Magwitz Capital UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Franz-Josef Münkel seit 16.5.2024 | Vorsitzender des Vorstands |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Luko Insurance AGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz
Für Versicherer nur TextinformationenLagebericht
A. Grundlagen der Gesellschaft A.1 Unser Unternehmen Die Luko Insurance AG (bis 9. März 2022: Coya AG) ist ein digitaler Versicherer mit der Zulassung zum Geschäftsbetrieb bestimmter Sparten der Schaden- und Unfallversicherung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Anfang 2022, als wir noch als Coya AG aufgetreten sind, haben wir uns mit der französischen Luko-Gruppe zusammengeschlossen. Der Erwerb aller unserer Geschäftsanteile durch die französische Gesellschaft Demain ES S.A.S. (Demain) - die Muttergesellschaft der Luko-Gruppe - wurde von der BaFin Anfang 2022 genehmigt und vollzogen. Als Teil der Luko-Gruppe treten wir seitdem als europaweiter, digitaler Versicherer auf. Durch den Zusammenschluss entstand ein digitaler Versicherungsanbieter mit über 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mehr als 400.000 Kundinnen und Kunden. A.2 Unsere organisatorische und rechtliche Struktur Wir sind eine Kapitalgesellschaft in der Form einer nicht-börsennotierten Aktiengesellschaft mit Firmensitz in Berlin. Unser Unternehmen ist Teil einer Gruppe. Zum 31.12.2023 wurden sämtliche unserer Aktien von Demain gehalten. Wir selbst halten keine Anteile an anderen Unternehmen. Im Jahr 2023 ergaben sich folgende personelle Veränderungen im Vorstand der Luko Insurance:
Zum 31. Dezember 2023 bestand der Vorstand der Luko Insurance aus zwei Mitgliedern:
A.3 Unsere Vision und Ziele Unsere Vision und Ziele wurden im Berichtsjahr maßgeblich durch Ereignisse auf Ebene unserer Muttergesellschaft bestimmt: Aufgrund des angespannten Marktumfelds und der ausstehenden Schulden unserer französischen Muttergesellschaft Demain E.S. hat Demain im Juni 2023 ein französisches "Sauvegarde-Verfahren" eingeleitet, nachdem geplante Finanzierungsrunden in 2022/23 nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Wir mussten folglich aufgrund der Finanzprobleme des Alleineigentümers eine langfristig tragfähige Lösung für unsere Kundinnen und Kunden finden. Das Sauvegard-Verfahren zielt darauf ab, die Kapitalstruktur notleidender Unternehmen zu restrukturieren und zu reorganisieren. Zu diesem Zweck wurde Mitte 2023 ein "Sauvegarde"-Plan ausgearbeitet, demzufolge Luko Cover und das französische Versicherungsportfolio von Luko Insurance an einen britischen Versicherer übertragen werden sollten. Dieser Plan wurde jedoch seitens des britischen Versicherers Mitte Oktober 2023 aufgegeben. Da das deutsche Versicherungsgeschäft nicht Bestandteil dieses Plans war, schlossen wir einen separaten Bestandsübertragungsvertrag mit Getsafe am 23. Oktober 2023 ab. Alle deutschen Kundinnen und Kunden der Luko Insurance werden seither von Getsafe betreut. Die damit verbundenen Versicherungsrisiken stehen rückwirkend zum 1. Januar 2023 nicht mehr in der Bilanz der Luko Insurance. Deshalb betreiben wir momentan kein Versicherungsgeschäft in Deutschland. Zur Sicherung einer tragfähigen Lösung für unsere französischen Kundinnen und Kunden schlossen wir im November 2023 anstelle des britischen Versicherers mit der Allianz Direct einen Bestandsübertragungsvertrag, demzufolge der französische Kundenbestand (nach Genehmigung durch die BaFin im Laufe des Jahres 2024) mit vorgesehener wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2024 an die Allianz Direct übertragen werden soll. Die Allianz Direct legte zudem Ende 2023 (im Rahmen des auf das Sauvegard-Verfahren folgende Zwangsverwaltungsverfahren Redressement Judiciaire, kurz: RJ) für Demain und die Servicegesellschaft Luko Cover ein Angebot vor, durch das die Allianz Direct die Mehrheit der Vermögenswerte von Demain und Luko Cover, einschließlich des Managing-General-Agent- (MGA) Vertrags zwischen Luko Insurance und Luko Cover, erhielt. Das zuständige französische Handelsgericht in Bobigny genehmigte im Januar 2024 dieses Angebot der Allianz Direct, mit Wirkung zum 1. Februar 2024. Somit ist Allianz Direct seit dem 1. Februar 2024 unser Vermittler und Dienstleister für den Kundenservice. Wir konzentrieren uns seitdem darauf, die Übertragung des französischen Versicherungsbestands auf die Allianz Direct vorzubereiten und in der Zwischenzeit neben dem Kundenservice alle regulatorischen und rechtlichen Anforderungen zu erfüllen. A.4 Unsere Kunden Lukos wichtigste Zielgruppe sind Millennials (Generation Y). Lukos Produkte und Dienstleistungen sollen auf diese Kundengruppe ausgerichtet sein. Allerdings schließen wir andere wichtige Kundengruppen nicht aus. Insbesondere bei der Zielgruppe der "Generation X" ist ein klarer Trend zur Nutzung digitaler Versicherungslösungen zu erkennen, den Luko bedienen kann. Ferner wurden auch Personen, die vorübergehend außerhalb ihres Heimatlandes in unseren Märkten leben und arbeiten (sogenannte "Expatriates", kurz: Expats), als Zielgruppe definiert. A.5 Unsere Produkte Unsere Strategie konzentriert sich nicht ausschließlich auf volldigitale Produkte, sondern umfasst auch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen. Dazu zählen flexible Verträge mit täglicher Kündigungsoption, klar formulierte Versicherungsbedingungen, die Möglichkeit zur Schadensmeldung über Smartphones sowie maßgeschneiderte Versicherungslösungen. Seit 2023 haben wir unsere geografische Reichweite eingeschränkt und bieten nun ausschließlich Versicherungsschutz für Risiken innerhalb Frankreichs an. Wir versichern die Luko "Assurance Multirisque Habitation" (Multi-Risik-Versicherung für Wohnungen, Häuser und Zweitwohnungen). Über dieses Multi-Risk-Produkt decken wir im Wesentlichen Sachrisiken (Gebäude und Hausrat) und allgemeine Haftpflichtrisiken ab. A.6 Unsere Vertriebsstrategie Die Mitarbeiter der Luko-Gruppe konzentrieren sich aktuell auf die Verwaltung der Verträge im Bestand, um ihren Versicherungsnehmern in Erwartung der Übertragung des Bestands auf die Allianz Direct die beste Servicequalität zu bieten. Die Angebote des Unternehmens werden ausschließlich online über unsere Mobilgeräte-Anwendung (App) und unsere Website angeboten. A.7 Unsere Technologie Seit Januar 2022 übernehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Luko Cover die Endkundenakquise, -betreuung und das Schadenmanagement unter der Aufsicht von Luko Insurance. Dank dieser Zusammenarbeit benötigen wir keine separaten Systeme zur Verwaltung von Versicherungspolicen oder zur Bearbeitung von Schadenzahlungen. Alle relevanten Informationen, insbesondere die Kundenkommunikation, wurden