Wertberichtigungen wurden bei vorübergehender Wertminderung erfasst.

Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Privatkonten

Die variablen Privatkonten der Gesellschafter wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen enthalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber der Weingarten Grundstücksgesellschaft sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bilanzerläuterung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen sind gesondert im Anlagenspiegel dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden über eine Nutzungsdauer von 3 bis 23 Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben € 16,2 (Vj.: T€ 16,8) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Verpflichtungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, für Verpflichtungen aus im Umlauf befindlichen Kundenkarten, Retouren aus Online Verkäufen und Wiederherstellungsverpflichtungen für Mietobjekte.

Verbindlichkeiten

Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verpflichtungen aus Steuern von € 261.541,13 (Vj.: T€ 318,2) ausgewiesen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Absatz 5 HGB wurden durchschnittlich 189 (Vj.: 192) Voll- und Teilzeitangestellte beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind T€ 215,0 außergewöhnliche Aufwendungen aus Rückzahlungsverpflichtungen aus den Corona-Hilfen des Bundes enthalten.

Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverpflichtungen inkl. Nebenkosten in Höhe von € 20.362.084,61 (Vj.: T€ 23.593,6), davon sind innerhalb eines Jahres fällig € 3.286.788,00 (Vj.: T€ 3.286,8).

Angaben zum persönlich haftenden Gesellschafter

Der persönlich haftende Gesellschafter, die Weingarten & Co. Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, hat ein gezeichnetes Kapital in Höhe von T€ 26,0 (Vj.: T€ 26,0).

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 384,2 wurde auf die variablen Kapitalkonten der Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung gutgeschrieben.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Karl-Josef Weingarten, (kfm. Geschäftsführer), Köln

Frau Dipl.-Kff. Annegret Weingarten, (kfm. Geschäftsführer), Köln

Frau M. Sc. Theresa Weingarten, (kfm. Geschäftsführer), Köln

alle handelnd als einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Weingarten & Co. Verwaltungsgesellschaft mbH.

Die nach § 285 Nr. 9a HGB angabepflichtigen Organbezüge betreffen die Haftungsvergütung der Weingarten & Co. Verwaltungsgesellschaft mbH mit T€ 0,9 (Vj.: T€ 0,9). Im Übrigen wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Köln, 20. Juni 2024

gez.

Karl-Josef Weingarten, Geschäftsführer

Annegret Weingarten, Geschäftsführerin

Theresa Weingarten, Geschäftsführerin

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 181.782,96 0,00 0,00 181.782,96
Immaterielle Vermögensgegenstände 181.782,96 0,00 0,00 181.782,96
Mietereinbauten 2.938.251,74 11.810,13 0,00 2.950.061,87
Technische Anlagen und Maschinen 8.898,00 0,00 0,00 8.898,00
Andere Anlagen, BGA 3.355.372,85 90.281,51 17.231,60 3.428.422,76
Sachanlagen 6.302.522,59 102.091,64 17.231,60 6.387.382,63
Anteile an anderen Unternehmen 25.564,59 0,00 0,00 25.564,59
Genossenschaftsanteile 34.077,47 0,00 0,00 34.077,47
Finanzanlagen 59.642,06 0,00 0,00 59.642,06
Gesamt 6.543.947,61 102.091,64 17.231,60 6.628.807,65
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 164.091,96 7.576,00 0,00 171.667,96
Immaterielle Vermögensgegenstände 164.091,96 7.576,00 0,00 171.667,96
Mietereinbauten 2.175.744,74 101.321,13 0,00 2.277.065,87
Technische Anlagen und Maschinen 8.236,00 153,00 0,00 8.389,00
Andere Anlagen, BGA 2.838.899,85 184.731,01 17.231,10 3.006.399,76
Sachanlagen 5.022.880,59 286.205,14 17.231,10 5.291.854,63
Anteile an anderen Unternehmen 25.053,59 0,00 0,00 25.053,59
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 25.053,59 0,00 0,00 25.053,59
Gesamt 5.212.026,14 293.781,14 17.231,10 5.488.576,18
Buchwerte
am 31.12.2023
am 31.12.2022
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.115,00 17.691,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.115,00 17.691,00
Mietereinbauten 672.996,00 762.507,00
Technische Anlagen und Maschinen 509,00 662,00
Andere Anlagen, BGA 422.023,00 516.473,00
Sachanlagen 1.095.528,00 1.279.642,00
Anteile an anderen Unternehmen 511,00 511,00
Genossenschaftsanteile 34.077,47 34.077,47
Finanzanlagen 34.588,47 34.588,47
Gesamt 1.140.231,47 1.331.921,47

