Autohaus Ratzel GmbH
Gereut 2, 73119 Zell unter Aichelberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rainer Willi Pfefferle seit 13.5.2019 | Prokura |
Stephanie Ratzel seit 16.2.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Ratzel GmbHZell unter AichelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Autohaus Ratzel GmbH wurde 1950 gegründet. Bis heute ist das Unternehmen vollumfänglich, nunmehr in 3. Generation, in Familienbesitz und familiengeführt. Am 01.10.2016 übergab Herr Friedrich Wilhelm Ratzel das Unternehmen an die nächste Generation. Seitdem leiten Stephanie und Friedrich Karl Ratzel das Unternehmen. Die Übergabe wurde von langer Hand geplant und die Folgegeneration war bereits seit einigen Jahren in Führungsfunktionen mit den kommenden Aufgaben vertraut. Das Unternehmen bietet folgende Produkte und Dienstleistungen an: Es bestehen Vertriebsverträge für die Marken
sowie Serviceverträge für die Marken
Der Ersatzteileverkauf erfolgt über zwei Vertriebswege:
Diese Kunden werden täglich zweifach über insgesamt sieben Touren beliefert. Der Bereich Service besteht aus den Fachbereichen
Der Verkauf von Neuwagen erfolgt sowohl innerhalb des Verkaufshauses, als auch im Außendienst. Die Vermarktung von gebrauchten Automobilen erfolgt am Standort an Kunden, die das breite Angebot schätzen, sowie zum überwiegenden Teil über die bekannten Internetportale. Finanzprodukte, wie Finanzierungen und Leasing von neuen und gebrauchten Fahrzeugen, Versicherungen, Wartungsverträge werden an die Volkswagen Financial Services AG vermittelt. Das Leistungsspektrum umfasst ebenfalls die Bereitstellung von Mietfahrzeugen, eine Portalwaschanlage sowie das Dienstleistungsangebot für Fahrzeugaufbereitungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung Automobilmarkt (Deutschland) Die Zahl der neuzugelassenen Pkw in Deutschland lag 2023 bei 2.844.609 Fahrzeugen. Das entspricht einem Plus von 7,3% zum Vorjahr. Dies liegt insbesondere an der sich verbessernden Liefersituation der Hersteller, diezumindest anteilig den hohen Auftragsbestand reduzieren konnten. Volkswagen erreichte mit einem Markenplus von 7,9 % einen Marktanteil von 18,2%. Der Anteil der gewerblichen Zulassungen lag mit 67,1 % 12,4% über dem Vorjahr. Der Anteil an privaten Zulassungen sank um 1,9% auf 32,8%. Die Besitzumschreibung in Deutschland lagen 2023 bei 6.030.874 (+6,9%) zum Vorjahr. Der gesamte Pkw Bestand in Deutschland belief sich zum Jahresende auf 49,1 Mio Fzge. Der Anteil der deutschen Marken lag bei 62,4 %. Die Fahrzeugdichte wurde mit 719 Fzge./1000 Einwohner erfasst. Quelle: KBA (Kraftfahrtbundesamtes) Auch für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 galt die Situation der Vorjahre, dass die Lieferfähigkeit der Hersteller das Verkaufsgeschäft massiv beeinträchtigte. Kundenbestellungen konnten nicht erfüllt werden, weil völlig unklare und ständig veränderte Liefersituationen die Kunden verunsichert und verärgert haben. Modelle wurde plötzlich nicht mehr gebaut, was die Handlungsfähigkeit belastet hat. Der gewerbliche Gebrauchtwagenmarkt war erneut gekennzeichnet von fehlender Ware. Einschränkungen aus der Coronazeit, z.B. Kurzarbeit etc. waren überwunden. Es konnte im Rahmen der personellen Möglichkeiten und derherstellerbedingten Einschränkungen gearbeitet werden. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Autohaus Ratzel GmbH Einleitend ist anzumerken, dass im Gegensatz zu der allgemeinen Betrachtung des deutschen Automobilhandels das Geschäftsjahr der Autohaus Ratzel GmbH abweicht und sich jeweils vom 1. Oktober bis 30. September erstreckt. Das Geschäftsmodell des Unternehmens wurde im Betrachtungszeitraum nicht angepasst. asdfasdf a) Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse betrugen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 26.351 TD€. Im Vorjahr lagen diese bei 23.296 TD€. Dies entspricht einem Umsatzzuwachs von 13,1%. Die Umsatzrendite (Jahresergebnis x 100/Umsatzerlöse) lag mit 679 TD€ zu 611 TD€ im Vorjahr, jeweils bei 2,6 %. Der Jahresüberschuss hat sich somit um 68 TD€, d.h. um 11,1 % erhöht. Im Betrachtungszeitraum wurden 384 Einheiten VW PKW (neu) und 149 Einheiten VW Nutzfahrzeuge (neu) ausgeliefert. Die Verkaufszahlen des abgeschlossenen Geschäftsjahres:
Gebrauchtwagen (Fzge) 419 338 Die Auslieferung von neuen VW Pkw lag um 84 Fahrzeuge (28 %) über dem Vorjahr, die von Nutzfahrzeuge um 1 Fahrzeuge (0.66 %) unter dem des Vorjahres. Die Auslieferung von Gebrauchtwagen konnte um 81 Fahrzeuge (+ 23,96%) gegenüber dem Vorjahr verbessert werden.
Die Umsätze sind bei Neuwagen um 1.096 TD€ (17%) gestiegen, bei Gebrauchtwagen um 166 TD€ (-2,69%) gesunken. Die Serviceerlöse reduzierten sich um 39 TD€ (-1,62 %). Der Teileumsatz hingegen konnte um 2.381 TD€ (+26,37%) gesteigert werden. b) Ertragslage - Betriebsergebnis
Die Umsatzerlöse betrugen 26.352 TD€ zum Vorjahr 23.269 TD€. Die Steigerung 3.056 TD€(13.1%). Das Jahresergebnis konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gesteigert werden. Von 611 TD€ des Vorjahres auf 679 TD€ (+ 68 TD€ =11,1%). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 200 TD€ auf 266 TD€ (+66 TD€ = + 33%). Der Materialaufwand ist vom Vorjahr 16.295 TD€ auf 18.235 TD€ (+1.940 TD€ = + 11,9%) angewachsen. Der Personalaufwand ist auf 3.949 TD€ von 3.491 kommend gestiegen. Dies bedeutet einen Zuwachs von 458 TD€ (13,1%). Die Abschreibungen im Geschäftsjahr betrugen 598 TD€ zu 479 TD€ im Vorjahr (+119 TD€ = + 24,8%). Sonstige betriebliche Aufwendungen veränderten sich von 2.534 TD€ aus dem Vorjahr auf 2.733 TD€ (+199 TD€ = 7,9%). Das Finanz und Beteiligungsergebnis hat sich von 62 TD€ auf 146 TD€ verändert, was einem Zuwachs von 84 TD€, bzw. 135,5% entspricht. c) Finanzlage Die Finanzlage darf erneut als gut eingeschätzt werden. Der Cashflow (Berechnung siehe unten) aus der abgelaufenen Geschäftsperiode konnte deutlich gesteigert werden und beträgt 1.421 TD€ zu 395 TD€ im vorangegangenen Geschäftsjahr. Mit dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit können alle geplanten Investitionen finanziert und die Verpflichtungen gegenüber Kapitalgebern bedient werden. Ersichtlich ist, dass das Unternehmensergebnis erneut gesteigert werden konnte.