erfolgreich in die bestehende Infrastruktur der Luko-Gruppe integriert. Die Buchhaltung erfolgt weiterhin lokal durch die Finanzabteilung von Luko Insurance mit Hilfe der Buchhaltungssoftware SAP. A.8 Unsere Kapitalausstattung und Finanzkraft Als Versicherungsunternehmen müssen wir zu jedem Zeitpunkt unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Aus diesem Grund haben wir ein Risikomanagement- und Überwachungssystem eingerichtet, das die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen sicherstellen und regelmäßig überprüfen soll. Ein aktives Kapitalmanagement soll sicherstellen, dass unsere verfügbaren Eigenmittel ausreichend sind, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir erstmals einen Teil unserer liquiden Mittel in Festgeldanlagen bei der Deutschen Bank investiert. Es wurden keine Investitionen in andere Anlageformen getätigt. A.9 Unsere Verbandszugehörigkeit Wir sind Mitglied im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) sowie dem Versicherungsombudsmann e.V. B. Wirtschaftsbericht B.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Jahr 2023 verzeichnete das preisbereinigte französische Bruttoinlandsprodukt laut Angaben des französischen Statistikamts INSEE (Institut national de la statistique et des études économiques) einen Anstieg um 0,9%. Dies bedeutet eine Verlangsamung des Wachstums im Vergleich zu den Jahren 2021 und 2022, in denen das BIP um 6,4% bzw. 2,5% zulegte. Es entsprach jedoch dem allgemeinen europäischen Trend (+3,5% im Jahr 2022 und +0,5% im Jahr 2023). Gleichzeitig stieg der Verbraucherpreisindex um durchschnittlich 4,9%, was darauf hindeutet, dass die Inflation seit 2022 zwar rückläufig, aber dennoch hoch ist. Zum Vergleich: Der harmonisierte europäische Verbraucherpreisindex sank von 10,4% im Jahr 2022 auf 3,4% im Jahr 2023. B.2 Kapitalmarktentwicklung Der französische Aktienindex verzeichnete im Jahr 2023 einen Anstieg von etwa 16%, was den drittstärksten Zuwachs in den letzten 10 Jahren darstellt. Dieser bemerkenswerte Anstieg steht in Konkurrenz zu anderen Börsen, wie dem deutschen Index mit einem Anstieg von 20% oder dem italienischen Index mit einem Anstieg von 28%. Im Gegensatz dazu konnte der englische Index lediglich einen Zuwachs von 3,8% verzeichnen. Währenddessen verzeichneten französische 10-jährige Anleihen eine leichte Renditerückgang von 2,98% zu Beginn auf 2,56% am Ende des Jahres 2023. B.3 Die Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2023 Im Jahr 2023 hatten verschiedene Ereignisse einen Einfluss auf die Schadenfälle in der Schadenversicherung. Zum einen führte die Zunahme von Naturkatastrophen, hauptsächlich durch die beiden Stürme Ciaran und Domingos, sowie Überschwemmungen und das Laigne-Erdbeben zu Kosten in Höhe von 6,5 Mrd. Euro. Obwohl diese Kosten im Vergleich zu 2022 geringer waren, lagen sie immer noch weit über dem Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2019 von 3,7 Mrd. Euro. Zum anderen stieg die Schadenquote in der Versicherung von Freiberuflern und Unternehmen um 11 Prozentpunkte, hauptsächlich aufgrund von Unruhen. Etwa 17.000 Schadenfälle verursachten hier Kosten von 793 Mio. Euro. Die Beiträge in der Sach- und Haftpflichtversicherung erhöhten sich 2023 um 6,5%, was jedoch nicht zu einem Rückgang der Schaden-Kostenquote führte. Dagegen stiegen die Beiträge in der Sachversicherung lediglich um 0,6 Prozentpunkte auf 98,5%. B.4 Die relevanten Marktsegmente
C. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 hat unser Unternehmen begonnen, die gesamten französischen Kundenbestände von externen Versicherern auf die Luko Insurance AG zu übertragen. Diese Bestandsübertragung begann im Februar 2023 und zog sich über die gesamte Berichtsperiode. Wie in A3 ausgeführt, haben wir darüber hinaus beschlossen, unser deutsches Portfolio rückwirkend zum 1. Januar zu veräußern. Diese Portfoliobewegungen bewirkten, dass unsere verdienten Prämien zum Jahresende 2023 19.818 TEUR betrugen, was einen starken Anstieg im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr bedeutet. Die Übernahme des französischen Portfolios hat unsere Risiken wieder stärker auf die Feuer- und Sachversicherung konzentriert. Das deutsche historische Portfolio wurde rückwirkend zum 1. Januar im Oktober 2023 veräußert und erscheint daher nicht mehr in unseren Büchern zum 31. Dezember 2023. So belief sich unser Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 auf -3.774 TEUR, was einem Rückgang von 2.205 TEUR im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 entspricht. Dieser Rückgang der Rentabilität erklärt sich durch die Änderung des Portfolios und den dadurch verursachten Mehraufwendungen. In den nachfolgenden Abschnitten wird die Entwicklung der einzelnen Sparten weiter erläutert. Um eine verbesserte Vergleichbarkeit sicherzustellen, wurde in der Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023 (siehe Anhang, Abschnitt A) eine zusätzliche Spalte ausgewiesen. Diese zeigt die Bilanzwerte nach der Durchführung der rückwirkenden Bestandsübertragung zum 1. Januar 2023. Aufgrund der Veränderungen in unserem Kundenportfolio, insbesondere der Übernahme der französischen Kundenbestände von externen Versicherern im Jahr 2022, sind Vergleiche mit Vorjahreswerten in den folgenden Abschnitten nur eingeschränkt möglich. Zur Erleichterung der Darstellung haben wir alle in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Zahlen kaufmännisch auf volle Tausend EUR (TEUR) gerundet. C.1 Ertragslage Unsere Ertragslage ergibt sich aus den gebuchten Beiträgen, den Aufwendungen für Versicherungsfälle, dem gesamten versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem nicht-versicherungstechnischen Ergebnis. Diese Komponenten sowie die Gesamtschadenquote gelten als wichtigste Leistungsindikatoren. C.2 Verdiente Beiträge (Brutto) Die gebuchten Bruttobeiträge verzeichneten im Geschäftsjahr einen starken Anstieg aufgrund der Übernahme des französischen Portfolios zu Jahresbeginn und erreichten einen Wert von 19.818 TEUR, was einem Anstieg von 235% entspricht. Dieser Anstieg ist vor allem auf das Wachstum im Segment der Feuer- und Sachversicherung zurückzuführen. Der Anteil der Rückversicherung sank leicht von 82% auf 77%. Bereinigt um Rückversicherungseffekte betrugen die gebuchten Prämien 4.534 TEUR. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung (in Tsd. Euro)