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Modehaus Weingarten vertreibt Mode- und Sportartikel sowie Schuhe für Damen, Herren und Kinder. Neben dem Stammhaus in Köln betreibt das familiengeführte Unternehmen fünf Filialen für große Größen in Düsseldorf, Wiesbaden, Berlin, Essen und Dortmund. Auch ein Online-Shop für große Größen gehört zum Portfolio des Modehauses Weingarten. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt in der qualifizierten Fachberatung, einer großen Sortimentsauswahl und einem renommierten Markenangebot. Die Spezialisierung auf große Größen wird auch zukünftig im Mittelpunkt des Familienunternehmens stehen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut der Fachzeitschrift Textilwirtschaft (Ausgabe 02/2024 vom 11.01.24) schloss der stationäre Modehandel im Jahr 2023 mit einem Erlöszuwachs von +6,0% (VJ: +9%) im Vergleich zum Vorjahr ab. Hierbei legt die Textilwirtschaft die gemeldeten Umsätze des TW Testclubs zugrunde. Das Statistische Bundesamt ermittelte einen niedrigeren Umsatzzuwachs im Einzelhandel mit Bekleidung von nominal 2,9% im Vergleich zu 2022. Somit hat sich im zweiten Jahr in Folge die Erholung des Modehandels fortgesetzt. Weiterhin erreichen jedoch viele Marktteilnehmer die Umsätze aus Vor-Corona Zeiten nicht.

Der Umsatzzuwachs in 2023 wurde vorwiegend im 1.Halbjahr 2023 generiert. Die Umsatzvorlagen aus dem Frühjahr 2022 waren niedrig, da die Corona Inzidenzen in 2022 noch hoch waren und damals Corona Auflagen mit 2G Regeln und Maskenpflicht vorherrschten. Im zweiten Halbjahr 2023 wurde der deutsche Modemarkt von der Multikrise aus Preissteigerungen sowie Rezession-, Kriegs- und Klimasorgen stark beeinflusst. Durch die hohe Inflation hat sich das Konsumverhalten negativ entwickelt und es mussten Kaufkraftverluste hingenommen werden. Speziell im sogenannten Weihnachtsgeschäft zum Jahresende verlor der Modehandel beinahe sein im Frühjahr aufgebautes Plus.

Wie der E-Commerce-Verband bevh mitteilte, hat sich der Negativtrend im Online-Handel aus dem Jahr 2022 fortgesetzt. Die Online-Umsätze im Bereich Bekleidung und Schuhe sanken im Jahr 2023 zweistellig. Mit rund 18,5 Mrd. Euro (14,6 Mrd. Euro für Bekleidung und 3,9 Mrd. Euro für Schuhe) gab der Online-Handel im Vergleich zum Vorjahr um 13,3% nach und lag damit volumenmäßig noch unter dem Vor-Corona-Jahr 2019, als sich die Online-Modeausgaben auf 18,7 Mrd. Euro beliefen.

Das Umsatzplus in 2023 auf der Makroebene verschleiert die großen Herausforderungen und Marktverschiebungen in der höchst heterogenen Modebranche. Über alle Firmengrößen hinweg ist die Zahl der Insolvenzverfahren in Deutschland im Bereich Fashion im Jahr 2023 um 56,9% auf 160 Fällen zum Vorjahr gestiegen (Falkensteg). Dazu zählen u.a. große stationäre Filialisten wie Peek & Cloppenburg Düsseldorf, Sportscheck, Galeria, Wormland, Peter Hahn und Aachener, aber auch Versender wie die Klingel Gruppe oder Lieferanten wie Ahlers und Gerry Weber. Die steigende Anzahl der Insolvenzen zeigt, dass der Modemarkt weiterhin stark umkämpft ist, noch von den Altlasten der Corona Pandemie gebeutelt bleibt und dass profitables Wirtschaften angesichts hoher Inflation und Kostensteigerungen schwierig ist.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Umsatzentwicklung

Insgesamt schloss die Weingarten GmbH & Co. das Jahr 2023 mit einem Umsatzzuwachs von 4,8% (VJ +36%) ab. Dieser positive Trend ist im Einklang mit dem Gesamtmarkt.

