Accessio AGLiquidiert

25524 Itzehoe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 2041 IZ
Vorher
Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch AGAccessio Wertpapierhandelshaus AG
Eingetragen
30.3.2006
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Gegenstand
Die Vermittlung von Versicherungen gem. § 93 HGB.

Historie

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Management

NameRolle
René Petersdorf
seit 8.4.2008
Prokura
André Driver
seit 30.3.2006
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Accessio Wertpapierhandelshaus AG

Itzehoe

(vormals: Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch AG)

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008

Accessio Wertpapierhandelshaus AG Itzehoe

(vormals: Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch AG)

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Nach einem guten ersten Halbjahr hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte sukzessive verschlechtert. Mit dem Zusammenbruch bzw. der Schieflage mehrerer großer US-Banken rutschte die Finanzbranche seit September international in die Krise. In der Folge mussten auch in Deutschland wichtige Institute gestützt werden. In dieser allgemeinen Verunsicherung verschärften Banken in fast allen Industrieländern ihre Standards für die Vergabe von Krediten. Die Realwirtschaft glitt in die Rezession ab.

In diesem Szenario hielten sich Investoren immer mehr mit Engagements zurück. Hohe Risikoprämien für Unternehmensanleihen und drastische Kursrückgänge an den Aktienmärkten belegen dies. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor im Jahr 2008 rund 40 Prozent an Wert. Überdurchschnittlich waren die Einbußen bei den Unternehmen der Finanzbranche. Die Aktien der sechs größten deutschen börsennotierten Banken sackten laut der Deutschen Postbank in der Berichtszeit im ungewichteten Mittel um fast 80 Prozent.

Parallel dazu gerieten die Banken auch operativ unter Druck. Bereits im dritten Quartal 2008 waren kräftige Einbrüche bei den Provisionsergebnissen zu verzeichnen. Alleine bei den drei im DAX notierten Banken verringerte sich der Überschuss im Dreimonatszeitraum kumuliert um 17 Prozent. Für die ersten neun Monate errechnet sich ein Rückgang von fast 15 Prozent.

Wesentlich stärker noch waren die Einbrüche in dem für die Accessio Wertpapierhandelshaus AG besonders relevanten Wertpapiergeschäft. Hier sanken die Provisionsüberschüsse der drei DAX-Banken in den neun Monaten per Ende September 2008 um gut 24 Prozent. Angesichts der sich im vierten Quartal weiter zuspitzenden Finanzkrise dürften sich die negativen Auswirkungen noch beträchtlich erhöht haben.

Geschäftstätigkeit

Kerngeschäftsfelder der Accessio Wertpapierhandelshaus AG sind die Vermittlung von Zinskonten, die Wertpapierberatung sowie die Vermögensverwaltung.

Gemäß § 2 ihrer Satzung ist die Accessio Wertpapierhandelshaus AG ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. la KWG und ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen im Sinne von § 2 Abs. 4 WpHG sowie ein Wertpapierhandelsunternehmen nach § 1 Abs. 3d Satz 2 KWG. Das Unternehmen betreibt insbesondere die Anlage- und Abschlussvermittlung, die Anlageberatung, das Platzierungsgeschäft und die Finanzportfolioverwaltung (§1 Abs. la Nr. 1, la, 1 c, 2 und 3 KWG). Zudem erfolgt die Vermittlung von Hypotheken, Darlehen, Leasingverträgen, Versicherungen gemäß § 93 HGB und steuerbegünstigten Kapitalanlagen.

Die Anteile an der Gesellschaft wurden im Juli 2005 in die neu gegründete Driver & Bengsch AG (Holding) mit Sitz in Itzehoe eingebracht. Die Aktien der Driver & Bengsch AG wurden am 13. Juli 2006 erfolgreich in den Handel des Teilbereichs Entry Standard des Freiverkehrs (Open Market) an der Frankfurter Wertpapierbörse eingeführt.

Die Driver & Bengsch AG ist als Holding Muttergesellschaft der Accessio Wertpapierhandelshaus AG und von weiteren drei Tochtergesellschaften, namentlich der Driver & Bengsch Private Finance GmbH, der Global Master Asset Management GmbH und der Kredit Service Plus GmbH.

Diese fünf Gesellschaften bilden gemeinsam die Driver & Bengsch-Gruppe. Der Kernbereich der operativen Tätigkeit der Driver & Bengsch-Gruppe befindet sich in der Accessio Wertpapierhandelshaus AG. Ihr Beitrag zum Gesamtumsatz der Gruppe belief sich im Jahr 2008 auf rd. 85,3 % (Vorjahr rd. 95,7 %).

Die Accessio Wertpapierhandelshaus AG konzentriert sich in erster Linie auf den Markt der Privatanleger mit einem Anlagevermögen zwischen EUR 15.000,00 und EUR 300.000,00. Dabei liegt der Fokus der Gesellschaft im Unterschied zu anderen Finanzintermediären vorrangig auf den Retailkunden (Geschäfte unmittelbar mit Privatkunden) bzw. Mass-Affluents-Kunden (Segment zwischen Retailkunden und Private Banking/vermögenden Privatkunden). Im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung verwaltet die Accessio Wertpapierhandelshaus AG Vermögen eigener Kunden und managt Fondsvermögen von Kapitalanlagegesellschaften.

Die seit Gründung des Unternehmens planmäßig aufgebaute Anlageberatung wurde durch den zielstrebigen Einsatz der beiden Vorstände und der Angestellten der Accessio Wertpapierhandelshaus AG konsequent weiter intensiviert.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2008 wurde maßgeblich durch die Krise an den internationalen Finanzmärkten geprägt. In Bezug auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft drückte sich diese in einem zurückhaltenden Anlageverhalten der Kunden aus, welche entgegen früherer Marktphasen nur zunehmend begrenzt ihr liquides Vermögen in Anleihen und Genussscheine mittelständischer Unternehmen investierten.

