Stammdaten

Register
Amtsgericht Stralsund HRB 4629
Eingetragen
29.6.1999
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung, Veredelung und der Vertrieb von Kunststofffolien und daraus gefertigten Produkten sowie der Handel mit diesen Produkten

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Sarah Wilhelm
seit 12.9.2025
Prokura
Wolfgang Thißen
seit 2.12.2024
Geschäftsführer
Christof Kallinger
seit 3.7.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Walki Group OyFIN
91.40%
folian GmbHEigenbeteiligung
8.60%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Walki GmbH
Germany
182.850 €
91.40%
folian GmbH
Germany
17.150 €
8.60%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

folian gmbh

Wendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die folian gmbh

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der folian gmbh, Wendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der folian gmbh für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, 31. Januar 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Breh, Wirtschaftsprüfer

Ellies, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31-12-2023
EUR
31-12-2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.050,00 2.304,00
2. Geleistete Anzahlungen 4.080,00 0,00
30.130,00 2.304,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.531.783,47 1.644.396,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.379.495,50 3.048.695,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.001,03 255.470,03
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 11.135,10
4.138.280,00 4.959.697,10
4.168.410,00 4.962.001,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.307.286,18 3.439.861,32
2. Unfertige Erzeugnisse 587.585,87 743.079,07
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.782.216,60 4.146.010,98
5.677.088,65 8.328.951,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.244.595,02 2.145.552,69
2. Sonstige Vermögensgegenstände 497.983,58 159.474,49
2.742.578,60 2.305.027,18
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.464.274,99 675.749,00
12.883.942,24 11.309.727,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.763,42 41.390,35
17.067.115,66 16.313.119,00

Passiva

31-12-2023 31-12-2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
./. Eigene Anteile -17.150,00 -17.150,00
182.850,00 182.850,00
II. Kapitalrücklage 558.149,00 558.149,00
III. Gewinnvortrag 9.688.539,78 7.129.998,25
IV. Jahresüberschuss 2.513.672,44 2.558.541,53
12.943.211,22 10.429.538,78
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 762.734,00 933.558,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 161.373,00 387.708,09
2. Sonstige Rückstellungen 161.873,28 212.088,84
323.246,28 599.796,93
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.209.284,18 2.367.942,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 1.400.000,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 821.108,27 582.283,24
3.030.392,45 4.350.225,29
E. Passive latente Steuern 7.531,71 0,00
17.067.115,66 16.313.119,00

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 28.680.145,45 29.449.760,65
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -1.519.287,58 1.189.032,06
3. Sonstige betriebliche Erträge 349.721,22 273.069,40
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -15.191.109,76 -18.056.018,90
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.205.295,40 -989.326,12
-16.396.405,16 -19.045.345,02
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.370.760,51 -3.630.403,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -744.835,58 -724.548,58
-4.115.596,09 -4.354.951,69
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -963.208,58 -1.205.792,11
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.986.155,57 -2.627.728,10
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.360,45 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -26.083,86 -40.732,13
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -527.577,62 -1.088.491,98
11. Ergebnis nach Steuern 2.504.912,66 2.548.821,08
12. Sonstige Steuern 8.759,78 9.720,45
13. Jahresüberschuss 2.513.672,44 2.558.541,53

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeines

Die folian gmbh - nachstehend folian genannt - hat ihren Sitz in Groß Lüdershagen, Gemeinde Wendorf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Stralsund unter der Nummer HRB 4629 eingetragen. Das Unternehmen wurde im Jahr 1999 gegründet und war bis zum 30. November 2022 im Familienbesitz. Zum 1. Dezember 2022 wurde die folian zu 100% an die Walki GmbH verkauft und ist seitdem Teil der Walki Gruppe.

