Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 232181
Vorher
Blitz 17-64 GmbH
Eingetragen
21.3.2017
Branche
Herstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Systemen zur additiven Fertigung drei dimensionaler Werkstücke.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Bauer
seit 3.1.2024
Prokura
Martin Bullemer
seit 31.5.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EOS Holding AG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EOS Holding Aktiengesellschaft

Krailling

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022

Inhalt

1 Grundlagen des Unternehmens

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Wirtschaftliches Umfeld

2.1.2 Markt und Kunde

2.1.3 Wettbewerber

2.1.4 Forschung und Entwicklung

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Ertragslage

2.2.2 Vermögens- und Finanzlage

2.2.3 Gesamtfazit

2.3 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

3 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognose

3.2 Risikobericht

3.2.1 Markt und Wettbewerb

3.2.2 Lieferantenbeziehungen und Fertigung

3.2.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

3.2.4 COVID-19-Pandemie

3.2.5 Personal und Organisation

3.2.6 Technologiegetriebene Risiken

3.3 Chancenbericht

3.3.1 Markt und Wettbewerb

3.3.2 Chancen aus neuen Partnerschaften

3.3.3 Technologiegetriebene Chancen

1 Grundlagen des Unternehmens

Zur EOS GROUP gehören die EOS GmbH mit ihren Tochtergesellschaften und die Schwestergesellschaften AMCM GmbH, AM Metals GmbH, Metalpine GmbH, m4p GmbH und Kunststoff Vertrieb Dr. Schiffers GmbH u. Co. KG.

Die Kunden von EOS kommen aus den unterschiedlichsten Branchen wie z.B. Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Automobil, Werkzeugbau, Lifestyle-Produkte und Prototypenbau.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Wirtschaftliches Umfeld

Generell wird die deutsche Wirtschaft von der krisenhaften Zuspitzung auf den Gasmärkten schwer belastet. Die Entwicklung der Gaspreise führen zu einem erheblichen Anstieg der Energiekosten und damit zu einer Rekordinflation einhergehend mit einem gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftentzug. Zudem hat sich die deutsche Wirtschaft noch nicht vollständig von der Coronakrise erholt. Die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts für 2022 wird vom ifo Institut mit 1,4% prognostiziert (zum Vergleich 2021: 2,6%). (Quelle: ifo Schnelldienst 10/2022 | Publikationen | ifo Institut)

Die generellen Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich bereits im ersten Halbjahr spürbar eingetrübt: die noch anhaltende Corona-Krise und die damit einhergehende strikte No-Covid-Politik in China führte bereits im Jahr 2021 zu einer angespannten Liefersituation weltweit. Der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat generell dazu geführt, dass Lieferengpässe weiter zugenommen haben. Als Folge der überlappenden Krisen wurde die ohnehin bereits kräftige Inflation weltweit verstärkt. Als Reaktion auf den hohen Inflationsdruck hat die Zinspolitik der Notenbanken sich verschärft und die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich generell verschlechtert.

Im zweiten Halbjahr haben sich die wirtschaftlichen Perspektiven durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, Preissteigerungen, Leitzinserhöhungen und die wirtschaftliche Schwäche in China weiter eingetrübt. Infolge des Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine ist die EU-Wirtschaft von einer Energiekrise bedroht. Neben der Sorge eines generellen Versorgungsengpasses und der daraus resultierenden möglichen Produktionsausfälle setzen auch die enorm gestiegenen Energiekosten viele Unternehmen unter Druck. Auch die privaten Haushalte reduzieren weiterhin aufgrund der hohen Energiekosten sowie der Inflation ihre Kaufkraft. Vor diesem Hintergrund geht zum derzeitigen Zeitpunkt das ifo Institut von einer Stagnation der deutschen Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2022 und einem Schrumpfen um ca. 0,2% bzw. 0,4% im vierten Quartal 2022 aus. (Quelle: ifo Konjunkturprognose Herbst 2022: Inflation würgt privaten Konsum ab - deutsche Konjunktur vor hartem Winter | Fakten | ifo Institut).

2.1.2 Markt und Kunde

Als System- und Werkstofflieferant hat EOS im Bereich Prototypenbau begonnen und ist seit seiner Gründung in diesem Markt gewachsen. Seit einigen Jahren verfolgt EOS das Ziel, die additive Fertigung in verschiedensten Industrien als Produktionsverfahren für Serienbauteile zu etablieren. Zur Erreichung dieses Ziels werden Anforderungen verschiedener Märkte aufgenommen und das EOS Produkt- und Leistungsportfolio entsprechend angepasst. EOS fokussiert sich dabei auf folgende Märkte:

"Air + Space Enablement": Luft- und Raumfahrt (Flugzeugantriebe / Raketenantriebe / Flugzeuge / Satelliten)

"Humaneering": Medizintechnik (Implantate / medizinische Geräte und Instrumente) und Anwendungen in der Konsumgüterindustrie

"Efficient Energy + Advanced Production": Industrielle Anwendungen (Energiewirtschaft / Öl & Gas / Halbleiter) und Werkzeug- und Formenbau (Reifenformen / Druckgussformen)

"Advanced Mobility": Anwendungen im Automobilmarkt

In diesen Märkten verfügt EOS über eine starke, globale Kundenbasis. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor in Nordamerika und Europa, signifikante Wachstumsraten sind in den nächsten Jahren jedoch auch in Asien und dem Mittleren Osten zu erwarten.

Einen besonderen strategischen Fokus legt EOS auf die Medizin- sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie. Dies liegt zum einen an den hohen Anforderungen, die diese Industrien an die Qualität und Produktivität der Systeme stellen, zum anderen an den bereits erfolgreich realisierten Produktionslösungen. So setzt beispielsweise die Luftfahrtbranche zur Serienproduktion von Turbinenbauteilen oder strukturellen Flugzeugkomponenten auf die Technologie von EOS. Auch in der Raumfahrtindustrie konnte EOS sich zu einem führenden Spieler entwickeln und bedient namenhafte Kunden weltweit, insbesondere in Nordamerika. Hierfür wurden in den letzten Jahren von namenhaften OEMs hohe Summen in die Qualifikation der EOS Systeme für Produktionszwecke investiert.

Im Bereich industrieller Anwendungen konnte EOS sich darüber hinaus erfolgreich im Bau und der Reparatur von Komponenten für Gasturbinen für Kraftwerke etablieren.

Daneben bietet auch der Automobilmarkt mit seinen vielfältigen Anwendungen und seiner Bedeutung für die deutsche Wirtschaft ein großes Potential für EOS. Aufgrund der sehr hohen Anforderungen dieser Branche in Bezug auf Qualität, Prozessstabilität und Teilekosten konnten bisher hauptsächlich Prototyping-Anwendungen und Kleinstserien erschlossen werden.

EOS positioniert sich im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern als Lösungsanbieter mit dem Ziel, Kunden anwendungsspezifische additive Fertigungslösungen anzubieten. EOS bringt dafür in allen relevanten Technologiefeldern eine hohe Expertise mit:

Systementwicklung, -montage und Qualitätssicherung

Werkstoffentwicklung und -qualifizierung

Software- und Prozessentwicklung

Hardwarenahe Services sowie zusätzliche Beratungsleistungen, etwa über die Beratungssparte Additive Minds

Diese Lösungen wurden in den vergangenen Geschäftsjahren systematisch um verschiedene Einheiten und Tochterfirmen ergänzt. Diese ermöglichen es EOS nicht nur, Standardlösungen anzubieten, sondern auch wichtige Teile des eigenen Angebotsportfolios individuell auf Kundenbedürfnisse zuzuschneiden.

Generell kommt Partnerschaften mit anderen Unternehmen eine zunehmend wichtige strategische Bedeutung zu, mit dem Ziel, den Kunden ganzheitliche Lösungen anbieten zu können.

2.1.3 Wettbewerber

Das Berichtsjahr war im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung erneut geprägt durch die zunehmenden Aktivitäten industrieller Wettbewerber mit hoher Investitionsbereitschaft (z.B. GE, HP und Trumpf) und dem Eintritt kleinerer Start-ups mit neuen, teilweise noch nicht validierten Leistungsversprechen. Zudem ist eine weiterhin zunehmende Nutzung der additiven Fertigungstechnologien bei großen Service-Providern und industriellen Kunden in der Vorserien- und Serienfertigung zu beobachten. Diese Kunden suchen nach industrietauglichen Lösungen, die ihre Produktionsansprüche im Hinblick auf Produkt- und Serviceleistungen erfüllen können. Durch eine klare Positionierung im hochqualitativen und industriellen Segment kann sich EOS hier von seinen Wettbewerbern weiterhin absetzen.

Trotz des erstarkenden Wettbewerbs konnte EOS im letzten Jahr im Vergleich zum Wettbewerb eine hohe Anzahl an Metall-Systemen verkaufen und seine installierte Basis deutlich vergrößern. Im Vergleich dazu konkurriert EOS mit seiner Kunststofftechnologie mit einer größeren Anzahl an neuen Wettbewerbern. Dies liegt vor allem an den vielfältigen verfügbaren Technologien in diesem Umfeld, wie etwa FDM (Fused Deposition Modelling) und SLA (Stereolithographie). Beide werden neben dem von EOS angebotenen Pulver-basierten Verfahren zur additiven Verarbeitung von Kunststoffen (Fachbegriff: Laser Sintern) genutzt.

In den kommenden Jahren werden zusätzlich weitere bereits mit einer Kunststofftechnologie etablierte Firmen mit neuen Technologien für die metall-basierte Additive Fertigung in den Markt eintreten und versuchen, ihre neuen Technologien zu etablieren. Zusätzlich investieren Anwender der Technologie verstärkt in Wettbewerber oder Zulieferer von Lösungsanbietern wie EOS.

Das anhaltend große Interesse von Unternehmen und Investoren, in den Markt der Additiven Fertigung zu investieren, untermauert den Glauben an den Erfolg der Branche insgesamt. Daher ist zu erwarten, dass sich in den kommenden Jahren der Wettbewerb weiter verstärken wird. Dies hat aber auch einen positiven Effekt - es führt zu einer erhöhten Akzeptanz der Technologie in der Serienfertigung. Damit werden sich der Gesamtmarkt und das für EOS adressierbare Marktpotential weiter vergrößern.

2.1.4 Forschung und Entwicklung

Das von EOS angebotene Additive Fertigungsverfahren ist eine nach wie vor vergleichsweise junge Technologie, die sich entsprechend dynamisch entwickelt. Das erklärte Ziel von EOS ist es, diese als ein etabliertes Serienfertigungsverfahren zu implementieren. Um dies zu erreichen werden Innovationen und Entwicklungen bei EOS sehr kunden- und anwendungsfokussiert vorangetrieben. Eine sehr enge Verbindung mit Kunden hilft zielgerichtet und schnell zu entwickeln. Dazu bedarf es kontinuierlich Innovationen bei Systemen, Peripherie, Prozessen, Werkstoffen und Software-, sowohl für Metall-, als auch für Kunststoffanwendungen.

In den vergangenen Jahren wurden einige aus EOS-Sicht bahnbrechende Innovationen dem Metall AM Markt vorgestellt. Hierzu gehören beispielsweise eine "Big Spot" und "Beam Shaping" Technologie, ein System mit formbaren und bis zu 1mm Spotdurchmesser, die zur signifikanten Steigerung der Produktivität in Metallprozessen beiträgt. Das Big Spot Thema wurde in den vergangenen Monaten intensiv mit Kunden weltweit verprobt. Die Ergebnisse bestätigen die Erwartungen einer signifikanten Produktivitätssteigerung. Mehrere Kunden haben deshalb bereits Versuchsanlagen erworben. Das Thema "Beam Shaping" ist Inhalt eines großen europäischen Forschungsvorhabens, in dem EOS gemeinsam mit der TU München und mehreren europäischen Anwendern die Technologie verprobt.