d) Vermögenslage (Bilanz) - wesentliche Bilanzposten Aktiva
Die Vorräte sind zur Vorperiode von 3.226 TD€ auf 4004 TD€, somit um 778 TD€ (+24,12%) angewachsen. Das Eigenkapital hat sich um 680 TD€ erhöht. Trotz der um 21 % erhöhten Bilanzsumme (+1.394 TDE) bleibt die Eigenkapitalquote bei 47,76%. e) Vermögensstruktur
f) Kapitalstruktur
Das Eigenkapital der Gesellschaft ist auf Grund des erneut zugeführten positiven Geschäftsergebnisses 680 TD€ von 3.157 TD€ auf 3.837 TD€ (+ 21,5%) angestiegen. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bei den Leistungsindikatoren liegt der Fokus für das kommende Wirtschaftsjahr nach wie vor auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite und den Cashflow heran. Die Eigenkapitalrendite (Jahresergebnis x 100/Eigenkapital) beträgt im Geschäftsjahr 17,7 % (Vorjahr 19,3 %). III. Gesamtaussage Gesamtheitlich hat sich die Situation auch in den Autohäusernbisher nicht vollumfänglich von Corona sowie den Lieferketten- und Personalproblemen erholen können. Jedoch ist die Tendenzerkennbar positiv. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hat sich erneut verbessert. Sowohl Umsatz, als auch Jahresergebnis sind gestiegen und durch Einbringen des Ergebnisses ist das Eigenkapital ebenfalls gestärkt. Der Cash Flow ist nennenswert angewachsen. Somit sind alle erforderlichen Maßnahmen des laufenden Geschäftsbetriebs abgesichert. Der Geschäftsbereich Neuwagen wird seitens der Hersteller verstärkt auf Agenturbasis umgestellt, sodass auch bei guten Verkaufsgeschäften dies nicht im Umsatz erkennbar ist. Dies verfälscht zukünftig zunehmend Finanzkennzahlen die auf Umsatzbasis gerechnet werden. Der Gebrauchtwagenbestand konnte wieder anteilig aufgefüllt werden. Die wirtschaftlichen Ergebnisse sind bei leicht gesunkenem Umsatz gut. Wirtschaftlicher Zukauf von Ware ist weiterhin nicht im gewünschten Umfang möglich. Ein täglicher Liquiditätsstatus, sowie vorausschauende Finanzplanung sichern die von jeher stabile Liquidität des Unternehmens. Alle Verbindlichkeiten werden ausnahmslos innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. Bei Lieferantenverbindlichkeiten werden stets mit Skonto beglichen. Der Ausschöpfungsgrad der Kreditlinien liegt zwischen 25% und 53 %. IV. Prognosebericht Es ist in der aktuellen Situation nicht möglich zuverlässige Prognosen zu erstellen. Zu groß sind die politischen Kursschwankungen, die unkalkulierbaren politischen Markteinflüssen (z.B. adhoc Wegfall der Umweltprämie) und die daraus resultierende Marktstimmungen. Der Automobilverkauf ist nach wie vor belastet von anhaltenden Lieferproblematiken der Hersteller, dass verschiedene verkaufte Modelle nicht geliefert werden können, plötzlich aus dem Programm fallen, Folgemodelle nicht fristgerecht erscheinen. Die Verkaufsstimmung im gewerblichen Bereich ist erkennbar positiver. Es werden zunehmend Ersatzbeschaffungen getätigt. Der Focus richtet sich jedoch auch auf den Arbeitsmarkt. So wird es dauerhaft existenziell wichtig sein, genügend und auch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende zu loyalisieren. Qualifizierte Ausbildung ist hier von hoher Wichtigkeit. Gleichzeit gilt es die belastende Kostenentwicklung vorrangig für Energie, aber auch für Personal betriebswirtschaftlich im Blick zu behalten mit vor dem Hintergrund, dass die Dienstleistungen bezahlbar bleiben müssen. Zusammenfassend ist es gelungen wirtschaftlich stabil durch die markttechnisch äußerst schwierigen, vergangenen Jahre zu steuern. Es konnten etliche dringlich gesuchte Mitarbeiter gewonnen werden. Die Prognose des Vorjahres, das Ergebnis zu steigern ist gelungen. Der Umsatz erhöhte sich durch nennenswerte Auflösung des Produktionsstaus der Hersteller. Für das neue Wirtschaftsjahr rechnen wir mit einer etwa 8 %igen Umsatzsteigerung. Auch das geplante Ergebnis liegt über den Planungen des Vorjahres. Dies unter