dSPACE Management SE
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Grösch seit 3.8.2023 | Geschäftsführer |
Julia Girolstein seit 21.4.2023 | Prokura |
Carsten Dr.-Ing. Hoff seit 21.4.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
dSPACE GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss der dSPACE GmbH, Paderborn (Amtsgericht Paderborn, HRB 1439) wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit einer Nutzungsdauer von 3 - 5 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten oder zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Anteile an Material- und Fertigungsgemeinkosten - ohne Berücksichtigung von Zinsen für Fremdkapital - aktiviert und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungsdauer wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden in Anlehnung an die Abschreibungstabellen der Finanzverwaltung mit einer Nutzungsdauer von 3 - 33,3 Jahren abgeschrieben. Bei Anschaffungen ab dem 01.01.2018 erfolgte die Abschreibung in linearen Beträgen. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen 250 und 800 EUR (GWG) werden im Jahr der Anschaffung sofort voll abgeschrieben. Die unter den Finanzanlagen bilanzierten Genossenschaftsanteile sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Gründe für den Ansatz eines darunter liegenden Wertes lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund von dauerhaften/vorübergehenden Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert ausgewiesen. Die Roh-/Hilfs- und Betriebsstoffen und Handelswaren sind zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) angesetzt worden. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt worden. Sie enthalten angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital sind in den zum Ansatz gebrachten Herstellungskosten nicht enthalten. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Risiken einer möglichen Uneinbringlichkeit der Forderungen sind durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von größer einem Jahr erfolgte eine Abzinsung nach den im § 253 Abs. 2 HGB geforderten Zinssätzen. Der Wert der Pensionsrückstellungen wurde nach versicherungsmathematischen Gutachten nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von K. Heubeck ermittelt. Als Rechnungszins wurden 1,82% p.a. (10-jährige Durchschnittsbildung; Vorjahr: 1,78%) angesetzt. Für die Ermittlung des Erfüllungsbetrages wurde ein Rententrend von 2,30% zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen der 7-jährigen und 10-jährigen Durchschnittsbildung für die Abzinsung beläuft sich auf 38.250 € (Vorjahr: 180.967 €). Auswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinssatzes werden Zinsaufwand gezeigt. Der handelsrechtliche Wert der Jubiläumsverpflichtungen wird unter Berücksichtigung der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik als Barwert der künftigen Jubiläumszuwendung am Schluss des Geschäftsjahres abzüglich des sich auf denselben Zeitpunkt ergebenen Barwertes betragsmäßig gleichbleibender Jahresbeträge ermittelt. Bei der Berechnung wurden ein Anwartschaftstrend von 2,5% (30 Jahre), 3,0 % (20 Jahre) und 5,0 % (10 Jahre) je nach Betriebszugehörigkeit sowie je nach Restlaufzeit personenindividuelle Rechnungszinssätze zugrunde gelegt. Die Verpflichtung aus einer Altersteilzeitvereinbarung ist in gleicher Höhe von 227.058,95 € durch eine Rückdeckungsversicherung gedeckt. Beide Positionen sind gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert worden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erlöse aus Software-Wartungsverträgen wurden wie in den vergangenen Geschäftsjahren periodengerecht gemäß ihrer Laufzeit abgegrenzt (passiver Rechnungsabgrenzungsposten). Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die Position Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung enthält selbsterstellte Vermögensgegenstände. Die Herstellungskosten der im Berichtsjahr erstellten Vermögensgegenstände beträgt 971 T€. Dabei handelt es sich um Einrichtungsgegenstände für Lean Arbeitsplätze für die Montage und um Testsysteme sowie um Demosysteme, die für Vertriebsaktivitäten genutzt werden. Anteile an Verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft hielt zum Bilanzstichtag folgende Anteile an verbundenen Unternehmen: UnderstandAI GmbH, Karlsruhe
Mit der Gesellschaft besteht seit dem 01.01.2020 ein Ergebnisabführungsvertrag Mertus 544 GmbH, Paderborn
neurocat GmbH, Berlin
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus L.u.L. sind mit Verbindlichkeiten aus L.u.L. in Höhe von 557 T€ saldiert worden. Die Verbindlichkeiten aus L.u.L sind mit Forderungen aus L.u.L. in Höhe von 45 T€ saldiert worden. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ansprüche auf Fördermittelzuschüsse in Höhe von 381 T€ enthalten, die erst im Folgejahr zugeflossen sind. Weiterhin sind enthalten Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von 180T€, die erst im Folgejahr abziehbar waren. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - Sonstige Vermögensgegenstände. Gezeichnetes Kapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital von DM 100.000,00 ist noch nicht auf Euro umgestellt worden. Sonstige Rückstellungen Der Hauptanteil in dem Posten "Sonstige Rückstellungen" betrifft Personalaufwendungen (Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für Mehrarbeit, Jubiläumsrückstellungen sowie Bonusrückstellungen). Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Aufbewahrungskosten, Garantierückstellungen und gewöhnliche Verpflichtungen aus erbrachten Leistungen in den sonstigen Rückstellungen enthalten. Für das Geschäftsjahr entstand eine vertragliche Verpflichtung zu einer vereinbarten Mindestabnahmemenge, hierfür wurde eine weitere Rückstellung gebildet. Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 150.811 T€ (Vorjahr: 132.551 T€). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Forschungszulage gem. FZuIG in Höhe von 499 TEUR. Des Weiteren sind Erträge aus Förderprojekten in Höhe von 949 TEUR sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 1.012 TEUR enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Es besteht eine vertragliche Verpflichtung zur Abnahme einer vereinbarten Mindestabnahmemenge. Die hierfür entstandenen Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.188 TEUR enthalten. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht ein Immobilienleasingvertrag über diverse Gebäude am Geschäftssitz der Gesellschaft. Die Nutzung der Gebäude hat zu unterschiedlichen Zeitpunkten begonnen. Es wurden im Februar 2006 ein Büro- und Logistikgebäude (sog. H-Gebäude), im September 2009 ein Parkhaus, im Januar 2010 ein Verwaltungsgebäude (sog. X- Gebäude) und im Mai 2010 die angeschlossene Kantine zur Nutzung übergeben. Das H-Gebäude wurde ab dem Sommer 2012 um 3 Geschosse aufgestockt. Mit Vereinbarung vom 14.09.2012 wurde der Immobilienleasingvertrag um die Anmietung der Flächen in den neuen Geschossen ergänzt. Die Anmietung der neuen Geschosse erfolgte mit der Fertigstellung zum 01.08.2013. Für alle Gebäude besteht ein einzeln ausübbares Ankaufsrecht. Die Ankaufsrechte für das H-Gebäude und das X-Gebäude können im Dezember 2029 ausgeübt werden. Bis zum Erreichen des Zeitpunktes der Ankaufsrechte ist dSPACE unwiderruflich und ohne die Möglichkeit einer vorzeitiger Kündigung verpflichtet die monatliche Leasingrate zu bezahlen. Weiterhin muss dSPACE während der Nutzung alle Unterhalts-, Wartungs- und Instandhaltungskos ten tragen. Außer im Falle einer Leistungsstörung kann der Leasinggeber den Immo bilienleasingvertrag nicht kündigen. Die Mietraten für die ersten beiden Geschosse des H-Gebäudes betragen bis zun Zeitpunkt des Ankaufsrechtes 1.291 T€. Über den gleichen Zeitraum erhält der Lea singgeber einen jährlich gleichbleibenden Verwaltungskostenbeitrag. Der Barwert die ser Verpflichtung beträgt 57 T€. Die Mietraten für die zusätzlichen 3 Geschosse im H-Gebäude waren zum Bilanz stichtag vorläufig festgelegt, da die Höhe der Gesamtinvestitionskosten noch nich endgültig fixiert war. Unter Zugrundlegung der vorläufigen Gesamtinvestitionskosten beträgt der unveränderliche Teil der Mietraten bis zum Zeitpunkt des Ankaufsrechtes 1.972 T€. Über den gleichen Zeitraum erhält der Leasinggeber einen jährlich gleichbleibenden Verwaltungskostenbeitrag. Der Barwert des Verwaltungskostenbeitrags beträgt 28 T€. Der unveränderliche Teil der Mietraten für das X-Gebäude, Kantine und das Parkhaus beträgt bis zum Zeitpunkt des Ankaufsrechtes 4.083 T€. Über den gleichen Zeitraum erhält der Leasinggeber einen jährlich gleichbleibenden Verwaltungskostenbeitrag. Der Barwert des Verwaltungskostenbeitrags beträgt 46 T€. Im Mai 2019 wurde ein Gebäude für die Montage und die Materialeinlagerung für die Simulatorenproduktion, das sogenannte MIL Gebäude, zur Nutzung übergeben. Zum gleichen Zeitpunkt wurde eine Erweiterung des bestehenden Parkhauses, welches direkt an das MIL Gebäude anschließt, zur Nutzung übergeben. Der Leasingvertrag für diese Gebäude hat eine feste Grundmietzeit von 20 Jahren. Die Mietraten für das MILGebäude und die Parkhauserweiterung waren zum Bilanzstichtag vorläufig festgelegt, da die Höhe der Gesamtinvestitionskosten noch nicht endgültig feststand. Unter Zugrundlegung der vorläufigen Gesamtinvestitionskosten beträgt der unveränderliche Teil der Mietraten bis zum Ende der Grundmietzeit 6.391T€. Über den gleichen Zeitraum erhält der Leasinggeber einen jährlich gleichbleibenden Verwaltungskostenbeitrag. Der Barwert dieser Verpflichtung beträgt 72 T€. Honorar Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug 50 TEUR. Davon entfielen 45 TEUR auf Abschlussprüfungsleistungen und 5 TEUR auf Steuerberatungsleistungen. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 1.799 bei einem Vollzeitäquivalent von 1.638. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr waren folgende Geschäftsführer bestellt:
Von der Möglichkeit der Unterlassung von Angaben gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde für aktive sowie ehemalige Organmitglieder Gebrauch gemacht. Beirat Seit 2023 wird die dSPACE GmbH durch einen Beirat begleitet. Dieser Beirat besteht aus fünf Personen, er tagt vierteljährlich und hat nur beratende Funktionen. Die Gesamtvergütung aller Beiratsmitglieder beträgt 300 TEUR. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die neurocat GmbH, Berlin - eine 54,66% Beteiligung der dSPACE GmbH - hal hat am 17. Juni 2024 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Charlottenburg, HRB 192 192360 gestellt (Veröffentlichung 18.06.2024). Zu den finanziellen Auswirkungen gehörer Ten die weitere Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts in Höhe von 2.052.203,77 EUR UR sowie die Abschreibung einer bestehenden Darlehensforderung in Höhe von 1.650 50.000 EUR.
