Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 34352
Vorher
Drachenfelssee 780. V V GmbHB+L Bauunternehmen und Baulogistik GmbH
Eingetragen
16.6.2009
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermietung von Baumaschinen und -gerätenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Gegenstand
Verkauf und Vermietung von begehbaren Containeranlagen und Containern sowie von Baumaschinen und Geräten; Bereitstellen von Infrastruktur-Bestandteilen; Bereitstellen von Baustellen-Einrichtungen; temporäre Verkehrsleitung und -lenkung; Lenkung des Zugangs zu Baustellen; Ausführung von Logistikmaßnahmen, bauvorbereitende Maßnahmen, Erbringung von Bauleistungen, insbesondere Maurer-, Beton-, Stahlbeton- und Erdarbeiten, Installation und Heizungsbau, Elektrotechnik

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Gert Kallabis
seit 19.7.2022
Geschäftsführer
Carolin Hiemann
seit 22.9.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
B plus L Group GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BplusL Infra Log GmbH

Limbach-Oberfrohna (vormals: Dresden)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die BplusL Infra Log GmbH, Limbach-Oberfrohna (vormals: Dresden, im Folgenden "BplusL", "Gesellschaft" oder "Unternehmen"), ist unverändert auf folgenden Gebieten tätig:

Ø Verkauf und die Vermietung von begehbaren Containeranlagen und Containern sowie von Baumaschinen und Geräten,

Ø Bereitstellen von Infrastruktur-Bestandteilen und von Baustellen-Einrichtungen,

Ø temporäre Verkehrsleitung und -lenkung,

Ø Lenkung des Zugangs zu Baustellen,

Ø Ausführung von Logistikmaßnahmen,

Ø bauvorbereitende Maßnahmen,

Ø Erbringung von Bauleistungen, insbesondere Maurer-, Beton-, Stahlbeton- und Erdarbeiten.

Schwerpunkt der Tätigkeit ist der komplexe Betrieb von Baustelleneinrichtungen bundesweit.

Der Sitz der Gesellschaft ist Limbach-Oberfrohna (vormals: Dresden).

Die Firma ist, bedingt durch das weitere Wachstum, am bisherigen Firmenstandort in Niederdorf an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Aus diesem Grund wurde bereits in 2020 ein Mietvertrag über neue Gewerberäume in Limbach-Oberfrohna abgeschlossen. Insbesondere vor diesem Hintergrund ist die Firma in 2021 an den neuen Firmenstandort in Limbach-Oberfrohna, Johann-Esche-Straße 27, umgezogen. Einhergehend wird die Organisation punktuell entsprechend der wachsenden Aufgaben angepasst.

Der für die Gesellschaft bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator zur Steuerung des Unternehmens ist das EBITDA. Als nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die Personalentwicklung, insbesondere die Mitarbeiterentwicklung und -bindung zu nennen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland betrug im Jahr 2021 rund 3,57 Billionen Euro. Somit wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 %. Damit konnte sich die deutsche Wirtschaft, trotz weiter anhaltender Corona-Schutzmaßnahmen und damit verbundenen Liefer- und Materialengpässen, erholen. Trotz des hohen Vorjahresniveaus stiegen die Konsumausgaben des Staates preisbereinigt um 3,4 % und waren somit auch im Jahr 2021 eine wichtige Wirtschaftsstütze. Auch der Außenhandel erholte sich im Jahr 2021 und Deutschland exportierte preisbereinigt wieder mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr.

Das Marktumfeld und die damit einhergehende Kundennachfrage unserer Leistungen, gerade durch die Beauftragung der öffentlichen Hand, ist weiterhin auf einem stabilem Niveau. Darüber hinaus entwickelte sich die Nachfrage der Reinigungsleistungen bedingt durch die Corona-Situation positiv. Die auf Kundenzufriedenheit und Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik der Gesellschaft wurde weiter fortgesetzt.

Die Baubranche zeigte sich von der Corona-Pandemie auch in 2021 nahezu unbeeindruckt und steigerte die Umsätze um 1,0 %. Der baugewerbliche Umsatz betrug € 144,8 Mrd. Aufgrund von Lieferengpässen bei Materialien fällt der Anstieg relativ gering aus. Daneben konnte ein Anstieg der Zahl der Beschäftigten von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr im Bauhauptgewerbe verzeichnet werden.

Der preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Vorjahresvergleich um 2,3 % gestiegen. Das Auftragsvolumen in Höhe von € 94,6 Mrd. lag nominal um 9,4 % über dem Vorjahresniveau.

Das Jahr 2022 startete für die Bauwirtschaft aufgrund günstiger Witterungsbedingungen dynamisch. Diese Entwicklung wird auch durch gestiegene Auftragseingänge in 2022 gestützt. Allerdings berücksichtigt diese Entwicklung nicht die Folgen aus der aktuellen Situation hinsichtlich des Ukraine-Kriegs.

2.2 Geschäftsverlauf

Die BplusL Infra Log GmbH hat am 30. April 2021 sämtliche Geschäftsanteile an der Detmers Service & Transport GmbH, Dresden, erworben und die Speditionsdienstleistungen in ihre Geschäftstätigkeit einbezogen. Im Jahr 2021 setzte die BplusL ihre in Vorjahren begonnene und auf weiteres Wachstum ausgerichtete Geschäftsentwicklung fort. Der Umsatz der Gesellschaft stieg von T€ 28.236 im Vorjahr auf T€ 33.544 an, was einem Umsatzwachstum von 18,8 % entspricht. Die Betriebsleistung in Höhe von T€ 53.417 liegt deutlich über dem Vorjahresniveau und unterschreitet die Prognose aus dem Vorjahresabschluss (T€ 53.850) nur geringfügig.

Die Steigerung der Gesamtleistung wirkt sich positiv auf das EBITDA in Höhe von T€ 11.742 aus, welches um T€ 3.339 über dem Vorjahr liegt und die Prognose aus dem Vorjahresabschluss (T€ 4.223) deutlich übersteigt. Diese Steigerung beruht zum einen auf einem erhöhten Auftragsvolumen, welches durch ein erhöhtes Investitionsvolumen im Bereich Container bedient werden konnte. Die Ergebnissteigerung ist zum anderen auf eine positive Nachfrage und eine Verlängerung der Standzeiten der Baustelleneinrichtung sowie auf die konjunkturbedingte Preisentwicklung zurückzuführen. Weiter wurde das über der Prognose liegende EBITDA durch die sachgerechte Erfassung von Baustellenzäunen und Elektrokabeln im Sachanlagevermögen im Jahresabschluss beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen von T€ 4.506 im Sachanlagevermögen erfasst, während für Prognosezwecke noch eine Aufwandserfassung angenommen wurde.