C.3 Aufwendungen für Versicherungsfälle Die Übernahme des französischen Portfolios zu Jahresbeginn hatte einen signifikanten Einfluss auf die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle im Berichtsjahr. Diese erhöhten sich von 4.575 TEUR im Vorjahr auf 15.854 TEUR. Dieser Anstieg wurde hauptsächlich durch die Wohngebäudeversicherung mit einem Anteil von 10.383 TEUR (Vorjahr: 111 TEUR) sowie der Hausratversicherung mit einem Anteil von 4.557 TEUR (Vorjahr: 476 TEUR) getrieben. Der Anteil der direkten Schadenaufwendungen stieg ebenfalls deutlich an und belief sich am Ende des Berichtsjahres auf 15.720 TEUR im Vergleich zu 4.386 TEUR im Vorjahr. Auch hier war die Entwicklung hauptsächlich auf die Wohngebäudeversicherung mit 10.342 TEUR (Vorjahr: 106 TEUR) sowie auf die Hausratversicherung mit 4.529 TEUR (Vorjahr: 440 TEUR) zurückzuführen. Infolgedessen stieg die Brutto-Schadenquote entsprechend von 83% auf 97%. Nach Abzug der Rückversicherung hatten wir eine Schadenbelastung von 4.549 TEUR, was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Jahr 2022 bedeutet, in dem die Schadenaufwendungen lediglich 1.329 TEUR betrugen. C.4 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Die dem Versicherungsgeschäft zuzurechnenden Kosten stiegen mit 4.479 TEUR ebenfalls stark an, verglichen mit 2.140 TEUR im Jahr 2022. Diese Veränderung ist größtenteils auf die Abschlussaufwendungen, sprich Provisionszahlungen für die Vermittlung von Versicherungsverträgen, zurückzuführen, die infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens gegenüber dem Vorjahr von 932 TEUR auf 3.582 TEUR anstiegen. Im Verhältnis zu den verdienten Prämien sank die Brutto-Kostenquote von 39% im Jahr 2022 auf 28% in diesem Jahr - auch ein Ergebnis der fortlaufenden Bemühungen um Kostenoptimierung. C.5 Versicherungstechnisches Ergebnis Unser versicherungstechnisches Bruttoergebnis belief sich im Geschäftsjahr auf -4.047 TEUR und verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr (-1.267 TEUR) um -2.780 TEUR. Maßgeblich hierfür waren die gestiegenen Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle aufgrund der Übernahme der französischen Kundenbestände in 2023. Diese stiegen im Berichtsjahr um 11.279 TEUR auf 15.854 TEUR (Vorjahr: 4.575 TEUR) an. Das Rückversicherungsergebnis belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 759 TEUR, im Gegensatz zu einem Ergebnis von -303 TEUR im Vorjahr. Hervorzuheben ist hierbei die Beendigung eines unserer Quoten-Rückversicherungsverträge zum 30. September 2023. Unser versicherungstechnisches Nettoergebnis vor und nach Schwankungsrückstellung belief sich auf -3.774 TEUR (Vorjahr: -1.668 TEUR). C.6 Nicht-Versicherungstechnisches Ergebnis und Gesamtergebnis Unser nicht-versicherungstechnisches Ergebnis umfasst in erster Linie Verwaltungskosten, die dem Versicherungsgeschäft nicht zuzuordnen sind. Hierunter fallen insbesondere Kosten für die Vergütung des Aufsichtsrats, Rechts- und Steuerberatungskosten oder Jahresabschlusskosten. Im Geschäftsjahr betrugen diese Kosten 2.208 TEUR, was einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 2.672 TEUR entspricht. Im Jahr 2023 verzeichneten wir darüber hinaus ein außerordentliches Ergebnis von -1.215 TEUR. Dieses resultierte einerseits aus den Aufwendungen für den Verkauf des deutschen Kundenportfolios an die Getsafe GmbH (Getsafe) sowie aus der Ausbuchung des verbliebenen versicherungstechnischen Ergebnisses, das dem deutschen Kundenportfolio zuzuordnen ist, jedoch nicht Teil der Bestandsübertragung an Getsafe war. Zusätzlich umfasst dieser Betrag Aufwendungen für Beratungsleistungen sowie zurückgestellte Abfindungs- und Bonuszahlungen. Außerdem erzielten wir zum ersten Mal ein Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von 106 TEUR. Da wir für die vergangenen Jahre weiterhin einen kumulierten Verlustvortrag aufweisen, entfielen keine Steuern auf das Jahresergebnis. Dementsprechend ergab sich am Jahresende ein Fehlbetrag in Höhe von 6.596 TEUR (Vorjahr: 3.306 TEUR). C.7 Entwicklung der Sparten Im Folgenden stellen wir die Entwicklung unserer wichtigsten Versicherungszweige im Jahr 2023 dar. C.7.1 Hausratversicherung Selbst abgeschlossenes Geschäft (in TEUR)
Im Geschäftsjahr verzeichneten wir in der Hausratversicherung ein Wachstum der verdienten Brutto-Beiträge von 627 TEUR auf insgesamt 4.932 TEUR. Dieser Anstieg ist größtenteils auf die Übertragung der gesamten französischen Kundenbestände von externen Versicherern auf die Luko Insurance AG im Jahr 2023 zurückzuführen. Auch die Brutto-Aufwendungen stiegen infolge der Übernahme der französischen Kundenbestände von 476 TEUR auf 4.557 TEUR an. Die Schaden-Kosten-Quote sank leicht von 130% auf 120%, was vor allem auf zwei gegenläufige Effekte zurückzuführen ist: dem Anstieg der Brutto-Schadenquote um 16 Prozentpunkte auf 92% (Vorjahr: 76%) und einem Rückgang der Kostenquote von 55% auf 27% in 2023. Die Voraussetzungen für die Bildung einer Schwankungsrückstellung waren nicht gegeben. Das versicherungstechnische Ergebnis nach Schwankungsrückstellungen lag am Ende des Jahres bei -1.260 TEUR (Vorjahr: -264 TEUR). C.7.2 Wohngebäudeversicherung Selbst abgeschlossenes Geschäft (in TEUR)
Im Bereich der Wohngebäudeversicherung stiegen die verdienten Brutto-Beiträge infolge der Übertragung der französischen Kundenbestände an uns um 9.174 TEUR auf 9.263 TEUR an. Dies führte zu einem Anstieg der Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle um 10.272 TEUR. Die Brutto-Schadenquote verbesserte sich dabei auf 112% im Vergleich zum Vorjahr von 124%. Die Brutto-Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich aufgrund der Übertragung der Bestände und der damit verbundenen höheren Abschluss- und Bestandsprovisionen um 2.421 TEUR. Das versicherungstechnische Ergebnis betrug im Berichtsjahr -2.365 TEUR im Vergleich zum Vorjahr von -55 TEUR. C.7.3 Haftpflichtversicherung Selbst abgeschlossenes Geschäft (in TEUR)
In der Haftpflichtversicherung stiegen die Prämien am Ende des Geschäftsjahres um 64% auf 1.805 TEUR (Vorjahr: 1.101 TEUR). Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 504 TEUR. Die Brutto-Schadenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozentpunkte auf 49% (Vorjahr: 35%) an, während die Schaden-Kostenquote aufgrund der verbesserten Kostenquote (2022: 54% versus 2023: 30%) um 10 Prozentpunkte auf 79% sank. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr auf -140 TEUR (Vorjahr: -425 TEUR). C.7.4 Sonstige Schadenversicherung Selbst abgeschlossenes Geschäft (in TEUR)
