Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 122960
Eingetragen
26.11.1998
Branche
Großhandel mit SanitärkeramikGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung
Gegenstand
Vertrieb aller Produkte der Haustechnik

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vinzenz Berger
seit 11.12.2023
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Soler & Palau Ventilation Group SLUESP
100.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Soler & Palau Ventilation Group SLU
Spain
125.000 €
55.56%
Soler & Palau Ventilation Group SLU
Spain
100.000 €
44.44%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pluggit GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pluggit GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pluggit GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pluggit GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 27. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Wachter, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Geschäftsjahr 31.12.2023 Vorjahr 31.12.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 406.847,47 1.102.093,17
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 66.643,20 70.162,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 536.911,73 631.778,27
603.554,93 701.940,95
1.010.402,40 1.804.034,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 2.632.979,61 3.106.680,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.641.605,43 1.545.665,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.299,93 31.897,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 195.687,22 343.437,03
1.847.592,58 1.921.000,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.482.597,62 3.463.456,16
6.963.169,81 8.491.137,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.811,65 90.341,18
8.047.383,86 10.385.512,61

Passiva

Geschäftsjahr 31.12.2023 Vorjahr 31.12.2022
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 225.000,00 225.000,00
II. Kapitalrücklage 9.276.891,71 9.276.891,71
III. Gewinnrücklage 2.562.640,25 2.562.640,25
IV. Verlustvortrag -10.498.169,38 -11.156.755,40
V. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -867.727,27 658.586,02
698.635,31 1.566.362,58
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.348.623,48 3.711.872,19
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 140.336,19 239.666,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.721.305,61 4.678.911,37
3. Sonstige Verbindlichkeiten 138.483,27 188.700,36
- davon aus Steuern EUR 67.543,74 (Vj.: TEUR 67)
5.000.125,07 5.107.277,84
8.047.383,86 10.385.512,61

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr 2023 Vorjahr 2022
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 17.997.257,11 21.838.925,37
2. Sonstige betriebliche Erträge 253.090,05 411.768,14
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -8.759.927,98 -10.874.429,91
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.728.989,77 -3.791.900,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -756.269,36 -847.562,40
-4.485.259,13 -4.639.463,37
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögen und Sachanlagen -875.350,87 -1.029.419,02
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.801.645,47 -4.984.710,94
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.785,25 2.734,63
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -191.015,85 -52.633,30
- davon an verbundene Unternehmen EUR - 191.015,85 (Vj. EUR - 52.633,30)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 103,62 -3.982,58
10. Ergebnis nach Steuern -857.963,27 668.789,02
11. Sonstige Steuern -9.764,00 -10.203,00
12. Jahresfehlbetrag/-überschuss -867.727,27 658.586,02

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Pluggit GmbH mit Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 122960, wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dabei wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt, die zwischen 2 und 15 Jahren liegt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Mit Ausnahme der Bauten auf fremden Grundstücken, die über 33 Jahre abgeschrieben werden, beträgt die Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahre. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Das heißt, soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechend Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Körperschaftsteuersatz inkl. Solidaritätszuschlag von 15,825 % und ein Gewerbesteuersatz von 17,005 % zugrunde gelegt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden, sofern vorhanden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen auf Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten, wie im Vorjahr, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10 T€ (Vj. 32 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen eine Mietkaution in Höhe von 127 T€ (Vj. 134 T€), Körperschaftsteuerrückforderungen in Höhe von 40 T€ (Vj. 64 T€) sowie debitorischen Kreditoren in Höhe von 20 T€ (Vj. 45 T€). Bis auf die Mietkaution haben die sonstigen Vermögensgegenstände, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Kapital beträgt 225 T€.

Die Kapitalrücklage in Höhe von 9.277 T€ wurde gemäß § 272 Abs 2. Nr. 4 HGB gebildet und besteht unverändert zum Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 868 T€ (Vj. Jahresüberschuss 659 T€) sowie der Verlustvortrag werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.349 T€ (Vj. 3.712 T€) gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen aus Liefer- und Leistungsbereich 1.909 3.310
Sonstige Rückstellungen 286 269
Rückstellungen im Personalbereich 154 133
2.349 3.712

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

in T€ bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 140 0 0 140
(Vj. 240) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 240)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 300 4.421 0 4.721
(Vj. 257) (Vj. 4.422) (Vj. 0) (Vj. 4.679)
Sonstige Verbindlichkeiten 139 0 0 139
(Vj. 188) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 188)
Summe Verbindlichkeiten 579 4.421 0 5.000
(Vj. 685) (Vj 4.422) (Vj. 0) (Vj. 5.107)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 4.721 T€ (Vj. 4.679 T€), die größtenteils aus einem mittelfristigen Darlehen 4.422 T€ (Vj. 4.422 T€) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 300 T€ (Vj. 255 T€) resultieren. Für keine Verbindlichkeiten wurden Sicherheiten gestellt.

Umsatzerlöse

Die im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse betragen 17.997 T€ (Vj. 21.839 T€).