Die stationären Standorte entwickelten sich im Jahr 2023 jedoch unterschiedlich. Wiesbaden, Berlin, Essen und Düsseldorf lagen unter dem Durchschnitt von +4,8% und konnten teilweise Ihre Vorjahrsumsätze nicht verteidigen, wohingegen Dortmund ein zweistelliges Plus erwirtschaftete. Am Stammsitz in Köln konnte der Bereich der Übergrößen sich etwas mehr stabilisieren als der stark umkämpfte Bereich der Normalgrößen.

Neben dem stationären Handel betreibt die Weingarten GmbH & Co. auch einen Online-Shop für große Größen, welcher in 2023 ein einstelliges Minus gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Diese Entwicklung ist im Einklang mit der gesamten Online Modebranche. Der Verkauf über Plattformen wie Amazon, Otto & Co wurde in 2023 wieder gezielt aufgenommen, sodass die Online Umsätze über Plattformen sich gegenüber einem niedrigen Vorjahr verdoppelten.

2.2. Wareneinkauf

Der Wareneinkauf des gesamten Unternehmens lag im Jahr 2023 bei € 12,0 Mio. (Vj.: € 11,4 Mio.). Passend zur Umsatzsteigerung wurde äquivalent auch der Wareneinkauf um rund 5,5% erhöht.

Laut Inventur lag der Warenbestand zum 31.12.2023 über alle Filialen (nach Abschriften) bei € 2,9 Mio. (Vj.: € 3,1 Mio.). Die Modebranche erlebte im Jahr 2023 eine Preissteigerung ihrer Produkte. Diese Preiserhöhungen konnten aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage beim Endkonsumenten nicht vollends durchgesetzt werden. Die Folge waren leicht höhere Rabatte und Reduzierungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Materialaufwand erhöhte sich somit um 0,4% Punkte zum Vorjahr.

2.3. Investitionen

Aufgrund der starken Inflation und der gesamtwirtschaftlich schwierigen Lage durch den andauernden Krieg sowie hohe Energiekosten wurden größere Investitionen weiterhin vertagt.

3. Lage

3.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 verbesserte sich das Rohergebnis absolut um 0,5% gegenüber dem Vorjahr, da höhere Umsätze generiert werden konnten und der Materialaufwand sich geringfügig erhöhte.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im gesamten Unternehmen durchschnittlich 200 aktive Mitarbeiter (Vj.: 206 Mitarbeiter) beschäftigt. Davon waren 189 (Vj.: 192) Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte, und 11 (Vj.:14) Auszubildende.

Die Personalkosten (Löhne, Gehälter und Sozialabgaben) des gesamten Unternehmens betrugen € 7,5 Mio. (Vj.: € 7,5 Mio.). Der Personalaufwand liegt damit in Relation zum Nettoumsatz bei 30,0% (Vj: 31,3 %), was weiterhin ein sehr hohes Niveau darstellt und den Serviceanspruch widerspiegelt.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die absoluten Personalkosten nahezu gleichgeblieben. Durch den gestiegenen Umsatz konnte eine bessere Auslastung des vorhandenen Personals herbeigeführt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um circa 7,4% (VJ 9 %) gestiegen. Angesichts hoher Inflation war die Weingarten GmbH & Co in vielen Bereichen mit steigenden Kosten konfrontiert und konnte trotz aktivem Kostenmanagement diese nicht auf Vorjahrsniveau halten. Aufgrund von Indexmietverträgen, welche sich am Verbraucherpreisindex orientieren, sind die Raumkosten in 2023 weiter angestiegen. Darüber hinaus haben sich vor allem Portokosten und Kosten für Versandverpackungen stark erhöht, da wieder mehr Mode auf Online-Plattformen vermarktet wurde.

