GEOKRAFTWERKE.de GmbHLiquidiert

93055 Regensburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 12267
Vorher
Fröschl GeoKraftWerke GmbH
Eingetragen
15.11.2010
Branche
Wärme- und KältehandelElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Beteiligung an Unternehmen, die Projekte im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien, insbesondere der Erforschung, Erschließung und Nutzbarmachung geothermischer Energie (Erdwärme) zur Erzeugung von elektrischer Energie und Heizwärme sowie der Errichtung und des Betriebs geothermischer Anlagen, wozu auch der Handel mit Energie, Wärmeleistung sowie auch Beratungsleistungen gehören, durchführen, wobei die Projekte auch den Erwerb bereits fertiger oder im Bau befindlicher Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien umfassen können. Ferner die Ausreichung von nachrangigen Darlehen innerhalb des Konzernverbundes. Die Gesellschaft kann hierzu sämtliche Geschäfte durchführen, die mit diesem Zweck im Zusammenhang stehen oder dem Zweck dienen können.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Wolfgang HageleitFG GEOTHERMIE GmbH+4
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

GEOKRAFTWERKE.de GmbH

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

(mit Vergleichszahlen 31. Dezember 2016)

AKTIVA

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.503,00 11.352,00
III. Finanzanlangen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.330.821,36 8.327.036,36
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 1.629.244,30 1.458.745,54
11.960.065,66 9.785.781,90
Umlaufvermögen
B I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 682.282,63 601.864,95
2. Sonstige Vermögensgegenstände
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 9.240,00 675.418,70 9.240,00
1.357.701,33 611.104,95
II. II. Kassenbestand,
Guthaben bei Kreditinstituten 523,33 527,26
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.748.848,42 3.748.848,42
Bilanzsumme 17.074.642,74 14.157.615,53

PASSIVA

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
2. Verlustvortrag - 4.748.848,42 - 4.748.848,42
3. Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
4. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (-3.748.848,42) (-3.748.848,42)
B Rückstellungen 13.319,15 51.500,00
1. Sonstige Rückstellungen
C Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 23.740,50 23.740,50 56.308,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 24.192,09 24.192,09 17.700,22
3. Sonstige Verbindlichkeiten
17.013.391,00 14.032.106,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.366.564,50
davon aus Steuern: EUR 839660,20
17.061.323,59 14.106.115,53
Bilanzsumme 17.074.642,74 14.157.615,53

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

2017
EURO
2016
EURO
1. Umsatzerlöse 0,00 0,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 49.794,43 21.412,28
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 49,03 8.000,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung 0,00 1.004,80
davon für Altersversorgung: Euro 0,00 49,03 9.004,80
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 3.849,00 4.834,00
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.907,72 51.842,50
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.351.255,65 3.923.771,33
davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 4.351.255,65
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.992,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 0,00
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.530.311,90 9.929.210,81
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen: Euro 0,00 2.219.141,81 2.201.232,00
10. Ergebnis nach Steuern 679.782,62 - 8.250.940,50
11. Sonstige Steuern 0,19 0,00
12. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 8.250.940,50
13. Aufwendungen aus Aufholung Verlustübernahme Vorjahre 679.782,43 0,00
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

1.Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: GEOKRAFTWERKE.de GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Regensburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Regensburg
Register-Nr.: HRB 12267

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der GEOKRAFTWERKE.de GmbH, Regensburg, wurde gern.§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft und einer Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267 a HGB. Dennoch ist die Gesellschaft nach § 24 VermAnlG verpflichtet, bestimmte Vorschriften für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften zu erfüllen. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden gleichwohl größenabhängige Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften, soweit gesetzlich zulässig, angewandt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Postenübergreifende Methoden

Die Bilanzierung und Bewertung wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der§§ 246 bis 256 HGB vorgenommen; die ergänzenden Vorschriften der §§ 264 bis 283 HGB für Kapitalgesellschaften (betreffend Gliederung, Ansatz und Bewertung) wurden berücksichtigt.

Die Gliederung der Bilanz und der nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den§§ 266 und 275 HGB sowie§ 42 GmbH.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich der im Vorjahr angewandten Methode.

Angaben zu den Restlaufzeiten erfolgen im Anhang.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutz-bar,um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen (Ausleihungen an verbundene Unternehmen) wurden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt und bewertet. Neben den ausgereichten Darlehen wurden auch die aktivierten Zinsen und Zinseszinsen als Finanzanlagen ausgewiesen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende, niedrigere Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Ausweis der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Einzelrisiken, die zu einem niedrigeren Wert führen würden, lagen nach Beurteilung der Geschäftsleitung nicht vor.

Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Bei den Finanzanlagen mit EUR 11.960.065,66 (Vorjahr: EUR 9.785.781,90) handelt es sich n voller Höhe um Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten setzen sich in Höhe von Euro 23.632.170,27 aus tatsächlich ausgereichten Darlehen sowie n Höhe von Euro 15.445.735,24 aus unter dieser Position ausgewiesenen Zinsen und Zinseszinsen zusammen.

Aufgrund der Ertragslage der verbundenen Unternehmen, waren im aktuellen Geschäftsjahr bei allen ausgereichten Darlehen Wertberichtigungen n Höhe von insgesamt EUR 1.530.311,90 (Vorjahr: EUR 9.929.210,81) vorzunehmen. Die bisher insgesamt vorgenommenen Wertberichtigungen betragen Euro 27 .117 .839,85. Die Abschreibung wurde gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen vollumfänglich den Namensschuldverschreibungen belastet.

Der Ansatz der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten und - soweit abnutzbar- vermindert um planmäßige Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die Abschreibung erfolgt gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Vermögensgegenstände mit einem Wert von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und auf die Dauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Angaben zu Forderungen und. sonstigen Vermögensgegenständen

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr n Höhe von EUR 1.348.461,33 (Vorjahr: EUR 601.864,95) sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 9.240,00 (Vorjahr: EUR 9.240,00) enthalten.

Die Forderungen beinhalten mit EUR 682.282,63 (Vorjahr: EUR 601.864,95) Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Eigenkapital

Der Verlustvortrag beträgt zum 31.12.2017 EUR - 4.748.848,42 (Vorjahr: EUR-4.748.848,42).

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2017 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 3.748.848.42 aus und ist damit bilanziell überschuldet.

Das Aktivvermögen beinhaltet keine ausreichenden stillen Reserven, um die Überschuldung zu beseitigen. Aufgrund der Anlagebedingungen zu den Namensschuldverschreibungen sind diese mit einem qualifizierten Nachrang versehen.

Für die Verbindlichkeit der GEOKRAFTWERKE.de GmbH gegenüber der FG Geothermie GmbH besteht ebenfalls eine Rangrücktrittsvereinbarung. Damit sind diese Verbindlichkeiten bei der Erstellung eines Überschuldungsstatus nicht zu berücksichtigen. Der Geschäftsführer hat eine positive Fortführungsprognose vorgelegt. Aus diesem Grund wurde der Jahresabschluss gemäß§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going-concern) aufgestellt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Kosten für Abschluss- und Prüfungskosten (EUR 11.819, 15, Vj.: EUR 50.000,00) und mit EUR 1.500,00 (Vorjahr EUR 1.500,00) die Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtung.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2017 EUR < 1 Jahr
EUR
>1 Jahr
EUR
>5 Jahre
EUR
aus Lieferungen und Leistungen 23.740,50 23.740,50 0,00 0,00
Vorjahr 56.308,42 56.308,42 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 24.192,09 24.192,09 0,00 0,00
Vorjahr 17.700,22 17.700,22 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 17.013.391,00 1.366.564,50 15.646.826,50 0,00
Vorjahr 14.032.106,89 7.109.880,12 6.707.944,52 214.282,25
Summe 17 .061.323,59 1.414.497,09 15.646.826,50 0,00
Vorjahr 14.106.115,53 7.183.888,76 6.707.944, 52 214.282,25

Sicherungsrechte an den ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2011 Namensschuldverschreibungen emittiert. Dabei war ein Volumen von bis zu 50 Mio. EUR geplant. Die Namensschuldverschreibungen weisen eine Mindestlaufzeit von 7 Jahren aus. Sie sind nicht verbrieft, nicht übertragbar und mit einem qualifizierten Nachrang versehen. Eine Beteiligung am Liquidationserlös steht den Inhabern der Namensschuldverschreibungen nicht zu.

Zum 31. Dezember 2017 sind 3.170 Namensschuldverschreibungen gezeichnet, deren Wert sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt EUR 30.359.500,00 beläuft. Die gezeichneten Namensschuldverschreibungen zum 31. Dezember 2017 sind zum Bilanzstichtag vollumfänglich eingezahlt. Aufgrund der Verlustbeteiligungen valutieren die Namensschuldverschreibungen zum Bilanzstichtag mit EUR 7.602.009,20.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten n Höhe von EUR 17.061.323,59 (Vorjahr: EUR 14.106.115,53) haben in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 4.818.200,00) eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Den in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen nachrangigen Namensschuldverschreibungen wurde der Jahresüberschuss (EUR 679.782,43) in voller Höhe gutgeschrieben. Die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Belastung beim Anlegerkapital beläuft sich auf EUR 22.742.490,80.

Die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Zinsverbindlichkeit gegenüber den Anlegern beläuft sich auf Euro 8.564.439,31. Die Zahlung der Zinsen steht unter dem vorbehalt ausreichender Jahresüberschüsse. Ein qualifizierten Rangrücktritt für diese Zinsen besteht aber nicht.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 1.414.497,09 (Vorjahr: EUR 7.183.888,76).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 15.646.826,50 (Vorjahr: EUR 6.707 .944,52).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 24.192,09 (Vorjahr: EUR 17.700,22).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Zinserträgen handelt es sich um die das Geschäftsjahr betreffenden Zinsen für die Finanzanlagen (ausgereichte Darlehen an verbundene Unternehmen) in Höhe von EUR 4.351.255,65 (Vorjahr: EUR 3.923.771,33).

Unter den Zinsaufwendungen werden die das Geschäftsjahr betreffenden Zinsen für die Namensschuldverschreibungen n Höhe von EUR 2.201.063, 75 (Vorjahr: EUR 2.201.063,75) sowie in Höhe von EUR 650,56 (Vorjahr: EUR 168,25) die Zinsen für die übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen wurden m Berichtsjahr n Höhe von EUR 1.530.311,90 (Vorjahr: EUR 9.929.210,81) bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen vorgenommen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen auskunftsgemäß nicht.

Angaben zur durchschnittlichen Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 1.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 0,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 1,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 1,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 0,00

Angaben zur Geschäftsführung.

Im Geschäftsjahr 2017 war Herr Jean-Paul Müller zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt.

Mit Eintragung zum 13.04.2018 ist Herr Jean-Paul Müller als Geschäftsführer ausgeschieden und Herr Franz Heidelsberger bestellt worden.

Als Vergütung der Geschäftsführer für die geleisteten Tätigkeiten wurden im Berichtsjahr EUR 0,00 gewährt.

Einschätzung zur Fähigkeit der GEOKRAFTWERKE.de GmbH zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit:

Bisher konnte keine der Projektgesellschaften, an die die GEOKRAFTWERKE.de GmbH Darlehen ausgereicht hat (Finanzanlagen} ihre Projekte verwirklichen. Da auch für die Zukunft wesentliche Unsicherheiten diesbezüglich bestehen, bestehen bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die GEOKRAFTWERKE.de GmbH ist möglicherweise nicht n der Lage ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Verbindlichkeiten, insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber den Anlegern zu begleichen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung:

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind insofern auszuweisen, dass auch m laufenden Geschäftsjahr 2018 bisher keine Umsetzung der Geothermieprojekte erfolgen konnte. Zum 01.01.2018 wurden die Zinssätze der ausgegebenen Darlehen von 12,5 % auf 1 % herabgesetzt.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung:

Der Geschäftsführer der Gesellschaft schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,00 zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Regensburg, den 05. Dezember 2018

Franz Heidelsberger

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2017

GEOKRAFTWERKE.de GmbH

Buchwert 01.01.2017
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 1,00 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.352,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 11.352,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.327.036,36 4.559.684,10 1.281.335,32 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.458.745,54 533.899,50 107.652,62 0,00
Summe Finanzanlagen 9.785.781,90 5.093.583,60 1.388.987,94 0,00
Summe Anlagevermögen 9.797.134,90 5.093.583,60 1.388.987,94 0,00
Abschreibungen
Euro
Zuschreibungen
Euro
Buchwert 31.12.2017
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 1,00
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 0,00 0,00 1,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.849,00 0,00 7.503,00
Summe Sachanlagen 3.849,00 0,00 7.503,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.274.563,78 0,00 10.330.821,36
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 255.748,12 0,00 1.629.244,30
Summe Finanzanlagen 1.530.311,90 0,00 11.960.065,66
Summe Anlagevermögen 1.534.160,90 0,00 11.967.569,66

Lagebericht zum 31.12.2017

A Grundlagen des Unternehmens

Die GEOKRAFTWERKE.de GmbH (im Folgenden auch: "Gesellschaft" oder "GKW") wurde mit notarieller Urkunde vom 29.10.2010 in Regensburg mit einem Stammkapital von EUR 1.000.000 gegründet. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg erfolgte am 15.11.2010 unter HRB 12267.

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der FG Geothermie GmbH und damit Teil der FG.de Unternehmensgruppe.

Satzungsmäßiger Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an Unternehmen, die Projekte im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien, insbesondere der Erforschung, Erschließung und Nutzbarmachung geothermischer Energie (Erdwärme) zur Erzeugung von elektrischer Energie und Heizwärme sowie der Errichtung und des Betriebs geothermischer Anlagen, wozu auch der Handel mit Energie, Wärmeleistung sowie auch Beratungsleistungen gehören, durchführen, wobei die Projekte auch den Erwerb bereits fertiger oder im Bau befindlicher Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien umfassen können. Ferner die Ausreichung von nach-rangigen Darlehen innerhalb des Konzernverbundes. Die Gesellschaft kann hierzu sämtliche Geschäfte durchführen, die mit diesem Zweck im Zusammenhang stehen oder dem Zweck dienen können.

Zur Realisierung des vorstehenden Unternehmenszweckes warb die GKW im Rahmen von öffentlichen Angeboten von Finanzprodukten Kapital von interessierten Anlegern ein und investiert diese in entsprechende Projekte. Durch die Differenz zwischen den Rückflüssen aus den jeweiligen Investitionsprojekten und den an die Zeichner der Finanzprodukte zu leistenden Zahlungen plant die Gesellschaft entsprechende Überschüsse zu erwirtschaften.

Von Anfang 2011 bis zum Frühjahr 2015 hat die Gesellschaft das Finanzprodukt "Kraftwerke Portfolio Nr. 1" als nachrangige Namensschuldverschreibung mit einem geplanten Gesamtvolumen von EUR 50 Mio. an Privatanleger vertrieben. Im Frühjahr 2015 wurde der Vertrieb des Kraftwerke Portfolio Nr. 1 eingestellt. Bis zum 31. Dezember 2016 waren Namensschuldverschreibungen in Höhe von EUR 30.359.500,00 gezeichnet und eingezahlt. Der Stand ist zum 31. Dezember 2017 unverändert. Dieses Finanzprodukt gewährt dem Anleger, vorbehaltlich ausreichender Jahresüberschüsse, einen Anspruch auf einen jährlich zum Jahresende fälligen Basiszins von 7,25 % p. a. sowie additiv auf einen möglichen Überschusszins von 15 % des Jahresergebnisses des Emittenten (GKW) vor Steuern und Überschusszins. Bezüglich des möglichen Überschusszinses ist eine quotale Beteiligung der Anleger vorgesehen. Zusätzliche Voraussetzung für die Fälligkeit der Zinsen ist das Vorliegen des Jahresabschlusses für das vorangegangene Geschäftsjahr, welcher entsprechende Jahresüberschüsse ausweisen muss.

Die Gesellschaft reichte die eingeworbenen Gelder nach Deckung von Gemeinkosten zu einem Zinssatz von 12,5 % in Form von Nachrangdarlehen an Gesellschaften der FG.de Unternehmensgruppe zur Finanzierung von Geothermieprojekten in Kirchweidach, Schnaitsee, Amerang/Babensham, Gars und Seebruck aus. Um den Anstieg der Zinslast für die Geothermieprojekte zu begrenzen, wurde mit Wirkung zum 01.01.2018 der Zinssatz auf 1 % p. a. gesenkt.

Die Rückzahlung des gezeichneten Kapitals an die Anleger erfolgt zum Rückzahlungszeitpunkt nach Kündigung der Kapitalanlage, die frühestens zum Ablauf der Mindestlaufzeit von 7 Jahren jeweils zum Jahresende möglich ist. Die Namensschuldverschreibungen sind nachrangig gegenüber etwaigen vorrangigen Ansprüchen gegen den Emittenten; eine Beteiligung der Anleger an einem erzielten Liquidationserlös ist nicht vorgesehen.

B Wirtschaftsbericht

1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche Konjunktur

Die Lage der deutschen Wirtschaft ist weiterhin positiv zu beurteilen. Bereits seit acht Jahren in Folge wächst die deutsche Wirtschaft. Die Zahl der Erwerbstätigen hat den höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Die Zahl der Arbeitslosen ist auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Im laufenden Jahr wird der Staatshaushalt erneut annähernd ausgeglichen sein. Eine stetige und verlässliche Politik der Schuldenbegrenzung schafft Vertrauen bei Unternehmen, Arbeitnehmern und Anlegern und ist zugleich eine wichtige Grundlage für künftige Investitionen und Wachstum. Investitionen sind ein Schlüssel zu höherer Wettbewerbsfähigkeit, dauerhaftem Wohlstand und besserer Lebensqualität für die Menschen in Deutschland und Europa. Die Bundesregierung hat sich daher zum Ziel gesetzt, private und öffentliche Investitionen in Deutschland und Europa zu stärken.

Im Jahr 2017 legte Deutschland das stärkste Wirtschaftswachstum seit 2011 hin. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2017 um 2,2 Prozent zu. Vor allem der hohe private Konsum und staatliche Ausgaben haben die deutsche Wirtschaft in den vergangenen Jahren angeschoben.

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ist im Jahr 2017 gestiegen und betrug nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien 33,3 % der Bruttostromerzeugung in Deutschland. Damit erreichten die erneuerbaren Energien weiterhin den höchsten Anteil im deutschen Strommix vor der Braunkohle. Deren Anteil an der Bruttostromerzeugung lag im Jahr 2017 bei 22,5 %.

Die wichtigste regenerative Energiequelle zur Stromerzeugung ist mit 13,6 % Anteil nach wie vor die Windenergie an Land, die 88,7 Milliarden Kilowattstunden lieferte. Offshore trug mit 17,9 Milliarden Kilowattstunden rund 2,7 % bei, wobei hier in den kommenden Jahren ein weiteres Wachstum zu erwarten ist. Weitgehend stabil blieben die Wasserkraft mit 3,0 % Anteil (2016: 3,2 %), Biomasse mit 7,9 % Anteil (2016: 7,0 %) sowie Photo-voltaik mit 6,1 % Anteil (2016: 5,9 %). Insbesondere durch die Einführung des EEG im Jahr 2000 konnte das Wachstum der Erneuerbaren Energien im Stromsektor enorm beschleunigt werden.

Obwohl die Erneuerbaren Energien ihren Anteil im deutschen Strommix in den vergangenen Jahren deutlich steigern konnten, stammt nach wie vor der überwiegende Teil des in Deutschland erzeugten Stroms aus konventionellen Kraftwerken.

Zwar hat der Zuwachs bei den Erneuerbaren Energien in den letzten Jahren auch zum Rückgang bei der Verstromung von Erdgas sowie der klimaschädlichen Steinkohle beigetragen, die besonders CO2-intensive Stromerzeugung aus Braunkohle bewegte sich jedoch auch im langfristigen Vergleich auf hohem Niveau.

Die Diskussion um die Erneuerbaren Energien wird weiterhin hauptsächlich als Preisdiskussion geführt. Zudem tritt aber auch das Thema der Preisdegression nach Auslaufen von EEG-Förderungen nach 20 Betriebsjahren von Erneuerbare-Energien-Anlagen in das Bewusstsein.

Aufgrund des nach wie vor vorhandenen gesellschaftlichen Konsenses zur Abschaltung aller Atomkraftwerke in Deutschland bis zum Jahr 2022 sowie der Notwendigkeit von Maßnahmen gegen den Klimawandel führt kein Weg an den Erneuerbaren Energien vorbei.

Bezüglich des Marktes für Finanzprodukte ist zu konstatieren, dass der Markt für Anlagen in Erneuerbare Energien auf die Insolvenz des größten deutschen Emittenten für Anleihen in Erneuerbare Energien (Prokon Regenerative Energien eG) nachhaltig negativ reagiert hat, was zu einem drastischen Rückgang der Verkaufsmöglichkeiten für Anleihen im Bereich der erneuerbaren Energien führte.

Politische Rahmenbedingungen

EU-Ziele:

Der Förderung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien kommt in der Europäischen Union (EU) eine sehr hohe Priorität zu. Die wesentlichen Aspekte sind die Sicherheit und Diversifizierung der Energieversorgung, die Förderung der entsprechenden Wirtschaftszweige und der wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt in der EU. Im Oktober 2014 hat die EU neuen Rahmenrichtlinien für Klima und Energie für den Zeitraum zwischen 2020 und 2030 zugestimmt. Aufbauend auf dem bisherigen bis 2020 beschlossenen Rahmen wurde die Zielsetzung der EU für die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis 2050 auf einen Wert von 80 bis 95 Prozent bezogen auf den Stand von 1990 festgelegt. Ein wesentlicher Zwischenschritt ist der Ausbau des Anteils der Erneuerbaren Energie am Gesamtenergieverbrauch auf 27 Prozent bis zum Jahr 2030. Es liegt in der Verantwortung der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten, diese Ziele auf nationale Politik und Ziele herunter zu brechen.

Deutschland:

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Erneuerbaren Energien im Allgemeinen und der Geothermie im Besonderen sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Das EEG legt sowohl den Einspeisevorrang als auch Vergütungsdauer und die Höhe der Vergütung fest. Während bei anderen Erneuerbaren Energien in den letzten EEG-Novellen die Vergütungshöhe immer weiter reduziert wurde, um Lernkurve und Skalierungseffekten Rechnung zu tragen, wurde die Vergütung für die Geothermie 2012 und 2014 jeweils angehoben. Im Rahmen der EEG-Novelle für 2017 wurde im Sommer 2016 sogar eine Verschiebung der ab 2018 geltenden Degression um 5 Prozent jährlich auf den Beginn des Jahres 2021 verschoben, so dass die Geothermie im Vergleich zu anderen Erneuerbaren Energie nach wie vor auf ein verlässliches System der Vergütung ohne Mengenbegrenzung und Ausbau-Deckelungen vertrauen kann.

2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Der Geschäftsverlauf 2017 ist aus Sicht der Geschäftsführung unbefriedigend verlaufen. Dies ist im Wesentlichen auf zwei Umstände zurückzuführen:

Da im Jahr 2015 der Vertrieb der Namensschuldverschreibung "Kraftwerke Portfolio Nr. 1" eingestellt wurde, flossen der Gesellschaft wie in 2016 auch in 2017 keine weiteren Gelder zu.

Auch in den Projekten Schnaitsee, Amerang, Gars und Seebruck konnten keine Fortschritte erzielt werden. Anfang 2017 konnte zwar ein Investor für das Projekt Schnaitsee gefunden werden und nach Unterzeichnung eines Vorvertrages im Mai 2017 wurde mit der gründlichen Prüfung (Due Diligence) des Projektes in sämtlichen Bereichen (rechtlich, geologisch, technisch und finanziell) begonnen. Anfang September wurde dies aber abgebrochen, da der Investor in einem anderen seiner Projekte unvorhergesehene Mehrausgaben in Höhe von ca. 80 Mio. EUR hatte und deshalb die für das Projekt Schnaitsee geplanten Mittel anders einsetzen musste. Die Suche nach einem neuen Investor begann, da die anderen Investoren, mit denen man vorher im Gespräch war, sich mittlerweile für andere Projekte entschieden hatten. Die Entwicklung der anderen Projekte machte deshalb ebenfalls keine Fortschritte, da diese in Bezug auf den Entwicklungsgrad hinter dem Projekt Schnaitsee stehen und hier eine weitere Entwicklung erst sinnvoll und möglich ist, wenn entsprechende Erfolge in Schnaitsee oder Kirchweidach erzielt werden konnten.

Aktuell laufen nach abgeschlossener rechtlicher Prüfung des Projektes Schnaitsee Verhandlungen mit einem neuen Investor, der bereits ein weiteres Projekt in Südbayern in der Umsetzung hat und aufgrund der bisherigen Äußerungen gehen wir davon aus, dass es zu einem Investment und damit zur Weiterführung des Projektes Schnaitsee kommt.

Im Projekt Kirchweidach wurde versucht, sich mit der Gemeinde Kirchweidach auf eine einvernehmliche Gestaltung einer zukünftigen Zusammenarbeit zu einigen, bei der die Bereiche ausgeschlossen werden sollten, in denen die Gemeinde sich aufgrund Ihrer Stellung als einziger Kunde in einer Konfliktsituation befindet. Dieser von Seiten der FG.de Unternehmensgruppe initiierte Versuch ist Anfang März 2018 leider gescheitert. Es wurde in der Zwischenzeit sogar gemeinsam ein Kraftwerkskonzept entwickelt und der Kraftwerksbau sollte im Oktober 2017 durch die Gesellschafterversammlung beschlossen werden, was aber durch eine Einstweilige Verfügung auf Antrag der Gemeinde verhindert wurde. Trotzdem gingen die Verhandlungen weiter und im Februar 2018 wurde ein Kraftwerk bestellt, das aber durch die Verweigerungshaltung der Gemeinde nach Scheitern der Einigung wieder storniert werden musste.

Dennoch wurden die Planungen mit einem anderen Kraftwerkshersteller in diese Richtung fortgesetzt und nach weiteren juristischen Schritten gelang es im Juli 2018 endlich den Kraftwerksbau zu beschließen, wenn auch in reduzierten Umfang, um die Risiken für die Projektgesellschaft so gering wie möglich zu halten. Die verschiedenen Komponenten wurden mittlerweile bestellt und es wird mit einer Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des modularen Kraftwerks Ende Februar 2019 gerechnet. Bei erfolgreicher Umsetzung soll sofort mit dem weiteren Ausbau begonnen werden. Auch hier besteht aber noch eine nicht quantifizierbare Unsicherheit bezüglich weiterer Aktionen der Gemeinde, mit dem Ziel, den Kraftwerksbau zu verhindern.

Unabhängig davon sind immer noch drei Gerichtsverfahren anhängig und der Ausgang der Verfahren kann wesentliche Auswirkungen auf die weitere Entwicklung des Projektes Kirchweidach, sowohl positiv als auch negativ haben.

Aufgrund der weiteren Verzögerungen im Geschäftsjahr 2017 wurde, um dem Vorsichtsprinzip gerecht zu werden eine Abwertung der Zinsforderungen gegenüber den verschiedenen Projektgesellschaften beschlossen, um hier ein möglichst treffendes Bild der Gesamtlage zu vermitteln.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
EUR EUR EUR %
Gesamtleistung 0 0 0 0,0
Betriebsergebnis 21.988 - 44.269 66.257 - 149,7
Erträge aus Ausleihungen auf Finanzanlagen 4.351.256 3.923.771 427.485 10,9
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.992 0 55.992 -
Abschreibungen auf Finanzanlagen - 1.530.312 - 9.929.211 8.398.899 - 84,6
Zinsergebnis - 2.219.142 - 2.201.232 - 17.910 0,8
Ergebnis nach Steuern 679.782 - 8.250.941 8.930.723 - 108,2
Erträge aus Verlustübernahme - 679.782 8.250.941 - 8.930.723 - 108,2
Jahresergebnis 0 0 0 0,0

Die Gesellschaft konnte im Berichtsjahr Zinserträge in Höhe von EUR 4,4 Mio. durch die Ausreichung von nach-rangigen Darlehen an Gesellschaften der FG.de Unternehmensgruppe erzielen. Da in den verschiedenen Projekten noch keine Einnahmen generiert werden, sind die Gesellschaften aber wie in den Vorjahren nicht in der Lage, die Zinsen zu bezahlen. Die Zinsen wurden daher zu den ausgereichten Darlehen aktiviert. Diesen standen Zinsverbindlichkeiten für die Bedienung der aufgenommenen und ebenfalls nachrangigen Namensschuldverschreibungen in Höhe von EUR 2,2 Mio., sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 24 sowie sonstige betriebliche Erträge von TEUR 50 gegenüber. Auch die Zinsaufwendungen an die Anleger konnten von der Gesellschaft aufgrund fehlender Liquidität nicht bezahlt werden. Insgesamt hat die GKW damit in 2017 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 680 erwirtschaftet. Dieser Betrag wurde vollumfänglich dem Anlegerkapital gutgeschrieben.

Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft die Gemein- und Personalkosten weiter reduzieren und es gibt keine Bankverbindlichkeiten, aber auch nur noch liquide Mittel in Höhe von EUR 523,33.

b) Vermögenslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung

AKTIVA

TEUR TEUR TEUR %
Sachanlagen 7,5 11,4 - 3,9 - 34,2
Finanzanlagen 11.960,1 9.785,8 2.174,3 22,2
Forderungen 682,3 601,9 80,4 13,4
Sonstige Vermögensgegenstände 675,4 9,2 666,2 7.241,3
Flüssige Mittel/Wertpapiere 0,5 0,5 0,0 0,0
Nicht gedeckter EK-Fehlbetrag 3.748,8 3.748,8 0,0 0,0
Summe Aktiva 17.074,6 14.157,6 2.917,0 20,6

PASSIVA

Rückstellungen 13,3 51,5 - 38,2 - 74,2
Lieferverbindlichkeiten 23,7 56,3 - 32,6 - 57,9
Verbundverbindlichkeiten 24,2 17,7 6,5 36,7
Sonstige Verbindlichkeiten 17.013,4 14.032,1 2.981,3 21,2
Summe Passiva 17.074,6 14.157,6 2.917,0 20,6

Die Bilanzsumme der GKW hat sich im Berichtszeitraum um EUR 2,9 Mio. erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Finanzanlagen um EUR 2,2 Mio. sowie der Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3 Mio.

Durch das ausgeglichene Ergebnis hat sich das Eigenkapital im Berichtsjahr nicht verändert. Die Gesellschaft ist somit unverändert bilanziell überschuldet und weist einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von EUR 3,7 Mio. aus. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne liegt jedoch nicht vor, da die emittierten Namensschuldverschreibungen in Höhe von ursprünglich EUR 30,3 Mio. mit einem qualifizierten Nachrang (Rangrücktritt) versehen und insofern wirtschaftlich / insolvenzrechtlich dem Eigenkapital zuzurechnen sind.

Zum 31. Dezember 2017 valutiert die Verbindlichkeit aus den Namensschuldverschreibungen - aufgrund der von den Anlegern zu tragenden Verlusten - mit TEUR 7.602. Die Zinsverbindlichkeiten gegenüber den Anlegern betragen TEUR 8.564.

c) Finanzlage

Kapitalflussrechnung vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 Geschäftsjahr
EUR
Jahresergebnis 0
+ Abschreibungen 1.534.161
- Abnahme der Rückstellungen 38.181
- sonstige zahlungsunwirksame Erträge 0
+ Erträge Verlustübernahme 679.782
- Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 746.596
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.568
+ Zunahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.282.199
- Zinserträge 4.351.256
+ Ertragsteuerzahlungen 12.020
Laufende Geschäftstätigkeit - 660.438
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagenvermögen 3.704.596
+ Erhaltene Zinsen 4.351.256
Investitionstätigkeit 646.660
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter 679.782
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von
(Finanz-) Krediten 6.492
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten - 687.065
Finanzierungstätigkeit 13.774
Liquiditätsveränderungen gesamt - 4
Finanzmittelbestand am 01.01. 527
Finanzmittelbestand am 31.12. 523

Die liquiden Mittel der Gesellschaft betragen zum Bilanzstichtag EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.).

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft ausgewiesenen Zinsverbindlichkeiten gegenüber den Zeichnern der emittierten Vermögensanlage wurden entsprechend den prospektierten Anlagebedingungen nicht ausgeglichen, da die Gesellschaft im Berichtszeitraum einen Fehlbetrag erwirtschaftet hat.

Wesentliche Unsicherheit über die Unternehmensfortführung bei angemessener Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit/Überschuldung

Wir verweisen auf Angabe VI im Anhang, in der der gesetzliche Vertreter darlegt, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und bilanziell überschuldet ist. Wie in Angabe VI dargestellt, weist dies auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Der Geschäftsführer hat am 30.10.2018 eine positive Fortführungsprognose erstellt. Daher wurde der Jahresabschluss - trotz der bestehenden Unsicherheit - unter Going-Concern-Prämisse aufgestellt.

3 Gesamtaussage

Unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage schätzen wir als sehr angespannt ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung lag deutlich unter den Prognosen.

Durch die nicht gezahlten Zinserträge aus den an die verschiedenen Gesellschaften ausgereichten Darlehen wurden auch im Berichtsjahr keine Einnahmen erzielt. Da der Vertrieb bereits im Jahr 2015 eingestellt wurde und die Verwaltung der bestehenden Namenschuldverschreibungen mit geringem Aufwand verbunden ist, konnten die Kosten auch in 2017 weiter reduziert werden. Die anfallenden Kosten wurden durch den Gesellschafter gedeckt.

Nur bei einer positiven Entwicklung in den Projekten der verbundenen Unternehmen ist für die Zukunft eine Verbesserung der Gesamtsituation zu erwarten. Zum einen laufen Verhandlungen mit mehreren Investoren für die Projekte Schnaitsee, Amerang und Gars, zum anderen sind die Chancen gestiegen, in Kirchweidach ein Kraftwerk zu bauen. Nur wenn es gelingt, diese Projekte erfolgreich zum Abschluss zu bringen, ist von einer Fortführung des Unternehmens auszugehen. Bis zur Aufstellung dieses Lageberichts (Dezember 2018) hat sich noch keine Verbesserung der Situation eingestellt bzw. sind noch keine Verträge abgeschlossen worden, sodass bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit bestehen.

Die Gesellschaft hat keine Bankverbindlichkeiten, aber auch keine liquiden Mittel mehr.

C Angaben nach dem Vermögensanlagegesetz (VermAnlG)

a) Angaben nach § 24 Abs. 1 S. 3 Nr. 1 VermAnlG

In 2017 gezahlte feste Vergütungen [TEUR] 9
In 2017 gezahlte variable Vergütungen [TEUR] 0
In 2017 gezahlte besondere Gewinnbeteiligungen [TEUR] 0
Gesamtsumme der in 2017 gezahlten Vergütungen [TEUR] 9
Anzahl der Begünstigten [Anzahl juristische und natürliche Personen] 4
davon Vergütungsempfänger aus der Lohnabrechnung [Anzahl natürliche Personen] 0

Anmerkung:

Für die Auslegung des Begriffs "Vergütungen" wird eine Orientierung an der Richtlinie 2011/61/EU (AIFM-Richtlinie) bzw. an entsprechenden Leitlinien der European Securities and Markets Authority (ESMA) oder (weiten) Auslegungshilfen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) empfohlen. Vergütungen sind alle vom Emittenten als Aufwand behandelten (direkten und indirekten) Zahlungen und (finanziellen sowie nicht finanziellen) Leistungen (z.B. Gehälter, Versicherungsentgelte, Bestands-, Vertriebsprovisionen und Nebenleistungen) an die relevanten Personen bzw. Unternehmen sowie nahestehende Personen (z.B. Gesellschafter, Geschäftsführer, Treuhänder, Operator etc.), vgl. IDW PH 9.400.16. Somit werden sämtliche Zahlungen des Berichtsjahres die im weitesten Zusammenhang mit der Konzeption, Erstellung, Vertrieb und Verwaltung des von der Gesellschaft vertriebenen Finanzproduktes stehen einschließlich des Personalaufwandes. Zinszahlungen an die Zeichner der Vermögensanlage werden dabei nicht ausgewiesen. Variable Vergütungen umfassen im Wesentlichen im Berichtsjahr gezahlte Provisionen. Die Darstellung der Zahlungen erfolgt zu Nettobeträgen, d.h. ohne Umsatzsteuer.

b) Angaben nach § 24 Abs. 1 S. 3 Nr. 2 VermAnlG

In 2017 an Führungskräfte gezahlte Vergütungen [TEUR] 0
In 2017 an Mitarbeiter, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich
auf das Risikoprofil der GKW auswirkt ("Risktaker"), gezahlte Vergütungen [TEUR] 0
Gesamtsumme der in 2017 an Führungskräfte und an Mitarbeiter, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil der GKW auswirkt, gezahlten Vergütungen [EUR] 0

D Prognosebericht

Die GEOKRAFTWERKE.de GmbH verfügt durch ihre mittlerweile über 7-jährige Tätigkeit einen guten Erfahrungsschatz. Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit qualifizierten Dienstleistern und Geschäftspartnern konnten die Voraussetzungen für das Gelingen weiterer Fortschritte in den durch die von der Gesellschaft mittels Darlehen finanzierten Projektgesellschaften geschaffen werden. Diese gilt es nun zu nutzen, um die Projekte (speziell Kirchweidach und Schnaitsee) so weit voran zu bringen, dass dort auch Einnahmen erzielt werden, die die operativen Kosten deutlich übersteigen.

Der Klimawandel und der Ausbau Erneuerbarer Energien ist mittlerweile in den meisten Ländern dieser Welt ein viel beachtetes Thema und alleine der Beitritt fast aller Länder der Erde zum Pariser Klimaabkommen im Jahr 2015 zeigt, dass auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern eine nachhaltige Energiepolitik einen immer höheren Stellenwert genießt. Wir sind in einem Markt tätig, der weltweit kontinuierlich wächst und wir gehören in Deutschland zu den größten Projektentwicklern im Bereich der Tiefengeothermie.

Die Tiefengeothermie wird zwar vielfach in den Medien einseitig dargestellt, aber die Realisierung immer weiterer Projekte in Deutschland bringt viele positive Effekte für die entsprechenden Kommunen und Regionen. Auch in den bisher realisieren Projektschritten sehen wir eine sehr positive Resonanz der Bürger vor Ort. Auszeichnungen von regionalen Interessensverbänden bis hin zu internationalen Preisen runden das Bild ab und durch unsere Projekte werden in der Wärmenutzung Arbeitsplätze geschaffen. Strom kann über weite Strecken transportiert werden, aber die gewonnene Wärme führt zu regionaler Wertschöpfung und trägt damit zur dezentralen Demokratisierung der Energieversorgung bei.

Trotz aller bisher eingetretenen Verzögerungen sind wir in der Unternehmensgruppe gut aufgestellt und zuversichtlich, auch die künftigen Wachstumschancen im Wachstumsmarkt "Geothermie" nutzen zu können.

Die Investitionen im Bereich der Geothermie je installiertes Megawatt (MW) an Leistung sind zwar höher als bei anderen erneuerbaren Energien, aber die Nutzungsdauer von Geothermiekraftwerken übersteigt die von Solar- und Windkraftwerken um ein Vielfaches. Grundsätzlich sind auch die anfänglichen Projektrisiken höher, aber mit einer bisherigen Erfolgsquote von 100 % bei Bohrungen südöstlich von München zeigt die Realität für diesen Bereich ein deutlich niedrigeres Risikoprofil.

Die Aussichten für die Zukunft der Projekte werden vorsichtig positiv beurteilt, da der Einstieg des größten Betreibers von Geothermiekraftwerken der Welt, des italienischen Konzerns ENEL, in einem südbayerischen Geothermieprojekt mit einem Volumen von ca. 160 Mio. EUR gewissermaßen ein Weckruf für andere Unternehmen war. Diese kommen aus dem Bereich Energie, da es mittlerweile offensichtlich immer mehr große Energiekonzerne - vor allem international - gibt, die verstärkt auf die Erneuerbaren Energien setzen. Andererseits kommen aber auch strategische Investoren auf die FG.de Unternehmensgruppe zu, die in der Geothermie eine langfristig planbare und verlässliche Energieform sehen und hier umfangreiche Investitionen tätigen wollen.

Aufgrund der Einstellung des Vertriebs des Finanzproduktes "Kraftwerke Portfolio Nr. 1" im Frühjahr 2015 sowie der ausbleibenden Zinszahlungen durch die Projektgesellschaften stellt sich die Finanzierung der laufenden operativen Aufwendungen der GKW problematisch dar. Die weitere Entwicklung der Gesellschaft hängt insofern im Wesentlichen von der Sicherstellung der erforderlichen Liquidität ab.

Für den Fall, dass keine Einzahlungen durch den Gesellschafter und/oder Rückflüsse aus den herausgelegten Darlehen erfolgen, ist davon auszugehen, dass die GKW zur Sicherung des Fortbestandes, Teile ihrer Finanzanlagen veräußern wird. Sollte dies ebenfalls nicht gelingen, ist der Fortbestand der Gesellschaft akut gefährdet.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft nur dann positiv und nur dann ist von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen, wenn es den verbundenen Unternehmen gelingt, die Geothermieprojekte zu verwirklichen und wir die Rückflüsse aus den ausgereichten Darlehen inkl. der Zinsen erhalten.

E Chancen- und Risikobericht

1 Risikobericht

Im Unterschied zu operativ tätigen Gesellschaften hat die Gesellschaft selbst aufgrund der nur noch verwaltenden Tätigkeit ein verändertes Risikospektrum. Ein großer Teil der dargestellten Risiken besteht eher auf der Ebene der Projektgesellschaften, an die die eingeworbenen Gelder in Form von Nachrangdarlehen weitergereicht wurden.

Die Gesellschaft finanzierte sich in der Vergangenheit über die Emission von Finanzprodukten. Diese unterliegen einer restriktiven und sich stetig wandelnden Gesetzgebung sowie der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und den damit verbundenen Risiken für den Vertrieb der nachrangigen Namensschuldverschreibungen und Genussrechtsbeteiligungen. Deshalb ist derzeit davon auszugehen, dass keine neuen Finanzprodukte entwickelt werden. Sollte sich dies ändern und ein neues Finanzprodukt entwickelt und durch die BaFin gebilligt werden, besteht dennoch das Risiko, dass die Gesellschaft nicht dazu in der Lage ist, ein gebilligtes Finanzprodukt im erforderlichen Umfang im Markt zu platzieren, wovon derzeit auszugehenist.

Es besteht grundsätzlich das dem Geschäftsmodell inhärentem Risiko, dass die von der Gesellschaft investierten Mittel aus mehreren Gründen nicht die prognostizierten Erträge erwirtschaften (Beteiligungsrisiko). Die Folge ist eine Gefährdung der von der Gesellschaft geplanten Erträge, was sich letztendlich auf etwaige Ausschüttungen an Zeichner der Finanzprodukte sowie den Fortbestand der Gesellschaft auswirkt. Die einzelnen Gründe werden nachfolgend detaillierter ausgeführt.

Teilweise hat sich aufgrund der Entwicklung seit 2014 das Platzierungsrisiko verwirklicht. Durch Veränderungen am Anlagemarkt (ausgelöst durch die Insolvenz der Prokon Windanlangen GmbH) konnten weniger Gelder als geplant eingeworben werden, was zu einer Verlangsamung der Investitionstätigkeit und damit zu Verzögerungen in den verschiedenen Geothermie-Projekten der verbundenen Unternehmen geführt hat.

Ein Aufstockungsrisiko ist aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gegeben, da es weder in Planung noch absehbar ist, dass die Gesellschaft weitere Schuldverschreibungen emittieren wird.

Die Finanzprodukte der Emittentin unterliegen dem Prognoserisiko. Die Aussagen im Prospekt beziehen sich auf die Zukunft und wie sich an verschiedenen Stellen im Berichtsjahr gezeigt hat, haben sich die Prognosen nicht wie geplant verwirklicht. Zu nennen sind hier die Verzögerungen beim Kraftwerksbau im Projekt Kirchweidach ebenso wie die gesellschaftsrechtlichen Streitigkeiten, die durch den Einstieg der Gemeinde Kirchweidach in das Projekt entstanden sind. Dadurch sind bereits negative Auswirkungen auf die erwarteten Ergebnisse eingetreten, die sich noch weiter verstärken werden, wenn die Projekte nicht realisiert werden.

Durch die genannten Verzögerungen gewinnt auch das Bonitäts-/Emittentenrisiko an Bedeutung, da das weitere Ausbleiben des wirtschaftlichen Erfolges in den Projektgesellschaften in letzter Konsequenz auch zur Insolvenz der Emittentin führen wird.

Derzeit ist das Risiko durch weitere Verschuldung des Emittenten nicht relevant, da dies nicht geplant ist. Dies kann sich ändern, wenn die Gesellschaft weitere Verbindlichkeiten in Form von gleich- oder vorrangigen Darlehen oder anderen Fremdkapitalmitteln begründet.

Wettbewerbsrisiken sind im Wesentlichen ausgeschlossen, da Geothermie-Projekte in von den zuständigen Behörden definierten Bereichen exklusiv entwickelt werden und weitere Projekte in unmittelbarer Nähe der Zustimmung der bereits bestehenden Projektgesellschaften bedürfen.

Das Risiko durch Investition in unausgereifte Technologien ist in den letzten Jahren deutlich gesunken, da die Hersteller der verschiedenen Komponenten eines Geothermie-Kraftwerks signifikante Erfolge auf der Lernkurve zu verzeichnen haben.

Da die Gesellschaft keine Gelder mehr einwirbt, ist das Risiko der Änderung der Marktregulierung durch den Gesetzgeber ebenfalls als gering einzustufen. Hinsichtlich der bereits eingewobenen Gelder gilt hier grundsätzlich Vertrauensschutz und die Gesetzeslage zum Zeitpunkt der Prospektgültigkeit.

Durch den Portfolio-Ansatz wird das Investitionsrisiko auf mehrere Projekte verteilt. Dennoch können bei Fehlschlag eines Projektes erhebliche Mittel verloren gehen. Die aktuell sehr schwierige Situation der Gesellschaft ist dadurch verursacht, dass zwar Darlehen an verschiedene Projekte vergeben wurden, aber bis dato keines der Projekte erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Im Projekt Kirchweidach sind zwar die Bohrungen abgeschlossen und es wird seit Dezember 2013 Thermal-wasser gefördert und die Wärme an Bürger und Firmen in der Gemeinde verkauft, allerdings sind die Einnahmen aufgrund des dort geschlossenen, für die Projektgesellschaft sehr nachteiligen Fernwärmeversorgungsvertrages so gering, dass damit lediglich die operativen Kosten gedeckt werden können. Die Blockade durch den früheren Mitgesellschafter im Projekt hat dafür gesorgt, dass zu den technischen Schwierigkeiten auch noch unnötige zeitliche Verzögerungen entstanden sind und deshalb dort immer noch kein Kraftwerk am Netz ist. Im Sommer 2016 hat die Gemeinde Kirchweidach den Mitgesellschafter übernommen, was aber zu weiteren Gerichtsverfahren geführt hat. Aufgrund der Rechtsstreitigkeiten mit den Tochtergesellschaften der Gemeinde sind die Kosten für Anwälte und Gerichte überdurchschnittlich hoch. Dennoch ist es gelungen, die Kraftwerksplanung voranzutreiben und es bestehen Aussichten, die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe eines modularen Kraftwerks Anfang 2019 umsetzen zu können.

Die Verzögerungen im Projekt Kirchweidach haben auch in anderen Projekten zu Verzögerungen geführt und nach verschiedenen ergebnislosen Verhandlungen ist es erst 2018 gelungen, einen Investor für das Projekt Schnaitsee zu finden, mit dem in intensive Verhandlungen und die zugehörigen Prüfungen begonnen wurden. Positiv zu bewerten ist hier, dass dieser Investor nicht nur in ein, sondern gleich in mehrere Projekte der FG.de Unternehmensgruppe einsteigen will. Die Vertragsverhandlungen sollen noch in 2018 abgeschlossen und die Verträge unterschrieben werden.

Medienberichte über Probleme mit Geothermie-Kraftwerken haben in der Vergangenheit immer wieder zu teilweise überzogenen Reaktionen von Behörden oder Betreibern geführt (z.B. Reduktion der Förderleistung oder Abschaltung von Geothermie-Anlagen). Deshalb sind auch die Öffentlich-rechtliche Risiken zu nennen, die die Zahlungen der Projekte und damit die Ausschüttungen an die Anleger beeinträchtigen können.

Ebenfalls kann das Ergebnis durch Finanzierungsrisiken gemindert werden, wenn etwa Fremdkapitalgeber auf Ebene der Projektgesellschaften ihre Finanzierung kündigen. Dadurch kann die Fertigstellung oder die Fortführung eines Projektes gefährdet werden.

Wie jedes andere Unternehmen sind auch die Emittentin und die verschiedenen Projektgesellschaften gesamtwirtschaftlichen Risiken unterworfen, da die Entwicklung auch durch Veränderung in der nationalen Wirtschaftsentwicklung beeinträchtigt werden kann.

Durch die Abhängigkeit von Schlüsselpersönlichkeiten sowohl bei der Emittentin als auch auf Ebene der Projektgesellschaften oder der beauftragten Firmen besteht das Risiko, dass die geplanten Ergebnisse negativ beeinflusst werden können. Ebenso können Interessenskonflikte aufgrund personeller Verflechtungen dazu führen, dass Entscheidungen getroffen werden, die ohne diese Verflechtungen anders getroffen worden wären. Hier ist darauf hinzuweisen, dass der Geschäftsführer der Emittentin Franz Heidelsberger, gleichzeitig Geschäftsführer der Green Power GmbH ist. Sowohl die Emittentin als auch die Green Power GmbH sind 100%ige Tochtergesellschaften der FG Geothermie GmbH.

Die Risiken durch konzerninterne Darlehensvergaben sind ein systematische Risiko, da durch die Darlehensvergabe an die konzerninternen Projektgesellschaften die oben auszugsweise dargestellten Probleme bei diesen auf die Emittentin und damit auf den Anleger durchschlagen. Durch eine gezielte Streuung der Investitionen (Darlehen) in verschiedene Projektgesellschaften wird dieses Risiko zwar reduziert. Wenn es aber nicht gelingt, mindestens ein Projekt, besser zwei oder mehr Projekte zum erfolgreichen Abschluss (Bau eines Kraftwerks zur Stromeinspeisung) zu bringen, dann werden weder die ausgegebenen Darlehen noch die aufgelaufenen Zinsen zurückgezahlt werden können.

Das Fremdfinanzierungsrisiko (Hebelrisiko) ist ebenfalls zu nennen, da auf Ebene der Projektgesellschaften auch Fremdkapital (z. B. von Banken) zum Einsatz kommt. Dieses muss in jedem Fall zurückgezahlt werden, auch wenn die Projektgesellschaft die erforderlichen Erträge nicht erwirtschaftet. Das kann auf die Emittentin durchschlagen.

Es besteht grundsätzlich das dem Geschäftsmodell ureigene Risiko, dass die von der Gesellschaft investierten Mittel aus diversen Gründen nicht die prognostizierten Erträge erwirtschaften (Beteiligungsrisiko). Die Folge ist eine Gefährdung der von der Gesellschaft geplanten Erträge, was sich letztendlich auf etwaige Zinszahlungen an die Zeichner der Finanzprodukte, auf die Rückzahlung ihres investierten Kapitals sowie den Fortbestand der Gesellschaft negativ auswirken kann. Konkret wurden die Zinszahlungen für die Jahre 2014 bis 2017 aufgeschoben und auch bei einer Kündigung der Finanzprodukte ist aktuell mit deutlichen Verlusten zu rechnen.

Da es im Berichtszeitraum keine Mittelzuflüsse aus Zeichnungen gab, wurden durch den Gesellschafter Darlehen eingezahlt, die allerdings mit einem qualifizierten Nachrang versehen sind und dadurch keine Erhöhung des Risikos aus Fremdfinanzierung der Emittentin für den Anleger darstellen. Weitere Fremdfinanzierungen über Banken oder andere Quellen liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Risiken infolge der Nachrangabrede könnten entstehen, wenn sich die Gesellschaft gezwungen sieht, vorrangige Finanzierungsquellen zu nutzen.

Die Emittentin hat im Frühjahr 2015 die Emission des Finanzproduktes "Kraftwerke Portfolio Nr. 1" eingestellt und kein neues Finanzprodukt emittiert. Die Gesellschaft ist somit ceteris paribus zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit auf Einzahlungen des Gesellschafters, auf Rückflüsse aus den Darlehen, die zur Finanzierung von Geothermieprojekten herausgelegt worden sind, oder aus der Veräußerung von Finanzanlagen angewiesen.

Gleichwohl die Gesellschaft die Fixkosten bereits drastisch reduziert hat, ist der Fortbestand der GEOKRAFT-WERKE.de GmbH gefährdet, wenn es den Projektgesellschaften nicht gelingt, die einzelnen Geothermiepro-jekte zu realisieren. Bisher war keine Projektgesellschaft in keinem Geschäftsjahr in der Lage, die Zinsen für die erhaltenen Darlehen zu zahlen. Daher war und ist die GEOKRAFTWERKE.de GmbH ebenfalls nicht in der Lage, die Zinsen an die Inhaber der Namensschuldverschreibungen zu zahlen.

Derzeit ist die Liquiditätslage sehr angespannt und wird durch den Gesellschafter sichergestellt.

2 Chancenbericht

Die Chancen der Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen vice versa zu den vorstehend aufgeführten Risiken, d.h. dass es der Gesellschaft gelingt, sich ausreichend zu attraktiven Konditionen zu finanzieren und die herausgelegten Mittel (über-) plangemäße Erträge generieren.

Hier wirkt sich das zwar leicht angestiegene, aber weiterhin sehr niedrige Zinsniveau und der damit einhergehende Anlagedruck großer Investoren positiv aus, da bereits in sehr frühen Phasen zinsgünstige Darlehen zur weiteren Finanzierung der Projekte zur Verfügung stehen. Gleichermaßen positiv wirkt das gesteigerte Interesse vor allem ausländischer Investoren an Geothermieprojekten im süddeutschen Molassebecken. Auch hier herrscht der Streuungsgedanke vor und es werden nicht nur einzelne Projekte sondern ganze Projekt-Pipelines favorisiert. Durch die Vorarbeiten in den verschiedenen Projekten der FG.de Unternehmensgruppe zeigt sich hier ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern, da unsere Projekte sich bereits in einem weiter entwickelten Projektstatus befinden. Alle Projekte, in die durch die Emittentin bereits investiert wurde, befinden sich zudem im süddeutschen Molassebecken.

Konkret laufen derzeit weit fortgeschrittene Gespräche mit einem erfahrenen Investor, der an einem Einstieg in mehrere unserer Projekte interessiert ist und im Projekt Kirchweidach soll Anfang 2019 die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe eines modularen Kraftwerks erfolgen.

F Entsprechenserklärung

Ich versichere nach besten Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf und die Lage so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Regensburg, den 13.12.2018

Franz Heidelsberger, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GEOKRAFTWERKE.de GmbH, Regensburg für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Prüfung umfasst auch die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) und der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Darüber hinaus liegt die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter. unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 25 VermAnlG i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (iDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschluss und des Lageberichts. Die Ordnungsmäßigkeit der Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten gemäß § 25 Abs. 3 VermAnlG haben wir auf Basis einer Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und von aussagebezogenen Prüfungshandlungen überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme folgender Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Finanzanlagen (Ausleihungen an verbundene Unternehmen) in Höhe von TEUR 11.960 sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 682 sind nicht nachgewiesen und wir konnten durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über die Werthaltigkeit der Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen gewinnen. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse ist die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in allen Belangen ordnungsgemäß erfolgt. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung weiter einzuschränken, weisen wir daraufhin, dass die Gesellschaft zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet ist. Weiterhin weisen wir auf die Ausführungen im Anhang und Lagebericht hin, dort ist dargestellt, dass auch im laufenden Geschäftsjahr noch keine Umsetzung der Geothermie Projekte erfolgt ist und somit ein bestandsgefährdendes Risiko der Gesellschaft besteht. Da auch für die Zukunft wesentliche Unsicherheiten diesbezüglich bestehen, bestehen bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die GEOKRAFTWERKE.de GmbH ist möglicherweise nicht in der Lage ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Verbindlichkeiten, insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber den Anlegern zu begleichen.

 

Dülmen, am 14. Dezember 2018

HAHNE Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diplom-Kauffrau Dr. Gabriele Hahne, Wirtschaftsprüferin

Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form, bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Niederschrift über die ordentliche Gesellschafterversammlung

der GEOKRAFTWERKE.de GmbH, Regensburg

Die FG Geothermie GmbH, vertreten durch ihren Geschäftsführer Wolfgang Hageleit, vertritt das gesamte Stammkapital der GEOKRAFTWERKE.de GmbH, Regensburg.

Unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Regelungen zu Form und Frist für Einberufung und Ankündigung einer Gesellschafterversammlung wird beschlossen:

1.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 mit einer Bilanzsumme von 17.074.642,74 € und einem Jahresüberschuss wird hiermit festgestellt.

2.

Die Abschreibung bei den Finanzanlagen (1.530.311,90 €) musste wie im Vorjahr gemäß Anlegerprospekt den Inhabern der Namensschuldverschreibungen belastet werden.

3.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft (679.782,43 €) wird jedoch im Gegenzug dazu für die Wiederauffüllung des Anlegerkapitals verwendet.

4.

Dem Geschäftsführer Herrn Jean-Paul Müller wird für das Geschäftsjahr 2017 Entlastung erteilt.

 

Regensburg, 18.12.2018

FG Geothermie GmbH

Wolfang Hageleit, Geschäftsführer der Gesellschafterin

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