Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 1463
Eingetragen
10.10.1978
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt: die Fertigung und der Handel von/mit elektrischen Leitungen, sonstigen elektrischen und elektronischen Erzeugnissen sowie artverwandten Erzeugnissen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mersudin Colovic
seit 4.6.2024
Prokura
Prokura
Michael Bohlig
seit 9.9.2008
Prokura
Frank Ritter
seit 8.7.2002
Geschäftsführer
Michael Ritter
seit 8.7.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

1.29% identifiziert1.11% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
0.82%
D***** S*********
0.47%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Kertesz AGCHE
1.05%
Ningbo EverFlourish Smart Technology Corp. Ltd.CHN
0.06%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EverFlourish Europe GmbH
Germany
2.884.051 €
86.35%
Ritter Beteiligungs- und Vermögensverwaltungs-Gesellschaft mbH
Germany
456.017 €
13.65%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

REV Ritter GmbH

Mömbris

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 325.311,00 405.960,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 122.523,00 111.545,00
3. Geleistete Anzahlungen 369.330,92 0,00
817.164,92 517.505,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.621.150,33 2.581.727,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 56.920,06 248.603,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 517.399,10 601.634,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.450,00 0,00
3.198.919,49 3.431.964,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.020.149,48 1.020.149,48
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 214.989,35 303.781,99
2. Unfertige Erzeugnisse 755.453,39 1.386.322,54
3. Fertige Erzeugnisse 14.578.642,65 20.084.544,56
15.549.085,39 21.774.649,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.643.798,92 2.981.139,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 379.592,66 629.450,21
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.317.282,81 1.925.246,40
6.340.674,39 5.535.835,67
III. Flüssige Mittel 397.669,17 678.960,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 409.027,38 441.853,00
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 41.162,06 162.976,00
27.773.852,28 33.563.893,24

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.340.068,00 3.340.068,00
II. Kapitalrücklage 12.282.517,00 12.282.517,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 154.783,39 154.783,39
IV. Verlustvortrag -10.488.731,73 -9.621.092,34
V. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 793.680,17 -867.639,39
6.082.316,83 5.288.636,66
B. Sonderposten mit Rücklagenanteil 102.572,00 128.606,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.429.654,00 2.542.765,00
2. Steuerrückstellungen 91.667,00 91.667,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.348.809,10 1.331.075,11
3.870.130,10 3.965.507,11
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 675.000,00 2.775.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.929.543,26 3.168.549,85
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.317.060,35 14.124.669,79
(davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 5.817.060,35; i. V. EUR 9.874.669,79)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.797.229,74 4.112.923,83
(davon aus Steuern: EUR 675.780,10; i. V. EUR 187.058,44)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR -1.491,14; i. V. EUR 724,51)
17.718.833,35 24.181.143,47
27.773.852,28 33.563.893,24

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 52.757.254,68 50.209.444,31
2. Verminderung (i. V. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -630.869,15 1.288.372,10
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 52.132,57 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 127.329,20 511.919,41
52.305.847,30 52.009.735,82
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.587.322,34 37.218.475,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 188.434,84 202.590,97
35.775.757,18 37.421.066,95
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.204.260,96 5.688.601,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.238.821,88 1.283.914,72
7.443.082,84 6.972.515,88
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 717.221,80 1.097.252,67
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.980.441,20 7.117.526,49
1.389.344,28 -598.626,17
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 90,75 420,28
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 572.475,97 245.182,50
-572.385,22 -244.762,22
11. Ergebnis nach Steuern 816.959,06 -843.388,39
12. Sonstige Steuern 23.278,89 24.251,00
13. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 793.680,17 -867.639,39

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

A Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Die REV Ritter GmbH mit Sitz in Mömbris und registriert beim Amtsgericht in Aschaffenburg unter HRB 1463 (nachfolgend auch "REV" genannt) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften (HGB) sowie unter Berücksichtigung der rechtsformspezifischen Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden "davon"-Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzugeben sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Im Übrigen entsprechen Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses den Vorjahresgrundsätzen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

1 Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte (bspw. Entwicklungskosten für Software) werden zu Herstellungskosten aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (bspw. Belieferungsrechte und Software) werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig grundsätzlich linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern von bis zu fünf Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme hiervon bilden die Belieferungsrechte, deren Abschreibung leistungsabhängig unter Zugrundelegung der tatsächlichen Liefermengen/Umsatzerlöse des jeweiligen Geschäftsjahres vorgenommen wird. Zudem werden EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter €250 sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden zeitanteilig nach der linearen Methode unter Zugrundelegung folgender betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern vorgenommen:

Nutzungsdauer in Jahren
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 15
Maschinenwerkzeuge, Vorrichtungen und Modelle 5 bis 13

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Fertigungskosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird in voller Höhe bis zu Anschaffungskosten von €800,00 im laufenden Geschäftsjahr abgeschrieben. Der aus den Vorperioden noch bestehende Sammelposten (€250 bis €1.000) wird weiterhin ratierlich aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Im Falle einer dauerhaften Wertminderung der Finanzanlagen erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden soweit erforderlich berücksichtigt. Zudem wird den Risiken aus langer Lagerdauer, Sachmängeln und Schwund durch entsprechende Abwertungen Rechnung getragen.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse/Leistungen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, den fertigungsbedingten Wertverzehr des Anlagevermögens sowie anteilige Gemeinkosten, die mittels einer Maschinenstundensatzrechnung auf die Produkte umgelegt werden. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit erforderlich, vorgenommen. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwendbarkeit werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden soweit erforderlich berücksichtigt. Zudem wird den Risiken aus langer Lagerdauer, Sachmängeln und Schwund durch entsprechende Abwertungen Rechnung getragen.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bestehende Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit erforderlich, durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Dem Selbstbehalt im Schadensfall wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von €10.000 auf den Forderungsbestand Rechnung getragen.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden saldiert ausgewiesen, soweit eine Aufrechnungslage nach § 387 BGB gegeben ist.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2 Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen werden für Gegenstände des Anlagevermögens am Standort Thal als Korrektur zu den ungekürzt aktivierten Anschaffungs- und Herstellungskosten passiviert; die Sonderposten werden linear über die Nutzungsdauer der begünstigten Gegenstände des Sachanlagevermögens aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssatz von 1,83% p. a. (Durchschnitt 10 Jahre; im Vorjahr 1,78%) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen der Berechnung von 7 Jahren zu 10 Jahren beträgt €26.781,00 (Vorjahr: €126.375,00). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Berücksichtigung der Pensionsberechtigten jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0% p.a. (Vorjahr 0,0% p.a.) sowie für Rentner Rentensteigerungen von jährlich 1,0% p.a. (unverändert zu Vorjahr) zugrunde gelegt; die Fluktuationsrate wurde ebenfalls in Höhe von 0,0% p.a. (Vorjahr 0,0% p.a.) angenommen.

Die Pensionsverpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten; sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Urlaubs- und Mehrarbeitsansprüche der Arbeitnehmer werden auf Vollkostenbasis unter Berücksichtigung der individuellen Zeitguthaben pro Mitarbeiter und der SOLL-Jahresarbeitszeit sowie einer voraussichtlichen Lohn- und Gehaltsanpassung 2024 bewertet.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Gewährleistungen wurde eine pauschalierte Rückstellung in Höhe eines als maximal möglich angesehenen Erfüllungsbetrags gebildet. Bei der Schätzung der Rückstellung wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen Geschäftsjahre berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3 Fremdwährungsumrechnung

Die Bewertung der in Fremdwährung erworbenen Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zum maßgeblichen Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalles.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

4 Laufende und latente Steuern

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr grundsätzlich neben den laufenden Steuern aus Einkommen und Ertrag auch latente Steuern zu bilanzieren.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen (Gesamtdifferenzbetrachtung).

Im Falle eines Aktivüberhangs macht die Gesellschaft von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht Gebrauch, so dass in diesem Falle kein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt.

Der Berechnung der latenten Steuern liegen unternehmensindividuelle Steuersätze zugrunde, die sich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen voraussichtlich ergeben.

B Weitere Angaben zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Zum 31. Dezember 2023 hält das Unternehmen folgenden Anteilsbesitz:

Anteil am Eigenkapital Ergebnis
Firma, Sitz Kapital in EURO in EURO
Ritter Leuchten GmbH, Mömbris - Deutschland 100,00% 2.458.729,01 197.148,05
ConeXion, Mömbris - Deutschland 100,00% 495.583,87 38.735,25
düwi international Praha s.r.o, Prag - Tschechische Republik 2) 100,00% 28.784,70 * -12.155,64 *

* Umgerechnet von CZK in EUR gemäß der Referenzkurse der EZB (Stichtagskurs = 24,724 - Jahresdurchschnittskurs = 24,004)

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich entsprechend ihren Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2023 (31. Dezember 2022) wie folgt zusammen:

Forderung und sonstige Vermögensgegenstände nach Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2023

bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahre Summe
EURO EURO EURO EURO
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.643.798,92 - - 2.643.798,92
im Vorjahr 2.981.139,06 - - 2.981.139,06
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 379.592,66 - - 379.592,66
im Vorjahr 629.450,21 - - 629.450,21
sonstige Vermögensgegenstände 3.312.018,92 5.263,89 - 3.317.282,81
im Vorjahr 1.916.998,22 8.248,18 - 1.925.246,40
31.12.2023 6.335.410,50 5.263,89 - 6.340.674,39
Summe Vorjahr 5.527.587,49 8.248,18 - 5.535.835,67

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen solche Forderungen, die gemäß den Regelungen des bestehenden Factoringvertrages nicht bzw. infolge des Erreichens bestehender Factoringlimite stichtagsbezogen noch nicht von der Factoringbank angekauft werden bzw. wurden. Der trotz eines Umsatzwachstums (dies sowohl bezogen auf das Gesamtjahr als auch den Einzelmonat Dezember betreffend) zu verzeichnende Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von €2.981.139,06 im Vorjahr auf nunmehr €2.643.798,92 im Berichtsjahr ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass im Vorjahr zum Jahresende eine hohe Geschäftsaktivität mit einer Kundengruppe außerhalb des Factoring zu Buche stand. Diese Kundengruppe wurde im Berichtsjahr ins Factoring überführt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten ferner einen pauschalen Abschlag in Höhe von €10.000,00. Dieser pauschale Abschlag kompensiert den Selbstbehalt aus einer Warenkreditversicherung zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos (Pauschalwertberichtigung). Ferner wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von €7.137,32 einzelwertberichtigt (Vorjahr: €0,00).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Tochtergesellschaften Ritter Leuchten GmbH und ConeXion GmbH (zusammen €135.786,15 - Vorjahr: €326.257,54) und gegen die Mutter- und Schwestergesellschaften innerhalb der EverFlourish Europe Gruppe (zusammen €243.806,51 - Vorjahr: €303.192,67).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Verkauf von Liefer- und Leistungsforderungen an eine Factoringgesellschaft in Höhe von €3.228.390,92 (Vorjahr €1.782.657,68) im Rahmen eines "echten Factorings". Von genanntem Gesamtbetrag ist ein Teilbetrag in Höhe von €757.079,53 (Vorjahr €503.900) auf einem Sondersperrkonto hinterlegt und insoweit in seiner Verfügbarkeit beschränkt. Der deutliche Anstieg der Factoring-Forderungen ist die Gegenposition zum oben geschilderten Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und beruht auf der Überführung einer umsatzstarken Kundengruppe ins Factoring. Hinzu kommt, dass im Gesamtjahr 2023 aber auch im Abschlussmonat Dezember das Umsatzniveau deutlich über Vorjahr lag.