Das Finanzergebnis betrug in 2023 T€ 45,5 (VJ T€ -107,9) und verbesserte sich somit gegenüber dem Vorjahr um €T 153,3, da sich der Kurs von Wertpapieren in 2023 erholte und aufgrund der Zinswende wieder positive Zinsen ausgezahlt wurden.

Nach Abzug ergebnisabhängiger Steuern wurde ein Jahresüberschuss von T€ 384,2 (VJ.: T€ 477,4) erzielt.

Dieser Jahresüberschuss resultiert aus der operativen Geschäftstätigkeit. Im Vorjahr hingegen waren noch sonstige betriebliche Erträge, speziell Überbrückungshilfen des Staates, in das Ergebnis miteingeflossen. Demnach ist das Betriebsergebnis in 2023 erstmalig seit der Corona Pandemie wieder eingeständig profitabel.

3.2. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deckte im Geschäftsjahr die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit nahezu ab. Der Finanzmittelbestand sank leicht zum Vorjahr.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Bankkredite bestehen nicht. Unser Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jedweder Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik.

3.3. Vermögenslage

Das langfristige gebundene Vermögen ist gesunken. Die Anlagenintensität hat sich mit 9,7% zu 10,5% im Vorjahr leicht verringert. Aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation und der Inflation wurden keine neuen Mietereinbauten oder Betriebs- und Geschäftsausstattung angeschafft.

Das kurzfristige gebundene Vermögen ist durch einen leichten Abbau der Vorräte und weniger Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände leicht gesunken.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft zeigt sich mit 70,0% (VJ 65,5) stabil und bleibt damit weiterhin auf hohem Niveau.

Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um +12% gestiegen. Hierbei sind die Rückstellungen für Raum- bzw. Nebenkosten im Vergleich zum Vorjahr angehoben worden, da aufgrund der Inflation höhere Endabrechnungen und somit Nachzahlungen erwartet werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrentabilität und Finanzmittelbestand heran.

Die Umsatzrentabilität berechnen wir mit dem Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen und dem Finanzmittelbestand aus der Summe des Kassen- und Bankbestandes.

Die Umsatzrentabilität beträgt 2,2% (Vj.: 3,3 %). Der Finanzmittelbestand beläuft sich auf T€ 6.362 (Vj.: T€ 6.725). Die Kennzahlen sind in 2023 als zufriedenstellend zu beurteilen. Die operative Geschäftstätigkeit ist profitabel.

III. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die langfristigen Auswirkungen der Corona Pandemie und die gesamtwirtschaftlichen Veränderungen in Deutschland sind noch nicht überstanden. Zahlreiche Lieferanten und Händler innerhalb der Modebranche müssen in den kommenden Jahren ihre aufgenommenen Corona Kredite abbezahlen und bedienen. Es bleibt fraglich, ob die Kredite stets getilgt werden können. Zahlreiche Insolvenzen und Schutzschirmverfahren von namenhaften Unternehmen wie Peek & Cloppenburg Düsseldorf, Galeria Kaufhof Karstadt, Schuhfilialist Görtz, Gerry Weber oder Ahlers AG haben die Modebranche bereits getroffen und verschlechtern das Image vom stationären Modeeinzelhandel.

Die Konsumlaune ist stark gesunken und eine Rezession findet statt. Die hohe Inflation und die damit verbundene Zurückhaltung sorgen dafür, dass die Konsumenten ihre Ausgaben auf das Nötigste reduzieren. Speziell bei Ausgaben für Mode und Schuhe sparen die Verbraucher und Verbraucherinnen.

Großstädte verlieren zudem an Attraktivität. Aufgrund von Verkehrschaos, fehlenden ÖPNV-Möglichkeiten und wenigen, teuren Parkplätzen empfindet der Konsument einen Ausflug in die Großstadt als anstrengend und belastend. Auch die Sauberkeit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität sowie der Branchenmix können nicht überzeugen, wodurch Kundschaft in kleinere Ortschaften sowie Randlagen oder ins Internet abwandert. Die Großstädte müssen sich neue Konzepte überlegen, um die Frequenzen wieder aufleben zu lassen, da ihr Verfall sonst weiter fortschreitet.