Weiterhin wurden auf der Metallseite bei den Serienprodukten weitere Verbesserungen an der M400-4 vorgenommen. Fokus waren die generelle Stabilität, Benutzerfreundlichkeit und Automatisierung sowie insbesondere das Thema Herstellungskosten. Mit Hilfe eines neu entwickelten Partikelabscheiders können nun für nicht reaktive Metallpulver Pulververluste um bis zu 85% reduziert werden. Dies ist ein massiver Kostenvorteil für Kunden, dient aber auch der Nachhaltigkeit.

Die M300-4 wurde bereits an mehrere Kunden verkauft und ausgeliefert. Die Kunden haben sehr positives Feedback gegeben, Zuverlässigkeit und Stabilität der Maschine übertreffen den bisherigen Status quo in der Additiven Fertigung deutlich. Dies wurde untermauert durch eine deutlich intensivere Produkt-Testreihe. Hinzu kommt auch ein weiterer Ausbau der Automatisierung und Integrationsfähigkeit in die Produktionsumgebung. Weiterhin wurde eine Setup Station für die M300-4 entwickelt, die eine Automatisierung des Prozesses ermöglicht und mit der unter Schutzgasatmosphäre materialschonend Baujobs entpackt werden können. Diese Entwicklung wird im kommenden Geschäftsjahr zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung der M300-4 führen.

Auf der Kunststoffseite hat EOS mehrere zukunftsweisende Technologien im Feld verprobt.

Die FDR (Fine Detail Resolution) -Technologie auf Basis der P110 und der P500 konnte bei ausgewählten Industriekunden verschiedener Größe im ersten Serienproduktionseinsatz ihr großes Potential für die Fertigung sehr fein aufgelöster, hochfester Kunststoffteile unter Beweis stellen. Die P110 FDR hat inzwischen Serienfreigabe erhalten und ist für den breiten Kundeneinsatz erhältlich.

Neben seinem Systemportfolio bietet EOS auch ein umfangreiches Werkstoffportfolio auf der Metall- wie auch auf der Kunststoffseite sowie die dazugehörigen, validierten Prozesse an. Letztere erlauben dem Kunden einen schnellen Fertigungseinstieg basierend auf der umfangreichen Material- und Prozessdatengrundlage, die EOS über die Jahre aufgebaut hat.

Auf der Metallseite wurden zahlreiche neue Prozessprodukte mit einem Fokus auf Erhöhung der Produktivität und Senkung der Stückkosten für bestehende Werkstoffe, sowie mehrere neue Werkstoffe im Kundenauftrag eingeführt. Ebenso wurde eine neue Produktlinie entwickelt, welche im Laufe des nächsten Jahres weltweit ausgerollt werden soll und welche Stückkostenreduktionen (auch für bereits im Markt installierte Systeme) im zweistelligen Prozentbereich ermöglicht. Diese wird durch ein komplett überarbeitetes Pulverdesign ermöglicht, welche die Wettbewerbsposition von EOS durch Kosten- und Produktivitätsvorteile aber auch durch höhere Hürden für Nachahmbarkeit spürbar stärken kann. Ebenfalls initiiert wurden mehrere Projekte zur Einführung von Pulverprodukten auf Recyclingbasis, sowie ein Projekt gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Institut zur Modellierung und Quantifizierung der CO 2 Quellen im Produktionsprozess von Laser-Sinter Pulvern. Die Einführung erster Werkstoffe mit reduziertem CO 2 -Fußabdruck ist für das kommende Kalenderjahr vorgesehen. Zur Sicherung der Lieferkette und Profitabilität, insbesondere bezüglich hochwertiger Titanwerkstoffe, wurde im letzten Jahr eine Minderheitsbeteiligung an einem Jungunternehmen mit eigener Pulverproduktionstechnologie getätigt. Dieses Unternehmen wurde bereits für einige andere Werkstoffe als Lieferant qualifiziert, der Hochlauf der dedizierten Titanpulverproduktionsanlage und infolgedessen die Qualifizierung als Lieferant für EOS ist für das folgende Kalenderjahr geplant.

Auf der Kunststoff-Materialseite wurden zwei Fokuspunkte verfolgt: Nachhaltigere Materialien und die Heraushebung von applikationsspezifischen Vorteilen der Materialien. Im Rahmen der nachhaltigen Materialien wird an Polymerwerkstoffen gearbeitet, welche eine verlustfreie und CO 2 arme Produktion von Plastikbauteilen ermöglichen. Resultat dieser Arbeit ist unter anderem der erste CO 2 neutrale AM Werkstoff. Zusätzlich werden Recyclingmöglichkeiten für unvermeidbare Nebenprodukte getestet und über entsprechende Partnerschaften für Kunden verfügbar gemacht.

Im Fokus der anwendungsspezifischen Vorteile der EOS-Materialien stand die unter dem Begriff "digital foam" vermarktete Ausnutzung der Designmöglichkeiten des 3D Drucks mit flexiblen Werkstoffen. EOS hat hierzu mit ausgewählten Kunden optimierte Verarbeitungsparameter für EOS-Systeme mit dem eigenen Thermoplastischen Polyurethan (TPU) entwickelt. Die daraus generierten Daten sind die Grundlage für erste Schritte hin zu einer Eigenschaftssimulation unterschiedlicher Strukturen für EOS-Materialien.

Die EOS-Software-Produkt Entwicklung konnte erste Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge von Kunden im Bereich Belichtungsprozess Pulsed Laser (für sehr feine Strukturen) und Load Balancing (Effizienzsteigerung) auf den Multi Laser Systemen als Updates in die Produkte einbringen.

Mit der Funktionalität "SMART Fusion", die schichtweise eine Auswertung des OT Monitoring Systems zur Regelung des Energieeintrags verwendet, konnte eine weitere wichtige Innovation bei Pilotkunden verprobt werden. Dies ermöglicht eine deutliche Reduktion der nötigen Support Strukturen und eine Erweiterung des möglichen Teilespektrums.

Im Bereich Monitoring und Analyse wurden Fortschritte im Bereich Entscheidungsbaumanalysen gemacht, sowie Machbarkeitsstudien zum Einsatz von KI basierten Analysen entwickelt. Für Automatisierung und Integration wurden konsequent die Softwareschnittstellen und EOSCONNECT Produkte erweitert und mit der internen EOS-Produktion am Fertigungsstandort Maisach und mit Schlüsselkunden implementiert, die einen durchgängigen Arbeitsfluss von der Geometrie bis zum fertig gedruckten Teil ermöglichen (Digitale Zelle / Fabrik). Für die verbesserte Zusammenarbeit mit Partnern, die die EOS-Produkte mittels API-Schnittstellen in ihre Lösungen integrieren, wurde das EOS Developer Network ausgebaut. Es konnten zahlreiche neue Kunden und Partner hierfür gewonnen werden.

Das EOSCONNECT Portfolio konnte um eine auf Microsoft Azure basierte Cloud-Lösung erweitert werden, die es ermöglicht in direkter Verbindung zu den Maschinen kontinuierlich deren Daten einzusammeln. Dies bildet die Basis, um in naher Zukunft darauf basierende Anwendungen, z.B. im Bereich nutzungsbasierte oder vorausschauende Wartung, zu entwickeln. Auch die Umsetzung alternativer Geschäftsmodelle, wie z.B. nutzungsbasierte Abrechnung, werden dadurch erleichtert.

Neben der Produktentwicklung betreibt EOS gemeinsam mit Partnern aus dem akademischen und industriellen Umfeld auch Forschungsprojekte. EOS ist aktuell in ca. 30 Projekte mit Förderhintergrund eingebunden. In diesen Projekten kooperiert EOS gesamt mit vielen Partnern aus Forschung, Industrie und Anwendung.

All diese Projekte haben zum Ziel, die Industriefähigkeit der Technologie zu verbessern - über Materialcharakterisierung, Prozessüberwachung, System- und Softwareschnittstellen, Automatisierung und Digitalisierung der Prozessketten, etc. Weitere Forschungsaktivitäten befassen sich mit neuen Werkstoffen und neuartigen AM-Prozesskonzepten sowie medizinischen Anwendungen.

2.2 Geschäftsverlauf

Mit EUR 384,0 Mio. lag der Auftragseingang um ca. EUR 2 Mio. über Plan und um EUR 58,6 Mio. über dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr bei EUR 360,3 Mio. (im Vorjahr EUR 318,6 Mio.) und das EBIT lag bei EUR -23,2 Mio. (im Vorjahr EUR -17,0 Mio.).

Die Erwartungen des Managements an den Verlauf des Geschäftsjahres wurden nahezu erfüllt. Lediglich die in einigen Märkten der Region APAC wie bspw. China stärker anhaltenden Beschränkungen durch COVID-19 sowie die infolge des Krieges Russlands gegen die Ukraine getroffene Entscheidung, sich mit sofortiger Wirkung aus dem russischen Markt zurückzuziehen, führten dazu, dass der Plan für Umsatz und Ergebnis nicht gänzlich erfüllt werden konnte.

2.2.1 Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Umsatz um EUR 41,7 Mio. (+13,1%). Bereinigt um Wechselkurseffekte ergibt sich ein Anstieg um 8,4%.

Auf allen regionalen Märkten waren weitere Erholungstendenzen spürbar, nachdem bereits im vergangenen Fiskaljahr ein Aufholeffekt nach dem pandemiebedingten Einbruch mit einhergehender Investitionszurückhaltung und von Produktionsunterbrechungen eingesetzt hatte. Der Auslandsanteil beim Umsatz lag unverändert bei ca. 84%. Sämtliche Vertriebsregionen waren in der Lage ihren Vorjahresumsatz in den fortgeführten Märkten mit zweistelligen Wachstumsraten zu steigern. Die Region APAC konnte erfreulicherweise den Plan übertreffen, dagegen verfehlten Nordamerika und EMEA ihren Plan, letztere vor allem auch begründet über die Aufgabe des Neu- und Bestandsgeschäftes in Russland.

Auch auf der Produktseite konnten alle Bereiche (System-, Werkstoff- und Servicegeschäft) mit zweistelligen Zuwächsen gegenüber dem Vorjahr aufwarten. Im Systemgeschäft konnte der Umsatz um 17% gesteigert werden, das galt sowohl für die klassischen EOS Polymer- und Metallsysteme, also auch für den Geschäftsbereich "customized systems" (AMCM). Aber auch das Pulver- und das Servicegeschäft, die weniger durch die Pandemie getroffen waren, konnten signifikant dazugewinnen - beide konnten um ca. 14% wachsen und damit auch die Planwerte übertreffen.

Der Materialaufwand einschließlich der Bestandsveränderung stieg um EUR 12,5 Mio. auf EUR 142,8 Mio. an. Daraus ergibt sich eine Materialaufwandsquote von 39,6% im Berichtsjahr (-1,3 %-Punkte ggü. Vorjahr). Der leichte Rückgang der Quote ist unter anderem auch auf eine günstige Entwicklung des EUR/US-Dollar-Wechselkurses zurückzuführen. Darüber hinaus führte im Vorjahr eine konservativere Einschätzung der Bestandsreichweiten und der damit verbundenen zusätzlichen Wertberichtigungen und Verschrottungen zu einer erhöhten Kostenbelastung (die um diesen Effekt bereinigte Quote lag damals bei 39,8%). Insgesamt schlug die weltweite Supply-Chain-Krise aber noch nicht signifikant auf die Materialeinstandskosten in diesem Fiskaljahr durch, wenngleich wir vor allem im zweiten Halbjahr mit Preiserhöhungen und Lieferschwierigkeiten auf Seiten unserer Lieferanten konfrontiert waren.

Der Personalaufwand lag mit EUR 125,6 Mio. um 12,7% über dem Vorjahr. Wesentliche Treiber des Anstieges waren zum einen die zum 1.1.2022 weltweit umgesetzte Gehaltserhöhung, zum anderen der Nettoaufbau von Personal und die USD-Kursentwicklung. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr liegt bei 1.409 Mitarbeiter*innen. Am Stichtag beträgt der Personalbestand 1.420 Mitarbeiter*innen.

