Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 113751
Eingetragen
29.5.2008
Branche
Sonstige vollstationäre PflegeeinrichtungenSonstige teilstationäre PflegeeinrichtungenStationäre Einrichtungen zur palliativen Pflege
Gegenstand
Die Errichtung, der Erwerb und der Betrieb von stationären Pflegeeinrichtungen, Seniorenresidenzen und Behindertenwohnheimen in Berlin und Brandenburg.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Janina Baier
seit 12.2.2024
Geschäftsführer
Dominik Baier
seit 3.2.2022
Geschäftsführer
Annika Heraeus
seit 3.2.2022
Prokura
Steffanie Bauer
seit 26.3.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
25.00%
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Baier Vermögensverwaltungsgesellschaft UG
50.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Lysistrata Vermögensverwaltungs GmbH
Germany
50.00%
Baier Vermögensverwaltungsgesellschaft UG
Germany
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GERAS GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Geschäftsjahr
Vorjahr
A. Anlagevermögen 6.518.346,96 6.683.299,82
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 897,00
II. Sachanlagen 6.064.050,66 6.229.475,86
III. Finanzanlagen 454.293,30 452.926,96
B. Umlaufvermögen 1.684.077,36 2.247.232,19
I. Vorräte 20.935,37 73.924,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.144.906,89 991.960,11
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 518.235,10 1.181.347,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.881,54 4.628,44
Summe Aktiva 8.218.305,86 8.935.160,45

Passiva

Geschäftsjahr
Vorjahr
A. Eigenkapital 4.353.665,72 4.580.003,24
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Gewinnvortrag 4.553.003,24 3.425.027,42
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss 226.337,52 1.127.975,82
B. Rückstellungen 92.555,00 166.625,00
C. Verbindlichkeiten 3.639.136,55 4.042.771,34
D. Rechnungsabgrenzungsposten 132.948,59 145.760,87
Summe Passiva 8.218.305,86 8.935.160,45

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 12.969.379,94 13.551.177,63
2. Sonstige betriebliche Erträge 125.381,30 55.637,17
3. Materialaufwand 2.535.063,90 2.618.674,66
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 198.555,12 267.074,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.336.508,78 2.351.599,82
4. Personalaufwand 6.993.414,74 6.083.644,87
a) Löhne und Gehälter 5.832.042,07 5.102.078,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.161.372,67 981.566,42
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 198.778,70 201.817,38
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.692.037,57 3.414.507,80
7. Erträge aus Beteiligungen 150.000,00 120.000,00
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.112,80 10.113,03
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 150,00 159,41
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 12.073,04
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.322,92 59.040,22
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.096,71 200.192,34
13. Ergebnis nach Steuern -205.497,08 1.147.136,93
14. Sonstige Steuern 20.840,44 19.161,11
15. Jahresfehlbetrag/-überschuss 226.337,52 1.127.975,82

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 113751 B eingetragen.

Der Jahresabschluss der GERAS GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die GERAS GmbH stellt eine sogenannte "mittelgroße Kapitalgesellschaft" im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB dar. Sie hat von den Erleichterungen des § 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten (einschließlich Umsatzsteuer), vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden durchweg nach der linearen Methode, unter Zugrundelegung von Nutzungsdauern von 3 bis 50 Jahren, errechnet. Geringwertige Anlagegüter (Sammelposten) werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Abschreibung des Firmenwertes erfolgt über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Einstandspreisen (teilweise ohne möglichen Skontoabzug) bzw. pauschalierten Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Ausfallrisiken wurden ausreichend berücksichtigt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Finanzanlagen

Zum Bilanzstichtag besteht eine Beteiligung an der Firma Servicegesellschaft GerCare mbH, Berlin, in Höhe von 60 % = T€ 15. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag T€ 377. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von T€ 71 erzielt.

