Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 32073
Eingetragen
8.2.1984
Branche
Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und KlimainstallationBau von Schiffen und schwimmenden Vorrichtungen für zivile Zwecke, ohne Boots- und YachtbauHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
(1) Apparate- und Rohrleitungsbau/ insbesondere für Industrie- und Schiffbau, der Betrieb einer Kupferschmiede, Zentralheizungs- und Lüftungsbau, Gasund Wasserinstallation einschließlich Vertrieb und Aufstellung in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. (2) Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligen, andere Unternehmen erwerben und Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mike Gansefort
seit 25.1.2008
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bargteheide
307.500 €
75.00%
Hamburg
102.500 €
25.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Knaack & Jahn GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Die Geschäftsführung erstattete folgenden Lagebericht:

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

A. Unternehmenstätigkeit

Das Unternehmen der Knaack & Jahn GmbH mit Sitz in Hamburg wurde 1968 als oHG gegründet. 1984 erfolgte eine Betriebsaufspaltung, bei der der Apparate- und Rohrleitungsbau auf die neu gegründete Knaack & Jahn GmbH überging.

Gegenstand des Unternehmens der Knaack & Jahn GmbH ist der Apparate- und Rohrleitungsbau, insbesondere für Industrie und Schiffbau, der Zentralheizungs- und Lüftungsbau sowie die Gas- und Wasserinstallation. Von der Reparatur über den Rohrbau bis zur kompletten Anlage einschließlich der planerischen Unterstützung bei Fragen zur Auslegung, Materialauswahl, Trassenführung und Aufstellung ist die Knaack & Jahn GmbH ein leistungsfähiger, erfahrener und zuverlässiger Partner der Industrie.

B. Branchenumfeld

Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach den Coronajahren kam 2023 ins Stocken. Das Bruttoinlandsprodukt sank preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % (www-genesis.destatis.de, Tabelle 81000-0001). Die krisenprägenden Faktoren waren dabei die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, steigende Zinsen und die geringe Nachfrage im In- und Ausland (www.destatis.de, Pressemitteilung Nr. 19 vom 15.01.2024).

Der Maschinenbau konnte seinen Umsatz 2023 (nicht preisbereinigt) um 5,0 % steigern (Vorjahr: 9,2 %), der Umsatz in der Gas-, Wasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimainstallation stieg nominal um 9,5 % (Vorjahr: 9,3 %; www-genesis.destatis.de, Tabelle 53211-0001). Dem stand 2023 eine Steigerung des Verbraucherpreisindex von 5,9 % gegenüber (Vorjahr: 6,9 %; www-genesis.destatis.de, Tabelle 61111-0001).

C. Umsatz-, Auftrags- und Ergebnisentwicklung der Knaack & Jahn GmbH

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von rund 20,0 Mio. € erzielt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 21,5 %. Der Jahresüberschuss sank von im Vorjahr 520,4 T€ auf im Jahr 2023 209,9 T€. Die Kapazitäten konnten durch die Kundenaufträge ausgelastet werden, wobei die Beschäftigung der Mitarbeiter für das Jahr 2024 durch die Auftragslage gesichert ist.

D. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 402,7 T€ (Vorjahr: 233,6 T€). Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen. Besondere Finanzierungsmaßnahmen wurden nicht durchgeführt.

E. Qualitäts- und Personalentwicklung

Das Unternehmen wurde wie in den vorangegangenen Jahren auch in 2023 durch die Zertifizierungsstellen TÜV Nord und DNVGL (ehemals Germanischer Lloyd) überwacht, auditiert und für weitere 12 Monate bestätigt. Zertifizierungen liegen insbesondere vor in den Bereichen:

- Qualitätsmanagement (DIN EN ISO 9001)

- Zulassung zum Schweißbetrieb (DIN ISO 3834-2)

- Fertigung von Druckbehältern und Rohrleitungen (AD 2000-Regelwerk)

- Fertigung schiffsbautechnischer Konstruktionen und Rohrleitungen (DNVGL-Rules)

- Herstellerqualifikation für wehrtechnische Produkte im Bereich Marine (DNVGL-BWB)

- Herstellerqualifikation für Stahlbau (DIN EN 1090-2)

- Aufrechterhaltung eines Arbeitssicherheitsmanagement-Systems nach SCC-Regelwerk

Im Jahr 2023 beschäftigte die Knaack & Jahn GmbH durchschnittlich 128 Arbeitnehmer sowie 10 Auszubildende in den Berufsrichtungen Anlagenmechaniker und Industriemechaniker. Nach wie vor sehr anspruchsvoll gestaltet sich die Rekrutierung von handwerklichem Nachwuchs und auch von qualifizierten Leiharbeitnehmern zur Abdeckung von Auftragsspitzen und zur kompletten Besetzung der Bauvorhaben. Aus diesem Grund hat die Ausbildung und interne Förderung von Nachwuchskräften aus den eigenen Reihen einen hohen Stellenwert und sichert nachhaltig unseren Unternehmenserfolg.

