Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 13144
Eingetragen
17.8.2007
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Verpackungsmitteln aus Holz und von Böttcherwaren
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Verpackungen aus Wellpappe sowie Handel mit Verpackungsmaterial und Waren aller Art, Konzeption, Organisation und Durchführung logistischer Dienstleistungen, Beratung von Unternehmen im Bereich logistischer Prozesse und damit zusammenhängende Systemanbindung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Dorner
seit 26.9.2025
Vorstandsmitglied
Tom Philip Wetzel
seit 11.2.2025
Vorstandsmitglied
Matthias Faulstich
seit 24.1.2024
Prokura
Benedikt Deigendesch
seit 24.1.2024
Prokura
Reiner Schmidt
seit 24.1.2024
Prokura
Philipp Kosloh
seit 28.11.2023
Vorstandsmitglied
Thomas Aust
seit 7.3.2013
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TRICOR Packaging & Logistics AG

Bad Wörishofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Inhalt

1. Geschäftstätigkeit

2. Ziele und Strategien

3. Rahmenbedingungen

4. Forschung- und Entwicklung

5. Geschäftsverlauf

6. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

7. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

8. Nachtragsbericht

9. Nachhaltigkeit und Ressourceneinsatz

10. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

11. Erklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG

12. Erklärung zur Unternehmensführung

1. Geschäftstätigkeit

Der TRICOR Packaging & Logistics AG (im Folgenden auch TRICOR) obliegt die strategische und operative Steuerung der TRICOR-Gruppe, welche seit August 2019 Bestandteil des japanischen börsennotierten Konzern RENGO Co., Ltd. ist. Die Geschäftstätigkeit der TRICOR liegt in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Industrieverpackungen aus Wellpappe, Holz und Multimaterialien in Verbindung mit kundenangepassten, leistungsfähigen Service- und Logistikkonzepten. Das Kundenportfolio umfasst Kunden in Deutschland (Schwerpunkt) sowie in europäischen Nachbarstaaten mit Fokus auf die Automobil-, Chemie-, Maschinenbau- und Elektro-Industrie. Neben der Wellpappproduktion am Stammsitz in Bad Wörishofen, erfolgt die Wellpappverarbeitung an sechs Standorten in Deutschland. Zudem erfolgen Produkt- und Prozessentwicklungen zur Steigerung der Innovationsfähigkeit der TRICOR mittels der Entwicklungs- und Laborkapazitäten im Proof-of-Concept-Center am Standort Bad Wörishofen.

Die TRICOR-Gruppe umfasst neben der Muttergesellschaft TRICOR die Logistikdienstleister TRANSCOR Logistics GmbH & Co. KG, Bad Wörishofen (TRANSCOR KG), die Transcor s.r.o., Tschechische Republik sowie die TRICOR d.o.o., Slowenien und die zum 17. Mai 2022 gemeinsam mit der zur Rengo Gruppe gehörenden Schwestergesellschaft Rengo Europe GmbH gegründete TRICOR Packaging Systems GmbH, Nordhausen, über die zum 30. Juni 2022 die THIMM Packaging Systems GmbH & Co. KG Gruppe erworben wurde (im Folgenden auch TPS-Gruppe). TRICOR hält an dem Gemeinschaftsunternehmen TRICOR Packaging Systems GmbH eine Minderheitsbeteiligung von 20%.

2. Ziele und Strategien

Die Fortsetzung des Wachstums der letzten zwei Jahrzehnte sowie der Hinzugewinn von Marktanteilen und der damit verbesserten Position in den Zielindustrien sind die zentralen Ziele der Gesellschaft. Zudem werden weiterhin sowohl organische als auch externe Optionen wichtige Bestandteile der Wachstumsstrategie sein.

Ein weiteres strategisches Element ist die Konzeptionierung und Implementierung eines umfassenden Nachhaltigkeitsmanagements in den kommenden Jahren.

3. Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). [1]

Der arbeitstägliche Auftragseingang der Wellpappenindustrie in Deutschland entwickelte sich in 2023 rückläufig und betrug 29,7 Mio. m 2 oder -4,2% ggü. dem Vorjahreszeitraum. [2]

Übersicht Auftragseingang VDW

(in Mio. m 2 ) 2022 2023 Delta
(%)
Arbeitstäglicher Auftragseingang im VDW 31,0 29,7 -4,2
Arbeitstage 252 250 -0,8
Jährlicher Auftragseingang im VDW 7.816,8 7.425,0 -5,0

Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung der deutschen Wellpappenindustrie belief sich in 2023 auf 78,7 %. Das sind 9,1 Prozentpunkte weniger als die durchschnittliche Auslastung in 2022. Für das erste Quartal 2024 geht das ifo Institut von einer Kapazitätsauslastung von 80,4 % aus (+ 3,9 % ggü. dem vierten Quartal 2023).

Im dritten Quartal setzte sich der Trend der sinkenden Durchschnittserlöse der VDW-Mitglieder weiter fort. Im Mittel betrugen die Erlöse im dritten Viertel 68,0 Cent/m 2 (-4,2 Cent/m 2 zum Vorquartal). Der allgemeine Preisabwärtstrend der Durchschnittspreise unserer Mitglieder für Bogenware und einseitige Erzeugnisse führte sich im dritten Quartal weiter fort, nach einem leichten Anstieg der Preise im Juni von 0,9 % zum Vormonat. Gemäß den Daten des Statistischen Bundesamtes sank der Durchschnittspreis für Wellpappe und Wellpapier in Rollen oder Bögen in 2023 um insgesamt 9,9 % zum Vorjahr. [3]

4. Forschung und Entwicklung

Am Hauptsitz in Bad Wörishofen wurde die Innovationsfähigkeit der gesamten Gruppe durch die Verbindung der vorhandenen Entwicklungs- und Laborkapazitäten mit dem Proof-of-Concept-Center deutlich verbessert. Die TRICOR Gruppe ist daher in der Lage für alle europäischen und weltweiten Zielkunden individuelle Verpackungslösungen zu entwickeln.

5. Geschäftsverlauf

Auch das Jahr 2023 war erneut von wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt, welche insbesondere in der 2. Jahreshälfte zugenommen hat. Nachdem sich der Ukrainekrieg im Vorjahr als Zäsur erwiesen hatte, haben sich die Lieferketten in 2023 stabilisiert und es kam zu keinen Beeinträchtigungen bei der Versorgung mit Rohstoffen. Die sich abschwächende Konjunktur mit teilweise erheblichen Volumenrückgängen in der Papier- und Wellpappbranche haben im 1. Halbjahr zu erheblichen Preisreduzierungen bei den Hauptrohstoffen Papier und Holz geführt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit einer Absatzmenge von 174,1 Mio. m 2 Umsatzerlöse von TEUR 247.295, ein EBITDA von TEUR 33.622, ein Jahresüberschuss von TEUR 19.345 sowie ein operativer Cash-Flow vor Investitionstätigkeiten von TEUR 27.351 erzielt.

Übersicht Hauptkennzahlen Gewinn- und Verlustrechnung

(in 1.000 €) 2022 2023 Delta
(%)
Volumen (in 1.000 m 2 ) 174.833 174.073 - 0,4
Umsatzerlöse 264.502 247.295 - 6,5
EBITDA [4] 35.327 33.622 - 4,8
Jahresüberschuss 17.138 19.345 + 12,9
Cash-Flow [5] 28.636 27.351 - 4,5

Die geschäftliche Entwicklung und Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 sind, in Anbetracht der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, als positiv zu bewerten.

6. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Berichtsjahr erreichten die Umsatzerlöse TEUR 247.295 und lagen damit, bei einer um -0,4% geringeren Absatzmenge, 6,5% unter Vorjahresniveau. Die Umsatzreduktion resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der durchschnittlichen Verkaufspreise, welche durch stark gefallene Rohstoffpreise geprägt waren. Der Rückgang des Materialaufwands um TEUR 24.023 (-15,4% ggü. Vorjahr) auf TEUR 131.645 ist hauptsächlich auf deutlich gefallene Papierpreise zurückzuführen.

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden, ohne Auszubildende, 699 Mitarbeiter beschäftigt, eine Veränderung von +2,8% ggü. Vorjahr. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr sowie der erheblich gestiegenen Belastungen durch die hohe Inflation, wurden 2023 eine Inflationsprämie in Höhe von TEUR 345 an Mitarbeiter ausgezahlt. Der Personalaufwand stieg insgesamt um TEUR 3.861 (+10,1% ggü. Vorjahr) auf TEUR 42.216. Der Anstieg ist vor allem auf die wachsende Mitarbeiteranzahl, gestiegene Lohn- und Gehaltskosten sowie die erstmalige Bildung einer Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen i.H.v. 1.249 TEUR zurückzuführen.

Übersicht Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende

2022 2023 Delta
(%)
Anzahl Produktionsmitarbeiter 545 556 + 2,0
Anzahl Vertriebs- und Verwaltungsmitarbeiter 135 143 + 5,9
Gesamtanzahl Mitarbeiter 680 699 + 2,8

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.785 auf TEUR 8.135, da neben dem Firmenwert auch einige Anlagen Anfang 2023 komplett abgeschrieben waren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 40.020 um TEUR 3.814 oder +10,5% über dem Wert des Geschäftsjahr 2022. Hauptgrund hierfür war der Anstieg der Frachtkosten um TEUR 2.313 sowie der Anstieg der Instandhaltungskosten für Maschinen um TEUR 605.

Die TRICOR AG erzielte 2023 ein EBITDA von TEUR 33.622 (-4,8% ggü. Vorjahr.) und einen Jahresüberschuss von TEUR 19.345 (+12,9% ggü. Vorjahr). Die Steigerung ist im Wesentlichen auf einen ertragsstarken Produktmix sowie seit dem1. Quartal weiter fallenden Materialaufwand, hauptsächlich resultierend aus sinkenden Papierpreisen, bei stabilen Verkaufspreisen zurückzuführen. Diese werden dann 3 Monate nachlaufend aufgrund indexierter Kundenverträge reduziert. Der Anstieg der sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge um TEUR 1.555 auf 1.662 resultiert hauptsächlich aus Zinserträgen aus Festgeldanlagen. Die gestiegenen Zinsen und ähnliche Aufwendungen auf TEUR 1.047 (Vorjahr: TEUR 227) sind auf Bereitstellungszinsen für nicht abgerufene Kredite zurückzuführen.

Übersicht Kennzahlen zur Ertragslage

(in 1.000 €) 2022 2023 Delta
(%)
Volumen (in 1.000 m 2 ) 174.833 174.073 - 0,4
Umsatzerlöse 264.502 247.295 - 6,5
Bestandsveränderungen -810 -582 - 28,1
Gesamtleistung [6] 263.692 246.713 - 6,4
Materialaufwand 155.668 131.645 - 15,4
Rohertrag [7] 108.024 115.068 + 6,5
Personalaufwand 38.355 42.216 + 10,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.205 40.020 + 10,5
EBITDA 35.327 33.622 - 4,8
Abschreibungen 12.920 8.135 - 37,0
Zinsergebnis - 121 615 + 608,3
Ergebnis vor Ertragssteuern 22.342 26.133 +17,0
Ertragssteuern 5.203 6.788 + 30,4
Jahresüberschuss 17.138 19.345 + 12,9
Cash-Flow 28.636 27.351 -4,5

Im Jahr 2023 wurde ein Cash-Flow aus operativen Aktivitäten vor Investitionstätigkeiten von TEUR 27.351 erzielt, ein Rückgang von -4,5% ggü. Vorjahr.

Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren zur operativen und strategischen Steuerung des Unternehmens sind der Umsatz, das EBITDA sowie der Jahresüberschuss. Der bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator ist die Absatzmenge. Diese werden regelmäßig analysiert und bei Bedarf entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Ergänzende, für die Gesellschaft relevanten Leistungsindikatoren, sind der Rohertrag und der Cash-Flow.

Finanzlage

Die TRICOR weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von TEUR 183.561 aus, was einer Eigenkapitalquote von 70,4% (Vorjahr: 87,2%) entspricht. Die Steigerung des Eigenkapitals ggü. Vorjahr. um TEUR 19.345 resultiert aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres.

Im Jahr 2023 wurde ein Cash-Flow von TEUR 27.351 erzielt, ein Rückgang von -4,5% ggü. Vorjahr, für Investitionen in Sachanlagen wurden TEUR 39.593 aufgewendet. Der Hauptanteil davon entfiel auf Anzahlungen für Anlagen, die für den Neubau eines Produktionsstandortes beschafft werden, welcher die Produktion Mitte 2025 aufnehmen soll.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten auf TEUR 48.800 resultiert aus planmäßigen erhaltenen Krediten für den Bau des neuen Produktionsstandortes. Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 92.777 und wurde im Wesentlichen durch die ausgezahlten Kredite beeinflusst. In Summe ergab sich eine Verringerung des Netto-Finanzvermögens um -6,2% auf TEUR 43.977. Die Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens konnten zu jeder Zeit sichergestellt werden.

Übersicht Finanzposition

(in 1.000 €) 2022 2023 Delta
(%)
Verbindlichkeiten (ggü. Kreditinstituten, etc.) -711 -48.800 + 6.764
Guthaben (bei Kreditinstituten) 47.610 92.777 + 94,9
Netto-Finanzvermögen 46.899 43.977 - 6,2

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 260.864, eine Steigerung von TEUR 72.597 ggü. Vorjahr. Das mittel- und langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 120.808 (Vorjahr: TEUR 89.355). Der Anstieg des Sachanlagevermögens um TEUR 31.702 (+ 49,3% ggü. Vorjahr) resultiert in erster Linie aus geleisteten Anzahlungen im Bau. Das kurzfristige Vermögen hat sich um TEUR 41.216 auf TEUR 139.394 (Vorjahr: TEUR 98.178) erhöht.

Der Rückgang des Vorratsvermögen um TEUR 2.209 auf TEUR 13.678 ergibt sich größtenteils aus niedrigeren Einstandspreisen auf der Materialeinsatzseite.

Das Netto-Umlaufvermögen hat sich hauptsächlich aufgrund der stichtagsbedingt gestiegenen Verbindlichkeiten aus LuL um +26,4% auf TEUR 26.159 reduziert. Die verbliebenen Bonusansprüche gegenüber Lieferanten sind in den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert.

Übersicht Umlaufvermögen

(in 1.000 €) 2022 2023 Delta
(%)
Vorräte 13.678 11.469 - 16,2
Forderungen aus LuL 23.350 23.597 +1,1
Verbindlichkeiten aus LuL -7.046 -8.908 + 26,4
Netto-Umlaufvermögen 29.982 26.159 - 12,8

Der Anstieg der Rückstellungen von TEUR 8.686 auf TEUR 14.121 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen von TEUR 3.803 auf TEUR 7.501 und aus der erstmaligen Bildung einer Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.249.

7. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Ausgehend von einem schwachen Jahresendquartal deuten aktuelle Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft noch nicht auf eine spürbare konjunkturelle Belebung hin. Laut der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts ist das BIP im vierten Quartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 % zurückgegangen. Angesichts der rückläufigen Inflationsrate, der gestiegenen Einkommen und der robusten Beschäftigungsentwicklung dürften voraussichtlich positive, wenn auch geringe Impulse von den Konsumausgaben der privaten Haushalte ausgegangen sein. Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes waren dagegen vor allem die Investitionen in Bauten und Ausrüstungen zum Jahresende deutlich rückläufig. Neben gestiegenen Material- und Finanzierungskosten beim Bau dürften in der Industrie die erhöhten Energiepreise und die unverändert schwache binnen- und außenwirtschaftliche Nachfrage belastet haben. Auch ein außergewöhnlich hoher Krankenstand der Erwerbstätigen dürfte das Arbeitsvolumen zum Jahresende gedämpft und die BIP-Entwicklung im vierten Quartal belastet haben.

Die Stimmung in den Unternehmen hat sich laut ifo Geschäftsklimaindex im Januar erneut eingetrübt, wobei sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Aussichten auf die kommenden Monate zurückgenommen wurden. Auch die Stimmung der privaten Haushalte in Deutschland, abgebildet im GfK-Konsumklima, hat sich zuletzt wieder eingetrübt. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung waren im Januar, nach einem Anstieg im Vormonat, wieder rückläufig.

Zusätzlich dämpfend auf die konjunkturelle Entwicklung könnten sich neben anhaltend hohen Krankenständen auch die Streiks im öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu Jahresbeginn sowie die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere Lieferzeitenverzögerungen und Transportkostensteigerungen infolge der Huthi-Attacken im Roten Meer, bemerkbar machen. In der Summe können diese Faktoren dazu führen, dass sich die erwartete wirtschaftliche Erholung weiter verzögert.

Von den Frühindikatoren zur Außenwirtschaft kommen aktuell gemischte, aber überwiegend verhaltene Signale u.a., weil Waren infolge der Angriffe im Roten Meer und der geänderten Schiffsrouten zum Teil längere Transportzeiten benötigen. Die ifo Exporterwartungen haben sich zu Beginn des Jahres weiter eingetrübt (von -7,1 Punkten auf -8,4), als Folge sinkender Aufträge in Schlüsselbranchen wie Automobilindustrie, Maschinenbau und Elektrotechnik. Die Schiffbewegungsdaten des Kiel-Trade-Indikators signalisieren für den Berichtsmonat Januar aktuell einen weiteren Rückgang der realen deutschen Exporte (-2,3 % ggü. VM.).

Der Rücksetzer beim deutschen Außenhandel deutet auf eine weiterhin schwache Nachfrage aus dem Ausland hin. Angesichts der andauernden geopolitischen Krisen und der konjunkturellen Abkühlung in wichtigen Handelspartnerländern wie China und den USA bleiben die Aussichten für die deutsche Exportwirtschaft zu Jahresbeginn eingetrübt. Laut aktuellen Prognosen internationaler Organisationen dürfte der Welthandel 2024 aber wieder mit ähnlichen Raten wie das Welt-BIP expandieren, so dass sich die deutschen Ausfuhren im Laufe des Jahres allmählich erholen dürften. [8]

Für das Jahr 2024 plant die Tricor AG mit einer Absatzmenge von 185,8 Mio. qm (+6,7 % ggü. Vorjahr), und Umsatzerlöse von TEUR 242.415 (-1,9 % ggü. Vorjahr) und einem EBITDA von TEUR 24.021 (-28,6 % ggü. Vorjahr). Beim Jahresüberschuss wird daher einer Reduzierung auf TEUR 10.432 prognostiziert. Bei der Planung wird von einem zunehmenden Preisdruck im Markt ausgegangen, welcher zu einer Reduzierung des Planergebnisses im Geschäftsjahr 2024 führt.

Übersicht Hauptkennzahlen Gewinn- und Verlustrechnung

(in 1.000 €, außer Absatzmenge) Ist 2023 Plan 2024 Delta
(%)
Absatzmenge (in 1000 m 2 ) 174.073 185.755 + 6,7
Umsatzerlöse 247.295 242.415 - 1,9
EBITDA 33.622 24.021 - 28,6
Jahresüberschuss 19.345 10.432 -46,1

Als wichtigste strategische Aufgaben sind 2024 die Finalisierung der Integration der TPS-Gruppe, der Baubeginn des neuen Produktionsstandortes mit einem Investitionsvolumen von ca. TEUR 169.000 (ohne den Abzug von Tilgungszuschüssen bzw. Fördermittel) sowie die Konzeptionierung und Implementierung eines umfassenden Nachhaltigkeitsmanagements anzusehen.

Chancenbericht

Die Chancen sind nachfolgend von der Bedeutung her in abnehmender Reihenfolge dargestellt.

Chancen bestehen insbesondere in der weiteren wirtschaftlichen Erholung mit steigenden Absatzmengen, welche ebenfalls dem Preisdruck entgegenwirkt, sowie sinkenden Energiekosten. Weitere Chancen sehen wir in der zukunftsorientierten und leistungsfähigen Aufstellung der TRICOR, welche durch die Akquisition der TPS-Gruppe im Jahr 2022 sowie dem Bau eines neuen Produktionsstandortes in Goch/Weeze mit einem Investitionsvolumen von ca. 169 Mio. EUR (ohne den Abzug von Tilgungszuschüssen bzw. Fördermittel) weiter gestärkt wurde. Hierdurch lassen sich weitere Marktpotentiale bzgl. Kundenkreis und Produktportfolio erschließen. Zudem erlaubt die Bündelung von Ressourcen eine weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Fokussierung auf ressourcenoptimierte Verpackungslösungen erfüllt die Kundenanforderungen und stellt auch aus Sicht der Gesamtprozesskosten zunehmend einen Wettbewerbsvorteil dar.

Wir werden weiterhin versuchen, unseren Marktanteil in unseren Zielgruppen unter Beibehaltung unserer Renditeziele auszuweiten. Basierend auf unserer Leistungsfähigkeit, unserer einwandfreien Bonitätssituation und der bisherigen Entwicklung sehen wir auch in dieser spannenden wirtschaftlichen Phase gute Chancen unsere strategischen Ziele im europäischen und internationalen Raum konsequent zu verfolgen und zu erreichen.

Risikobericht

Die Risiken sind nachfolgend von der Bedeutung her in abnehmender Reihenfolge dargestellt.

Insbesondere die vergangenen vier Jahre mit den Einflüssen der Corona-Pandemie, dem Ukrainekrieg und den Entwicklungen im Nahen Osten haben bewiesen, dass das Geschäftsmodell der TRICOR robust und belastbar ist, was Anlass zur Zuversicht auch für die kommenden Jahre gibt.

Neben einer robusten Lieferkette mit einer stabilen Versorgungslage, ausreichenden Kundenbedarfen und einer gesicherten Energieversorgung, stellt der möglicherweise zunehmende Druck auf die Verkaufspreise die größte Herausforderung dar.

Risiken aus Rechtsauseinandersetzungen sind nur von untergeordneter Bedeutung vorhanden. Weitere nennenswerte oder sogar bestandsgefährdende juristische Risiken sind nicht bekannt und werden vom Vorstand auch nicht erwartet.

Wechselkursrisiken bestehen in zu vernachlässigendem Umfang, weil sich die wesentlichen Exportumsätze sowie die Importe der TRICOR auf den Euroraum beschränken.

8. Nachtragsbericht

Weitere wesentliche berichtspflichtige Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

9. Nachhaltigkeit und Ressourceneinsatz

Die Richtlinien zu Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umweltschutz und Energieeffizienz wurden im Berichtsjahr weiterentwickelt. Diese sollen unter anderem sicherstellen, dass alle relevanten Gesetze, Verhaltensregeln und Industrienormen eingehalten und eine sichere Arbeitsumgebung gewährleistet wird. Mitarbeiter werden regelmäßig geschult, um Schadstoffbelastungen, Einleitungen oder Emissionen in die Umwelt so weit wie möglich zu vermeiden, die Abfallmenge durch bessere Rohstoffnutzung und durch die Verwendung recyclingfähiger Materialien zu reduzieren, Materialien, Produkte und Verfahren zu verwenden, die der jeweils besten Umweltpraxis entsprechen sowie Ressourcen, Energie und Rohstoffe effektiv zu nutzen.

In diesem Zusammenhang wurde am Standort Bad Wörishofen der Produktionsbereich vollständig auf LED-Beleuchtung umgestellt, was nicht nur eine Kostenreduzierung, sondern auch die Einsparung an CO 2 mit sich bringt. Weiterhin wurde die Installation einer PV-Anlage zum Jahresende 2023 weitestgehend abgeschlossen. Diese und andere zahlreiche Maßnahmen sollen sicherstellen, dass der Verbrauch fossiler Energieträger weiter reduziert werden kann.

Zudem ist mit der Konzernmutter Rengo vereinbart worden, in den kommenden Jahren ein integriertes Nachhaltigkeitsmanagement für die TRICOR-Gruppe zu implementieren, welches alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen und einen möglichst schonenden Ressourceneinsatz sicherstellen soll.

10. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den originären Finanzinstrumenten, die bei TRICOR verwendet werden, zählen im Wesentlichen die liquiden Mittel, die Forderungen sowie die Finanzanlagen bei den Aktiva und Verbindlichkeiten einschließlich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei den Passiva.

Im Berichtsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente (wie z.B. Zinsswaps oder Devisentermingeschäfte) eingesetzt.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang. Es haben sich keine bestandsgefährdenden Risiken aus dem operativen Geschäft ergeben.

Die Entwicklungen bei den Rohstoffkosten und das Verhalten der Marktteilnehmer sowie signifikante externe Ereignisse können die Geschäftsentwicklung wesentlich beeinflussen. Diese Entwicklungen werden detailliert beobachtet und berücksichtigt. Ausfallrisiken bei den Aktiva werden durch Wertberichtigungen erfasst. Den Kreditrisiken wird durch eine hohe Anforderung an die finanzielle Solidität der Schuldner, dem Einsatz von Warenkreditversicherungen sowie einem angemessenen Mahnwesen entgegengewirkt. Das diversifizierte Kundenportfolio reduziert die finanziellen Auswirkungen der Ausfallrisiken zusätzlich.

Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden durch das Vorhalten ausreichender liquider Mittel und Kreditlinien berücksichtigt.

11. Erklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Der Vorstand hat für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt. Die nach § 312 Abs. 3 S. 1 AktG abzugebende Schlusserklärung lautet dabei wie folgt:

"Wir erklären hiermit gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in welchem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Nachteile sind für unsere Gesellschaft durch diese Rechtsgeschäfte nicht entstanden.

Weitere berichtspflichtige Rechtsgeschäfte lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor. Berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."

12. Erklärung zur Unternehmensführung

Der Aufsichtsrat hat für den Frauenanteil im Vorstand einen Zielwert von 20% festgelegt. Der Zielwert für die Frauenquote im Aufsichtsrat wurde mit 16,7 % festgelegt. Beide Zielwerte sollen bis September 2028 erreicht werden.

1 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024
2 Arbeitstäglicher Auftragseingang im VDW vom 30. Januar 2024
3 VDW-Quartalsbericht für das 3. Quartal 2023 vom Februar 2024
4 EBITDA: Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen, Zinsen und ähnliche Aufwendungen, Steuern vom Einkommen und vom Ertrag abzüglich Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Erträge aus Beteiligungen
5 Cash-Flow: um latente Steuern bereinigter Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen
6 Gesamtleistung: Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen
7 Rohertrag: Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand
8 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Pressemitteilung "Wirtschaftliche Entwicklung" vom 14. Februar 2024

 

Bad Wörishofen, 23. März 2024

TRICOR Packaging & Logistics AG

Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.686,91 111.260,60
2. Geschäfts- und Firmenwert 2,00 222.510,48
122.688,91 333.771,08
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.360.269,22 34.318.839,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.777.753,27 20.975.202,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.001.707,77 1.221.399,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.900.852,20 7.823.411,73
96.040.582,46 64.338.852,72
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.645.149,39 24.681.899,39
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.945.428,58 6.508.785,58
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.523.806,90 7.169.684,85
11.469.235,48 13.678.470,43
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.597.339,90 23.350.324,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.113.546,10 8.476.557,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.436.291,65 5.062.666,50
35.147.177,65 36.889.547,92
III. KASSENBESTAND, BUNDESBANKGUTHABEN, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UND SCHECKS 92.777.311,00 47.610.043,17
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 662.063,16 734.841,04
260.864.208,05 188.267.425,75

PASSIVA

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. GEZEICHNETES KAPITAL 12.514.515,00 12.514.515,00
II. KAPITALRÜCKLAGE 91.276.459,00 91.276.459,00
III. BILANZGEWINN 79.769.778,55 60.424.383,02
183.560.752,55 164.215.357,02
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL 472.480,70 496.119,67
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 7.501.249,01 3.803.101,19
2. Sonstige Rückstellungen 6.619.879,58 4.883.142,41
14.121.128,59 8.686.243,60
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 48.799.628,00 710.680,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.907.699,14 7.046.265,30
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.849,08 5.164,18
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.822.489,99 5.807.854,78
61.545.666,21 13.569.964,26
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 5.624,20
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 1.164.180,00 1.294.117,00
260.864.208,05 188.267.425,75

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 247.294.607,76 264.502.049,62
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -582.261,95 -810.189,28
3. Sonstige betriebliche Erträge 899.051,41 1.989.470,63
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 128.254.236,10 153.104.146,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.390.297,87 2.563.517,62
131.644.533,97 155.667.664,26
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 35.477.491,60 31.952.988,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.738.613,04 6.402.337,68
- davon für Altersversorgung EUR 23.311,44 (Vorjahr: EUR 18.554,38)
42.216.104,64 38.355.326,57
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.135.141,36 12.920.473,71
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 40.019.529,92 36.205.210,00
8. Erträge aus Beteiligungen 31.130,57 55.970,51
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 31.130,57 (Vorjahr: EUR 55.970,51)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.661.804,72 106.894,12
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.046.780,74 227.401,62
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.787.515,55 5.203.372,82
12. Ergebnis nach Steuern 19.454.726,33 17.264.746,62
13. Sonstige Steuern 109.330,80 126.596,20
14. Jahresüberschuss 19.345.395,53 17.138.150,42
15. Gewinnvortrag 60.424.383,02 43.286.232,60
16. Bilanzgewinn 79.769.778,55 60.424.383,02

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der aktuellen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3HGB auf.

Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Zugrunde gelegt wurde hierbei die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 1 und 5 Jahren.

Der durch den Einbringungsvorgang der Kommanditanteile zum 01. Februar 2008 entstandene und aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig in gleichbleibenden Jahresbeträgenüber 15 Jahre abgeschrieben. Die Schätzung dieser Nutzungsdauer basiert auf den im Zusammenhang mit der Einbringung erstellten Bewertungsgutachten und reflektiert das langfristige Geschäftsmodell der Gesellschaft.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzel- und Fertigungskosten sowie angemessene anteilige Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. Bewegliches Anlagevermögen wird linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen i.S.v. § 253 Abs. 3 S. 5 HGB waren bisher nicht veranlasst.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert oder niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen; sie werden entsprechend dem Aufwandsverlauf verteilt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den Handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB notwendig und zulässig ist. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Im Berichtsjahr ergab sich, wie im Vorjahr, ein Überhang der passiven latenten Steuern.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei den Forderungen sowie bei den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang als integraler Bestandteil des Anhangs) erläutert. Abschreibungen auf Zugänge und Umbuchungen des Anlagevermögens im laufenden Geschäftsjahr betragen TEUR 333 (Vorjahr TEUR 142). Der Anteil der Abschreibungen im laufenden Geschäftsjahr, der auf Anlagenabgänge entfällt, beträgt TEUR 15 (Vorjahr TEUR 0).

Der Anstieg der Geleisteten Anzahlung und Anlagen im Bau um TEUR 35.077 auf TEUR 42.901 resultiert hauptsächlich aus den bereits geleisteten Anzahlungen für das Bauvorhaben am neuen Standort Goch.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 1.135 (Vorjahr: TEUR 967) enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das Grundkapital der TRICOR Packaging & Logistics AG i.H.v. TEUR 12.515 (Vorjahr: TEUR 12.515) besteht aus 12.514.515 Stammaktien in Form von nennwertlosen auf den Namen lautenden, vinkulierten Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Die Kapitalrücklage entfällt mit einem Betrag i.H.v. 61.276 TEUR auf eine Rücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Dieser Anteil der Kapitalrücklage ist am 01.02.2008 im Zuge der Einbringung von 4 Kommanditgesellschaften in die TRICOR AG gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten entstanden. Zum 31.10.2022 wurde die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB um 30.000 TEUR erhöht.

Der Bilanzgewinn entwickelt sich wie folgt:

EUR
Bilanzgewinn 31.12.2022 60.424.383,02
Jahresüberschuss GJ 2023 19.345.395,53
Bilanzgewinn 31.12.2023 79.769.778,55

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Personal, für Energie, für Berufsgenossenschaften sowie für den Jahresabschluss.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 1.170 (Vorjahr: TEUR 907) enthalten.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeitenin einem Verbindlichkeitenspiegelzusammengefasst dargestellt:

Kurzfristige Verbindlichkeiten bestehen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem 1 Jahr.

Stand 31.12.2023 (Vorjahr)
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren
EUR
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.799.628,00 4.915.692,00 24.354.296,00 19.529.640,00
(710.680,00) (196.752,00) (513.928,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.907.699,14 8.907.699,14 0,00 0,00
(7.046.265,30) (7.046.265,30) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.849,08 15.849,08 0,00 0,00
(5.164,18) (5.164,18) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.822.489,99 3.822.489,99 0,00 0,00
(5.807.854.78) (5.807.854,78) (0,00) (0,00)
davon aus Steuern 519.360,65 519.360,65 0,00 0,00
(2.953.185,21) (2.953.185,21) (0,00) (0,00)
davon aus sozialer Sicherheit 4.936,00 4.936,00 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
61.545.666,21 17.661.730,21 24.354.296,00 19.529.640,00
(13.569.964,26) (13.056.036,26) (513.928,00) (0,00)

In der folgenden Darstellung finden sich die Erläuterungen zu den Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen, auf denen die latenten Steuern beruhen:

Bilanzposten Handelsbilanz 31.12.2023 Steuerlicher Wertansatz 31.12.2023 Differenz Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 122.689 122.689
Sachanlagen 96.040.582 90.677.594 5.362.988 1.353.177
Finanzanlagen 24.645.149 25.304.094 -658.945 166.263
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 35.147.178 35.116.047 31.131 7.855
Sonderposten 472.481 827.211 -352.263 88.882
Sonstige Rückstellungen 6.619.880 6.146.387 473.493 119.471
Zwischensumme aus Bilanzpostenvergleich 285.734 1.449.914
Steuerliche Verlustvorträge 0 0
Summe latente Steuern (unsaldiert) 285.734 1.449.914
./. Saldierung -285.734
Passive latente Steuern 1.164.180

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit den für das Geschäftsjahr geltenden Steuersätzen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,825 % sowie Gewerbesteuer in Höhe von 9,407 % (Vorjahr: 9,412 %).

Die Entwicklung der latenten Steuersalden stellt sich wie folgt dar:

31.12.2022
EUR
Veränderung
EUR
31.12.2023
EUR
Aktive latente Steuern 126.182 159.552 285.734
Passive latente Steuern 1.420.299 29.615 1.449.914
Saldo 1.294.117 - 129.937 1.164.180

Zum 31.12.2023 bestehen nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte aus Miet- und Leasingverpflichtungen bis zum jeweiligen Vertragsende i.H.v. insgesamt TEUR 4.902(Vorjahr: TEUR 4.708). Das Bestell-Obligo beträgt zum 31.12.2023 EUR 10,00 Mio.

Die Miet- und Leasingverhältnisse verringern die Kapitalbindung und beziehen sich auf Operating-Leasingverträge für PKW und Flurförderzeuge sowie Mietverträge für Gebäude mit einer Laufzeit zwischen 3 und 7 Jahren. Sie führen zu einem Miet- und Leasingaufwand in Höhe von TEUR 2.589 im laufenden Berichtsjahr.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich nach geographischen Märkten folgendermaßen untergliedern:

2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 202.476 220.540
Ausland 44.819 43.962

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 0) Erträge aus Kursdifferenzen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 0(Vorjahr: TEUR 2) Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Die Erträge aus Beteiligungen entfallen wie im Vorjahr vollständig auf verbundene Unternehmen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge entfallen mit TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 107) auf verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen entfallen wie im Vorjahr nicht auf verbundene Unternehmen.

Die Steuerbelastung i.H.v. TEUR 6.788 (Vorjahr: TEUR 5.203) entfällt in Höhe von TEUR 6.917 (Vorjahr: TEUR 6.626) auf laufende Steuern und in Höhe von TEUR -130 (Vorjahr: TEUR -1.422) auf Erträge aus der Auflösung von latenten Steuern.

5. Sonstige Angaben

Die TRICOR Packaging & Logistics AG mit Sitz in Bad Wörishofen ist unter der Nummer HRB 13144 beim Amtsgericht Memmingen eingetragen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 136 130
Arbeiter 556 545
Geringfügig Beschäftigte 7 5
Gesamt 699 680

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Gesellschaft durch den Vorstand vertreten:

Herr Robert Wiblishauser, Vorstandsvorsitzender bis 30.11.2023

Herr Robert Wiblishauser, Vorstandsmitglied ab 01.12.2023

Herr Philipp Kosloh, Vorstandsmitglied ab 01.07.2023

Herr Philipp Kosloh, Vorstandsvorsitzender ab 01.12.2023

Herr Dr. Günther Burkhard, Vorstand Finanzen/Controlling

Herr Klaus Wiblishauser, Vorstand Produktion/Technik

Herr Thomas Aust, Vorstand Vertrieb

Herr Jacobus Wilhelmus Kroon, Vorstand Unternehmensentwicklung

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

Herr Kyle Baker, Geschäftsführer der Tri-Wall Europe GmbH, Aufsichtsratsvorsitzender

Dr. Reiner Dietrich, Bankdirektor der IKB Deutsche Industriebank AG, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Klaus M. Bukenberger, Unternehmensberater

Herr Peter Huber, externer IT-Dienstleister der TRICOR Packaging & Logistics AG

Herr Yosuke Kawamoto, President & COO der Rengo Co Ltd

Herr Hirofumi Hori, Senior Managing Executive Officer der Rengo Co Ltd

Die Gesamtbezüge der Vorstände haben im Geschäftsjahr TEUR 2.904 (Vorjahr: TEUR 2.975) betragen.

Die Aufsichtsräte haben Vergütungen i.H.v. insgesamt TEUR 143(Vorjahr: TEUR 208) erhalten.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 157 (im Vorjahr: TEUR 191 und für das Geschäftsjahr 2021: TEUR 241), davon für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 151 (im Vorjahr: TEUR 185 und für das Geschäftsjahr 2021: TEUR 238) und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 6 (im Vorjahr: TEUR 6 und im Geschäftsjahr 2021: TEUR 3).

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen i.S.d. § 290 HGB der in der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Tochterunternehmen. Die Gesellschaft hat als solches einen Konzernabschuss aufzustellen. Die TRICOR Packaging & Logistics AG ihrerseits ist ein Tochterunternehmen i.S.d. § 290 HGB der Tri-Wall Europe GmbH, Bad Wörishofen, und als solches in deren Konzernabschluss einzubeziehen. Die TRICOR Packaging & Logistics AG nimmt die Befreiung nach § 291 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses in Anspruch. Die Tri-Wall Europe GmbH erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen und veröffentlicht diesen durch elektronische Einreichung beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregisters.

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, die Beteiligungen i.S.d. § 271 Abs. 1 HGB darstellen:

Name und Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital
EUR
Jahresergebnis 2023
EUR
- TRANSCOR Logistics GmbH & Co. KG, Bad Wörishofen 100,00 % 1.472.520,61 31.445,02
- Transcor Geschäftsführungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bad Wörishofen 100,00 % 63.576,33 -132,29
- TRICOR proizvodnja, trgovina, storitve, d.o.o., Selca, Slovenien 96,59 % 1.525.959,93 239.628,59
Transcor s.r.o., Prag, Tschechische Republik 100,00% mittelbar CZK 6.457.015,16 CZK 3.274.817.80

Die Tri-Wall Europe GmbH, Bad Wörishofen, die Tri-Wall Europe Holding Ltd, Hongkong, die Tri-Wall Ltd., Hongkong, die Tri-Wall Holdings Ltd., British Cayman Islands, und die Rengo Co.Ltd., Osaka, Japan, haben der Gesellschaft gemäß § 20 Abs.1, 3 und 4 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar bzw. mittelbar 100% der Aktienanteile der Tricor Packaging & Logistics AG halten. Die Tri-Wall Holdings Ltd., British Cayman Islands wurde per 31.07.2023 vollständig aufgelöst und ist nicht mehr Teil der Rengo-Gruppe.

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen stellt die oberste Muttergesellschaft Rengo Co. Ltd., Osaka, Japan, auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der obersten Muttergesellschaft erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung i.S.d. § 285 Nr. 33 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Bad Wörishofen, 23. März 2024

TRICOR Packaging & Logistics AG, Bad Wörishofen

Philipp Kosloh

Robert Wiblishauser

Klaus Wiblishauser

Dr. Günther Burkhard

Thomas Aust

J.W. Kroon

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 31.12.2022
EUR
Zugang 2023
EUR
Abgang 2023
EUR
Umbuchung 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.246.131,03 68.413,61 0,00 0,00 9.314.544,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.051.588,80 0,00 0,00 0,00 40.051.588,80
49.297.719,83 68.413,61 0,00 0,00 49.366.133,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.781.175,32 61.331,60 0,00 136.411,45 61.978.918,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 126.795.941,49 156.709,63 0,00 3.921.507,84 130.874.158,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.011.584,57 239.575,31 157.398,21 0,00 8.093.761,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.885.119,00 39.135.359,76 0,00 -4.057.919,29 42.962.559,47
204.473.820,38 39.592.976,30 157.398,21 0,00 243.909.398,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.681.899,39 0,00 36.750,00 0,00 24.645.149,39
278.453.439,60 39.661.389,91 194.148,21 0,00 317.920.681,30
Abschreibungen
Stand 31.12.2022
EUR
Zugang 2023
EUR
Abgang/ Zuschreibung 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.134.870,43 56.987,30 0,00 9.191.857,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 39.829.078,32 222.508,48 0,00 40.051.586,80
48.963.948,75 279.495,78 0,00 49.243.444,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.462.335,95 2.156.313,20 0,00 29.618.649,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 105.820.739,54 5.275.666,15 0,00 111.096.405,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.790.184,90 423.666,23 121.797,23 7.092.053,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.707,27 0,00 0,00 61.707,27
140.134.967,66 7.855.645,58 121.797,23 147.868.816,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
189.098.916,41 8.135.141,36 121.797,23 197.112.260,54
Bilanzwert
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.260,60 122.686,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 222.510,48 2,00
333.771,08 122.688,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.318.839,37 32.360.269,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.975.201,95 19.777.753,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.221.399,67 1.001.707,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.823.411,73 42.900.852,20
64.338.852,72 96.040.582,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.681.899,39 24.645.149,39
89.354.523,19 120.808.420,76