Paderborn, 28.06.2024 Geschäftsführer: Herr Dr. Carsten Hoff Herr Jens Grösch Anlagenspiegel
Lagebericht 2023I.GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist die eigenständige Entwicklung, Pflege und Vermarktung von technischer Software und Elektronik in Produktform. dSPACE bietet seinen Kunden eine ganzheitliche Absicherungslösung mit Architekturen für die modell- und datenbasierte Entwicklung, mit Software und Hardware-Simulationen, sowie eine integrierte und skalierbare Toolkette. Mit dieser End-to-End-Lösung ermöglichen wir den Kunden hohe Qualität, effiziente Prozesse und Strukturen, kurze Time-to-Market und optimale Kosten. Die dSPACE GmbH ist das zentrale Unternehmen der dSPACE Gruppe. Insbesondere der Vertrieb und Service in großen ausländischen Absatzmärkten wird von anderen Gruppengesellschaften wahrgenommen. Aber auch Engineering-Leistungen und Produktentwicklungen für einige Angebote des Produktspektrums werden von anderen Gruppengesellschaften durchgeführt. dSPACE bietet vor allem Kunden in der Automobilindustrie Simulations- und Validierungslösungen für die Entwicklung vernetzter, autonomer und elektrisch angetriebener Fahrzeuge an. Anwender der Lösungen aus Hard- und Software sind i.a. Ingenieure und Softwareentwickler in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Neben der Automobilindustrie und ihren Zulieferern zählen Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, Unternehmen der Energieindustrie und der Industrieautomatisierung, Landmaschinenhersteller und Forschungseinrichtungen zum Kundenkreis. dSPACE begleitet proaktiv den Wandel der Industrie. Technologien wie Elektromobilität, Connectivity, autonomes Fahren und immer mehr Fahrerassistenzsysteme verlangen neue Lösungen in der Simulation und Validierung. Ein wichtiges Beispiel ist das Software-definierte Fahrzeug, das permanent mit seiner Umgebung verbunden ist und das sukzessive durch Software-Updates an Funktionalität gewinnt. Die Folge ist ein enormer Anstieg der Komplexität mit entsprechenden Auswirkungen auf Entwicklungs- und Absicherungsprozesse einschließlich der Straßenzulassung. Bei weitem nicht alle Tests können durch reale Absicherung mittels Hardware-in-the-Loop-Tests oder im Fahrzeug durchgeführt werden. Daher haben wir unser Produktspektrum im Bereich der virtuellen Software-Simulation über die letzten Jahre kontinuierlich ausgebaut, d.h. neben Software-in-the-Loop-, auch Data Replay Lösungen geschaffen, die natürlich Cloud-fähig sind. Damit haben wir unser traditionell starkes Portfolio im Bereich Prototyping, Hardware-in-the-Loop-Testing sowie mechanische Prüfstände konsequent ergänzt. Für die Elektromobilität wurde das Portfolio zudem im Hochvolt- und Hochstrombereich erweitert, damit die Kunden auch hier deutlich stärker auf Simulation setzen können. In den vergangenen vier Jahren haben wir zudem unsere Kompetenzen in den Bereichen Sensorik, Künstliche Intelligenz (KI), Cloud Computing und Datenmanagement verstärkt, um insbesondere die Anforderungen der datengetriebenen Entwicklung von für die Fahrerassistenzsystemen und Anwendungen für das autonome Fahren abzudecken. Dazu haben wir - neben organischem Aufbau - in der dSPACE Gruppe in der jüngeren Vergangenheit auch die Unternehmen understand.ai in Karlsruhe und die Intempora in Frankreich erworben. Zudem erweitert dSPACE konsequent sein Partnernetzwerk, um immer die neuesten Technologien dieser Unternehmen, u.a. in Bezug auf Sensor-, Cloud- oder Security- Technologien in seinen Produkten zur Absicherung, Simulation und Validierung abzudecken. Das Produktangebot ergänzen wir kontinuierlich um Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Support und Consulting. Die größten Absatzmärkte für das Unternehmen sind dort, wo die globale Automobilindustrie neue Software-/Elektronik-Systeme entwickelt. Dies sind neben dem Heimatmarkt Deutschland bzw. der Europäischen Union insbesondere Japan, die USA, China und Korea. Im April 2023 erfolgte die Gründung einer weiteren Vertriebsgesellschaft in Bangalore, Indien, um den schnell wachsenden indischen Markt direkt mit Lösungen bedienen zu können. Seit Januar 2024 ist die dSPACE Gruppe auch in Schweden mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten. II.WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Wirtschaftliches Umfeld dSPACE erwirtschaftet den größten Umsatzanteil mit Autoherstellern und ihren Zulieferern. Daneben intensiviert dSPACE das Geschäft in weiteren Branchen wie bspw. der Luft- und Raumfahrt sowie im Bereich der Landmaschinenhersteller. Die globale Automobilindustrie steht weiterhin einem immensen Veränderungs- und Innovationsdruck entgegen. Schienen im Jahr 2023 zunächst negative Schlagzeilen über rückläufige Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen, zu niedrige Reichweiten von Batteriesystemen sowie fehlender Benutzerakzeptanz zu autonom fahrenden Mobilitätslösungen die Nachrichten in der Automobilwelt zu dominieren, so haben die Automobilhersteller doch weiter stark in die Elektrifizierung und die Entwicklung hoch komplexer Fahrerassistenzsysteme investiert. Sie betreiben weiterhin große Entwicklungsaufwände bei den Themen Transformation des Antriebsstranges und Weiterentwicklung der Elektromobilität. Zudem steigern unsere Kunden den Aufwand zur Absicherung von immer komplexeren Fahrerassistenzsystemen und Funktionen für das autonome Fahren. Eine McKinsey Studie zu aktuellen Mobilitätstrends unterstreicht, dass diese Industrien somit weiter hohen Entwicklungsaufwand, insbesondere im Bereich der Elektrifizierung, des autonomen Fahrens sowie der Digitalisierung und Konnektivität von Fahrzeugen, betreiben. Ebenso wird erwartet, dass der globale Markt dieses positive Momentum weiterführen wird und Investitionen in die genannten Technologien in den nächsten Jahren stark steigen werden. BMW CFO Walter Mertl meldete bspw. kürzlich "We are investing in the future of our company like never before" (Reuters, 21. März 2024). Mercedes Benz bekräftigte im Jahresabschluss 2023 "Mercedes-Benz will remain strategically focused and tactically flexible and is taking the necessary steps to go all electric ". Der VW-Konzern kündigte im aktuellen Konzernlagebericht an, dass die Investitionen in 2024 "in die Entwicklung elektrifizierter Antriebe, Plattformen sowie in die Digitalisierung..." verstärkt werden und im Bereich Automobile die Investitionsquote bis zu 14,5% liegen wird. Neben den stetig wachsenden Investitionsquoten der weltweiten Automobilindustrie, wurde im Jahr 2023 auch die Produktion von Automobilen weiter gesteigert. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) erzielte der globale PKW-Markt in 2023 ein Produktionswachstum von 10% auf 79,5 Mio.€ Fahrzeuge. In Deutschland wurden im Jahr 2023 erstmals mehr rein elektrisch angetriebene PKW (23%) hergestellt als Dieselfahrzeuge (20%). Auch wenn dSPACE keinen direkten Bezug zu Produktionsfahrzeugzahlen hat, unterstreichen diese Statistiken den Trend zu gestiegenen Marktanforderungen und höheren F&E Aufwendungen. 2. Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens im Berichtszeitraum Nachdem dSPACE im Vorjahr noch mit vielen externen ökonomischen Herausforderungen, insbes. aufgrund gestörter internationaler Lieferketten, umgehen musste, sind wir in das Geschäftsjahr 2023 noch mit verhaltenden Prognosen zur weiteren Geschäftsentwicklung gestartet. Im Geschäftsjahr 2023 zeigte sich dann allerdings sehr schnell, dass die Erholung von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie in den Märkten eher zu beobachten war als ursprünglich angenommen. Auch wenn es immer noch eine Verknappung von Rohstoffen und Verzögerungen in den globalen Lieferketten gab, hat sich eine gewisse Marktstabilität eingestellt. Speziell die zweite Hälfte des abgelaufenen Jahres entwickelte sich deutlich positiver als ursprünglich prognostiziert, was zu einem deutlich besseren Umsatz und Ergebnis geführt hat als erwartet. Aufgrund unserer globalen Kundenlandschaft in allen wesentlichen Regionen konnten wir an der Stabilisierung des globalen Marktes sehr gut partizipieren. Das Wachstum des Auftragseingangs konnte, analog zum Vorjahr, auf einem sehr hohen Niveau weiter gesteigert werden. Auch während der Pandemie-Jahre 2020 bis 2022 sowie besonders im Jahr 2023 hat dSPACE stetig in den Aufbau der eigenen Kapazitäten, insbes. im Produktionsumfeld, investiert. Somit konnten wir im Geschäftsjahr 2023 ein überproportionales Umsatzwachstum verbuchen und mit einem operativen Ergebnis abschließen, welches oberhalb unserer Erwartung lag. Die finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr wie nachfolgend geschildert entwickelt. Dem Rekordwert im Vorjahr folgt in der Berichtsperiode ein weiterer Anstieg des Auftragseingangs von 21%. Aufgrund der Abarbeitung der hohen Auftragsbestände, weiterwachsenden Auftragseingängen und höheren Produktionskapazitäten konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 sogar noch stärker gesteigert werden (+23%). Durch den Überschuss des Auftragseingangs über den Umsatz wuchs der Auftragsbestand bis zum Ende des Jahres um weitere 21% an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit annährend 25% überproportional zum Umsatz gestiegen und lagen zum ersten Mal leicht oberhalb des Vor-Corona-Levels aus dem Jahr 2019. Die Haupttreiber für die höheren operativen Aufwände waren im Jahr 2023 der weitere Ausbau externer Entwicklungsleistungen, Ausgaben für den Ausbau und die Erneuerung unserer IT-Infrastruktur, gestiegene Reise- und Messeaktivitäten nach dem Ende der Pandemie sowie Investitionen in die Weiterbildung unserer Mitarbeiterschaft. Die Personalaufwendungen sind um 18,6 % gestiegen. Neben der hohen Rate an Neueinstellungen (+8%) stellen die Erhöhungen der Löhne und Gehälter sowie die Auszahlung der vollen Inflationsausgleichsprämie für alle Mitarbeiter den höchsten Anteil an der Steigerung der Personalaufwendungen. Die starken Preisverwerfungen an den Beschaffungsmärkten aus dem Jahr 2022 haben weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf die Materialquoten unserer Hardwareprodukte. Um unsere Lieferfähigkeit in der Zukunft weiter zu optimieren, haben wir das Geschäftsjahr zu einem weiteren Ausbau der internen sowie externen Entwicklungs- und Produktionskapazitäten genutzt. Insgesamt hat sich das operative Ergebnis der dSPACE GmbH aufgrund des erfreulichen Umsatzwachstums positiv entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das operative Jahresergebnis (EBIT) vor organschaftlicher Verrechnung und Abwertung zweier Unternehmungsbeteiligungen um ca. 56% auf 46,5 Mio. Euro gestiegen. Somit liegt das Jahresergebnis vor organschaftlicher Verrechnung in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bei 32,0 Mio. Euro. Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um 14,3 % auf 242,1 Mio. Euro angewachsen. Der Wert des Anlagevermögens ist um 22,6 % auf 40,6 Mio. Euro (Vorjahr 52,5 Mio.) gesunken. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf der Abwertung von Anteilen an zwei Unternehmensbeteiligungen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist mit 16,8 % (Vorjahr 24,8 %) entsprechend unter das Niveau des Vorjahres gesunken. Durch die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Umsatztätigkeit im 4. Quartal sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 22,1 % auf 89,6 Mio. Euro angestiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt damit 37,0 % (Vorjahr 34,6 %). Aufgrund der hohen Auftragsbestände sowie zur Absicherung gegen potenziell wiederauftretende Risiken in den internationalen Lieferketten, haben wir unsere Vorräte weiter aufgebaut. Die Vorratsbestände sind um 48,9 % auf 68,5 Mio. Euro (Vorjahr 46,0 Mio.) angewachsen. Das entspricht 28,3 % der Bilanzsumme. Insbesondere durch die hohe Kapitalbindung in zusätzliche Vorräte und Forderungen sind die liquiden Mittel nicht analog zum guten operativen Jahresergebnis gewachsen. Insgesamt sind unsere liquiden Mittel um 4,9 Mio. Euro auf 35,1 Mio. Euro angewachsen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt nunmehr 14,5 % (Vorjahr 14,3 %). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 6,1 Mio. Euro. Die Investitionsquote beträgt somit nahezu unverändert 1,9 % vom Umsatz. Das bilanzielle Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betragen 75,9 % der Bilanzsumme. Damit liegt der Anteil des Fremdkapitals und der Rechnungsabgrenzung mit gut einem Viertel der Bilanzsumme auf einem geringen Niveau. III.RISIKO- UND CHANCENBERICHT Im Bereich der Finanzierung untersagen die Risikomanagementziele das Halten von Finanzinstrumenten, die starken Preisänderungsrisiken unterliegen, wie zum Beispiel Aktien. Derivative Finanzinstrumente werden nicht ohne Grundgeschäft abgeschlossen. Sie werden ausschließlich zur Reduzierung des Risikos eingesetzt. Im Berichtszeitraum wurden keine derivative Finanzinstrumente abgeschlossen oder gehalten. Forderungen werden bis auf wenige Ausnahmen nur in Euro akzeptiert. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden nur in geringerem Maße aus Lieferungen und Leistungen eingegangen. Das Fremdwährungsrisiko des Unternehmens ist somit nur minimal ausgeprägt. Die wesentlichste Risikoposition des Unternehmens besteht aus den Forderungen für Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen gegen die dSPACE Auslandsgesellschaften in einer Gesamthöhe von 54,5 Mio.€ (Vorjahr 37,0 Mio.