Zum 31. Dezember 2008 verwaltete die Gesellschaft insgesamt 29.360 Konten und Depots (im Vorjahr 38.477) mit einer Einlage und einem Wertpapierbestand in Höhe von insgesamt rd. EUR 275 Mio. (im Vorjahr rd. EUR 778 Mio.). Hiervon befanden sich in der Vermögensverwaltung zu diesem Zeitpunkt 122 Konten (im Vorjahr 899 Konten) mit einer Einlage und einem Wertpapierbestand von rd. EUR 13 Mio. (im Vorjahr rd. EUR 88 Mio.).

Der Rückgang der Kontenanzahl sowie der Einlagen- und Wertpapierbestände auch im Bereich der Vermögensverwaltung ist insbesondere auf das zunehmend zurückhaltende Anlageverhalten der Kunden sowie die Wertentwicklung der Wertpapiere im Zuge der fortschreitenden Finanzmarktkrise zurückzuführen, die neben einem Vertrauensverlust der Anleger u. a. einen erheblichen weltweiten Rückgang der Börsenindizes zur Folge hatte.

Die Vertriebstätigkeiten der Gesellschaft wurden weiter den Organisationserfordernissen im Zusammenhang mit der Finanzmarktrichtlinie MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) angepasst, so dass die Gesellschaft sich für die Herausforderungen der Zukunft insoweit bestens gerüstet sieht.

Besonders erfreulich war die Aktualisierung des Creditreform Gütesiegels "A-"Ratings für den Driver & Bengsch-Konzern im August 2008, welches die gute Bonität der Gruppe unterstreicht.

2. Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung des Unternehmens von 2006 bis 2008 stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2008 % 2007
TEUR
% 2006
TEUR
%
Zinsergebnis 51 0 21 0% 46 0%
Provisionserträge 8.566 100% 12.168 100% 10.203 100%
Provisionsaufwendungen -1.550 -18% -4.221 -34% -2.020 -20%
Provisionsergebnis 7.016 82% 7.947 66% 8.183 80%
Sonstige betriebliche Erträge 72 1% 163 1% 120 1%
Personalaufwand -2.336 -27% -2.426 -20% -1.955 -19%
andere Verwaltungsaufwendungen -4.508 -53% -4.040 -33% -4.497 -44%
allgemeine Verwaltungsaufwendungen - 6.844 -80% -6.466 -53% -6.452 -63%
Abschreibungen -89 -1% -86 -1% -85 -1%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -455 -5% 0 0% 0 0%
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen -853 -10% 0 0% 0 0%
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1.102 -13% 1.579 13% 1.812 17%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4 0% 0 0% -21 0%
Sonstige Steuern -10 0% -1 0% -3 0%
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung -1.108 -13% 1.578 13% 1.788 17%

Die Provisionserträge gingen auf Grund der zuvor dargestellten Rahmenbedingungen von rd. TEUR 12.168 in 2007 auf rd. TEUR 8.566 im Geschäftsjahr 2008 (eine Abnahme um TEUR 3.602 bzw. rd. 29,6 % im Vergleich zum Vorjahr) zurück. Gleichzeitig konnten jedoch die Provisionsaufwendungen deutlich reduziert werden, diese gingen von TEUR 4.221 in 2007 auf TEUR 1.550 in 2008 zurück, was einer Minderung der Provisionsaufwendungen von TEUR 2.671 bzw. 63,3 % entspricht.

Schlussendlich reduzierte sich der Provisionsüberschuss im Geschäftsjahr 2008 auf TEUR 7.016 (Vorjahr TEUR 7.947). Dies bedeutet eine Abnahme um TEUR 931 bzw. 11,7 % gegenüber dem Vorjahr. Hieraus wird deutlich, dass ein Großteil der rückläufigen Provisionserträge durch eine überproportionale Abnahme der Provisionsaufwendungen kompensiert werden konnte.

Die Entwicklung der anderen Verwaltungsaufwendungen wurde insbesondere durch eine höhere Managementvergütung an das Mutterunternehmen und gestiegene Aufwendungen für Werbung und Repräsentation beeinflusst.

Darüber hinaus wurde das Ergebnis des Geschäftsjahres 2008 durch den Wertberichtigungsbedarf auf Forderungen an Kunden negativ beeinflusst. Während diese in den Vorjahren nicht notwendig waren, wurden in 2008 Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 853 vorgenommen. Die Forderungen an Kunden resultieren im Wesentlichen aus Vermittlungs- und Bestandspflegeprovisionen gegenüber den Emittenten der von der Gesellschaft vermittelten Wertpapiere. Mit den notwendig gewordenen Wertberichtigungen, insbesondere im Bereich der Bestandspflegeprovisionen, trägt die Gesellschaft der teilweise hinter den Erwartungen zurück gebliebenen wirtschaftlichen Entwicklung der Emittenten, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzmarktkrise, ausreichend Rechnung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren aus bestehenden Risiken im Vermittlungsgeschäft und haben die Ertragslage zusätzlich belastet.

Letztendlich ergab sich in 2008 aufgrund dieser Faktoren ein negatives Jahresergebnis vor Verlustübernahme von rd. EUR 1,1 Mio., das wegen des bis zum 31. Dezember 2008 bestehenden Gewinnabführungsvertrages durch die Muttergesellschaft ausgeglichen wurde.