Der Jahresüberschuss konnte von T€ 4.358 aus dem Vorjahr auf T€ 9.549, vor eigener Ergebnisabführung und nach Berücksichtigung von Gewinnübernahmen von Tochterunternehmen, gesteigert werden. Das Ergebnis übersteigt die Prognose (T€ 3.873) deutlich infolge der positiven Entwicklung des EBITDA. Die Änderung der Bewertungsmethode hinsichtlich der Erfassung von Baustellenzäunen und Elektrokabeln im Sachanlagevermögen hat das Jahresergebnis in Höhe von T€ 4.208 positiv beeinflusst.

Die unfertigen Leistungen stiegen vor Abzug von erhaltenen Anzahlungen von T€ 66.737 auf T€ 86.610 infolge der Leistungserhöhung.

Auf Grund der hohen Anzahl parallel bedienter Baustellen konnten Anlageteile vielfach direkt von einem Standort zum nächsten Einsatzort umgesetzt werden. Das erhöht die Produktivität der Gesellschaft.

Das Investitionsvolumen betrug T€ 19.898 gegenüber T€ 6.175 im Vorjahr. Die Investitionen konzentrierten sich im Wesentlichen auf Ersatz- und Zusatzbeschaffungen von Containern. Die Investitionen in Container dienen der Sicherung des geplanten Umsatzwachstums.

Die Liquidität des Unternehmens war im Geschäftsjahr stets in ausreichendem Maße gewährleistet. Die Gesellschaft verfügte zum 31.Dezember 2021 über einen Kassenbestand und Bankguthaben in Höhe von T€ 2.289 (Vorjahr: T€ 3.820). Die Kontokorrentverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag T€ 2.752, bei bestehenden Kontokorrentlinien von aktuell T€ 3.000. Im Geschäftsjahr wurden in Höhe von T€ 9.431 Sale-und-lease-back-Transaktionen mit Finanzierungspartner abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag sind für weitere Container in Höhe von T€ 6.625 die Finanzierungen in Vorbereitung.

Die Betriebsleistung in Höhe von T€ 53.417, mit einem Betriebsergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Gewinnübernahmen von T€ 8.526 übertraf die Vorjahresprognose deutlich.

2.3 Personalentwicklung

Einhergehend mit der gestiegenen Betriebsleistung erhöhte sich der stichtagsbezogene Personalbestand zum 31. Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahr von 195 auf 265 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Wachstum von 19,5 %.

Das Unternehmen verfügt, trotz demografischer Entwicklung der Bevölkerung und der damit verbundenen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, wie in den Vorjahren über ausreichenden Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern und greift hierauf auch zurück. Hierbei nutzt die Gesellschaft auch ausländische Mitarbeiter. Die Arbeitsabläufe sind routiniert (einschließlich der Dienstleistungs-Tochter DiLoG Dienstleistung und Logistik GmbH).

Mit steigender Betriebsleistung wurde der Personalbestand angepasst, um das zukünftige Wachstum der Gesellschaft bei steigenden Kundenanforderungen zu gewährleisten. Die Belegschaft zeichnet sich durch einen umfassenden Erfahrungsstand aus. Durch die weiterführende Rationalisierung (insbesondere der Tourenplanung) soll einem wachsenden Personalbestand, insbesondere im gewerblichen Bereich, entgegengewirkt werden.

3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Die Betriebsleistung setzt sich aus den realisierten Umsätzen und den Bestandsveränderungen der unfertigen Leistungen zusammen. Der Anstieg der Betriebsleistung um T€ 15.516 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem großen Anteil aus schlussgerechneten Projekten realisiert sowie einem verstärkten Anarbeitungsstand der laufenden Projekte bestimmt.

Die Betriebsaufwendungen erhöhten sich sowohl im Material- als auch im Personalbereich. Der Anstieg der Materialaufwendungen (T€ 3.594) beruht insbesondere auf der stärkeren Inanspruchnahme von Fremdleistungen und höheren Kosten für Baustellenausstattungen, die auch durch die gewachsene Anzahl von Baustellen bedingt sind. Die Erhöhung des Personalaufwandes um T€ 2.539 korrespondiert im Wesentlichen mit dem Anstieg der Mitarbeiterzahl. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist verursacht durch die erwartete Geschäftsentwicklung und durch die Vorbereitung auf ein weiteres solides Wachstum in den kommenden Jahren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Geschäftsjahr 2021 Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (T€ 305). Des Weiteren sind Weiterberechnungen verauslagter Kosten (T€ 2.938) sowie Erträge aus dem Verkauf von Containern im Rahmen von Sale-and-lease-back-Verträgen (T€ 131) enthalten.

3.2 Finanzlage

Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:

2021
T€
2020
T€
Veränderung
T€
Kassenbestände 14 40 -26
Bankguthaben 2.275 3.780 -1.505
Kontokorrentkredite -2.753 0 -2.753
  -464 3.820 - 4.284

Die Finanzlage der Gesellschaft entwickelte sich wie folgt:

2021
T€
2020
T€
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.391 5.625
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -15.519 -4.822
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 5.844 -789
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -4.284 14

Im Geschäftsjahr 2021 war aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein Zufluss in Höhe von T€ 6.057 zu verzeichnen, der sich insbesondere aus dem Jahresergebnis und den Abschreibungen ermittelt. Mittelabflüsse ergaben sich hingegen aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 15.519, denen Zuflüsse aus Veräußerungen in Höhe von T€ 3.561 gegenüberstanden. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die Einzahlung aus der Aufnahme eines Darlehens. Somit ist der Finanzmittelfonds um T€ 4.284 gesunken.

Die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität waren während des Geschäftsjahres jederzeit durch das Halten angemessener Liquiditätsreserven und freier Betriebsmittelkreditlinien gewährleistet.

3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

AKTIVA

31.12.2021
TEuro
% 31.12.2020
TEuro
% Veränderung
TEuro
Anlagevermögen 23.536 36,6 10.539 37,6 12.997
langfristige Forderungen 0 0,0 0 0,0 0
Vorräte 24.027 37,4 6.472 23,1 17.555
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.199 5,0 1.845 6,6 1.354
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter 10.121 15,8 2.210 7,9 7.911
sonstige Vermögensgegenstände 991 1,5 3.144 11,2 -2.153
Kassenbestände und Bankguthaben 2.289 3,6 3.820 13,6 -1.531
Rechnungsabgrenzungsposten 89 0,1 13 0,0 76
  64.252 100,0 28.043 100,0 36.209
31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
TEuro % TEuro % TEuro

PASSIVA

         
Eigenkapital 11.493 17,9 11.493 41,0 0
Rückstellungen 709 1,1 1.113 4,0 -404
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.095 14,1 333 1,2 8.762
erhaltene Anzahlungen 14.315 22,3 11.647 41,5 2.668
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.509 8,6 1.020 3,6 4.489
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter 18.483 28,8 1.556 5,5 16.927
Sonstige Verbindlichkeiten 4.569 7,1 881 3,2 3.688
passiver Rechnungsabgrenzungsposten 79 0,1 0 0,0 79
  64.252 100,0 28.043 100,0 36.209

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 36.209 gestiegen.

Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft spiegelt sich in der Erhöhung des Anlagevermögens und dort insbesondere in der Anschaffung neuer Container wider. Diese Container sind notwendig, um die anspruchsvollen Wachstumsziele der Gesellschaft zu ermöglichen. Zugängen im Anlagevermögen in Höhe von insgesamt T€ 19.898 stehen Abschreibungen in Höhe von T€ 3.215 und Abgänge zu Restbuchwerten in Höhe von T€ 3.685 gegenüber.

Die Zunahme der Vorräte ist stichtagsbedingt. Die unfertigen Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 19.873 erhöht. Die damit zu saldierenden Anzahlungen auf den Bestand unfertiger Leistungen sind um T€ 14.641 gestiegen. Unter Berücksichtigung des zum Stichtag bestehenden Warenbestandes an Container haben sich die Vorräte saldiert um die Anzahlungen um T€ 14.888 erhöht, d. h. die Finanzierungsquote der angearbeiteten Leistungen der Gesellschaft ist gesunken.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich spiegeln die im Geschäftsjahr 2021 neu gebildete Konzernstruktur wider und zeigen insbesondere auch die Finanzierungsbedarfe zwischen den Verbundgesellschaften, da es kein Cash Pooling gibt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sinken gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.153.

Die verfügbaren freien Kassenbestände und Bankguthaben sind mit T€ 2.289 (Vorjahr: T€ 3.820), aufgrund starker Investitionstätigkeiten im Wirtschaftsjahr 2021, niedriger als im Vorjahr.

Aufgrund der Abführung des Jahresüberschusses in Höhe von T€ 9.549 ist das Eigenkapital mit T€ 11.493 unverändert zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote sinkt von 41,0 % auf 17,9 %. Der Rückgang ist auf das unveränderte Eigenkapital wegen der Ergebnisabführung des Jahresüberschusses der Gesellschaft zurückzuführen, dem das Wachstum der Gesellschaft und die einhergehende Veränderung der Vermögenslage gegenübersteht.

Die zu passivierenden erhaltenen Anzahlungen betragen saldiert mit den zugehörigen unfertigen Leistungen T€ 14.315. Die deutliche Zunahme an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (um T€ 8.762) spiegelt die Zunahme der Verpflichtungen aus Mietkäufen, Leasing und Investitionstätigkeiten wider.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Für das Jahr 2022 wird eine Betriebsleistung von T€ 69.338 und ein Ergebnis vor Ertragsteuern von T€ 6.415 geplant. Das geplante EBITDA wird unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen und der Einschätzung über die künftige Entwicklung bei T€ 10.630 eingeschätzt. Zum 31. März 2022 beträgt der Auftragsvorrat der laufenden Projekte T€ 73.047 (brutto, ohne Berücksichtigung von Bestandsänderungen und möglicher Nachträge).

Auf Grund der Liquiditätsausstattung und Bonität der Gesellschaft ist der Bestand der Gesellschaft selbst im Fall von Umsatzrückgänge im Prognosezeitraum gesichert, ihre stete Handlungsfähigkeit aufgrund organisatorischer Vorkehrungen ebenfalls. Zudem werden Skonti in Anspruch genommen und zur Finanzierung des wachsenden Investitionsvolumens an Containern auf die Refinanzierung über Leasing zurückgegriffen.

Bisher führt die Gesellschaft ihre Geschäftspolitik der stetigen Leistungsbereitschaft und guten Partnerschaft auf der Baustelle auch unter Pandemie-Bedingungen erfolgreich fort.

Im operativen Bereich hat die Gesellschaft selbstverständlich eine Vielzahl von Maßnahmen zur Vermeidung gesundheitlicher und geschäftlicher Risiken unter Erhaltung der wesentlichen Leistungsfähigkeit getroffen.

Einhergehend mit dem prognostizierten Wachstum wird die Personalentwicklung weiter vorangetrieben und der Mitarbeiterbestand sowohl quantitativ als auch qualitativ fortentwickelt. Die Mitarbeiterentwicklung soll verbessert und hierdurch die Mitarbeiterbindung erhöht werden.

Parallel stärkt die Gesellschaft das Privat- und Endkundengeschäft, um sich so noch breiter am Markt zu platzieren. Zudem ist für die Gesellschaft mit zusätzlichen Leistungen allein schon durch Vertragsverlängerungen zu rechnen. Verspätete Fertigstellungen bei den Baustellen können zu Umsatzverschiebungen ins Folgejahr führen.

Das Beauftragungsverhalten der öffentlichen Hand hält bis zum heutigen Tag unverändert an. Weiterhin können die neuen Aufträge termingerecht begonnen werden und bieten auf Grund des hohen Anteils an öffentlichen Auftraggebern Planungssicherheit für die Gesellschaft.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erwartet einen sich weiterhin positiv entwickelnden Markt, mit einer Zunahme der ausgeschriebenen Baustelleneinrichtung. Der Sanierungsstau in der deutschen Infrastruktur trägt zur positiven Einschätzung der Prognose bei.

4.1 Risikobericht

Die Corona-Pandemie erreichte Deutschland Anfang 2020 und führte zu einem ersten Lockdown in der Zeit von 18. März bis 10. Mai 2020. Durch staatliche Anordnung wurden im Wirtschaftsjahr 2021, ebenso wie in 2020, eine Vielzahl von Betrieben zur Schließung der Geschäfte aufgefordert. Die damit mittelbaren Folgen haben auch die Gesellschaft betroffen, aber aufgrund des Einsatzes der Mitarbeiter konnten wesentliche negative Auswirkungen für die Gesellschaft abgewendet werden. Die Pandemie beeinträchtigt die deutsche Wirtschaft und einzelne Unternehmen nachhaltig. Für die Gesellschaft schätzt die Geschäftsführung das Risiko aus der Corona-Pandemie eher als gering ein. Auch im Jahr 2021 wurden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betrieben. So wurden allen Mitarbeitern kostenfrei Antigen-Schnelltest, auch über die staatlichen Regelungen hinaus, zur Verfügung gestellt. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte durch die Nutzung von Home-Office-Lösungen die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft beibehalten werden. Dieses Vorgehen wurde auch im Wirtschaftsjahr 2022 beibehalten.

Die Steuerung der Liquidität dient dem Ziel, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu jeder Zeit gewährleisten zu können. Die Liquidität entwickelt sich aus den laufenden Einnahmen der Projekte abzüglich der Material- und Personalkosten sowie Verwaltungskosten der Gesellschaft und aus den Zuflüssen der Verbundunternehmen in Form von Gewinnausschüttungen und Ergebnisabführungen. Grundsätzlich besteht daher das Risiko, dass die Gesellschaft unterjährig nicht zu jedem Zeitpunkt über ausreichend Liquidität verfügen könnte, um ihre laufenden Verpflichtungen erfüllen zu können. Die zum Bilanzstichtag vorhandenen Mittel und der geplante Cashflow im Jahr 2022 reichen für die derzeitigen Bedürfnisse der laufenden Geschäftstätigkeit aus. Es stehen keine Endfälligkeiten von Finanzverbindlichkeiten an, sodass kein Risiko aus Anschlussfinanzierungen in diesem Zeitraum auftreten kann.

Kompetente, engagierte und motivierte Mitarbeiter sind eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft. Doch der aktuell vorherrschende Fachkräftemangel in Deutschland stellt die Gesellschaft vor die Herausforderung ausreichend qualifizierte Führungskräfte und Leistungsträger zu akquirieren. Eine große Anzahl von Mitarbeiter Benefits sowie Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sollen vorhandenes Personal halten und die Gesellschaft für künftige Mitarbeiter noch attraktiver machen. Auch die Ausbildung im eigenen Haus soll künftig in den Vordergrund rücken.

Die IT-Systeme der Gesellschaft und ihres Tochterunternehmens sowie ihrer Dienstleister könnten wichtige Daten unwiederbringlich verlieren oder unberechtigte Datenzugriffe von außen erfahren. Beides könnte Störungen des Geschäftsbetriebs und Kosten verursachen und letztendlich zu Vermögensschäden führen. Die Gesellschaft hat sich gegen IT-Risiken durch ein eigenes Netzwerk, moderne Hard- und Softwarelösungen sowie Maßnahmen gegen Angriffe von außen abgesichert, und die Daten werden zusätzlich gesichert. Der elektronische Zugriff auf Systeme und Dokumente erfolgt nur über gesicherte Kanäle. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko aus IT-Risiken und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als niedrig ein.

Leistungswirtschaftliche Risiken können in der Veränderung der Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Baukonjunktur liegen. Aktuell erwarten wir eine unverändert hohe Bautätigkeit der öffentlichen Hand, für die wir überwiegend tätig sind. Aktuelle Preisentwicklungen betreffen unseren Auftragsbestand hinsichtlich Steigerungen bei den Transportkosten, da die vermietete Baustelleneinrichtung vorhanden ist. Risiken aus der Leistungsvergütung bzw. Durchsetzung von Nachtragsforderungen bestehen nach aktueller Einschätzung in geringem Maße, da der Leistungsumfang der Gesellschaft eng und klar definiert ist.

Als Ergebnis der Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen und Vorsorgen werden auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken eingeschätzt.

4.2 Erläuterung der wesentlichen Chancen

Die Gesellschaft blickt optimistisch ins Jahr 2022. Die anhaltende Investitionstätigkeit des Bundes und der Bundesländer wird durch die Geschäftsführung der Gesellschaft als Chance für die Auftragslage und damit die Finanz- und Ertragslage gesehen. Erhebliche Investitionen in Infrastrukturen, sowohl Erneuerungen als auch Ersatz, ermöglichen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für die Gesellschaft ihre Kernkompetenz vermarkten zu können. Die Auswirkungen der Pandemie in verändertem Hygieneverhalten der Bevölkerung führte zu zusätzlichem neuen Geschäft und die geänderten Platzbedarfe in temporären Gebäuden werden diese positiven Effekte noch weiter verstärken.

Im Berichtszeitraum wurden Harmonisierungsprozesse und IT-Strukturen angeschoben, die Möglichkeiten für Effizienzsteigerungen bieten. Diese Chancen können zusätzlich die Bearbeitung höherer Wachstumsraten als in der Planung vorgesehen ermöglichen.

Investitionen in Prozesse und Know-how können der Gesellschaft zusätzliche Möglichkeiten für Optimierung der Ertragslage bieten. Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass sich die Gesellschaft auch durch geringe Optimierungsschritte erhebliche Potenziale eröffnen kann.

Als Infrastrukturanbieter zählt die Firma zu den wirtschaftlichen Profiteuren von klimatischen Veränderungen, die die Allgemeinheit betreffen und deren Bewältigung eine Herausforderung für die gesamte Volkswirtschaft ist.

Darüber hinaus sieht die Gesellschaft weitere Chancen in modernen Wohnkonzepten und Immobilienlösungen, die sich zukünftig eher an eine flexiblere Gesellschaft orientieren werden.

Die tiefgreifenden klimapolitischen Veränderungen und die damit steigenden Anforderungen an energetisch optimierte Gebäude, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen, sieht die Gesellschaft als Chance, in ihren Hauptgeschäftsfeldern, im Bereich der Baustelleneinrichtung und der Gestellung von temporären Gebäuden, weiter auszubauen. So erwartet die Gesellschaft ein weiterhin deutliches und kontinuierliches Wachstum in den nächsten Jahren in diesem Geschäftsbereich.

4.3 Ukraine-Krise

Ende Februar hat Russland Krieg gegen die Ukraine begonnen.

Nach Angaben des UNHCR (Stand 28.03.) sind über 10 Mio. Menschen vor dem Krieg auf der Flucht, das ist fast ein Viertel der ukrainischen Bevölkerung. 3,8 Mio. sind aus der Ukraine in die Nachbarstaaten geflohen, von denen ein Großteil Frauen und Kinder sind. In Deutschland werden derzeit ca. 300.000 Flüchtlinge geschätzt. 2,3 Mio. Flüchtlinge sind derzeit in Polen. Über die Weiterverteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU wird aktuell intensiv beraten. Zu erwarten ist, dass die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland weiter steigen wird.

I. Starker Anstieg der Nachfrage nach Containern und temporären Gebäuden

Die Nachfrage nach temporären Gebäuden hat sich seit Mitte März erheblich erhöht. Es wurde innerhalb von 14 Tagen ein Bedarf von zusätzlichen 3-4 Tsd. Containern bei der BplusL Gruppe angefragt mit Mietzeiten zwischen 1-3 Jahren. Dieser Bedarf bezieht sich im Wesentlichen auf Anfragen nach Flüchtlingsunterkünften, ähnlich wie zur Flüchtlingskrise 2015/2016.

Neben den Flüchtlingsunterkünften gibt es zunehmend Bedarfe an Kinderbetreuungsangeboten und Schulen, da ungefähr die Hälfte der Flüchtlinge Kinder sind.

Die Auswirkungen durch den Krieg schätzt das Management der Gesellschaft so ein, dass eine Rückkehr der Flüchtlinge in den kommenden 1 bis 2 Jahren unwahrscheinlich ist, da die Infrastrukturen in der Ukraine im erheblichen Umfang zerstört sind und ein geregeltes Leben vorläufig unter normalen Bedingungen schwer vorstellbar erscheint.

II. Containerproduzenten reagieren mit Preisanpassungen

Die Containerproduktion ist wie viele andere Produktionsprozesse international aufgestellt und erfährt Einschränkungen durch die mit den Kriegshandlungen in der Ukraine verbundenen Störungen der Lieferketten. Im Ergebnis sieht sich die BplusL-Gruppe mit teilweise erheblichen Preisanpassungen seitens der Lieferanten konfrontiert.

Begründet wird das von Lieferanten mit Lieferengpässen für Rohmaterialien (vornehmlich Stahl und zementgebundene Holzverbundmaterialien), die direkt aus Russland bezogen wurden und jetzt von alternativen Quellen bezogen werden müssen. Ferner führen die deutlich gestiegenen Rohöl- und Dieselpreise zu deutlich höheren Transportkosten, was Auswirkungen einerseits auf die Herstellkosten der Produzenten als auch auf die Bezugskosten der BplusLGruppe hat.

Diese Preisanpassungen sehen wir in allen Produkten, die zur Ausstattung eines Containers notwendig sind. Das erstreckt sich über Fenster, Heizungsanlagen, Duschen und andere Sanitäreinrichtungen sowie Betten und andere einfache Einrichtungsgegenstände wie Tische und Stühle.

Zur Sicherung der Profitabilität wendet die BplusL-Gruppe existierende Preisgleitklauseln für laufende Projekte an bzw. wird über gängige Mehrmengenermittlungen an Kunden weiterberechnet. Für neue Angebote werden die Kalkulationen mit zusätzlichen Aufschlägen versehen, die regelmäßig auf ihre Akzeptanz beim Kunden geprüft werden.

III. Kunden behalten gemietete Container

Auf der Kundenseite führt die Sorge vor zurückgehender Verfügbarkeit von Containern dazu, dass bereits größere Kunden im Baugewerbe ihre gemieteten Container nach Beendigung einer Baustelle nicht zurückmelden, sondern weitermieten. Teils aus Sorge vor Mietanpassungen und teils aus Sorge vor fehlender Verfügbarkeit in der Zukunft. Dieses führt zu einer weiteren Verknappung des verfügbaren Containerbestandes.

4.4 Ausblick auf die Geschäftsentwicklung der BplusL Infra Log GmbH

Vor dem Hintergrund der zuvor identifizierten Auswirkungen sieht die BplusL Infra Log GmbH, inklusive aller ihrer beteiligten Unternehmen, eine weiterhin starke Nachfrage nach temporären Gebäuden. Das sind einerseits Flüchtlingsheime und Notunterkünfte sowie Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen sowie Büro- und Sanitärcontainer. Verstärkend kommt hinzu, dass die aufgehobene epidemische Notlage von nationaler Tragweite zum Wiederaufleben der Veranstaltungsbranche führt. Dort sind insbesondere Sanitäranlagen (Sanitärcontainer und Toilettenkabinen) für Großveranstaltungen gefragt. Daher rechnen wir für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 mit einer positiven Auftragslage.

Allgemein steigende Transportkosten wird die BplusL-Gruppe teilweise kompensieren können, da die verhandelten Preise inklusive Antransport sind und gleichzeitig die Transportstrecken durch die Verdichtung des Baustellen- und Standortnetzes verkürzt werden können.

Der Lieferengpass von Baumaterialien führt zu einer Verzögerung bei der Fertigstellung von Bauvorhaben und damit auch zu einer Verlängerung der Mietdauer von Baustelleneinrichtungen. Ein eventuelles geringeres Wachstum durch weniger neue Bauvorhaben wird nach Einschätzung des Managements durch die Mietzeitverlängerung überkompensiert werden und der Bestand an aktiven Baustellen im Geschäftsjahr 2022 weiterwachsen.

 

Limbach- Oberfrohna, den 30. Mai 2022

gez. Gunnar Förster, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 23.536.005,55 10.538.890,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 369.547,61 10.378,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 369.547,61 10.378,00
II. Sachanlagen 18.456.729,88 10.480.262,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.317,00 62.317,00
2. technische Anlagen und Maschinen 30.025,00 8.167,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.998.177,34 10.146.469,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.384,54  
5. sonstige Sachanlagen 2.359.826,00 263.309,00
III. Finanzanlagen 4.709.728,06 48.250,30
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.709.728,06 48.250,30
B. Umlaufvermögen 40.626.962,73 17.418.499,14
I. Vorräte 24.027.536,58 6.472.509,60
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 53.040.293,95 66.737.466,53
2. fertige Erzeugnisse und Waren 9.312.964,41 709.439,60
3. geleistete Anzahlungen 1.052.547,02  
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39.378.268,80 60.974.396,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.310.839,06 7.125.755,84
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.199.199,86 1.619.616,90
2. Forderungen gegen Gesellschafter 8.437.935,33 1.528.071,66
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.682.550,60 681.492,74
4. sonstige Vermögensgegenstände 991.153,27 3.296.574,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.288.587,09 3.820.233,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 89.111,92 12.933,64
Aktiva 64.252.080,20 27.970.323,08

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 11.493.249,19 11.493.249,19
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 11.468.249,19 7.110.422,42
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 4.357.826,77
B. Rückstellungen 708.767,81 1.112.850,09
1. Steuerrückstellungen 159.879,49 145.100,00
2. sonstige Rückstellungen 548.888,32 967.750,09
C. Verbindlichkeiten 51.970.911,98 15.364.223,80
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.094.888,05 332.895,05
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.314.898,73 11.647.690,60
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.508.637,28 782.727,78
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 14.428.966,33 245.823,95
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.054.694,78 1.337.466,09
6. sonstige Verbindlichkeiten 4.568.826,81 1.017.620,33
davon aus Steuern 358.633,16 216.908,45
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 127.425,56 76.609,06
D. Rechnungsabgrenzungsposten 79.151,22  
Passiva 64.252.080,20 27.970.323,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 33.544.413,67 28.236.044,03
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 19.872.663,20 8.865.932,53
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 799.015,85
4. sonstige betriebliche Erträge 3.780.865,09 7.412.772,48
5. Materialaufwand 26.237.635,18 22.455.157,63
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.740.650,07 6.996.793,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 23.496.985,11 15.458.363,98
6. Personalaufwand 11.689.187,74 9.206.992,08
a) Löhne und Gehälter 8.681.960,48 6.889.869,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.007.227,26 2.317.122,96
7. Abschreibungen 3.215.483,01 2.181.603,90
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.215.483,01 2.181.603,90
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.529.296,50 5.248.650,59
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 1.101.490,70  
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 152.617,51 25.309,65
davon aus verbundenen Unternehmen 152.589,10  
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 166.237,42 48.690,14
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.852,29 1.811.144,63
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern   8.227,00
13. Ergebnis nach Steuern 9.599.358,03 4.386.835,57
14. sonstige Steuern 50.758,94 29.008,80
15. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 9.548.599,09  
16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 4.357.826,77

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die BplusL Infra Log GmbH (im Folgenden "BplusL Infra Log" oder "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Limbach-Oberfrohna (vormals: Dresden). Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter HRB 34352 (vormals: Amtsgericht Dresden, HRB 28254) eingetragen. Die Sitzverlegung nach Limbach-Oberfrohna erfolgte mit notariellem Gesellschafterbeschluss vom 28. Juli 2021.

Der Jahresabschluss der BplusL Infra Log zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die BplusL Infra Log hat als beherrschtes Unternehmen mit der B plus L Group GmbH, Limbach-Oberfrohna (vormals: München) als herrschendem Unternehmen am 26. Februar 2021 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Gesellschafterversammlungen der BplusL Infra Log und der B plusL Group GmbH haben diesem Vertrag jeweils mit Beschluss vom 26. Februar 2021 zugestimmt. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Eintragung im Handelsregister am 17. März 2021 rückwirkend ab Beginn des laufenden Geschäftsjahres wirksam.

Mit Datum vom 26. Februar 2021 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft DiLoG Dienstleistung und Logistik GmbH, Limbach-Oberfrohna (vormals: Niederdorf), als beherrschte Gesellschaft abgeschlossen. Der Vertrag wurde mit Handelsregistereintragung vom 17. März 2021 wirksam. Die Verpflichtung zur Gewinnabführung gilt erstmals für den gesamten Gewinn des Geschäftsjahres 2021. Auf der jeweiligen Gesellschafterversammlung vom 26. Februar 2021 haben der Gesellschafter des beherrschten Unternehmens sowie die Gesellschafterversammlung der herrschenden Gesellschaft mit einem entsprechenden Beschluss diesem Vertrag zugestimmt.

2. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Stetigkeit der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit den folgenden Ausnahmen beachtet. Die nachstehenden Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden waren für eine sachgerechte Abbildung des Geschäftsmodells und einen besseren Einblick in die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage angemessen. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist eingeschränkt.

Bisher als Verbrauchsmaterial angesehene Vermögensgegenstände wie Bauzäune, Elektrokabel sowie weitere wurden im Geschäftsjahr als Betriebs- und Geschäftsausstattung im Sachanlagevermögen aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Dabei wurden nur die Zugänge im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 4.506 erfasst, die zum Bilanzstichtag einen Restbuchwert von T€ 4.208 aufweisen.

In Änderung zum Vorjahr wird die Aktivierung selbsterstellter Sachanlagen vorwiegend Einbauten in Container aufgrund des erheblichen Umfangs an fremdbezogener Leistungen und Materialien mit einem Nettoausweis dargestellt, keine Erträge aus aktivierten Eigenleistungen ausgewiesen und infolge der Materialaufwand um das eingebaute Material und bezogene Fremdleistung gekürzt. Dieser für geleaste Container (im Rahmen eines operativen Leasings angemietete Container) sachgerechte Ausweis wird aus Gründen der Vereinheitlichung auch bei dem Containerbestand im Anlagevermögen angewandt. Insoweit ist die Vergleichbarkeit der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Jahresabschluss mit dem Vorjahresabschluss eingeschränkt. Aktivierten Eigenleistungen von T€ 799 im Vorjahr stehen Verrechnungen im Materialaufwand in Höhe von T€ 2.475 im Geschäftsjahr gegenüber. Die Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten werden mangels Einzelzuordnung nicht aktiviert.

Für laufende Projekte, bei denen die erhaltenen Anzahlungen die Unfertigen Leistungen zu Stichtag übersteigen, werden diese auf der Passivseite ausgewiesen und die zugehörigen unfertigen Leistungen offen abgesetzt. Im Vorjahresabschluss erfolgte ein Ausweis der gesamten unfertigen Leistungen unter den Vorräten. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.

Die Container und Baustellenausrüstung (Waren) für die eine Sale-and-lease-back- Transaktion zur Finanzierung vorgesehen ist, werden bis zur Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums auf die Leasinggesellschaft im Vorratsvermögen in der Position Waren ausgewiesen (T€ 6.693). Im Vorjahr erfolgte ein Ausweis im Sachanlagevermögen. Wegen der auch bei Leasingfinanzierung langfristigen Nutzungsabsicht und der Abgrenzung von den Umsatzerlösen der Gesellschaft werden die Erträge und Aufwendungen aus Sale-and-lease-backTransaktionen saldiert in den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist insoweit eingeschränkt.

Die Gewährleistungsrückstellungen werden im Unterschied zum Vorjahr einzelfallbezogen und nicht pauschal in Höhe von 0,5 % der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse gebildet. Die Gewährleistungsrückstellungen betragen T€ 143 (Vorjahr: T€ 143).

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

3.1 Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten. Die Nutzungsdauer wurde unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Umstände in analoger Anwendung der steuerrechtlichen Abschreibungstabelle ermittelt. Die Abschreibung erfolgt zeitanteilig. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten im Einzelfall EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Investitionszuschüsse wurden in Vorjahren von den Anschaffungskosten abgesetzt und über die Nutzungsdauer des geförderten Wirtschaftsgutes ertragswirksam vereinnahmt.

Es werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Bilanzposten Jahre
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 8
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 19

Die Bestimmung des wirtschaftlichen Eigentums für Container und Baustelleneinrichtung, die mit Leasingverträgen finanziert wird, werden nach dem steuerlichen Leasingerlass für Leasinggeschäfte (BMF-Schreiben vom 19.04.1971, BMF IV B/2-S 2170-31/71, BStBl. I 1971, S. 264 und vom 22.12.1975, BMF IV B 2-S 2170-161/75, DB 1976, S. 172) vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet.

3.2 Umlaufvermögen

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet, es erfolgt eine verlustfreie Bewertung.

Beim Ausweis der unfertigen Leistungen werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB von dem Posten Vorräte, soweit von diesen gedeckt, offen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen die Unfertigen Leistungen übersteigen, werden die erhaltenen Anzahlungen auf der Passivseite ausgewiesen und die unfertigen Leistungen offen abgesetzt.

Handelswaren werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Anschaffungsnebenkosten werden teilweise zur Berücksichtigung der Massentransaktion pauschaliert einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert, wobei Einzelwertberichtigungen auf Forderungen, deren Ausfall droht, vorgenommen werden. Die Ermittlung des Einzelwertberichtigungsbedarfs erfolgte unter Berücksichtigung der Ausfallhaftungserklärung des Geschäftsführers vom 16. Juli 2021 für bestimmte risikobehaftete Alt-Forderungen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruht und wie im Vorjahr 0,5 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen beträgt.

Bei der Bestimmung der Umsatzrealisierung stellt die Gesellschaft auf eine wörtliche Auslegung der geschlossenen Verträge, auf die Bezugnahme auf die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) als Vertragsbedingung und die Vertragseinordnung durch die überwiegend öffentlichen Auftraggeber ab und bestimmt den Auf- und Abbau der Baustelleneinrichtung als Hauptleistung. Infolge werden die Leistungen der Bereitstellung der Containeranlagen und die Serviceleistungen einheitlich als Werklieferungen bzw. Werkleistungen behandelt (FG Baden-Württemberg vom 3.3.2016 - 3K1603/14, rkr) und eine Umsatz- und Gewinnrealisierung mit Beräumung der Baustelleneinrichtung vorgenommen (Bilanzierung nach Werkvertragsgrundsätzen).

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet.

3.3 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden vor dem Abschlussstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

3.4 Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

3.5 Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen miteinbezogen. Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden einzelfallbezogen in Höhe von T€ 143 gebildet.

3.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

3.7 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden vor dem Abschlussstichtag erhaltene Einnahmen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

3.8 Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultierten in Vorjahren aus Unterschieden in den Wertansätzen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz. Latente Steuern werden bei der Organträgerin bilanziert.

4. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagespiegel im Anhang hervor.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen 100 % der Anteile an der DiLoG Dienstleistung und Logistik GmbH, Limbach-Oberfrohna (vormals: Niederdorf, kurz "DiLoG") sowie 100 % der Anteile an der Detmers Transport & Service GmbH, Dresden (kurz "Detmers").

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der DiLoG weist einen Jahresüberschuss von T€ 1.101 (Vorjahr: T€ 3) vor Ergebnisabführung und ein Eigenkapital von T€ 410 (Vorjahr: T€ 410) aus.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der Detmers weist einen Jahresüberschuss von T€ 364 (Vorjahr: T€ 291) und ein Eigenkapital von T€ 1.175 (Vorjahr: T€ 811) aus.

Weiterhin hält die Gesellschaft 70% der Anteile an der Constal Sp.z.o.o., Cyprzanów (Polen) (kurz "Constal").

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der Constal weist einen Jahresüberschuss von T€ 79 (Vorjahr: T€ 32) und ein Eigenkapital von T€ 281 (Vorjahr: T€ 202) umgerechnet zu Stichtagskursen aus.

4.2 Umlaufvermögen

In den Vorräten und offen abgesetzt in den erhaltenen Anzahlungen sind unfertige Leistungen mit T€ 86.610 (Vorjahr: T€ 66.737) für Baustellen enthalten. Diese unfertigen Leistungen spiegeln die erbrachten aber nicht schlussgerechneten Leistungen der Gesellschaft wider. Den erbrachten Leistungen stehen erhaltene Abschlagszahlungen in Höhe von T€ 87.263 (Vorjahr: T€ 72.622) gegenüber.

Waren mit T€ 9.313 (Vorjahr: T€ 709) beinhalten Baucontainer, die für den Verkauf bestimmt sind.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf T€ 641 (Vorjahr: T€ 694) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie beinhalten in Höhe von T€ 959 (Vorjahr: T€ 2.700) Forderungen gegen nahestehende Personen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 1.683 (Vorjahr: T€ 681) resultieren in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 52) aus laufenden Liefer- und Leistungsbeziehungen, in Höhe von T€ 574 (Vorjahr: T€ 629) aus sonstigen Forderungen und in Höhe von T€ 1.101 (Vorjahr: T€ 0) aus Ergebnisabführungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter T€ 8.438 (Vorjahr: T€ 1.528) betreffen im Wesentlichen Finanzforderungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen T€ 991 (Vorjahr: T€ 3.144). Die enthaltene Ausgleichszahlung aus dem Wirtschaftsjahr 2020 in Höhe von T€ 2.700, gemäß dem Gewerberaum-Mietvertrag vom 22. Oktober 2020 für die verspätete Bereitstellung der Gewerberäumlichkeiten in Limbach-Oberfrohna, wurde vereinnahmt. Der Posten enthält in 2022 abziehbare Vorsteuern in Höhe von T€ 68 (Vorjahr: T€ 0).

4.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen T€ 549 (Vorjahr: T€ 968) umfassen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen T€ 0 (Vorjahr: T€ 455), Personalkosten T€ 149 (Vorjahr: T€ 176), Rechtsstreitigkeiten T€ 50 (Vorjahr: T€ 50), Gewährleistungen T€ 143 (Vorjahr: T€ 143), Abschluss und Prüfung T€ 100 (Vorjahr: T€ 84), Aufbewahrungspflichten T€ 28 (Vorjahr: T€ 28), sowie übrige Rückstellungen T€ 79 (Vorjahr: T€ 32).

4.4 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeiten
Bezeichnung gesamt 31.12.2021
T€
bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr gesamt
T€
darunter: mehr als 5 Jahre
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 9.095 207 8.888 0
  (333) (212) (121) (0)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr) 14.315 14.315 0 0
  (11.647) (11.647) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 5.509 5.509 0 0
  (1.020) (1.020) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) 4.054 4.054 0 0
  (1.338) (1.338) (0) (0)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (Vorjahr) 14.429 14.429 0 0
  (218) (218) (0) (0)
6. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 4.569 4.569 0 0
  (881) (881) (0) (0)
Summe (Vorjahr) 51.971 43.083 8.888 0
  (15.437) (15.316) (121) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 9.095 (Vorjahr: T€ 333) enthalten Kredite für die Finanzierung von Fahrzeugen und Containern, Kontokorrentkredite sowie Investitionsund Avalkredite.

Von diesen Verbindlichkeiten sind T€ 442 (Vorjahr: T€ 337) durch Sicherungsübereignung der jeweils finanzierten Gegenstände besichert. Die von der Gesellschaft bestellten Sicherheiten für die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 8.652 sind in Abschnitt 5.4. des Anhangs genannt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit T€ 4.055 (Vorjahr: T€ 1.338) resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von T€ 3.225 (Vorjahr: T€ 1.338) und Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 830 (Vorjahr: T€ 0). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 14.429 (Vorjahr: T€ 218) gliedern sich in sonstige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuerorganschaften sowie Ergebnisabführungen auf.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 3.000 (Vorjahr: T€ 0) gegenüber nahestehenden Personen.

4.5 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen T€ 3.781 (Vorjahr: T€ 7.302) sind Erträge aus Saleand-Lease-Back-Geschäften für Container in Höhe von T€ 131 (Vorjahr: T€ 1.748) enthalten. Darüber hinaus werden Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von T€ 305 (Vorjahr: T€ 715) ausgewiesen.

4.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen T€ 7.529 (Vorjahr: T€ 5.006) sind Aufwendungen im Zusammenhang mit Abgängen aus dem Anlagevermögen in Höhe von T€ 429, Mieten in Höhe von T€ 1.064 (Vorjahr: T€ 284) und Aufwendungen für Bewirtungen, Reisekosten und Repräsentationskosten mit T€ 1.105 (Vorjahr: T€ 839) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 11 (Vorjahr: T€ 0). Die Leasingaufwendungen für den Fuhrpark und Stapler betragen T€ 123 (Vorjahr: T€ 0).

5. Sonstige Angaben

5.1 Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 232 Mitarbeiter (Vorjahr: 183) beschäftigt; davon waren 142 gewerbliche Arbeiter (Vorjahr: 140) und 90 Angestellte (Vorjahr: 43). Darüber hinaus bestanden durchschnittlich 1 Ausbildungsverhältnisse (Vorjahr: 2).

5.2 Geschäftsführer

Als Geschäftsführer im Jahr 2021 war bestellt: Gunnar Förster, Kreischa OT Kleincarsdorf, Kaufmann.

5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2021 aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 17.514 (Vorjahr: T€ 8.230). Diese setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
T€
Leasing Container/CMB 12.418
Leasing KfZ 1.320
Mieten 3.776
  17.514

5.4 Sicherheiten und Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat sämtliches Eigentum an beweglichen Anlage- und Umlaufvermögen (einschließlich Einrichtungsgegenstände, Kraftfahrzeuge, Maschinen und sonstige Geräte, unfertige Leistungen und Waren), welches sich im vertraglich festgeschriebenen Sicherungsgebiet (gesamtes sowie zukünftiges Betriebsgelände) befindet oder künftig dorthin gebracht wird, an die Ostsächsische Sparkasse als Sicherheiten-Treuhänder zur Absicherung der Ansprüche des bei der Muttergesellschaft bestehenden Konsortialkreditvertrages übereignet, der zum Stichtag in Höhe von insgesamt T€ 42.652 in Anspruch genommen wird, von denen die Bplus Infra Log Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 8.652 ausweist. Des Weiteren erfolgte für Container, die sich nicht im Sicherungsgebiet befinden, aber im Eigentum des Sicherungsgebers stehen, ebenfalls eine Übereignung. Die Sicherungsübereignung gilt auch für eigentumsähnliche Rechte an gegenwärtigem und künftigem in das Sicherungsgebiet verbrachtem Sicherheitsgut.

Des Weiteren wurden sämtliche zum Stichtag bei der Gesellschaft ausgewiesene sowie zukünftige Kontoguthaben zur Sicherung der Forderungen der Pfandgläubiger aus dem Konsortialkreditvertrag verpfändet. Sofern Kontoguthaben in ein echtes oder unechtes Kontokorrentverhältnis umgestellt werden, umfasst die Verpfändung sämtliche gegenwärtigen und künftigen Forderungen und Rechte aus dem Kontokorrentverhältnis, einschließlich das Recht, das Kontokorrentverhältnis zu beenden.

Daneben wurden durch die Gesellschaft sämtliche gegenwärtige und künftige, auch bedingte und befristete Forderungen zur Absicherung der genannten Forderungen der Banken aus dem Konsortialkreditvertrag abgetreten, die aus Darlehen gegen andere Gruppengesellschaften, aus sämtlichen Versicherungsverträgen aus denen die Gesellschaft gegenwärtig oder zu einem späteren Zeitpunkt Rechte erwirbt und aus Lieferungen und Leistungen einschließlich aller Nebenrechte resultieren.

Außerdem wurden bis zu einem Höchstbetrag in Höhe von jeweils T€ 550, insgesamt über T€ 1.650, drei Garantieerklärungen gegenüber dem jeweiligen Inhaber eines Genussscheines abgegeben, welche die Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen sowie sonstiger Zahlungen der Muttergesellschaft nach den Genussscheinbedingungen garantiert. Die Gesellschaft hat sich im Sinne eines selbstständigen Garantieversprechens verpflichtet, an die jeweilige Inhaberin des Genussscheines eines Betrages bis zur Gesamthöhe des genannten Höchstbetrages, der unter dem Genussschein fällig ist und nicht von der Gesellschaft bezahlt würde, zu zahlen. Die Gesellschaft kann aus dieser Garantie nur insoweit in Anspruch genommen werden, als eine Inanspruchnahme aus dieser Garantie nicht dazu führt, dass eine Unterbilanz begründet wird, d. h. das Reinvermögen unter den Betrag des Stammkapitals sinkt.

Die Sicherungsverhältnisse sind Teil einer Unternehmensfinanzierung der Unternehmensgruppe, die dem Zweck einer optimierten Nutzung Liquider Mittel und Absicherung des Geschäftsbetriebes dienen. Das Risiko der Inanspruchnahme wird zum Bilanzstichtag als gering eingeschätzt, da aufgrund der bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge die Muttergesellschaft aufgrund der Ergebniserwartungen ihrer mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften mit ausreichend finanziellen Mitteln zur Begleichung aller finanziellen Verpflichtungen ausgestattet ist.

5.5 Nachtragsbericht

Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 hat sich die Krise in der Ukraine wesentlich verschärft. Aufgrund des Einmarsches der russischen Streitkräfte in die Ukraine ist mit einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur zu rechnen. Die Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind aktuell nicht vorhersehbar.

Gemäß Anteilskaufvertrag über die Geschäftanteile vom 24. Februar 2022 (UR-Nr. 1382/2022) sind 15 % der Anteile an der Constal Sp. Z.o.o. Cyprzanowie von Frau Alicja Krzizok, Samborowice gekauft und auf die BplusL Infra Log übertragen worden. Damit hält die BplusL Infra Log insgesamt 85 % der Geschäftsanteile an der Constal Sp. Z.o.o. Cyprzanowie.

5.6 Konzernzugehörigkeit

Die B plus L Group GmbH, Limbch-Oberfrohna (vormals: München), ist das Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Limbach-Oberfrohn, den 30. Mai 2022

gez. Gunnar Förster, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.05.2022 festgestellt.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 sowie dem Lagebericht der BplusL Infra Log Gesellschaft mit beschränkter Haftung, LimbachOberfrohna (Vormals: Dresden), den folgenden

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BplusL Infra Log Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Limbach-Oberfrohna (vormals: Dresden)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BplusL Infra Log Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Limbach-Oberfrohna (vormals: Dresden) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BplusL Infra Log Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Limbach-Oberfrohna (vormals: Dresden), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021.

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in

Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko,

dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 31. Mai 2022

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gez. Bischoff, Wirtschaftsprüferin

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