Graepel Seehausen Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carl-Ulrich Dr. Bauer seit 23.5.2005 | Geschäftsführer |
Uwe Moritz seit 15.4.2002 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Graepel STUV GmbHSeehausenJahresabschluss zum 31. Dezember 2011Lagebericht für das Geschäftsjahr 20111. Darstellung des Geschäftsverlaufes Wirtschaftliches Umfeld 2011 hat sich das Wachstum des Jahres 2010, jedoch in erkennbar geringerem Umfang, fortgesetzt. Ein Nachholeffekt auf Grund der vorangegangenen Krise war nicht mehr ausschlaggebend für die Bestellungen der Kunden. Geblieben ist die deutlich ausgeprägte Kurzfristigkeit des Geschäftes, dies betrifft sowohl die Möglichkeit, länger laufende Rohstoffkontrakte abzuschließen, als auch die Bereitschaft von Kunden zum Abschluss längerfristiger Rahmenvereinbarungen. Umsatzentwicklung Gegenüber dem Vorjahr konnte der Umsatz um +3.610 TEUR (+15%) gesteigert werden. Die Steigerung verteilt sich auf alle Branchen und sowohl auf Inlands- als auch auf Auslandsumsätze. Die Lohnverzinkung konnte stark steigende Umsätze verzeichnen. Sie wurden um +469 TEUR (+40%) gesteigert. Produktion Die Auslastung der Produktion war 2011 gut. Zur Kapazitätserhöhung haben wir ab April nicht nur in der Urlaubszeit Leiharbeiter eingesetzt. Diese wurden insbesondere als zusätzliche Arbeiter in der Verzinkerei und als Schweißer eingesetzt. Beschaffungsmarkt Nachdem 2010 durch gestiegene Materialpreise gekennzeichnet war, sind die Preise im ersten Quartal 2011 gestiegen und im weiteren Jahresverlauf gesunken. Der Tiefpunkt war am Jahresende scheinbar erreicht. Beim Zink kam es zu erheblichen Schwankungen im Verlauf des Jahres, so dass eine Bevorratung umgesetzt wurde, insbesondere da die Preise im 4. Quartal relativ niedrig waren. Investitionen Die Anlagenzugänge in 2011 betragen in Summe 1.693 TEUR, wobei insbesondere in technische Anlagen und Maschinen investiert wurde. Zu den Maschineninvestitionen zählen eine CNC-Rohrbiegemaschine, eine Bettfräsmaschine und eine Abkantpresse. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2011 waren im Durchschnitt 235 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 219 Mitarbeiter). Unverändert zu den Vorjahren haben wir die Ausbildung auf dem bekannten Niveau gehalten, im Jahr 2011 haben wir im Durchschnitt 12 kaufmännische und 13 gewerbliche Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 24). Die Ausbildungsquote liegt weiterhin über dem Durchschnitt der Branche. 2011 hat speziell am Jahresanfang erheblicher Anstrengungen bedurft, um Kundenforderungen nach kurzfristiger Lieferung einzuhalten. Ohne den engagierten Einsatz unserer Mitarbeiter wären viele Kunden unzufrieden geworden. Für die ständige Einsatzbereitschaft und das stetige Streben nach Verbesserung möchten wir an dieser Stelle unseren herzlichen Dank an alle Mitarbeiter ausrichten. Qualitätsmanagement und Umweltschutz Wir haben auch in den hektischen Zeiten 2011 keinerlei Abstriche an den hohen Standards im Bereich Qualität und Umweltschutz zugelassen. 2. Darstellung der Lage Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um +844 TEUR erhöht. Diese Veränderung resultiert aus der Erhöhung des Anlagevermögens (+174 TEUR) und der Erhöhung des Umlaufvermögens, wobei sich die Vorräte um -40 TEUR reduziert und sich die sonstigen Vermögensgegenstände um +947 TEUR erhöht haben. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich um die Erhöhung der Forderung an Finanzbehörden, Effekte aus der Betriebsprüfung, und die Bilanzierung der Forderung des Investitionszuschusses der Jahre 2008-2011. Das bilanzierte Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um +601 TEUR. Die Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen erhöht sich gegenüber 2010 um +718 TEUR, wobei die Vorgehensweise gegenüber den Vorjahren unverändert geblieben ist. Finanzlage Hauptziel des Finanzmanagements ist die langfristige Sicherstellung der Liquidität des Unternehmens. Das Fremdkapital wird über die finanzierenden Kreditinstitute aufgebracht. Gesellschafterdarlehen, Darlehen des Managements, Forderungsabtretungen oder Mezzanine-Finanzierungen werden nicht eingesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dotieren mit 34% der Bilanzsumme. Die Zinsaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr auf 1,8% gestiegen. Durch das positive Jahresergebnis ist die Eigenkapitalquote von 40,5% auf 43,3% gestiegen. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden überwiegend variabel verzinst, bei langfristigen Finanzierungen werden die Zinssätze fest vereinbart bzw. durch Derivate abgesichert. Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Der Cashflow beträgt 2.091 TEUR. Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. Ertragslage Aufgrund von höheren Rohstoffpreisen hat sich die Rohertragsquote von 57,1% auf 56,1% im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Wir beschäftigen qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal. Insbesondere durch die Erhöhung der Mitarbeiterzahlen im Geschäftsjahr 2011 erhöhte sich der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 7,1%. Durch die Ausweitung der Produktion und des Umsatzes stiegen ebenfalls die Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Verpackungen und Werbung, so dass sich die Vertriebskosten im Vergleich zum Vorjahr um 10,6% erhöhten. Die Kostenstruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Das Ergebnis aus normaler Geschäftstätigkeit des Jahres 2011 hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert (+250%). 3. Risikobericht Es sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen erkennbar. Es bestehen die üblichen Risiken aus dem operativen Geschäft. Mögliche Risiken durch Währungskursschwankungen werden im Zuge der Auftragsbearbeitung durch den Abschluss entsprechender Devisentermingeschäfte abgesichert. Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch den Abschluss von Warenkreditversicherungen auf den jeweiligen Selbstbehalt reduziert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen. Durch die zunehmende Kurzfristigkeit des Geschäftes können sich Schwankungen auf Absatz- und Beschaffungsmärkten verstärken, die eine deutlich höhere Flexibilität erfordern. Begrenzend wirkt hier insbesondere das deutsche Arbeitsrecht, dessen Inflexibilität sich in den letzten Jahrzehnten in keiner Weise verringert hat. Dies kann dazu führen, dass wir im internationalen Wettbewerb zurückfallen. 4. Prognose der zukünftigen Entwicklung Wirtschaftliches Umfeld Wir sind für das Jahr 2012 vorsichtig optimistisch. Die meisten Kunden gehen von einer Stagnation des Wachstums oder von sehr geringem Wachstum aus. Daraus ergeben sich erhebliche Anforderungen an die Unternehmensführung zur Sicherstellung der Ergebnisse. Die Geschäftsführung geht aufgrund der oben dargestellten Lage von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Chancen Wir haben unsere Position in Frankreich gestärkt und werden unsere Umsätze in diesem großen Nachbarland weiter steigern. Weiterhin sind USA und Skandinavien im Fokus unserer Markterschließungsanstrengungen. In unserem Abnehmerkreis befinden sich weiterhin Kunden, die stark vom Aufschwung der BRIC-Märkte profitieren. Wir haben gute Chancen, an diesem Wachstum durch die Lieferung von Komponenten teilzuhaben. Voraussichtliche Entwicklung Die Nachfrage nach kundenindividuellen Produkten und Dienstleistungen steigt kontinuierlich an. Wir haben früh auf diesen Trend gesetzt und er trägt zu unserem Erfolg nachhaltig bei. Für das Geschäftsjahr 2012 planen wir einen leichten Umsatzzuwachs. Durch weiteren Investitionen und Konsolidierungen wird auch für das Geschäftsjahr 2012 ein positives Ergebnis prognostiziert. Im Geschäftsjahr 2013 soll der Wachstumstrend weiter fortgesetzt werden und ein moderates Umsatzwachstum erwirtschaftet werden. 5. Verhaltenskodex Die Friedrich Graepel AG hat als Gesellschafterin einen Verhaltenskodex erarbeitet, der den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" entspricht, und der auf der Internetseite der Graepel-Gruppe (www.graepel.de) veröffentlicht ist. Dieser Kodex ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Graepel-Gruppe verbindlich, auf die Einhaltung dieser Regelungen wird vom Vorstand bzw. von allen Führungskräften des Unternehmens geachtet und es wurden bisher keine Abweichungen oder Verstöße festgestellt. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich insoweit nicht ergeben.