3 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung von Ausgaben, die im Zusammenhang mit Liefer- und Serviceverträgen angefallen sind und über die Laufzeit der entsprechenden Verträge verteilt werden.

4 Eigenkapital

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital wird zum Bilanzstichtag gehalten von:

Gezeichnetes Kapital zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EURO % EURO %
EverFlourish Europe GmbH 2.884.051 86,35% 2.884.051 86,35%
Friedrichsthal - Deutschland
Ritter Beteiligungs- und Vermögensverwaltuns GmbH 456.017 13,65% 456.017 13,65%
Mömbris - Deutschland
Summe 3.340.068 100,00% 3.340.068 100,00%

5 Pensionsrückstellungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen (Erfüllungsbetrag) bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von insgesamt €3.368.557,00 brutto (Vorjahr €3.457.976,00). Diesen stehen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von insgesamt €938.903,00 (Vorjahr €1.004.424,00) gegenüber, die in Höhe von €938.903,00 (Vorjahr €915.211,00) - und somit in voller Höhe- aufgrund bestehender Verpfändungsvereinbarungen als Deckungsvermögen zu qualifizieren sind. Bestehende Pensionsverpflichtungen wurden mit dem ihnen zurechenbaren Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2. Satz 2 HGB verrechnet (Einzelbewertung), so dass sich ein Bilanzausweis in Höhe von €2.429.654,00 ergibt (Vorjahr: 2.542.765,00). Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischem Gutachten bzw. den Mitteilungen des Versicherers. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von €25.160,00 (Vorjahr €23.975,00) wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von €68.563,00 (Vorjahr €72.856,00) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo in Höhe von €43.403,00 ist im Zinsergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

6 Sonstige Rückstellungen

Die zum 31. Dezember 2023 passivierten kurzfristigen sonstigen Rückstellungen betragen €1.348.809,10 (Vorjahr €1.331.075,11) und teilen sich wie folgt auf:

2023 2022
EURO EURO
Personalbezogene Rückstellungen 531.763 351.908
nicht genommene Urlaubstage 75.000 114.000
Gleitzeitguthaben 53.000 47.500
Tantiemen und sonstige Boni 374.763 161.004
Berufsgenossenschaftsbeiträge 29.000 29.000
sonstige Personalrückstellungen - 405
zu erteilende Kundengutschriften / Belastungsanzeigen 200.000 255.000
Schadenersatz & Gewährleistung 150.000 217.000
ausstehende Eingangsrechnungen 155.823 117.510
Droherverlust aus Währungssicherungsgeschäft 80.094 225.310
übrige sonstige Rückstellungen 231.130 164.347
Kosten für Jahresabschluss und -Prüfung 100.000 30.000
Kosten für Steuerberatung 46.500 42.900
Kosten für unterlassene Instandhaltung 7.000 10.000
noch nicht abgerechnete Zinsen 130 3.947
sonstiges 77.500 77.500
Sonstige Rückstellungen 1.348.809 1.331.075

Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von insgesamt €87.137,94 (Vorjahr €149.524,00). Diesen stehen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von insgesamt €128.300,00 (Vorjahr €312.500,00) gegenüber, die wie im Vorjahr in voller Höhe aufgrund bestehender Verpfändungsvereinbarungen als Deckungsvermögen zu qualifizieren sind. Bestehende Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit dem ihnen zurechenbaren Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2. Satz 2 HGB verrechnet (Einzelbewertung) und als aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von €41.162,06 (Vorjahr: €162.976,00) ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischem Gutachten bzw. den Mitteilungen des Versicherers.

6 Steuerrückstellungen

Die zum 31. Dezember 2023 passivierten, kurzfristigen Steuerrückstellungen betragen im Berichtsjahr unverändert €91.667,00 (Vorjahr €91.667,00). Diese Rückstellung basiert auf den Gewinnen der Geschäftsjahre 2020 und 2021. Unter Berücksichtigung des Verlustes im Vorjahr, der sich daraus ergebenden steuerlichen Verlustvorträgen und der anzunehmenden Veränderung des steuerlichen Ausgleichspostens bleibt der Gewinn des Berichtsjahres voraussichtlich steuerfrei. Es ist somit keine zusätzliche Rückstellung für Ertragssteuern zu bilden.

7 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen zum 31. Dezember 2023 folgende Werte, Fristen und Besicherungen auf:

Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeiten
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
EURO EURO EURO
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.000 400.000 175.000
Vorjahr 2.100.000 400.000 275.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.929.543 0 0
Vorjahr 3.168.550 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.817.060 0 4.500.000
Vorjahr 9.874.670 0 4.250.000
sonstige Verbindlichkeiten 4.797.230 0 0
Vorjahr 4.112.924 0 0
Summe 2023 12.643.833 400.000 4.675.000
Vorjahr 19.256.143 400.000 4.525.000
TOTAL davon besichert
EURO EURO Art
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 675.000 675.000 1)
Vorjahr 2.775.000 2.775.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.929.543 1.929.543 2)
Vorjahr 3.168.550 3.168.550
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.317.060 - 3)
Vorjahr 14.124.670
sonstige Verbindlichkeiten 4.797.230 - 4)
Vorjahr 4.112.924
Summe 2023 17.718.833 2.604.543
Vorjahr 24.181.143 5.943.550

1) Besichert im Rahmen des Corona-Förderprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau "KfW Schnellkredit 2020". Zum 31.12.2022 wurde ferner die Kontokorrentlinie der Hausbank vollständig in Anspruch genommen. Diese ist in Höhe der Inanspruchnahme durch anteilige Sicherungsübereignung des Vorratsbestandes der REV Ritter GmbH besichert. Zum 31.12.2023 besteht keine Inanspruchnahme und somit auch keine Besicherung
2) Besichert durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt
3) Verbindlichkeiten gegenüber den Tochtergesellschaften und der Konzernmutter => keine Besicherung
4) Überwiegend ausstehende Kundenkonditionen => keine Besicherung

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Berichtsjahr ein durch die KfW im Rahmen des Corona-Förderprogramms besichertes Darlehen, ausgereicht von der Commerzbank Saarbrücken in Höhe von €675.000,00 (Vorjahr €775.000,00). Dieses KfW-Darlehen ist mit einem Teilbetrag in Höhe von €100.000,00 im kommenden Geschäftsjahr zur Rückzahlung fällig. Die verbleibenden Rückzahlungsbeträge sind mittel- und langfristig zu tilgen.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich zurückgeführt werden, was im Wesentlichen darin begründet ist, dass zum Stichtag 31.12.2023 eine durch die Hausbank zur Verfügung gestellte Kontokorrentlinie in Höhe von €2.000.000,00 nicht in Anspruch genommen werden musste (Inanspruchnahme 31.12.2022: €2.000.000,00).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (gegenüber fremden Dritten) beziffern sich auf €1.929.543,26 (Vorjahr: €3.168.549,85). Die Fristigkeit ist entsprechend der Natur von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kleiner als 12 Monate. Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vorjahr liegt im Wesentlichen im außerordentlich hohen Vorjahreswert begründet. Zur Finanzierung eines Aufbaus des Vorratsbestandes im Laufe des Jahres 2022 wurden auch Lieferantenkredite herangezogen. Der Vorratsbestand konnte aber im Berichtsjahr wieder zurückgeführt werden und somit auch die Lieferantenkredite.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zunächst Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von €3.457.060,35 (Vorjahr €7.514.669,79) gegenüber der Konzernmutter EverFlourish Global. Auch hier begründet sich der deutliche Rückgang der Position im oben bereits geschilderten Bestandsabbau und der damit einhergehend reduzierten Notwendigkeit zur Vorfinanzierung durch Lieferantenkredite.

Hinzu kommt ein Gesellschafterdarlehen gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von €2.360.000,00 (Vorjahr: €2.360.000,00), welches als rückzahlbar innerhalb der nächsten 12 Monate einzuordnen ist. Typischerweise wird die Rückzahlung dieser Darlehensposition von Jahr zu Jahr prolongiert, so dass auch für das Geschäftsjahr 2024 die Zahlungseinforderung durch den Gesellschafter als unwahrscheinlich anzusehen ist. Die Einordnung als kurzfristig rückzahlbar erfolgt somit lediglich aus formellen Gründen.

Als langfristig fällig wird eine Ausleihung seitens der 100%igen Tochtergesellschaften Ritter Leuchten GmbH und ConeXion GmbH in Höhe von insgesamt €4.500.000,00 (Vorjahr: 4.250.000,00) eingeordnet, weil sie vertragsgemäß nur auf Verlangen des Gläubigers zurückzuzahlen sind.

Die sonstigen Verbindlichkeiten berücksichtigen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Kunden aus bestehenden WKZ- und Jahresbonusvereinbarungen in Höhe von €4.106.858,72 (Vorjahr €3.902.054,12). Hinzu kommen Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie kreditorische Debitoren in Höhe von €690.371,02 (Vorjahr: €210.869,71). Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert hier überwiegend aus dem deutlichen Anstieg der Umsatzsteuerzahllast, was einerseits mit dem gestiegenen Umsatz zu begründen ist aber vor allem mit der im Vorjahr signifikant höheren Vorsteuerverrechnung vor dem Hintergrund der hohen Lieferantenverbindlichkeiten.

8 Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit insbesondere Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte sowie Zinsswaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Marktpreisen zurückgehen.