€) sehen wir keine Ausfallrisiken, da die Bonität dieser Schuldner durch liquide Mittel und Forderungen gegen deren Schuldner mit hoher Bonität hinreichend gedeckt sind. Die größten inländischen Schuldner haben ein Moody's Rating von P-1 bzw. P-2. Eine Kreditversicherung besteht weiterhin nicht. Es gab in der Berichtsperiode, wie auch in den Vorjahren, keine wesentlichen Forderungsausfälle. Auch wenn sich die Liefersituation in der gesamten Warenkette deutlich stabilisiert hat, verzeichnen wir weiterhin steigende Preise unserer Einkaufsteile und Rohstoffe. Auch in der Zukunft besteht weiterhin das Risiko von steigenden Preisen. Wir überprüfen regelmäßig die Kostenstruktur unserer Produkte und der gesamten Wertschöpfung und bewerten und setzen Gegenmaßnahmen um, falls diese notwendig sind, um die Profitabilität abzusichern. Der anhaltende Angriffskrieg der russischen Armee gegen die Ukraine hat weiterhin keine unmittelbaren Auswirkungen auf unser Geschäft. In beiden Ländern haben wir keine wesentlichen Kunden- oder Lieferantenbeziehungen. Dies gilt auch für andere Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Es besteht jedoch weiterhin das Risiko, dass der Krieg und die gegen Russland verhängten Sanktionen mittelbare Auswirkungen auf unsere Lieferkette hat. Das Risiko für weitere Verknappungen von Rohstoffen und Preiserhöhungen von Komponenten und Rohstoffen sowie der Energiekosten besteht somit auch in der Zukunft. Anderweitige globale Konflikte und Spannungen überwachen wir regelmäßig, um beim Erkennen von Risiken frühzeitig Gegenmaßnahmen implementieren zu können. Die Beschaffungssituation von elektronischen Bauteilen hat sich im letzten Geschäftsjahr deutlich stabilisiert. Dies hat zum einen zu geringeren Mehrkosten geführt als in den Vorperioden und zum anderen auch zu verkürzten Lieferzeiten. Dennoch bestehen weiterhin Risiken in der gesamten Lieferkette, welche wir regelmäßig überwachen und gegensteuern. Durch die hohe Dynamik in den globalen Märkten und weiterhin vorhandenen geopolitischen Herausforderungen kann jedoch wieder eine Verschlechterung eintreten. Durch die vorhandenen Liquiditätsreserven sind wir ausreichend abgesichert gegen kurzfristig aufkommende Risiken. Die weiterhin gute Nachfrage und der hohe Auftragseingang belegen, dass unser Geschäftsmodell intakt ist und unser Unternehmen für die Zukunft bestens aufgestellt ist. Mit unserem Produkt- und Service-Portfolio bedienen wir die weiterhin intakten Trends in der Automobilindustrie wie Elektromobilität, Autonomes Fahren oder Software-defined-Vehicle. Diese Marktentwicklungen bedürfen auch zunehmend Softwarefunktionen und Aufwendungen für Simulation und Absicherung? Durch unsere weltweiten Niederlassungen können wir die globalen Märkte bestmöglich bedienen und kundennah agieren. Neben organischem Wachstum überprüfen wir auch regelmäßig Möglichkeiten oder Notwendigkeiten, unser Portfolio und unseren Marktauftritt durch Akquisitionen weiterzuentwickeln. Mit seinen End-to-End-Lösungen bietet dSPACE Kunden ein im Wettbewerb einzigartiges Portfolio mit entsprechender Lösungskompetenz. Zudem erweitert dSPACE konsequent seine regionale Präsenz durch die Gründung von Regionalgesellschaften, um den wachsenden Bedarf der Kunden in diesen Regionen direkt bedienen zu können. IV.PROGNOSE Die Stabilisierung der Märkte setzte sich auch in den ersten Monaten des Jahres 2024 fort. Es gilt aber festzuhalten, dass sich der Automobilmarkt weiterhin in einer Transformation befindet und insbesondere das europäische Produktionsvolumen weiter stagniert. Der VDA erwartet für das Jahr 2024 ein moderates Wachstum in den globalen Produktionszahlen PKW von 2%. Aufgrund dieser Einschätzung des Marktes sowie unseren aktuellen Auftragsbestand rechnen wir auch im Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatzanstieg von 16,8 %. Um unsere langfristigen Marktpotenziale heben zu können, werden wir auch 2024 unsere internen Kapazitäten weiter aufbauen. Aufgrund weiterhin steigender Kosten für Material und Personal erwarten wir eine leichte Reduzierung des prozentualen Geschäftsergebnisses. V.ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Die Geschäftsführung des Unternehmens besteht seit dem 01.08.2023 aus zwei Personen. Für die Geschäftsführung hat die Gesellschafterversammlung als Zielgröße für den Frauenanteil 0% bis zum 31.12.2025 festgesetzt, d.h. eine Zielgröße von 0 weiblichen Mitgliedern der Geschäftsführung. Die Gesellschafterversammlung hält die Frauen-Quote von 0% weiter für sachgerecht. Die Geschäftsführung besteht lediglich aus zwei Mitgliedern. Eine Frauenquote von mehr als 0% würde bei einer solchen Gremiengröße nach Auffassung der Gesellschafterversammlung dazu führen, dass bei Neubesetzungen das Geschlecht die Auswahlentscheidung zwischen möglichen Kandidaten übermäßig stark vorbestimmt. Die Gesellschafterversammlung wird zwar grundsätzlich bei der Auswahl geeigneter Geschäftsführer neben den fachlichen und persönlichen Qualifikationen, die die wesentliche Grundvoraussetzung für eine Bestellung darstellen, im Interesse einer diversen Zusammensetzung des Organs im konkreten Einzelfall auch die fachliche Diversität, die internationale Erfahrung und eine geschlechtlich diverse Besetzung des Gremiums berücksichtigen. Es ist aber nicht beabsichtigt, diese Abwägung, die anlässlich eines konkreten Bewerberfeldes getroffen werden soll, schon heute abstrakt über die Festlegung einer festen Frauenquote weitgehend zu determinieren. Zudem würde die Festlegung einer höheren Frauenquote die Gesellschafterversammlung dazu zwingen, entweder das Organ zu vergrößern oder mittelbar schon jetzt die Entscheidung beinhalten, das Mandat eines der heutigen Geschäftsführer zu beenden bzw. nicht weiter fortzuführen. Beides stellen weitreichende Entscheidungen dar, bei denen die Gesellschafterversammlung eine vorzeitige Festlegung für nicht im Interesse der Gesellschaft erachtet. Die Geschäftsführung hat gemäß den gesetzlichen Vorgaben in § 36 GmbHG für den oberen Führungskreis [N-1] eine Zielgröße von 10 % und für den erweiterten Führungskreis [N-2] eine Zielgröße von 8 % für den Frauenanteil festgelegt. Beide Zielgrößen sind im Berichtsjahr erreicht worden. Forschung und Entwicklung Die wesentliche Stärke von dSPACE im Markt ist die Technologieführerschaft in vielen Bereichen, vor allem in der Echtzeitsimulation. Sie wird von unseren Kunden hochgeschätzt und entspricht unserer strategischen Zielsetzung. Mit Stand 31.12.2023 verfügt dSPACE über 189 Patentfamilien. Die hohe Erfindungsstärke schlägt sich auch in den 289 weiteren Patentfamilien nieder, deren Prüfungsverfahren in den Anmeldeländern per 31.12.2023 noch nicht abgeschlossen sind. Dabei kommt jedes Jahr eine mittlere zweistellige Zahl von Patentfamilien hinzu. Unsere Innovationskraft halten wir durch einen außergewöhnlich hohen Anteil an Mitarbeitern in der Produktentwicklung langfristig aufrecht. Damit sichert dSPACE seine Marktposition ab. Wir sind in der Lage, nicht nur Komponenten bereitzustellen, sondern auch End-to-End-Lösungen und Toolketten bereitzustellen, die der enorm gestiegenen Komplexität und Dynamik in der daten- und modellgetriebenen Entwicklung des software-definierten Fahrzeugs in der Autoindustrie Rechnung tragen. dSPACE wird auch zukünftig einen Schwerpunkt auf hochinnovative Produkte legen und sein Produkt- und Lösungsangebot stärken. Dabei passt dSPACE sein Technologieportfolio konsequent den Anforderungen des Marktes an (z.B. durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz oder Cloud-Technologien). Einen besonderen Fokus legen wir weiter auf die Domänen Elektroantriebe, Fahrerassistenz und die datengetriebene Entwicklung für das autonome Fahren. VI.ZWEIGNIEDERLASSUNGEN Zum 31.12.2023 hatten wir Zweigniederlassungen in Pfaffenhofen bei München, in München, in Ingolstadt, in Böblingen bei Stuttgart und in Wolfsburg.