Von den Umsatzerlösen wurden in Deutschland 17.221 T€ (Vj. 20.583 T€) und 776 T€ (Vj. 1.256 T€) in der restlichen EU realisiert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 253 T€ (Vj. 412 T€) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus Forderungsmanagement in Höhe von 39 T€ (VJ. 201 T€), sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 50 T€ (Vj. 8 T€), Versicherungsentschädigungen in Höhe von 2 T€ (Vj. 26 T€) sowie Erträge aus Kfz-Sachbezug in Höhe von 162 T€ (Vj. 177 T€).

Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 3.729 3.792
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 756 848
- davon für Altersversorgung 326 336

Das Konto 4186 (Aufwand für Personaleinstellungen) in Höhe von 79 T€ (Vj. 29 T€) wurde im Jahr 2023 aus Löhnen und Gehälter in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2023 2022
Kosten der Warenabgabe 1.157 1.255
Miet- / Leasingzahlungen 1.114 1.214
Werbe- und Reisekosten 1.064 887
Fahrzeugkosten 295 362
Delkrederegebühren 181 226
EDV-Verträge 213 214
Aufwendungen aus Forderungsmanagement (periodenfremd) 41 126
Abschluss- und Prüfungskosten 114 118
Fremdleistungen / Fremdarbeiten 97 106
EDV-Support, Reparaturen und Instandhaltungen 62 82
Versicherungen und Beiträge 66 59
Kosten der Patentpflege 40 55
Rechts- und Beratungskosten 98 45
Übrige 260 236
4.802 4.985

Das Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt 92 T€.

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die gesamten sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 4.834 T€ (Vj. 2.237 T€) ergeben sich aus Leasingverträgen (Firmen-PKW & IT-Geräte) in Höhe von 1.173 T€ (Vj. 720 T€), Mietverpflichtungen für Büro- und Lagerräume in Höhe von 2.603 T€ (Vj. 1.517 T€) sowie einem Bestellobligo für lagerführende Waren in Höhe von 1.058 T€ (Vj. 1.259 T€). Die Laufzeit der sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

in T€ bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre Gesamtbetrag
Mietverträge 591 2.012 0 2.603
Leasingverträge 368 805 0 1.173
Bestellobligo 1.058 0 0 1.058
2.017 2.817 0 4.834

Für sämtliche finanziellen Verpflichtungen wurden keinerlei Sicherheiten gestellt.

Die bestehenden Miet- und Leasingverträge haben keinen nachteiligen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie ermöglichen eine höhere Flexibilität hinsichtlich der Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten und vermeiden ein eventuell entstehendes Vermarktungsrisiko.

Mitarbeiter

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt 50 Arbeitnehmer und ein Geschäftsführer (Vj. 52 Arbeitnehmer und ein Geschäftsführer). Von den 50 Arbeitnehmern waren 41 männlich und 9 weiblich (Vj. 42 und 10).

Die Aufteilung der Arbeitnehmer nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Finanzen & Administration 9 9
Vertrieb & Marketing 21 22
Produktmanagement / Planung / Einkauf & Technik 20 21
50 52

Angabe zu Mindeststeuergesetzen nach § 285 (30a)

Die Gesellschaft ist in einem Land tätig, welches vor dem Abschlussstichtag ein Mindeststeuergesetz entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2 Gesetzgebung") erlassen hat. Das deutsche Mindeststeuergesetz wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet und findet auf Geschäftsjahre Anwendung, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Die Gesellschaft rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen.

Geschäftsführer

Hilario Tome Izacelaya, Group Managing Director, Barcelona / Spanien

Juan Manuel Lecue Yuste, Europe Managing Director, Barcelona / Spanien

Matthias Reitzenstein, Karlsruhe, ab 2. Januar 2023

Hilario Tome Izacelaya und Juan Manuel Lecue Yuste erhalten keine Vergütungen von der Gesellschaft.

Die Vergütung der Geschäftsführer wird unter Bezugnahme auf die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird ausschließlich in den Konzernabschluss der Soler & Palau Ventilation Group S.L.U. mit Sitz Barcelona, Spanien, die im Handelsregister von Barcelona unter B-17005346 eingetragen ist, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der obersten Muttergesellschaft erhältlich.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