Strukturierte und systematische Arbeitsabläufe sowie der funktionierende Arbeits- und Gesundheitsschutz sind ein Standbein unseres Unternehmenserfolges. Unser ausführliches Schulungs- und Trainingsprogramm mit den Schwerpunkten Anlagentechnik, Projektabwicklung, Arbeitssicherheit und Qualität sowie Maßnahmen zu Erhöhung der Mitarbeiterqualifikation und -motivation konnte regelmäßig als Inhouse-Schulung stattfinden. Zum zusätzlichen Schutz unserer Mitarbeiter wurden auch 2023 eine betriebsinterne Grippe- und Corona-Schutzimpfung sowie Erste-Hilfe- und Brandschutzschulungen durchgeführt.

II. Darstellung der Lage

A. Ertragslage

Die Knaack & Jahn GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 209,9 T€ erzielt.

Die Umsatzerlöse lagen 2023 mit 20.018,5 T€ um 21,5 % unter dem Vorjahreswert von 25.510,7 T€. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich um 600,0 T€, nachdem er sich im Vorjahr um 236,0 T€ vermindert hatte. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen aufgrund von Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens auf 2.434,1 T€, nachdem sie im Vorjahr 488,5 T€ betragen hatten. Die Materialaufwendungen gingen von 13.216,9 T€ im Vorjahr auf 9.263,2 T€ im Geschäftsjahr 2023 zurück, also um 29,9 %. Das Rohergebnis betrug 13.789,4 T€, nachdem es im Vorjahr 12.546,3 T€ betragen hatte.

Der Personalaufwand stieg von 8.665,6 T€ im Vorjahr auf 8.913,2 T€ im Geschäftsjahr 2023, während die Abschreibungen um 5,3 T€ auf 285,0 T€ im Geschäftsjahr 2023 zurückgingen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war eine Steigerung um 1.703,6 T€ auf 4.465,2 T€ zu verzeichnen. Dies beruht insbesondere auf Wertberichtigungen zu Forderungen.

Im Jahr 2023 wurden Beteiligungserträge in Höhe von 100,0 T€ erzielt (Vorjahr: 0,0 T€). Zinserträgen von 75,7 T€ (Vorjahr: 11,6 T€) standen Zinsaufwendungen von 26,7 T€ (Vorjahr: 49,4 T€) gegenüber, wobei von den Zinsaufwendungen 15,5 T€ auf die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen entfielen (Vorjahr: 39,7 T€).

Nach Abzug der Belastung durch Steuern vom Einkommen und Ertrag von 53,4 T€ (Vorjahr: 259,2 T€) wurde 2023 ein Jahresüberschuss von 209,9 T€ erzielt, nachdem der Jahresüberschuss im Vorjahr 520,4 T€ betragen hatte. Für 2023 war prognostiziert worden, dass die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis zwar erheblich zurückgehen werden, aber dennoch ein positives Ergebnis erzielt werden kann. Diese Prognose konnte beim Jahresergebnis überschritten werden. Grund hierfür waren die Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

B. Finanzlage

Kapitalflussrechnung 31.12.2023
in Euro
31.12.2022
in Euro
Jahresergebnis 209.928,62 520.427,66
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 285.037,23 290.309,23
+/- Zunahme (+)/Abnahme (-) von Rückstellungen 109.006,35 109.216,27
-/+ Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 755.306,88 -661.095,03
+/- Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 111.370,99 104.578,71
-/+ Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.938.106,58 2.025,68
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -64.537,19 -1.924,55
+ Ertragsteueraufwand 53.414,40 259.209,42
+/- Ertragsteuerzahlung 223.430,12 -316.308,83
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -255.149,18 306.438,56
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0,00 0,00
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.134.495,80 3.277,32
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -402.726,23 -233.637,23
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1.500.000,00 0,00
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -250.000,00 -2.100.000,00
+ erhaltene Zinsen 75.705,77 11.597,67
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 3.057.475,34 -2.318.762,24
- gezahlte Zinsen -11.168,58 -9.673,12
- Ausschüttungen an Gesellschafter -100.000,00 -100.000,00
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -111.168,58 -109.673,12
+/- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.691.157,58 -2.121.996,80
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.842.327,40 3.964.324,20
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.533.484,98 1.842.327,40

Die Verbindlichkeiten, die zum 31.12.2023 1.985,9 T€ betragen haben, sind innerhalb eines Jahres fällig. Alle Verbindlichkeiten lauten auf Euro.

