Sojitz JECT Corporation Düsseldorf Branch
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Makiya Nami seit 22.4.2024 | Geschäftsführer |
Tatsuhiko Niitaka seit 22.4.2024 | Geschäftsführer |
Eberhard Zorn seit 10.11.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sojitz Corporation of Europe B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sojitz SOLVADIS GmbH (vormals: Sojitz Europe GmbH)RatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Allgemeine Angaben Die Sojitz SOLVADIS GmbH (bis 30. November 2023 Sojitz Europe GmbH, Ratingen/Deutschland) - im Folgenden kurz "Gesellschaft" oder "Sojitz SOLVADIS" genannt - hat ihren Sitz in Ratingen und ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 96695 eingetragen. Rechnungslegung Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 1. November 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 1. November 2023 und der Gesellschafterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom selben Tage mit der:
am 1. Dezember 2023 verschmolzen worden. Da der Verschmelzungsvertrag zum 1. November 2023 geschlossen wurde und die Verschmelzung am 1. Dezember 2023 in das Handelsregister eingetragen wurde, ist sie rückwirkend zum 1. April 2023 wirksam. Aufgrund der Verschmelzung sind der Jahresabschluss und Lagebericht des Geschäftsjahres 2023/2024 mit dem Vorjahr 2022/2023 nur eingeschränkt vergleichbar. Hinzu kommt, dass die Sojitz Europe GmbH erst am 1. Oktober 2022 ihre operative Tätigkeit aufgenommen hat. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Im Einzelnen wurden in der Gesellschaft folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: 1 Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine Nutzungsdauer von dreii bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der in der Bilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. März 2024 in Höhe von TEUR 164 (i. Vj. TEUR 184) ist aus dem Erwerb des Geschäftsbetriebs in Frankreich zum 1. Oktober 2022 entstanden und wird über zehn Jahre abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden grundsätzlich linear vorgenommen. Für bewegliche Sachanlagen, die vor Inkrafttreten des BilMoG aktiviert wurden, wird von der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB Gebrauch gemacht und die bisherige, aus steuerlichen Gründen angewandte degressive Abschreibungsmethode fortgeführt. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 5 bis 20 Jahren für technische Anlagen und Maschinen und andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung bzw. 33 Jahren für Gebäude. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre Anschaffungskosten EUR 800 nicht übersteigen. Bei Anschaffungskosten unter EUR 250 werden diese sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder einem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. Die Vorräte (Waren) sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h., soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird grundsätzlich eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Im Rahmen eines echten Factorings werden Forderungen an einen Dritten verkauft. Dabei geht das Delkredererisiko vollständig auf den Käufer über. Daraus wird neben dem positiven Liquiditätseffekt auch der Vorteil der Unabhängigkeit von Kundenzahlungszielen erzielt. Das Veritätsrisiko in Bezug auf die Forderungen tragen die Verkäufer. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden dabei mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden vor allem auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 31,93 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,105 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 460 %. 2 Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB bilanziert die Gesellschaft einen Sonderposten aus Investitionszuwendungen. Dieser Sonderposten wird in der Bilanz ausgewiesen und planmäßig über die Nutzungsdauer (10 bis 20 Jahre) der geförderten Vermögensgegenstände aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der neuen biometrischen Rechnungsgrundlagen (Richttafeln Heubeck 2018 G) bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat März 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % p. a. (i. Vj. 1,79 % p. a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,35 % (i. Vj. 2,35 % p. a.) und Rentensteigerungen von jährlich 2,20 % (i. Vj. 2,20 %) p. a. zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,5 % p. a. unterstellt. Im Zusammenhang mit der einzelvertraglich vereinbarten Gewährung von Zuschüssen zur privaten Krankenversicherung während des Ruhestands (Restkostenversicherung) wurden die sich hieraus ergebenden pensionsähnlichen Verpflichtungen auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens in die Rückstellungen eingestellt. Die unterstellten Annahmen wurden analog der Pensionsverpflichtungen angewendet. Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Bei der Rückstellungsbemessung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung oder dem Kurs der zugrunde liegenden Devisensicherung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken werden kurzfristige Währungsforderungen und kurzfristige Währungsverbindlichkeiten aus sämtlichen operativen Transaktionen und aus der Finanzierungstätigkeit, soweit gleiche Währung und Fristigkeit vorliegen, mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Die verbleibende Spitze je Währung wird mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Geschäfts oder Firmenwert Der in der Bilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. März 2024 in Höhe von TEUR 164 (i. Vj. TEUR 184) ist aus dem Erwerb des Geschäftsbetriebs in Frankreich zum 1. Oktober 2022 entstanden und wird über zehn Jahre abgeschrieben. Der Zeitraum, der der planmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts zugrunde gelegt wird, beträgt zehn Jahre und basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf der Grundlage der Geschäftsplanung. Diese repräsentiert insbesondere die langjährigen Kundenstämme sowie die längerfristige Anmietung und Investition in Infrastruktur. Die Ertragspotenziale dieser Komponenten werden korrespondierend zur Dauer der aktuellen Vertragsstrukturen ausgeschöpft. Finanzanlagen Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen folgendes Unternehmen:
1 Jahresergebnis vor Gewinnabführung
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen, betreffen folgendes Unternehmen:
