Volksbank Rhein-Lippe eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg GnR 234
Eingetragen
22.5.2003
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenVermittlung von Krediten
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; i) die Vermittlung und Erbringung von Service- und Dienstleistungen und der Verkauf von Waren; j) der Erwerb, die Erschließung, die Errichtung, die Verwaltung, die Vermietung, die Verpachtung, die Veräußerung sowie die Vermittlung von Immobilien und grundstücksgleichen Rechten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Mark Elshof
seit 13.3.2025
Prokura
Patrik Sondermann
seit 13.3.2025
Prokura
Prokura
Marc-André Indefrey
seit 12.4.2019
Vorstandsmitglied
André Tinnefeldt
seit 3.6.2015
Prokura
Wolfgang Hofacker
seit 11.9.2008
Prokura
Ulf Emil Lange
seit 22.5.2003
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Rhein-Lippe eG

Wesel und Dinslaken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Volksbank Rhein-Lippe eG, Wesel

A. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Konjunktur in Deutschland

Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Dämpfende Einflüsse überlagern sich

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten.

Inflation hemmt den Privatkonsum

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,3 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Gespaltene Investitionskonjunktur

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Hier stützen die abnehmenden Lieferengpässe die Entwicklung, die eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten. Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,7 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem gingen von den Bruttoanlageinvestitionen ein leicht negativer Impuls (-0,1 Prozentpunkte) für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus.

Schwacher Außenhandel

Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen. Dämpfend auf die Importe wirkte wiederum die schwache inländische Produktions- und Konsumentwicklung. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 Prozentpunkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen.

Niedrigeres Finanzierungsdefizit des Staates

Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum nicht zuletzt durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,1 % nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 % lag, dürfte auf rund 65 % gesunken sein.

Robuste Arbeitsmarktlage

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Inflationsrate nach Höchststand etwas gesunken

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie.

Verhaltene Baukonjunktur

Die Baukonjunktur präsentierte sich abermals schwach. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr (- 3,3 %) verminderte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes 2023 nochmals, wenngleich mit einer Veränderungsrate von -0,2 % weniger stark als zuvor. Hemmend auf die Aktivitäten des Wirtschaftsbereichs wirkten vor allem die weiterhin hohen Baukosten, der anhaltende Mangel an Arbeitskräften und die verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Hiervon war insbesondere der Hochbau betroffen, während sich die Geschäfte im Tiefbau und im Ausbaugewerbe vergleichsweise besser entwickelten. Trotz der allgemeinen Schwäche hielt der Stellenaufbau im Baugewerbe an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte um 0,5 % auf 2,6 Mio. Personen.

Stabile Geschäftsentwicklung im Handwerk

Das Handwerk hat die vielfältigen Herausforderungen des Jahres 2023 vergleichsweise robust gemeistert. Darauf lässt der Geschäftsklimaindikator des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks schließen, der nach einem Rückgang im Vorjahr wieder über die Marke von 100 Punkten stieg, die eine Grenze zwischen einer positiven und einer negativen Konjunkturlage markiert. Demnach übertraf der Umsatz des gesamten Handwerks in den ersten drei Quartalen seinen entsprechenden Vorjahreswert um 6,5 %. Besonders deutlich fiel das Wachstum im Kraftfahrzeuggewerbe (+9,0 %) und im Ausbaugewerbe (+8,0 %) aus, angeregt durch eine spürbare Belebung der Neuwagen- und Gebrauchtwagenmärkte sowie durch die hohe Nachfrage nach Energieeffizienzmaßnahmen und nach Photovoltaik-Anlagen. Im Handwerk für den gewerblichen Bedarf (+5,8 %) und in den Bauhauptgewerken (+1,2 %) stiegen die Umsätze demgegenüber weniger deutlich, was angesichts der allgemein schwachen Industrie- und Baukonjunktur nicht verwundert.

Schwieriges Jahr für den Einzelhandel

Im Einzelhandel haben die im Vorjahresvergleich nur wenige verminderten Preisanstiege merkliche Spuren hinterlassen. Wegen der Kaufkraft zehrenden Inflation hielten sich die Verbraucher mit ihren Ausgaben zurück. Zusätzlich dämpften die hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten die Anschaffungsneigung. Vor diesem Hintergrund sank der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz um deutliche 3,3 %. Besonders deutlich sank der Umsatz 2023 im Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf (-7,4 %) und im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (-6,0 %). Auch im Internet- und Versandhandel (-3,9 %) musste ein überproportionaler Rückgang hingenommen werden. Im sonstigen Einzelhandel (-0,5 %), der beispielsweise Fahrräder und Bücher umfasst, fiel die Entwicklung demgegenüber günstiger aus und im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (+2,6 %) konnte sogar ein Umsatzplus erzielt werden, entgegen der allgemeinen Tendenz.

Umsatzrückgang im Großhandel

Angesichts der rückläufigen Konsumausgaben und der verhaltenen Industriekonjunktur gab der preisbereinigte Absatz im Großhandel ebenfalls nach. Der Großhandelsumsatz unterschritt im Zeitraum von Januar bis November sein entsprechendes Vorjahresniveau um 4,2 %, wobei der Produktionsverbindungshandel (-4,9 %) einen stärkeren Rückgang erfuhr als der Konsumtionsverbindungshandel (-3,4 %). Der Gesamtverlauf war damit wesentlich ungünstiger als im Jahresdurchschnitt 2022 (+0,9 %). Mit Ausnahme des Großhandels mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren, der von der verbesserten Lage im Agrarsektor profitierte und seinen preisbereinigten Umsatz um 5,3 % steigerte, verringerte sich der Absatz in allen Handelsgruppen. Am deutlichsten war der Umsatzrückgang im Großhandel ohne ausgeprägten Schwerpunkt (-10,0 %), der unter anderem den nicht anderweitig zuordenbaren Großhandel mit Rohstoffen und Halbwaren umfasst.

Dienstleistungssektor mit Wertschöpfungszuwachs

Der Dienstleistungssektor blieb 2023 eine zentrale Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs legte mit einem Anstieg um 0,5 % allerdings weniger dynamisch zu als im Vorjahr (+3,0 %). Innerhalb des tertiären Sektors fiel das Wachstum in den Bereichen Informations- und Kommunikationsdienstleister (+2,6 %) und sonstige Dienstleister (+1,8 %) am deutlichsten aus, weiterhin befördert durch die in vielen Lebensbereichen voranschreitende Digitalisierung beziehungsweise das Auslaufen von Infektionsschutzmaßnahmen. Auch in den Bereichen Grundstücks- und Wohnungswesen (+1,1 %) und öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) fiel das Wachstum überdurchschnittlich stark aus. Deutlich schwächer entwickelten sich die Bereiche Unternehmensdienstleister (+0,4 %), Finanz- und Versicherungsdienstleister (-0,4 %) sowie Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %).

Verbesserte Lage in der Landwirtschaft

Die ökonomischen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine blieben für die landwirtschaftlichen Betriebe 2023 ein wichtiges Thema. Angesichts der kriegsbedingt engen Versorgungslage an den globalen Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkten kam es kurzfristig in einigen Bereichen zu enormen Preissteigerungen. Da jedoch die Erzeugerpreise allgemein stärker stiegen als die Betriebsmittelpreise, konnten viele Betriebe wieder zur wirtschaftlichen Profitabilität zurückfinden. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes stieg das Unternehmensergebnis im Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2022/23 gegenüber dem Vorjahr um 45 % auf 115.400 Euro. Abgesehen von den Wein- und Obstbaubetrieben konnten nahezu alle Betriebsformen ihr Ergebnis steigern. Auch im gesamten Agrarsektor, zu dem neben der Landwirtschaft die Forstwirtschaft und die Fischerei gezählt werden, hat sich die wirtschaftliche Lage verbessert. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung expandierte um 1,4 %, allerdings begleitet von einem weiteren Rückgang der Erwerbstätigenzahl um 0,5 % auf rund 550.000 Menschen.

Finanzmärkte

Die Finanzmärkte sehen Zins- und Inflationsgipfel erreicht

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde.

Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei fast doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 % auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem zum Jahresende deutlich zulegten.