Die Entwicklungskosten reduzierten sich im Berichtsjahr um EUR 1,8 Mio. auf EUR 65,2 Mio.. Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten gemessen am Umsatz lag im Geschäftsjahr 2021/2022 bei 18,1% (Vorjahr: 21,0%).

Die Vertriebskosten erhöhten sich im Berichtsjahr um EUR 13,4 Mio. auf EUR 68,8 Mio.. Der Anstieg ist wesentlich über die Stärkung der Vertriebsmannschaft in den Regionen als auch über Steigerungen bei den variablen Vertriebskosten wie Messe- und Marketingaufwendungen und Reisekosten zurückzuführen, wo sich zunehmend eine Rückkehr zum Arbeitsmodus von Pre-COVID beobachten lässt.

Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich im Berichtsjahr um EUR 6,0 Mio. auf EUR 46,1 Mio.. Dies ist unter anderem auf den Aufbau von Personal in Headquarter-Funktionen zurückzuführen. Daneben wurde weiter in den Ausbau einer zukunftsfähigen IT-Infrastruktur - bspw. in die Implementierung einer neuen Personalsoftware oder den SAP-Rollout bei AMCM - investiert, wodurch höhere Aufwendungen für Miet- und Leasing von Software sowie höhere Abschreibungen entstanden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sowie Aufwendungen wurden durch die aktuelle Wechselkursentwicklung beeinflusst.

Diese genannten Entwicklungen sowie die erhöhten Aufwendungen aus den in den letzten Geschäftsjahren neu gegründeten Gesellschaften, deren Hauptfokus auf der Weiterentwicklung der bestehenden Systeme und Materialien liegt, führen zu einem EBIT (Earnings Before Interest and Tax), das bei EUR -23,2 Mio. liegt (im Vorjahr EUR -17,0 Mio.).

Das EBITDA (Earnings before Interest and tax, depreciation, and amortisation) beträgt EUR -2,8 Mio. (im Vorjahr EUR 3,8 Mio.).

Der Konzernjahresfehlbetrag liegt bei EUR -29,2 Mio. (im Vorjahr EUR -14,4 Mio.). Die Ertragssteuern weisen einen Steueraufwand in Höhe von EUR 3,4 Mio. (im Vorjahr Ertrag von EUR 5,0 Mio.) aus.

2.2.2 Vermögens- und Finanzlage

Bei einer um EUR 21,9 Mio. höheren Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen (Anlagenquote) auf 23,1% (i.Vj. 29,1%). Absolut ging das Anlagevermögen um EUR 12,4 Mio. zurück (EUR 72,9 Mio., i. Vj. EUR 85,3 Mio. (-14,5%)). Dem Investitionsvolumen in Höhe von EUR 14,3 Mio. stehen Abschreibungen von EUR 20,4 Mio. gegenüber.

Die Erhöhung des Finanzanlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus Konsolidierungsmaßnahmen im laufenden Geschäftsjahr im Zusammenhang mit dem Aufbau der Metalpine GmbH.

Das Vorratsvermögen erhöhte sich um EUR 14,4 Mio. auf EUR 107,2 Mio. bedingt durch die angespannte Marktsituation auf den globalen Zuliefermärkten. Durch die besonders hohen Umsätze im September 2022 sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um EUR 17,7 Mio. auf EUR 89,7 Mio. angestiegen. Insgesamt erhöhte sich das Umlaufvermögen um EUR 33,4 Mio. auf EUR 211,6 Mio. (+ 18,7%) gegenüber dem Vorjahr.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich um EUR 4,3 Mio. auf EUR 3,9 Mio..

Das gezeichnete Kapital erhöhte sich durch die Aufnahme eines neuen Gesellschafters um EUR 3,8 Mio. auf EUR 9,4 Mio. Die Gesellschafter erhöhten die Kapitalrücklage um EUR 31,2 Mio. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 29,2 Mio. führte zu einem Rückgang des Konzernbilanzgewinns. Durch die Wechselkursentwicklung im Geschäftsjahr 2021/2022 erhöhte sich die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung um EUR 3,2 Mio..

Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,3 Mio. auf EUR 29,8 Mio.. Dabei haben sich die Steuerrückstellungen um EUR 0,6 Mio. auf EUR 1,1 Mio. erhöht. Die Personalrückstellungen erhöhten sich um EUR 1,5 Mio. auf EUR 15,7 Mio., unter anderem durch erhöhte Rückstellungen für Abfindungen und Gehaltsfortzahlung von freigestellten Mitarbeiter*innen. Durch die höheren Umsatzerlöse wurden zum einen die ausstehenden Gewährleistungsrückstellungen um EUR 0,8 Mio. auf EUR 1,9 Mio. erhöht zum anderen erhöhten sich die Lizenz- und Kommissionszahlungen um EUR 0,3 Mio. auf EUR 1,9 Mio.. Hieraus resultiert im gleichen Zug das erhöhte Volumen für ausstehende Rechnungen von EUR 0,7 Mio.. Gegenläufig entwickelten sich die Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen (EUR -0,2 Mio.) sowie die restlichen Rückstellungen (EUR -0,4 Mio.).

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtsjahr insgesamt um EUR 3,8 Mio. auf EUR 118,7 Mio. (+ 3,3%). Diese Erhöhung ist zum einen auf den Anstieg der erhaltenen Anzahlungen für zukünftige Aufträge zurückzuführen.

Zum anderen führte die Nachfrage im September zu entsprechend höheren Einkaufsvolumina, welche eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr um EUR 8,0 Mio. auf EUR 22,6 Mio. nach sich zogen. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Wesentlichen durch den Schuldenerlass im Rahmen der Gewährung von Finanzmitteln im Rahmen der Corona-Wirtschaftsprogramme in den USA um EUR 0,5 Mio. auf EUR 18,8 Mio.. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals liegt bei 30,6% (im Vorjahr 25,3%) der Bilanzsumme.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat der Konzern liquide Mittel in Höhe von EUR 24,2 Mio. verbraucht. Die Geldabflüsse für Investitionen reduzierten sich im Berichtsjahr um EUR 10,5 Mio. auf EUR 8,2 Mio.. Im Berichtsjahr hat der Konzern Gesellschaftereinzahlungen von EUR 35,0 Mio. erhalten und Darlehenstilgungen in Höhe von EUR 14,9 Mio. durchgeführt.

Des Weiteren wurden Kontokorrente in Höhe von EUR 10,0 Mio. (im Vorjahr EUR 4,4 Mio.) in Anspruch genommen. Der EOS Konzern hat zum 30.09.2022 eine freie Liquidität in Form von ungezogenen Kontokorrentlinien in Höhe von EUR 37,8 Mio. gehabt. In Summe wurden zum 30.09.2022 Kontokorrentlinien in Höhe von EUR 60,4 Mio. zur Verfügung gestellt.

2.2.3 Gesamtfazit

Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Gesamtumsatz der EOS GROUP im Vergleich zum Vorjahr um rd. 13% und entwickelte sich ganz überwiegend entsprechend den Erwartungen des Vorjahres. Nach dem pandemiebedingten Umsatzrückgang der letzten Jahre hat sich die Weltkonjunktur im Geschäftsjahr 2021/2022 wieder teilweise erholt. Diese gesamtwirtschaftliche Erholung hat sich auch deutlich auf die Umsatzerlöse der EOS ausgewirkt. Die Erholung gegenüber dem Vorjahr war in allen Vertriebsregionen von EOS zu spüren. In der Region EMEA war mit einem Umsatzwachstum von 5 % das geringste Wachstum zu verzeichnen, welches aber durch eine konsequente Unternehmensentscheidung nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine, keinerlei Geschäfte mehr mit Russland zu tätigen, erklärbar ist. Die Region North America konnte, auch aufgrund eines deutlichen Anstiegs der Geschäfte im Bereich Aerospace, die Umsätze um 15 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Die Region APAC hatte mit Abstand das größte Wachstum zu verzeichnen und konnte ihre Umsätze um 41 % steigern.

Zum Umsatzanstieg konnten fast alle Produktbereiche beitragen, wobei der deutlichste Anstieg gegenüber dem Vorjahr im Systemgeschäft zu verzeichnen war. Aber auch die Umsätze im Bereich Pulver/Materialien sowie im Service wurden gegenüber dem Vorjahr, trotz der immer noch pandemiebedingten Einschränkungen deutlich gesteigert. Bedingt durch die o.g. erfreulichen Entwicklungen im Umsatz sowie einer niedrigeren Herstellungskostenquote, konnte das Bruttoergebnis deutlich gesteigert werden und lag annähernd im Rahmen unserer Erwartungen.

Die durch das Management bereits im Vorjahr initiierten Kostensenkungsmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr intensiviert. Aufgrund dieser insgesamt sehr positiven Entwicklungen konnte das operative Ergebnis (EBIT) gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden und liegt bereinigt um Sondereffekte auf den Erwartungen für das Geschäftsjahr.

Für das Geschäftsjahr 2022/23 geht das Management von einer weiteren Erholung der Konjunktur, einem weltweit verbesserten Investitionsklima und damit von einem deutlichen Umsatzwachstum aus. Die EOS GROUP sieht sich durch ein innovatives Produktportfolio weiterhin gut positioniert, um die breitere Nutzung und Serientauglichkeit der additiven Fertigungsverfahren insbesondere bei industriellen Kunden wesentlich voranzutreiben.

2.3 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Neben rein finanziellen Leistungsindikatoren spielen auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren in der Steuerung des Unternehmens eine Rolle, da sie einen wichtigen Einfluss auf die erfolgreiche, nachhaltige Entwicklung der EOS GROUP haben.

Arbeitnehmerbelange

Die in der EOS-Strategie formulierten Ziele lassen sich nur erreichen, wenn EOS weiterhin ein attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitergeber ist, der dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter*innen an sich binden kann. Die Mitarbeiter*innen der EOS GROUP tragen maßgeblich zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung bei. Ihr Fachwissen, ihre Fähigkeiten und ihr Engagement sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe in den relevanten Märkten. Ziel der Personalarbeit ist es, qualifizierte Mitarbeiter*innen zu identifizieren, zu fördern und langfristig an das Unternehmen zu binden. Daher richtet sich die strategische Personalplanung frühzeitig an neuen Anforderungen und Kompetenzen im Zeitalter der Transformation aus.

Im dritten pandemiegeprägten Berichtsjahr setzte das Unternehmen weiterhin auf digitale Lernangebote und Kommunikationsformate, wodurch annähernd 1.300 Mitarbeiter*innen der EOS-Gruppe aktiv eingebunden wurden, was einer Trainingsquote von 91% entspricht.

Compliance & Legal

Ausgehend von einer Unternehmenskultur, welche die grundlegenden Unternehmenswerte in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns stellt, hat die EOS GROUP im Rahmen ihrer Verantwortung eine Compliance Funktion mit Berichtslinie in den Vorstand und Aufsichtsrat der EOS AG etabliert.

Der Chief Compliance Officer (CCO) trägt die Verantwortung für die Entwicklung und Umsetzung eines einheitlichen, globalen und gruppenweiten Compliance-Management-Systems. Die Compliance Funktion wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 konsequent weiterentwickelt und beinhaltet die Teilbereiche Risk (Risikoanalyse und Mitigation), Compliance (Prävention von Korruption, Geldwäsche, Wirtschaftskriminalität und sonstigen Rechtsverstößen), Informationssicherheit und Datenschutz. Lokale Repräsentanten (Local Compliance Representatives) berichten aus den einzelnen Gesellschaften und Regionen fachlich an den Chief Compliance Officer.