Zusätzlich besteht eine Beteiligung an der Firma GERAS Seniorenpflege GmbH, Berlin, in Höhe von 100 % = T€ 25,0. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von T€ 304. Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von T€ 114.

An der im Geschäftsjahr 2018 gegründeten GERAS Recruitment GmbH, Berlin, ist die GERAS GmbH ebenfalls zu 100 % = T€ 25 beteiligt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von T€ 374. Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von T€ 137.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die GERAS Seniorenpflege GmbH, Berlin, mit T€ 258 und die GERAS Recruitment GmbH, Berlin, mit T€ 384.

Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Resturlaubsansprüche und Überstunden sowie Prüfungskosten enthalten.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
T€
unter 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.769,4 489,0 2.280,4 555,4
(3.208,0) (438,7) (2.769,3) (992,9)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 122,5 122,5 0,0 0,0
(151,3) (132,3) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 152,8 152,8 0,0 0,0
(200,3) (200,3) (0,0) (0,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 594,5 594,5 0,0 0,0
(483,1) (483,1) (0,0) (0,0)
3.639,1 1.358,8 2.280,4 555,4

Im Vorjahr betrugen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr insgesamt T€ 1.254,5. Die Vorjahreswerte der einzelnen Posten sind vorstehend in Klammern angegeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich zum 31.12.2023 mit T€ 152,8 und betreffen die Servicegesellschaft GerCare mbH, Berlin.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 594,5 betreffen mit T€ 67 Verbindlichkeiten aus Steuern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von T€ 5.420 besichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, soweit diese nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, stellt sich in Höhe von T€ 20.263 dar.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen verteilen sich auf folgende Zeiträume:

T€
2024 1.706
2025 - 2028 6.825
2029 - 2036 11.732

Die Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug durchschnittlich 185. Diese gliedern sich nach Dienstarten wie folgt auf:

2023
Pflegedienst 170
Verwaltungsdienst 15
Gesamt 185

Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

Herr Dominik Baier, Kaufmann, Berlin.

Prokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem weiteren Prokuristen ist erteilt an:

Frau Steffani Bauer, Berlin

Frau Annika Heraeus, Einbeck.

 

Berlin, 03. Dezember 2024

Dominik Baier

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 30.766,53 0,00 0,00 30.766,53
Gewerbliche Schutzrechte 3.611,53 0,00 0,00 3.611,53
Geschäfts- oder Firmenwert 27.155,00 0,00 0,00 27.155,00
Sachanlagen 8.137.457,83 53.260,70 20.801,20 8.169.917,33
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.451.145,09 0,00 0,00 7.451.145,09
Technische Anlagen und Maschinen 30.746,28 0,00 0,00 30.746,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 634.765,26 53.260,70 0,00 688.025,96
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.801,20 0,00 20.801,20 0,00
Finanzanlagen 465.000,00 0,00 0,00 465.000,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 0,00 0,00 65.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 400.000,00 0,00 0,00 400.000,00
Anlagevermögen 8.633.224,36 53.260,70 20.801,20 8.665.683,86
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Zuschreibungen
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 29.869,53 894,00 0,00 30.763,53
Gewerbliche Schutzrechte 3.609,53 0,00 0,00 3.609,53
Geschäfts- oder Firmenwert 26.260,00 894,00 0,00 27.154,00
Sachanlagen 1.907.981,97 197.884,70 0,00 2.105.866,67
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.427.326,93 139.750,00 0,00 1.567.076,93
Technische Anlagen und Maschinen 7.028,28 3.414,00 0,00 10.442,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 473.626,76 54.720,70 0,00 528.347,46
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 12.073,04 0,00 1.366,34 10.706,70
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 12.073,04 0,00 1.366,34 10.706,70
Anlagevermögen 1.949.924,54 198.778,70 1.366,34 2.147.336,90
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 897,00
Gewerbliche Schutzrechte 2,00 2,00
Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 895,00
Sachanlagen 6.064.050,66 6.229.475,86
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.884.068,16 6.023.818,16
Technische Anlagen und Maschinen 20.304,00 23.718,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 159.678,50 161.138,50
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 20.801,20
Finanzanlagen 454.293,30 452.926,96
Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 65.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 389.293,30 387.926,96
Anlagevermögen 6.518.346,96 6.683.299,82

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die GERAS GmbH wurde 2008 gegründet und ist im Handelsregister HRB 113751B beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingetragen.