3. Finanzlage

Zur Verdeutlichung der Finanzlage werden die Veränderung des Finanzmittelbestandes sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen anhand einer Kapitalflussrechnung aufgezeigt:

TEUR   2008
TEUR
2007
TEUR
2006
TEUR
Jahresüberschuss 0   79 30
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 89   86 85
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen 0   0 0
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0   0 0
= Cash-Flow nach DVFA/SG   89 165 115
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0   0 0
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 506   -1.336 62
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden und sonstiger Aktiva -1.408   305 -502
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und anderer Passiva -99   -921 -893
    -1.001 -1.952 -1.333
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit   -912 -1.787 -1.218
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0   0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen - 70   - 121 - 97
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -424   - 10 - 14
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0   0 0
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit   -494 -131 -111
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0   2.000 305
- Auszahlungen an Unternehmenseigner 0   0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0   0 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 0   0 0
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit   0 2.000 305
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes   -1.406 82 -1.024
+/- Wechselkurs-, konzernkreis- und bewertungsbedingte Änderungen 0   0 0
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 2.328   2.246 3.270
    0    
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres   922 2.328 2.246
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres        
Wertpapiere des Umlaufvermögens   0 0 0
+ Zahlungsmittel   986 2.328 2.246
- Bankverbindlichkeiten   -64 0 0
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres   922 2.328 2.246

Die Finanzlage der Gesellschaft im Geschäftsjahr war gut. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag rd. 21 % der Bilanzsumme (Vorjahr rd. 54 %). Die Liquidität war im Ge-schäftsjahr jederzeit ausreichend.

4. Vermögenslage

Nachfolgend ist der Vermögens- und Kapitalaufbau der Accessio Wertpapierhandelshaus AG anhand der nach Liquiditätsgesichtspunkten zusammengefassten Bilanzzahlen erläutert. Innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällige Teilbeträge der Forderungen und Verbindlichkeiten werden dabei als kurzfristig behandelt, alle anderen als mittel- und langfristig.

Vermögensstruktur 31.12.2008
TEUR
% 31.12.2007
TEUR
% 31.12.2006
TEUR
%
Liquide Mittel 986 20,5 2.328 53,7 2.246 49,8
Forderungen an Kunden 3.026 63,0 1.529 35,2 1.940 43,0
Sonstige Vermögensgegenstände 58 1,2 216 5,0 107 2,4
Rechnungsabgrenzungsposten 112 2,3 43 1,0 45 1,0
Kurzfristig gebundenes Vermögen 3.196 66,5 1.788 41,2 2.092 46,4
Immaterielle Anlagewerte 487 10,1 80 1,8 78 1,7
Sachanlagen 137 2,9 140 3,3 98 2,1
Langfristig gebundenes Vermögen 624 13,0 220 5,1 176 3,8
Bilanzsumme 4.806 100,0 4.336 100,0 4.514 100,0
Kapitalstruktur            
Steuerrückstellungen 0 0,0 0 0,0 997 22,1
Sonstige Rückstellungen 807 16,8 301 6,9 639 14,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 782 16,3 818 18,9 1.739 38,5
Kurzfristiges Fremdkapital 1.589 33,1 1.119 25,8 3.375 74,8
Verbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Mittelfristiges Fremdkapital 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Verbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Langfristiges Fremdkapital 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Gezeichnetes Kapital 3.035 63,1 3.035 70,0 1.035 22,9
Gewinnrücklagen (gesetzliche Rücklage) 182 3,8 182 4,2 104 2,3
Bilanzgewinn 1) 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Bilanzielles Eigenkapital (= langfristiges Kapital) 3.217 66,9 3.217 74,2 1.139 25,2
Bilanzsumme 4.806 100,0 4.336 100,0 4.514 100,0

1) Aufgrund des Ende 2005 mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages wird grundsätzlich ein Jahresergebnis von null ausgewiesen. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme betrug in 2006 TEUR 1.788, in 2007 TEUR 1.578 und in 2008 TEUR -1.108.

Zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen und zur Darstellung einer soliden Eigenkapitalbasis verfügt die Gesellschaft über ein Grundkapital in Höhe von EUR 3.035.000. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 66,9 % (31.12.2007: 74,2 %). Diese Quote macht deutlich, dass auch im Zuge der fortschreitenden Finanzmarktkrise ein nicht unbeträchtlicher, auch KWG-rechtlicher Eigenkapitalpuffer, vorhanden ist.

Ende 2008 hat der mit der Driver & Bengsch AG abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag durch Verkauf von 2 % der Anteile an der Gesellschaft in Folge des § 307 AktG geendet.

Ein wichtiger Beleg für die solide Kapitalbasis der Driver & Bengsch-Gruppe ist auch das "A-" Rating der Creditreform Rating AG vom 31. August 2006, welches im August 2007 und 2008 aktualisiert und somit bestätigt wurde. "A-" stellt auf der Ratingskala der Creditreform eine gute Bonität in Kombination mit einem geringen Insolvenzrisiko dar. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft ist diese Rating-Einstufung als überdurchschnittlich zu bewerten. Das gute Rating stellt für das Management der Driver & Bengsch-Gruppe eine Bestätigung dafür dar, das schnelle Unternehmenswachstum der vergangenen Jahre auf ein starkes Fundament gebaut zu haben.

Bedingt durch die Art der Geschäftstätigkeit umfassen die Sachanlagen neben geringwertigen Wirtschaftsgütern überwiegend Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich EDV-Hardware, die immateriellen Wirtschaftsgüter weitestgehend EDV-Software. Die zum Wachstum erforderlichen materiellen Investitionsgüter haben eine untergeordnete Größenordnung.

Den wesentlichen - aber nicht bilanzierten - immateriellen Wert der Accessio Wertpapierhandelshaus AG stellt sein immer noch erheblicher Kundenstamm dar.

Zu dessen Betreuung werden weiterhin engagierte und hoch qualifizierte Mitarbeiter erforderlich sein. Solche begründen auch die bisherige Erfolgsstory der Accessio Wertpapierhandelshaus AG dank ihres hohen Arbeitseinsatzes, ihrer Flexibilität und Kreativität. Ihre permanente Weiterbildung und berufsbezogene Fortbildung wird vom Vorstand gefordert und gefördert.

