HAHN Automation Group Robotics GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Diego Muylem seit 10.3.2023 | Geschäftsführer |
Jörg Kilb seit 8.6.2020 | Geschäftsführer |
Frank Konrad seit 11.10.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 23.94% | |
| 5.84% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HAHN Automation Group GmbHRheinböllenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023HAHN Automation Group GmbH, Rheinböllen1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftstätigkeit Die HAHN Automation Group GmbH (folgend die Gesellschaft) hat sich auf den Vertrieb, Entwicklung, Herstellung und Produktion von Automatisierungslösungen für verschiedene Branchen spezialisiert. Das Unternehmen wurde 1992 gegründet. Die Gesellschaft bietet maßgeschneiderte Automatisierungslösungen für eine Reihe von Branchen, darunter die Automobil-, Medizintechnik-, Konsumgüter- und Elektronikindustrie. Zu den Lösungen des Unternehmens gehören Montage- und Handhabungssysteme, Prüf- und Inspektionsgeräte sowie Robotersysteme. Die anschließende Betreuung erfolgt im Rahmen längerfristiger Service- und Wartungsverträge. Der Kundenstamm der HAHN Automation Group GmbH besteht aus international aufgestellten Industrieunternehmen im Bereich der automatisierten Serienfertigung. Der Fokus lag auch im Berichtsjahr weiter auf dem Automotive Bereich, wobei der Schwerpunkt im Bereich neuer Produkte wie Hybrid-Antriebe, digitalen Displays, Produkte der Elektrifizierung im PKW sowie auf dem Nutzfahrzeugbereich lag. Die Gesellschaft agiert sowohl auf dem nationalen Markt als auch auf internationalen Märkten. Im April 2022 hat die Gesellschaft einen Engineering Hub in Dresden gegründet um die Kapazitäten im Mechanical Design zu verstärken und die Möglichkeiten für globales Wachstum zu schaffen. Die Standorte unterscheiden sich nicht hinsichtlich erbrachter Produkte oder Kunden. Die HAHN Automation Group (folgend stehend für die HAHN Automation Group Holding GmbH und aller Tochtergesellschaften) ist ein globaler Lösungspartner für Fabrikautomation. Das Unternehmen steht für industriespezifisches Know-how, ein umfangreiches Projekt-Portfolio und eine globale Organisation mit Servicefokus aus einer Hand. Von der manuellen Bearbeitungsstation über teilautomatisierte Zellen bis hin zur kompletten Automatisierungslinie arbeiten ca. 1.800 Mitarbeitende an 22 Standorten weltweit an individuellen Smart Factory Lösungen. Kunden in den Industrien Automotive, Electronics sowie MedTech profitieren von Expertise, die auf über 30 Jahren Erfahrung und internationaler Innovation basiert. 1.2. Steuerungssystem Die Gesellschaft wird anhand von Kennzahlen aus dem Controlling gesteuert, die auf der Auftragskalkulation beruhen. Ermittelt werden die erzielbaren Deckungsbeiträge. Davon abgeleitet werden Ertragsziele. Die wesentliche Steuerungskennziffer ist das EBITDA sowie als nicht-finanzieller Leistungsindikator der Mitarbeiterbestand. 1.3. Forschung und Entwicklung Die HAHN Automation Group ist ein Hochtechnologieunternehmen. Innovationen werden in Kundenprojekten sowie in gezielten F&E Projekten vorangetrieben. Es wurden zahlreiche internationale Patente und andere Schutzrechte entwickelt. Der Gesamtbetrag der Forschung und Entwicklung der HAHN Automation Group GmbH betrug in 2023 2,4 Mio. EUR. Auf die in Vorjahren und in 2023 aktivierten Entwicklungsleistungen entfielen Abschreibungen von 1,1 Mio. EUR. Wesentliche Entwicklungsleistungen entfielen dabei primär auf Produktneuentwicklungen. 2. Wirtschaftsbericht 1 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,8 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,3 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,7 Prozent, wobei China (+4,1 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,4 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Globaler Maschinenbau 2 Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau 3 Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag im November mit 10,3 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im Oktober etwa 17.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um etwa 1 Prozent zulegen. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 262 Mrd. Euro. 2.