Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 6164
Vorher
UNA 345. Equity Management GmbHKEF Blade GmbH
Eingetragen
2.5.2018
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung eigenen Vermögens und die Erbringung von Dienstleistungen für Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft, wobei die Gesellschaft keine Tätigkeiten ausübt, die einer behördlichen Erlaubnis oder Genehmigung bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Micha Riehlein
seit 25.6.2024
Prokura
Marcel Drgala
seit 4.1.2024
Geschäftsführer
Tilo Heinen
seit 9.6.2021
Geschäftsführer
Detlef Knorr
seit 20.11.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DBAG Blade International SARLLUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
DBAG Blade International SARL
Luxembourg
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KEF Blade GmbH

Burgkunstadt

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 423.818,00 480.644,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 57.202.623,99 61.129.128,76
3. geleistete Anzahlungen 240.860,00 128.210,60
57.867.301,99 61.737.983,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.739.756,29 13.291.130,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.357.277,00 2.554.742,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 895.141,62 801.784,71
4. Geleistete Anzahlungen aus Anlagen im Bau 293.235,61 159.561,34
16.285.410,52 16.807.218,94
74.152.712,51 78.545.202,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.405.794,93 6.641.763,36
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 13.329.494,00 12.311.819,30
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.124.286,44 834.512,44
4. Geleistete Anzahlungen 2.705.680,89 153.916,09
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -17.312.166,27 -12.539.438,61
6.253.089,99 7.402.572,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.525.635,47 31.209.517,53
2. Sonstige Vermögensgegenstände 736.256,72 1.582.592,03
35.261.892,19 32.792.109,56
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.876.081,26 11.110.676,62
54.391.063,44 51.305.358,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.662.899,75 682.696,59
D. Aktive latente Steuern 6.687,78 47.861,43
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 55.226.369,14 51.477.096,91
185.439.732,63 182.058.216,09

Passiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 14.030.167,45 14.030.167,45
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 116.586,94 333.168,92
IV. Konzernverlustvortrag -65.865.433,29 -64.888.904,26
V. Konzernjahresfehlbetrag -3.532.690,24 -976.529,03
VI. Anteile anderer Gesellschafter 0,00 0,00
VII. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 55.226.369,14 51.477.096,92
0,00 0,00
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 3.796.163,30
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 137.817,00 120.671,00
2. Steuerrückstellungen 1.347.620,00 1.635.636,19
3. Sonstige Rückstellungen 7.521.652,77 8.278.880,42
9.007.089,77 10.035.187,61
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.213.437,00 30.037.896,50
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 102.380,07
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.129.612,49 6.207.047,01
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 125.397.471,65 126.685.818,36
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.746.287,72 4.060.843,15
davon aus Steuern EUR 326.431,39 (Vorjahr: TEUR 193)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 473.368,61 (Vorjahr: TEUR 21)
175.486.808,86 167.093.985,09
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 11.817,19
F. Passive latente Steuern 945.834,00 1.121.062,89
185.439.732,63 182.058.216,08

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 85.700.752,27 75.861.132,28
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.022.814,00 -10.313.356,40
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 553.898,00 32.129,70
87.277.464,27 65.579.905,58
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.062.032,53 4.632.290,64
davon aus der Währungsumrechnung EUR 37.686,81 (Vorjahr TEUR 55)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -23.527.951,60 -16.135.783,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.839.016,02 -2.517.202,36
-30.366.967,62 -18.652.985,75
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -30.146.142,84 -23.456.901,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung EUR 20.709,33 (Vorjahr: TEUR 21) -7.201.113,52 -4.532.041,88
-37.347.256,36 -27.988.943,16
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.658.579,66 -768.795,38
b) auf Geschäfts- oder Firmenwerte -3.943.814,77 -3.943.814,77
-5.602.394,43 -4.712.610,15
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.719.137,97 -9.011.626,14
davon aus der Währungsumrechnung EUR 77.755,99 (Vorjahr TEUR 5)
-84.035.756,38 -60.366.165,20
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.180,71 15.795,26
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.308.850,46 -8.970.010,40
davon an Gesellschafter EUR 7.380.450,13 (Vorjahr TEUR 7.456) -10.275.669,75 -8.954.215,14
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.546.313,66 -1.854.566,15
12. Ergebnis nach Steuern -3.518.242,99 -962.750,28
13. Sonstige Steuern -14.447,25 -13.778,75
14. Jahresfehlbetrag -3.532.690,24 -976.529,03
15. Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis 0,00 0,00
16. Konzernjahresfehlbetrag -3.532.690,24 -976.529,03

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Gesellschaft wurde am 26. April 2018 gegründet. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Coburg, HRB 6164 unter der Firma KEF Blade GmbH mit Sitz in Burgkunstadt eingetragen.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die KEF Blade GmbH, Burgkunstadt, (im Folgenden "Muttergesellschaft" oder "KEF Blade" genannt) sowie drei ausländische Tochterunternehmen.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände bewerteten wir höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung von Anteilen sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Planmäßige Abschreibungen nahmen wir linear vor. Das immaterielle Anlagevermögen wird über Zeiträume zwischen 2 und 20 Jahren genutzt, wobei die Geschäfts- oder Firmenwerte über 20 Jahre abgeschrieben werden. Aufgrund eingetrübter Ertragsaussichten hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts vorgenommen. Als Grundlage für die Überprüfung der Bewertung wurde eine Unternehmensbewertung nach DCF Verfahren vorgenommen. Der zusätzliche Abwertungsbedarf belief sich auf TEUR 19.515. Der verbliebene Geschäfts- oder Firmenwert wird über die Restnutzungsdauer pro rata abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes zu keinem weiteren Abwertungsbedarf geführt.

Ab dem Rumpfgeschäftsjahr 2018 wird der Sammelposten für Anlagegüter zwischen EUR 250 und EUR 1.000 gebildet. Die Abschreibung erfolgt über fünf Jahre. Die Vorgehensweise wurde aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Vorräte bewerteten wir zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren sind unter Beachtung des gesetzlichen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen angesetzt worden.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse sowie Leistungen und der fertigen Erzeugnisse erfolgte unter Zugrundelegung der Einzelkosten (Material- und Fertigungslohn) und angemessener Zuschläge für die Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Zuschlagssätze für die Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen für Fertigungsgemeinkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen - wie überdurchschnittliche Lagerdauer, geminderte Verwertbarkeit und niedrigere Wiederbeschaffungskosten - sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Lifo-Verfahren wurde bei inländischen Gesellschaften grundsätzlich angewandt. Bei steuerlicher Zulässigkeit bewerteten auch ausländische Gesellschaften nach diesem Verfahren.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Gebühren für Darlehensverträge, die über die Laufzeit der Darlehensverträge aufgelöst werden.

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Wertpapiere des Umlaufvermögens (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den betreffenden Rückstellungen verrechnet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 299 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes bzw. eines negativen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung. Soweit im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i.S.d. § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, in Anspruch genommen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Es wurde ein Steuersatz von 28,08 % verwendet. Nach Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern aus den Einzelabschlüssen der deutschen Gesellschaften ergibt sich ein aktivischer Überhang. Dieser wurde entsprechend des Wahlrechts gem. § 274 HGB nicht angesetzt. Latente Steuern im Geschäftsjahr sind im Wesentlichen aufgrund der Erstkonsolidierung der neu erworbenen Tochtergesellschaft sowie in den Einzelabschlüssen der ausländischen Tochtergesellschaften entstanden.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt unverändert nach der Methode der funktionalen Währung.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden die Posten der Bilanz ausschließlich zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet, da es sich (im Wesentlichen) um selbstständig operierende Unternehmen handelt. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung von Bilanzposten wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Aufwendungen und Erträge wurden mit den Periodendurchschnittskursen umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierungen der einbezogenen Gesellschaften wurden nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die in den Konzern einbezogenen vollkonsolidierten Tochterunternehmen sind die

Karl Eugen Fischer GmbH, Burgkunstadt,

K.E. Fischer LLC, Lawton, Oklahoma, USA und

Fischer King (Qingdao) Tyre Machines Co. Ltd., Qingdao, China.