5. Nachtragsbericht

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für das Geschäftsjahr 2008 sind im Folgejahr bisher nicht eingetreten. Der Vorstand stellt Überlegungen an bzw. beginnt mit Maßnahmen zur flexiblen Anpassung des Mitarbeiterbestands bzw. der Mitarbeiterstruktur, insbesondere falls die fortschreitende Finanzmarktkrise zur weiter zunehmenden Kaufzurückhaltung der Kunden hinsichtlich von Anleihen und Genussscheinen mittelständischer Unternehmen führt. Dem soll auch mit einem weiteren Ausbau der Umsatzanteile der anderen Produktzweige der Driver & Bengsch-Gruppe Rechnung getragen werden.

6. Risikobericht

Die Accessio Wertpapierhandelshaus AG hat ein flexibles Risikomanagementsystem, welches ständig angepasst und verbessert wird. Sie ist im Rahmen ihrer künftigen Entwicklung insbesondere folgenden Risikoarten ausgesetzt, welche nach Risikokategorien unterteilt wurden:

a. Adressenausfallrisiko

Dem Kredit bzw. Forderungsausfallrisiko bei Emissionskunden aus dem Mittelstand wird durch umfängliche Bonitätsprüfungen sowie regelmäßige Kontrolle der Debitorenposten vom Mahnwesen Rechnung getragen. Darüber hinaus werden überwiegend kurzfristige Provisions-Zahlungsziele und/oder Vorkasse-Vereinbarungen mit den Emissions-Kunden vereinbart.

b. Liquiditätsrisiko

Im Hinblick auf die vorhandenen liquiden Mittel der Gesellschaft sowie des Mutterunternehmens (insbesondere Guthaben in laufender Rechnung bei inländischen Kreditinstituten) ist das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft z.Z. begrenzt. Ihm wird durch fortlaufende rollierende Finanzplanung Rechnung getragen.

c. Operationale Risiken

• Fehler oder Fehlverhalten in der Anlage-, Abschlussvermittlung und Finanzportfolioverwaltung

Sollten im Rahmen der Vermögensverwaltung Anlagekriterien, die zwischen der Accessio Wertpapierhandelshaus AG und ihrem jeweiligen Kunden vereinbart worden sind bzw. Grundsätze der Portfolio-Diversifikation missachtet werden oder sonstige Pflichtverletzungen vom Vermögensverwalter erfolgen oder aus anderen Gründen Verluste zu Lasten von Kunden entstehen, kann die Gesellschaft von Kunden ggf. erfolgreich auf Schadensersatz verklagt werden.

Bei der Vermittlung von Anlageprodukten besteht die Gefahr, dass Kunden einer anderen als der ihrer Risikobereitschaft entsprechenden Risikoklasse zugeordnet werden. Im Falle von eintretenden Verlusten zu Lasten des Kunden könnten deswegen Schadensersatzforderungen gegen die Gesellschaft entstehen. Dies gilt gleichermaßen in allen denkbaren Fällen falscher oder unzureichender Aufklärung des Kunden und im Fall von Fehleinschätzungen seitens der Accessio Wertpapierhandelshaus AG hinsichtlich der Renditeaussichten, des Risikos der vermittelten Anlageprodukte sowie sonstiger entscheidungsrelevanter Anlage-Faktoren.

Die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften insbesondere des Wertpapierhandels- und Kreditwesengesetzes und darauf aufbauende ständig weiterentwickelte und verbesserte innerbetriebliche Standards sollen die Risiken in diesem Bereich minimieren. Seit Ende 2004 ist ein externer "Compliance-Beauftragter" engagiert, der die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen nach dem Kreditwesengesetz und nach dem Wertpapierhandelsgesetz einschließlich der Compliance Richtlinie überwacht. In 2008 hat die Gesellschaft die internen Kontrollen zur Sicherstellung einer angemessenen Aufklärung und Beratung der Kunden deutlich intensiviert.

Darüber hinaus wird diesen Risiken auch durch die Einstellung von Mitarbeitern mit hinreichendem Ausbildungsstandard und Fachkompetenz sowie der regelmäßigen Durchführung von Schulungen für die Mitarbeiter begegnet.

Dem steht die zunehmende Bereitschaft der Kunden zur Geltendmachung von berechtigten und unberechtigten Schadensersatzansprüchen gegenüber, insbesondere wenn der mit der Anlageentscheidung erhoffte wirtschaftliche Erfolg nicht eintritt. Dies dürfte im Zuge der fortschreitenden Finanzmarktkrise tendenziell zunehmen. Um dem entgegenzuwirken, wird an weiter verbesserten Dokumentationen der Informationen und Beratungen der Kunden gearbeitet.

• Gleichzeitige Abwanderung einer größeren Anzahl von Mitarbeitern

Ein gleichzeitiges Abwandern mehrerer Mitarbeiter könnte zu einem Verlust von Know-How sowie internen Problemen bei der Abwicklung von Geschäftsprozessen und somit zu einem vorübergehenden Absinken der Ertragskraft führen.

• Mitwachsen der internen Organisation

Ein starkes operatives Wachstum des Unternehmens wird ein entsprechendes Mitwachsen der internen Organisation erfordern. Sollte die zunehmende Komplexität nicht mehr in ausreichendem Maße bewältigt werden können, kann es zu Problemen auf allen Ebenen der Unternehmensführung und -organisation sowie der Prozessdurchführung kommen. Die Gesellschaft wirkt beiden Risiken durch ständige Beobachtung des entsprechenden Stellenmarktes für Finanzdienstleister entgegen.

