Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Xu Tao seit 5.5.2025 | Geschäftsführer |
Salvatore Quartaro seit 27.11.2024 | Geschäftsführer |
Gang Chen seit 11.4.2024 | Geschäftsführer |
Hans-Dieter Gusko seit 8.2.2023 | Prokura |
Ruiguo Xuan seit 27.5.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Full Hill Enterprises Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.99% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BVV Bahntechnik GmbHBochumKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022BVV Bahntechnik GmbHBochum
Gewinn- und Verlustrechnung Vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022BVV Bahntechnik GmbHBochum
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben Die BVV Bahntechnik GmbH, Bochum, ist beim Amtsgericht Bochum unter der Handelsregisternummer HRB 15889 eingetragen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriftenaufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurde analog zu den Vorjahren das Gliederungsschema der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung gemäß § 275 HGB um die Gesamtleistung modifiziert. Die Bilanz entspricht dem Gliederungsschema § 266 Abs. 2 HGB. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit unter Berücksichtigung der Ausführungen im Nachtragsbericht vorgenommen. 2. Konsolidierungskreis und Konzernstichtag In den Konzernabschluss sind neben der BVV Bahntechnik GmbH folgende Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der BVV Bahntechnik GmbH jeweils unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 i. V. m. Abs. 3 HGB zusteht:
Sämtliche nach diesen Kriterien in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen haben ihre Jahresabschlüsse einheitlich auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt. Gemäß § 296 HGB ist vom Wahlrecht Gebrauch gemacht worden, den Abschluss der Bochumer Rail Group Pty. Ltd., Viktoria (Australien) nicht in den Konzernabschluss einzubeziehen, da dieser von untergeordneter Bedeutung ist. 3. Konsolidierungsmethoden, Währungsumrechnung Bei der nach § 301 HGB vorzunehmenden Kapitalkonsolidierung ist die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens angewendet worden. Die Verrechnung wird auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde grundsätzlich für die Tochterunternehmen sowie für das Mutterunternehmen einheitlich der 1. Januar 2014 gewählt. Soweit einzelne Tochterunternehmen zu einem Zeitpunkt nach diesem Erstkonsolidierungsstichtag erworben wurden, ist stattdessen der jeweilige Erwerbszeitpunkt als Zeitpunkt für die Erstkonsolidierung dieser Tochterunternehmen festgesetzt. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten sind, soweit erforderlich, konsolidiert worden. Eine Zwischengewinneliminierung wird gemäß § 304 Abs. 1 HGB für konzerninterne Lieferungen und Leistungen aus Absatzgeschäften vorgenommen. Soweit sich aus der Veräußerung bzw. Übertragung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zwischen einzelnen Tochterunternehmen des Konzerns Buchgewinne bzw. Buchverluste ergeben haben, werden diese im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung zurückgenommen. Gemäß § 305 Abs. 1 HGB sind Innenumsatzerlöse und andere Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der empfangenden Konzernunternehmen verrechnet worden (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Auf Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt, wenn sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt. Steuerbe- und entlastungen werden stets miteinander verrechnet. Die auf andere Gesellschafter entfallenden Eigenkapitalanteile von einbezogenen Tochterunternehmen (einschließlich Kapital- und Gewinnrücklagen) sowie der auf diese Gesellschafter entfallende Anteil am Jahresergebnis der jeweiligen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter den Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen. Der Konzernabschluss der BVV Bahntechnik GmbH ist gemäß § 244 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB einheitlich in Euro aufgestellt worden. Hierzu werden die auf Fremdwährungen lautenden Jahresabschlüsse, der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften, in Euro umgerechnet. Für die Umrechnung der Beteiligungsbuchwerte und des Eigenkapitals werden historische Kurse, für die übrigen Bilanzposten Stichtagskurse zu Grunde gelegt. Alle Aufwendungen und Erträge des Berichtsjahres werden entsprechend dem Charakter der Erfolgsrechnung als Zeitraumbetrachtung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral als Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen.
4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bilanziert. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte betreffen im Wesentlichen EDV-Softwarelizenzen oder ähnliche Nutzungsrechte. Abschreibungen hierauferfolgen einheitlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen grundsätzlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer und orientieren sich an steuerlich zulässigen Nutzungsdauern oder einzelvertraglichen Vereinbarungen. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen gekürzt um planmäßige lineare Abschreibungen und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Ist der ursprüngliche Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt grundsätzlich eine Zuschreibung auf den fortgeführten Buchwert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Anteile von Gemeinkosten. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert ausgewiesen. Erhaltene Investitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen werden in einem Sonderposten passivisch ausgewiesen und entsprechend dem gewählten Abschreibungsverfahren über die Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden einheitlichen Nutzungsdauern zugrunde:
Bei gebraucht erworbenen Vermögensgegenständen wird eine hiervon abweichende verkürzte Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern bis EUR 250 werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei Finanzanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen sowohl bei voraussichtlich dauernder Wertminderung als auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommen. Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Rückdeckungsversicherungsansprüche (Wertpapiere des Anlagevermögens) werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Ein Teil der Rückdeckungsversicherungsansprüche ist im Rahmen des deferred compensation-Modells verpfändet und wird daher nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Pensionsrückstellung saldiert. Die Gegenstände des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu den fortgeführten Durchschnittspreisen oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt. Die Börsen- oder Marktpreise sind aus den Tageskursen des Beschaffungsmarktes zum Bilanzstichtag abgeleitet worden. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt grundsätzlich zu den handelsrechtlichen Herstellungskosten. Diese umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch in angemessenem Umfang anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie einen Teil der allgemeinen Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen sind bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht mit einbezogen worden. Für die Ermittlung der Herstellungskosten sind Plankostensätze herangezogen worden. Waren sind grundsätzlich zu den fortgeführten Durchschnittspreisen oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge (Einzelwertberichtigung) vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und des Zinsrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen von insgesamt 1 % (Vorjahr 1 %) gebildet. Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Der Finanzmittelfonds im Rahmen der Kapitalflussrechnung beinhaltet ausschließlich den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen abgegrenzt. Diese Differenzen werden aus dem Vergleich der Buchwerte der einzelnen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten mit ihren für steuerliche Zwecke korrespondierenden Werten ermittelt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen. Auf Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt, wenn sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt Steuerbe- und -entlastungen werden stets miteinander verrechnet. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Bei den Sonderposten werden erhaltene Investitionszulagen und -zuschüsse aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ausgewiesen. Die Auflösung dieser Sonderposten erfolgt ratierlich entsprechend dem gewählten Abschreibungsverfahren der jeweils geförderten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Verpflichtungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,79 % (Vorjahr 1,87 %) für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %), jährlichen Rentensteigerungen von 2,1 % (Vorjahr 1,75 %) und ein jährlicher Trend der Beitragsbemessungsgrenze von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) zugrunde gelegt. Die Versorgungszusagen im Rahmen des sog. deferred compensation-Modells sind an die Leistungen der hierfür abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen gebunden, sodass hier die Bewertung der Versorgungsverpflichtung zum beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsansprüche erfolgt, und darüber hinaus Ansprüche und Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet werden. Die Bilanzierung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, wurde der Erfüllungsbetrag mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wurde. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines individuellen Rechnungszinssatzes und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G (Vorjahr: 2018 G) von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) und ein Trend der Beitragsbemessungsgrundlage von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Ein Teil der Erfüllungsverpflichtungen wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren des Deckungsvermögens verrechnet. Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bilanziert. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert passivisch ausgewiesen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kursgesicherte Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Sicherungskurs bewertet. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 belaufen sich auf TEUR 5.107 (Vorjahr TEUR 6.423) und teilen sich wie folgt auf:
Im Konzern ist eine Beteiligung an der enplify eG, Düsseldorf, in Höhe von 5,7 % am Kapital aktiviert. Die enplify eG weist zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital von TEUR - 11 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 184 aus. Der Abschluss der enplify eG zum 31. Dezember 2022 lag bis zur Beendigung der Aufstellung des Konzernabschlusses der BVV Bahntechnik GmbH nicht vor. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben weitestgehend eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die langfristigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 70 (Vorjahr TEUR 73). Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 4.547) resultieren aus der Weiterbelastung von Aufwendungen in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 48), Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2.336), Weiterbelastung von Kosten für die Berichterstattung auf nicht konsolidierter Holdingebene und für Sonderprüfungen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.222), sowie aus Weiterbelastungen aus der Freistellung durch den Gesellschafter (Gesellschafterbeschluss im November 2020) für den geschlossenen Vertrag mit GCI in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 941). Die Forderungen gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.386 (Vorjahr TEUR 10.050). Bei den Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen handelt es sich um öffentliche Fördermittel im Zusammenhang mit durchgeführten Investitionsmaßnahmen im Bereich des Anlagevermögens. Bei Einhaltung der den Bewilligungsbescheiden zugrundeliegenden Förderbestimmungen sind die ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen grundsätzlich nicht rückzahlbar. Wirtschaftlich handelt es sich bei den Sonderposten um Korrekturbeträge zu den Wertansätzen der geförderten Vermögensgegenstände im Bereich des Anlagevermögens. Entsprechend werden die Sonderposten nach den Abschreibungsregeln des jeweils geförderten Anlagegutes fortgeführt und aufgelöst. Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr TEUR 101) (Erfüllungsbetrag) sind mit Rückdeckungsversicherungsansprüchen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr TEUR 101) (beizulegender Zeitwert/Anschaffungskosten) verrechnet worden. Aufwendungen/Erträge waren nicht zu verrechnen. Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.922 (Vorjahr TEUR 2.872). Zum Bilanzstichtag greift die Ausschüttungssperre nicht, da ausreichend frei verfügbare Rücklagen vorhanden sind. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen einer Konzerngesellschaft in Höhe von TEUR 832 (Vorjahr TEUR 544) wurde mit Deckungsvermögen (Wertpapiere des Anlagevermögens) in Höhe von TEUR 240 (Vorjahr TEUR 225) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Dieses Deckungsvermögen besteht aus einer unverzinslichen Barhinterlegung. Das Deckungsvermögen setzt sich wie folgt zusammen: Verrechnete Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen):
Verrechnete Verpflichtungen (Altersteilzeitverpflichtungen):
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022 ersichtlich:
Für die im Verbindlichkeitenspiegel ausgewiesenen Verpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag angabepflichtige Sicherheiten in Höhe von TEUR 15.000 aus einer Grundschuld. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit TEUR 717 (Vorjahr TEUR 619) die Ausgleichszahlungen an den Minderheitsgesellschafter Hongkong Lungxing Holding Limited aus den Ergebnisabführungsverträgen der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH und der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH. Passive latente Steuern aus den Einzelabschlüssen aufgrund von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Vermögensverrechnung wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze insbesondere im Bereich der Personen, Altersteilzeitverpflichtungen, Drohverlustrückstellungen und steuerlicher Verlustvorträge verrechnet. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 32,148 % für die deutschen Unternehmen herangezogen worden. Im Konzernabschluss der BVV Bahntechnik GmbH wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 7.882 (Vorjahr TEUR 7.665) im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen und der Drohverlustrückstellung sowie aus der Zwischengewinneliminierung im Rahmen der Konsolidierung bilanziert (§ 306 i. V. m. § 274 HGB). 6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Konzerns verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Die periodenfremden Erträge, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind, setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.816 (Vorjahr TEUR 2.462) umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.933 (Vorjahr TEUR 1.007) sowie aus der Weiterbelastung von Kosten an den Gesellschafter im Zusammenhang mit der Erstellung von Jahresabschlüssen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 938). Die Auflösung der Rückstellungen betrifft im Wesentlichen die Rückstellungen für Gewährleistung mit TEUR 1.226 (Vorjahr TEUR 86), für drohende Verluste mit TEUR 1.237 (Vorjahr TEUR 0), für Prozessrisiken mit TEUR 88 (Vorjahr TEUR 230), für Personalaufwand mit TEUR 83 (Vorjahr TEUR 0), für Tantiemen mit TEUR 69 (Vorjahr TEUR 0), für Erfindervergütungen mit TEUR 64 (Vorjahr TEUR 0), für Strom mit TEUR 61 (Vorjahr TEUR 0), für Instandhaltung mit TEUR 43 (Vorjahr TEUR 0), für Pönale mit TEUR 40 (Vorjahr TEUR 0), für Berufsgenossenschaft mit TEUR 22 (Vorjahr TEUR 95) sowie für Kundenboni mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 410). Die übrigen periodenfremden Erträge umfassen in 2022 im Wesentlichen Bonuserträge in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 99), Quarantäne-Entschädigung in Höhe von TEUR 65 sowie übrige periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 101 (Vorjahr TEUR 69). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.874 auf TEUR 33.830 erhöht. Im Wesentlichen resultieren diese Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 13.133 (Vorjahr TEUR 10.432), Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 7.277 (Vorjahr TEUR 5.797), Berater- und Gutachterhonoraren in Höhe von TEUR 3.023 (Vorjahr TEUR 2.507), Miet- und Pachtgebühren sowie IT-Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.171 (Vorjahr TEUR 2.341), Vertriebsaufwendungen TEUR 2.534 (Vorjahr 1.396) sowie Versicherungsprämien in Höhe von TEUR 1.103 (Vorjahr TEUR 1.031). Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 46 bestehen im Wesentlichen aus den Kosten aus einem Rechtsstreit in Höhe von TEUR 39. (Vorjahr TEUR 563, Belastung durch Zertifikate). Aus Kursdifferenzen resultieren sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr TEUR 13) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 31). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.347 (Vorjahr TEUR 3.136) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung vonRückstellungen in Höhe von TEUR 1.085 (Vorjahr TEUR 2.886) sowie Aufwendungen aus der Verzinsung von Darlehen in Höhe von TEUR 262 (Vorjahr TEUR 248). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr TEUR 1.791) sowie latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 144) enthalten. Daneben enthält die Position tatsächliche Steuererträge in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 741 Aufwand). Der Konzernverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen. 7. Sonstige Angaben a) Haftungsverhältnisse Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:
Ungeachtet dieser Garantiebestellung geht die Geschäftsführung davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 5.327 (Vorjahr TEUR 5.748). Am Bilanzstichtag bestehen für den Konzern aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen folgende wesentliche finanzielle Verpflichtungen:
Im Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.598 (Vorjahr TEUR 2.138) befinden sich im Wesentlichen offene Bestellungen zu einer 5 kv-Mittelspannungsanlage (TEUR 509), Bestellungen zu einer Lasermessmaschine (TEUR 484) sowie zum Umzug im Zusammenhang mit dem Grundstückstausch (TEUR 161). Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:
c) Derivative Finanzinstrumente Zur Begrenzung von Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Die derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Wechselkursrisiken für die in Fremdwährung abgeschlossenen Absatzgeschäfte. Zum 31. Dezember 2022 war hierdurch ein Nominalbetrag von TEUR 160 (Vorjahr TEUR 866) abgesichert. Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge, bewertet zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der beizulegende Zeitwert gibt den Gegenwartswert an, der erzielt würde, wenn die entsprechenden Geschäfte losgelöst von den Grundgeschäften am Stichtag aufgelöst würden. Im Folgenden werden die beizulegenden Zeitwerte angegeben, die von den kontrahierenden Banken bescheinigt wurden. Bei den Devisentermingeschäften kommt die Marking-to-Market-Methode zur Anwendung. Für das Geschäftsjahr 2021 war eine Rückstellung zu bilden, da der Marktwert zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 10 negativ war. Für das Berichtsjahr 2022 ist keine Rückstellung zu bilden, da der Marktwert der Devisentermingeschäfte in Höhe von TEUR 5 positiv ist. d) Arbeitnehmer Der Konzern beschäftigte durchschnittlich folgende Mitarbeiter:
e) Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:
Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2022 betragen TEUR 834 (Vorjahr TEUR 836). Für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer wurden im Geschäftsjahr 2022 laufende Renten in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 111) gezahlt. Zum Bilanzstichtag sind in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für diesen Personenkreis in Höhe von TEUR 705 (Vorjahr TEUR 708) enthalten. f) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers betrug insgesamt TEUR 183 (Vorjahr TEUR 204). Von dem Gesamtbetrag entfielen auf Prüfungsleistungen TEUR 183 (Vorjahr TEUR 204), auf Steuerberatungsleistungen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) und auf sonstige Leistungen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). g) Konzernverhältnisse Die BVV Bahntechnik GmbH, Bochum, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss auf (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Darüber hinaus wird die BVV Bahntechnik GmbH in den Konzernabschluss der Full Hill Enterprises Limited mit Sitz in Hong Kong, China, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft Full Hill Enterprises Ltd. mit Sitz in Hong Kong erhältlich. h) Inanspruchnahme von Befreiungen Für folgende Tochterunternehmen der BVV Bahntechnik GmbH, Bochum, wird von der Befreiung zur Offenlegungspflicht sowie der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
i) Nachtragsbericht Die Gesellschaft hat am 16. Januar 2023 beschlossen, dass die Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, Bochum, der Hong Kong Lihe Trading Limited, Hong Kong, ein befristetes Darlehen in Höhe von 1.600.000 Euro bis zum 31. August 2023 zu einem Zinssatz in Höhe von 2,5 % p.a. gewährt. Herr Salvatore Quartaro wurde mit Wirkung ab 1. März 2023 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH bestellt. Herr Dr. Baoli Wang wurde zum 5. Mai 2023 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH abberufen. Herr Karlheinz Springer wurde am 20.06.2023 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH im HR eingetragen. Die Gesellschaft hat am 21. Juni 2023 beschlossen, dass die Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, Bochum, der Hong Kong Lihe Trading Limited, Hong Kong, ein befristetes Darlehen in Höhe von 3.000.000 Euro bis zum 31. Dezember 2023 zu einem Zinssatz in Höhe von 4,0 % p.a. gewährt.
Bochum, den 11. August 2023 BVV Bahntechnik GmbH Ruiguo Xuan Xiaoan Qiu Harald Müller Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022BVV Bahntechnik GmbHBochum
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022BVV Bahntechnik GmbHBochum
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221 Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Der Konzern (im folgenden auch BVV-Gruppe genannt) ist eine mittelständische Unternehmensgruppe mit mehr als 750 Beschäftigten, die unabhängig, rechtlich selbstständig und eigenverantwortlich im Markt operiert und im Umfeld von zukunftsorientierten Industrie- und Hochschullandschaften im Bereich der Stahlverarbeitung tätig ist. Die BVV-Gruppe ist ein weltweit führender Hersteller von rollendem Eisenbahnmaterial für den Fern- und Nahverkehr. Er betreibt das Geschäft in den Bereichen Radsatzsysteme, Radsatzkomponenten, Service und Instandhaltung. Der Unternehmensverbund entwickelt, berechnet, konstruiert und fertigt als Standardprodukt und nach Kundenwunsch komplette, einbaufertige Radsatzsysteme, Radsatzeinzelteile gummigefederte Räder sowie die unterschiedlichsten Konstruktionen einteilig geschmiedeter Achsen für moderne Niederflurstraßenbahnen. Die selbst entwickelten, verschleißarmen Werkstoffe sind spezifische Problemlösungen für die anspruchsvollen Anforderungen des modernen Schienenverkehrs und bewähren sich seit Jahrzehnten weltweit im täglichen Einsatz. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Inland, im europäischen Ausland, in Asien und in USA. Die Konzerngesellschaften unterziehen sich regelmäßig umfangreichen Audits, darunter befinden sich u.a. die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001 (enthalten in ISO/TS22163), 14001 und 50001 sowie das übergreifende Audit ISO/TS22163 der Bahnindustrie. Der Konzern besteht aus drei Gesellschaften in Deutschland und drei Gesellschaften in Südafrika sowie einer Gesellschaft in USA. Alle Gesellschaften sind in der BVV Bahntechnik GmbH, Bochum zusammengeführt. Die Gesellschaften in Deutschland werden in der Rechtsform der GmbH geführt. Es existieren drei Produktionsstandorte in Deutschland. Die Gesellschaften in Südafrika und USA verfügen nicht über Produktionsstandorte. Gem. § 296 HGB ist vom Wahlrecht Gebrauch gemacht worden, den Abschluss der Bochumer Rail Group Pty. Ltd., Viktoria (Australien) nicht in den Konzernabschluss einzubeziehen, da dieser von untergeordneter Bedeutung ist. Die wichtigsten finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen, die zur Unternehmenssteuerung herangezogen wurden, sind: Finanzielle Kennzahlen
Nicht finanzielle Kennzahlen
Im Hinblick auf die Beziehungen zu den Geschäftspartnern unterliegen insbesondere Liefertreue und Kundenreklamationen einem permanenten Monitoring. Die Ermittlung der Termintreue orientiert sich an den Kundenerwartungen in Bezug auf die Abweichung ausgehend vom vereinbarten Liefertermin in Tagen (< 1 Tage (höchste Kundenerwartungsstufe), > 1 Tage (mittlere Kundenerwartungsstufe) und > 3 Tage (niedrigste Kundenerwartungsstufe) und wird pro Auftragsposition erfasst. Die BVV-Gruppe konnte in 2022 ganz überwiegend die höchste Kundenerwartungs-Stufe erreichen. Nach einer in den Sommermonaten zu verzeichnenden reduzierten Liefertreue konnte diese zum Jahresende wieder auf ein sehr hohes Niveau gesteigert werden. Jede Kundenreklamation wird als Reklamation erfasst und nachverfolgt. Die Messung erfolgt in vier Kategorien (Sehr gut: < 150, gut: 150-200, befriedigend > 200, unakzeptabel > 250). Die Anzahl der Kundenreklamation konnte in 2022 auf ein sehr gutes Niveau angehoben werden und damit gegenüber Vorjahr, welches durch hohen coronabedingten Fremdeinsatz geprägt war, deutlich gesenkt werden. Für die Bearbeitung von Reklamationen wird das standardisierte 8D- Verfahren genutzt. Neben den nicht-finanziellen Kennzahlen haben die Umwelt- und Arbeitnehmerbelange einen sehr hohen Stellenwert. Zum einem wird auf die Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dem Verbrauch von Ressourcen geachtet, zum anderen werden durch unterschiedlichste Maßnahmen die Gesundheit der Mitarbeiter gefördert und die Arbeitssicherheit gewährleistet. 1.2 Gesellschaftsrechtliche Veränderungen Frau Xiaoan Qiu wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 als Geschäftsführerin der BVV Bahntechnik GmbH und mit Wirkung zum 10. Februar 2022 als Geschäftsführerin der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH bestellt. Herr Stefan Hölzl ist am 10. Februar 2022 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH abberufen worden und hat am 18. Februar 2022 sein Amt als Präsident der BVV USA Corp. niedergelegt. Herr Jörg Müller wurde zum 30. Juni 2022 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH abberufen. Herr Jörg Müller wurde am 30. Juni 2022 als Officer/Treasurer der BVV USA Corp. abberufen. Herr Jörg Müller wurde zum 30. Juni 2022 als Geschäftsführer der drei Gesellschaften in Südafrika abberufen. Herr Jochen Fischer wurde am 9. Mai 2022 (Eintragung Handelsregister am 29. Juni 2022) als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH bestellt. Die Abberufung erfolgte mit Wirkung ab 8. August 2022. Die Eintragung der Abberufung erfolgte am 26. Oktober 2022. Herr Jochen Fischer wurde am 28. Juni 2022 zum Geschäftsführer der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH bestellt. Die Abberufung erfolgte mit Wirkung ab 8. August 2022. Die Eintragung der Abberufung erfolgte am 28. Dezember 2022. Herr Jochen Fischer wurde am 9. Mai 2022 als President/Treasurer der BVV USA Corp. bestellt. Die Abberufung erfolgte mit Wirkung ab 8. August 2022. Herr Jochen Fischer wurde am 9. Mai 2022 als Geschäftsführer der Bochumer Verein South Africa (Pty) Ltd. bestellt. Die Abberufung erfolgte mit Wirkung ab 8. August 2022. Herr Harald Müller wurde mit Wirkung ab 18. Juli 2022 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH, der BW Bahntechnik GmbH, der BVV USA Corp sowie der drei südafrikanischen Gesellschaften bestellt. Mit Wirkung zum 24. November 2022 wurde Herr Liming Kuang als Geschäftsführer der BVV Bahntechnik GmbH abberufen. 1.3 Forschung und Entwicklung Die BVV-Gruppe erachtet ihre Aktivitäten in Forschung und Entwicklung als ein wesentliches Differenzierungsmerkmal. Zur Stärkung der Marktpräsenz und zur Sicherstellung der kontinuierlichen Aktualisierung des Wissens um den Stand der Technik und der Markttrends dient die Mitarbeit in verschiedenen nationalen und internationalen Arbeitskreisen, Normungsausschüssen, Beiräten und Untersuchungsausschüssen. Aus diesem Grund arbeiten Mitarbeiter aus dem Bereich Forschung und Entwicklung aktiv in den Gremien des CEN (Europäische Normung), des DIN (Deutsches Institut für Normung), der VPI (Vereinigung der Privatgüterwagen-Interessenten) sowie in den Untersuchungsausschüssen der ERWA (European Railway Wheels Association) mit. Der BVV ist Mitglied der UNIFE Organisation. Die BVV-Gruppe ist unter anderem durch ihre Produkte und Verfahren bei Kunden und im Marktumfeld anerkannt. Die Konstruktionsabteilungen der BVV-Gruppe haben dazu durch die Entwicklung von neuen und innovativen Produkten und Lösungen beigetragen. Dies spiegelte sich kontinuierlich in Entwicklungsprojekten für Kundenaufträge in den Produktsegmenten Räder, Wellen und Radsätzen wider. Zudem werden Neuentwicklungen und weitere Verbesserungen an bereits bewährten Produkten weiter vorangetrieben. In 2021 wurde die Entwicklung des zur InnoTrans vorgestellten neuen Leichtbauradsatzes abgeschlossen, welcher erhebliche Vorteile in Gewichtseinsparung und Servicierbarkeit des Produktes beinhaltet. Mit elf eigenen Mitarbeitern und externen Dienstleistern werden in der Konstruktion sämtliche Unterlagen für Fertigung und Zulassung erstellt. Im eigenen werkstofftechnischen Zentrum werden Zwischen- und Endprodukte verschiedenen Qualitätsprüfungen unterzogen. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse tragen zur Optimierung der Werkstoffeigenschaften und zu verbesserten Prozessabläufen in der Räderschmiede und der Wärmebehandlung bei. Das werkstofftechnische Zentrum ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 als Prüflaboratorium akkreditiert. Die Mitarbeiter des Prüfzentrums am Standort Ilsenburg befassen sich mit der Prüfung von Rädern und Wellen auf den zwei Umlaufbiegeprüfständen und dem Druckstand für gummigefederte Räder und Sonderbauteile. Die Umlaufbiegeprüfstände am Standort Ilsenburg waren im Verlauf des Geschäftsjahres durch eigene aber auch durch Fremdprodukte kontinuierlich ausgelastet. Neben den Arbeiten für das Prüfzentrum werden von den Mitarbeitern in Ilsenburg auch sämtliche Verfahren für die TSI-Zulassung der Radsatzkomponenten des BVV mit den europäischen Zulassungsbehörden abgewickelt. Das Prüfzentrum am Standort Ilsenburg ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 als Prüflaboratorium akkreditiert. Alle Forschungs- und Entwicklungsprojekte der BVV-Gruppe werden von den oben erwähnten drei Bereichen für alle Produkte und deutschen Standorte zentral durchgeführt. Insgesamt waren 21 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung in 2022 beschäftigt, zusätzlich werden externe Dienstleistungspartner genutzt. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Marktentwicklung Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr im Vergleich zum Vorjahr (2,7 %) nur geringfügiger wachsen. 1 Der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe konnte hingegen aufgrund der abnehmenden Pandemie-Beschränkungen ein überproportionales Wirtschaftswachstum von 4,0 % realisieren. In Europa war die zunehmende Nachfrage auf der Kundenseite in 2022 deutlich zu verspüren, und konnte auch entsprechend genutzt werden. Der Markt in China war bis ins 3. Quartal 2022 durch die Folgen der Non-Covid-Policy deutlich eingeschränkt, erst im 4. Quartal war eine Belebung zu verspüren. China bleibt auf Sicht weiterhin mit Abstand der größte Markt für Produkte im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge. 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Absatz und Beschaffung Umsatz und Auftragsentwicklung Der Auftragseingang des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 lag bei TEUR 204.473. Dies war gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung (+1 %). Während vor dem Hintergrund der Marktrahmenbedingungen der Auftragseingang in China zum Vorjahr rückläufig war und merklich erst in der zweiten Jahreshälfte wieder anzog, konnte in Europa ein Zuwachs in nahezu allen Geschäftssegmenten erzielt werden. Die Umsatzerlöse des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten gegenüber dem Vorjahr um 13 % gesteigert werden, vornehmlich in Europa im Bereich Güterverkehr. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres lagen damit über der prognostizierten Entwicklung.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
Die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 setzen sich wie folgt zusammen:
Beschaffung Die Beschaffungsschwerpunkte für den Konzern liegen u.a. in den Warengruppen Stahl und Energie. Im Geschäftsjahr 2022 wurden daher wie in den Jahren zuvor verbindliche Beschaffungsstrategien für die entsprechenden Warengruppen definiert und gegebenenfalls unterjährig an die sich ändernden Rahmenbedingungen (Marktsituation, Nachfrage) angepasst. Die Beschaffung der wesentlichen Versorgungsmedien Erdgas und Strom fand in Abstimmung mit den Energielieferanten statt und orientierte sich zum einen an der zuvor festgelegten Beschaffungsstrategie und zum anderen an der jeweiligen Marktentwicklung. Die Entwicklung der an den Börsen gehandelten Gaspreise war in 2022 aufgrund der Folgen der Ukraine-Krise sehr volatil und deutlich steigend. Gleiches gilt für die Strompreise, die ebenso in einer Wechselwirkung mit den Gaspreisen stehen und somit ebenso deutliche Steigerungen an den Börsen aufzeigten. Die Beschaffung von Erdgas und Strom erfolgte auf der Grundlage von Terminkontrakten zu bereits in Vorperioden fixierten Preisen. Die Zukaufpreise konnten damit trotz der Bewegung an den Börsen in 2022 stabil gehalten werden auf leicht gestiegenem Niveau gegenüber 2021. 2.2.2 Produktion Die Produktionsleistung, bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und sonstigen aktivierten Eigenleistungen, lag mit TEUR 212.581 um 6,8 % über dem Vorjahresniveau (TEUR199.114). Der Prognosewert von Mio. EUR 198 konnte um 7,4 % übertroffen werden. 2.2.3 Investitionen Die Investitionen im Bereich der materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2022 wurden insbesondere Investitionen in technische Anlagen und Maschinen getätigt. Diese dienten dem Ziel der Vergrößerung der Wertschöpfungstiefe, der Verbesserung der Kostenstruktur sowie der Prozessverbesserung. Im Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.598 (Vorjahr: TEUR 2.127) befinden sich im Wesentlichen offene Bestellungen zu einer 5-kV Mittelspannungsanlage (TEUR 509), einer Lasermessmaschine (TEUR 484) sowie zum Umzug im Zusammenhang mit dem Grundstückstausch (TEUR 161). 2.2.4 Finanzierung Die Basisfinanzierung des Konzerns bildet ein Darlehen in Höhe von TEUR 15.000 bei einem Kreditinstitut mit einer Laufzeit von 15 Jahren einer jährlichen Tilgung von Mio. EUR 1 sowie das Finanzinstrument "Factoring". Das Darlehen wurde durch jährliche Rückzahlungen auf einen Betrag von TEUR 11.000 reduziert. Darüber hinaus wurde eine Kreditlinie für ausgewählte Investitionen in Höhe TEUR 5.000 mit einem Kreditinstitut vereinbart, diese wurde per 31.12.2022 mit rund TEUR 3.016 in Anspruch genommen. Zur weiteren Absicherung der Liquidität wurde in 2019 ein Factoring Vertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren und einem Höchstobligo von TEUR 4.000 abgeschlossen. Dieser wurde in 2021 bis zum 30. Juni 2022 und in 2022 bis zum 31.12.2024 prolongiert. Die vom BVV-Konzern über die Gesellschaft Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH in 2020 gewährten Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 5.850 an das verbundene Unternehmen Zhao Ying Urban Rail Transit Limited, Hong Kong (China), wurden größtenteils bis zum Ende Jahres 2021 getilgt. Der restliche Anteil in Höhe von TEUR 2.155 wurde bis April 2022 zurückgezahlt. 2.2.5 Personal- und Sozialbereich Das Personal entwickelte sich im Konzern im Jahresdurchschnitt und im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Ohne Berücksichtigung der Auszubildenden hat sich die Stammbelegschaft im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber dem Vorjahr um 5 Beschäftigte erhöht. Der Zuwachs bei den ausgewiesenen Angestellten beruht auf einer Umgruppierung von 15 Mitarbeitern aus der Lohnempfängerin die Angestellten-Kategorie. Zur Bewältigung des demografischen Wandels bzw. der Abmilderung einer weiteren Zunahme des Durchschnittsalters der Beschäftigten und zur Absicherung der fachlichen Kompetenzen an den Standorten wurde trotz schwieriger Rahmenbedingungen die Ausbildung kontinuierlich weiterbetrieben. Die Ausbildungsquote betrug im Jahresdurchschnitt 8,0 % (Vorjahr: 8,2 %). Im Konzern wurden 11 neue Ausbildungsverträge im Jahr 2022 abgeschlossen. (Ausbildungsberufe: Zerspanungsmechaniker/innen, Industriemechaniker/innen, Werkstoffprüfer/innen, Elektroniker/innen für Betriebstechnik, Fachlageristen/innen, Industriekaufmann/frau, und Verfahrenstechnologen/innen'). Damit setzt der Konzern ein deutliches Zeichen in die Zukunftsfähigkeit. 2.2.6 Umwelt An allen Standorten wurde auf die Einhaltung geltender rechtlicher Verpflichtungen geachtet. Zutreffende rechtliche Änderungen werden regelmäßig im Führungskreis besprochen, alle rechtlichen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten werden im Rechtskataster gepflegt und regelmäßig überprüft und ergänzt. Umweltrelevante Daten wurden zeitnah und regelmäßig durch das Umweltmanagement erfasst und überwacht. Das durchgeführte kombinierte Rezertifizierungsaudit nach DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 wurde an allen drei deutschen Standorten ohne Abweichungen bestanden und durch den Verifizierer Bureau Veritas Certification Germany GmbH, Hamburg, bestätigt. Auch in 2022 wurden an allen Standorten die Schwerpunkte der Umweltleistungen auf die weitere Einsparung von Energien gelegt mit Schwerpunkt im Aufheiz- und Vergütungsprozess und der Umstellung auf LED-Beleuchtung. Die permanente Überwachung der Energieströme erfolgt in Bochum und Ilsenburg weitestgehend über das Energiedatenerfassungssystem MESSDAS, um weitere Einsparungspotenziale zu identifizieren. Wie auch in den Vorjahren gab es in 2022 an allen drei Standorten keine Umweltschäden und Schadensersatzforderungen. Beschwerden durch Anwohner sind in 2022 nicht aufgetreten. Der in Bochum für 2022 fällige PRTR-Bericht wurde mittels des Betriebssystems Bube (betriebliche Umweltdatenberichterstattung) an die Bezirksregierung Arnsberg fristgerecht übermittelt. Für den in Bochum anfallenden Emissionshandel wurden die Überwachungspläne nach § 6 TEHG, Emissionserklärung und die Mitteilung zum Betrieb nach § 22 ZUV 2022 fristgerecht an die DEHSt (Deutsche Emissionshandelsstelle) übermittelt und das Emissionshandelskonto ausgeglichen. 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage Die nach betriebswirtschaftlichen Aspekten zusammengefasste Ertragslage für 2022 stellt sich wie folgt dar:
Die Gesamtleistung lag bei TEUR 216.397, was im Wesentlichen aus den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 215.663, aus dem Bestandsabbau des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 3.153 sowie aus sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 3.816 resultierte. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 13 % wurde vornehmlich in Europa im Bereich Güterverkehr realisiert. Umsatzerlöse und Gesamtleistung des Geschäftsjahres lagen damit über der prognostizierten Entwicklung. Der Materialaufwand lag bei TEUR 139.990. Dies führte zu einer Materialeinsatzquote in Höhe von 64,7 %. Das daraus resultierende Rohergebnis betrug TEUR 76.407 und lag damit trotz gestiegener Gesamtleistung um TEUR 7.069 unter dem Vorjahreswert (-8,5 %). Dies ist darin begründet, dass die starken Preissteigerungen für Rohstoffe erst zeitverzögert und nicht in vollem Umfang an den Markt weitergegeben werden konnten, sowie durch die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Energiekosten. Der Personalaufwand lag bei TEUR 51.293. Es ergibt sich eine Personalaufwandsquote von 23,7 %. Die Erhöhung des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf Tariferhöhungen bei im Durchschnitt leicht gestiegenen Mitarbeiterstand zurückzuführen. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.107 betrafen mit TEUR 35 immaterielle Vermögensgegenstände und mit TEUR 5.071 die Sachanlagen. In dem Saldo sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten und liegen um 20,5 % unter dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Nutzungsdauer einer Großanlage (Presse) im Januar 2022 endete. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei TEUR 33.830. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 21 % resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für die Risikovorsorge und der damit verbundenen Bildung von Rückstellungen für Gewährleistung, Frachten und Provisionen in Höhe von insgesamt 5,6 Mio. EUR. Die Erhöhung bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ergab sich wesentlich aus der Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistungen und aus drohenden Verlusten im Auftragsbestand. Das negative Finanzergebnis resultierte im Wesentlichen aus Zinseffekten im Zusammenhang mit der Bewertung von Pensionsrückstellungen sowie aus Zinsaufwendungen für Bankkredite. In 2022 erzielte der Konzern ein negatives EBITDA von TEUR -8.716. Dies entsprach einer Verminderung gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 7.029. Der Konzern schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem deutlichen Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -15.486 ab. Dies entsprach einem Rückgang in Höhe von TEUR 13.447 im Vergleich zu 2021. Der hohe Konzernjahresfehlbetrag ist im Wesentlichen auf außerordentlich stark angestiegene Rohstoffkosten, die nicht an den Markt weitergegeben werden konnten, gestiegenen Energiekosten sowie auf die Risikovorsorge durch Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen und Drohverluste zurückzuführen. 2.3.2 Finanzlage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr TEUR 1.636 nach TEUR -1.222 im Vorjahr. Trotz eines um TEUR 13.447 verschlechtertem Konzernjahresergebnis konnte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um TEUR 2.858 verbessert werden. Hierzu hat im Berichtsjahr im Wesentlichen ein deutlich reduziertes Net Working Capital in Höhe von TEUR 4.358, ein höherer Rückstellungsbestand in Höhe von TEUR 6.326, sowie eine im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.355 niedrigere Steuerlast beigetragen. Aus der Investitionstätigkeit resultiert im Geschäftsjahr 2022 ein negativer Cashflow von TEUR -713. Dieser ergibt sich im Wesentlichen aus Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagenvermögen (TEUR 3.352) und Rückzahlungen aus Darlehensforderungen gegen ein verbundenes Unternehmen (TEUR 2.336), welches sich nicht im Konsolidierungskreis befindet. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich vornehmlich aus der jährlichen Tilgung in Höhe von TEUR 1.000 eines in 2019 aufgenommen Abzahlungsdarlehens in Höhe von TEUR 15.000. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Der Finanzmittelfonds hat sich im Berichtsjahr um TEUR 669 erhöht. Was im Wesentlichen aus dem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert. Gegenläufig haben sich die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit entwickelt. Die Konzernunternehmen können ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. 2.3.3 Vermögenslage
Das Gesamtvermögen des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.521 auf TEUR 151.624 gesunken. Das langfristig gebundene Vermögen ist um TEUR 2.065 gesunken, was im Wesentlichen an einer gegenüber den Abschreibungen geringeren Investitionstätigkeit liegt. Das kurzfristig gebundene Vermögen ist um TEUR 9.456 gesunken. Ursächlich für die Entwicklung waren im Wesentlichen der deutliche Abbau der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie der Vorräte. Der Anteil des kurzfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen verminderte sich von 80,8 % im Vorjahr auf nunmehr 80,7 %.
Die Verminderung des Eigenkapitals um TEUR 15.619 resultiert vorwiegend aus dem negativen Konzernergebnis. Der Anteil des Eigenkapitals am Gesajmtkapital hat sich von 41,3 % auf 34,0 % reduziert und entspricht damit der Prognose aus dem Vorjahr. Der Anstieg der mittel- und langfristigen Fremdmittel um TEUR 6.399 resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für Pensionen (TEUR 1.220) und höhere Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 5.146). Die kurzfristigen Fremdmittel reduzierten sich um TEUR 2.294 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch die Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenläufig haben sich die kurzfristigen Rückstellungen erhöht. 2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die BVV Bahntechnik Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 15.486 ab. Der Konzernjahresfehlbetrag des Vorjahres betrug TEUR 2.039. Die Ergebniskennzahl EBITDA hat sich von TEUR 7.029 in 2021 auf TEUR -8.716 in 2022 verschlechtert. Nach den seit Ende 2021 zu verzeichnenden negativen Monatsergebnissen und der zu Beginn des Jahres 2022 weiterhin schwierigen Finanzsituation wurde ab Mai 2022 ein Sanierungsprogramm aufgesetzt und in Abstimmung mit den Finanzierungspartnern die Erstellung eines Sanierungsplangutachtens gemäß IDW S6 beauftragt. Im September 2022 wurde das weiterentwickelte Sanierungsprogramm finalisiert und auf dieser Basis Anfang Oktober gutachterlich gemäß IDW S6 die Sanierungsfähigkeit bestätigt. Dieses Sanierungsprogramm beinhaltet neben Preis- und Absatzmaßnahmen die Verbesserung der Effizienz in allen Bereichen, eine deutliche Verbesserung der Kostensituation sowohl bei internen als auch bei zugekauften Leistungen, Verbesserung des Net Working Capitals und ein umfangreiches Investitionsprogramm zur Stärkung der Produktivität. Dieses Restrukturierungsprogramm hat bereits in der zweiten Jahreshälfte positive Wirkung entfaltet, sodass im vierten Quartal wieder durchgängig positive Ergebnisse erwirtschaftet werden konnten. Ebenso ist es gelungen, einen positiven Cashflow zu erwirtschaften und die Finanzausstattung des Unternehmens im Vorjahresvergleich zu verbessern. Die Fortsetzung dieses Programms ist Schwerpunkt der Folgeperioden. 3 Berichterstattung zur voraussichtlichen Entwicklung/Prognosebericht 3.1 Prognose Marktentwicklung Der im Februar 2022 begonnene Ukraine-Krieg hat die Marktbedingungen in den Bereichen der Materialverfügbarkeiten und -preise sowie im Bereich der Energiekosten weiter verschlechtert. Auch die zu beobachtende Inflation hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erschwert und zu Kostensteigerungen geführt, was sich unter anderem im Bereich der Tarifsteigerungen abgezeichnet hat. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung der BVV-Gruppe ist der Bedarf für Hochgeschwindigkeitszüge nach einem schwierigen Jahr 2022 auch in 2023 in China auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Langfristig bleibt der chinesische Markt der wichtigste Markt für Hochgeschwindigkeitszüge. Das Auftreten auch lokaler Wettbewerber wird in diesem Markt das zukünftige Preisniveau beeinflussen. Im Bereich Locomotives hat sich der Markt in China belebt. Für Lieferungen nach China wird weiterhin eine intelligente Supply Chain Taktik in Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern notwendig sein, um eine zügige Lieferfähigkeit gewährleisten zu können. Die Bedarfe im Güterwagenbereich waren in 2022 steigend und werden von der BVV-Gruppe auch für die Zukunft als stabiler Markt auf hohem Bedarfsniveau mit hoher Wettbewerbsintensität eingeschätzt. Die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Brexit werden die BVV-Gruppe aufgrund nur geringer Marktanteile in UK nicht stark berühren. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass der Markt für umweltfreundliche Verkehrsmittel weiter Fahrt aufnimmt. Politische Initiativen wie das "European Year of Rail 2021" 2 und Investitionen in das Schienennetz und in Schienenfahrzeuge werden für ein deutliches Anwachsen der Nachfrage in den BVV-Kernmärkten sorgen. In Summe wird in den nächsten drei Jahren im Bereich der Schienenfahrzeuge und der dazugehörigen Ersatzprodukte (Rolling stock) mit einem weltweiten durchschnittlichen Marktwachstum um 3 % gerechnet. Die Instabilität einzelner Länder und Regionen stellt dennoch ein Risiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung dar. 3 Diese Einschätzung teilen wir weiterhin. 3.2 Geschäftsverlauf 3.2.1 Absatz und Beschaffung Nach einem Auftragseingang von 204,5 Mio. EUR in 2022 ist für 2023 ein Auftragseingang von 223,8 Mio. EUR geplant. Dieser wird getragen durch deutliche Zuwächse im Europa-Geschäft bei weiterhin verhaltener Entwicklung des China-Geschäftes. Auf der Beschaffungsseite gilt es, die durch Energie- und Rohstoffpreisentwicklung zu beobachtenden Preissteigerungstendenzen für direkte und indirekte Materialien durch aktive Beschaffungsstrategien zumindest teilweise zu kompensieren. Dabei spielt das Benchmarking der Zulieferer sowie die Erschließung internationaler Beschaffungsquellen eine wichtige Rolle, erste Erfolge sind für 2023 zu erwarten. Die Preise für das Vormaterial haben sich seit dem 4. Quartal 2022 bereits entspannt, liegen allerdings weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau. Für 2023 zeigt sich die Stabilisierung der Preise auf dem Niveau des 4. Quartals. Aufgrund der sehr volatilen Preisentwicklung in 2022 wurde die Beschaffungsstrategie für Energie für das Geschäftsjahr 2023 angepasst auf kürzere Beschaffungszyklen. So konnte vermieden werden für 2023 auf dem hohen Niveau zum Jahresende 2022 einzukaufen. Dadurch ist in 2023 vornehmlich das 1. Quartal durch hohe Energiepreise belastet. In den verbleibenden Quartalen konnten die Preise zu deutlich günstigeren Konditionen fixiert werden. Eine weitere Preisreduktion wird durch die Nutzung der der staatlichen Fördermaßnahmen gemäß StromPBG und EWPBG erzielt.
2 EU Parlament News: 2021: The European Year of
Rail, 12. Jan. 2021
3.2.2 Produktion Für das Geschäftsjahr 2023 ist eine Gesamtleistung von 221 Mio. EUR geplant. Aufgrund der hohen Energiekosten im ersten Quartal wurde im Januar und März die energieintensiven Produktionsbereiche gedrosselt. Im 1. Halbjahr konnte das geplante Leistungsniveau trotzdem erreicht werden. Die erforderliche Anpassungsfähigkeit an Auslastungsschwankungen wird durch flexible Schichtsysteme, Zeitkonten, den Einsatz befristeter Leiharbeitskräfte sowie die konsequente Umsetzung von Maßnahmen und die Ausnutzung von Optimierungseffekten durch zwei Produktionsstandorte gewährleistet. 3.2.3 Investitionen Für das Jahr 2023 sind umfangreiche Investitionen im Umfang von > 7 Mio. EUR in Sachanlagen, Maschinen und Gebäude geplant. Ein Schwerpunkt wird dabei die Modernisierung der mechanischen Bearbeitung bilden zur weiteren Steigerung der Wirtschaftlichkeit. 3.2.4 Finanzierung Die Basisfinanzierung des Konzerns bildet ein Darlehen in Höhe von TEUR 15.000 bei einem Kreditinstitut mit einer Laufzeit von 15 Jahren mit einer jährlichen Tilgung von 1 Mio. EUR jeweils zum Jahresende sowie das Finanzinstrument "Factoring". Der offene Restsaldo des Darlehens beträgt im Dezember 2022 TEUR 11.000, für 2023 wird die Tilgung plangemäß durchgeführt. Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie für ausgewählte Investitionen in Höhe von TEUR 5.000 mit einem Kreditinstitut, die per Dezember 2022 in Höhe von TEUR 3.016 in Anspruch genommen ist. Für 2023 ist eine weitere Inanspruchnahme zur Finanzierung der geplanten Investitionen vorgesehen in Abhängigkeit des bilanziellen Zugangs. Zur weiteren Absicherung werden kontinuierlich weitere Finanzierungsarten geprüft. Der Konzern wird im Geschäftsjahr 2023 plangemäß sämtlichen finanziellen Verpflichtungen aus Eigen- und Fremdmitteln nachgekommen. Im Zuge des im September 2022 finalisierten IDW S6-Gutachtens mit positiver Fortbestehensprognose wurde eine Liquiditätsplanung bis Ende 2024 erstellt, die eine ausreichende Arbeitsliquidität bis Ende 2024 bestätigt. 3.2.5 Personal Für 2023 ist die Fortführung des Ausbildungsprogramm in gewohntem Umfang vorgesehen, um dem deutlich einsetzenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Altersdurchschnitt der Belegschaft zu erhalten. Der in 2022 abgeschlossene Sanierungstarifvertrag für die Standorte Bochum und Ilsenburg wird zu einer Anpassung der Tarifgehälter auf das Niveau des allgemeinen Tarifniveaus bis September 2023 führen, sodass die Mitarbeiter ab dann keine Einbußen zu verzeichnen haben, aber eine zeitlich begrenzte erhöhte wöchentliche Arbeitszeit leisten. 3.2.6 Umwelt Das Umweltmanagement wurde auch in 2023 fortgesetzt und wird zukünftig eine große Rolle spielen, auch um Energiekosten weiter zu senken. Hierzu wurde ein Team etabliert, um weitere Maßnahmen zur Einsparung von Energie zu prüfen und umzusetzen. Aufgrund neuer Nutzungskonzepte im Bereich der Wärmebehandlung ist eine Freistellung vom nationalen CO 2 -Zertifikats- Handel in 2023 umgesetzt, was zu entsprechenden Einsparungen führen wird. 3.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 3.3.1 Ertragslage Für 2023 erwarten wir auf Grundlage des insgesamt positiven Marktumfeldes und der angepassten Preisstrukturen eine Gesamtleistung von > 220 Mio. EUR. Durch die gleichzeitig stattfindende Stabilisierung der Rohstoffpreise und einer Begrenzung der Energiepreis-Steigerungen von einem gegenüber 2022 deutlich steigendem Rohertrag auszugehen. Aufgrund der in 2022 bereits weitestgehend umgesetzten Effizienzmaßnahmen sind für 2023 Einsparungen bei den Personalkosten zu verzeichnen trotz der gestiegenen Gesamtleistung und der bis September voll wirksamen Tarifsteigerungen. Darüber hinaus werden umfangreiche Einsparungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen das Ergebnis zusätzlich positiv beeinflussen. Es ist daher nach einem bereits positiven 4. Quartal in 2022 für das gesamte Geschäftsjahr 2023 ein positives Konzernergebnis zu erwarten. Für die Folgeperioden ist auf Grundlage der umfangreichen Investitionen in die Fertigung und voller Wirkung aller Restrukturierungsmaßnahmen eine deutliche weitere Verbesserung vorgesehen. 3.3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Finanzierung des Konzerns basiert grundsätzlich auf einem seit 2019 bestehenden Darlehen mit fünfzehnjähriger Laufzeit sowie dem implementierten Factoring. Darüber hinaus wurde eine Kreditlinie für ausgewählte Investitionen in Höhe TEUR 5.000 mit einem Kreditinstitut vereinbart. Zusätzlich wurde seitens des Gesellschafters in 2022 ein Darlehen in Höhe von Mio. EUR 1 bereitgestellt. Nach einem Cashflow von TEUR 669 in 2022 ist für 2023 ebenso ein positiver Cashflow von Mio. EUR 0,7 geplant bei deutlich erhöhter Investitionstätigkeit und damit ein Anstieg der liquiden Mittel auf Mio. EUR 16,0. Die Eigenkapitalquote wird sich auf dieser Basis in etwa auf dem Niveau von rund 35 % bleiben. 3.3.3 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten nicht-finanziellen Kennzahlen umfassen die Liefertreue sowie die Kundenreklamationen. Zur weiteren Erhöhung der Liefertreue sowie Reduzierung und Vermeidung von Kundenreklamationen wurde bereits eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen. Diese umfassen u.a. die Implementierung einer neuen Software zum verbesserten systemunterstützten Monitoring und Nachverfolgen von Reklamationen, die Schulung und Qualifikation von den Mitarbeitern im Rahmen von Six Sigma, die Durchführung von Workshops zur Erstellung von 8D Reports sowie die personelle und fachliche Verstärkung. Zudem führt das bereits gestartet Supply Chain Programm zu einem Austausch mit den Geschäftspartnern. In 2022 wurde eine deutliche Reduzierung der Anzahl von Reklamationen bereits erreicht. Für 2023 ist eine nochmalige Reduktion um 10 % vorgesehen. Bei der Liefertreue sehen wir einen deutlichen Verbesserungstrend und gehen davon aus, dass bis Jahresende 2023 die Erreichung der höchsten Kundenerwartungsstufe im Vorjahresvergleich sich nochmals deutlich steigern wird. Im Rahmen der Umwelt- und Arbeitnehmerbelange wurde standortübergreifend ein Team implementiert, um im Hinblick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen weitere Einsparungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen. Zur Herstellung von CO 2 -neutralen Produkten in der Zukunft wurde in der BVV-Gruppe das Projekt "Green wheel set" implementiert. Dieses Projekt beinhaltet u.a. die Zielsetzung einer klimaneutralen Industrieproduktion in Deutschland und soll gleichzeitig Arbeitsplätze sichern und Arbeitsbedingungen verbessern. 4 Chancen- und Risikobericht Ausgehend von einem einjährigen Prognosehorizont wurden eine Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche finanzielle Auswirkung des jeweiligen Einzelrisikos bewertet und aggregiert bzw. kategorisiert. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit unter 30 % wird als "niedrig" definiert, bis 70 % als "mittel" und größer 70 % als "hoch". Die finanziellen Auswirkungen werden nach Bewertung jedes Einzelrisikos mit "gering", "bedeutsam" oder "bestandsgefährdend" kategorisiert. 4.1 Umfeld- und Branchenrisiken Die Abhängigkeit des Konzerns von einzelnen großen Kunden wirkt sich in Perioden mit geringem Bedarf dieser Kunden negativ auf die Entwicklung der Umsatz-, Absatz- und Ergebniskennzahlen aus. Sowohl durch die Erschließung neuer Märkte als auch die Sicherung bestehender Marktanteile wird diesem erkannten Risiko entgegengewirkt. Durch die Erweiterung der potenziellen Zielmärkte im Low Cost Segment unter Nutzung neuer Beschaffungsquellen für Kernkomponenten wird der Notwendigkeit Rechnung getragen, auch preissensitive Marktsegmente profitabel bedienen zu können. Durch den in seiner weiteren Entwicklung nicht einschätzbaren Ukraine-Konflikt, verbunden mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie Versorgungsengpässen können sich nicht einschätzbare wirtschaftlichen Risiken für die BVV-Gruppe ergeben. Dies kann ebenso auch Auswirkungen auf die Verschiebung von Aufträgen haben. Durch ein enges Monitoring der Energiepreise, dem Nutzen von Preisgleitklauseln, der Senkung der Kosten für CO 2 -Zertifikate, der Verfolgung von Energie-Senkungsprogrammen und der Nutzung aller staatlichen Förderprogramme wird dem Risiko entgegengewirkt. Wir stufen die Eintrittswahrscheinlichkeit des Umfeld- und Branchenrisikos als gering ein, ebenso die potenzielle finanzielle Auswirkung. 4.2 Unternehmensstrategische Risiken Unternehmensstrategische Risiken des Konzerns bestehen in möglichen Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung und der Strategien der Mitbewerber. Ein geringes Risikopotenzial sieht der Konzern in technologischen Fehlentwicklungen. Der Aufbau von neuen Märkten wird evtl. ein Engagement vor Ort erfordern. Das wesentliche Zielland dafür sind die USA. Es bedarf allerdings eines längeren Zeitraums, um in diesen neuen Märkten signifikante Umsatzerlöse zu generieren. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten sollen die Marktpositionen stabilisiert und langfristig ausgebaut werden. Dabei werden Synergien im Wesentlichen zwischen den Konzernunternehmen des Geschäftsbereichs Bahntechnik genutzt. Die Verfolgung der bestehenden Konzernstrategie sowie die Verfolgung der eingeleiteten Maßnahmen und deren regelmäßige Prüfung und Weiterentwicklung wird durch die Geschäftsführung sichergestellt. Sollten durch die Coronavirus-Pandemie wichtige Lieferanten oder Kunden ausfallen, würde dies ein erhebliches Risiko für die BVV-Gruppe darstellen. Auf der Grundlage unserer stetigen Kontakte mit Kunden und Lieferanten sehen wir für diese Risiken eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit, eine fehlgeleitete Unternehmensstrategie hätte gleichwohl bedeutsame finanzielle Auswirkungen. 4.3 Investitionen und Akquisitionen Alle wesentlichen Investitions- sowie Akquisitionsentscheidungen werden im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsanalyse bewertet. Technische und andere Fragestellungen werden in diesem Zusammenhang ebenfalls analysiert. Durch Veränderungen der Absatz- oder Beschaffungsmärkte, aber auch durch geänderte politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen können sich Fakten ergeben, die die Wirtschaftlichkeit von Investitionen oder Akquisitionen negativ beeinflussen. Dies kann auch Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben. Diese Risiken sind aus unserer Sicht sehr gut bereits in der Planungsphase bewert- und abschätzbar und damit gering, sie wären auch in der Auswirkung gering. 4.4 Leistungswirtschaftliche Risiken Leistungswirtschaftliche Risiken können bedeutsame finanzielle Auswirkungen verursachen, da sie Auswirkungen auf Auslastung und Liquidität verursachen können. Dazu zählt der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden verhängten Sanktionen, welche massive Auswirkungen auf die Versorgung und Preise von Rohstoffen und Energie sowie die bestehenden Lieferketten hat. Nicht auszuschließen sind Änderungen des Kundenverhaltens und der Markt- und Wettbewerbssituation. Diese Faktoren beinhalten das Risiko einer nicht vorhergesehenen negativen Umsatz- und Ertragsentwicklung. Für den Konzern sollte sich aufgrund des vorhandenen Auftragsbestands für 2023 eine insgesamt zufriedenstellende Auslastungssituation ergeben. Kurzfristige Schwankungen der Auftragslage sind nicht auszuschließen. Der ausfallbedingte Stillstand von verfügbaren Produktionskapazitäten hätte in diesem Umfeld einen direkten Einfluss auf die Profitabilität des Konzerns und ist damit als potenziell mögliches Risiko festzuhalten. Weitere Risiken bestehen in möglichen Ausfällen von Engpassaggregaten. Mit einer zukünftig zurückhaltenden Investitionstätigkeit würde das Risiko eines Ausfalls von Produktionskapazitäten steigen. Zur Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen in der Bahnindustrie und Senkung von Nacharbeitsaufwendungen sind Maßnahmen zur stetigen Verbesserung definiert unter Einbeziehung der Lieferanten des BVV. Bei Nichterreichung der gesteckten Qualitätsziele besteht ein Nacharbeits- und Gewährleistungsrisiko. Von einigen wenigen Lieferanten wird Stahl (Strangguss) als wesentlicher Rohstoff für die Produktion von rollendem Bahnmaterial bezogen. Ein Ausfall einzelner Lieferanten würde über verschiedene Faktoren wie Preise und Fertigungstermintreue direkte Auswirkungen auf die Absatz- und Ertragskennzahlen des Konzerns haben. Aber auch ohne den Ausfall von Stahllieferanten bestehen im aktuellen Beschaffungsmarkt für Stahl Preisrisiken, die zu höherem Materialaufwand führen. Diesen Preisrisiken wird durch eine Mehrlieferanten-Strategie begegnet. So wurden Geschäftsbeziehungen mit neuen Lieferanten aufgebaut, um im Bedarfsfall Einkaufsvolumina verlagern zu können. Gleichzeitig wird allerdings zunächst die Bündelung von Bedarfen auf strategische Partner beibehalten, um Volumeneffekte auszunutzen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über Preisgleit-Vereinbarungen, Kostensteigerungen zum Teil an die Märkte weiterzugeben. Eine unterdurchschnittliche Durchsetzbarkeit von Preisanpassungen am Absatzmarkt zur Kompensation von Kostensteigerungen kann ebenso zu Risiken führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher leistungswirtschaftlicher Risiken schätzen wir als gering ein. 4.5 Finanzwirtschaftliche Risiken Eine gegenüber der Lageeinschätzung weitere deutliche Steigerung der Rohstoff- und Energiepreise, die nicht in vollem Umfang an den Markt weitergegeben werden kann, sowie eine höhere Kapitalbindung in den Vorräten kann die Liquiditätssituation des Konzerns belasten. Der Abbau von Beständen sowie die Weitergabe von höheren Preisen an die Märkte unterliegen daher der permanenten Überwachung. Weitere Verhandlungen mit Lieferanten und die Erschließung neuer Einkaufsquellen kann zur Verringerung dieses Risikos beitragen. Zinsrisiken bestehen für den Konzern derzeit nicht, da die vorhandenen Verbindlichkeiten, soweit sie verzinslich sind, zu einem festen Zinssatz abgeschlossen sind. Für Währungsrisiken aus Umsätzen in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Absicherung erfolgt auf Ebene einzelner Posten. Durch die kontinuierliche Beobachtung der Risikolimits wird die Effektivität der Risikoabsicherung sichergestellt. Um Forderungsausfällen vorzubeugen, werden bei bekannten Institutionen Wirtschaftsauskünfte über Neukunden eingeholt. Systematisch wird mittels der Warenkreditversicherung der Forderungsbestand besichert. Darüber hinaus werden Forderungsausfallrisiken über ein internes permanentes Mahnwesen begrenzt. Die Liquidität der einzelnen Unternehmen wird täglich mit dem ERP-System und dem Geno-Cash-Bankensystem überwacht. Die für ein Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine fortlaufende Aktualisierung sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Darüber hinaus wird eine monatliche rollierende Liquiditätsvorschau für die folgenden 13 Wochen erstellt, um potenzielle Engpasssituationen frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit finanzwirtschaftlicher Risiken und ebenso ihre potenzielle Auswirkung als gering ein. 4.6 Sonstige Risiken Personalrisiken Die weiterhin hohe Inflation in Europa führt zu hohen Forderungen in den Tarifverhandlungen. Dies könnte zu weiteren finanziellen Belastungen für BVV-Gruppe führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit höherer Tarifabschlüsse in folgenden Perioden ist nach unserer Bewertung hoch. Die zunehmende Komplexität der Maschinen und Anlagen sowie die steigenden Anforderungen an die Mitarbeiter erfordern eine strategisch ausgerichtete Personalentwicklung, die den Mitarbeitern bedarfsgerechte Weiterbildungs- und Entwicklungschancen bietet. Die Stärkung der Fachkompetenz spielt dabei eine besondere Rolle. Den Risiken, die sich aus der Fluktuation und dem Know-How Verlust, aufgrund einer weiter steigenden Altersstruktur der Belegschaft ergeben, wird mit gezielten spezifischen und individuellen Qualifizierungsmaßnahmen sowie der kontinuierlichen Einstellung von Auszubildenden entgegengewirkt. Hier sehen wir das Unternehmen gut gewappnet den notwendigen Anforderungen gerecht zu werden. Wir gehen nur von geringen finanziellen Auswirkungen aufgrund von Personalrisiken aus. IT-Risiken Die Steuerung der Prozesse des Konzerns sind in zunehmendem Maße von der Leistungsfähigkeit ihrer Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme werden neben internen auch durch externe Experten sichergestellt. Datenschutz- und Datensicherheitsaspekte werden durch laufend aktualisierte Software und interne Regelungen und Dokumentationen gewährleistet. Erforderliche Backup-Systeme sind vorhanden und für Systemausfälle existieren Notfallpläne. Es erfolgt eine laufende und kontinuierliche Aktualisierung der vorhandenen Systeme. Wir beurteilen die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken als gering, eine finanzielle Auswirkung könnte allerdings bedeutsam für das Unternehmen sein. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten Derzeit sind keine Rechtsstreitigkeiten anhängig. 4.7 Gesamtbild der Risikolage Von den vorgenannten Risiken sind das Risiko einer weiteren Eskalation des Ukraine-Konfliktes und die Risiken im Bereich der Energie-Versorgung und der damit verbundenen Beschaffungspreissituation hervorzuheben. Des Weiteren sind auch Verfügbarkeit und Preis von Stahl und Zukaufkomponenten weiterhin Risken für einen positiven Geschäftsverlauf. Eine unterdurchschnittliche Durchsetzbarkeit von Preisanpassungen zur Kompensation von Kostensteigerungen kann ebenso zu Risiken führen. Die eingeleiteten Maßnahmen im Beschaffungspreis-Monitoring, dem Angebots-Pricing, dem Nutzen von Preisgleit-Vereinbarungen und der Durchführung von Kostensenkungen wirken diesen Risiken entgegen und sind daher wesentliche Bausteine des Risikomanagements. Eine potenzielle Isolation Chinas aufgrund der weltpolitischen Gesamtsituation und des schwelenden Taiwan - Konfliktes, sowie schwierigere Zahlungsabsicherungs-Möglichkeiten mit chinesischen Kunden ist ein Risiko für das Geschäft in dieser Region. Produktionsrisiken konnten durch Instandsetzungs- und Investitionsmaßnahmen sowie ein Ausweichen auf Servicelieferanten deutlich reduziert werden. Weitere Investitionen sind im Rahmen des Sanierungsprogramms vorgesehen, um bestehende Potentiale zu heben. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind ausgehend von der aktuellen Informationslage für die unterschiedlichen Wirtschaftszweige gegenüber Vorperioden gesunken. Die Höhe des Einflusses auf die Bahnbranche ist aus heutiger Sicht unwesentlich. Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist im Vergleich zum Jahr 2022 stabil. 4.8 Chancenbericht Chancen ergeben sich aus einer gegenüber den Geschäftsjahren bis 2022 wieder steigenden Nachfrage aus dem internationalen Geschäft und dem asiatischen Markt sowie der Weitergabe der gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise. Aufgrund der aktuellen globalen Konflikte sowie der unsicheren Entwicklung der weltweiten Konjunktur sind diese Potenziale derzeit nur schwer einzuschätzen. Chancen bestehen darüber hinaus in der Nutzung zusätzlicher staatlicher Unterstützungsmaßnahmen zur Senkung der Energiekosten, die einen Einfluss auf Profitabilität bestehender Aufträge haben, als auch auf das Akquisitionspotenzial für neue Aufträge positiv beeinflussen. Chancen bestehen ebenso in dem Geschäftsausbau in Low-Cost-Marktsegmenten, die heute nur zurückhaltend bedient werden können. Hier ist eine Nutzung zusätzlicher Beschaffungsquellen seit 2020 deutlich vorangeschritten, sodass mit positiven Effekten in Folgeperioden zu rechnen ist. Chancen sind auch in der Reduzierung des Working Capitals und einer stärken Nutzung von Finanzierungsinstrumenten, wie z.B. dem Factoring, vorhanden. Weitere Chancen resultieren zum einen aus einer verstärkten Nachhaltigkeitsstrategie sowie dem zukünftigen Angebot von klimaneutralen Produkten. Dies unterstützt die Umweltziele der europäischen Union. Zum anderen werden in den kommenden Jahren die Investitionen in die Bahnindustrie auf nationaler und internationaler Ebene zunehmen. Davon kann die BVV-Gruppe als etabliertes Industrieunternehmen deutlich profitieren. Innerhalb der Unternehmen des Geschäftsbereiches Bahntechnik wird eine enge Zusammenarbeit bei der Forschung und Entwicklung neuer nachhaltiger Produkte gepflegt. Durch weitere Intensivierung dieser Zusammenarbeit soll in der Zukunft ein Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern erreicht werden. Durch den weiteren Aufbau von Kompetenzen in Kernbereichen, die Optimierung von Organisationsstrukturen und die angestrebte Realisierung von Kostensenkungspotenzialen, z.B. im Energiebereich soll die nachhaltige Rückgewinnung und der Ausbau von Marktanteilen erreicht werden. 4.9 Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht Die weltpolitischen Folgen des Ukraine-Konfliktes und daraus resultierende Risiken für Energieverfügbarkeit und -preise sowie eine potenzielle Isolation Chinas sind für den BVV-Konzern Risiken, die erhebliche Auswirkung auf die Ertragslage haben können. In gleichem Maße ist die Sicherstellung einer wettbewerbsfähigen Kostensituation auch in anderen Bereichen sowie die Fähigkeit, Preisanpassungen durchzusetzen, wesentlich, um den wirtschaftlichen Fortbestand des Unternehmens abzusichern. Ein bestandsgefährdendes Risiko besteht aus unserer Sicht nicht. Aufgrund der zu beobachtenden politischen Bestrebungen, Energieverfügbarkeit sicherzustellen und Energiekosten zu begrenzen, haben sich andererseits Chancen ergeben, dass die Versorgungs- und Preislage sich über 2023 hinaus stabilisiert. Die Nutzung des internationalen Beschaffungsmarktes zum Geschäftsausbau bietet weitere Chancen, die bereits in 2023 und auch in Folgejahren genutzt werden können. Grundsätzlich kann unter Berücksichtigung der anstehenden Investitionen und Maßnahmen von einer gesicherten Finanz- und Ertragslage ausgegangen werden. Der Konzern wird sich nicht zuletzt durch seine hohe technische Kompetenz und die Fokussierung auf die Kundenzufriedenheit in einem Markt behaupten, der langfristige Wachstumspotenziale bietet. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die konsequente Umsetzung des in 2022 aufgesetzten Sanierungsprogramms.
Bochum, den 11. August 2023 BVV Bahntechnik GmbH Ruiguo Xuan Xiaoan Qiu Harald Müller Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BVV Bahntechnik GmbH, Bochum Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BVV Bahntechnik GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BVV Bahntechnik GmbH für das Geschäftsjahr 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 11. August 2023 INTARIA
AG
Fabian Galler, Wirtschaftsprüfer Michael Steck, Wirtschaftsprüfer
Bochum, den BVV Bahntechnik GmbH Herr Ruiguo Xuan, Geschäftsführer / Director
Beijing, den Hongkong Lungxing Holding Limited Herr/Mr. Song Zhao, Geschäftsführer / Director
Bochum, den Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH Herr Dr. Baoli Wang, Geschäftsführer / Director
Beijing, den Hongkong Lungxing Holding Limited Herr/Mr. Song Zhao, Geschäftsführer / Director |
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