Der Jahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Für die Aufstellung des Anhangs wurden teilweise die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind die gesetzlich vorgesehenen "davon-Vermerke" statt in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang wiedergegeben worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet. Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des rechtlichen bzw., sofern abweichend, des wirtschaftlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind, mit Ausnahme von Gewinnen aus kurzfristigen Fremdwährungssachverhalten.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über Nutzungsdauern von drei bis zehn Jahren vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bewegliche Anlagengegenstände werden linear abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 19 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gemäß den Regelungen des § 6 Abs. 2 EstG und § 6 Abs. 2a EstG berücksichtigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten nach dem FIFO-Prinzip bewertet. Risiken, die sich durch die Ungängigkeit oder Überalterung der Bestände sowie sinkende Marktpreise ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 und 4 HGB mit ihren Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden zu den Einzelkosten Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens in die Ermittlung einbezogen. Kosten für die allgemeine Verwaltung, Fremdkapitalzinsen und Vertriebskosten wurden nicht in die Ermittlung einbezogen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt retrograd durch Abzug eines prozentualen Abschlags von den Verkaufspreisen. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht vorzunehmen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken sind durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt und ist mit dem Nominalwert angesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet ausschließlich Zuschüsse für Investitionen ins Anlagevermögen. Seine Auflösung wird analog zur Abschreibung oder zum Abgang der bezuschussten Vermögensgegenstände vorgenommen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zur Bewertung wird der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag berücksichtigt, der Preis- und Kostensteigerungen beinhaltet. Gewährleistungsrückstellungen werden pauschal mit 0,2 % der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, dabei wurden Fremdwährungen zum Stichtag unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips umgerechnet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens mit gesondertem Ausweis der auf das Geschäftsjahr entfallenden Abschreibungen ist in dem Brutto-Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal (TEUR 98, Vorjahr: TEUR 92), für ausstehende Rechnungen (TEUR 11, Vorjahr: TEUR 54) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 48, Vorjahr: TEUR 36).

4. Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten teilen sich hinsichtlich der Fristigkeit wie folgt auf:

Restlaufzeiten
Verbindlichkeiten unter 1 Jahr
in TEUR
größer 1 Jahr
in TEUR
davon über 5 Jahre
in TEUR
Gesamt
in TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 2.209 0 0 2.209
Vorjahresvergleichswert 2.368 0 0 2.368
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Vorjahresvergleichswert 0 1.400 0 1.400
Sonstige 821 0 0 821
Vorjahresvergleichswert 582 0 0 582
Gesamt 3.030 0 0 3.030
Vorjahresvergleichswert 2.950 1.400 0 4.350

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern TEUR 249 (Vorjahr: TEUR 209) und EUR 268 (Vorjahr: EUR 134) auf Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit.

5. Passive latente Steuern

Latente Steuerschulden resultieren aus Differenzen von bilanziellen Wertansätzen für digitale Wirtschaftsgüter. Latente Steueransprüche bestehen nicht. Der Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 29,825% zugrunde gelegt.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern
in TEUR
Passive latente Steuern
in TEUR
Saldo
in TEUR
31.12.2022 0 0 0
31.12.2023 0 8 8
Veränderung 0 8 8

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden größtenteils aus dem Absatz von folienbasierten Verpackungslösungen erzielt. Sie unterteilen sich in:

2023
TEUR
2022
TEUR
Inlandsumsätze 22.803 24.041
Auslandsumsätze 5.877 5.409
Gesamt 28.680 29.450

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 25). Darüber hinaus sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung des Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 175) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 11) ausgewiesen. Übrige außergewöhnliche Erträge lagen nicht vor.

3. Personalaufwendungen

Im Personalaufwand sind keine Aufwendungen mit außergewöhnlicher Bedeutung und Größenordnung enthalten.

Auf Aufwendungen für Altersversorgung entfallen TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 6).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Wesentliche Positionen sind Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 761 (Vorjahr: TEUR 729), die Gruppenumlage in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 0) und die Aufwendungen für die Außenläger in Höhe von TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 320). Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 18) periodenfremd. Übrige außergewöhnliche Aufwendungen lagen nicht vor.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 5) auf verbundene Unternehmen.