• Betriebsrisiken, insbesondere im Bereich EDV und Informations-Technologie

Trotz umfassender Maßnahmen zur Datensicherung und Überbrückung von Systemstörungen lassen sich Störungen und/oder Ausfälle der eingesetzten EDV-Systeme und Telefonanlage, die für den ordnungsgemäßen Ablauf des Tagesgeschäfts unerlässlich sind, nicht ausschließen.

Es werden laufend Investitionen in dem Bereich EDV und Informations-Technologie vorgenommen, um sowohl dem gestiegenen Geschäftsvolumen als auch der Ausfallsicherheit Rechnung zu tragen. Für wesentliche Teile der täglichen Order-Abwicklung einschließlich deren entsprechende Absicherung und Aufbewahrung kann auf die IT-Struktur insbesondere der DAB bank AG als Depotbank aufgesetzt werden bzw. die Tätigkeiten werden von dieser (zusätzlich) durchgeführt.

• Rechtliche Risiken

Vertraglichen, gesellschafts- und steuerrechtlichen sowie sonstigen (zivilrechtlichen) Risiken, welche sich aus der immer komplexer werdenden Materie der Wertpapierberatung und Vermögensverwaltung sowie des Börsenumfelds ergeben, wird durch Zusammenarbeit mit entsprechend qualifizierten Beratern begegnet. Darüber hinaus arbeitet die Gesellschaft eng mit dem Justiziar des Mutterunternehmens zusammen.

d. Marktrisiken

• Nichtrealisierung von geplanten Provisionserträgen aufgrund wirtschaftlicher Risiken wesentlicher Partner; Reputationsrisiken; Ausfallrisiko der Anlageprodukte

Durch den Vertrieb von Genussscheinen und Schuldverschreibungen diverser Vertragspartner erzielt die Accessio Wertpapierhandelshaus AG einen erheblichen Teil ihrer Provisionserträge in einem engen Marktsegment. Bei anhaltend negativer wirtschaftlicher Entwicklung einzelner Vertragspartner ist es nicht auszuschließen, dass die Produkte nicht mehr entsprechend den Planungen der Gesellschaft vertrieben werden können.

Die obigen von der Gesellschaft vertriebenen Anlageprodukte sind je nach der Qualität des Emittenten mit zum Teil erheblichen Risiken verbunden. So ist insbesondere nicht auszuschließen, dass im Zuge der fortschreitenden Finanzmarktkrise Zins- und/oder Tilgungszahlungen von den Emittenten eines Genussscheins oder einer Anleihe nur teilweise oder überhaupt nicht geleistet werden können. Kunden der Accessio Wertpapierhandelshaus AG würden dann erhebliche Verluste erleiden und könnten als Folge sowohl ihre Konten abziehen als auch die Gesellschaft auf Schadensersatz verklagen. Sollte dies erfolgen, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Reputation sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

• Zinsrisiken

Durch intensive Akquise hat die Accessio Wertpapierhandelshaus AG Kundengelder eingeworben, die bei der DAB bank AG, München, angelegt wurden.

Die DAB bank AG gewährt für die Geldanlagen marktübliche Zinsen, die von der Driver & Bengsch-Gruppe aufgestockt werden. Ziel ist es, die so akquirierten Kunden auch für andere Produkte der Gruppe zu werben und dadurch Provisionserlöse zu erzielen. Sollte dies nicht erreicht werden, können die dann nicht ausgeglichenen Zinszahlungen erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage der Gruppe haben.

Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass der anhaltende Rückgang der marktüblichen Zinsen die Aufwendungen der Gesellschaft für die Aufstockung der Zinsen erhöht.

• Wechsel einer depotführenden Bank

Die Accessio Wertpapierhandelshaus AG bzw. die Driver & Bengsch-Gruppe führt selbst keine Konten und Depots für ihre Kunden. Die Konten- und Depotführung ist derzeit nahezu ausschließlich bei der DAB bank AG, München angesiedelt. Sollte diese Bank den Margen- und Gebührendruck versuchen zu erhöhen oder die Geschäftsbeziehung mit der Accessio Wertpapierhandelshaus AG unerwartet beenden, besteht die Gefahr, dass durch einen damit verbundenen Wechsel der Depotführung der Kunden auf eine andere Bank zum einen ein Teil der Kunden verloren gehen könnte, da diese Kunden neue Konten bei dem anderen Hause eröffnen müssten, und zum anderen womöglich bei der anderen Bank höhere Kosten für das Unternehmen entstehen könnten.

• Haftungsrisiken aus Vermögensverwaltung

Die Accessio Wertpapierhandelshaus AG hat gegenüber der DAB bank AG eine Haftungsübernahmeerklärung abgegeben hinsichtlich der Ansprüche Dritter, die diese gegen die DAB bank AG im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Accessio Wertpapierhandelshaus AG als Vermögensverwalter geltend machen. Es besteht mithin das Risiko, dass die Accessio Wertpapierhandelshaus AG aus dieser Haftungsübernahme in Anspruch genommen wird.

• Wettbewerbsrisiken

Sollte sich die Wettbewerbsintensität in dem von der Accessio Wertpapierhandelshaus AG bearbeiteten Marktsegment verstärken, so kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie auch aufgrund ihrer begrenzten Größe durch das Auftreten anderer, insbesondere größerer Anbieter mit ähnlichen oder gleichen Geschäftsmodellen zumindest Margendruck und damit Ertragsprobleme bekommt.

e. Sonstige Risiken

• Gesetze, staatliche Genehmigungen und Auflagen

Derzeit sind die für die Geschäftstätigkeit der Gruppe notwendigen Erlaubnisse gemäß Kreditwesengesetz sowie Gewerbeordnung vollumfänglich erteilt bzw. bezüglich des Platzierungsgeschäfts (§ 1 Abs. la Nr. 1 c KWG) beantragt. Sollten diese Erlaubnisse künftig jedoch eingeschränkt bzw. nicht erteilt werden, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben.