München, den 24. Juni 2024

Matthias Reitzenstein, Geschäftsführe

Hilario Tome Izacelaya, Geschäftsführer

Juan Manuel Lecue Yuste, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.134.709,17 € 66.866,54 € 10.201.575,71 €
10.134.709,17 € 66.866,54 € 10.201.575,71 €
II. Sachanlagen
1 Bauten auf fremden Grundstücken 128.286,03 € 0,00 € 128.286,03 €
2 Technische Anlagen und Maschinen 45.395,92 € 0,00 € 45.395,92 €
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.650.734,71 14.852,61 € 2.665.587,32 €
2.824.416,66 € 14.852,61 € 2.839.269,27 €
Gesamt Anlagevermögen 12.959.125,83 € 81.719,15 € 13.040.844,98 €
Abschreibungen
01.01.2023 Zugang 31.12.2023 Restbuchwert 31.12.2023 Restbuchwert 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.032.616,00 € 762.112,24 € 9.794.728,24 € 406.847,47 € 1.102.093,17 €
9.032.616,00 € 762.112,24 € 9.794.728,24 € 406.847,47 € 1.102.093,17 €
II. Sachanlagen
1 Bauten auf fremden Grundstücken 58.123,35 € 3.519,48 € 61.642,83 € 66.643,20 € 70.162,68 €
2 Technische Anlagen und Maschinen 45.395,92 € 0,00 € 45.395,92 € 0,00 € 0,00 €
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.018.956,44 € 109.719,15 € 2.128.675,59 € 536.911,73 € 631.778,27 €
2.122.475,71 € 113.238,63 € 2.235.714,34 € 603.554,93 € 701.940,95 €
Gesamt Anlagevermögen 11.155.091,71 € 875.350,87 € 12.030.442,58 € 1.010.402,40 € 1.804.034,12 €

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Pluggit GmbH (Pluggit) wurde 1993 in Schweden gegründet und verlegte 1995 seinen Sitz nach Deutschland. Seit dem 01. Oktober 2013 ist die Pluggit GmbH ein 100 %iges Tochterunternehmen der Soler & Palau Ventilation Group S.L.U. mit Sitz in Barcelona, Spanien.

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Pluggit vertreibt Produkte der Haustechnik, Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung für Gebäude. Pluggit bietet Systeme für die Bereiche des Neubaus und der Renovierung an. Hierzu zählen insbesondere Lösungen für Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und kleinere Einzelwohnungen bis hin zum Mehrgeschosswohnbau.

Die Vertriebsmärkte sind hauptsächlich Deutschland, Österreich, Italien und Luxemburg.

Grundsätzlich teilt sich der wettbewerbsrelevante Lüftungsmarkt sowohl für Neubau als auch für die Renovierung in zwei Segmente:

1.

ventilatorgestützte Abluft Systeme,

2.

ventilatorgestützte Zu- und Abluftsysteme mit Wärmerückgewinnung.

Im Rahmen des 3-stufigen Vertriebswegs ordern Installateure und Architekten über den Großhandel bei Bedarf. Ergänzend zum Handels- gibt es das Objektgeschäft, bei dem bestimmte Wohnbauprojekte direkt beliefert werden.

II. Wirtschaftsbericht

1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaftsleistung schrumpfte im vierten Quartal 2023. Dem Statistischen Bundesamt zufolge ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) saisonbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zurück, nachdem es in den ersten drei Quartalen nahezu stagniert hatte. Die Industrie litt weiter unter der schwachen Auslandsnachfrage. Die gestiegenen Finanzierungskosten bremsten nach wie vor die Investitionen und dadurch die inländische Nachfrage nach Industriegütern und Bauleistungen. Zudem dürfte die Unsicherheit hinsichtlich der Transformations- und Klimapolitik die Investitionen gedämpft haben. Darüber hinaus beeinträchtigte die ungünstige Witterung die Bauaktivität. Zusätzlich lastete der hohe Krankenstand auf der Wirtschaftsaktivität. Dagegen stützten die niedrigere Inflation, der robuste Arbeitsmarkt und das kräftige Lohnwachstum den realen privaten Konsum. Die Verbraucherinnen und Verbraucher blieben mit ihren Ausgaben aber wohl noch vorsichtig. 1

Bei den Baumaterialpreisen zeigte sich im Jahresverlauf 2023 eine Entspannung. Bis Dezember 2023 gingen viele Preise (Stahl, Bauholz, Glas) zum Teil deutlich zurück. Bei einigen energieintensiven Produkten (Zement, Bitumen) ging der Anstieg aber weiter. Ein anhaltend großes Problem ist die Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt. Nach Berechnungen der Bundesbank verdreifachte sich der Zinssatz für Hypothekarkredite (Durchschnittswert aller Laufzeiten) im Neugeschäft von Januar 2022 bis Dezember 2023 von 1,3 % auf 4,1 %. Dies beeinträchtigt - wegen der höheren Finanzierungskosten - zum einen die Renditeerwartungen im Mietwohnungsbau, gleichzeitig stellt es potenzielle Eigenheimbauer vor Finanzierungsprobleme. Von Januar bis September 2023 ging das Neugeschäftsvolumen der Wohnungsbaukredite an private Haushalte um 44 % zurück. Bei den Baugenehmigungen verzeichneten wir 2023 einen Genehmigungsrückgang im Wohnungsneubau. Von Januar bis November 2023 gab es bei Ein- und Zweifamilienhäusern einen Absturz um 41 %, bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern um 24 %. Insgesamt war im Wohnungsneubau eine Abnahme um 28 % zu verbuchen. Der reale Auftragseingang ging von Januar bis November 2023 um 21,2 % zurück. 2

1 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Februar 2024, S. 9.
2 Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V., Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, Stand 26.02.2024.