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft USD-Devisentermingeschäfte abgeschlossen über US Dollar 7.590.000,00 mit einem Barwert über -€80.093,62 abgeschlossen. Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB wurden nicht gebildet.

C Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Darstellung und die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften des HGB mit den durch das BilRUG geänderten Vorschriften.

1 Umsatzerlöse

Sämtliche Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus dem Verkauf von Elektroartikeln und Elektroinstallationsmaterial über europaweit agierende Baumarktketten, (SB-) Warenhäuser, Elektronikmärkte, Onlinegeschäften und Discounter sowie den Fach- und Großhandel.

Von den Umsatzerlösen in Höhe von insgesamt €52.757.254,68 (Vorjahr €50.209.444,31) wurden im Inland €45.411.924,67 (Vorjahr €43.051.920,99) und im vorwiegend europäischen Ausland €7.345.330,01 (Vorjahr €7.157.523,32) erzielt.

Der Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen operativ erwirtschaftet. Vor allem im Bereich B2B-Online-Sales konnten deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. Hinzu kommt, dass allgemeine Preiserhöhungen, welche zwar im Jahr 2022 verhandelt wurden teilweise erst im Jahr 2023 über volle 12 Monate ergebniswirksam wurden. Im Jahr 2023 wurden Preiserhöhungen lediglich auf vereinzelte Produktgruppen kommuniziert.

2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt €127.329,20 (Vorjahr €511.919,41) beinhalten im Wesentlichen die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von €26.034,00 (Vorjahr €95.882,00), Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von €44.609,09 (Vorjahr: €252.445,83) sowie sonstige Erträge, beispielsweise aus dem Erhalt von Versicherungsleistungen, in Höhe von €56.686,11 (Vorjahr: 52.488,43) enthalten. Im Vorjahr konnten darüber hinaus noch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von €111.103,15 gezeigt werden. Das ist für das Berichtsjahr nicht der Fall.

Den Erträgen aus Kursgewinnen stehen allerdings auch Kursverluste gegenüber. Diese belaufen sich auf €269.031,81 (Vorjahr: €433.324,42) und sind innerhalb der Position "Übrige" in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Berichtsjahr entstanden sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von €6.980.441,20 (Vorjahr €7.117.526,49). Diese setzten sich wie folgt zusammen:

Instandhaltung, Reinigung, Gebäudeschutz €372.625,25 (Vorjahr: €299.546,64) => im Berichtsjahr gesteigerte Ausgaben für Gebäude-Substanzerhaltung und Instandhaltung der Betriebsausstattung

Mieten und Pachten €439.167,05 (Vorjahr: €375.063,66) => im Berichtsjahr gestiegene Energiekosten

Verwaltungsaufwendungen €841.227,74 (Vorjahr: €1.081.486,52) => im Berichtsjahr gesunkene Kosten, da mit dem 01.01.2023 Sourcing-Dienstleistungen durch die Einkaufsabteilung der REV selbst erbracht werden

Vertriebsaufwendungen €4.246.050,35 (Vorjahr: €4.306.755,39) => bleiben auf vergleichbarem Niveau

Übrige €1.058.147,54 (Vorjahr: €1.038.835,74) => bleiben auf vergleichbarem Niveau

Neutrale Aufwendungen €23.223,27 (Vorjahr: €15.838,54) => Einstellung einer Einzelwertberichtigung

Im Berichtsjahr sind bei der Gesellschaft Entwicklungskosten in Höhe von €341.797,79 (Vorjahr €332.848,82) angefallen. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Aktivierung i.H.v. €195.631,25 von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen (Vorjahr: €77.206,75). Die Gesellschaft betreibt keine Forschung.

Im Bereich der Altersversorgung konnte die Gesellschaft im Berichtsjahr aus der zinsbeeinflussten Neubewertung von Pensionsverpflichtungen und -deckungsvermögen laut aktuarischem Gutachten einen saldierten Ertrag in Höhe von €13.158,89 erzielen. Im Vorjahr resultierte ein Aufwand in Höhe von €101.168,19.

4 Zinsergebnis

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von €25.160,00 (Vorjahr €23.975,00) wurden mit den Zinszuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von €68.563,00 (Vorjahr €72.856,00) - soweit saldierungsfähig gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB - saldiert. Der sich hieraus ergebende Saldo in Höhe von €43.403,00 (Vorjahr €48.881,00) wird unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Der Zinsaufwand gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt €44.586,28 (Vorjahr €44.174,93).

Neben den Pensionszinsen und den Zinsauswendungen mit verbundenen Unternehmen verbleiben €484.486,69 (Vorjahr: €151.886,29) als sonstiger Zinsaufwand, wovon €271.805,12 (Vorjahr: €105.684,73) auf Factoring-Zinsen entfallen. Der deutliche Anstieg des sonstigen Zinsaufwands ist überwiegend aus dem deutlich gestiegen EURIBOR begründet. So lag der der Zinsermittlung zu Grunde liegende 3-Monats-EURIBOR lag im Juli 2022 noch bei knapp unter 0%, am 01.01.2023 bereits 2,1% und am 31.12.2023 gar bei 3,9%.

Saldiert um die Zinserträge (€90,75 - Vorjahr: €420,28) verbleibt ein Zinsergebnis von -€572.385,22. Der Zinsertrag gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt €0,00 (Vorjahr €0,00).5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und latente Steuern.

Im Hinblick auf den im Jahr 2022 zu verzeichnenden handelsrechtlichen Verlust in Höhe von -€867.639,39 und des sich daraus voraussichtlich ergebenden Verlustvortrags wurden keine Rückstellungen für Ertragssteuern gebildet.

Passive latente Steuern auf temporäre Differenzen aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz, die insbesondere im Bereich der selbst erstellten, immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens anfallen, wurden zum Bilanzstichtag mit aktiven latenten Steuern, die hauptsächlich aus temporären Differenzen die hauptsächlich im Bereich der Pensionsrückstellungen resultieren, verrechnet.

Der nach der Verrechnung verbleibenden Aktivüberhang wurden in Folge der Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

D Sonstige Angaben

1 Haftungsverhältnisse (§ 251 HGB)

Die REV Ritter GmbH hat gemeinsam mit ihren 100%igen Tochtergesellschaften ConeXion GmbH und Ritter Leuchten GmbH Factoring-Verträge mit der Deutschen Factoring Bank GmbH Co. KG, Bremen (im Folgenden als "DFB" bezeichnet) abgeschlossen. Aus diesen Factoring-Verträgen resultiert eine gesamtschuldnerische Mithaft der REV Ritter GmbH gegenüber ihren 100%igen Tochtergesellschaften, die sich zum Stichtag auf €3.018.335,38 beläuft (Vorjahr: €2.976.601,87) beläuft. Ferner besteht eine Mithaft zu Gunsten der 100%igen Tochtergesellschaft Conexion GmbH, Mömbris über den Betrag von €77k im Rahmen einer Zweckerklärung auf eine bestehende Grundschuld der REV Ritter GmbH (begrenzte Sicherung).

Das Risiko der Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung in Bezug auf das bei der Cone-Xion GmbH und Ritter Leuchten GmbH bestehende Factoring wird aufgrund der für alle Forderungen bestehenden Warenkreditversicherung (seitens der REV-Gruppe als auch seitens der Factoring-Gesellschaft) sowie im Hinblick auf die stabile Ertragslage als sehr gering angesehen.

2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen (285 Nr. 3a HGB)

Nach dem Vertragsstand zum Ende des Geschäftsjahres bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus offenen Bestellungen sowie aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen in nachfolgend aufgeführter Höhe (jeweils ohne Mehrwertsteuer). Die Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen werden bis zum Ende der ersten ordentlichen Kündigungsmöglichkeit (Grundmietzeit), längstens jedoch für die nächsten fünf Jahre angegeben.

Die Miet- und Pachtverträge betreffen die Standorte Mömbris und Thal der Gesellschaft sowie Mieten für die Anmietung von zusätzlichen Lagerkapazitäten, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattung (Kopierer, Server, etc.). In allen Fällen handelt es sich um sog. "Operating Lease"-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte/Gegenstände bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der im Vergleich zum Erwerb geringeren Kapitalbindung sowie im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten (Drohverlustrückstellung), wozu es derzeit jedoch keine Anzeichen gibt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023

GESAMT davon ggü. Verb. Unternehmen
EURO EURO
Leasingverpflichtungen 335.618 -
Mietverpflichtungen 750 -
Pachtverpflichtungen 61.877 -
Bestellobligo 8.144.773 7.456.992
Summe 8.543.019 7.456.992
fällig in 2024 8.337.808 7.456.992
fällig in 2025 112.572 -
fällig in 2026 65.567 -
fällig in 2027 14.697 -
fällig in 2028 12.375
Summe 8.543.019 7.456.992

3 Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB

Für das von unserem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar in Höhe von €107.851,50 entfällt auf die Abschlussprüfung 2022 €36.655,50 und 2023 €57.570,00, auf andere Bestätigungsleistungen €7.875,00 und auf sonstige Leistungen €5.751,00.

4 Mitglieder der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 und danach war Herr Frank Ritter, Kaufmann, Bessenbach, zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Ebenso wurde auf die Angabe der Gesamtbezüge der beiden früheren Mitglieder der Geschäftsführung sowie der für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5 Mitarbeiter

Die im Berichtsjahr 2023 durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmerzahl stellt sich - getrennt nach Arbeitnehmergruppen - wie folgt dar.

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr 2023

2023 Vorjahr
Arbeiter 63 38% 63 38%
Angestellte 91 54% 91 54%
geringfügig Beschäftigte 6 4% 4 2%
Summe gemäß § 267 Abs. 5 HGB 160 158
Auszubildende 8 5% 9 5%
Summe 168 167

6 Ausschüttungsgesperrte Beträge

Ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB i.V.m. § 301 AktG beinhalten die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von €325.311,00 (Vorjahr €405.960,00).

7 Konzernzugehörigkeit und Konzernabschluss

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird durch die Everflourish Europe GmbH in 66299 Friedrichsthal, Robert-Koch Straße 4, aufgestellt.

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind unter der oben genannten Adresse am Sitz der jeweiligen Gesellschaft erhältlich.

8 Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft

Bezüglich der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wird auf die Ausführungen im Lagebericht (Abschnitt VI.) verwiesen.

9 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Berichtsgesellschaft liegen keine Erkenntnisse zu vorteilhaften oder nachteiligen Ereignissen vor, die sich zwischen Bilanzstichtag und Tag der Unterzeichnung des Abschlusses ereignet haben und Einfluss auf das Geschäft der REV Ritter GmbH hätten haben können.

