fluid automation systems GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Holger Sabrowski seit 20.1.2021 | Prokura |
Jean-Franck Ricci seit 20.1.2021 | Geschäftsführer |
Christian Hagen seit 20.1.2021 | Prokura |
Derrick Karl Michael Zechmair seit 30.5.2020 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AKKA DSW GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AKKA DSW GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AKKA DSW GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AKKA DSW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 4. September 2020 Ernst
& Young GmbH
Seidel, Wirtschaftsprüfer Schmidt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2019AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2019I. Allgemeine Angaben Die AKKA DSW GmbH mit Sitz in Stuttgart, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 744889 eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt worden. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht unverändert dem Gesamtkostenverfahren gemäß den § 275 HGB. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (T€) angegeben. Die Vorjahreswerte werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Entgeltlich von Dritten erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aktivierte Eigenleistungen zu Herstellungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sollten die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die von der Gesellschaft abgeschlossenen Leasingverträge werden als Finanzierungsleasing oder Spezialleasing klassifiziert, sofern die dafür einschlägigen Kriterien erfüllt sind. Bei Finanzierungsleasing wird vor allem geprüft, inwieweit die Grundmietzeit zu mehr als 90 % der üblichen Nutzungsdauer entspricht. Weiterhin wird untersucht, ob eine Ausübung bestehender Rückkaufrechte wahrscheinlich ist. Wesentliches Kriterium für das Spezialleasing ist, dass das Wirtschaftsgut individuell für den Leasingnehmer hergestellt wurde und dass ohne wesentliche Anpassungen an diesem Wirtschaftsgut keine Veräußerungsmöglichkeit besteht; dann trägt der Leasingnehmer das Sachwertrisiko. Sofern Leasingverträge als Finanzierungs- oder Spezialleasing klassifiziert werden, erfolgt die Bilanzierung im Anlagevermögen der Gesellschaft bei gleichzeitiger Passivierung entsprechender Leasingverbindlichkeiten. Der erstmalige Wertansatz basiert auf der Ermittlung des Nutzungsrechts. Dabei werden die Barwerte der künftigen Leasingzahlungen sowie der Barwert des Erwerbspreises zum Leasingende angesetzt. Die Folgebewertung des Wirtschaftsgutes ergibt sich aus der Ermittlung des Restbuchwertes zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Leasingverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag entsprechen den jeweiligen Barwerten. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 250,01 € bis zu einem Wert von 1.000,00 € werden ab dem Geschäftsjahr 2018 bei der Anschaffung als Sammelposten erfasst und über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Sofern ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen ausscheidet, wird der Sammelposten nicht vermindert. Im Geschäftsjahr 2017 wurden geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von 150 € als Aufwand erfasst. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Die in Arbeit befindlichen unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Vorräte sind verlustfrei bewertet. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bilanziert. Alle erkennbaren Risiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sofern wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, sind diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge ermittelt. Die sich ergebende Steuerbe- und -entlastung wird mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Fall einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine bilanzierte passive latente Steuer. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Vorräte Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Beachtung des Niederst- wertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen in Höhe von 2.089 T€ (Vorjahr 2.579 T€) betreffen mit 37,31 % (Vorjahr 20,53 %) noch nicht abgeschlossene Projekte für verbundene Unternehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, wie im Vorjahr, alle innerhalb eines Jahres fällig. Die Gesellschaft nutzt Factoring als Absatzfinanzierungsinstrument. Factoring ist eine Finanzierungsform, bei der die Liquiditätslage von Unternehmen verbessert wird. Factoring ermöglicht der Gesellschaft, das Umlaufvermögen unabhängiger von Banken zu finanzieren, da die kurzfristigen Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen an den Factor veräußert und von diesem im Rahmen der gezeichneten Limite sofort bezahlt werden. Somit erhält die Gesellschaft die Liquidität sofort nach Rechnungsstellung und realisiert somit eine umsatzkongruente Finanzierung. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von 3.957 T€ verkauft. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Berichtsjahr um Forderungen gegen Gesellschaften, die zum AKKA Konzern gehören, und sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Sie betreffen mit 2.091 T€ (Vorjahr 2.250 T€) Lieferungen und Leistungen und mit 5.107 T€ (Vorjahr 0 T€) Forderungen aus dem Cash Pooling. Die Forderungen gegen den Gesellschafter belaufen sich auf 74 T€ (Vorjahr 26 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, alle innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Das Grundkapital in Höhe von 300.000,00 € ist voll einbezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von 3.744.608,61 € setzt sich zusammen aus in Vorjahren erfolgten Rücklagen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen im Personalbereich sowie gegenüber fremden Dritten gebildet. Die Personalrückstellungen in Höhe von 308 T€ (Vorjahr 889 T€) betreffen hauptsächlich Tantieme und Erfolgsbeteiligungen, ausstehenden Urlaub, Gleitzeitguthaben und sonstige Personalthemen. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen betragen 1.048 T€ (Vorjahr 316 T€). Zudem sind Rückstellungen für ausstehende Leistungen in Höhe von 277 T€ (Vorjahr 274 T€) enthalten. Verbindlichkeiten Die dargestellten Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Berichtsjahr um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften, die zum AKKA Konzern gehören. Sie betreffen mit 3.786 T€ (Vorjahr 3.341 T€) Lieferungen und Leistungen und mit 0 T€ (Vorjahr 3.901 T€) Verbindlichkeiten aus Cash Pooling. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter belaufen sich auf 3.357 T€ (Vorjahr 2.435 T€). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten in Höhe von 1.380 T€ (Vorjahr 881 T€) aus Steuern enthalten. Diese wurden im Vorjahr in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und werden nun korrekt gegenüber dem umsatzsteuerlichen Organträger ausgewiesen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Passive latente Steuern Bei der Gesellschaft sind aufgrund der Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen in 2019 passive latente Steuern auszuweisen. Diese werden saldiert mit den aktiven latenten Steuern ausgewiesen.