2) Geschäftsverlauf

Zur internen Steuerung nutzt Pluggit GmbH verschiedene Kennzahlen. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren dienen insbesondere der "Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände" (EBITDA) und die Umsatzerlöse, die nachfolgend im Rahmen der Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläutert werden.

3) Lage

a. Ertragslage

2023 2022
T€ T€
Umsatzerlöse 17.997 21.839
EBITDA 204 1.752

Pluggit GmbH generierte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 17.997 T€ (Vj. 21.839 T€). Die Umsatzprognose (steigender Umsatz in Höhe von 8 % bis 10 %) wurde mit einem Umsatzrückgang in Höhe von 19 % verfehlt. Die Prognose zur Ertragslage (gemessen am EBITDA), zwischen 1,5 Mio. € und 1,9 Mio. €, wurde mit 242 T€ ebenfalls nicht erreicht. Ursächlich für diese Prognoseabweichungen sind im Wesentlichen drastisch verschlechterte Branchenentwicklungen im Kernsegment von Pluggit, also dem Absatz von zentralen Wohnraumlüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung, die insbesondere im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt werden.

Das EBITDA entwickelte sich ebenfalls negativ und beträgt nunmehr 204 T€ (Vj. 1.752 T€). Ursächlich hierfür waren insbesondere der Umsatzrückgang in Höhe 3.842 T€ bei im Wesentlichen gleichbleibenden Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Materialaufwandsquote gegenüber den Umsatzerlösen verringerte sich von 49,8 % auf 48,7 %. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen gestiegene Verkaufspreise und eine Veränderung des Materialmix.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 253 T€ (Vj. 412 T€). Die Veränderung beruht im Wesentlichen auf die höheren Erträge im Vorjahr aus Forderungsmanagement.

Der Personalaufwand ist (unter Berücksichtigung der Umgliederung des Kontos 4186) aufgrund von nicht rechtzeitiger Nachbesetzung offener Stellen sowie langzeiterkrankter Mitarbeiter von 4.639 T€ auf 4.485 T€ gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr, trotz Umgliederung des Konto 4186 in Höhe von 79 T€, um 183 T€ von 4.985 T€ auf 4.802 T€ gesunken. Ursächlich hierfür sind gesunkene Kosten für die Warenabgabe in Höhe von 98 T€, Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von 100 T€, Fahreugkosten in Höhe von 68 T€ sowie niedrigere Aufwendungen aus Forderungsmanagement in Höhe von 85 T€. Negativ wirkten sich die um 177 T€ höheren Werbe- und Reisekosten sowie Rechts- und Beratungskosten aus, die um 53 T€ stiegen.

b. Finanzlage

Pluggit verfügt zum Bilanzstichtag über flüssige Mittel i. H. v. 2.483 T€ (Vj. 3.463 T€) und finanziert sich im Wesentlichen über den eigenen positiven Cashflow und ein langfristiges Gesellschafterdarlehen, das zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 4.422 T€ (Vj. 4.422 T€) valutiert.

Der Verminderung der flüssigen Mittel beruht im Wesentlichen auf der rückläufigen Umsatz- und Ertragsentwicklung, der gestiegenen Zinslast sowie der Verminderung von Rückstellungen. Teilweise wurde diese Verminderung mit niedrigeren Vorräten ausgeglichen.

Aufgrund des positiven EBITDA des Geschäftsjahres und der Planung für 2024, der liquiden Mittel (2.483 T€), des Überhangs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1.502 T€) als auch der letztmalig am 2. Januar 2024 erneuerten schriftlichen Zusage der Darlehensgeberin, das Darlehen als langfristig zu betrachten und nicht zu beabsichtigen, es vor 2027 fällig zu stellen, sieht die Geschäftsführung die Finanzierung als gesichert an. Zusätzlich zu dem vorgenannten Darlehensbetrag gewährt die Muttergesellschaft dem Unternehmen eine Kreditlinie in Höhe 1.000 T€, die zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen wurde.

Wesentliche Investitionen für das Folgejahr sind nicht geplant.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum 31.12.2023 8.047 T€ und hat sich um 2.339 T€ im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Auf der Aktivseite verringerte sich das Anlagevermögen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen abschreibungsbedingt um 794 T€ auf 1.010 T€ (Vj. 1.804 T€). In einem Umfang von 762 T€ entfiel der abschreibungsbedingte Werteverzehr allein auf das immaterielle Anlagevermögen. Die übrigen Abschreibungen betrafen in Höhe von 113 T€ das Sachanlagevermögen.Die Anlagenquote verringerte sich auf 13 % (Vj. 17 %).

Das Umlaufvermögen verringerte sich um 1.528 T€ von 8.491 T€ im Vorjahr auf 6.963 T€. Haupttreiber für diese Entwicklung waren der niedrigere Bestand an liquiden Mitteln, die geringeren Vorräte sowie die gesunkenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Stichtag. Diese Verminderungen sind im Wesentlichen durch die geringere Geschäftstätigkeit bedingt.