2 Interner Jahresabschluss mit abweichendem
Stichtag zum 30.06.2023
Die Beteiligung der aufnehmenden Gesellschaft an der solvadis deutschland gmbh in Höhe von Sechzig Prozent (Beteiligungshöhe TEUR 25.561) aus dem Vorjahr, ist im Rahmen der Verschmelzung untergegangen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 21.891 beinhalten sonstige Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 337 (i. Vj. TEUR 304), die aus Kautionen resultieren. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11.134 (i. Vj. TEUR 857) stellen sich aus Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen (TEUR 7.919), aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 646) und Forderungen aus Finanzkrediten gegenüber der Duval N.V. (TEUR 150) und (gegenüber der Sojitz Global Finance PLC TEUR 2.419) zusammen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen die Finanzbehörden in Höhe von TEUR 4.606 (i. Vj TEUR 0) und die Factoringgesellschaft aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 17.285 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern stellen sich aus folgenden Positionen zusammen:
Eigenkapital Der Anstieg des Eigenkapitals im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der verschmelzungsbedingten Erhöhung des gezeichneten Kapitals auf insgesamt TEUR 63.042 (i. Vj. TEUR 30.527). Darin ist eine Erhöhung des Stammkapitals gemäß Gesellschafterbeschluss vom 14. Juli 2023 von TEUR 11.547 auf insgesamt TEUR 42.074 enthalten. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt ein Teil des Eigenkapitals einer Ausschüttungssperre, soweit dieser auf bestimmte bilanzierte, jedoch nicht realisierte Vermögenswerte zurückzuführen ist. Zum 31. März 2024 ergibt sich eine Ausschüttungssperre aus folgenden Sachverhalten: 1. Unterschiedsbetrag aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB 2. Aktivierte latente Steueransprüche gemäß § 274 HGB Der insgesamt der Ausschüttungssperre unterliegende Betrag beläuft sich auf TEUR 6.475. Eine Ausschüttung dieser Beträge ist gemäß den gesetzlichen Vorgaben nur insoweit zulässig, als nach der Ausschüttung weiterhin ein frei verfügbares Eigenkapital in mindestens gleicher Höhe vorhanden ist. Zusammensetzung der zur Ausschüttung gesperrten Beträge:
Sonderposten für Investitionszuwendungen Bei dem Sonderposten für Investitionszuwendungen in Höhe von TEUR 1.011 (i. Vj. TEUR 0) handelt es sich um Zuschüsse des Bundes für den Ausbau des Transports über die Schiene im Tanklager Gernsheim. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 26.188 (i. Vj. TEUR 0) enthalten Pensionsverpflichtungen (TEUR 25.021; i. Vj. TEUR 0) und die einzelvertraglich vereinbarte Gewährung von Zuschüssen zur privaten Krankenversicherung während des Ruhestands (Restkostenversicherung) (TEUR 1.167; i. Vj. TEUR 0). Der Unterschiedsbetrag für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 89 (i. Vj. TEUR 0). Der Unterschiedsbetrag ermittelt sich aus dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,83 %; i. Vj. 1,79 %), und dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,80 %; i. Vj. 1,50 %). Dieser Unterschiedsbetrag ist im Sinne des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Steuerrückstellungen Im Berichtsjahr wird eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 11.108 (i. Vj. TEUR 712) ausgewiesen. Diese berücksichtigt die für 2023/2024 und das Vorjahre kalkulierte Steuerverpflichtung für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Umweltschutz und Sanierung in Höhe von TEUR 3.408 (i. Vj. TEUR 0), für Personalverpflichtungen von TEUR 3.415 (i. Vj. TEUR 3.475) und für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 4.400 (i. Vj. TEUR 3.101). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind, wie im Vorjahr nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.686 (i. Vj. TEUR 52.669) bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.251; i. Vj. TEUR 52.669), aus Finanzkrediten (TEUR 1.755; i. Vj. TEUR 0) und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 7.616; i. Vj. TEUR 0). IV. Bewertungseinheiten Die Tochterunternehmen sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Tochterunternehmen sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist es, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von Vermögensgegenständen und Schulden sowie von höchst wahrscheinlichen Einkaufs- und Verkaufsgeschäften in Fremdwährung werden regelmäßig derivative Finanzinstrumente in Fremdwährung eingesetzt. Sofern und soweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet und die Einfrierungsmethode angewandt. Es handelt sich dabei sowohl um sogenannte "Portfolio Hedges", bei denen mehrere gleichartige Grundgeschäfte durch ein oder mehrere Sicherungsgeschäfte abgedeckt werden, als auch um sogenannte "Micro Hedges", bei denen einzelnen Grundgeschäften Sicherungsgeschäfte zugeordnet werden. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft (Critical-Term-Match-Methode). Die Wirksamkeit wird pro- und retrospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst. Zusätzlich werden Devisenswapgeschäfte abgeschlossen, um zeitliche Differenzen zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft zu schließen. Hierbei besteht kein Zusammenhang zwischen dem Sicherungsinstrument (Devisenswap) und einem Grundgeschäft, sodass keine Bewertungseinheiten gebildet werden. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Zum Bilanzstichtag bestehen in der Gesellschaft Devisentermingeschäfte in US-Dollar mit einem Einkaufskontraktvolumen von TEUR 1.841 (i. Vj. TEUR 0) und einem Verkaufskontraktvolumen von TEUR 3.777 (i. Vj. TEUR 0), in japanischen Yen mit einem Einkaufskontraktvolumen von TEUR 3.715 (i. Vj. TEUR 0) und einem Verkaufskontraktvolumen von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). Für negative Marktwerte von Finanzderivaten in Höhe von TEUR 43 (i. Vj. TEUR 0), für die die gesetzlichen Voraussetzungen zur Bildung einer Bewertungseinheit nicht vorliegen (sog. offene Position), wurde zum Bilanzstichtag eine Rückstellung für drohende Verluste aus der Devisensicherung gebildet. Die Berechnung der Marktwerte erfolgte auf Basis des Stichtagkurses, der auf die individuellen Fälligkeitstermine angepasst wird. Die Laufzeit der Devisengeschäfte liegt jeweils unter zwölf Monaten. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Vergleichswerte zum Vorjahr in den nachfolgenden Erläuterungen in den GuV Positionen sind auf Grund einer durchgeführten Verschmelzung nur eingeschränkt vergleichbar. Die Vergleichswerte enthalten lediglich die Wertangaben des aufnehmenden Rechtsträgers. Umsatzerlöse Die Gesellschaft handelt ausschließlich mit chemischen Rohstoffen und Produkten, deren Umsätze in folgenden Regionen erzielt wurden:
Die Umsatzerlöse im Vorjahr wurden aufgrund einer Ausweiskorrektur in laufender Rechnung angepasst. Demnach wurden die Umsatzerlöse um TEUR 1.241 auf TEUR 114.539 erhöht. Korrespondierend haben sich die im Materialaufwand ausgewiesenen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 1.241 auf TEUR 106.723 erhöht. Sonstige betriebliche Erträge Die periodenfremden Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 2.523 (i. Vj. TEUR 2.446) beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen. Materialaufwand Aufgrund des üblichen Streckengeschäftes werden Frachten von TEUR 18.618 (i. Vj. TEUR 0) sowie sonstige Verkaufskosten von TEUR 4.959 (i. Vj. TEUR 745) im Materialaufwand als bezogene Leistungen ausgewiesen, da diese Aufwendungen einen wichtigen Bestandteil der Preiskalkulation darstellen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 598 (i. Vj. TEUR 113) angefallen. Davon entfallen im Wesentlichen TEUR 200 (i. Vj. TEUR 0) auf die Reparatur von Kesselwagen und TEUR 114 (i. Vj. TEUR 0) auf Kosten für Betriebsprüfung. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 214 (i. Vj. TEUR 935) angefallen. Durch die im Abschnitt I aufgeführten Verschmelzungen ist ein Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 14.696 entstanden. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Betrag der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 356 (i. Vj. TEUR 0) betrifft größtenteils die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 320 (i. Vj. TEUR 0). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.988 (i. Vj. TEUR 712) entfallen in Höhe von TEUR 2.845 (i. Vj. TEUR 0) auflaufende Ertragsteuern, hierin enthalten sind TEUR 1.018 Steuern vom Einkommen und Ertrag, die auf laufende ausländische Betriebstätten entfallen. Latente Steuererträge sind in Höhe von TEUR 857 (i. Vj. TEUR 0) angefallen. VI. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Sojitz SOLVADIS beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 212 (i. Vj. 98) Mitarbeiter. Darin sind Geschäftsführer sowie geringfügig Beschäftigte nicht berücksichtigt. Die Anzahl der Mitarbeiter nach Beschäftigungsgruppen stellt sich wie folgt dar:
Die Berechnung der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl erfolgte auf Basis einer monatsgenauen Durchschnittsermittlung unter Berücksichtigung von Teilzeitkräften und geringfügig Beschäftigten gemäß den gesetzlichen Vorgaben. Die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr hat sich durch die Verschmelzung erhöht. Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Sojitz SOLVADIS GmbH sind bestellt:
Sämtliche Geschäftsführer sind hauptberuflich als Geschäftsführer beschäftigt. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, weil nur einer der Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB zum 31. März 2024 aus Kreditverträgen. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit den Tochtergesellschaften solvadis methanol gmbh und chemfidence services gmbh mit einem Gesamtbetrag in Höhe von EUR 78,5 Mio (i. Vj. EUR 78,5 Mio) aus den gewährten Kreditlinien. Das Risiko aus diesen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt, da keine Indizien für eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung vorliegen. Die Tochtergesellschaften sind in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen aus eigenen Mitteln vollständig zu begleichen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB gegenüber Dritten bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 10.777 (i. Vj. TEUR 0), davon im Geschäftsjahr 2024/2025 in Höhe von TEUR 1.400. Für den Zeitraum 2025/2026 bis 2027/2028 bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von zusammen TEUR 2.613. Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Verwaltungsgebäude am Standort der Gesellschaft sowie Mieten für Lagerkapazitäten, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. "Operating-Lease"-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Außerbilanzielle Geschäfte Als außerbilanzielle Geschäfte bestehen zum Bilanzstichtag weiterhin Devisenterminkontrakte, die zur Währungskurssicherung von Einkaufs- und Verkaufstransaktionen abgeschlossen wurden. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung der Devisenkontrakte zum Zeitpunkt ihres Abschlusses. Ihr Risiko besteht auch als designiertes Sicherungsgeschäft in ihrem grundsätzlich unbegrenzten Verlustrisiko in Bezug auf eine sog. offene Position. Weitere außerbilanzielle Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, bestehen nicht. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage von Bedeutung wären. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 654. Konzernverhältnisse Die Sojitz SOLVADIS GmbH ist Teil der Sojitz Corporation, Tokio (Japan). Ihren Jahresabschluss stellt die Sojitz SOLVADIS GmbH zum 31. März 2024 nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften auf und wird diesen im Bundesanzeiger offenlegen. Die Sojitz Corporation, Tokio (Japan), stellt für den kleinsten und größten Organkreis einen Konzernabschluss zum 31. März 2024 auf, in den die Sojitz SOLVADIS GmbH einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss ist auf der Homepage www. sojitz. com der Sojitz Corporation erhältlich. Organschaft Die Gesellschaft ist Organträger der Chemfidence Services GmbH und der solvadis methanol GmbH. Beide Gesellschaften, alle mit Sitz in Frankfurt am Main, haben als Organgesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag im Dezember 2019 abgeschlossen. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erwarten, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine eingetreten. Ergebnisverwendung Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses lag noch kein Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses der Gesellschaft oder ein Beschluss über seine Verwendung vor. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist unter der Annahme aufgestellt, dass der Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen wird.