Der Berechnung der latenten Steuern für 2019 wurde ein Steuersatz von 30,008 % zugrunde gelegt. Sowohl der körperschaftsteuerliche als auch der gewerbesteuerliche Verlustvortrag wurde in 2019 vollständig verbraucht, sodass sich hieraus keine aktiven latenten Steuern mehr ergeben. In 2018 ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer, da von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht wurde. Der Berechnung für 2018 wurde ein Steuersatz von 30,036 % zugrunde gelegt. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Bürgschaften oder Garantien in Höhe von 79 T€ gegenüber Banken. Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren vor allem aus Miet- und Leasingverträgen. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen neben Immobilien den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (beispielsweise IT-Equipment, Büromöbel). In diesen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die Verpflichtungen aus diesen Verträgen betragen 473 T€ für 2020, 482 T€ für die Jahre 2021- 2024, sowie 106 T€ für die Laufzeit von länger als 5 Jahre. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden mit 89,8 % (Vorjahr 83,5 %) überwiegend im Inland erzielt und setzen sich wie folgt zusammen:
Aktivierte Eigenleistungen Im Berichtsjahr sind Entwicklungskosten über selbsterstellte Software in Höhe von 759 T€ (Vorjahr: 745 T€) enthalten. Weitere Forschungs- und Entwicklungskosten sind nicht enthalten. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 11 T€ (Vorjahr 1 T€), sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 30 T€ (Vorjahr 29 T€). Personalaufwand In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 38 T€ (Vorjahr 32 T€) enthalten. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt 335 (Vorjahr 333). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem Verwaltungskostenumlagen in Höhe von 3.752 T€ (Vorjahr 3.070 T€), Mietaufwendungen in Höhe von 1.005 T€ (Vorjahr 981 T€), Fortbildungskosten in Höhe von 286 T€ (Vorjahr 553 T€) und Kosten für operative Leasingverträge in Höhe von 180 T€ (Vorjahr 241 T€) enthalten. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind im Berichtsjahr, wie bereits im Vorjahr, nicht enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen im Berichtsjahr ausschließlich Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 19 T€ (Vorjahr 11 T€). Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind in Höhe von 1 T€ (Vorjahr 12 T€) Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. V. Sonstige Pflichtangaben Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge i. S. v. § 268 Abs. 8 HGB beträgt 759 T€ (Vorjahr 745 T€), welcher sich aus den Aktivierungen der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zusammensetzt. Die verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen in Höhe von 3.745 T€ EUR sowie der Verlustvortrag in Höhe von 424 T€ EUR übersteigen diesen Gesamtbetrag, sodass der Gewinn des Geschäftsjahres keiner Ausschüttungssperre unterliegt. Der Jahresüberschuss kann vollumfänglich ausgeschüttet werden. Geschäftsführung Im Berichtsjahr waren folgende Personen als Geschäftsführer tätig:
Die Geschäftsführer beziehen keine Bezüge von der Gesellschaft. Honorar des Abschlussprüfers Die Angabe über das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der AKKA Technologies S. E., Brüssel, Belgien, angegeben. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 3.219 T€ auf neue Rechnung vorzutragen Nachtragsbericht Seit Januar 2020 breitet sich in Deutschland überregional das sogenannte Coronavirus aus. Vor diesem Hintergrund wurden durch die Bundesländer zahlreiche Kontaktsperren durchgesetzt, welche insbesondere den öffentlichen Nahverkehr stark einschränken. Hierdurch werden die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2020 erheblich belastet. Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführungen im Risikobericht und Prognosebericht des Lageberichts. Andere Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2019, die für die AKKA DSW GmbH von besonderer Bedeutung sind, sind nicht eingetreten. Angaben zum Mutterunternehmen Direkter Anteilseigner ist die AKKA Management Services GmbH in Stuttgart; deren Anteilseigner ist die AKKA Deutschland GmbH, Saarbrücken. Mutterunternehmen ist zum 31. Dezember 2019 die AKKA Technologies S.E. mit Sitz in Brüssel, Belgien. Der Jahresabschluss der DSW wird in den Konzernabschluss der AKKA Technologies S.E., Brüssel, Belgien, (größter und kleinster Kreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss, der nach den von der EU übernommenen IAS/IFRS aufgestellt wird, ist auf der Homepage (www.akka.eu) erhältlich. Der Konzernabschluss wird bei der Belgian National Bank unter der Nummer 0538 473 031 offengelegt und in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Stuttgart, den 29. Juni 2020 Peter Mehrle Derrick Zechmair Anlagenspiegel der AKKA DSW GmbH, Stuttgart, zum 31. Dezember 2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019I. Grundlagen A. Geschäftsmodell der AKKA DSW GmbH AKKA DSW GmbH - ein Unternehmen der AKKA Technologies Group Die AKKA DSW GmbH (kurz: DSW) hat ihren Hauptsitz in Stuttgart. Alleinige Anteilsinhaberin ist die AKKA Management Services GmbH mit Sitz in Stuttgart, deren Anteile von der AKKA Deutschland GmbH mit Sitz in Saarbrücken gehalten werden. Diese ist über deren Muttergesellschaft Teil der AKKA Technologies S.E. mit Hauptsitz in Brüssel, Belgien (kurz: AKKA). AKKA ist der führende europäische Anbieter auf dem Gebiet der Ingenieurberatung und F&E-Dienstleistungen für die Mobilitätsindustrie. Als Innovationsbeschleuniger unterstützt AKKA führende Industrieunternehmen aus der Automobil-, Luftfahrt-, Bahn- und Life-Sciences-Branche über den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte mittels modernster digitaler Technologien (Kl, ADAS, Internet der Dinge, Big Data, Robotik, Embedded Computing, maschinelles Lernen usw.). Die AKKA wurde 1984 gegründet und hat eine stark unternehmerisch geprägte Unternehmenskultur. Die AKKA zählt mehr als 21.000 qualifizierte Mitarbeiter und besitzt eine solide Präsenz in Europa, Asien und Amerika - immer bestrebt, die höchsten Qualitätsstandards zu erfüllen. Im Jahr 2018 hat AKKA eine Ein-Marken-Strategie verabschiedet, um sich Kunden weltweit einheitlich zu präsentieren. Dementsprechend wurde die AKKA DSW GmbH, Stuttgart (kurz: DSW) in die Marke AKKA Digital integriert. Als digitales Kompetenzzentrum der AKKA Gruppe und der Business Unit Germany bietet die DSW ihre Leistungen Kunden der Automobilindustrie und den Technologiebrachen an und sichert somit deren Technologieführerschaft. Durch die Vernetzung der Produkte und Systeme entstehen heute neue Herausforderungen für Industrie, Verwaltung und Menschen. Die Beherrschung der Konnektivität, neuer Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle wird zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Mit unserem Leistungsspektrum in den Bereichen Systems Engineering und Consulting entlang der gesamten Prozesskette sind wir der Partner für IT- und Embedded Solutions für die vernetzte Welt. Im Hauptfeld Automotive entwickelt DSW innovative Konzepte, Simulationsverfahren für Fahrwerksausstattung, Fahrwerkverhalten und Fahrdynamik sowie für das gesamte Feld der Fahrassistenzsysteme. Dabei wird der gesamte Prozess von der Vorentwicklung bis hin zur Serienreife in Form von Softwarelösungen und Systemintegrationen abgedeckt und IT und Elektronik intelligent verknüpft. Hier können die Kapazitäten und Kompetenzen der Mitarbeiter an anderen AKKA Standorten weltweit genutzt und die Präsenz bei den Kunden vor Ort intensiviert werden. Durch das erweiterte Portfolio und den erweiterten Kundenstamm, der durch die Integration in die AKKA Gruppe hinzukommt, kann DSW ihre Kunden noch umfassender bedienen und befindet sich am Puls der Märkte. Durch die Zusammenarbeit mit der AKKA Research SASU, Boulogne-Billancourt, Frankreich (kurz: AKKA Research), dem Innovationszentrum der AKKA Gruppe, haben wir uns zukunftsträchtigen, innovativen Technologien, wie dem autonomen Fahren, modernen Fahrerassistenzsystemen, Infotainment, Mensch-Maschine-Schnittstelle und Vernetzung im Auto verschrieben. Ferner haben wir, ausgehend von der Automobilindustrie, unsere Branchenkompetenzen mit den Jahren kontinuierlich erweitert. Um auch hier die zukünftigen Herausforderungen der verschiedenen Branchen zu meistern und die Innovationskraft in den Industriebranchen weiter zu stärken, setzen wir auf ausgereifte Standards und Prozesse aus der Automobilindustrie, auf branchenübergreifenden Know-how-Transfer und auf eine enge standortübergreifende Zusammenarbeit. Unternehmensstruktur Um den Anforderungen von Kunden besser zu begegnen und die strategischen Ziele des Unternehmens zu erreichen, hat DSW zahlreiche Veränderungen durchlaufen. Diese bestehen in erster Linie darin, unseren Service für Kunden zu verbessern und die Diversifizierung der Kunden und Branchen weiter voranzutreiben. Da dieses nur mit einer agilen und effizienten operativen Organisation möglich ist, existieren im aktuellen Berichtsjahr die folgenden Divisionen: • Die Division "IT Solutions" realisiert mit ihrem ganzheitlichen Projektverständnis, verschiedenste und individuelle Anwendungen in den Bereichen Mobile, Web, Desktop, Augmented Reality/Virtual Reality und Internet of Things. Zudem beschäftigt sie sich mit komplexen Fragestellungen auf Datenebene. Beispielsweise werden Datenmodelle unter Berücksichtigung verschiedenster interner und externer Datenquellen erstellt und mittels statistischer Methoden, Machine Learning und Deep Learning, ausgewertet. • Die Division "Electric/Electronics" entwickelt für vernetzte Produkte und Systeme der Zukunft individuelle Gesamtsysteme aus Hardware und Software. Dabei sind ihre Leistungen und Tätigkeitsfelder u. a. Fahrerassistenzsysteme, Funktionales Sicherheit, Fahrwerksysteme und Hardwareentwicklung (z. B. "Gigabox" und "powerAIDER"). Automatisiertes Fahren, Vernetzung und Elektromobilität bestimmen die Zukunft der Automobilindustrie. Die Kundendiversifikation wird weiter vorangetrieben. Die Unternehmensführung erhofft sich dadurch einen weiteren Schritt in Richtung eines noch unabhängigeren Engineering-Dienstleisters. Neben dem Firmensitz in Stuttgart befinden sich weitere wesentliche Standorte in Ulm und Böblingen. B. Steuerungssystem Die bei der AKKA BU Germany / DSW eingesetzten finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen orientieren sich an den Interessen und Ansprüchen unseres Anteilseigners und stellen die Basis für eine wertorientierte Unternehmensführung dar. Als operative Ergebnisgröße für die Projektsteuerung werden die "Gross Margin" (Projektbezogenes Ergebnis; Gesamtleistung abzüglich der direkt zugeordneten Projektkosten) und für die Divisions die "Operational Margin" herangezogen. Als Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern reflektiert die "Operational Margin" die Ergebnisverantwortung der Divisions. Die operative Ergebnisgröße auf Ebene DSW ist die "Operational Margin". Diese beinhaltet zusätzlich zur "Operational Margin" per Division auch Ergebniseffekte, die nicht durch die Divisions zu verantworten sind. Hierzu zählen sonstige Überleitungsposten wie z. B. Kosten für den Zentralvertrieb und administrative Kosten der Querschnittsfunktionen. C. Forschung und Entwicklung Als hochinnovative Branche hält insbesondere die Automobilindustrie die Forschung und Entwicklung auf konstant hohem Niveau, wovon der Markt der Engineering-Services gerade in