Paderborn, 28.06.2024 gez. Carsten Hoff gez. Jens Grösch BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die dSPACE GmbH, Paderborn PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der dSPACE GmbH, Paderborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der dSPACE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 28. Juni 2024 BDO
AG
Spinneken, Wirtschaftsprüfer Steiner, Wirtschaftsprüferin BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss der dSPACE GmbH, Paderborn (Amtsgericht Paderborn, HRB 1439) wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit einer Nutzungsdauer von 3 - 5 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten oder zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Anteile an Material- und Fertigungsgemeinkosten - ohne Berücksichtigung von Zinsen für Fremdkapital - aktiviert und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungsdauer wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden in Anlehnung an die Abschreibungstabellen der Finanzverwaltung mit einer Nutzungsdauer von 3 - 33,3 Jahren abgeschrieben. Bei Anschaffungen ab dem 01.01.2018 erfolgte die Abschreibung in linearen Beträgen. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen 250 und 800 EUR (GWG) werden im Jahr der Anschaffung sofort voll abgeschrieben. Die unter den Finanzanlagen bilanzierten Genossenschaftsanteile sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Gründe für den Ansatz eines darunter liegenden Wertes lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund von dauerhaften/vorübergehenden Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert ausgewiesen. Die Roh-/Hilfs- und Betriebsstoffen und Handelswaren sind zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) angesetzt worden. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt worden. Sie enthalten angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital sind in den zum Ansatz gebrachten Herstellungskosten nicht enthalten. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Risiken einer möglichen Uneinbringlichkeit der Forderungen sind durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von größer einem Jahr erfolgte eine Abzinsung nach den im § 253 Abs. 2 HGB geforderten Zinssätzen. Der Wert der Pensionsrückstellungen wurde nach versicherungsmathematischen Gutachten nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von K. Heubeck ermittelt. Als Rechnungszins wurden 1,82% p.a. (10-jährige Durchschnittsbildung; Vorjahr: 1,78%) angesetzt. Für die Ermittlung des Erfüllungsbetrages wurde ein Rententrend von 2,30% zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen der 7-jährigen und 10-jährigen Durchschnittsbildung für die Abzinsung beläuft sich auf 38.250 € (Vorjahr: 180.967 €). Auswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinssatzes werden Zinsaufwand gezeigt. Der handelsrechtliche Wert der Jubiläumsverpflichtungen wird unter Berücksichtigung der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik als Barwert der künftigen Jubiläumszuwendung am Schluss des Geschäftsjahres abzüglich des sich auf denselben Zeitpunkt ergebenen Barwertes betragsmäßig gleichbleibender Jahresbeträge ermittelt. Bei der Berechnung wurden ein Anwartschaftstrend von 2,5% (30 Jahre), 3,0 % (20 Jahre) und 5,0 % (10 Jahre) je nach Betriebszugehörigkeit sowie je nach Restlaufzeit personenindividuelle Rechnungszinssätze zugrunde gelegt. Die Verpflichtung aus einer Altersteilzeitvereinbarung ist in gleicher Höhe von 227.058,95 € durch eine Rückdeckungsversicherung gedeckt. Beide Positionen sind gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert worden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erlöse aus Software-Wartungsverträgen wurden wie in den vergangenen Geschäftsjahren periodengerecht gemäß ihrer Laufzeit abgegrenzt (passiver Rechnungsabgrenzungsposten). Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die Position Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung enthält selbsterstellte Vermögensgegenstände. Die Herstellungskosten der im Berichtsjahr erstellten Vermögensgegenstände beträgt 971 T€. Dabei handelt es sich um Einrichtungsgegenstände für Lean Arbeitsplätze für die Montage und um Testsysteme sowie um Demosysteme, die für Vertriebsaktivitäten genutzt werden. Anteile an Verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft hielt zum Bilanzstichtag folgende Anteile an verbundenen Unternehmen: UnderstandAI GmbH, Karlsruhe
Mit der Gesellschaft besteht seit dem 01.01.2020 ein Ergebnisabführungsvertrag Mertus 544 GmbH, Paderborn
neurocat GmbH, Berlin
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus L.u.L. sind mit Verbindlichkeiten aus L.u.L. in Höhe von 557 T€ saldiert worden. Die Verbindlichkeiten aus L.u.L sind mit Forderungen aus L.u.L. in Höhe von 45 T€ saldiert worden. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ansprüche auf Fördermittelzuschüsse in Höhe von 381 T€ enthalten, die erst im Folgejahr zugeflossen sind. Weiterhin sind enthalten Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von 180T€, die erst im Folgejahr abziehbar waren. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - Sonstige Vermögensgegenstände. Gezeichnetes Kapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital von DM 100.000,00 ist noch nicht auf Euro umgestellt worden. Sonstige Rückstellungen Der Hauptanteil in dem Posten "Sonstige Rückstellungen" betrifft Personalaufwendungen (Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für Mehrarbeit, Jubiläumsrückstellungen sowie Bonusrückstellungen). Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Aufbewahrungskosten, Garantierückstellungen und gewöhnliche Verpflichtungen aus erbrachten Leistungen in den sonstigen Rückstellungen enthalten. Für das Geschäftsjahr entstand eine vertragliche Verpflichtung zu einer vereinbarten Mindestabnahmemenge, hierfür wurde eine weitere Rückstellung gebildet. Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 150.811 T€ (Vorjahr: 132.551 T€). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Forschungszulage gem. FZulG in Höhe von 499 TEUR. Des Weiteren sind Erträge aus Förderprojekten in Höhe von 949 TEUR sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 1.012 TEUR enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Es besteht eine vertragliche Verpflichtung zur Abnahme einer vereinbarten Mindestabnahmemenge. Die hierfür entstandenen Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.188 TEUR enthalten. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht ein Immobilienleasingvertrag über diverse Gebäude am Geschäftssitz der Gesellschaft. Die Nutzung der Gebäude hat zu unterschiedlichen Zeitpunkten begonnen. Es wurden im Februar 2006 ein Büro- und Logistikgebäude (sog. H-Gebäude), im September 2009 ein Parkhaus, im Januar 2010 ein Verwaltungsgebäude (sog. X-Gebäude) und im Mai 2010 die angeschlossene Kantine zur Nutzung übergeben. Das H-Gebäude wurde ab dem Sommer 2012 um 3 Geschosse aufgestockt. Mit Vereinbarung vom 14.09.2012 wurde der Immobilienleasingvertrag um die Anmietung der Flächen in den neuen Geschossen ergänzt. Die Anmietung der neuen Geschosse erfolgte mit der Fertigstellung zum 01.08.2013. Für alle Gebäude besteht ein einzeln ausübbares Ankaufsrecht. Die Ankaufsrechte für das H-Gebäude und das X-Gebäude können im Dezember 2029 ausgeübt werden. Bis zum Erreichen des Zeitpunktes der Ankaufsrechte ist dSPACE unwiderruflich und ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung verpflichtet die monatliche Leasingrate zu bezahlen. Weiterhin muss dSPACE während der Nutzung alle Unterhalts-, Wartungs- und Instandhaltungskosten tragen. Außer im Falle einer Leistungsstörung kann der Leasinggeber den Immobilienleasingvertrag nicht kündigen. Die Mietraten für die ersten beiden Geschosse des H-Gebäudes betragen bis zum Zeitpunkt des Ankaufsrechtes 1.291 T€. Über den gleichen Zeitraum erhält der Leasinggeber einen jährlich gleichbleibenden Verwaltungskostenbeitrag. Der Barwert dieser Verpflichtung beträgt 57 T€. Die Mietraten für die zusätzlichen 3 Geschosse im H-Gebäude waren zum Bilanzstichtag vorläufig festgelegt, da die Höhe der Gesamtinvestitionskosten noch nicht endgültig fixiert war. Unter Zugrundlegung der vorläufigen Gesamtinvestitionskosten beträgt der unveränderliche Teil der Mietraten bis zum Zeitpunkt des Ankaufsrechtes 1.972 T€. Über den gleichen Zeitraum erhält der Leasinggeber einen jährlich gleichbleibenden Verwaltungskostenbeitrag. Der Barwert des Verwaltungskostenbeitrags beträgt 28 T€. Der unveränderliche Teil der Mietraten für das X-Gebäude, Kantine und das Parkhaus beträgt bis zum Zeitpunkt des Ankaufsrechtes 4.083 T€. Über den gleichen Zeitraum erhält der Leasinggeber einen jährlich gleichbleibenden Verwaltungskostenbeitrag. Der Barwert des Verwaltungskostenbeitrags beträgt 46 T€. Im Mai 2019 wurde ein Gebäude für die Montage und die Materialeinlagerung für die Simulatorenproduktion, das sogenannte MIL Gebäude, zur Nutzung übergeben. Zum gleichen Zeitpunkt wurde eine Erweiterung des bestehenden Parkhauses, welches direkt an das MIL Gebäude anschließt, zur Nutzung übergeben. Der Leasingvertrag für diese Gebäude hat eine feste Grundmietzeit von 20 Jahren. Die Mietraten für das MILGebäude und die Parkhauserweiterung waren zum Bilanzstichtag vorläufig festgelegt, da die Höhe der Gesamtinvestitionskosten noch nicht endgültig feststand. Unter Zugrundlegung der vorläufigen Gesamtinvestitionskosten beträgt der unveränderliche Teil der Mietraten bis zum Ende der Grundmietzeit 6.391T€. Über den gleichen Zeitraum erhält der Leasinggeber einen jährlich gleichbleibenden Verwaltungskostenbeitrag. Der Barwert dieser Verpflichtung beträgt 72 T€. Honorar Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug 50 TEUR. Davon entfielen 45 TEUR auf Abschlussprüfungsleistungen und 5 TEUR auf Steuerberatungsleistungen. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 1.799 bei einem Vollzeitäquivalent von 1.638. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr waren folgende Geschäftsführer bestellt: Herr Martin Goetzeler bis zum 16. April 2023 Herr Dr. Carsten Hoff CEO seit dem 17. April 2023 Herr Jens Grösch CFO seit dem 26. Juli 2023 Von der Möglichkeit der Unterlassung von Angaben gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde für aktive sowie ehemalige Organmitglieder Gebrauch gemacht. Beirat Seit 2023 wird die dSPACE GmbH durch einen Beirat begleitet. Dieser Beirat besteht aus fünf Personen, er tagt vierteljährlich und hat nur beratende Funktionen. Die Gesamtvergütung aller Beiratsmitglieder beträgt 300 TEUR. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die neurocat GmbH, Berlin - eine 54,66% Beteiligung der dSPACE GmbH - hat am 17. Juni 2024 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Charlottenburg, HRB 192360 gestellt (Veröffentlichung 18.06.2024). Zu den finanziellen Auswirkungen gehören die weitere Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts in Höhe von 2.052.203,77 EUR sowie die Abschreibung einer bestehenden Darlehensforderung in Höhe von 1.650.000 EUR.