Ratingen, 13. März 2025 Die Geschäftsführung Eberhard Zorn Makiya Nami Tatsuhiko Niitaka Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024A. Grundlagen des Unternehmens Die Sojitz SOLVADIS GmbH (bis 30. November 2023 Sojitz Europe GmbH, Ratingen/Deutschland) - im Folgenden kurz "Gesellschaft" oder "Sojitz SOLVADIS" genannt - hat ihren Sitz in Ratingen und ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 96695 eingetragen. Die Sojitz SOLVADIS GmbH ist eine weltweit agierende, mittelständische Gesellschaft mit den Schwerpunkten in der Vermarktung und Distribution einer großen Palette chemischer Produkte. Die Gesellschafter der Sojitz SOLVADIS GmbH sind die Sojitz Europe Trade Holdings GmbH, Düsseldorf/Deutschland und die Sojitz Corporation of Europe B.V., Amsterdam/Niederlande. Damit gehört die Sojitz SOLVADIS GmbH zum weltweit operierenden Sojitz-Konzern. Verschmelzung Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 1. November 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 1. November 2023 und der Gesellschafterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom selben Tage mit der:
am 1. Dezember 2023 verschmolzen worden. Da der Verschmelzungsvertrag zum 1. November 2023 geschlossen wurde und die Verschmelzung am 1. Dezember 2023 in das Handelsregister eingetragen wurde, ist sie rückwirkend zum 1. April 2023 wirksam. Aufgrund der Verschmelzung ist der Lagebericht des Geschäftsjahre 2023/2024 mit dem Vorjahr 2022/2023 nur eingeschränkt vergleichbar. Hinzu kommt, dass die Sojitz Europe GmbH erst am 1. Oktober 2022 ihre operative Tätigkeit aufgenommen hat. Beteiligungen Die Sojitz SOLVADIS ist zum 31. März 2024 an folgenden Gesellschaften beteiligt:
Im Vorjahr wurden diese Gesellschaften von der solvadis deutschland gmbh mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 90556) direkt bzw. indirekt gehalten. Geschäftsbereiche Die Sojitz SOLVADIS ist in folgenden Geschäftsbereichen tätig:
Wichtige Kennzahlen, d. h. die bedeutsamsten Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT). B. Wirtschaftsbericht 1. Branchensituation und Geschäftsentwicklung Die Geschäftsentwicklung der Sojitz SOLVADIS ist vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung der chemischen Industrie in Deutschland, Europa und weltweit zu betrachten. Weltweit befand sich die Konjunktur 2023 in einer Schwächephase. Die Zinsen und Inflation waren weiterhin auf einem hohen Niveau und dämpften die Investitionen. Die europäische Wirtschaft stagnierte und ist seit Herbst 2022 nicht mehr gewachsen. Der Branchenumsatz der chemischen Industrie in Deutschland ist in 2023 um 17,6 % auf EUR 166,8 Mrd gesunken. Die Sojitz SOLVADIS blickt auf ein nicht ganz zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Der im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte Rohertrag lag mit EUR 43,6 Mio (i. Vj. EUR 7,1 Mio) deutlich über dem Vorjahr, jedoch leicht unter der Planung. Der Rohertrag ist durch die im Rahmen der Verschmelzung übernommenen Geschäftsbereiche im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher ausgefallen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde ein Ergebnis vor Steuer (EBT) in Höhe von EUR -6,3 Mio (i. Vj. EUR 0,1 Mio) erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuer ist im Wesentlichen durch den einmaligen Verschmelzungsverlust über EUR 14,7 Mio sowie einmalige Aufwendungen für die Einführung eines neuen ERP-System über EUR 3,0 Mio entstanden. Das Ergebnis vor Steuer (EBT) bereinigt um einmalige Aufwendungen beträgt im Geschäftsjahr EUR 11,4 Mio. Die Veränderungen des EBT und des bereinigten EBT im Vergleich zum Vorjahr ist durch die Verschmelzung sowie die Kosten für die Einführung eines neuen ERP-Systems begründet. Der Geschäftsbereich Commodity Chemicals, welcher im Vorjahr noch nicht vorhanden war und durch die Verschmelzung im Geschäftsjahr 2023/2024 neu hinzugekommen ist, hat sich teilweise zufriedenstellend entwickelt. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zu den Umsatzerlösen der verschmolzenen Gesellschaft solvadis commodity chemicals gmbh des Vorjahres 47 % niedriger ausgefallen, was im Wesentlichen auf gesunkene Absatzmengen und Produktpreise zurückzuführen ist. Dennoch konnte der geplante Rohertrag annähernd erreicht werden. Der Geschäftsbereich Basic Chemicals, welcher im Vorjahr noch nicht vorhanden war und durch die Verschmelzung im Geschäftsjahr 2023/2024 neu hinzugekommen ist, hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht zufriedenstellend entwickelt. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zu den Umsatzerlösen der verschmolzenen Gesellschaft solvadis distribution gmbh des Vorjahres 24 % niedriger ausgefallen, was im Wesentlichen auf die gesunkenen Absatzmengen sowie gesunkenen Produktpreise zurückzuführen ist. Auch der Rohertrag ist im Vergleich zum Vorjahr niedriger ausgefallen. Somit konnten die geplanten Ziele nicht erreicht werden. Der Geschäftsbereich Specialty Chemicals hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 teilweise zufriedenstellend entwickelt. Der Geschäftsbereich war bereits vor Verschmelzung vorhanden. Durch die Verschmelzung sind die Umsatzerlöse bzw. der Rohertrag der verschmolzenen solvadis specialties gmbh hinzugekommen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr 35 % niedriger ausgefallen, was im Wesentlichen auf gesunkene Absatzmengen zurückzuführen ist. Dennoch konnte der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, und übertraf die Planung sogar deutlich. Der Geschäftsbereich Polymers hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 teilweise zufriedenstellend entwickelt. Der Geschäftsbereich war bereits vor Verschmelzung vorhanden. Durch die Verschmelzung sind die Umsatzerlöse bzw. der Rohertrag der verschmolzenen solvadis polymere gmbh hinzugekommen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr 22 % niedriger ausgefallen, was im Wesentlichen auf die gesunkenen Absatzmengen zurückzuführen ist. Der Rohertrag ist im Vergleich zum Vorjahr zwar gesunken, aber das geplante Ziel konnte nahezu erreicht werden. Der Geschäftsbereich Turkey Trading Project Office hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht zufriedenstellend entwickelt. Der Geschäftsbereich war bereits im Vorjahr vorhanden und hat sich durch die Verschmelzung nicht verändert. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr 34 % niedriger ausgefallen, was im Wesentlichen auf gesunkene Absatzmengen sowie gesunkene Produktpreise zurückzuführen ist. Auch der Rohertrag ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger ausgefallen. Somit konnten die geplanten Ziele nicht erreicht werden. 2. Risikomanagement Grundsätzlich wird jede unternehmerische Entscheidung unter Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Unternehmensumwelt getroffen, sodass unternehmerisches Handeln nahezu untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden ist. Vor dem Hintergrund der steigenden Dynamik und Komplexität unserer Unternehmensumwelt kommt einer risikoorientierten Unternehmenssteuerung damit eine immer wichtigere Bedeutung zu, denn ein wirksames Risikomanagement verbessert die Entscheidungsqualität und ist damit ein bedeutender Erfolgsfaktor. Mit dem Risikomanagementsystem der Sojitz SOLVADIS sollen unternehmensgefährdende Entwicklungen früh erkannt bzw. präventiv im Vorfeld vermieden werden. Die für die Sojitz SOLVADIS relevanten Risiken und Risikopotenziale sind hauptsächlich marktbezogen (Mengen-, Preis- und Währungsrisiken) sowie im Bereich des Geschäftsbereichs Basic Chemicals auch betriebsbedingt. Alle Mitarbeiter der Gesellschaft sind angehalten, rechtliche und steuerliche Risiken zu vermeiden bzw. nach Einschaltung entsprechender Berater weitestgehend zu vermindern. Das Risikomanagementsystem umfasst im Wesentlichen Methoden zur Risikoerkennung, Risikoanalyse und -bewertung sowie zur Risikoüberwachung und -steuerung. Schwerpunkte liegen insbesondere im Vertragsmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Dokumentation gewerblicher Verträge in Abhängigkeit von ihrer wirtschaftlichen Bedeutung) und im Kreditmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Überwachung von Geschäftspartnerrisiken bzw. Kundenforderungen). Betrieblichen Risiken wird mit umfangreichen Verfahrensanordnungen sowie Verordnungen zur Handhabung, Lagerung, Verpackung und zum Versand von Chemikalien begegnet. Ein monatliches Berichtswesen liefert der Geschäftsführung zeitnah aktuelle Informationen über die gesamte wirtschaftliche Situation der Gesellschaft. Neben diesen organisatorischen Maßnahmen kommt der Risikokultur, d. h. der Stärkung des Risikobewusstseins der Mitarbeiter im täglichen Geschäft, eine wesentliche Bedeutung zu. 3. Personal Die Sojitz SOLVADIS beschäftigte am Bilanzstichtag 31. März 2024 insgesamt 195 (i. Vj. 97) Mitarbeiter. Darin sind Geschäftsführer, Auszubildende sowie geringfügig Beschäftigte nicht berücksichtigt. Die Anzahl der Mitarbeiter nach Standorten stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:
Die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr hat sich durch die Verschmelzung erhöht. 4. Finanzierung Die Sojitz SOLVADIS verfügt über Kreditlinien bei verschiedenen Banken im In- und Ausland in Höhe von insgesamt EUR 130,3 Mio sowie USD 13,2 Mio (i. Vj. EUR 33,1 Mio. sowie USD 13,2 Mio) für Betriebsmittel- und Projektfinanzierungen. Weitere wichtige Finanzierungsinstrument sind Forderungsverkäufe, die bis zu einem Volumen von EUR 50,0 Mio. (i. Vj. EUR 0,0 Mio.) vertraglich zugesichert sind und Cash-Pooling mit einer Sojitz Konzerngesellschaft sowohl in EUR, als auch USD abrufbar, in Höhe von insgesamt EUR 10,0 Mio (i. Vj. EUR 30 Mio sowie USD 20 Mio). Finanzderivate werden ausschließlich in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen, um Fremdwährungsrisiken (i. W. US-Dollar, GBP und JPY) adäquat abzusichern. 5. Umwelt und Sicherheit Unsere Umwelt kann insbesondere durch das tägliche Geschäft von (flüssigen) Chemikalien belastet werden (i. W. Grund und Boden sowie Grundwasser). Deshalb werden alle Standorte in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Umweltgutachtern auf bestehende Verunreinigungen und Gefahren hin untersucht. Im Falle aufgetretener Umweltbelastungen werden unverzüglich Maßnahmen zu deren Beseitigung ergriffen. Sämtliche Kosten bis zur vollständigen Beseitigung der Verschmutzung werden schon bei Erkennen bilanziell berücksichtigt. Die Rückstellung für Umweltschutz und Sanierung ist gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres aufgrund der erhöhten allgemeinen Preissteigerung um EUR 0,1 Mio auf EUR 3,4 Mio zum 31. März 2024 (i. Vj. EUR 3,3 Mio) gestiegen. Die Sicherheit unserer Distributionsprozesse wird ebenfalls durch unabhängige Sachverständige überprüft. Unser hoher Anteil an Sicherheits- und Umweltinvestitionen schafft die notwendigen Voraussetzungen, Unfälle mit Belastungen für Mensch und Umwelt schon im Vorfeld zu vermeiden. Für die Sojitz SOLVADIS ist die Qualitätssicherung von Produkten und Prozessen ein zentraler Bestandteil eines verantwortungsbewussten Handelns. Die Leitlinien des Chemiehandels zum sicheren Umgang mit Chemikalien werden beachtet. Unsere Standardprodukte erfüllen die hohen Anforderungen internationaler Qualitätsnormen. Die Geschäftsprozesse vieler Geschäftsbereiche werden regelmäßig gemäß den Vorgaben für Qualitätsmanagement (DIN EN ISO 9001) auditiert. Einzelne Geschäftsbereiche sind auch nach DIN ISO 14001 zertifiziert. Wiederholungsbegutachtungen werden regelmäßig durchgeführt und bestätigten die Aufrechterhaltung der Zertifikate. Im Geschäftsjahr 2019 wurde das Energieaudit gemäß §§ 8 ff. des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) durchgeführt und behördlich nachgewiesen. Im Geschäftsjahr 2024/25 wird das Energieaudit planmäßig wiederholt. Die Geschäftsbereiche der Sojitz SOLVADIS setzen die REACH-Anforderungen planmäßig und konsequent um. Für die Produkte Schwefel, Schwefelsäure, und Methanol ist die erforderliche REACH-Vollregistrierung bei der ECHA ("European Chemical Agency") erfolgt. Um die REACH-Anforderungen ordnungsgemäß beizubehalten, wird der REACH-Informationsaustausch kontinuierlich über die gesamte Lieferkette fortgesetzt, der u. a. auch die Erstellung von REACH-konformen Sicherheitsdatenblättern umfasst. Notwendige Registrierungen werden fristgerecht vorgenommen. Die Gesellschaften werden hierbei durch externe Dienstleister unterstützt. Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich Specialty Chemicals im März 2020 gemäß den EU-Verordnungen EG 178/2002, EG 852/2004 sowie EG 183/2005 ein HACCP-Konzept inklusive einer Gefährdungsanalyse und Risikobewertung eingeführt, welches im Juni 2020 erfolgreich HACCP-zertifiziert wurde (Hazard Analysis Critical Control Point). Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde der Geschäftsbereich Specialty Chemicals zudem GMP+ (Good Manufacturing Practice mit Integration des HACCP-Konzeptes) für Produkte für die Futtermittelindustrie zertifiziert. 6. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Sojitz SOLVADIS beläuft sich zum 31. März 2024 auf EUR 163,2 Mio (i. Vj. EUR 111,6 Mio). Damit hat sie sich um EUR 51,6 Mio oder 46,2 % erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der Verschmelzung. Die Bilanzstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr durch die Verschmelzung verändert. Das Anlagevermögen weist mit EUR 19,7 Mio (i. Vj. EUR 26,1 Mio) einen Anteil von 12,1 % (i. Vj. 23,4 %) an der Bilanzsumme aus. Das Umlaufvermögen beträgt EUR 136,1 Mio (i. Vj. EUR 85,1 Mio), was einem Anteil von 83,4 % (i. Vj. 76,2 %) an der Bilanzsumme entspricht. Die Investitionstätigkeit der Sojitz SOLVADIS betrug inklusive der geringwertigen Wirtschaftsgüter zum Bilanzstichtag EUR 4,6 Mio (i. Vj. EUR 0,6 Mio). Die Investitionen betrafen im Wesentlichen mit EUR 2,8 Mio. die Investition in ein neues ERP System sowie mit EUR 1,0 Mio den Ausbau und die Erneuerung des Tanklagerstandorts in Gernsheim. Der Warenbestand hat sich um EUR 6,7 Mio auf EUR 28,7 Mio (i. Vj. EUR 22,0 Mio) durch die Verschmelzung erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um EUR 3,0 Mio auf EUR 45,9 Mio (i. Vj. EUR 48,9 Mio) durch niedrigere Produktpreise und gesunkenem Volumen stichtagsbedingt gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um EUR 20,2 Mio auf EUR 21,9 Mio (i. Vj, EUR 1,7 Mio) gestiegen. Die Erhöhung resultiert aus der Verschmelzung. In den sonstigen Vermögengegenstände sind im wesentlichen Forderungen gegenüber Finanzbehörden über EUR 4,6 Mio sowie Forderungen gegenüber einer Factoring Gesellschaft über EUR 17,3 Mio enthalten. Das Eigenkapital der Sojitz SOLVADIS GmbH beträgt zum Bilanzstichtag EUR 54,1 Mio (i. Vj. EUR 29,9 Mio) und hat einen Anteil von 33,2 % (i. Vj. 26,8 %) an der Bilanzsumme. Damit hat sich die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Bilanzsumme) um 6,4 % Punkte erhöht, was auf zwei Eigenkapitalerhöhungen zurückzuführen ist. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag EUR 26,2 Mio (i. Vj. EUR 0,0 Mio). Die Erhöhung ist durch die Verschmelzung entstanden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit EUR 35,3 Mio (i. Vj. EUR 20,8 Mio) vor allem durch die Verschmelzung um EUR 14,0 Mio gestiegen. Zum Bilanzstichtag hat sich der Finanzmittelfonds bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten mit EUR 28,4 Mio (i. Vj. EUR 11,6 Mio) abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 4,0 Mio (i. Vj. EUR 1,2 Mio) um EUR 13,9 Mio auf EUR 24,4 Mio (i. Vj. EUR 10,5 Mio) erhöht. Der Finanzmittelfonds hat sich um EUR 13,9 Mio erhöht. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat die Sojitz SOLVADIS GmbH einen Cash-Abfluss von EUR 31,9 Mio zu verzeichnen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt EUR 39,5 Mio und betrifft im Wesentlichen die Einzahlungen durch die Erhöhung des Stammkapital von EUR 32,5 Mio. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 6,4 Mio betrifft im Wesentlichen die Einnahmen aus der Ergebnisabführung. 7. Ertragslage Die Sojitz SOLVADIS erzielte im Geschäftsjahr 2023/2024 Nettoumsatzerlöse von EUR 416,2 Mio (i. Vj. EUR 114,6 Mio). Die Rohertragsmarge (Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) beträgt 10,5 %. Insgesamt ist die Rohertragsmarge gegenüber dem Vorjahr somit um 4,3%-Punkte gestiegen. Der Anstieg ist durch die Verschmelzung begründet. Die Personalaufwendungen betragen EUR 23,0 Mio (i. Vj. EUR 4,8 Mio). Der Anstieg ist durch den Anstieg der Mitarbeiter in Folge der Verschmelzung begründet. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen EUR 0,9 Mio (i. Vj. EUR 0,1 Mio). Der Anstieg ist durch die Verschmelzung begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 34,4 Mio (i. Vj. EUR 5,1 Mio) setzen sich hauptsächlich zusammen aus sonstigen Fremdleistungen, Aufwendungen für Mieten, Pachten, Leasing, Gutachten- und Beratungskosten sowie Versicherungsprämien und EDV-Kosten. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die Verschmelzung begründet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Verschmelzungsverlust in Höhe von EUR 14,7 Mio enthalten. Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt EUR 0,6 Mio (i. Vj. EUR 0,1 Mio) angefallen. Davon entfallen im Wesentlichen Kosten für den Reparaturaufwand aus Vorjahren von angemieteten Kesselwagen sowie Betriebsprüfungen der Vorjahre. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von EUR 2,9 Mio (i. Vj. EUR 0,3 Mio) beinhalten neben den laufenden Finanzierungskosten der Sojitz SOLVADIS hauptsächlich die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 0,3 Mio (i. Vj. EUR 0,0 Mio). Der Anstieg ist durch die Verschmelzung begründet. Die Steuern auf das Ergebnis betragen insgesamt EUR 3,0 Mio (i. Vj. EUR 0,7 Mio). Der Anstieg ist durch die Verschmelzung begründet. Das Ergebnis vor Steuer (EBT) beträgt EUR -6,3 Mio (i. Vj. EUR 0,1 Mio). Das Ergebnis vor Steuer ist im Wesentlichen durch den einmaligen Verschmelzungsverlust über EUR 14,7 Mio sowie einmalige Aufwendungen für die Einführung eines neuen ERP-System und einmalige Aufwendungen für die Verschmelzung über EUR 3,0 Mio entstanden. Das Ergebnis vor Steuer (EBT) bereinigt um einmalige Aufwendungen beträgt im Geschäftsjahr EUR 11,9 Mio. Die Veränderungen des EBT und des bereinigten EBT im Vergleich zum Vorjahr ist durch die Verschmelzung sowie die Kosten für die Einführung eines neuen ERP-Systems begründet. 8. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2023/2024 wird von der Geschäftsführung der Sojitz SOLVADIS GmbH im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als nicht ganz zufriedenstellend beurteilt. C. Risiken-, Chancen- und Prognosebericht 1. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung Die Reihenfolge der im Folgenden aufgeführten Risken spiegelt auch deren Bedeutung für die Sojitz SOLVADIS wider. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Sojitz SOLVADIS ist das Geschäftspartnerrisiko nach wie vor in Bezug auf die betragsmäßige Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit am bedeutsamsten. Die Sojitz SOLVADIS verfügt zentral über ein internes Kreditlimitkontrollsystem zur weitgehenden Reduzierung des Delkredererisikos. Darüber hinaus werden die Kundenforderungen in großem Umfang kreditversichert. Die Sojitz SOLVADIS sieht sich in ihrem Geschäft hauptsächlich Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Diese manifestieren sich in unsicheren Mengen- und Produktverfügbarkeiten seitens der Lieferanten sowie in der allgemeinen Volatilität der internationalen und nationalen Rohstoffmärkte. Preisänderungsrisiken in der Währungsposition werden durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Hier sind für die Sojitz SOLVADIS hauptsächlich der US-Dollar, das britische Pfund und der japanische Yen von Bedeutung. Die Absicherung erfolgt hierbei grundsätzlich über die Spitze der Gesamtposition eines Geschäfts. Je nach Ausgestaltung des Geschäfts werden dabei sowohl einzelne Grundgeschäfte durch einzelne Sicherungsgeschäfte (Mikro-Hedge) abgesichert oder mehrere Grundgeschäfte durch mehrere Sicherungsgeschäfte (Portfolio-Hedge) abgedeckt. Ausfall- und Liquiditätsrisiken im Finanzierungsbereich begegnet die Sojitz SOLVADIS, indem sie nur mit Finanzinstituten erster Bonität zusammenarbeitet. Die verschiedenen Betriebsmittellinien sind variabel verzinst, sodass die Sojitz SOLVADIS hier Zinsänderungsrisiken und -chancen ausgesetzt ist. Darüber hinaus sind geopolitische Veränderungen von großer Bedeutung, da sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (u. a. auch durch Wirtschaftssanktionen) signifikant verändern können. Gegenwärtig sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der Sojitz SOLVADIS gefährden könnten. Die Sojitz SOLVADIS Gruppe ist eine international renommierte Unternehmensgruppe. Im ICIS-Ranking im Jahr 2023 der Top 100 umsatzstärksten Chemiedistributeure belegt die Sojitz SOLVADIS Gruppe in Europa den 13. Platz (i. Vj. 13. Platz). Darin spiegelt sich die Leistungsfähigkeit der Gruppe wider. Langjährige Erfahrung und umfangreiche Kenntnisse der europäischen und weltweiten Chemiemärkte eröffnen vielfältige Geschäftschancen. Insbesondere die Einkaufsmärkte im Mittleren Osten und Zentralasien sowie die Verkaufsmärkte Nordafrikas und Lateinamerikas und die immer stärker werdende Tendenz zur Konzentration auf kontinentale Warenströme bieten gute Voraussetzungen für neue Geschäftsmöglichkeiten und Wachstumschancen. Durch die Verschmelzung der Sojitz Europe GmbH und fünf Solvadis Gesellschaften wird die daraus entstandene Sojitz SOLVADIS GmbH im Markt als ein vereintes Unternehmen auftreten. Hieraus werden Synergie- sowie Skaleneffekte generiert, die für weitere Wachstumschancen schaffen. Im Geschäftsjahr wurde bereits hierfür das ERP-System harmonisiert, welches im kommenden Geschäftsjahr weiterhin optimiert wird, um Prozesse zu harmonisieren und zu optimieren. Der steigenden Nachfrage nach "grüner" bzw. nachhaltiger Chemie steigt. Hierdurch entstehen neue Produkte sowie Marktbereiche, in denen sich die Gesellschaft positioniert, um die daraus entstehenden Chancen zu nutzen. 2. Ausblick Die Planung der Sojitz SOLVADIS für das Geschäftsjahr 2024/2025 basiert unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen des Ukraine und Israels-Kriegs im Wesentlichen auf der Annahme, dass die Umsatzerlöse und der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, wodurch auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) deutlich höher ausfallen wird. Im Falle einer nicht vorhersehbaren Änderung der gesamtwirtschaftlichen Parameter oder eines Eintretens von Sondereffekten sowie der ungewissen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und des Israel-Kriegs kann grundsätzlich das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass die Sojitz SOLAVDIS ihre Umsatz- und Profitabilitätsziele nicht in jedem Fall voll erreichen kann.
Ratingen, den 13. März 2025 Die Geschäftsführung Eberhard Zorn Makiya Nami Tatsuhiko Niitaka Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sojitz SOLVADIS GmbH, Ratingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sojitz SOLVADIS GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sojitz SOLVADIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das vorherige, am 31. März 2023 endende Geschäftsjahr wurde nicht geprüft. Die Vergleichsangaben sind ungeprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 13. März 2025 KPMG
AG
Sperling, Wirtschaftsprüfer Hannemann, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahrder Sojitz SOLVADIS GmbH zum 31. März 2024Mit Gesellschafterbeschluss vom 31. März 2025 wird der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. März 2024 und der ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -8.312.882,33 festgestellt. |
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