10 Verwendung des Ergebnisses

Das Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Mömbris, den 22.04.2024

Die Geschäftsführung

Frank Ritter

Entwicklung des Anlagevermögens der REV Ritter GmbH, Mömbris, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte 665.806,06 38.441,50 0,00 704.247,56
2. Erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 391.319,79 45.931,00 0,00 437.250,79
3. Geleistete Anzahlungen auf erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 369.330,92 0,00 369.330,92
1.057.125,85 453.703,42 0,00 1.510.829,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.816.148,27 214.955,56 0,00 9.031.103,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.288.921,29 0,00 0,00 3.288.921,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.313.768,41 113.831,32 5.924,20 7.421.675,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.450,00 0,00 3.450,00
19.418.837,97 332.236,88 5.924,20 19.745.150,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.020.149,48 0,00 0,00 1.020.149,48
21.496.113,30 785.940,30 5.924,20 22.276.129,40
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte 259.846,06 119.090,50 0,00 378.936,56
2. Erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 279.774,79 34.953,00 0,00 314.727,79
3. Geleistete Anzahlungen auf erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
539.620,85 154.043,50 0,00 693.664,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.234.420,52 175.532,98 0,00 6.409.953,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.040.318,23 191.683,00 0,00 3.232.001,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.712.134,31 195.962,32 3.820,20 6.904.276,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
15.986.873,06 563.178,30 3.820,20 16.546.231,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
16.526.493,91 717.221,80 3.820,20 17.239.895,51
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte 325.311,00 405.960,00
2. Erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 122.523,00 111.545,00
3. Geleistete Anzahlungen auf erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 369.330,92 0,00
817.164,92 517.505,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.621.150,33 2.581.727,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 56.920,06 248.603,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 517.399,10 601.634,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.450,00 0,00
3.198.919,49 3.431.964,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.020.149,48 1.020.149,48
5.036.233,89 4.969.619,39

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

A Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die REV Ritter GmbH ("REV" oder "Gesellschaft") ist als Anbieter und Hersteller von Elektroartikeln und Elektroinstallationsmaterial vornehmlich auf dem inländischen und europäischen Markt tätig.

Zu den Hauptkunden zählen überwiegend europaweit agierende Baumarktketten, (SB-) Warenhäuser, Elektronikmärkte und Discounter, Internethändler sowie der Fach- und Großhandel.

Wichtige Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung der REV Ritter GmbH sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) sowie die jederzeit zur Verfügung stehende Liquidität.

1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung / Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation geprägt. Hinzu kommt eine, wenngleich rückläufige, noch immer hohe Inflationsrate.

Ursache für diese schwache Entwicklung sind neben den hohen Inflationsraten noch immer die Nachwirkungen der Energiepreiskrise und der damit einhergegangenen massiven Kaufkraftverlusten. Hinzu kommt auch eine schwächelnde Industrieproduktion, die im Hinblick auf eine nachlassende Auslastung und der ungünstigen Finanzierungsbedingungen den schwachen privaten Konsum nicht kompensieren kann. Darüber hinaus tragen auch die geringe Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft im Allgemeinen und die bremsenden Effekte der geopolitischen Krisen zur wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland und Europa bei.

Jüngste Stimmungsindikatoren wie der IFO-Geschäftsklimaindex, oder die Konjunkturerwartungen des ZEWs deuten allerdings darauf hin, dass die Unternehmen für das kommende Jahr etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch die privaten Haushalte scheinen im Zuge der rückläufigen Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer. Dies schlägt sich in den verschiedenen Konsumklimaindizes in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten nieder.

Der Handelsverband "Heimwerken Bauen Garten" - BHB - sieht in Bezug auf die für die Berichtsgesellschaft REV Ritter GmbH entscheidende DIY-Branche das abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem aufgelaufenen Minus von rund vier Prozent. Für das Jahr 2024 gehen die Zahlenexperten des BHB von einem Null-Wachstum aus, um dann im Jahr 2025 wieder mit einem realen Wachstum rechnen zu können. Hier steht die Aussage im Raum, dass in diesem Umfeld der DIY-Sektor "ständig neue Impulse und Präsentationen" benötigt. Möglicherweise ist es die Erfüllung dieser Anforderungen, die dazu geführt hat, dass sich entgegen der allgemeinen DIY-Marktlage die Geschäftslage der REV Ritter GmbH im Berichtsjahr 2023 deutlich positiv entwickelt hat.

2 Operative Geschäftsentwicklung

Die REV Ritter GmbH blickt insgesamt auf einen sehr positiven Geschäftsverlauf zurück. Geprägt von stabilen Preisen im Wareneinstand und im Bereich der Überseefrachten und vor dem Hintergrund einer insgesamt sich entspannenden Lieferkettensituation, gelang es der Berichtsgesellschaft, über eine verbesserte Rohertragsmarge wieder in die Gewinnzone zu gelangen.

Für die REV Ritter GmbH resultiert ein Umsatz nach Konditionen (Umsatzerlöse) in Höhe von €52.757k. Dieser Wert liegt um €2.548k über dem entsprechenden Vorjahreswert und entspricht einem Zuwachs von 5,1%- Hierbei konnte vor allem in der Kundengruppe "B2B-Online" ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnet werden (Wachstum im Umsatz vor Konditionen in Höhe von €3.785k oder 76,6%). Hier tragen die Bemühungen der Gesellschaft zum Auf- und Ausbau dieses Vertriebskanals Früchte. So hat die REV im Laufe des Jahres 2023 zwei Mitarbeiter sowie einen Auszubildenden speziell für den E-Commerce eingestellt - und dies nicht nur mit Bezug auf technische oder vertriebliche Aspekte sondern auch mit Bezug Markenbildung und -Identifikation (Social Media Management).

Zur positiven Entwicklung im Umsatz kommt im Berichtsjahr eine ebenfalls positive Entwicklung in der Rohertragsmarge hinzu. Die Wareneinstandsquote (Materialaufwand inkl. Bestandsveränderung pro Umsatzerlöse) betrug im Mittel 69,01 % und war somit deutlich niedriger als im Vorjahr (74,53%). Bewertet man den Vorjahresumsatz mit der Wareneinstandsquote des Berichtsjahres, so resultiert alleine aus diesem Effekt ein Ergebnisbeitrag in Höhe von €1.283k, ohne dass die erreichten Umsatzsteigerungen des Jahres 2023 hier bereits mit eingerechnet wären. Treiber dieses Effektes sind vornehmlich die gesunkenen Preise im Einkauf, was sowohl den reinen Produktpreis (in RMB) als auch die Übersee-Frachtraten betrifft. Hinzu kommt die in 2023 zu verzeichnende Erholung des EURO gegenüber dem USD. Dies vergünstigte über die Umrechnung der ursprünglichen USD- Verbindlichkeiten in EURO abermals das Produkt. Es resultiert ein Rohergebnis in Höhe von €16.530k. Dies sind €1.941k mehr als im Vorjahr.

Letztendlich wurde bei der REV Ritter GmbH ein Ergebnis vor Steuern (EBT - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) in Höhe von €817k erreicht. Der Jahresüberschuss beträgt €794k. Dies im Vergleich zu einem Verlust in Höhe von €868k im Vorjahr. Die Differenz in Höhe von €1.662k resultiert überwiegend aus der oben bereits dargestellten Abweichung im Rohergebnis. Das Ergebnis des Berichtsjahres beinhaltet aber auch eine zusätzliche Abwertung auf das verkaufsfähige Vorratsvermögen in Höhe von €450k. Dieser Abwertungsbetrag basiert dabei ausschließlich auf der Anwendung einer Reichweitenmethodik, ohne dass dabei generell eine Minderung der Verkaufsfähigkeit vorliegen muss. Diese dem Vorsichtsprinzip geschuldete Maßnahme kann somit die Ertragskraft der Gesellschaft im folgenden Geschäftsjahr erhöhen.

Berücksichtigt man die Ergebnisse der 100%igen Tochtergesellschaften Ritter Leuchten GmbH und ConeXion GmbH, welche ihre Handelswaren ausschließlich bei der REV Ritter GmbH beziehen und im Zuge eines Reihengeschäftes an ihre Kunden weiterverkäufen, so resultiert ein Summen- Jahresüberschuss der REV-Gruppe in Höhe von €1.030k (Vorjahr: Verlust in Höhe von €776k).

3 Strategische Geschäftsentwicklung

Strategisch bestand der Fokus der Aktivitäten der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 in der Weiterentwicklung der REV Ritter GmbH und der REV-Gruppe zu einem innovativ agierenden, internationalen Handelsunternehmen für Elektroartikel und -Installationsmaterialien und in zunehmenden Umfang auch im Bereich Lampen und Leuchten. Wo hier in den zurückliegenden Jahren der Fokus eher auf dem technischen Licht lag, so wurden nun im Berichtsjahr auch dekorative Beleuchtungselemente mit in das Produktportfolio aufgenommen. Hier sei beispielsweise die Outdoor Flaschenlampe "Lamprusco" genannt. Mittelfristig soll im Rahmen einer fortgeführten Produktdiversifikation das Handelsspektrum durchaus auch über den Elektro- und Leuchtenbereich hinaus erweitert werden, so dass sich eine Weiterentwicklung zu einer DIY-bezogenen Handels- und Distributionsplattform ergäbe.

Um dies zu unterstützen, stieß im November des Berichtsjahres als Leiter des Key-Account- Managements ein neues Mitglied zum REV-Managementteam hinzu. Ziel ist es, den Vertrieb neu zu strukturieren, breiter aufzustellen und über neue Netzwerke zusätzliche Absatzkanäle zu öffnen. Ferner ist diese Maßnahme verbunden mit dem Effekt, dass hierdurch die Kapazitäten innerhalb des REV-Managementteams geschaffen werden, um zukünftig noch fokussierter das auf der Einkaufsseite liegende Margenpotenzial zu heben.

Im Laufe von Q3-2023 wurde das IT-Großprojekt zur Modernisierung des Warenwirtschaftssystem für die Lagerlogistik angestoßen. Ziel dieses Projektes ist es, vor allem über eine gesteigerte Konsolidierung der Ausgangslieferungen, die betriebliche Effizienz zu steigern, die Logistik-Prozesse weiter zu automatisieren und zukünftig mit einem offenen und skalierbaren System arbeiten zu können.

Darüber hinaus beabsichtigt die Gesellschaft im Jahr 2024 die Akquirierung eines Chief Digital Officers (CDO) zur Entwicklung und Umsetzung einer digitalen Transformation, zur Förderung innovativer Technologien und letztendlich zur Schaffung einer substanziellen Innovationskultur.