Nach der Übertragung des deutschen Portfolios an Getsafe versichern wir diesen Versicherungszweig nicht mehr. C.8 Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der Luko Insurance AG, dass die Gesellschaft bei dem im vorstehenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde." D. Vermögenslage D.1 Kapitalanlagenbestand Im Geschäftsjahr 2023 haben wir erstmals in Festgeldanlagen investiert, die ein Gesamtvolumen von 7.008 TEUR umfassten und Laufzeiten zwischen 1 und 6 Monaten hatten. Diese Anlagen wurden ab August 2023 bei der Deutschen Bank platziert. Im Zeitraum vom 1. August bis zum 31. Dezember konnten wir durch diese Anlagen Zinseinnahmen in Höhe von 106 TEUR erzielen. E. Finanzlage E.1 Kapitalstruktur Zum Stichtag verfügten wir über Eigenkapitalmittel in Höhe von 8.160 TEUR (Vorjahr: 14.756 TEUR). Dieser Rückgang erklärt sich durch die Verluste im Jahr 2023. Wir haben in diesem Jahr keine Kapitalmaßnahmen durchgeführt. Als weitere wesentliche Positionen beinhalten die Passiva die versicherungstechnischen Rückstellungen mit 5.464 TEUR (Vorjahr: 939 TEUR), die anderen Rückstellungen mit 543 TEUR (Vorjahr: 411 TEUR) und die anderen Verbindlichkeiten mit 2.949 TEUR (Vorjahr: 1.293TEUR). Die Aktiva betrugen zum Jahresende 17.117 TEUR (Vorjahr: 18.209 TEUR). Die größten Posten bilden hier Guthaben bei Banken mit 7.333 TEUR (Vorjahr: 15.426 TEUR). E.2 Beschränkungen in der Verfügbarkeit von Finanzmitteln Beschränkungen in der Verfügbarkeit von Finanzmitteln lagen in 2023 nicht vor. E.3 Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Im Jahr 2023 haben wir keine Finanzierungsgeschäfte getätigt. Während die Betriebskosten durch den geplanten Portfoliotransfer des verbleibenden französischen Portfolios erheblich gesenkt werden konnten, fielen bei der Sicherstellung der notwendigen Rückversicherungsdeckung höhere Kosten als erwartet an, was sich auf die Eigenmittel auswirkt. E.4 Liquidität Zum Jahresende 2023 verfügten wir über liquide Mittel in Höhe von 7.333 TEUR (Vorjahr: 15.426 TEUR). Die Liquidität war während des Geschäftsjahres zu jedem Zeitpunkt gesichert. Dazu fand ein regelmäßiger Review der Finanzmittelausstattung statt, die den Ausgaben gegenübergestellt wurde. F. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Das Jahr 2023 war ein Jahr großer Veränderungen für unser Unternehmen. Wir holten uns im Laufe des Februars 2023 das französische Portfolio von den externen Versicherern zurück, um unser Geschäft auf Frankreich zu konzentrieren und unsere Partnerschaft mit Luko Cover zu besiegeln. Dieser Portfoliotransfer ermöglichte es uns, unser Geschäftsvolumen im Geschäftsjahr 2023 stark auszuweiten. Aufgrund der Schwierigkeiten von Demain (siehe Abschnitt A.3) haben wir die Entscheidung getroffen, das deutsche Portfolio an Getsafe zu übertragen; diese Übertragung erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2023. Der Vorstand sieht für das nächste Geschäftsjahr zwei Szenarien vor, die im Abschnitt I. Prognosebericht dieses Berichts näher erläutert werden. G. Risikobericht G.1 Risikomanagementsystem Unser Kerngeschäft als Versicherungsunternehmen besteht darin, bestimmte Risiken unserer Kundinnen und Kunden zu übernehmen und ihre Beiträge angemessen für zukünftige Schadensfälle anzulegen. Gleichzeitig sind wir als Start-up selbst gewissen Risiken ausgesetzt, die es zu berücksichtigen und zu steuern gilt. Das setzt ein angemessenes Risikomanagementsystem voraus. Unsere Geschäftsstrategie legt fest, wie viel Kapital wir dem Risiko aussetzen wollen und in welchen Risikoklassen dies geschehen soll (z. B. Marktrisiko und versicherungsmathematisches Risiko). Dieses Verfahren bezeichnet man allgemein als Risikobereitschaft, die in unserer Risikostrategie definiert ist. Wie wir mit den eingegangenen Risiken umgehen, ist Gegenstand unserer Risikomanagement - Richtlinie. Wir haben ein dezentrales Risikomanagementsystem implementiert, das grundsätzlich vorsieht, dass Risiken dort gesteuert und verantwortet werden, wo sie auftreten können. Dies betrifft alle operativen Einheiten im Bereich Betrieb, da diese für ihre Prozesse, Daten und Risiken zuständig sind. Risiken werden kontinuierlich ermittelt, gemessen, gesteuert, überwacht und gemeldet. Es gibt einen konsistenten Risikobewertungsprozess, der vom Risikomanagement koordiniert wird, um neue Risiken in Bezug auf das Unternehmen oder kurzfristige projektspezifische Risiken zu identifizieren. Der Bewertungsprozess verwendet eine Wahrscheinlichkeits- und Schweregradmethode, um das Ausmaß des Risikos zu quantifizieren. Grundsätzlich bewerten wir unsere Risiken mindestens vierteljährlich im Rahmen des Risikobewertungsprozesses, um festzustellen, ob wir Risiken in Kauf nehmen oder sie durch Maßnahmen zur Risikominderung oder verstärkte Kontrollen verringern werden. Dies kann z.B. eine Entscheidung sein, nicht in eine bestimmte Anlageklasse zu investieren oder ein bestimmtes Ereignis nicht über unser Versicherungsprodukt abzudecken. Die Risiken sind in unserem Risikoinventar definiert. Wir verwenden den Grundsatz der drei Verteidigungslinien ("3 Lines Of Defense"), um die Risikosteuerung zu definieren und zu verankern. Die Struktur bildet die Grundlage für eine wirksame Aufgabentrennung zwischen den Geschäftsbereichen, die Risiken eingehen, und den Risikofunktionen, die unabhängig Risikokontrollen durchführen. Wir verfügen über ein internes Kontrollsystem (IKS), das die Einhaltung aller Vorschriften gewährleistet. Dieses System deckt u.a. operative, finanzielle, Berichterstattungs- und Compliance-Risiken ab (siehe B.4). Die grundsätzlich vierteljährlich vorgenommene Bewertung der operationellen Risiken ermöglicht es uns, die Entwicklung des gesamten IKS zu überwachen. Unsere Risikomanagementfunktion koordiniert diese Risikoprozesse und berichtet die Ergebnisse vierteljährlich an den Vorstand. Die verantwortliche Person für die Risikomanagementfunktion kann den Vorstand zu Ad-hoc-Risikothemen weiter beraten und schafft durch Schulungen und Workshops ein Risikobewusstsein im gesamten Unternehmen. Durch die jährliche und zukunftsorientierte "Unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung" (Own Risk and Solvency Assessment - das "ORSA") stellen wir eine Prognose unserer Eigenmittel und des erforderlichen Risikokapitals auf Basis unserer Geschäftsstrategie dar. Dabei berücksichtigen wir auch verschiedene Stressszenarien, um mögliche negative Auswirkungen in der Zukunft zu berücksichtigen. Unser Risikokapital wird nach der Standardformel von Solvency II ermittelt. Als Teil des ORSA-Prozesses überprüfen wir auch, wie angemessen die Standardformel unser Risikoprofil bewertet. Das Risikokapital macht zusammen mit möglichen Unter- oder Überschätzungen des Modells unseren Gesamtkapitalbedarf aus. Der ORSA-Prozess ist die Risikobeurteilung der künftigen Finanzplanung. Entsprechend wird er in der zweiten Jahreshälfte durchgeführt, wenn die Finanzplanung aktualisiert wird. Die ORSA-Ergebnisse werden dem Vorstand präsentiert und bei der strategischen Entscheidungsfindung berücksichtigt. Darüber hinaus wird die sich aus dem ORSA ergebende Risikotragfähigkeit bei der Entwicklung neuer Produkte bzw. bei Kooperationsgesprächen mit großen Geschäftspartnern berücksichtigt. Der ORSA-Prozess kann auch anlassbezogen (Ad-hoc-ORSA) durchgeführt werden. Auslöser kann eine wesentliche Änderung der Geschäftsstrategie oder des Risikoprofils sein. Unsere Risikomanagementfunktion kann dem Vorstand die Durchführung eines Ad-hoc-ORSA vorschlagen. Unser Vorstand entscheidet sodann, ob ein Ad-hoc-ORSA durchgeführt wird. G.2 Risiken G.2.1 Versicherungstechnisches Risiko Das versicherungstechnische Risiko ist das Risiko eines Verlusts, der durch eine unangemessene Preisgestaltung unserer Versicherungsprodukte oder durch eine unzureichende Höhe der versicherungstechnischen Rückstellungen für die Schadenregulierung entsteht. Dabei unterscheiden wir die folgenden versicherungstechnischen Risiken:
Die größten Treiber sind das Prämien- und Reserverisiko. Um die von uns übernommenen Risiken zu steuern, haben wir ein Rückversicherungsprogramm aufgelegt. G.2.2 Risiken aus Kapitalanlagen und Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Marktrisiko Marktrisiken sind mögliche Verluste, die durch die Entwicklung der Finanzmärkte verursacht werden. Wir unterscheiden die folgenden Marktrisiken:
Aufgrund der Art unserer derzeitigen Anlagestrategie sind wir nur in einem geringen Ausmaß einem Marktrisiko ausgesetzt. Dies wird im Laufe der Zeit zunehmen, wenn wir unsere Anlagestrategie über Bareinlagen ausweiten, zum Beispiel in aktive Aktien- oder Fremdkapitalinvestitionen. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko eines Marktwertverlusts infolge einer Herabstufung der Bonität oder eines Ausfalls einer Gegenpartei. Eine Gegenpartei muss nicht unbedingt ein Emittent (ein Herausgeber von Wertpapieren) eines Finanzinstruments sein, sondern umfasst auch unsere Kundinnen und Kunden, Vertriebspartner sowie unsere Rückversicherungspartner. Unser Ausfallrisiko betrug zum Ende des Berichtsjahres 1.466 TEUR. Das Ausfallrisiko wird durch unsere Risikomanagementprozesse gesteuert. Wesentliche Geschäftspartner wie Banken oder Rückversicherer sollten mindestens über ein Investment-Grade-Rating verfügen. Im Berichtsjahr verfügen alle wesentlichen Geschäftspartner, die wir in die Berechnung des Gegenparteirisikos einbeziehen, über ein Kreditrating von A oder höher. Das Risiko wird von einer großen Gegenpartei getrieben. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, nicht über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen, um finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Der Liquiditätsbedarf ergibt sich aus unserem Versicherungsgeschäft, sowohl im Hinblick auf die Schadenzahlungen als auch auf unsere betrieblichen Anforderungen. Da unsere Vermögenswerte derzeit in bar gehalten werden und wir in Übereinstimmung mit unserem Geschäftsplan bis zum geplanten Eintritt der Profitabilität vollständig finanziert sind, stellt dies kein wesentliches Risiko dar. Wir überprüfen die Entwicklungen des Liquiditätsbedarfs regelmäßig, indem wir verschiedene Parameter in unserem Mehrjahresplan stressen. G.2.3 Operationelle Risiken Das operationelle Risiko ist eine Sammlung verschiedener Risikoquellen. Dazu gehören Verluste durch fehlgeschlagene Prozesse, Systemausfälle, Outsourcing, Vorfälle mit oder verursacht durch Menschen sowie unzureichende Datenqualität, aber auch durch externe Ereignisse wie Hackerangriffe oder eine notfallbedingte Räumung unserer Büroflächen. Eine wesentliche Quelle für operationelle Risiken bei Start-ups ist die vergleichsweise kleine Anzahl der Mitarbeitenden. Dies führt zu einer überdurchschnittlichen Abhängigkeit von bestimmten Personen, besser bekannt als Key-Person-Risk (auf Deutsch: das "Kopfmonopol-Risiko"). Luko Insurance-spezifisch ist zudem eine Risikokonzentration, die durch die Auslagerung von technischer Infrastruktur zu einem Cloud-Service-Anbieter sowie die Auslagerung bestimmter Prozesse zur Luko-Gruppe entsteht. Das operationelle Risikokapital nach der Standardformel ist im Berichtsjahr auf 776 TEUR angestiegen. Im Mittelpunkt des operationellen Risikomanagements stehen unsere Governance- und internen Kontrollsysteme (siehe Abschnitt B) sowie unsere Notfallpläne. Zu den wichtigsten Kontrollen zählen dabei die entsprechenden Dokumentationen (u.a. in Bezug auf das Key-Person-Risk), das Vier-Augen-Prinzip, rollenbasierte Zugriffe sowie Limits. Das Risiko der Auslagerung unserer technischen Infrastruktur steuern wir durch unsere IT-Strategie, die u. a. Vorgaben für den Aufbau der Systemarchitektur und die Entwicklung digitaler Services enthält. Das Eintreten eines operationellen Risikos wird sich in den meisten Fällen auf unsere operativen Aufwendungen auswirken, deren Schwankungen in der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden. G.2.4 Sonstige wesentliche Risiken Drei weitere, für uns wichtige Risikokategorien sind das strategische Risiko, das Compliance-Risiko sowie das Reputationsrisiko. Strategische Risiken sind mögliche Verluste, die sich aus unserem Businessplan ergeben können. Unser wichtigstes Instrument zur Steuerung dieses Risikos ist die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung, in der wir die Auswirkungen möglicher Zukunftsszenarien untersuchen und deren Ergebnisse wir in die Geschäftsentscheidungen einfließen lassen. Das Compliance-Risiko ist das Risiko, geltende Gesetze und Verordnungen, aufsichtsbehördliche Anforderungen sowie sonstige externe Vorgaben und Standards nicht einzuhalten. Insbesondere das Inkrafttreten der EU-Datenschutz - Grundverordnung (DSGVO) hat diese Risikokategorie neben den bereits bestehenden Aufsichtsvorgaben erhöht. Die DSGVO wird bei der Entwicklung interner Prozesse und Systeme stets berücksichtigt. Compliance ist Teil unseres Governance-Systems, bei dem die Compliance-Funktion die Einhaltung der Regeln und Vorschriften durch unsere operativen Teams mittels Compliance Assessments überwacht. Regelmäßige Compliance-Schulungen schärfen unser Bewusstsein für die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen. Das Reputationsrisiko befasst sich mit Verlusten aus der Abweichung zwischen unserer Selbstdarstellung hinsichtlich unserer Kompetenz, Integrität und Vertrauenswürdigkeit und der Art und Weise, wie wir von Kundinnen und Kunden, unseren Investoren, der Finanzwelt und der Öffentlichkeit in Bezug auf diese Parameter wahrgenommen werden. Reputationsrisiken entstehen in der Regel als Folge eines fehlgeschlagenen internen Prozesses oder der finanziellen Performance. Die internen Ursachen, die unserer Reputation schaden könnten, werden durch unser Governance- sowie unser internes Kontrollsystem überwacht. G.2.5 Gesamtbild der Risikolage Zum 31. Dezember 2023 erfüllt Luko die aufsichtsrechtliche Mindestkapitalanforderung sowie