USA: Fed lässt Zinserhöhungszyklus auslaufen

Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Den Abbau ihrer Bestände an Staatsanleihen und Mortgage-backed securities (hypothekarisch besicherten Wertpapiere) setzte die US-Notenbank in dem von ihr 2022 festgelegten Tempo fort.

Von August bis Dezember 2023 hielt die Fed ihre Leitzinsen schließlich stabil und kündigte an, diesen Kurs bis ins Jahr 2024 beibehalten zu wollen. Senkungen der Leitzinsen schloss die Fed in ihrer Außenkommunikation auch für 2024 bis zu jenem, noch zu erreichenden Zeitpunkt aus, an dem die Inflation gesichert zum Zielwert von 2 % zurückkehrt. Weitere Zinserhöhungen hielt sie sich für den Fall wieder steigender Inflation hingegen explizit offen, trotz zum Jahresende rückläufiger Kerninflationsraten.

Europa: EZB erhöht Leitzinsen um 200 Basispunkte auf höchstes Zinsniveau ihrer Geschichte

Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte ähnlich der Fed an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche.

Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen zu senken. Indem sie diese Nachfrage entzog, wollte die EZB diese langfristigeren Zinsen wieder steigen lassen und damit die Wirkung ihrer zuerst die kurzen Fristen beeinflussenden Leitzinsen unterstützen. Ab Juli 2023 wurden fällig werdende Anleihen im Portfolio des 2014 eingeführten Programms APP nicht wieder reinvestiert, nachdem sie zuvor noch teilweise reinvestiert worden waren. Im Schnitt wurden 2023 monatlich ungefähr 27,6 Milliarden Euro APP-Volumen nicht wieder reinvestiert. Auf der letzten geldpolitischen Sitzung am 14. Dezember 2023 entschied die Notenbank zudem, fällig werdende Anleihen des 2020 aufgelegten Pandemiekaufprogramms PEPP ab Juli 2024 nur noch teilweise zu reinvestieren. Damit möchte sie ihre geldpolitische Straffung verstärken. Das Portfolio soll im Schnitt monatlich um 7,5 Milliarden Euro schrumpfen. Zum Jahresende 2024 sollen, laut Erklärung des EZB-Präsidiums, die Reinvestitionen dann komplett eingestellt werden. Das PEPP-Portfolio belief sich zum Jahresende 2023 auf rund 1,7 Billionen Euro, das APP-Portfolio auf rund 3 Billionen Euro.

Euro stabilisiert sich mit geopolitischer Lage und Leitzinserhöhungen der EZB

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise nach einem schwachen 2022 attraktiver werden. Weiterhin profitierte die Gemeinschaftswährung von der insgesamt erfolgreichen Selbstverteidigung der Ukraine gegen Russlands Invasion. Diese ließ Sorgen um ein Übergreifen der russischen Aggression auf andere europäische Staaten stärker in den Hintergrund treten. Der geopolitische Risikoabschlag des Euro gegenüber dem Dollar sank auf das Gesamtjahr gesehen.

Dennoch blieb der Euro relativ zum Dollar anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB. So sank der Euro vom 30. August bis zum 13. Oktober von 1,09 auf 1,05 US-Dollar. In dieser Zeitspanne beendete die EZB einerseits ihre Zinserhöhungen, während andererseits die Hamas mit ihren Terrorangriffen auf Israel einen kriegsähnlichen Konflikt entfachte. Da dieser Konflikt im weiteren Verlauf des Jahres 2023 aber weitgehend isoliert blieb und die Finanzmärkte zum Jahresende für die Fed bereits deutliche Leitzinssenkungen im Jahr 2024 einpreisten, konnte sich der Euro wieder erholen und das Jahr 2023 mit 1,10 Dollar beschließen.

DAX schließt nahe Rekordhoch

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Die Verluste konzentrierten sich dabei auf Finanzwerte. Zugleich führte die Unsicherheit in den USA, aber auch global zu größeren Bewegungen von Bankeinlagen, insbesondere von solchen oberhalb der Einlagensicherungsgrenzen. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte die Erholung der Aktien- und Finanzmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch.

Diese Erholung flachte zum Sommer hin ab, setzte sich aber trotz wiederkehrender Volatilität insbesondere um die Leitzinsentscheide der Notenbanken fort. Ende Juli notierte der DAX bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1 % über seinem Jahreseinstandswert. Über den Spätsommer und beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Diese Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Der DAX verlor im Oktober 4,3 % und fiel damit auf 14.716,54 Punkte zurück. Da der Konflikt bis zum Jahresende weitgehend auf den Gazastreifen begrenzt blieb, setzte im November bereits eine neuerliche, vorsichtige Erholung an den Aktienmärkten ein. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wurde. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 beziehungsweise 43,4 % zulegen.

Entwicklung der Genossenschaftsbanken

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene Wirtschaftsschwäche dauerte in Deutschland das gesamte Jahr 2023 an. Sie war geprägt durch mehrere kräftige Leitzinsanhebungen und damit als Folge höhere Kreditzinssätze, aber auch durch einen gravierenden Fachkräftemangel und Materialengpässe sowie einen deutlichen Kaufkraftentzug als Ergebnis der nach wie vor hohen Teuerung. Überlagert wurden diese Einflüsse von den hohen Unsicherheiten infolge des eskalierenden Nahostkonflikts zum Jahresende 2023 und dem wirtschaftspolitischen Kurs der Bundesregierung nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts.

Dennoch konnten die deutschen Genossenschaftsbanken in diesem dämpfenden Wirtschaftsumfeld ihre Kreditvergabe leicht steigern. So erhöhten sich die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+2,6 Prozent).

Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Viele Kunden schichteten ihre während der Coronapandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in diese Einlagenformen um. Anderseits belasteten die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation die Sparfähigkeit der Kunden. Im Ergebnis betrugen die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken Ende 2023 860 Milliarden Euro (-0,2 Prozent).

Das Kreditgeschäft der Volksbanken und Raiffeisenbanken hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt, die hohen Wachstumsraten der Vorjahre wurden aber nicht wieder erreicht und schwächten sich im Jahr 2023 ab. Der Nachfragerückgang seit der zweiten Jahreshälfte 2022 insbesondere bei langfristigen Immobilienfinanzierungen und das damit verbundene rückläufige Kreditneugeschäft schlagen sich im Vergleich zu den Vorquartalen deutlicher in den Bestandsveränderungen im Aggregat aller Genossenschaftsbanken nieder.

Per Dezember 2023 nahmen die Kreditbestände der Genossenschaftsbanken an Nichtbanken um 20 Milliarden Euro oder 2,6 Prozent auf 777 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr (Dezember 2022) zu. Damit liegt die aktuelle prozentuale Veränderung mit gut vier Prozentpunkten deutlich unter der Wachstumsrate der Vorjahre (Veränderung 2022/2021 +6,5 Prozent, 2021/2020 +6,9 Prozent und 2020/2019 +6,2 Prozent). Auch im Vergleich zum Vorquartal (September 2023) stiegen die Kreditbestände nur noch leicht um 0,7 Prozent.

Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro konstant.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Unternehmens- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank ist die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die zukünftige Ertragskraft.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach CRR.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren erfolgen in den nächsten Abschnitten.

Die Zukunftsfähigkeit unserer Genossenschaft leiten wir aus der Anzahl der Mitglieder, der Altersstruktur sowie der Entwicklung der Intensität der Geschäftsverbindung zu den Mitgliedern ab (nicht finanzielle Leistungsindikatoren).

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme der Volksbank Rhein Lippe eG erhöhte sich um TEUR 25.387 auf TEUR 1.775.457. Ursächlich für diese Entwicklung war die Ausweitung des Kundengeschäftes. Das im Vorjahr insgesamt prognostizierte Wachstum von 3,6 % wurde nicht vollständig erreicht.

Das Kundenwertvolumen, das neben dem bilanziellen Kundenvolumen die Anlagen unserer Kunden in Wertpapieren sowie die Geschäfte bei den Verbundpartnern einschließt, stieg im Jahr 2023 um 3,7 % an und liegt unterhalb des Prognosewertes von 5,3 %.

Außerbilanzielles Geschäft

Im außerbilanziellen Geschäft betrugen die Eventualverbindlichkeiten TEUR 26.512. Damit stiegen diese Verbindlichkeiten um 33,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen sanken um 41,3 % auf TEUR 59.387.