Paderborn, 28.06.2024 Geschäftsführer: Herr Dr. Carsten Hoff Herr Jens Grösch Anlagenspiegel
Lagebericht 2023I.GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist die eigenständige Entwicklung, Pflege und Vermarktung von technischer Software und Elektronik in Produktform. dSPACE bietet seinen Kunden eine ganzheitliche Absicherungslösung mit Architekturen für die modell- und datenbasierte Entwicklung, mit Software und Hardware-Simulationen, sowie eine integrierte und skalierbare Toolkette. Mit dieser End-to-End-Lösung ermöglichen wir den Kunden hohe Qualität, effiziente Prozesse und Strukturen, kurze Time-to-Market und optimale Kosten. Die dSPACE GmbH ist das zentrale Unternehmen der dSPACE Gruppe. Insbesondere der Vertrieb und Service in großen ausländischen Absatzmärkten wird von anderen Gruppengesellschaften wahrgenommen. Aber auch Engineering-Leistungen und Produktentwicklungen für einige Angebote des Produktspektrums werden von anderen Gruppengesellschaften durchgeführt. dSPACE bietet vor allem Kunden in der Automobilindustrie Simulations- und Validierungslösungen für die Entwicklung vernetzter, autonomer und elektrisch angetriebener Fahrzeuge an. Anwender der Lösungen aus Hard- und Software sind i.a. Ingenieure und Softwareentwickler in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Neben der Automobilindustrie und ihren Zulieferern zählen Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, Unternehmen der Energieindustrie und der Industrieautomatisierung, Landmaschinenhersteller und Forschungseinrichtungen zum Kundenkreis. dSPACE begleitet proaktiv den Wandel der Industrie. Technologien wie Elektromobilität, Connectivity, autonomes Fahren und immer mehr Fahrerassistenzsysteme verlangen neue Lösungen in der Simulation und Validierung. Ein wichtiges Beispiel ist das Software-definierte Fahrzeug, das permanent mit seiner Umgebung verbunden ist und das sukzessive durch Software-Updates an Funktionalität gewinnt. Die Folge ist ein enormer Anstieg der Komplexität mit entsprechenden Auswirkungen auf Entwicklungs- und Absicherungsprozesse einschließlich der Straßenzulassung. Bei weitem nicht alle Tests können durch reale Absicherung mittels Hardware-in-the-Loop-Tests oder im Fahrzeug durchgeführt werden. Daher haben wir unser Produktspektrum im Bereich der virtuellen Software-Simulation über die letzten Jahre kontinuierlich ausgebaut, d.h. neben Software-in-the-Loop-, auch Data Replay Lösungen geschaffen, die natürlich Cloud-fähig sind. Damit haben wir unser traditionell starkes Portfolio im Bereich Prototyping, Hardware-in-the-Loop-Testing sowie mechanische Prüfstände konsequent ergänzt. Für die Elektromobilität wurde das Portfolio zudem im Hochvolt- und Hochstrombereich erweitert, damit die Kunden auch hier deutlich stärker auf Simulation setzen können. In den vergangenen vier Jahren haben wir zudem unsere Kompetenzen in den Bereichen Sensorik, Künstliche Intelligenz (KI), Cloud Computing und Datenmanagement verstärkt, um insbesondere die Anforderungen der datengetriebenen Entwicklung von für die Fahrerassistenzsystemen und Anwendungen für das autonome Fahren abzudecken. Dazu haben wir - neben organischem Aufbau - in der dSPACE Gruppe in der jüngeren Vergangenheit auch die Unternehmen understand.ai in Karlsruhe und die Intempora in Frankreich erworben. Zudem erweitert dSPACE konsequent sein Partnernetzwerk, um immer die neuesten Technologien dieser Unternehmen, u.a. in Bezug auf Sensor-, Cloud- oder Security-Technologien in seinen Produkten zur Absicherung, Simulation und Validierung abzudecken. Das Produktangebot ergänzen wir kontinuierlich um Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Support und Consulting. Die größten Absatzmärkte für das Unternehmen sind dort, wo die globale Automobilindustrie neue Software-/Elektronik-Systeme entwickelt. Dies sind neben dem Heimatmarkt Deutschland bzw. der Europäischen Union insbesondere Japan, die USA, China und Korea. Im April 2023 erfolgte die Gründung einer weiteren Vertriebsgesellschaft in Bangalore, Indien, um den schnell wachsenden indischen Markt direkt mit Lösungen bedienen zu können. Seit Januar 2024 ist die dSPACE Gruppe auch in Schweden mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten. II.WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Wirtschaftliches Umfeld dSPACE erwirtschaftet den größten Umsatzanteil mit Autoherstellern und ihren Zulieferern. Daneben intensiviert dSPACE das Geschäft in weiteren Branchen wie bspw. der Luft- und Raumfahrt sowie im Bereich der Landmaschinenhersteller. Die globale Automobilindustrie steht weiterhin einem immensen Veränderungs- und Innovationsdruck entgegen. Schienen im Jahr 2023 zunächst negative Schlagzeilen über rückläufige Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen, zu niedrige Reichweiten von Batteriesystemen sowie fehlender Benutzerakzeptanz zu autonom fahrenden Mobilitätslösungen die Nachrichten in der Automobilwelt zu dominieren, so haben die Automobilhersteller doch weiter stark in die Elektrifizierung und die Entwicklung hoch komplexer Fahrerassistenzsysteme investiert. Sie betreiben weiterhin große Entwicklungsaufwände bei den Themen Transformation des Antriebsstranges und Weiterentwicklung der Elektromobilität. Zudem steigern unsere Kunden den Aufwand zur Absicherung von immer komplexeren Fahrerassistenzsystemen und Funktionen für das autonome Fahren. Eine McKinsey Studie zu aktuellen Mobilitätstrends unterstreicht, dass diese Industrien somit weiter hohen Entwicklungsaufwand, insbesondere im Bereich der Elektrifizierung, des autonomen Fahrens sowie der Digitalisierung und Konnektivität von Fahrzeugen, betreiben. Ebenso wird erwartet, dass der globale Markt dieses positive Momentum weiterführen wird und Investitionen in die genannten Technologien in den nächsten Jahren stark steigen werden. BMW CFO Walter Mertl meldete bspw. kürzlich "We are investing in the future of our company like never before" (Reuters, 21. März 2024). Mercedes Benz bekräftigte im Jahresabschluss 2023 "Mercedes-Benz will remain strategically focused and tactically flexible and is taking the necessary steps to go all electric ". Der VW-Konzern kündigte im aktuellen Konzernlagebericht an, dass die Investitionen in 2024 "in die Entwicklung elektrifizierter Antriebe, Plattformen sowie in die Digitalisierung..." verstärkt werden und im Bereich Automobile die Investitionsquote bis zu 14,5% liegen wird. Neben den stetig wachsenden Investitionsquoten der weltweiten Automobilindustrie, wurde im Jahr 2023 auch die Produktion von Automobilen weiter gesteigert. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) erzielte der globale PKW-Markt in 2023 ein Produktionswachstum von 10% auf 79,5 Mio.€ Fahrzeuge. In Deutschland wurden im Jahr 2023 erstmals mehr rein elektrisch angetriebene PKW (23%) hergestellt als Dieselfahrzeuge (20%). Auch wenn dSPACE keinen direkten Bezug zu Produktionsfahrzeugzahlen hat, unterstreichen diese Statistiken den Trend zu gestiegenen Marktanforderungen und höheren F&E Aufwendungen. 2. Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens im Berichtszeitraum Nachdem dSPACE im Vorjahr noch mit vielen externen ökonomischen Herausforderungen, insbes. aufgrund gestörter internationaler Lieferketten, umgehen musste, sind wir in das Geschäftsjahr 2023 noch mit verhaltenden Prognosen zur weiteren Geschäftsentwicklung gestartet. Im Geschäftsjahr 2023 zeigte sich dann allerdings sehr schnell, dass die Erholung von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie in den Märkten eher zu beobachten war als ursprünglich angenommen. Auch wenn es immer noch eine Verknappung von Rohstoffen und Verzögerungen in den globalen Lieferketten gab, hat sich eine gewisse Marktstabilität eingestellt. Speziell die zweite Hälfte des abgelaufenen Jahres entwickelte sich deutlich positiver als ursprünglich prognostiziert, was zu einem deutlich besseren Umsatz und Ergebnis geführt hat als erwartet. Aufgrund unserer globalen Kundenlandschaft in allen wesentlichen Regionen konnten wir an der Stabilisierung des globalen Marktes sehr gut partizipieren. Das Wachstum des Auftragseingangs konnte, analog zum Vorjahr, auf einem sehr hohen Niveau weiter gesteigert werden. Auch während der Pandemie-Jahre 2020 bis 2022 sowie besonders im Jahr 2023 hat dSPACE stetig in den Aufbau der eigenen Kapazitäten, insbes. im Produktionsumfeld, investiert. Somit konnten wir im Geschäftsjahr 2023 ein überproportionales Umsatzwachstum verbuchen und mit einem operativen Ergebnis abschließen, welches oberhalb unserer Erwartung lag. Die finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr wie nachfolgend geschildert entwickelt. Dem Rekordwert im Vorjahr folgt in der Berichtsperiode ein weiterer Anstieg des Auftragseingangs von 21%. Aufgrund der Abarbeitung der hohen Auftragsbestände, weiterwachsenden Auftragseingängen und höheren Produktionskapazitäten konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 sogar noch stärker gesteigert werden (+23%). Durch den Überschuss des Auftragseingangs über den Umsatz wuchs der Auftragsbestand bis zum Ende des Jahres um weitere 21% an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit annährend 25% überproportional zum Umsatz gestiegen und lagen zum ersten Mal leicht oberhalb des Vor-Corona-Levels aus dem Jahr 2019. Die Haupttreiber für die höheren operativen Aufwände waren im Jahr 2023 der weitere Ausbau externer Entwicklungsleistungen, Ausgaben für den Ausbau und die Erneuerung unserer IT-Infrastruktur, gestiegene Reise- und Messeaktivitäten nach dem Ende der Pandemie sowie Investitionen in die Weiterbildung unserer Mitarbeiterschaft. Die Personalaufwendungen sind um 18,6 % gestiegen. Neben der hohen Rate an Neueinstellungen (+8%) stellen die Erhöhungen der Löhne und Gehälter sowie die Auszahlung der vollen Inflationsausgleichsprämie für alle Mitarbeiter den höchsten Anteil an der Steigerung der Personalaufwendungen. Die starken Preisverwerfungen an den Beschaffungsmärkten aus dem Jahr 2022 haben weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf die Materialquoten unserer Hardwareprodukte. Um unsere Lieferfähigkeit in der Zukunft weiter zu optimieren, haben wir das Geschäftsjahr zu einem weiteren Ausbau der internen sowie externen Entwicklungs- und Produktionskapazitäten genutzt. Insgesamt hat sich das operative Ergebnis der dSPACE GmbH aufgrund des erfreulichen Umsatzwachstums positiv entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das operative Jahresergebnis (EBIT) vor organschaftlicher Verrechnung und Abwertung zweier Unternehmungsbeteiligungen um ca. 56% auf 46,5 Mio. Euro gestiegen. Somit liegt das Jahresergebnis vor organschaftlicher Verrechnung in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bei 32,0 Mio. Euro. Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um 14,3 % auf 242,1 Mio. Euro angewachsen. Der Wert des Anlagevermögens ist um 22,6 % auf 40,6 Mio. Euro (Vorjahr 52,5 Mio.) gesunken. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf der Abwertung von Anteilen an zwei Unternehmensbeteiligungen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist mit 16,8 % (Vorjahr 24,8 %) entsprechend unter das Niveau des Vorjahres gesunken. Durch die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Umsatztätigkeit im 4. Quartal sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 22,1 % auf 89,6 Mio. Euro angestiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt damit 37,0 % (Vorjahr 34,6 %). Aufgrund der hohen Auftragsbestände sowie zur Absicherung gegen potenziell wiederauftretende Risiken in den internationalen Lieferketten, haben wir unsere Vorräte weiter aufgebaut. Die Vorratsbestände sind um 48,9 % auf 68,5 Mio. Euro (Vorjahr 46,0 Mio.) angewachsen. Das entspricht 28,3 % der Bilanzsumme. Insbesondere durch die hohe Kapitalbindung in zusätzliche Vorräte und Forderungen sind die liquiden Mittel nicht analog zum guten operativen Jahresergebnis gewachsen. Insgesamt sind unsere liquiden Mittel um 4,9 Mio. Euro auf 35,1 Mio. Euro angewachsen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt nunmehr 14,5 % (Vorjahr 14,3 %). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 6,1 Mio. Euro. Die Investitionsquote beträgt somit nahezu unverändert 1,9 % vom Umsatz. Das bilanzielle Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betragen 75,9 % der Bilanzsumme. Damit liegt der Anteil des Fremdkapitals und der Rechnungsabgrenzung mit gut einem Viertel der Bilanzsumme auf einem geringen Niveau. III.RISIKO- UND CHANCENBERICHT Im Bereich der Finanzierung untersagen die Risikomanagementziele das Halten von Finanzinstrumenten, die starken Preisänderungsrisiken unterliegen, wie zum Beispiel Aktien. Derivative Finanzinstrumente werden nicht ohne Grundgeschäft abgeschlossen. Sie werden ausschließlich zur Reduzierung des Risikos eingesetzt. Im Berichtszeitraum wurden keine derivative Finanzinstrumente abgeschlossen oder gehalten. Forderungen werden bis auf wenige Ausnahmen nur in Euro akzeptiert. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden nur in geringerem Maße aus Lieferungen und Leistungen eingegangen. Das Fremdwährungsrisiko des Unternehmens ist somit nur minimal ausgeprägt. Die wesentlichste Risikoposition des Unternehmens besteht aus den Forderungen für Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen gegen die dSPACE Auslandsgesellschaften in einer Gesamthöhe von 54,5 Mio.€ (Vorjahr 37,0 Mio.€) sehen wir keine Ausfallrisiken, da die Bonität dieser Schuldner durch liquide Mittel und Forderungen gegen deren Schuldner mit hoher Bonität hinreichend gedeckt sind. Die größten inländischen Schuldner haben ein Moody's Rating von P-1 bzw. P-2. Eine Kreditversicherung besteht weiterhin nicht. Es gab in der Berichtsperiode, wie auch in den Vorjahren, keine wesentlichen Forderungsausfälle. Auch wenn sich die Liefersituation in der gesamten Warenkette deutlich stabilisiert hat, verzeichnen wir weiterhin steigende Preise unserer Einkaufsteile und Rohstoffe. Auch in der Zukunft besteht weiterhin das Risiko von steigenden Preisen. Wir überprüfen regelmäßig die Kostenstruktur unserer Produkte und der gesamten Wertschöpfung und bewerten und setzen Gegenmaßnahmen um, falls diese notwendig sind, um die Profitabilität abzusichern. Der anhaltende Angriffskrieg der russischen Armee gegen die Ukraine hat weiterhin keine unmittelbaren Auswirkungen auf unser Geschäft. In beiden Ländern haben wir keine wesentlichen Kunden- oder Lieferantenbeziehungen. Dies gilt auch für