V. Sonstige Angaben

1. Organmitglieder

Geschäftsführer

Die folian wird bzw. wurde vertreten durch die Geschäftsführer:

- Manuela Muschter, Kaufmännische Verwaltung, Einkauf, Qualitätssicherung (abberufen am 24. Mai 2023)

- Stefan Muschter, Stralsund/Deutschland, Produktion/Vertrieb (abberufen am 16.12.2024)

- Nikolaus Wolfram, Wien/Österreich, Technik (berufen seit 24. Mai 2023, abberufen am 18.11.2024)

- Wolfgang Thißen, Timmendorfer Strand, kaufmännischer Geschäftsführer (berufen seit 18.11.2024)

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht, da während des Geschäftsjahres nur drei Geschäftsführer beschäftigt waren.

2. Mitarbeiteranzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 61 63
Angestellte 32 32
Insgesamt 93 95

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasing- und Mietverträgen ergeben sich künftige finanzielle Verpflichtungen bis zum Jahr 2025 in Höhe von TEUR 8.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in voller Höhe dem Gewinnvortrag zuzuführen.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vereinbarte Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 60 und entfiel ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

6. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die gesamte Walki-Gruppe wurde zum 11. April 2024 von der Oji Holdings Cooperation, Japan, Tokio, (kurz: Oji) einer japanischen Aktiengesellschaft (ISIN 3174410005), übernommen. Oji ist ein Unternehmen aus der Papier- und Kartonindustrie.

Weiterhin wurde am 07.11.2024 mit der Walki GmbH, Steinfurt, als herrschendem Unternehmen ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der rückwirkend zum 01.01.2024 gilt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, haben sich nicht ergeben.

7. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Aktiengesellschaft finnischen Rechts Walki Holding OY, Espoo, Finnland, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird in Finnland beim Finish Trade Register veröffentlicht.

 

Wendorf, 31.01.2025

folian gmbh

Wolfgang Thißen, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 580.497,66 26.189,40 0,00 0,00 606.687,06
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 4.080,00 0,00 0,00 4.080,00
580.497,66 30.269,40 0,00 0,00 610.767,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.601.280,35 0,00 0,00 0,00 3.601.280,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.085.681,00 76.815,07 132.244,36 43.393,34 18.073.645,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.669,94 35.499,87 6.921,51 0,00 1.034.248,30
4. Geleistete Anzahlungen 11.135,10 32.258,24 0,00 -43.393,34 0,00
22.703.766,39 144.573,18 139.165,87 0,00 22.709.173,70
23.284.264,05 174.842,58 139.165,87 0,00 23.319.940,76
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 578.193,66 2.443,40 0,00 580.637,06
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
578.193,66 2.443,40 0,00 580.637,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.956.883,88 112.613,00 0,00 2.069.496,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.036.985,50 784.190,31 127.026,26 15.694.149,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 750.199,91 63.962,87 6.915,51 807.247,27
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
17.744.069,29 960.766,18 133.941,77 18.570.893,70
18.322.262,95 963.209,58 133.941,77 19.151.530,76
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.050,00 2.304,00
2. Geleistete Anzahlungen 4.080,00 0,00
30.130,00 2.304,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.531.783,47 1.644.396,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.379.495,50 3.048.695,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.001,03 255.470,03
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 11.135,10
4.138.280,00 4.959.697,10
4.168.410,00 4.962.001,10

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Unternehmensstruktur

Die folian gmbh - nachstehend "folian" oder "Unternehmen" genannt - ist im Handelsregister unter HRB 4629, Amtsgericht Stralsund eingetragen und ein im Jahr 1999 gegründetes und bis 30. November 2022 im Familienbesitz befindliches mittelständisches Unternehmen.