Die Accessio Wertpapierhandelshaus AG wie auch ein Teil ihrer Wettbewerber gewinnt potenzielle Anleger zu einem wesentlichen Teil durch das Angebot von über den marktüblichen Zinsen liegenden, quersubventionierten Zinsen auf bei der DAB bank AG geführten Tagesgeldkonten, die nur für einen begrenzten Zeitraum gelten. Die Gesellschaft hat ein Interesse daran, dass die Anleger spätestens nach Ablauf dieser Sonderzinsphase in andere von der Gruppe vermittelte Anlageformen wechseln, welche keiner Bezuschussung mehr bedürfen. Sollten die zuständigen Aufsichts- und/oder Wettbewerbsbehörden diese Form der Neukundengewinnung mit Auflagen belegen, einschränken oder vollständig untersagen, so würde dies die Geschäftstätigkeit und die Wachstumsmöglichkeiten der Accessio Wertpapierhandelshaus AG gravierend beeinträchtigen.

• Versicherungsschutz/Haftungsrisiken

Trotz umfangreichen Versicherungsschutzes (v.a. Vermögensschadenhaftpflichtversicherung und Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, EdW) könnten Schadensfälle eintreten, die nicht oder nicht ausreichend durch Versicherungsschutz gedeckt sind.

Dem Sonderbeitrag des EdW wurde bilanziell durch eine Rückstellung Rechnung getragen. Diesen und wahrscheinlich weiteren erheblichen vom EdW eingeforderten Sonderbeiträgen im Rahmen des "Entschädigungsverfahrens Phoenix" wurde bzw. wird durch Einlegung von Rechtsmitteln gegen entsprechende Bescheide Rechnung getragen, da die Accessio Wertpapierhandelshaus AG sie für rechtswidrig erachtet. Diese Beiträge könnten sich bei erfolgreicher Geltendmachung in erheblichem Umfang negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

f. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

All diesen Risiken ist die Gesellschaft im Rahmen ihrer Größe angemessen begegnet. Zur Risikominimierung bzw. Unterlegung dient eine angemessene Ausstattung der Gesellschaft mit Eigenkapital und der Abschluss von Versicherungen wie z.B. die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

g. Chancen

Durch die Finanzmarktkrise ergeben sich für die Accessio Wertpapierhandelshaus AG auch wesentliche Chancen. Infolge der Krise werden zahlreiche Marktteilnehmer aufgeben müssen. Dies wird zu einer Konsolidierung in der Finanzbranche führen, bei der sich die Driver & Bengsch-Gruppe auf Seiten der Käufer positionieren wiII. Durch Übernahme von Wettbewerbern und externen Kundenbeständen wird die Driver & Bengsch-Gruppe ihre Marktposition erheblich stärken können. Damit wird zugleich eine solide Basis für künftiges, profitables Wachstum geschaffen.

7. Prognosebericht

In den ersten Monaten 2009 hat sich das wirtschaftliche Umfeld weiter verschlechtert. Vor diesem Hintergrund sind die kurzfristigen Wachstumsperspektiven ungünstig. In ihren Prognosen für Deutschland gehen die Volkswirte der Deutschen Bank für das Gesamtjahr von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 3,5 % aus. Parallel zu diesen ungünstigen konjunkturellen Aussichten hat sich die Verunsicherung an den Kapitalmärkten in den ersten zwei Monaten weiter vergrößert. Dies hat an den internationalen Aktienmärkten zu Mehrjahrestiefständen geführt und die Finanzbranche zusätzlich unter Druck gesetzt.

Die Accessio Wertpapierhandelshaus AG kann sich in diesem außerordentlich schwierigen Marktumfeld auf eine komfortable Vermögenslage stützen. Auf diesem soliden Fundament plant die Driver & Bengsch-Gruppe für 2009 eine Wachstumsoffensive.

Es ist vorgesehen, den Produktschwerpunkt über Aktien, Fonds, Anleihen und sonstige zinsähnliche Produkte auf den Versicherungsbereich auszudehnen. Dies soll im Wesentlichen durch Übernahme von externen Kundenbeständen erfolgen. Auf diese Weise eröffnet sich für die Accessio Wertpapierhandelshaus AG beträchtliches Cross-Selling-Potential.

Begleitet werden diese strategischen Maßnahmen zum einen durch eine Intensivierung der Aus- und Weiterbildung sowie einer weiteren Qualifizierung der Berater sowohl im Wertpapier- als auch im Versicherungsbereich. Zum anderen werden die noch räumlich getrennten Aktivitäten innerhalb der Driver & Bengsch-Gruppe mit dem für Sommer 2009 geplanten Umzug in das neue Firmengebäude in der Innenstadt von Itzehoe auf einen Standort konzentriert. Dadurch können zusätzliche Synergien gehoben werden.

Vor diesem Hintergrund ist der Vorstand zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2009 das Fundament für eine neue Wachstumsphase legen zu können. Wie stark und wie schnell die damit verbundenen Perspektiven bereits 2009 positive Wirkung zeigen, hängt letztlich von der weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Kapitalmärkte ab. Die Driver & Bengsch-Gruppe sieht sich aber gut gerüstet, um bei einem Wiederanspringen der Konjunktur überproportional zur Branche zu profitieren. Mit der dann zu erwartenden Zunahme der Provisionserlöse wird sich die Ertragslage entsprechend verbessern.

