Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 115202
Vorher
RENAFAN Holding AG
Eingetragen
29.8.2008
Branche
Ambulante PflegediensteStationäre Einrichtungen zur palliativen PflegeSonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Gegenstand
Ambulante und stationäre Pflege in verschiedenen Pflegeeinrichtungen.

Historie

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Management

NameRolle
Kerstin Nicodemus
seit 9.4.2009
Prokura
Dirk Beidokat
seit 13.2.2009
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Prokura
Shaodong Fan
seit 29.8.2008
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Renafan AG Ambulante Pflegestation

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

BILANZ zum 31. Dezember 2009

Renafan AG Ambulante Pflegestation, Berlin

AKTIVA

  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.841.557,50   4.940.388,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.411.966,00   7.484.295,00
    12.253.523,50 12.424.683,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 626.084,00   673.897,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 798 242 50   950.094,50
    1.424.326,50 1.623.991,50
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.093.623,35   1.093.623,35
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 333.287,77   440.287,77
3. Genossenschaftsanteile 780,00   780,00
    1.427.691,12 1.534.691,12
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.076.026,51   3.151.932,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.275,75   21.530,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.030.745,05   288.768,29
    5.143.047,31 3.462.230,45
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   1.198.833,16 1.222.877,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten   175.467,88 275.476,95
    21.622.889,47 20.543.950,54

PASSIVA

     
  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage   6.500.000,00 6.500.000,00
III. Gewinnrücklagen      
1. andere Gewinnrücklagen   140.000,00 0,00
IV. Bilanzgewinn   952.158,32 140.412,23
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen   8.517,00 11.150,00
C. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 109.160,03   0,00
2. sonstige Rückstellungen 1.039.374.93   919.935 04
    1.148.534,96 919.935,04
D. Verbindlichkeiten      
1. Genussrechtskapital 3.000.000,00   3.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.598.100,09   7.882.215,16
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 443.388,06   486.741,68
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00   96.743,52
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.782.191.04   1.456.752.91
    12.823.679,19 12.922.453,27
    21.622.889,47 20.543.950,54

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2009 bis 31.12.2009

RENAFAN AG, Berlin

  Euro Geschäftsjahr
Euro
% Vorjahr
Euro
1. Umsatzerlöse   34.225.074,73 100,00 29.597.256,01
2. sonstige betriebliche Erträge   1.397.743,48 4,08 1.017.072,59
3. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 378.631,03     274.560,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 350.174,08     292.732,14
    728.805,11 2,13 567.293,12
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 19.157.074,44     17.015.988,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.878.776,77     3.401.197,45
    23.035.851,21 67,31 20.417.186,23
5. Abschreibungen        
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs   1.517.832,97 4,43 1.771.497,05
6. sonstige betriebliche Aufwendungen   8.213.343,20 23,95 6.914.632,00
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens        
(davon verb. Unternehmen 20.235,63 EUR/Vorjahr 22.014,39 EUR)   20.266,83 0,06 25.722,82
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   41.215,92 0,12 69.930,58
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   0,00 0,00 3,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   903.165,56 2,64 765.437,64
(davon verb. Unternehmen 10.671,92 EUR/Vorjahr 10.605,66 EUR)        
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme        
(davon verb. Unternehmen 3.037,11 EUR/Vorjahr 3.417,82 EUR)   3.037,11 0,01 3.417,82
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.282.265,80 3,75 270.515,14
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 313.270,71     107.944,57
14. sonstige Steuern 17.249,00     22 158 34
    330.519,71 0,97 130.102,91
15. Jahresüberschuss   951.746,09 2,78 140.412,23
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   412,23 0,00 0,00
17. Bilanzgewinn   952.158,32 2,78 140.412,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

RENAFAN AG, Berlin

A. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Vorbemerkung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 wurden nach den Vorschriften der §§ 238 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften nach § 264 ff. HGB aufgestellt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Aufwendungen für Leihkräfte i. H. v. T€ 291 in den sonstigen betrieblichen Aufwand gegliedert bzw. die entsprechenden Vorjahreswerte i. H. v. T€ 205 aus den Personalkosten umgegliedert (Angaben gem. § 265 II HGB).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3-5 Jahren abgeschrieben.

Der aktivierte Firmenwert wird entsprechend der steuerlichen Vorschriften über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Der Markenname der AG wird über eine Laufzeit von 50 Jahren abgeschrieben.