Der Nachholbedarf im Bereich Festivitäten und Anlass ist mittlerweile abgeebbt und es tritt eine Normalisierung ein. Der Trend zum Home Office und damit eine Abkehr von Businessbekleidung bleibt unumkehrbar. Im Bereich "Casual Wear" erscheint der Modemarkt gesättigt, da die Kleiderschränke mit Bekleidungsstücken voll sind. Neue Trends und Highlights fehlen in den Sortimenten der Lieferanten, sodass hier keine neuen Kaufimpulse zu erwarten sind.

Mode in großen Größen galt als solides Nischengeschäft. Durch die medizinische Innovation und die massive Verbreitung der sogenannten Abnehm-Spritze, wodurch die Kundschaft mehrere Kleidergrößen verliert, ist der Absatz von Mode in großen Größen bedroht. Es besteht die Gefahr, dass der Anteil der Bevölkerung mit großen Größen sinkt und damit auch die Umsätze mit dieser Zielgruppe.

Aufgrund der Polykrise in Deutschland, der schlechten Konsumlaune und dem Abflauen des Anlassgeschäftes gehen wir für 2024 von einem Umsatzminus im einstelligen Bereich aus.

Da die Kunden umkämpft sein werden und weiterhin einige Marktteilnehmer dringend Geld benötigen, um Insolvenzen abzuwenden, ist von einer stärken Rabattschlacht und höheren Reduzierungen auszugehen. Dies führt jedoch in einen Teufelskreis, da alle Marktteilnehmer dringend höhere Margen und stabilere Renditen benötigen.

Einen Warenengpass wird es in 2024 nicht geben, da die Läger mittlerweile wieder gefüllt und sich die Tendenz zur Überproduktion aufgrund von hohen Produktionsminimums fortsetzt.

Die Herausforderungen in 2024 profitabel zu wirtschaften sind hoch. Ein aktives Kostenmanagement bleibt elementar. Für die Weingarten GmbH & Co prognostizieren wir ein leicht niedrigeres Ergebnis im Vergleich zu 2023. Dieses Ergebnis wird aber weiterhin aus operativer Tätigkeit heraus positiv sein.

Sollten weitere Kostensteigerungen oder unvorhersehbare Sondereffekte eintreten, ist die Prognose nach unten zu korrigieren.

2. Risikobericht

2.1. Branchenspezifische Risiken

Zum zweiten Mal in Folge hat der Online-Handel in 2023 ein schwaches Ergebnis eingefahren. Daraus resultiert aber nicht automatisch eine Revitalisierung der stationären Geschäfte, denn der Prozess der sterbenden Innenstädte und der zahlreichen Leerstände setzt sich fort. Die Frequenzen sinken weiter und der stationäre Handel muss seine Daseinsberechtigung weiter verteidigen.

Die Begehrlichkeit der Mode und die Ausgaben für Mode sowie Schuhe sinken insgesamt. Sogenannte emotionale Lustkäufe bei Shoppingausflügen in die Innenstadt bleiben zunehmend aus. Es wird nur das eingekauft, was dringend notwendig ist. Es besteht somit die Gefahr, dass die Umsätze in der Branche insgesamt sinken.

In der Modebranche werden zudem weitere Insolvenzwellen und Schließungen befürchtet, da die Kosten steigen und Wachstum ausbleibt, aber auch weil Unternehmer keine Nachfolger und Fachkräfte mehr finden und somit ohne Zukunftsperspektive sind. Händler und Lieferanten sind seit jeher eng verbunden. Bei einigen Lieferanten bestehen große Abhängigkeiten gegenüber Großabnehmern, sodass diese wie Dominosteine mitbeeinträchtigt werden könnten.

Die Modebranche hat einen Teil ihres Fachpersonals verloren und sieht sich weiterhin mit Abwanderung von Personal sowie zahlreichen Renteneintritten konfrontiert. Dieser Trend wird weiter verstärkt durch die starken Lohnerhöhungen in anderen Branchen, vor allem im staatlichen Sektor. Der stationäre Einzelhandel lebt von der Beratung vor Ort und somit ist Personalmangel ein großes Risiko für die Zukunft.