Deutschland sehr stark profitiert. Denn Innovationen von morgen entstehen durch die Verbindung von Engineering-Kompetenzen, Technologien und neuen Trends. Daher gehören Innovationen auch zum Selbstverständnis der AKKA Technologies Group und zu ihrem Digitalen-Kompetenzzentrum DSW. Dies ist zudem an den erwirtschafteten aktivierten Eigenleistungen, welche sich aus immateriellen Entwicklungsleistungen zusammensetzt, ersichtlich. Mit ihren Innovationen u. a. im Mobilitätssektor leisten AKKA und DSW auch einen Beitrag zu gesellschaftlichen Herausforderungen. So adressieren sie das Thema Nachhaltigkeit im Kontext von Green Technology. Oder sie geben Anstöße für die urbane Mobilität der Zukunft durch autonomes, elektrisches Fahren in Verbindung mit Car Sharing und der Vernetzung von Fahrzeugen mit ihrer Umwelt. Autonomes Fahren ist die Zukunft der Automobilindustrie. Durch die Einführung von sicheren und intelligenten autonomen Fahrzeugen können menschliche Fahrer unterstützt werden. Hardware- und Software-Entwicklung spielen weiterhin eine große Rolle in der Industrie; Test und Validierung der der immer komplexer werdenden Fahrzeugsysteme sind ein Muss. Herauszuheben sind die Eigenentwicklungen der DSW, die auch im Geschäftsjahr 2019 weiter vorangetrieben wurden. Produkte wie die GT-NTS, die Gigabox oder die Combox werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass die DSW wettbewerbsfähig bleibt. Im Geschäftsjahr 2019 entfielen im Wesentlichen die aktivierte Eigenleistungen auf die Produktprojekte GT-NTS in Höhe von 545 T€ und 76 T€ auf die Gigabox. II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Entwicklung Im Gesamtjahr 2019 hat sich die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen Volkswirtschaft um preisbereinigt 0,6 % erhöht. Damit setzte sich auch in 2019 der Wachstumstrend fort, wenn auch mit stark abnehmender Dynamik so die Experten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie 1. Die Konjunktur wurde aufgrund der verschlechterten finanziellen Rahmenbedingungen für die Schwellenländer und drohenden Handelskonflikten weiterhin spürbar gedämpft. Die vorausschauenden Konjunkturindikatoren, wie z. B. die Geschäftserwartungen oder die Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes, sind zurückhaltend. Wichtige binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte wirken jedoch fort. Die Einkommen stiegen unterstützt durch die Fiskalpolitik kräftig und sorgen für eine rege Konsumnachfrage der privaten Haushalte. Die Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu und der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzt sich fort. Vom weltwirtschaftlichen Umfeld gingen 2019 lediglich gedämpfte Signale aus. Sowohl bei der industriellen Erzeugung als auch beim Welthandel war im vergangenen Jahr eine verlangsamte Entwicklung zu beobachten. Durch die Corona-Krise sind derzeit die wirtschaftlichen Folgen nur schwer einzuschätzen. Täglich werden neue Auswirkungen für die
Weltwirtschaft und die Staatshaushalte veröffentlicht
und namhafte Unternehmen beantragen Staatshilfen und
Überbrückungskredite
2.
Entwicklung Automobilindustrie Laut Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA Pressemitteilung vom 16.01.2020) hat sich weltweit das Automobilgeschäft im Jahr 2019 unterschiedlich entwickelt. In Europa lag der Automobilabsatz gegenüber dem Vorjahr leicht im Plus (1 %), Japan (-2 %), Indien (-13 %), USA (-1 %) und Russland (-2 %) verzeichneten Rückgänge. Der Absatzmarkt in Brasilien wird mit 8 % weiterhin mit guten Wachstumsraten gemeldet. Im zweiten Jahr in Folge ist bei den Verkäufen in China ein Rückgang (-10 %) zu verzeichnen, sie liegen mit 21 Mio. Neufahrzeugen aber immer noch auf einem hohen Niveau. Weltweit produzierten die deutschen Hersteller im Jahr 2019 16,0 Mio. Pkw (i. Vj. 16,5 Mio. Pkw), davon 4,7 Mio. in Deutschland. Der Anteil am Welt-Pkw-Markt beträgt wie im Vorjahr rund 20 Prozent. Die deutsche Automobilindustrie am Standort Deutschland steht für einen Umsatz von 435,3 Mrd. EUR (i.Vj. 423,2 Mrd. EUR), sie beschäftigt hier 832.991 Mitarbeiter. Entwicklung der Digitalen Wirtschaft Gemäß dem Branchenverband "Bitkom" wuchs der Markt um 3,4 Milliarden Euro auf 169,6 Milliarden Euro. Diese Wachstumsraten zeigen, dass die Branche sich weiterhin auf einem stabilen Wachstumskurs bewegt. Dies wird auch an dem ausgerufenen Marktvolumen für 2020 in Höhe von 172,2 Milliarden Euro ersichtlich. 3 Mit Schwerpunktthemen wie Big Data, Cloud Computing und Car2X, sind wir auch hier voll am Puls der Zeit. B. Geschäftsverlauf Allgemeiner Geschäftsverlauf Eines der zentralen Kommunikationsziele ist die Stärkung der Konzernmarke AKKA. Der einheitliche Markenauftritt in Deutschland mit einem weltweit gültigen Corporate Design bindet alle verbundenen Unternehmen in Deutschland eng an die Konzernmarke. Bis auf strategisch bedingte Ausnahmen tragen alle zum Konzern gehörenden deutschen Gesellschaften den Namen AKKA in ihrer Firmierung. Damit wird ein klares und starkes Signal dafür gesetzt, dass sich die Gruppe in die richtige Richtung verändert hat und sich auch weiterhin verändern wird. Mit einer gestiegen Eigenkapitalquote von 44,7 % (Vorjahr 24,4 %) steht die DSW weiterhin auf einer soliden finanziellen Basis. Für erhaltene Management- und Beratungsleistungen der Muttergesellschaft beliefen sich die Aufwendungen für das Geschäftsjahr auf 3,8 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR) Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 3 auf 336 Personen im Quartalsdurchschnitt. Die im vorherigen Geschäftsjahr, aufgrund des "Target-50" Programms durchgeführten Verschmelzungen, haben im Geschäftsjahr geholfen, weitere Kernprozesse zu konsolidieren. Eine tiefergehende Harmonisierung von Prozessen sowie die Ausnutzung von Synergieeffekten waren ebenfalls Bestandteile des Berichtsjahres. Insgesamt ist Deutschland nach wie vor deutlich unser Hauptmarkt und er wird dies auch auf absehbare Zeit bleiben. C. Darstellung der Lage Entwicklung der Gesamtleistung