Davon abgesehen verbleibt die Konzentration auf folgende Aktivitäten:

Entwicklung neuer innovativer Produktideen

Investitionen in Umbauten bei Kunden

Reduktion von fixen und variablen Kostenbestandteilen

Weitere Absenkung der Fixkosten

Die oben genannten strategischen Maßnahmen werden gemeinschaftlich entwickelt mit und unterstützt durch die EverFlourish Gruppe. Mit der EverFlourish Europe GmbH (EFE) als Mutterunternehmen und der EverFlourish Smart als Anker für den wichtigen chinesischen Beschaffungsmarkt entsteht ein über die gesamte Wertschöpfungskette integrierter Unternehmensverbund. Neben Synergie-Effekten in Bezug auf die Supply-Chain wird die REV mittelfristig aber auch auf dem Absatzmarkt von dieser Unternehmensstruktur profitieren. Die EFE hält neben den Anteilen an der REV Ritter GmbH auch weitere europäische Gesellschaften in Polen, Ungarn, Frankreich und Großbritannien und fungiert somit als europäische Holding-Organisation der EverFlourish Gruppe.

B Forschung und Entwicklung

Durch ein diversifiziertes Team von Ingenieuren und anderen Fachleuten besteht in der Entwicklungskompetenz der REV Ritter GmbH eine Kernkompetenz für die gesamte EverFlourish-Gruppe. Dies betrifft einerseits die (Weiter-)Entwicklung innovativer und differenzierter Produkte aber andererseits auch den Bereich Prüfung, Zertifizierung und Normierung.

Im Berichtsjahr lag der Fokus der F&E-Aktivitäten vor allem im Bereich Akkuleuchten. Dieses Produktfeld birgt insgesamt ein enormes Potenzial und wird einer der zentralen Schwerpunkte während der REV Innovation Days (Hausmesse der REV Ritter GmbH) im März 2024 darstellen. Insgesamt werden auf den Innovation Days, welche zeitgleich zur Leitmesse Light & Building stattfinden wird, etwa 200 neue Produkte und Konzepte vorgestellt.

Die im Laufe des Berichtsjahres erarbeiteten Neuvorstellungen im Bereich der Akkuleuchten umfassen beispielsweise die Akku-Magnet-Clipspot-Produkte, eine breite Palette von Akku-Wandleuchten mit Wechselakkusystem, dekorative Akkutischleuchten mit austauschbaren Schirmen, ein DIY-Leuchten-Konzept mit innovativen, dekorativen und bisher einzigartigen Leuchtmitteln, eine Auswahl an Solarleuchten sowie Dekorleuchten.

Darüber hinaus werden auch Erweiterungen und Neuheiten in den klassischen Sortimenten vorgestellt, beispielsweise neue Designs bei Schalterprogrammen, verschiedenen Steckdosen, Kabeltrommeln und Funkgongs oder Neuheiten wie Verlängerungsleitungen mit integriertem USB- Ladegerät oder Energiemessgeräte für Balkonkraftwerke.

Im Hinblick auf Umsatz und Ertrag gewinnt der Onlinehandel zunehmend an Bedeutung. Um aber Wettbewerbssituationen mit dem stationären Handel zu vermeiden, wurden im Jahr 2023 verstärkt auch modifizierte Varianten des REV-Sortiments exklusiv für die Online-Vermarktung ausgearbeitet. Darüber hinaus bildet die Grundlage für den Erfolg im Onlinebereich aber auch eine entsprechende Dateninfrastruktur. Durch den durch die F&E-Abteilung vorangetriebenen Ausbau des PIM-Systems (Product Information Management) und die Anbindung der verschiedenen Marktplätze an diese zentrale Datenbasis wurde diese Dateninfrastruktur geschaffen. Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz kommen im PIM-System zum Einsatz, um beispielsweise Angebotsbeschreibungen zu formulieren und zu variieren sowie für Übersetzungen.

C Nicht finanzielle Aspekte und Leistungsindikatoren

1 Personal

Nach wie vor setzt die REV Ritter GmbH auf die Strategie, Nachwuchskräfte aus der eigenen Ausbildung zu rekrutieren. So waren zum Stichtag 12 Auszubildende in verschiedenen Ausbildungsberufen an beiden Unternehmensstandorten beschäftigt (Vorjahr: 9 Auszubildende). Im Laufe des Berichtsjahres beendeten drei Azubis ihre Ausbildung wovon zwei Auszubildende in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis übernommen werden konnten.

Im Berichtsjahr 2023 begann erstmals ein Auszubildender im Berufsbild Kaufmann/-frau im E-Commerce.

Insgesamt beschäftigt die REV Ritter GmbH erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter, die dem Unternehmen zum Teil bereits langjährig angehören. Die REV ist tarifvertraglich ungebunden. Das im Unternehmen etablierte Vergütungssystem liegt im branchenüblichen Rahmen.

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte REV an ihren Standorten Mömbris und Thal 175 Arbeitnehmer (inklusive Auszubildende). Betrachtet man die Vollzeitäquivalente zum Stichtag, so ist eine leichte Erhöhung von 141,4 FTE auf nunmehr 142,0 FTE zu verzeichnen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr liegt unter Beachtung des § 267 Abs. 5 HGB bei 160 Mitarbeitern. Inklusive der Auszubildenden sind es 168 Mitarbeiter.

2 Umwelt

Umweltauflagen werden konsequent überwacht und eingehalten. Die notwendigen personellen und organisatorischen Vorkehrungen und Maßnahmen sind getroffen. Nennenswerte Umweltrisiken birgt der Geschäftsbetrieb des Unternehmens jedoch nicht. Darüber hinaus bekennt sich die REV Ritter GmbH zu dem Vorhaben die Produktpalette und auch die Verpackungen nachhaltig und umweltfreundlich weiter zu entwickeln. So wurde beispielsweise eine Steckdosenleiste mit besonders nachhaltigen Werkstoffen, hoher Reparaturfreundlichkeit und besonderer Langlebigkeit entwickelt. In diesem Zusammenhang wurde auch die Konzeption diverser Verpackungen aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten analysiert. Hier stellt die REV Ritter GmbH seit einiger Zeit konsequent auf Pappverpackungen um. Sind Kunststoffverpackungen kurzfristig nicht ersetzbar, so werden diese bereits zu einem hohen Anteil aus nachwachsenden Rohstoffen produziert.

Für den Logistikstandort in Thal wurden im Berichtsjahr die Planungen für die Umrüstung der Verpackungsstraßen auf Nassklebeautomaten begonnen. Nassklebeautomaten bieten für die Transportlogistik den Vorteil, dass ein zuverlässiger Verschluss der Verpackungen gewährleistet werden kann, welches das Risiko von Lecks und Beschädigungen während des Transportes minimiert. Aber auch aus ökologischen Gesichtspunkte ist diese Umrüstung zu erwähnen, da durch die Nassklebemethode der signifikante Verbrauch an Klebebändern wegfällt. Herkömmliches Klebeband besteht aus Kunststoffen wie Polypropylen oder PVC. Die Vermeidung dieses Klebebands trägt zur Reduzierung von Kunststoffabfällen und Mikroplastiken bei. Die Berichtsgesellschaft wird in 12 solcher Nassklebeautomaten investieren und wird diese mit ökologisch abbaubaren Klebstoffen betreiben.

Ferner wurden im Berichtsjahr an beiden Standorten Energieaudits durchgeführt. Die sich daraus ergebenden möglichen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs sind derzeit in der Prüfung.

3 Ethisches Geschäftsverhalten

Mit Inkrafttreten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes muss sich auch die REV Ritter GmbH regelmäßiger Audits zum LkSG-Compliance unterziehen. Die Berichtsgesellschaft ist aufgrund der Unterschreitung der diesbezüglichen Größenmerkmale nicht direkt vom LkSG betroffen. Sehr wohl allerdings sind die meisten Kunden der REV direkt vom LkSG betroffen, so dass sich hieraus eine indirekte Verpflichtung zur Sicherstellung einer LkSG-Compliance ergibt.

E Lage der Gesellschaft

1 Ertragslage

Ertragslage zum 31. Dezember 2023

2023 2022 Veränderung zu
k € k€ k€ %
Umsatzerlöse 52.757 50.209 2.548 5,1%
Gesamtleistung 1) 52.179 51.498 681 1,3%
Materialaufwand -35.776 -37.421 1.645 -4,4%
Roherergbnis I - absolut 16.403 14.077 2.326 16,5%
Rohergebnis I - in % der Gesamtleistung 31,4% 27,3%
Personalaufwand -7.443 -6.973 -471 6,7%
Rohergebnis II - absolut 8.960 7.104 1.855 26,1%
Rohergebnis II - in % der Gesamtleistung 17,2% 13,8% 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 127 512 -385 -75,1%
Übrige betriebliche Aufwendungen 2) -7.004 -7.142 138 -1,9%
Finanzergebnis (Aufwand) -572 -245 -328 133,9%
Abschreibungen -717 -1.097 380 -34,6%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 794 -868 1.661 191,5%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertrag) 0 0 0 0,0%
Jahresgewinn 794 -868 1.661 191,5%

1) Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen
2) Sonstige betriebliche Aufwendungen zzgl. Sonstige Steuern

Im Berichtsjahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von €794k erarbeitet werden. Dies im Vergleich zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -€868k im Vorjahr. Die Differenz in Höhe von €1.661k resultiert, wie bereits im Kapitel A2 ausführlich beschrieben, überwiegend aus Abweichungen im quotalen Wareneinsatz (Materialaufwand pro Umsatzerlöse). Der gesunkene quotale Wareneinsatz ist somit wesentlicher Treiber für den deutlichen Anstieg im quotalen und absoluten Rohergebnis I, welches von 27,3% auf 31,4% beziehungsweise von €14.077k auf €16.403k ansteigt.