Seehausen, 23.01.2012 Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
Anhang für das Geschäftsjahr 2011Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. In die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Ab dem 1. Januar 2010 werden selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 410,00 EUR im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die in den Vorjahren gebildeten Sammelposten werden entsprechend fortgeführt. Investitionszuschüsse und -zulagen werden passivisch als Sonderposten ausgewiesen und über die Laufzeit der Anlagegüter anteilig aufgelöst. Der Rückdeckungsanspruch aus Lebensversicherungen wird in Höhe des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der Versicherungsgesellschaften bilanziert. Die als Deckungsvermögen zu Altersversorgungsverpflichtungen klassifizierten Rückdeckungsansprüche werden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit diesen saldiert. Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind mit Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Disagio Das ausgewiesene Disagio wird entsprechend der Laufzeit der Darlehen aufgelöst. Latente Steuern Auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird von dem Wahlrecht gem. § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung von latenten Steuern verzichtet. Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der Graepel-STUV GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags mit 1,8 % p.a. berücksichtigt. Für die Abzinsung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Übrige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen werden Rückstellungen gebildet, wenn sie in den ersten 3 Monaten des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenmittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenmittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften gegenübergestellt und nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen zurückgestellt. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst (sog. Einfrierungsmethode). Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt dagegen imparitätisch, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Erläuterungen der Bilanz 1 Anlagevermögen
2 Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ausschließlich Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 16.102,20 (Vorjahr: EUR 31.476,41). 3 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Einem Erfüllungsbetrag von 117 TEUR aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen steht ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 176 TEUR gegenüber. Einem Erfüllungsbetrag von 30 TEUR aus Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen steht ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 68 TEUR gegenüber. Die Verrechnung führt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 97 TEUR. 4 Sonderposten
Die Ertragsteuerbelastung bei der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse beträgt rund 28,25%.
Es kommt zu keiner Ertragsteuerbelastung, da die Investitionszulage gemäß § 10 InvZulG steuerfrei vereinnahmt wird. 5 Rückstellungen für Pensionen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt im Berichtsjahr 136.083 EUR (Vorjahr: 117.777 EUR). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 5,14 % (Vorjahr: 5,15 %) sowie einem Rententrend von 1,8 % (Vorjahr: 1,8 %) pro Jahr. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2005). Vermögensgegenstände mit einem Wert zum 31.12.2011 von 117.029,00 EUR, die nur der Deckung der bestehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind, werden mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Zu den verrechneten Aufwendungen und Erträgen siehe »Übriges Finanzergebnis«. 6 Altersteilzeitverpflichtungen Insgesamt steht einem Erfüllungsbetrag aus Rückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 30 TEUR ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 68 TEUR (Anschaffungskosten 68 TEUR) gegenüber. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. Aufgrund des Grundsatzes der Einzelbewertung entsteht durch die Saldierung von Rückstellungen aus Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 30 TEUR mit zu verrechnendem Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 68 TEUR ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 38 TEUR. 7 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 16.102,20 (Vorjahr: EUR 44.278,99 ). Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung 1 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Die periodenfremden Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Betriebsprüfung in Höhe von 235 TEUR. Diese beinhalten 75 TEUR Umsatzsteuer, 30 TEUR Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag, 20 TEUR Gewerbesteuer sowie 110 TEUR Zinsen auf Steuernachzahlungen. 2 Rohergebnis Im Rohergebnis werden 163 TEUR Erträge aus der Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen ausgewiesen. 3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 2 TEUR Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. 4 Finanzergebnis Bei den Finanzerträgen und -aufwendungen handelt es sich um den Nettobetrag nach Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen aus zu verrechnendem Vermögen.