Im Berichtszeitraum wurde die Umsetzung von notwendigen Maßnahmen konsequent weitergeführt. Das strukturierte, regelmäßige Risiko-Reporting aus den Regionen wurde um weitere Risikofelder erweitert. Das Informations-Sicherheits-Management-System wurde nach best practice verbessert und eine TISAX-Zertifizierung wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 durchgeführt und erfolgreich bestanden. Im Bereich Compliance wurde ein Projekt zur Sicherstellung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes in Zusammenarbeit mit Global Sustainability umgesetzt, sowie ein Projekt zur Implementierung einer globalen, skalierbaren Whistleblower-Hotline gestartet. Die neue Hotline wird zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 gestartet, um aktuellen gesetzlichen Anforderungen nachzukommen.

Corporate Responsibility

Im Berichtsjahr gab es im Rahmen des Corporate Responsibility Programmes von EOS die nachfolgenden Aktivitäten:

Strategie und Steuerung: Im Berichtsjahr wurden die ersten beiden KPIs der Nachhaltigkeitsstrategie ausgearbeitet. Diese sind im Bereich Diversity, Equity & Inclusion, sowie Reduktion der GHG-Emissionen. Die globale CSR-Strategie wurde überarbeitet mit dem Fokus auf SDG 4 (Quality Education).

Markt und Kunde: Das Pulver-Recyclingprogramm konnte erfolgreich weitergeführt und ausgeweitet werden. Gemeinsam mit ALM wurden Lebenszyklusanalysen für zwei Polymer-Pulver durchgeführt (802-CF und 820-MF). In einem zweiten Schritt wurden die GHG-Emissionen durch den Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem ALM-Gebäude in Temple, USA reduziert und die restlichen Emissionen durch Gold Standard CO 2-Zertifikate ausgeglichen. Damit hat EOS das erste klimaneutrale AM-Pulver auf den Markt gebracht.

Produkte und Prozesse: Der Standort Krailling sowie der Produktionsstandort Maisach sind nach der ISO 14001:2015 zertifiziert. Beide Standorte haben die Rezertifizierung durch ein externes Audit im Oktober 2021 erfolgreich bestanden.

Mitarbeiter*innen: Mobilitätsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie Kurse zum Thema Gesundheit werden jedes Jahr weiter an die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen angepasst und entsprechend ergänzt. Im Berichtszeitraum wurden aufgrund der globalen COVID-19-Pandemie die Möglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice zu arbeiten beibehalten.

Soziale Projekte: Das zentrale Projektteam hat im Berichtsjahr zwei Organisationen unterstützt, die dem Fokus auf SDG 4 (Quality Education) unterstützen. Darüber hinaus haben lokale Projektteams aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedene Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales realisiert. Für beide Bereiche wurde ein zentrales Budget zur Verfügung gestellt. Weiterhin haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in sozialen Projekten engagiert und wurden dafür durch EOS unterstützt.

3 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognose

Verlässliche Absatzprognosen im Marktsegment der Pulverbett-basierten Verfahren sind nicht vorhanden. Die Entwicklung dieses Marktsegmentes wird zum einen wesentlich von der weiteren zeitlichen Erholung der durch die Corona Pandemie betroffenen Industrien, sowie von der weiteren Durchdringung der Technologie im Produktionsumfeld, zum anderen von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und möglichen Rezession aufgrund des Ukrainekriegs abhängig sein. Für das kommende Geschäftsjahr 2022/23 gehen wir davon aus, dass der Markt um ca. 15 % wachsen wird in einem konservativen Szenario.

Für EOS geht das Management im Geschäftsjahr 2022/2023 von einer weiteren deutlichen Erholung des Auftragseingangs und auch der Umsatzerlöse aus. Für die Folgejahre wird ebenfalls ein vergleichbares Umsatzwachstum geplant. Dazu plant EOS bis September 2023 mit einer konstanten Anzahl an Mitarbeiter*innen. Auf der Kostenseite wird EOS einerseits an den initiierten Kostensenkungsmaßnahmen festhalten, andererseits sind unterschiedliche Maßnahmen geplant, die mittelfristig zu einem verbesserten "Go-to market", einer gesteigerten Prozess- und Organisationsexzellenz sowie zu einer weiteren Verbesserung der Produktreife und weiteren Innovationen führen werden. Trotz der dadurch verursachten Aufwendungen wird die Kostenbasis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 stabil bleiben. Mit Blick auf die operativen Kosten des Unternehmens, gehen die Aufwände im Verhältnis zum Umsatz zurück.

Basierend auf o.g. Erwartungen beim Umsatz, einer erwarteten Stabilisierung der Marge sowie den geplanten Maßnahmen auf der Kostenseite geht das Management für das Geschäftsjahr 2022/2023 von einem gestiegenen und positiven operativen EBIT sowie einem gestiegenen operativen Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit aus, exklusive geplanten One-offs für die Transformationsaktivitäten.

Diese Prognosen setzen voraus, dass die Geschäftsrisiken weiterhin beherrschbar bleiben.

Eckwerte unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023:

• Konzernumsatz deutlich über Vorjahresniveau
• EBIT deutlich über Vorjahresniveau
• Mitarbeiter*innen konstante Anzahl an Mitarbeiter*innen
• OCF (Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit) deutlich über Vorjahresniveau (ohne Transformationskosten)

3.2 Risikobericht

Als international agierendes Unternehmen unterliegt EOS entsprechenden Risiken. Die Risikopolitik ist dabei darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Dabei ist das wirtschaftliche Umfeld von EOS durch die zunehmende Globalisierung der Märkte, die politische Unsicherheit, eine Dynamisierung des Wettbewerbs sowie eine wachsende Komplexität geprägt.

Der Konzern geht im Bereich seiner Kernkompetenzen daher bewusst beherrschbare und überschaubare Risiken ein, wenn diesen entsprechende Ertragsaussichten gegenüberstehen. Ziel ist nicht die Vermeidung aller Risiken, sondern deren Identifizierung und Bewertung, und darauf aufbauend die Ableitung und das Nachhalten von Maßnahmen und damit verbunden eine aktive Steuerung des Unternehmens. Die regelmäßige Analyse und Bewertung der Risiken wird durch den Vorstand sichergestellt.

Alle benannten Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements kontinuierlich bewertet und überwacht. Für die bekannten Risiken wurden Maßnahmen getroffen und EOS geht von beherrschbaren Risiken aus. In diesem Zusammenhang sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken.

3.2.1 Markt und Wettbewerb

EOS ist beim Absatz Risiken ausgesetzt, die sich aus einer regionalen Konjunkturentwicklung ergeben können. Soweit vorhersehbar, sind diese in die Planung für das Geschäftsjahr 2022/2023 eingeflossen. Allerdings können sich angesichts einer erhöhten weltpolitischen Instabilität, eines zunehmenden Protektionismus, einer Abschwächung der Weltkonjunktur sowie der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie darüberhinausgehende Risiken ergeben, denen durch regelmäßige Beobachtung dieser Entwicklungen begegnet wird. Auch die Energiekrise durch den Ukrainekrieg, sowie die steigende Inflation stellen Risiken für die Entwicklung der Geschäftszahlen dar. Grundsätzlich ist die Umsatzverteilung nach Regionen weiterhin ausgewogen und beinhaltet eine gute Risikoverteilung.

Substitutionsrisiken im Systembereich entstehen durch konventionelle sowie alternative Technologien und Wettbewerber. Die bereits dargestellte Zunahme an Marktteilnehmern wird sich auch im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen und könnte einen zusätzlichen Margendruck erzeugen. EOS setzt dabei - neben der Innovations- und Qualitätsführerschaft - insbesondere auf die Produktionsreife seiner Technologie und eine entsprechende Ausweitung des Produktportfolios. Dazu werden die EOS-Kernkompetenzen kontinuierlich ausgebaut und geschärft. Zudem werden weitere Kooperationsmöglichkeiten fortwährend evaluiert und bewertet.

Um den bestehenden Substitutionsrisiken im Werkstoffbereich entgegenzuwirken, entwickelt EOS weiterhin neue, attraktive Werkstoffe und treibt zu diesem Zwecke Entwicklungskooperationen verstärkt voran. Des Weiteren wird ein stärkerer strategischer Fokus auf den Verkauf von Werkstoffen an Kunden mit Konkurrenzsystemen forciert, um den adressierbaren Markt zu erweitern.

Dem allgemeinen Wettbewerbsrisiko begegnet die Gesellschaft durch eine fortlaufende Beobachtung des Marktes und der Marktteilnehmer.

EOS ist in geschäftsüblichem Umfang mit patentrechtlichen Aktivitäten von Wettbewerbern und Anwendern konfrontiert.

3.2.2 Lieferantenbeziehungen und Fertigung

Risiken im Bereich der Fertigung und der Supply Chain bestehen für die Gesellschaft insbesondere in der aktuell weiterhin angespannten Marktsituation auf den globalen Zuliefermärkten. Diese Situation kann weiterhin zu verlängerten Lieferzeiten, Rohmaterialpreiserhöhungen und zu sonstigen Versorgungsrisiken bzw. Engpässen führen.

Die durch die COVID-19-Pandemie primär verursachten Auswirkungen sind dabei vielfältig und reichen von Fachkräfteausfall, Chipmangel, Kapazitätsgrenzenerreichung und Allokationsnotwendigkeiten bis hin zu verzögerten Anlieferungen durch Frachterstaus in globalen Häfen. Die Situation hat sich durch die russische Invasion in der Ukraine noch verstärkt. Hierdurch könnten Engpässe in der Energieversorgung (z.B. Gas und Elektrizität) entstehen sowie langanhaltende, erhöhte Energiekosten das Geschäft beeinträchtigen. Geopolitische Spannungen und Veränderungen könnten zudem das Sourcing Set-Up nachhaltig verändern.

Die o.g. Risiken könnten dazu führen, dass EOS-Produkte nicht fertiggestellt und damit nicht bzw. nur verzögert oder nur mit prozessualem Mehraufwand veräußert werden können. Weiterhin besteht das Risiko, dass unvermeidbare, höhere Einkaufspreise zu reduzierten Margen führen, wenn es nicht gelingt, diese Preissteigerungen an die Kunden weiterzureichen.

Diesen Risiken entgegnet EOS durch einen Mix an verschiedenen Maßnahmen (präventiv/reaktiv):

Enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kernlieferanten inkl. frühzeitiger Infoaustausch bei Gefahren/Engpässen/Handlungsnotwendigkeiten

Absicherung durch Verträge

Materialgruppenstrategien inkl. Risikobetrachtung von Lieferanten und Bauteilen

Gezieltere Bauteile-/Lieferantenauswahl

Intensivierung der Cross-funktionalen Zusammenarbeit (z.B. Entwicklung Elektronik) zur Lösungsfindungen aufgrund z.B. kurzfristig nicht verfügbaren Zulieferteilen.

Gezieltes, lokales Einkaufen nahe dem Bedarf

Frühzeitige Beauftragung von Lieferanten (z.B. Langläuferteile)

Schaffung von Transparenz bei Preisanpassungen

Gezielter Aufbau von 2nd Sources wo hilfreich/notwendig

Mittelfristiger Fokus auf mehr Standardisierung, Simplifizierung, Modularisierung & Reifegraderhöhungen

Gezielter, teils geografisch verteilter und sinnvoller Bestandsaufbau und Forcierung des Maketo-Stock Prinzips

Verbesserung der internen Planung (z.B. Sales FC & SC Alignment/SIOP)

Intensives Eskalationsmanagement und Kostensensibilisierung im Unternehmen

Investitionen in Digitalisierungsanwendungen zur besseren Transparenz entlang der Lieferkette

3.2.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten und Wechselkursschwankungen

Die EOS GROUP unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen sowohl Cash-Flow-Risiken als auch Risiken aus Wechselkursänderungen.