Die erworbenen Firmenwerte werden aufgrund der in 2008 sowie 2010 stattgefundenen Betriebsprüfungen angepasst und über eine Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben. Die Differenz der Abschreibungen aus den Vorjahren wurde durch entsprechende Zuschreibungen berücksichtigt. Des Weiteren wurden die Anschaffungs- und Herstellungskosten um die Beratungskosten der Akquisitionen der HCI erhöht.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear und degressiv entsprechend den steuerlich relevanten AfA-Tabellen abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden sofort abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den Forderungsbestand vorgenommen. Für bestehende Risiken wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen überwiegend Aufwendungen, die im Rahmen eines Mietverhältnisses getätigt wurden und über die Laufzeit des Mietvertrages mit der Miete verrechnet werden können. Darüber hinaus enthält der Posten ein Disagio.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

3. Angaben zur Gliederung

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Gliederungsvorschriften des HGB aufgestellt.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Folgenden dargestellt (vgl. Anlage 3, Blatt 3+4).

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS VOM 01.01. BIS 31.12.2009

DER RENAFAN AG, BERLIN

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Bezeichnung AHK 01.01.2009
Zugänge
Abgänge
AHK 31.12.2009
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 5.111.874,32 19.516,90   5.131.391,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.166.885,76 498.367,00   9.665.252,76
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.278.760,08 517.883,90 0,00 14.796.643,98
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 890.581,79 43.412,03   933.993,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.844.414,89 336.582,04 181.476,89 1.999.520,04
Sachanlagen 2.734.996,68 379.994,07 181.476,89 2.933.513,86
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.093.623,35     1.093.623,35
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 440.287,77   107.000,00 333.287,77
3. Genossenschaftsanteile 780,00     780,00
Finanzanlagen 1.534.691,12 0,00 107.000,00 1.427.691,12
Summe Anlagevermögen 18.548.447,88 897.877,97 288.476,89 19.157.848,96
kumulierte Abschreibungen
Bezeichnung Abschreibung 01.01.2009
Zugänge
Abgänge
Zuschreibung
Abschreibung 31.12.2009
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 171.486,32 118.347,40     289.833,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.682.590,76 962.021,00   391.325,00 2.253.286,76
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.854.077,08 1.080.368,40 0,00 391.325,00 2.543.120,48
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 216.684,79 91.225,03     307.909,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 894.320,39 346.239,54 39.282,39   1.201.277,54
Sachanlagen 1.111.005,18 437.464,57 39.282,39 0,00 1.509.187,36
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen         0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen         0,00
3. Genossenschaftsanteile         0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.965.082,26 1.517.832,97 39.282,39 391.325,00 4.052.307,84
Buchwert 31.12.2009
Buchwert 31.12.2008
Bezeichnung
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 4.841.557,50 4.940.388,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.411.966,00 7.484.295,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 12.253.523,50 12.424.683,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 626.084,00 673.897,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 798.242,50 950.094,50
Sachanlagen 1.424.326,50 1.623.991,50
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.093.623,35 1.093.623,35
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 333.287,77 440.287,77
3. Genossenschaftsanteile 780,00 780,00
Finanzanlagen 1.427.691,12 1.534.691,12
Summe Anlagevermögen 15.105.541,12 15.583.365,62

2. Finanzanlagen

Die RENAFAN AG hält folgende Anteile:

Gesellschaft Eigenkapital Jahresergebnis Anteile
RENAFAN Service GmbH, Berlin 4 € 25.000,00 € 0,00 100,0%
RENAFAN Dienstleistungen GmbH, Berlin € - 193.890,55 € 82.357,55 100,0%
GIS Gemeinnützige Gesellschaft für Integrative Sozialdienste, München € 767.086,49 € 180.266,71 100,0%

Mit der RENAFAN Service GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

3. Fördermittelnachweis

Der Nachweis der Förderungen nach Landesrecht ist im Folgenden dargestellt (vgl. Anlage 3, Blatt 6).

Nachweis der Förderungen nach Landesrecht vom 01.01.2009 bis 31.12.2009

Entwicklung der geförderten Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsbestand
Euro
Zugang
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgang
Euro
Endstand
Euro
1 2 3 4 5 6
I. Sachanlagen          
1. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 28.537,91       28.537,91
darunter: in Betriebsbauten, Außenanlagen, GWG's, Festwerte in Betr.bauten 459,00       459,00
Summe Sachanlagen 28.537,91       28.537,91
Insgesamt 28.537,91       28.537,91
Summe darunter: I.1 459,00       459,00
Entwicklung der geförderten Abschreibungen Restbuchwerte (Stand: 31.12.2009)
Euro
Bilanzposten Anfangsbestand
Euro
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Euro
Umbuchungen
Euro
Zuschreibungen des Geschäftsjahres
Euro
Entnahme für Abgänge
Euro
Endstand
Euro
1 7 8 9 10 11 12 13
I. Sachanlagen              
1. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 17.387,91 2.633,00       20.020,91 8.517,00
darunter: in Betriebsbauten, Außenanlagen, GWG's, Festwerte in Betr.bauten 459,00         459,00 0,00
Summe Sachanlagen 17.387,91 2.633,00       20.020,91 8.517,00
Insgesamt 17.387,91 2.633,00       20.020,91 8.517,00
Summe darunter: I.1 459,00         459,00 0,00