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TRICOR Packaging & Logistics AG, Bad Wörishofen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TRICOR Packaging & Logistics AG, Bad Wörishofen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRICOR Packaging & Logistics AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 12 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 12 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 22. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Penzkofer, Wirtschaftsprüfer

Kirch, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über die Prüfung des Jahresabschlusses 2023

der TRICOR Packaging & Logistics AG, Bad Wörishofen

I. Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben umfassend wahr. Wir haben den Vorstand beraten und die Geschäftsführung überwacht. In 5 ordentlichen Sitzungen am

02.03.2023 (Schwerpunktthemen: Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung, Vorstandsangelegenheiten, strategische Projekte)

15.05.2023 (Bilanzsitzung mit Schwerpunktthemen: Feststellung des Jahresabschlusses, Vorbereitung der Hauptversammlung, Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung und zu strategischen Projekten)

27.07.2023 (im Anschluss an die Hauptversammlung mit Schwerpunktthemen: Vorstandsangelegenheiten, Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung, strategische Projekte, Nachhaltigkeitsstrategie und Personalentwicklung)

28.09.2023 (Schwerpunktthemen: Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung, Vorstandsangelegenheiten und künftige Organisationsstruktur, Diversity und Frauenquote, strategische Projekte)

05.12.2023 (Schwerpunktthemen: Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung, Organisationsstruktur, Budget 2024, strategische Projekte)

wurden die Entwicklung des laufenden Geschäfts, grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung und der strategischen Ausrichtung, die Lage der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften sowie bedeutsame Einzelvorgänge und die aufgrund gesetzlicher und satzungsmäßiger Bestimmungen zur Genehmigung vorgelegten Geschäfte behandelt.

An den Sitzungen nahmen stets alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Zwischen den Sitzungen wurden mit dem Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands und dem Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates in monatlich stattfindenden Videokonferenzen aktuelle Themen aus der laufenden Geschäftsentwicklung sowie wesentliche Vorgänge intensiv erörtert. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat im monatlichen Turnus schriftlich über die Entwicklung des laufenden Geschäftes informiert.

II. Im Jahr 2023 fanden weitere Veränderungen im Vorstand statt. Zum 01.07.2023 verstärkte Herr Philipp Kosloh das Vorstandsteam und übernahm mit Wirkung zum 01.12.2023 den Vorstandsvorsitz von Robert Wiblishauser. Mit dem Auslaufen ihrer Verträge zum 31.12.2023 schieden Robert Wiblishauser und Co Kroon in bestem Einvernehmen planmäßig aus dem Vorstand aus. Die Bestellung von Klaus Wiblishauser zum Vorstand wurde vom Aufsichtsrat bis zum 31.03.2024 verlängert.

III. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates, dem Kyle Baker und Dr. Reiner Dietrich (Vorsitzender) angehören, stimmte sich in monatlichen Regelbesprechungen intensiv und direkt mit den Wirtschaftsprüfern über den aktuellen Stand der Prüfungstätigkeiten ab. Ergänzend fand am 17.04.2023 eine Sitzung des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats mit dem Finanzvorstand und Wirtschaftsprüfer zur Vorbereitung der Bilanzprüfung und zur Besprechung der Jahresabschlüsse statt.

IV. Am 27.07.2023 fand die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft in Bad Wörishofen statt. Neben der Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und der Aussprache mit den Aktionären standen folgende Themen auf der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023

Beschlussfassung über die Wahlen zum Aufsichtsrat

Beschlussfassung über die Vergütung des Aufsichtsrates.

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Ganghofer Straße 29, 80339 München) wurde zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt.

V. Der Jahresabschluss und Lagebericht der TRICOR Packaging & Logistics AG zum 31. Dezember 2023 wurde von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und von dieser mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprach die Prüfungsfeststellungen des Wirtschaftsprüfers und dessen Empfehlungen sowie Fragen zu den Jahresabschlüssen in einer ausführlichen Videokonferenz am 18.04.2024 mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Finanzvorstand der Firma. Er empfahl dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses. Dem Ergebnis dieser Prüfungshandlungen stimmte der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung und ausführlichen Erläuterungen der KPMG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 13. Mai 2024 zu. Das abschließende Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrates war, dass er den aufgestellten Jahresabschluss der TRICOR Packaging & Logistics AG zum 31.12.2023 billigt. Der Jahresabschluss wurde damit festgestellt.

VI. Die TRICOR Packaging & Logistics AG wird in den (befreienden) Konzernabschluss der Tri-Wall Europe GmbH, Bad Wörishofen einbezogen, so dass kein Konzernabschluss auf Ebene der TRICOR Packaging & Logistics AG erstellt wird.

VII. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Ergebnisverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.

Das Berichtsjahr stand weiter im Zeichen großer strategischer Optionen für die Gesellschaft. Mit dem organischen wie auch dem anorganischen Wachstum sind gute Voraussetzungen zur weiter erfolgreichen Unternehmensentwicklung gegeben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die engagierte und erfolgreiche Arbeit.

 

Bad Wörishofen, den 13. Mai 2024

Kyle Baker, Vorsitzender

Dr. Reiner Dietrich, stellvertretender, Vorsitzender

Klaus M. Bukenberger

Hirofumi Hori

Peter Huber

Yosuke Kawamoto

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

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