Im kommenden Geschäftsjahr 2022/2023 als hoch wahrscheinlich zu erwartende Netto-USD-Zahlungs- ströme, die aus der Saldierung von antizipativen Kundeneinzahlungen und operativen USD-Ausgaben resultieren, wurden zum Teil bereits im vergangenen Geschäftsjahr durch entsprechende Sicherungsinstrumente gegen ungünstige Währungsschwankungen abgesichert. Durch Anwendung der Einfrierungsmethode wurde für diese ökonomische Sicherungsbeziehung eine Bewertungseinheit gebildet. Die in diesem Makro-Hedge eingebundenen Sicherungsinstrumente decken ungünstige Wechselkursentwicklungen des USD gegenüber dem EUR zu 100% ab. Dementsprechend werden Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente jederzeit durch entsprechend gegenläufige Wertänderungen der (hochwahrscheinlichen) Grundgeschäfte neutralisiert. Die Wirksamkeit der Methode wird permanent in einem Treasury Management System überwacht. Monatlich rollierend wird ein Sicherungshorizont von 12 Monaten betrachtet und bewirtschaftet, der Fokus liegt dabei auf den ersten 6 Monaten. Um unterjährige Schwankungen im Volumen des USD Exposures in der Absicherung zu berücksichtigen, wird das Hedging-Volumen für das aktuelle Geschäftsjahr monatlich gegen die entsprechenden Umsatz-Prognosen gespiegelt und daran angepasst.

Risiken aus Forderungsausfällen und Liquiditätsrisiken

EOS ist im marktüblichen Umfang Ausfallrisiken seiner Kunden ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet EOS durch ein organisatorisch implementiertes Forderungsmanagement und durch die Überwachung und Steuerung entsprechender Finanzkennzahlen. Forderungen von Kunden in Export-Märkten werden in der Regel durch Akkreditive abgesichert, um potenzielle Zahlungsausfälle zu vermeiden. Im letzten Geschäftsjahr wurde das Forderungsmanagement der Gruppe weiter optimiert. Die erforderlichen prozessualen Verbesserungen werden auch in den kommenden Geschäftsjahren fortgesetzt.

Um jederzeit die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft bedienen zu können und gegebenenfalls eintretende Liquiditätsengpässe rechtzeitig durch vorbeugende Maßnahmen abfangen zu können, wird bei EOS eine konzernübergreifende, rollierende Liquiditätsvorschau erstellt. Über die Vereinbarung entsprechender Kreditlinien mit den Geschäftsbanken können möglich eintretende Liquiditätsengpässe abgewendet werden.

Die Liquidität von EOS erlaubt Investitionen in Produktinnovationen, Erweiterungsinvestitionen sowie die Vermarktung der bestehenden Produkte zu tätigen. Durch die sehr enge Abstimmung und laufende Anpassung der Finanzierungsmaßnahmen gemeinsam mit den Hausbanken werden mögliche Liquiditätsrisiken aktiv gemanagt.

3.2.4 COVID-19-Pandemie

Die weitere Entwicklung und der Umgang mit der COVID-19-Pandemie wird wesentlich auch weiterhin das Investitionsverhalten der EOS-Kunden beeinflussen, insbesondere in den durch die Pandemie stark getroffenen Branchen wie z.B. der zivilen Luftfahrt. Auch wenn die steigende Impfquote in großen Teilen der Welt im Hinblick auf die Eindämmung der Pandemie zuversichtlich stimmt und regional eine Normalisierung und Rückgang der Einschränkungen zu sehen ist, wird die Pandemie das öffentliche und wirtschaftliche Leben im kommenden Jahr weiterhin beeinflussen.

EOS begegnet diesem Risiko unter anderem durch den Aufsatz eines interdisziplinären Krisenteams, das neben den Maßnahmen zur COVID-19-Prävention auch die finanzwirtschaftlichen Risiken in Abhängigkeit der aktuellen Lage und der möglichen Konsequenzen weiterhin konstant bewertet.

3.2.5 Personal und Organisation

EOS fokussierte im GJ 2021/2022 ganz gezielt in kulturprägende strategische HR-Initiativen, um Impulse im Unternehmen zu setzen, die das Unternehmen in der Transformation stärken.

Diese waren und sind weiterhin: Diversity & Inclusion und Positive Leadership.

Alle Aspekte wurden global mit Mitarbeiter*innen und Führungskräften reflektiert, durch vielfältige Trainings unterstützt und in einer globalen Mitarbeiterumfrage bewertet.

Im Zuge der gewonnenen Erfahrung der Pandemie entwickelte das Unternehmen das New Way of Work@EOS-Konzept weiter, mit einem klaren Angebot zur flexiblen Arbeit im Hinblick auf Zeit und Arbeitsort.

Veränderungen in der Aufbau-Organisation wurden zu Gunsten des Auf- und Ausbaus von Business Units im Bereich des Produktportfolios geschaffen, die Matrix-Organisation in der Region EMEA wurde verstärkt und implementiert. Gleichzeitig konzentriert sich EOS auf die Verbesserung der Prozess- und Applikationslandschaft sowie den Abbau der Bürokratie.

Das Unternehmen wird im Geschäftsjahr 2022/2023 seine regelmäßigen Überprüfungen der bestehenden Gehaltsstrukturen intensivieren und wird bei Bedarf auch Incentive-Strukturen und Systeme anpassen.

Das Unternehmen hat eine Fluktuationsrate in Höhe von 8,85% im Berichtszeitraum und für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen stabilen Mitarbeiterstand geplant. Diese Werte beziehen sich auf EOS gesamt incl. AMCM, NA, APAC.

3.2.6 Technologiegetriebene Risiken

Um über den gesamten Produktentstehungsprozess hinweg eine klare Orientierung an Marktanforderungen aufrecht zu erhalten, haben wir die bereits im Geschäftsjahr 19/20 geschaffene Produktlinien orientierte Organisation weiterentwickelt, um agiler auf neue Anforderungen und Änderungen zu reagieren. Dies sorgt für die Durchgängigkeit von Kundenanforderungen, technischen Konzepten und der Implementierung beim Kunden.

3.3 Chancenbericht

Bei den Chancen handelt es sich um interne und externe Entwicklungen, die sich positiv auf das Unternehmen, insbesondere aber auf die steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren des Unternehmens auswirken können.

3.3.1 Markt und Wettbewerb

Die von der deutschen Bundesregierung eingerichtete Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) geht davon aus, dass additive Fertigungsverfahren zukünftig eine wichtige Rolle als Schlüsseltechnologie einnehmen werden (EFI 2015).

Fertigungsunternehmen weltweit werden sich der Vorteile von Additiver Fertigung immer mehr bewusst. EOS konnte mit seinen Kunden in vielen Projekten beweisen, dass die EOS-Technologie zu Recht in der Produktion Einzug gehalten hat und auch bei großen Stückzahlen Anwendung findet. Weitere Chancen ergeben sich durch die Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern aus den Bereichen "Air + Space Enablement", "Humaneering", "Efficient Energy + Advanced Production" sowie "Advanced Mobility". Darauf aufbauend wird die Basistechnologie weiter optimiert, neue Werkstoffe und Prozesse werden entwickelt und zu kunden- bzw. anwendungsspezifischen Lösungen gebündelt.

Zusätzlich ergeben sich Chancen durch die Weiterentwicklung der EOS Vertriebs-, Beratungs- und Serviceorganisation sich zu einem vollumfänglichen Lösungsanbieter zu etablieren.

3.3.2 Chancen aus neuen Partnerschaften

Das Portfolio von EOS wird durch geeignete Partnerschaften sowie durch neue Tochterunternehmen weiter komplettiert. So wurden in den letzten Geschäftsjahren innerhalb der EOS GROUP weitere Tochtergesellschaften gegründet und akquiriert, die die kundenspezifische Entwicklung und Anpassung von Systemen, Werkstoffen und Applikationen vorantreiben sollen.

3.3.3 Technologiegetriebene Chancen

Durch die Markteinführung neuer Systeme & Software (u.a. EOS P 500 und EOS M 300-4, EOSTATE with Smart Fusion) und die kontinuierliche Verbesserung der Qualität und Produktivität der angebotenen AM-Prozesse sowie durch die Entwicklung neuer anwendungsspezifischer Lösungen ergibt sich für EOS die Chance, seine Marktstellung als weltweit anerkannter Technologieführer für High-End-Systeme und Lösungen zu festigen und seine Präsenz in den Schlüsselmärkten weiter auszubauen.

Die Mehrheit der beschriebenen Innovationen haben das Potenzial Produktivität signifikant zu steigern bzw. Kosten pro Bauteil deutlich zu reduzieren. Hierdurch will EOS die additive Fertigung für zusätzliche Anwendungen, besonders in der Serienproduktion, attraktiv machen und dadurch den Markt stark wachsen lassen.

 

Krailling, 10. Februar 2023

Dr. Hans J. Langer

Marie Niehaus-Langer

Dr. Florian Mes

Konzernbilanz zum 30. September 2022

Aktiva

30.09.2022 30.09.2021
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.527 9.222
II. Sachanlagen 55.201 67.652
III. Finanzanlagen 10.167 8.404
Anlagevermögen gesamt 72.895 85.278
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 52.230 43.224
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 18.298 16.782
3. fertige Erzeugnisse und Waren 33.705 29.792
4. geleistete Anzahlungen 2.978 3.006
107.211 92.804
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 89.710 72.039
2. sonstige Vermögensgegenstände 10.798 5.260
100.508 77.299
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.901 8.166
Umlaufvermögen gesamt 211.620 178.269
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.504 2.644
D. Aktive latente Steuern 26.007 26.922
315.026 293.113

Passiva

30.09.2022 30.09.2021
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.395 5.637
II. Kapitalrücklage 49.476 18.234
III. Konzernbilanzgewinn 77.068 106.259
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 4.756 1.513
Eigenkapital gesamt 140.695 131.643
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.055 478
2. sonstige Rückstellungen 28.736 26.034
Rückstellungen gesamt 29.791 26.512
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62.187 71.496
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.189 9.592
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.556 14.523
4. sonstige Verbindlichkeiten 18.808 19.317
Verbindlichkeiten gesamt 118.740 114.928
D. Rechnungsabgrenzungsposten 25.800 20.030
315.026 293.113

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022

01.10.2021 - 30.09.2022 01.10.2020-30.09.2021
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 360.283 318.609
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -202.252 -180.676
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 158.031 137.933
4. Entwicklungskosten -65.179 -66.962
5. Vertriebskosten -68.802 -55.369
6. allgemeine Verwaltungskosten -46.147 -40.131
7. sonstige betriebliche Erträge 22.258 15.945
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -23.379 -8.429
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -23.218 -17.013
9. Ergebnis assoziierte Unternehmen -619 -244
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 324 36
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -128 -128
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.371 -1.522
Finanzergebnis -1.175 -1.614
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.385 4.953
13. Ergebnis nach Steuern -28.397 -13.918
14. sonstige Steuern -794 -440
15. Konzernjahresüberschuss -29.191 -14.358
16. Konzerngewinnvortrag 106.259 120.617
17. Konzernbilanzgewinn 77.068 106.259

Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 118140

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

Allgemeine Erläuterungen zur Bilanzierung

Vorbemerkungen

Der Konzernabschluss für das Berichtsjahr wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und Aktiengesetzes aufgestellt.