Derivative Finanzgeschäfte (Zinsswaps) bestehen per 31.12.2023 mit einem Nominalbetrag von TEUR 309.100. Diese Finanzgeschäfte dienen ausschließlich der Absicherung gegen das allgemeine Zinsänderungsrisiko.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 1.775.457 1.750.070 25.387 1,5
Außerbilanzielle Geschäfte *) 394.999 433.637 -38.638 -8,9

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Aktivgeschäft

Die Kundenforderungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 44.963 (3,4 %) gestiegen. Das angestrebte Wachstumsziel von 3,6 % wurde leicht unterschritten.

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Wertpapieranlagen inklusive des Handelsbestandes haben sich im Berichtszeitraum auf TEUR 294.061 reduziert (Vorjahr: TEUR 303.158), nachdem die Prognose des Vorjahres von einem Anstieg in Höhe von 3,1 % ausging.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 1.372.313 1.327.350 44.963 3,4
Wertpapieranlagen 226.585 208.559 18.026 8,6
Forderungen an Kreditinstitute 67.209 94.311 -27.102 -28,7
Handelsbestand 267 288 -21 -7,3

Passivgeschäft

Die Festgelder der institutionellen Einleger sind im Jahr 2023 um 54 Mio. € auf 31 Mio. € gesunken. Ohne Berücksichtigungen der Festgelder der institutionellen Anleger erhöhten sich die Kundeneinlagen (Spareinlagen und andere Einlagen) um 5,25 % gegenüber dem Vorjahr. Die Prognose für 2023 ging von einem Anstieg im Einlagengeschäft von 4,8 % (ohne Berücksichtigungen der Festgelder der institutionellen Anleger) aus. Im Bereich der Termineinlagen sind Einlagen von institutionellen Einlegern zur Refinanzierung aufgenommen worden. Im Berichtsjahr konnte, u. a. bedingt durch den Anstieg der Marktzinsen, ein Anstieg der Termingelder (ohne institutionelle Festgelder) beobachtet werden.

Die Bankrefinanzierungen sind im Berichtszeitraum um TEUR 6.686 (1,92 %) gestiegen.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 354.167 347.481 6.686 1,9
Spareinlagen 299.117 335.689 -36.572 -10,9
andere Einlagen 955.801 912.131 43.671 4,8

Dienstleistungs- bzw. Provisionsgeschäft

Neben dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung werden im Wesentlichen das Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft sowie die Vermittlung von Versicherungs- und Bausparverträgen betrieben. Für 2023 wurden steigende Erträge im Zahlungsverkehrs- sowie Wertpapiergeschäft mit Kunden und aus der Vermittlung von Investmentfonds prognostiziert. Während die Zahlungsverkehrserträge um 13,8 % und die Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen um 1,0 % anstiegen, waren die Erträge aus der Vermittlung von Bauspargeschäften um 4,0 %, aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft um 1,4 % rückläufig.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 4.537 4.600 -64 -1,4
Vermittlungserträge 1.960 1.936 24 1,3
Erträge aus Zahlungsverkehr 7.602 6.678 924 13,8

Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt wurden 272 Mitarbeitende (Vorjahr: 264) beschäftigt. Darunter befinden sich u. a. 22 Auszubildende (Vorjahr: 22) und 106 Teilzeitbeschäftigte (Vorjahr: 93). Die Mitarbeitenden haben an 1.832 Tagen (Vorjahr: 1.484 Tage) an Fortbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Dabei nutzen sie für ihre Aus-, Fort- und Weiterbildung unter anderem die von der Akademie Deutscher Genossenschaften und der GenoAkademie angebotenen Schulungs- und Seminarangebote.

Mitgliederentwicklung

Die Mitgliederzahl ist im Berichtsjahr um 582 auf 31.331 Mitglieder gesunken. Ursächlich hierfür war insbesondere die bankseitige Kündigung von Mitgliedschaften aufgrund fehlender Geschäftsbeziehung.

Ergänzende Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und zu wesentlichen Ereignissen bzw. wichtigen Vorgängen im Geschäftsjahr

Die Bank hält mit der Volksbank Niederrhein eG, Alpen, eine jeweils 50 % Beteiligung an der Immobiliengesellschaft Volksbank Immobilien Niederrhein GmbH, Wesel, und arbeitet auf dem Geschäftsfeld der Immobilienvermittlung eng mit der vorgenannten Gesellschaft zusammen.

Darstellung des Geschäftsergebnisses

Der Zinsüberschuss inklusive des laufenden Ertrages liegt oberhalb des Vorjahresergebnis. Das gestiegene Provisionsergebnis wirkt ebenfalls positiv auf das Geschäftsergebnis aus. Obwohl der Verwaltungsaufwand gestiegen ist, erhöhte sich das Geschäftsergebnis (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit) auf TEUR 13.866. Hierzu hat auch das zum Vorjahr geringere negative Bewertungsergebnis in Höhe von TEUR -350 beigetragen.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 30.228 25.298 4.930 19,5
Provisionsüberschuss 2) 12.523 11.273 1.250 11,1
Handelsergebnis 3 15 -12 -78,1
Verwaltungsaufwendungen 26.664 25.378 1.286 5,1
a) Personalaufwendungen 17.186 15.644 1.542 9,9
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.478 9.733 -256 -2,6
Bewertungsergebnis 3) -350 -1.198 848 -70,8
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 13.866 8.211 5.656 68,9
Steueraufwand 3.806 2.560 1.245 48,6
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 7.800 3.800 4.000 105,3
Jahresüberschuss 2.261 1.850 410 22,2

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,13 % (Vorjahr 0,11 %).

Trotz des wesentlich höheren Zinsaufwands liegt der Zinsüberschuss im Berichtsjahr deutlich über dem Vorjahreswert. Neben der starken Zunahme im Zinsertrag, stärkte das Derivateergebnis (TEUR 7.188) das Zinsergebnis. Die Prognose der Zinsspanne von 1,6 % der durchschnittlichen Bilanzsumme wurde übertroffen.

Das Provisionsergebnis liegt oberhalb des Vorjahreswertes, jedoch leicht unterhalb des Planwertes. Das gute Provisionsergebnis wird im Wesentlichen durch die Entwicklung der Erträge aus dem Zahlungsverkehr beeinflusst, welches oberhalb des Planwertes liegt. Die Erträge aus der Vermittlung von Bauspargeschäften sowie aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft liegen unterhalb der Vorjahreswerte und unterhalb der Planwerte. Die Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen liegen zwar leicht über dem Vorjahr konnten aber die Planwerte nicht ganz erreichen.

Der Personalaufwand liegt deutlich über dem Vorjahreswert und entspricht der Prognose für 2023. Die Entwicklung der Personalkosten lässt sich u. a. auf Besetzung von offenen Stellen im Jahr 2023 und der betriebsergebnisbedingten Zahlung einer leistungsabhängigen Vergütung für das Jahr 2023 zurückführen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen liegen unterhalb des Vorjahreswertes jedoch oberhalb des Planwertes. Die Bereiche Datenverarbeitung und Instandhaltung liegen leicht oberhalb der Vorjahreswerte und oberhalb der Planwerte. Die Bereiche Bürobedarf, Versicherung und Ausbildung liegen jeweils unterhalb der Vorjahreswerte und unterhalb der Planwerte.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung (Jahresüberschuss zuzüglich der Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken, des Steueraufwandes und des Bewertungsergebnisses sowie bereinigt um wesentliche periodenfremde Erfolgsposten bzw. Sondereinflüsse) ist für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung und hat sich aufgrund der vorigen beschriebenen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt bei 13,8 Mio. EUR (Vorjahr: 9,1 Mio. EUR). Der Prognosewert von 12,5 Mio. EUR konnte im Jahr 2023 übertroffen werden.

Das Bewertungsergebnis liegt bei minus 0,4 Mio. EUR. Der prognostizierte Abschreibungsbedarf bei Wertpapieren (inkl. Fondsgeschäft) in Höhe von minus 0,9 Mio. EUR ist nicht eingetreten.

Der Jahresüberschuss liegt oberhalb des Niveaus des Vorjahreswertes.

Die Ertragslage lässt die Zahlung einer Dividende und eine weitere Dotierung der Rücklagen zu.