Berücksichtigung zu erwartender Kostensteigerungen. Perspektivisch sehen wir die Branche weiterhin in einer Phase der Konsolidierung. Die Autohaus Ratzel GmbH als inhabergeführtes Unternehmen kann und wird auf die Marktveränderungen reagieren. Die Planungsansätze sind realistisch, so wie motiviert und wurden in den vergangenen Jahren stets vom tatsächlichen Ergebnis übertroffen. Der Fahrzeugvertrieb über Handelsbetriebe wird auch weiterhin Bestand haben. V. Chancen und Risiken Kurz- bis mittelfristig bestehende Risiken: Nach wie vor ist die größte Herausforderung das Finden von qualifizierten Mitarbeitern und die Loyalisierung des bestehenden Teams. Insbesondere gilt es auch Führungskräfte zu generieren und zu qualifizieren, die kompetent und erfolgreich Fachbereiche steuern können. In der Aufgabe Auszubildende zu finden, die sowohl im technischen, als auch im kaufmännischen Bereich die Fachkräfte von morgen sindliegt hohes Augenmerk. Weiterhin besteht Abhängigkeit von den Produktstrategien und der Lieferfähigkeit der Hersteller. Jedoch sind wir zuversichtlich, dass die Marken von Volkswagen auch zukünftig ihre Marktführerschaft bewahren wollen und uns insofern marktfähige Produkte zur Verfügung stellen werden. Die explodierten Energiekosten belasten das wirtschaftliche Ergebnis. Insofern hat sich das Unternehmen für unterstützende Eigenstromerzeugung entschieden. Mittel- bis langfristig bestehende Risiken: Automobilberufe verlieren an Attraktivität, nachdem politisch und gesellschaftlich das Automobil zunehmend belastet wird. Der Stellenwert des Automobils, oder selbst der Erwerb des Führerscheins hat bei der jungen Generation an Bedeutung verloren. Gleichzeitig ist es vor Allem im ländlichen Bereich unabdingbar für Flexibi- lität und Unabhängigkeit. Dem zunehmenden Wunsch der Menschen nach Arbeits flexibilität und Work Life Balance können wir, auf Grund von erforderlichen Öff- nungszeiten als Dienstleister, nur zunehmend herausfordernd gerecht wer den.Leistungsträger zu finden und zu generieren ist wie in anderen Branchen auch für die Autohaus Ratzel GmbH eine bleibende Herausforderung. Kurz- bis mittelfristige Chancen: Trotz vielfacher Versuche der Hersteller, den Direkthandel zu forcieren ist dies zumindest bei den Volumenherstellern, sowie insbesondere in den Feldern Freizeit- und Nutzfahrzeuge nicht gelungen. Die Kundenlegen bei derartig großen Investitionen Wert auf fachkompetente Beratung und einen Partner vor Ort. Das Angebot des Unternehmens im Aftersales Bereich mit den zusätzlichen Marken Skoda, Cupra und Seat führt zu mehr Kundenkontakt mit Folgegeschäften. Die nach wie vor deutliche Expansion des Bereichs NORA, d.h. Belieferung von externen Werkstätten mit Ersatzteilen mit einem starken Außendienst ist nach wie vor ein besonderer Leistungsbaustein des Autohauses. Mittel- bis langfristige Chancen: Mit vielen langjährig erfahrenen Mitarbeitern im Kundenkontakt und Servicebereich ist das Unternehmen regional verwurzelt. Durch laufende Investitionen in Erscheinung, Gebäude und Ausstattung ist die Außenwirkung modern und attraktiv in exponierter Lage amhochfrequentierten Autobahnzubringer. Als aktiver und attraktiver Ausbildungsbetrieb konnte das Unternehmen bisher stets die Ausbildungsstellen erfolgreich besetzen. Vielfach erfolgt eine anschließende Übernahme. Als marktstabiles und zukunftsfähiges Unternehmen ist die Autohaus Ratzel GmbH auch ein attraktiver Arbeitgeber. Die Struktur der Kunden ist vielseitig, sodass keine existenzielle Abhängigkeit besteht. Viele Einzel- und Privatkunden, eine vielfältige Gewerbe- und Großkundenstruktur gewährleisten Stabilität und Ausgewogenheit. Als inhabergeführtes Familienunternehmen ist die Autohaus Ratzel GmbH in der Lage, sich schnell und flexibel an sich verändernde Marktbedingungen anzupassen. Die solide Eigenkapitalquote trägt zum Fortbestand des Unternehmens bei.