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit vor weniger als einem Jahr.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält zwei Disagio in Höhe von € 24.000,10.

6. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital € 50.000,00

Das Grundkapital ist in 1.000 Nennbetragsaktien zu je € 50,00 zerlegt.

b) Kapitalrücklage € 6.500.000,00

Im Rahmen der Verschmelzung der RENAFAN AG erfolgte im Wesentlichen eine Sachkapitaleinlage der Aktionäre.

c) Bilanzgewinn € 952.158,32

Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt:

Stand 1.1.2009 € 140.412,23
Einstellung in die Gewinnrücklage -140.000,00
Jahresüberschuss 2009 € 951.746,09
Stand 31.12.2009 € 952.158,32

Vorstand und Aufsichtsrat haben von ihrer Ermächtigung in der Satzung, den gesamten oder Teile des Jahresüberschusses 2009 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen, keinen Gebrauch gemacht.

7. Sonstige Rückstellungen

  Stand 1.1.2009
Verbrauch
Auflösung
Zuführung
Stand 31.12.2009
Personalrückstellungen          
Urlaubsrückstellung 349.000,00 349.000,00 0,00 339.473,52 339.473,52
Mutterschutzaufwendungen 27.000,00 0,00 27.000,00 0,00 0,00
Überstunden 152.000,00 152.000,00 0,00 158.556,83 158.556,83
Schwerbehinderten-          
ausgleichsabgabe 45.000,00 45.000,00 0,00 50.000,00 50.000,00
Prämien 81.000,00 81.000,00 0,00 16.800,00 16.800,00
  654.000,00 627.000,00 27.000,00 564.830,35 564.830,35
sonstige          
Jahresabschlusskosten, Steuererklärungen 36.000,00 36.000,00 0,00 66.000,00 66.000,00
Rückerstattung Factoring 0,00 0,00 0,00 86.000,00 86.000,00
Rückstellung für ausstehende          
Rechnungen 0,00 0,00 0,00 23.894,58 23.894,58
Instandhaltungsverpflichtung Mieträume 67.000,00 49.754,34 17.245,66 0,00 0,00
Abrechnungsverpflichtungen 8.000,00 8.000,00 0,00 8.000,00 8.000,00
Archivierung 69.500,00 0,00 0,00 0,00 69.500,00
Betriebskosten Mieträume 61.845,04 31.927,05 0,00 160.782,01 190.700,00
Rückstellung Aufsichtsrat 18.090,00 16.000,00 2.090,00 16.000,00 16.000,00
Prozesskosten 5.500,00 924,40 0,00 9.874,40 14.450,00
  265.935,04 142.605,79 19.335,66 370.550,99 474.544,58
  919.935,04 769.605,79 46.335,66 935.381,34 1.039.374,93

8. Genussrechtskapital/Verbindlichkeiten

Es wurde ein Vertrag über die Begründung eines Genussrechts-/Mezzaninekapitals mit der MALIBO GmbH & Co. Unternehmensbeteiligung KG i.H.v. € 3,0 Mio. am 5.8.2008 unterzeichnet. Die Laufzeit des Genussrechtskapitals endet am 31.12.2014. Der Vertrag ist mit einem Rangrücktritt ausgestattet, d. h. alle Ansprüche aus dem Genussrecht (Kapital und Vergütung) treten gegenüber den Ansprüchen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Unternehmens im Rang zurück und sind daher im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens erst nach vollständiger Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zu bedienen.

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2009

  Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Art und Form der Sicherheit
1. Genussrechtskapital 0,00 3.000.000,00 0,00 3.000.000,00 0,00  
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten            
a) Schuldscheindarlehen 0,00 2.000.000,00 0,00 2.000.000,00 0,00  
a) Bankdarlehen 1.032.284,89 2.529.095,20 2.036.720,00 5.598.100,09 448.383,37 Globalzession, Sicherungsübereignung
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 443.388,06 0,00 0,00 443.388,06 0,00  
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.782.191,04 0,00 0,00 1.782.191,04 0,00  
Gesamtsumme 3.257.863,99 7.529.095,20 2.036.720,00 12.823.679,19 448.383,37  

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen € 574.730,00 (Vj. € 341.640,49) und im Rahmen der sozialen Sicherheit € 36.952,76 (Vj. € 4.529,87).

Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Abschreibungen

Die Abschreibungen bestehen ausschließlich aus planmäßigen Abschreibungen.

2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt T€ 313 und betrifft das Geschäftsjahr 2009 (T€ 189) sowie Steuernachzahlungen für Vorjahre (T€ 124).

3. Erträge Sonderposten

Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens betragen € 2.633,00 (Vorjahr € 3.293,00).

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungen zu vermerken:

Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln T€ 0
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften T€ 327
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen T€ 0
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten T€ 0

Zum Bilanzstichtag bestand ein Ausfallrisiko aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Factoring) i. H. v. T€ 3.277 (Vorjahr: T€ 2.323).

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

  bis zu einem Jahr
T€
zwischen einem und fünf Jahren
T€
von mehr als fünf Jahren
T€
aus Mietverträgen 3.542 21.633 83.208
aus Service-/Wartungsverträgen 60 89 25
aus Leasingverträgen/Mietleasing 790 865 227
gesamt 4.392 22.587 83.460

2. Vorstand

Herr Shaodong Fan, Dipl.-Physiker

Frau Anke Elferich, Sozialarbeiterin

Herr Dirk Beidokat, Kaufmann

Auf die Angabe der Bezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs.4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Vorsitzender Herr Jan-Peter Heyer, Rechtsanwalt, Berlin
Stellvertreter Herr Dr. Ronald Machner, Bankdirektor, Schwerin
Mitglied Herr Ralf Pinnau, Arzt, Hamburg

Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für das Geschäftsjahr 2009 Vergütungen in Höhe von T€ 16.

3. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 1.132 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren unterteilt in Gruppen:

• Angestellte 171
• Arbeiter 740
• Aushilfen 221

4. Angabe des Honorar für den Abschlussprüfer

Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich auf T€ 38. Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden nicht erbracht.

5. Finanzinstrumente

Es besteht eine Zins-Capvereinbarung über einen Restbetrag von T€ 437,5 für den Zeitraum bis 30.09.2011.

Der aus dem Marktwert ermittelte Zeitwert beträgt € 94.

6. Abweichend bedingte Gliederungen

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Die Gesellschaft unterliegt ebenso den Vorschriften der Pflegebuchführungsverordnung. Eine Übersicht ist als Anlage zum Anhang Blatt 1-4 beigefügt.

E. VORSCHLAG ZUR VERWENDUNG DES BILANZGEWINNES

Vorstand und Aufsichtsrat haben von ihrer Ermächtigung in der Satzung, den gesamten oder Teile des Jahresüberschusses in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen, keinen Gebrauch gemacht.

 

Berlin, 31. Mai 2010

gez. Der Vorstand der RENAFAN AG

BILANZ zum 31. Dezember 2009

nach Pflegebuchführungsverordnung
RENAFAN AG Ambulante Pflegestation, Berlin

AKTIVA

  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.841.557,50   4.940.388,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.411.966 00   7.484.295,00
    12.253.523,50 12.424.683,00
II. Sachanlagen      
1. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 1.373.948,50   1.557.150,50
2. Fahrzeuge 50.378,00   66.841,00
    1.424.326,50 1.623.991,50
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.093.623,35   1.093.623,35
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 333.287,77   440.287,77
3. Sonstige Finanzanlagen 780,00   780,00
    1.427.691,12 1.534.691,12
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.076.026,51   3.360.316,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.275,75   22.014,39
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.030.745,05   270.792,18
4. Umsatzsteuer 0,00   17.491,72
    5.143.047,31 3.670.615,23
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   1.198.833,16 1.222.877,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten   175.467,88 275.476,95
    21.622.889,47 20.752.335,32

PASSIVA

     
  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital      
1. Gezeichnetes/gewährtes Kapital   50.000,00 50.000,00
2. Kapitalrücklage   6.500.000,00 6.500.000,00
3. Gewinnrücklagen      
andere Gewinnrücklagen   140.000,00 0,00
4. Bilanzgewinn   952.158,32 140.412,23
B. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens      
1. Sonderposten aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen   8.517,00 11.150,00
C. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 109.160,03   0,00
2. sonstige Rückstellungen 1.039.374 93   919.935 04
    1.148.534,96 919.935,04
1. Genussrechtskapital 3.000.000,00   3.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 443.388,06   486.741,68
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.598.100,09   7.882.215,16
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00   96.743,52
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.700.995,63   1.632.840,15
6. Umsatzsteuer 32.713,32   0,00
7. Verwahrgeldkonto 48.482 09   32.297,54
    12.823.679,19 13.130.838,05
    21.622.889,47 20.752.335,32