Die Aufwands Ertrags Relation (Cost Income Ratio), die wir - bereinigt um Sonderfaktoren - als Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ermittelt haben, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 75,1 % auf 67,6 % verbessert. Die Vorjahresprognose von 69,5 % wurde unterschritten.

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Ertragslage bezogen auf die Entwicklung des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 zufrieden. Das Ergebnis ermöglicht die Zahlung einer Dividende, die planmäßige Zuführung zu den Rücklagen sowie eine Zuführung zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

b) Finanzlage

Die Bank ist geprägt durch ein granulares Kreditgeschäft und einer Refinanzierung aus Kundeneinlagen. Durch die Einbindung der Volksbank Rhein Lippe eG in die genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken bestehen jederzeit Refinanzierungsmöglichkeiten.

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR), die im Zuge von Basel III als Kennzahl zur Bewertung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos von Kreditinstituten etabliert wurde, weisen wir zum Jahresultimo mit einem Wert von 158,15 % (Vorjahr: 147,57 %) aus. Die LCR beschreibt das Verhältnis des Bestandes erstklassig eingestufter Aktiva zum gesamten Nettoabfluss der nächsten 30 Tage. Zur Erfüllung des Standards galt für das Geschäftsjahr 2023 eine Mindestnorm von 100 %.

Die Net Stable Funding Ratio (kurz: NSFR) ist ein Mindeststandard zur Verringerung des Refinanzierungsrisikos über einen längeren Zeithorizont. Die NSFR-Quote liegt zum 31.12.2023 bei 127,43 % und somit oberhalb der Mindestnorm von 100 %.

Beschränkungen der Liquiditätsversorgung lagen im Berichtszeitraum nicht vor. Die Zahlungsbereitschaft der Bank war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

Wesentliche Veränderungen zum Vorjahr ergaben sich nicht.

c) Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 149.898 138.836 11.062 8,0
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 150.066 143.224 6.843 4,8
Harte Kernkapitalquote 14,4 % 14,2 %
Kernkapitalquote 14,4 % 14,2 %
Gesamtkapitalquote 15,5 % 15,3 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2023 eingehalten, da die Gesamtkapitalquote oberhalb der geforderten Mindestquote liegt. Der Planwert von 15,56 % wurde leicht unterschritten, trotz der guten Entwicklung der Geschäftsguthaben.

Unser Kernkapital beträgt TEUR 138.878; das sind 7,6 % der Bilanzsumme.

Nach unserer aktuellen Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenzuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die planmäßige Entwicklung der Geschäftsguthaben auch zukünftig auszugehen.

Kundenforderungen

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die in der Satzung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditgrenzen des KWG und der CRR wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen Kundschaft entsprechen.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2023 nach kaufmännischen Grundsätzen mit der gebotenen Vorsicht bewertet. Den bestehenden latenten Risiken stehen Pauschalwertberichtigungen gegenüber. Die für Kreditrisiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 131.827 120.494 11.333 9,4
Liquiditätsreserve 94.758 88.065 6.693 7,6

Die Wertpapieranlagen sind um 8,6 % gestiegen. In den Planwerten war ein Rückgang prognostiziert. Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus wurden Käufe von festverzinslichen Wertpapieren zur Ertragsstärkung und zur Verbesserung der LCR durchgeführt.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 77,3 % (Vorjahr: 75,8 %). Der Anteil der Forderungen an wirtschaftlich unselbstständige Personen am Kundenkreditvolumen beträgt 62 % und der Strukturanteil der Forderungen an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständigen Personen 38 %. Weitere wesentliche Teile der Aktivseite sind die Wertpapieranlagen inklusive Fonds mit 12,8 % (Vorjahr: 11,9 %) und das Barvermögen inklusive der Guthaben bei Zentralnotenbanken mit 1,2 % (Vorjahr: 1,8 %). Der Anteil der Kundeneinlagen ist auf 70,7 % (Vorjahr: 71,3 %) gesunken. Neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthält die Passivseite im Wesentlichen 19,9 % Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und 4,7 % Eigenkapital (Passivposten 12). Der Anteil der institutionellen Einleger an der Bilanzsumme ist im Jahr 2023 stark gesunken und beträgt 1,7 % (Vorjahr: 4,9 %).

Derivatgeschäfte

Die abgeschlossenen Festzinszahler- und Festzinsempfängerswaps dienen ausschließlich der Reduzierung des Gesamtbank Zinsänderungsrisikos.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR-Institutssicherung (BVR ISG Sicherungssystem) an. Das BVR ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR ISG Sicherungssystem tätig.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäfte unserer Bank haben sich, gemessen an der Ertragslage, zufriedenstellend entwickelt und entsprachen mit Ausnahme der oben erläuterten Abweichungen den im Vorjahr berichteten Prognosen.

B. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung der Mitglieder und Kunden in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen sicherstellt.

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken, die sich insbesondere in Form von Adressenausfallrisiken (inklusive Beteiligungsrisiken) und Marktpreisrisiken (z. B. Zinsänderungs-, Währungs- und Aktienkursänderungen) sowie Liquiditäts- und operationellen Risiken zeigen.

Durch eine Eckwert- und Kapitalplanung über einen Zeitraum von drei Jahren und mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR Control ermittelt.

Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns aber zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen haben wir für Marktpreis- und Adressenausfallrisiken sowie für operationelle Risiken Verlust- und Volumenslimite bzw. in Teilbereichen auch Zielgrößen definiert. Das Risikocontrolling beinhaltet ferner die Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung der Risiken. Über die Ergebnisse der zu diesem Zweck durchgeführten Analysen und Auswertungen, die auch Stress Szenarien umfassen, werden der Vorstand und die betreffenden Unternehmensbereiche durch vierteljährliche Risikoreports informiert.

Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Unternehmens- und Risikostrategie.

Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen einer aktiven und bewussten Steuerung der identifizierten Risiken. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft daher von erheblicher Bedeutung. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreisansatz darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und die sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen in adversen Szenarien berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value at Risk (VaR) Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 % Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 115 %. LCR betrug zum Berichtsstichtag 158,15 %.

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Das bankintern festgelegte Mindestniveau der NSFR beträgt 110 %. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 127,43 %.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan Liquiditätsablaufbilanz Stress Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben ein Ambitionsniveau für den Überlebenshorizont von sechs Monaten im steuerungsrelevanten Stressszenario (institutsspezifischer Stress) definiert. Das Ambitionsniveau wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Unternehmens- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kreditrisiko-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken. Diese Risikokategorien haben wir als wesentlich eingestuft.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von drei Jahren nicht vor.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, Ratingmigrationen und/oder adressbezogener Spreadveränderungen entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft und im Eigengeschäft sowie weitere Kreditrisiken, wie beispielsweise das Kontrahenten- und Emittentenrisiko, das Länderrisiko, das Spreadrisiko sowie Migrationsrisiken.

Das Kreditrisiko stufen wir auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz.

Die Ratingergebnisse werten wir auf aggregierter Basis u. a. nach Volumina, Blankoanteilen und Verlustpotenzial aus. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen und Ratingklassen.

Verlust- bzw. Volumenslimite dienen der Initiierung risikosteuernder Maßnahmen.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Kreditrisiken in unseren Wertpapieren begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass wir Papiere mit Bonitätsstufen von BBB ("Standard & Poors") und darunter nur begrenzt in den Bestand nehmen.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Die Verfahren ermöglichen für alle wesentlichen Kreditsegmente Ausfallwahrscheinlichkeiten ("erwartete Verluste") zu ermitteln und die Kredite Risikoklassen zuzuordnen. Unser Kundenkreditvolumen ist zu 99,9 % - gemessen nach Risikovolumen - mit diesen Verfahren klassifiziert.

Die Ausfallrisiken im Kreditportfolio bemisst die Bank nach aggregierten Blankoanteilen (Risikovolumen) in den einzelnen Risikoklassen. Die für die Höhe der Blankoanteile zugrunde liegenden Kreditsicherheiten werden nach Wertermittlungsrichtlinien, die sich an den Richtlinien der genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie der Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV) orientieren, angesetzt.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit Value at Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Im Bereich der Kundenforderungen liegt der Anteil der Kredite mit einem Risikovolumen bis TEUR 500 bei 56,5 %. Die Privatkunden bilden im Branchenvergleich mit 61,5 % den höchsten Anteil.

Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind hinreichend wertberichtigt oder durch Rückstellungen gedeckt. Der Umfang der vollwertigen, aber nach unserer Einschätzung mit erhöhten Risiken behafteten Forderungen, liegt, gemessen am Anteil des gesamten Risikovolumens, unterhalb von 3 %; für hierin enthaltene Ausfallgefahren bestehen nach unserer Einschätzung ausreichende Abschirmungsmöglichkeiten aus dem laufenden Ergebnis und vorhandenen Reserven.

Die Volksbank Rhein Lippe eG hat das Beteiligungsrisiko als wesentlich eingestuft. Es wird anhand der Buchwerte der jeweiligen Beteiligung mit einem pauschalen Abschlag auf den Buchwert ermittelt. Das Beteiligungsrisiko wird bei der Volksbank Rhein Lippe eG dem Adressenausfallrisiko zugeordnet.

Im Rahmen des Kreditrisikomanagement ist die Kontrolle der Kreditrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes in der Abteilung Finanzen angesiedelt. Daneben nimmt die Abteilung Marktfolge Aktiv zusammen mit den Kundenberatern die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie federführend die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung bei gekündigten bzw. insolventen Kreditnehmern vor.

Das Kreditrisiko wird barwertig mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Dispositionshorizont von 0 Tagen gemessen.

Die zum 31.12.2023 gemessenen Kreditrisiken betragen TEUR 16.424 und lasten unser Verlustlimit für Kreditrisiken zu 60,8 % aus.

Marktpreisrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Marktrisiko stufen wir auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value at Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert.

Der Risikowert ergibt sich aus dem Value at Risk, welcher auf Basis einer historischen Simulation (Resampling) ermittelt wird. Das Risiko ist bei Verwendung der Szenariotechnik jeweils anhand der Barwertveränderung gegenüber dem erwarteten Szenario zu messen. Hierbei ist zu beachten, dass für die Herleitung der Barwertverteilung eine ausreichend lange Zinshistorie herangezogen wird. Bei komplexeren Portfolien sind Historien für Zinsvolatilitäten (für implizite marktzinsabhängige Optionen) oder Wechselkurse zu berücksichtigen. Das Marktrisiko wird barwertig mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Dispositionshorizont von 0 Tagen gemessen.

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum Bilanzstichtag war keine Rückstellung zu bilden.

Die Ausfallrisiken der Fondsanteile steuern wir zusammen mit den Marktrisiken über Value at Risk Ansätze bei einer Haltedauer von 250 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9 %.

Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte Marktrisiko beläuft sich auf 74,6 Mio. Euro mit einer Limitauslastung von 81,1 %.

Ein Handelsbuch unterhalten wir nur im Rahmen der Bagatellgrenzen des Artikels 94 CRR.

Liquiditätsrisiko

Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können.

Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements getätigten Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren tragen neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung.

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich niedriges Risiko. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage besitzen jedoch ein hohes Schadenspotenzial.

Durch die überwiegende Refinanzierung durch Kundeneinlagen (Anteil der Kundeneinlagen an der Bilanzsumme liegt bei ca. 70,7 %) sehen wir die Stabilität unserer Refinanzierung als gegeben an.

Unplanmäßige Entwicklungen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Liquiditätslage haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Operationelles Risiko

Die Bank muss auch die Risikovorsorge für operationelle Risiken (z. B. Betriebsrisiken im IT-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) sicherstellen. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z. B. im IT-Bereich oder im Formular- und Rechtswesen). Versicherbare Gefahrenpotenziale, z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Das operationelle Risiko im Rahmen des ICAAP wird anhand des Basisindikatorsansatzes gemessen.

Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte operationelle Risiko beläuft sich auf 5,4 Mio. Euro mit einer Limitauslastung von 90,1 %.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Plan- und Stressszenarien jederzeit gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 77,2 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotenzial beträgt 81,6 %.

Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

C. Prognosebericht

Prognose des Geschäftsverlaufs mit Chancen und Risiken

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 - gemessen an der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung.

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung unseres Institutes für das nächste Jahr beziehen, stellen Einschätzungen zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften in unserer Region dar, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts getroffen wurden. Wir weisen darauf hin, dass sich die nachfolgenden Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Wirtschaftsentwicklung

In der unserer Planung zugrunde liegenden Annahme gehen wir für 2024 von einer soliden wirtschaftlichen Entwicklung aus und erwarten gemäß der EZB-Prognose ein BIP-Zuwachs von 0,8 %.

Die Zinsprognose der Volksbank Rhein Lippe eG geht von einer durchschnittlichen Reduzierung der Zinsstruktur von -0,34 % Punkten aus. Die Zinsprognose geht von einer Zinsstruktur aus, bei der die kurzfristigen Zinssätze höher sind als die mittel- und langfristigen Zinssätze.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme wird aufgrund einer weiteren Ausweitung des Kundengeschäftes steigen. Wir rechnen daher für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Wachstum der durchschnittlichen Bilanzsumme von 2,8 %.

Für das Kundenwertvolumen erwarten wir einen Zuwachs von 3,3 %.

Aktivgeschäft

In Erwartung eines nur leicht ansteigenden konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 Forderungen gegenüber Kunden von einem Wachstum in Höhe von ungefähr 2,85 % aus. Wir werden unsere risikoorientierte Kreditvergabepolitik beibehalten.

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten und die Wertpapieranlagen werden sich voraussichtlich um 2,4 % verringern.

Passivgeschäft

Im Einlagengeschäft gehen wir trotz des anhaltenden Konkurrenzdrucks von einem Anstieg von 1,2 % aus (ohne Berücksichtigungen der Festgelder der institutionellen Anleger).

Dabei haben wir berücksichtigt, dass aus Renditeaspekten eine weiter zunehmende Nachfrage nach Investmentfonds einen Einfluss auf das Einlagengeschäft hat. Wir erwarten aufgrund Zinsumfeldes eine hohe Präferenz von Festgeldern und Spareinlagen.

Dienstleistungs- und Provisionsgeschäft

Im Dienstleistungsgeschäft prognostizieren wir steigende Erträge im Zahlungsverkehrs- (+ 2,7 %) sowie Wertpapiergeschäft mit Kunden und aus der Vermittlung von Investmentfonds (+ 5,6 %). Sowohl das Wertpapiergeschäft als auch die Vermittlung von Investmentfonds werden nach unserer Einschätzung von dem zunehmenden Bedarf an privater Altersversorgung und einer an den Bedürfnissen unserer Mitglieder und Kunden orientierten ganzheitlichen Beratung profitieren.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in die Bankenstellen Flüren, und Hünxe berücksichtigt worden. Damit investieren wir weiterhin in ein modernes und zukunftsorientiertes Vertriebs- und Raumkonzept, welches zu einer Steigerung der Attraktivität dieser Bankstelle führt und damit den Erfolg der stationären Vertriebsaktivitäten unterstützt.

Die Installation von Photovoltaikanlagen ist an weiteren Standorten der Volksbank Rhein Lippe eG geplant.

Chancen und Risiken

Insgesamt prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2024 ein Jahresergebnis nach Steuern zwischen 7.600 T€ und 8.100 T€. Damit können wir sowohl die satzungemäße Mindestdotierung als auch Beträge zu den Rücklagen zuführen, die über die für die prognostizierte Geschäftsentwicklung notwendiger Höhe hinausgehen. Die Zahlung einer Dividende aus dem geplanten Betriebsergebnis ist weiterhin möglich.

Wesentliche Chancen sehen wir im Hinblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf insbesondere, wenn die Nachfrage im Kreditgeschäft deutlich stärker als erwartet zunimmt. Eine weitere Chance sehen wir im Hinblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf, wenn sich die konjunkturelle Entwicklung besser als von uns unterstellt entwickelt.

Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung resultieren vorwiegend aus einer unerwartet starken Zinssenkung, die sich negativ auf den Zinsüberschuss auswirken kann. Dabei werden Kundenkredite zu niedrigeren Zinssätzen vergeben, bei den Kundeneinlagen kann jedoch keine vollständige Weitergabe der Zinssatzsenkung durchgesetzt werden. Unsere Prämisse einer leicht ansteigenden konjunkturellen Entwicklung birgt das Risiko, dass im Falle des Nichteintritts dieser Annahme sich das Kreditgeschäft, aber auch das Wertpapier- und Fondsvermittlungsgeschäft, spürbar schlechter als vorausgeplant entwickeln.