Zell u. A., 13. Mai 2024 Geschäftsführung Friedrich Karl Ratzel Stephanie Ratzel BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der Autohaus Ratzel GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) in der Fassung des BilRUG aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zusätzlich durch eine ausreichende bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzins von 1,81 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen sind mit 0,0 % p.a. eingerechnet. Aufgrund der, mit der Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 2 S. 1 HGB einhergehenden, Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre statt dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre resultiert ein Unterschiedsbetrag und von der Ausschüttungssperre erfasster Betrag in Höhe von 4.508,00 Euro. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Eigenkapital und Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. Pensionsrückstellungen
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (469 TEuro), Restwertverpflichtungen (241 TEuro), Hagelschaden (25 TEuro), Überbrückungshilfen (60 TEuro) und Gewährleistungen (16 TEuro). Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht eine Sicherungsübereignung der Fahrzeuge. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Unter der Position sonstige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 444.277,92 Euro (Vorjahr: 139.255,90 Euro) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 3.310,03 Euro (Vorjahr: 3.120,24 Euro) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus der Anmietung von Geschäftsräumen bestehen jährliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 465 TEuro (Vorjahr: 465 TEuro). Rücknahmeverpflichtungen aus Finanzierungsausläufern für das folgende Geschäftsjahr nach Bilanzstichtag in Höhe von 1.139 TEuro (Vorjahr: 2.112 TEuro). Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen für Altersvorsorge In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 65.986,86 Euro (Vorjahr: 96.603,67 Euro) enthalten. Verbundene Unternehmen Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit 134,14 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit 1.888,19 Euro (Vorjahr: 1.784,60 Euro) verbundene Unternehmen. Abzinsung von Rückstellungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von 6.549,00 Euro (Vorjahr: 7.912,00 Euro) Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen. D. Sonstige Angaben Angaben über Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitsnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren während des gesamten Geschäftsjahres bestellt: Herr Friedrich Karl Ratzel, (Geschäftsführer after-sales), Weilheim an der Teck Frau Stephanie Ratzel, (Geschäftsführerin Vertrieb), Weilheim an der Teck Die Geschäftsführer sind befugt, die Gesellschaft alleine zu vertreten. Die Geschäftsführer sind von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Nach Ende des Geschäftsjahres zum 30.9.2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Zell u. A., 15. März 2024 Autohaus Ratzel GmbH Geschäftsführung Friedrich Karl Ratzel Stephanie Ratzel Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 04. Juli 2024 wird der Jahresabschluss zum 30. September 2023 genehmigt und festgestellt.
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahreabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Autohaus Ratzel GmbH, Zell unter Aichelberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Ratzel GmbH,- Zell unter Aichelberg - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Ratzel GmbH, Zell unter Aichelberg für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Waiblingen, 14. Juni 2024 AHB
- GmbH
Günther Adelmann, Wirtschaftsprüfer |
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