Der Personalaufwand steigt im Vergleich zum Vorjahr um €471k auf nunmehr €7.443k. Dieser Anstieg ist wesentlich mit dem zum 01.10.2022 drastisch erhöhten Mindestlohn begründet, welcher im Berichtsjahr nun erstmals über volle 12 Monate ins Ergebnis einfloss, wohingegen im Vorjahr lediglich für 3 Monate der erhöhte Satz zu zahlen war. Ferner wurde für jeden Mitarbeiter eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von €1k (aufgeteilt in zwei Zahlungen zu jeweils €500) ausgezahlt. Hinzu kommen individuelle Gehaltserhöhungen für Potentialträger.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von €7.004k - davon sonstige betriebliche Aufwendungen €6.981k (Vorjahr: €7.118k) zuzüglich Sonstige Steuern €23k (Vorjahr: €24k) - sind um 1,9% bzw. €138k im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Dies resultiert bei gestiegenen Kosten im Bereich Instandhaltung und Mieten/Pachten aus einem deutlich reduzierten Verwaltungsaufwand. Hier wirkt sich der Verzicht auf Sourcing-Dienstleistungen aus, die in der Vergangenheit extern eingekauft wurden und nunmehr durch die REV selbst erbracht werden.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Berichtsjahr ein deutlicher Rückgang in Höhe von €385k oder 75,1% zu verzeichnen. Im Vorjahr wurden beispielsweise Kursgewinne in Höhe von €252k erfasst, welchen im Jahr 2023 lediglich €45k gegenüberstehen. Darüber hinaus konnten in 2022 recht hohe Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen verbucht werden. Dies ist für das Berichtsjahr nicht der Fall. Schließlich kommt hinzu, dass in 2023 nur noch ein geringer Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklagenanteil generiert werden konnten (Vorjahr: €96k).

Im Finanzergebnis ist ein deutlicher Anstieg des Aufwands zu verzeichnen. Von €245k steigt der Finanzierungsaufwand im Berichtsjahr um €328k oder 133,9% auf €572k. Dieser deutliche Anstieg ist überwiegend aus dem deutlich gestiegen EURIBOR begründet. So lag der der Zinsermittlung zu Grunde liegende 3-Monats-EURIBOR im Juli 2022 noch bei unter 0%, am 01.01.2023 bereits 1,88% und am 31.12.2023 gar bei 3,85%. Dabei stellt der EURIBOR die Zinsermittlungsbasis für die Verzinsung der Factoring-Finanzierung als auch der allgemeinen Kreditlinie dar.

Die Abschreibungen reduzieren sich um €380k auf nunmehr €717k (Vorjahr: €1.097k). Diesbezüglich macht sich vor allem bemerkbar, dass das am Logistikstandort Thal errichtete Hochregallager nun vollständig abgeschrieben ist und somit für den Abschreibungsaufwand weggefallen ist.

2 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Vermögens- und Kapitalstruktur zum 31. Dezember 2023

in k EURO 31.12.2023
%
Bilanzsumme 27.774 100,0%
Anlagevermögen 5.036 18,1%
Sonstige Vermögensgegenstände - langfr. 89 0,3%
Mittel- bis langfristige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten 5.125 18,5%
Vorräte 15.549 56,0%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.644 9,5%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 380 1,4%
Sonstige Vermögensgegenstände 3.269 11,8%
Flüssige Mittel 398 1,4%
aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 409 1,5%
Kurzfristige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten 22.649 81,5%
Eigenkapital 6.082 21,9%
Sonderposten 103 0,4%
Pensionsrückstellungen 2.430 8,7%
Bankverbindlichkeiten - langfr. 575 2,1%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - langfr. 4.500 16,2%
Mittel- bis langfristiges Eigen- und Fremdkapital 13.690 49,3%
Sonstige Rückstellungen - inkl Steuerrückstellungen 1.440 5,2%
Bankverbindlichkeiten 100 0,4%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.930 6,9%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.817 20,9%
Sonstige Verbindlichkeiten 4.797 17,3%
Kurzfristiges Fremdkapital 14.084 50,7%
in k EURO 31.12.2022 Veränderung
% %
Bilanzsumme 33.565 100,0% -5.791 -17,3%
Anlagevermögen 4.970 14,8% 66 1,3%
Sonstige Vermögensgegenstände - langfr. 94 0,3% -5 -5,3%
Mittel- bis langfristige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten 5.064 15,1% 61 1,2%
Vorräte 21.775 64,9% -6.226 -28,6%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.981 8,9% -337 -11,3%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 630 1,9% -250 -39,7%
Sonstige Vermögensgegenstände 1.994 5,9% 1.275 63,9%
Flüssige Mittel 679 2,0% -281 -41,4%
aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 442 1,3% -33 -7,5%
Kurzfristige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten 28.501 84,9% -5.852 -20,5%
Eigenkapital 5.289 15,8% 793 15,0%
Sonderposten 129 0,4% -26 -20,2%
Pensionsrückstellungen 2.543 7,6% -113 -4,4%
Bankverbindlichkeiten - langfr. 675 2,0% -100 -14,8%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - langfr. 4.250 12,7% 250 5,9%
Mittel- bis langfristiges Eigen- und Fremdkapital 12.886 38,4% 804 6,2%
Sonstige Rückstellungen - inkl Steuerrückstellungen 1.423 4,2% 17 1,2%
Bankverbindlichkeiten 2.100 6,3% -2.000 -95,2%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.168 9,4% -1.238 -39,1%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.875 29,4% -4.058 -41,1%
Sonstige Verbindlichkeiten 4.113 12,3% 684 16,6%
Kurzfristiges Fremdkapital 20.679 61,6% -6.595 -31,9%

Obige Tabelle zeigt die nach Fristigkeit gegliederte Vermögenslage und Kapitalstruktur.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit unterschiedlichen Fristigkeiten betragen insgesamt €10.317k (Vorjahr: €14.125k). Davon sind €4.500k (Vorjahr: €4.250k) mittel- bis langfristige Darlehen gegenüber den Tochterunternehmen Ritter Leuchten GmbH und ConeXion GmbH. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von €5.817k (Vorjahr: €9.875k). Davon resultieren €2.360k (Vorjahr: €2.360k) aus Gesellschafterdarlehen seitens der Muttergesellschaft EverFlourish Europe GmbH, wovon wiederum €1.806k mit einem Rangrücktritt versehen sind. €3.457 (Vorjahr: €7.515k) entstammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (€3.442k (Vorjahr: €7.477k) gegenüber den chinesischen Produktionsgesellschaften der EverFlourish Gruppe und €15k gegenüber der europäischen Muttergesellschaft EverFlourish Europe GmbH).

Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von insgesamt €675k (Vorjahr: €2.775k). Diese sind mit €575k überwiegend mittel- bis langfristiger Natur und beruhen auf dabei ausschließlich aus einem im Rahmen des Corona-bedingten Beihilfeinstrumentariums der KfW (KfW-Programm 078) über die Commerzbank Saarbrücken ausgereichten langfristigen Darlehen über ehemals €800k. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten bestehen aus den in 2024 fälligen Tilgungsleistungen auf oben genanntes Darlehen. Eine zum Vorjahresstichtag in Anspruch genommene Kontokorrent-Linie, ausgegeben von der Commerzbank Saarbrücken, in Höhe von €2.000k wurde zum 31.12.2023 nicht in Anspruch genommen - steht aber nach wie vor und nunmehr unbefristet zur Verfügung.

Das bilanzielle Eigenkapital der REV Ritter GmbH beträgt zum Bilanzstichtag €6.082k. Die positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr resultiert dabei aus dem im Berichtsjahr generierten Jahresüberschuss. Das der REV Ritter GmbH zu Verfügung stehende wirtschaftliche Eigenkapital, bestehend aus dem bilanziellen Eigenkapital, dem Eigenkapitalanteil der passivierten Sonderposten (Investitionszuschüsse) sowie den mit Rangrücktritten versehenen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter EverFlourish Europe GmbH beträgt €7.991k (Vorjahr: €7.224k). Darüber hinaus bestehen Ausleihungen von den 100%igen Tochtergesellschaften Ritter Leuchten GmbH und ConeXion in Höhe von insgesamt €4.500k (Vorjahr: €4.250k), welche zum Vermögen der REV Ritter GmbH gezählt werden können. Die Eigenkapitalquote bezogen auf das bilanzielle Eigenkapital beträgt 21,9% (Vorjahr 15,8%) - bezogen auf das wirtschaftlichen Eigenkapital sind dies 28,8% (Vorjahr: 21,4%). Dabei resultiert die Steigerung des quotalen (wirtschaftlichen) Eigenkapitals nicht nur aus dem Jahresüberschuss sondern auch aus der deutlichen Reduktion der Bilanzsumme.

Das Nettoumlaufvermögen ("Working Capital"), bestehend aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie (den kurzfristigen) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von €10.826k (Vorjahr: €12.342k) hat sich um €1.516k im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Dies beruht im Wesentlichen aus dem Abbau des Vorratsvermögens, welcher allerdings um die ebenfalls signifikante Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu saldieren ist.

Obiges - insbesondere der Abbau der Bankverbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bei einer gleichzeitigen Reduktion des Vorratsbestandes - zeigt den entsprechenden Effekt auf die Liquiditätsausstattung, welche um €281k auf nunmehr €398k zurückgeht. Hierzu sei explizit auf die Kapitalflussrechnung im Kapitel E3 verwiesen.

3 Finanzlage

Die Entwicklung der Finanz- und Liquiditätslage wird durch folgende aggregierte Kapitalflussrechnung veranschaulicht, wobei der Finanzmittelfond den zum Bilanzstichtag aktivierten Posten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" umfasst:

2023 2022
TEUR TEUR
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 794 -868
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens 717 1.097
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -95 236
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -19 -266
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 2 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte sowie anderer Aktiva 5.238 -8.057
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 330 -941
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -4.612 4.795
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.355 -4.004
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -332 -218
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -454 -116
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -786 -334
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)krediten 250 3.250
Auszahlungen zur Tilgung von (Finanz-)krediten -2.100 -71
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.850 3.179
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -281 -1.159
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 679 1.838
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 398 679

Die vorliegende Kapitalflussrechnung des Jahres 2023 ist im Wesentlichen durch zwei positive Aspekte geprägt: Zum einen ist dies das erwirtschaftete Periodenergebnis mit +€794k. Zum anderen wirkt der bewerkstelligte Bestandsabbau mit +€6.226k positiv auf den Cashflow. Mit den daraus generierten Zahlungsmittelüberschüssen konnten dann im Gegenzug die Verbindlichkeiten (vor allem Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) mit -€4.612k und auch die Finanzkredite mit -€2.100k zurückgeführt werden.

Zusammen mit den sonstigen Ein- und Auszahlungen, die saldiert +€400k betragen, resultiert ein Cashflow in Höhe von -€281k. Das zum 31.12.2023 frei verfügbare Barvermögen beträgt somit €398k. Ergänzt um die zur Verfügung stehende freie Kontokorrentlinie in Höhe von €2.000k betragen die frei verfügbaren liquiden Mittel zum 31.12.2023 €2.398k.