Prognose der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit wesentlichen Chancen und Risiken

Vermögenslage

Nach unseren Planungsrechnungen, die insbesondere auf den zuvor genannten bzw. den zur Ertragslage dargestellten Prämissen beruhen, erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die geplante Dotierung der Rücklagen.

Die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2023 wird, wenn die Vertreterversammlung dem Vorschlag zustimmt, zu einer Erhöhung der Eigenmittel im Sinne des Artikels 72 der CRR um TEUR 9.369 führen.

Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung werden wir auch in den folgenden 5 Jahren einhalten. Wir planen mit einer Gesamtkapitalquote von 15,81 %.

Die dargestellten Risiken der künftigen Entwicklung werden nach unserer Einschätzung keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögenslage im nächsten Jahr haben.

Aus der Umsetzung der CRR und CRD IV erwarten wir unter den derzeitigen Rahmenbedingungen keine außergewöhnlichen Belastungen für unsere Kapitalplanung 2024. Im Jahr 2025 erwarten wir - aufgrund des hohen Anteils der risikogewichteten Aktiva in der Position "Durch Hypotheken auf Immobilien besichert" und den Veränderungen gemäß Basel IV/ CRR III - eine leichte Reduzierung der risikogewichteten Aktiva. Die Gesamtkapitalquote und die Kernkapitalquote liegen weiterhin oberhalb der prognostizierten Anforderungen.

Finanz- und Liquiditätslage

Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Mindestreservebestimmung sowie die NSFR und LCR werden wir auch im folgenden Jahr einhalten.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist wegen einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge und ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten auch im Jahr 2024 nicht zu rechnen.

Ertragslage

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose sowie unter Berücksichtigung unserer dargestellten Erwartungen zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit- und Einlagengeschäft, rechnen wir für 2024 mit einem leicht erhöhtem Zinsergebnis. Wir erwarten eine Zinsspanne von 1,68 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Im Zinsergebnis wird für das Geschäftsjahr 2024 eine Ausschüttung aus den Fondsanlagen in Höhe von EUR 3,7 Mio. berücksichtigt.

Unser Provisionsergebnis wird auch im nächsten Jahr durch die Erträge aus der Kontoführung und dem Zahlungsverkehr, aus dem Wertpapiergeschäft und aus dem Vermittlungsgeschäft geprägt sein (Erwartung: 0,7 % der durchschnittlichen Bilanzsumme).

Die Personalaufwendungen werden sich nach unseren Planungen 2024 im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme liegt der Personalaufwand bei 0,95 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Dabei haben wir eine tarifliche Gehaltssteigerung in Höhe von 2,0 % ab Januar 2024 berücksichtigt. Unsere Planung sieht für 2024 in etwa eine gleichbleibende Mitarbeiterzahl vor. In der Personalkostenhochrechnung ist eine Zuführung in den Pensionsfonds eingerechnet.

Für die sonstigen Verwaltungsaufwendungen inklusive Abschreibungen auf Sachanlagen planen wir ein gleichbleibendes Niveau im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr (Erwartung: 0,5 % der durchschnittlichen Bilanzsumme).

Insgesamt erwarten wir für 2024 im Vergleich zum Berichtsjahr eine Erhöhung des Betriebsergebnis vor Bewertung auf etwa EUR 15,3 Mio.

Auf der Grundlage der erwarteten Erträge und Aufwendungen für das nächste Jahr rechnen wir mit einer verbesserten Cost Income Ratio in Höhe von ca. 65,5 %.

Die im Zusammenhang mit der prognostizierten Ertragslage stehenden Risiken resultieren insbesondere aus dem Zinsänderungsrisiko und den Kreditrisiken, die wir ausführlich beschrieben haben.

Zusätzliche wesentliche Ertragschancen sehen wir insbesondere bei einem deutlich über unseren Erwartungen liegenden Provisions- und Dienstleistungsgeschäft.

Unter der Annahme, dass die erwarteten Verluste laut unserer Risikomodelle eintreten, gehen wir für das laufende Geschäftsjahr beim Bewertungsergebnis von gleichbleibenden Nettoaufwendungen aus. Grundlage unserer Planungen sind insbesondere die beschriebenen Rating- und Scoringmodelle.

Aus der Bewertung der Wertpapiere inklusive des Fondsgeschäftes wird sich für 2024 bei der von uns unterstellten Zins- und Börsenentwicklung voraussichtlich ein Abschreibungsbedarf von etwa EUR 0,13 Mio. ergeben.

Das Bewertungsergebnis ist aufgrund der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten und der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung mit Unwägbarkeiten behaftet, denen wir mit den dargestellten Risikomanagementsystemen begegnen.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir nach Abzug der Steueraufwendungen mit einem Jahresüberschuss von etwa EUR 7,9 Mio., der die Zahlung einer Dividende, die planmäßige Zuführung zu den Rücklagen sowie eine Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB ermöglichen würde.

Gesamtaussage zur prognostizierten Lage und dem Geschäftsverlauf

Wir rechnen unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Umfeldes in unserem Marktgebiet mit einer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die es uns ermöglicht, alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen und die Risikodeckungsmasse weiter zu erhöhen.

Wir sind zuversichtlich, dass es uns - wie in den Vorjahren - gelingen wird, mit Qualität im Beratungs- und Dienstleistungssektor sowie einer dauerhaften Realisierung des von den fast 32.000 Mitgliedern der Bank nachhaltig befürworteten genossenschaftlichen Geschäftsmodells die gesteckten Ziele auch in den Jahren 2024 und 2025 zu erreichen.

Insgesamt erwarten wir, dass sich unsere Geschäfte in 2024, gemessen an der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, zufriedenstellend entwickeln werden, da das prognostizierte Ergebnis die Zahlung einer Dividende, die planmäßige Zuführung zu den Rücklagen sowie eine Zuführung zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB ermöglicht.

D. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Wesel / Dinslaken, 15. März 2024

Volksbank Rhein-Lippe eG

Der Vorstand

Indefrey

Lange

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Volksbank Rhein-Lippe eG, Wesel

Genossenschaftsregisternummer 234 beim Amtsgericht Duisburg

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 10.397.820,24 11.965
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 11.458.017,32 19.865
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 11.458.017,32 (19.865)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 21.855.837,56 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 63.639.459,32 42.984
b) andere Forderungen 3.569.373,05 67.208.832,37 51.327
4. Forderungen an Kunden 1.372.312.602,43 1.327.350
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 821.647.626,12 (795.375)
Kommunalkredite 28.454.066,29 (30.383)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 15.204.698,57 6.289
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 15.204.698,57 (6.289)
bb) von anderen Emittenten 116.622.288,47 131.826.987,04 114.703
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 91.014.301,76 (110.083)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 131.826.987,04 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 94.758.033,30 87.567
6a. Handelsbestand 267.054,00 288
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 40.930.566,71 41.008
darunter:
an Kreditinstituten 345.581,86 (361)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.212.990,00 42.143.556,71 1.213
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 1.164.940,00 (1.165)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 6.877.330,89 8.108
darunter: Treuhandkredite 6.877.330,89 (8.108)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.083,00 65
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 56.083,00 0
12. Sachanlagen 32.598.826,52 31.397
13. Sonstige Vermögensgegenstände 5.355.856,01 5.708
14. Rechnungsabgrenzungsposten 196.152,66 233
16. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 0
Summe der Aktiva 1.775.457.152,49 1.750.070