Zur besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; im Anhang werden sie getrennt dargestellt. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in TEUR.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der EOS Holding Aktiengesellschaft und ihrer unmittelbaren und mittelbaren inländischen und deren ausländischen Tochterunternehmen. Neben der EOS Holding Aktiengesellschaft werden die folgenden Gesellschaften konsolidiert:

Tochterunternehmen Konzernbeteiligungshöhe
%
Deutschland:
AMCM GmbH, Starnberg 100,0
AM Metals GmbH, Freiberg 100,0
EOS GmbH Electro Optical Systems, Krailling 100,0
EOS Systems Engineering GmbH, Gilching 100,0
KUNSTSTOFF VERTRIEB DR. SCHIFFERS GmbH & Co. KG, Ulm 100,0
KUNSTSTOFF VERTRIEB DR. SCHIFFERS VERWALTUNGS GmbH, Ulm (Komplementärin) 100,0
Europa:
EOS Electro Optical Systems Switzerland GmbH, Zürich, Schweiz 100,0
EOS s.r.l. con unico socio Electro Optical Systems, Milano, Italien 100,0
EOS Electro Optical Systems S.A.S., Lyon, Frankreich 100,0
Electro Optical Systems Spain S.L., Barcelona, Spanien 100,0
Electro Optical Systems Nordic AB, Göteborg, Schweden 100,0
Electro Optical Systems Finland Oy, Turku, Finnland 100,0
EOS Electro Optical Systems Ltd., Warwick, Großbritannien 100,0
Asien:
EOS Singapore Pte. Ltd., Singapur 100,0
EOS Electro Optical Systems Japan K.K., Yokohama City, Japan 100,0
EOS Electro Optical Systems Asia Limited, Hongkong, China 100,0
EOS Electro Optical Systems (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China 100,0
EOS Electro Optical Systems India Pvt. Ltd., Chennai, Indien 100,0
USA:
EOS of North America, Inc., Novi, USA 100,0
ALM Advanced Laser Materials LLC, Temple Texas, USA 100,0
Assoziierte Unternehmen Konzernbeteiligungshöhe
%
m4p material solutions GmbH, Feistritz im Rosental, Österreich 24,95
Metalpine GmbH, Graz, Österreich 24,9

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für die Zugänge gemäß § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals verrechnet. Das Eigenkapital ist mit dem Zeitwert der Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt zu bewerten. Die verbleibenden Geschäfts- und Firmenwerte werden planmäßig abgeschrieben.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die vor dem 01.10.2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorgenommen. Dabei wurden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Eigenkapitalanteil zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Sich hieraus ergebende Unterschiedsbeträge sind nach Zuordnung vorhandener stiller Reserven als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert und wurden planmäßig abgeschrieben.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Gleiches gilt für Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen, die aus Sicht des Konzerns noch nicht realisiert sind.

Equity-Konsolidierung:

25,1% der Anteile an der AM Metals GmbH, Freiberg wurden am 07. Juli 2017 von der EOS Holding AG erworben. Mit Vertrag vom 25. Oktober 2017 wurden die restlichen 74,9% ebenfalls erworben. Im vorliegenden Konzernabschluss ist die Gesellschaft im Rahmen der Vollkonsolidierung bis zum Zeitpunkt der anteiligen Veräußerung einbezogen. Mit Erwerb dieser Beteiligung ist ein Goodwill in Höhe von TEUR 3.266 entstanden. Dieser wird planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben.

24,95% der Anteile am Teilkonzern der m4p material solutions GmbH, Feistritz im Rosental sowie der m4p material solutions GmbH, Magdeburg, werden seit August 2020 gehalten und At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ist hieraus ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 456 entstanden, welcher ergebniswirksam im Konzernabschluss berücksichtigt wurde. Im Rahmen der Folgekonsolidierung ergab sich ein anteiliger Verlust in Höhe von TEUR 143. Dieser Ergebniseffekt ist unter der Position "Ergebnis assoziierte Unternehmen" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Am 29.07.2021 wurden von der EOS Holding AG 24,9 % der Anteile an der Metalpine GmbH übernommen. Im vorliegenden Konzernabschluss wird die Gesellschaft At-Equity einbezogen. Bei der Erstkonsolidierung ist ein Goodwill in Höhe von TEUR 661 entstanden. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erhöhte sich der Goodwill auf insgesamt TEUR 2.592 durch weitere Gesellschaftereinlagen. Der ausgewiesene Goodwill wird planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Im Rahmen der Folgekonsolidierung ergab sich ein anteiliger Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 476 und eine Abschreibung des Goodwills in Höhe von TEUR 202. Diese Ergebniseffekte sind zum einen unter der Position "Ergebnis assoziierte Unternehmen" bzw. Abschreibungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Quotenkonsolidierung:

Die First Surface Oberflächentechnik GmbH, Krailling, ist ein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen der BESTinCLASS SA, Schweiz, und der EOS GmbH Electro Optical Systems, mit jeweils 50% der Gesellschaftsanteile. Die First Surface Oberflächentechnik GmbH wird mit einer Quote von 50% in den Konzernabschluss der EOS Holding Aktiengesellschaft einbezogen. Im Oktober 2021 wurden die Anteile an der First Surface Oberflächentechnik GmbH veräußert und die Gesellschaft wurde im vorliegenden Konzernabschluss entkonsolidiert. Aus der Veräußerung wird im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Ertrag in Höhe von TEUR 329 ausgewiesen.

Bilanzstichtag

Der Konzernbilanzstichtag sowie der Stichtag der Jahresabschlüsse der konsolidierten Unternehmen ist der 30. September 2022.

Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften erstellen entsprechend der Regeln der EOS Holding AG einen Abschluss nach HGB und darüber hinaus zu folgenden Stichtagen eines jeden Geschäftsjahres einen lokalen Abschluss:

- EOS India Pvt.Ltd. 31.03.
- EOS Electro Optical Systems (Shanghai) Co. Ltd. 31.12.
Metalpine GmbH 31.12.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der EOS Holding Aktiengesellschaft, Krailling, werden auch für den Konzernabschluss angewandt.

Fremdwährungsumrechnung

Finanzanlagen, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden erfasst. Gewinne aus Kursänderungen über die Anschaffungskosten hinaus werden bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr erfasst.

Die Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Fremdwährungsbilanzen erfolgt mit der modifizierten Stichtagskursmethode (§ 308a HGB). Dabei erfolgt für die Bilanzposten eine Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag mit Ausnahme der Kapitalpositionen, diese werden mit den jeweiligen historischen Kursen umgerechnet. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Veränderungen der Wechselkurse zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgsneutral in einen Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung innerhalb des Eigenkapitals eingestellt.

Die Anfangsbestände im Brutto-Anlagespiegel werden mit den Stichtagskursen des vorangegangenen Wirtschaftsjahres, die Zugänge, Umbuchungen, Abgänge und die Endbestände mit den Mittelkursen des Bilanzstichtages umgerechnet.

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung sowie aus der Zwischenergebniseliminierung werden ergebniswirksam im Konzern dargestellt.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist in dem als Anlage zum Anhang enthaltenen Konzern-Anlagenspiegel nach der Bruttomethode dargestellt.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Erworbene Lizenzen oder Patente werden über eine Nutzungsdauer zwischen drei und acht Jahren abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wird zeitanteilig abgeschrieben.

Für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Firmenwerte aus Neuaquisitionen werden entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften linear auf 10 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer resultiert im Wesentlichen aus dem Ausbau und der Integration der Technologie in das Umfeld der bestehenden EOS GROUP sowie der daraus zu erwartenden Synergieeffekte.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Aktivierung einbezogen. Ab dem 01.10.2017 werden geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr des Erwerbs zu 100% abgeschrieben.

Für die planmäßigen Abschreibungen kamen folgende Abschreibungssätze zur Anwendung:

Bauten auf fremden Grundstücken 10% linear
Technische Anlagen und Maschinen 13-26% linear
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8-21% linear

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einkaufspreisen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Individuelle Wertminderungen sind durch Abschläge berücksichtigt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten nach den Grundsätzen einer verlustfreien Bewertung angesetzt. Diese enthalten Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten sowie pauschale Zuschläge für die notwendigen Materialgemeinkosten. Außerdem wurden Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Aktivierung einbezogen. Den durch Benutzung verursachten Wertminderungen bei Leih-, Applikations- und Ausstellungsgeräten ist durch Abschläge von 25% p.a. der Herstellungskosten Rechnung getragen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte ausgehend vom Nominalwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden für erkennbare Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen gebildet. Zusätzlich wurde dem allgemeinen Kreditrisiko unverändert zum Vorjahr durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennbetrag der Ausgaben, die Aufwand für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, angesetzt.

Latente Steuern

Die latenten Steuern wurden nach den Vorschriften des DRS 18 berechnet. Danach werden die latenten Steuern auf zeitliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz berechnet. Zudem werden latente Steuerabgrenzungen auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen sowie auf die in Zukunft nutzbaren Verlustvorträge angesetzt. Die sich ergebende Steuerbe- und -entlastung wird mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Soweit es nach DRS 18.56 zulässig ist, wurden aktive und passive latente Steuern miteinander saldiert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden die Rückstellungsbeträge mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, wie dieser von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Bei der erstmaligen Bilanzierung langfristiger Rückstellungen wird die Nettomethode angewandt. Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach § 253 Abs. 2 HGB bewertet. Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen (Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck). Eine Abzinsung erfolgte analog zur Behandlung sonstiger langfristiger Rückstellungen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde ein Rechnungszinssatz von 1,39% zu Grunde gelegt. Gehalts- sowie Rentensteigerungen in den Folgejahren wurden mit 2% berücksichtigt.

Zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen bestehen Rückdeckungsversicherungen, die die Voraussetzungen von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen. Diese Aktivwerte dienen ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen und sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen. Diese Vermögensgegenstände wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Übersteigende Beträge werden in der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus dem Vermögensverrechnung" erfasst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzung

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen erhaltene Zahlungen aus Wartungsverträgen abgegrenzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Wir verweisen auf Anlage 1 zum Anhang.

(2) Vorräte

30.09.2022 30.09.2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 52.230 43.224 9.006
Unfertige Erzeugnisse 18.298 16.782 1.516
Fertige Erzeugnisse und Waren 33.705 29.792 3.913
Geleistete Anzahlungen 2.978 3.006 -28
107.211 92.804 14.407

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein Volumen von TEUR 1.227 (i.Vj. TEUR 1.110) und in den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 200 (i.Vj. TEUR 149) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgewiesen.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristig fällig.

(4) Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2022 30.09.2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern aus dem Einzelabschluss der EOS Holding AG 16.226 18.882 -2.656
Aktive latente Steuern aus dem Einzelabschluss der EOS GmbH 0 34 -34
Aktive latente Steuern aus dem Einzelabschluss der EOS Inc. 3.821 3.119 702
Aktive latente Steuern aus dem Einzelabschluss der EOS Electro Optical Systems (Shanghai) Co. Ltd. 600 411 189
Aktive latente Steuern aus dem Einzelabschluss der EOS Electro Optical Systems India. 27 0 27
Aktive latente Steuern aus dem Einzelabschluss der EOS Electro Optical Systems Japan K.K. 99 58 41
Latente Steuern auf zu versteuernde zeitliche Differenzen (aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen) 5.234 4.418 816
26.007 26.922 -915

Die aktiven latenten Steuern der EOS Holding Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 16.226 resultieren aus Differenzen bilanzieller Wertansätze der Rückstellungen sowie aus Verlustvorträgen.

Im Wesentlichen führten die Verluste und die Berücksichtigung von Wertberichtigungen im Forderungsbereich sowie Differenzen aus bilanziellen Wertansätzen der Rückstellungen zu aktiven latenten Steuern bei der EOS Inc. USA.

Bei der EOS Electro Optical Systems (Shanghai) Co. Ltd. ergibt sich die latente Steuer aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern im Anlagevermögen sowie aus den Verlustvorträgen des aktuellen Geschäftsjahres.

Bei der EOS Electro Optical Systems Japan K.K. resultiert die latente Steuer aus temporären Differenzen bei der Bildung diverser Rückstellungen.

Die latenten Steuern auf zeitliche Differenzen in Höhe von TEUR 5.234 resultieren aus erfolgswirksamen Konsolidierungsbuchungen.

Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 27% zugrunde gelegt. Für ausländische Steuern kamen die unternehmensindividuellen Steuersätze, welche zwischen 17% und 34% liegen, zur Anwendung.

(5) Eigenkapital

Das Grundkapital wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 um EUR 3.758.015 erhöht und beträgt nun EUR 9.395.037. Dies entspricht 9.395.037 Stückaktien (Stammaktien). Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die von den Aktionären vereinbarungsgemäß erbrachten Einzahlungen, die über ihren nominalen Kapitalanteil hinausgehen und wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 um TEUR 31.242 erhöht.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 106.259.

Die Ausschüttungssperre beim Mutterunternehmen gem. § 268 Abs. 8 HGB beträgt zum 30.09.2022 TEUR 16.226 und resultiert aus aktiven latenten Steuern der EOS Holding AG.