Zum 1. Dezember 2022 wurde die folian zu 100% an die Walki GmbH, Steinfurt, verkauft. Seit diesem Zeitpunkt ist die folian Teil der Walki Gruppe. Diese besteht aus Unternehmen in Europa und China und ist hauptsächlich in der Papier- und Kartonveredelung tätig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen im Durchschnitt 93 Arbeitnehmer, 79 Vollzeitbeschäftigte und 14 Teilzeitbeschäftigte, beschäftigt.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Fertigung von folien- und papierbasierten Verpackungslösungen für die Lebensmittelindustrie. Schwerpunkte sind hier neben der Bedruckung von Folien- und Papierverpackungslösungen vor allem deren Veredelung. Besondere Expertise hat unser Unternehmen in den letzten Jahren in umweltschonenden Produktionsverfahren und in der Entwicklung technisch anspruchsvoller Lösungen entwickelt.

Der Beschaffungsmarkt für Rohfolien liegt überwiegend im EU-Raum, mit einem kleineren Anteil an Drittländern wie der Türkei. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden hauptsächlich im Inland bezogen. Der Absatzmarkt konzentriert sich auf die inländische Lebensmittelindustrie, wobei in geringerem Umfang auch die Lebensmittelindustrie im europäischen Ausland, darunter Nicht-EU-Mitgliedsstaaten wie der Schweiz, beliefert wird.

Aus unserer Sicht besteht ein Wettbewerbsvorteil des Unternehmens neben der Qualität der Produkte vor allem in der Flexibilität, mit der auf Kundenwünsche reagiert werden kann.

Die folian ist ein Unternehmen, für das unter dem Dach der Walki Gruppe eine eindeutige formelle und strukturelle Organisation geschaffen wurde. Nachgelagerte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten sowie eindeutige Vertretungsregelungen wurden definiert.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2023:

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%). Dies hatte zur Folge, dass im Jahr 2023 das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbedingt um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. (Quelle: destatis Statistisches Bundesamt).

2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr:

In dem 9. Drupa Global Trends Report haben insgesamt 32% der Druckereien weltweit ihre wirtschaftliche Lage für 2023 als 'gut' bezeichnet. In Nordamerika waren es sogar 50% (Quelle: Statista Research Department).

Der reale Umsatz des Lebensmitteleinzelhandels im Jahr 2023 betrug EUR 122,2 Mrd. (Vorjahr: EUR 127,8 Mrd.). Im Jahr 2023 ging der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 3,9% zurück. (Quelle: destatis Statistisches Bundesamt).

2.3 Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Strategisch wichtig für das Jahr 2023 waren strukturelle Änderungen, die ab dem 01.12.2022 mit der Einbindung in die Walki Gruppe einhergingen. Operativ gelang es nach der Coronakrise den Kundenstamm zu halten und von verbesserten Einkaufskonditionen, bedingt durch Weltmarktpreise sowie durch die Zugehörigkeit zur Walki Gruppe, zu profitieren.

3. Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage:

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) des Unternehmens sinkt gegenüber dem Vorjahr von TEUR 30.639 um TEUR 3.478 auf TEUR 27.161, der daraus resultierende Rohertrag des Geschäftsjahres beträgt TEUR 10.764 (Vorjahr: TEUR 11.593).

Die sonstigen betrieblichen Erträge steigen von TEUR 273 auf TEUR 350.

In der Berichtsperiode sinken die Gesamtkosten (Summe aus Personal-, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen) von TEUR 8.188 auf TEUR 8.065.

Die Personalkosten sinken dabei um TEUR 239, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um TEUR 358 und die Abschreibungen sinken um TEUR 243. Im Jahr 2023 wurde nicht signifikant neu investiert, woraus die gesunkenen Abschreibungen resultieren. Gesunkene Personalaufwendungen und die gestiegenen sonstige betriebliche Aufwendungen resultieren aus der Zugehörigkeit zur Walki Gruppe (Erbringung von Dienstleistungen durch die Gruppe und Weiterbelastung der Kosten).