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2023 einen Auftragseingang von mehr als 125,7 Mio. EUR. Dies führte trotz gestiegenem Umsatz zu einem Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 von 125,1 Mio. EUR (Vorjahr 114,4 Mio. EUR). Insgesamt blickt die Gesellschaft auf eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre zurück. Die maßgebliche Steuerungskennziffer, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), lag am Ende des Jahres bei 13,7 Mio. EUR. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ist von 384 (in 2022) auf 447 (in 2023) gestiegen. Als im März 2023 ein professioneller Hackerangriff auf die zentral aufgestellten Server der HAHN Automation Group stattgefunden hat, wurden in dessen Folge sämtliche Systeme zur Sicherheit abgeschaltet und umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Angriffe ergriffen. Zusätzlich wurde eine Partnerschaft mit einem Anbieter für Identitätsschutz- und Überwachungslösungen, u. a. Darknet-Überwachung, eingegangen. Bei dem Angriff auf die HAHN Automation Group handelte es sich um einen Ransomware Angriff, eine Cyber-Erpressung. Nach Einschätzung der Gesellschaft wäre durch die Zahlung von Lösegeld weiterhin Cyberangriffe auf die Sicherheit von kritischer Infrastruktur wie Energieversorgung und Krankenhäuser, auf Bildungseinrichtungen oder Wirtschaftsunternehmen finanziert worden. Der Verzicht auf Lösegeldzahlungen und ein Wiederaufsetzen des Geschäftsbetriebs aus eigener Kraft haben eine zeitweise Nichtverfügbarkeit von Systemen und betriebliche Einschränkungen mit den negativen Auswirkungen auf das EBITDA mit sich gebracht. Durch erhöhte Produktivität und sehr gute Projektmargen konnten diese negativen Effekte kompensiert werden. Außerdem hat sich die Gesellschaft seit dem Angriff darauf konzentriert, eine neue und noch sicherere Infrastruktur aufzubauen, als Präventionsmaßnahme die Mitarbeiter noch besser zu schulen und die Incident Response- und Business Continuity Pläne weiter verbessert. 2.3. Lage 2.3.1 Ertragslage Die HAHN Automation Group GmbH hat erneut nach 2022 im Jahr 2023 ein sehr gutes Ergebnis realisiert. Der Auftragseingang lag mit 125,7 Mio. EUR rund 5,3 Mio. EUR über dem des Vorjahres (120,4 Mio. EUR). Die weiteren Leistungsparameter, wie die Gesamtleistung von 122,8 Mio. EUR (Vorjahr 100,4 Mio. EUR) und das EBITDA mit 13,7 Mio. EUR (Vorjahr 8,6 Mio. EUR), lagen über Vorjahresniveau. Das im Vorjahr prognostizierte EBIT betrug 8,5 Mio. EUR und konnte mit 11,3 Mio. EUR übertroffen werden. Ursächlich hierfür war eine gesunkene Personalaufwandsquote bei gesteigertem Output. Der Umsatz belief sich auf 115,5 Mio. EUR und lag damit erneut deutlich über dem Vorjahr (102,3 Mio. EUR, +13%). Deutschland war mit 49% (Vorjahr 51%) Anteil am Umsatz der stärkste Absatzmarkt. Der Anteil der Umsatzerlöse mit Leistungsempfängern im Ausland stieg um 2%-Punkte auf 51% (Vorjahr 49 %). Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen reduzierten sich auf 21,0 Mio. EUR (Vorjahr 27,5 Mio. EUR). Die Gesamtleistung im Jahr 2023 stieg um 22 % auf 122,8 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, erhöhte sich um 5 %-Punkte auf 58 %. Dies war im Wesentlichen durch eine Erhöhung der Intercompany Leistungen und Preissteigerungen bedingt. Der Personalaufwand stieg leicht auf 28,5 Mio. EUR (Vorjahr 27,2 Mio. EUR). Bezogen auf die in 2023 erhöhte Gesamtleistung reduzierte sich die Personalaufwandsquote auf 23% (Vorjahr 27%). In Summe konnte aus den Veränderungen von Leistung, Material- und Personalaufwand ein erneut erhöhter Ergebnisbeitrag von 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR) realisiert werden. Das Ergebnis nach Steuern konnte mit 6,5 Mio. EUR (Vorjahr 4,6 Mio. EUR) gesteigert werden. 2.3.2 Finanzlage Kapitalstruktur Das Eigenkapital der HAHN Automation Group GmbH erhöhte sich im Berichtsjahr auf 28,0 Mio. EUR (Vorjahr: 25,5 Mio. EUR). Bei der aktuellen Bilanzsumme von 82,9 Mio. EUR beläuft sich die Eigenkapitalquote der HAHN Automation Group GmbH nun auf einen Wert von 34 % (Vorjahr 31 %) zum 31. Dezember 2023. Zum Jahresende beliefen sich die Verbindlichkeiten der Gesellschaft auf 45,6 Mio. EUR (Vorjahr 46,5 Mio. EUR). Davon betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26,7 Mio. EUR (Vorjahr 24,9 Mio. EUR). Die Darlehen haben unterschiedliche Laufzeiten und unterschiedliche Zinssätze. Zum Jahresende 2023 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 12,4 Mio. EUR (Vorjahr 16,5 Mio. EUR). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Materiallieferungen und Dienstleistungen aus der Unternehmensgruppe von 3,2 Mio. EUR sowie um Intercompany Darlehen von 7,7 Mio. EUR. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind von 4,4 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR gestiegen. Liquidität Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich in 2023 auf 5,4 Mio. EUR (VJ 0,9 Mio. EUR). Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt 3,6 Mio. EUR (VJ -6,0 Mio. EUR). Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -140 TEUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR). Die Finanzmittel erhöhten sich von 790 TEUR zu Beginn des Geschäftsjahres auf 3,0 Mio. EUR zu Geschäftsjahresende. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber 2022 um 0,9 Mio. EUR erhöht. Die Veränderung fand in 2023 im Bankguthaben (+2,16 Mio. EUR), der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8,1 Mio. EUR) und sonstige Vermögensgegenstände (+0,6 Mio. EUR) statt. Hingegen reduzierten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 8,9 Mio. EUR. 2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren EBITDA Das EBITDA 2023 liegt mit 13,7 Mio. EUR ca. 3,6 Mio. EUR über der Budgeterwartung für 2023 (10,1 Mio. EUR). Im Hinblick auf die Zielsetzung 2025 ist eine weitere Erhöhung sowie die mittelfristige Stabilisierung einer Wachstumstendenz bei Umsatz und Ergebnis erforderlich. Die Gesellschaft hält an dem Ziel einer zweistelligen EBITDA-Marge fest. Mitarbeiter Als nicht-finanzieller Leistungsindikator wird der Mitarbeiterbestand verfolgt. Der Headcount ist von 384 (in 2022) auf 452 (in 2023) gestiegen. Anfang 2023 wurde das Management (Direktoren Ebene) von der Gesellschaft in die HAHN Automation Group Holding GmbH transferiert. Insgesamt lässt sich feststellen, dass aufgrund der schwierigen Arbeitsmarktsituation für Arbeitgeber es nicht möglich war den Headcount entsprechend der Ziele aufzubauen. Für 2024 zeichnet sich bereits jetzt eine deutliche Entspannung auf dem Arbeitsmarkt ab. Das Ziel für 2024 ist es, gerade in den operativen Bereichen wie Software und Montage, den Headcount zu erhöhen, um Kosten für Fremdleistungen einzusparen. Die Anzahl der Auszubildenden wurde im Jahr 2023 nochmal um 4 gesteigert (von 51 auf 55). Auf dem Ausbildungsmarkt wird es für Unternehmen immer schwieriger die Ausbildungsstellen zu besetzen. Das Ziel für 2024 ist es zumindest die 20 geplanten Ausbildungsstellen zu besetzen. Sofern sich weitere Kandidaten anbieten, werden wir auch darüber hinaus Ausbildungsstellen vergeben um das Unternehmenswachstum mit qualifizierten Fachpersonal zu unterstützen. Nachhaltigkeit Das Thema Nachhaltigkeit ist von strategischer Relevanz und genießt hohe Priorität in der HAHN Automation Group. Neben den bereits umgesetzten Schritten steht die langfristige CO 2 -Neutralität des Unternehmens im Fokus. Zur Priorisierung der weiteren Schritte wurde in 2023 im Rahmen der ESG Strategie erstmals eine Wesentlichkeitsanalyse unter Einbeziehung verschiedener Stakeholder durchgeführt. Darüber hinaus ist die Nachhaltigkeit in der vor- und nachgelagerten Lieferkette weiter im Fokus. Dies schließt die Orientierung an den Vorgaben des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetztes ein. Alle Mitarbeiter sowie Mitarbeiterinnen im Konzern werden fortlaufend zu den Themen Compliance und Korruptionsbekämpfung geschult und sensibilisiert. In 2023 hat das Unternehmen ein Whistleblower System im Einklang mit Anforderungen europäischer Gesetzgebung eingeführt. 3. Prognose, Chancen- und Risikobericht 3.1. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Gesellschaft ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfassendes Berichts-, Controlling- und Frühwarnsystem, dass der Geschäftsführung und der ersten Führungsebene Werkzeuge an die Hand gibt, um Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung zeitnah aufzusetzen. Die im Folgenden beschriebenen Risiken werden entsprechend ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit (hoch, möglich, niedrig) und dem Grad ihrer Auswirkungen (erheblich, moderat, gering) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als insgesamt hoch, mittel oder niedrig eingestuft. Konjunktur- und Marktrisiken deutscher Maschinen- und Anlagenbau Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute, und der Maschinenbau ist als reiner Investitionsgüterlieferant ein Spätzykliker. Zwar gibt es erste, noch sehr zaghafte Signale, dass ein Tiefpunkt der Bestellungen bald erreicht ist. Das ifo-Geschäftsklima für den Maschinenbau hat sich zuletzt stabilisiert, und der Orderrückgang hat sich zum Jahresende 2023 etwas abgeschwächt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine mögliche Bodenbildung bei der Auslandsnachfrage noch nicht als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. 4 Positiv wirkt sich der technologische Wandel in dem Automobilbereich aus. Dieser führt zu Investitionszwängen auf Seiten der Automobilkunden der HAHN Automation Group. Mit dem Krieg im Nahen Osten ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzugekommen. Aufgrund der trüben Aussichten haben viele Unternehmen ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. 5 Dieses Risiko wird als niedrig eingeschätzt. Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die Gesellschaft wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Organisatorisch wurden Maßnahmen eingeleitet und performantes Personal für die Bearbeitung der Märkte eingestellt. Wettbewerber aus dem Lieferantenumfeld werden weiter eine Vorwärtsintegration ihres Leistungsspektrums anstreben und der Gesellschaft zusätzliche Konkurrenz machen. Preissteigerungen und -schwankungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatz- und Margenentwicklung auswirken. Dieses Risiko wird als niedrig eingeschätzt. Produktrisiken Anlagenbauer sind im besonderen Maße von der Qualität des verwendeten Materials abhängig. Ständige interne Qualitätskontrollen sichern die Qualität des verwendeten Materials. Die Implementierung einer professionellen, strategischen Einkaufsorganisation zur kommerziellen und qualitativen Absicherung von Zukaufsteilen und Produkten aus dem Unternehmensverbund reduzieren weiterhin das Produktrisiko. Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte am Markt zu platzieren. Den Produktrisiken wird durch ständige Weiterentwicklung des Produkt- und Lösungsportfolios entgegengewirkt. Zudem werden verstärkt digitale Verfahren verwendet, um bereits auf Basis vorliegender Konstruktionsdaten Fehlfunktionen zu vermeiden und somit den Ressourceneinsatz zu optimieren und Deckungsbeiträge zu sichern. Dieses Risiko wird insgesamt als mittel eingeschätzt. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Preisänderungs- und Ausfallrisiken, d.h. dass Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen teilweise oder vollständig nicht nachkommen, können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Zur Minimierung des Ausfallrisikos werden in der Gesellschaft bereits ein internes, gut funktionierendes und effizientes Debitorenmanagement eingesetzt sowie systematisch Kreditwürdigkeitsprüfungen vorgenommen. Dieses Risiko wird bei geringen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit, unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden operativen Gegenmaßnahmen, insgesamt als niedrig eingeschätzt. Personalrisiken Die Gesellschaft ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Als Personalrisiko ist der Mangel an geeignetem Fach- und Branchenpersonal zu nennen. Das Finden und die Integration von geeignetem Personal insbesondere für die Marktbearbeitung ist die Schlüsselaufgabe der Geschäftsführung und des Führungsteams, um einen langfristigen und nachhaltigen Geschäftserfolg sicherzustellen. Dieses Risiko wird bei geringen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit, unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden operativen Gegenmaßnahmen, insgesamt als niedrig eingeschätzt. Sonstige Risiken Die IT ist systemseitig in die IT-Landschaft der Hahn Automation Group Holding GmbH integriert. Nach dem