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 26.297.090,54 40.385
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 327.869.831,23 354.166.921,77 307.096
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 274.135.483,56 328.178
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 24.981.027,55 299.116.511,11 7.511
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 627.384.566,00 776.676
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 328.416.914,88 955.801.480,88 1.254.917.991,99 135.455
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 6.877.330,89 8.108
darunter: Treuhandkredite 6.877.330,89 (8.108)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.965.509,60 2.103
6. Rechnungsabgrenzungsposten 362.510,62 121
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 7.692,33 0
b) Steuerrückstellungen 1.519.570,00 163
c) andere Rückstellungen 5.741.766,91 7.269.029,24 5.438
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 67.057.100,00 59.257
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 32.100,00 (32)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 19.632.602,69 18.206
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 28.700.000,00 28.000
cb) andere Ergebnisrücklagen 32.240.000,00 60.940.000,00 31.520
d) Bilanzgewinn 2.268.155,69 82.840.758,38 1.853
Summe der Passiva 1.775.457.152,49 1.750.070
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 26.512.219,39 19.865
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 26.512.219,39 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 59.386.615,34 59.386.615,34 101.172
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 40.713.990,93 27.405
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.688.607,91 42.402.598,84 618
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (92)
2. Zinsaufwendungen 14.999.902,10 27.402.696,74 5.266
darunter: erhaltene negative Zinsen 6.155,43 (1.216)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.673.672,23 1.370
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.151.376,25 1.172
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 2.825.048,48 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 14.788.180,59 13.881
6. Provisionsaufwendungen 2.264.949,83 12.523.230,76 2.608
7. Nettoertrag des Handelsbestands 3.270,22 15
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.723.633,55 1.552
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 13.198.205,81 12.636
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.987.815,89 17.186.021,70 3.008
darunter: für Altersversorgung 1.456.822,25 (574)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.477.615,26 26.663.636,96 9.733
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2.150.814,69 1.988
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.446.788,72 1.365
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 266.234,91 992
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -266.234,91 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 84.140,68 206
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -84.140,68 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 13.866.263,79 8.211
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.698.147,34 2.484
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 107.393,20 3.805.540,54 76
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 7.800.000,00 3.800
25. Jahresüberschuss 2.260.723,25 1.851
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.432,44 2
2.268.155,69 1.853
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
2.268.155,69 1.853
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 2.268.155,69 1.853

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Volksbank Rhein-Lippe eG, Wesel

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Volksbank Rhein-Lippe eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über einen erwarteten Verlust mit einem Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (vereinfachte Methode). Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, mit Ausnahme des Handelsbestands, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip und die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Im Anlagevermögen sind unter anderem AT 1 Anleihen (Eigenemissionen der DZ Bank AG, Frankfurt am Main) im Nominalwert von EUR 3.200.000 enthalten. Dabei wurde der beizulegende Wert mittels eines Bewertungsmodells ermittelt, wobei die künftigen Zins- und Tilgungszahlungen prognostiziert und mit risiko- und laufzeitadäquaten Zinssätzen auf ihren derzeitigen Barwert abgezinst wurden (Discounted-Cashflow-Verfahren). Die Anleihen sind mit einer Nachrangklausel ausgestattet.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere werden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari werden mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlichen erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs bestehen ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.

Finanzinstrumente des Handelsbestands

Finanzinstrumente des Handelsbestands wurden gemäß § 340e Abs. 3 Satz 1 HGB zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht regelmäßig dem Marktpreis. Der Risikoabschlag wurde als pauschaler Abschlag für den Handelsbestand ermittelt.

Derivative Finanzinstrumente

Der Umfang derivativer Geschäfte sowie ergänzende Angaben zu ihrer Bewertung sind im Abschnitt D. aufgeführt.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Einzelne Beteiligungen resultieren aus geschlossenen Tauschgeschäften und sind nach Tauschgrundsätzen teilweise unter Gewinnrealisierung sowie teilweise unter Buchwertfortführung bewertet. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sind sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen. Bei Mietereinbauten wurde als Nutzungsdauer die Vertragslaufzeit angesetzt, soweit diese kürzer als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist.

Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei Grundstücken außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 32,05 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen, den Rückstellungen für Altersteilzeit und den Jubiläumsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften und Altersteilzeitvereinbarungen wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt; dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Es wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 1,50 %) zugrunde gelegt. Für anzurechnende Leistungen aus einer Versorgungskasse wurden für die Anwartschaftsphase individuell erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 0,66 % (Vorjahr 0,50 %) und eine Rentendynamik von 1,50 % (Vorjahr 1,50 %) berücksichtigt.

Bei den Rückstellungen für Altersteilzeit wurden erwartete Gehaltssteigerungen von 2,00 % (Vorjahr 1,50 %) und ein Rechnungszinsfuß in Höhe von 1,04 % (Vorjahr 0,52 %) - abhängig von der durchschnittlichen Restlaufzeit der Altersteilzeitvereinbarungen - (auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre) angesetzt.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,74 % (Vorjahr 1,44 %) abgezinst.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der zu verrechnenden Schulden betrug EUR 417.606. Das Deckungsvermögen hat zum 31. Dezember 2023 einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 409.914 und (historische) Anschaffungskosten in Höhe von EUR 416.523. Eine nach der Saldierung verbleibende Unterdeckung von EUR 7.692 wurde als Pensionsrückstellung passiviert.

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen wurden mit den aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträgen (Wertsteigerungen, Zinsen und Dividenden) in Höhe von EUR 6.180 verrechnet. Der Saldo ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 325.349 20.068 (a) 0 (a) 345.417
0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 41.454.604 3.122.263 (a) 8.514 (a) 43.826.115
0 (b) 759.267 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.170.232 585.979 (a) -8.514 (a) 11.911.243
0 (b) 836.454 (b)
Summe a 53.950.185 3.728.310 (a) 0 (a) 56.082.775
0 (b) 1.595.721 (b)
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag
Geschäftsjahr (a) Zugängen (a) Umbuchungen (a)
Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.319 29.015 (a) 0 (a) 0 (a) 289.334 56.083
0 (b) 0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 13.738.967 1.134.514 (a) 0 (a) 7.216 (a) 14.478.981 29.347.134
0 (b) 0 (b) 401.716 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.489.115 987.285 (a) 0 (a) -7.216 (a) 8.659.550 3.251.693
0 (b) 0 (b) 809.635 (b)
Summe a 22.488.401 2.150.814 (a) 0 (a) 0 (a) 23.427.865 32.654.910
0 (b) 0 (b) 1.211.351 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Forderungen des Anlagevermögens 1.920.200 0 1.920.200
Wertpapiere des Anlagevermögens 120.785.235 9.958.855 130.744.090
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 42.357.137 -213.580 42.143.557
Summe b 165.062.572 9.745.275 174.807.847
Summe a und b 219.012.757 207.462.757

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 45.712.870 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 32.177.743 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 21.533.420 fällig.

Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 6 enthaltenen Wertpapiere

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 131.826.987 127.127.932 4.699.056 90.828.234
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 18.287.566 0 18.287.566 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB): Schuldverschreibungen des Anlagevermögens (A 5) über nominell EUR 91.400.000. Der Buchwert der Wertpapiere beträgt EUR 90.507.713, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 86.941.627.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen an Kreditinstitute und in den Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 46.170.006 45.276.764
Forderungen an Kunden (A 4) 0 0 338.866 6
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0 0 41.705.559 53.845.490

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Anlageziel Wert der Anteile (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert (Reserve)
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
- gemischter Fonds; Anteilsquote: 100 % 74.979.333 0 1.168.659

Der Fonds ist ein Mischfonds mit Investitionen in renten- und aktienorientierten Anlagen mit dem Ziel eine angemessene Rendite bei gleichzeitiger Substanzerhaltung unter Nutzung von Diversifikations- und Korrelationseffekten zu erzielen, so dass eine jährliche Ausschüttung vorgenommen werden kann.

Im Fonds gehen wir von einem gemäßigten Risiko aus. Es ist vergleichbar mit dem Risiko bei einem Mischfonds mit dem Schwerpunkt Rentenanlagen mit mittlerer Laufzeit.