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2009 bis 31.12.2009
gegliedert nach der Pflegebuchführungsverordnung

RENAFAN AG, Berlin

  Euro Geschäftsjahr
Euro
% Vorjahr
Euro
1. Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen gemäß PflegeVG 32.254.691,67     28.397.551,39
2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 538.171,40     277.642,34
3. Erträge aus Zusatzleistungen und Transportleistungen nach PflegeVG 1.955,00     49,42
4. Erträge aus Leistungen, nicht PflegeVG 70.284,23     56.014,25
5. Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 926.362,21     527.792,71
6. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten 185.457,95     152.666,07
7. Sonstige betriebliche Erträge 1.583.188,59     1.187.519,42
    35.560.111,05 100,00 30.599.235,60
8. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 19.479.664,62     17.221.313,21
b) Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen 3.880.659,48     3.401.399,45
9. Materialaufwand        
a) Lebensmittel 300.124,92     227.272,39
b) Wasser, Energie, Brennstoffe 286.659,58     246.731,31
c) Wirtschaftsbedarf, Verwaltungsbedarf 2.563.603,51     2.942.682,16
d) Medizinischer und therapeutischer Aufwand 183.033,71     167.448,28
10. Steuern, Abgaben, Versicherungen 669.420,70     408.020,12
11. Mieten, Pacht, Leasing 3.538.932,87     2.444.367,44
    - 30.902.099,39 86,92 - 27.059.234,36
Zwischenergebnis   4.658.011,66 13,08 3.540.001,24
12. Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Förderung von Investitionen 2.633,00     3.293,00
13. Abschreibungen        
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 1.517.832,97     1.771.497,05
b) Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 133.912,21     52.594,61
14. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 468.973,53     581.284,18
15. Sonstige ordentliche und außerordentliche Aufwendungen 801.444,11     309.535,89
    - 2.922.162,82 8,19 - 2.711.618,73
Zwischenergebnis   1.738.481,84 4,89 828.382,51
16. Erträge aus Finanzanlagen 31,20     25.722,82
17. Zinsen und ähnliche Erträge 61.451,55     69.930,58
(davon verb. Unternehmen 20.235,63 EUR/Vorjahr 22.014,39 EUR)        
18. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00     26.568,22
19. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 903.165,55     765 437 64
(davon verb. Unternehmen 10.671,92 EUR/Vorjahr 10.605,66 EUR)        
    - 841.682,80 2,37 - 696.352,46
20. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   896.799,04 2,52 132.030,05
21. Weitere Erträge   57.984,16 0,16 11.800,00
22. Aufwand Gewinnabführungsvertrag   - 3.037,11 0,01 - 3.417,82
(davon verb. Unternehmen 3.037,11 EUR/Vorjahr 10.605,66 EUR)        
23. Außerordentliches Ergebnis   54.947,05 0,15 8.382,18
24. Jahresüberschuss   951.746,09 2,68 140.412,23
25. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr Verlustvortrag aus dem Vorjahr   412,23 0,00 0,00
26. Bilanzgewinn   952.158,32 2,68 140.412,23

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

der RENAFAN Aktiengesellschaft, Berlin

I. Wirtschaftsbericht

Geschäftsjahr 2009 im Überblick

Die RENAFAN AG betreute im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.800 Patienten und konnte einen Umsatz i.H.v. TEUR 34.225 (Vj. TEUR 29.597) erzielen.

Die Umsatzsteigerung spiegelt die beginnend seit 2006 erfolgreiche bundesweite Erweiterung des Serviceangebotes der RENAFAN AG und die erfolgreiche Integration der seit dieser Zeit erworbenen Pflegedienste wider. 2009 wurde die Kunden- und Mitarbeiterbasis im Geschäftsbereich RENAFAN Ambulanten Bereich in Hamburg und München durch drei Zukäufe erweitert.

Ausgehend von dem wachsenden Bedarf in der vollstationären Pflege wurde in 2008/2009 die Grundlage gelegt, durch den Abschluss von Mietverträgen sich weitere Standorte im Bereich des ServiceLebens zu sichern. In 2009 wurden das ServiceLeben LudwigPark in Berlin-Buch sowie in Magdeburg das ServiceLeben Elbinsel eröffnet. Für 2010/2011 sind die Eröffnungen an den Standorten Isernhagen bei Hannover, Rostock und Brandenburg vertraglich gesichert.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenbesonderheiten

Die gesamtwirtschaftliche Situation war 2009 geprägt von der stärksten Rezession seit dem Ende des zweiten Weltkrieges. In nahezu allen Bereichen des wirtschaftlichen Lebens verschlechterte sich infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise die Nachfragesituation.