In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 8.747,72 EUR enthalten. Sonstige Angaben 1 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Dr. Carl-Ulrich Bauer, Gusborn Für die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. 2 Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 235 Arbeitnehmer (Vorjahr 219) (ohne Geschäftsführer) in folgenden Gruppen beschäftigt:
Zusätzlich befinden sich 25 (Vorjahr 24) Personen in einem Ausbildungsverhältnis. 3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 99 TEUR. 4 Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft ist Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Durch die Absicherung von Zinspositionen und Devisentermingeschäften wird diesen Risiken begegnet. Ein sich aus den Finanzinstrumenten ergebendes Risiko wird durch einen im allgemeinen gegenläufigen Ergebniseffekt ausgeglichen, d. h. es werden Bewertungseinheiten gebildet. Um das Zinsänderungsrisiko zu reduzieren, bestanden im Zinsbereich per 31. Dezember 2011 Sicherungsgeschäfte in Form von Zinsswaps mit einem Nominalwert von 1.000 TEUR (Vorjahr: 1.000 TEUR) und Zinscaps mit einem Nominalwert von 1.000 TEUR (Vorjahr: 1.000 TEUR). Die Zinsderivate als Sicherungsgeschäfte werden mit den entsprechenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Grundgeschäfte zu einer wirtschaftlichen Bewertungseinheit zusammengefasst. Zinsänderungsrisiken sind hierdurch ausgeschlossen. Die gegenläufigen Marktwerte von Grund- und Sicherungsgeschäften entsprechen sich, so dass keine imparitätische Abgrenzung erfolgt. Die Optionsprämie für den Zinscap ist in Höhe von 4 TEUR in den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert und wird über die Laufzeit des Derivates linear aufgelöst. 5 Konzernabschluss Mehrheitsgesellschafterin der Gesellschaft ist mit 100 % die Friedrich Graepel Aktiengesellschaft, Löningen. Die Gesellschaft und die Friedrich Graepel Aktiengesellschaft sind Mutter- und Tochterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 2 HGB und verbundene Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB. Die Friedrich Graepel Aktiengesellschaft ist ihrerseits wiederum Tochterunternehmen der Graepel Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. KG, Löningen. Die Graepel Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. KG stellt zum 31. Dezember 2011 einen Konzernabschluss auf, in den die Friedrich Graepel Aktiengesellschaft mit ihrer 100 %igen Tochtergesellschaft Graepel-STUV GmbH, Seehausen, einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Graepel Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. KG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Seehausen, den 23. Januar 2012 gez. Dr. C.-U. Bauer Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde am 22. Mai 2012 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Graepel-STUV GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Graepel-STUV GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 den gesetzlichen Vorschriftenund den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Oldenburg, den 27. Januar 2012 Treuhand
Oldenburg GmbH
gez. Schürmann, Wirtschaftsprüfer gez. Witte, Wirtschaftsprüfer Bekanntmachung zur Ergebnisverwendung: Die ordentliche Gesellschafterversammlung der Gesellschaft hat am 22. Mai 2012 beschlossen, den für das Geschäftsjahr 2011 ausgewiesenen Jahresüberschuss von 598.615,52 EUR wie folgt zu verwenden: 230.000,00 EUR werden an die Friedrich Graepel AG ausgeschüttet. Der verbleibende Jahresüberschuss von 368.615,52 EUR wird in die Gewinnrücklagen eingestellt. |
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