Die Finanzierung der REV Ritter GmbH kann auf Basis der erarbeiteten Liquiditätsplanung für das Jahr 2024 als gesichert und ausreichend angesehen werden. Im Wesentlichen erfolgt dabei die Finanzierung durch Factoring und Warenkredit. Die REV Ritter GmbH bezieht einen wesentlichen Teil ihrer Handelsware innerhalb der EverFlourish Gruppe mit einem verhältnismäßig langen Zahlungsziel von 90 Tagen. Dies entlastet den Cash-to-Cash-Zyklus erheblich.

Zusammen mit der zur Verfügung stehenden freien Kontokorrentlinie, wird die Gesellschaft zusätzlich in die Lage versetzt, bei Bedarf die Gesellschafterdarlehen in Höhe von €2.360k zurückzuführen.

Typischerweise wird die Rückzahlung der oben genannten Gesellschafterdarlehen von Jahr zu Jahr prolongiert, so dass auch für das Geschäftsjahr 2024 die Zahlungseinforderung durch den Gesellschafter als unwahrscheinlich anzusehen ist. Neben den in der Liquiditätsplanung bereits berücksichtigten Auszahlungen für Investitionen in Höhe von €1.249k ergibt sich aus der anzunehmenden Prolongation weiterer Spielraum für Investitionen.

4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Die REV Ritter GmbH blickt insgesamt auf einen sehr positiven Geschäftsverlauf zurück. Geprägt von stabilen Preisen im Wareneinstand und im Bereich der Überseefrachten und vor dem Hintergrund einer insgesamt sich entspannenden Lieferkettensituation, gelang es der Berichtsgesellschaft, über eine verbesserte Rohertragsmarge wieder in die Gewinnzone zu gelangen.

Für die REV Ritter GmbH resultiert ein Umsatz nach Konditionen (Umsatzerlöse) in Höhe von €52.757k. Dieser Wert liegt um €2.548k über dem entsprechenden Vorjahreswert und entspricht einem Zuwachs von 5,1%. Zur positiven Entwicklung im Umsatz kommt im Berichtsjahr die oben bereits erwähnte positive Entwicklung in der Rohertragsmarge hinzu. Die Wareneinstandsquote (Materialaufwand inkl. Bestandsveränderung pro Umsatzerlöse) betrug im Mittel 66,6% und war somit deutlich niedriger als im Vorjahr (74,53%). Treiber dieses Effektes sind vornehmlich die gesunkenen Preise im Einkauf, was sowohl den reinen Produktpreis (in RMB) als auch die Übersee-Frachtraten betrifft. Hinzu kommt die in 2023 zu verzeichnende Erholung des EURO gegenüber dem USD. Dies vergünstigte über die Umrechnung der ursprünglichen USD-Verbindlichkeiten in EURO abermals das Produkt.

Letztendlich wurde bei der REV Ritter GmbH ein Ergebnis vor Steuern (EBT - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) in Höhe von €817k erreicht. Der Jahresüberschuss beträgt €794k. Dies im Vergleich zu einem Verlust in Höhe von €868k im Vorjahr. Die Differenz in Höhe von €1.661k resultiert überwiegend aus der oben bereits dargestellten Abweichung im Rohergebnis. Das Ergebnis des Berichtsjahres beinhaltet aber auch eine zusätzliche Abwertung auf das verkaufsfähige Vorratsvermögen in Höhe von €450k. Dieser Abwertungsbetrag basiert dabei ausschließlich auf der Anwendung einer Reichweitenmethodik, ohne dass dabei generell eine Minderung der Verkaufsfähigkeit vorliegen muss. Diese dem Vorsichtsprinzip geschuldete Maßnahme kann somit die Ertragskraft der Gesellschaft im folgenden Geschäftsjahr erhöhen.

Berücksichtigt man die Ergebnisse der 100%igen Tochtergesellschaften Ritter Leuchten GmbH und ConeXion GmbH, welche ihre Handelswaren ausschließlich bei der REV Ritter GmbH beziehen und im Zuge eines Reihengeschäftes an ihre Kunden weiterverkäufen, so resultiert ein Summen- Jahresüberschuss der REV-Gruppe in Höhe von €1.030k (Vorjahr: Verlust in Höhe von €776k).

F Risiko- und Chancenbericht

Um den Unternehmensfortbestand dauerhaft zu sichern, hat die Gesellschaft einen Katalog zur Früherkennung und Minimierung bzw. Beseitigung von Risiken erstellt. Dieser bildet die Grundlage für die Aufrechterhaltung des operativen Geschäftes. Dem Risikoprofil der Gesellschaft wird vor allem durch folgende Instrumente begegnet:

1 Marktstrategische Risiken

Die Branche und die Märkte, in denen die REV Ritter GmbH tätig ist, erachten wir als stabil und sehen sogar die Chance, dass durch den durch die Corona-Krise erstmals befeuerten Home-Improvement- Trend eine nachhaltige Marktbelebung eintreten könnte. Diese Entwicklung wird unterstützt aus der derzeit sinkenden Neubautätigkeit und den damit erfahrungsgemäß ansteigenden werterhaltenden Maßnahmen für Bestandsimmobilien.

Auf der anderen Seite sehen wir aber dennoch weiterhin das potenzielle Risiko, dass neben einer weiteren Konsolidierung von Verkaufsflächen vor allem konjunkturelle Einflüsse als Folge der geopolitischen Verwerfungen und der allgemein noch hohen Inflation doch zu einer Reduzierung des Marktvolumens führen könnten. Aufgrund der in den Vorjahren zu beobachtenden Konzentration im Markt für Elektrozubehör werden die Anforderungen an unsere Gesellschaft in Bezug auf eine Steigerung der Leistungsfähigkeit weiterhin zunehmen.

Um den Auswirkungen des Marktrisikos auf die Ertragslage zu begegnen, hat die Gesellschaft in den zurückliegenden Geschäftsjahren einen Diversifikationsprozess begonnen und diesen im Jahr 2023 fortgeführt. Dieser Prozess zielt zunächst auf die Öffnung weiterer Vertriebskanäle ab. Hier seien vor allem die vielfältigen onlinebasierten B2B-Vertriebskanäle genannt, die mittlerweile erfolgreich geöffnet und nun weiter deutlich ausgebaut werden sollen.

Neben dem Umsatzwachstum verspricht sich die REV aus der eingeschlagenen Online-Strategie eine erhöhte Sichtbarkeit und Markenwiedererkennung gegenüber dem Endverbraucher. Ferner können im Onlinehandel über diverse Auswertungswerkzeuge Daten effektiv gesammelt und analysiert werden, um so zuverlässig mögliche Produkttrends (zukünftige Schnelldreher) identifizieren zu können. Obiges wird auch positive Effekte auf den Sell-Out im stationären Handel haben.

Hinzu kommt, dass im Laufe des Berichtsjahres als Leiter des Key-Account-Managements ein neues Mitglied zum REV-Managementteam hinzugestoßen ist. Dies mit dem Ziel, den Vertrieb der Gesellschaft breiter aufzustellen und über neue Netzwerke zusätzliche Absatzkanäle zu öffnen. Ferner ist diese Maßnahme verbunden mit dem Effekt, dass hierdurch die Kapazitäten innerhalb des Managementteams geschaffen werden, um zukünftig noch fokussierter das auf der Einkaufsseite liegende Margenpotenzial zu heben.

Darüber hinaus soll mittelfristig im Rahmen einer Produktdiversifikation das Handelsspektrum über den Elektrobereich hinaus erweitert werden, so dass sich eine Weiterentwicklung der Gesellschaft zu einer DIY-bezogenen Handels- und Distributionsplattform ergäbe.

2 Vermögensseitige Risiken

Durch eine systematische Instandhaltung sowie durch die Durchführung von Erneuerungsinvestitionen wird die Werthaltigkeit des Anlagevermögens gewährleistet. Hier sei beispielhaft die Umsetzung eines umfangreich überarbeiteten Brandschutzkonzeptes am Logistikstandort in Thal genannt.

Die Ausfallrisiken im Debitorenbestand werden durch ein echtes Factoring und durch bestehende Warenkreditversicherungen weitestgehend reduziert.

Den Wertminderungsrisiken im Bereich des Vorratsvermögens wird durch die laufende Überprüfung bzw. durch Maßnahmen zur Erhöhung der Umschlagshäufigkeit entgegengetreten. Durch kontinuierliche Reichweitenberechnungen werden eventuell abzuleitende Abwertungsmaßnahmen erkannt und durchgeführt.

3 Ertrags- und Rentabilitätsrisiken

Risiken im Bereich der Rentabilität, wie sie sich beispielsweise im Jahr 2022 durch Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite zeigten, werden durch Produkt- und Kundenspezifisches Vertriebscontrolling rechtzeitig erkannt. So können frühzeitig Preisöffnungsklauseln in den Rahmenverträgen mit den Kunden gezogen werden, um die Preisgestaltung neu zu verhandeln.

Ferner betreibt die Gesellschaft zur Minimierung von Rentabilitätsrisiken seit Längerem eine Fokussierung auf margenstarke Produkte. Ebenso werden Kundenprojekte einer ROI-Betrachtung unterzogen, um so sicherzustellen, dass sich die Umbaubezogenen Investitionen innerhalb kürzester Frist amortisieren.

Um darüber hinaus die Ertragskraft der REV Ritter GmbH zu erhalten und zu steigern bleibt auch die konsequente Kostenkontrolle ein Schwerpunkt. So konnten beispielsweise durch Digitalisierungsmaßnahmen im Bereich der Unternehmenskommunikation die Kosten für Dienstreisen in den letzten Jahren minimiert werden. Ferner wurde im Laufe von Q3-2023 das IT-Großprojekt zur Modernisierung des Warenwirtschaftssystem für die Lagerlogistik angestoßen. Ziel dieses Projektes ist es, vor allem über eine gesteigerte Konsolidierung der Ausgangslieferungen, die betriebliche Effizienz zu steigern, die Logistik-Prozesse weiter zu automatisieren und zukünftig mit einem offenen und skalierbaren System arbeiten zu können. Effekte aus resultierenden Kostensenkungen können in der zweiten Jahreshälfte von 2024 erwartet werden.