Die Eigenkapitalquote betrug zum 31.12.2023 65,6 % (Vorjahr: 66,5 %).

C. Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg von 12.047,5 T€ im Vorjahr auf zum 31.12.2023 12.377,8 T€ an. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug zum 31.12.2023 6,8 % (Vorjahr: 7,6 %).

D. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung die Lage als befriedigend.

III. Die voraussichtliche Entwicklung

Für das Jahr 2024 bestehen erhebliche Unwägbarkeiten vor dem Hintergrund der weltweit angespannten Lage in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht sowie des sich zuspitzenden Fachkräftemangels in Deutschland. Unsicherheit über Preissteigerungen für Energie, Rohstoffe und Personal werden auch weiterhin die Investitionstätigkeit im Land und damit unsere Geschäftsmöglichkeiten beeinflussen. Mögliche Aufträge können auch aufgrund fehlender qualifizierter Fachkräfte am Markt nicht immer voll ausgeschöpft werden.

Für das Jahr 2024 verzeichnen wir eine zufriedenstellende Auslastung, gehen aber dennoch davon aus, dass die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr erheblich zurückgehen werden, aber dennoch ein positives Ergebnis erzielt werden kann.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei um eine Prognose handelt und die tatsächlichen Ergebnisse auch wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

IV. Hinweise auf Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Durch die zeitnah erstellte Kostenrechnung ist ein transparentes Risikomanagement auf hohem Niveau sichergestellt. Sie ist ein elementarer Bestandteil der Auftragsabwicklung und gewährleistet frühe und zugleich angemessene Eingriffe.

Konkrete Ertragsrisiken außerhalb des allgemeinen Preis- und Wettbewerbsrisikos sind derzeit nicht zu erkennen. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Gravierende bzw. bestandsgefährdende Risiken liegen im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage derzeit nicht vor.

Die weltpolitischen und -wirtschaftlichen Verwerfungen werden sich ebenso wie die Preisentwicklung und die Lage am Personalmarkt auf das Geschäftsjahr 2024 auswirken. Es besteht das Risiko, dass Investitionsentscheidungen und Instandsetzungsarbeiten in der Industrie weiter aufgeschoben werden, dass sich Preiserhöhungen und Material- und Personalknappheit weiter fortsetzen. Eine Chance sehen wir in unserem Durchhaltevermögen, unserem reichhaltigen Kundenstamm und im Bereich des Neubaus von Kraftwerken.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in unserem Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanzmanagements ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken, spekulative Geschäfte mit Finanzinstrumenten werden nicht eingegangen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen wird die Bonität des Kunden geprüft. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.

 

Hamburg, den 09.09.2024

Manfred Klitzke, Geschäftsführer

Mike Gansefort, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 842.185,00 920.885,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.407,00 7.014,00
II. Sachanlagen 840.777,00 913.870,22
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.197,00 234.337,22
2. technische Anlagen und Maschinen 174.035,00 187.614,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 638.545,00 491.919,00
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 11.460.217,39 11.104.600,81
I. Vorräte 661.228,00 74.848,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 863.932,09 6.393.055,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.265.504,41 9.187.425,41
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.127,83 390,92
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.264.376,58 9.187.034,49
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 26.802,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.533.484,98 1.842.327,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 75.429,47 22.039,87
Summe Aktiva 12.377.831,86 12.047.525,90

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.125.193,26 8.015.264,64
I. Gezeichnetes Kapital 410.000,00 410.000,00
II. Bilanzgewinn 7.715.193,26 7.605.264,64
davon Gewinnvortrag 7.605.264,64 7.184.836,98
B. Rückstellungen 2.266.769,20 2.157.762,85
C. Verbindlichkeiten 1.985.869,40 1.874.498,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 67.648,77 78.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 67.648,77 78.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.918.220,63 1.796.498,41
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.918.220,63 1.796.498,41
Summe Passiva 12.377.831,86 12.047.525,90