(6) Rückstellungen

30.09.2022 30.09.2021
TEUR TEUR
Steuerrückstellungen 1.055 478
Sonstige Rückstellungen 28.736 26.034
29.791 26.512

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 15.735 (i. Vj. TEUR 14.214), Gewährleistungs- (TEUR 1.897, i. Vj. TEUR 1.067) und Nachrüstungsverpflichtungen von TEUR 2.704 (i. Vj. TEUR 2.692) sowie für Abnahmeverpflichtungen in Höhe von TEUR 68 (i. Vj. TEUR 296). Hinzu kommen Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 3.600 (i. Vj. TEUR 2.911), Lizenzen und Kommissionen in Höhe von TEUR 1.931 (i. Vj. TEUR 1.615). Darüber hinaus wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.801 (i. Vj. TEUR 3.239) gebildet.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

30.09.2022 30.09.2021
TEUR TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 531 -
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 441 -
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 441 -

(7) Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Gesamt 30.09.2022 bis 1 Jahr größer 1 Jahr davon größer 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62.187 10.016 52.171 -
Erhaltene Anzahlungen 15.189 15.189 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.556 22.556 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 18.808 18.808 - -
118.740 66.569 52.171 -
Restlaufzeit
Gesamt 30.09.2021 bis 1 Jahr größer 1 Jahr davon größer 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71.496 4.432 55.812 11.252
Erhaltene Anzahlungen 9.592 9.592 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.523 14.386 137 -
Sonstige Verbindlichkeiten 19.317 19.205 112 -
114.928 47.615 56.061 11.252

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Steuern in Höhe von TEUR 4.663 (i. Vj. TEUR 3.016) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 317 (i. Vj. TEUR 388).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Die Bruttoumsätze wurden durch EOS-Produkte, EOS-Produktvermietung, Werkstoffe, Service- und Lizenzeinnahmen erzielt und gliedern sich wie folgt:

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Kunststoff 115.882 106.620
Metall 163.846 156.320
Service 68.409 53.436
Sonstige 12.146 2.234
360.283 318.609

Nach Regionen gliedert sich der Umsatz wie folgt auf:

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) 164.409 157.120
APAC(Asien-Pazifik) 52.537 37.282
Nordamerika 143.337 124.207
360.283 318.609

(9) Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 118 (i. Vj. TEUR 46), Erträge durch Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 13.780 (i. Vj. TEUR 5.707), die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.280, i. Vj. TEUR 2.075), Erträge aus Herabsetzung der Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 2.232, i. Vj. TEUR 2.956) sowie Erträge aus Zuschüssen einschließlich für Förderprojekten (TEUR 1.123, i. Vj. TEUR 1.420). Erträge im Rahmen der COVID Unterstützung in USA liegen in Höhe von TEUR 2.898 (i.Vj. TEUR 2.631). Darüber hinaus wurden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 228 (i.Vj. TEUR 958), Erträge aus der Entkonsolidierung (TEUR 329, i. Vj. TEUR 0) sowie Zuschüsse aus Kurzarbeitergeld (TEUR 0, i. Vj. TEUR 73) und sonstige Erträge in Höhe von TEUR 227 (i. Vj. TEUR 77) erwirtschaftet.

(10) Materialaufwand und Personalaufwand

Der Materialaufwand und der Personalaufwand stellen sich wie folgt dar:

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Materialaufwand einschließlich Bestandsveränderung 142.817 130.281
Personalaufwand 125.625 111.492
- davon Löhne und Gehälter 105.725 93.694
- davon soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge 19.570 17.533
- davon Aufwendungen für die Altersvorsorge 331 264
Durchschnittlich beschäftigte Mitarbeiter:
- Angestellte 1.409 1.289
- Auszubildende und Studenten 80 70

Im Geschäftsjahr 2021/2022 waren durchschnittlich 1.409 Angestellte (i. Vj. 1.289) beschäftigt, davon entfällt auf die quotal einbezogenen Unternehmen kein Angestellter (i. Vj. 1).

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthält im Wesentlichen neben den planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 529, i. Vj. TEUR 338) Aufwendungen aus Wertberichtigung und Forderungsausbuchung (TEUR 2.411, i. Vj. TEUR 2.648) Währungsverluste (TEUR 18.191, i. Vj. TEUR 4.544) und Schadensersatzforderungen (TEUR 250, i. Vj. 0). Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 714 (i.Vj. TEUR 436), nicht abzugsfähige Vorsteuern von TEUR 14 (i.Vj. TEUR 96), Verluste aus Anlagenabgängen von TEUR 852 (i. Vj. 83), Spenden und Zuwendungen von TEUR 134 (i. Vj. 125) und sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 284 (i. Vj. TEUR 159) entstanden.

Zur detaillierteren Darstellung wurden im Geschäftsjahr wie bereits im Vorjahr allgemeine Verwaltungskosten und Kosten des IT-Bereichs in Höhe von TEUR 26.682 umgelegt. Dieser Aufwand wurde auf die operativen Bereiche Fertigung (TEUR 4.688), Service (TEUR 5.636), Entwicklung (TEUR 9.540), Applikation (TEUR 2.474) und Vertrieb (TEUR 4.344) umgelegt.

(12) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Gem. § 253 Abs. 3 HGB wurde im laufenden Geschäftsjahr im Rahmen der Entkonsolidierung der First Surface Oberflächentechnik GmbH eine Abwertung in Höhe von TEUR 128 (i. Vj. TEUR 128) vorgenommen.

(13) Zinsergebnis

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 324 36
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.371 -1.522
-1.047 -1.486

In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufzinsungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 7 (i.Vj. TEUR 0) enthalten.

(14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Laufende Steuern 1.863 104
Latente Steuern 1.521 -5.058
3.384 -4.954

Bilanzgewinn

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der EOS Holding AG des Geschäftsjahres 2021/2022 in Höhe von TEUR 66.632 wie folgt zu verwenden:

Der gesamte Bilanzgewinn der EOS Holding AG wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds beinhaltet alle liquiden Mittel, die im EOS Konzern unter der Position "Schecks, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten" zur Verfügung stehen. Kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden offen vom Finanzmittelfonds abgesetzt.

Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind unter anderem enthalten:

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Zinsausgaben 1.371 1.522
Zinseinnahmen 324 36
Steuerzahlungen 341 754

Von quotal einbezogenen Unternehmen sind TEUR 0 (i. Vj. TEUR 5) im Finanzmittelbestand enthalten.

Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen des Finanzmittelbestands vor.

Ergänzende Angaben

Auf eine Offenlegung der Einzelabschlüsse der

EOS GmbH Electro Optical Systems, Krailling

EOS Systems Engineering GmbH, Gilching

KUNSTSTOFF VERTRIEB DR. SCHIFFERS GmbH & Co. KG, Ulm

KUNSTSTOFF VERTRIEB DR. SCHIFFERS Verwaltung GmbH, Ulm

AMCM GmbH, Starnberg

AM Metals GmbH, Freiberg

wird nach §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB verzichtet.

Ergänzend hierzu ergibt sich die Befreiung der oben benannten Gesellschaften von der Prüfungspflicht.

Finanzgeschäfte der EOS GmbH

Die im Berichtsjahr zu erwartenden Netto-USD-Zahlungsströme, welche aus Kundeneinzahlungen resultieren, wurden auf monatlich rollierender Basis durch entsprechende Sicherungsinstrumente gegen ungünstige Währungsschwankungen abgesichert. Durch Anwendung der Einfrierungsmethode wurde für diese ökonomische Sicherungsbeziehung eine Bewertungseinheit gebildet. Für eine detaillierte Erläuterung wird auf die Darstellung der finanziellen Risiken im Lagebericht hingewiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Bürgschaften

Am Bilanzstichtag waren Avalkreditlinien in folgenden Währungen vorhanden:

2021/2022 2020/2021
In EUR 10.756 TEUR 4.351 TEUR
In HRK 437 THRK 437 THRK
In INR 3.093 TINR -
In USD 1.286 TUSD 730 TUSD
In SGD 172 TSGD 166 TSGD

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den bestehenden Avalkreditlinien wird als Ergebnis des bestehenden Risikomanagements als gering eingeschätzt.

Des Weiteren bestanden Verpflichtungen für Rückkaufgarantien in Höhe von TEUR 6.653 (i. Vj. TEUR 7.565), die für Maschinenverkäufe gegenüber Leasinggesellschaften bzw. Endkunden abgegeben wurden.

Gewährleistungsverpflichtungen aus öffentlichen Ausschreibungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 44) wurden abgegeben.

Eine Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 144 (i.Vj. TEUR 144) wurde im Rahmen der Erweiterung der Produktions- und Verwaltungsflächen ausgegeben.

Aus Kooperations- sowie Lizenzvereinbarungen bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 14 (i.Vj. TEUR 24) bzw. TEUR 6 (i.Vj. TEUR 19).

Verpflichtungen aus Mietverträgen

Geschäftsjahr TEUR
2022/2023 8.046
2023/2024 7.792
2024/2025 7.686
2025/2026 7.618
2026/2027 6.344
Summe 37.486

Verpflichtungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Im September 2022 hat die EOS Holding Aktiengesellschaft die Absicht erklärt, zum Aufbau der Beteiligungsgesellschaft Metalpine GmbH für die folgenden drei Geschäftsjahre jeweils einen Kreditrahmen in Höhe von TEUR 500 zur Verfügung zu stellen. Mit Rahmenkreditvertrag vom 30. September 2022 wurde die erste Tranche (TEUR 500) vertraglich vereinbart. Die Laufzeit beträgt ein Jahr.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 314 Absatz 1 Nr. 2 HGB)

Zum Abschlussstichtag 30.09.2022 bestehen laufende Zahlungsverpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften im Sinne dieser Vorschrift ausschließlich in Form branchenüblicher Leasingverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Form von KFZ-Leasing. Nach den vertraglichen Bedingungen sind die Leasingobjekte nicht als wirtschaftliches Eigentum den jeweiligen Gesellschaften des Konzerns zuzurechnen. Verpflichtungen aus den geschlossenen Verträgen bestehen in den nachfolgenden Geschäftsjahren in folgender Höhe:

Geschäftsjahr TEUR
2022/2023 1.171
2023/2024 602
2024/2025 209
2025/2026 21
2026/2027 17
Summe 2.020

Die EOS Gruppe hat Miet- und Leasingverträge im Wesentlichen für Geschäfts- und Produktionsgebäude abgeschlossen, bei denen der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzuordnen ist. Diese nicht in der Bilanz enthaltenen Miet- und Leasinggeschäfte stellen eine alternative Finanzierungsform zu Kreditaufnahmen dar. Es bestehen keine untypischen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen.

Die Vorteile hinsichtlich der betreffenden Leasing-Geschäfte bestehen insbesondere im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasinglaufzeit. Das Risiko einer technischen oder wirtschaftlichen Überalterung der Leasinggegenstände liegt beim Leasinggeber. Die Gegenstände können auftragsbezogen genutzt und die Laufzeiten der Verträge flexibel gestaltet werden, woraus sich eine größere Planungssicherheit bei der Kalkulation ergibt. Darüber hinaus werden die bestehenden Bankkreditlinien geschont und die Liquidität erhöht.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Mit Darlehensvertrag vom 07.12.2022 gewährt die Langer KG als Gesellschafterin der EOS Holding AG ein Darlehen in Höhe von EUR 20 Mio., welches im Dezember 2022 in Anspruch genommen wurde.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr

(§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB)

Die Honorare des Abschlussprüfers gliedern sich in folgende Teilbereiche:

- Abschlussprüfungsleistungen TEUR 118
- sonstige Leistungen TEUR 10

Zusammensetzung der Organe

Vorstand

Dr. Hans J. Langer, Gräfelfing, Physiker, CEO, (Vorsitzender)

Glynn Fletcher, Lincolnshire, IL, USA, Ingenieur, (stellv. Vorsitzender), bis 17.11.2021

Marie Niehaus-Langer, Gräfelfing, Psychologin

Dr. Florian Mes, München, Dipl, Kfm. und Dipl. Vw.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes betrug im Berichtsjahr TEUR 1.064.