andere Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Es besteht jedoch weiterhin das Risiko, dass der Krieg und die gegen Russland verhängten Sanktionen mittelbare Auswirkungen auf unsere Lieferkette hat. Das Risiko für weitere Verknappungen von Rohstoffen und Preiserhöhungen von Komponenten und Rohstoffen sowie der Energiekosten besteht somit auch in der Zukunft. Anderweitige globale Konflikte und Spannungen überwachen wir regelmäßig, um beim Erkennen von Risiken frühzeitig Gegenmaßnahmen implementieren zu können. Die Beschaffungssituation von elektronischen Bauteilen hat sich im letzten Geschäftsjahr deutlich stabilisiert. Dies hat zum einen zu geringeren Mehrkosten geführt als in den Vorperioden und zum anderen auch zu verkürzten Lieferzeiten. Dennoch bestehen weiterhin Risiken in der gesamten Lieferkette, welche wir regelmäßig überwachen und gegensteuern. Durch die hohe Dynamik in den globalen Märkten und weiterhin vorhandenen geopolitischen Herausforderungen kann jedoch wieder eine Verschlechterung eintreten. Durch die vorhandenen Liquiditätsreserven sind wir ausreichend abgesichert gegen kurzfristig aufkommende Risiken. Die weiterhin gute Nachfrage und der hohe Auftragseingang belegen, dass unser Geschäftsmodell intakt ist und unser Unternehmen für die Zukunft bestens aufgestellt ist. Mit unserem Produkt- und Service-Portfolio bedienen wir die weiterhin intakten Trends in der Automobilindustrie wie Elektromobilität, Autonomes Fahren oder Software-defined-Vehicle. Diese Marktentwicklungen bedürfen auch zunehmend Softwarefunktionen und Aufwendungen für Simulation und Absicherung? Durch unsere weltweiten Niederlassungen können wir die globalen Märkte bestmöglich bedienen und kundennah agieren. Neben organischem Wachstum überprüfen wir auch regelmäßig Möglichkeiten oder Notwendigkeiten, unser Portfolio und unseren Marktauftritt durch Akquisitionen weiterzuentwickeln. Mit seinen End-to-End-Lösungen bietet dSPACE Kunden ein im Wettbewerb einzigartiges Portfolio mit entsprechender Lösungskompetenz. Zudem erweitert dSPACE konsequent seine regionale Präsenz durch die Gründung von Regionalgesellschaften, um den wachsenden Bedarf der Kunden in diesen Regionen direkt bedienen zu können. IV.PROGNOSE Die Stabilisierung der Märkte setzte sich auch in den ersten Monaten des Jahres 2024 fort. Es gilt aber festzuhalten, dass sich der Automobilmarkt weiterhin in einer Transformation befindet und insbesondere das europäische Produktionsvolumen weiter stagniert. Der VDA erwartet für das Jahr 2024 ein moderates Wachstum in den globalen Produktionszahlen PKW von 2%. Aufgrund dieser Einschätzung des Marktes sowie unseren aktuellen Auftragsbestand rechnen wir auch im Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatzanstieg von 16,8 %. Um unsere langfristigen Marktpotenziale heben zu können, werden wir auch 2024 unsere internen Kapazitäten weiter aufbauen. Aufgrund weiterhin steigender Kosten für Material und Personal erwarten wir eine leichte Reduzierung des prozentualen Geschäftsergebnisses. V.ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Die Geschäftsführung des Unternehmens besteht seit dem 01.08.2023 aus zwei Personen. Für die Geschäftsführung hat die Gesellschafterversammlung als Zielgröße für den Frauenanteil 0% bis zum 31.12.2025 festgesetzt, d.h. eine Zielgröße von 0 weiblichen Mitgliedern der Geschäftsführung. Die Gesellschafterversammlung hält die Frauen-Quote von 0% weiter für sachgerecht. Die Geschäftsführung besteht lediglich aus zwei Mitgliedern. Eine Frauenquote von mehr als 0% würde bei einer solchen Gremiengröße nach Auffassung der Gesellschafterversammlung dazu führen, dass bei Neubesetzungen das Geschlecht die Auswahlentscheidung zwischen möglichen Kandidaten übermäßig stark vorbestimmt. Die Gesellschafterversammlung wird zwar grundsätzlich bei der Auswahl geeigneter Geschäftsführer neben den fachlichen und persönlichen Qualifikationen, die die wesentliche Grundvoraussetzung für eine Bestellung darstellen, im Interesse einer diversen Zusammensetzung des Organs im konkreten Einzelfall auch die fachliche Diversität, die internationale Erfahrung und eine geschlechtlich diverse Besetzung des Gremiums berücksichtigen. Es ist aber nicht beabsichtigt, diese Abwägung, die anlässlich eines konkreten Bewerberfeldes getroffen werden soll, schon heute abstrakt über die Festlegung einer festen Frauenquote weitgehend zu determinieren. Zudem würde die Festlegung einer höheren Frauenquote die Gesellschafterversammlung dazu zwingen, entweder das Organ zu vergrößern oder mittelbar schon jetzt die Entscheidung beinhalten, das Mandat eines der heutigen Geschäftsführer zu beenden bzw. nicht weiter fortzuführen. Beides stellen weitreichende Entscheidungen dar, bei denen die Gesellschafterversammlung eine vorzeitige Festlegung für nicht im Interesse der Gesellschaft erachtet. Die Geschäftsführung hat gemäß den gesetzlichen Vorgaben in § 36 GmbHG für den oberen Führungskreis [N-1] eine Zielgröße von 10 % und für den erweiterten Führungskreis [N-2] eine Zielgröße von 8 % für den Frauenanteil festgelegt. Beide Zielgrößen sind im Berichtsjahr erreicht worden. Forschung und Entwicklung Die wesentliche Stärke von dSPACE im Markt ist die Technologieführerschaft in vielen Bereichen, vor allem in der Echtzeitsimulation. Sie wird von unseren Kunden hochgeschätzt und entspricht unserer strategischen Zielsetzung. Mit Stand 31.12.2023 verfügt dSPACE über 189 Patentfamilien. Die hohe Erfindungsstärke schlägt sich auch in den 289 weiteren Patentfamilien nieder, deren Prüfungsverfahren in den Anmeldeländern per 31.12.2023 noch nicht abgeschlossen sind. Dabei kommt jedes Jahr eine mittlere zweistellige Zahl von Patentfamilien hinzu. Unsere Innovationskraft halten wir durch einen außergewöhnlich hohen Anteil an Mitarbeitern in der Produktentwicklung langfristig aufrecht. Damit sichert dSPACE seine Marktposition ab. Wir sind in der Lage, nicht nur Komponenten bereitzustellen, sondern auch End-to-End-Lösungen und Toolketten bereitzustellen, die der enorm gestiegenen Komplexität und Dynamik in der daten- und modellgetriebenen Entwicklung des software-definierten Fahrzeugs in der Autoindustrie Rechnung tragen. dSPACE wird auch zukünftig einen Schwerpunkt auf hochinnovative Produkte legen und sein Produkt- und Lösungsangebot stärken. Dabei passt dSPACE sein Technologieportfolio konsequent den Anforderungen des Marktes an (z.B. durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz oder Cloud-Technologien). Einen besonderen Fokus legen wir weiter auf die Domänen Elektroantriebe, Fahrerassistenz und die datengetriebene Entwicklung für das autonome Fahren. VI.ZWEIGNIEDERLASSUNGEN Zum 31.12.2023 hatten wir Zweigniederlassungen in Pfaffenhofen bei München, in München, in Ingolstadt, in Böblingen bei Stuttgart und in Wolfsburg.
Paderborn, 28.06.2024 gez. Carsten Hoff gez. Jens Grösch BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die dSPACE GmbH, Paderborn PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der dSPACE GmbH, Paderborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der dSPACE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 28. Juni 2024 BDO
AG
Spinneken, Wirtschaftsprüfer Steiner, Wirtschaftsprüferin |
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