Die sonstigen Rückstellungen - größtenteils Bonusrückstellungen für Kunden - verringerten sich um 1.363 T€ von 3.712 T€ im Vorjahr auf 2.349 T€. Dafür verantwortlich sind geringere Rückstellungen für Kundenboni sowie niedrigere Rückstellungen für Gewährleistungen.

Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 42 T€ von 4.679 T€ im Vorjahr auf 4.721 T€. Ursächlich hierfür sind in erster Linie leicht gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit ausländischen assoziierten Unternehmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den übrigen Lieferanten verringerten sich auf 140 T€ (Vj. 240 T€).

Zusammenfassung

Pluggit hat in 2023 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang in Höhe von 18 % und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 868 T€ zu verzeichnen. Ursächlich hierfür ist ein Markteinbruch im Kernsegment von Pluggit, nämlich dem Absatz von zentralen Wohnraumlüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung, die insbesondere im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt werden. Die Gesellschaft konnte dieser Entwicklung mit einer im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Materialaufwandsquote, definiert als prozentualer Anteil des Materialaufwands an den Umsatzerlösen, entgegensteuern. Die Gesellschaft finanziert das laufende Geschäft aus eigenen Mitteln und könnte im Rahmen einer Kreditlinie der Muttergesellschaft auf weitere Mittel zurückgreifen. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung von einer gesicherten Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus und es liegt keine Bestandsgefährdung vor.

III. Risiko- und Chancenbericht

1) Risiken

Risiken ergeben sich zu einen aus geopolitischen Krisen, wie aktuell dem Russland-Ukraine-Krieg. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzung hat es Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen sowie Materialengpässe in bestimmten Segmenten gegeben.

Nachdem sich die Situation im Laufe des Jahres 2023 in ganz Europa entspannt hat, stellt sich die Frage, wie sich die aktuellen Spannungen im Nahen Osten auf die Materialengpässe auswirken werden. Es zeigt sich, dass in Deutschland der Materialmangel wieder leicht zunimmt. Nach 12,5 % im Januar 2024 berichteten im Februar 2024 14,6 % der Unternehmen von Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung. 3 Dies kann in der Konsequenz zu Preissteigerungen von Einkaufsprodukten führen, von denen auch Pluggit betroffen ist. Hieraus ergibt sich das Risiko eines Margenverlustes, dem Pluggit mit einer aktiven Margenkontrolle und verkaufspreispolitischen Maßnahmen über die Produktpalette begegnet. Ein weiteres Risiko aus diesem militärischen Konflikt stellt die Verfügbarkeit sowie der Absatz von Produkten dar, da Handelsströme und Lieferkettenbeziehungen beeinträchtigt sind. Da Pluggit jedoch weder beschaffungs- noch absatztechnisch Geschäftsbeziehungen in der Krisenregion und in den Ländern der Konfliktparteien unterhält, ist das Unternehmen nicht unmittelbar von diesem Risiko betroffen. Auf das mittelbare Risiko eines Lieferverzuges von Einkaufsprodukten hat sich Pluggit frühzeitig mit größeren Vorratsbestellungen vorbereitet. Darüber hinaus hat die Gesellschaft längerfristige Bestellungen bei den Lieferanten platziert sowie bei systemrelevanten Produkten auf eine Dual-Sourcing-Strategie umgestellt. Vor dem Hintergrund der getroffenen Maßnahmen schätzen wir die Risiken aus dem Russland-Ukraine Krieg als mittel ein.

Weitere Risiken ergeben sich auch als Folge von Konstruktions-, Montage- oder Installationsfehlern in Form von Produkthaftungsansprüchen und Reputationsschäden. Produkthaftpflichtrisiken können zu erheblichen Schadenersatzansprüchen und Schadenabwehrkosten führen. Wir begegnen diesen Risiken zum einen mit einer Qualitätsprüfung bei der Entwicklung von Neuprodukten. Zum anderen haben wir über unsere Muttergesellschaft eine branchenübliche Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Insgesamt schätzen wir ein potenzielles Risiko aus der Produkthaftung als mittel ein.

3 Ifo Schnelldienst, Materialengpässe in der Industrie, 03/2024, S. 62.

Die Gesellschaft ist witterungsbedingten Risiken ausgesetzt, die zu saisonalen Ergebnis- und Liquiditätsschwankungen führen können. Diese Einflüsse sind jedoch nicht struktureller Natur und führen somit i. d. R. nur zu Verschiebungseffekten. Den hieraus resultierenden Risiken begegnet die Gesellschaft durch eine vorsichtige und vorausschauende Finanzdisposition. Insgesamt schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit witterungsbedingter Risiken als mittel ein. Nachhaltige Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage schätzen wir eher gering ein.

Personalrisiken können sich im Wesentlichen durch Engpässe bei der Personalbeschaffung, einen Fachkräftemangel sowie eine zu hohe Fluktuation ergeben. Pluggit begegnet diesen Risiken mittels einer vorausschauenden Personalplanung, einer leistungsorientierten Vergütung sowie flexibler Arbeitszeitmodelle für eine höhere Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben. Außerdem nutzt das Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Fachkräften zahlreiche Rekrutierungskanäle.