Ab dem III. Quartal 2009 mehrten sich die Anzeichen für eine Überwindung der Rezession. Die konzertierten Maßnahmen insbesondere die Konjunkturpakete vieler Staaten erzeugten eine sich belebende Nachfrage und ermöglichte Investitionen in weiten Teilen der Wirtschaft. Im Ergebnis erhielt der für Deutschland sehr wichtige Bereich des Außenhandels Wachstumsimpulse.

Wie in den Vorjahren konnte sich die Gesundheitswirtschaft aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland sowie des medizinischen Fortschritts von dieser gesamtwirtschaftlichen Situation nahezu abkoppeln und seine Konjunkturunabhängigkeit erneut unter Beweis stellen.

In der Gesundheitswirtschaft arbeiten derzeit 4,6 Millionen Menschen, das sind 11,5 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland. Mit über 260 Milliarden Euro Umsatz stellt die Branche einen der wichtigsten Wirtschaftssektoren dar.

Die Nachfrage nach stationärer und ambulanter Pflege steigt demografisch bedingt kontinuierlich an. Ausgehend von aktuell 2,25 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland wird bis zum Jahr 2030 eine Größenordnung zwischen 3,0 und 3,4 Millionen Pflegebedürftigen erwartet.

Die Eckdaten der aktuellen Pflegestatistik dokumentieren die Verteilung auf die unterschiedlichen Bereiche. So werden 504.000 ambulante Patienten von 236.000 Beschäftigten der Pflegedienste und 709.000 Patienten durch 574.000 Beschäftigte in 11.000 Pflegeheimen betreut. Über eine Million Pflegebedürftige bezogen ausschließlich Pflegegeld, was bedeutet, sie wurden in der Regel zu Hause allein durch Angehörige gepflegt.

Bis zum Jahre 2030 wird neben dem absoluten Anstieg der Pflegebedürftigen der relative Anteil der Hochbetagten zunehmen. Heute leben zehnmal soviel Neunzigjährige unter uns wie im Jahre 1950. Eine wesentliche Ursache für die Zunahme des Anteils älterer Menschen ist die steigende Lebenserwartung durch den medizinischen Fortschritt, die Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse.

Die Lebenserwartung einer Frau liegt heute bei 78,7 Jahren, für Männer liegt sie bei 72,6 Jahren. Älterwerden heute und morgen heißt aber nicht nur eine Erhöhung der durchschnittlichen Lebenserwartung - es bedeutet, dass viele Menschen, insbesondere Frauen, die letzten Jahre ihres Lebens ohne Partner verbringen müssen. Von den 75-Jährigen lebt jeder Zweite allein, bei den 65- bis 74-Jährigen jeder Vierte.

In der Diskussion um Vereinbarkeit von Familie und Beruf stand lange Zeit die Kinderbetreuung im Vordergrund. Angesichts der älter werdenden Gesellschaft gewinnt die Vereinbarkeitsfrage für Beschäftigte mit Pflegeaufgaben wirtschaftlich, sozialpolitisch und gesellschaftlich zunehmend an Bedeutung.

Gleichzeitig wird ein abnehmendes familiäres (Frauen-) Pflegepotenzial prognostiziert. Ursachen dafür sind, neben dem demografischen Wandel und der zunehmenden gesellschaftlichen Individualisierung, vor allem der Wunsch bzw. die existentielle Notwendigkeit vieler Frauen ihre Erwerbstätigkeit beizubehalten.

Das wachsende Marktvolumen wird - aufgrund eines weiter zunehmenden Kosten- und Leistungsdrucks - gleichzeitig ein starker Privatisierungs- und Konzentrationsprozess begleiten. Insbesondere im Bereich der Pflegeheimbetreiber wird der heutige Anteil der Privatanbieter von 35 % bis 2020 auf 50 % steigen. Die privat zu finanzierenden Investitionserfordernisse in die nachgefragte Einrichtungs- und Ausstattungsqualität sowie in notwendige Steuerungssysteme, um u.a. bestmöglichen Einsatz der begrenzten Ressource, den qualifizierten Pflegekräften, sicher zu stellen, sind hierbei ein wesentlicher Treiber.