Solvabilitätskapitalanforderungen nach den Vorschriften des VAG vollumfänglich. Weitere Angaben können dem Bericht über Solvabilität und Finanzlage entnommen werden. Die implementierten Strukturen und Prozesse im Rahmen des Risikomanagementsystems ermöglichen eine Früherkennung potenziell gefährdender Risikoentwicklungen und sollen sicherstellen, dass wir passende Maßnahmen rechtzeitig ergreifen können. Unter Berücksichtigung der für 2023 getroffenen Maßnahmen mit der Übertragung des gesamten deutschen Kundenstamms auf die Getsafe und der mit der Allianz Direct geschlossenen Vereinbarung zur Übertragung unserer französischen Kunden halten wir die Risikosituation für nachhaltig und unter Kontrolle. Verzögerungen im Fortgang der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Übertragung der Allianz Direct könnten sich negativ auf die Solvabilitätsposition der Luko Insurance AG auswirken, was jedoch durch eine enge Überwachung und Projektsteuerung als wenig wahrscheinlich angesehen wird. H. Chancenbericht Mit der Übertragung unserer Versicherungsbestände an Getsafe und Allianz Direct haben wir für unsere bisherigen Kundinnen und Kunden eine tragfähige und zukunftssichere Lösung sichergestellt. Auch sind damit zur Jahresmitte 2024 unsere (versicherungstechnischen) Verpflichtungen erledigt. Nach Abschluss dieser Bestandsübertragungen sind wir deshalb bereit und in der Lage, einen Neustart unserer Geschäftstätigkeit mit einem neuen Partner zu ermöglichen, der mithilfe unserer Lizenz und eines starken Teams sein Versicherungsgeschäft in unseren Märkten entwickeln will. I. Prognosebericht Die Ausgangslage für die Luko Insurance AG wurde bereits im Abschnitt A.3 beschrieben. Wie dort ausgeführt, legte Allianz Direct Ende 2023 im Rahmen des französischen Zwangsverwaltungsverfahrens für Demain und Luko Cover ein Angebot vor, durch das die Allianz Direct die Mehrheit der Vermögenswerte von Demain und Luko Cover, einschließlich des MGA-Vertrags zwischen der Luko Insurance und Luko Cover, erhielt. Das zuständige Handelsgericht in Bobigny genehmigte im Januar 2024 dieses Angebot der Allianz Direct, mit Wirkung zum 1. Februar 2024. Somit ist Allianz Direct seit dem 1. Februar 2024 unser Vermittler und Dienstleister für den Kundenservice. Der mit der BaFin und dem Verwalter abgestimmte Zeitplan sieht vor, dass die Übertragung unseres französischen Versicherungsbestands an die Allianz Direct bis Ende Juni 2024 genehmigt und damit abgeschlossen ist. Die Aufsichtsbehörden haben bereits vorab ihre grundsätzliche Zustimmung signalisiert. Sollte es wider jeder Erwartung doch nicht zu einer Genehmigung kommen, so haben wir in Abstimmung mit der BaFin eine Fallback-Lösung vorbereitet. Ab dem Zeitpunkt der Genehmigung der Bestandsübertragung wäre die Luko Insurance AG ein lizenzierter Versicherer ohne Kundenbestand. Für den weiteren Verlauf der Geschäftstätigkeit haben wir deshalb zwei Szenarien geplant und mit der BaFin und dem Verwalter abgestimmt: Im ersten Szenario wird die Luko Insurance AG an einen Erwerber verkauft, der vor allem an unserer Lizenz interessiert ist. Für dieses Szenario sind wir in Verhandlungen mit mehreren interessierten Parteien. Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage würden dann im Zuge des Verkaufs- und Genehmigungsprozesses in Abstimmung mit der BaFin entwickelt werden. Sollte sich das erste Szenario bis zur Jahresmitte 2024 nicht umsetzen lassen, wird Szenario 2 aktiviert. Unter diesem Szenario beenden wir nach Abschluss der Bestandsübertragung unsere Geschäftstätigkeit, geben die Lizenz zurück und wickeln die Gesellschaft ab. J. Betriebene Versicherungszweige und -arten Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft haben wir im Berichtsjahr die folgenden Versicherungszweige und -arten betrieben: Unfallversicherung
Feuer- und Sachversicherung
Haftpflichtversicherung
Berlin, 29. April 2024 Der Vorstand Thomas Münkel (Vorsitzender) Nigel Jankelson Gewinn- und Verlustrechnung
C. AnhangC.1 Allgemeines Die Luko Insurance AG (bis 9.3.2022 Coya AG) mit Sitz in der Neue Schönhauser Str. 3-5, 10178 Berlin, wird in Charlottenburg (Berlin) beim Amtsgericht unter der Handelsregisternummer HRB 188013 geführt. C.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden C.2.1 Allgemeines Der Jahresabschluss wurde nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs (HGB), der Verordnung für die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) und des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG) erstellt. Berichtswährung ist der Euro. Betragsangaben werden - sofern nicht anderslautend vermerkt - gerundet dargestellt. Daher können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. C.2.2 Kapitalanlagen Die sonstigen Kapitalanlagen umfassen zwei Festgeldanlagen mit Laufzeiten von 3 und 6 Monaten, die zum jeweiligen Nennwert in der Bilanz ausgewiesen werden. C.2.3 Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögensgegenstände bewerten wir zu den Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen. Dabei legen wir die entsprechende voraussichtliche Nutzungsdauer zugrunde. C.2.4 Forderungen Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und Sonstige Forderungen werden zum jeweiligen Nennwert angesetzt. Für die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden für voraussichtlich nicht einbringbare Anteile Einzelwertberichtigungen und aufgrund des allgemeinen Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt und abgesetzt. C.2.5 Sonstige Vermögensgegenstände Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung bewerten wir zu den Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen. Dabei legen wir die entsprechende voraussichtliche Nutzungsdauer zugrunde. Die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. C.2.6 Rechnungsabgrenzungsposten Diese Posten werden zu Nennwerten bilanziert. C.2.7 Latente Steuern In der Handelsbilanz werden keine aktiven oder passiven latenten Steuern angesetzt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in der Handelsbilanz insgesamt ein Aktivüberhang vorliegt und wir von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz aktiver latenter Steuern keinen Gebrauch gemacht haben. C.2.8 Versicherungstechnische Rückstellungen