Handelsbestand

Der Bilanzposten "Handelsbestand" (A 6a) gliedert sich wie folgt:

Beizulegender Zeitwert
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 267.213 288.797
Zwischensumme 267.213 288.797
abzüglich Risikoabschlag 159 863
Gesamt 267.054 287.934

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) DZ BANK AG, Frankfurt am Main 0,00 2022 10.638.000 2022 380.000
b) DZ PRIVATBANK S.A., Luxembourg ** 0,02 2022 1.168.122 2022 79.441
c) Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall 0,00 2022 1.812.302 2022 0 *
d) DZ HYP AG, Hamburg / Münster 0,01 2022 1.762.331 2022 0 *
e) R+V Versicherung AG, Wiesbaden 0,00 2022 2.397.253 2022 0 *
f) Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main 0,00 2022 1.693.990 2022 321.427
g) WGZ 2. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 1,09 2023 3.549.641 2023 88.744
h) WGZ Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,00 2023 3.190.220 2023 95.752
i) UIR Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,00 2023 41.523 2022 -6.338
j) Volksbank Immobilien Niederrhein GmbH, Wesel 50,00 2022 480 2022 270
k) GAD Beteiligungs GmbH & Co. KG, Münster 0,60 2022 119.597 2022 3.016

* nach Berücksichtigung bestehender Gewinnabführungsverträge

** Jahresabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4).

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 25.035.131 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 3.251.693 enthalten.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Sachaufwendungen in Höhe von EUR 141.355 (Vorjahr EUR 178.277) und Beiträge an einen Pensionsfonds von EUR 54.798 (Vorjahr EUR 55.295) enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
3b) 1.017.500 1.017.500
4 4.865.662 4.264.773
5b) 7.236.563 2.101.792

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 528.696 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 0 0 1.000.000 0
Forderungen an Kunden (A 4) 30.260.990 71.449.796 325.649.234 912.696.841

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 13.356.245 22.394.354 186.847.660 103.436.402
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 84.836 23.690.067 1.095.962 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 143.019.207 152.805.323 31.948.993 2.363

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 354.067.177 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 362.511 (Vorjahr EUR 120.550) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus der Bewertung von Wertpapieren sowie den Sonderposten mit Rücklageanteil stehen höhere aktive Steuerlatenzen insbesondere aus Vorsorgereserven nach § 340f HGB gegenüber.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 354.067.267 309.948.723
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 0 0 72.960 37.772

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 18.884.179
b) der ausscheidenden Mitglieder 527.395
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 221.029

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 28.000.000 31.520.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 700.000 720.000
Stand 31.12.2023 28.700.000 32.240.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

In Bezug auf die Gesamttätigkeit der Bank sind die folgenden Eventualverbindlichkeiten (Vermerkposten 1 unter dem Bilanzstrich) von wesentlicher Bedeutung:

Gegenüber der DZ PRIVATBANK S.A., Luxembourg, wurde eine Globalgarantie über EUR 15 Mio. zur Sicherung aller vermittelten Kundendarlehen abgegeben. Diese Garantie valutiert zum Bilanzstichtag mit EUR 5.040.329.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Sie unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung von Risiken gewährleistet.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 138.435.463

Fremdwährungsposten

In den Schulden und in den unter dem Bilanzstrich vermerkten Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.550.524 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB).

(Angaben in TEUR):

Nominalbeträge beizulegender Zeitwert negativ (-)
Zinsbezogene Geschäfte 309.100 26.675

Die Zinsderivate wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv Steuerung) abgeschlossen.

Die Zinsswaps des Nichthandelsbestands sind mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag angegeben. Dabei haben wir die variablen Zinszahlungsströme mit Forward Rates abgeleitet aus der aktuellen Zinsstrukturkurve berechnet und diese ebenso wie die fixen Zahlungsströme mit der Swapkurve diskontiert. Die auf den Zeitraum vom jeweils letzten Zinstermin bis zum Bilanzstichtag entfallenden und im Jahresabschluss bereits berücksichtigten Zinsen sind im beizulegenden Zeitwert der Zinsswaps enthalten.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 2.136 (Vorjahr um EUR -1.216) erhöht bzw. im Vorjahr vermindert.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung (insbesondere Vermittlung von Wertpapieren, Bausparverträgen und Versicherungen) nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,4 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 22.411 (Vorjahr EUR 10.639) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 16.445 (Vorjahr EUR 17.592) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 979.796 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 558.552 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 101.803.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 283.283.

Weitere bestehende Pensionsverpflichtungen der Bank wurden auf die R+V Pensionsfonds AG, Wiesbaden, übertragen. Beim Pensionsfonds wurde ein Deckungsvermögen angelegt. Aus der Zahlung der laufenden Pensionen entstehende Unterdeckungen sind durch Nachschusszahlungen an den Pensionsfonds auszugleichen.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 165.845 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 2.879.871.

Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen sind im Geschäftsjahr nicht zustande gekommen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 7.109, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen aus der Garantieverpflichtung gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 3.499.452.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 5 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 139 106
144 106

Außerdem wurden durchschnittlich 22 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 31.913 77.523 20.155.980
Zugang 2023 760 8.025 2.086.500
Abgang 2023 1.342 3.409 886.340
Ende 2023 31.331 82.139 21.356.140
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 1.229.227
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 1.200.160
Höhe des Geschäftsanteils EUR 260
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 260

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genoverband e.V.

Ludwig-Erhard-Allee 20

40227 Düsseldorf

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Indefrey, Marc, Bankleiter, Tätigkeitsschwerpunkt: Unternehmenssteuerung, Marktfolge- und Betriebsbereich

Lange, Ulf, Bankleiter, Tätigkeitsschwerpunkt: Individual- und Filialkundenbank, Treasury

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Bottermann, Dirk, - Vorsitzender - , Wirtschaftsprüfer / Steuerberater, geschäftsführender Gesellschafter der BPG Holding GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft und Geschäftsführer der BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Becker, Dr. Thomas, - stellvertretender Vorsitzender - , Geschäftsführer der STEAG Kraftwerks-Grundstücksgesellschaft mbH

Buchmann, Reinhard, selbstständiger Landwirt

Buschmann, Katrin, angestellte Rechtsanwältin (Syndikusrechtsanwältin) bei der Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, (bis 21.6.2023)

Cappell-Höpken, Arnd, selbstständiger Landwirt

Egeling, Heinrich, selbstständiger Kaufmann

Eickelkamp, Herbert, Rechtsanwalt und Notar Grootens, Ulrike, Juristin

Hasselkamp, Dirk, Geschäftsführer der Hasselkamp Elektrotechnik GmbH, (seit 21.6.2023)

Lemm, Rainer, Geschäftsführer der Günter Lemm GmbH

Schmitz, Heike, Rechtsanwältin und Notarin

Schröer, Carolin, Geschäftsführerin der Holz Schröer GmbH

Wüster, Walburga, Architektin

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.260.723,25 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 7.432,44 (Bilanzgewinn von EUR 2.268.155,69) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 737.876,74
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 800.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 730.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 278,95
2.268.155,69

 

Wesel, 15. März 2024

Volksbank Rhein-Lippe eG

Der Vorstand

Indefrey

Lange

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank Rhein-Lippe eG, Wesel

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Rhein-Lippe eG, Wesel (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Forderung an Kunden

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 1.372,3 Mio. EUR. Dies entspricht 77,3 % der Bilanzsumme.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen im Wesentlichen Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die Systeme bzw. Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. Unsere Prüfungshandlungen umfassten die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Bereiche und Prozesse.

In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten Kontrollen der Genossenschaft ab.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurde neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Gesamtzusage sowie das Neukreditgeschäft berücksichtigt.

Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen an Kunden sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Jahresbericht 2023, der uns nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 S. 1 und S. 2 WpHG

- Prüfung gemäß Abschnitt V Nr. 11 (1) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Bundesbank.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Beckmann.

 

Düsseldorf, 30. April 2024

Genoverband e.V.

Jürgen Lanvers, Wirtschaftsprüfer

Christian Beckmann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 11.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2.260.723,25 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 7.432,44 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

Volksbank Rhein-Lippe eG, Wesel

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte einen Kredit-, einen Regional, einen beratenden Personal- und einen Bauausschuss eingerichtet.

Der gesamte Aufsichtsrat tagte im Berichtsjahr achtmal, der Kreditausschuss sechsmal, der Regionalausschuss viermal und der Bauausschuss, der sich ausschließlich mit dem Neubau des Verwaltungsgebäudes beschäftigt, zweimal. Der Personalausschuss traf sich im Geschäftsjahr zu keiner Sitzung.

Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Satzungsgemäß scheiden in diesem Jahr Frau Ulrike Grootens, Frau Heike Schmitz, Herr Reinhard Buchmann und Herr Herbert Eickelkamp aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitenden Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Wesel, 30. April 2024

Der Aufsichtsrat

Bottermann, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Volksbank Rhein-Lippe eG, Wesel

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Rhein-Lippe eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Rhein-Lippe eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Rhein-Lippe eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 44.478.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 198,8.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 13.866.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 3.698 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Rhein-Lippe eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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