Cyberangriff im März 2023 können weitere Angriffe auf die IT Systeme von innen oder außen zu Datenverlusten oder Arbeitsunterbrechungen führen. Durch die Implementierung neuartiger Virenscanner, Endpunktüberwachungen und verstärkter Sensibilisierung der Mitarbeiter wird diesem Risiko begegnet. Daneben ist das Unternehmen aufgrund seines Geschäftsmodelles Risiken aus Gewährleistungsansprüchen sowie Vertragsstrafen ausgesetzt. Wo bekannt, wird für diese Risiken ausreichend Vorsorge innerhalb der Rückstellungen getroffen. Aus unserer Sicht sind die sonstigen Risiken als mittel zu betrachten. Bestandsgefährdende Risiken Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass trotz der oben beschriebenen Risiken keine Bestandsgefährdenden, wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen. 3.2. Chancenbericht Die Chancen leiten sich aus den Aussichten für die deutschen Unternehmen im Maschinenbau im Segment Robotik und Automation ab. Neben den bestehenden Absatzchancen in der Automobilindustrie, die aufgrund der engen Kundenbeziehungen nach wie vor gegeben sind, arbeitet die Gesellschaft weiter daran, neue Märkte und Marktsegmente zu gewinnen. Das globale Servicenetz, das für unsere Kunden eine wichtige Zusatzleistung darstellt, verschafft einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil. Auf die zunehmende Elektrifizierung des Autos ist die HAHN Automation Group GmbH eingestellt und kann die entstehenden Wachstumsfelder besetzen. Die bestehende Automotive-Strategie des Unternehmens wird umgesetzt, jedes Jahr modifiziert und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Besonders aufgrund von Kostensenkungsprogrammen der Kunden werden diese zukünftig auf Automatisierungslösungen in der Produktion angewiesen sein. Die Gesellschaft steht hierbei als vertrauensvoller und langjähriger Ansprechpartner für die Kunden zur Verfügung. Die Einbindung in die HAHN Automation Group ermöglicht weiteres Wachstum und Kunden- und Technologiepotentiale zu erschließen. Zudem ermöglicht die weitergehende Internationalisierung und die globale Positionierung Synergie- und Effizienzvorteile. 3.3 Prognosebericht Für das Jahr 2024 wird aufgrund der aktuellen Marktsituation ein verbessertes EBITDA von 14,0 Mio. EUR budgetiert. Der im Projektgeschäft bestehende Auftragsbestand deckt zum Berichtszeitpunkt über 81% des geplanten Umsatzes für 2024 ab. Es ist das Ziel für 2024 die Zahl der Mitarbeitenden weiter auszubauen. Hierzu orientiert sich das gruppeneigene Recruiting verstärkt global, um den auftretenden Bedarf zu decken. Die durch die Pandemie eingeführten mobilen Arbeitsmöglichkeiten und unsere Erfahrungen damit zeigen, dass rein virtuelle Kooperation erfolgreich gelebt werden kann. Daneben ist für die Folgejahre eine weitere Steigerung der Betriebsleistung und des EBITDA geplant, um auch mittelfristig einen Beitrag zum Ausbau der Marktposition der HAHN Automation Group beizusteuern. Die Gesamtbewertung der Chancen- und Risikolage zeigt, dass bzgl. der Erzielung des notwendigen Auftragseingangsvolumens und der damit verbundenen Auslastung der Gesellschaft auf Basis der heutigen Informationen durchaus Risiken vorhanden sind. Aufgrund der globalen Aufstellung und mit der langjährigen Markt- und Managementerfahrung sowie der bestehenden Kundenbeziehungen stehen diesen jedoch auch entsprechende Chancen gegenüber. Der technologische Wandel und notwendige Anpassungen an sich weiterentwickelnde Kundenbedürfnisse, wie auch die Positionierung des Wettbewerbs, stellen Herausforderungen dar, die Investitionen in Produktionsabläufe und Human Resources benötigen und die die Margenqualität beeinflussen können. Das Unternehmen sieht sich hier jedoch aufgrund des permanenten Optimierungsprozesses gut positioniert. Durch Soll-Ist-Vergleiche sowie einen rollierenden Forecast werden Abweichungen vom geplanten Geschäftsverlauf erkannt, Gegenmaßnahmen eingeleitet und gegebenenfalls in den Prognosen berücksichtigt.