Wir berechnen die Bruttobeitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft einzelvertraglich und auf Tagesbasis. Die Anteile der Rückversicherer entsprechen den in Rückdeckung gegebenen Quoten. Die Ermittlung der übertragsfähigen Beitragsteile erfolgt entsprechend des koordinierten Ländererlasses von 1974. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle umfasst die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle und die Rückstellung für Spätschäden. Die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle wird jeweils abhängig vom Schadenfall auf Basis von Erfahrungswerten vergangener Schadenzahlungen ermittelt. Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Für die unbekannten Spätschäden werden bei uns eine Bernhuetter-Ferguson-ähnliche und andere versicherungsmathematische Bewertungsmethoden verwendet, die den besten Schätzwert abbilden und gleichzeitig Grundlage für alle finanziellen Perspektiven bilden. Die zugehörige Ultimate Loss Ratio wird unter Verwendung der Initial Expected Loss Ratio Reservierungsmethode sowie auch der Pricing-Modell-Annahmen bestimmt. Interne Schadenregulierungskosten sind hierbei in marktüblicher Höhe in den Pricing-Annahmen integriert. Derzeit sehen wir die Bemessungshöhe der internen Schadenregulierungskosten in Form von 5% der Schadenkosten als marktkonform und adäquat an. Die Anteile für das in Rückversicherung gegebene Versicherungsgeschäft ermitteln wir auf Grundlage der zugrundeliegenden Rückversicherungsverträge. Rückstellungen für die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung Rückstellungen für die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Schwankungsrückstellung Die Schwankungsrückstellung wird nach der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (§ 29 RechVersV) ermittelt. C.2.9 Andere Rückstellungen Andere Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. C.2.10 Übrige Passiva Im Einzelnen:
Die einzelnen Posten werden entsprechend ihres jeweiligen Erfüllungsbetrags bewertet.. C.2.11 Fremdwährungsumrechnung Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. C.3 Erläuterungen der Bilanz C.3.1 Aktiva A. Immaterielle Vermögensgegenstände Die unter diesem Posten ausgewiesenen Beträge betreffen im Wesentlichen aktivierte Aufwendungen für die Implementierung von Software durch externe Anbieter und Berater. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von 5 Jahren. Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 Immaterielle Vermögenswerte (in TEUR)
B. Forderungen I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft Zum Jahresende 2023 bestehen sowohl Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern als auch gegen unseren Versicherungsvermittler Luko Cover. Letztere beziehen sich im Wesentlichen auf durch Luko Cover von Versicherungsnehmern eingezogene, aber von diesen noch nicht mit Luko Insurance AG abgerechneten Beiträgen. II. Sonstige Forderungen Innerhalb der sonstigen Forderungen weisen wir zum Jahresende 2023 Forderungen aus geleisteten Mietkautionen über 94TEUR mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus. Darüber hinaus bestehen nur kurzfristige Forderungen mit Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. C. Sonstige Vermögensgegenstände I. Sachanlagen und Vorräte Dieser Posten beinhaltet die Betriebs- und Geschäftsausstattung. D. Rechnungsabgrenzungsposten I. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten Hier werden Ausgaben, die nachfolgende Geschäftsjahre betreffen, ausgewiesen, wie bspw. Vorauszahlungen für Zahlungsabwicklung und Versicherungsbeiträge. C.3.2 Passiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital unserer Gesellschaft beträgt 224 TEUR und ist aktuell eingeteilt in 218.879 vinkulierte Namens-Stückaktien. Der rechnerische Nennwert je Aktie beträgt 1,02 Euro. II. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)
C. Andere Rückstellungen I. Sonstige Rückstellungen Diese Position umfasst Rückstellungen für verschiedene Zwecke, darunter Personalabfindungen und Bonuszahlungen (317 TEUR), externe Jahresabschlusskosten (77 TEUR), Aufsichtsratsvergütungen (60 TEUR), Rechtsberatungskosten (10 TEUR) sowie sonstige Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (80 TEUR). Alle Rückstellungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft Depotverbindlichkeiten entstanden im Zusammenhang mit einem passiven Rückversicherungsvertrag, für den vereinbarungsgemäß seitens der Luko Insurance fällige Salden nicht ausgezahlt wurden. Mit der Beendigung dieses Rückversicherungsvertrags zum 30. September 2023 bestanden zum Bilanzstichtag keine offenen Depotverbindlichkeiten. E. Andere Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft Zum Jahresende 2023 bestehen sowohl Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern als auch gegenüber Versicherungsvermittlern. Letztere beziehen sich auf Provisionszahlungen für die Vermittlung von Versicherungsverträgen. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen Restlaufzeiten von < 1 Jahr auf. II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft Zum Jahresende weisen wir eine Verbindlichkeit gegenüber Rückversicherern in Höhe von 1.754 TEUR aus. Der Abrechnungsbetrag ist die Summe der Nettobeträge aller an die Rückversicherer abgetretenen Versicherungsgeschäfte (Prämien abzüglich Schadenskosten, Aufwandsentschädigungen oder Provisionsvereinbarungen). III. Sonstige Verbindlichkeiten In dieser Position sind Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von 710 TEUR ausgewiesen. C.4 Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung I. Versicherungstechnische Rechnung 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
3. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
9. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Rückversicherungssaldo (+Gewinn, -Verlust, aus Sicht des Erstversicherers)
Der Rückversicherungssaldo ist der Saldo aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers, den Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle des Rückversicherers, der Anteile des Rückversicherers an den erfolgsunabhängigen Beitragsrückerstattungen sowie den Rückversicherungsprovisionen. II. Nichtversicherungstechnische Rechnung Unser nicht-versicherungstechnisches Ergebnis umfasst in erster Linie Verwaltungskosten, die dem Versicherungsgeschäft nicht zuzuordnen sind. Die sonstigen Erträge stellen im Wesentlichen Einkünfte aus der Reduzierung von Rückstellungen sowie aus übrigen Erträgen dar. Die sonstigen Aufwendungen sind Kosten, die weder den einzelnen versicherungstechnischen noch den kapitalanlagebezogenen Funktionsbereichen zugeordnet werden können, sondern für das Unternehmen als Ganzes entstanden sind. 5. Außerordentliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet Rückstellungen für Abfindungs- und Bonuszahlungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (317 TEUR) sowie Aufwendungen für Beratungsleistungen (419 TEUR), die auf die Veräußerung der Kundenportfolien zurückzuführen sind. Zudem sind in diesem Posten Aufwendungen für die Rückabwicklung des deutschen Geschäfts zum 1. Januar 2023 enthalten (479 TEUR), die in der nachfolgenden Tabelle näher erläutert werden.