Sie betreibt drei Pflegeeinrichtungen in Berlin, Peine und Salzgitter mit insgesamt 365 Betten und ist zu 100 % Gesellschafter der GERAS Recruitment GmbH und der GERAS Seniorenpflege GmbH, die eine Einrichtung mit 60 vollstationären Betten und 20 Tagespflegeplätzen in Mudau, seit dem 01.11.2020, eine Einrichtung in Höpfingen mit 75 vollstationären Betten, seit dem 15.05.2021 eine Einrichtung in Merchingen mit 60 Betten so wie eine Einrichtung in Leidersbach mit 73 Betten seit dem 15.04.2022 betreibt. Zum 15.06.2023 wurde die achte Einrichtung, in Buchen-Hettingen mit weiteren 60 Betten, in Betrieb genommen. Weiterhin besteht eine Beteiligung von 60 % an der Servicegesellschaft GerCare mbH, die die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten in den Einrichtungen erbringt.

Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Obwohl die Corona-Pandemie noch nicht als beendet erklärt ist, durften ab dem 01.01.2023 auch wieder, gegen Corona ungeimpfte Mitarbeiter eingestellt werden. Dies hatte den Vorteil, dass man Bewerbungen, von neuen Mitarbeitern, erhalten hatte und auch einstellen konnte. Gleichzeitig sind aber auch bestehende Mitarbeiter zu anderen Unternehmen gewechselt. Leider konnte man so nur die ausscheidenden Mitarbeiter ersetzen und nicht den Personalstamm aufbauen.

Dies führte weiterhin zu niedrigeren durchschnittlichen Belegungsquoten in den einzelnen Einrichtungen. Die Belegung, konnte somit nicht weiter vorangetrieben werden.

Der anhaltende Krieg in der Ukraine führte weiterhin zu einem Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise. Dieser Anstieg zwang alle Lieferanten dazu, die Preise zwischen 5 und 10 % anheben zu müssen. Diese Preiserhöhungen wirken sich enorm auf die Kosten aus.

Seit September 2022 gilt die bundesweite Bezahlung nach Tariftreue im Pflegebereich, die mit den laufenden Pflegesatzverhandlungen, in vollem Umfang, wieder gegenfinanziert werden.

Weiterhin machte sich der Fachkräftemangel in der Pflegebranche besonders stark bemerkbar, denn viele Einrichtungen konnten den verstärkten Aufwand und die Auflagen nicht adäquat kompensieren und es kam zu erheblichen Umsatzeinbußen, die nur durch ein konsequentes Kostenmanagement und durch neue Pflegesatzverhandlungen und damit einer Steigerung der Pflegeentgelte aufzufangen waren.

Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

Das Gesamtvermögen hat sich um rd. T€ 717 verringert. Das Sachanlagevermögen hat sich abschreibungsbedingt um rd. T€ 165 verringert.

Auf der Kapitalseite ergibt sich ein Rückgang des Eigenkapitals um T€ 226 aufgrund des Jahresfehlbetrages. Die Eigenkapitalquote beträgt 53,0 % (VJ 51,3 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um T€ 439 verringert. Das langfristig verfügbare Kapital hat sich um T€ 715 auf T€ 6.634 verringert. Das langfristig gebundene Vermögen (T€ 6.518) ist somit fristenkongruent in vollem Umfang (rd. 102 %) durch das langfristige Kapital (T€ 6.634) gedeckt.