Rheinböllen, den 28. März 2024 HAHN Automation Group GmbH 1 Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, November 2023 2 Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 3 Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA 4 Quelle: VDMA (Originaltext) 5 Quelle: VDMA (Originaltext) HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der HAHN Automation Group GmbH, eingetragen im Handelsregister unter HRB 3493 beim Amtsgericht Bad Kreuznach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft wurde am 18. August 2023 in HAHN Automation Group GmbH (vormals HAHN Automation GmbH) umbenannt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der §§ 266, 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bilanziert worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren). Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis 25 Jahren). Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis 250 € werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert über 250 € bis 800 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten, oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe kommt der gleitende Durchschnittswert zur Anwendung. Die Herstellungskosten beinhalten die Einzelkosten zuzüglich der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, aber keine Fremdkapitalzinsen. Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt und entsprechend § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen bei erkennbaren Risiken angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos besteht eine Pauschalwertberichtigung. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Aufwendungen, die periodengerecht abgegrenzt wurden. Finanzanlagen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und nur zur Erfüllung der Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen, wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen verrechnet. Entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB sind diese Finanzanlagen mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern der beizulegende Zeitwert des reservierten Vermögens den Verpflichtungswert übersteigt, wird der übersteigende Betrag unter dem gesonderten Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Pensionsrückstellung wurde auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der modifizierten Teilwertmethode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Als Rententrend wurden 1,5 % (1,5 %) angesetzt. Der Gehaltstrend bzw. die Fluktuation wurden weiterhin mit 0 % angesetzt. Die Rückstellung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich aus einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die gutachterliche Bewertung der Verpflichtung erfolgte mit einem Zinssatz von 1,83 %. Die Anwendung der Bewertungsvorschriften lt. BilMoG führte zu einer Erhöhung der Pensionsverpflichtungen um 112 T€ zum 1. Januar 2010. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und führt diesen Unterschiedsbetrag über die Dauer von 15 Jahren zu (verbleibender Unterschiedsbetrag 7,5 T€). Die weiteren Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB), bei langfristigen Rückstellungen erfolgte eine Abzinsung unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes entsprechend der Restlaufzeit gemäß Mitteilung der Bundesbank. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Latente Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich auflösen. Die latenten Steuern wurden auf Basis eines unternehmensspezifischen Steuersatzes von 28,78% ermittelt. Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung (Aktivierungsüberhang) ergibt, wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. Die Unterschiedsbeträge zwischen den handels- und steuerbilanziellen Werten ergeben sich im Wesentlichen aus den selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen und den Rückstellungen für Pensionen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewandt. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel, der als Anlage zu diesem Anhang beigefügt ist. Im Geschäftsjahr betrugen die gesamten Entwicklungskosten 2.399 T€, die in voller Höhe auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallen. Die HAHN Automation GmbH ist unmittelbar und mittelbar an folgenden Unternehmen zu mehr als 20 % beteiligt:
Die Umrechnung der Angaben zum Eigenkapital erfolgte bei fremder Währung zum Stichtagskurs bzw. zum Durchschnittskurs bei den Ergebnisangaben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen sowohl kurzfristige Forderungen des laufenden Liefer- und Leistungsverkehr 5.031 T€ (i. Vj 13.195 T€), sowie sonstige Vermögensgegenstände im Wesentlichen in Form von Darlehen 8.497 T€ (i. Vj. 9.205 T€); die Darlehen sind wie auch im Vorjahr kurzfristig. Hiervon sind 309 T€ (i. Vj. 687 T€) Forderungen gegenüber Gesellschaftern. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mitarbeiterdarlehen in Höhe von 1 T€ (i. Vj. 4 T€) enthalten. Hiervon haben 0 T€ (i. Vj. 1 T€) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Weiterhin sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 5 T€ (i. Vj. 0,9 T€) enthalten, die einen kurzfristigen Charakter haben. Pensionsrückstellungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt 382 T€ (i. Vj. 363 T€), nach Abzug des noch verbleibenden Unterschiedsbetrages gem. Art 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB von 7,5 T€ (i. Vj. 15 T€) verbleiben 374 T€ (i. Vj. 348 T€). Die Rückstellung wurde verrechnet mit Finanzanlagen im beizulegenden Zeitwert (Marktwert) von 308 T€ (i. Vj. 291 T€), die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und nur zur Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen. Die Anschaffungskosten dieser Finanzanlagen betragen 312 T€ (i. Vj. 288 T€). Es waren keine Erträge / Aufwendungen zu verrechnen. Der Unterschiedsbetrag für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 6 T€. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel, der als Anlage beigefügt ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit 3.194 T€ (i. Vj. 11.846 T€) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, sowie mit 9.251 T€ (i. Vj. 4.690 T€) sonstige Verbindlichkeiten in Form von Darlehen, davon besteht ein Darlehen mit 7.685 T€ (i. Vj. 3.363 T€), sowie eine sonstige Verbindlichkeit bzw. die Verrechnung mit der umsatzsteuerlichen Organträgerin mit 1.566 T€ (i. Vj. 1.327 T€) gegenüber der Gesellschafterin HAHN Automation Group Holding GmbH; die Darlehen und sonstige Verbindlichkeit sind kurzfristig. Latente Steuern Es bestehen zu versteuernde temporäre Differenzen bei den Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sowie abzugsfähige temporäre Differenzen bei den Bilanzposten Immaterielle Vermögensgegenstände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen für Altersversorgung und den sonstigen Rückstellungen, die miteinander verrechnet werden. Entwicklung der latenten Steuersalden
Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung (Aktivierungsüberhang) ergibt, wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem:
Die Periodenfremden Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Personalaufwand Aufwendungen für Altersversorgung sind im Personalaufwand mit 149 T€ (im Vorjahr 125 T€) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen ausgewiesen, die die jährliche Zuführung des Anpassungsbetrages der Pensionsrückstellung nach Art. 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB in Höhe von 7.459,00 € enthalten. Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten mit 529 T€ (i. Vj. 273 T€) Zinsen aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten mit 7 T€ (i. Vj. 6 T€) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Weiterhin beinhalten die Zinsaufwendungen, Zinsen an verbundene Unternehmen mit 376 T€ (i. Vj. 29 T€). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten mit 171 T€ (im Vorjahr 0 T€) Erträge aus der Veränderung latenter Steuern. Im Vorjahr betrugen die Aufwendungen 211 T€. Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD-Modellregeln erlassen haben. Die Berichtsgesellschaft und der RAG-Stiftung-Konzern fallen voraussichtlich in künftigen Geschäftsjahren in den Anwendungsbereich der Mindeststeuergesetze. Zum 31. Dezember 2023 wurden gemäß § 274 Abs. 3 HGB beim Ansatz und der Bewertung latenter Steuern die Differenzen aus der Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes sowie vergleichbarer ausländischer Mindeststeuergesetze nicht berücksichtigt. Das deutsche Mindeststeuergesetz (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG)) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Folglich kann sich für Geschäftsjahre, die zum 31. Dezember 2023 enden, grundsätzlich kein tatsächlicher Steueraufwand oder -ertrag aus dem Mindeststeuergesetz ergeben. Da Fehlanzeigen im Anhang in analoger Anwendung von § 265 Abs. 8 HGB nicht erforderlich sind, unterbleibt bei wortgetreuer Anwendung des Gesetzeswortlautes in handelsrechtlichen Jahres- und Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2023 eine Angabe nach den Vorschriften der §§ 285 Nr. 30a, 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB. V. Sonstige Angaben Konzernabschluss Die HAHN Automation Group GmbH wird in den Konzernabschluss der RAG-Stiftung, Essen, sowie in den Konzernabschluss der RSBG SE, Essen, einbezogen. Der Konzernabschluss der RAG-Stiftung stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen dar. Der Konzernabschluss der RSBG SE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis dar. Die Gesellschaft ist gemäß § 291 Abs. 2 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Die Konzernabschlüsse der RAG-Stiftung sowie der RSBG SE werden im Unternehmensregister eingereicht und veröffentlicht. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses enthalten. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Die Geschäftsführung wurde und wird von folgenden Personen wahrgenommen: Frank Konrad, Maschinenbauer, Kümbdchen, Co-CEO Jörg Kilb, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Keidelheim, COO Philipp Unterhalt, Essen, Co-CEO (seit 10.03.2023) Diego van Muylem, Königstein, CFO (seit 10.03.2023) Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9 a HGB wurde verzichtet, da kein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhalten hat. Anzahl der Beschäftigten Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 22 Mitarbeiter in der Verwaltung, 347 in der Produktion und 30 im Verkauf sowie 48 Auszubildende beschäftigt. Ausschüttungssperre Aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB sowie aus dem Unterschiedsbetrag aus der Umstellung des Rechnungszinssatzes für Altersversorgungsverpflichtungen von dem siebenjährigen auf den zehnjährigen Durchschnittszinssatz besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre von 3.005 T€ (i. Vj. 2.254 T€), die aufgrund der frei verfügbaren Rücklagen nicht zur Anwendung kommt. Ausschüttungsgesperrte Beträge
Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet für Kreditkartenverbindlichkeiten der Mitarbeiter bis zu einem Maximalbetrag von 200 T€ zum Stichtag. Weiterhin besteht eine Wechselbürgschaftszusage i.H.v. 4.000 T€ zugunsten der HAHN Automation Group Austria GmbH. Eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen wird basierend auf der aktuellen Finanzlage und den Erfahrungswerten der Vergangenheit als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen laufende Miet-, Leasing- und Wartungsverträge i. H. v. monatlich 38 T€. Hieraus ergibt sich eine sonstige finanzielle Verpflichtung, die sich auf insgesamt 645 T€ (i. Vj. 442 T€) für die verbleibende Restlaufzeit beläuft. Die Pachten für die betrieblich genutzten Gebäude betragen monatlich 110 T€ und bis zum Ende der Laufzeit insgesamt 10.460 T€ (i. Vj. 8.465 T€). Nahe stehende Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden ausschließlich zu marktüblichen Bedingungen geschlossen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor das Jahresergebnis in Höhe von 4.720.903,74 EUR auszuschütten sowie den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen. Bericht des AufsichtsratsIm Unternehmen existiert kein Aufsichtsrat. sonstige BerichtsbestandteileVerbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Geschäftsführer gez. Frank Konrad gez. Jörg Kilb gez. Philipp Unterhalt gez. Diego van Muylem Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 02.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HAHN Automation Group GmbH, Rheinböllen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HAHN Automation Group GmbH, Rheinböllen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HAHN Automation Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zudienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 28. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Jörg Klein, Wirtschaftsprüfer ppa. Jan Romoth, Wirtschaftsprüfer |
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