Die Gesellschaft ist grundsätzlich dem Risiko von Forderungsausfällen ausgesetzt. Aufgrund unserer Kundenstruktur, die im Wesentlichen aus Einkaufsverbänden mit entsprechenden Sicherungsstrukturen besteht, ist dieses Risiko minimiert. Darüber hinaus verfügt Pluggit über ein automatisiertes Mahnverfahren und Mahnfristen. Als weitere Absicherungsmechanismen dienen die Risikoübernahme durch eine Warenkreditversicherung sowie die Anwendung risikominimierender Zahlungsarten (Vorkasse). Insgesamt bewerten wir sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Auswirkungen von möglichen Schäden aufgrund von Forderungsausfällen als gering.

Risiken in der IT sind etwaige Softwaredefekte, Hardwareausfälle, Bedienungsfehler, Wartungsdefizite oder Einflüsse höherer Gewalt. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird bei der Gesellschaft in moderne Kommunikations- und Informationstechnologien investiert. Ebenso werden regelmäßige Wartungen an den Systemen vorgenommen und Systemschulungen durchgeführt. Die IT-Sicherheit wird zusätzlich durch die definierte und restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch die Erstellung von Datensicherungen erhöht. IT-Risiken aufgrund von Cyberattacken sind in den letzten Jahren stetig gewachsen. Wie der unternehmensinterne Ransomware-Vorfall im Geschäftsjahr 2021 gezeigt hat, kann der Ausfall von geschäftskritischen IT- Anwendungen einen direkten Einfluss auf die Lieferfähigkeit unserer Produkte haben. Zur Begrenzung dieser Risiken unterliegen wir als Tochtergesellschaft eines weltweit agierenden Konzerns den Regeln der IT-Sicherheit, die in entsprechenden Richtlinien zusammengefasst sind und deren Einhaltung die interne Revision konzernweit überwacht.

Diese Regeln werden weiterentwickelt und an die sich ändernden Gefährdungsszenarien angepasst. Weiterhin existieren auf Konzernebene Versicherungslösungen für E-Crime-Tatbestände. Die Auswirkungen durch E-Crime oder den Ausfall geschäftskritischer IT-Anwendungen und deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden trotz getroffener Maßnahmen und weiterer Maßnahmenplanung als möglich mit potenziell erheblichen Auswirkungen eingeschätzt.

Rechtsstreitigkeiten, die einen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Lage der Pluggit haben, sind zurzeit weder anhängig noch angedroht.

Bestandsgefährdende Risiken sind aus Sicht der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der erstellten Planungsrechnung derzeit nicht zu erkennen.

2) Chancen

Der Umwelt-Campus Birkenfeld, Hochschule Trier, hat im Auftrag des Fachverbands Gebäude-Klima (FGK) und des Herstellerverbands Raumlufttechnische Geräte (RLT-Herstellerverband) analysiert, wie sich die Energieeinsparung zentraler Raumlufttechnischer Anlagen in Nichtwohngebäuden durch die Wärmerückgewinnung (WRG) entwickelt hat. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass sich die Wärmerückgewinnung in Deutschland positiv entwickelt und erfolgreich etabliert hat: Die zurückgewonnene Wärmemenge ist demnach signifikant angestiegen. 2021 erreichte sie eine Primärenergieeinsparung von über 30 TWh/a. Damit hat sich die via Wärmerückgewinnung erwirtschaftete Wärmemenge seit 2011 etwa verdoppelt. Im selben Zeitraum stieg die CO 2 - Reduktion von 4,14 Mio. t im Jahr 2011 auf 8,53 Mio. t im Jahr 2021. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzen wird, da alte und weniger effiziente Anlagen durch neue, effizientere Anlagen ersetzt werden. 4

Zudem belegen wissenschaftliche Studien, dass moderne Wohnraumlüftungsanlagen mit Bedarfsregelung und Wärmerückgewinnung einen positiven Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden haben. 5

4 Umwelt-Campus Birkenfeld, Hochschule Trier, Studie zur Entwicklung des Energieeinsparpotenzials der Wärmerückgewinnung aus zentralen Raumlufttechnischen Anlagen in Nicht-Wohngebäuden in Deutschland, 2022.
5 Lüftung 3.0, Bewohnergesundheit und Raumluftqualität in neu errichteten energieeffizienten Wohnhäusern, S. 87.