Das Ergebnis vor Steuern sinkt um TEUR 605 auf TEUR 3.032 (Vorjahr: TEUR 3.637), das EBIT um TEUR 610 von TEUR 3.678 auf TEUR 3.068.

Das Ergebnis des Vorjahres konnte nicht erreicht werden und blieb hinter der Prognose des Vorjahres zurück. Als Gründe hierfür lassen sich die allgemein schwache Konjunktur und die hohe Inflation sowie die damit verbundene Konsumzurückhaltung der Verbraucher anführen.

3.2 Finanzlage:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielt. Dieser steigt um TEUR 3.723 (TEUR 5.363) gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.640).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen per Stichtag nicht (Vorjahr: TEUR 0).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen per Stichtag nicht (Vorjahr: TEUR 1.400). Das im Vorjahr aufgenommene Darlehen von der Walki-Gruppe wurde aufgrund der guten Liquiditätslage vollumfänglich zurückgezahlt.

3.3 Vermögenslage:

Das Eigenkapital hat sich im Berichtszeitraum (TEUR 12.951) zum Vorjahr (TEUR 10.430) weiter erhöht aufgrund des positiven Jahresergebnisses. Die Eigenkapitalquote beträgt 76%.

Die Vermögensstruktur zum 31.12.2023 ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von ca. 24% gekennzeichnet. Das Anlagevermögen sank um TEUR 794 von TEUR 4.962 auf TEUR 4.168. Der Rückgang resultiert daraus, dass bei fortlaufenden Abschreibungen keine wesentlichen Investitionen stattfanden.

Ca. 33% des Vermögens entfallen auf die Vorräte. Diese sanken um TEUR 2.652 auf TEUR 5.677 (Vorjahr: TEUR 8.329). Die Vorräte sanken zum einen aufgrund des Umsatzrückganges. Zudem war der Bestand im Vorjahr aufgrund von Sondereffekten wie dem vorsorglichem Bestandsaufbau aufgrund unterbrochener Lieferketten ungewöhnlich hoch.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von ca. 16% bzw. TEUR 2.743 (Vorjahr: TEUR 2.305) und weisen keine Überfälligkeit aus.

Etwa 26% der Bilanzsumme (TEUR 4.464; Vorjahr: TEUR 676) entfallen auf liquide Mittel. Diese stiegen, da im Berichtsjahr keine wesentlichen Investitionen getätigt wurden. Dazu kommen positive Working Capital-Effekte (insb. Rückgang des Vorratsbestands).

3.4 Gesamtlage:

Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Ausgangslage konnten wir ein positives Ergebnis erzielen. Dadurch kann der Geschäftsverlauf als noch zufriedenstellend angesehen werden.

Im Berichtsjahr lag der Fokus des Unternehmens auf der Steigerung des Auftragsvolumens und der Rentabilität sowie auf der Weiterentwicklung des Personalwesen. Die Auftragslage blieb zum Ende des Jahres stabil und die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens ist weiterhin auf hohem Niveau.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Risikobeurteilung ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik, mit dem Ziel einer zeitnahen und permanenten Beurteilung der Risiken des Geschäftsbetriebes aufgrund vereinbarter Kennzahlen. Generell werden die Risiken des Geschäftsbetriebes auf Basis der gültigen Rahmenvorgaben (wie z.B. Management Policy, Credit Policy, Sales Policy) der Walki-Gruppe permanent analysiert.

Das Risiko für das Unternehmen liegt darin, dass unsere Verpackungslösungen auf Kunststoffbasis durch andere kunststofffreie Verpackungslösungen substituiert werden. Ein erster Schritt zu nachhaltigeren Produkten ist das Bedrucken von Kunststoffen mit wasserlöslichen Farben.

Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich beim Absatz überwiegend auf den Euroraum. Unabhängig von den Absatzmärkten wird das allgemeine Ausfallrisiko von Forderungen als relevant angesehen. Neben dem Abschluss einer Warenkreditversicherung besteht ein striktes internes Forderungsmanagementsystem.