C.5 Sonstige Angaben C.5.1 Versicherungsbestand
Die von uns versicherten Produkte sind, wie bereits in Abschnitt A.3 erwähnt, als Multi-Risk-Versicherungen konzipiert. Das bedeutet, dass die abgedeckten Risiken bei der Bestandsaufnahme in den entsprechenden Sparten einzeln berücksichtigt werden müssen. Aus diesem Grund ist es notwendig, einen Kundenvertrag, der mehrere Risiken umfasst, in den entsprechenden Sparten mehrfach zu erfassen. C.5.2 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die verbleibende Gesamtverpflichtung aus einem bis Mai 2024 laufenden Mietvertrag für Büroräumlichkeiten beläuft sich auf 96 TEUR. Es bestanden zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse. C.5.3 Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter Wir haben im Jahresdurchschnitt 13 aktive Mitarbeiter beschäftigt. C.5.4 Personalaufwendungen
C.5.5 Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Für die Vergütung des Aufsichtsrats wurden 60 TEUR zurückgestellt. Die Bezüge für den Vorstand betrugen im Geschäftsjahr 352 TEUR. C.5.6 Abschlussprüferhonorar Nach einer unterjährigen Abschlagszahlung von 64 TEUR wurden zum Abschluss des Geschäftsjahres zusätzlich noch 77 TEUR als Honorar für Abschlussprüfungsleistungen zurückgestellt. C.5.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wie im Prognosebericht ausführlicher erläutert, schloss Luko Insurance AG einen Bestandsübertragungsvertrag für das französische Kundenportfolio mit der Allianz Direct ab. Dieser Vertrag liegt den Aufsichtsbehörden (BaFin und ACPR) zur Genehmigung vor. Alle notwendigen Unterlagen wurden Anfang April 2024 eingereicht. Wir erwarten den Abschluss des Genehmigungsverfahrens bis Ende Juni 2024. Gleichzeitig bot Allianz Direct im Rahmen des Insolvenzverfahrens Ende 2023 für den Erwerb der relevanten Vermögenswerte (IT, Marke, Mitarbeiter etc.) von Demain und Luko Cover für die Betreuung dieses Kundenportfolios. Das zuständige Handelsgericht in Bobigny genehmigte im Januar 2024 diesen Erwerb mit Wirkung zum 1. Februar 2024. Seit diesem Zeitpunkt ist Allianz Direct unser Service- und Vertriebspartner für unser französisches Kundenportfolio. Somit ist die vollständige und reibungslose Betreuung unserer Kunden bis zum Abschluss des oben erwähnten Genehmigungsverfahrens sichergestellt. C.6 Gesellschaftsorgane C.6.1 Aufsichtsrat
C.6.2 Vorstand
Berlin, 29. April 2024 Der Vorstand Thomas Münkel (Vorsitzender) Nigel Jankelson BestätigungsvermerkAn die Luko Insurance AG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Luko Insurance AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- undBewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Luko InsuranceAG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungengegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit§ 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO")unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzeordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriftenund Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfungdes Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichensowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habenunsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keineverbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind,um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchstabe c) ii) EU-APrVO fassen wir unsere prüferische Reaktion wiefolgt zusammen:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhaltsnicht modifiziert. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßenErmessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden imZusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildungunseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
a) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden in dem Unterposten "Rückstellung für noch nichtabgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Brutto-Rückstellungen in Höhevon insgesamt € 10.163.920 (59,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmenhaben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nachvernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit derVerpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Dabei sind neben den deutschenhandelsrechtlichen Vorschriften auch eine Vielzahl an aufsichtsrechtlichen Vorschriftenüber die Berechnung der Rückstellungen zu berücksichtigen. Die Festlegung von Annahmenzur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen verlangt von den gesetzlichenVertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichenAnforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden.Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methodenkönnen eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der versicherungstechnischenRückstellungen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieserRückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, der Komplexität deranzuwendenden Vorschriften und der zugrundeliegenden Berechnungen sowie der Ermessensspielräumeder gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheitenwar die Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Rahmenunserer Prüfung von besonderer Bedeutung. b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung dieser versicherungstechnischenRückstellungen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unsereninternen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten Methoden undvon den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderemunser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannteMethoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeitder eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung der Rückstellungfür noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertungdieser versicherungstechnischen Rückstellungen vorgenommen. Wir haben unteranderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit denBasisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisseder Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriftennachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und diePeriodenabgrenzung überprüft. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davonüberzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungenund getroffenen Annahmen zur Bewertung der Brutto-Teilschadenrückstellung für noch nichtabgewickelte Versicherungsfälle begründet und hinreichend dokumentiert sind. c) Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungensind im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweiseauf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüftenLageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf diesonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeineandere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigenInformationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangabenoder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und denLagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der dendeutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschenGrundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendesBild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichenVertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit dendeutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungenaufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen)oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiterenhaben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich,auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeitzu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, derinsgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichenBelangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriftenentspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme),die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmungmit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und umausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses zurAufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss alsGanzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oderIrrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaftvermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit denbei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriftenentspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt,sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschlussund zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine inÜbereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungdurchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungenkönnen aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen,wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungenvon Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritischeGrundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschlussund im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planenund führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangenPrüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unserePrüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentlichefalsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dassaus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollenbeinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanteninternen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungenund Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständenangemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeitdieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandtenRechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertreterndargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertreternangewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeitsowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentlicheUnsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht,die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeitaufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentlicheUnsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigenAngaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder,falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseresBestätigungs-vermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheitenkönnen jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeitnicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlichder Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälleund Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtungder deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissenentsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaftvermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechungund das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientiertenAngaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneterPrüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angabenvon den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmennach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angabensowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht einerhebliches unvermeidbares Risiko, dass zukünftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientiertenAngaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfangund die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaigerbedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir dierelevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungenund sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann,dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörterthaben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellenBerichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhaltesind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn,Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. September 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr2023 als Abschlussprüfer der Luko Insurance AG, Berlin, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist André Bödeker. |
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Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Künstler- und Modelagenturen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Photovoltaikmodulen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Vermittlungstätigkeiten für Erziehung und Unterricht
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen