Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 15889
Vorher
Metallwerke Kloß GmbHMWK Renningen GmbHMWK Verwaltung GmbHGMH Bahntechnik GmbH
Eingetragen
4.6.1984
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen aller Art, insbesondere im Bereich Bahntechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Xu Tao
seit 5.5.2025
Geschäftsführer
Salvatore Quartaro
seit 27.11.2024
Geschäftsführer
Gang Chen
seit 11.4.2024
Geschäftsführer
Hans-Dieter Gusko
seit 8.2.2023
Prokura
Ruiguo Xuan
seit 27.5.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Full Hill Enterprises LimitedHKG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Full Hill Enterprises Limited
HKG
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BVV Bahntechnik GmbH

Bochum

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

BVV Bahntechnik GmbH

Bochum

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.779,50 47.099,25
2. Geleistete Anzahlungen 0,01 0,01
11.779,51 47.099,26
II Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.021.514,94 13.552.989,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.013.817,84 13.827.811,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.259.493,65 1.628.369,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.589.706,16 1.897.878,30
28.884.532,59 30.907.047,91
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.000,00 3.000,00
2. Rückdeckungsversicherung 383.827,86 390.952,56
386.827,86 393.952,56
29.283.139,96 31.348.099,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.822.034,15 30.764.414,41
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 27.543.040,24 26.281.602,66
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 13.234.467,61 17.649.392,39
71.599.542,00 74.695.409,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände N
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.906.247,42 15.944.504,15
2. Forderungen gegen Gesellschafter 66.824,66 4.546.981,32
3. Forderungen gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen 8.385.928,08 10.049.576,17
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.540.857,74 4.014.520,21
26.899.857,90 34.555.581,85
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 15.282.714,89 14.613.993,74
113.782.114,79 123.864.985,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 675.909,08 266.643,63
D. Latente Steuern 7.882.372,93 7.665.420,97
151.623.536,76 163.145.149,38
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 98.285.929,02 98.285.929,02
III. Konzernverlustvortrag -34.614.259,85 -32.442.403,83
IV. Konzernverlust -15.619.183,00 -2.171.856,02
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 3.560.361,32 3.562.429,16
VI. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -26.080,37 -28.353,02
51.686.767,12 67.305.745,31
B. Sonderposten
Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum 67.652,64 75.362,68
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 37.070.203,00 35.850.128,00
2. Steuerrückstellungen 943,50 331.937,19
3. Sonstige Rückstellungen 26.500.157,53 20.309.607,92
63.571.304,03 56.491.673,11
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.016.300,00 14.000.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.946.962,07 2.406.519,20
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.824.537,16 19.022.812,99
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 717.416,81 619.024,71
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.784.413,86 3.224.011,38
(davon aus Steuern EUR 1.176.121,51; Vorjahr EUR 990.183,45)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 243.475,77; Vorjahr EUR 145.06,29)
36.289.629,90 39.272.368,28
E. Rechnungsabgrenzungsposten 8.183,07 0,00
151.623.536,76 163.145.149,38

Gewinn- und Verlustrechnung Vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

BVV Bahntechnik GmbH

Bochum

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 215.663.008,49 190.837.488,28
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -3.153.487,20 8.219.432,98
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 71.130,88 57.860,29
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.816.230,71 2.462.006,78
(davon aus Währungsumrechnung EUR 47.596,27; Vorjahr EUR 13.063,44)
Gesamtleistung 216.396.882,88 201.576.788,33
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 120.007.865,44 -95.052.567,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.981.912,34 -23.047.672,57
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -41.067.371,78 -39.956.268,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -10.225.633,91 -8.535.168,18
(davon für Altersversorgung EUR 1.713.655,56; Vorjahr EUR 237.567,78)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.106.543,87 -6.422.927,31
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -33.829.871,44 -27.956.075,12
(davon aus Währungsumrechnung EUR 40.036,79; (Vorjahr EUR 30.714,35)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.986,04 199.487,02
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0 ; Vorjahr EUR 0)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.354.803,37 -3.135.854,43
(davon an verbundene Unternehmen EUR 0; Vorjahr EUR 0)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 238.683,32 906.885,96
(davon aus latenten Steuern EUR 216.951,96; Vorjahr EUR 1.647.774,42)
12. Ergebnis nach Steuern -14.929.449,91 -1.423.372,55
13. Sonstige Steuern -556.348,75 -615.194,59
14. Konzernjahresfehlbetrag -15.485.798,66 -2.038.567,14
15. Auf andere Gesellschafter entfallende Ergebnisanteile -133.384,34 -133.288,88
16. Konzernverlust -15.619.183,00 -2.171.856,02

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben

Die BVV Bahntechnik GmbH, Bochum, ist beim Amtsgericht Bochum unter der Handelsregisternummer HRB 15889 eingetragen.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriftenaufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurde analog zu den Vorjahren das Gliederungsschema der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung gemäß § 275 HGB um die Gesamtleistung modifiziert. Die Bilanz entspricht dem Gliederungsschema § 266 Abs. 2 HGB.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit unter Berücksichtigung der Ausführungen im Nachtragsbericht vorgenommen.

2. Konsolidierungskreis und Konzernstichtag

In den Konzernabschluss sind neben der BVV Bahntechnik GmbH folgende Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der BVV Bahntechnik GmbH jeweils unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 i. V. m. Abs. 3 HGB zusteht:

Anteil am Kapital
%
Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, Bochum 94,99
Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH, Brand-Erbisdorf 94,00
Bochumer Verein South Africa Ltd., Midrand (Südafrika) 100,00
Bochumer Railgroup SA (PTY) Ltd, Randburg (Südafrika) 100,00
Bochumer Railgroup Trading SA (PTY) Ltd, Randburg (Südafrika) 100,00
BVV USA Corp. (USA) 100,00

Sämtliche nach diesen Kriterien in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen haben ihre Jahresabschlüsse einheitlich auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt. Gemäß § 296 HGB ist vom Wahlrecht Gebrauch gemacht worden, den Abschluss der Bochumer Rail Group Pty. Ltd., Viktoria (Australien) nicht in den Konzernabschluss einzubeziehen, da dieser von untergeordneter Bedeutung ist.

3. Konsolidierungsmethoden, Währungsumrechnung

Bei der nach § 301 HGB vorzunehmenden Kapitalkonsolidierung ist die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens angewendet worden. Die Verrechnung wird auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde grundsätzlich für die Tochterunternehmen sowie für das Mutterunternehmen einheitlich der 1. Januar 2014 gewählt. Soweit einzelne Tochterunternehmen zu einem Zeitpunkt nach diesem Erstkonsolidierungsstichtag erworben wurden, ist stattdessen der jeweilige Erwerbszeitpunkt als Zeitpunkt für die Erstkonsolidierung dieser Tochterunternehmen festgesetzt.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten sind, soweit erforderlich, konsolidiert worden.

Eine Zwischengewinneliminierung wird gemäß § 304 Abs. 1 HGB für konzerninterne Lieferungen und Leistungen aus Absatzgeschäften vorgenommen. Soweit sich aus der Veräußerung bzw. Übertragung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zwischen einzelnen Tochterunternehmen des Konzerns Buchgewinne bzw. Buchverluste ergeben haben, werden diese im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung zurückgenommen.

Gemäß § 305 Abs. 1 HGB sind Innenumsatzerlöse und andere Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der empfangenden Konzernunternehmen verrechnet worden (Aufwands- und Ertragskonsolidierung).

Auf Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt, wenn sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt. Steuerbe- und entlastungen werden stets miteinander verrechnet.

Die auf andere Gesellschafter entfallenden Eigenkapitalanteile von einbezogenen Tochterunternehmen (einschließlich Kapital- und Gewinnrücklagen) sowie der auf diese Gesellschafter entfallende Anteil am Jahresergebnis der jeweiligen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter den Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen.

Der Konzernabschluss der BVV Bahntechnik GmbH ist gemäß § 244 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB einheitlich in Euro aufgestellt worden. Hierzu werden die auf Fremdwährungen lautenden Jahresabschlüsse, der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften, in Euro umgerechnet. Für die Umrechnung der Beteiligungsbuchwerte und des Eigenkapitals werden historische Kurse, für die übrigen Bilanzposten Stichtagskurse zu Grunde gelegt. Alle Aufwendungen und Erträge des Berichtsjahres werden entsprechend dem Charakter der Erfolgsrechnung als Zeitraumbetrachtung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral als Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen.

Land / Währung je Währungseinheit Bilanz Stichtagskurs Gewinn- und Verlustrechnung Jahresdurchschnittskurs
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Südafrika / Rand 18,0986 18,0625 17,2086 17,4766
USA / Dollar 1,0666 1,1326 1,0530 1,1827

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bilanziert.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte betreffen im Wesentlichen EDV-Softwarelizenzen oder ähnliche Nutzungsrechte. Abschreibungen hierauferfolgen einheitlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen grundsätzlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer und orientieren sich an steuerlich zulässigen Nutzungsdauern oder einzelvertraglichen Vereinbarungen.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen gekürzt um planmäßige lineare Abschreibungen und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Ist der ursprüngliche Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt grundsätzlich eine Zuschreibung auf den fortgeführten Buchwert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Anteile von Gemeinkosten. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert ausgewiesen.

Erhaltene Investitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen werden in einem Sonderposten passivisch ausgewiesen und entsprechend dem gewählten Abschreibungsverfahren über die Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst.

Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden einheitlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände von 3 bis 15 Jahre
Gebäude und bauliche Anlagen von 4 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen von 3 bis 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 10 Jahre

Bei gebraucht erworbenen Vermögensgegenständen wird eine hiervon abweichende verkürzte Nutzungsdauer zugrunde gelegt.

Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern bis EUR 250 werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei Finanzanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen sowohl bei voraussichtlich dauernder Wertminderung als auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommen.

Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Rückdeckungsversicherungsansprüche (Wertpapiere des Anlagevermögens) werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Ein Teil der Rückdeckungsversicherungsansprüche ist im Rahmen des deferred compensation-Modells verpfändet und wird daher nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Pensionsrückstellung saldiert.

Die Gegenstände des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu den fortgeführten Durchschnittspreisen oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt. Die Börsen- oder Marktpreise sind aus den Tageskursen des Beschaffungsmarktes zum Bilanzstichtag abgeleitet worden.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt grundsätzlich zu den handelsrechtlichen Herstellungskosten. Diese umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch in angemessenem Umfang anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie einen Teil der allgemeinen Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen sind bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht mit einbezogen worden. Für die Ermittlung der Herstellungskosten sind Plankostensätze herangezogen worden.

Waren sind grundsätzlich zu den fortgeführten Durchschnittspreisen oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge (Einzelwertberichtigung) vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und des Zinsrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen von insgesamt 1 % (Vorjahr 1 %) gebildet.

Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Der Finanzmittelfonds im Rahmen der Kapitalflussrechnung beinhaltet ausschließlich den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen abgegrenzt. Diese Differenzen werden aus dem Vergleich der Buchwerte der einzelnen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten mit ihren für steuerliche Zwecke korrespondierenden Werten ermittelt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt, wenn sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt Steuerbe- und -entlastungen werden stets miteinander verrechnet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Bei den Sonderposten werden erhaltene Investitionszulagen und -zuschüsse aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ausgewiesen. Die Auflösung dieser Sonderposten erfolgt ratierlich entsprechend dem gewählten Abschreibungsverfahren der jeweils geförderten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Verpflichtungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,79 % (Vorjahr 1,87 %) für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %), jährlichen Rentensteigerungen von 2,1 % (Vorjahr 1,75 %) und ein jährlicher Trend der Beitragsbemessungsgrenze von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) zugrunde gelegt.

Die Versorgungszusagen im Rahmen des sog. deferred compensation-Modells sind an die Leistungen der hierfür abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen gebunden, sodass hier die Bewertung der Versorgungsverpflichtung zum beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsansprüche erfolgt, und darüber hinaus Ansprüche und Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet werden.

Die Bilanzierung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, wurde der Erfüllungsbetrag mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wurde.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines individuellen Rechnungszinssatzes und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G (Vorjahr: 2018 G) von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) und ein Trend der Beitragsbemessungsgrundlage von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Ein Teil der Erfüllungsverpflichtungen wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren des Deckungsvermögens verrechnet.

Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert passivisch ausgewiesen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kursgesicherte Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Sicherungskurs bewertet.

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 belaufen sich auf TEUR 5.107 (Vorjahr TEUR 6.423) und teilen sich wie folgt auf:

2022 2021
TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 35 65
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 587 621
Technische Anlagen und Maschine 3.980 5.210
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 505 527
5.107 6.423

Im Konzern ist eine Beteiligung an der enplify eG, Düsseldorf, in Höhe von 5,7 % am Kapital aktiviert.

Die enplify eG weist zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital von TEUR - 11 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 184 aus. Der Abschluss der enplify eG zum 31. Dezember 2022 lag bis zur Beendigung der Aufstellung des Konzernabschlusses der BVV Bahntechnik GmbH nicht vor.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben weitestgehend eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die langfristigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 70 (Vorjahr TEUR 73).

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 4.547) resultieren aus der Weiterbelastung von Aufwendungen in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 48), Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2.336), Weiterbelastung von Kosten für die Berichterstattung auf nicht konsolidierter Holdingebene und für Sonderprüfungen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.222), sowie aus Weiterbelastungen aus der Freistellung durch den Gesellschafter (Gesellschafterbeschluss im November 2020) für den geschlossenen Vertrag mit GCI in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 941).

Die Forderungen gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.386 (Vorjahr TEUR 10.050).

Bei den Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen handelt es sich um öffentliche Fördermittel im Zusammenhang mit durchgeführten Investitionsmaßnahmen im Bereich des Anlagevermögens.

Bei Einhaltung der den Bewilligungsbescheiden zugrundeliegenden Förderbestimmungen sind die ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen grundsätzlich nicht rückzahlbar. Wirtschaftlich handelt es sich bei den Sonderposten um Korrekturbeträge zu den Wertansätzen der geförderten Vermögensgegenstände im Bereich des Anlagevermögens. Entsprechend werden die Sonderposten nach den Abschreibungsregeln des jeweils geförderten Anlagegutes fortgeführt und aufgelöst.

Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr TEUR 101) (Erfüllungsbetrag) sind mit Rückdeckungsversicherungsansprüchen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr TEUR 101) (beizulegender Zeitwert/Anschaffungskosten) verrechnet worden. Aufwendungen/Erträge waren nicht zu verrechnen.

Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.922 (Vorjahr TEUR 2.872). Zum Bilanzstichtag greift die Ausschüttungssperre nicht, da ausreichend frei verfügbare Rücklagen vorhanden sind.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen einer Konzerngesellschaft in Höhe von TEUR 832 (Vorjahr TEUR 544) wurde mit Deckungsvermögen (Wertpapiere des Anlagevermögens) in Höhe von TEUR 240 (Vorjahr TEUR 225) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Dieses Deckungsvermögen besteht aus einer unverzinslichen Barhinterlegung. Das Deckungsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

Verrechnete Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen):

2022 2021
TEUR TEUR
Historische Anschaffungskosten 240 225
Beizulegender Zeitwert 240 225

Verrechnete Verpflichtungen (Altersteilzeitverpflichtungen):

2022 2021
TEUR TEUR
Erfüllungsbetrag 240 100
Erträge in Form von Zinszuführungen zu den Altersteilzeitrückstellungen 0 0

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022 ersichtlich:

31.12.2022
Gesamt davon bis 1 Jahr
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.016 1.000
Erh. Anzahlungen auf Bestellungen 1.947 1.947
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.825 15.654
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 717 717
Sonstige Verbindlichkeiten 3.785 3.785
- davon aus Steuern 1.176 1.176
- davon aus sozialer Sicherheit 243 243
36.290 23.103
31.12.2022
davon größer 1 Jahr davon größer 5 Jahre Davon gesichert
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.016 6.000 14.016
Erh. Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 171 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0
- davon aus Steuern 0 0 0
- davon aus sozialer Sicherheit 0 0 0
13.187 6.000 14.016
31.12.2021
Gesamt davon bis 1 Jahr davon größer 1 Jahr davon größer 5 Jahre Davon gesichert
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.000 1.000 13.000 7.000 14.000
Erh. Anzahlungen auf Bestellungen 2.407 2.407 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.023 18.803 220 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 619 619 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.224 3.224 0 0 0
- davon aus Steuern 990 990 0 0 0
- davon aus sozialer Sicherheit 145 145 0 0 0
39.273 26.053 13.220 7.000 14.000

Für die im Verbindlichkeitenspiegel ausgewiesenen Verpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag angabepflichtige Sicherheiten in Höhe von TEUR 15.000 aus einer Grundschuld. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit TEUR 717 (Vorjahr TEUR 619) die Ausgleichszahlungen an den Minderheitsgesellschafter Hongkong Lungxing Holding Limited aus den Ergebnisabführungsverträgen der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH und der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH.

Passive latente Steuern aus den Einzelabschlüssen aufgrund von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Vermögensverrechnung wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze insbesondere im Bereich der Personen, Altersteilzeitverpflichtungen, Drohverlustrückstellungen und steuerlicher Verlustvorträge verrechnet. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 32,148 % für die deutschen Unternehmen herangezogen worden.

Im Konzernabschluss der BVV Bahntechnik GmbH wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 7.882 (Vorjahr TEUR 7.665) im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen und der Drohverlustrückstellung sowie aus der Zwischengewinneliminierung im Rahmen der Konsolidierung bilanziert (§ 306 i. V. m. § 274 HGB).

6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse des Konzerns verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

2022 2021
TEUR TEUR
Inland 104.155 83.614
Europa 38.130 24.278
Übriges Ausland 73.378 82.945
215.663 190.837

Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

2022 2021
% %
Räder 47,4 46,0
Radsätze 20,5 20,0
Achsen 13,1 16,3
Reifen 4,2 4,3
Ringe 4,0 3,4
Neubeschreiber 1,0 1,0
Sonstiges 9,8 9,0
100,0 100,0

Die periodenfremden Erträge, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind, setzen sich wie folgt zusammen:

2022 2021
TEUR TEUR
Erträge
aus der Auflösung von Rückstellungen 2.932 1.007
aus Versicherungserstattungen 52 41
übrige periodenfremde Erträge 238 168
3.222 1.216

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.816 (Vorjahr TEUR 2.462) umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.933 (Vorjahr TEUR 1.007) sowie aus der Weiterbelastung von Kosten an den Gesellschafter im Zusammenhang mit der Erstellung von Jahresabschlüssen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 938). Die Auflösung der Rückstellungen betrifft im Wesentlichen die Rückstellungen für Gewährleistung mit TEUR 1.226 (Vorjahr TEUR 86), für drohende Verluste mit TEUR 1.237 (Vorjahr TEUR 0), für Prozessrisiken mit TEUR 88 (Vorjahr TEUR 230), für Personalaufwand mit TEUR 83 (Vorjahr TEUR 0), für Tantiemen mit TEUR 69 (Vorjahr TEUR 0), für Erfindervergütungen mit TEUR 64 (Vorjahr TEUR 0), für Strom mit TEUR 61 (Vorjahr TEUR 0), für Instandhaltung mit TEUR 43 (Vorjahr TEUR 0), für Pönale mit TEUR 40 (Vorjahr TEUR 0), für Berufsgenossenschaft mit TEUR 22 (Vorjahr TEUR 95) sowie für Kundenboni mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 410).

Die übrigen periodenfremden Erträge umfassen in 2022 im Wesentlichen Bonuserträge in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 99), Quarantäne-Entschädigung in Höhe von TEUR 65 sowie übrige periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 101 (Vorjahr TEUR 69).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.874 auf TEUR 33.830 erhöht. Im Wesentlichen resultieren diese Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 13.133 (Vorjahr TEUR 10.432), Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 7.277 (Vorjahr TEUR 5.797), Berater- und Gutachterhonoraren in Höhe von TEUR 3.023 (Vorjahr TEUR 2.507), Miet- und Pachtgebühren sowie IT-Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.171 (Vorjahr TEUR 2.341), Vertriebsaufwendungen TEUR 2.534 (Vorjahr 1.396) sowie Versicherungsprämien in Höhe von TEUR 1.103 (Vorjahr TEUR 1.031).

Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 46 bestehen im Wesentlichen aus den Kosten aus einem Rechtsstreit in Höhe von TEUR 39. (Vorjahr TEUR 563, Belastung durch Zertifikate).

Aus Kursdifferenzen resultieren sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr TEUR 13) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 31).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.347 (Vorjahr TEUR 3.136) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung vonRückstellungen in Höhe von TEUR 1.085 (Vorjahr TEUR 2.886) sowie Aufwendungen aus der Verzinsung von Darlehen in Höhe von TEUR 262 (Vorjahr TEUR 248).

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr TEUR 1.791) sowie latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 144) enthalten. Daneben enthält die Position tatsächliche Steuererträge in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 741 Aufwand).

Der Konzernverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

7. Sonstige Angaben

a) Haftungsverhältnisse

Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:

Gesamtbetrag
2022 2021 Angabe der gewährten Pfandrechte bzw. der sonstigen Sicherheiten 2022
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften
1.902 2.783 1.370
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
0 280 0
1.902 3.063 1.370
davon gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen
2022 2021 Angabe der gewährten Pfandrechte bzw. der sonstigen Sicherheiten 2021
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften
0 0 2.152
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
0 0 280
0 0 2.432

Ungeachtet dieser Garantiebestellung geht die Geschäftsführung davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 5.327 (Vorjahr TEUR 5.748).

Am Bilanzstichtag bestehen für den Konzern aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen folgende wesentliche finanzielle Verpflichtungen:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Bestellobligo - Schwebende Verpflichtungen im Zusammenhang mit begonnenen Investitionsvorhaben und langfristige Liefer- und Leistungsverpflichtungen 1.598 2.138
1.598 2.138

Im Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.598 (Vorjahr TEUR 2.138) befinden sich im Wesentlichen offene Bestellungen zu einer 5 kv-Mittelspannungsanlage (TEUR 509), Bestellungen zu einer Lasermessmaschine (TEUR 484) sowie zum Umzug im Zusammenhang mit dem Grundstückstausch (TEUR 161).

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag < 1 Jahr
2022 2021 2022 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 2.375 1.813 804 688
Aus Serviceverträgen 1.354 1.797 764 998
3.729 3.610 1.568 1.686
Restlaufzeiten
> 1 Jahr davon > 5 Jahre
2022 2021 2022 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 1.571 1.125 57 73
Aus Serviceverträgen 590 799 353 373
2.161 1.924 410 446

c) Derivative Finanzinstrumente

Zur Begrenzung von Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Die derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Wechselkursrisiken für die in Fremdwährung abgeschlossenen Absatzgeschäfte. Zum 31. Dezember 2022 war hierdurch ein Nominalbetrag von TEUR 160 (Vorjahr TEUR 866) abgesichert. Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge, bewertet zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Der beizulegende Zeitwert gibt den Gegenwartswert an, der erzielt würde, wenn die entsprechenden Geschäfte losgelöst von den Grundgeschäften am Stichtag aufgelöst würden. Im Folgenden werden die beizulegenden Zeitwerte angegeben, die von den kontrahierenden Banken bescheinigt wurden. Bei den Devisentermingeschäften kommt die Marking-to-Market-Methode zur Anwendung.

Für das Geschäftsjahr 2021 war eine Rückstellung zu bilden, da der Marktwert zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 10 negativ war. Für das Berichtsjahr 2022 ist keine Rückstellung zu bilden, da der Marktwert der Devisentermingeschäfte in Höhe von TEUR 5 positiv ist.

d) Arbeitnehmer

Der Konzern beschäftigte durchschnittlich folgende Mitarbeiter:

Jahresdurchschnitt
2022 2021
Gewerbliche Mitarbeiter 497 509
Angestellte 229 209
Insgesamt 726 718

e) Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

 

Herr Liming Kuang, Essen (bis 24. November 2022)

Geschäftsführer

 

Herr Ruiguo Xuan, Hong Kong

Geschäftsführer

 

Frau Xiaoan Qiu, Stolberg

Geschäftsführerin

 

Herr Harald Müller, Bückeburg (ab 08. August 2022)

Geschäftsführer

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2022 betragen TEUR 834 (Vorjahr TEUR 836).

Für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer wurden im Geschäftsjahr 2022 laufende Renten in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 111) gezahlt. Zum Bilanzstichtag sind in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für diesen Personenkreis in Höhe von TEUR 705 (Vorjahr TEUR 708) enthalten.

f) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers betrug insgesamt TEUR 183 (Vorjahr TEUR 204). Von dem Gesamtbetrag entfielen auf Prüfungsleistungen TEUR 183 (Vorjahr TEUR 204), auf Steuerberatungsleistungen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) und auf sonstige Leistungen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

g) Konzernverhältnisse

Die BVV Bahntechnik GmbH, Bochum, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss auf (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Darüber hinaus wird die BVV Bahntechnik GmbH in den Konzernabschluss der Full Hill Enterprises Limited mit Sitz in Hong Kong, China, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft Full Hill Enterprises Ltd. mit Sitz in Hong Kong erhältlich.

h) Inanspruchnahme von Befreiungen

Für folgende Tochterunternehmen der BVV Bahntechnik GmbH, Bochum, wird von der Befreiung zur Offenlegungspflicht sowie der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH, Brand-Erbisdorf

Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, Bochum

i) Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat am 16. Januar 2023 beschlossen, dass die Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, Bochum, der Hong Kong Lihe Trading Limited, Hong Kong, ein befristetes Darlehen in Höhe von 1.600.000 Euro bis zum 31. August 2023 zu einem Zinssatz in Höhe von 2,5 % p.a. gewährt.

Herr Salvatore Quartaro wurde mit Wirkung ab 1. März 2023 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH bestellt.

Herr Dr. Baoli Wang wurde zum 5. Mai 2023 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH abberufen.

Herr Karlheinz Springer wurde am 20.06.2023 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH im HR eingetragen.

Die Gesellschaft hat am 21. Juni 2023 beschlossen, dass die Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, Bochum, der Hong Kong Lihe Trading Limited, Hong Kong, ein befristetes Darlehen in Höhe von 3.000.000 Euro bis zum 31. Dezember 2023 zu einem Zinssatz in Höhe von 4,0 % p.a. gewährt.

 

Bochum, den 11. August 2023

BVV Bahntechnik GmbH

Ruiguo Xuan

Xiaoan Qiu

Harald Müller

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022

BVV Bahntechnik GmbH

Bochum

Anschaffungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.701.523,68 0,00 0,00 0,00 6.701.523,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.911.470,47 0,00 0,00 0,00 3.911.470,47
3. Geleistete Anzahlungen 0,01 0,00 0,00 0,00 0,01
10.612.994,16 0,00 0,00 0,00 10.612.994,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.698.007,75 54.975,24 0,00 0,00 26.752.982,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 152.962.366,51 2.104.744,71 1.643.266,80 363.792,77 153.787.637,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.970.556,54 136.167,49 181.851,81 0,00 13.924.872,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.897.878,30 1.055.620,63 0,00 -363.792,77 2.589.706,16
195.528.809,10 3.351.508,07 1.825.118,61 0,00 197.055.198,56
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.000,00 0,00 0,00 0,00 3.000,00
2. Rückdeckungsversicherung 390.952,56 0,00 7.124,70 0,00 383.827,86
393.952,56 0,00 7.124,70 0,00 386.827,86
206.535.755,82 3.351.508,07 1.832.243,31 0,00 208.055.020,58
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.654.424,43 35.319,75 0,00 6.689.744,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.911.470,47 0,00 0,00 3.911.470,47
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
10.565.894,90 35.319,75 0,00 10.601.214,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.145.019,49 586.449,56 0,00 13.731.469,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 139.134.555,20 3.979.731,68 1.340.467,33 141.773.819,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.342.187,50 505.042,88 181.852,06 12.665.378,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
164.621.762,19 5.071.224,12 1.522.319,39 168.170.666,92
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
175.187.657,09 5.106.543,87 1.522.319,39 178.771.881,57
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.779,50 47.099,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,01 0,01
11.779,51 47.099,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.021.513,94 13.552.989,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.013.817,64 13.827.811,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.259.493,90 1.628.369,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.589.706,16 1.897.878,30
28.884.531,64 30.907.047,91
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.000,00 3.000,00
2. Rückdeckungsversicherung 383.827,86 390.952,56
386.827,86 393.952,56
29.283.139,01 31.348.099,73

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Konzernjahresergebnis einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -15.486 -2.039
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.107 6.423
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen 135 -1.308
+/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen 6.191 4.949
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge Cashflow nach DVFA/SG 2 -37
= Cashflow nach DVFA/SG -4.051 7.988
-/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 26
Zunahme/Abnahme der übrigen Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit -/+ zuzuordnen sind 7.490 -15.028
Zunahme/Abnahme der übrigen Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit +/- zuzuordnen sind -3.132 4.973
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.076 2.708
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -22 741
+/- Ertragsteuerzahlungen 275 -2.630
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.636 -1.222
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1 -17
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 303 141
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.352 -4.104
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 0
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition *** 2.336 3.808
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition *** 0 0
+ Erhaltene Zinsen 1 0
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -713 -172
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 1.016 1.000
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen
- Auszahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen
+ Einzahlungen aus der Tilgung von Krediten
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -1.000
- Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter
- Gezahlte Zinsen -270 -228
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -254 772
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 669 -622
+ Finanzmittel zu Beginn des Geschäftsjahres 14.614 15.236
= Finanzmittel am Ende des Geschäftsjahres 15.283 14.614

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

BVV Bahntechnik GmbH

Bochum

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 100.000,00 98.285.929,02 -34.614.259,85
Änderung Konsolidierungskreis
Kapitalerhöhungen
Umgliederungen
Ausgleichszahlungen aus EAV
Währungsumrechnung
Konzernjahresüberschuss -15.619.183,00
Konzerngesamtergebnis -15.619.183,00
Stand 31.12.2022 100.000,00 98.285.929,02 -50.233.442,85
Mutterunternehmen
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Eigenkapital Mutterunternehmen Anteile andere Gesellschafter
EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 -28.353,02 63.743.316,15 3.562.429,16
Änderung Konsolidierungskreis
Kapitalerhöhungen
Umgliederungen
Ausgleichszahlungen aus EAV -133.795,00
Währungsumrechnung 2.272,65 2.272,63 -1.657,18
Konzernjahresüberschuss -15.619.183,00 133.384,34
Konzerngesamtergebnis 2.272,65 -15.616.910,37 -2.067,84
Stand 31.12.2022 -26.080,37 48.126.405,78 3.560.361,32
Konzerneigenkapital
EUR
Stand 31.12.2021 67.305.745,31
Änderung Konsolidierungskreis
Kapitalerhöhungen
Umgliederungen
Ausgleichszahlungen aus EAV -133.795,00
Währungsumrechnung 615,45
Konzernjahresüberschuss -15.485.798,66
Konzerngesamtergebnis -15.618.978,21
Stand 31.12.2022 51.686.767,10

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

Der Konzern (im folgenden auch BVV-Gruppe genannt) ist eine mittelständische Unternehmensgruppe mit mehr als 750 Beschäftigten, die unabhängig, rechtlich selbstständig und eigenverantwortlich im Markt operiert und im Umfeld von zukunftsorientierten Industrie- und Hochschullandschaften im Bereich der Stahlverarbeitung tätig ist.

Die BVV-Gruppe ist ein weltweit führender Hersteller von rollendem Eisenbahnmaterial für den Fern- und Nahverkehr. Er betreibt das Geschäft in den Bereichen Radsatzsysteme, Radsatzkomponenten, Service und Instandhaltung.

Der Unternehmensverbund entwickelt, berechnet, konstruiert und fertigt als Standardprodukt und nach Kundenwunsch komplette, einbaufertige Radsatzsysteme, Radsatzeinzelteile gummigefederte Räder sowie die unterschiedlichsten Konstruktionen einteilig geschmiedeter Achsen für moderne Niederflurstraßenbahnen. Die selbst entwickelten, verschleißarmen Werkstoffe sind spezifische Problemlösungen für die anspruchsvollen Anforderungen des modernen Schienenverkehrs und bewähren sich seit Jahrzehnten weltweit im täglichen Einsatz.

Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Inland, im europäischen Ausland, in Asien und in USA.

Die Konzerngesellschaften unterziehen sich regelmäßig umfangreichen Audits, darunter befinden sich u.a. die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001 (enthalten in ISO/TS22163), 14001 und 50001 sowie das übergreifende Audit ISO/TS22163 der Bahnindustrie.

Der Konzern besteht aus drei Gesellschaften in Deutschland und drei Gesellschaften in Südafrika sowie einer Gesellschaft in USA. Alle Gesellschaften sind in der BVV Bahntechnik GmbH, Bochum zusammengeführt. Die Gesellschaften in Deutschland werden in der Rechtsform der GmbH geführt. Es existieren drei Produktionsstandorte in Deutschland. Die Gesellschaften in Südafrika und USA verfügen nicht über Produktionsstandorte.

Gem. § 296 HGB ist vom Wahlrecht Gebrauch gemacht worden, den Abschluss der Bochumer Rail Group Pty. Ltd., Viktoria (Australien) nicht in den Konzernabschluss einzubeziehen, da dieser von untergeordneter Bedeutung ist.

Die wichtigsten finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen, die zur Unternehmenssteuerung herangezogen wurden, sind:

Finanzielle Kennzahlen

Auftragseingang,

Umsatzerlöse,

EBITDA,

Konzernjahresüberschuss und

Cashflow.

Nicht finanzielle Kennzahlen

Liefertreue und

Kundenreklamationen.

Im Hinblick auf die Beziehungen zu den Geschäftspartnern unterliegen insbesondere Liefertreue und Kundenreklamationen einem permanenten Monitoring. Die Ermittlung der Termintreue orientiert sich an den Kundenerwartungen in Bezug auf die Abweichung ausgehend vom vereinbarten Liefertermin in Tagen (< 1 Tage (höchste Kundenerwartungsstufe), > 1 Tage (mittlere Kundenerwartungsstufe) und > 3 Tage (niedrigste Kundenerwartungsstufe) und wird pro Auftragsposition erfasst. Die BVV-Gruppe konnte in 2022 ganz überwiegend die höchste Kundenerwartungs-Stufe erreichen. Nach einer in den Sommermonaten zu verzeichnenden reduzierten Liefertreue konnte diese zum Jahresende wieder auf ein sehr hohes Niveau gesteigert werden.

Jede Kundenreklamation wird als Reklamation erfasst und nachverfolgt. Die Messung erfolgt in vier Kategorien (Sehr gut: < 150, gut: 150-200, befriedigend > 200, unakzeptabel > 250). Die Anzahl der Kundenreklamation konnte in 2022 auf ein sehr gutes Niveau angehoben werden und damit gegenüber Vorjahr, welches durch hohen coronabedingten Fremdeinsatz geprägt war, deutlich gesenkt werden. Für die Bearbeitung von Reklamationen wird das standardisierte 8D- Verfahren genutzt.

Neben den nicht-finanziellen Kennzahlen haben die Umwelt- und Arbeitnehmerbelange einen sehr hohen Stellenwert. Zum einem wird auf die Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dem Verbrauch von Ressourcen geachtet, zum anderen werden durch unterschiedlichste Maßnahmen die Gesundheit der Mitarbeiter gefördert und die Arbeitssicherheit gewährleistet.

1.2 Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Frau Xiaoan Qiu wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 als Geschäftsführerin der BVV Bahntechnik GmbH und mit Wirkung zum 10. Februar 2022 als Geschäftsführerin der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH bestellt.

Herr Stefan Hölzl ist am 10. Februar 2022 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH abberufen worden und hat am 18. Februar 2022 sein Amt als Präsident der BVV USA Corp. niedergelegt.

Herr Jörg Müller wurde zum 30. Juni 2022 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH abberufen. Herr Jörg Müller wurde am 30. Juni 2022 als Officer/Treasurer der BVV USA Corp. abberufen. Herr Jörg Müller wurde zum 30. Juni 2022 als Geschäftsführer der drei Gesellschaften in Südafrika abberufen.

Herr Jochen Fischer wurde am 9. Mai 2022 (Eintragung Handelsregister am 29. Juni 2022) als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH bestellt. Die Abberufung erfolgte mit Wirkung ab 8. August 2022. Die Eintragung der Abberufung erfolgte am 26. Oktober 2022. Herr Jochen Fischer wurde am 28. Juni 2022 zum Geschäftsführer der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH bestellt. Die Abberufung erfolgte mit Wirkung ab 8. August 2022. Die Eintragung der Abberufung erfolgte am 28. Dezember 2022. Herr Jochen Fischer wurde am 9. Mai 2022 als President/Treasurer der BVV USA Corp. bestellt. Die Abberufung erfolgte mit Wirkung ab 8. August 2022. Herr Jochen Fischer wurde am 9. Mai 2022 als Geschäftsführer der Bochumer Verein South Africa (Pty) Ltd. bestellt. Die Abberufung erfolgte mit Wirkung ab 8. August 2022.

Herr Harald Müller wurde mit Wirkung ab 18. Juli 2022 als Geschäftsführer der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH, der BW Bahntechnik GmbH, der BVV USA Corp sowie der drei südafrikanischen Gesellschaften bestellt.

Mit Wirkung zum 24. November 2022 wurde Herr Liming Kuang als Geschäftsführer der BVV Bahntechnik GmbH abberufen.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die BVV-Gruppe erachtet ihre Aktivitäten in Forschung und Entwicklung als ein wesentliches Differenzierungsmerkmal. Zur Stärkung der Marktpräsenz und zur Sicherstellung der kontinuierlichen Aktualisierung des Wissens um den Stand der Technik und der Markttrends dient die Mitarbeit in verschiedenen nationalen und internationalen Arbeitskreisen, Normungsausschüssen, Beiräten und Untersuchungsausschüssen. Aus diesem Grund arbeiten Mitarbeiter aus dem Bereich Forschung und Entwicklung aktiv in den Gremien des CEN (Europäische Normung), des DIN (Deutsches Institut für Normung), der VPI (Vereinigung der Privatgüterwagen-Interessenten) sowie in den Untersuchungsausschüssen der ERWA (European Railway Wheels Association) mit. Der BVV ist Mitglied der UNIFE Organisation.

Die BVV-Gruppe ist unter anderem durch ihre Produkte und Verfahren bei Kunden und im Marktumfeld anerkannt. Die Konstruktionsabteilungen der BVV-Gruppe haben dazu durch die Entwicklung von neuen und innovativen Produkten und Lösungen beigetragen. Dies spiegelte sich kontinuierlich in Entwicklungsprojekten für Kundenaufträge in den Produktsegmenten Räder, Wellen und Radsätzen wider. Zudem werden Neuentwicklungen und weitere Verbesserungen an bereits bewährten Produkten weiter vorangetrieben. In 2021 wurde die Entwicklung des zur InnoTrans vorgestellten neuen Leichtbauradsatzes abgeschlossen, welcher erhebliche Vorteile in Gewichtseinsparung und Servicierbarkeit des Produktes beinhaltet. Mit elf eigenen Mitarbeitern und externen Dienstleistern werden in der Konstruktion sämtliche Unterlagen für Fertigung und Zulassung erstellt.

Im eigenen werkstofftechnischen Zentrum werden Zwischen- und Endprodukte verschiedenen Qualitätsprüfungen unterzogen. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse tragen zur Optimierung der Werkstoffeigenschaften und zu verbesserten Prozessabläufen in der Räderschmiede und der Wärmebehandlung bei.

Das werkstofftechnische Zentrum ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 als Prüflaboratorium akkreditiert.

Die Mitarbeiter des Prüfzentrums am Standort Ilsenburg befassen sich mit der Prüfung von Rädern und Wellen auf den zwei Umlaufbiegeprüfständen und dem Druckstand für gummigefederte Räder und Sonderbauteile. Die Umlaufbiegeprüfstände am Standort Ilsenburg waren im Verlauf des Geschäftsjahres durch eigene aber auch durch Fremdprodukte kontinuierlich ausgelastet. Neben den Arbeiten für das Prüfzentrum werden von den Mitarbeitern in Ilsenburg auch sämtliche Verfahren für die TSI-Zulassung der Radsatzkomponenten des BVV mit den europäischen Zulassungsbehörden abgewickelt.

Das Prüfzentrum am Standort Ilsenburg ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 als Prüflaboratorium akkreditiert.

Alle Forschungs- und Entwicklungsprojekte der BVV-Gruppe werden von den oben erwähnten drei Bereichen für alle Produkte und deutschen Standorte zentral durchgeführt. Insgesamt waren 21 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung in 2022 beschäftigt, zusätzlich werden externe Dienstleistungspartner genutzt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Marktentwicklung

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr im Vergleich zum Vorjahr (2,7 %) nur geringfügiger wachsen. 1 Der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe konnte hingegen aufgrund der abnehmenden Pandemie-Beschränkungen ein überproportionales Wirtschaftswachstum von 4,0 % realisieren.

In Europa war die zunehmende Nachfrage auf der Kundenseite in 2022 deutlich zu verspüren, und konnte auch entsprechend genutzt werden.

Der Markt in China war bis ins 3. Quartal 2022 durch die Folgen der Non-Covid-Policy deutlich eingeschränkt, erst im 4. Quartal war eine Belebung zu verspüren.

China bleibt auf Sicht weiterhin mit Abstand der größte Markt für Produkte im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Absatz und Beschaffung

Umsatz und Auftragsentwicklung

Der Auftragseingang des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 lag bei TEUR 204.473. Dies war gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung (+1 %). Während vor dem Hintergrund der Marktrahmenbedingungen der Auftragseingang in China zum Vorjahr rückläufig war und merklich erst in der zweiten Jahreshälfte wieder anzog, konnte in Europa ein Zuwachs in nahezu allen Geschäftssegmenten erzielt werden. Die Umsatzerlöse des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten gegenüber dem Vorjahr um 13 % gesteigert werden, vornehmlich in Europa im Bereich Güterverkehr. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres lagen damit über der prognostizierten Entwicklung.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html

Die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 setzen sich wie folgt zusammen:

Umsatz 2022 2021
(TEUR) (TEUR)
Aufgliederung nach Märkten:
Inland 104.155 83.613
Europa 38.130 24.279
Übriges Ausland 73.378 82.945
Summe 215.663 190.837

Beschaffung

Die Beschaffungsschwerpunkte für den Konzern liegen u.a. in den Warengruppen Stahl und Energie. Im Geschäftsjahr 2022 wurden daher wie in den Jahren zuvor verbindliche Beschaffungsstrategien für die entsprechenden Warengruppen definiert und gegebenenfalls unterjährig an die sich ändernden Rahmenbedingungen (Marktsituation, Nachfrage) angepasst.

Die Beschaffung der wesentlichen Versorgungsmedien Erdgas und Strom fand in Abstimmung mit den Energielieferanten statt und orientierte sich zum einen an der zuvor festgelegten Beschaffungsstrategie und zum anderen an der jeweiligen Marktentwicklung. Die Entwicklung der an den Börsen gehandelten Gaspreise war in 2022 aufgrund der Folgen der Ukraine-Krise sehr volatil und deutlich steigend. Gleiches gilt für die Strompreise, die ebenso in einer Wechselwirkung mit den Gaspreisen stehen und somit ebenso deutliche Steigerungen an den Börsen aufzeigten. Die Beschaffung von Erdgas und Strom erfolgte auf der Grundlage von Terminkontrakten zu bereits in Vorperioden fixierten Preisen. Die Zukaufpreise konnten damit trotz der Bewegung an den Börsen in 2022 stabil gehalten werden auf leicht gestiegenem Niveau gegenüber 2021.

2.2.2 Produktion

Die Produktionsleistung, bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und sonstigen aktivierten Eigenleistungen, lag mit TEUR 212.581 um 6,8 % über dem Vorjahresniveau (TEUR199.114). Der Prognosewert von Mio. EUR 198 konnte um 7,4 % übertroffen werden.

2.2.3 Investitionen

Die Investitionen im Bereich der materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens setzen sich wie folgt zusammen:

Investitionen 2022 2021
(TEUR) (TEUR)
Immaterielle Wirtschaftsgüter 0 16
Grundstücke und Gebäude 55 80
Technische Anlagen und Maschinen 2.105 2357
Betriebs- und Geschäftsausstattung / Anlagen im Bau 1.192 1668
Investitionen (Summe) 3.352 4.121

Im Geschäftsjahr 2022 wurden insbesondere Investitionen in technische Anlagen und Maschinen getätigt. Diese dienten dem Ziel der Vergrößerung der Wertschöpfungstiefe, der Verbesserung der Kostenstruktur sowie der Prozessverbesserung. Im Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.598 (Vorjahr: TEUR 2.127) befinden sich im Wesentlichen offene Bestellungen zu einer 5-kV Mittelspannungsanlage (TEUR 509), einer Lasermessmaschine (TEUR 484) sowie zum Umzug im Zusammenhang mit dem Grundstückstausch (TEUR 161).

2.2.4 Finanzierung

Die Basisfinanzierung des Konzerns bildet ein Darlehen in Höhe von TEUR 15.000 bei einem Kreditinstitut mit einer Laufzeit von 15 Jahren einer jährlichen Tilgung von Mio. EUR 1 sowie das Finanzinstrument "Factoring". Das Darlehen wurde durch jährliche Rückzahlungen auf einen Betrag von TEUR 11.000 reduziert. Darüber hinaus wurde eine Kreditlinie für ausgewählte Investitionen in Höhe TEUR 5.000 mit einem Kreditinstitut vereinbart, diese wurde per 31.12.2022 mit rund TEUR 3.016 in Anspruch genommen.

Zur weiteren Absicherung der Liquidität wurde in 2019 ein Factoring Vertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren und einem Höchstobligo von TEUR 4.000 abgeschlossen. Dieser wurde in 2021 bis zum 30. Juni 2022 und in 2022 bis zum 31.12.2024 prolongiert.

Die vom BVV-Konzern über die Gesellschaft Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH in 2020 gewährten Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 5.850 an das verbundene Unternehmen Zhao Ying Urban Rail Transit Limited, Hong Kong (China), wurden größtenteils bis zum Ende Jahres 2021 getilgt. Der restliche Anteil in Höhe von TEUR 2.155 wurde bis April 2022 zurückgezahlt.

2.2.5 Personal- und Sozialbereich

Das Personal entwickelte sich im Konzern im Jahresdurchschnitt und im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

Personalstand im Jahresdurchschnitt 2022 2021
Lohnempfänger 497 509
Angestellte 229 209
Auszubildende 63 64
Belegschaft insgesamt 789 782

Ohne Berücksichtigung der Auszubildenden hat sich die Stammbelegschaft im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber dem Vorjahr um 5 Beschäftigte erhöht. Der Zuwachs bei den ausgewiesenen Angestellten beruht auf einer Umgruppierung von 15 Mitarbeitern aus der Lohnempfängerin die Angestellten-Kategorie.

Zur Bewältigung des demografischen Wandels bzw. der Abmilderung einer weiteren Zunahme des Durchschnittsalters der Beschäftigten und zur Absicherung der fachlichen Kompetenzen an den Standorten wurde trotz schwieriger Rahmenbedingungen die Ausbildung kontinuierlich weiterbetrieben. Die Ausbildungsquote betrug im Jahresdurchschnitt 8,0 % (Vorjahr: 8,2 %). Im Konzern wurden 11 neue Ausbildungsverträge im Jahr 2022 abgeschlossen. (Ausbildungsberufe: Zerspanungsmechaniker/innen, Industriemechaniker/innen, Werkstoffprüfer/innen, Elektroniker/innen für Betriebstechnik, Fachlageristen/innen, Industriekaufmann/frau, und Verfahrenstechnologen/innen').

Damit setzt der Konzern ein deutliches Zeichen in die Zukunftsfähigkeit.

2.2.6 Umwelt

An allen Standorten wurde auf die Einhaltung geltender rechtlicher Verpflichtungen geachtet. Zutreffende rechtliche Änderungen werden regelmäßig im Führungskreis besprochen, alle rechtlichen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten werden im Rechtskataster gepflegt und regelmäßig überprüft und ergänzt.

Umweltrelevante Daten wurden zeitnah und regelmäßig durch das Umweltmanagement erfasst und überwacht. Das durchgeführte kombinierte Rezertifizierungsaudit nach DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 wurde an allen drei deutschen Standorten ohne Abweichungen bestanden und durch den Verifizierer Bureau Veritas Certification Germany GmbH, Hamburg, bestätigt.

Auch in 2022 wurden an allen Standorten die Schwerpunkte der Umweltleistungen auf die weitere Einsparung von Energien gelegt mit Schwerpunkt im Aufheiz- und Vergütungsprozess und der Umstellung auf LED-Beleuchtung. Die permanente Überwachung der Energieströme erfolgt in Bochum und Ilsenburg weitestgehend über das Energiedatenerfassungssystem MESSDAS, um weitere Einsparungspotenziale zu identifizieren.

Wie auch in den Vorjahren gab es in 2022 an allen drei Standorten keine Umweltschäden und Schadensersatzforderungen. Beschwerden durch Anwohner sind in 2022 nicht aufgetreten.

Der in Bochum für 2022 fällige PRTR-Bericht wurde mittels des Betriebssystems Bube (betriebliche Umweltdatenberichterstattung) an die Bezirksregierung Arnsberg fristgerecht übermittelt.

Für den in Bochum anfallenden Emissionshandel wurden die Überwachungspläne nach § 6 TEHG, Emissionserklärung und die Mitteilung zum Betrieb nach § 22 ZUV 2022 fristgerecht an die DEHSt (Deutsche Emissionshandelsstelle) übermittelt und das Emissionshandelskonto ausgeglichen.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Die nach betriebswirtschaftlichen Aspekten zusammengefasste Ertragslage für 2022 stellt sich wie folgt dar:

2022
TEUR %
Umsatzerlöse 215.663 99,7%
Bestandsveränderung -3.153 -1,5%
andere aktivierte Eigenleistungen 71 0,0%
sonstige betriebliche Erträge 3.816 1,8%
Gesamtleistung 216.397 100,0%
Materialaufwand 139.990 64,7%
Rohergebnis 76.407 36,3%
Personalaufwand 51.293 23,7%
sonstige betriebliche Aufwendungen 33.830 15,6%
EBITDA -8.716 -4,0%
Abschreibungen 5.107 2,4%
EBIT -13.823 -6,4%
Finanzergebnis -1.346 -0,6%
Ergebnis vor Steuern -15.169 -7,0%
Steuern 317 0,2%
Konzernjahresfehlbetrag -16.486 -7,2%
2021 Veränderungen
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 190.837 94,7% 24.826 13,0%
Bestandsveränderung 8.219 4,1% -11.372 -138,4%
andere aktivierte Eigenleistungen 58 0,0% 13 22,4%
sonstige betriebliche Erträge 2.462 1,2% 1.354 55,0%
Gesamtleistung 201.576 100,0% 14.821 7,4%
Materialaufwand 118.100 58,6% 21.890 18,5%
Rohergebnis 83.476 41,4% -7.069 -8,5%
Personalaufwand 48.491 24,1% 2.802 5,8%
sonstige betriebliche Aufwendungen 27.956 13,9% 5.874 21,0%
EBITDA 7.029 3,6% -15.745 -224,0%
Abschreibungen 6.423 3,2% -1.316 -20,5%
EBIT 606 0,3% -14.429 -2381,0%
Finanzergebnis -2.936 -1,5% 1.590 -54,2%
Ergebnis vor Steuern -2.330 -1,2% -12.839 551,0%
Steuern -291 -0,2% 608 -208,9%
Konzernjahresfehlbetrag -2.039 -1,0% -13.447 659,5%

Die Gesamtleistung lag bei TEUR 216.397, was im Wesentlichen aus den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 215.663, aus dem Bestandsabbau des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 3.153 sowie aus sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 3.816 resultierte. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 13 % wurde vornehmlich in Europa im Bereich Güterverkehr realisiert. Umsatzerlöse und Gesamtleistung des Geschäftsjahres lagen damit über der prognostizierten Entwicklung. Der Materialaufwand lag bei TEUR 139.990. Dies führte zu einer Materialeinsatzquote in Höhe von 64,7 %. Das daraus resultierende Rohergebnis betrug TEUR 76.407 und lag damit trotz gestiegener Gesamtleistung um TEUR 7.069 unter dem Vorjahreswert (-8,5 %). Dies ist darin begründet, dass die starken Preissteigerungen für Rohstoffe erst zeitverzögert und nicht in vollem Umfang an den Markt weitergegeben werden konnten, sowie durch die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Energiekosten.

Der Personalaufwand lag bei TEUR 51.293. Es ergibt sich eine Personalaufwandsquote von 23,7 %. Die Erhöhung des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf Tariferhöhungen bei im Durchschnitt leicht gestiegenen Mitarbeiterstand zurückzuführen.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.107 betrafen mit TEUR 35 immaterielle Vermögensgegenstände und mit TEUR 5.071 die Sachanlagen. In dem Saldo sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten und liegen um 20,5 % unter dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Nutzungsdauer einer Großanlage (Presse) im Januar 2022 endete.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei TEUR 33.830. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 21 % resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für die Risikovorsorge und der damit verbundenen Bildung von Rückstellungen für Gewährleistung, Frachten und Provisionen in Höhe von insgesamt 5,6 Mio. EUR.

Die Erhöhung bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ergab sich wesentlich aus der Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistungen und aus drohenden Verlusten im Auftragsbestand.

Das negative Finanzergebnis resultierte im Wesentlichen aus Zinseffekten im Zusammenhang mit der Bewertung von Pensionsrückstellungen sowie aus Zinsaufwendungen für Bankkredite.

In 2022 erzielte der Konzern ein negatives EBITDA von TEUR -8.716. Dies entsprach einer Verminderung gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 7.029.

Der Konzern schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem deutlichen Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -15.486 ab. Dies entsprach einem Rückgang in Höhe von TEUR 13.447 im Vergleich zu 2021.

Der hohe Konzernjahresfehlbetrag ist im Wesentlichen auf außerordentlich stark angestiegene Rohstoffkosten, die nicht an den Markt weitergegeben werden konnten, gestiegenen Energiekosten sowie auf die Risikovorsorge durch Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen und Drohverluste zurückzuführen.

2.3.2 Finanzlage

2022 2021
TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.636 -1.222
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -713 -172
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -254 772
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 669 -622
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 14.614 15.236
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 15.283 14.614

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr TEUR 1.636 nach TEUR -1.222 im Vorjahr. Trotz eines um TEUR 13.447 verschlechtertem Konzernjahresergebnis konnte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um TEUR 2.858 verbessert werden. Hierzu hat im Berichtsjahr im Wesentlichen ein deutlich reduziertes Net Working Capital in Höhe von TEUR 4.358, ein höherer Rückstellungsbestand in Höhe von TEUR 6.326, sowie eine im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.355 niedrigere Steuerlast beigetragen.

Aus der Investitionstätigkeit resultiert im Geschäftsjahr 2022 ein negativer Cashflow von TEUR -713. Dieser ergibt sich im Wesentlichen aus Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagenvermögen (TEUR 3.352) und Rückzahlungen aus Darlehensforderungen gegen ein verbundenes Unternehmen (TEUR 2.336), welches sich nicht im Konsolidierungskreis befindet.

Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich vornehmlich aus der jährlichen Tilgung in Höhe von TEUR 1.000 eines in 2019 aufgenommen Abzahlungsdarlehens in Höhe von TEUR 15.000.

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Kassenbestand 12 15
Guthaben bei Kreditinstituten 15.271 14.599
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 15.283 14.614

Der Finanzmittelfonds hat sich im Berichtsjahr um TEUR 669 erhöht. Was im Wesentlichen aus dem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert. Gegenläufig haben sich die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit entwickelt. Die Konzernunternehmen können ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

2.3.3 Vermögenslage

31.12.2022
TEUR %
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 12 0,0%
Sachanlagen 28.884 19,0%
Finanzanlagen 387 0,3%
29.283 19,3%
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 71.600 47,2%
Forderungen und sonstige VG 26.900 17,7%
Liquide Mittel 15.283 10,1%
Rechnungsabgrenzungsposten 676 0,4%
Latente Steuern 7.882 5,2%
122.341 80,7%
151.624 100,0%
31.12.2021 Veränderungen
TEUR % TEUR %
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 47 0,0% -35 -74,5%
Sachanlagen 30.907 18,9% -2.023 -6,5%
Finanzanlagen 394 0,2% -7 -1,8%
31.348 19,2% -2.065 -6,6%
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 74.695 45,8% -3.095 -4,1%
Forderungen und sonstige VG 34.555 21,2% -7.655 -22,2%
Liquide Mittel 14.614 9,0% 669 4,6%
Rechnungsabgrenzungsposten 267 0,2% 409 153,2%
Latente Steuern 7.666 4,7% 216 0,0%
131.797 80,8% -9.456 -7,2%
163.145 100,0% -11.521 -7,1%

Das Gesamtvermögen des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.521 auf TEUR 151.624 gesunken. Das langfristig gebundene Vermögen ist um TEUR 2.065 gesunken, was im Wesentlichen an einer gegenüber den Abschreibungen geringeren Investitionstätigkeit liegt. Das kurzfristig gebundene Vermögen ist um TEUR 9.456 gesunken. Ursächlich für die Entwicklung waren im Wesentlichen der deutliche Abbau der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie der Vorräte.

Der Anteil des kurzfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen verminderte sich von 80,8 % im Vorjahr auf nunmehr 80,7 %.

31.12.2022
TEUR %
Eigenkapital 51.687 34,0%
Sonderposten für Investitionszuschüsse 68 0,0%
Mittel- und langfristige Fremdmittel
Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 37.070 24,4%
Sonstige Rückstellungen 10.161 6,7%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.016 8,6%
60.247 39,7%
Kurzfristige Fremdmittel
Steuer- und sonstige Rückstellungen 16.341 10,8%
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 1.000 0,7%
aus erhaltenen Anzahlungen 1.947 1,3%
aus Lieferungen und Leistungen 15.825 10,4%
gegenüber Gesellschaftern 717 0,5%
Sonstige 3.784 2,5%
Rechnungsabgrenzungsposten 8 0,0%
39.622 26,1%
151.624 100,0%
31.12.2021 Veränderungen
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 67.306 41,3% -15.619 -23,2%
Sonderposten für Investitionszuschüsse 75 0,0% -7 -9,3%
Mittel- und langfristige Fremdmittel
Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 35.850 22,0% 1.220 3,4%
Sonstige Rückstellungen 4.998 3,1% 5.163 103,3%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.000 8,0% 16 0,1%
53.848 33,0% 6.399 11,9%
Kurzfristige Fremdmittel
Steuer- und sonstige Rückstellungen 15.644 9,6% 697 4,5%
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 1.000 0,6% 0
aus erhaltenen Anzahlungen 2.406 1,6% -459 -19,1%
aus Lieferungen und Leistungen 19.023 11,7% -3.198 -16,8%
gegenüber Gesellschaftern 619 0,4% 98 15,8%
Sonstige 3.224 2,0% 560 17,4%
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0% 8
41.916 25,7% -2.294 -5,5%
163.145 100,0% -11.521 -7,1%

Die Verminderung des Eigenkapitals um TEUR 15.619 resultiert vorwiegend aus dem negativen Konzernergebnis. Der Anteil des Eigenkapitals am Gesajmtkapital hat sich von 41,3 % auf 34,0 % reduziert und entspricht damit der Prognose aus dem Vorjahr.

Der Anstieg der mittel- und langfristigen Fremdmittel um TEUR 6.399 resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für Pensionen (TEUR 1.220) und höhere Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 5.146).

Die kurzfristigen Fremdmittel reduzierten sich um TEUR 2.294 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch die Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenläufig haben sich die kurzfristigen Rückstellungen erhöht.

2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Die BVV Bahntechnik Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 15.486 ab. Der Konzernjahresfehlbetrag des Vorjahres betrug TEUR 2.039.

Die Ergebniskennzahl EBITDA hat sich von TEUR 7.029 in 2021 auf TEUR -8.716 in 2022 verschlechtert.

Nach den seit Ende 2021 zu verzeichnenden negativen Monatsergebnissen und der zu Beginn des Jahres 2022 weiterhin schwierigen Finanzsituation wurde ab Mai 2022 ein Sanierungsprogramm aufgesetzt und in Abstimmung mit den Finanzierungspartnern die Erstellung eines Sanierungsplangutachtens gemäß IDW S6 beauftragt. Im September 2022 wurde das weiterentwickelte Sanierungsprogramm finalisiert und auf dieser Basis Anfang Oktober gutachterlich gemäß IDW S6 die Sanierungsfähigkeit bestätigt. Dieses Sanierungsprogramm beinhaltet neben Preis- und Absatzmaßnahmen die Verbesserung der Effizienz in allen Bereichen, eine deutliche Verbesserung der Kostensituation sowohl bei internen als auch bei zugekauften Leistungen, Verbesserung des Net Working Capitals und ein umfangreiches Investitionsprogramm zur Stärkung der Produktivität.

Dieses Restrukturierungsprogramm hat bereits in der zweiten Jahreshälfte positive Wirkung entfaltet, sodass im vierten Quartal wieder durchgängig positive Ergebnisse erwirtschaftet werden konnten. Ebenso ist es gelungen, einen positiven Cashflow zu erwirtschaften und die Finanzausstattung des Unternehmens im Vorjahresvergleich zu verbessern. Die Fortsetzung dieses Programms ist Schwerpunkt der Folgeperioden.

3 Berichterstattung zur voraussichtlichen Entwicklung/Prognosebericht

3.1 Prognose Marktentwicklung

Der im Februar 2022 begonnene Ukraine-Krieg hat die Marktbedingungen in den Bereichen der Materialverfügbarkeiten und -preise sowie im Bereich der Energiekosten weiter verschlechtert. Auch die zu beobachtende Inflation hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erschwert und zu Kostensteigerungen geführt, was sich unter anderem im Bereich der Tarifsteigerungen abgezeichnet hat.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung der BVV-Gruppe ist der Bedarf für Hochgeschwindigkeitszüge nach einem schwierigen Jahr 2022 auch in 2023 in China auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Langfristig bleibt der chinesische Markt der wichtigste Markt für Hochgeschwindigkeitszüge. Das Auftreten auch lokaler Wettbewerber wird in diesem Markt das zukünftige Preisniveau beeinflussen. Im Bereich Locomotives hat sich der Markt in China belebt. Für Lieferungen nach China wird weiterhin eine intelligente Supply Chain Taktik in Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern notwendig sein, um eine zügige Lieferfähigkeit gewährleisten zu können.

Die Bedarfe im Güterwagenbereich waren in 2022 steigend und werden von der BVV-Gruppe auch für die Zukunft als stabiler Markt auf hohem Bedarfsniveau mit hoher Wettbewerbsintensität eingeschätzt.

Die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Brexit werden die BVV-Gruppe aufgrund nur geringer Marktanteile in UK nicht stark berühren.

Mittelfristig ist davon auszugehen, dass der Markt für umweltfreundliche Verkehrsmittel weiter Fahrt aufnimmt. Politische Initiativen wie das "European Year of Rail 2021" 2 und Investitionen in das Schienennetz und in Schienenfahrzeuge werden für ein deutliches Anwachsen der Nachfrage in den BVV-Kernmärkten sorgen.

In Summe wird in den nächsten drei Jahren im Bereich der Schienenfahrzeuge und der dazugehörigen Ersatzprodukte (Rolling stock) mit einem weltweiten durchschnittlichen Marktwachstum um 3 % gerechnet. Die Instabilität einzelner Länder und Regionen stellt dennoch ein Risiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung dar. 3 Diese Einschätzung teilen wir weiterhin.

3.2 Geschäftsverlauf

3.2.1 Absatz und Beschaffung

Nach einem Auftragseingang von 204,5 Mio. EUR in 2022 ist für 2023 ein Auftragseingang von 223,8 Mio. EUR geplant. Dieser wird getragen durch deutliche Zuwächse im Europa-Geschäft bei weiterhin verhaltener Entwicklung des China-Geschäftes.

Auf der Beschaffungsseite gilt es, die durch Energie- und Rohstoffpreisentwicklung zu beobachtenden Preissteigerungstendenzen für direkte und indirekte Materialien durch aktive Beschaffungsstrategien zumindest teilweise zu kompensieren. Dabei spielt das Benchmarking der Zulieferer sowie die Erschließung internationaler Beschaffungsquellen eine wichtige Rolle, erste Erfolge sind für 2023 zu erwarten.

Die Preise für das Vormaterial haben sich seit dem 4. Quartal 2022 bereits entspannt, liegen allerdings weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau. Für 2023 zeigt sich die Stabilisierung der Preise auf dem Niveau des 4. Quartals. Aufgrund der sehr volatilen Preisentwicklung in 2022 wurde die Beschaffungsstrategie für Energie für das Geschäftsjahr 2023 angepasst auf kürzere Beschaffungszyklen. So konnte vermieden werden für 2023 auf dem hohen Niveau zum Jahresende 2022 einzukaufen. Dadurch ist in 2023 vornehmlich das 1. Quartal durch hohe Energiepreise belastet. In den verbleibenden Quartalen konnten die Preise zu deutlich günstigeren Konditionen fixiert werden. Eine weitere Preisreduktion wird durch die Nutzung der der staatlichen Fördermaßnahmen gemäß StromPBG und EWPBG erzielt.

2 EU Parlament News: 2021: The European Year of Rail, 12. Jan. 2021
3 SCI Worldwide market for Railway Industries 2020", Seite 8

3.2.2 Produktion

Für das Geschäftsjahr 2023 ist eine Gesamtleistung von 221 Mio. EUR geplant. Aufgrund der hohen Energiekosten im ersten Quartal wurde im Januar und März die energieintensiven Produktionsbereiche gedrosselt. Im 1. Halbjahr konnte das geplante Leistungsniveau trotzdem erreicht werden. Die erforderliche Anpassungsfähigkeit an Auslastungsschwankungen wird durch flexible Schichtsysteme, Zeitkonten, den Einsatz befristeter Leiharbeitskräfte sowie die konsequente Umsetzung von Maßnahmen und die Ausnutzung von Optimierungseffekten durch zwei Produktionsstandorte gewährleistet.

3.2.3 Investitionen

Für das Jahr 2023 sind umfangreiche Investitionen im Umfang von > 7 Mio. EUR in Sachanlagen, Maschinen und Gebäude geplant. Ein Schwerpunkt wird dabei die Modernisierung der mechanischen Bearbeitung bilden zur weiteren Steigerung der Wirtschaftlichkeit.

3.2.4 Finanzierung

Die Basisfinanzierung des Konzerns bildet ein Darlehen in Höhe von TEUR 15.000 bei einem Kreditinstitut mit einer Laufzeit von 15 Jahren mit einer jährlichen Tilgung von 1 Mio. EUR jeweils zum Jahresende sowie das Finanzinstrument "Factoring". Der offene Restsaldo des Darlehens beträgt im Dezember 2022 TEUR 11.000, für 2023 wird die Tilgung plangemäß durchgeführt. Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie für ausgewählte Investitionen in Höhe von TEUR 5.000 mit einem Kreditinstitut, die per Dezember 2022 in Höhe von TEUR 3.016 in Anspruch genommen ist. Für 2023 ist eine weitere Inanspruchnahme zur Finanzierung der geplanten Investitionen vorgesehen in Abhängigkeit des bilanziellen Zugangs. Zur weiteren Absicherung werden kontinuierlich weitere Finanzierungsarten geprüft.

Der Konzern wird im Geschäftsjahr 2023 plangemäß sämtlichen finanziellen Verpflichtungen aus Eigen- und Fremdmitteln nachgekommen.

Im Zuge des im September 2022 finalisierten IDW S6-Gutachtens mit positiver Fortbestehensprognose wurde eine Liquiditätsplanung bis Ende 2024 erstellt, die eine ausreichende Arbeitsliquidität bis Ende 2024 bestätigt.

3.2.5 Personal

Für 2023 ist die Fortführung des Ausbildungsprogramm in gewohntem Umfang vorgesehen, um dem deutlich einsetzenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Altersdurchschnitt der Belegschaft zu erhalten.

Der in 2022 abgeschlossene Sanierungstarifvertrag für die Standorte Bochum und Ilsenburg wird zu einer Anpassung der Tarifgehälter auf das Niveau des allgemeinen Tarifniveaus bis September 2023 führen, sodass die Mitarbeiter ab dann keine Einbußen zu verzeichnen haben, aber eine zeitlich begrenzte erhöhte wöchentliche Arbeitszeit leisten.

3.2.6 Umwelt

Das Umweltmanagement wurde auch in 2023 fortgesetzt und wird zukünftig eine große Rolle spielen, auch um Energiekosten weiter zu senken. Hierzu wurde ein Team etabliert, um weitere Maßnahmen zur Einsparung von Energie zu prüfen und umzusetzen. Aufgrund neuer Nutzungskonzepte im Bereich der Wärmebehandlung ist eine Freistellung vom nationalen CO 2 -Zertifikats- Handel in 2023 umgesetzt, was zu entsprechenden Einsparungen führen wird.

3.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.3.1 Ertragslage

Für 2023 erwarten wir auf Grundlage des insgesamt positiven Marktumfeldes und der angepassten Preisstrukturen eine Gesamtleistung von > 220 Mio. EUR.

Durch die gleichzeitig stattfindende Stabilisierung der Rohstoffpreise und einer Begrenzung der Energiepreis-Steigerungen von einem gegenüber 2022 deutlich steigendem Rohertrag auszugehen.

Aufgrund der in 2022 bereits weitestgehend umgesetzten Effizienzmaßnahmen sind für 2023 Einsparungen bei den Personalkosten zu verzeichnen trotz der gestiegenen Gesamtleistung und der bis September voll wirksamen Tarifsteigerungen. Darüber hinaus werden umfangreiche Einsparungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen das Ergebnis zusätzlich positiv beeinflussen. Es ist daher nach einem bereits positiven 4. Quartal in 2022 für das gesamte Geschäftsjahr 2023 ein positives Konzernergebnis zu erwarten.

Für die Folgeperioden ist auf Grundlage der umfangreichen Investitionen in die Fertigung und voller Wirkung aller Restrukturierungsmaßnahmen eine deutliche weitere Verbesserung vorgesehen.

3.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzierung des Konzerns basiert grundsätzlich auf einem seit 2019 bestehenden Darlehen mit fünfzehnjähriger Laufzeit sowie dem implementierten Factoring. Darüber hinaus wurde eine Kreditlinie für ausgewählte Investitionen in Höhe TEUR 5.000 mit einem Kreditinstitut vereinbart. Zusätzlich wurde seitens des Gesellschafters in 2022 ein Darlehen in Höhe von Mio. EUR 1 bereitgestellt.

Nach einem Cashflow von TEUR 669 in 2022 ist für 2023 ebenso ein positiver Cashflow von Mio. EUR 0,7 geplant bei deutlich erhöhter Investitionstätigkeit und damit ein Anstieg der liquiden Mittel auf Mio. EUR 16,0.

Die Eigenkapitalquote wird sich auf dieser Basis in etwa auf dem Niveau von rund 35 % bleiben.

3.3.3 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten nicht-finanziellen Kennzahlen umfassen die Liefertreue sowie die Kundenreklamationen.

Zur weiteren Erhöhung der Liefertreue sowie Reduzierung und Vermeidung von Kundenreklamationen wurde bereits eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen. Diese umfassen u.a. die Implementierung einer neuen Software zum verbesserten systemunterstützten Monitoring und Nachverfolgen von Reklamationen, die Schulung und Qualifikation von den Mitarbeitern im Rahmen von Six Sigma, die Durchführung von Workshops zur Erstellung von 8D Reports sowie die personelle und fachliche Verstärkung. Zudem führt das bereits gestartet Supply Chain Programm zu einem Austausch mit den Geschäftspartnern.

In 2022 wurde eine deutliche Reduzierung der Anzahl von Reklamationen bereits erreicht. Für 2023 ist eine nochmalige Reduktion um 10 % vorgesehen.

Bei der Liefertreue sehen wir einen deutlichen Verbesserungstrend und gehen davon aus, dass bis Jahresende 2023 die Erreichung der höchsten Kundenerwartungsstufe im Vorjahresvergleich sich nochmals deutlich steigern wird.

Im Rahmen der Umwelt- und Arbeitnehmerbelange wurde standortübergreifend ein Team implementiert, um im Hinblick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen weitere Einsparungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen. Zur Herstellung von CO 2 -neutralen Produkten in der Zukunft wurde in der BVV-Gruppe das Projekt "Green wheel set" implementiert. Dieses Projekt beinhaltet u.a. die Zielsetzung einer klimaneutralen Industrieproduktion in Deutschland und soll gleichzeitig Arbeitsplätze sichern und Arbeitsbedingungen verbessern.

4 Chancen- und Risikobericht

Ausgehend von einem einjährigen Prognosehorizont wurden eine Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche finanzielle Auswirkung des jeweiligen Einzelrisikos bewertet und aggregiert bzw. kategorisiert. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit unter 30 % wird als "niedrig" definiert, bis 70 % als "mittel" und größer 70 % als "hoch".

Die finanziellen Auswirkungen werden nach Bewertung jedes Einzelrisikos mit "gering", "bedeutsam" oder "bestandsgefährdend" kategorisiert.

4.1 Umfeld- und Branchenrisiken

Die Abhängigkeit des Konzerns von einzelnen großen Kunden wirkt sich in Perioden mit geringem Bedarf dieser Kunden negativ auf die Entwicklung der Umsatz-, Absatz- und Ergebniskennzahlen aus. Sowohl durch die Erschließung neuer Märkte als auch die Sicherung bestehender Marktanteile wird diesem erkannten Risiko entgegengewirkt.

Durch die Erweiterung der potenziellen Zielmärkte im Low Cost Segment unter Nutzung neuer Beschaffungsquellen für Kernkomponenten wird der Notwendigkeit Rechnung getragen, auch preissensitive Marktsegmente profitabel bedienen zu können.

Durch den in seiner weiteren Entwicklung nicht einschätzbaren Ukraine-Konflikt, verbunden mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie Versorgungsengpässen können sich nicht einschätzbare wirtschaftlichen Risiken für die BVV-Gruppe ergeben. Dies kann ebenso auch Auswirkungen auf die Verschiebung von Aufträgen haben.

Durch ein enges Monitoring der Energiepreise, dem Nutzen von Preisgleitklauseln, der Senkung der Kosten für CO 2 -Zertifikate, der Verfolgung von Energie-Senkungsprogrammen und der Nutzung aller staatlichen Förderprogramme wird dem Risiko entgegengewirkt.

Wir stufen die Eintrittswahrscheinlichkeit des Umfeld- und Branchenrisikos als gering ein, ebenso die potenzielle finanzielle Auswirkung.

4.2 Unternehmensstrategische Risiken

Unternehmensstrategische Risiken des Konzerns bestehen in möglichen Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung und der Strategien der Mitbewerber. Ein geringes Risikopotenzial sieht der Konzern in technologischen Fehlentwicklungen.

Der Aufbau von neuen Märkten wird evtl. ein Engagement vor Ort erfordern. Das wesentliche Zielland dafür sind die USA. Es bedarf allerdings eines längeren Zeitraums, um in diesen neuen Märkten signifikante Umsatzerlöse zu generieren.

Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten sollen die Marktpositionen stabilisiert und langfristig ausgebaut werden. Dabei werden Synergien im Wesentlichen zwischen den Konzernunternehmen des Geschäftsbereichs Bahntechnik genutzt.

Die Verfolgung der bestehenden Konzernstrategie sowie die Verfolgung der eingeleiteten Maßnahmen und deren regelmäßige Prüfung und Weiterentwicklung wird durch die Geschäftsführung sichergestellt.

Sollten durch die Coronavirus-Pandemie wichtige Lieferanten oder Kunden ausfallen, würde dies ein erhebliches Risiko für die BVV-Gruppe darstellen.

Auf der Grundlage unserer stetigen Kontakte mit Kunden und Lieferanten sehen wir für diese Risiken eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit, eine fehlgeleitete Unternehmensstrategie hätte gleichwohl bedeutsame finanzielle Auswirkungen.

4.3 Investitionen und Akquisitionen

Alle wesentlichen Investitions- sowie Akquisitionsentscheidungen werden im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsanalyse bewertet. Technische und andere Fragestellungen werden in diesem Zusammenhang ebenfalls analysiert.

Durch Veränderungen der Absatz- oder Beschaffungsmärkte, aber auch durch geänderte politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen können sich Fakten ergeben, die die Wirtschaftlichkeit von Investitionen oder Akquisitionen negativ beeinflussen. Dies kann auch Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben.

Diese Risiken sind aus unserer Sicht sehr gut bereits in der Planungsphase bewert- und abschätzbar und damit gering, sie wären auch in der Auswirkung gering.

4.4 Leistungswirtschaftliche Risiken

Leistungswirtschaftliche Risiken können bedeutsame finanzielle Auswirkungen verursachen, da sie Auswirkungen auf Auslastung und Liquidität verursachen können.

Dazu zählt der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden verhängten Sanktionen, welche massive Auswirkungen auf die Versorgung und Preise von Rohstoffen und Energie sowie die bestehenden Lieferketten hat.

Nicht auszuschließen sind Änderungen des Kundenverhaltens und der Markt- und Wettbewerbssituation. Diese Faktoren beinhalten das Risiko einer nicht vorhergesehenen negativen Umsatz- und Ertragsentwicklung. Für den Konzern sollte sich aufgrund des vorhandenen Auftragsbestands für 2023 eine insgesamt zufriedenstellende Auslastungssituation ergeben.

Kurzfristige Schwankungen der Auftragslage sind nicht auszuschließen. Der ausfallbedingte Stillstand von verfügbaren Produktionskapazitäten hätte in diesem Umfeld einen direkten Einfluss auf die Profitabilität des Konzerns und ist damit als potenziell mögliches Risiko festzuhalten.

Weitere Risiken bestehen in möglichen Ausfällen von Engpassaggregaten. Mit einer zukünftig zurückhaltenden Investitionstätigkeit würde das Risiko eines Ausfalls von Produktionskapazitäten steigen.

Zur Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen in der Bahnindustrie und Senkung von Nacharbeitsaufwendungen sind Maßnahmen zur stetigen Verbesserung definiert unter Einbeziehung der Lieferanten des BVV. Bei Nichterreichung der gesteckten Qualitätsziele besteht ein Nacharbeits- und Gewährleistungsrisiko.

Von einigen wenigen Lieferanten wird Stahl (Strangguss) als wesentlicher Rohstoff für die Produktion von rollendem Bahnmaterial bezogen. Ein Ausfall einzelner Lieferanten würde über verschiedene Faktoren wie Preise und Fertigungstermintreue direkte Auswirkungen auf die Absatz- und Ertragskennzahlen des Konzerns haben.

Aber auch ohne den Ausfall von Stahllieferanten bestehen im aktuellen Beschaffungsmarkt für Stahl Preisrisiken, die zu höherem Materialaufwand führen. Diesen Preisrisiken wird durch eine Mehrlieferanten-Strategie begegnet. So wurden Geschäftsbeziehungen mit neuen Lieferanten aufgebaut, um im Bedarfsfall Einkaufsvolumina verlagern zu können. Gleichzeitig wird allerdings zunächst die Bündelung von Bedarfen auf strategische Partner beibehalten, um Volumeneffekte auszunutzen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über Preisgleit-Vereinbarungen, Kostensteigerungen zum Teil an die Märkte weiterzugeben.

Eine unterdurchschnittliche Durchsetzbarkeit von Preisanpassungen am Absatzmarkt zur Kompensation von Kostensteigerungen kann ebenso zu Risiken führen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher leistungswirtschaftlicher Risiken schätzen wir als gering ein.

4.5 Finanzwirtschaftliche Risiken

Eine gegenüber der Lageeinschätzung weitere deutliche Steigerung der Rohstoff- und Energiepreise, die nicht in vollem Umfang an den Markt weitergegeben werden kann, sowie eine höhere Kapitalbindung in den Vorräten kann die Liquiditätssituation des Konzerns belasten. Der Abbau von Beständen sowie die Weitergabe von höheren Preisen an die Märkte unterliegen daher der permanenten Überwachung. Weitere Verhandlungen mit Lieferanten und die Erschließung neuer Einkaufsquellen kann zur Verringerung dieses Risikos beitragen.

Zinsrisiken bestehen für den Konzern derzeit nicht, da die vorhandenen Verbindlichkeiten, soweit sie verzinslich sind, zu einem festen Zinssatz abgeschlossen sind.

Für Währungsrisiken aus Umsätzen in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Absicherung erfolgt auf Ebene einzelner Posten. Durch die kontinuierliche Beobachtung der Risikolimits wird die Effektivität der Risikoabsicherung sichergestellt.

Um Forderungsausfällen vorzubeugen, werden bei bekannten Institutionen Wirtschaftsauskünfte über Neukunden eingeholt. Systematisch wird mittels der Warenkreditversicherung der Forderungsbestand besichert. Darüber hinaus werden Forderungsausfallrisiken über ein internes permanentes Mahnwesen begrenzt.

Die Liquidität der einzelnen Unternehmen wird täglich mit dem ERP-System und dem Geno-Cash-Bankensystem überwacht. Die für ein Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine fortlaufende Aktualisierung sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Darüber hinaus wird eine monatliche rollierende Liquiditätsvorschau für die folgenden 13 Wochen erstellt, um potenzielle Engpasssituationen frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können.

Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit finanzwirtschaftlicher Risiken und ebenso ihre potenzielle Auswirkung als gering ein.

4.6 Sonstige Risiken

Personalrisiken

Die weiterhin hohe Inflation in Europa führt zu hohen Forderungen in den Tarifverhandlungen. Dies könnte zu weiteren finanziellen Belastungen für BVV-Gruppe führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit höherer Tarifabschlüsse in folgenden Perioden ist nach unserer Bewertung hoch.

Die zunehmende Komplexität der Maschinen und Anlagen sowie die steigenden Anforderungen an die Mitarbeiter erfordern eine strategisch ausgerichtete Personalentwicklung, die den Mitarbeitern bedarfsgerechte Weiterbildungs- und Entwicklungschancen bietet. Die Stärkung der Fachkompetenz spielt dabei eine besondere Rolle. Den Risiken, die sich aus der Fluktuation und dem Know-How Verlust, aufgrund einer weiter steigenden Altersstruktur der Belegschaft ergeben, wird mit gezielten spezifischen und individuellen Qualifizierungsmaßnahmen sowie der kontinuierlichen Einstellung von Auszubildenden entgegengewirkt. Hier sehen wir das Unternehmen gut gewappnet den notwendigen Anforderungen gerecht zu werden.

Wir gehen nur von geringen finanziellen Auswirkungen aufgrund von Personalrisiken aus.

IT-Risiken

Die Steuerung der Prozesse des Konzerns sind in zunehmendem Maße von der Leistungsfähigkeit ihrer Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme werden neben internen auch durch externe Experten sichergestellt. Datenschutz- und Datensicherheitsaspekte werden durch laufend aktualisierte Software und interne Regelungen und Dokumentationen gewährleistet. Erforderliche Backup-Systeme sind vorhanden und für Systemausfälle existieren Notfallpläne. Es erfolgt eine laufende und kontinuierliche Aktualisierung der vorhandenen Systeme.