Als wesentliche Risiken bei der Beschaffung sehen wir die Entwicklung der Einkaufspreise und der Verfügbarkeit für uns relevanter Rohstoffe sowie den politischen Gegenwind für kunststoffbasierte Verpackungslösungen. Dabei wird nach unserer Einschätzung aber die Bedeutung von Produktschutz und Produktsicherheit, die eben durch kunststoffbasierte Verpackungslösungen sichergestellt wird, in künftige Forderungen und Überlegungen einfließen, sodass Kunststoffverpackungen auch in naher Zukunft für Lebensmittel wichtig bleiben werden.

Für unsere Kunden wird es zunehmend wichtig sein wie nachhaltig im weiteren Sinne wir aufgestellt sind. Im technischen Bereich heben wir uns u.a. durch die Möglichkeit des Druckens mit Wasserfarben positiv im Wettbewerb hervor. Mit steigendem Bewusstsein für den Nutzen der Wasserfarbtechnologie für die Umwelt scheint in diesem Segment weiteres Wachstum möglich. Umgekehrt besteht - wie immer bei einer nicht als Marktstandard zählenden Technologie - das Risiko, dass sich wesentliche Vertragspartner abwenden. So bleiben technologische Weiterentwicklungen nur dann attraktiv, wenn sie u.a. auch zukünftig neue Standards setzen, der Nutzen dauerhaft erzielbar ist und letztlich auf allen Ebenen einen dauerhaften Mehrwert bieten.

folian ist nach ISO 9001:2015 für Qualitätsmanagement zertifiziert sowie nach dem FSC-Standard für die Produktion und den Handel von bedrucktem Papier für die Lebensmittelindustrie.

Der Fachkräftemangel wird die Personalpolitik weiterhin stark beeinflussen. Hier tragen fortgesetzte eigene Bemühungen und die Zugehörigkeit des Unternehmens zur Walki Gruppe zu einer höheren Sichtbarkeit des Unternehmens am Standort bei.

Ziel des Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die weitere Entwicklung des Russland-Ukraine-Krieges und der Ausgang der US-Wahlen stellen Risiken hinsichtlich der europäischen Sicherheitsstruktur dar. Der ungeklärte Konflikt zwischen China und Taiwan beinhaltet nach wie vor eine mögliche Störung der Lieferketten, sollte es zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen.

Zusammenfassend ist dennoch festzuhalten, dass die unternehmerischen Chancen die unternehmerischen Risiken überwiegen. Es sind derzeit und nach unseren weiteren Planungen keine rechtlichen oder bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen.

5. Prognosebericht

Die folian plante für 2024 einen externen Produktumsatz in Höhe von EUR 29,6 Mio. und ein EBIT in Höhe von EUR 3,9 Mio. Basierend auf vorläufigen Zahlen betragen die Umsatzerlöse in 2024 EUR 29,5 Mio., was eine nur leichte Planabweichung darstellt. Das vorläufige EBIT beträgt EUR 3,6 Mio. Die negative Planabweichung resultiert vor allem aus höheren Aufwendungen, die aus der Gruppenzugehörigkeit resultieren. So ist beispielsweise die Konzernumlage höher als geplant ausgefallen.

Für 2025 plant die folian einen externen Produktionsumsatz in Höhe von EUR 29,8 Mio. und ein EBIT in Höhe von EUR 3,6 Mio.

Die Einkaufspreise für Rohfolien liegen auf einem weiterhin günstigen Niveau und neue Lieferanten konnten erschlossen werden. folian plant, aufgrund der guten Auftragslage mehr zu produzieren. So wird es mittelfristig die Aufgabe sein, die Produktionskapazitäten zu steigern und kurzfristig die Produktivität durch Optimierungen an den Maschinen zu verbessern.

 

Wendorf, 31.01.2025

folian gmbh

Wolfgang Thißen, Geschäftsführer

Feststellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde am 04. Februar 2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.