Finanzlage

Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Die Flüssigen Mittel belaufen sich zum Jahresende auf T€ 518 nach T€ 1.181 im Vorjahr. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf T€ - 271 nach T€ 1.454 im Vorjahr. Aus der Investitionstätigkeit ergibt sich ein positiver Cashflow in Höhe von T€ 97 (VJ T€ 52) bedingt durch die Ausschüttung der Tochtergesellschaft. Von unserer Tochtergesellschaft Servicegesellschaft GerCare mbH konnten T€ 150 (VJ T€ 120) vereinnahmt werden.

Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von T€ - 489 ergibt sich mit T€ 439 aus Darlehenstilgungen und Zinszahlungen von T€ 50.

Insgesamt hat sich die Liquidität (Finanzmittelfonds) um T€ 663 verringert.

Ertragslage

Die Ertragslage der GERAS GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr rückgängig, da aufgrund des Fachkraftmangels, in den Einrichtungen der Gesellschaft, die Belegung reduziert werden musste bzw. nicht ausgebaut werden konnte. Ein weiterer Grund für den Rückgang der Umsatzerlöse sind Baumängel in den Einrichtungen in Peine und Leidersbach, wodurch ganze Wohnbereiche nicht belegt werden konnten. Die Umsatzerlöse sind mit T€ 12.969 (VJ T€ 13.551) um T€ 582 zurückgegangen. Durch die ortsübliche Tariftreue haben sich die Personalaufwendungen um T€ 910 erhöht, während beim Materialaufwand ein Rückgang um T€ 84 zu verzeichnen ist. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich Kostensteigerungen bei den sonstigen Aufwendungen um T€ 16, die Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen sind um T€ 262 angestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich um T€ 21 verbessert. Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von T€ 226 (VJ Jahresüberschuss T€ 1.128).

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Branchenrisiken

Die Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen führen weiterhin zu einem stärkeren Wettbewerb und einer weiteren Marktkonsolidierung (kleinere Träger verschwinden und die größeren wachsen weiter durch Übernahmen).

Die steigenden Anforderungen an die Leistungsqualität prägen die Gesetzgebung und die Erwartungshaltung von Bewohnern und Angehörigen. Hier müssen wir unser Qualitätsmanagementsystem weiter ausbauen und die externen Begutachtungen durch interne Audits ergänzen, wodurch ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess in den Abläufen gesichert wird. Hierzu werden ständig die hausinternen Qualitätshandbücher mit den neuesten Standards und Leitlinien erweitert bzw. ergänzt.

Wie zu Beginn schon erläutert, stellt die Sicherung von Fachkräften eine wesentliche Herausforderung für die Unternehmen dar. Hier haben wir die Weichen für eine erfolgreiche Gewinnung durch unsere Aktivitäten auf den Philippinen geschaffen. So konnten im Jahr 2023 sechs weitere philippinische Fachkräfte nach Deutschland einreisen und ihren Anerkennungskurs beginnen, jedoch wird dieser erst 2024 erfolgreich beendet. Leider konnten wir den Verlust unserer philippinischen Pflegefachkräfte nicht kompensieren. Dies entstand daraus, dass der Visaprozess mehrere Monate dauert und auch unsere Partneragentur, in Manila, wurde für einige Wochen von der Regierung, geschlossen. Dies zwang uns nach neuen Partnern zu suchen, welches Zeit benötigte und keine neuen Fachkräfte rekrutiert werden konnten.

Leider haben nicht alle Bundesländer die angekündigte Reduzierung der Fachkraftquote umgesetzt. Dieser hatte nur Bayern zugestimmt, wo mit den neuen Pflegesatzverhandlungen, in 2024, dies mitverhandelt werden muss.

Dadurch ergab sich dann ebenfalls eine Unterschreitung der Fachkraftquote, was dann zu einer nicht Belegung der freien Betten führte.