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.789.381,78 12.546.283,55
2. Personalaufwand 8.913.235,28 8.665.557,78
a) Löhne und Gehälter 7.145.301,32 7.104.323,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.767.933,96 1.561.234,22
davon für Altersversorgung 27.241,50 25.833,90
3. Abschreibungen 285.037,23 290.309,23
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 285.037,23 290.309,23
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.465.166,54 2.761.607,67
5. Erträge aus Beteiligungen 100.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 100.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.705,77 11.597,67
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.650,58 49.417,12
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 15.482,00 39.744,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 53.414,40 259.209,42
9. Ergebnis nach Steuern 221.583,52 531.780,00
10. sonstige Steuern 11.654,90 11.352,34
11. Jahresüberschuss 209.928,62 520.427,66
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.605.264,64 7.184.836,98
13. Ausschüttung 100.000,00 100.000,00
14. Bilanzgewinn 7.715.193,26 7.605.264,64

Anhang

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Die Knaack & Jahn GmbH mit dem Sitz in Hamburg ist unter der Registernummer HRB 32073 in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg eingetragen.

2. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Knaack & Jahn GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Mitzugehörigkeiten wurden im Anhang angegeben.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittlelgroße Kapitalgesellschaft.

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln nach Dr. Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt.

Der zu Grunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum Erhebungsdatum 31.12.2023 auf 1,82 % (Vorjahr zum Erhebungszeitpunkt 31.12.2022: 1,78 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzsV) ermittelten und veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit der Verpflichtungen von pauschal 15 Jahren (Vereinfachungsregel gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

4.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von € 1.127,83 (Vorjahr € 390,62) handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

4.3 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt € 1.267.321,00.

Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von € 14.152 basierend auf einem Rechnungszins von 1,74 %.

4.4 Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen sind Gewährleistungsrückstellungen (€ 369.000,00), die Urlaubsrückstellung (€ 305.044,39), die Rückstellung für Mitarbeiterprämien (€ 40.000,00), die Rückstellung für Nacharbeiten (€ 186.722,81), die Rückstellung für Prozesskosten (€ 53.681,00) sowie die Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten (€ 45.000,00) ausgewiesen.

4.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Raummietverträgen. Die Mieten haben im Geschäftsjahr € 292.097,22 betragen.

5. Sonstige Pflichtangaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 99
Angestellte 29
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit . 128

5.2 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Manfred Klitzke ausgeübter Beruf: Kaufmann
Geschäftsführer: Mike Gansefort ausgeübter Beruf: Ingenieur

5.3 Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden € 361.022,07 gewährt.

5.4 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile

Die Gesellschaft besitzt an folgendem Unternehmen mehr als 20% der Anteile:

Firmenname Anteilshöhe
in %
Jahresergebnis in 2023
in €
Eigenkapital in 2023
in €
IRB ROHRCO GmbH 100,00 694.867,28 3.804.736,24

5.5 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt € 209.928,62.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags, abzüglich der Gewinnausschüttung, ergibt sich ein Betrag von € 7.715.193,26, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden € 7.715.193,26 vorgetragen.

 

Hamburg, den 9. September 2024

Manfred Klitzke, Geschäftsführer

Mike Gansefort, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.539,00 0,00 8.080,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 58.539,00 0,00 8.080,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 614.354,71 0,00 321.116,87
2. technische Anlagen und Maschinen 877.188,50 52.156,55 140.617,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.403.401,72 350.569,68 204.418,96
Summe Sachanlagen 3.894.944,93 402.726,23 666.153,69
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.953.484,93 402.726,23 674.233,69
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 50.459,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 50.459,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 293.237,84
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 788.727,19
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.549.552,44
Summe Sachanlagen 0,00 3.631.517,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1,00
Summe Anlagevermögen 0,00 3.681.977,47
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.525,00 5.605,00 8.078,00 0,00 49.052,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 51.525,00 5.605,00 8.078,00 0,00 49.052,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 380.017,49 9.856,00 124.832,65 0,00 265.040,84
2. technische Anlagen und Maschinen 689.574,50 65.663,55 140.545,86 0,00 614.692,19
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.911.482,72 203.912,68 204.387,96 0,00 1.911.007,44
Summe Sachanlagen 2.981.074,71 279.432,23 469.766,47 0,00 2.790.740,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.032.599,71 285.037,23 477.844,47 0,00 2.839.792,47
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.407,00 7.014,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.407,00 7.014,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 28.197,00 234.337,22
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 174.035,00 187.614,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 638.545,00 491.919,00
Summe Sachanlagen 0,00 840.777,00 913.870,22
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00 1,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1,00 1,00
Summe Anlagevermögen 0,00 842.185,00 920.885,22

Bericht des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Knaack & Jahn GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Knaack & Jahn GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Knaack & Jahn GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hamburg, den 09.09.2024

Dr. Dirk Wittich, Wirtschaftsprüfer

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