Wir beurteilen die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken als gering, eine finanzielle Auswirkung könnte allerdings bedeutsam für das Unternehmen sein.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Derzeit sind keine Rechtsstreitigkeiten anhängig.

4.7 Gesamtbild der Risikolage

Von den vorgenannten Risiken sind das Risiko einer weiteren Eskalation des Ukraine-Konfliktes und die Risiken im Bereich der Energie-Versorgung und der damit verbundenen Beschaffungspreissituation hervorzuheben. Des Weiteren sind auch Verfügbarkeit und Preis von Stahl und Zukaufkomponenten weiterhin Risken für einen positiven Geschäftsverlauf.

Eine unterdurchschnittliche Durchsetzbarkeit von Preisanpassungen zur Kompensation von Kostensteigerungen kann ebenso zu Risiken führen.

Die eingeleiteten Maßnahmen im Beschaffungspreis-Monitoring, dem Angebots-Pricing, dem Nutzen von Preisgleit-Vereinbarungen und der Durchführung von Kostensenkungen wirken diesen Risiken entgegen und sind daher wesentliche Bausteine des Risikomanagements.

Eine potenzielle Isolation Chinas aufgrund der weltpolitischen Gesamtsituation und des schwelenden Taiwan - Konfliktes, sowie schwierigere Zahlungsabsicherungs-Möglichkeiten mit chinesischen Kunden ist ein Risiko für das Geschäft in dieser Region.

Produktionsrisiken konnten durch Instandsetzungs- und Investitionsmaßnahmen sowie ein Ausweichen auf Servicelieferanten deutlich reduziert werden. Weitere Investitionen sind im Rahmen des Sanierungsprogramms vorgesehen, um bestehende Potentiale zu heben.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind ausgehend von der aktuellen Informationslage für die unterschiedlichen Wirtschaftszweige gegenüber Vorperioden gesunken. Die Höhe des Einflusses auf die Bahnbranche ist aus heutiger Sicht unwesentlich.

Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist im Vergleich zum Jahr 2022 stabil.

4.8 Chancenbericht

Chancen ergeben sich aus einer gegenüber den Geschäftsjahren bis 2022 wieder steigenden Nachfrage aus dem internationalen Geschäft und dem asiatischen Markt sowie der Weitergabe der gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise. Aufgrund der aktuellen globalen Konflikte sowie der unsicheren Entwicklung der weltweiten Konjunktur sind diese Potenziale derzeit nur schwer einzuschätzen.

Chancen bestehen darüber hinaus in der Nutzung zusätzlicher staatlicher Unterstützungsmaßnahmen zur Senkung der Energiekosten, die einen Einfluss auf Profitabilität bestehender Aufträge haben, als auch auf das Akquisitionspotenzial für neue Aufträge positiv beeinflussen.

Chancen bestehen ebenso in dem Geschäftsausbau in Low-Cost-Marktsegmenten, die heute nur zurückhaltend bedient werden können. Hier ist eine Nutzung zusätzlicher Beschaffungsquellen seit 2020 deutlich vorangeschritten, sodass mit positiven Effekten in Folgeperioden zu rechnen ist.

Chancen sind auch in der Reduzierung des Working Capitals und einer stärken Nutzung von Finanzierungsinstrumenten, wie z.B. dem Factoring, vorhanden.

Weitere Chancen resultieren zum einen aus einer verstärkten Nachhaltigkeitsstrategie sowie dem zukünftigen Angebot von klimaneutralen Produkten. Dies unterstützt die Umweltziele der europäischen Union. Zum anderen werden in den kommenden Jahren die Investitionen in die Bahnindustrie auf nationaler und internationaler Ebene zunehmen. Davon kann die BVV-Gruppe als etabliertes Industrieunternehmen deutlich profitieren.

Innerhalb der Unternehmen des Geschäftsbereiches Bahntechnik wird eine enge Zusammenarbeit bei der Forschung und Entwicklung neuer nachhaltiger Produkte gepflegt. Durch weitere Intensivierung dieser Zusammenarbeit soll in der Zukunft ein Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern erreicht werden.

Durch den weiteren Aufbau von Kompetenzen in Kernbereichen, die Optimierung von Organisationsstrukturen und die angestrebte Realisierung von Kostensenkungspotenzialen, z.B. im Energiebereich soll die nachhaltige Rückgewinnung und der Ausbau von Marktanteilen erreicht werden.

4.9 Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

Die weltpolitischen Folgen des Ukraine-Konfliktes und daraus resultierende Risiken für Energieverfügbarkeit und -preise sowie eine potenzielle Isolation Chinas sind für den BVV-Konzern Risiken, die erhebliche Auswirkung auf die Ertragslage haben können. In gleichem Maße ist die Sicherstellung einer wettbewerbsfähigen Kostensituation auch in anderen Bereichen sowie die Fähigkeit, Preisanpassungen durchzusetzen, wesentlich, um den wirtschaftlichen Fortbestand des Unternehmens abzusichern. Ein bestandsgefährdendes Risiko besteht aus unserer Sicht nicht.

Aufgrund der zu beobachtenden politischen Bestrebungen, Energieverfügbarkeit sicherzustellen und Energiekosten zu begrenzen, haben sich andererseits Chancen ergeben, dass die Versorgungs- und Preislage sich über 2023 hinaus stabilisiert. Die Nutzung des internationalen Beschaffungsmarktes zum Geschäftsausbau bietet weitere Chancen, die bereits in 2023 und auch in Folgejahren genutzt werden können.

Grundsätzlich kann unter Berücksichtigung der anstehenden Investitionen und Maßnahmen von einer gesicherten Finanz- und Ertragslage ausgegangen werden. Der Konzern wird sich nicht zuletzt durch seine hohe technische Kompetenz und die Fokussierung auf die Kundenzufriedenheit in einem Markt behaupten, der langfristige Wachstumspotenziale bietet.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei die konsequente Umsetzung des in 2022 aufgesetzten Sanierungsprogramms.

 

Bochum, den 11. August 2023

BVV Bahntechnik GmbH

Ruiguo Xuan

Xiaoan Qiu

Harald Müller

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BVV Bahntechnik GmbH, Bochum

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der BVV Bahntechnik GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BVV Bahntechnik GmbH für das Geschäftsjahr 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernjahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unserePrüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 11. August 2023

INTARIA AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Fabian Galler, Wirtschaftsprüfer

Michael Steck, Wirtschaftsprüfer

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum zu HRB 4860 SHAREHOLDERS' RESOLUTION of Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH registered with the commercial register of the local court of Bochum under HRB 4860
Unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Form- und Fristvorschriften halten die Waiving all form and notice requirements
BVV Bahntechnik GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Bochum zu HRB 15889 und BVV Bahntechnik GmbH, registered with the commercial register of the local court of Bochum under HRB 15889 and
Hongkong Lungxing Holding Limited, RM 19C, Lockhart Ctr., 301-307, Lockhardt Rd., Wan Chai, Hongkong, Handelsregister, CR Nr. 23239666 eine Gesellschafterversammlung der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum zu HRB 4860 (Gesellschaft) Hongkong Lungxing Holding Limited, RM 19C, Lockhart Ctr., 301-307, Lockhardt Rd., Wan Chai, Hongkong, commercial register, CR Nr. 23239666 hold a shareholders' meeting of Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH registered with the commercial register of the local court of Bochum under HRB 4860 (Company)
ab und beschließen mit sämtlichen Stimmen was folgt: and resolve unanimously the following:
Die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB wird für den Jahresabschluss zum 31.12.2022 in Anspruch genommen. The exception provision in section 264 para. 3 of the German Commercial Code (HGB) is applied to the annual financial statement as of 31.12.2022.
Zwischen der Gesellschaft und deren Mehrheitsanteilseignerin, BVV Bahntechnik GmbH, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. The Company and its controlling shareholder, BVV Bahntechnik GmbH, have entered into a profit and loss transfer agreement.
Die Gesellschaft wird als Tochter Unternehmen in den Konzern Abschluss der BVV Bahntechnik GmbH einbezogen. In dessen Anhang wird die oben genannte Befreiung der Gesellschaft angegeben. Der Konzern Abschluss wird nach § 325 HGB durch Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers unter HRB Nr. 15889 des Amtsgerichts Bochum offengelegt. The Company is a subsidiary and is therefore included in the consolidated financial statements of BVV Bahntechnik GmbH. In the appendix the above-mentioned exemption will be indicated. Pursuant to Section 325 of the German Commercial Code, consolidated financial statements are disclosed by submitting them to the operator of the electrical Federal Gazette for publication under registry number HRB 15889 administered by the Bochum Local Court.
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. No further resolutions are passed.
Der maßgebliche Text ist derjenige in deutscher Sprache. Im Falle von Widersprüchen zwischen The German wording shall be decisive. In case of any inconsistencies between the German and the
der deutschen und der englischen Fassung hat daher die deutsche Fassung Vorrang. English wording, the German wording shall therefore prevail.

 

Bochum, den

BVV Bahntechnik GmbH

Herr Ruiguo Xuan, Geschäftsführer / Director

 

Beijing, den

Hongkong Lungxing Holding Limited

Herr/Mr. Song Zhao, Geschäftsführer / Director

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH SHAREHOLDERS' RESOLUTION of Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz zu HRB 21286 registered with the commercial register of the local court of Chemnitz under HRB 21286
Unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Form- und Fristvorschriften halten die Waiving all form and notice requirements
Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Bochum zu HRB 4860 und Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, registered with the commercial register of the local court of Bochum under HRB 4860 and
Hongkong Lungxing Holding Limited, RM 19C, Lockhart Ctr., 301-307, Lockhardt Rd., Wan Chai, Hongkong, Handelsregister, CR Nr. 23239666 eine Gesellschafterversammlung der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz zu HRB 21286 Hongkong Lungxing Holding Limited, RM 19C, Lockhart Ctr., 301-307, Lockhardt Rd., Wan Chai, Hongkong, commercial register, CR Nr. 23239666 hold a shareholders' meeting of Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH registered with the commercial register of the local court of Chemnitz under HRB 21286
ab und beschließen mit sämtlichen Stimmen was folgt: and resolve unanimously the following:
Die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB wird für den Jahresabschluss zum 31.12.2022 in Anspruch genommen. The exception provision in section 264 para. 3 of the German Commercial Code (HGB) is applied to the annual financial statement as of 31.12.2022.
Zwischen der Gesellschaft und deren Mehrheitsanteilseignerin, Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Zwischen der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH und deren Mehrheitsanteilseignerin, BVV Bahntechnik GmbH, besteht ebenfalls ein Ergebnisabführungsvertrag. The Company and its controlling shareholder, Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, have entered into a profit and loss transfer agreement. Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH and its controlling shareholder, BVV Bahntechnik GmbH, have also entered into a profit and loss transfer agreement.
Die Gesellschaft wird als Enkelgesellschaft in den Konzern Abschluss der BVV Bahntechnik GmbH einbezogen. In dessen Anhang wird die oben genannte Befreiung der Gesellschaft angegeben. Der Konzern Abschluss wird nach § 325 HGB durch Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers unter HRB Nr. 15889 des Amtsgerichts Bochum offengelegt. Therefore, the Company is included in the consolidated financial statements of BVV Bahntechnik GmbH as its sub-subsidiary. In the appendix the above-mentioned exemption will be indicated. Pursuant to Section 325 of the German Commercial Code, consolidated financial statements are disclosed by submitting them to the operator of the electrical Federal Gazette for publication under registry number HRB 15889 administered by the Bochum Local Court.
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. No further resolutions are passed.
Der maßgebliche Text ist derjenige in deutscher Sprache. Im Falle von Widersprüchen zwischen der deutschen und der englischen Fassung hat daher die deutsche Fassung Vorrang. The German wording shall be decisive. In case of any inconsistencies between the German and the English wording, the German wording shall therefore prevail.

 

Bochum, den

Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH

Herr Dr. Baoli Wang, Geschäftsführer / Director

 

Beijing, den

Hongkong Lungxing Holding Limited

Herr/Mr. Song Zhao, Geschäftsführer / Director

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