Operative Risiken

Durch die demographische Entwicklung steigt die Anzahl von pflegebedürftigen Menschen und die damit verbundene Multimorbidität nimmt weiter zu. Als innovativer Anbieter mit hoher Leistungsqualität werden wir uns an die geänderten Wünsche unserer Bewohner, insbesondere nach Spezialisierung und neuen Indikationen anpassen. So werden kleinere Demenzgruppen geschaffen und es wird mit den passenden Hilfsmitteln gearbeitet. Da die Demenzerkrankungen weiterhin zunehmen und dadurch auch das Risiko zur Hinlauftendenz zunimmt, erhöht sich das Risiko, dass man diese Bewohner, in einer offenen vollstationären Einrichtung, nicht mehr halten kann und diese dann in eine, für sie geeignete Einrichtung verlegt werden müssen.

Zinsänderungsrisiken

Mögliche Entwicklungen an den Zinsmärkten können sich derzeit nicht auf das operative Ergebnis auswirken, da keine der laufenden Fremdfinanzierungen variabel verzinst ist. Zinsänderungsrisiken können daher nicht zu höheren Fremdkapitalkosten führen.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Im Rahmen der Einschätzung der Risikogesamtsituation sind uns keine weiteren bestandsgefährdenden Risiken bekannt.

Chancen der künftigen Entwicklung/Prognose

Das stetige Wachstum der Anzahl der Pflegebedürftigen, bedingt durch die demographische Entwicklung eröffnet der GERAS GmbH mittel- und langfristig gute Perspektiven. Um dem Fachkraftmangel auch langfristig entgegenzuwirken, werden wir die Anzahl der Ausbildungsplätze erhöhen und haben bereits fünf Auszubildende aus den Philippinen rekrutiert. Mit Ausbildungsstart 2023 haben wir weitere sechs philippinische Auszubildende, in die Ausbildung, in Peine und Salzgitter, starten lassen. Unser Ziel ist ebenfalls nur noch punktuell Leasingkräfte einzusetzen, um somit auch Kosten zu sparen.

Aufgrund dieser demographischen Entwicklung ist der Pflegemarkt weitgehend unabhängig von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die alternde Gesellschaft in Deutschland sorgt im stationären Versorgungsbereich für eine langfristig steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen. Dennoch bleibt auch im Jahr 2024 die Lage im Pflegebereich und auch die finanzielle Lage der GERAS GmbH angespannt. Im ersten Halbjahr 2024 wird die GERAS Gruppe Verluste hinnehmen müssen. Auf Grund der erwähnten Baumängel, gibt es in der Einrichtung in Leidersbach, ab September 2024 und in der Einrichtung in Peine, ab Oktober 2024 eine Mietminderung. Durch die Mietminderungen und der erfolgreich abgelegten Anerkennungsprüfung unserer philippinischen Mitarbeiter wird sich im zweiten Halbjahr 2024 die Situation leicht entspannen. In den ersten drei Quartalen konnte die Belegung in der GERAS Gruppe um 5 % gesteigert werden.

Im ersten Quartal 2024 soll Frau Janina Baier als weitere Geschäftsführerin bestellt werden.

Sonstige Angaben

Unsere Gesellschaft verwendet zur Zeit keine derivativen Finanzinstrumente.

Mit unserer Tochtergesellschaft GERAS Recruitment GmbH verfolgen wir weiterhin das Ziel, den in Deutschland vorhandenen Fachkräftemangel im Pflegebereich durch die Anwerbung und Qualifizierung ausländischer Mitarbeiter zu verringern.

Die GERAS GmbH betreibt zur Zeit drei Pflegeeinrichtungen in Berlin, Peine und Salzgitter und beschäftigte in 2023 im Durchschnitt 185 Mitarbeiter.

 

Berlin, 01.09.2024

Dominik Baier

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GERAS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GERAS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GERAS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 17. Dezember 2024

CONFIDIS Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft, Berlin

Fabian Tolksdorf, Wirtschaftsprüfer

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