2.2. Ertragsspezifische Risiken

Steigende Lohnkosten aufgrund der Inflation drücken auf den Ertrag. Daher muss eine passende Auslastung hergestellt werden und die Mitarbeiterproduktivität gefördert werden. Alle Bereiche, die nicht direkt auf den Umsatz einzahlen, müssen durchleuchtet und hinterfragt werden. Die Kostenstruktur muss stets an den Umsatz angepasst werden.

Hierbei ist ein genaues und gründliches Kostenmanagement sowie das Nachverhandeln von Verträgen, speziell Mietverträgen, von signifikanter Bedeutung. In Anbetracht dessen, dass bereits in den letzten Jahren jegliche Kostenposition geprüft wurde, ist weitere Kostenreduktion jedoch nur begrenzt möglich.

Somit ist es wichtig, die Wareneinkaufspreise bei Lieferanten nachzuverhandeln bzw. Kalkulationsstarke Lieferanten auszubauen, damit die Marge gehalten und verbessert werden kann. Bei sinkenden Umsätzen und steigenden Kosten ist der einzige Hebel die Marge der Produkte. Im Hinblick darauf, dass die Lieferanten ebenfalls zu kämpfen haben, ist eine Margenerhöhung nicht durchgängig umsetzbar.

2.3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen ist selbst finanziert. Die wirtschaftliche Gesamtsituation und die Inflation stellen jedoch auch ein gesundes Unternehmen mit Rücklagen vor finanzielle Herausforderungen. Ein strenges Kosten- und Liquiditätsmanagement ist hierbei von großer Bedeutung.

3. Chancenbericht

Durchhaltevermögen könnte sich auf lange Sicht auszahlen. Unser Fokus auf beratungsintensive Themen und eine hohe Beratungsqualität könnten sich rentieren. Es besteht die Chance, dass wir Neukunden von strauchelnden Mitbewerbern abwerben können.

Die Geschichte hat immer wieder Zeiten des Revivals und der Renaissance erlebt, sodass auch die Mode wieder an Begehrlichkeit und Stellenwert gewinnen kann. Vielleicht gehen die jüngeren Generationen zukünftig auch wieder mehr in die Innenstädte und in stationäre Geschäfte, um ihr digitales Dasein zu unterbrechen.

Darüber hinaus könnte Regionalität, Solidarität und die Wiederbelebung der eigenen Innenstadt einen größeren gesellschaftlichen Stellenwert bekommen und sich positiv auf den stationären Verkauf auswirken. Die Weingarten GmbH & Co KG kann sich entsprechend dieser Chancen gut positionieren.

Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass sich in der Gesellschaft verfestigt, dass sich viele Bedürfnisse online abdecken lassen und somit das stationäre Geschäft weiter an Bedeutung verliert. Deshalb ist es für den Facheinzelhandel wichtig, die Service-Vorteile sowie die kompetente Beratung stärker zu betonen und zu optimieren, denn nur durch guten Service und persönlichen Kundenkontakt ist eine Differenzierung zum Online-Handel und zu vertikalen Konzepten zukünftig möglich. Den zahlreichen negativen Schlagzeilen in der Presse zu Insolvenzen muss der stationäre Handel entgegenwirken und Vertrauen bei den Konsumenten aufbauen. Individuelle Ansprachen über verschiedene Kanäle wie Apps, Newsletter oder Direct Mailings spielen hierbei eine wichtige Rolle. Auch die Vernetzung und Verschmelzung der Verkaufskanäle ist von großer Bedeutung, da die Konsumenten flexibel und bequem zwischen On- und Offline-Kanälen wechseln wollen.

 

Köln, 20. Juni 2024

gez.

Karl-Josef Weingarten

Theresa Weingarten

Annegret Weingarten

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 328 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss mit dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Weingarten GmbH & Co., Köln,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Weingarten GmbH & Co., Köln - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weingarten GmbH & Co. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften i.S.d. § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften i.S.d. § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 20. Juni 2024

SRP Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Wolfgang Rogalli, Wirtschaftsprüfer

Philipp Heimbach, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Der Jahresabschluss wurde am 30. August 2024 festgestellt.

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