Aufsichtsrat

Edmar Allitsch, Unternehmer, Velden (Österreich), (Vorsitzender)

Prof. Dr. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter, Pforzheim,

Prof. Dr. Jürgen Fleischer, Institutsleiter, Karlsruhe,

Helene Langer, Geschäftsführerin, Gräfelfing

Dr. Manfred Roemer, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, München.

Für die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats ist im Berichtsjahr ein Aufwand in Höhe von TEUR 42 entstanden.

 

Krailling, 10. Februar 2023

EOS Holding Aktiengesellschaft

Dr. Hans J. Langer

Marie Niehaus-Langer

Dr. Florian Mes

Anlagevermögen zu Anschaffungs-Herstellungskosten
01.10.2021 Umrechnungsdifferenzen Zugänge Abgänge
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 102 13 9 0
2. Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 25.444 163 452 -906
3. Geschäfts- oder Firmenwert 35.386 1.230 0 0
Summe 60.932 1.406 461 -906
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.617 623 403 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 79.355 -1.024 6.001 7.601
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.496 550 2.372 682
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.440 164 2.130 2.106
Summe 149.908 313 10.906 10.389
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Beteiligungsunternehmen 655 0 0 654
2. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 7.491 0 413 175
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.533 0 2.470 0
4. Sonstige Ausleihungen 654 99 0 128
5. Sonstige langfristige Ausleihungen 299 58 0 356
Summe 10.632 157 2.883 1.313
Gesamtsumme 221.472 1.876 14.250 10.796
Anlagevermögen zu Anschaffungs-Herstellungskosten
Abgänge im K-Kreis Umbuchungen 30.09.2022
TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 0 51 175
2. Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0 13 26.978
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 36.616
Summe 0 64 63.769
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 349 16.992
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 2.148 78.879
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 -223 39.515
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 -2.338 15.290
0
Summe 2 -64 150.676
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Beteiligungsunternehmen 0 0 1
2. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0 0 7.729
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 4.003
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 625
5. Sonstige langfristige Ausleihungen 0 0 1
Summe 0 0 12.359
0
Gesamtsumme 2 0 226.804
Aufgelaufene Abschreibungen
01.10.2021 Umrechnungsdifferenz Zugänge Abgänge
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 81 10 9 0
2. Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 18.230 160 1.891 -906
3. Geschäfts- oder Firmenwert 33.399 1.231 327 0
Summe 51.710 1.401 2.227 -906
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.170 346 1.103 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.804 -1.199 13.566 3.995
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.279 631 3.285 522
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3 0 0 0
Summe 82.256 -222 17.954 4.517
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Beteiligungsunternehmen 654 0 0 654
2. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 174 0 0 175
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 746 1 202 0
4. Sonstige Ausleihungen 654 99 0 128
5. Sonstige langfristige Ausleihungen 0 0 0 0
Summe 2.228 100 202 957
Gesamtsumme 136.194 1.279 20.383 4.568
Aufgelaufene Abschreibungen
Abgänge im K-Kreis Zuschreibungen Umbuchungen 30.09.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 0 0 57 157
2. Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 -57 21.130
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 34.957
Summe 0 0 0 56.244
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 67 9.686
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0 89 54.265
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 0 -156 31.519
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 3
Summe 2 0 0 95.473
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Beteiligungsunternehmen 0 0 0 0
2. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0 0 0 -1
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 619 0 1.568
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 625
5. Sonstige langfristige Ausleihungen 0 0 0 0
Summe 0 619 0 2.192
Gesamtsumme 2 619 0 153.909
Buchwert
30.09.2022 30.09.2021
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 18 21
2. Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5.849 7.214
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.660 1.987
Summe 7.527 9.222
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.305 7.447
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.613 33.551
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.996 9.217
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.287 17.437
Summe 55.201 67.652
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Beteiligungsunternehmen 0 1
2. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 7.730 7.317
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.437 787
4. Sonstige Ausleihungen 0 0
5. Sonstige langfristige Ausleihungen 1 299
Summe 10.167 8.404
Gesamtsumme 72.895 85.278

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
1. Konzernjahresfehlbetrag -29.191 -14.358
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 21.002 21.071
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.736 -683
4. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 156 83
5. - Erlass der Rückzahlung von Zuschüssen -3.223 -2.591
6. -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -38.897 -17.376
7. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 20.656 4.224
8. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 1.047 1.486
9. +/- Ertragsteueraufwand /-ertrag 1.864 105
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -341 -754
11. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -24.191 -8.793
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5.706 3.588
13. - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen -11.367 -21.400
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (assoziierte Unternehmen) -2.883 -932
15. + Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 51 0
16. + Erhaltene Zinsen 324 36
17. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -8.170 -18.708
18. + Einzahlungen von Gesellschaftern 35.000 0
19. - Gezahlte Zinsen -1.371 -1.522
20. + Einzahlungen aus Zuschüssen 1.171 1.727
21. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 27.000
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -14.893 -5.331
23. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 19.907 21.875
24. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -12.454 -5.627
25. +/- Veränderung aus Wechselkursdifferenzen 2.645 370
26. +/- Konsolidierungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -40 0
27. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.734 8.991
28. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode -6.115 3.734
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.016 4.432
Liquide Mittel am Ende der Periode 3.901 8.166

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021/2022

EOS Holding AG
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Konzernbilanzgewinn Kumuliertes übriges Konzernergebnis Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 30.09.2020 5.637 18.234 120.616 1.094 145.581
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien 0
Kapitalerhöhung 0
Währungsveränderungen 420 420
Ausschüttung 0 0
Abgänge im Konsolidierungskreis 0
Konzernjahresüberschuss -14.358 -14.358
Stand 30.09.2021 5.637 18.234 106.258 1.514 131.643
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien 0
Kapitalerhöhung 3.758 31.242 35.000
Währungsveränderungen 3.243 3.243
Ausschüttung 0 0
Abgänge im Konsolidierungskreis 0
Konzernjahresüberschuss -29.191 -29.191
Stand 30.09.2022 9.395 49.476 77.067 4.757 140.695
Minderheitsgesellschafter
Kapital Konzernbilanzgewinn Kumuliertes übriges Konzernergebnis Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 30.09.2020 0 0 0 0
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien 0
Kapitalerhöhung 0
Währungsveränderungen 0
Ausschüttung 0
Abgänge im Konsolidierungskreis 0
Konzernjahresüberschuss 0
Stand 30.09.2021 0 0 0 0
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien 0
Kapitalerhöhung 0
Währungsveränderungen 0
Ausschüttung 0
Abgänge im Konsolidierungskreis 0
Konzernjahresüberschuss 0 0
Stand 30.09.2022 0 0 0 0
Eigenkapital gesamt
TEUR
Stand 30.09.2020 145.581
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien 0
Kapitalerhöhung 0
Währungsveränderungen 420
Ausschüttung 0
Abgänge im Konsolidierungskreis 0
Konzernjahresüberschuss -14.358
Stand 30.09.2021 131.643
Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien 0
Kapitalerhöhung 35.000
Währungsveränderungen 3.243
Ausschüttung 0
Abgänge im Konsolidierungskreis 0
Konzernjahresüberschuss -29.191
Stand 30.09.2022 140.695

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EOS Holding Aktiengesellschaft, Krailling

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der EOS Holding Aktiengesellschaft, Krailling, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EOS Holding Aktiengesellschaft, Krailling, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 10. Februar 2023

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hager, Wirtschaftsprüfer

Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2021/2022

Im Berichtszeitraum fanden vier formelle Sitzungen statt, in denen sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Geschäftsentwicklung und der Weiterentwicklung des Unternehmens beschäftigt hat. Hauptgegenstand waren die Berichte des Vorstandes zur Lage des Unternehmens. Die notwendigen Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Die Sitzungen fanden in der Regel als Präsenzsitzungen mit Möglichkeit zur Videozuschaltung statt, in Zeiten der Corona Pandemie auch als Videokonferenzen. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Informationsaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden und unterstützte ihn bei strategischen Entscheidungen.

In der Berichtszeit wurden u.a. folgende Themen ausführlich und intensiv diskutiert:

Markt- und Kundenentwicklung

Wirtschaftliche Situation im Unternehmen und Kosteneinsparungen

Anpassung der Produktionsstrategie

Entwicklung von Umsatz, Kosten und Cashflow im Laufe des GJ 2021/2022

Russische Invasion in der Ukraine und Energiekrise

Währungssicherung

Strategieschwerpunkte EOS 2025

Kulturtransformation

Weiterentwicklung des Compliance-Systems

Innovationsschwerpunkte

Wesentliche Themen der Nachhaltigkeit

Organisationsentwicklung im Kontext des neuen Target Operating Model

Budget für das Geschäftsjahr 2022/23

Fünfjahresplanung 2022-2026

Investitionsschwerpunkte und Finanzierungsbedarf

Finanzierungsstrategie

Kapitalerhöhung

Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen.

Der Aufsichtsrat hat den Rücktritt von Glynn Fletcher zur Kenntnis genommen und das erweiterte Engagement der Familie Langer gewürdigt. Er hat dem Management die volle Unterstützung in der Übergangsphase angeboten.

Weiters hat der Aufsichtsrat an einer ordentlichen und einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft teilgenommen. Die außerordentliche Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung der EOS Holding AG wurde am 22. Februar 2022 einberufen. Der Aufsichtsrat hat die Kapitalerhöhung unterstützt und alle dafür notwendigen Beschlüsse gefasst.

In Wahrnehmung seiner gesetzlichen Pflichten hat der Aufsichtsratsvorsitzende am 29.09.2022 den Prüfungsauftrag für den Konzern Jahresabschluss zum 30. September 2022 an Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfung, erteilt. Ab dem Geschäftsjahr 2016/17 wird nur noch der Konzern Jahresabschluss geprüft. Der Vorstand der EOS Holding AG hat auf die Prüfung des Abschlusses der EOS GmbH verzichtet.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021/22 und der Konzernlagebericht wurden jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat über das Ergebnis der Konzernabschlussprüfung ausführlich berichtet. Der Aufsichtsrat hat die vorgelegten Prüfungsberichte sowie die Ergebnisse der Konzernabschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach Abschluss seiner eigenen Prüfungen von Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss ohne Einwendungen billigend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendung zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Konzern-Jahresabschluss. Dieser ist nunmehr festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat nach eingehender Erörterung an.

Seit dem 17.02.2022 werden die Aktien der Firma EOS Holding Aktiengesellschaft von der LIFE INTEREST Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, und von der LHUM Vermögensverwaltung GmbH, Gräfelfing sowie der Langer GmbH & Co. KG, Starnberg gehalten. Die EOS Holding Aktiengesellschaft ist ein abhängiges Unternehmen im Sinne von § 17 AktG. Zwischen den Gesellschaftern und der EOS Holding Aktiengesellschaft bestehen keine Beherrschungsverträge. Daher hat sich der Vorstand freiwillig zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312AktG ("Abhängigkeitsbericht") entschlossen. In diesem Bericht wurden die Beziehungen der EOS Holding Aktiengesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen erfasst. Der Abhängigkeitsbericht wurde im Dezember 2022 aufgestellt und dem Aufsichtsrat fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und am 3. Februar 2023 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Den Prüfungsbericht hat der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht hierzu wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht der Abschlussprüfer seinerseits geprüft. Der Aufsichtsrat hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwendungen erhoben.

 

München, den 20.02.2023

Edmar Allitsch, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn für das zum 30. September 2022 beendete Geschäftsjahr in Höhe von EUR 66.632.479,14, der sich aus einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 24.467.611,85 und einem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 91.100.090,99 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Krailling, 14. Dezember 2022

Dr. Hans J. Langer

Marie Niehaus-Langer

Dr. Florian Mes

Nachrichten & Medien

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Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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