 

Itzehoe, den 16. März 2009

Carsten Bengsch, Vorstand

Andre Driver, Vorstand

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresbilanz

2. Gewinn- und Verlustrechnung

3. Anhang

Bilanz zum 31. Dezember 2008

Accessio Wertpapierhandelshaus AG, Itzehoe

Aktivseite

  EUR 31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
1. Barreserve      
Kassenbestand   20.541,42 24.259,94
2. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig 965.338,34   2.303.919,88
b) andere Forderungen 0,00   0,00
    965.338,34 2.303.919,88
3. Forderungen an Kunden   3.026.423,94 1.528.434,72
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 0.00 (i. Vj. EUR 0.00)      
4. Immaterielle Anlagewerte   486.851,00 80.207,38
5. Sachanlagen   136.762,00 140.424,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände   57.966,38 216.047,31
7. Rechnungsabgrenzungsoosten   111.683,04 43.296,52
    4.805.566,12 4.336.589,75

Passivseite

     
  EUR 31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten täglich fällig   64.389,83 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden      
a) andere Verbindlichkeiten      
aa) täglich fällig   578.809,62 728.239,07
- darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0.00 (i. Vj. EUR 0.00)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten   138.396,67 90.000,68
4. Rückstellungen      
andere Rückstellungen   806.560,00 300.940,00
5. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 3.035.000,00   3.035.000,00
b) Gewinnrücklage/gesetzliche Rücklage 182.410,00   182.410,00
c) Bilanzgewinn 0,00   0,00
    3.217.410,00 3.217.410,00
    4.805.566,12 4.336.589,75

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008

Accessio Wertpapierhandelshaus AG, Itzehoe

  EUR 2008
EUR
2007
EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 72.474,46   69.484,28
2. Zinsaufwendungen -20.859,37 51.615,09 -49.008,42
3. Provisionserträge 8.565.732,49   12.167.848,88
4. Provisionsaufwendungen -1.550.343,23 7.015.389,26 -4.220.887,54
5. Sonstige betriebliche Erträge   72.271,73 163.257,51
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter -2.035.236,47   -2.093.813,65
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -300.814,23   -331.782,48
- darunter für Altersversorgung: EUR 9.088,77 (i. Vj. EUR 10.929,76) -2.336.050,70   -2.425.596,13
b) andere Verwaltungsaufwendungen -4.508.032,06   -4.040.527,10
    -6.844.082,76 -6.466.123,23
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   -89.088,56 -85.701,53
8. sonstige betriebliche Aufwendungen   -454.856,26 0,00
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   -853.000,00 0,00
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   -1.101.751,50 -1.578.869,95
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   3.839,04 187,01
12. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen   -10.120,41 -864,65
13. Erträge aus Verlustübernahme   1.108.032,87 0,00
14. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne   0,00 -1.499.282,31
15. Jahresüberschuss   0,00 78.910,00
16. Einstellung in die gesetzliche Rücklage   0,00 -78.910,00
17. Bilanzgewinn   0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2008

Accessio Wertpapierhandelshaus AG, Itzehoe

I. Allgemeine Angaben

Am 16. Juni 2000 wurde die Gesellschaft unter der damaligen Firma Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch GmbH durch Formwechsel nach §§ 190 ff. UmwG in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im Geschäftsjahr 2008 erfolgte die Umfirmierung in die Accessio Wertpapierhandelshaus AG. Sie ist im Handelsregister der Stadt Pinneberg unter HRB 2041 IZ eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 der Accessio Wertpapierhandelshaus AG mit Sitz in Itzehoe wird nach den gesetzlichen Vorschriften des HGB und AktG sowie der RechKredV erstellt. Steuerliche Vorschriften werden, soweit ihnen nicht handelsrechtliche Bestimmungen entgegenstehen, ebenfalls angewandt.

Die Gesellschaft hat als Finanzdienstleistungsinstitut i.S.d. § 1 Abs. la KWG den Jahresabschluss wie eine große Kapitalgesellschaft gemäß §§ 340a, 340 Abs. 4 i.V.m. § 267 Abs. 3 HGB aufgestellt, obgleich sie in Anwendung der Größenkriterien i.S. § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft ist.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Bestimmungen der RechKredV.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr angewandt (Stetigkeitsgebot).

Bei den ausgewiesenen Beträgen wurden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze der §§ 252 ff. HGB beachtet.

Die Bewertung der Forderungen an Kreditinstitute sowie des Kassenbestandes erfolgt zum Nennwert.

Die Forderungen an Kunden und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei den Forderungen an Kunden wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die abnutzbaren Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend der voraussichtlichen bzw. betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Bilanzierung und Bewertung der geringwertigen Wirtschaftsgüter folgt den steuerrechtlichen Regelungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Rückstellungen (für ungewisse Verbindlichkeiten) werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Im Jahresabschluss sind weder Fremdwährungsforderungen noch -verbindlichkeiten enthalten.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden beinhalten Ansprüche der Gesellschaft aus Vermittlungs- und Dienstleistungen und haben eine Restlaufzeit bis drei Monate. In den Forderungen sind TEUR 322 (Vorjahr TEUR 1) an verbundene Unternehmen enthalten.

2. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel auf der Folgeseite dargestellt.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren sowie Kautionszahlungen für gemietete Büroräume.

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2008

Accessio Wertpapierhandelshaus AG

  Anschaffungskosten
  01.01.2008
EUR
+ Zugänge
EUR
- Abgänge
EUR
+/- Umbuchungen
EUR
31.12.2008
EUR
1. Immaterielle Anlagewerte          
a) Software 35.145,78 424.450,23 19.346,45 + 73.335 ,38 513.584,94
b) Ähnliche Rechte und Werte 7.225,65 0,00 0,00 0,00 7.225,65
c) Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 73.335,38 0,00 0,00 - 73.335,38 0,00
  115.706,81 424.450,23 19.346,45 0,00 520.810,59
2. Sachanlagen          
a) Bauten auf fremden Grundstücken 20.195,13 0,00 0,00 0,00 20.195,13
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.249,17 22.659,92 37.924,11 0,00 290.984,98
c) geringwertige Wirtschaftsgüter - Sammelposten 0,00 47.656,03 0,00. 0,00 47.656,03
  326.444,30 70.315,95 37.924,11 0,00 358.836,14
insgesamt 442.151,11 494.766,18 57.270,56 0,00 879.646,73
  Aufgelaufene Abschreibungen
  01.01.2008
EUR
+ Zugänge
EUR
- Abgänge
EUR
31.12.2008
EUR
1. Immaterielle Anlagewerte        
a) Software 30.486,78 17.297,61 19.337,45 28.446,94
b) Ähnliche Rechte und Werte 5.012,65 500,00 0,00 5.512,65
c) Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
  35.499,43 17.797,61 19.337,45 33.959,59
2. Sachanlagen        
a) Bauten auf fremden Grundstücken 17.426,13 2.020,00 0,00 19.446,13
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 168.594,17 59.738,92 35.237,11 193.095,98
c) geringwertige Wirtschaftsgüter - Sammelposten 0,00 9.532,03 0,00 9.532,03
  186.020,30 71.290,95 35.237,11 222.074,14
insgesamt 221.519,73 89.088,56 54.574,56 256.033,73
  Nettobuchwer te
  2008
EUR
2007
EUR
1. Immaterielle Anlagewerte    
a) Software 485.138,00 4.659,00
b) Ähnliche Rechte und Werte 1.713,00 2.213,00
c) Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 73.335 38
  486.851,00 80.207,38
2. Sachanlagen    
a) Bauten auf fremden Grundstücken 749,00 2.769,00
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.889,00 137.655,00
c) geringwertige Wirtschaftsgüter - Sammelposten 38.124,00 0,00
  136.762,00 140.424,00
insgesamt 623.613,00 220.631,38

4. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestehen in Höhe von TEUR 24 (im Vorjahr TEUR 476) gegenüber den verbundenen Unternehmen Global Master Asset Management GmbH und Driver & Bengsch Private Finance GmbH als Schwesterngesellschaften. Der restliche Teil besteht aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

5. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 45) und Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 43).

6. Eigenkapital

Das Grundkapital ist in 3.035.000 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, eingeteilt.

Die Hauptversammlung vom 21. August 2003 hat beschlossen, die Satzung hinsichtlich des genehmigten Kapitals zu ändern. Der Vorstand war ermächtigt bis zum 1. Januar 2008, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um höchstens Euro 80.000 zu erhöhen und, sobald die am 21. August 2003 beschlossene Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen im Handelsregister eingetragen wurde, um weitere Euro 285.000 zu erhöhen.

Gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag der Gesellschaft mit dem Mutterunternehmen wurden von der Driver & Bengsch AG für das Geschäftsjahr 2008 TEUR 1.108 an die Gesellschaft zum Verlustausgleich abgeführt.

IV. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Provisionserträge

Die Provisionserträge gliedern sich im Geschäftsjahr wie folgt:

  2008
TEUR
2007
TEUR
Vermittlungsprovision 5.884 8.224
Bestandsprovision 1.623 1.498
Depotverwaltungsvergütung 704 1.578
Provisionen Fondsmanagement 355 868
insgesamt 8.566 12.168

Die Provisionserträge aus Vermittlungstätigkeit entfallen auf folgende Bereiche bzw. Produktgruppen:

  2008
TEUR
2007
TEUR
Anleihen/Zertifikate/Genussscheine 2.977 6.040
Vermittlungsprovisionen/Transaktionen/Wertpapiere 2.872 2.141
Anteile geschlossener Fonds/Immobilien 35 43
  5.884 8.224

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Kostenumlagen und Verwaltungserlöse in Höhe von TEUR 53.

3. Andere Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 34 enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 250 periodenfremde Aufwendungen zur Bildung einer Rückstellung für Risiken aus Vermittlungsgeschäften. Darüber hinaus sind TEUR 202 für Erstattungen an Kunden enthalten.

5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres außer den beiden Vorständen 41 Arbeitnehmer i. S. d. § 267 Abs. 5 i.V.m. § 285 Nr. 7 HGB beschäftigt. Darin sind 3 Aushilfen enthalten. Des Weiteren war in 2008 ein Auszubildender angestellt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen für die Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattung belaufen sich bis einschließlich 2011 auf insgesamt TEUR 94.

3. Beziehungen zu anderen Unternehmen

98 v. H. des Stammkapitals werden von der Driver & Bengsch AG, Itzehoe, gehalten. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen i.S.d. § 271 Abs. 2 HGB zur Driver & Bengsch AG mit ihren drei weiteren Einzelgesellschaften.

Die Driver & Bengsch AG, Itzehoe, erstellt zum 31. Dezember 2008 einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Der Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger offen zu legen.

Der Gesellschaft wurde nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass eine Mehrheitsbeteiligung durch die Driver & Bengsch AG, Itzehoe, besteht.

4. Vorstand Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Carsten Bengsch (Kaufmann)

Herr Andre Driver (Kaufmann)

Die Vergütung für die Vorstände belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 460 (Vorjahr TEUR 414)

5. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Prof. Dr. Rolf W. Thiel, Hamburg, Rechtsanwalt, Vorsitzender

Herr Robert Weiher, Riemerling, Bankdirektor, stellv. Vorsitzender (bis März 2008)

Herr Ulf Möller, Horst, Steuerberater, stellv. Vorsitzender (ab April 2008)

Herr Dr. Alexander Honrath-Kurth, München, Rechtsanwalt (bis August 2008)

Herr Dr. Michael Bormann, Berlin, Steuerberater (ab September 2008)

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr eine Vergütung von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 29) inkl. Umsatzsteuer erhalten.

 

Itzehoe, den 16. März 2009

Carsten Bengsch, Vorstand

Andre Driver, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Accessio Wertpapierhandelshaus AG, Itzehoe, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Oldenburg, den 19. März 2009

NWPG Treuhand GmbH
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Schwengels, Wirtschaftsprüfer

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