Zusätzlich erwartet die Gesellschaft auch durch das Ausnutzen von Synergie-Effekten in der Kooperation innerhalb der EFE-Gruppe weiteres Kostensenkungspotenzial, beispielsweise im gemeinsamen Betrieb übergeordneter Abteilungen. Hinzu kommt, dass die Gesellschaft im Jahr 2024 die Akquirierung eines Chief Digital Officers (CDO) beabsichtigt. Dies mit dem Ziel, über die Entwicklung und Umsetzung einer digitalen Transformation, die betrieblichen Prozesse signifikant auszudünnen und kosteneffizienter zu gestalten sowie mit dem Ziel der Förderung einer substanziellen Innovationskultur.

4 Liquiditätsrisiken

Der operative Liquiditätsbedarf der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr im Wesentlichen durch die Vorfinanzierung durch eine Factoring-Gesellschaft, durch die üblichen Lieferantenkredite als auch durch die Kontokorrentlinie der Hausbank sichergestellt (siehe hierzu obige Ausführungen unter "E2 Vermögenslage und Kapitalstruktur"). Der bestehende Factoring-Vertrag wurde zum Jahresende bis zum 31.03.2025 verlängert. Das diesbezügliche Finanzierungsvolumen beträgt €12.000k in der Spitze.

Die noch verbleibenden Gesellschafterdarlehen in Höhe von €2.360k sind zum Ende des Geschäftsjahres 2024 rückzahlbar und in der Liquiditätsplanung entsprechend berücksichtigt.

Das genannte Darlehen ist zu einem Teilbetrag in Höhe von €1.806k mit einer Rangrücktrittserklärung versehen. Darüber hinaus ist von einer Prolongation der Rückzahlungsverpflichtung über den 31.12.2024 hinaus auszugehen. Dennoch ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft nicht von der Fortführung der geschilderten Gesellschafterdarlehen abhängig.

Die bestehende Kontokorrentlinie in Höhe von €2.000k wurde im Laufe des Jahres 2023 entfristet.

5 Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen aus operativer Sicht insbesondere aus einer unterjährigen Saisonalität des Geschäfts der REV Ritter GmbH, welche jedoch aufgrund der umfangreichen Erfahrungen auch in den Planungen berücksichtigt ist.

6 Devisenkurs- und Preisänderungsrisiken

Die Gesellschaft bezieht ihre Handelsware zu einem großen Teil von Lieferanten in der Volksrepublik China und verhandelt die diesbezüglichen Preise auf USD-Basis mit Gleitklauseln. Dementsprechend gilt es im Einkaufsprozess sowohl den EUR/USD-Wechselkurs als auch den USD/RMB-Wechselkurs im Auge zu behalten. Bei den genannten Wechselkursbeziehungen ergeben sich allerdings in der Regel gegenläufige Entwicklungen, so dass den eventuell für die Gesellschaft negativen Entwicklungen im EUR/USD-Bereich meist auch eine für die Gesellschaft positive Entwicklung im USD/RMB-Bereich gegenübersteht. Dieser Effekt minimiert die Risiken aus Wechselkursschwankungen, vermindert umgekehrt aber auch die Chancen daraus. Zusätzlich ist die Gesellschaft stets darauf bedacht, durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente (Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte sowie Kombinationen daraus) Risiken aus Wechselkursänderungen zu mitigieren.

Auch auf der Verkaufsseite sind bei wichtigen Kunden US-Dollar-Gleitklauseln verhandelt. Auch diese unterstützen die Gesellschaft bei der Minimierung der mittelfristigen Risiken innerhalb der Währungskursentwicklung.

7 Sonstige Risiken

Die Ukraine-Krise, der Krieg im Nahen Osten als auch die sonstigen geopolitischen Krisen haben zu einer Neuordnung der internationalen Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene geführt. Diese Neuordnung dürfte sich im Falle einer erneuten Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA noch weiter beschleunigen und zu einer zunehmenden Polarisierung der politischen Beziehungen führen. Allerdings ist im Augenblick nicht davon auszugehen, dass die sich daraus ergebenden Verwerfungen (wie beispielsweise Sanktionen oder Zölle) signifikant negative Auswirkungen auf den durch die Berichtsgesellschaft zu bearbeitenden Absatz- und Beschaffungsmarkt ergeben.

Es ist jedoch klar erkennbar, dass die durch die verschiedenen Krisen nachhaltig befeuerten Verbraucherpreise langfristig auf einem hohen Niveau bleiben werden und zu einer anhaltend hohen Inflationserwartung führen dürften. Wird hier nicht gegensteuert, wäre die Folge eine weitere Absenkung der realen Kaufkraft.

8 Chancen

Durch die stetigen Bemühungen der REV Ritter GmbH ihr Produktportfolio auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten und permanent durch innovative Neuentwicklungen zu ergänzen, befindet sich die Gesellschaft weiterhin in einer sehr guten Wettbewerbsposition im stationären DIY-Markt für Elektroinstallationsmaterial. Hinzu kommen die in Kapital A3 beschriebene strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft insbesondere im Bereich des internetbasierten B2B-Geschäftes aber auch die Bestrebungen in Bezug auf eine Produkt- und Channeldiversifikation.

Durch die weitere Stärkung der operativen Zusammenarbeit und die Fortführung des kapitalmäßigen Engagements mit und durch die Gesellschafter verfügt die REV Ritter GmbH über starke Partner, mit denen das Unternehmen in der Lage sein wird, kundenspezifische Lösungen für ein internationales Supply Chain Management anbieten zu können. Auch dies wird mittelfristig zu einer weiter verbesserten Wettbewerbsposition im Markt führen.

Es kommt ferner hinzu, dass die Gesellschaft im Berichtsjahr als auch im Laufe des nun begonnenen Geschäftsjahres in erfahrenes Managementpersonal investiert hat bzw. investieren wird.

Zusammenfassend blickt die Gesellschaft auf eine, sich wieder und weiter verbessernde Kapitalstruktur und Liquiditätslage. Die Gesellschaft sieht sich sehr gut für das kommende Geschäftsjahr und auch darüber hinaus aufgestellt.

G Prognosebericht

Die Berichtsgesellschaft erstellt ihre Planungsrechnung auf Gruppenebene und somit inklusive der konsolidierten Ergebnisse der 100%igen Tochtergesellschaften Ritter Leuchten GmbH und ConeXion GmbH. Diese beziehen ihre Handelswaren ausschließlich bei der REV Ritter GmbH und verkaufen diese im Zuge eines Reihengeschäftes an ihre Kunden weiter. Der folgende Prognosebericht stellt somit auch auf die Betrachtung der REV-Gruppe ab.

Die konsolidierten Netto-Umsatzerlöse der REV-Gruppe mit einem Planwert im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von ca. €53,4Mio wurden mit einem Nettojahresumsatz in Höhe von €53,9Mio knapp überschritten. Erheblich besser als im Vergleich zum Vorjahr 2022 aber entsprechend der Planungsrechnung für 2023 entwickelte sich die Situation im Bereich der Wareneinsatzquote (IST 2023: 67,26% / Plan 2023: 67,33%). Dies war letztendlich ursächlich war für den gezeigten und geplanten Jahresüberschuss. In Bezug auf die Hintergründe der im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierten Wareneinsatzquote (IST 2022: 70,30%) wird auf Kapitel A2 und E4 verwiesen.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024 plant die REV-Gruppe mit Netto-Umsatzerlösen in Höhe von €57,9Mio. Dies entspricht einem Zuwachs von €4,0Mio oder 7,5%. Wesentliche positive Effekte sind vor allem der weiterhin zu erwartende Umsatzanstieg im Bereich des E-Commerce sowie einige große Umbauprojekte mit Top-Kunden. Ferner wird die REV-Gruppe auch im Jahr 2024 mit einigen Neuheiten und Weiterentwicklungen aufwarten können, die im Rahmen der REV-Hausmesse "Innovation Days" den Kunden vorgestellt werden.

Der quotale Wareneinstand wird auf einem ähnlichen Niveau geplant wie im Jahr 2023. Es gibt derzeit keine Preiserhöhungstendenzen auf der Beschaffungsseite zu beobachten. Hinzu kommt, dass eine Fokussierung im Umsatz auf die margen-starken Neuheiten zu unterstellen ist und andererseits das bereits beschriebene Margenpotenzial im Einkauf zumindest partiell gehoben werden kann. Insgesamt resultiert somit ein quotaler Wareneinstand von 65,69% (2023: 67,26% - allerdings inklusive zusätzlicher Vorratsabwertungen in Höhe von €450k).

Im Bereich der Frachtquote ist über die Erhöhung der Maut-Raten von Kostensteigerungen auszugehen. Diese werden zumindest teilweise kompensiert über die zu erwartenden Effizienzsteigerungen über das neue Warenwirtschaftssystem. Dennoch wird mit einer Frachtrate von 6,07% gerechnet (2023: 5,74%). Zusammen mit dem kalkulatorischen Schadenersatz verbleibt ein geplanter Rohertrag von 27,55% (2023: 26,36%).

Die Personalkosten steigen im Plan deutlich (+€897k). Zum einen sind selektive Gehaltserhöhungen für Potenzialträger als auch pauschale Gehaltserhöhungen als Inflationskompensation eingerechnet. Des Weiteren kommen Investitionen in zusätzliches Personal hinzu - wie beispielsweise der bereits erwähnte CDO oder zusätzliches Personal für das E-Commerce.

Ansteigender sonstiger betrieblicher Aufwand: Für den geplanten Mehrumsatz ist im Gegenzug ein Anstieg der Werbe- und Projektkosten hinzunehmen (+€265k). Hinzu kommen die inflationsbedingten Preissteigerungen auch in allen anderen Kostenelementen sowie für das Jahr 2024 projektierte signifikante Ausgaben für Reparatur und Instandhaltung der Liegenschaften in Mömbris und Thal (+€128k). Es ergibt sich ein geplanter Mehraufwand in Höhe von +€421k im Vergleich zum abgelaufenen Berichtsjahr.

Letztendlich plant die REV-Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 mit einem EBT in Höhe von €1.500k, wovon €1.257k auf die Berichtsgesellschaft entfallen.

H Bestehende Zweigniederlassungen und -betriebe

Die REV Ritter GmbH unterhält zum Bilanzstichtag außerhalb ihres Hauptsitzes in Mömbris einen Zweigbetrieb in Thal.

 

Mömbris, den 22.04.2024

Die Geschäftsführung

Frank Ritter

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die REV Ritter GmbH, Mömbris

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der REV Ritter GmbH, Mömbris, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der REV Ritter GmbH, Mömbris, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlunge resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 22. April 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer

Ulla-Martina Bauer, Wirtschaftsprüferin

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