Konstrukta - Tire Tech, s.r.o., Slowakei

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen wurde aufgrund der nur untergeordneten Bedeutung für die Vermögens- Finanz- und Ertragslage verzichtet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich auf TEUR 57.203 und wird über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben. Grundlage für die Einschätzung der Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts auf 20 Jahre waren insbesondere die langfristigen Kundenbeziehungen der Gesellschaft.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

TEUR
Buchwert zum 31.12.2022 61.129
Planmäßige Abschreibung 2023 ./. 3.944
Aktivierung nachträglicher Anschaffungskosten 17
Buchwert zum 31.12.2023 57.202

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.526 31.209
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 736 1.583
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
35.262 32.792

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Arbeitsamt sowie Vorsteuererstattungsansprüche des laufenden Jahres.

Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Versicherungsbeiträge; Finanzierungsgebühren sowie Softwarewartung und Lizenzen bei den deutschen Gesellschaften (TEUR 1.663 Vorjahr TEUR 683).

Eigenkapital

Die Entwicklung ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Das gezeichnete Kapital von TEUR 25 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Vom erwirtschafteten Konzern-Eigenkapital stehen zum 31. Dezember 2023 TEUR 0 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung und TEUR 0 unterliegen einer gesetzlichen Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Montageleistungen (Nachlaufkosten), für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften, Altersteilzeit, Urlaubs- und Überstundenansprüche, Gewährleistungen, ausstehende Lieferantenrechnungen sowie für Maßnahmen zur Optimierung des operativen Geschäftsbetriebs im Zusammenhang mit dem Neuerwerb gebildet.

Sämtliche abgeschlossene Altersteilzeitverträge werden nach dem Blockmodell abgewickelt. Die Bewertung dieser Altersteilzeitverpflichtungen mit dem Barwert erfolgte nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme vom 16. September 2013 und auf Basis des BilMoG als Vereinbarung mit Abfindungscharakter. Im Sinne dieser Stellungnahme werden die potenziellen Altersteilzeitverpflichtungen als Vereinbarung mit Entlohnungscharakter klassifiziert. Die Zinssätze betragen in Abhängigkeit von der Laufzeit der fälligen Aufstockungsbeträge zum 31. Dezember 2023 zwischen 0,95% und 1,06%. Die Zinssätze beruhen auf den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen. Die Abzinsung hat sich in 2023 um TEUR 1 erhöht. Es wurde eine Fluktuations- und Sterbewahrscheinlichkeit und eine zukünftige durchschnittliche Gehaltsanpassung von jeweils 0 % unterstellt. Der Zeitwert der Insolvenzsicherung i.H.v. TEUR 1.107 wurde mit den Verpflichtungen aus ATZ-Verträgen verrechnet. Die Anschaffungskosten der entsprechenden Insolvenzsicherung betragen TEUR 1.161.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Die erhaltenen Anzahlungen wurden im Berichtsjahr offen von den Vorräten abgesetzt.

Latente Steuern

Die im Konzernabschluss erfassten aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 7 betreffen latente Steuern aus künftigen Steueransprüchen der amerikanischen Tochtergesellschaft. Die passiven latenten resultieren im Wesentlichen aus Effekten der einer Tochtergesellschaft auf Ebene des Einzelabschlusses.

Verbindlichkeitenspiegel

in EUR

Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre davon gesichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.963.437,00 8.250.000,00 24.000.000,00 33.750.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.129.612,49 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 125.397.471,65 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.746.287,72 0,00 0,00 0,00
17.839.337,21 8.250.000,00 149.397.471,65 33.750.000,00
Art der Verbindlichkeit 31.12.2023 gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2022 gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.213.437,00 30.037.896,50 30.037.896,50
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 102.380,07 102.380,07
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.129.612,49 6.207.047,01 6.207.047,01
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 125.397.471,65 0,00 126.685.818,36
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.746.287,72 4.060.843,15 4.060.843,15
175.486.808,86 40.408.166,73 167.093.985,09

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Verpfändung aller Bankkonten, durch die Abtretung aller Forderungen, insbesondere aus den Akquisitionsdokumenten sowie aus Warenlieferungen und Leistungen, Versicherungsforderungen und Gruppendarlehen, die Abtretung aller gewerblichen Schutzrechte sowie die Übereignung aller beweglichen Vermögensgegenstände seitens der KEF Blade GmbH, Burgkunstadt, sowie der Karl Eugen Fischer GmbH, Burgkunstadt, gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten ausschließlich Darlehen zuzüglich kumulierter Zinsen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen:

2024 2025 2026 2027 2028
296 TEUR 101 TEUR 84 TEUR 65 TEUR 41 TEUR

Aus Rahmenverträgen sind zum 31. Dezember 2023 ca. TEUR 783 an Bestellungen offen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen
- Cord- Schneidebereich 53.190 62,0 52.439 69,1
- Pressen/ Extruder 8.510 9,9 7.696 10,1
- After-Sales-Geschäft 24.001 28,1 15.726 20,8
85.701 100,0 75.861 100,0
Umsatzerlöse nach Regionen
- Inland 10.404 12,1 841 1,1
- Übrige EU-Länder 22.292 26,0 13.387 17,7
- Drittland 53.005 61,9 61.633 81,2
85.701 100,0 75.861 100,0

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 299 (Vorjahr: TEUR 4.162) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 110). Daneben sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 11) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 27) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten in Höhe von TEUR 134 latenten Steuerertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern. Die Gesellschaft weist zum Jahresende aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 7 aus Einzelabschlüssen aus. Daneben werden TEUR 946 an passiven latenten Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen die ebenfalls aus Sachverhalten des Einzelabschlusses einer Tochtergesellschaft bestehen.

Steuerliche Überleitungsrechnung

in TEUR

2023 2022
Ergebnis vor Steuern -1.987 -976
Steuersatz Konzern % 28,08 28,08
erwarteter Steueraufwand 558 274
Unterschiede in Steuersätzen der Gruppengesellschaften 76 103
Nicht abzugsfähige Abschreibung Konzern Geschäfts- oder Firmenwert -1.107 -1.107
Sonstige - nicht abzugsfähige Betriebsausgaben -1.073 -1.125
tatsächlicher Steueraufwand -1.546 -1.855
davon laufende Steuer -1.680 -1.751
davon latente Steuer 134 -104

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten sowie aus wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds zusammen. Es bestehen keine jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder andere kurzfristige Kreditaufnahmen.

Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind Ertragsteuern bedingte Zahlungsströme in Höhe von TEUR 1.512 enthalten. Daneben sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 5.470 im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 388 199
Angestellte 226 207
614 406

Darüber hinaus wurden in 2023 durchschnittlich 17 (Vorjahr: 24) Auszubildende beschäftigt.

Geschäftsführung

Dr. Jörn Seevers, Leiter der Geschäftsführung, technischer Geschäftsführer, Barum (verstorben am 21. April 2024)

Herr Detlef Knorr, Geschäftsführung Vertrieb, Redwitz

Herr Tilo Heinen, kaufmännischer Geschäftsführer, Hamburg

Herr Marcel Drgala, Geschäftsführung, Poprad, Slowakei (seit dem 1. Dezember 2023)

Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten im Geschäftsjahr von der Gesellschaft Bezüge in Höhe von TEUR 855 (Vorjahr TEUR 1.242).

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende derivative Finanzinstrumente:

Zinssicherungsgeschäft

Die Gesellschaft hat zur Sicherung der Zinssätze der Bankdarlehen ein Zinssicherungsgeschäft (Zinssatz-Swap) abgeschlossen. Der Marktwert dieses Geschäftes beträgt nach Angaben des abwickelnden Kreditinstitutes zum 31. Dezember 2023 TEUR -554,6.

Devisentermingeschäfte

Mit unterschiedlichen Laufzeiten bis 31. Dezember 2024 sind insgesamt TUSD 2.349,2 zu Kursen zwischen 1,0855 bis 1,1205 veräußert. Der Marktwert dieser 6 Geschäfte beträgt nach Angaben der abwickelnden Kreditinstitute zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR -39,3.

Bewertungseinheiten

Das abgeschlossene Zinssicherungsgeschäft dient zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos für einen Teil der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Zinsänderungsrisiko wird für TEUR 20.400 der insgesamt bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 33.750 begrenzt. Der verbleibende Teil der Verbindlichkeiten unterliegt dem vertraglich vereinbarten Zinsänderungsrisiko.

Die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte dienen in Höhe von insgesamt TUSD 1.622 zur Absicherung möglicher Währungsschwankungen aus den Zahlungseingängen von in USD abgeschlossenen Maschinenverkäufen und in Höhe von insgesamt TUSD 727,2 zur Absicherung möglicher Währungsschwankungen des zum Stichtag vorhandenen Bestands an Fremdwährungsforderungen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 29 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 2 für sonstige Leistungen.

Haftungsverhältnisse

Die KEF Blade GmbH, Burgkunstadt, sowie ihre Tochtergesellschaft die Karl Eugen Fischer GmbH, Burgkunstadt, haften als Sicherungsgeber mit ihren beweglichen und gegenwärtigen und künftigen Anlage- und Umlaufvermögen für Bankverbindlichkeiten der Muttergesellschaft KEF Blade GmbH, Burgkunstadt, zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 33.750. Aufgrund der vorhandenen Liquiditätsausstattung und der Planung für die Folgejahre mit einer gegenüber der Vergangenheit verringerten, aber positiven wirtschaftlichen Situation der Karl Eugen Fischer Gruppe und den bestehenden Gesellschafterverbindlichkeiten hält die Geschäftsleitung eine Inanspruchnahme für unwahrscheinlich.

Anteilsbesitz

Name: Karl Eugen Fischer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Sitz: Burgkunstadt
Höhe der Beteiligung: 100%
Eigenkapital zum 31.12.2023: EUR 8.453.897,00
Jahresergebnis 2023: EUR 0,00 aufgrund Gewinnabführungsvertrag
Name: K. E. Fischer LLC
Sitz: Lawton, Oklahoma, USA
Höhe der Beteiligung: 100%
Eigenkapital zum 31.12.2023: USD 5.305.704,00 (EUR 4.801.587,33)
Jahresergebnis 2023: USD 738.746,00 (EUR 668.548,42)
Name: Fischer King (Qingdao) Tyre Machines Co. Ltd,
Sitz: Qingdao, China
Höhe der Beteiligung: 100%
Eigenkapital zum 31.12.2023: RMB 6.045.560,11 (EUR 771.193,13)
Jahresergebnis 2023: ./. RMB 278.714,56 (./. EUR 35.500,97)
Name: KONŠTRUKTA-TireTech, s.r.o.,
Sitz: Trenčín-Kubrá, Slowakei
Höhe der Beteiligung: 100%
Eigenkapital zum 31.12.2023: EUR 10.717.713,00
Jahresergebnis 2023: EUR 517.697,89

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der Muttergesellschaft in voller Höhe in das nächste Geschäftsjahr vorzutragen.

Angaben nach § 264 Abs. 3 Nr. 4 HGB

Folgende in den Konzernabschluss der KEF Blade GmbH zum 31. Dezember 2023 einbezogene Gesellschaften nehmen die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

Karl Eugen Fischer GmbH, Burgkunstadt

 

Burgkunstadt, den 15. Mai 2024

Tilo Heinen

Geschäftsführung

Detlef Knorr

Geschäftsführung

Marcel Drgala

Geschäftsführung

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Währungsänderung Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.316.381,79 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 109.415.799,21 0,00 17.310,00
3. Geleistete Anzahlungen 136.677,60 0,00 0,00
117.868.858,60 0,00 17.310,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.383.676,60 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.324.122,89 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.442.810,70 -6.567,91 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 159.561,34 0,00 0,00
41.310.171,53 -6.567,91 0,00
159.179.030,13 -6.567,91 17.310,00
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.642,00 14.907,00 92.000,00 8.444.116,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 109.433.109,21
3. Geleistete Anzahlungen 212.805,00 8.156,00 -92.000,00 249.326,60
263.447,00 23.063,00 0,00 118.126.552,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 227.746,00 342.037,00 1.396,00 19.270.781,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 562.333,34 718.197,69 19.602,30 16.187.860,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 414.931,79 226.825,35 0,00 5.624.349,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 154.672,57 0,00 -20.998,30 293.235,61
1.359.683,70 1.287.060,04 0,00 41.376.227,28
1.623.130,70 1.310.123,04 0,00 159.502.779,88
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Währungänderung Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.835.737,69 0,00 199.469,00 14.907,90 8.020.298,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 48.286.670,45 0,00 3.943.814,77 0,00 52.230.485,22
3. Geleistete Anzahlungen 8.467,00 0,00 0,00 0,40 8.466,60
56.130.875,14 0,00 4.143.283,77 14.908,30 60.259.250,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.092.546,31 0,00 618.824,00 180.345,00 6.531.025,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.769.380,29 0,00 522.399,44 461.195,89 13.830.583,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.641.025,99 -5.380,25 317.887,22 224.325,35 4.729.207,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.502.952,59 -5.380,25 1.459.110,66 865.866,24 25.090.816,76
80.633.827,73 -5.380,25 5.602.394,43 880.774,54 85.350.067,37
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 423.818,00 480.644,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 57.202.623,99 61.129.128,76
3. Geleistete Anzahlungen 240.860,00 128.210,60
57.867.301,99 61.737.983,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.739.756,29 13.291.130,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.357.277,00 2.554.742,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 895.141,62 801.784,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 293.235,61 159.561,34
16.285.410,52 16.807.218,94
74.152.712,50 78.545.202,39

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) -3.532.690,24 -976.529,03
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.602.394,43 4.712.610,15
Zunahme (+)/ Abnahme (-) der Rückstellungen -757.227,65 -2.169.625,01
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -3.539.161,30 -30.709,33
Zunahme (-)/ Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.334.942,50 -7.494.715,27
Abnahme (-)/ Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -795.882,94 1.087.369,51
Zinsaufwendungen (+)/ Zinserträge (-) 10.275.669,75 8.954.215,14
Ertragsteueraufwand (+)/ - ertrag (-) 1.546.313,66 1.854.566,15
Ertragsteuerzahlungen (-)/ -erstattungen (+) -1.512.341,88 -314.339,98
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.952.131,33 5.622.842,33
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 8.154,70 8.127,64
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen 164.191,90 -478.501,84
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.359.683,80 -28.909,70
Auszahlungen (-) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen 0,00 -6.710.557,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.468.094,20 -7.209.840,90
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen -6.093.628,29 0,00
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von Finanzkrediten 34.000.000,00 378.621,90
(-) Gezahlte Zinsen -5.470.388,17 -1.380.464,75
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Finanzkrediten -24.080.000,00 -3.105.000,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.644.016,46 -4.106.842,85
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 1.840.020,67 -5.693.841,42
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -74.616,03 41.361,06
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.110.676,62 16.763.156,98
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.876.081,26 11.110.676,62
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 12.876.081,26 11.110.676,62
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.876.081,26 11.110.676,62

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag
EUR EUR EUR
31.12.2021 25.000,00 14.030.167,45 -63.026.824,80
Veränderungen Konsolidierungskreis
Verlustvortrag 0,00 0,00 -1.862.079,46
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -1.862.079,46
31.12.2022 25.000,00 14.030.167,45 -64.888.904,26
Verlustvortrag 0,00 0,00 -976.529,03
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -976.529,03
31.12.2023 25.000,00 14.030.167,45 -65.865.433,29
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernjahresüberschuss der dem Mutterunternehmen zuzrechnen ist Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Summe
EUR EUR
31.12.2021 -1.862.079,46 213.842,58 -50.619.894,23
Veränderungen Konsolidierungskreis
Verlustvortrag 1.862.079,46 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag -976.529,03 0,00 -976.529,03
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 0,00 119.326,34 119.326,34
Konzerngesamtergebnis -976.529,03 119.326,34 -857.202,69
31.12.2022 -976.529,03 333.168,92 -51.477.096,92
Verlustvortrag 976.529,03 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag -3.532.690,24 0,00 -3.532.690,24
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 0,00 -216.581,98 -216.581,98
Konzerngesamtergebnis -2.556.161,21 -216.581,98 -3.749.272,22
31.12.2023 -3.532.690,24 116.586,94 -55.226.369,14
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Auf nicht beherschende Anteile entfallendes Jahresergebnis Summe
EUR EUR EUR
31.12.2021 365.339,33 365.339,33 -50.254.554,90
Veränderungen Konsolidierungskreis -365.339,33 -365.339,33 -365.339,33
Verlustvortrag 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -976.529,03
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 0,00 0,00 119.326,34
Konzerngesamtergebnis -365.339,33 -365.339,33 -1.222.542,02
31.12.2022 0,00 0,00 -51.477.096,92
Verlustvortrag 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -3.532.690,24
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 0,00 0,00 -216.581,98
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -3.749.272,22
31.12.2023 0,00 0,00 -55.226.369,14

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Konzerns

I. Geschäftsmodell des Konzerns

Als Spezialmaschinenbauer für die Reifenindustrie ist die Hauptgeschäftstätigkeit der KEF Blade GmbH (im Folgenden "Konzern", "Karl Eugen Fischer Gruppe" oder "Unternehmen") die Produktion und der Vertrieb von Cordschneideanlagen und Extrudern. Das Unternehmen agiert weltweit und ist bekannt für seine Innovationsstärke und die Zuverlässigkeit der Produkte.

Die Karl Eugen Fischer Gruppe ist seit Jahrzehnten weltweit ein Begriff für innovative Schneidetechnologie und Extruder für die Reifenindustrie. Alle namhaften Reifenhersteller der Welt vertrauen auf die Spitzentechnologie der Unternehmensgruppe, die sich als zuverlässiger Partner und Problemlöser für ihre Kunden sieht.

Da es sich bei den durch die Karl Eugen Fischer Gruppe gefertigten Anlagen um Sondermaschinen handelt, produziert die Gesellschaft die Produkte an ihren beiden Produktionsstandorten in Burgkunstadt (Bayern, Deutschland) und Trencin (Slowakei) in Einzelfertigung. Um schnell und flexibel auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können, verfügt das Unternehmen über eine hohe Fertigungstiefe.

Die Gesellschaft hat im Verlauf der letzten Jahre regelmäßig in den firmeneigenen Fertigungsmaschinenpark investiert. Die modernen Fertigungsanlagen ermöglichen ein hochpräzises und wirtschaftliches Arbeiten.

Zur besseren Steuerung der Fertigungsprozesse sowie der personellen Ressourcen, insbesondere im Service- und Montagebereich, werden moderne Planungstools verwendet.

Die Karl Eugen Fischer Gruppe arbeitet mit ihren Kunden sowohl direkt aus Burgkunstadt und Trencin sowie mittels eines gut ausgebauten weltweiten Vertriebs- und Servicenetzes zusammen und sorgt so für eine umfassende Betreuung während des gesamten Produktlebenszyklus.

Die in den Konzern der KEF Blade GmbH einbezogenen Gesellschaften sind neben der Muttergesellschaft die inländische Gesellschaft Karl Eugen Fischer GmbH (nachfolgend auch kurz "KEF GmbH") sowie die ausländischen Gesellschaften, die K.E. Fischer LLC, USA, die Fischer King (Qingdao) Tyre Machines Co. Ltd, China und die KONSTRUKTA-TireTech s.r.o., Slowakei (im Folgenden kurz "KTT").

II. Forschung und Entwicklung

Konzentrierte und intensive Forschung & Entwicklung, Kompetenz und Flexibilität bei der Lösung spezieller Kundenwünsche und perfekter Maschinenbau sind Gründe dafür, dass das Unternehmen unangefochtener Weltmarktführer bei Cordschneideanlagen und angesehener Anbieter für Extruder für die Reifenindustrie ist.

Forschung und Entwicklung sind für den Konzern als ausschließlich kundenspezifisch agierenden Hersteller im Sondermaschinenbau ein absolutes Muss und Investment in die Zukunft. Schwerpunkt unseres Strebens ist der Erhalt bzw. Ausbau der Markt- und Technologieführerschaft.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung werden teilweise dokumentiert durch projektspezifische Versuchsaufträge; in 2023 lagen diese in der Größenordnung von 351 TEUR. Der Großteil der Aufwendungen entfällt jedoch auf Engineering im Management- und Entwicklungsbereich und die in den Aufträgen enthaltenen projektbezogenen Entwicklungsaktivitäten. Auf einen separaten Ausweis als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wird verzichtet.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1% etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau.

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA- Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10%), das Vereinigte Königreich (+5%) und China (+2%) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im EUR-Raum mit real -3% bzw. - 1% rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5%) und Japan (-6%) ausgefallen.

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7% gesunken. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal 7% zu.

Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgefangen wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12%. Die Auftragsreichweite lag im November mit 10,3 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Jedoch verhinderte der Fachkräftemangel manche Fertigstellung von Maschinen(-teilen) und -komponenten. Viele Unternehmen möchten angesichts des hohen Auftragsbestands einstellen. Die Personalsuche gestaltet sich jedoch schwierig. Nicht nur Fachkräfte sind knapp, sondern Arbeitskräfte insgesamt.

Trotz dieser Rahmenbedingungen gelang es der Karl Eugen Fischer Gruppe, ihre führende Marktposition auch in 2023 zu behaupten. Der Auftragseingang lag deutlich über der durchschnittlichen Entwicklung in der Maschinenbaubranche. Zudem gelang es dem Unternehmen die Anzahl der ausgelieferten Aufträge gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 liegt über dem Vorjahreswert, sodass die Auftragsreichweite ebenfalls deutlich über den Branchenschnitt steigt. Analog zur Gesamtbranche verfügte das Unternehmen im Jahr 2023 über einen hohen Exportanteil.

II. Geschäftsverlauf des Konzerns

1. Umsatz und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gesamtumsatz in Höhe von 85,7 Mio. EUR und eine Gesamtleistung in Höhe von 87,3 Mio. EUR erzielt. Ferner wurden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 die Bestände der fertigen und unfertigen Erzeugnisse gegenüber dem Vorjahr um rund 1,0 Mio. EUR aufgebaut.

Im bereits dargestellten wirtschaftlichen Umfeld und dabei aufgrund der Entwicklung der Reifenbranche im speziellen sowie der starken Positionierung von Karl Eugen Fischer konnte das Unternehmen seine Betriebsleistung auf Ebene der größten Einzelgesellschaft, der Karl Eugen Fischer GmbH nochmals um rund 6% steigern. Aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung der KTT über einen Zeitraum von 12 Monaten wuchs die Betriebsleistung insgesamt um 33%, was im Wesentlichen jedoch auf diesen Konsolidierungseffekt zurückzuführen ist.

Entwicklung Karl Eugen Fischer GmbH

Für die Karl Eugen Fischer GmbH konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 insgesamt 25 Komplettanlagen, elf Teilaufträge sowie 95 Umbauaufträge ausgeliefert werden. Der durchschnittliche Umsatzerlös pro Gesamtanlage betrug rund 1,6 Mio. EUR. Im vorherigen Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt 28 Komplettanlagen sowie neun Teilaufträge und 78 Umbauaufträge ausgeliefert. Der Durchschnittspreis im Maschinenbereich belief sich dabei auf rund 1,8 Mio. EUR. Schwankungen des durchschnittlichen Verkaufserlöses sind überwiegend auf den Produkt- und Kundenmix des Geschäftsjahres zurückzuführen.

Der Projektgeschäft-Charakter der Karl Eugen Fischer GmbH führt zu einem jährlich wechselnden Kunden- und Lieferländermix. Als Weltmarktführer im Bereich Cordschneideanlagen verfügt die KEF GmbH über eine hohe Exportquote. Dies ist sowohl auf den internationalen Kundenkreis als auch auf die internationalen Investitionsstrategien ihrer Kunden zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden rund 19% der Umsätze an Kunden innerhalb der Europäischen Union und 71% der Umsätze an Kunden in Drittländer geliefert.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 13,1% der Umsatzerlöse aus Komplettanlagen, Komponenten und Umbauten mittels Lieferungen nach China erzielt. Nahezu gleichbedeutender Markt war mit einem Umsatzanteil von 13,0% der algerische Markt gefolgt von Mexiko mit 12,4%. Die nächstgrößten Zielmärkte waren Deutschland mit 7,8% und USA mit 6,5% sowie Polen (5,9%) und Brasilien (3,9%). Das Segment Ersatzteile und Montagen repräsentiert insgesamt einen wachsenden Anteil von 16,4% des Gesamtumsatzes.

Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2022 wurden 25% der Umsatzerlöse aus Komplettanlagen, Komponenten und Umbauten mittels Lieferungen nach USA, 24% nach Indien, 8% in die Tschechische Republik, 7%, nach Serbien und 6% nach Mexiko erzielt. Deutschland repräsentierte lediglich 1,2% des Umsatzvolumens. Ersatzteile und Montagen repräsentierten insgesamt rund 11% des Gesamtumsatzes.

Die bereits dargestellten positiven Marktentwicklungen in der Reifenindustrie resultierten in einer wieder ansteigenden Investitionsbereitschaft der Reifenhersteller - dabei liegt der Fokus gegenwärtig noch auf der Modernisierung und Erweiterung existierender Standorte. Die KEF GmbH verzeichnet im Geschäftsjahr 2023 einen kumulierten Auftragseingang von 75,8 Mio. EUR. Der Auftragseingang liegt damit deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt von rund 57 Mio. EUR.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 verfügt die Gesellschaft über einen Auftragsbestand in Höhe von 55,6 Mio. EUR. Der Vergleichswert zum Bilanzstichtag des Vorjahres belief sich auf 40,1 Mio. EUR. Die Karl Eugen Fischer GmbH verfügt über ausgezeichnete und langjährige Kundenkontakte. Es werden regelmäßig Planungsgespräche über die anstehenden Investitionsprojekte der Kunden geführt. Wir gehen von einer weiteren stetigen Erhöhung der Investitionsaktivitäten unserer Kunden aus, wenngleich die Nachwirkungen des Pandemie-Geschehens, die Lieferkettenproblematiken als auch die Kriegsauswirkungen die Investitionsaktivitäten weiterhin beeinträchtigen.

Die Karl Eugen Fischer GmbH ist langjähriger Weltmarktführer für Cordschneideanlagen für die Reifenproduktion. Diese Einschätzung trifft auch für das Geschäftsjahr 2023 zu. Das Unternehmen ist bei den namhaften Reifenherstellern als A-Lieferant klassifiziert und verfügt über Bestnoten in den Bereichen Qualität, Innovations- und Beratungsleistung. Exemplarisch genannt wird an dieser Stelle der im Jahr 2023 erhaltene Continental Supplier Award als "Best Supplier in the Category Stock Preparation", der dem Unternehmen im vierten Jahr in Folge verliehen wurde.

Entwicklung KTT

Die zum 01.12.2022 erworbene slowakische Tochtergesellschaft KTT war in 2022 nur für den Monat Dezember im Konzernergebnis enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurde erstmals das vollständige Geschäftsjahr mit in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Gesellschaft hat im gesamten Geschäftsjahr im Bereich der Maschinenumsätze 13,9 Mio. EUR und im Servicebereich 7,4 Mio. EUR erwirtschaftet. Die erwirtschaftete Rohmarge betrug 10,4 Mio. EUR. Der kumulierte Auftragseingang der KTT in 2023 liegt bei rd. 26,9 Mio. EUR und damit deutlich über dem Vorjahreswert von rd. 18,5 Mio. EUR.

Auf Konzernebene hat ferner die Auflösung des im Vorjahr ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von 3,7 Mio. EUR einen wesentlichen positiven Einfluss auf das Konzernergebnis. Zum Vorsteuerergebnis des Konzerns hat die Gesellschaft 561 TEUR beigetragen.

Gesamtentwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gruppe ein solides Ergebnis erzielt, das jedoch unter der Inflation und Kostensteigerungen gelitten hat, die nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden konnten. Für die Zukunft erwartet das Management eine sukzessive Rückkehr zu den Profitabilitätsniveaus vergangener Jahre.

2. Produktions- bzw. Leistungsbereich

Da es sich bei den durch die Karl Eugen Fischer Gruppe gefertigten Anlagen um Sondermaschinen handelt, produziert die Gesellschaft die Produkte in Einzelfertigung. Um schnell und flexibel auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können, verfügt das Unternehmen am Standort Burgkunstadt über eine sehr hohe Fertigungstiefe. Am zweiten Produktionsstandort in Trencin wird im Vergleich etwas stärker und gezielt auf qualifizierte Lieferanten zurückgegriffen.

Zur besseren Steuerung der Fertigungsprozesse sowie der personellen Ressourcen, insbesondere im Service- und Montagebereich, wurden die vorhandenen EDV-Instrumente um weitere Planungstools erweitert.

3. Beschaffungsbereich

Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, setzt das Unternehmen - sofern die Auswahl der Lieferanten nicht durch Pflichtenhefte der Kunden vorgeben wird - auf eine double sourcing-Strategie. Die Beschaffung erfolgt nahezu ausschließlich über renommierte lokale Lieferanten. Die Qualität der eingekauften Produkte ist die Basis für den hohen technischen Standard. Um eine gewisse Preisstabilität zu erzielen, schließt das Unternehmen mit den A- Lieferanten Rahmenverträge. Die Laufzeit erstreckt sich in der Regel über ein Geschäftsjahr.

Die Politik bezüglich der Vorräte war und ist die Konzentration auf die wiederkehrenden Teile. Das überwiegende Volumen wird im Durchlaufzyklus der projektbezogenen Fertigung umgeschlagen. Durch eine kommissionsbezogene Beschaffungspolitik wurde der Lagerbestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen historisch auf ein notwendiges Minimum reduziert. Infolge der Lieferketten- Verwerfungen in 2022 hat das Unternehmen Sicherheitsbestände für kritische Güter, insbesondere für elektrische Komponenten, angelegt. Die Sicherheitsbestände konnten nach Beruhigung der Zuliefersituation in 2023 langsam abgebaut werden. Gegenläufige Effekte folgen aus der Bevorratung im Zusammenhang mit der gestiegenen Gesamtleistung.

Entwicklung Karl Eugen Fischer GmbH

Rund 85% des in 2023 benötigten Materials wurde von A-Lieferanten beschafft. Bezogen auf die Stichtagswerte des Vorratsvermögens in Bezug auf den Materialeinsatz betrug die durchschnittliche Lagerdauer aller RHB-Stoffe zum Bilanzstichtag 2021 rund 65 Tage, wuchs temporär in 2022 auf rund 163 Tage und konnte zum 31. Dezember 2023 auf rund 118 Tage gesenkt werden.

Zur Beurteilung der Kapitalbindung im Bereich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist eine Relation zwischen der Entwicklung der Vorräte und den Umsätzen herzustellen.

Die Umsätze der Karl Eugen Fischer GmbH liegen im Vergleichszeitraum von 2019 bis 2023 liegen zwischen 48,1 Millionen EUR und 60,5 Millionen EUR.

2019 48,1 Millionen EUR
2020 38,8 Millionen EUR
2021 50,3 Millionen EUR
2022 64,0 Millionen EUR
2023 60,5 Millionen EUR

Die Vorräte der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe der Karl Eugen Fischer GmbH zu den Bilanzstichtagen schwanken im Vergleichszeitraum zwischen 2% und 8% der Jahresumsatzerlöse infolge der Ersatzbevorratung bei wesentlichen Materialien.

2019 970 TEUR
2020 900 TEUR
2021 1.758 TEUR
2022 4.822 TEUR
2023 4.790 TEUR

4. Investitions- und Finanzierungsbereich

Im Geschäftsjahr 2023 tätigte die Karl Eugen Fischer Gruppe Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen i.H.v. 1.623,1 TEUR. Im Einzelnen teilen sich die Investitionen wie folgt auf:

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 50,6 TEUR
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögens- Gegenstände 212,8 TEUR
Grundstücke und Gebäude 227,7 TEUR
Technische Anlagen und Maschinen 562,3 TEUR
Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 414,9 TEUR
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 154,7 TEUR

Die Finanzierung der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte aus eigenen Mitteln. Einlagen oder Darlehensaufnahmen zum Zwecke der Finanzierung gab es keine.

Kapitalerhöhungs- und Herabsetzungsmaßnahmen wurden bei der KEF Blade GmbH nicht durchgeführt.

Mitte des Jahres konnte trotz eines schwierigen Marktumfeldes am Kapitalmarkt die langfristige Refinanzierung der Gruppe erfolgreich umgesetzt werden. Die gewährte Gesamtfinanzierung bietet dabei ausreichend verfügbares Kapital und Linien für weiteres Wachstum.

III. Lage des Konzerns

1. Ertragslage

Das Ergebnis des Konzerns stellt sich für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 wie folgt dar:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 85.701 98,2 75.861 115,7
Bestandsveränderung 1.023 1,2 -10.313 -15,7
Eigenleistung 554 0,6 32 0,0
Gesamtleistung 87.278 100,0 65.580 100,0
Materialaufwand -30.367 -34,8 -18.653 -28,4
Personalaufwand -37.347 -42,8 -27.989 -42,7
Abschreibungen -5.602 -6,4 -4.713 -7,2
Sonstiger Betriebsaufwand ./. übrige betriebliche Erträge -5.657 -6,4 -4.380 -6,7
Steuern (ohne Ertragsteuern) -15 0,0 -13 0,0
Betrieblicher Aufwand -78.988 -90,4 -55.748 -85,0
Betriebsergebnis 8.290 9,6 9.832 15,0
Finanzergebnis -10.276 -8.954
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.986 878
Ertragsteuern -1.546 -1.855
Minderheiten zustehendes Ergebnis 0 0
Konzernergebnis -3.532 -977
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse 9.840 13,0
Bestandsveränderung 11.336 <-100,0
Eigenleistung 522 > 100,0
Gesamtleistung 21.698 33,1
Materialaufwand -11.714 62,8
Personalaufwand -9.358 33,4
Abschreibungen -889 18,9
Sonstiger Betriebsaufwand ./. übrige betriebliche Erträge -1.277 29,2
Steuern (ohne Ertragsteuern) -2 15,4
Betrieblicher Aufwand -23.240 41,7
Betriebsergebnis -1.542
Finanzergebnis -1.322 14,8
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.864 <-100,0
Ertragsteuern 309 -16,7
Minderheiten zustehendes Ergebnis 0
Konzernergebnis -2.555 > 100,0

Das laufende Geschäftsjahr ist im Wesentlichen geprägt durch die erstmalige Einbeziehung der KTT über einen Zeitraum von 12 Monaten. Während die Umsatzerlöse der Kerngesellschaft KEF GmbH leicht rückläufig waren, profitierte der Konzern durch die erstmalige Einbeziehung der KTT über 12 Monate, die diesen Rückgang überkompensieren konnte. Diese Entwicklung wirkt sich ebenso auf die übrigen Kostenarten aus. Die KTT hat insgesamt somit zu einer Verbesserung des Konzernjahresüberschuss von EUR 0,5 Mio. beigetragen. Das Konzernergebnis wird im Verhältnis zum Ergebnis des Einzelabschlusses so dann noch durch die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von EUR 4,0 Mio. belastet.

Die Erhöhung des Personalaufwands ist in Höhe von EUR 7,8 Mio. ebenfalls auf diesen Konsolidierungseffekt zurückzuführen. Die Erhöhung darüber hinaus ist neben einem Aufbau von Mitarbeitern aufgrund der gestiegenen Auftragseingänge auch auf höhere Tarifvergütungen zurückzuführen.

Die in der Nettoposition der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge enthaltene Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags aus der Erstkonsolidierung in Höhe von EUR 3,8 Mio. ist ursächlich für den nur moderaten Anstieg der Kosten. Der Grund für den passivischen Unterschiedsbetrag ist im Geschäftsjahr 2023 entfallen, da die Restrukturierung der KTT erfolgreich abgeschlossen wurde.

2. Finanzlage

Die Karl Eugen Fischer Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 4.952 TEUR erwirtschaftet. Diese wurde im Wesentlichen für Investitionen sowie Auszahlungen im Rahmen der Refinanzierung verwendet. Der positive operative Cashflow konnte die Investitionen und die Abflüsse aus der Refinanzierung vollumfänglich decken, so dass der Finanzmittelbestand um TEUR 1.765 auf TEUR 12.876 gestiegen ist.

Die Liquidität der Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt und kann als gut bezeichnet werden.

3. Vermögenslage

Der "Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag" hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 51.477 auf TEUR 55.226 ausgeweitet. Grund hierfür ist das negative Konzernergebnis.

Die Geschäftsführung hat aufgrund der weiterhin guten Liquiditätslage die Fortführung des Unternehmens festgestellt. Der Konzern profitiert dabei von den langfristig zur Verfügung gestellten Gesellschafterdarlehen in Höhe von 125.397 TEUR (Vorjahr: 126.685 TEUR). Die Gesellschafterdarlehen decken somit rund 68% der Bilanzsumme des Konzerns.

Das Vermögen der Karl Eugen Fischer Gruppe ist im Wesentlichen durch den Geschäfts- oder Firmenwert (57.202 TEUR; Vorjahr: 61.129 TEUR) geprägt.

IV. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1. Personal und Sozialbereich

Zum 31.Dezember 2023 belief sich der Personalstand des Konzerns auf 614 Personen (380 in Deutschland, 217 in der Slowakei, neun in den USA und acht in China). Darin enthalten waren 25 Auszubildende, die in insgesamt acht Ausbildungsberufen den Einstieg ins Berufsleben suchen. Zum 31. Dezember 2022 waren bei der Karl Eugen Fischer Gruppe 633 Mitarbeiter beschäftigt.

Karl Eugen Fischer GmbH

Das Unternehmen ist tarifgebunden. Die Entlohnung erfolgt gemäß den Richtlinien des Tarifvertrages der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie in der jeweils gültigen Fassung. Im aktuellen Tarifabschluss aus dem Jahr 2022 wurden verschiedene entgeltrelevante Beschlüsse gefasst. Im Wesentlichen wurde sich zwecks Kompensation der Belastungen aus Preissteigerungen auf eine steuer- und sozialversicherungsfreie Inflationsausgleichsprämie geeinigt, die in zwei Tranchen á 1.500 EUR um die Jahreswechsel 2022/2023 und 2023/2024 ausgezahlt wird. Ferner wurden tabellenwirksame Tariferhöhungen i.H.v. 5,2% (ab Juni 2023) und 3,3% (ab Mai 2024) vereinbart. Der Tarifabschluss hat eine Gültigkeit bis September 2024.

Eine Auszahlung des bereits existierenden "Tariflichen Zusatzgeldes" erfolgte in 2023 an 61% der Belegschaft, der übrige Teil der Belegschaft erhielt anstatt der Auszahlung des "Tariflichen Zusatzgeldes" wunschgemäß sechs bzw. acht Tage tarifliche Freistellungszeit gewährt.

Neben besagter Möglichkeit, eine klassische Ausbildung in insgesamt acht Ausbildungsberufen zu erlangen, bietet die Karl Eugen Fischer GmbH seit dem Jahr 2008 ein Förderprogramm für ein duales Studium der Elektrotechnik verbunden mit der Ausbildung zum Elektroniker an. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird die Karl Eugen Fischer GmbH auch weiterhin jungen Menschen auf diesen Gebieten den Einstieg in ihre berufliche Karriere ermöglichen.

Dank der Verbundenheit der Mitarbeiter zum Unternehmen liegt die Fluktuationsrate ohne Berücksichtigung der aufgrund des Erreichens der Altersgrenze ausscheidenden Mitarbeiter der Gesellschaft bei nur 2,3%. Auch im Geschäftsjahr 2023 konnte die Karl Eugen Fischer GmbH wieder insgesamt 21 Personen für Dienstjubiläen auszeichnen, darunter neun Mitarbeiter mit einer Betriebszugehörigkeit von 25 Jahren und drei Mitarbeiter mit einer Betriebszugehörigkeit von 40 Jahren.

Zur Aufrechterhaltung und dem Ausbau der Kenntnisse und Fähigkeiten erhalten die Mitarbeiter der Karl Eugen Fischer GmbH regelmäßig die Möglichkeit an Schulungen und Weiterbildungen teilzunehmen. So belief sich die Anzahl der Schulungstage für das Jahr 2023 auf 183 Tage. Neben diesen Schulungen nimmt noch eine ganze Reihe an Mitarbeitern an beruflichen Weiterbildungsprogrammen teil. Die Karl Eugen Fischer GmbH unterstützt diese anhand von firmenfinanzierten Bildungsurlauben. Als Unternehmen mit marktführender Stellung setzt die Unternehmensleitung auf gut ausgebildete Mitarbeiter zur Zukunftssicherung als Erfolgsfaktor.

Für das Unternehmen nimmt der Arbeitsschutz seiner Mitarbeiter einen hohen Stellenwert ein. Deshalb ließ sich die Karl Eugen Fischer GmbH schon 2013 nach dem Gütesiegel "Sicher mit System" entsprechend dem Nationalen Leitfaden für Arbeitsschutz zertifizieren. Mittlerweile wurde das Gütesiegel durch das Arbeitsschutzmanagementsystem OHRIS ersetzt. Die erste Zertifizierung nach dem OHRIS-System wurde in 2019 erfolgreich durchlaufen. Die Anzahl der Arbeitsunfälle pro 100 Mitarbeiter im Kalenderjahr 2023 beträgt 5,19 - dies ist ein niedriger Wert im Mehrjahresvergleich, der dank der hohen Sicherheitsstandards und der stetigen Sensibilisierung der Mitarbeiter erreicht werden konnte.

KTT

Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms der KTT ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 strukturelle Änderungen der Personalstruktur. Die Änderungen wurden gänzlich einvernehmlich vorgenommen, d.h. es gab keine arbeits- bzw. personalrechtlichen Streitfälle oder Prozesse.

KTT ist nicht tarifgebunden. Die Vergütung erfolgt auf Basis der individuellen Arbeitsverträge und Vereinbarungen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr vertragliche und freiwillige Bonuszahlungen vereinbarungsgemäß an die Mitarbeitenden vergütet.

Die um das Restrukturierungsprogramm bereinigte Fluktuationsrate lag in 2023 bei rd. 8,4% der Belegschaft.

Die Gesellschaft verfügt über ein eigenes Ausbildungs- und Trainingszentrum und bildet die Mitarbeitenden dort sowie in externen Akademien umfangreich weiter. Somit wurden im Geschäftsjahr 2023 Weiterbildungen im Umfang von insgesamt 260 Schulungstagen durchgeführt.

Die Arbeitssicherheit und gesundheitliche Aspekte nehmen bei KTT einen hohen Stellenwert ein. Die Gesellschaft überwacht und verbessert die Arbeitssicherheit laufend durch einen eigenen Sicherheitsbeauftragten und regelmäßige externe Überwachungsaudits. KTT wird das Umwelt- und Sicherheitsmanagement im folgenden Geschäftsjahr erheblich erweitern und hat hierfür in 2023 bereits nennenswerte Konzeptions- und Vorbereitungsarbeiten geleistet.

2. Qualitäts- und Umweltmanagement

Umweltmanagement-Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2005

Die Karl Eugen Fischer GmbH ist nach DIN EN ISO 14001:2015 und DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Die entsprechenden Überwachungsaudits werden turnusgemäß durchgeführt. Im Zeitraum 20. bis 21. Juni 2023 fand das Überwachungsaudit für die Bereiche Qualitäts- und Umweltmanagement statt, das erfolgreich durchlaufen wurde. Im Juli 2024 steht ein erneutes Überwachungsaudit für das Qualitäts- und Umweltmanagement an.

Die Karl Eugen Fischer GmbH hat in 2023 freiwillig ein EcoVadis-Assessment durchlaufen und eine Silber-Medaille erhalten. Die Nachhaltigkeitsperformance des Unternehmens befindet sich demnach unter den Top 15% der Branche.

KTT ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Überwachungsaudits werden turnusgemäß durchgeführt. Das entsprechende Audit fand im August 2023 statt und ergab keinerlei Beanstandungen.

Um das Umweltbewusstsein der Mitarbeiter zu erhöhen, werden regelmäßige Aushänge zu umweltrelevanten Themen erstellt sowie interne Schulungen durchgeführt.

V. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als sehr stabil ein. Das weitere Umsatz- und Ergebniswachstum verschiebt sich in das Jahr 2024.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

C. Voraussichtliche Entwicklungen mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken / Prognosebericht

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1%. Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5%) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2% prognostiziert.

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA- Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute, und der Maschinenbau ist als reiner Investitionsgüterlieferant ein Spätzykliker. Zwar gibt es erste, noch sehr zaghafte Signale, dass ein Tiefpunkt der Bestellungen bald erreicht ist. Das ifo-Geschäftsklima für den Maschinenbau hat sich zuletzt stabilisiert, und der Orderrückgang hat sich zum Jahresende 2023 etwas abgeschwächt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine mögliche Bodenbildung bei der Auslandsnachfrage noch nicht als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzugekommen.

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen.

Die Nachfrage nach Cordschneideanlagen wird durch mehrere Faktoren, wie zum Beispiel durch die technologischen Weiterentwicklungen bei der Reifenherstellung, durch die Entwicklung des Fahrzeugmarktes, durch strategische und planerische Überlegungen der Kunden der Karl Eugen Fischer GmbH und die allgemeinen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt.

Statista prognostiziert für den weltweiten Absatz an Personen-Neufahrzeugen ein deutliches Plus von rund 4% auf 77,3 Millionen Einheiten in 2024 - absolut gesehen liegt dies noch unter den Rekordjahren 2017 (79,5 Millionen Einheiten) und 2018 (78,9 Millionen Einheiten) und bietet mittelfristig weiteres Potenzial. Da der OEM-Bedarf nur rund 25% des Reifenmarkts darstellt, ist der Replacement-Bereich ein wichtiger weiterer Indikator für den zukünftigen Reifenbedarf. In ihrem Report "Global Automotive Tyre Market Insights and Forecast to 2028" prognostiziert das Research- Unternehmen Absolute Reports für den gesamten globalen Reifenmarkt ein jährliches durchschnittliches Wachstum (CAGR) von 5,2% im Zeitraum 2022 bis 2028.

Die Umsatzplanung des Konzerns basiert auf konkreten Projektplanungen durch die Kunden sowie auf Erfahrungswerten des Managements. Teilweise haben die Reifenkonzerne dem Unternehmen als strategischem Partner Einsicht in ihre mittelfristigen Werksentwicklungsplanungen sowie ihre strategischen Überlegungen gegeben.

Das Management der Karl Eugen Fischer GmbH plant für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatzanstieg auf rund 70 Mio. EUR. Dies bedeutet ein Wachstum von rund 15% gegenüber dem Geschäftsjahr 2023. Die Umsatzleistung für 2024 war zum Bilanzstichtag mit einem Auftragsbestand in Höhe von 45,7 Mio. EUR unterlegt. Weiterhin umfasst der gesamte Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 Aufträge für die nachfolgenden Jahre im aktuellen Gegenwert von rund 9,9 Mio. EUR. Aufgrund der vorhandenen Projektpipeline und Kundengesprächen wird für die Planjahre 2024 bis 2026 insgesamt von weiterhin wachsenden Umsätzen ausgegangen.

Das Management der KTT plant für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatzanstieg auf rund 28 Mio. EUR und somit einem Wachstum von rund 23% gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2023. Die Umsatzleistung der Folgejahre war zum Bilanzstichtag mit einem Auftragsbestand von rd. 26,8 Mio. EUR hinterlegt. Aufgrund der vorhandenen Auftragslage und Projektpipeline sowie fortgeschrittenen Kundengesprächen geht KTT für die Planjahre 2025 und 2026 von einem weiterhin wachsenden Geschäftsvolumen aus.

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges als auch weiterer geopolitischer Konflikte und daraus resultierende Sanktionen stellen eine gewisse Unsicherheit in der Prognose des Konzerns dar.

Die Geschäftsleitung stuft den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens insgesamt als befriedigend ein.

D. Risiken und Risikomanagement von Finanzinstrumenten

Da das Unternehmen international tätig ist, ist es allgemeinen unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt, also Kapazitäts- und Auslastungsrisiken, politischen Risiken, tarifpolitischen Risiken sowie Finanzrisiken. Sämtliche Erwartungen und Annahmen, die hinsichtlich einer künftigen Unternehmensentwicklung getroffen werden, sind grundsätzlich aufgrund ihrer Zukunftsorientierung mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Die dargestellten Zukunftsprognosen wurden durch die Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen getroffen. In die Einschätzung wurden kontinuierliche Gespräche mit den Kunden des Unternehmens sowie die Aussagen der externen Vertriebsorganisationen einbezogen. Das Unternehmen verfügt über eine führende Marktposition und langjährige Kundenbeziehungen. Dadurch hat das Unternehmen eine gute Ausgangslage für Prognosewerte und verfügt über eine relativ hohe Planungssicherheit für das kommende Geschäftsjahr.

Ziel des Risikomanagements des Unternehmens ist die konsequente Absicherung gegen Risiken vor allem in Zusammenhang mit Preisänderungen, Ausfall, Liquidität sowie Zahlungsstromschwankungen. Dabei soll der operative Unternehmenserfolg abgesichert werden. Die Unternehmensführung verfolgt eine konservative Risikopolitik und setzt dabei zahlreiche Absicherungsinstrumente bewusst zu diesem Zweck ein.

Als international tätiges Unternehmen ist die Gesellschaft bestrebt, Währungsrisiken auszuschließen, indem die Kaufverträge für die Maschinen mit den Kunden in Eigenwährung abgeschlossen werden. Bei Kontrahierung in Fremdwährung werden teils anlassbezogene Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um Währungsrisiken zu minimieren.

Karl Eugen Fischer verfügt über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement. Zahlungsausfälle stellen ein eher theoretisches Risiko dar. Bei den Kunden handelt es sich um Milliarden-Konzerne mit guter Bonität, zu denen Karl Eugen Fischer oftmals jahrzehntelange Kundenbeziehungen hat. Zudem werden mit vielen internationalen Kunden gesicherte Zahlungsformen, wie z.B. Zahlung gegen Eröffnung eines unwiderruflichen Akkreditivs, vereinbart. In Folge des Ukrainekriegs kommt es bei der KEF GmbH erstmalig zu einem Zahlungsausfall, der überwiegend durch die Kreditversicherung abgedeckt ist.

Die Gesellschaft operiert liquiditätsseitig im kurzfristigen Bereich auf Guthabenbasis. Zur Strukturierung der Guthaben wurden Tagesgeldkonten eingerichtet. Im Zuge des Risikomanagements wird vom internen Controlling der Gesellschaft eine regelmäßige Liquiditätsvorschau erstellt, mit deren Hilfe die Zahlungsströme überwacht werden. Die Liquiditätsplanung wird laufend an die aktuelle Situation angepasst und dient als Basis für die Geldmitteldispositionen. Dabei wird jeweils der späteste mögliche Zahlungstermin als Dispositionstermin für die Zahlungseingänge und der früheste Termin für die Zahlungsausgänge herangezogen.

Die Karl Eugen Fischer GmbH haftet als Sicherungsgeber mit ihrem beweglichen gegenwärtigen und künftigen Anlage- und Umlaufvermögen für Bankverbindlichkeiten der KEF Blade GmbH, der Muttergesellschaft der KEF-Gruppe. Die KEF-Gruppe ist im Rahmen dieser Finanzierung verpflichtet, die Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen zu überprüfen und sicherzustellen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 besteht ein Zinssicherungsgeschäft der KEF Blade GmbH mit einer Laufzeit von drei Jahren über einen Teil der langfristiger Finanzierungsverbindlichkeiten zur Absicherung der variablen Verzinsung.

Gewährleistungsansprüche, die über das normale Maß hinausgehen, sind nicht zu befürchten. Mögliche Ansprüche wurden durch die Bildung der pauschalen Gewährleistungsrückstellung sowie über Einzelrückstellungen berücksichtigt und somit abgedeckt.

Auf der Beschaffungsseite greift die Gesellschaft auf solide, qualitätsbewusste Zulieferer zurück. Die Verbindungen zu einer Vielzahl der Lieferanten bestehen schon über einen längeren Zeitraum hinweg. Des Weiteren wird in regelmäßigen Lieferantenaudits eine Qualitätsüberprüfung durch die Gesellschaft durchgeführt und durch ABC-Analysen Klassifizierungen der Lieferanten vorgenommen.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukrainekonflikts sowie der herrschenden Inflation und Geldmarktpolitik erhöhen die Unsicherheiten, unter denen das Unternehmen operieren muss. Gleiches gilt für anhaltende oder weitere geopolitische Konflikte und hieraus resultierende Störungen des globalen Handels. Risiken für eine grundsätzliche Gefährdung des Unternehmens auf operativer Ebene sind nicht erkennbar. Die dargestellten vorhandenen Risiken sind durch die ergriffenen Maßnahmen frühzeitig erkennbar und steuerbar.

In seinen Prozessen und Analysen betrachtet das Unternehmen neben den Risiken auch die Chancen. Der hervorragende Kundenkontakt sowie die Marktstellung ermöglichen eine zutreffende Beurteilung der Chancen. Laufende Markt- und Wettbewerbsanalysen helfen die Wachstumsmöglichkeiten zu identifizieren.

Das Chancenmanagement fließt in das interne Steuerungssystem ein und wird im Rahmen des Budgetierungsprozesses in die Unternehmensplanung aufgenommen. Chancen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch eingestuft werden, wurden bereits in die Planung für das Geschäftsjahr 2024 aufgenommen. Daneben existieren Chancen, die noch nicht budgetiert wurden und bei Eintritt eine positive Umsatz- oder Ertragsauswirkung haben können.

 

Burgkunstadt, den 15. Mai 2024

Tilo Heinen

Geschäftsführung

Detlef Knorr

Geschäftsführung

Marcel Drgala

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KEF Blade GmbH, Burgkunstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der KEF Blade GmbH, Burgkunstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KEF Blade GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Düsseldorf

Christian Roos, Wirtschaftsprüfer

Markus Grötecke, Wirtschaftsprüfer

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