Darstellung der Lage der Gesellschaft

Die Umsatzsteigerungen auf TEUR 34.225 (+ 15,6 %) wurden durch organisches Wachstum i.H.v. TEUR 4.352 sowie in Folge der Akquisitionen i.H.v. TEUR 276 erreicht.

Die Personalkosten konnten durch den Ausbau der Bereiche der Intensivpflege sowie des Servicelebens um 1,6 % auf 67,1 % der Gesamtkosten reduziert werden. Der Abschluss der Openingphasen in den ServiceLeben in Berlin-Buch "LudwigPark" und Magdeburg "Elbinsel" in 2010 werden diese Entwicklung weiterführen.

Die Zahl der Mitarbeiter ist durch Wachstum und Akquisitionen in 2009 weiter gestiegen. Waren zum 31.12.2007 noch 1.043 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt, so waren es zum 31.12.2009 bereits 1.174 in der RENAFAN AG bzw. innerhalb RENAFAN Group 1.945 (davon 760 in gGIS mbH und 11 in der RENAFAN Dienstleistungen GmbH).

In 2009 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um TEUR 463 erhöhtes EBITDA i.H.v. TEUR 3.157 ausgewiesen.

Das Geschäftsjahr schließt insgesamt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 952 ab.

Der Jahresüberschuss spiegelt im Wesentlichen die Erhöhung des operativen Ergebnisses (+ TEUR 463), die reduzierten Abschreibungen auf erworbene Praxis- und Firmenwerte i.H.v. TEUR 962 (Vj. TEUR 1.241) sowie die erhöhten Finanzaufwendungen im Zusammenhang mit den Akquisitionen TEUR 903 (Vj. TEUR 765) wider.

Die Investitionen in das Anlagevermögen haben sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert, da das organische Wachstum im Bereich der vollstationären Pflege im Vordergrund stand. In 2009 wurden TEUR 407 für den Erwerb von Unternehmen in Form von Assets investiert.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 7.642, das entspricht einem Anteil in Höhe von 35,3 % (Vj. TEUR 6.690 bzw. 32,6 %).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich in Folge der laufenden Tilgungen im Jahr 2009 auf TEUR 7.598 (Vj. TEUR 7.882).

II. Bestehende Zweigniederlassungen

Standorte bestehen in München, Hannover, Hamburg, Bremen, Wedel, Ulm und Magdeburg.

III. Abhängigkeitsbericht

Die RENAFAN AG wurde während des Geschäftsjahrs 2009 unmittelbar von Herrn Shaodong Fan beherrscht. Ein Beherrschungsvertrag bestand in diesem Zeitraum nicht. Aufgrund dessen hat der Vorstand der RENAFAN AG gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Einziges verbundenes Unternehmen ist dabei die ASIA HBB Consulting GmbH & Co. Betriebs-KG, Berlin.

Am Schluss dieses Berichts hat der Vorstand der RENAFAN AG die folgende Erklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG abgegeben:

"Der Vorstand erklärt, dass die RENAFAN AG, Berlin, bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte nach den Umständen, die ihm zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 nicht vorgelegen."

IV. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Wirtschaftsjahres sind nicht eingetreten.

V. Risiko- und Prognosebericht

Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung, Risikomanagementziele und -methoden

Seit dem Bilanzstichtag haben sich die geschäftlichen Aktivitäten erfolgreich weiterentwickelt. Insbesondere konnten mit Kostenträgern weitere Versorgungsverträge sowie Kooperationsverträge vor allem im Bereich des ServiceLebens und des Betreuten Wohnens Intensiv abgeschlossen werden, die ein weiteres Wachstum ermöglichen.

Erhebliche, das Unternehmen oder den weiteren Geschäftsverlauf gefährdende innere oder äußere Einflüsse und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben, bestehen nicht.

Mit den geschaffenen Instrumentarien der Prozesssteuerung und des Qualitätsmanagements, insbesondere des Monats- und Quartalsreportings, können Ansätze von tendenziellen Fehlentwicklungen umgehend identifiziert und korrigiert werden. Mit einem flexibel aufgestellten und vielschichtigen Leistungsangebot kann die RENAFAN AG kurzfristig und professionell auf Anforderungen und Entwicklungen des Gesundheitsmarktes reagieren.

Im Bereich der Fachkräfte und hier besonders auf der leitenden Ebene gibt es ein Personalbeschaffungsrisiko in der Gesundheitsbranche. Der RENAFAN AG ist es gelungen, entsprechende Mitarbeiter in der Vergangenheit zu rekrutieren bzw. über eine eigene Aus- und Weiterbildung über die Akademie der RENAFAN AG zu entwickeln und an das Unternehmen zu binden. Im Rahmen von Traineeprogrammen sowie dem anschließenden Einsatz unterstützt neben der Akademie, die einzelnen Stabstellen, die Geschäftsbereiche sowie der Vorstand die Entwicklung der Mitarbeiter.