Der gestiegene Umsatz und die Verringerung der unfertigen Leistungen tragen einen wesentlichen Teil zur Ergebnissteigerung bei, da die weiteren Kosten auf einem konstant/sinkenden Niveau verbleiben. Auf die einzelnen Departments in den Divisionen Stuttgart und Ulm entfielen dabei folgende Anteile an der Gesamtleistung:
Die rückgängigen Materialaufwendungen sind auf einen gesunkenen Bedarf von Rohstoffen innerhalb der Projekte zurückzuführen (-0,54 Mio. EUR). Zeitgleich hat auch der Bedarf an Unterstützung für Projektarbeit um 0,12 Mio. EUR abgenommen. Der Rückgang hierbei ist beinahe ausschließlich auf die gesunkene Beschaffung von bezogenen Leistungen aus verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Diese Entwicklung entspricht auch einem Element unseres Geschäftsmodells, dem zufolge Nachfragezuwächsen bzw. -rückgängen grundsätzlich zunächst zumindest solange mit flexibler Kapazität entsprochen wird, bis auf die notwendige Stetigkeit der Entwicklung vertraut werden kann. Für erhaltene Management- und Beratungsleistungen der Muttergesellschaft beliefen sich die Aufwendungen für das Geschäftsjahr auf 3,8 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR). Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Jahresüberschuss nach Steuern von 3,22 Mio. EUR (Vorjahr 1,23 Mio. EUR). Das Geschäftsjahr war aufgrund des gestiegenen Jahresüberschusses mit gut zu bewerten. Liquidität/Kapitalstruktur Die DSW finanziert sich im Wesentlichen durch den Verkauf von Forderungen (Factoring). Der Abschluss des Factoringvertrages zwischen der SüdFactoring GmbH und der DSW erfolgte am 7. Dezember 2018. Darüber hinaus wurde die Unternehmensfinanzierung durch den am 27. Dezember 2018 abgeschlossenen Cash Pool-, Netting- und Finanzierungsvertrag mit der AKKA Finance SARL, Brüssel, Belgien (kurz: AKKA Finance) erweitert. Zudem besteht noch ein Darlehen gegenüber der BW-Bank in Höhe von 75 TEUR. Das Konzern-Netting ist wichtiger Bestandteil der DSW. Die Vielzahl interner Forderungen bzw. Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen werden nicht einzeln beglichen, sondern genettet. Zum Ende eines Monats verbleibt eine Endsumme, die dann optional via Bankzahlungen oder internem Kontoübertrag auf die AKKA Finance abgerechnet werden können. Das Guthaben bei Kreditinstituten verringerte sich stichtagsbedingt um 6,25 Mio. EUR auf 0,82 Mio. EUR zum Bilanzstichtag. Die DSW kann sich aufgrund der vorhandenen Konzernfinanzierung (Cash Pool-, Netting- und Finanzierungsvertrag) sowie des Factorings sehr flexibel intern als auch extern finanzieren. Investitionen Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich bedingt durch die Fertigstellung der aktivierten Eigenleistungen um 1.209 TEUR erhöht (Vorjahr: 92 TEUR). Das Sachanlagevermögen hingegen hat sich auf 628 TEUR durch jährliche Abschreibungen sowie durch die Umbuchung der aktivierten Eigenleistung verringert. (Vorjahr: 1.231 TEUR). Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 keine wesentlichen Investitionen vorgenommen. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist um 517 TEUR auf 15,38 Mio. EUR (Vorjahr 14,86 Mio. EUR) gestiegen. Ursächlich hierfür ist vor allem der bereits erwähnte Rückgang des Guthabens bei Kreditinstituten. Gegenläufig hierzu stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 4.948 TEUR und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.494 TEUR an. Der Bestand an Vorräten, d. h. in unserem Falle im Wesentlichen die noch nicht abgeschlossenen Projektleistungen, hat sich von 2,73 Mio. EUR zum 31.12.2018 auf 2,40 Mio. EUR verringert. Der Forderungsbestand aus dem Liefer- und Leistungsverkehr betrug zum Abschlussstichtag insgesamt 2,18 Mio. EUR (Vorjahr 0,69 Mio. EUR). Der Rückgang bezieht sich auf das Zahlungsverhalten unserer Kunden zum Jahresende sowie auf eine Ausweitung des Factorings. Zum Stichtag sind Forderungen in Höhe von 3,96 Mio. EUR an SüdFactoring verkauft. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 24,4 % auf 44,7 % zum Jahresende. Zur Analyse der Rückstellungen verweisen wir auf den Anhang. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich um 2,08 Mio. EUR aufgrund der nicht mehr in Anspruch genommenen Finanzierungen mit AKKA Finance. Zum Stichtag besteht eine Forderung gegen AKKA Finance in Höhe von 5,11 Mio. EUR. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die DSW verzeichnet trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen ein gutes Geschäftsjahr 2019. Insgesamt beurteilen wir die wirtschaftliche Lage als volatil. Der aktuelle Transformationsprozess zu automatisiertem Fahren, Vernetzung und Elektromobilität bedingt einen großen Umbruch für die Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen. Zum heutigen Zeitpunkt sind uns- abgesehen von den nicht weiter absehbaren Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie - keine weiteren Einflussfaktoren bekannt geworden, die mögliche Abweichungen von der zuvor berichteten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge haben könnten. D. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Gesamtleistung, Gross Margin auf Projektebene, Operational Margin und die Auslastung der Mitarbeiter. Zusätzlich wenn auch weniger im Focus zu den genannten operativen Ergebnisgrößen stellen für uns auch die Net Margin, der Auftragseingang, die Arbeitnehmer, der Personalaufwand, Days Sales Out-standing, das Working Capital und die Investitionen sowie die Kundenzufriedenheit finanzielle und nichtfinanzielle Indikatoren/Kennzahlen dar. Die Gross Margin spiegelt dabei die Ergebnisverantwortung der Projektleiter, die Operational Margin die Ergebnisverantwortung der Geschäftsführung wider. Die Auslastung ist zentraler Bestandteil der Departmentanalyse. Personalkennzahlen/-Entwicklung Der Personalstand im Quartalsdurchschnitt betrug 336. Die Personalaufwendungen sind im Jahr 2019 auf 21,20 Mio. EUR gesunken (Vorjahr 21,56 Mio. EUR). Prozentual ausgedrückt bedeutet dies einen Rückgang von 1,66 %. Ursächlich hierfür sind die reduzierten Personalrückstellungen zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr. Human Resources (HR) Die Personalarbeit im Jahr 2019 war weiterhin geprägt von Prozess- sowie Kostenoptimierungen und Vereinheitlichung. Die Integration der AKKA Gruppe am Standort Deutschland, aber auch die Einbindung in die AKKA Gruppe weltweit, wurden kontinuierlich fortgesetzt. Die bereits 2018 eingeleiteten Effizienzsteigerungsprogramme wurden weitergeführt und zeigten auch in 2019 Wirkung. Das Jahr 2019 gestaltete sich sehr herausfordernd, da weitere Maßnahmen für eine integrierte HR-Arbeit innerhalb der AKKA Gruppe eingeleitet und erfolgreich umgesetzt werden konnten. Die weitere Transformation und Ausrichtung der HR-Arbeit auf die Anforderungen des Marktes und der AKKA Gruppe werden die zentralen Herausforderungen für die Zukunft sein. Neben der Definition und Bündelung der HR-Rollen innerhalb der BU Germany wird es weitere strukturelle Maßnahmen geben, um die HR-Arbeit nachhaltig zu optimieren. Besonderer Fokus bleibt weiterhin die Rekrutierung von Mitarbeitern vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels. Die eigens hierfür gegründete AKKAdemy in Genf ist dabei ein wichtiger Baustein, die für sämtliche verbundene Unternehmen Fach- und Führungskräften rekrutiert. Aufgrund des Erfolges der AKKAdemy in Genf wurde 2019 eine weitere AKKAdemy in Leipzig gegründet, die den Schwerpunkt auf die Rekrutierung von digitalen Fach- und Führungskräften legt. Das soziale Klima mit der Gewerkschaft und den Betriebsräten gestaltet sich weiterhin positiv. Im Verlauf des Jahres haben weitere Tarifgespräche stattgefunden, mit dem Ziel, den Vergütungstarifvertrag neu zu fassen und in einigen Punkten weiterzuentwickeln. Aktuell gilt noch immer die tarifliche Nachwirkung des ausgelaufenen Vergütungstarifvertrages. AKKA DSW als attraktiver Arbeitgeber Die gute Akzeptanz der AKKA DSW auf dem weiterhin angespannten Bewerbermarkt spiegelt sich in den zahlreichen Einstellungen durch das engagierte Recruiting-Team in 2019 wider. Auch in diesem Jahr wurden die Einstellungsziele erreicht und damit zahlreiche qualifizierte Fachkräfte für die AKKA DSW gewonnen. Für 2020 liegt der Fokus weiterhin auf der Gewinnung neuer Mitarbeiter für ein nachhaltiges Wachstum bei den wichtigen Zukunftstechnologien. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht A. Prognose- und Chancenbericht Für das Jahr 2020 erwartete die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 1,1 Prozent. Die konjunkturelle Dynamik sollte dabei zum Jahresauftakt 2020 noch verhalten bleiben. Im weiteren Verlauf sollte die Wirtschaft wieder leicht an Fahrt aufnehmen (Quellen: Statistisches Bundesamt; Jahresprojektion der Bundesregierung, Stand Januar 2020). 4 Die nach dem Bilanzstichtag weltweite Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie hat einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Ab März 2020 hat diese in der Gruppe zu einer Vielzahl von Projektverzögerungen und -verschiebungen insbesondere bei den Kunden aus der Automobilbranche geführt. Die inzwischen zu erkennenden Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie für AKKA können aktuell noch nicht abschließend bewertet werden. Vorübergehend kommt es für die Gruppe insgesamt zu einer deutlichen Reduzierung der monatlichen Umsatzerlöse. Im Ergebnis der ursprünglichen Prognosen war 2020 eine operative Marge nach IFRS in Höhe von 6.317 TEUR geplant. Aufgrund der zusätzlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie ist nunmehr nach konservativer Planung von einem Jahresfehlbetrag im niedrigen einstelligen Millionenbereich auszugehen. Wir erwarten aufgrund dieser derzeitig wirtschaftlichen Prämissen für das laufende Geschäftsjahr 2020 einen Rückgang der Gesamtleistung im unteren zweistelligen Prozentbereich sowie trotz Kosteneinsparungen einen deutlichen Rückgang des Operational Margin sowie der Auslastung im Vergleich zu 2019. Eine verlässliche Schätzung des Gesamteffekts ist aufgrund der außergewöhnlichen Situation und insbesondere der nicht absehbaren zeitlichen Ausdehnung der Pandemie derzeit nicht möglich. Es besteht das Risiko, dass sich eine über unsere Erwartungen hinausgehende, längerfristige Beeinträchtigung durch die Coronavirus-Pandemie weiter negativ auswirkt. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. B. Risikobericht Durch die in der AKKA BU Germany gelebten kontinuierlichen Prozesse zur Marktbeobachtung, Strategiedefinition und operativen Steuerung ist gewährleistet, dass die DSW ihre Positionierung im Markt und Wettbewerb finden sowie Chancen und Risiken adäquat abwägen kann. Die AKKA BU Germany verfügt über einen kontinuierlichen Berichtsprozess zur Erkennung von möglichen Risiken. Im Rahmen von Risikoberichten werden - neben den einzelnen Risiken - die Gegenmaßnahmen zur Risikominimierung oder aber Risikovermeidung aufgezeigt. Die Umsetzung definierter Gegenmaßnahmen und Maßnahmenwirksamkeit werden in den Gremien der BU Germany und damit auch bei der DSW kontrolliert. Das Risikomanagement ist unterteilt in die Kernprozesse "Projekt Risk Management", "Financial Risk Management", und "Tax Risks Management", welche Bestandteil des "Corporate Risk Managements" der AKKA BU Germany sind. Speziell die Rolle des "Project Risk Managements" wurde dadurch