Flankierend hierzu gilt die Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung als nachhaltige Schlüsseltechnologie zur Erreichung der Klimaziele. Laut Klimaschutzgesetz soll im Gebäudesektor bis 2030 eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen um 35 Mill. t/a erreicht werden. Wenn es bis dahin gelingt, 10 % des Gebäudebestands mit Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (WRG) auszustatten, könnte It. ITG-Nachfolgestudie die WRG mit über 5 % zur Minderung des CO 2 -Ausstoßes beitragen. Dafür wäre bis 2030 die Ausstattung von ca. 500.000 Wohnungen mit Lüftung mit WRG pro Jahr notwendig, während der jährliche Ausstattungsgrad bei 100.000 Wohnungen liegt (Tendenz 2023 fallend), gleichbedeutend mit jeder dritten Wohnung im Neubau. Die ITG-Studie erweitert nun den Zeithorizont bis 2045 und auf einen 45 %-igen Ausstattungsgrad des Gebäudebestands. Die umweltschonenden Leistungen der Wohnraumlüftung wachsen dabei in beeindruckende Höhen: Einsparung an Endenergie von bis zu 42.000 GW/a, Minderung des CO 2 -Ausstoßes um bis zu 11 Millionen t/a und eine Reduzierung der Heizkosten zwischen 3,4 und 5,7 Mrd. Euro. Mit diesen Energieeinsparungen, dem Äquivalent der Erzeugung von zwei bis drei Kohlekraftwerksblöcken, könnten beispielsweise zusätzlich bis zu 730.000 Wärmepumpen betrieben oder 2,2 bis 3,1 Millionen Elektro-Autos gefahren werden. 6

Vor diesem Hintergrund wird dem Lüftungsmarkt für Neubau sowie für bestehende Wohnungen / Häuser Wachstum vorhergesagt. 7 Pluggit kann von diesen Rahmenbedingungen profitieren, weil die Gesellschaft ausschließlich im Markt für Wohnraumlüftung aktiv ist und hier als spezialisierter Anbieter ein breites und innovatives Produktportfolio für zentrale und dezentrale Lüftungssysteme anbietet. Die Marktbearbeitung erfolgt über Multiplikatoren wie Verbänden der Wohnungswirtschaft, Planern, Architekten, aber auch durch strategische Allianzen zu Marktbegleitern in der energetischen Sanierung sowie mit der Objektbearbeitung.

6 Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden, Forschung und Anwendung GmbH, Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung als nachhaltige Schlüsseltechnologie der Wärmewende - Klimaschutz und Nachhaltigkeit -, 2. Kurzstudie, Mai 2023, S. 2.
7 Studie von Interconnection Consulting, IC Market-Tracking Residential Ventilation in Europe 2022.

IV. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft ist wie gelähmt. Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Im laufenden Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung ihren Rückgang zunächst fortsetzen und um 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5 % zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt und für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9 % im vergangenen Jahr auf 2,3 % in diesem und 1,6 % im kommenden Jahr. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 2,8 % und 2,2 % über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten. 8

Derweil ist im Frühsommer eine Trendwende bei den Zinsen zu erwarten; Marktakteure rechnen damit, dass die EZB dann die ersten Zinssenkungen vornimmt. Somit dürften sich die Finanzierungsbedingungen insgesamt in diesem Jahr etwas entspannen, sodass bei den Hypothekenzinsen mit einem Zinskorridor von 3,5 bis 4,5 % zu rechnen ist. 9 Dem, verglichen mit den Vorjahren, weiterhin hohen Zinsniveau werden die Preisrückgänge wohl jedoch nicht in vollem Umfang entgegenwirken können. Die Probleme des Wohnungsbaus betreffen insbesondere den Neubau - dabei dürften die schwierigen Finanzierungsbedingungen die entscheidende Rolle spielen und Neubauvorhaben für einen großen Teil der Haushalte unrealisierbar machen. 10

8 Ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024: Deutsche Wirtschaft wie gelähmt, 06. März 2024
9 Heinze, Mittelfristprognose und langfristige Perspektiven der Bauwirtschaft 2023-2028, November 2023 S. 42.
10 DIW-Wochenbericht 1+2 2024, Bauvolumen dürfte erstmals seit Finanzkrise nominal sinken - Lage im Wohnungsbau spitzt sich zu, S. 7.

Mindestens im ersten Halbjahr 2024 wird sich der rückläufige Wohnungsneubau fortsetzen und damit die Baukonjunktur noch eintrüben. Einzelne Marktbeobachter rechnen sogar erst im Jahr 2025 mit einer Belebung. Die Überhänge aus noch nicht abgearbeiteten Wohneinheiten aus den Vorjahren sind weitgehend abgeschmolzen - sei es, weil sie fertiggestellt oder abgebrochen wurden. Der Handel hat seine Lagerbestände deutlich reduziert und verliert seine Pufferfunktion - damit wird das Geschäft für die Hersteller volatiler. Mit den deutlichen Rückgängen an Bauanträgen und Baugenehmigungen im Jahr 2023 über alle Wohngebäudeklassen hinweg fehlt 2024 die Basis für Neubautätigkeiten. Entsprechend fokussieren sich viele Marktteilnehmer auf den (energetischen) Renovierungs- und Sanierungsmarkt im Wohnungsbereich. Gleichwohl leidet auch dieses Marktsegment unter der Unsicherheit der Förderprogramme, den gestiegenen Finanzierungkosten und den hohen Materialpreisen - trotz eines hohen Sanierungsstaus. Unter diesen Bedingungen ist das seitens der Politik vorgegebene Ziel von jährlich 400.000 Wohnungen in den nächsten Jahren nicht realistisch - trotz des hohen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum. 11 So rechnet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) in seiner Konjunkturprognose für den Wohnungsbau mit der Fertigstellung von nur ca. 235.000 Wohnungen in 2024 (Vj. 271.000 Wohnungen). 12 Wachstumsimpulse sind aufgrund der unveränderten hohen Nachfrage nach Wohnraum zu erwarten, insbesondere auch durch die anhaltende Zuwanderung nach Deutschland. 13