Das Zinsrisiko wird mit Unterstützung der Kreditinstitute durch Einsatz von Zinssicherungsinstrumenten sowie die Vereinbarung von festen Zins- und Tilgungsstrukturen reduziert.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft alle Haftungsrisiken ausreichend versichert.

Voraussichtliche Entwicklung

Die RENAFAN AG setzt wie in den Vorjahren auf die ganzheitliche bewährte und optimale Strategie, Pflege mit einem maximalen Grad an Selbstbestimmung durch den Kunden und unter Einbindung der Angehörigen im ambulanten sowie im stationären Bereich zu gewährleisten.

Qualität und Wirtschaftlichkeit bilden die Präambel und die Basis unseres Handelns. Durch die ständige Weiterentwicklung unseres Wissens- und Kundenmanagements, dem Bereich der Personalentwicklung und insbesondere der konsequenten Führungskräfteentwicklung gelingt es uns, Unternehmensstrukturen, Transparenz und Offenheit sowie im Ergebnis eine Innovationskraft der RENAFAN Group im Interesse unserer Kunden, d.h. den Patienten, Kostenträger sowie Zulieferer, zu erreichen.

RENAFAN steht als Anbieter pflegerischer Leistungen im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Hier agieren wir aktiv, um unser Profil in der Öffentlichkeit mitzugestalten. Der beständige Input aus der Praxis ist eine wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens RENAFAN und Garant für eine intelligente Pflege.

Kaum ein anderes Berufsbild hat sich im vergangenen Jahrzehnt so stark verändert wie die Pflege: DRGs, Dokumentationspflichten und ein explosives Wachstum bestimmter Krankheitsbilder, wie etwa der Demenz, erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Pflegekonzepte im Sinne der Patienten.

Die RENAFAN Akademie bietet eine solide Grundlage zur Sicherstellung des Anspruchs auf umfassenden Wissenstransfer. Sie plant, konzipiert und führt Fort- und Weiterbildungen für alle an der Pflege beteiligten Menschen durch. Darüber hinaus bietet sie Fachvorträge zu speziellen Themen an, die einen Austausch verschiedenster Fachdisziplinen anregt und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten ermöglicht.

Die Grundpfeiler unserer stetigen Unternehmensführung sind effizientes Wirtschaften und gesellschaftlich orientiertes Handeln.

Ziel der zukünftigen Unternehmensentwicklung der RENAFAN Group ist es, weiterhin regional und überregional zu wachsen, wobei der Schwerpunkt im Bereich der Intensivpflege sowie der stationären Einrichtungen liegt.

Im Oktober 2010 startet in Isernhagen das Projekt ServiceLeben Isernhagen.

Vor 5 Jahren feierte das Unternehmen RENAFAN zehnjähriges Bestehen. Unser Motto zum damaligen Ereignis lautete: "RENAFAN ist da". Dieser Slogan gilt ein halbes Jahrzehnt später mehr denn je. Unser Firmenjubiläum - 15 Jahre RENAFAN - ist für uns ein besonderes Ereignis in 2010.

Die Fähigkeit zu Innovationen und Investitionen tragen unsere langfristig orientierte Unternehmensstrategie.

Als erfahrener und zuverlässiger Dienstleister im Pflegebereich bieten wir Kostenträgern, Kliniken und nachsorgenden Organisationen an, sie bei der Erfüllung ihres Versorgungsauftrages zu unterstützen. Unser Angebot ist eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige und bezahlbare Versorgung.

 

Berlin, 31. Mai 2010

gez. Der Vorstand der RENAFAN AG

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RENAFAN AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Zudem haben wir für die zusätzlich nach der Pflegebuchführungsverordnung erstellte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die als Anlagen dem Anhang beigefügt sind, die Einhaltung der Pflegebuchführungsverordnung geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die zusätzlich nach der Pflegebuchführungsverordnung erstellte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die als Anlagen dem Anhang beigefügt sind, entsprechen den Vorschriften der Pflegebuchführungsverordnung und sind zutreffend aus dem handelsrechtlichen Jahresabschluss von der Gesellschaft entwickelt worden."

 

Berlin, 22. Juni 2010

GKT Industrie- und Handelstreuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Gunter Franzke, Wirtschaftsprüfer

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