deutlich gestärkt. Zusätzlich findet ferner ein kontinuierlicher Abwägungsprozess der Chancen und Risiken statt. Dieser wird ergänzt durch eine ständige Überprüfung des Leistungsangebots hinsichtlich Marktfähigkeit und Profitabilität in speziell hierfür eingerichteten Gremien (z. B. Projektreviews). Die DSW ist als vorwiegend in Deutschland agierender Dienstleister keinen Währungsrisiken ausgesetzt. Liquiditätsrisiken werden durch die Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb des Konzerns abgedeckt. Ausfallrisiken für Kundenforderungen treten so gut wie nicht auf, da es sich bei den Hauptkunden um OEMs der Automobilindustrie handelt. Weitere Risiken aus der Geschäftstätigkeit und eventuell anfallende Belastungen wurden im Jahresabschluss vollumfänglich berücksichtigt und in der jeweiligen Bilanz- bzw. GuV-Position entsprechend abgebildet. Ertragsverfallrisiken/Operative Risiken Besondere Anforderungen ergeben sich durch unser Projektgeschäft. Die Abwicklung von Projekten ist immer mit Chancen und Risiken verbunden. Dabei stellt die stetige Erweiterung der quantitativen, qualitativen und zeitlichen Projektumfängen einen erhöhten Anspruch an unsere Projektmanagementkompetenzen. In der Regel sind Groß-Entwicklungsprojekte hochkomplex und werden standortübergreifend innerhalb der BU Germany und zum Teil auch global abgearbeitet. Dabei können Risiken aufgrund von technischen Abweichungen gegenüber zugesicherten Spezifikationen oder wegen unklarer Beauftragungssituation eintreten. So kann es zu Kostenüberschreitungen, personellen Engpässen, technischen Schwierigkeiten oder Qualitätsproblemen kommen, die unsere Margen negativ beeinflussen. Demzufolge schulen wir regelmäßig unsere Mitarbeiter im Projekt- und Claim-Management und ermöglichen so Gefahren im Zusammenhang mit länger laufenden Aufträgen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Eine ganzheitliche Projektbearbeitung birgt neben dem angesprochenen risikopotenzial jedoch auch die Chance einer flexibleren und schnelleren internationalen Bearbeitung und den sich daraus ergebenden Kostenvorteilen. Gleichzeitig bedeutet diese Vorgehensweise aber auch, dass zentrale Kompetenzträger ausgebildet werden, die durch potenziell auftretende Fluktuation das Unternehmen verlassen und das erworbene Know-how ebenfalls das Unternehmen verlässt. Die zukünftigen Ertragspotenziale beurteilen wir insgesamt als sehr positiv. Die Realisierung dieser Potenziale wird jedoch wesentlich davon abhängen, inwieweit es uns gelingt, qualifizierte Mitarbeiter mit dem notwendigen technischen Know-how zu rekrutieren. Um am weiterhin angespannten Bewerbermarkt überdurchschnittlich erfolgreich zu sein, forciert die DSW integriert in der AKKA BU Germany seine Recruitingstrategie mit zielgruppenfokussierten Recruiting- und Imagekampagnen und rekrutiert verstärkt auf internationaler Ebene. Dabei liegt unser Hauptaugenmerk bei besonders zukunftsträchtigen Technologiefeldern. Mit der Beibehaltung einer gewissen Flexibilität durch den Einsatz von Zeitarbeitskräften und Subunternehmern tragen wir dem Risiko aus möglichen zukünftigen Auftragsschwankungen Rechnung. Die etablierten Personalinstrumente berücksichtigen solche bestehenden Personalrisiken, tragen zu einer gezielten Nachwuchs- und Know-how-Sicherung bei und stellen gleichzeitig die Transparenz über die Ressourcen sicher. Die überregionale Verbreitung von Virusinfektionen hat einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Die gegen Ende des Jahres 2019 erstmals aufgetretenen Infektionen mit dem COVID-19-Virus haben ab März 2020 zu einer Vielzahl von Projektverzögerungen und -verschiebungen insbesondere bei unseren Kunden aus der Automobilbranche geführt. Es bestehen große Unsicherheiten darüber, wie sich diese Entwicklungen im Jahresverlauf 2020 gestalten werden, und welche längerfristigen Folgen die Pandemie für die Konjunktur und die geopolitischen Entwicklungen haben wird. Die Geschäftsführung geht von deutlichen negativen Auswirkungen auf Projektrealisationen und der Gewinnung von Neuaufträgen und somit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aus. In Abhängigkeit von der Dauer der getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung sowie Entwicklung der Coronavirus-Pandemie und der damit einhergehenden geringeren Auftragszahlen ergeben sich entsprechende Risiken für die erzielbaren Umsatzerlöse und die Ertragssituation sowie ggf. ein zusätzlicher Finanzbedarf. Zur Begrenzung der gesundheitlichen Risiken für die Mitarbeiter sowie der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen wurden im März 2020 umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. So wurde die Möglichkeit des mobilen Arbeitens deutlich ausgedehnt. Es wurden Kosteneinsparungen durch das Aussetzen der Inanspruchnahme von externen Dienstleistungen (Beratung, etc.) und das Verschieben von Investitionen initiiert. Auch wurde ein engmaschigeres Risikomanagement im Rahmen des Cash-Managements erweitert. Zudem wurden Maßnahmen zur Einführung von Kurzarbeit ergriffen. Durch die Bundesregierung sowie die Bundesländer sind verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen der Pandemie vorgesehen. Diese wurden im gesetzlichen Rahmen ausgeschöpft. Die aus dem Coronavirus resultierenden Risiken sind zurzeit insgesamt noch nicht final absehbar bzw. quantifizierbar. Die Gesellschaft wird die Entwicklung weiterhin analysieren und bei Bedarf die entsprechenden Maßnahmen anpassen bzw. ausweiten. Beteiligungsrisiken Beteiligungen an In- oder ausländischen Gesellschaften bestehen nicht. Rechtliche Risiken Als international tätiges Unternehmen unterliegt die DSW dem Risiko von Rechtsstreitigkeiten, an denen wir in Zukunft beteiligt sein könnten. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Patentrecht sowie Steuerrecht gehören. Die Ergebnisse künftiger Verfahren sind in aller Regel nicht vorhersagbar, sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben können. Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Vertragsmuster für verschiedene Anwendungsfälle oder Ausführungsbestimmungen in Form von Organisationsrichtlinien werden laufend fortentwickelt und verringern neue rechtliche Risiken für die DSW. Für Prozesse, Projekte oder Vertragsabschlüsse, die sich außerhalb der für das Tagesgeschäft entwickelten Standards bewegen, ziehen wir regelmäßig die Rechtsabteilung zu Rate. Auf Basis unseres derzeitigen Kenntnisstandes bestehen keine rechtlichen Risiken. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich bis dato nicht bekannte Sachverhalte ergeben, die eine abweichende Beurteilung erforderlich machen. Absatz- und Marktrisiken Die steigende Komplexität der für uns akquirierbaren Projekte wird uns in den nächsten Jahren in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht vor neue Herausforderungen stellen, denen wir schon jetzt durch kontinuierlichen Ausbau von Spitzen-Know-how bei gleichzeitiger ständiger Optimierung unserer Prozesse begegnen. Als Konsequenz der zunehmenden Verschärfung der Abgasrichtlinien rückt die Elektromobilität stärker in den Fokus, weshalb auch wir unser Leistungsspektrum und unsere Recruiting Strategie kontinuierlich an die Bedürfnisse der Kunden und den sich ändernden Markbedingungen anpassen. Auf diese Weise wollen wir unsere Stellung als Premiumanbieter für Projekte aus dem Automotive Engineering festigen und auf die Zukunftstechnologien (u. a. Vernetzung, autonomes Fahren und elektrische Antriebe) ausbauen. Die Konzentration der OEMs (Original Equipment Manufacturer) auf die asiatischen und nordamerikanischen Absatzmärkte wird aus unserer Sicht mittelfristig keine nennenswerten Auswirkungen auf die Engineering- und Beratungsdienstleistungen in Deutschland und in Europa haben. Unsere Hauptmärkte sehen wir daher nach wie vor in Deutschland und Europa, allerdings wird auch der asiatische Markt zunehmend an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus ist es wettbewerbsbestimmend für uns, einen gewinnbringenden Dialog zur Internationalisierung mit unseren Kollegen weltweit zu pflegen, voneinander zu lernen. Es gilt, den Austausch von Erfahrungen, Wissen und Kompetenzen sicherzustellen, Projekte wirtschaftlicher zu lenken und intelligenter zu gestalten - unter Berücksichtigung der entsprechenden Kompetenzen und verfügbaren Kapazitäten. Es geht darum, Voraussetzungen für Kooperationen zu schaffen und die damit verbundenen Herausforderungen zu kennen. Ziel ist, zusätzliches, noch nicht realisiertes Zusammenarbeitspotential zu erschließen und erfolgreiche Ansätze zu transferieren. Nur so sichern wir eine solide Basis für die Zukunft unseres Geschäftes und nutzen Chancen in einem disruptiv innovativen Markt für uns. Grenzübergreifende Vernetzung in Richtung Best-Cost-Länder erwartet auch unser Hauptkunde Daimler mit seinen weltweiten Standorten. Wir müssen dort Leistung erbringen können, wo unser Kunde ist. Andererseits stärkt dies unser internes Netzwerk und zeigt dem Kunden, dass wir grenzübergreifend effizient kooperieren können. Die Produktivität der Projekte behalten wir durch unsere Organisation, durch Schulungen und die permanente Überprüfung der direkten Kosten genau im Blick. Strukturkosten werden weiter optimiert, um unsere Agilität und Effizienz weiterhin zu verbessern. Neben der regulären Entwicklung der Umsätze mit unseren Automotive- und Aerospace- OEM-Kunden in Deutschland konkretisiert sich für uns die gesteigerte Nachfrage nach hochqualifizierten Engineering-Dienstleistungen in Europa und Asien. Im Bereich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (u. a. Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit) ist es unser Ziel, ausnahmslos und fortwährend ein hohes Niveau aufrechtzuerhalten bzw. zu erreichen. IV. Gesamtbeurteilung Die Chancen und Risiken für DSW werden ganz wesentlich von gesamtwirtschaftlichen Einflussfaktoren und deren Effekten auf die Branchenkonjunktur geprägt. Die gesamte Risikolage hat sich im Vergleich zum Vorjahr für die DSW nicht verschlechtert, die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden aber durch das Auftreten der Coronavirus-Pandemie sehr stark negativ beeinflusst. Es bleibt abzuwarten inwieweit sich diese nachhaltig auf das operative Tagesgeschäft auswirkt, was zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend bewertet werden kann. Die Unterbrechung der weltweiten Wertschöpfungsketten hat sich in schneller Geschwindigkeit auf die Produktivität ausgewirkt, welches auch die OEMs zu einer Konsolidierungsphase bewegt hat. Infolge der Zugehörigkeit zum AKKA Konzern ergeben sich für uns aber neue oder verbesserte Möglichkeiten und Instrumente, das Chancen- und Risikomanagement zu optimieren. Des Weiteren führt die gute Verfügbarkeit liquider Mittel dazu, dass Wachstum leichter finanziert werden kann. Der Fokus des Jahres 2020 wird auf dem Management der Marktrisiken liegen. Damit wollen wir das angestrebte Wachstum bei gleichzeitig verbesserter Profitabilität sicherstellen. Die Geschäftsführung stellt fest, dass zum jetzigen Zeitpunkt neben den bereits aufgeführten Risiken keine weiteren erkennbar sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AKKA führen könnten. Dieser Lagebericht enthält Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen und die auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen der Geschäftsführung der Gesellschaft beruhen. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend herausstellen.
Stuttgart, den 29. Juni 2020 Peter Mehrle Derrick Zechmair |
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