Trotz der unsicheren volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen besteht für die Produkte von Pluggit ein stabiles Marktumfeld, das nicht zuletzt durch die aktuellen politischen Diskussionen zu den Themen energetische Gebäudesanierung und Klimaschutz unterstützt wird. Im Bereich der Gebäuderenovierung steht die Marktentwicklung für Lüftung mit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahre 2002 und der letzten Novellierung in 2016 erst am Anfang. 14 Die Entwicklung in diesem Marktsegment kann deutlich stärker ausfallen als im Neubaubereich, da nach Einschätzung der Gesellschaft viele Bestandsimmobilien in Deutschland eine hohe Sanierungsbedürftigkeit im Bereich Wohnraumlüftung aufweisen. Produktseitig ist Pluggit seit Mitte des Jahres 2014 mit dem dezentralem Lüftungssystem iconVent in diesem Markt vertreten. Weitere Produktinnovationen, die durch eine leichte Einbindung in das Mauerwerk insbesondere für die nachträgliche Montage bei Bestandsimmobilien geeignet sind, sind seit Ende 2016 auf dem Markt.

11 Prophet, Perspektiven 2024 Bauzulieferindustrie, S. 8.
12 Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Konjunkturentwicklung Bauhauptgewerbe 2023 - Prognose 2024, S. 5.
13 Deutsche Bank Research, Deutschland-Monitor, 2022: Rekordzuzug seit 1990 - 2030: Fast 86 Mio. Einwohner, Stand 02. August 2022.
14 Studie von Interconnection Consulting, IC Market-Tracking Residential Ventilation in Europe 2022.

Mit PluggPlan, dem Einheitszentralen Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung, erschließt Pluggit zukünftig den Markt für Bestandshalter im Mehrgeschosswohnungsbau mit Nutzungseinheiten bis ca. 80 m 2. Hauptaufgaben des Systems sind der Gebäudeschutz, die Wohngesundheit sowie die Energieeffizienz. Die Erweiterung des Produktspektrums in diesem Marktsegment wird in den kommenden Jahren das Wachstum von Pluggit weiter vorantreiben.

Im Verlauf des Jahres 2024 wird Pluggit mit den Produktlinien PluggExVent, PureFlow und Kwait zudem in den Markt für Wohnraumlüftung ohne Wärmerückgewinnung einsteigen und damit zusätzliche Umsatzpotentiale erschließen.

Die Investitionsschwerpunkte liegen in 2024 in den Bereichen Produktmanagement und IT. Durch die Weiterentwicklung bestehender Produkte und die Entwicklung neuer Produkte über die Gruppe soll die Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden mit dem Ziel, die Ertragskraft des Unternehmens zu steigern.

Die Umsatz- und Ertragserwartungen sind im langfristigen Bereich vor dem Hintergrund der eigenen Stärken und des wachsenden Marktes für Wohnraumlüftungen grundsätzlich optimistisch. Unsichere makroökonomische Rahmenbedingungen und eskalierende geopolitische Risiken, insbesondere im kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont, können jedoch auch jederzeit zu Beeinträchtigungen führen.

Für das kommende Geschäftsjahr rechnet die Gesellschaft mit einem im Vergleich zum Vorjahr konstanten Umsatz und gemessen am EBITDA gleichbleibender Ertragslage. Hauptgrund hierfür ist das nach wie vor rezessive Branchenumfeld, insbesondere im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern.

Zusammenfassung der Risiken, Chancen und Prognose

Das Hauptrisiko ergibt sich aus dem rezessiven Branchenumfeld im Bausektor, insbesondere beim Neubau für Ein- und Zweifamilienhäuser. Weitere Belastungsfaktoren sind die anhaltende Inflation und steigende Bauzinsen. Auch die Rekrutierung geeigneter Fachkräfte gestaltet sich immer schwieriger. Die wesentlichen Chancen ergeben sich sowohl aus den Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie als auch durch den Umstand, dass die Belüftung von Innenräumen für den Infektionsschutz zunehmend im Fokus steht. Stützend wirkt die Nachfrage nach Sanierungsarbeiten, insbesondere im Bereich der kontrollierten Wohnraumlüftung sowie der durch die anhaltende Zuwanderung steigende Bedarf an Wohnraum. Da die Risiken eher temporärer Natur sind und die Chancen einen eher langfristig wirkenden Charakter haben, rechnen wir mittelfristig mit einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung.

 

München, den 24. Juni 2024

Matthias Reitzenstein, Geschäftsführer

Hilario Tome Izacelaya, Geschäftsführer

Juan Manuel Lecue Yuste, Geschäftsführer

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